DE69127000T2 - Wandstruktur - Google Patents
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- DE69127000T2 DE69127000T2 DE1991627000 DE69127000T DE69127000T2 DE 69127000 T2 DE69127000 T2 DE 69127000T2 DE 1991627000 DE1991627000 DE 1991627000 DE 69127000 T DE69127000 T DE 69127000T DE 69127000 T2 DE69127000 T2 DE 69127000T2
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B21/00—Alarms responsive to a single specified undesired or abnormal condition and not otherwise provided for
- G08B21/18—Status alarms
- G08B21/182—Level alarms, e.g. alarms responsive to variables exceeding a threshold
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- Emergency Management (AREA)
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- General Physics & Mathematics (AREA)
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf Sperrgebilde zum Beherrschen von Massen, hauptsächlich von Menschen, und auf ein Verfahren zum Erkennen eines potentiellen oder aktuellen Massenbeherrschungsproblems.
- Der hier verwendete Begriff "Sperrgebilde" soll jedes Gebilde umfassen, das die Bewegung von Menschen oder Tieren verhindert oder behindert und temporäre oder tragbare Gebilde einschließt.
- Sperrgebilde verschiedener Arten werden benutzt, um Menschenmassen zu beherrschen, beispielsweise Zuschauer bei Sportereignissen. In dem Fall von Massenstörungen oder Überfüllung in der Nähe oder in den Zugängen von Stadien, Sportplätzen, Arenen oder anderen öffentlichen Räumen können die Schranken, Geländer, Wände und/oder Zäune hoher oder sogar übermäßig hoher Belastung ausgesetzt sein, die möglicherweise zum Ausfall der Sperrgebilde führt.
- Um einen solchen Ausfall zu verhindern, sind die Sperrgebilde heutzutage sehr stabil aufgebaut, und es wird Wert auf gutes Design und Aussehen der Schranken, Geländer und Zäune gelegt. Es sind beispielsweise Richtlinien durch die britische Regierung erlassen worden ("Guide to Safety in Sports Grounds" ISBN 0 11 3408404).
- Die Verwendung von solchen unnachgiebigen Gebilden kann jedoch bei Zuschauern, die übermäßigem Druck der Masse ausgesetzt sind, zur Verletzung oder sogar zum Tod führen.
- Einrichtungen zum Erfassen einer Bewegung gegen flexiblere Gebilde wie Begrenzungszäune, die überwiegend als Systeme zum Erfassen von Eindringlingen dienen, sind bekannt. Zwei Beispiele finden sich in der US-A-4367459 und in der GB-A- 2162981. In diesen beiden Druckschriften ist ein Eindringlingerfassungszaun beschrieben&sub1; der aus biegsamen Drähten mit Einrichtungen zum Erfassen einer minimalen Kraft kombiniert mit einer Bewegung der Drähte bei Anwesenheit eines Eindringlings besteht. Im Gegensatz dazu befaßt sich die vorliegende Erfindung mit Sperreinrichtungen, von denen wenigstens ein Teil starr und im wesentlichen unnachgiebig ist, wobei aber die Notwendigkeit erkannt wird&sub1; bei solchen starren Gebilden eine Einrichtung zum Erfassen der Größe einer Kraft vorzusehen, die auf den starren Teil durch den Druck einer darauf einwirkenden Masse ausgeübt wird. Die in den beiden oben erwähnten Druckschriften beschriebenen Zäune wären gänzlich ungeeignet, die Bewegung einer Masse von Menschen oder Tieren zu verhindern oder zu behindern.
- Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, verbesserte Sperrgebilde zur Massenbeherrschung zu schaffen. Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Erfassen eines potentiellen oder aktuellen Massenbeherrschungsproblems zu schaffen.
- Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Massenbeherrschungssperrgebilde mit einer Sperreinrichtung geschaffen, die dazu dient, die Bewegung von Menschen oder Tieren zu verhindern oder zu behindern, wobei wenigstens ein Teil der Sperreinrichtung einen starren, im wesentlichen unnachgiebigen Aufbau hat, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrgebilde eine Erfassungseinrichtung aufweist, die dazu dient, die Größe einer Kraft zu überwachen, die auf den starren Teil der Sperreinrichtung durch den darauf einwirkenden Druck einer Masse ausgeübt wird.
- Die Erfassungseinrichtung weist vorzugsweise eine Einrichtung zum Erzeugen eines elektrischen, Ultraschall-, optischen oder hydraulischen Signals auf, das sich in Abhängigkeit von der Größe des Druckes verändert. Die Einrichtung kann wenigstens einen Dehnungsmesser, eine Kraftmeßdose oder einen verlagerungsempfindlichen Wandler aufweisen. Die Erfassungseinrichtung ist vorzugsweise mit einer Fernüberwachungsstation gekoppelt, in welcher die Auswirkung der Kraft überwacht werden kann. Es können mehrere Sperreinrichtungen in einer besonderen Anlage vorgesehen sein, von denen jede mit einer entsprechenden Erfassungseinrichtung ausgerüstet ist, und alle diese Erfassungseinrichtungen können mit einer gemeinsamen Überwachungsstation gekoppelt sein.
- Die oder jede Sperreinrichtung kann eine Schranke, ein Geländer oder einen Zaun, abgestützt durch mehrere Tragteile, aufweisen oder kann aus einer Wand bestehen.
- Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren geschaffen zum Erkennen eines potentiellen oder aktuellen Massenbeherrschungsproblems durch Überwachen eines Parameters eines Sperrgebildes, wobei sich der Parameter in Abhängigkeit von der Größe des Druckes, der durch die Masse auf das Sperrgebilde ausgeübt wird, verändert.
- Ausführungsformen der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beispielshalber beschrieben, in welcher:
- Fig. 1 eine schematische Endansicht eines Sperrgebildes ist, das eine Sperre mit Tragpfosten und Stützen aufweist;
- Fig. 2 eine schematische Endansicht eines Sperrgebildes ist, das eine Sperre mit Tragpfosten aus Beton aufweist;
- Fig. 3 eine schematische bildliche Darstellung eines Sperrgebildes ist, das einen durch Pfosten gehaltenen Zaun aufweist; und
- Fig. 4 eine schematische bildliche Darstellung eines Sperrgebildes ist, das aus einer Wand besteht.
- Gemäß Fig. 1, auf die nun Bezug genommen wird&sub1; umfaßt ein Sperrgebilde 1 mehrere aufrechte Pfosten wie einen Pfosten 2, der eine Querstange 3 oder mehrere Querstangen trägt. Wenigstens einige der Pfosten sind durch geneigte Stützen 4 abgestützt. Die Pfosten, die Querstange oder die Querstangen und die Stützen können beispielsweise aus Stahl bestehen. Ein Sensor 5 ist an der Basis von wenigstens einem der Pfosten vorgesehen, um einen Parameter zu erfassen, der sich in Abhängigkeit von der Kraft verändert, die auf das Gebilde 1 ausgeübt wird, wenn der Druck einer Masse auf dieses einwirkt.
- Der Sensor 5 kann einen Dehnungsmesser aufweisen, dessen Ausgangssignal sich verändert, wenn der Pfosten unter der ausgeübten Kraft verbogen wird. Alternativ oder zusätzlich kann ein Sensor 6 an der Basis von wenigstens einer der Stützen vorgesehen sein. Dieser Sensor kann eine Zug- oder Druckbeanspruchung erfassen, die in der Stütze hervorgerufen wird. Alternativ oder zusätzlich können Sensoren (nicht gezeigt) in Verbindung mit der Querstange selbst vorgesehen sein.
- Jeder Sensor kann ein einzelnes Sensorelement oder eine Reihe von Sensorelementen aufweisen, und jedes Element kann eine Kraftmeßdose, einen Dehnungsmesser oder einen verlagerungsempfindlichen Wandler aufweisen, je nach dem Parameter, der erfaßt werden soll. Die Sensoren können elektrisch, elektronisch, magnetisch, mittels Ultraschall, durch elektromagnetische Strahlung oder hydraulisch betätigt werden.
- Der oder jeder Sensor ist vorzugsweise durch Draht, ein Lichtleiterkabel, eine Funk-, Licht- oder Ultraschallverbindung oder durch eine Hydraulikleitung, je nach Lage des Falles, mit einer zentralen Empfangsstation 7 verbunden, in welcher das Signal aus dem oder jedem Sensor überwacht werden kann.
- Weitere Sperrgebilde können um den Raum vorgesehen sein, jedes mit Sensoren ausgerüstet, von denen jeder mit der zentralen Empfangsstation 7 oder mit einer weiteren Empfangsstation (nicht gezeigt) verbunden ist.
- Wenn das Sperrgebilde oder die Sperrgebilde in Gebrauch sind, werden durch die Sensoren erzeugte Signale durch Personal und/oder durch automatische Überwachungsvorrichtungen in der Empfangsstation oder in den Empfangsstationen ständig überwacht. Wenn der Druck auf irgendeine der Sperren einen vorbestimmten Wert erreicht, bei dem ein potentielles Massenbeherrschungs- oder Überfüllungsproblem angezeigt wird, wird ein hörbarer und/oder sichtbarer Alarm ausgelöst und/oder eine automatische oder manuelle Einrichtung betätigt, um das Problem zu beheben. Zum Beispiel können Tore manuell oder automatisch geschlossen werden, um das Eindringen von weiteren Menschen in den Raum oder in einen Abschnitt des Raums zu verhindern. Alternativ oder zusätzlich können Tore manuell oder automatisch geöffnet werden, um Menschen das Entweichen aus dem Raum zu gestatten. Diese automatischen Überwachungsvorrichtungen können durch Hardware und/oder durch einen geeigneten Datenprozessor und Software realisiert werden.
- Fig. 2 zeigt eine alternative Form eines Sperrgebildes 8, das Betonpfosten wie einen Pfosten 9 aufweist, die eine Querstange 10 tragen. Ein Sensor 11 ist an dem Fuß des Pfostens 9 vorgesehen, um eine Zug- oder Druckbeanspruchung in dem Pfosten zu erfassen, je nach der Richtung der Kraft, die durch die Menge auf das Gebilde ausgeübt wird. Ansonsten kann die Anordnung ähnlich wie die Ausführungsform nach Fig. 1 sein.
- Fig. 3 zeigt eine ähnliche Anordnung, bei der aber das Sperrgebilde einen Zaun 12 aufweist, der durch Pfosten wie einen Pfosten 13 gehalten ist.
- Fig. 4 zeigt eine Wand 14, die Platten aufweist, welche Sensoren zum Erfassen des Druckes enthalten, der durch eine Menge auf die Platten ausgeübt wird. Lediglich beispielshalber sind Platten 15, 16 und 17 verschiedener Formen dargestellt.
- Es dürfte klar sein, daß bei jeder der beschriebenen Ausführungsformen alternative und/oder zusätzliche Sensoren an jedem Teil des Sperrgebildes vorgesehen sein können&sub1; wo sich ein Parameter aufgrund einer Kraft ändert&sub1; die auf das Gebilde durch Druck aüs der Menschenmasse ausgeübt wird.
- Das Überwachungsverfahren nach der Erfindung kann in Verbindung mit vorhandenen Sperrgebilden benutzt werden, indem diesen geeignete Sensoren und eine zugeordnete Überwachungsausrüstung hinzugefügt werden. Alternativ können für diesen Zweck gebaute Sperrgebilde, die die Sensoren aufweisen, installiert werden.
- 1 Durch ständige Überwachung des Druckes, der auf das oder die Sperrgebilde ausgeübt wird, werden die Bedienungspersonen oder wird der Bedienungsmannschaft des Raums frühzeitig vor einem potentiellen oder aktuellen Menschenmassenproblem gewarnt, so daß Maßnahmen ergriffen werden können, bevor die Situation eine fortgeschrittene Stufe erreicht, bei welcher es zur Verletzung von Personen kommen könnte. Das bietet offensichtlich einen beträchtlichen Vorteil gegenüber den früheren Ideen, lediglich für sehr stabile Sperrgebilde und/oder ein gutes Design des Sperrenaufbaus zu sorgen.
- Das Vorsehen von Sensoren in den Sperrgebilden kann auch bei dem Entwurf von geeigneten Gebilden für eine besondere Situation hilfreich sein.
- Die Sperrgebilde können beispielsweise in Verbindung mit Stadien, Sportplätzen, Arenen und anderen öffentlichen Räumen benutzt werden und können dauerhafte Gebilde oder temporäre oder tragbare Gebilde sein, wie beispielsweise Gebilde, die temporär für Prozessionen, Festivals, Treffen im Freien oder Rallies errichtet werden.
- Die Erfindung dient zwar hauptsächlich zur Verwendung in Verbindung mit Menschenmassen, sie könnte jedoch in Verbindung mit Tieren benutzt werden.
Claims (14)
1. Massenbeherrschungssperrgebilde mit einer Sperreinrichtung,
die dazu dient&sub1; die Bewegung von Menschen oder Tieren zu
verhindern oder zu behindern, wobei wenigstens ein Teil der
Sperreinrichtung einen starren, im wesentlichen unnachgiebigen
Aufbau hat, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrgebilde eine
Erfassungseinrichtung (5, 6, 11, 15, 16, 17) aufweist, die
dazu dient, die Größe einer Kraft zu überwachen, die auf den
starren Teil der Sperreinrichtung (2, 3, 9, 10, 13, 14) durch
Druck einer Masse ausgeübt wird.
2. Gebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Erfassungseinrichtung (5, 6, 11, 15, 16, 17) wenigstens einen
Dehnungsmesser zum Erfassen der Dehnung aufweist, die in dem
starren Teil (2, 3, 9, 10, 13, 14) der Sperreinrichtung
aufgrund der ausgeübten Kraft hervorgerufen wird.
3. Gebilde nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Erfassungseinrichtung (5, 6, 11, 15, 16, 17)
wenigstens eine Kraftmeßdose aufweist zum Erkennen der
Belastung des starren Teils (2, 3, 9, 10, 13, 14) der
Sperreinrichtung infolge der ausgeübten Kraft.
4. Gebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Erfassungseinrichtung (5, 6, 11, 15,
16, 17) wenigsten einen Verlagerungssensor aufweist zum
Erfassen der Verlagerung des oder innerhalb des starren Teils (2,
3, 9, 10, 13, 14) der Sperreinrichtung, die durch die
ausgeübte Kraft verursacht wird.
5. Gebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Sperreinrichtung (1, 8) wenigstens ein Sperrteil (3, 10, 12)
aufweist, das durch mehrere Halteteile (2, 4, 9, 13) gehalten
ist, und wobei die Erfassungseinrichtung wenigstens einen
Sensor (5, 6, 11) aufweist, der mit dem Halteteil gekoppelt ist.
6. Gebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sperre ein temporäres oder tragbares
Gebilde ist.
7. Massenüberwachungssystem mit einem Gebilde nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Erfassungseinrichtung (5, 6, 11, 15, 16, 17) mit einer
Empfangsstation (7) verbunden ist, in welcher die Wirkung der Kraft
überwacht werden kann.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Empfangsstation (7) eine Einrichtung aufweist zum Auslösen
eines Alarms, wenn die überwachte Kraft über einen vorbestimmten
Wert ansteigt.
-9. System nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Empfangsstation (7) eine Einrichtung
aufweist, die aufgrund eines Anstiegs der überwachten Kraft über
einen vorbestimmten Wert die Betätigung einer Einrichtung zum
Begrenzen des Massendruckes bewirkt.
10. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Begrenzungseinrichtung ein Tor aufweist, das aufgrund des
Anstiegs der überwachten Kraft automatisch geöffnet oder
geschlossen wird.
11. Verfahren zum Erkennen eines potentiellen oder aktuellen
Massenbeherrschungsproblems unter Verwendung eines
Massenbeherrschungssperrgebildes nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch Überwachen eines Parameters des starren Teils (2, 3, 9,
10, 13, 14) der Sperreinrichtung, der sich in Abhängigkeit von
der Größe des Druckes, der durch die Menge auf den starren
Teil ausgeübt wird, verändert.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Parameter die in dem starren Teil der Sperreinrichtung
hervorgerufene Dehnung ist&sub1; die durch den Druck verursacht
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Parameter die Belastung des starren Teils der
Sperreinrichtung ist, die durch den Druck verursacht wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Parameter die Verlagerung des oder innerhalb des starren
Teils der Sperreinrichtung ist, die durch den Druck verursacht
wird.
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