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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verdampfungsbefeuchter.
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Befeuchter werden insbesondere eingesetzt zum Einstellen der Feuchtigkeit
der Umgebungsluft, sei es an einem Arbeitsplatz oder in einem Lagerraum
zum Speichern von Waren.
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Derartige Befeuchter sind praktisch alle vom selben Konzept und verwenden
das selbe Grundprinzip; sie weisen nämlich ein Gehäuse aus
Kunststoff-Wellmaterial auf, das verschiedene elektrische Steuerorgane
umschließt, und in dessen Innerem eine Wanne oder ein
Verdampfungszylinder angeordnet ist, der mit Wasser gefüllt ist, bestimmt
zum Erzeugen des Dampfes.
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Dieses Wasser, in welches zwei oder drei Elektroden eintauchen, die von
Wechselstrom gespeist sind, wird zum Kochen gebracht und in Dampf
"berführt, der abgezogen wird mittels einer Hülle, die im oberen Bereich der
Wanne mündet. Damit die Ausgangs-Eigenschaften des Wassers erhalten
bleiben und um eine zu große Konzentration an leitenden Mineralsalzen zu
vermeiden, wird ein Teil dieses Wassers nach Maßgabe der Dampfproduktion
evakuiert und ergänzt.
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Diese Bauart von Befeuchter, beispielsweise beschrieben in EP-A-0 453 385,
weist zahlreiche Nachteile auf, insbesondere was die Entleerung von Wasser
anbetrifft, die am Boden der Wanne stattfindet, wo sich Kalkablagerungen
ansammeln, die das Entleerungsventil verschmutzen, was eine Fehlerquelle
darstellt.
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Darüber hinaus müssen die Wannen regelmäßig gereinigt werden, was deren
Stillsetzen erfordert, ein Vorgang, der zahlreiche Manipulationen erfordert,
insbesondere das Abkoppeln der Zuleitungs- und Ableitungsanschlüsse für
das Wasser, die jeweils an ihrem Ende einen Spannbund tragen, das
Abkoppeln der Elektroden, so daß das Reinigen dieser verschiedenen Teile
und schließlich das Wiederanschließen der Einheit, nicht zu vergessen das
Reinigen oder Austauschen verschiedener Filter und Dichtungen.
Darüber hinaus ist es notwendig, für jeden Befeuchter unterschiedlicher
Kapazität ein anderes Gehäuse vorzusehen, und die Montage solcher
Befeuchter dauert relativ lang.
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Die vorliegende Erfindung erlaubt es, diese Nachteile zu vermeiden, in dem
sie einen sehr kompakten Verdampfungsbefeuchter vorschlägt, der nur sehr
wenig Anschlüsse und Leitungen aufweist, und somit eine einfache Montage
und Wartung hat, und wobei außerdem die Herstellungskosten niedrig sind.
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Der Verdampfungsbefeuchter, welcher Gegenstand der Erfindung ist, definiert
in Anspruch 1, weist ein Gehäuse von im wesentlichen parallelepipedischer
Form auf, bestehend aus einem oberen und einem unteren Teil, zwischen
denen ein Aluminiumprofil befestigt ist, das durch Extrusion hergestellt ist,
und das in seiner Struktur verschiedene Kanäle enthält.
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Der obere und der untere Teil sind Boxen, die unterteilt und durch einen
Deckel abgeschlossen sind, umfassend verschiedene Mittel zum
Zusammenbau mit den Kanälen des Aluminiumproflls, ferner mit einem
Dampfabfuhrschlauch, einem Mag netventil für die Wasserzufuhr sowie
verschiedenen elektrischen Anschlüssen.
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Die Box des unteren Teiles ist identisch mit jener des oberen Teiles, ledoch
symmetrisch angeordnet.
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Die Wanne besteht aus einem Behälter, der an seinem oberen Teil
Anschlußstecker aufweist, die jeweils an eine innere Elektrode angeschlossen
sind, eine Dampfabzugsleitung und eine Wasserzufuhröffnung aufweist, sowie
seitlich in der unteren Hälfte einen Auslaß für Restwasser.
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Das Einsetzen der Wanne in das Gehäuse geschieht rasch und ohne Risiko in
einer einzigen Bewegung; die Stecker sind in der oberen Box eingesteckt, die
zu diesem Zweck Steckdosen aufweist; die Abzugsleitung ist auf den
Anschlußspitzen aufgeschoben, an den der Abzugsschlauch angeschlossen
ist; die Wasserzufuhröffnung ist an die Zufuhrstutzen angeschlossen, und
schließlich ist der Wasserauslaß an ein Magnetventil angeschlossen, das sich
am Aluminiumprofil befindet. Die Bedienungsperson kann somit diesen
Vorgang in einer Bewegung von hinten nach vorn durchführen, so dann von
unten nach oben, ohne daß sie manuellen Kontakt mit einer Stromquelle oder
Wärmequelle hat, wie dies der Fall ist bei derzeit verfügbaren Befeuchtern.
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Die Tatsache, daß der Wasserauslaß seitlich und nicht an der Basis der
Wanne angeordnet ist, hat zur Folge, daß eine Verstopfung des Entleerventils
durch Kalk vermieden wird. Ist die Wanne zu stark verschmutzt, kann sie
herausgenommen und durch eine neue ersetzt werden.
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Bei einem Befeuchter unterschiedlicher Kapazität genügt es, die Höhe des
Aluminiumprofils zu verändern, wobei Deckel und Basis dieselben bleiben,
was es ermöglicht, die Lagerhaltung der oberen und unteren Boxen sowie der
Profile unterschiedlicher Längen zu verringern.
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Die Vorteile und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung ergeben sich noch
klarer aus der folgenden Beschreibung, die sich auf die beigefügte Zeichnung
bezieht, die eine nicht beschränkende Ausführungsform wiedergibt.
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Figur 1 zeigt einen Befeuchter in einer Vertikalansicht im Profil und im Schnitt,
wobei Teile weggelassen sind.
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Figur 2 zeigt denselben Befeuchter in einer perspektivischen
Explosionsdarstellung, wobei Teile weggelassen sind.
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Figur 3 zeigt in einer Draufsicht eine Box, die sowohl als oberer Teil als auch
als unterer Teil dient.
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Aus den Figuren 1 bis 3 erkennt man, daß der Befeuchter 1 gemäß der
Erfindung einerseits einen oberen Teil 10 aufweist, umfassend eine Box 3, auf
der ein Deckel 2 montiert ist, und andererseits einen unteren Teil 11,
bestehend aus einer Box 6, die mit der oberen Box 3 identisch, jedoch
symmetrisch angeordnet ist, plaziert auf einem Sockel 7, andererseits ein
Profilteil 4 aus Aluminium, das zwischen den Boxen 3 und 6 eingeschlossen
ist, und weiterhin eine Wanne 5, die im Profilteil 4 unterhalb der oberen Box 3
angeordnet ist.
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Der Deckel 2 weist einen Boden 22 auf, an dessen Umfang und oberhalb eine
Wand 20 befestigt ist, und darunter eine Wand 21; die Letztere springt in
bezug auf die Wand 20 nach innen zurück, derart, daß sie in die Box 3
einführbar ist. Boden 22 ist von einer Bohrung 23 durchdrungen, die nach
unten durch einen Stutzen 24 verlängert ist.
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Die Boxen 3 und 6 weisen einen Boden 31 beziehungsweise 61 auf, an deren
Umfang eine Wand 30 beziehungsweise 60 befestigt ist, deren unterer
beziehungsweise oberer Rand über den Boden 31 beziehungsweise 61
vorsteht, um deren Befestigung am Profilteil 4 aus Aluminium zu ermöglichen.
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Box 3 ist genau wie Box 6 unterteilt. Die Abteilungen der einen haben jedoch
nicht dieselbe Funktion, die diejenigen der anderen.
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Ein Abteil 38, gegen die übrige Box 3 isoliert und in deren vorderem Teil
angeordnet, umfaßt die elektronische Steuerkarte 39 des Befeuchters 1; die
Frontplatte 300 weist unterschiedliche Steuerungen auf, Strom einschalten, in
Gang setzen, Einstellen, Entleeren, usw..
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Ein Abteil 36, das sich im hinteren Teil der Box 3 befindet, dient zur Aufnahme
des Magnetventils 360 zum Wassereinlaß. Dieses Abteil 36 enthält seinerseits
zwei Abteile 32 und 34, die durch eine Wand 320 geringer Höhe voneinander
getrennt sind und in deren Böden Öffnungen 33 beziehungsweise 35
vorgesehen sind, die nach unten unterhalb des Bodens 31 durch Stutzen 330
beziehungsweise 350 verlängert sind. Auch in Abteil 36 ist der Boden 31 von
einer Öffnung 361 durchdrungen, die nach unten durch einen Stutzen 362
verlängert ist (siehe Figur 3), und durch eine weitere Öffnung 37, die nach
oben durch einen Stutzen 370 verlängert ist.
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Das Aluminiumprofilteil 4, hergestellt durch Extrusion, weist zwei Teile 46 und
47 von L-förmiger Gestalt auf, die einander zugewandt sind und die somit
einen Zwischenraum 40 im vorderen Teil des Befeuchters 1 bilden, und einen
Raum 43 von kleinerem Volumen im hinteren Teil. Die Teile 46 und 47 sind
hohl, und im inneren eines jeden Teiles erstreckt sich vertikal ein Kanal 41
beziehungsweise 42.
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Das Profilteil 4 weist unter anderem zwei vertikale Rillen 44, 45 auf, die mit der
Trennlinie der Räume 40 und 43 fluchten und jeweils in den Teilen 46
beziehungsweise 47 vorgesehen sind. Diese beiden Vertikalrillen 44, 45
dienen zur Aufnahme einer Blechplatte 48, an welcher ein Magnetventil 49
befestigt ist, das sich im Raum 43 befindet; die Platte 48 kann vertikal in den
vertikalen Rillen 44 und 45 gleiten.
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Die Montage der Box 43 an Profi Iteil 4 geht in der Weise vonstatten, daß der
obere Teil der Wand 30 den oberen Rand des genannten Profilteiles bedeckt
daß sich der Stutzen 330 des Abteils 33 in den Vertikalkanal 41 einfügt, und
daß der Stutzen 362 des Abteiles 36 sich in den Kanal 42 einfügt.
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Deckel 2 ist auf Box 3 angeordnet, so daß sich Stutzen 370 des Abteils 36 in
die Öffnung 24 einfügt.
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Box 6 wird an der Basis des Profilteils 4 auf dieselbe Weise montiert, wie Box
3 an seinem oberen Teil. Man erkennt aus Figur 1, daß Kanal 41 in einen
Stutzen 62 einmündet, entsprechend dem Stutzen 362 des Abteils 36, und in
den Sockel 7 auf der Höhe einer Öffnung 70 mündet, die nach unten durch
einen Stutzen 71 verlängert ist, an welchen ein Wasserabzugsschlauch 72
angeschlossen ist.
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Bei Box 6 erlaubt ein Stutzen 63, entsprechend dem Stutzen 370 von Box 3,
die Wiedergewinnung von Restwasser aus möglichen Lecks; dieser
Stutzen 63 mündet in eine kleine Wanne 73 des Sockels 7, und die ganze
Einheit bildet ein Siphon.
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Das Ventil 49 ist über eine flexible Leitung 490 an einen Stutzen der Box 6
angeschlossen, entsprechend dem Stutzen 350 der Box 3.
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Die Wanne 5 besteht aus der Verbindung einer oberen Halbschale 50 und
einer unteren Halbschale 51, die an ihren Rändern über eine Verbindung 52
miteinander verbunden sind.
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Die obere Halbschale 50 weist an ihrer oberen Fläche eine Öffnung 53 auf,
die nach außen durch einen Stutzen 530 verlängert ist, sowie eine Öffnung
54, die nach innen durch einen Stutzen 540 verlängert ist. Sie ist von zwei
Steckern 56, 57 durchzogen, an welchen jeweils Elektroden 58
beziehungsweise 59 angelötet sind, die sich im Inneren der Wanne 5
befinden.
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In die untere Halbschale 51 ist an der Seite eine Bohrung 55 eingebracht, die
nach außen durch einen Stutzen 550 verlängert ist.
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Das Einsetzen der Wanne 5 in das übrige Gerät vollzieht sich in einem ersten
Schritt durch Einführen in den Raum 40 des Profilteiles 40, und durch
Anschließen der äußeren Stutzen 550 der Halbschale 51 an das Magnetventil
49, das von der Platte 48 getragen ist; die hermetische Absperrung der
Einheit wird durch eine Dichtung gewährleistet. In einem zweiten Schritt wird
die Wanne 5 von unten nach oben verbracht; die Blechplatte 48 gleitet in den
vertikalen Rillen 44 und 45, und es wird der Außenstutzen 530 der Halbschale
50 der Wanne 5 in den Stutzen 370 des Abteils 36 der Box 3 eingeführt,
während sich der untere Stutzen 350 des Abteils 34 in die Öffnung 54 der
Halbschale 50 einsetzt; die Stecker 56, 57 durchqueren den Boden 31 der
Box 3 auf der Höhe des Abteils 38 durch nicht dargestellte Öffnungen, laufen
sodann durch die elektronische Karte 39 durch Öffnungen 390, 391 hindurch,
um angeschlossen zu werden an nicht dargestellte Steckdosen; die Wanne
wird sodann durch ebenfalls nicht dargestellte Befestigungsmittel in ihrer Lage
gehalten.
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Die Arbeitsweise des Befeuchters 1 gemäß der Erfindung ist wie folgt: dem
Abteil 34 wird über Magnetventil 360 das sich in Abteil 36 befindet, Wasser
zugeführt, das bis zur Wanne 5 durch eine Öffnung 35 strömt, deren
Stutzen 350 an die Öffnung 54 der Wanne 5 angeschlossen ist.
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Im Falle eines Überlaufes von Wasser in Abteil 34, das heißt dann, wenn das
Niveau die Höhe der Wand 320 übersteigt, strömt das überschüssige Wasser
in Abteil 32 und entweicht durch die Öffnung 33 in den Kanal 41 von Profilteil
4.
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Sollte durch Zufall die Öffnung 33 oder der Kanal 41 verstopft sein, so kann
das überlaufende Wasser aus den Abteilen 32 und 34 austreten und sich in
Abteil 36 ausbreiten, von wo aus es in den Kanal 42 durch die Öffnung 361
abgeführt wird.
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Die Elektroden 58, 59, die in das Wasser eintauchen und von Wechselstrom
über die Stecker 56, 57 gespeist werden, überführen dieses Wasser in Dampf,
der durch die Öffnung 53 abgeführt wird und der außerhalb des Befeuchters 1
gelangt aufeinanderfolgend durch die Stutzen 530 und 370, an welchen ein
nicht dargestellter Abzug ssch lauch angeschlossen ist. Leckwasser wird
gegebenenfalls an verschiedenen Stellen aufgefangen, um in Abteil 36 zu
gelangen, um in Kanal 42 durch die Öffnung 362 abgezogen zu werden.
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Das Entfernen von Wasser, in welchem Mineralsalze angereichert sind, aus
der Wanne 5 wird mittel des Magnetventils 49 durchgeführt, das über die
Öffnung 55 in die Wanne eintaucht.
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Durch die seitliche Position dieser Öffnung 55 ist das durch Ventil 49
austretende Wasser nicht mit Kalk beladen, der am Boden der Halbschale 51
verbleibt, und Ventil 49 wird somit nicht verschmutzt.
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Das abzuziehende Wasser wird in den Sockel 7 abgeleitet, entweder über die
Kanäle 41 und 42 des Profilteiles, oder über die flexible Leitung 490 oder über
den Stutzen 63, und fließen sodann durch den Stutzen 71 in einen
Mehrwegeventil 72.
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Sollte Wanne 5 zu sehr mit Kalk verschmutzt sein, so genögt es, diese
herauszunehmen und durch eine andere zu ersetzen, wobei die
herausgenommene Wanne entweder weggeworfen oder nach Reinigung
wieder verwendet wird.