DE69100636T2 - Bremsvorrichtung in einer gradlinigen Bewegungsvorrichtung. - Google Patents
Bremsvorrichtung in einer gradlinigen Bewegungsvorrichtung.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung in für eine Linearbewegung vorgesehenen, aus einem Zylinder und einem in dem Zylinder bewegbaren Kolben bestehenden Betriebseinrichtungen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine derartige Bremsvorrichtung ist aus der EP-A-029 350 bekannt.
- Insbesondere bei Druckfluid-Kolbenzylindereinrichtungen, die mit kompressiblen Medien, beispielsweise komprimierter Luft arbeiten, treten beträchtliche Schwierigkeiten beim Bremsen des Kolbens und der Halterung des Kolbens - der Kolbenstange - in einer oder mehreren vorbestimmten Positionen längs des Hubweges des Kolbens auf. Eine derartige Bremsung kann das sukzessive Verlangsamen des Kolbens aber auch das augenblickliche Bremsen des Kolbens oder der Halterung des Kolbens in einer Anhalteposition umfassen. Unter den verschiedenen vorgeschlagenen Losung zum Anhalten einer Druckfluid-Kolbenzylindereinrichtung, insbesondere von luftbetätigten Kolbenzylindereinrichtungen, schlägt die EP-A-370 157 eine Bremsvorrichtung mit einem Schenkel vor, der mit einer auf dem beweglichen Teil der Betriebseinrichtung befestigten Bremsschulter in Bremseingriff gebracht werden kann. Der Schenkel umschließt zusammen mit einer Dichtung einen Hohlraum, in welchem beispielsweise ein pneumatischer Druck zum Bewegen des Schenkels aus dem Eingriff mit der Bremsschulter oder alternativ zum Bewegen des Schenkels in den Eingriff mit der Schulter erzeugt werden kann. Obgleich diese Art Bremsvorrichtung zufriedenstellend funktioniert, bringt sie eine zusätzliche Strukturierung mit sich, die es notwendig macht, ein relativ großes zusätzliches Teil außerhalb des Zylinders zu befestigten. Dies resultiert in der Inanspruchnahme wertvollen Raumes und macht es schwierig oder unmöglich, dem Zylinder weitere Hilfseinrichtungen, beispielsweise Führungssysteme, die zur Entlastung des Kolbens oder seiner Antriebselemente von der direkten Belastung benutzt werden, hinzuzufügen. Diese Art Führungssystem wird immer gebräuchlicher und folglich ist die Verwendung der beschriebenen Bremsvorrichtung begrenzt.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Bremsvorrichtung bereitzustellen, die auf einer Seite des Zylinders so wenig Raum wie möglich in Anspruch nimmt und bei der an dem Zylinder auch ein Führungssystem oder eine Führungsschiene befestigt werden kann. Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gelöst, welche die in den folgenden Ansprüchen dargelegten charakterisierenden Merkmale aufweist.
- Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf exemplifizierende Ausführungsformen, die in den beigefügten Zeichnungen schematisch dargestellt sind, detaillierter beschrieben, wobei in den Zeichnungen
- Figur 1 eine Ausführungsform darstellt, bei welcher ein Bremskörper und eine Bremsfläche neben einer Gleitfläche der Schiene angeordnet sind,
- Figur 2 eine zu der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform alternative Ausführungsform darstellt,
- Figur 3 eine Ausführungsform darstellt, bei welcher ein Bremskörper und eine Bremsfläche zwischen den Gleitflächen der Schiene angeordnet sind,
- Figur 4 eine Ausführungsform darstellt, bei welcher ein Bremskörper und eine Bremsfläche neben beiden Gleitflächen der Schiene angeordnet sind, und
- Figur 5 eine weitere Variante der Erfindung darstellt.
- Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist die erfinderische Bremsvorrichtung neben einer keine Kolbenstange aufweisenden Kolbenzylindereinrichtung 1, beispielsweise eine Einrichtung mit einem Zylinder, der einen in seiner Längsrichtung verlaufender Schlitz, durch welchen ein an dem im Zylinder hin- und herbewegbaren Kolben angebrachtes Klauen- bzw. Antriebselement 2 ragt, aufweist, befestigt. Der Schlitz ist mit Hilfe eines Stahlbandes abgedichtet. Die Kolhenzylindereinrichtung kann natürlich von irgendeiner anderen Art sein und bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung.
- Auf der Seite des Zylinders ist parallel zur Zylinderachse eine Schiene 3 mit Hilfe paralleler Keile bzw. Federn 4 angebracht, die in korrespondierende parallele Nuten 5 im Zylindermantel eingreifen. Die Schiene 3 ist am Zylinder mit Hilfe keilförmiger Einrichtungen 6 mit an der Außenfläche des Zylinders und auch an Flächen auf der Schiene 3 anliegenden schrägen Flächen fest angebracht, wobei diese Einrichtungen mittels Schrauben 7 aneinander befestigt sind. Die Art und Weise der Befestigung Schiene bildet per se keinen Teil der tatsächlichen Erfindung. Natürlich kann die Schiene auf andere Weise angebracht sein.
- Im Querschnitt ist die Schiene 3 auf zueinander entgegengesetzten Seiten mit flachen Gleitflächen 8 versehen, die im Winkel zueinander angeordnet sind. Die Schiene weist auch mit innere Hohlräume 9 auf, die sich längs der Schiene erstrecken und neben jeweiligen Gleitflächen 8 durch Zwischenordnung eines jeweiligen, in Längsrichtung sich erstreckenden Spaltes 10 offen sind.
- Bei der dargestellten Ausführungsform bildet die Schiene mit Hilfe der Hohlräume 9 und des Spaltes 10 einen Schenkel 11, der aufgrund der innewohnenden Eigenschaften des Schienenmaterials in Richtung zur Zylinderachse und von dieser fort, in der Zeichenebene beispielsweise in Richtung nach aufwärts und abwärts, elastisch ist.
- Der Schenkel wird durch Ausübung eines Druckes im Hohlraum 9, der mit Hilfe von durch einen im Hohlraum vorgesehenen Schlauch 12 geleiteter, unter Druck stehender Luft bewirkt werden kann, manövriert. Das Bezugszeichen 13 identifiziert eine Stange oder ein Band, die bzw. das beispielsweise aus Kunststoff gefertigt und dazu vorgesehen ist, den Raum innerhalb des Schlauches auszufüllen und dadurch den Luftverbrauch zu reduzieren. Das Bezugszeichen 13' identifiziert ein derart lose in dem Spalt befestigtes Schutzband, daß eine elastische Bewegung des Schenkels ermöglicht ist und der Hohlraum 9 vom Spalt 10 getrennt werden kann. Ein mit einem Klauen- bzw. Antriebselement versehener Schieber 14 ist mit Gleitschuhen 15 versehen, die in Zusammenwirkung mit den Gleitflächen 8 auf der Schiene 3 den Schieber 14 tragen und führen, der als Ergebnis seiner Verbindung mit dem Antriebselement 2 auf dem Kolben längs der Schiene 3 hin- und herbewegt wird.
- Einer der Gleitschuhe 15, beispielsweise der in Figur 1 links gezeigte Gleitschuh, ist zwischen zwei Anschlagflächen 16 und 16' aufgenommen, von denen die letztere Fläche einstellbar und mit Schrauben 17 (von denen nur eine gezeigt ist, obgleich einzusehen ist, daß eine geeignete Zahl Schrauben 17 in einer Reihe entlang der Seite aufeinanderfolgend angeordnet sind), die in den Schieber 14 geschraubt sind, versehen ist. Die Schrauben 17 wirken so, daß sie den Gleitschuh 15 fest mit dem Schieber 14 verbinden. Der andere Gleitschuh, beispielsweise der in Figur 1 rechts gezeigte Gleitschuh, stützt sich gegen eine Anschlagfläche 18 und indirekt (wie unten beschrieben) auch gegen eine Anschlagfläche 18' ab, die durch in den Schieber 14 geschraubte Schrauben gebildet ist. Der Gleitschuh 15 kann als in zwei Teile unterteilt angesehen werden, die mittels einer Stützfläche 20 voneinander getrennt sind und die in einer in dem Spalt 10 befindlichen Ebene angeordnet sind. Das von der Gleitfläche 8 ferne Teil 21 oder obere Teil in der Figur bildet einen Bremskörper mit einer Bremsfläche 22, die mit einer einen Teil des Spaltes 10 definierenden Seite des Schenkels 11 zusammenwirkt. Die Position der Bremsfläche des Bremskörpers 21 relativ zu dieser Seite des Schenkels 11 kann mittels Reihen aus in den Schieber 14 geschraubten Schrauben 23 (von denen in der Figur nur eine gezeigt ist) derart eingestellt werden, daß ein geeigneter Zwischenraum zwischen der Bremsfläche 22 und der mit dieser Fläche zusammenwirkenden Fläche des Schenkels aufrechterhalten werden kann, wenn der Schieber sich frei bewegen kann, d.h. nicht gebremst ist. Das Bezugszeichen 24 identifiziert zwei Reihen Schrauben, welche ermöglichen, daß der Zwischenraum zwischen den Gleitflächen 8 und dem Gleitschuh 18 eingestellt werden kann. Bei der Ausführungsform nach Figur 1 ist um den Gleitschuh 15 herum eine Versteifungsplatte 25 angeordnet, um eine Deformation des Gleitschuhs zu verhindern, wobei die Platte auch eine Anschlagfläche für die Schrauben 24 bildet.
- Die Vorrichtung arbeitet kurz folgendermaßen: Bei Abwesenheit von Druck im Hohlraum 9 drückt die inhärente Elastizität des Schenkels 11 diesen in Richtung zur und gegen die Bremsfläche 22 des Bremskörpers 21, wodurch der Schieber 14 in einer gegebenen Position angehalten wird. Wenn der Hohlraum unter Druck gesetzt wird, beispielsweise durch Einbringen von Luft durch den Schlauch 12, wird der Schenkel herausgerückt, um den Druck der Schenkelfläche auf die Bremsfläche 22 zu vermindern. Der Schieber 14 kann sich dabei längs der Schiene 3 frei bewegen. In diesem Zustand des Schenkels ist der Zwischenraum zwischen der Bremsfläche 22 und der Schenkelfläche bei einem vorbestimmten Druck im Schlauch 12 für ein optimales Funktionieren der Bremse eingestellt worden. Durch einen höheren Druck im Hohlraum 9 kann der Bremskörper 21 auf eine weiter im Spalt 10 liegende Position eingestellt werden, die aufgrund der durch den Schenkel ausgeübten elastischen Kraft eine größere Bremswirkung liefert, wenn der Druck im Hohlraum endet.
- Der Figur ist zu entnehmen, daß die Gleitschuhe in zwei Teile oder Hälften - siehe Spalt 28 - unterteilt sind, durch welche der Gleitschuh in Richtung zu den Gleitflächen 8 mit Hilfe der Schrauben 17 und 19 eingestellt werden kann, während gleichzeitig der Gleitschuh eingestellt werden kann, um beispielsweise Verschleiß zu kompensieren.
- Die Figur 2 stellt eine andere Ausführungsform der Erfindung dar, bei welcher diejenigen Komponenten, welche den Komponenten der Ausführungsform nach Figur 1 entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen identifiziert sind. Bei dieser Ausführungsform ist die Schiene 3 mit prismenförmigen Gleitflächen 8 versehen, welche mit komplementären Flächen auf den Gleitschuhen 15 des Schiebers 14 zusammenwirken. Der Hauptunterschied zwischen dieser Ausführungsform und der Ausführungsform nach Figur 1 liegt darin, daß der Bremskörper mit einem einstellbaren Teil des Gleitschuhs 15 ein Stück bildet. Infolgedessen kann der den Gleitschuh enthaltende Bremsschuh 21 mit Hilfe einer Reihe Schrauben 23 in Richtung zum Spalt 10 und von diesem fort eingestellt werden, um einen effizienten Betrieb des Schiebers 14 und des Bremskörpers 21 zu erzielen, dessen Bremsfläche 22 mit einer Seite des Schenkels zusammenwirkt, beispielsweise um eine seitliche definierende Wand des Spaltes 10 zu bilden. Da der Bremskörper 21 auch die Gleitfläche 8 enthält, ist es für eine präzise Führung des Schiebers notwendig, den Körper 21 in der Querrichtung des Schiebers, beispielsweise in der Figur in Aufwärts- und Abwärtsrichtung, zu fixieren. Zu diesem Zweck ist der Bremskörper 21 in diese Seite des Schiebers, die mit einer Anschlagfläche 26 versehen ist, so wie in der Figur 2 gezeigt, eingelassen. Es ist leicht einzusehen, daß diese Vorrichtung aufgrund der Tatsache, daß der Bremskörper sowohl die Bremsfläche als auch die Gleitfläche enthält, leicht im gleichen Ausmaß wie die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung eingestellt werden kann, wobei es notwendig ist, die Gleitfläche in Bezug auf die damit zusammenwirkende Gleitfläche 8 auszurichten, um ein korrektes Funktionieren des Gleitens zu erreichen.
- Die Figur zeigt eine andere Anordnung der keilförmigen Einrichtungen 6, mittels welchen die Schiene an dem Zylinder 1 befestigt ist. Die Schiene 3 ist auch mit Nuten 27 versehen, die sich in Längsrichtung der Schiene erstrecken und dazu vorgesehen sind, einen Zahnriemen einer Art aufzunehmen, die in dieser Technik üblich ist, beispielsweise zum Zweck der Steuerung von Begrenzungsschaltern oder zum Programmieren der Kolbenbewegung.
- Es ist einzusehen, daß die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung mit prismenförmigen Gleitflächen und Gleitschuhen gemäß Figur 2 aufgebaut werden kann.
- In den Figuren ist ein Klauen- bzw. Antriebselement 2 als am Schieber 14 fixiert gezeigt, beispielsweise mittels einer Schraube, die in Figur 2 angedeutet ist. Diese Anbringung kann natürlich elastisch oder "schwimmend" gemacht sein, d. h. das Antriebselement nimmt nur axiale Kräfte vom Schieber auf.
- Bei der in Figur 3 dargestellten Vorrichtung ist eine Schiene 3 auf der Seite des Zylinders parallel zu dessen Achse mit Hilfe paralleler Keile bzw. Federn 4 angebracht, die in entsprechende parallele unterschnittene Nuten 5 im Zylindermantel eingreifen. Die Schiene 3 ist am Zylinder mit Hilfe keilförmiger Einrichtungen 6 befestigt, deren schräge Flächen an der Außenfläche es Zylinders und auch an Flächen der Schiene 3 anliegen und die durch Schrauben 7 miteinander verbunden sind. Dieses Anbringungsverfahren bildet per se keinen Teil der tatsächlichen Erfindung und kann natürlich auf andere Weise bewirkt werden.
- Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Schiene 3 auf zueinander entgegengesetzten Seiten, wie sie im Quersschnitt zu sehen sind, mit flachen Gleitflächen 8 versehen, die im Winkel zueinander angeordnet sind. Längs der Schiene 3 erstreckt sich ein Hohlraum 9, der sich durch einen Spalt 10 in Richtung zur flachen Außenfläche der Schiene 3 etwa in der Mitte zwischen den Gleitflächen 8 öffnet. Mit Hilfe des Hohlraumes 9 und des Spaltes 10 weist die Schiene zwei Schenkel 11 auf, die hinsichtlich der Eigenschaften des Materials, aus welchem die Schenkel gebildet sind, in einer Richtung zur Zylinderachse und von dieser fort, in der Zeichenebene beispielsweise in Aufwärts- und Abwärtsrichtung, elastisch sind. Die Schenkel werden durch Ausübung eines Druckes im Hohlraum 9 manövriert, der durch Einbringen von Luft in den Hohlraum durch einen Schlauch oder eine Leitung (nicht gezeigt) bewirkt wird. Das Bezugszeichen 12 identifiziert ein vorstehendes Band, das lose im Spalt befestigt ist, um den Schenkeln zu ermöglichen, sich elastisch zu bewegen und den Hohlraum vom Spalt 10 zu trennen.
- Ein auf dem Klauen- bzw. Antriebselement 2 befestigter Schieber 14 ist mit Gleitschuhen versehen, die mit Gleitflächen 8 auf der Schiene 3 derart zusammenwirken, daß der Schieber 14 gestützt und geführt ist, der aufgrund seiner Verbindung mit dem Antriebselement des Kolbens längs der Schiene 3 hin- und herbewegt wird.
- Der Schieber 14 ist mit einem Bremskörper 21 versehen, der auf dem Schieber befestigt ist und von dem sich ein Teil nach abwärts in den Spalt 10 erstreckt. Der Bremskörper weist zwei zueinander entgegengesetzte Bremsflächen 22 auf, die mit den den Spalt 10 definierenden Schenkelflächen zusammenwirken.
- Im Fall einer passiven Bremsung, beispielsweise bei Abwesenheit eines Druckes im Hohlraum, sind die genannten Schenkelflächen in Eingriff bzw. Kontakt mit den Bremsflächen der Bremskörper 21 durch die elastische Federwirkung der Schenkel 11 gehalten, wobei eine Bewegung des Schiebers längs der Schiene 3 verhindert wird. Wenn der Hohlraum 9 unter Druck gesetzt wird, springen die Schenkel 11 mit Kraftkomponenten, die nach der Figur sowohl aufwärts als auch zu jeweiligen Seiten gerichtet sind, nach auswärts. Dies veranlaßt die genannten Schenkelflächen, sich von den Bremsflächen 22 fort zu bewegen, wobei die Bremse gelöst wird.
- Die Bremsflächen 22 sind vorzugsweise keilartig schräg zueinander geneigt und es ist eine Reihe Schrauben 23 vorgesehen, mittels welchen der Bremskörper 21, der eine entsprechende Keilform aufweist, in größerem oder kleinerem Ausmaß in den Spalt 10 bewegt werden kann, wodurch die Bremswirkung und auch der von dem Bremshohlraum 9 zum Lösen der Bremse erforderliche Druck eingestellt wird.
- Eine zwangsweise Bremsung (nicht gezeigt) kann durch das Zusammenwirken der äußeren Randflächen der Schenkel 11 und der in der Figur zu sehenden oberen Randflächen mit den auf der Unterseite des Bremskörpers 21 angeordneten Bremsflächen erreicht werden. Bei Abwesenheit des Druckes im Hohlraum 9 nehmen die Schenkel die in der Figur dargestellte Position ein, wobei einzusehen ist, daß der Bremskörper 21 kein Bremsteil aufweist, das sich in den Spalt 10 erstreckt. Wenn der Hohlraum 9 unter Druck gesetzt wird, werden die Schenkel 11 elastisch nach auswärts gedrückt und die oberen Randflächen der Schenkel werden gegen die nach abwärts gekehrten Bremsflächen des Bremskörpers 21 gedrückt. Der Zwischenraum zwischen den Randflächen der Schenkel und der Bremsflächen des Bremskörpers können mit Hilfe von Schrauben 23 eingestellt werden.
- Eine weitere Ausführungsform ist in der Figur 4 dargestellt. In diesem Fall ist der Schieber mit zwei keilförmigen Bremskörpern 21 versehen, die mit jeweiligen Bremsflächen relativ zu den Seiten der Schenkel 11 mit Hilfe von Reihen Schrauben 23 (von denen in der Figur nur zwei gezeigt sind) eingestellt werden können, deren jede derart in den Schieber 14 geschraubt ist, daß ein geeigneter Zwischenraum zwischen der Bremsfläche 22 und der mit dieser Bremsfläche zusammenwirkenden Schenkelfläche beibehalten wird, wenn der Schieber frei bewegbar, d.h. nicht gebremst ist.
- Bei der dargestellten Ausführungsform ruht eine flache Fläche auf jeweiligen Bremskörpern 21, welche den Körper führt, auf einer entsprechenden Fläche auf dem Schieber 14, wobei die schräge Fläche 22 des Bremskörpers 21 die Bremsfläche bildet, welche in die entsprechende Bremsfläche auf dem Schieber 14 eingreift.
- Die dargestellte Vorrichtung arbeitet kurz folgendermaßen: Bei Abwesenheit eines Druckes im Hohlraum 9 bewirkt die inhärente Elastizität der Schenkel 11, daß die Schenkelflächen gegen die jeweiligen Bremsflächen 22 auf den Bremskörpern 21 gedrückt werden, wodurch der Schieber 14 in einer gegebenen Position gebremst oder angehalten wird. Wenn die Hohlräume unter Druck gesetzt werden, werden die Schenkel nach auswärts gedrückt, wodurch die Schenkelflächen von den Bremsflächen 22 entfernt werden. Der Schieber 14 kann sich dadurch frei entlang der Schiene 3 bewegen. In dieser Position der Schenkel, die bei einem gegebenen Druck im jeweiligen Hohlraum 9 erreicht wird, kann der Zwischenraum zwischen den Bremsflächen 22 und den Schenkelflächen zu einem optimalen Funktionieren der Bremse eingestellt werden. Durch einen höheren Druck in den Hohlräumen 9 können die Bremskörper 21 auf eine Position eingestellt werden, die weiter in den jeweiligen Spalten 10 liegt, was aufgrund der durch die Schenkel ausgeübten Federkraft eine stärkere Bremswirkung zur Folge hat, wenn der Druck in den Hohlräumen endet.
- Die Figur 5 stellt eine weitere Ausführungsform der Erfindung dar, die mit den in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen vergleichbar ist. Im Fall der Ausführungsform nach Figur 5 kann jedoch der Bremskörper 21 im Spalt 10 "frei schwimmen", wenn der Schieber 14 nicht gebremst ist, d.h. wenn sich der Schenkel 11 der Schiene 3 in einer nach auswärts geschwungenen Position befindet. Der Bremskörper 21 ist beispielsweise mit Hilfe von fest an den Schieber geschraubten Endplatten (nicht gezeigt) an einer axialen Bewegung im Schieber 14 gehindert. Der Bremskörper 21 ist durch eine Schulter 26 daran gehindert, seine Position im Spalt 10 zu verlassen.
- Diese Ausführungsform der Erfindung arbeitet in einer Art und Weise, die derjenigen entspricht, die in Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschrieben worden ist, und der Rest der Komponenten dieser Vorrichtung ist durch die gleichen Bezugszeichen identifiziert, die früher benutzt worden sind.
- Die Schiene 3 ist auf ähnliche Weise, wie es in Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschrieben worden ist, mit Hilfe von Federn bzw. Keilen 4 angebracht.
Claims (13)
1. Bremsvorrichtung für eine Linearbewegungsvorrichtung,
bestehend aus:
einem Zylinder (1), einem in dem Zylinder bewegbaren Kolben
und einer Schiene (3), die auf der Außenseite des Zylinders
(1) parallel zur Zylinderachse befestigt ist und sich im
wesentlichen längs des ganzen vom Kolben in einem Arbeitshub
durchwanderten Weges erstreckt, wobei auf der Schiene
Gleitflächen (8) vorgesehen sind, und ein mit Gleitschuhen (15)
versehener Schieber (14) zur Linearbewegung längs der Schiene
durch die Gleitflächen (8) geführt ist, wobei das
Gleitelement (14) mit einem mit dem Kolben verbundenen Klauenelement
(2) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schiene wenigstens einen Hohlraum (9) aufweist, der
sich längs der Schiene (3) erstreckt und vermittels eines in
Längsrichtung sich erstreckenden Spaltes (10) offen ist,
wobei die Schiene wenigstens einen Schenkel (11) bereitstellt,
der in Querrichtung zur Zylinderachse elastisch ist und eine
Seite des Spaltes definiert, und der mit einem auf dem
Schieber (14) befestigten und eine Bremsfläche (22) aufweisenden
Bremskörper zusammenwirkt, wobei der Hohlraum zum Zwecke der
Bewegung der einen Seite des Spaltes unter Druck setzbar ist.
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bremskörper (21) in dem Spalt (10) angeordnet und in
dem Spalt lose ist, wenn der Schieber (14) nicht gebremst
ist, so daß der Bremskörper im wesentlichen frei in
axialer Richtung des Schiebers (14) bewegbar ist.
3. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schiene (3) einen Hohlraum (9) aufweist, der an einer
Gleitfläche (8) der Schiene vermittels des Spaltes (10) offen
ist, wobei die Schiene (3) einen Schenkel (11) bereitstellt,
der in Querrichtung der Zylinderachse elastisch ist und eine
Seite des Spaltes (10) definiert.
4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine entfernt von der Bremsfläche (22) liegende Fläche
des Bremskörpers (21) einen Gleitschuh des Schiebers (14)
bildet. (Figur 2)
5. Bremsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine entfernt von der Bremsfläche (22) liegende Fläche
des Bremskörpers (21) auf einer Stützfläche (20) des
angrenzenden Gleitschuhs (15) ruht.
6. Bremsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der angrenzende Gleitschuh (15) des Schiebers (14) in
Richtung zur Gleitfläche (8) der Schiene (31) und von dieser
fort feststellbar einstellbar ist.
7. Bremsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweilige Gleitschuhe (15) voneinander getrennte
Gleitschuhteile aufweisen, die relativ zueinander bewegbar sind,
und daß mittels einer Einstelleinrichtung (17, 19) ein Teil
in Richtung zum anderen Teil bewegbar ist, um ein
beispielsweise ein durch Verschleiß verursachtes Spiel aufzuheben.
8. Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Spalt (10) auf einer Seite der Schiene zwischen den
Gleitflächen (8) offen ist, wobei die Schiene zwei Schenkel
bereitstellt, von denen wenigstens einer in Querrichtung zur
Zylinderachse elastisch ist und eine Fläche aufweist, die mit
der Bremsfläche auf dem auf dem Schieber befestigten
Bremskörper (21) in Anhängigkeit von dem in dem Hohlraum
herrschenden Druck zusammenwirken kann.
9. Bremsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bremskörper (21) ein Teil aufweist, welches sich in
den Spalt (10) erstreckt und mit den Oberflächen der einander
gegenüberliegenden Schenkel zusammenwirkt.
10. Bremsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsfläche des Bremskörpers (21) auf der Außenseite
wenigstens eines Schenkels (11) zum Zusammenwirken mit der
äußeren Randfläche des Schenkels angeordnet ist.
11. Bremsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bremskörper in Richtung zu den Schenkelflächen und
von diesen fort einstellbar ist.
12. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schiene (3) zwei Hohlräume (9) aufweist, die auf
jeweiligen Seitenflächen (8) der Schiene vermittels eines
Spaltes (10) offen sind, wobei die Schiene (3) zwei Schenkel (11)
bereitstellt, die in Querrichtung zur Zylinderachse elastisch
sind und eine Seite der jeweiligen Spalte (10) definieren,
und daß die jeweiligen Schenkel (11) mit einer auf dem
Schieber (14) befestigten und mit einer Bremsfläche (22)
versehenen Bremseinrichtung (21) zusammenwirken.
13. Bremsvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweiligen Bremseinrichtungen (21) keilförmig sind,
wobei die schmalere Seite dem Spalt (10) zugekehrt ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE9000480A SE465530B (sv) | 1990-02-09 | 1990-02-09 | Bromsanordning vid manoeverdon foer linjaer roerelse |
| SE9001123A SE465889B (sv) | 1990-03-28 | 1990-03-28 | Bromsanordning vid manoeverdon foer linjaer roerelse |
| SE9001122A SE465888B (sv) | 1990-03-28 | 1990-03-28 | Bromsanordning vid manoeverdon foer linjaer roerelse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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