DE657869C - Verfahren zum Kombinieren photographischer, insbesondere kinematographischer Aufnahmen - Google Patents
Verfahren zum Kombinieren photographischer, insbesondere kinematographischer AufnahmenInfo
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- DE657869C DE657869C DEU11741D DEU0011741D DE657869C DE 657869 C DE657869 C DE 657869C DE U11741 D DEU11741 D DE U11741D DE U0011741 D DEU0011741 D DE U0011741D DE 657869 C DE657869 C DE 657869C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B15/00—Special procedures for taking photographs; Apparatus therefor
- G03B15/08—Trick photography
Landscapes
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Projection-Type Copiers In General (AREA)
- Light Sources And Details Of Projection-Printing Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kombinierung photographischer, insbesondere
kinematographischer Aufnahmen unter Verwendung von Abdeckmasken beim Zusammenkopieren
und ein Verfahren zur Herstellung dieser Masken.
Es ist bekannt, Abdeckmasken dadurch zu gewinnen, daß man mehrere Filmstreifen
während der Vordergrundaufnahme gleichzeitig belichtet, von denen der eine als Aufnahmenegativ
dient, während der andere durch mehrmaliges hartes Kopieren und Entwickeln zu einem Maskenfilm umkopiert wird.
Ferner ist es bekannt, den einen der zu ver-
1S einigenden Filme als eingefärbtes Transparent
zu verwenden, durch welches das bei der Aufnahme vom Objektiv erfaßte Bild hindurchgehen
muß. Bei' dem bekannten Verfahren ist eine völlige Schwärzung des Maskenstreifens
vor allem bei der Aufnahme von "Objekten mit sehr verschiedenen Helligkeitswerten im
normalen Arbeitsgang kaum möglich. Der Maskenstreifen muß daher nicht nur mehrmals
hart umkopiert werden, sondern es müssen mitunter auch von Hand die nicht
vollkommen geschwärzten Stellen nachgeschwärzt werden. Ferner ist es bekannt, den
Vordergrundfilm und den Maskenfilm als Bipack mit Emulsionen verschiedener Empfindlichkeit
vor einem schwarzen Hintergrund aufzunehmen.
Die Erfindung besteht darin, daß zur gleichzeitigen Aufnahme des Vordergrundbildes
und des Maskenfilms die Vordergrundszene vor einem weißen und weiß beleuchteten Hintergrund
farbig beleuchtet wird und auf einem für diese Farbe empfindlichen Film eines Bipacks
aufgenommen wird, und daß der andere Bipackfilm für diese Farbe unempfindlich ist,
so daß er lediglich von dem weißen Hintergrund beeindruckt wird und daher die Maske
oder Silhouette ergibt. Da die Aufnahme des Vordergrundobjektes und der diesem Objekt
entsprechenden Maske gleichzeitig und in Überdeckung auf kongruent laufenden Film- 4^
streifen erfolgt, wird der erhebliche Vorteil erzielt, daß die Vordergrund- und Hintergrundbilder,
die völlig unabhängig voneinander aufgenommen werden können, gegeneinander auch erhebliche Helligkeitskontraste
besitzen können, und daß im Gegensatz zu den bekannten Verfahren Korrekturen nach
der Aufnahme durch geeignete Behandlung der Negative und sorgfältige Arbeit in der
Kopieranstalt möglich sind.
Zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung werden zwei Negativstreifen, die
genau Schicht gegen Schicht übereinanderliegen, gemeinsam belichtet und weitertransportiert.
Die Aufnahme des Vordergrundobjektivs, das farbig angeleuchtet wird, erfolgt vor einem weiß angestrahlten weißen
Hintergrund auf dem; einen Filmstreifen, der zur Herstellung des Abdeckmaskenstreifens
verwendet wird und der zu diesem Zweck entweder mit hart arbeitender Emulsion versehen
ist oder auch mit hart arbeitendem Entwickler behandelt werden kann oder beides.
Im Gegensatz zu diesem Film hat der andere kongruent laufende Film eine farbenempfindliche
oder Panemulsion.
Es kann nun entweder der Film mit der
panchromatischen Emulsion objektivseitig
laufen, so daß die Belichtungsstrahlen für d$5
Film mit der hart arbeitenden Emulsion den davorliegenden Film durchsetzen müssen,
oder umgekehrt. Zumeist wird man den
ίο wenig empfindlichen, die hart arbeitende
Emulsion tragenden Film vor dem empfindlicheren Panfilm laufen lassen, so daß die Belichtung der Empfindlichkeit beider Filme
etwa angepaßt ist. Im umgekehrten Fall wird die Bildgüte des Vordergrundbildes verbessert
und dessen Expositionszeit herabgesetzt.
Da bei der Aufnahme das eine Objekt (Vordergrundobjekt) vor einem hellen weißen
Hintergrund mit farbigem Licht angeleuchtet wird, so wirken auf das Panmaterial der weiße
Hintergrund und das farbige Objekt, und zwar letzteres mit den feinsten Abstufungen.
Auf den Streifen mit der hart arbeitenden Emulsion, die zudem für die Farbe, in der das
Objekt angestrahlt wird, unempfindlich ist, wirkt nur der weiße Hintergrund, während
das farbige Objekt als Silhouette abgebildet wird. Das auf dem Panfilm entstehende Negativ
wird nun in der üblichen Weise entwickelt, während der andere Film sehr hart
entwickelt wird. Die von diesem Negativ angefertigte Kopie wird gleichfalls sehr hart, so
daß sie auf glasklarem Grund eine schwarze Silhouette des Objektes darstellt. Mit diesem
Silhouettenstreifen als Maske wird nun das besonders aufgenommene. Negativ des Hintergrundbildes
erstmalig zusammen kopiert. Alsdann wird die unter Freihaltung des durch die Maske abgedeckten Bildteiles vorbelichtete
Kopie einem zweiten Kopiergang unterzogen und dabei jetzt das Negativ des Panfilms,
der das einzukopierende Objekt darstellt, in die vorher von der Maske überdeckten
und so beim ersten Kopiergang frei gelassenen Stellen hineinkopiert. Das entwickelte
Positiv zeigt dann die fertige Kombination. Sollte die Deckung des Hintergrundes
auf dem Negativ des Panfilms infolge seiner weich arbeitenden Emulsion nicht ausreichen,
um beim Kopieren jede zusätzliche Belichtung des Hintergrundteiles zu verhindern,
so kann beim zweiten Kopiergang noch das Negativ der Maske mitgefahren werden.
Voraussetzung für die Güte des Verfahrens gemäß der Erfindung ist, daß die kongruent
geführten Filmstreifen bildweise vollkommen übereinstimmend geführt werden. Um dies
zu erreichen, ist die Apparatur zur Ausübung des Verfahrens nicht mit gewöhnlichen FiImfördergreifer^
sondern mit Justiergreifern auszurüsten, so daß die Filmstreifen in den
verschiedenen Kopiergängen genau übereinstimmend geführt werden.
Nachfolgend ist an Hand einer schema-■/tischen
Zeichnung das Verfahren der Erfin-CcUfi'ng
beispielsweise näher beschrieben. Die ■'Abbildung zeigt in den Bildteilen 1 bis 10 die
,„ verschiedenen Phasen des Verfahrens.
Die Aufgabe sei, eine einwandfreie Kombination ι aus den beiden Bildteilen 2 und 3
herzustellen. 2 sei das Hintergrundobjekt, von dem eine normale Aufnahme das Negativ
4 ergibt, a, b, c seien drei verschieden kontrastreiche zusammenstoßende Teile des
Hintergrundobjektes. Das Vordergrundobjekt, bestehend aus der Flächet mit den verschieden
hellen Teilen e, f, g, wird folgendermaßen aufgenommen:
Vor einem weißen Hintergrund h wird das Objekt d farbig angeleuchtet, z. B. rot oder
orange, was in 5 durch horizontale Schraffur angedeutet ist. Die Aufnahme erfolgt mit
einer Filmkamera, die das Durchlaufen eines
Bipacks gestattet. Der dem Objekt zugekehrte Fidmstreifen besitzt die hart arbeitende
Emulsion, während der dahinterliegende Streifen panchromatische Emulsion trägt.
Bei der Aufnahme wirkt, wie in 6 dargestellt, auf diesen Film lediglich der weiße Hintergrund
Ji1 während der rot angeleuchtete Vordergrund
d keine Aufzeichnung hinterläßt, sondern nur als Silhouette aufgenommen
wird. Auf das Panmaterial des anderen kongruent laufenden Filmstreifens hingegen
wirkt,, wie in 7 dargestellt, sowohl der weiße Hintergrunds als auch das rot angeleuchtete
Objekt d in seinen sämtlichen Schattierungen e, f, g. Von dem Streifen 6 wird eine
Kopie 8 hergestellt, die als Maske dient und mit dem Negativ 4 zusammen als Doppel- >oo
negativ kopiert den Streifen 9 ergibt. Vor dem Entwickeln 'des Streifens 9 wird in einem
zweiten Kopiergang auf demselben das Negativ 7, evtl. zusammen mit dem Negativ 6 als
Doppelnegativ, auf kopiert, so daß das Positiv iö nach der Entwicklung das gewünschte
Kombinationspositiv ist.
Bei Verwendung von Umkehrmaterial bei den Streifen 4, 7 oder 9 kann man an Stelle
eines Negativs ein Positiv erhalten, so daß man dann in 10 ein Negativ erhält. Ebenso
kann man durch Verwendung von Umkehrmaterial den Maskenstreifen 8 ohne Kopieren
gleich bei der erstmaligen Aufnahme des Objektes d herstellen.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Kombinieren photographischer, insbesondere kinematographischer Aufnahmen, bei dem Abdeckmasken zum Zusammenkopieren verwendet wer-den, die zugleich mit dem Vordergrundfilm aufgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Vordergrundobjekt vor einem weißen und weiß beleuchteten Hintergrund mit farbigem Licht beleuchtet und auf dem einen Film eines Bipacks, der für das farbige Licht empfindlich ist, aufgenommen wird, und daß der zweite Bipackfilm, der die Maske ergeben soll, für das farbige Licht unempfindlich ist..2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einkopieren des weichen Vordergrundnegativs (7) auf das Kombinationspositiv (9) das Maskennegativ (6) dem Vordergrundnegativ (7) überlagert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU11741D DE657869C (de) | 1932-04-23 | 1932-04-23 | Verfahren zum Kombinieren photographischer, insbesondere kinematographischer Aufnahmen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU11741D DE657869C (de) | 1932-04-23 | 1932-04-23 | Verfahren zum Kombinieren photographischer, insbesondere kinematographischer Aufnahmen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE657869C true DE657869C (de) | 1938-03-16 |
Family
ID=7567733
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU11741D Expired DE657869C (de) | 1932-04-23 | 1932-04-23 | Verfahren zum Kombinieren photographischer, insbesondere kinematographischer Aufnahmen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE657869C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2693126A (en) * | 1948-06-30 | 1954-11-02 | Technicolor Motion Picture | Traveling matte |
-
1932
- 1932-04-23 DE DEU11741D patent/DE657869C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2693126A (en) * | 1948-06-30 | 1954-11-02 | Technicolor Motion Picture | Traveling matte |
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