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Schraubstock Das Hauptpatent 648 758 bezieht sich auf einen
Schraubstock, dessen vordere beweglich#e Backe ein-en in einer Führungshülse der
hinteren Backe gleitenden Führungsstab. zylindrischer Grundforrn besitzt mit einer
zwischen Hülse und Stab sitzenden längg verlaufenden Stiftführung zur Sicherung
gegen Drehung des Führungsstabes. Nach dem Hauptpatent sind zur Einstellung der
durch Abnutzung versetzten, z.B. gesenkten beweglichen Backe in der der festen Backe
entsprecho-nden Lage entweder ein einziger, in der Mitte der unterhalb des Fühiungszylinders
und der Führuggshül.se liegender Rundstab oder zwei spie-(yelbildlich. zur Senkrechten
Längsmittelehene der Führungshülse mit ihren Längsachsen in, der waagerechten Mittelebeii--
der Hülse liegenden, gleichzeitig zum Tragen der Führungszylinder dienenden Rundstäbe-
derart angeordnet, daß die Längsachse der Rundstäbe innerhalb. der hohlzylindrischen
Führung verläuft* und der oder die Rundstäbe. durch radiale, zur Achse der Zylinderführung
gerichte e Schrauben iii ihrer. Querrichtung parallel zu sich verscl-ü.ebbar
sind.
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In der Absicht, die Benutzung von Zwischenlagen beim Nachstellen,
wie sie bei Verwendung von Rundstäben nach dem Hauptpatent notwendig ist und ferner
die Herstellung besonderer Nut-en in der Führungshülse selbst zu vermeiden, wird
in dem ersten Zusatzpatent 653 070 vorgeschlagen, die innerhalb des runden
Querschnittes der Führungshülse verbleibenden, durch Druckschrauben nach einwärts
verschiebbaren Tragleisten mit gegeneinandergeneigten Führungsflächen zu versehen.
Es ist jedoch im ersten Zusatzpatent dabei nur an. die Ausführungsform des Hauptpatents
mit zwei spiegelbildlichzursienkrechten Längsmittelebene angeordneten Tragleisten.
gedacht.
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Gegenstand der Erfindung ist eine b#esonders zweckmäßige Ausführungsform
eines Schraubstockes nach dem Hauptpatent unter Verwendung einer Tragleiste von
der im Zusatzpatent für eine andere Ausführung beschriebenen Form mit gegeneinandergeneigten
Führungsflächen. Erfindungsgemäß ist als Tragleiste eine einzige Leiste an der Unterseite
des Führungsstabes --angeordnet; diese Leiste ist mit geneigten Führungsflächen
versehen und durch Druckschrauben nach einwärts verschiebbar. Gerade diese Ausführung
mi' , einer einzigen Tragleiste mit geneigten Führungsflächen -an der Unterseite
in der Mitte weist ganz besondere Vorteile auf. Die Ausführung nach dem Hauptpat-ent
mit einer einzigen Rundstableiste an der Unterseite macht eine sehr` genaue Bearbeitung
zwecks Herstellung eines absolut schließenden Sitzes sowohl bezüglich des Führungsstabes
als auch der Leiste erforderlich, die nicht ganz einfach
ist. Man
wird daher praktisch bei dieser Ausführung dem -Führungsstab Spiel geben und, um
dieses auszugleichen, von vornherein Zwischenlagen vorsehen. Bei der Ausr führung
mit prismatischem Stab nach der vorliegenden Erfindung dagegen ergibt sich-'-der
Vortefl, daß die Tragleiste mehr oder' weniger lose eingesetzt und nachher mit den
Schrauben vorgedrückt werden kann, um die Leiste zur schließenden Anlage zu bringen.
Gegenüber der Anordnung von zwei prismatischen Nachstelleisten zu beiden Seiten
nach dem ersten Zusatzpatent hat die Anordnung nach der vorliegenden Erfindung den
Vorteil, daß an der Unterseite genügend Werkstoff in der mit der Führungshülse aus
einem Stück bestehenden Grundplatte vorhanden ist, -Lun den Stellschrauben Führung
zu geben, während niaa bei seitlicher Anordnung der beiden Leisten die Führungshülse
an den Seiten besonders verstärken muß. Ein weiterer Vorteil der Anordnung nach
der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß keine Feilspäne oder Schmutzteilchen
'in die Stabführung eindringen können, und daß die Tragleiste und die die Leiste
aufnehmende Nut vor Beschädigungen durch Stöße oder Schläge geschützt ist. Schließlich
ist von Vorteil, daß bei der Anordnung nach- der vorliegenden Erfindung im Gegensatz
zur Anordnung seitlicher Tragleisten im Betrieb die Leiste nicht ohne weiteres zugänglich
ist und daher vom Arbeiter nicht willkürlich eingestellt werden kann.
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Zweckmäßig wird die Tragleiste mit einem in ihrem mittleren Teil angeordneten,
in eine entsprechende Bohruag der Führungshülse oder eines die Grtuldplatte bildenden
Ansatzes hineinragenden zylindrischen Führungsansatzes versehen. Eine ähnliche Zapfenführung
war zwar bei gewöhnlichen Wellenkeilen bereits bekanntgeworden. Es lag jedoch nicht
nahe, dieses Bauelement bei der Tragleiste eines Schraubstockes, nach der vorliegenden
E rfindung anzuwenden.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Fig. i ist eine Seitenansicht teils im Schnitt. Fig. 2 ist ein Querschnitt.
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Fig. 3 zeigt die Stelleiste im Schnitt in Seitenansicht und
in Ansicht von unten.
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Der Schraubstock besteht aus der vorderen beweglichen Backe i und
der hinteren festen Backe 2, die durch -eine Spindel miteinander gekuppelt sind.
Die Backe,-, ist mit einer Führungshülse 4. aus einem Stück, und zwarvorzugsweise
durch Schmie ' den, hergestellt. Diese Führungshülse besitzt eine durch Bohren
hergestellte zylindrische Führungsöffnung 5, in welcher ein mit der Backe
2 aus einem Stück gefertigter, . vorzugsweise geschmiedeter Führungsstab
6 von zylindrischer Grundform gleitet. Im unteren Teil besitzt der Führungsstab
eine Fährungsnut mit gegeneinanderg-eneigten Führungsflächen 6a. Der Winkel dieser
Flächen kann je nach den Verhältnissen verschieden gewählt werden. In der
Nut, des Führungsstab * es ist eine Stellleiste7 angeordnet, die durch versenkt
angeordnete Schrauben8 ein- unä nachstellbar ist. Die Leiste7 besitzt üi dpr Mitte
oder nahe derselben einen zylindrischen Führungsansatzg, der üi eine entsprechende
Bohrung der Führungshülse bzw. des die Grundplatte bildenden Ansatzes derselben
hineinragt und die Stelleiste in ihrer Lage festhält. An beiden Enden der Führungsbülse
sind mit Filz io oder einer sonstigen Einlage versehene Ab-
dichtungskappen
i i vorgeselien und beispielsweise durch kleine Schrauben befestigt.
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Der Führungsstab trägt an seinem hinteren Ende. eine Scheibe i-",
die durch Schrauben r 3
befestigt ist. Diese Scheibe bildet einen. Anschlag
gegr#n die Führungshülse bzw. die Stelleiste und kommt in dem Augenblick zur Anlage,
indem beim Öffnen der Schraubstockbacken das Spindelende mit dem hinteren Ende der
Mutter etwa abschneidet.
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Die E rfindung ist vorzugsweise für gesenkgeschmiedete Schraubstöcke
bestimmt. Es ist aber natürlich auch möglich, die Teile aus hochwertigem Stahlguß
herzustellen.