DE691603C - Verfahren zum Aufnehmen von Linsenrasterfarbfilmen - Google Patents
Verfahren zum Aufnehmen von LinsenrasterfarbfilmenInfo
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- DE691603C DE691603C DE1936O0022699 DEO0022699D DE691603C DE 691603 C DE691603 C DE 691603C DE 1936O0022699 DE1936O0022699 DE 1936O0022699 DE O0022699 D DEO0022699 D DE O0022699D DE 691603 C DE691603 C DE 691603C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C7/00—Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
- G03C7/14—Additive processes using lenticular screens; Materials therefor; Preparing or processing such materials
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Description
- Verfahren zum Aufnehmen von Linsenrasterfarbfilmen Bei Farbfilmen beobachtet man zuweilen, daß bei-der Vorführung Farben von Gegenständen gesättigter werden, wenn die Helligkeit dieser Gegenstände abnimmt. Befindet sich z. B. ein Gesicht zur Hälfte im Schatten, so erscheint es auf dieser beschatteten Seite stark rötlichbraun, während es auf der beleuchteten Seite einen natürlichen Farbton zeigt. Ebenso beobachtet man, daß bei Aufnahmen im Freien Schatten auf weißen Gegenständen, die in Wirklichkeit neutral grau, d. h. grau ohne einen Farbstich oder ganz schwach blau gefärbt sind, ein intensives Blau zeigen. Die Ursache dieser Sättigungszunahme beim Dunklerwerden kann sehr verschieden sein: die Gradation für die verschiedenen Farben kann eine unterschiedliche sein; die für Aufnahmen im Freien benutzten panchromatischen Filme zeigen z. B. häufig für Blau ein flacheres Gamma als für Rot und Grün. Dies ist die Ursache für die zu blauen Schatten. Der Grund für die zu rotbraunen Gesichter liegt in anderen, für die drei Teilfarben ungleichen Abhängigkeiten des photographischen Verfahrens von der Intensität des jeweils auffallenden Lichtes. Schließlich kann auch allein ein physiologischer Effekt die Ursache sein.
- In allen diesen Fällen handelt es sich um eine nichtlineare Verzerrung, die gemäß der Erfindung durch einen anderen nichtlinearen Effekt ausgeglichen wird. Will man z. B. den bei den Gesichtern auftretenden Fehler vermeiden, so nimmt man mit einem Filter auf, dessen Rotzone gegenüber den verbleibenden andersfarbigen Filterzonen vermindert ist. Die Aufnahme einer weißen Fläche liefert also in der photographischen Schicht nach Umkehrentwicklung an der der Rotzone entsprechenden Stelle eine geringere Transparenz als an den den anderen Farben entsprechenden Stellen. Diese Unterdrückung des Rot wird zwar beim Kopieren oder beim Vorführen wieder rückgängig gemacht, so daß ein weißes Objekt weiß wiedergegeben wird: Da aber der bei der Entwicklung auftretende Nachbareffekt nichtlinear wirkt, ergibt sich, daß die Gesichter auch in dunklen Schatten ihre natürliche Farbe behalten. Unter dem Nachbareffekt wird dabei eine Wirkung verstanden, die verschiedene Zusätze zum ersten Entwickler des Umkehrverfahrens hervorrufen. und die darin besteht, daß unterschiedlich belichtete, sehr kleine Flächen der photographischen Schicht stärker voneinander abweichende Transparenzen nach der Entwicklung erhalten, als wenn man ausgedehnte Flächen der gleichen unterschiedlichen Belichtung und der gleichen Entwicklung unterwirft: Mittel, die den Nachbareffekt hervorrufen. sind zahlreiche bromsilberlösende Substanzen. wie Ammoniak, Rhodankalium usw. Durch Steigerung des Nachbareffektes bewirkt man eine Steigerung der Farbsättigung, und zwar an dunklen Bildstellen stärker als an hellen.
- Gemäß der Erfindung werden die obengenannten Farbstörungen bei der Herstellung von Linsenrasterfarbfiltnen dadurch beseitigt, daß zum Ausgleich des Hervortretens einer Farbe bei kleineren Helligkeiten eines Objektes die dieser Farbe entsprechende Zone bzw. Zonen des Mehrzonenfarbfilters bezüglich Größe und Transparenz so bemessen sind, daB bei Aufnahmen eines neutral grauen Gegentandes und Umkehrentwicklung mit den Nachbäreiffekt steigernden Zusätzen die Transparenz der Bildschicht an einer diesen Zonen entsprechenden Stelle geringer ist als an' den anderen Stellen und daß der endgültige Film so vorgeführt wird, daß der neutral graue Gegenstand farblos erscheint.
- Beim Kopieren eines solchen Films werden dann diejenigen Bildteile stärker belichtet, die der Zone der in den dunklen Gegenständen überwiegenden Farbe entsprechen, so daB neutral graue Gegenstände in der Kopie durch gleiche Transparenzen der Bildschicht für die verschiedenen Filterfarben wiedergegeben werden. Man wird z. B.' die Zone, die der in den dunklen Gegenständen überwiegenden Farbe entspricht, gegenüber den anderen Farbzonen bezüglich ihrer Größe oder Transparenz um etwa 25 °,la vermindern. Die Entwicklung von Linsenrasterfilmen nach dem Umkehrverfahren unter Anwendung von den \Tachbareffekt steigernden Zusätzen ist an sich bekannt, jedoch wurde hierbei das Farbfilter in der üblichen Weise stets so bemessen, daß die drei den Teilfarben entsprechenden Schwärzungen an den Bildstellen farbloser Gegenstände gleiche Werte erhielten.
- Ist man z. B. gezwungen, mit Emulsionen ztt arbeiten, die für die verschiedenen Farben eine verschiedene Gradation aufweisen, wobei diese Filme, wie dies besonders für Außenaufnahmen der Fall ist, nicht einer Vorbehandlung zur Hypersensibilisierung unterzogen werden, so wird man gemäß vorliegender Erfindung die Farbe mit flacherem Gamma gegenüber dem Weißabgleich so stark unterdrücken, daß der Nachbareffekt für die verschiedenen Farben ein gleiches Gamma vortäuscht. Unter Weißabgleich wird dabei die Abstimmung der Filterzonen in der Weise, daß weiße Gegenstände -auch weiß wiedergegeben werden, verstanden.
- Ein Filter, das insbesondere für Aufnahmen von Personen im Atelier bestimmt ist, wird zunächst so abgeglichen, daß bei Aufnahme eines weißen Objektes gleiche Transpärenzen an den den verschiedenen Farben entsprechenden Stellen der Bildschicht entstehen. Dann wird die Größe der Rotzone um etwa 25 bis 30 % verringert. Die mit diesem Filter gemachten Aufnahmen werden unter Zusatz von den Nachbareffekt steigernden Mitteln entwickelt und entweder reit einem Filter vorgeführt, das so abgeglichen ist, daß ein weißes - Objekt weiß wiedergegeben ~vird, oder werden so kopiert, daß auf dem Kopierfilm ein weißes Objekt durch gleiche Transparenzen aufgezeichnet ist. Zu diesem Zweck wird der der roten Filterfarbe zugeordnete Teilauszug mit intensiverem Licht kopiert als die den anderen Farben entsprechenden. In ähnlicher NVeise geht man vor, wenn man die blauen Schatten bei Aufnahmen im Freien ` vermeiden will. Auch hier -beträgt die Verminderung der Blauzone etwa 3o °l,. Diese Verminderung kann auch dadurch bewirkt werden, daß man ein dunkleres Filter benutzt und die Größe der Zone ungeändert läßt. Will inan schließlich blaue Schatten und rote Gesichter vermeiden, so muß man Rot und Blau vermindern, oder mit anderen Worten. mit zu hellem Grün aufnehmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Linsenrasterfilmen, dadurch gekennzeichnet: däß zum Ausgleich des Herv ortretens einer Farbe bei kleineren Helligkeiten eines Objektes die dieser Farbe entsprechende Zone bzw. Zonen des Mehrzonenfarbfilters bezüglich Größe und Transparenz so bemessen sind, daß bei Aufnahmen eines neutral grauen Gegenstandes und Umkehrentwicklung mit den Nachbareffekt steigernden Zusätzen die Transparenz der Bildschicht an einer diesen Zonen entsprechenden Stelle -geringer ist als an den anderen Stellen und daß der endgültige Film so vorgeführt wird, daß der neutral graue Gegenstand farblos erscheint. =. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Kopieren die Bildteile stärker exponiert werden, die- der Farbzone der in den dunklen Gegenständen überwiegenden Farbe entrerhen, so daß neutral graue Gegen-I Z' s iiiide in der Kopie durch gleiche Transti parenzen der Bildschicht für die verschiedenen Filterfarben wiedergegeben werden. 3. Mehrzonenfarbfilter zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere der Filterzonen bezüglich ihrer Größe und (oder Transparenz um etwa 2; 8110 kleiner sind als die anderen Farbzonen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1936O0022699 DE691603C (de) | 1936-12-08 | 1936-12-08 | Verfahren zum Aufnehmen von Linsenrasterfarbfilmen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE691603C true DE691603C (de) | 1940-05-31 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1936O0022699 Expired DE691603C (de) | 1936-12-08 | 1936-12-08 | Verfahren zum Aufnehmen von Linsenrasterfarbfilmen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE691603C (de) |
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1936
- 1936-12-08 DE DE1936O0022699 patent/DE691603C/de not_active Expired
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