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DE69217917T2 - Auswickelvorrichtung mit Schwenkarmen und Greifern - Google Patents

Auswickelvorrichtung mit Schwenkarmen und Greifern

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Publication number
DE69217917T2
DE69217917T2 DE69217917T DE69217917T DE69217917T2 DE 69217917 T2 DE69217917 T2 DE 69217917T2 DE 69217917 T DE69217917 T DE 69217917T DE 69217917 T DE69217917 T DE 69217917T DE 69217917 T2 DE69217917 T2 DE 69217917T2
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DE
Germany
Prior art keywords
film
batch
stretch film
mandrel
frame
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE69217917T
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English (en)
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DE69217917D1 (de
Inventor
Shigeru Doiura
Katsumi Hayakawa
Hiroshi Iwasaki
Kaoru Kawanishi
Tadao Masuda
Masahiro Tsukuda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oji Seitai Kaisha Ltd
Original Assignee
Oji Seitai Kaisha Ltd
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Publication date
Priority claimed from JP3858192U external-priority patent/JP2552854Y2/ja
Priority claimed from JP4188935A external-priority patent/JP2561203B2/ja
Priority claimed from JP058436U external-priority patent/JPH0614014U/ja
Priority claimed from JP6196192U external-priority patent/JP2520653Y2/ja
Application filed by Oji Seitai Kaisha Ltd filed Critical Oji Seitai Kaisha Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE69217917D1 publication Critical patent/DE69217917D1/de
Publication of DE69217917T2 publication Critical patent/DE69217917T2/de
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Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B69/00Unpacking of articles or materials, not otherwise provided for
    • B65B69/0033Unpacking of articles or materials, not otherwise provided for by cutting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control And Other Processes For Unpacking Of Materials (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Sachgebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auswickeln einer streckverpackten Charge aus einer Palette mit einer Vielzahl von Teilen und einer dehnbaren Folie, mit der die Teile und die Palette zusammen eingepackt sind, insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine verbesserte Vorrichtung zum Auswickeln einer streckverpackten Charge und Entfernen der Folie, ohne daß die dehnbare Folie schrumpft, bevor sie vollständig von den palettierten Gegenständen entfernt worden ist.
  • 2. Stand der Technik
  • Herkömmlich wird eine Vielzahl leerer Behälter, wie Glasflaschen, PET-Flaschen (Polyäthylentherephthal-Flaschen) oder Metallbüchsen an eine Abfüllstation in Form einer Ladung geliefert, bei der die Behälter auf einer Palette mit Trennblättern oder -bögen oder dergleichen zwischen den Schichten gestapelt werden, und die Charge bzw. Ladung wird schrumpf- oder streckverpackt unter Benutzung einer dehnbaren Folie. Schrumpf und Streckverpackungsvorrichtungen, die Behäl tni 5 se automatisch Schrumpf- oder Streckverpacken können, sind bekannt.
  • Die schrumpf- oder streckverpackte Charge muß ausgewickelt werden; Vorrichtungen zum automatischen Auswickeln einer schrumpf- oder streckverpackten, palettierten Charge sind z.B. in den japanischen Patentanmeldungen 48-58 995, 49-95 788, 1-111 642 und 2-166 033 beschrieben.
  • Auch das europäische Patent 0 142 846 beschreibt eine Auswickelvorrichtung mit einem Stützgehäuse für einen vertikal beweglichen Rahmen, der Mittel zum vertikalen Schneiden einer Verpackung einer palettierten Charge besitzt. Greifer entfernen die abgeschnittenen Teile der Verpackung und lassen sie in Auffangbehälter fallen.
  • Wenn jedoch eine schrumpf- oder streckverpackte, palettierte Charge ausgewickelt wird, die aus leichten und leeren Behältnissen auf einer Palette in mehreren Schichten unter Zwischenlage von Trennböden besteht, fallen die Behältnisse, d.h. die eingewickelten Gegenstände von den Trennböden, da beim Streckverpacken die dehnbare Folie im allgemeinen horizontal um die Gegenstände unter Spannung gewickelt wird und sich in jede Lücke zwischen den vertikal nächstliegenden Trennböden hineinzieht, um in Kontakt mit den Gegenständen zu gelangen, und wenn die dehnbare Folie in diesem Zustand zerschnitten wird, zieht sie sich aufgrund der plötzlichen Entspannung der Folie, die in Kontakt mit den Oberflächen der eingewickelten Gegenstände verbleibt, plötzlich zusammen, was dazu führt, daß leichte und leere Behältnisse, die als lose Ladung durch Zwischenlage der Trennböden gestapelt sind, von der dehnbaren Folie gezogen und bewegt werden und möglicherweise von den Trennböden herunterfallen. Wenn die geschnittene dehnbare Folie von der Charge entfernt wird, kann zusätzlich deren plötzliches Schrumpfen aufgrund der sofortigen Entspannung an einer Stelle eintreten, an der die dehnbare Folie die Gegenstände berührt, was zu einer ähnlichen Situation führt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß das zuvor beschriebene Phänomen äußerst häufig an den obersten vier Ecken der schrumpfverpackten Charge eintritt.
  • Die Auswickelvorrichtungen gemäß dem oben angegebenen Stand der Technik haben keine geeigneten Mittel, dieses Problem zu lösen, und sind nicht geeignet, schrumpfverpackte Chargen leichter und leerer Behältnisse, die zu mehreren in Schichten auf einer Palette unter Zwischenlage von Trennböden plaziert sind, auszuwickeln.
  • Außerdem besitzen diese Auswickelvorrichtungen keine Mittel zum Zusammendrücken und Verdichten der zerschnittenen und von der Auswickelvorrichtung entfernten dehnbaren Folie, um den Schritt des Abtransports der dehnbaren Folie zu ermöglichen, vielmehr sind zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich, um die sperrige Folie zu entfernen.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Auswickelvorrichtung vorzuschlagen, mit der es möglich ist, wirkungsvoll zu verhindern, daß die eingewickelten Teile herunterfallen, wenn die schrumpf- und insbesondere streckverpackte Charge aus einer Vielzahl von auf einer Palette unter Zuhilfenahme von Zwischenböden aufgestapelten Gegenständen, wie sehr leichten und leeren Behältnissen, ausgewickelt wird.
  • Erfindungsgemaß wird eine Vorrichtung zum Auswickeln einer aus einer Palette, einer Vielzahl von auf der Palette angeordneten Gegenständen und mit einer dehnbaren Folie umhüllten Charge vorgeschlagen, wobei die Auswickelvorrichtung besteht aus ersten und zweiten aufrechten, mit Abstand zueinander angeordneten Rahmen; Mitteln zum Transportieren einer einzuwickelnden Charge in eine Position zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen; einer auf- und abwärts relativ zu den Rahmen bewegbaren Schneideinheit zum vertikalen Schneiden der dehnbaren Folie; unteren Greifern zum Ergreifen eines unteren Bereichs der dehnbaren Folie einer auszuwickelnden Charge; einem Paar zum Beispiel durch pneumatische Zylinder oder einen Servonotor zu betätigenden Schwingarmen; einem auf dem freien Ende jedes Schwingarms angeordneten oberen Greifer zum Erfassen eines oberen Bereichs der dehnbaren Folie der Charge, wodurch die dehnbare Folie, die mittels der Schneideinheit durchtrennt und durch die oberen Greifer ergriffen worden ist, ausgebreitet und während einer Schwenkbewegung der Schwenkarme von der Charge entfernt wird, wobei sich die Vorrichtung dadurch auszeichnet, daß die unteren Greifmittel am oder nahe dem ersten aufrechten Rahmen und die Schneideinheit am ersten aufrechten Rahmen angeordnet sind; daß ein Schlitten am zweiten aufrechten Rahmen entlang diesem auf- und abwärtsbewegbar und mit Druckmitteln ausgestattet ist, um auf die Oberseite der auszuwickelnden Charge zu drücken, so daß diese während des Auswickelns stabilisiert wird; daß das Schwenkarmpaar symmetrisch auf beiden Seiten der Druckmittel mit den Schwenkenden an der Seite des zweiten Rahmens und den freien Enden auf der Seite des ersten Rahmens angeordnet ist; und daß ein Paar Hilfs-Folientrennmittel, die synchron mit der Bewegung der Schwenkarme zum Eingriff in Eckbereiche der dehnbaren Folie auf der Seite des zweiten Rahmens arbeiten, die dehnbare Folie von den Eckbereichen der Charge abziehen.
  • Bei dieser Ausgestaltung werden die Druckmittel zunächst betätigt, um zur Stabilisierung von oben auf die streckverpackte Charge einzuwirken, und sodann werden die unteren Greifmittel betätigt, um die Unterkante der dehnbaren Folie der Charge zu ergreifen, in welcher Position die Schneideinheit sich nach oben bewegt, um die dehnbare Folie von der unteren Kante bis zur oberen Kante durchzuschneiden. Die Schneideinheit wird vorübergehend in einer Position nahe der oberen Kante der dehnbaren Folie gestoppt und dann weiter aufwärts bewegt, um den verbleibenden Teil der dehnbaren Folie zu durchtrennen, nachdem die oberen Greifmittel die Oberkante der Folie ergriffen haben.
  • Auf diese Weise bleibt entsprechend der vorliegenden Erfindung die dehnbare Folie von den unteren Greifmitteln oder von sowohl den unteren als auch den oberen Greifmitteln vom Beginn des Schneidens bis zur Beendigung erfaßt, wodurch verhindert wird, daß die dehnbare Folie während des Schneidens schrumpft.
  • Sobald die dehnbare Folie vollständig durchgeschnitten ist, bewegen sich die oberen Greifer nach oben und die unteren Greifer lassen die Unterkante der Folie los. Gleichzeitig beginnen die die oberen Greifmittel tragenden Schwenkarme nach außen zu schwingen, und breiten die durchtrennte Folie nach beiden Seiten der Trennlinie hin aus. Die Schwenkbewegung der Schwenkarme wird begleitet von einer vorwärts gerichteten Verlängerung der oberen Greifmittel (d.h. die oberen Greifmittel werden vorgeschoben), wodurch verhindert wird, daß die dehnbare Folie aufgrund des Nachlassens der Spannung während der Öffnungsbewegung der Schwenkarme und dem Entfernen der Folie von der Palettencharge schrumpft.
  • Die Hilfs-Folientrennmittel werden zu geeigneter Zeit eingesetzt, bevor die Schwenkarme völlig geöffnet sind, und in einen Spalt zwischen den eingewickelten Gegenständen der Charge und der dehnbaren Folie eingeführt, um in die dem Eckbereich der Charge angepaßte dehnbare Folie auf der Seite des zweiten aufrechten Rahmens einzugreifen und die Folie vom Eckbereich zu entfernen. Auf diese Weise ist es erfindungsgemäß möglich, effektiv zu verhindern, daß verpackte Gegenstände, wie leere Behältnisse (speziell an den oberen vier Ecken der Charge) herabfallen, indem die sich im Kontakt mit diesen Gegenständen befindende Folie an einen Schrumpfen gehindert wird und indem die Folie während des Öffnungsprozesses von den eingewickelten Teilen entfernt wird, bevor das Entfernen der durchtrennten Folie mittels der Hauptschwenkarme abgeschlossen ist.
  • Vorzugsweise besteht jedes Hilfs-Folientrennmittel aus einem Hilfsschwenkarm mit einer kürzeren Länge als der der Schwenkarme und einem vom Hilfsschwenkarm getragenen, vertikal einziehbaren Stift. In diesem Fall wird der Hilfsschwenkarm vom Support-Rahmen des Schlittens über einen Drehantrieb getragen, während der einziehbare Stift vom Hilfsschwenkarm über einen vertikalen pneumatischen Zylinder getragen wird. Vorzugsweise besteht der Drehantrieb aus einem pneumatischen Antrieb, der innerhalb eines vorbestimmbaren Winkelbereichs von mindestens 90º arbeitet.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen deutlich werden. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Auswickelvorrichtung nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
  • Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Auswickelvorrichtung;
  • Fig. 3 eine Draufsicht auf einen an einem zweiten aufrechten Rahmen der Auswickelvorrichtung nach den Fig. 1 und 2 angeordneten Schlitten;
  • Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Schneideinheit und untere Greifer, die an einem ersten aufrechten
  • Rahmen der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Auswickelvorrichtung befestigt sind;
  • Fig. 5 eine Seitenansicht der unteren Greifer;
  • Fig. 6 eine Seitenansicht der Schneideinheit;
  • Fig. 7 eine Seitenansicht der oberen Greifer;
  • Fig. 8A und 8B perspektivische Ansichten eines Teils eines Hauptschwenkarms und von Hilfs-Folientrennmitteln einschließlich einem Hilfsschwenkarm;
  • Fig. 8C eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Hilfs-Folientrennmittel;
  • Fig. 9A bis 9D Seitenansichten zur Darstellung der Wirkungsweise der unteren Greifer;
  • Fig. 10A bis 10F Draufsichten zur Darstellung der Wirkungsweise der oberen Greifer und Schwenkarme;
  • Fig. 11 eine Seitenansicht eines Beispiels einer palettierten und streckverpackten Charge;
  • Fig. 12 eine Draufsicht auf einen am zweiten aufrechten Rahmen der Auswickelvorrichtung montierten Schlitten nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
  • Fig. 13 eine Draufsicht auf eine Schneideinheit und untere Greifer nach einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
  • Fig. 14 eine Seitenansicht der Schneideinheit gemäß Fig. 13;
  • Fig. 15 eine Seitenansicht oberer Greifer nach einen vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
  • Fig. 16 eine Draufsicht auf Schwenkarme mit den oberen Greifern nach Fig. 15 in vollständig ausgefahrener Position;
  • Fig. 17 eine Seitenansicht einer Auswickelvorrichtung mit Positionskorrekturhebeln nach dem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung;
  • Fig. 18 eine Draufsicht auf einen Schlitten der Auswickelvorrichtung nach Fig. 17;
  • Fig. 19 eine schematische Seitenansicht der Auswickelvorrichtung gemäß den Fig. 17 und 18;
  • Fig. 20 eine schematische Seitenansicht einer modifizierten Auswickelvorrichtung mit Positionskorrekturhebeln;
  • Fig. 21 eine Seitenansicht einer Folienwickelvorrichtung für den Gebrauch beispielsweise mit der Auswickelvorrichtung gemäß Fig. 1 in Richtung des Pfeils XXI in Fig. 22 gesehen;
  • Fig. 22 eine Stirnansicht der verwendeten Folien wickelvorrichtung gemäß Fig. 21 mit der Druckrolle in angehobener Position in Richtung des Pfeils XXII in den Fig. 21 und 23;
  • Fig. 23 eine Seitenansicht der verwendeten Folienwickeleinheit gemäß den Fig. 21 und 22 und der Auswickelvorrichtung;
  • Fig. 24A bis 24D Querschnittsansichten zur Darstellung der Betriebsweise eines (Wickel)Dorns und einer Ausstoßplatte gemäß den Fig. 21 und 22;
  • Fig. 25A und 25B Stirnansichten der Spindel gemaß den Fig. 21 und 22;
  • Fig. 26A bis 26E schematische Ansichten zur Darstellung der Wirkungsweise der Wickelvorrichtung für gebrauchte Folien gemäß den Fig. 21 und 22;
  • Fig. 27 eine Seitenansicht einer für benutzte Folie geeigneten Einwickelvorrichtung für den Einsatz an einer Auswickelvorrichtung gemäß Fig. 1 sowie einer Streckfolien-Wickelvorrichtung z.B. gemäß den Fig. 21 und 22;
  • Fig. 28 eine Seitenansicht der verwendeten Einwickelvorrichtung in Richtung des Pfeils XXVIII in Fig. 27;
  • Fig. 29A und 29B Draufsichten auf die Einwickelvorrichtung gemäß den Fig. 27 und 28;
  • Fig. 30A und 30B Stirnansichten eines Revolverkopfs nach den Fig. 27 und 28;
  • Fig. 31 eine Stirnansicht einer Ausstoßplatte und einer Schiebeplatte gemäß den Fig. 27 und 28; und
  • Fig. 32A bis 32D Stirnansichten der benutzten Einwickelvorrichtung gemäß den Fig. 27 und 28.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
  • Fig. 1 zeigt eine perspektivische Gesamteinrichtung einer erfindungsgemäßen Auswickelvorrichtung, die in Fig. 2 in Seitenansicht dargestellt ist. Die Auswickelvorrichtung ist geeignet, eine palettierte und streckumwickelte bzw. -verpackte Charge L, wie sie in Fig. 11 dargestellt ist, auszupacken. Gemäß Fig. 11 besteht die Charge L aus einer Palette 4a, einer Vielzahl von auf der Palette 4a gestapelten Gegenständen 4b und einer Streckfolie 5, die die Gegenstände 4b und die Palette 4a umwickelt. Bei diesem Beispiel sind die Gegenstände 4b leere PET-Flaschen, die auf der Palette 4a unter Zuhilfenahme von Trennböden 4c gestapelt sind. Riemen 4d werden an der Charge L angebracht, bevor die Streckfolie 5 darumgelegt wird. Die Streckfolie 5 besteht aus mehreren Schichten, die die Gegenstände 4b unter Spannung umgeben, und kann die Gegenstände 4b in den peripheren Bereichen der streckverpackten Charge berühren. Die Streckfolie 5 kann in Spalten oder Einbuchtungen zwischen den verschiedenen Trennböden 4c oder zwischen die Palette 4a und den untersten Trennboden 4c eindringen, wie dies als konkaves Profil in Fig. 11 gezeigt ist. Solch eine palettierte und streckverpackte Charge L kann zu einem Verbraucher, wie einer Abfüllstation, transportiert und dort ausgewickelt werden.
  • Gemäß den Fig. 1 und 2 besteht die Auswickelvorrichtung aus einem Grundrahmen 1, einem ersten vorderen aufrechten Rahmen 2a und einem zweiten rückwärtigen aufrechten Rahmen 2b. Ein Kettenförderer 3 befindet sich auf dem Grundrahmen 1 und befördert die streckverpackte Charge L in eine Position zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen 2a und 2b. Selbstverständlich können auch andere Fördermittel verwendet werden, wie beispielsweise ein Rollenförderer oder ein selbstgesteuertes Fahrzeug. Mit einer Platte 6 als Druckmittel an der Vorrichtung kann auf einen zentralen oberen Bereich der palettierten Charge L eingewirkt werden, damit letztere während des Auswickelns fest steht.
  • Wie aus den Fig. 1 und 2 und insbesondere den Fig. 4 und 5 hervorgeht, besitzt der vordere Rahmen 2a untere Greiferstützen 50, die im unteren Bereich des ersten aufrechten Rahmens 2a beidseitig angebracht sind. Verschiebbare Stützen 51 befinden sich jeweils auf den unteren Greiferstützen 50 sowie darauf befestigt jeweils untere Greifer 7, so daß letztere mit den verschiebbaren Stützen 51 auf die Charge L zu und von dieser weg bewegt werden können, wie dies durch den Pfeil A angedeutet wird. Pneumatische Zylinder 30 bewegen jeweils die Stützen 51. Jeder der unteren Greifer 7 besitzt, wie aus Fig. 5 hervorgeht, eine stationäre Backe 7a und eine bewegbare Backe 7b. Die bewegbare Backe 7b kann für die Greifbewegung mittels eines pneumatischen Zylinders 31 auf die stationäre Backen 7a zu und von dieser weg bewegt werden, wie der Pfeil B zeigt.
  • Der vordere Rahmen 2a besitzt auch eine vertikale Führungsschiene 52 auf seiner inneren, dem hinteren Rahmen 2b zugekehrten Seite. Ein Trennschlitten 53 greift in die Führungsschiene 52 ein und kann somit auf- und abwärts entlang dem ersten aufrechten Rahmen 2a bewegt werden, was durch den Pfeil C gezeigt wird. Ein elektrischer Motor 21 bewegt den Trennschlitten 53 auf- und abwärts entlang der vertikalen Führungsschiene 52 mittels einer nicht dargestellten Kette oder dergleichen. Der Trennschlitten 53 trägt zwei Paare Klemmrollen 8 und einen elektrischen Heißschneider 9 zum Durchtrennen der Streckfolie 5. Wie aus den Fig. 4 und 6 hervorgeht, erstreckt sich der Heißschneider 9 zwischen den beiden unteren Greifern 7 zur palettierten Charge L hin, und die beiden Klemmrollenpaare 8 befinden sich zu beiden Seiten und knapp oberhalb des Heißschneiders 9. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, berühren sich die Klemmrollen 8 jedes Paares und die Kontaktfläche zwischen den Klemmrollen 8 jedes Paares erstreckt sich im wesentlichen auf einer Linie, die durch die bzw. in der Vertikalebene der stationären Backen 7a der unteren Greifer 7 verläuft. Da die unteren Greifer 7 die Unterkante der Streckfolie 5 der eingewickelten Charge L mit der Folie 5 an den stationären Backen 7a anliegend ergreifen, wird deutlich, daß jeweils eine Klemmrolle 8 jedes Klemmrollenpaares auf der Außenseite der Streckfolie 5 der Charge L und die jeweils andere auf der Innenseite der Streckfolie 5 zu liegen kommt, um die Folie 5 zwischen sich zu ergreifen. Ein elektrischer Motor 22 treibt (oder rotiert) die Klemmrollen 8 über einen Riemen 54.
  • Wie aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, besitzt der zweite aufrechte Rahmen 2b eine vertikale Führungsschiene 16 auf seiner inneren, dem ersten aufrechten Rahmen 2a zugekehrten Seite. Ein Schlitten 19 greift in die vertikale Führungsschiene 16 ein, so daß er entlang den zweiten Rahmen 2b auf- und abwärtsbewegt werden kann, wie dies der Pfeil D zeigt. Ein elektrischer Motor 20 bewegt den Schlitten 19 über eine Kette oder einen Gurt 20a auf und abwärts. Der Schlitten 19 besitzt einen Schwenkarmtragrahmen 55, der am freien Ende des Schlittens 19 befestigt ist, und eine Traverse 18, die sich von der Mitte des Tragrahmens 55 aus erstreckt. Die Traverse 18 trägt die Druckplatte 6. Der Tragrahmen 55 erstreckt sich horizontal senkrecht zu der den ersten und den zweiten Rahmen 2a und 2b umfassenden Ebene und nimmt eine solche Position ein, daß er sich knapp hinter der auszuwickelnden Charge L befindet, wie dies aus Fig. 1 hervorgeht. Die Länge des Tragrahmens 55 ist etwas größer als eine Seite der Charge L.
  • Ein Paar Hauptschwenkarme 11 sind jeweils schwenkbar an je einem Ende des Tragrahmens 55 über Schwenkgelenke 11c montiert befestigt und symmetrisch beidseitig der Druckplatte 6 angeordnet. Die Hauptschwenkarme 11 erstrecken sich vom Tragrahmen 55 aus in Richtung auf den ersten Rahmen 2a und besitzen jeweils Schwenkenden 11c und freie Enden, die mit oberen Greifern 10 versehen sind, die ihrerseits bewegliche Backen 10a bzw. 10b zum Ergreifen der oberen Kante der Streckfolie 5 der auszuwickelnden Charge L besitzen. Pneumatische Zylinder 35 mit marktgängigen Proportional-Durchflußmeßventilen und Schwenkhebeln 11d wirken jeweils mit den Schwenkarmen 11 zusammen, um deren Schwenkbewegung relativ zum Tragrahmen 55 entsprechend dem Pfeil E zu bewirken. Es sei darauf hingewiesen, daß es bei Einsatz marktgängiger Ventile für die pneumatischen Zylinder 35 anstelle von elektromagnetischen Ventilen des konventionellen EIN-AUS- Typs möglich ist, nicht nur die Geschwindigkeit der Schwenkbewegung (konstante Rotationsgeschwindigkeit) der Schwenkarme 11 stufenlos einzustellen, sondern die Geschwindigkeit während der Schwenkbewegung der Hauptschwenkarme 11 auch in gewünschter Weise im Interesse eines Zusammenwirkens mit der Schwenkbewegung von Hilfsschwenkarmen 45 anzupassen bzw. zu verändern. Es ist auch möglich, die Schwenkbewegung der Schwenkarme 11 unmittelbar in gewünschter Stellung zu stoppen.
  • Wie aus den Fig. 2, 3 und 7 hervorgeht, ist jeder obere Greifer 10 am zugehörigen Schwenkarm 11 über eine verschiebbare Greiferplatte 56 und eine verschiebbare Hubplatte 57 montiert und damit auf die eingewickelte Charge L zu und von dieser weg (siehe Pfeil F) sowie aufund abwärts (siehe Pfeil G) bewegbar. Pneumatische Zylinder 34 wirken mit den Greiferplatten 56 zusammen, während den Hubplatten 57 pneumatische Zylinder 32 zum Erreichen der vorbeschriebenen Bewegungsabläufe zugeordnet sind. Der obere Greifer 10 ist über einen pneumatischen Zylinder 33 und eine Zahnstange mit der Hubplatte 57 verbunden, wodurch die beweglichen Backen 10a und 10b des Greifers 10 zum Durchführen eines Greifvorgangs gemäß dem Pfeil H geöffnet und geschlossen werden können.
  • Wie aus den Fig. 1, 3 und 8A bis 8C hervorgeht, sind am Tragrahmen 55 nahe dem Schwenkgelenk 11c der Schwenkarme 11 ein Paar Hilfs-Folientrennmittel schwenkbar befestigt. Wie sich am besten aus den Fig. 8A bis 8C ergibt, besteht jedes Hilfs-Folientrennmittel aus einem Hilfsschwenkarn 45 mit einer geringeren Länge als der Hauptschwenkarm 11 und einem vertikal einziehbaren Stift 46, der vom Hilfsschwenkarm 45 getragen wird. Eine Stütze 48a ist am Boden des Tragrahmens 55 innerseits des Schwenkgelenks 11c des Hauptschwenkarms 11 angebracht und ein pneumatischer Drehantrieb 48 wird von der Stütze 48a getragen. Der Drehantrieb 48 besitzt eine vertikale drehbare Welle 48c, die den Hilfsschwenkarn 45 trägt. Der Drehantrieb 48 kann ein marktgängiger Typ sein, der einen pneumatisch betätigten und horizontal einziehbaren Kolben 48d sowie einen Zahnstangenantrieb 48e-48f besitzt, um die lineare Bewegung des Kolbens auf die Rotationsbewegung der Welle 48c zu übertragen, wodurch der Hilfsschwenkarm 45 innerhalb eines vorbestimmten Winkelbereichs von mindestens 90º schwenken kann, wie dies durch den Pfeil J angedeutet ist. Der Stift 46 ist mit einem Kolben eines pneumatischen Zylinders 47 verbunden, der am Tragrahmen 55 befestigt ist, und der Stift 46 kann gemäß dem Pfeil K vertikal ein- und ausgefahren werden.
  • Der Hilfsschwenkarm 45 und der Stift 46 sind derart angebracht, daß sie zwei Eckbereiche der Streckfolie 5 an ihrer Rückseite erfassen, d.h. an der Seite des zweiten aufrechten Rahmens 2b, um die Streckfolie 5 von den Eckbereichen der Charge L abzuziehen.
  • Außerdem erstreckt sich senkrecht von der Traverse 18 ein Träger 58, der einen horizontalen pneumatischen Zylinder 36 trägt, dessen Kolbenstange mit einem Drücker 12 versehen ist. Der Drücker 12 befindet sich unterhalb des Tragrahmens 5 und ist auf diesen zu und von diesem weg bewegbar, wie dies durch den Pfeil I in Fig. 3 verdeutlicht wird. Der Schlitten 19 weist auch eine ringförmige Sammelführung 13 auf, die auf den Drücker 12 ausgerichtet ist. Die Sammelführung 13 besitzt eine kreis- oder trichterförmige Öffnung, in die der Drücker eingeführt werden kann. Der Drücker 12 zwingt die Streckfolie 5 in die Sammelführung 13, sobald die Streckfolie 5 durchgeschnitten und von der palettierten Charge L abgenommen ist. Die Sammelführung 13 faßt somit die benutzte Streckfolie 5 zusammen. Zusätzlich sind auf der Austragseite der Sammelführung 13 ein Paar Quetschwalzen 14 vorgesehen, um die Streckfolie 5 kontinuierlich zusammenzudrücken und auszutragen.
  • Weiterhin ist ein Impulsheißsiegler 15 am Schlitten 19 angebracht. Der Schlitten 19 trägt einen vertikalen pneumatischen Zylinder 37 mit einer Kolbenstange, die ihrerseits einen horizontalen pneumatischen Zylinder 38 trägt. Der Heißsiegler 15 ist an der Kolbenstange des horizontalen pneumatischen Zylinders 38 angebracht. Dadurch kann der Heißsiegler 15 sowohl auf- und abwärts als auch auf die umwickelte Charge zu und von dieser weg bewegt werden. Wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt wird, befindet sich der Heißsiegler 15 in solch einer Position, daß er die Rückseite der eingewickelten Charge L errei chen kann, um die Lagen der Streckfolie 5 zu versiegeln und zusammenzufügen. Sofern die Charge L oberseitig abgedeckt ist, kann der Heißsiegler 15 die Abdeckung und die Streckfolie 5 verbinden, um diese zusammen mittels des Drückers 12, der Sammelführung 13 und der Quetschwalzen 14 abzuführen.
  • Weiterhin sind Sensoren 40 bis 44 zum Ermitteln der Positionen der eingewickelten Charge L und der anderen Elemente vorgesehen. Die Sensoren 40 bis 44 besitzen zum Beispiel Richtstrahl- oder Grenzschalter. Der Sensor 40 zeigt an, wenn die eingewickelte Charge L eine vorbestimmte Auswickelposition zwischen dem ersten und dem zweiten aufrechten Rahmen 2a und 2b erreicht. Der Sensor 41 spricht an, wenn die Druckplatte 6 auf die eingewickelte Charge L einwirkt. Der Sensor 42 reagiert, sobald der Trennschlitten 53 eine vorbestimmte, untere Position erreicht hat, während der Sensor 43 anzeigt, daß der Trennschlitten 53 sich unterhalb und nahe dem oberen Ende der eingewickelten Charge L befindet. Der Sensor 44 reagiert, sobald der Trennschlitten 53 sich über das obere Ende der eingewickelten Charge L bewegt.
  • Im Betrieb wird die palettierte und eingewickelte Charge L mittels des Förderers 3 bis zur vorbestimmten Auswickelposition zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen 2a und 2b verbracht und dort aufgrund eines Signals des Sensors 14 gestoppt. Sobald die Charge L diese Position erreicht hat, befinden sich die unteren Greifer 7 und der Treunschlitten 53 in der Position gemaß Fig. 2, d.h. letztere knapp unterhalb ersterer. Der Schlitten 19, der die Druckplatte 6, die oberen Greifer 10, die Hauptschwenkarme 11 und die Hilfsschwenkarme 45 trägt, befindet sich in der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Position oberhalb der Charge L. Sobald die eingewickelte Charge L in der vorgesehenen Position angehalten worden ist, wird der Schlitten 19 zusammen mit der Platte 6 nach unten bewegt, um auf die Oberseite der eingewickelten Charge L zu drücken, und wird durch ein Signal des Sensors 41 gestoppt. Die oberen Greifer 10 und die Stifte 46 werden gleichzeitig abgelassen, jedoch knapp oberhalb der Oberkante der eingewickelten Charge L gestoppt.
  • Die bewegbaren Backen 7b der unteren Greifer 7 befinden sich zunächst in horizontaler Position, wie das aus den Fig. 5 und 9A hervorgeht. Die unteren Greifer 7 werden zuerst gegen und unter die Unterkante der Streckfolie 5 bewegt, wie in Fig. 9B dargestellt. Dann werden die bewegbaren Backen 7b der unteren Greifer 7 betätigt, um die Streckfolie 5 zwischen den bewegbaren Backen 7b und den stationären Backen 7a gemaß Fig. 9C zu ergreifen. Danach werden die unteren Greifer 7 aus dem unteren Bereich der palettierten Charge L gemäß Fig. 9D zurückgezogen. Dadurch wird ein unterer Bereich der Streckfolie 5 aus bzw. von den Behältnissen 4b oder der Palette 4a weggezogen, so daß ein Spalt zwischen dem unteren Bereich der Streckfolie 5 und den Behältnissen 4b bzw. der Palette 4a entsteht.
  • Danach beginnen die Klemmrollen 8 sich zu drehen und der Trennschlitten 53 wird entlang den ersten aufrechten Rahmen 2a nach oben bewegt. Somit klemmen die Rollen 8 die Streckfolie 5 von der Innenseite und der Außenseite und der Heißschneider 9 beginnt, die Streckfolie 5 zu durchtrennen. Es sei darauf hingewiesen, daß der Trennschlitten 53 auf Abstand zur eingewickelten Charge L eingestellt ist und sich entlang einer Bahn bewegt, die so ausgelegt ist, daß die Klemmrollen 8 und der Heißschneider 9 die Behältnisse 4b nicht berühren, während die Klemmrollen 8 die Streckfolie 5 nach außen ziehen, die sich zunächst in engen Kontakt mit den Behältnissen 4b befindet.
  • Der Trennschlitten 53 wird durch das Ausgangssignal nahe dem oberen Ende der eingewickelten Charge L positionierten Sensors 43 gestoppt. Danach bewegen sich die oberen Greifer 10 nach unten und werden betätigt, um die obere Kante der Streckfolie an außerhalb der Klemmrollen 8 gelegenen Positionen zu ergreifen, d.h. von vorne gesehen links und rechts von den Klemmrollen 8. Danach wird der Trennschlitten weiterbewegt und wieder gestoppt, und zwar aufgrund des Signals des oberhalb der eingewickelten Charge L angebrachten Sensors 44. Damit ist die Streckfolie 5 vollständig durchgeschnitten und entlang der Schnittlinie nach rechts und links von dieser auseinandergezogen. Auf diese Weise wird die Streckfolie 5 in durchgeschnittenem Zustand in Spannung gehalten, da die unteren Greifer 7 die Unterkante der Folie 5 und die oberen Greifer 10 die Oberkante der Folie 5 halten.
  • Schließlich geben die unteren Greifer 7 die Unterkante der Streckfolie 5 frei und die oberen Greifer 10 bewegen sich aufgrund der Betätigung des pneumatischen Zylinders 32 nach oben. Gleichzeitig werden die Hauptschwenkarme 11 durch Betätigung der pneumatischen Zylinder 35 auseinanderbewegt. Somit werden die vertikalen Schnittkanten der Streckfolie 5 an der Frontseite der palettierten Charge L (bzw. der Behältnisse 4b) zur Seite geöffnet und von der Frontseite der Charge L entfernt, wie dies aus den Fig. 10A und 10b hervorgeht. Zusätzlich werden die an den freien Enden der Hauptschwenkarme 11 getragenen und ihrerseits die oberen Greifer 10 tragenden Greiferplatten 56 durch Betätigen der pneumatischen Zylinder 34 ausgefahren. Dadurch wird die Streckfolie 5 gedehnt bzw. gezogen und unter Spannung gehalten, damit jegliches Schrumpfen der Streckfolie 5 verhindert wird, während sie von der Frontseite und den Seitenflächen der Charge 11 entfernt wird, wozu auf die Fig. 10B und 10C verwiesen wird. Die Streckfolie 5 wird unter Spannung und ohne Schrumpfen festgehalten, bis die Schwenkarme 11 schließlich in die in Fig. 10F dargestellte Position geschwenkt sind.
  • Die Bewegung der Hilfsschwenkarme 45 beginnt zu einem geeigneten Zeitpunkt nach Einleiten der Bewegung der Hauptschwenkarme 11. Die Hauptschwenkarme 11 werden zu einem geeigneten Zeitpunkt vor Beendigung ihrer Schwenkbewegung angehalten, z.B. zu einem Zeitpunkt, wie er in Fig. 10D gezeigt ist, zu dem jeder Hauptschwenkarm 11 sich gerade jenseits der Stifte 46 der Hilfs-Folientrennmittel befindet. Die Stifte 46 werden zunächst mit Hilfe der pneumatischen Zylinder 47 abgesenkt, so daß jeder Stift 46 in den Spalt zwischen der Seite der Charge und die Oberkante der Streckfolie nahe der rückwärtigen Eckbereiche gelangt. Die Hauptschwenkarme 11 werden weiterbewegt und die Hilfsschwenkarme 45 gemäß den Fig. 10D bis 10F gedreht. Es ist zu beachten, daß die Geschwindigkeit der Hilfsschwenkarme 45 größer als die der Hauptschwenkarme 11 ist und daß die Hilfsschwenkarme 45 über mehr als 90º verdreht werden. Demzufolge ergreifen die Stifte 46 die die Eckbereiche der Charge L abdeckende Streckfolie 5, um diese von den Eckbereichen gemäß Fig. 8B zu entfernen, während die Schwenkarme 11 verschwenkt werden und die Spannung in der Streckfolie 5 aufrechterhalten bleibt.
  • Vorzugsweise ist die Zeitabstimmung der Bewegung der Hilfsschwenkarme 45 derart, daß ihre Bewegung beendet ist, bevor die Bewegung der Hauptschwenkarme 11 aufhört (siehe Fig. 10E), d.h. die Hauptschwenkarme 11 bewegen sich hinter die Verbindungslinie der beiden rückwärtigen Ecken der Charge L, nachdem sich die Hilfsschwenkarme 45 hinter diese Linie bewegt haben. Die Hauptschwenkarme 11 werden dann weiterbewegt in ihre endgültige Position gemäß Fig. 10F, unter gleichzeitiger Rückzugbewegung der Greiferplatten 56 relativ zu den Hauptschwenkarmen 11, und sobald die Hauptschwenkarme 11 vollständig geöffnet sind, werden die Streckfolie 5, die Stifte 46, die Hilfsschwenkarme 45 und die Druckplatte 6 in ihre jeweilige Ausgangslage gebracht. Es ist selbstverständlich, daß die Steuerung der pneumatischen Zylinder und Drehantriebe unterschiedlich zur zuvor beschriebenen Weise durchgeführt werden kann.
  • Auf diese Weise wird die Streckfolie 5 komplett von der palettierten Charge L (bzw. den Behältnissen 4b) ohne Schrumpfen entfernt. Wenn die Streckfolie 5 während des Entfernens plötzlich schrumpft, können die Behältnisse 4b, die sich im Kontakt mit der schrumpfenden Folie 5 befinden, bewegt oder umgestoßen werden und von der Palette 4a bzw. von den Trennböden 4c herunterfallen. Mit der Erfindung ist es jedoch möglich, ein Herunterfallen der Behältnisse 4b während des Auswickelns zu vermeiden.
  • Sobald die Folie 5 vollständig von der Charge L bzw. den palettierten Behältnissen 4b gemäß Fig. 10F entfernt worden ist, wird der Drücker 12 gegen die von den oberen Greifern 10 getragene Folie 5 bewegt und in die Sammelführung 13 geschoben und können die Quetschwalzen 14 angetrieben werden. Dann geben die oberen Greifer 10 die Folie frei, die in die Sammelführung 13 und die Quetschwalzen 14 gezogen wird. Auf diese Weise wird die Streckfolie 5 in eine bandartige Form gedrückt bzw. gequetscht, in der sie leicht gelagert werden kann.
  • Die auf diese Weise ausgewickelte Charge L wird durch den Förderer 3 zu einem geeigneten Zeitpunkt nach Beendigung der Schwenkbewegungen der Schwenkarme 11 abtransportiert.
  • Im Falle einer Charge, die eingewickelt wurde, nachdem eine weitere Folie (als oberseitige Abdeckung bezeichnet) auf der Oberseite der Charge angebracht wurde, wird bei der erfindungsgemaßen Auswickelmaschine der Impulsheißsiegler 15 mit Hilfe des pneumatischen Zylinders 37 abgesenkt und unter Betätigung des pneumatischen Zylinders 38 gegen die Charge L vorgeschoben, so daß die mehreren Schichten der Streckfolie 5, die um den Umfang der Charge L gewickelt sind, und die oberseitige Abdeckung zusammengesiegelt werden, um sie zum geeigneten Zeitpunkt während der Zeitspanne vom Anhalten der durch den Förderer 3 in die Auswickelposition gebrachten Charge bis zur Beendigung des Durchtrennens der Streckfolie 5 zu vereinigen, wodurch es möglich ist, aufeinanderfolgend die Folie 5 und die Abdeckung zusammenzudrücken und als kompaktes Band abzuführen.
  • Fig. 12 zeigt einen Schlitten 19 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung; dieser Schlitten 19 ist an einer Auswickelvorrichtung gemäß den Fig. 1 bis 10F montiert. Der Schlitten 19 unterscheidet sich von dem nach den Fig. 1 bis 10F dadurch, daß er einen elektrischen Servomotor 23, ein Zwischenvorgelege 24 und Schwenkhebel 11e zur Betätigung der Hauptschwenkarme 11 anstelle der pneumatischen Zylinder 35 besitzt.
  • Sofern eine nichthaftende Folie anstelle einer haftenden Folie für die Streckfolie 5 benutzt wird, kleben die mehreren Lagen der um die Charge L gewickelten Streckfolie 5 nicht aneinander und können daher in einzelne Schichten zerfallen, wenn die Streckfolie 5 zerschnitten und dann nach dem Auswickeln in die Sammelführung 13 gedrückt wird. Somit kann die zerschnittene Streckfolie 5 die kontinuierliche Arbeitsweise der Auswickelvorrichtung behindern.
  • Das dritte Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 13 und 14 löst dieses Problem. Fig. 13 und 14 zeigen eine Schneideinheit, die auf den Trennschlitten 53 der Auswickelvorrichtung gemäß den Fig. 1 bis 10F anstelle des entsprechenden, in diesen Figuren dargestellten Schneiders montiert werden kann. Bei diesem Ausführungsbeispiel besitzt die Schneideinheit zwei Paare von Klemmrollen 8 und einen Heißschneider 9, und ein Heißsiegler ist in einer Rolle jedes Klemmrollenpaares 8 untergebracht, die an der Außenseite der Streckfolie 5 angeordnet sind, um die Streckfolie 5 kontinuierlich in zwei Linien beidseits der Schneidlinie der Streckfolie 5 zusammenzusiegeln und so mehrere Lagen von Streifen der Streckfolie 5 zu verbinden. Insbesondere besitzen, wie die Fig. 13 und 14 zeigen, die Klemmrollen 8 auf der Außenseite der Streckfolie 5 eine Kombination einer Vielzahl verschiedener Nylonscheiben, um einen Bereich 8m größeren Durchmessers und Bereiche 8n kleineren Durchmessers zu schaffen. Nichromdraht 60 ist auf den Außenumfang des größeren Durchmesserbereichs 8m gelegt, und eine Schicht aus Polyurethanfluoräthylen deckt den Nichromdraht 60 ab. Schleifringe 61 sind an den Bereichen 8n geringeren Durchmessers angebracht, um den Nichromdraht 60 mit Strom zu versorgen, und unterhalb der Klemmrollen 8 befinden sich Stromzuführungskontakte 62, im Kontakt mit den Schleifringen 61. Zusätzlich ist innen noch eine Nylonrolle angebracht, die mit einer Silikongummischicht und einer Schicht aus Polytetrafluoräthylen belegt ist.
  • Wenn im Unterschied zum zuvor beschriebenen Fall eine hochhaftende Folie als Streckfolie 5 verwendet wird, kann es passieren, daß die Streckfolie 5 sich nicht ohne weiteres von den oberen Greifern 10 löst, wenn diese zur Freigabe der Streckfolie 5 geöffnet werden, nachdem die Hauptschwenkarme 11 die Öffnung der durchtrennten Streckfolie 5 beendet haben.
  • Dieses Problem wird mit dem vierten Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 5 und 16 gelöst. Hierbei sind die oberen Greifer 10 über einen Schwenksupport 64 mit der Hubplatte 57 verbunden; die Hubplatte 57 ist über die verschiebbare Greiferplatte 56 mit dem entsprechenden Schwenkarm 11 verbunden. Der Schwenksupport 64 besitzt einen pneumatischen Schwenkantrieb ähnlich dem Drehantrieb 48 und kann um eine vertikale Achse gemäß dem Pfeil P gedreht werden. Die oberen Greifer stehen ursprünglich unter einem Winkel relativ zu den entsprechenden Schwenkarmen 11, wie in Fig. 10A gezeigt ist, und der Winkel zwischen den oberen Greifern 10 und den Schwenkarmen 11 bleibt während der Schwenkbewegung der Schwenkarme 11 unverändert (siehe Fig. 10F). Der Schwenksupport 64 wird betätigt, um die oberen Greifer 10 nach außen um ihre vertikale Achse an den freien Enden der Hauptschwenkarme 11 um ungefähr 90º zu verschwenken, direkt nachdem die Hauptschwenkarme die Schwenkbewegung zum Öffnen der Streckfolie beendet haben, so daß die oberen Greifer 10 im wesentlichen in parallele Ausrichtung zu den Schwenkarmen 11 gelangen, wie dies in Fig. 16 dargestellt ist. Die Folie 5 nimmt somit über ihre gesamte Länge eine gestreckte Lage ein und kommt leicht von den oberen Greifern 10 los, weil sie bei Betätigen der oberen Greifer 10 zum Öffnen der Backen 10a und 10b schrumpft. Jeder der oberen Greifer 10 besitzt eine stationäre Backe 10a und eine bewegliche Backe 10b.
  • Die Gegenstände, wie leere Behältnisse 4b, sind leicht und werden geschichtet, so daß die Charge L gewöhnlich ungefähr zwei Meter hoch ist, und wenn die Charge einen Verbraucher erreicht, befindet sie sich nicht unbedingt in exakt aufrechter Lage, vielmehr kann sie häufig nach einer Seite geneigt sein. Wenn die geneigte Charge L dann in die Auswickelposition befördert wird, besteht das Problem, daß die oberen Greifer 10 in ihrer Ausgangsposition die Oberkante der Streckfolie 5 nicht exakt ergreifen können.
  • Dieses Problem wird mit dem fünften Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 17 bis 19 gelöst. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist mindestens ein Lagekorrekturmittel 65 oder 66 zum Angriff an einer oberen Ecke der eingewickelten Charge L vorgesehen, um die Position der Charge L relativ zur Position der oberen Greifer 10 zu korrigieren. Die Positionskorrekturmittel besitzen mindestens eine Korrekturführung 65 oder 66 oberhalb der Charge L.
  • Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel sind zwei Paare von Korrekturführungen 65 und 66 an der Druckplatte 6 befestigt, die H-Form besitzt. Diese Platte 6 ist gegenüber der kreisförmigen gemäß Fig. 1 somit modifiziert. Die Korrekturführungen 65 befinden sich an den Vorderkanten der H-förmigen Platte 6 auf der Seite des ersten Rahmens 2a und die anderen Führungen 66 an den rückwärtigen Kanten der H-förmigen Platte auf der Seite des zweiten Rahmens. Die vorderen Korrekturführungen 65 sind an vorderen Hebelschwenkmitteln 67 befestigt, die die Führungen 65 schwenkbar tragende Platten und pneumatische Zylinder aufweisen, die die Schwenkbewegung der vorderen Korrekturführungen 65 bewirken. Die vorderen Schwenkmittel 67 werden von der Platte 6 über pneumatische Rückzugzylinder 68 getragen. Die hinteren Korrekturführungen 66 sind an hinteren Hebelschwenkmitteln 69 befestigt, die gleichermaßen Platten besitzen, an denen die hinteren Korrekturführungen 66 schwenkbar befestigt sind, sowie pneumatische Zylinder, die für die Schwenkbewegung der jeweiligen hinteren Korrekturführungen 66 sorgen. Die hinteren Hebelschwenkmittel 69 sind direkt an der Platte 6 befestigt.
  • Somit sind die Korrekturführungen 65 und 66 in der Lage, sich aus einer ersten horizontalen Stellung außerhalb der Charge L (in Fig. 17 in strichpunktierten Linien dargestellt) in eine zweite nach unten verschwenkte Lage gegen die Charge L zu legen (in Fig. 17 in durchgezogenen Linien gezeigt), wodurch sie mit der oberen Ecke der eingewickelten Charge L in Berührung kommen.
  • Die vorderen Korrekturführungen 65 befinden sich zunächst in der ersten horizontalen und zurückgezogenen Position und die hinteren Korrekturführungen 66 in der ersten horizontalen Position. Sobald die Charge L die Auswickelstellung erreicht, werden die vorderen Korrekturführungen 65 vorgeschoben und aus der ersten horizontalen Position in die zweite nach unten verschwenkte Position verstellt, während die hinteren Korrekturführungen 66 aus der ersten horizontalen Position in die zweite nach unten gerichtete Position verstellt werden. Die vorderen und hinteren Korrekturführungen 65 und 66 werden mit der Platte 6 herabgelassen bis sie die entsprechenden Oberkanten der eingewickelten Charge L berühren.
  • Sofern sich die Charge L in exakt aufrechter Lage befindet, berühren die vorderen und hinteren Korrekturführungen 65 und 66 die vorderen und hinteren oberen Kanten der Charge L gemäß Fig. 17 gleichzeitig. Sofern die Charge L geneigt ist, berühren entweder die vorderen oder die hinteren Korrekturführungen 65 bzw. 66 die zugehörige obere Kante der Charge L, wie in Fig. 19 gezeigt. Die sich jeweils im Kontakt mit den Korrekturführungen 65 oder 66 befindende obere Kante der Charge L gleitet solange entlang den betreffenden Führungen, bis die vorderen und hinteren oberen Kanten der Charge L sowohl die vorderen als auch die hinteren Korrekturführungen 65 und 66 berühren. Auf diese Weise wird die Lage der Charge L in eine absolut aufrechte Position korrigiert, in der die oberen Greifer 10 die obere Kante der Streckfolie 5 ergreifen können, wenn die Schneideinheit die vorbestimmte Höhe der Charge L erreicht. Die Charge L kann mit Riemen 4d (Fig. 19) versehen sein, die sich der korrigierten Charge L anpassen.
  • Wenn die kontinuierlich sich absenkende Platte 6 eine Position nahe der Oberseite der Charge L erreicht, wie sie in Fig. 17 dargestellt ist, werden die vorderen und hinteren Korrekturführungen 65 und 66 in ihre jeweils ersten horizontalen Positionen zurückbewegt und die vorderen Korrekturführungen 65 über die Charge L zurückgezogen. Der Auswickelvorgang wird dann in der zuvor beschriebenen Weise durchgeführt.
  • Die Hauptschwenkarme können in einer horizontalen Ebene oberhalb der Korrekturführungen 65 und 66 verschwenkt werden, ohne mit letzteren zu kollidieren, jedoch können die von den Hauptschwenkarmen 11 getragenen oberen Greifer 10 oder die von diesen ergriffene Streckfolie mit den vorderen Korrekturführungen 65 kollidieren. Deshalb werden die vorderen Korrekturführungen 65 zurückgezogen.
  • Fig. 20 zeigt eine modifizierte Auswickelvorrichtung mit Korrekturführungen. Bei diesem Ausführungsbeispiel besitzen die Lagekorrekturmittel vordere Korrekturführungen 65 ähnlich denen des zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiels und einen Heißsiegler 15 an der Rückseite der Charge L. Dieser Heißsiegler 15 entspricht dem in Fig. 1 gezeigten, der von dem horizontalen pneumatischen Zylinder 38 getragen wird, der seinerseits am vertikalen pneumatischen Zylinder 37 befestigt ist. Es versteht sich, daß der Heißsiegler 15 die Charge L verschieben kann, wenn ihre Position nicht korrekt ist.
  • Die Fig. 21 bis 26D zeigen eine Wickelvorrichtung 70 für gebrauchte Streckfolie, die am zweiten bzw. hinteren Rahmen 2b der Auswickelvorrichtung angebracht ist, wie dies Fig. 23 zeigt. Die Wickelvorrichtung 70 kann auch an einem anderen geeigneten stationären Rahmen befestigt sein. Die Auswickelvorrichtung besitzt die ringförmige Sammelführung 13 und die Quetschwalzen 14, durch die die gebrauchte (von der Charge L entfernte) Streckfolie 5 als zusammengedrücktes Band abgeführt wird, wie dies zuvor beschrieben wurde. Eine Übergabeführung 71 ist zwischen den Quetschwalzen 14 und der Wickelvorrichtung 70 angeordnet, um die gebrauchte Folie 5 zur Wickelvorrichtung 70 zu führen. Oberhalb der Übergabeführung 71 ist ein Sensor 72 zur Überwachung der Überführung der gebrauchten Folie 5 angeordnet.
  • Fig. 21 zeigt eine Seitenansicht der Wickelvorrichtung 70, gesehen in Richtung des Pfeils XXI in Fig. 22, während Fig. 22 eine Stirnansicht der Wickelvorrichtung 70 in Richtung des Pfeils XXII in den Fig. 21 und 23 ist. Die Fig. 24A bis 24D veranschaulichen die Arbeitsweise eines Wickeldorns und einer Ausstoßplatte nach den Fig. 21 und 22, Fig. 25A und 25B sind Stirnansichten des Dorns von Fig. 21 und 22, und die Fig. 26A bis 26E illustrieren die Arbeitsweise der Wickelvorrichtung 70.
  • Wie aus den Fig. 21 und 22 hervorgeht, besitzt die Wickelvorrichtung 70 einen Hauptrahmen 73 mit einer Öffnung 73a an einer Seite und einen Dorn 74, der sich horizontal und senkrecht zu einer Verbindungslinie zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen 2a und 2b sowie senkrecht zur Öffnung 73a erstreckt, so daß ein Ballen aus Streckfolie 5 aus der Öffnung 73a herausbefördert werden kann. Eine Druckwalze 75 ist parallel oberhalb des Dorns 74 angeordnet; die Druckwalze 75 wird gegen den Dorn 74 gedrückt und mit diesem in Kontakt gebracht, so daß sie mit diesem rotiert. Ein Stützgurt 84 berührt einen Bereich des Dorns 74 auf der der Druckwalze 75 gegenüberliegenden Seite, um mit dem Dorn 74 umzulaufen, und eine Ausstoßplatte 94 ist an einem Ende des Dorns 74 derart angeordnet, daß sie sich über die Länge des Dornes bewegen kann, um den auf den Dorn 74 gewickelten Folienballen vom Dorn herunterzuschieben. Der Dorn 74 hat einen variablen Durchmesser, so daß die Streckfolie 5 auf den Dorn aufgewickelt wird, wenn er einen relativ großen Durchmesser besitzt, und der Dorn 74 einen geringeren Durchmesser erhält, wenn der Folienballen mittels der Ausstoßplatte 94 vom Dorn geschoben wird.
  • Wie aus den Fig. 24A bis 25B deutlich wird, besitzt der Dorn 74 eine Stützwelle 74a, eine mit der Stützwelle 74a verbundene innere Welle 74b und eine äußere Schlitzhülse 74c aus vier auf dem Umfang beabstandeten Viertelzylindersegmenten um die innere Welle 74b, abgedeckt durch eine verschiebbare Plastikschicht 74d. Diese vier Viertelzylindersegmente der äußeren Schlitzhülse 74c sind miteinander durch elastische O-Ringe 74e verbunden. Die äußere Schlitzhülse 74c hat an ihrem einen Ende einen radialen Bund 74f, dem die Ausstoßplatte 94 anliegt.
  • Die innere Welle 74b besitzt konische äußere Oberflächenbereiche 74g, während die äußere Schlitzhülse 74c entsprechende konische innere Oberflächenbereiche 74h aufweist. Die äußere Schlitzhülse 74c ist axial relativ zur inneren Welle 74b verschiebbar, wobei die inneren Oberflächenbereiche 74h die konischen äußeren Oberflächenbereiche 74g berühren, so daß die Schlitzhülse 74c in ihrer linken Position einen relativ großen Durchmesser besitzt, während sie bei Bewegung in ihre rechte Position einen geringeren Durchmesser erhält. Die innere Welle 74b besitzt nach außen ragende Stifte 74i und die äußere Schlitzhülse 74c ist mit korrespondierenden Ausnehmungen 74j versehen, so daß die äußere Schlitzhülse 74c axial auf der inneren Welle 74b geführt ist. Außerdem ist die innere Welle 74b an ihrem dem Bund 74f der äußeren Schlitzhülse 74c gegenüberliegenden Ende mit einem Anschlag 74k versehen, um die Bewegung der äußeren Schlitzhülse 74c zu begrenzen. Darüber hinaus hat die äußere Schlitzhülse 74c Längsnuten 74p auf ihrer äußeren Umfangsfläche, und eine Kunststoffschicht mit guten Gleiteigenschaften kann auf die Außenoberfläche der äußeren Schlitzhülse 74c aufgebracht sein.
  • Wie aus den Fig. 21 und 22 hervorgeht, ist der Dorn 74 (die Stützwelle 74a) zu ihrer Rotation mit einem Elektromotor 88 über Zahnräder 89 bis 91 und eine Kette 92 verbunden. Die Ausstoßplatte 94 wird durch einen pneumatischen Zylinder 95 betätigt. Die Druckwalze 75 wird nicht angetrieben, jedoch gegen den Dorn 74 durch pneumatische Zylinder 93 gedrückt, so daß sie mit dem Dorn 74 rotiert. Der den Dorn 74 unterseitig umgebende Stützgurt 84 wird in einer Stützgurteinheit 76 getragen, die aus einem Gurtrahmen 77, am Rahmen 77 befestigten Tragarmen 78 und am Rahmen 77 befestigten pneumatischen Zylindern 79 für die Auf- und Abwärtsbewegung des Rahmens 77 besteht. Der Stützgurt 94 ist um Führungswalzen 80 bis 83 geführt, die drehbar an den Tragarmen 78 und dem Rahmen 77 gelagert sind. Der Stützgurt 84 liegt einer Spannwalze 85 an, die entlang einer Führung 86 mittels eines pneumatischen Zylinders 87, der am Rahmen 77 befestigt ist, bewegt werden kann.
  • Außerdem ist eine Heißsiegelwalze 96 parallel zum Dorn 74 vorgesehen, die von einem pneumatischen Zylinder 97 getragen wird, so daß sie auf den Dorn 74 zu und von diesem weg bewegt werden kann, um mehrere Lagen der auf den Dorn 74 gewickelten Folie 5 zusammenzuschweißen.
  • Während des Betriebes der Wickelvorrichtung 70 wird die von der ringförmigen Sammelführung 13 und den Quetschwalzen 14 abgegebene, gebrauchte Folie 5 in kompaktierter Bandform an die Wickelvorrichtung 70 über die Führung 71 abgegeben. Der Sensor 72 oberhalb der Übergabeführung 71 überwacht die Übergabe der Folie 5 und aktiviert den Motor 88 für die Rotation des Dorns 74.
  • Wie die Fig. 26A zeigt, wird die Druckwalze 75 von den pneumatischen Zylindern 93 von oben gegen den Dorn 24 und der Stützgurt 84 durch die Spannwalze 85 von unten gegen den Dorn 74 in durch die pneumatischen Zylinder 87 angehobener Stellung der Stützgurteinheit 76 gedrückt. Die Streckfolie 5 wird in Bandform in den Spalt zwischen dem Dorn 74 und der Druckwalze 75 eingeführt, flach zusammengedrückt und weitergeführt in den Spalt zwischen dem Dorn 74 und den Stützgurt 84 und dabei um den Dorn 74 zu einem Ballen aufgewickelt. Zu Beginn des Aufwickelns dienen die Längsnuten 74p der äußeren Schlitzhülse 74c des Dorns 74 dazu, das führende Ende der Folie 5 im Zusammenwirken mit der Druckwalze 75 zu ergreifen.
  • Wie die Fig. 26B und 26C zeigen, wird auf die Folie zwischen dem Dorn 74 und den Quetschwalzen 14 Spannung ausgeübt, während das Aufwickeln der Folie fortschreitet, da der Umfang der aufgewickelten Folie 5 pro Umdrehung des Domes 74 zunimmt mit dem Ergebnis, daß die Folie 5 auf den Dorn 74 einwirkt und stramm aufgewickelt wird. Während der Durchmesser der aufgewickelten Folie 5 zunimmt, wird die Druckwalze 75 nach oben gedrückt und der den Dorn 74 umschlingende Teil des Stützgurts 84 nach unten gezwungen mit einer entsprechenden Abwärtsbewegung der Spannwalze 85 entlang der Führung 86 zur Kompensation der Länge des Stützgurts 84.
  • Sobald eine vorbestimmte Zeitspanne abgelaufen ist, nachdem der Sensor 72 oberhalb der Übergabeführung 71 das führende Ende der Folie 5 erfaßt hat, werden die pneumatischen Zylinder 79 betätigt, um den Gurtrahmen 77 abzusenken, wodurch alle Komponenten der Stützgurteinheit 76 gemäß Fig. 26D abgesenkt werden. Der Motor 88 mit dem Dorn 74 rotiert weiter und die Heißsiegelwalze 96 wird mittels des pneumatischen Zylinders 97 gegen den Dorn 74 bewegt, um mehrere Schichten der um den Dorn 74 gewickelten Folie zusammenzuschmeißen und dadurch ein Lösen des Wickelendes des Ballens zu verhindern. Angemerkt sei, daß es nötig ist, das Wickelende des Ballens zu verschweißen, wenn es sich bei der Folie um eine nichthaftende handelt, jedoch ist das Heißversiegeln nicht erforderlich, wenn die Folie Hafteigenschaften besitzt.
  • Danach wird, wie Fig. 26E zeigt, die Druckwalze 75 durch Betätigen des pneumatischen Zylinders 93 angehoben und die Heißsiegelwalze 96 durch Betätigen des pneumatischen Zylinders 97 vom Dorn 64 wegbewegt Der Motor 88 mit dem Dorn 74 wird gestoppt.
  • Fig. 24A ist ein Seitenguerschnitt des Dorns 74 im Zustand gemäß 26E. Die Ausstoßplatte 94, die sich anfänglich dem Bund 74f am linken Ende des Domes 74 anliegt, wird dann durch Betätigen des pneumatischen Zylinders 95 nach rechts bewegt, so daß sie die Folie 5, wie in den Fig. 24A und 24B gezeigt, schiebt. Wie zuvor erläutert, wird die Folie 5 um den Dorn 74 unter Spannung gewickelt und drückt dabei den Dorn 74 zusammen, so daß die Folie, während sie von der Ausstoßplatte 94 verschoben wird, von der äußeren Schlitzhülse 74 nicht freigegeben wird, sondern sich mit dieser zusammen nach rechts bewegt, und sobald die äußere Schlitzhülse 74c nach rechts um den Weg m bewegt worden ist, d.h. wenn die äußere Schlitzhülse 74c relativ zur inneren Welle 74b entlang den korrespondierenden konischen Außen- und Innenflächen 749 und 74h bewegt worden ist, bis die äußere Schlitzhülse 74c am Anschlag 74k am rechten Ende der inneren Welle 74b anschlägt, sich der Durchmesser der äußeren Schlitzhülse 74c von dem größeren Durchmesser gemäß Fig. 25A zum kleineren Durchmesser gemäß Fig. 25B geändert hat. Demzufolge kann die Folie 5 nun leicht von der äußeren Schlitzhülse 74c entlang der Plastikschicht 74d durch weiteres Bewegen der Ausstoßplatte 94 in die in Fig. 24b in strichpunktierten Linien dargestellte Position (in Fig. 24c in durchgezogenen Linien dargestellt) heruntergeschoben werden, und der Ballen aus Folie 5 wird durch die Öffnung 73a im Rahmen 73 entlang dem Dorn 74 ausgestoßen.
  • Die Ausstoßplatte 94 wird dann aus ihrer rechten Ausstoßposition in die linke Position in Anlage an den Bund 74f der äußeren Schlitzhülse 74c und dann weiter in die ursprüngliche linke Position zurückgefahren, wodurch die äußere Schlitzhülse 74c in ihre Ursprungsposition gebracht wird, in der sie einen relativ großen Durchmesser besitzt, wie in Fig. 24D gezeigt. Die Druckwalze 75 und die Stützgurteinheit 76 werden dann durch Betätigen der pneumatischen Zylinder 93 und 79 in Anlage an den Dorn 74 zurückgebracht, wie in Fig. 26A dargestellt. Die bandförmigen Folien können nun einer nach dem anderen von den Quetschwalzen 14 abgegeben werden und der Zyklus wird wiederholt.
  • Die Wickelvorrichtung 70 kann auch an einer anderen Auswickelvorrichtung, als in Fig. 1 dargestellt, verwendet werden. In diesem Falle wird eine solche Auswickelvorrichtung vorzugsweise mit der ringförmigen Sammelführung 13 und den Quetschwalzen 14 versehen. Es ist auch möglich, einen anderen als den Dorn 74 zu verwenden, beispielsweise einen solchen, dessen Durchmesser unter Verwendung pneumatischen Drucks verändert werden kann, oder andere bekannte ausdehnbare Dorne.
  • Die Fig. 27 bis 32D zeigen eine gebrauchte Folie einwickelnde Vorrichtung 100, die zur Verwendung an einer Auswickelvorrichtung gemäß Fig. 1 und einer Einwickelvorrichtung 70 gemäß Fig. 21 geeignet ist. Wie die Fig. 29A und 29B zeigen, befindet sich die Wickelvorrichtung 100 an der Seite der Öffnung 73a des Rahmens 73 der Wickelvorrichtung 70 und besitzt mehrere (im gezeigten Ausführungsbeispiel vier) Dorne 109, die von einem rotierbaren Revolverkopf 105 getragen werden, der sich auf der der Wickelvorrichtung 70 abgewandten Seite der Dorne 109 befindet, wobei einer der Dorne 109 in Flucht mit dem Dorn 74 der Wickeleinheit 70 gebracht wird, so daß der Folienballen von dem Dorn 74 auf den Dorn 109 geschoben werden kann. Jeder Dorn 109 hat eine hinreichende Länge, um mehrere Ballen Folie 5 aufzunehmen. Der Revolverkopf 105 ist mit einem Elektromotor 134 (Fig. 28) verbunden, der durch geeignete, nicht dargestellte Einrichtungen gesteuert wird, so daß der Revolverkopf 105 schrittweise um einen Winkel von 90º oder 360º (oder ein Mehrfaches von 90º) gedreht wird.
  • Gemäß den Fig. 27 und 28 besitzt die Einwickelvorrichtung 100 eine Grundplatte 101, die den Revolverkopf 105 mit den Dornen 109 trägt und auf horizontalen Schienen 103 mittels Gleitrollen 102 bewegbar gelagert ist. Die Grundplatte 101 wird mittels eines Pneumatikzylinders 137 senkrecht zu den Dornen 109 zwischen einer ersten Position, in der der Revolverkopf 105 den Dornen 109 der Wickelvorrichtung 70 (Fig. 29A) gegenübersteht, und einer zweiten Position in der der Revolverkopf 105 mit den Dornen 109 einem ansteigenden Rollenförderer 104 (Fig. 29B) gegenübersteht, verfahren. Die verfahrbare Grundplatte 101 trägt auch die meisten Komponenten der Einwickelvorrichtung 100, wie nachfolgend beschrieben.
  • Die Einwickelvorrichtung 100 besitzt eine Ausstoßplatte 106 mit Schlitzen 115 für den Durchtritt der Dorne 109, eine Beschickungseinrichtung 107 einer Folie 124 zum Einwickeln der Folienballen auf den Dornen 109 und einen Heißsiegler 108 zum Zusammenfügen mehrerer Schichten der Einwickelfolie 124, die die Folienballen umgibt.
  • Die Ausschußplatte 106 wird von einer Schiebeplatte 118 getragen, die parallel zu und vor dem Revolverkopf 105 angeordnet ist. Die Schiebeplatte 118 wird verfahrbar auf linearen Bahnen 122 abgestützt, die sich parallel zu den Dornen 109 erstrecken und an der Grundplatte 101 befestigt sind. Schraubenmuttern 120 sind am Boden der Schiebeplatte 118 befestigt und stehen im Eingriff mit sich parallel zu den Bahnen 122 erstreckenden Vorschubspindeln 121. Ein Elektromotor 135 ist zum Drehen der Vorschubspindeln 121 mit diesen wirkverbunden.
  • Wie insbesondere aus Fig. 31 hervorgeht, besitzt die Schiebeplatte 118 eine große Kreisöffnung 119, die den Durchtritt sämtlicher Dorne 109 erlaubt. Die Ausstoßplatte 106 hat als kreisförmige Scheibe einen Durchmesser, der etwas größer als der der Kreisöffnung 119 ist und ist zu dieser konzentrisch ausgerichtet. Die Ausstoßplatte 106 ist drehbar auf der Schiebeplatte 118 durch radial angeordnete Traglager 116, die der vorderen Umfangsfläche der Ausstoßplatte 106 anliegen, um letztere zu halten, und durch radial angeordnete Stützrollen 117, die dem äußeren Umfang der Ausstoßplatte 106 anliegen, abgestützt. Dadurch ist die Ausstoßplatte 106 frei drehbar relativ zur Schiebeplatte 118 gehalten.
  • Die Ausstoßplatte 106 besitzt gleichwinkelig versetzt angeordnete Schlitze 115, die den Durchtritt jeweils eines Dornes 109 gestatten, d.h. die Ausstoßplatte 106 kann bei Betätigung der Vorschubspindeln 121 entlang den Dornen 109 bewegt werden. Die Schlitze 115 erstrecken sich radial um das Zentrum der Ausstoßplatte 106 und haben einen Kurvenverlauf. Die Dorne 109 können um das Zentrum der Ausstoßplatte 106 zusammen mit dieser rotieren und sich radial zur Ausstoßplatte 106 entlang jeweils der gebogenen Schlitze 115 bewegen.
  • Wie in den Fig. 28, 30A und 30B dargestellt, sind die Dorne 109 gleichwinklig versetzt jeweils über Hebel 110 am Revolverkopf 105 befestigt. Jeder Hebel 110 erstreckt sich parallel zum Revolverkopf 105 und besitzt eine einstückig mit ihm verbundene Tragwelle 111. Jede Tragwelle ist drehbar am Revolverkopf 105 abgestützt und trägt ein Zahnrad 112. Ein Pneumatikzylinder mit sich beidseitig erstreckender Kolbenstange ist im Zentrum des Revolverkopfs 105 angeordnet. Zwei Ketten 114 verlaufen um zwei Zahnräder 112 und Spanner 113, wobei ein Ende jeder Kette 114 an einem Ende der sich beidseitig erstreckenden Kolbenstange des Pneumatikzylinders 138 und das andere Ende jeder Kette am anderen Ende der Kolbenstange befestigt ist. Wenn der Pneumatikzylinder 138 so betätigt wird, daß seine Kolbenstange in Fig. 30A nach rechts bewegt wird, bewegen sich die Ketten 114 in Richtung des Pfeils und drehen die Zahnräder 112 um 90º, so daß sich die Hebel 110 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenken. Entsprechend bewegen sich die Dorne 109 radial auf einer Bogenstrecke nach außen, die durch die Schlitze 115 definiert ist. Wenn der Pneumatikzylinder 138 in entgegengesetzter Richtung betätigt wird, bewegen sich die Ketten 114 in der Richtung des Pfeils in Fig. 30B, wodurch die Hebel 110 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden. Entsprechend bewegen sich die Dorne 109 radial nach innen entlang der Bogenstrecke, d.h. jeder Dorn 109 wird durch die Hebel 110 von dem Revolverkopf 105 getragen und ist entlang einem vorgegebenen Weg zwischen einer ersten Position, in der die Dorne 109 auf einem ersten Kreis stehen, und einer zweiten Position, in der die Dorne 109 auf einem zweiten Kreis stehen, der konzentrisch zum und kleiner als der erste Kreis ist, verstellbar.
  • Gemäß den Fig. 27 und 28 ist die Beschickungseinrichtung 107 der Einwickelfolie 124 oberhalb der von dem Revolverkopf 105 getragenen Dorne 109 angeordnet und besitzt ein paar Tragwalzen 125, auf denen ein Rolle 123 Einwickelfohe 124 rüht. Eine Bremse ist vorgesehen, die lose Einwickelfolie 124 abbremst. Ein paar Zuführwalzen 126 sind unterhalb der Tragwalzen 125 angeordnet und werden von einem Getriebemotor 136 angetrieben, um die Bahn der Einwickelfolie 124 von der Rolle 123 auf den Tragwalzen 125 abzuziehen und diese nach unten durch die Zuführwalzen 126 zu fördern.
  • Außerdem haben die Zuführwalzen 126 jeweils Wellen, an denen Arme 127 über Klinkenräder befestigt sind. Einer der Arme 127 trägt an seinem Ende einen Heißschneider 128 und der andere Arm 127 trägt an seinem Ende einen Amboß 129. Die Arme 127 befinden sich normalerweise in einer in Fig. 27 dargestellten geöffneten Position unter der Vorspannung einer auf einen der Arme 127 einwirkenden Feder 132. Einer der Arme 127 trägt auch einen Folienhalter 130 knapp oberhalb des Heißschneiders 128, und der andere Arm 127 trägt ein Kissen 131 knapp oberhalb des Ambosses 129.
  • Wenn der Motor 136 in einer Richtung dreht, werden die Zuführwalzen 126 rotiert und fördern die Einwickelfolie 124 nach unten, aber die Arme 127 verbleiben durch die Wirkung der Klinkenräder in der Position gemäß Fig. 27. Wenn der Motor 136 in entgegengesetzter Richtung dreht, rotieren die Zuführwalzen 126 umgekehrt und die Arme 127 werden unter der Wirkung der Klinkenräder geschlossen, wie in Fig. 32D dargestellt. Demzufolge wird die Einwickelfolie 124 zwischen den Heißschneider 128 und dem Amboß 129 durchgeschnitten, und in diesem Fall wird das abgetrennte Ende der von der Rolle 123 kommenden Einwickelfolie 124 stabil zwischen dem Folienhalter 130 und dem Kissen 131 gehalten.
  • Der Heißsiegler 108 wird vom unteren Ende einer Kolbenstange eines Pneumatikzylinders 139 getragen, der an einem feststehenden Rahmenteil der Beschickungseinrichtung 107 befestigt ist. Ein Folienhalterriegel 133 wird ebenfalls von der Kolbenstange des Pneumatikzylinders 139 getragen und erstreckt sich bis nahe an den Heißsiegler 108. Der Heißsiegler 108 wird zusammen mit dem Folienhalterriegel 133 gegen die von den Dornen 109 aufgenommenen Ballen aus Folie 5 vorgeschoben, um die Folie 5 und die Einwickelfolie 124, die um die Ballen aus der Streckfolie 5 vor dem Einwickelvorgang zu versiegeln oder die mehreren Schichten von Einwickelfolie 124 nach dem Einwickeln der Ballen zu verschweißen, wie dies in Fig. 32C dargestellt ist. Der Folienhalterriegel 133 preßt und stabilisiert die Einwickelfolie 124 nach dem Heißsiegeln.
  • Während des Einsatzes der Einwickelvorrichtung 100 wird die Grundplatte 101 zunächst in die in Fig. 29A dargestellte Position gefahren und einer der Dorne 109 in Flucht mit dem Dorn 74 der Wickelvorrichtung 70 gebracht. Die Ausstoßplatte 94 der Wickelvorrichtung 70 schiebt dann den Ballen aus gebrauchter Streckfolie 5 auf den Dorn 109 der Einwickelvorrichtung 100, wie es in den Fig. 29A und 32A dargestellt ist. Der Einsatz der Wickelvorrichtung 70 wird wiederholt, bis zum Beispiel vier Ballen aus gebrauchter Streckfolie 5 auf den Dorn 109 geschoben sind. Dann wird der Revolverkopf 105 durch Betätigen des Motors 134 um einen Winkel von 90º gedreht, so daß der nächste Dorn 109 in fluchtende Ausrichtung mit dem Dorn 74 gebracht wird. In gleicher Weise werden dann vier weitere Ballen aus Streckfolie 5 auf diesen Dorn geschoben. Danach wird der Revolverkopf 105 um einen Winkel von 90º weitergedreht und vier weitere Rollen aus Streckfolie 5 auf den dritten Dorn 109 geschoben, und der vierte Dorn 109 wird sodann ebenfalls mit vier Ballen aus Streckfolie 5 beladen. Dies wird in Fig. 32B dargestellt.
  • Sobald die vier Dorne 109 vollständig mit Ballen aus Streckfolie 5 beladen sind, wird der Pneumatikzylinder 138 aus der Stellung gemäß Fig. 30A in die Stellung gemäß Fig. 30B gebracht, so daß die Dorne 109 zum Zentrum des Revolverkopfes 105 hin verstellt werden, wie dies in Fig. 32B gezeigt ist. Der Motor 136 der Beschickungseinheit 107 wird nun betätigt, so daß die Zuführwalzen 126 rotieren und die Einwickelfolie 124 zuführen, bis die Folie 124 die Seitenfläche des obersten Dorns 109 erreicht (siehe das Vorlaufende 124a der Folie 124 in Fig. 32C). Es sei darauf hingewiesen, daß die Ausstoßplatte 106 sich relativ zur Schiebeplatte 180 als Folge der Verdrehung der Dorne 109 dreht.
  • Der Heißsiegler 108 wird dann unter der Einwirkung des Pneumatikzylinders 139 vorgeschoben, so daß die herunterhängende Einwickelfolie 124 mit der Oberfläche des Folienballens verbunden wird, der sich auf dem obersten Dorn 109 befindet. Nachdem der Heißsiegler 108 wieder zurückgezogen worden ist, wird der Revolverkopf 105 um einen Winkel von 360º gedreht, so daß die Einwickelfolie 124 die vier Ballenreihen umgibt. Danach wird der Heißsiegler 108 wieder vorgeschoben, um die Lagen der Einwickelfolie, d.h. das Führungsende 124a und das Nachlaufende der Einwickelfolie 124 zusammenzuschmelzen und somit die Verpackung zu komplettieren. Es ist natürlich auch möglich, den Revolverkopf 105 zwei- oder dreimal zu drehen, um die Ballen zwei- oder dreimal zu umwickeln. Der Motor 136 wird dann in umgekehrter Richtung betätigt, so daß die Zuführwalzen 126 rückwärts laufen und die Arme 127 geschlossen werden, wie in Fig. 32D gezeigt. Die Einwickelfolie wird zwischen dem Heißschneider 128 und dem Amboß 129 durchtrennt. Sofern das Stück der Einwickelfolie 124 zwischen dem abgetrennten Ende und der Versiegelungsstelle relativ lang ist, ist es möglich, den Revolverkopf 105 um 90º weiterzudrehen und auch den Folienüberschuß zu versiegeln.
  • Die Grundplatte 101 wird dann durch Betätigen des Pneumatikzylinders 137 in die in Fig. 29B dargestellte Stellung gebracht, in der die Dorne 129 sich dem Schrägförderer 104 gegenüber befinden. Diese Operation kann auch zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden, sobald die vier Dorne 109 mit den Ballen aus der Streckfolie 5 beladen sind. Die Schiebeplatte 118 wird dann mit der Ausstoßplatte 106 in Richtung auf den Rollenförderer 104 auf den linearen Bahnen 122 über die Länge der Dorne 109 durch Betätigen des die Vorschubspindeln 121 relativ zu den Schraubenmuttern 120 zum Rotieren bringenden Motors 135 mit dem Ballenpaket vorgeschoben, wodurch die Ballen von den Dornen 109 entfernt werden. Auf diese Weise wird das Paket Streckfolie 5 auf den Rollenförderer 104 verbracht, von dem aus die Ladung weiter zu einem geeigneten Behälter oder dergleichen zum Zwecke der Wiederaufarbeitung der Streckfolie 5 und der Einwickelfolie 124 befördert wird. Die einzelnen Bauelemente werden in ihre Ausgangspositionen zurückgebracht und der Zyklus wird wiederholt.

Claims (22)

1. Vorrichtung zum Auswickeln einer aus einer Palette, einer Vielzahl von palettierten Gegenständen auf der Palette und einer die Gegenstände und die Palette einwickelnden Streckfolie bestehenden Charge mit:
ersten und zweiten aufrechten Rahmen (2a, 2b) in gegenseitigem Abstand;
Mitteln (3) zum Befördern der auszuwickelnden Charge in eine Position zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen (2a, 2b);
einer relativ zu den Rahmen (2a, 2b) auf- und abwärts bewegbaren Schneideinheit (9) zum vertikalen Durchtrennen der Streckfolie;
untere Greifmittel (7) zum Ergreifen eines unteren Bereichs der Streckfolie der auszuwickelnden Charge;
einem Paar Schwenkarme (11), die zum Beispiel durch Pneumatikzylinder oder Servomotoren zu betätigen sind;
jeweils einem oberen Greifer (10) am freien Ende jedes Schwenkarms (11) zum Ergreifen eines oberen Bereichs der Streckfolie der Charge, wobei die von der Schneideinheit (9) durchtrennte und von den oberen Greifern (10) erfaßte Folie auseinandergezogen und während einer Schwenkbewegung der Schwenkarme (11) von der Charge entfernt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
die unteren Greifer (7) an oder nahe dem ersten Rahmen (2a) und die Schneideinheit (9) am ersten Rahmen (2a) angebracht sind; ein Schlitten (19) am zweiten Rahmen (2b) entlang diesem auf- und abwärts bewegbar ist und Druckmittel (6) besitzt, die auf die Oberseite der auszuwickelnden Charge einwirken, um diese während des Auswickelns zu stabilisieren;
die Schwenkarme (11) symmetrisch an beiden Seiten der Druckmittel (6) angeordnet sind mit Drehgelenken an der Seite des zweiten Rahmens (2b) und freien Enden zur Seite des ersten Rahmens (2a) und
ein Paar Hilfs-Folienabzugsmittel (45, 46) synchron mit der Bewegung der Schwenkarme (11) betätigt in Eckenbereiche der Streckfolie auf der Seite des zweiten Rahmens (2b) eingreifen, um die Streckfolie von den Eckbereichen der Charge zu entfernen.
2. Auswickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die unteren Greifmittel aus zwei unteren Greifern (7) bestehen und zum Ergreifen einer Unterkante der Streckfolie der auszuwickelnden Charge am ersten Rahmen (2a) horizontal nebeneinander angeordnet sind, wobei jeder untere Greifer (7) auf die Charge zu- und von dieser wegbewegbar ist;
die Schneideinheit am ersten Rahmen (2a) zwischen den beiden unteren Greifern (7) zum Auf- und Abwärtsbewegen entlang dem ersten Rahmen (2a) angeordnet ist und zwei Paare Klemmrollen (8) besitzt, von denen ein Paar an die Außenseite der Streckfolie und das andere an die Innenseite der Streckfolie zu positionieren ist, um zwischen sich die Streckfolie zu erfassen, sowie Schneidmittel (9) besitzt, z.B. einen Elektroschneider zwischen den beiden Paaren Klemmrollen (8) zum Durchtrennen der Streckfolie;
der Schlitten (19) einen Tragrahmen (55) aufweist, der sich senkrecht zu einer den ersten und den zweiten Rahmen (2a, 2b) verbindenden Linie erstreckt und die Schwenkarme (11) sowie die Hilfs-Folientrennmittel (45, 46) trägt; und
gegebenenfalls mindestens in eine der Klemmrollen (8) der Schneideinheit Heißsiegelmittel eingearbeitet sind, um mehrere Schichten der Streckfolie zusammenzufügen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfs-Folientrennmittel (45, 46) schwenkbar am Tragrahmen (55) des Schlittens (19) in oder nahe den entsprechenden Schwenkenden der Schwenkarme (11) gelagert sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Greifer (10) auf- und abwärts relativ zu den sowie gegen die und weg von den zugehörigen Schwenkarmen (11) bewegbar sind, wobei die Schwenkarme (11) sich anfänglich in einer Position befinden, bei der der Abstand zwischen ihren freien Enden geringer als der Abstand zwischen ihren Schwenkenden ist und sie dann während des Betriebes gleichzeitig mit der durch Ausfahren der Schwenkarme (11) bewirkten Vorwärtsbewegung der oberen Greifer (10) um ihren jeweiligen Drehpunkt nach außen schwenken, nachdem die Streckfolie durchtrennt ist, wodurch die Spannung auf die Streckfolie aufrechterhalten wird, während diese von der Ladung entfernt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Greifer (10) außerdem derart bewegbar sind, daß sie horizontal und nach außen um die entsprechenden freien Enden der Schwenkarme (11) in eine Position rotieren können, in der sie im wesentlichen parallel zu den Schwenkarmen (11) stehen, wenn letztere völlig ausgeschwenkt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Hilfs-Folientrennmittel (45, 46) beendet ist, bevor die Bewegung der Schwenkarme (11) abgeschlossen ist, und wobei die Bewegung ersterer vorzugsweise erst begonnen wird, nachdem die Bewegung der Schwenkarme (11) eingesetzt hat.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Hilfs-Folientrennmittel einen Hilfsschwenkarm (45) geringerer Länge als die Schwenkarme (11) mit einem vertikal einfahrbaren, vom Hilfsschwenkarm (45) getragenen Stift (46) besitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsschwenkarm (45) am Tragrahmen (55) des Schlittens (19) über einen Drehantrieb (48), z.B. einen innerhalb eines vorbestimmten Winkelbereichs von mindestens 90º arbeitenden, gelagert ist, und daß der Stift (46) vom Hilfsschwenkarm (45) z.B. über einen vertikalen Pneumatikzylinder getragen wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heißsiegelmittel (60) derart in die Klemmrolle eingearbeitet sind, daß sie auf der Außenseite der Streckfolie positioniert werden können, und vorzugsweise aus um die Klemmrolle gewickeltem elektrischem Widerstandsdraht bestehen, und durch mit dem elektrischen Widerstandsdraht verbundene Schleifkontaktmittel (61) sowie Energiezufuhrmittel (62) für die Schleifkontaktmittel (61) sowie eine den elektrischen Widerstandsdraht elektrisch isolierende Schicht.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (19) außerdem Heißsiegelmittel (15) besitzt, die auf- und abwärts sowie auf die Charge zu- und von dieser wegbewegbar sind, um mehrere Schichten der Streckfolie und eine gegebenenfalls vorhandene oberseitige Abdeckung miteinander zu verbinden.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Positionskorrekturmittel (65, 66) zum Angriff an einer oberen Kante der mit der Streckfolie eingewickelten Charge zur Korrektur der Lage der Charge relativ zur Position der oberen Greifer (10).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionskorrekturmittel aus mindestens einer Korrekturführung (65, 66) bestehen, die sich oberhalb der auszuwickelnden Charge befinden und von einer ersten horizontalen Position außerhalb der Charge in eine zweite nach unten geschwenkte Position gegen die Charge bewegbar sind, um in Anlage an eine obere Kante der Folie zu gelangen;
oder daß die Positionskorrekturmittel aus mindestens einem Paar Korrekturführungen (65, 66) oberhalb der auszuwickelnden Charge bestehen, von denen ein Paar auf der Seite des ersten Rahmens (2a) angeordnet ist und in der Lage ist, sich gegen die Charge und von dieser weg zu bewegen, während sich das andere auf der Seite des zweiten Rahmens (26) befindet und die Korrekturführungen (65, 66) sich von einer ersten horizontalen Position auf der Außenseite der Charge in eine zweite nach unten geschwenkte Position gegen die Charge unter Anlage an eine obere Kante der Charge bewegen können;
oder daß die Positionskorrekturmittel aus einer Korrekturführung (65, 66) oberhalb der auszuwickelnden Charge und an der Seite des ersten Rahmens (2a) bestehen und in der Lage sind, sich von einer ersten horizontalen Position an der Außenseite der Charge in eine zweite nach unten geschwenkte Position gegen die Charge unter Anlage an einer oberen Kante der Charge zu bewegen, und mit einem Heißsiegler (15) auf der Seite des zweiten Rahmens (2b), der gegen die Charge und von dieser weg bewegt werden kann, um unter Berührung der Charge mehrere Schichten Streckfolie und eine gegebenenfalls vorgesehene oberseitige Abdeckung zusammenzufügen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittel (6) aus einer vorzugsweise H-förmigen Platte bestehen, die am Schlitten (19) befestigt ist, und daß die Positionskorrekturmittel (65) an der Platte montiert sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sammelführung (13) für die durchtrennte und von der Charge entfernte Folie, durch einen Drücker (12) zum Einschieben der Folie in die Sammelführung (13) und durch ein Paar Quetschwalzen (14) am Auslaßende der Sammelführung (13) zum kontinuierlichen Zusammenpressen und Abführen der in die Sammelführung (13) gedrückten Streckfolie.
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Wickelvorrichtung (70) zum Aufwickeln der von der Charge mittels der oberen Greifer (10) und der Schwenkarme (11) entfernten Streckfolie zu einem Ballen, die vorzugsweise durch Abführmittel, wie Quetschwalzen (14) oder eine Abführplatte überführt wird, wobei die Wickelvorrichtung (70) einen Dorn (74) zum Aufwickeln der Streckfolie und eine Druckwalze (75) besitzt, die z.B. mittels eines Pneumatikzylinders bis zum Kontakt an den Dorn (74) gedrückt wird, um mit diesem zu rotieren, sowie einen Stützgurt (84) in Kontakt mit einem Teil des Dorns (74) auf der der Druckwalze (75) gegenüberliegenden Seite, um mit dem Dorn (74) bewegt zu werden, wobei der Stützgurt (84) vorzugsweise über mehrere Führungswalzen (80, 83) geführt wird und mindestens mit einer Spannwalze (85) in Berührung steht und wobei der Stützgurt (84) eine Einheit darstellt, sowie eine längs des Dorns (74) bewegbare Ausstoßplatte (94), die den auf den Dorn (74) aufgewickelten Streckfolienballen von dem Dorn (74) herunterschiebt, sowie gegebenenfalls Heißsiegelmittel (96), um mehrere Lagen der Streckfolie miteinander zu verbinden.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Dorn (74) einen von einem ersten großen bis zu einem zweiten kleinen Durchmesser veränderbaren Durchmesser besitzt und die Streckfolie zum Ballen auf den Dorn in seinem Zustand mit dem ersten großen Durchmesser gewickelt und mittels der Ausstoßplatte (94) von diesem im Zustand mit dem zweiten kleinen Durchmesser entfernt wird, und
vorzugsweise der Dorn (74) eine innere Welle (74b) sowie eine Schlitzhülse (74c) mit einer Vielzahl umfangsmäßig beabstandeter Segmente um die innere Welle (74b) besitzt, die durch elastische Mittel (74e) miteinander verbunden sind, so daß der Außendurchmesser der Schlitzhülse variabel ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Welle (74b) eine konische Außenfläche und die Schlitzhülse (74c) eine entsprechend konische innere Oberfläche besitzen, wobei die Schlitzhülse (74c) axial relativ zur inneren Welle (74b) unter Anlage der konischen Flächen aneinander verschiebbar ist, so daß bei Verschieben des Folienballens durch die Ausstoßplatte (94) in eine Richtung die Schlitzhülse (74c) aufgrund der Reibung zwischen dem Ballen und der dehnbaren Schicht auf ihrer Außenfläche mitbewegt wird und sich dabei der Außendurchmesser der Schlitzhülse (74c) verkleinert und dadurch der Folienballen relativ zur Schlitzhülse (74c) und zur inneren Welle (74b) verschoben werden kann, und
an der inneren Welle (74b) gegebenenfalls ein Anschlag (74k) vorgesehen ist, der die Bewegung der Schlitzhülse (74c) in dieser einen Richtung relativ zur inneren Welle (74b) begrenzt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch einen Bund (74f) an der Schlitzhülse (74c), der mit der Ausstoßplatte (94) in Berührung kommt, sobald die Ausstoßplatte (94) zurückgezogen wird, und vorzugsweise eine Vielzahl von Längsnuten an der äußeren Umfangsfläche der Schlitzhülse (74c), die mit einer Gleitschicht (74d) beschichtet ist bzw. sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 15, gekennzeichnet durch eine Einwickelvorrichtung (100) mit einer Grundplatte (101), einem Revolverkopf (105) auf der Grundplatte, mehreren sich von dem Revolverkopf (105) aus erstreckenden Dornen (109), die jeweils Folienballen aufnehmen können, einer Schiebeplatte (118), die eine Ausstoßplatte mit Schlitzen (115) trägt, durch die die Dorne sich hindurchbewegen können, wobei die Schiebeplatte in Richtung der Achsen der Dorne (109) bewegbar ist, um die Folienballen von den Dornen (109) zu schieben, einer Folienzufuhr zum Einwickeln der Ballen auf den Dornen (109) und einem Heißsiegler (108), um mehrere Schichten der die Streckfolienballen einwickelnden Folie zusammenzufügen.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (101) zwischen einer ersten Stellung, in der einer der Dorne (109) einen Streckfolienballen von der Ausstoßplatte (106) übernehmen kann, und einer zweiten Stellung, in der die Streckfolienballen von den Dornen (109) entfernt werden können, zu bewegen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Dorn (109) von mit dem Revolverkopf (105) verbundenen Stützmitteln (110) getragen wird und entlang einem vorgeschriebenen Weg zwischen einer ersten Stellung, in der sich die Dorne (109) auf einem ersten Kreis befinden, und einer zweiten Stellung, in welcher die Dorne (109) sich auf einem zweiten Kreis befinden, der konzentrisch zum und schmaler als der erste Kreis ist, zu verstellen sind, wobei jeder Schlitz (115) der Ausstoßplatte (106) einen Verlauf besitzt, der den vorbestimmten Weg der Dorne (109) entspricht, und
die Stützmittel (110) z.B. aus Hebeln bestehen, deren eines Ende jeweils einen Dorn trägt und deren zweites Ende schwenkbar mit dem Revolverkopf (105) verbunden ist, wobei die Hebel z.B. mittels eines Pneumatikzylinders über zumindest ein Zahnrad (112) und eine Kette (114) zu verschwenken sind.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebeplatte (118) die Ausstoßplatte (106) drehbar abstützt, so daß die Ausstoßplatte (106) der Rotationsbewegung der Dorne (109) folgen kann und entlang der Achse der Dorne (109) bewegbar ist, um die Streckfolienballen von den Dornen (109) abzustreifen.
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