Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Stuhlung für
eine Presse in einer Maschine zur Herstellung einer Faserbahn,
wobei die Presse ein erstes Pressenelement und ein
Gegenpressenelement aufweist, wobei die Pressenelemente
langgestreckt sind und sich über die Maschinenbreite parallel
zueinander erstrecken, zumindest eines der Pressenelemente in
einer Belastungs-/Entlastungsrichrung beweglich ist, um mit dem
anderen Element einen Preßspalt zu bilden, mit zumindest einem
Endlosband, wobei eines der Pressenelemente innerhalb der durch
das Endlosband gebildeten Schleife angeordnet ist, das Band
zusammen mit der Bahn durch den Spalt geht, die Stuhlung zwei
Seitenrahmen aufweist, von denen einer angepaßt ist, um auf der
Antriebsseite der Maschine, und der andere angepaßt ist, um auf
der Betriebsseite der Maschine in gegenseitiger paralleler
Beziehung angeordnet zu sein, wobei jeder der Seitenrahmen zwei
Säulen aufweist, von denen eine stromauf und die andere stromab
von dem Preßspalt angeordnet ist und die sich parallel
zueinander in eine Richtung erstrecken, die im wesentlichen
nicht senkrecht zu der Belastungs-/Entlastungsrichtung ist, und
jede der beiden Säulen an der Betriebsseite der Maschine eine
eingefügte abnehmbare Sektion hat, um einen Austausch des
Endlosbandes zu gestatten
Zugehöriger Stand der Technik
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Eine Stuhlung dieser Art ist in der FI-B-65 832 offenbart. Die
abnehmbaren Sektionen sind in Zwischenräumen eingesetzt, die
zwischen den Enden von angrenzenden Sektionen der Säulen an der
Betriebsseite der Papier- oder Kartonmaschine gebildet sind.
Gewöhnlicherweise überbrücken Augbolzen oder Schrauben, die an
einer der Säulensektionen schwenkbar angebracht sind, den
Zwischenraum in einer jeden Säule, um ein schnelles Lösen der
Schraubverbindung, ein Entfernen und Einsetzen der abnehmbaren
Sektion und ein Spannen der Verbindung zu erleichtern.
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Derartige Bolzen oder Schrauben müssen sehr robust sein, da sie
einer großen Spannung ausgesetzt sind, wenn die Presse bei
ihrer maximal zulässigen Belastung betrieben wird. Ebenso kann
es in einigen Eällen nicht vermieden werden, daß die Bolzen
oder Schrauben großen Biegemomenten ausgesetzt sind.
Offenbarung der Erfindung
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Stuhlung zu
schaffen, in der die Elemente der Schraubverbindungen, weitaus
geringeren Zugkräften und Biegemomenten ausgesetzt sind und
demzufolge von beträchtlich kleineren Dimensionen sein können.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
Einzeleinrichtungen zum axialen Vorspannen jeder Säule mit
einer Druckkraft vorgesehen sind, die zumindest im wesentlichen
gleich groß ist wie eine Zugkraft, die in der jeweiligen Säule
durch eine maximal zulässige Preßkraft in dem Spalt erzeugt
wird.
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Vorzugsweise hat jede der Vorspanneinrichtungen für die beiden
Säulen an der Betriebsseite der Maschine ein langgestrecktes
zweiteiliges Spannelement, wobei die beiden Teile an einer
Stelle voneinander lösbar sind, die in der Nähe der abnehmbaren
Säulensektion ist, und zumindest eines der beiden Teile in
einem nicht verbundenen Zustand in Bezug auf das andere axial
verschiebbar ist, um an der Stelle einen Zwischenraum
auszubilden, so daß das Abnehmen der abnehmbaren Sektion der
Säule und der Austausch des Endlosbandes gestatter ist.
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Zweckmäßigerweise sind die beiden Teile von jedem zweiteiligen
Spannelement üter eine Schnellkopplungs-/-
entkopplungsverbindung miteinander verbunden, die ein
Sockelelemlent -und ein passendes Steckerelement aufweist. Eine
Schnellkopplungs-/-entkopplungsverbindung reduziert die für den
Austausch des Endlosbandes erforderliche Zeitdauer. Weiterhin
ist es bevorzugt, daß die beiden Kopplungselemente durch eine
Drehung des einen relativ zu dem anderen um einen Winkel von
etwa 90º in und außer Eingriff bringbar sind.
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Vorzugsweise hat jede dieser Säulen eine Kastenträgersektion
und hat jedes der Vorspanneinrichtungen ein langgestrecktes
Spannelement, das sich innerhalb der Kastenträgersektion axial
erstreckt. Ein Kastenträger hat eine verbesserte Steifigkeit,
wobei die Anordnung des langgestreckten Spannelements innerhalb
des Kastenträgers das Vermeiden von Biegemomenten erleichtert,
die durch das Vorspannen verursacht werden, und einen gewissen
Schutz des Spannelements gewährt.
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Ferner ist es bevorzugt, daß jedes der Vorspanneinrichtungen
eine Hydraulikmutter hat und jedes Spannelement ein
feststehendes Ende hat, wobei die Hydraulikmutter mit dem
anderen Ende in Eingriff ist, um das Spannelement zu spannen.
Die Anwendung von Hydraulikmuttern erleichtert das Vorspannen
der Säulen mit gleichmäßigen Druckkräften.
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Die zweckmäßige Druckkraft übersteigt die erzeugte Spannkraft
in jeder Säule um einen Sicherheitsspielraum.
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Die vorliegende Erfindung ist nachstehend ausführlicher mit
Bezugnahme auf die beigefügten zeichnungen beschrieben, die ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung aufzeigen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Es zeigen:
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Fig. 1 eine vereinfachte Endansicnt einer Presse in einer
Fapierherstellungsmaschine von der Betriebsseite der Maschine
aus und unter anderem einen Seitenrahmen, der in der Stuhlung
der Presse enthalten ist;
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Fig. 2 eine Ansicht hauptsächlich im Vertikalschnitt, jedoch
mit einigen in Seitenansicht gezeigten Komponenten der linken
Säule und der dazugehörigen Vorspanneinrichtung der in Fig. 1
gezeigten Pressenstuhlung;
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Fig. 3 eine vergrößerte Teilschnittansicht, die ausführlicher
die zusammenwirkenden Sockel- und Steckerelemente einer
Verbindung der in Fig. 2 gezeigten Vorspanneinrichtung zeigt;
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Fig. 4 eine Schnittansicht wie Fig. 3, jedoch im rechten Winkel
dazu;
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Fig. 5 eine vereinfachte Teilseitenansicht von dem Teil der
Säule aus Fig. 3, der eine abnehmbare Säulensektion enthält,
und von einer Anhebevorrichtung und einem dazugehörigen
Stellglied;
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Fig. 6 eine Raumansicht der Betriebsseite einer 4
Papierherstellungspresse mit einer erfindungsgemäßen Stuhlung,
wobei Komponenten der Presse in Positionen gezeigt sind, die
sie während des Austausches eines Filzbandes einnehmen;
Beste Betriebsart zur Durchführung der Erfindung
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Fig. 1 zeigt eine Presse in einer Maschine zur Herstellung
einer Papier- oder Kartonbahn. Die Presse hat ein erstes
Pressenelement 1 und ein Gegenpressenelement 2, die
langgestreckt sind und sich über die Maschinenbreite parallel
zueinander erstrecken. Zumindest eines der Pressenelemente ist
in einer Belastungs- und Entlastungsrichtung beweglich, um mit
dem anderen Element einen Preßspalt zu bilden.
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In dem gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das
Gegenpressenelement eine Walze 2 mit gesteuerter Durchbiegung
und ist das erste Pressenelement ein Preßschuh 1 mit einer
Konkavoberfläche, die der Oberfläche von Gegenwalze 2 angepaßt
ist, um mit der Gegenwalze 2 einen Langspalt zu bilden. Der
Preßschuh 1 ist in einer Schuhpressenwalze 3 eingegliedert, die
einen flexiblen Walzenmantel 4 hat und vorzugsweise von der in
der SE-B-464 922 offenbarten Bauart ist. Es ist ebenso möglich,
jedoch weniger bevorzugt, die Schuhpressenwalze 3 mit einer
Schuhpressenvorrichtung mit einem Endlospressenband, wie im
wesentlichen in FI-B-65 832 offenbart, zu ersetzen. In weiteren
möglichen, jedoch weniger bevorzugten Ausführungsbeispielen
können beide Pressenelemente Schuhpressenvorrichtungen sein,
die anstelle einer konvexen eine ebene Oberfläche haben, oder
können alternativ beide sogar herkömmliche Pressenwalzen sein.
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Die Presse hat zumindest ein Endlosband 5. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel ist das Band ein Endlospreßfilz 5, wobei
innerhalb seiner Schleife die Schuhpressenwalze 3 angeordnet
ist. Zusammen mit der Papier- oder Kartonbahn 6, die in der
Maschine hergestellt wird, geht der Filz 5 durch den Preßspalt,
um Wasser zu absorbieren, das in dem Spalt aus der Bahn 6
gepreßt wird. In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Presse mit einem Einzelfilz versehen, wobei die Bahn 6
zwischen dem Filz 5 und der Gegenwalze 2 gepreßt wird; jedoch
ist es in einem nicht gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel
ebenso möglich, daß die Presse mit einem Doppelfilz versehen
ist. Dann würde ebenso die Gegenwalze 2 innerhalb der Schleife
eines Endlospreßfilzes angeordnet sein und würde die Bahn 6
zwischen den beiden Filzen gepreßt werden. Natürlich ist es
ebenso möglich, falls erwünscht, beispielsweise noch ein
weiteres Endlosband mit einer Wasseraufnahmestruktur
vorzusehen, um durch den Preßspalt zu verlaufen, der zwischen
dem Pressenelement und seiner umschließenden Filzschleife für
die Aufnahme von Wasser eingefügt ist, das möglicherweise von
der Bahn durch den Filz geht.
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Der Filz 5 verläuft geleitet durcn eine Vielzahl von Leitwalzen
7, die eine Spannwaize 8 und eine Ausrichtwalze 9 einschließen.
Eine herkömmliche Filzkonditionierausrüstung ist ebenso
vorgesehen, jedoch nicht gezeigt. Es sind ebenso zwei
Leitwalzen 10 für die Papier- oder Kartonbahn 6 vorhanden, und
zwar eine an jeder Seite des Preßspaltes.
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Die Stuhlung für die Presse hat zwei Seitenrahmen, wobei ein
(nicht gezeigter) Seitenrahmen an der Antriebsseite der
Maschine und der andere mit 11 bezeichnete an der Betriebsseite
der Maschine in einer parallelen Beziehung zueinander
angeordnet ist. Jeder der Seitenrahmen hat zwei Säulen. Eine
Säule 12 ist stromauf und die andere 13 stromab von dem
Preßspalt angeordnet. Die Säulen 12 und 13 erstrecken sich
parallel zueinander in eine Richtung, die im wesentlichen nicht
senkrecht zu der Belastungs- und Entlastungsrichtung der Presse
ist. In dem gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel sind sie
vertikal und erstrecken sich parallel zu der Richtung. Um die
Seitenrahmen zu vervollständigen, sind Säulen 12 und 13 an
ihren Oberseiten mittels eines oberen Querstückes 14 und an
ihren Bodenseiten mittels eines unteren Querstückes 15
verbunden. Die beiden Seitenrahmen sind mittels eines oberen
Querbalkens 16, der an einer oberen Fläche von jedem oberen
Querstück 14 verankert ist, und zweier unterer Querbalken 16
und 17 verbunden, die jeweils an einer Vertikalfläche von jeder
der Säulen 12 und 13 verankert sind und sich in der Nähe ihrer
Bodenseiten befinden. Jeder Seitenrahmen ist an einer
Bodenschiene 60 für die Papier- oder Kartonmaschine gesichert,
wobei jede Bodenschiene an dem Boden 61 gesichert ist.
Die Bodenseite jedes oberen Querstückes 14 hat eine
abgeschrägte Aussparung zur Aufnahme und Positionierung eines
Lagerungsgehäuses 19, in dem die Schuhpressenwalze 3 gelagert
ist. Um in Fig. 1 eine Unübersichtlichkeit zu vermeiden, sind
Stützstrukturen für die Walzen 7, 8, 9 und 10 nicht gezeigt.
Die Gegenwalze 2 ist in Lagerungsgehäusen 20 gelagert, von
denen das an der Betriebsseite der Maschine nicht gezeigt ist.
Jedes Lagerungsgehäuse 20 ist an einem im wesentlichen
horizontalen Arm eines Doppelarmhebels 21 montiert, wobei sich
der andere Arm entlang der stromaufwärtigen Säule 12 nach oben
erstreckt. Der Hebel 21 ist an einer Achse schwenkbar, und zwar
auf einer Höhe mit der Drehachse der Gegenwalze 2, wobei en
Steilglied 22 jedem Hebel 21 zugehörig ist, um die Gegenwalze 2
zu einer Betriebsposition anzuheben und um diese von dieser
Position zu senken. Eine schwenkbare Abstützung 23 ist
montiert, um in eine erste Position geschwenkt zu werden, in
welcher sie das freie Ende des Hebels 21 stützt, wenn sich die
Gegenwalze 2 in ihrer Betriebsposition befindet, und in eine
zweite Position, in der der Hebel 21 und die Gegenwalze 2 frei
sind, um gesenkt zu werden.
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Um den Austausch des Endlosfilzes 5 und von jedem möglichen
weiteren Endlosband, das sich durch den Preßspalt erstreckt, zu
gestatten, hat jede der beiden Säulen 12 und 13 an der
Betriebsseite der Maschine jeweils eine zwischengefügte
abnehmbare Sektion 24 und 25.
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Erfindungsgemäß sind Einzeleinrichtungen vorgesehen, um jede
der vier Säulen 12 und 13 mit einer Druckkraft vorzuspannen,
die einer Spannkraft zumindest wesentlich gleicht, die durch
eine maximal zulässige Kraft in dem Preßspalt in der jeweiligen
Säule erzeugt wird. Die Vorspanndruckkraft überschreitet
vorzugsweise die erzeugte Druckkraft um einen
Sicherheitsspielraum, der in der Größenordnung von
beispielsweise 0,3 MN oder 25 % liegen kann.
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Fig. 2 zeigt die generell mit 26 bezeichnete
Vorspanneinrichtung für die Säule 13, die stromab von dem
Preßspalt und an der Betriebsseite der Maschine angeordnet ist.
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Da die beiden Vorspanneinrichtungen an der Betriebsseite der
Maschine identisch sind und auch die beiden dazugehörigen
Säulen 12 und 13 abgesehen von einer geringfügigen Abwandlung,
die durch das Vorsehen des Doppelarmhebels 21 und seines
Stellgliedes 22 erforderlich ist, identisch sind, trifft die
nachstehende Beschreibung des bevorzugten Entwurfes der
Vorspanneinrichtung 26 und die der Säule 13 auch auf die Säule
12 und ihre Vorspanneinrichtung zu.
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Die Vorspanneinrichtung 26 hat ein langgestrecktes zweiteiliges
Spannelement 27, das zweckmäßigerweise die Form eines
zweiteiligen kreisförmigen Stabes hat. Die beiden mit 28 und 29
bezeichneten Teile sind an einer Stelle voneinander lösbar, die
sich in der Nähe der abnehmbaren Sektion 25 der Säule 13
befindet. Nach dem Lösen ist zumindest eines der beiden Teile,
in Fig. 2 das untere Teii 29, in Bezug auf das andere axial
verschiebbar, um an der Stelle einen Zwischenraum zu bilden, um
das Abnehmen der abnehmbaren Sektion 25 der Säule 13 und den
Austausch des Preßfilzes 5 oder eines weiteren Endlosbandes zu
gestatten.
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Die beiden Teile 28 und 29 der Spaunstange 27 können in
vielfacher Weise für den Fachmann naheliegend miteinander
verbunden sein. Jedoch sind Sie in dem veranschaulichten
bevorzugten Ausführungsbeispiel durch eine Schnellkopplungs-/-
entkopplungsverbindung 30 miteinanjer verbunden, die ein
Sockelelement 31 und ein passendes Steckerelement 32 hat, wobei
die Elemente, wie leicht aus den Figuren 3 und 4 ableitbar
durch eine Drehung von dem einen relativ zu dem anderen um
einen Winkel von etwa 90º in Eingriff und außer Eingriff
bringbar sind.
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Vorzugsweise hat jede der Säulen 12 und 13 eine obere
Kastenträgersektion 33 und eine untere gegabelte Sektion 34,
wobei jede der Gabelteilungen ebenso eine Kastenträgersektion
ist. Die beiden Gabelteilungen sind in Maschinenquerrichtung
Seite an Seite angeordnet, so daß sich bezüglich der
Betriebsseite der Maschine eine Gabelteilung in der Nähe
befindet und die andere entfernt davon befindlich ist. In jedem
Seitenrahmen (11) ist daher der Doppelarmhebel 21 und, die
schwenkbare Abstützung 23 zweifach vorhanden, wobei ein Hebel
in der nahen Gabelteilung und der andere in der entfernten
Gabelteilung der Säule 12 angeordnet ist, wobei eine
schwenkbare Abstützung in der nahen Gabelteilung und die andere
in der entfernten Gabelteilung der Säule 13 angeordnet ist,
während ein Stellgiied 23 in dem Raum zwischen den
Gabelteilungen der Säule 12 angeordnet ist und beiden Hebeln
gemeinsam ist. Die beiden schwenkoaren Abstützungen 23 sind an
einer gemeinsamen Schwenkwelle gesichert.
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Ebenso sind das obere Querstück 14 und das untere Querstück 15
von jedem Seltenrahmen 11 vorzugsweise Kastenträgersektionen,
wobei das obere Querstück 14 oben auf den Oberenden von Säulen
12 und 13 liegt. Die zweiteilige Spannstange 27 hat ein oberes
Ende, das auf einer Höhe über dem oberen Querstück 14
angeordnet ist und sich durch das Ende des oberen Querstückes
14 und der oberen Kastenträgersektion 33 und durch einen Teil
des zwischen den beiden Gabelteilungen der unteren gegabelten
Sektion 34 gebildeten Raumes vertikal nach unten erstreckt. Das
untere Ende der zweiteiligen Spannstange 27 erstreckt sich
durch ein Loch, das in einer massiven Querplatte 35 vorgesehen
ist, die an den beiden Gabelteilungen der gegabelten
Säulensektion 34 in einer Weise befestigt ist, die, wenn
gespannt, die Kräfteübertragung von der Stante 27 dar Säule
13 gestattet.
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Beide Enden von jedem Teil der Zweiteiligen Spannstange 27
haben ein Außengewinde. Ein Bodenmutterelement 36 mit einem
passenden Innengewinde ist an dem Bodenende des unteren Teiles
29 der Spannstange 27 montiert, um gegen die Bodenoberfläche
der Querplatte 35 zu lagern. Auf ähnliche Weise haben das
Steckerelement 32 und das Sockelelement 31 Innengewinde und
sind jeweils an dem passenden Gewindeoberende des unteren
Stangenteiles 29 und an dem Bodenende des oberen Stangenteiles
28 montiert. Ebenso hat eine Spannvorrichtung, vorzugsweise
eine Hydraulikmutter 37, ein passendes Innengewinde und ist an
dem Oberende des oberen Stangenteiles 28 montiert. Nicht
gezeigte Verriegelungselemente, wie etwa Schlüssel, sind
vorgesehen, um eine unbeabsichtigte Relativdrehung zwischen den
Gewindeelementen zu verhindern.
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Die Hydraulikmutter 37 ist von herkömmuchem Entwurf und hat
ein Innenoberelement 38, das mit dem Innengewinde für den
Eingriff mit der Oberseite der Spannstange 27 versehen ist, und
ein Außenbodenelement 39. Das Innenoberelement 38 hat eine
abgestufte Außenoberfläche, wobei das Außenbodenelement 39 eine
passende abgestufte Innenoberfläche hat, wobei diese dazwischen
eine Ringdruckkammer 40 definieren. Eine Kanalleitung 41 ist
für die Zufuhr eines druckbeaufschlagten Hydraulikmediums, wie
etwa öl, zu der Druckkammer 40 vorgesehen. Dadurch wird das
Innenoberelement 38 axial nach oben verschoben, und zwar
ausgehend von dem Außenbodenelement 39, das gegen eine obere
Fläche des Querstückes 14 lagert, wobei die Spannstange 27
gespannt wird. Auf gleiche Weise ist zwischen dem Oberende des
Außenbodenelements 39 und einem Flanschabschnitt an dem
innenoberelement 38 ein Ringzwischenraum gebildet. Nach dem
Einsetzen eines zweiteiligen Distanzringes 42 geeigneter
Axialdicke in den Zwischenraum kann der Druck in der
Druckkammer gelöst werden. Der Distanzring 42 hält die
Spannstange 27 unter der erwünschten Spannung.
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Alternativ kann von dem Distanzring 42 abgesehen werden, wenn
der Flanschabschnitt die Form einer Mutter hat, die, wenn die
Spannstange 27 mittels einer Hydraulikmutter 37 gespannt wird,
auf den Körper des Innenoberelements 38 herunter gescnraubt
werden kann, um gegen die obere Fläche des Außenbodenelements
39 zu lagern.
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Wie am deutlichsten in den Figuren 3 und 4 gezeigt, hat das
Steckerelement 32 der Schnellkopplungs-/-entkopplungsverbindung
grundsätzlich einen konifizierten Oberabschnitt 43 und einen
zylindrischen Bodenabschnitt 44, von welchen Abschnitten zwei
identische und zueinander diametral angeordnete Sektionen
weggeschnitten sind, um zwei vertikale parallele Seiten 45 des
Steckerelements 32 vorzusehen. Das Sockelelement 31 hat eine
Aussparung mit einem passenden konifizierten Oberabschnitt 46
und einem zylindrischen Bodenabschnitt 47 und zusätzlich einen
Eingangsschlitz 48, der angepaßt ist, um das Hindurchführen des
Steckerelements 32 zu gestatten, wenn sich die parallelen
Seiten 45 des Steckerelements parallel zur Längsrichtung des
Eingangsschlitzes 48 befinden, jedoch nach seiner Drehung um
einen Winkel von etwa 90º in Bezug auf den Schlitz 48 das
Hindurchführen des Steckerelements 32 zu verhindern. Nach
dieser Drehung lagern die beiden äußersten Abschnitte der
Bodenoberfläche des Steckerelements 32 gegen die beiden
Schultern, die zwischen dem Innenende des Eingangsschlitzes und
der radial außerhalb davon befindlichen zylindrischen Innenwand
definiert sind. Es ist bevorzugt, jedoch nicht gezeigt, daß
eine Vielzahl von Anschlägen an den Innenwänden des
Sockelelements 31 vorgesehen ist, um zu verhindern, daß das
Sockelelement über seine erwünschten Endpositionen hinaus
gedreht wird, wobei eine dort vorgesehen ist, wo die
Verlängerung des Eingangsschlitzes 48 mit der des
Steckerelements 32 übereinstimmt, und die andere vorgesehen
ist, wo sie zueinander einen Winkel von 90º bilden. Derartige
Anschläge können beispielsweise Schrauben sein, die sich radial
durch die Wand des Sockelelementes 31 und in die Aussparung des
Sockelelements erstrecken.
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Wieder in Bezug auf Fig. 2 ist eine Einricntung vorgesehen, um
das obere Stangenteil 28 der zweiteiligen Spannstange 27 und
somit ebenso das Sockelelement 31 zwischen seinen Endpositionen
zu drehen, nachdem der Distanzring 42 abgenommen worden ist und
jeglicher Druck in der Druckkammer 40 gelöst worden ist. In dem
gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel hat diese Einrichtung
einen Arm 49, der an das Oberende des oberen Stangenteiles 28
befestigt ist und sich davon ausgehend radial erstreckt. Um die
Drehung des oberen Stangenteils 27 und des Sockelelementes 31
zu erleichtern, ist es zweckmäßig, daß das Entspannen des
Druckes in der Druckkammer 40 das Sockelelement 31 um einen
oder einige Millimeter sinken läßt, so daß die äußersten
Abschnitte der Bodenoberfläche des Steckerelements 32 nicht mit
den beiden Schultern innerhalb des Sockelelementes 31 in
Eingriff sind.
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Gemäß Fig. 2 ist ein Steilglied 50 in dem Raum zwischen den
beiden Gabelteilungen der Säule 13 vertikal montiert, um das
untere Stabteil 29 mit dem Steckerelement 32 und dem 4
Bodenmutterelement 36 zu senken und zu heben. Ein Stellglied 50
hat ein mit der Säule 13 verbundenes Ende, wobei das andere mit
dem Bodenmutterelement 36 verbunden ist. Um die Ab- und
Aufbewegung zu leiten, hat das Bodenmutterelement 36 einen
Leitmitnehmer 51, der mit einer Leitstange 52 in Eingriff ist,
die in der Säule 13 in dem Raum zwischen den beiden
Gabelteilungen vertikal montiert ist. Die Bodenpositionen der
beweglichen Elemente sind in strichpunktierten Linien gezeigt,
wobei die Bodenposition des Steckerelements 32 unterhalb der
abnehmbaren Säulensektion 25 angeordnet ist, so daß das
Abnehmen und Einsetzen der Sektion nicht behindert wird.
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Um eine richtige Position der Spannstange 27 innerhalb der
Säule 13 zu gewährleisten, Ist eine Vielzahl von Axiallagern 53
vorgesehen. Eines ist montiert an der Oberseite der Säule 13
gezeigt, ein weiteres unmittelbar unterhalb der Bodenposition
des Steckerelementes 32 und ein drittes in gewisser Entfernung
über der Querplatte 35. Das dritte Axiallager 55 ist mittels
eines nicht gezeigten Trägers gestützt, der an einer nicht
gezeigten Stützstruktur für die Querplatte 35 montiert ist.
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Um das Abnehmen und Einsetzen der abnehmbaren Säulensektion 25
nach dem Absenken des unteren Stabreiles 29 mit am
Steckerelement 32 und dem Bodenmutterelement 36 zu seiner
Bodenposition zu vereinfachen, können zwei Träger 54 und 55 an
der Säule 13 montiert sein, wobei einer (54) unterhalb und der
andere (55) oberhalb der Sektion 25 montiert ist, wie rechts in
der Fig. 5 gezeigt. Nach dem Positionieren einer
Anhebevorrichtung 56 zwischen den Trägern kann die oben auf der
abnehmbaren Sektion 25 angeordnete Säulensektion 33 einige
Millimeter angehoben werden, um ein leichtes Abnehmen der
Sektion 25 zu gestatten. Wie links in Fig. 5 gezeigt, kann der
obere Träger 55 und die Anhebevorrichtung 56 durch eine
Schwenkverbindung 57 ersetzt werden, mit der das bewegliche
Element eines Stellgliedes 58 verbunden ist, oder kann diese
zusätzlich dazu verwendet werden. Falls das Stellglied 58 nicht
in Anwendung ist, kann es um einen Winkel von 180º in Bezug auf
die Schwenkverbindung 57 gedreht werden, so daß sie in einer
vertikalen inaktiven Position über der Schwenkverbindung 57
angeordnet ist. Auf das Inaktivieren der Anhebevorrichtung 56
und/oder des Steligliedes 58 hin sinkt die obere Sektion 33 des
Säule 13 etwas nach unten, jedoch läßt sie zur unteren Sektion
34 der Säule hin einen Zwischenraum, wobei nach dem Abnehmen
der Anhebevorrichtung 56 und/oder des Steligliedes 58 der
Zwischenraum frei von Hindernissen ist, so daß ein Austausch
des Filzes 5 durchgeführt werden kann.
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Die beiden Säulen in dem Seitenrahmen an der Antriebsseite der
Maschine haben keine abnehiribare Sektion wie die Sektion 25,
wobei die für das Vorspannen dieser Säulen verwendeten
Spannstangen einteilige Stangen sind, die sich von der
Hydraulikmutter zu dem Bodenmutterelement erstrecken.
Demzufolge werden in diesen beiden Säulen weder
Schneilverbindungen noch jegliche Steliglieder, Leitmitnehmer
oder Leitstangen, wie jeweils das Stellglied 50, der
Leitmitmehmer 51 und die Leitstange 52, verwendet.
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Fig. 6 zeigt den Einbau eines neuen Fiizbandes 5 in eine Presse
einer Papierherstellunge- oder Kartonherstellungsmaschine. Die
mittels der beiden Doppelarmhebel getragene Gegenwalze 2 wird
gesenkt. Die durch die beiden Hydraulikmuttern 37 auf die
beiden zweiteiligen Spannstangen euf der Betriebsseite der
Maschine aufgetragene Spannung wird auf Null reduziert; die
oberen Stangenteile, die die Sockelelemente der
Schnellkopplungs-/-entkopplungsverbindungen tragen, sind von
den unteren, die die Steckerelemente tragen, außer Eingriff,
und die unteren Stangenteile werden mittels der vertikalen
Stellglieder innerhalb der Säulen 12 und 13 nach unten bewegt,
um das Abnehmen der abnehmbaren Säulensektionen 24 und 25 zu
gestatten. Ein Träger 62 ist behelfsmäßig an dem
Lagerungsgehäuse 19 für die Schuhpressenwalze 3 montiert, eine
Behelfsstützsäule 63 ist unter dem Träger 62 angeordnet, wobei
sich an der Oberseite der Säule 63 eine Anhebevorrichtung 64
befindet, die mit der Bodenseite des Trägers in Eingriff steht.
Nach dem Lösen einiger (nicht gezeigter) Augbolzen, die an den
abnehmbaren Säulensektionen 24 und 25 angeordnet sind, können
diese abnehmbaren Sektionen jeweils aus den Säulen 12 und 13
gezogen werden und heruntergelassen werden, so daß sie vertikal
neben den nunmehr leeren Räumen hängen, die sie normalerweise
einnehmen. Um ferner den Austausch des Filzes 5 zu erleichtern,
wird die Spannwalze 8 durch einen (nicht gezeigten) über Kopf
laufenden Kran behelfsmäßig zu einer Position hin abgenommen,
die sich neben der Leitwalze 7 mit kleinem Durchmesser
geradewegs über dem oberen Querbalken 16 befindet. Der
verschlissene Filz kann nunmehr seitwärts aus der Presse zu
einer Position zwischen dem Seitenrahmen 11 an der
Betriebsseite der Maschine und der Behelfsstützsäule 63 gezogen
werden. Falls erwünscht kann die in Fig. 5 gezeigte
Anhebevorrichtung und/oder das Stellglied nun für das Stützen
des oberen Abschnittes der Presse verwendet werden, um das
Abnehmen der Anhebevorrichtung 64 zu gestatten, die zwischen
dem Träger 62 und der Beheifsstützsäule 63 angeordnet isl, und
um das Ersetzen eines neuen Filzes 5 für den verschlissenen
durch den Zwischenraum zu gestatten, der durch das Abnehmen der
Anhebevorrichtung 64 gebildet ist. Um den Einbau des neuen
Filzes abzuschließen, werden die obigen Schritte in umgekehrter
Reihenfolge durchgeführt.
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Begriffe, wie etwa "Säulen", "oben", "unten", "vertikal",
"horizontal" etc., die in der obigen Beschreibung und in den
beigefügten Patentansprüchen verwendet werden, sind so zu
interpretieren, daß sie Relativpositionen beschreiben. In einem
Ausführungsbeispiel, in dem die Belastungs- und
Entlastungsrichtung der Presse beispielsweise horizontal ist,
anstelle von vertikal, wie in den Zeichnungen gezeigt, würden
die "Säulen" 12 und 13 anstatt vertikal horizontal angeordnet
sein.