HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Katalysator zur
Reinigung von Abgasen, um Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und
Kohlenwasserstoffe zu entfernen, die in ausgestoßenem Abgas
enthalten sind, zum Beispiel von Verbrennungsmotoren von
Automobilen und ähnliches, und insbesondere bezieht sie sich
auf einen Katalysator zur Entfernung von Stickstoffoxiden,
die in einem sauerstoffreichen Abgas enthalten sind.
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Der in der Erfindung verwendete Begriff "sauerstoffreiches
Abgas" beabsichtigt die Bezeichnung eines Abgases, das
Sauerstoff in einer Menge enthält, die die Menge an
Sauerstoff überschreitet, die für die vollständige Oxidation des
in dem Abgas enthaltenen Kohlenstoffmonoxids und der
Kohlenwasserstoffe und des Wasserstoffs notwendig ist. Spezielle
Beispiele für solch ein Abgas schließen ausgestoßene Abgase
ein, zum Beispiel aus Verbrennungsmotoren von Automobilen,
insbesondere Abgase, die bei einem hohen Luft/Brennstoff-
Verhältnis (d.h. im Bereich einer mageren Verbrennung)
erzeugt werden.
2. Beschreibung des relevanten Stands der Technik
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Stickstoffoxide, Kohlenstoffmonoxide und Kohlenwasserstoffe,
die als toxische Substanzen in einem aus Verbrennungsmotoren
ausgestoßenem Abgas enthalten sind, werden zum Beipiel durch
die Verwendung eines Pt, Rh, Pd und ähnliches enthaltenden
Dreiwegekatalysators entfernt, der auf einem Trägermaterial
aufgebracht ist. Im Falle eines von Dieselmotoren
ausgestoßenen Abgases existiert jedoch kein wirksamer Katalysator
zur Entfernung der Stickstoffoxide, da das Abgas eine große
Menge an Sauerstoff enthält, und dadurch eine Reinigung des
Abgases mittels eines Katalysators nicht realisiert wurde.
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In neueren Benzinmotoren wird eine magere Verbrennung zur
Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und zur Verminderung
der Menge an Kohlendioxid-Abgas verwendet, aber das Abgas
aus diesem Magerverbrennungs-Benzinmotor umfaßt eine
Atmosphäre, die ein übermäßige Menge an Sauerstoff enthält,
weshalb es unmöglich ist, den vorstehend erwähnten
Dreiwegekatalysator zu verwenden, und somit war bislang kein
Verfahren zur Entfernung toxischer Bestandteile aus dem Abgas
bekannt.
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Beispiele für das Verfahren zur Entfernung von vor allem
Stickstoffoxiden in einem Abgas, das eine überschüssige
Menge an Sauerstoff enthält, schließen ein Verfahren ein,
bei dem ein Reduktionsmittel, zum Beispiel Ammoniak,
hinzugefügt wird, und das Verfahren, bei dem Stickstoffoxide in
Alkali, zu ihrer Entfernung, absorbiert werden. Diese
Verfahren sind für Automobile jedoch nicht wirksam, die eine
bewegliche Quelle von Stickstoffoxiden darstellen, weshalb
ihr Einsatz begrenzt ist.
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Kürzlich wurde berichtet, daß ein Zeolithkatalysator, der
einem lonenaustausch mit einem Übergangsmetall unterzogen
wurde, Stickstoffoxide in einem Abgas, das eine über
schüssige Menge an Sauerstoff enthält, ohne Zugabe eines
speziellen Reduktionsmittels, wie Ammoniak, entfernen kann.
Zum Beispiel wird in der Ungeprüf ten Japanischen
Patentschrift (Kokai) Nr. 63-283727 und 1-130735 ein Katalysator
vorgeschlagen, der selektiv Stickstoffoxide reduzieren kann,
sogar in einem Abgas, das eine überschüßige Menge an
Sauerstoff und kleinere Mengen an Reduktionsmitteln, wie
unverbranntes Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe, enthält.
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Dennoch ist in den herkömmlichen Zeolithkatalysatoren der
Temperaturbereich, in dem Stickstoffoxide entfernt werden
können, relativ eng, da Elemente der vierten Periode, wie
Kupfer, Nickel und Kobalt als aktive Hauptmetalle verwendet
werden, weshalb von einem Katalysator, der zur Reinigung
eines insbesondere von Automobilen ausgestoßenen Abgases
verwendet wird, eine höhere Eignung zur Reinigung von
Stickstoffoxiden in einem breiteren Temperaturberteich,
insbesondere bei niedriger Temperatur, erforderlich ist.
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In EP 0 373 665 A2 wird über ein Verfahren zur Reinigung
eines Abgases berichtet, das kristallines Aluminosilicat
umfaßt, das Ionen von mindestens einm Metall der Gruppe Ib
und/oder der Gruppe VIII des Periodensystems der Elemente
enthält. Dabei besonders bevorzugte Metalle sind Kupfer,
Kobalt und Nickel. In EP 0 362 966 A2 wird über einen
Katalysator und Verfahren für die Denitrierung (denitrization)
berichtet. Der Katalysator umfaßt einen Zeolithen mit einem
Alkalimetall oder einem Erdalkalimetall und ähnliches, wobei
das Verhältnis von Siliciumdioxid zu Aluminiumoxid nicht
definiert ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Dementsprechend bestehen die Aufgaben der Erfindung darin,
die vorstehend erwähnten Nachteile vom Stand der Technik zu
beseitigen und einen Katalysator zur Reinigung von Abgasen
mit hohem katalytischen Leistungsverhalten zur Verfügung zu
stellen, so daß Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und
Kohlenwasserstoffe gleichzeitig aus von Verbrennungsmotoren von
Automobilen und ähnlichem ausgestoßenen Abgas in einem
relativ breiten Temperaturbereich entfernt werden können.
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Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren zur
Reinigung von Abgasen unter Verwendung eines Katalysators
vom vorstehend beschriebenen Typ zur Verfügung zu stellen.
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Andere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden aus der
nachstehenden Beschreibung ersichtlich.
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Erfindungsgemäß wird ein Katalysator zur Reinigung von
Abgasen zur Verfügung gestellt, um Stickstoffoxide,
Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe aus einem sauerstoffreichen
Abgas zu entfernen, das Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und
Kohlenwasserstoffe enthält, umfassend (i) einen Zeolithen
mit einem SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von mindestens 15, und
(ii) (a) darin eingearbeitetes (incorporated) Silber, wobei
der Silbergehalt in Form des Molverhältnisses von Ag zu
Aluminiumoxid in dem Zeolithen 0,1 bis 1,5 beträgt, und (b)
mindestens ein Metall, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus einem Alkalimetall und einem Erdalkalimetall, die beide
darin eingearbeitet sind, wobei der Gehalt an dem Metall,
das aus der Gruppe bestehend aus Alkalimetallen und
Erdalkalimetallen ausgewählt ist, in Form des Molverhältnisses
von Alkalimetalloxiden und/oder Erdalkalimetalloxiden zu
Aluminiumoxid in dem Zeolithen 0,1 bis 1,2 beträgt, unter
der Voraussetzung, daß das Metall gemäß (b) nicht alleine
Natrium ist.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die Erfinder führten ausgedehnte und intensive Studien zu
den vorstehend erwähnten Problemen durch und fanden als
Ergebnis, daß ein Katalysator, der (i) einen Zeolithen mit
einem SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von 15 oder mehr, und (ii)
(a) darin eingearbeitetes Silber, wobei der Silbergehalt in
Form des Molverhältnisses von Ag zu Aluminiumoxid in dem
Zeolithen 0,1 bis 1,5 beträgt, und (b) mindestens ein
Metall, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einem
Alkalimetall und einem Erdalkalimetall, die beide darin
eingearbeitet sind, wobei der Gehalt an dem Metall, das aus
der Gruppe bestehend aus Alkalimetallen und
Erdalkalimetallen ausgewählt ist, in Form des Molverhältnisses von
Alkalimetalloxiden und/oder Erdalkalimetalloxiden zu
Aluminiumoxid in dem Zeolithen 0,1 bis 1,2 beträgt, unter der
Voraussetzung, daß das Metall gemäß (b) nicht alleine
Natrium ist, umfaßt, geeignet ist Stickstoffoxide in einem
relativ breiten Temperaturbereich zu entfernen, und
vollendeten somit die Erfindung.
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Die Erfindung wird nun detaillierter beschrieben.
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Der erfindungsgemäße Katalysator zur Reinigung von Abgasen
umfaßt (i) einen Zeolithen mit einem
SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von mindestens 15 und (ii) darin eingearbeitetes
Silber.
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Der Zeolith weist im allgemeinen die nachstehende
Zusammensetzung auf:
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xM2/nO Al&sub2;O&sub3; ySiO&sub2; zH&sub2;O ... (I)
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wobei n eine Valenz des Kations M darstellt, x 0,8 bis 1,2,
y 2 oder mehr und z 0 (Null) oder mehr ist. In dem in der
Erfindung verwendeten Zeolithen beträgt das
SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis mindestens 15. Es gibt keine besondere
Beschränkung für die Obergrenze des SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnisses,
aber wenn das SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis weniger als 15
beträgt, sind die Wärmebeständigkeit und die Haltbarkeit des
Zeolithen per se gering, weshalb die Wärmebeständigkeit und
Haltbarkeit des Katalysators unzufriedenstellend sind. Das
SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis beträgt bevorzugt ungefähr 15 bis
1000.
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Der den erfindungsgemäßen Katalysator bildende Zeolith kann
ein natürlich auftretender Zeolith oder ein synthetischer
Zeolith sein und es gibt keine besondere Beschränkung
bezüglich des Verfahrens der Herstellung des Zeolithen.
Repräsentative Beispiele des in der Erfindung verwendeten
Zeolithen schließen Ferrierit, Y, ZSM-5, ZSM-11, ZSM-12 und
ZSM-20 ein, und diese Zeolithe können per se als der
Katalysator der Erfindung verwendet werden, oder sie können nach
einer Behandlung mit einem Ammoniumsalz, einer Mineralsäure
oder ähnlichem für einen lonenaustausch unter Bildung eines
Zeolithen vorn NH4- oder H-Typ, oder nach einem Ionenaus
tausch mit einem Alkali- oder Erdalkalimetall verwendet
werden.
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Der in der Erfindung verwendete Zeolith muß Silber
enthalten. Es gibt bezüglich des Verfahrens der Einarbeitung
(incorporation) des Silbers in den Zeolithen keine besondere
Beschränkung und im allgemeinen kann das Silber unter
Verwendung eines wasserlöslichen Salzes durch ein Ionen-
Austauschverfahren, ein Imprägnierverfahren und ein
Verfahren des Eindampfens zur Trockne eingearbeitet werden.
Wenn das Silber in den Zeolithen eingearbeitet wird, kann
die Konzentration der Silberionen in der wäßrigen Lösung in
Abhängigkeit vom beabsichtigten Prozentsatz an
lonenaustausch des Katalysators auf geeignete Weise ausgewählt
werden. Die Silberionen können in Form eines löslichen
Salzes verwendet werden, und geeignete Beispiele für das
lösliche Salz schließen Nitrat, Acetat und Oxalat ein.
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Der Silbergehalt beträgt in Form des Molverhältnisses von
Silber zu Aluminiumoxid in dem Zeolithen 0,1 bis 1,5,
bevorzugt 0,2 bis 1,4.
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Der erfindungsgemäße Katalysator zur Reinigung von Abgasen
umfaßt einen Zeolithen und darin eingearbeit Silber und ein
Alkalirnetall und/oder ein Erdalkalimetall. Der Zeolith kann
ursprünglich das Alkalimetall und/oder das Erdalkalimetall
enthalten. Beispiele für das Alkalimetall sind Lithium,
Natrium, Kalium und Caesium und Beispiele für das
Erdalkalimetall sind Calcium, Magnesium, Strontium und Barium. Oder
aber das Alkalimetall und/oder das Erdalkalimetall kann
später eingearbeitet werden. Es gibt keine Einschränkung für
das Verfahren der späteren Einarbeitung des Alkalimetalls
und/oder Erdalkalimetalls und die Einarbeitung kann mittels
eines Ionenaustauschverfahrens durchgeführt werden. Der
lonenaustausch kann mittels eines herkömmlichen Verfahrens
unter Verwendung eines löslichen Salzes eines Alkalimetalls
und/oder eines Erdalkalimetallsalzes durchgeführt werden.
Beispiele für das lösliche Salz schließen Nitrat, Acetat,
Oxalat und Chlorid ein.
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Der Alkalimetall- und/oder Erdalkalimetallgehalt beträgt in
Form des Molverhältnisses von Alkalimetalloxiden und/oder
Erdalkalimetalloxiden zu dem Aluminiumoxid in dem Zeolithen,
vorausgesetzt, daß das Metall nicht allein Natrium ist, 0,1
bis 1,2, bevorzugt 0,2 bis 1,1.
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Die Probe, die das Silber enthält, wird im allgemeinen nach
einer Fest-flüssig-Trennung, einem Waschen und Trocknen
verwendet,
und, falls erforderlich, kann sie nach einer
Calcinierung verwendet werden.
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Der erfindungsgemäße Katalysator zur Reinigung von Abgasen
kann nach dem Mischen mit einem Bindemittel, wie einem
Tonmineral, und einer anschließenden Formung verwendet werden.
Oder aber der Zeolith kann zuvor geformt und es kann Silber
und, falls überhaupt, ein Alkalimetall und/oder ein
Erdalkalimetall in die Formteile eingearbeitet werden.
Beispiele für das bei der Formung des Zeolithen verwendete
Bindemittels schließen Tonmineralien wie Kaolin, Palygorskit
bzw. Attapulgit, Montmorillonit, Bentonit, Allophan und
Sepiolith, Siliciumdioxid und Aluminiumoxid ein. Oder aber
der Katalysator kann aus einem bindemittelfreien Zeolith-
Formteil bestehen, das direkt, ohne Verwendung eines
Bindemittels synthetisiert wurde. Ferner kann ein Grundmaterial
mit Wabenstruktur, hergestellt aus Cordierit, Metall oder
ähnlichem, mit dem Zeolithen dünn beschichtet (wash-coated)
werden.
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Die in einem sauerstoffreichen Abgas enthaltenen
Stickstoffoxide, das Kohlenmonoxid und die Kohlenwasserstoffe können
entfernt werden, indem das Abgas in Kontakt mit dem
erfindungsgemäßen Katalysator zur Reinigung von Abgasen gebracht
wird.
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Für die Betriebsbedingungen des erfindungsgemäßen
Katalysators gibt es keine besonderen Einschränkungen, aber die
bevorzugte Temperatur liegt bei 100 ºC bis 900 ºC,
bevorzugter bei 150 ºC bis 800 ºC, und die bevorzugte
Raumgeschwindigkeit bei 1.000 bis 500.000 h&supmin;¹. Die
"Raumgeschwindigkeit" bedeutet den Wert der Gasströmungsgeschwindigkeit
(cm³/h) geteilt durch das Katalysatorvolumen (cm³).
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Der vorstehend erwähnte Katalysator zur Reinigung von
Abgasen zeigt keine Veränderungen in seinem
Leistungsverhalten, sogar wenn er für ein Abgas verwendet wird, das
Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Wasserstoff, aber
keine überschüssige Menge Sauerstoff enthält.
BEISPIELE
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Die Erfindung wird nun detaillierter unter Bezugnahme auf
die nachstehenden Beispiele erläutert, ist jedoch auf
keinste Weise auf diese Beispiele beschränkt.
Referenzbeispiel 1: Herstellung des Referenzkatalysators 1
(Reference catalyst 1)
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Entsprechend dem in Beispiel 5 der Ungeprüf ten Japanischen
Patentschrift (Kokai) Nr. 59-54620 beschriebenen Verfahren
wurde ein ZSM-5-artiger Zeolith hergestellt. Der Zeolith
wies in Form des Molverhältnisses der Oxide auf wasserfreier
Basis die nachstehende Zusammensetzung auf:
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1,1 Na&sub2;O Al&sub2;O&sub3; 40 SiO&sub2;.
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Zuerst wurden 20 g des resultierenden ZSM-5 vorn Na-Typ in
180 ml einer 0,04 mol/Liter wäßrigen Silbernitatlösung
gegeben und die Mischung wurde 16 Stunden lang bei 80 ºC
gerührt. Die Mischung wurde einer Fest-flüssig-Trennung
unterzogen und der Feststoff wurde sorgfältig mit Wasser
gewaschen und 20 Stunden lang bei 110 ºC getrocknet, wodurch der
Referenzkatalysator 1 hergestellt wurde.
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Der Referenzkatalysator 1 wurde einer chemischen Analyse
unterzogen und als Ergebnis wurde gefunden, daß er ein
Ag/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von 0,63 und ein
Na&sub2;O/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von 0,39 aufwies.
Referenzbeispiel 2: Herstellung des Referenzkatalysators 2
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Der in Referenzbeispiel 1 synthetisierte ZSM-5 vorn Na-Typ
wurde mit einer wäßrigen Ammoniumnitratlösung einem
Ionenaustausch unterzogen und ergab ZSM-5 vom NH&sub4;-Typ, wobei 20 g
des ZMS-5 vom NH&sub4;-Typ in 180 ml einer 0,2 mol/Liter wäßrige
Silbernitratlösung gegeben wurden und die Aufschlämmung 16
Stunden lang bei 80 ºC gerührt wurde. Die Aufschlämmung
wurde einer Fest-flüssig-Trennung unterzogen, und der
Zeolithkuchen wurde in eine frisch hergestellte wäßrige
Lösung mit der vorstehend erwähnten Zusammensetzung gegeben,
und das vorstehend erwähnte Verfahren wurde wiederholt. Die
Aufschlämmung wurde einer Fest- flüssig-Trennung unterzogen
und die Flüssigkeit wurde 20 Stunden lang bei 110 ºC
getrocknet, um den Referenzkatalysator 2 zu ergeben. Der
Katalysator 2 wurde einer chemischen Analyse unterzogen und
es wurde gefunden, daß er ein Ag/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von
0,74 aufwies.
Beispiel 1: Herstellung von Katalysator 1
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Zuerst wurden 20 g des in Referenzbeispiel 2 hergestellten
ZSM-5 vom NH4-Typ in 180 g einer 1,09 mol/Liter wäßrigen
Bariurnchloridlösung gegeben und die Mischung wurde 16
Stunden lang bei 80 ºC gerührt und dann einer Fest-flüssig-
Trennung unterzogen. Der Feststoff wurde mit Wasser
gewaschen und anschließend in 180 ml einer 0,04 mol/Liter
wäßrigen Silbernitratlösung gegeben und die Mischung wurde
16 Stunden lang bei 80 ºC gerührt. Die Mischung wurde einer
Fest-flüssig-Trennung unterzogen und der Feststoff wurde
sorgfältig mit Wasser gewaschen und 20 Stunden lang bei
110 ºC getrocknet, wodurch der Katalysator 3 hergestellt
wurde. Der Katalysator 3 wurde einer chemischen Analyse
unterzogen und es wurde gefunden, daß er ein
Ag/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von 0,42 und ein Ba&sub2;O/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von
0,50 aufwies.
Vergleichsbeispiel 1: Herstellung des
Vergleichskatalysators 1 (Comparative Catalyst 1)
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Zuerst wurde 1 kg des in Referenzbeispiel 2 hergestellten
ZSM-5 vom NH4-Typ so zu einer 0,1 mol/Liter
Kupferacetatlösung gegeben, daß die Anzahl an Kupferatomen gleich der
Anzahl der Al-Atome in dem Zeolithen war. Danach wurde 2,5%-
iger wäßriger Ammoniak dazugegeben, um den pH-Wert auf 10,5
einzustellen, und die Mischung wurde 20 Stunden lang bei
Raumtemperatur gerührt, um dadurch eine Ionenaustausch-
Behandlung durchzuführen. Dieses Verfahren wurde zweimal
wiederholt. Der resultierende Feststoff wurde gewaschen und
12 Stunden lang bei 110 ºC getrocknet, um den
Vergleichskatalysator 1 zu ergeben. Der Vergleichskatalysator 1 wurde
einer chemischen Analyse unterzogen und es wurde gefunden,
daß er ein CuO/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von 1,05 aufwies.
Vergleichsbeispiel 2: Herstellung des
Vergleichskatalysators 2
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Zuerst wurden 20 g des in Referenzbeispiel 2 hergestellten
ZSM-5 vom NH&sub4;-Typ in 180 ml einer 0,23 mol/Liter
Kobalt(II)acetat-Tetrahydratlösung gegeben, und die Mischung wurde 16
Stunden lang bei 80 ºC gerührt. Die Aufschlämmung wurde
einer Fest-flüssig-Trennung unterzogen und der Zeolithkuchen
wurde in eine frisch hergestellte wäßrige Lösung mit der
vorstehend beschriebenen Zusammensetzung gegeben, und das
vorstehend beschriebene Verfahren wurde wiederholt. Die
Aufschlämmung wurde einer Fest-flüssig-Trennung unterzogen und
der Feststoff wurde sorgfältig mit Wasser gewaschen und 10
Stunden lang bei 110 ºC getrocknet, um den
Vergleichskatalysator 2 zu ergeben. Der Vergleichskatalysator 2 wurde einer
chemischen Analyse unterzogen und es wurde gefunden, daß er
ein CoO/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von 1,39 aufwies.
Vergleichsbeispiel 3: Herstellung des
Vergleichskatalysators 3
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Zuerst wurden 20 g des in Referenzbeispiel 2 hergestellten
ZSM-5 vorn NH&sub4;-Typ in 180 ml einer 0,23 mol/Liter
Nickelacetat-Tetrahydratlösung gegeben, und die Mischung wurde 16
Stunden lang bei 80 ºC gerührt. Die Aufschlämmung wurde
einer Fest-flüssig-Trennung unterzogen und der Zeolithkuchen
wurde in eine frisch hergestellte wäßrige Lösung mit der
vorstehend beschriebenen Zusammensetzung gegeben, und das
vorstehend beschriebene Verfahren wurde wiederholt. Die
Aufschlämmung wurde einer Fest-flüssig-Trennung unterzogen und
der Feststoff wurde sorgfältig mit Wasser gewaschen und 10
Stunden lang bei 110 ºC getrocknet, um den
Vergleichskatalysator 3 zu ergeben. Der Vergleichskatalysator 3 wurde einer
chemischen Analyse unterzogen und es wurde gefunden, daß er
ein NiO/Al&sub2;O&sub3;-Molverhältnis von 1,40 aufwies.
Beispiel 2: Beurteilung der katalytischen Aktivität
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Katalysator 1 und die Vergleichskatalysatoren 1 bis 3 wurden
mittels eines Preßwerkzeugs geformt und dann zerkleinert, um
die Korngrößen auf 12 bis 20 Maschen (meshes) einzustellen,
und es wurde eine atmosphärische Festbett-Reaktionsröhre
(atmospheric fixed bed type reaction tube) mit 1 g eines
jeden der granulösen Katalysatoren gefüllt. Die Temperatur
des Katalysatorbetts wurde auf 500 ºC erhöht, während durch
die Reaktionsröhre ein Gas (hier wird darauf als
"Reaktionsgas" Bezug genommen) mit einer Strömungsgeschwindigkeit von
1000 ml/min und der nachstehenden Zusammensetzung strömte,
wobei die Temperatur 0,5 h auf 500 ºC gehalten wurde, um so
eine Vorbehandlung durchzuführen. Danach wurde die Reak
tionsröhre des Katalysatorbetts von 300 auf 500 ºC
angehoben. In diesem Fall wurde die Temperatur bei jeder
Erhöhung um 50 ºC konstant gehalten, um die katalytische
Aktivität bei den entsprechenden Temperaturen zu messen. Die NOx-
Umwandlungen bei den jeweiligen Temperaturen, nachdem ein
stationärer Zustand eingetreten war, sind in Tabelle 1
gezeigt. Die NOx-Umwandlung kann gemäß der nachstehenden
Gleichung ermittelt werden.
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NOx-Umwandlung (%) = (NOxein - NOxaus)/NOxein x 100
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wobei Noxein = NOx-Konzentration am Einlaß der Festbett-
Reaktionsröhre
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wobei Noxaus = NOX-Konzentration am Auslaß der Festbett-
Reaktions röhre
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In all diesen Katalysatoren wurde bei 400 ºC oder höher
wenig Kohlenmonoxid und wenig Kohlenwasserstoffe
festgestellt.
Zusammensetzung des Reaktionsgases:
Rest
Tabelle 1
Temp (ºC)
Ref. katalysator 1
Ref. katalysator 2
Vergl. katalysator 1
Vergl. katalysator 2
Vergl. katalysator 3
NOx-Umwandlung bei den entspr. Temp. (%)
Temp. bereich, wo die NOx-Umwandlung 40% oder mehr beträgt (ºC)
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Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, können die Katalysatoren der
Erfindung im Vergleich zu den Vergleichskatalysatoren
Stickstoffoxide in einem größeren Temperaturbereich entfernen und
weisen eine höher Eignung für die Reinigung von Abgasen auf 1
die eine überschüßige Menge an Sauerstoff enthalten.
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Das heißt die Verwendung von erfindungsgemäßen Katalysatoren
zur Reinigung von Abgasen ermöglicht es, Stickstoffoxide in
einem Abgas, das eine überschüßige Menge an Sauerstoff
enthält, mit hoher NOx-Umwandlung zu entfernen.