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Die Erfindung betrifft eine Zweikammer-Spritze und spezieller eine
Zweikammer-Spritze, in der gefriergetrocknetes Pulver und eine Lösung in einem
getrennten Zustand in der Spritze enthalten sind, und im Einsatz das
gefriergetrocknete Pulver und die Lösung für die Injektion gemischt werden.
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Es gibt verschiedene Dosierungsformen für Arzneien. Im Falle von wäßrigen
Präparaten wie Injektionen ist es wünschenswert, sie in die Form einer Lösung
zu geben, welches eine endgültige Form zu einer Zeit der Bereitstellung ist. Es
sind jedoch nicht wenige medizinische Substanzen instabil in gelöstem Zustand.
Daher werden solche medizinischen Substanzen allgemein zu einer Zeit des
Einsatzes gelöst und verwendet, was ein Lösungsverfahren während der
Verwendung mit sich bringt. Einige medizinische Substanzen können nicht durch
Kristalle erhalten werden oder sind hoch hygroskopisch. In solchen Fällen werden
die medizinischen Substanzen oft praktisch in der Form von gefriergetrocknetem
Pulver eingesetzt. Im Fall von Injektionen wird beispielsweise allgemein ein
Verfahren eingesetzt, bei dem gefriergetrocknetes Pulver in ein Glasfläschchen o. ä.
plaziert wird, durch das Zufügen einer Lösung darin gelöst und durch eine
Injektionsnadel aufgezogen wird. Es ist jedoch angenehmer, die Lösung und das
gefriergetrocknete Pulver von Beginn an in einer Spritze zu haben. Für den
Einsatz bei chirurgischen Operationen ist es dabei notwendig, die Aufrechterhaltung
steriler Bedingungen speziell zu berücksichtigen.
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Es wurden Verfahren vorgeschlagen, bei denen eine medizinische Substanz und
eine Lösung in einer Spritze von Beginn an enthalten sind, und die Auflösung
innerhalb der Spritze sofort vor dem Einsatz bewirkt wird. Bei solchen Verfahren
wird insbesondere eine medizinische Substanz in der Form eines
gefriergetrockneten Pulvers o. ä. in dem Boden einer Spritze benachbart zu einem
Verbindungsabschnitt zu einer Injektionsnadel plaziert, und ein Lösungsmittel für die
medizinische Substanz wird in einem Befestigungsabschnitt für den Druckstab
der Spritze positioniert. Die die medizinische Substanz enthaltende Kammer und
die die Lösung enthaltende Kammer sind auf eine geeignete Weise getrennt. Die
Lösung und die medizinische Substanz werden auf eine geeignete Weise für die
Auflösung für eine Zeit des Einsatzes gemischt (japanische
Patentveröffentlichung Nr. 50-4992, japanische Patentveröffentlichung Kokal Nr. 60-72561,
japanische Gebrauchsmusterveröffentlichung Nr. 49-14465).
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Das gefriergetrocknete Pulver neigt jedoch dazu, mit statischer Elektrizität
aufgeladen zu sein und ist oft in einer spürbaren Quantität vorhanden. Daher ist es
nicht leicht, das Pulver genau in der Spritze zu positionieren. Um solche
Nachteile zu verbessern, ist es vorstellbar, das Gefriertrocknen in der Spritze
durchzulühren. Gewöhnlich hat die Spritze eine innere Wand, die mit einer
Silikonlösung beschichtet ist, die eine Konzentration von 1 bis 5% (W/V) hat, um die
Bewegung der Dichtungen und eines Druckstabs während des Einsatzes zu glätten.
Es besteht jedoch ein Problem, daß das Produkt dickflüssig wird und nicht als
eine Medizin geeignet ist, wenn eine medizinische Lösung, die zu gefriertrocknen
ist, in der Spritze positioniert wird, die mit der obigen Konzentration
silikonbeschichtet ist, gefolgt durch Gefriertrocknen, wenn dann das erhaltene
gefriergetrocknete Pulver in einer Lösung wieder gelöst wird.
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Auf der anderen Seite werden bei einer bekannten Form einer solchen
Zweikammer-Spritze Dichtungen eingesetzt, um zwischen der Pulver enthaltenden
Kammer und der Lösung enthaltenden Kammer bzw. zwischen der Lösung
enthaltenden Kammer und der Umgebungsluft zu trennen, wie bei den oben
genannten Publikationen beschrieben ist.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zweikammer-Spritze zu
schaffen, die fähig ist, die Dickflüssigkeit, die auftritt, wenn gefriergetrocknetes
Pulver in einer Lösung gelöst wird, bis zu einem Grad zu unterdrücken, der
nicht hinderlich für den Einsatz ist, während die Bewegung der Dichtungen und
des Druckstabs unter einer glatten Bedingung mit einer Silikonschicht, die auf
der inneren Wand der Spritze aufgebracht ist, aufrechterhalten wird.
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Um die obige Aufgabe zu erreichen, liegt eine charakteristische Konstruktion der
vorliegenden Erfindung in einer Zweikammer-Spritze, die ein Pulver hat, das
durch Gefriertrocknen einer medizinischen Lösung invertiert in einer Spritze
erhalten wurde, mit einer Verbindungsseite für eine Nadel, die unterhalb und in
einem Boden des Spritzenzylinders angeordnet und enthalten ist, einer
Containerkammer für das gefriergetrocknete Pulver, die durch eine elastische erste in
den Spritzenzylinder eingefügte Dichtung abgeteilt ist, einer Lösung für das
gefriergetrocknete Pulver, die zwischen der ersten Dichtung und einer elastischen
zweiten Dichtung enthalten ist, die in den Spritzenzylinder eingefügt ist, und ein
Druckstab, der an der zweiten Dichtung angebracht ist. Eine solche Spritze ist
aus der EP-A-0 328 699 (JP-A-02-5973) und aus der EP-A-0 144 551 (JP-A-60-
72561) bekannt.
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Die vorliegende Erfindung ist ferner dadurch gekennzeichnet, daß an einer
inneren Wand des Spritzenzylinders, der mit der zu gefriertrocknenden
medizinischen Lösung in Kontakt ist, durch das Beschichten mit einer Silikonöllösung,
die 0,3% (W/V) nicht überschreitet, und an einer inneren Wand des
Spritzenzylinders, der im wesentlichen außer Kontakt mit der medizinischen Lösung ist,
durch Beschichten mit einer Silikonöllösung mit einer Konzentration von
Uberzugsschichten ausgebildet sind.
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Verschiedene Studien wurden gemacht, um die Ursache der Dickflüssigkeit zu
finden, die auftritt, wenn das gefriergetrocknete Pulver durch die Lösung gelöst
wird, und es wurde als ein Ergebnis herausgefunden, daß die Dickflüssigkeit
durch die Silikonbeschichtung verursacht wird. Dann haben die Erfinder
intensive Untersuchungen nach Konzentrationen von Silikonschichten gemacht, die
keine Dickflüssigkeit verursachen. Eine Beziehung zwischen der Konzentration
und der Dickflüssigkeit der Silikonöle und der Gleitkraft, die durch ein
Experiment
erhalten wurden, das im Rahmen der Untersuchungen durchgeführt
wurde, ist in der nachfolgend aufgeführten Tabelle 1 gezeigt. Wie aus den
Ergebnissen des Experiments ersichtlich ist, wurde herausgefunden, daß im wesentlichen
keine Dickflüssigkeit auftritt, wo die Silikonschicht eine Konzentration hat, die
0,3% (W/V) (Gewichtsprozent pro Volumen - % by weight per volume) nicht
übersteigt. Ferner wurde herausgefunden, daß die Bewegung der Dichtung und des
Druckstabs im wesentlichen nur schwach durch eine geringere Konzentration
der Silikonschicht für die Kammer beeinflußt ist, die die zu gefriertrocknende
medizinische Lösung aufnimmt, d.h. der innere Wandabschnitt des
Spritzenzylinders, der durch die medizinische Lösung berührt wird.
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Folglich wird eine Zweikammer-Spritze geschaffen, bei der die Konzentrationen
der Silikonschicht der auf die inneren Wände des Spritzenzylinders
aufgebrachten Überzugsschichten zu den obigen unterschiedlich sind, um fähig zu sein, die
Dickflüssigkeit zu unterdrücken, die auftritt, wenn das gefriergetrocknete
Pulver, das durch Gefriertrocknen der medizinischen Lösung in der Spritze erhalten
wurde, in der Lösung in der Spritze für den Einsatz gelöst wird, bis zu einem
Grad, der für den Einsatz nicht hinderlich ist, wahrend die Bewegung der
Dichtung und des Druckstabs in einem gleichmäßigen Zustand aufrechterhalten wird.
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Fig. 1 ist eine seitliche Schnittansicht, die eine Zweikammer-Spritze
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung zeigt;
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Fig. 2 ist eine seitliche Schnittansicht, die gefriergetrocknetes
Pulver und die Lösung auf dem halben Weg für einen
Mischprozeß zeigt;
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Fig. 3 ist eine perspektivische Gesamtansicht;
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Fig. 4 ist eine perspektivische explosive Gesamtansicht;
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Fig. 5 (a) und (b) sind Beispielansichten, die ein spezielles Ausführungsbeispiel
1 eines Behandlungsverfahrens zum Silikonbeschichten
zeigen, und
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Fig. 6 (a) und (b) sind Beispielansichten, die ein spezielles Ausführungsbeispiel
2 des Behandlungsverfahrens zum Silikonbeschichten zeigen.
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Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel einer Zweikammer-Spritze der
vorliegenden Erfindung im Detail mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
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Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Zweikammer-Spritze gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, und Fig. 3 und 4 zeigen einen Injektor mit der
obigen Zweikammer-Spritze. Ein zylinderförmiger Spritzenkörper 3 mit einer
Nadelverbindungsseite 2 für das Verbinden mit einer Nadel 1 enthält zwei
elastische Dichtungen, eine erste Dichtung 4 und eine zweite Dichtung 5, die
verschiebbar darin durch eine Öffnung 3a eingefügt sind, die an dem anderen Ende
dieses Spritzenzylinders 3 geformt ist.
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Die erste Dichtung 4 und zweite Dichtung 5 sind aus zylinderförmigem
Halogenolbutyl-Gummi mit einem Durchmesser, der etwas größer als der
Innendurchmesser des Spritzenzylinders 3 ist, geformt, und stellen fluiddichte Dichtungen
mit den inneren Wänden des Spritzenzylinders 3 nach der Einfügung in den
Spritzenzylinder 3 dar.
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Von den Kammern 3A und 3B, die in einem fluiddichten Zustand durch die erste
Dichtung 4 und zweite Dichtung 5 getrennt sind, enthält die erste Kammer 3A,
die benachbart zu der Nadelverbindungsseite 2 angeordnet ist,
gefriergetrocknetes Pulver "a", das durch Gefriertrocknen einer medizinischen Lösung innerhalb
des Spritzenzylinders 3 in einer invertierten Position, bei der die
Nadelverbindungsseite 2 unten liegt, erhalten wurde. Auf der anderen Seite enthält die
zweite
Kammer 3B, die benachbart zu der Öffnung 3a angeordnet ist, eine Lösung
"b" zum Lösen des gefriergetrockneten Pulvers "a".
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Die zweite Dichtung 5, die benachbart zu der Öffnung 3a des Spritzenzylinders 3
angeordnet ist, hat einen Druckstab 6, der lösbar fest an dieser verschraubt ist,
um die zweite Dichtung 5 axial zu dem Spritzenzylinder 3 zu verschieben. Der
Druckstab 6 hat eine Daumenauflage 7, die an der Oberseite davon gebildet ist
und eine flachere Form hat und die größer als der Innendurchmesser des
Spritzenzylinders 3 ist.
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Die Spritze 3 umfaßt einen Flansch 8, der diametral nach außen von emer
äußeren Umfangsoberfläche davon an den Enden, wo die Öffnung 3a gebildet ist,
hervorsteht. Ferner umfaßt die Spritze 3 eine Furche 3C, die in einer axialen
Zwischenposition geformt ist und nach außen hervortritt. Eine Umgehungspassage 9
ist innerhalb der Furche 3C für das Verbinden der ersten Kammer 3A und der
zweiten Kammer 3B des Spritzenzylinders 3 vorgesehen.
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Diese Umgehungspassage 9 hat eine axial zu dem Spritzenzylinder verlaufende
Länge, die etwas größer als eine axiale Länge der ersten Dichtung 4 ist, die
benachbart zu der Nadelverbindungsseite 2 ist. Wenn, wie in Fig. 2 gezeigt ist, die
erste Dichtung 4 in dem Bereich der Umgehungspassage 9 während eines
Einsatzes liegt, um den Druckstab 6 hereinzudrücken, wird die Lösung "b" in der
zweiten Kammer 3B in die erste Kammer 3A durch die Umgehungspassage 9
gelassen.
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Ein Stöpsel 15 aus Halogenobutyl-Gummi ist in einem Loch befestigt, das an der
Nadelverbindungsseite 2 der Spritze 3 geformt ist, die durch die Nadel 1, die an
der Nadelverbindungsseite 2 befestigt ist, perforiert wird.
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In der Zweikammer-Spritze, die wie oben konstruiert ist, hat die innere Wand
des Spritzenzylinders 3, die durch die medizinische Lösung berührt wird, die zu
gefriertrocknen ist, eine Überzugsschicht, die durch eine
Beschichtungsbehandlung mit einer Silikonöllösung gebildet ist, die eine Konzentration hat, die 0,3 %
(W/V) nicht übersteigt. Auf der anderen Seite hat die innere Wand des
Spritzenzylinders 3, der im wesentlichen frei von einem Kontakt mit der medizinischen
Lösung ist, eine Überzugsschicht, die durch eine Beschichtungsbehandlung mit
einer Silikonöllösung mit einer gewissen Konzentration gebildet ist.
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Die Silikonöllösungen sind durch Lösen von Silikonöl in gewünschten
Konzentrationen in einem hochvolatilen verflüssigten Gas von Chlorfluorcarbon (Flon)
o. ä. präpariert.
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Während spezielle Beispiele für Verfahren zur Beschichtungsbehandlung später
beschrieben werden, wird bei einem gewöhnlichen Verfahren zur Herstellung der
Spritze 3 der vorliegenden Erfindung die gesamte innere Wand des
Spritzenzyfinders 3 zuerst mit einer Silikonöllösung beschichtet, die eine Konzentration
von nicht mehr als 0,3 % (W/V) hat, und dann wird die innere Wand des
Spritzenzylinders 3 außerhalb des Teils, der die medizinische Lösung enthält, mit
einer Silikonöllösung beschichtet, die eine gewisse Konzentration hat. Es ist jedoch
natürlich möglich, nur die innere Wand des Spritzenzylinders 3, der die
medizinische Lösung enthält, mit der Silikonöllösung zu beschichten, die eine
Konzentration hat, die 0,3 % (W/V) nicht übersteigt, und danach die innere Wand des
Spritzenzylinders 3 außerhalb des Teils, der die medizinische Lösung enthält,
mit der Silikonöllösung zu beschichten, die eine gewisse Konzentration hat. Die
erste Methode ist jedoch angenehiner.
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Beispiele für die Beschichtungsverfahren sind ein Verfahren, bei dem die
Silikonöllösungen gesprüht werden, ein Verfahren, bei dem die Lösung durch die
Öffnung gezogen wird, die an der Nadelverbindungsseite 2 der Spritze 3 geformt
ist, und ein Verfahren, bei dem die Spritze 3 im Behälter der Silikonöllösungen
eingetaucht wird, aber man ist nicht auf die obigen Verfahren beschränkt.
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Während der Bereich für die Beschichtung der Silikonöllösung mit einer
Konzentration, die 0,3 % (W/W) nicht übersteigt, die innere Wand des Spritzenzylinders
3 ist, der in Kontakt mit der zu gefriertrocknenden medizinischen Lösung ist,
kann ein Beschichtungsbereich etwas kleiner als ein Oberflächenbereich der
inneren Wand des Spritzenzylinders 3 sein, der durch die zu gefriertrocknende
medizinische Lösung berührt wird, solange die Dickflüssigkeit, die zu einer Zeit
des Lösens innerhalb der Spritze 3 des gefriergetrockneten Pulvers "a", das
durch Gefriertrocknen der medizinischen Lösung innerhalb der Spritze 3
erhalten wurde, und der Lösung "b" auftritt, kein Hindernis beim Einsatz darstellt.
In der Praxis ist es wünschenswert, daß die innere Wand, die den Teil enthält,
auf den die medizinische Lösung spritzen kann, mit der Silikonöllösung
beschichtet wird, die eine Konzentration hat, die 0,3 % (W/W) nicht übersteigt.
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Die Spritze 3 wird dadurch erhalten, indem sie invertiert wird, wobei die
Nadelverbindungsseite 2 unterhalb angeordnet ist, wo der Gummistöpsel 15 eingefügt
ist und die Öffnung der Nadelverbindungsseite 2 abdichtet, und die medizinische
Lösung wird in die Spritze 3 plaziert und gefriergetrocknet. Als nächstes wird die
erste Dichtung 4 in den Spritzzylinder 3 eingefügt, danach wird die Lösung "b"
plaziert, und das obere Ende wird fest mit der zweiten Dichtung 5 abgedichtet.
Für den Einsatz wird der Druckstab 6 an der zweiten Dichtung 5 befestigt, und
die Nadel 1 wird an der Nadelverbindungsseite 2 der Spritze 3 befestigt. Der
Druckstab 6 kann natürlich am Anfang an der zweiten Dichtung 5 befestigt sein.
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Spezielle Ausführungsbeispiele des Verfahrens zur Beschichtungsbehandlung
werden als nächstes beschrieben.
Spezielles Ausführungsbeispiel 1
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Wie in den Fig. 5 (a) und (b) gezeigt ist, ist die Spritze 3 mit der
Nadelverbindungsseite 2 oben angeordnet invertiert und eine Silikonöllösung, die eine
Konzentration von 0,1 % (W/V) hat [eine Lösung, die durch Lösen von Silikonöl (SH
200, hergestellt durch Toray-Dow Corning) in Flon 113 (CCl&sub2;F-CClF&sub2;: Freon TF,
hergestellt durch Mitsui Dupont Fluorochemical)] wird durch eine Düse 16
gesprüht, die durch die Öffnung 3a in diesem Zustand eingefügt ist. Als nächstes
wird eine Düse 18, die eine Teilung an ihrer Oberseite trägt durch die Öffnung 3a
der Spritze 3 eingefügt, so daß die Lösung nicht auf den Abschnitt gesprüht wird,
der durch die zu gefriertrocknende medizinische Lösung berührt wird, und eine
Silikonöllösung mit einer Konzentration 3 % (W/W) (auf die selbe Weise
präpariert wie die 0, 1%ige Lösung) auf die innere Wand des Spritzenzylinders 3
aufgebracht, der im wesentlichen frei vom Kontakt mit der medizinischen Lösung ist,
was von einer Trockenbehandlung gefolgt wird.
Spezielles Ausführungsbeispiel 2
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Wie in den Fig. 6 (a) und (b) gezeigt ist, ist die Spritze 3 mit der
Nadelverbindungsseite 2 oben angeordnet invertiert und leicht in einen Tank 19 eingetaucht,
der eine Silikonöllösung mit einer Konzentration von 0,1% (W/V) enthält (die auf
dieselbe Weise wie in dem obigen speziellen Ausführungsbeispiel 1 präpariert
wurde). Die Silikonöllösung in dem Tank 19 wird durch die
Nadelverbindungsseite 2 der Spritze 3 durch Aufbringen von Sog durch die an der
Nadelverbindungsseite 2 der Spritze 3 geformte Öffnung angezogen. Als nächstes wird der
Tank 19 durch einen Tank 20 ersetzt, der eine Silikonöllösung mit einer
Konzentration von 3% (W/W) enthält (die auf dieselbe Weise wie in den obigen speziellen
Ausführungsbeispiel 1 präpariert ist). Die Spritze 3 wird wieder leicht darin in
der invertierten Position mit der Nadelverbindungsseite oben angeordnet
eingetaucht, und danach wird ein Sog durch die Nadelverbindungsseite 2 der Spritze 3
aufgebracht. Zu dieser Zeit wird die Silikonöllösung in den Tank 20 bis zu einer
Position gerade nahe an dem Abschnitt aufgezogen, der durch die zu
gefriertrocknende medizinische Lösung berührt wird, während die Aufzugsposition
mittels
eines optischen Sensors 21 ermittelt wird. Danach wird die Spritze 3 von
dem Tank 20 für eine Trockenbehandlung entfernt.
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Als nächstes haben die Erfinder ein Experiment durchgeführt, um eine
Beziehung zwischen der Konzentration einer Silikonöllösung, der Dickflüssigkeit und
einer Gleitkraft aufzuzeigen.
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Bei diesem Experiment wurde eine 10%ige wäßrige Lösung von Mannitol als eine
beispielhafte medizinische Lösung, die zu gefriertrocknen ist, und reines Wasser
als ein Beispiel für eine Lösung eingesetzt.
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Die Nadelverbindungsseiten 2 der Spitzen 3, die durch die obigen zwei speziellen
Verfahrensbeispiele hergestellt wurden, wurden fest durch Gummideckel
abgedichtet, wobei die Spritzen 3 mit der Nadelverbindungsseite 2 unten angeordnet
invertiert wurden, und die 10%ige wäßrige Lösung von Mannitol wurde darin
plaziert und gefriergetrocknet. Dann wurden die ersten Dichtungen 4 aus
Halogenobutyl-Gummi in die Spritzen 3 eingefügt, und nach dem Plazieren von
reinem Wasser darin wurden die zweiten Dichtungen 5 aus Halogenobutyl-Gummi
in ihre Position gebracht. Die die 10%ige wäßrige Lösung von Mannitol und
reines Wasser enthaltenden Spritzen wurden auf diese Weise präpariert.
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Dann wurde eine Beobachtung des Grads der Dickflüssigkeit, die auftritt, wenn
das gefriergetrocknete Pulver der 10%igen wäßrigen Lösung von Mannitol in
dem reinen Wasser gelöst wird, und des Widerstandes (Gleitkraft) gemacht, der
auftritt, wenn der Druckstab 6 heruntergedrückt wurde. Die Ergebnisse des
Experiments sind in Tabelle 1 gezeigt.
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In Tabelle 1 zeigt "-" bei dem Grad von Dickflüssigkeit, däß keine Dicktlüssigkeit
aufgetreten ist. "+" zeigt das Auftreten von Dickflüssigkeit und "±" zeigt einen
Grad, der kein praktisches Problem darstellt. "-" bei der Gleitkraft zeigt, däß der
Druckstab 6 sanft heruntergedrückt wurde, "+" zeigt einen starken Widerstand,
und "±" zeigt einen Grad des Widerstands, der kein praktisches Problem
darstellt.
Tabelle 1
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Es wurde durch diese Ergebnisse des Experiments herausgefunden, daß die
Spritze 3 in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung durch
Silikonbeschichten des Kontaktabschnitts der medizinischen Lösung in einer
Konzentration, die 0,3% (W/V) nicht übersteigt, und Silikonbeschichten des Abschnitts, der
nicht in Kontakt mit der medizinischen Lösung ist, mit einer Konzentration von
1 bis 5% (W/W) erhalten wurde.
Andere Ausführungsbeispiele sind unten gezeigt.
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(1) Bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel wurde die Konzentration
der Silikonschicht für die innere Wand des Spritzenzylinders 3, der die
medizinische Lösung berührt, auf einen Wert eingestellt, der 0,3% (W/V) nicht übersteigt.
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Wo die medizinische Lösung jedoch in einer Meinen Quantität ist, tritt im
wesentlichen kaum ein Hindernis für die Bewegung der Dichtungen 4 und 5 und
den Druckstab 6 ohne die Silikonschicht auf. Mit anderen Worten, die
Konzentration von nicht mehr als 0,3% (W/W), die in den Ansprüchen angegeben ist,
enthält 0%.
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(2) Die Anwendung der Spritze entsprechend der vorliegenden Erfindung ist
nicht durch den Typ der medizinischen Lösung begrenzt, sondern umfaßt alle
medizinischen Lösungen, die für den Einsatz gefriergetrocknet werden.
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(3) Bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel wurden die
Silikonöllösungen mit vorbestimmten Konzentrationen durch Zufügen von Silikonöl zu einem
verflüssigten Gas von Chlorfluorcarbon (Flon) o. ä. erhalten. Statt der
Verwendung von Cblorfluorcarbon kann auch in Wasser suspendiertes Silikonöl
verwendet werden.
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Da ferner keine spezielle Begrenzung für das verwendete Silikonöl besteht,
solange es für den Innenraum des Spritzenzylinders anwendbar ist, kann es
Dimethylpolysiloxan, zyklisches Polydimethylsiloxan o. ä. sein.
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(4) Bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel ist die Lösung in der
zweiten Kammer 38 zu dem gefriergetrockneten Pulver in der ersten Kammer 3A
durch die Umgehungspassage 9 geleitet, die in dem Spritzenzylinder 3 geformt
ist. Die erste Dichtung 4 kann jedoch selbst eine Ventilstruktur zum Führen der
Lösung in die zweite Kammer 38 zu dem gefriergetrockneten Pulver in der
ersten Kammer 3A enthalten, wenn der Druckstab 6 eingedrückt wird.
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Kurz gesagt, jede Struktur kann eingesetzt werden, solange sie fähig zum
Einleiten der Lösung in die zweite Kammer 3B zu dem gefriergetrockneten Pulver in
der ersten Kammer 3A ist, wenn der Druckstab 6 eingedrückt wird.