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DE69100534T2 - Absorbent und Reinigungsmethode von organische Ketonlösungsmittel enthaltenden Abgasen. - Google Patents

Absorbent und Reinigungsmethode von organische Ketonlösungsmittel enthaltenden Abgasen.

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Publication number
DE69100534T2
DE69100534T2 DE1991600534 DE69100534T DE69100534T2 DE 69100534 T2 DE69100534 T2 DE 69100534T2 DE 1991600534 DE1991600534 DE 1991600534 DE 69100534 T DE69100534 T DE 69100534T DE 69100534 T2 DE69100534 T2 DE 69100534T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zeolite
adsorbent
adsorption
al2o3
sio2
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1991600534
Other languages
English (en)
Other versions
DE69100534D1 (de
DE69100534T3 (de
Inventor
Masashi Harada
Takahiko Inoue
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tosoh Corp
Original Assignee
Tosoh Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Priority claimed from JP02766291A external-priority patent/JP3149443B2/ja
Application filed by Tosoh Corp filed Critical Tosoh Corp
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Publication of DE69100534T2 publication Critical patent/DE69100534T2/de
Publication of DE69100534T3 publication Critical patent/DE69100534T3/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J20/00Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof
    • B01J20/02Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material
    • B01J20/10Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material comprising silica or silicate
    • B01J20/16Alumino-silicates
    • B01J20/18Synthetic zeolitic molecular sieves
    • B01J20/186Chemical treatments in view of modifying the properties of the sieve, e.g. increasing the stability or the activity, also decreasing the activity

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  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

  • 10 Die Erfindung betrifft ein Adsorbens, das bei der Reinigung von organische Ketonlösungsmittel enthaltendem Gas nützlich ist, und ein Verfahren zu seiner Verwendung.
  • Bislang wurde zur Reinigung von lösungsmittelhaltigem Gas Aktivkohle in ausgedehntem Umfang als Adsorbens verwendet. Wenn organische Ketonlösungsmittel in dem Gas enthalten sind, wird jedoch häufig eine Bildung sehr kleiner Mengen an Zersetzungsprodukten, zurückzuführen auf die katalytische Wirkung des Aktivkohlenstoffs, festgestellt. Unter diesen Zersetzungsprodukten können die leicht Desorptionsfähigen eine Abnahme der Reinheit des zurückgewonnenen Lösungsmittels verursachen und die schwer Desorptionsfähigen können die Aktivkohle kontaminieren, was beidemal zur Behinderung der Adsorption führt. Außerdem sind die Zersetzungsprodukte meistens Säuren, die die Korrosion des Materials der Vorrichtung nachteilig beeinflussen.
  • Ketone produzieren wegen der Oxidationswirkung auf der Oberfläche des Adsorbens über Enol-Zwischenstufen Carbonsauren. Wegen der Wärmeerzeugung schreitet diese Reaktion schnell voran, und die erzeugte Reaktionswärme wird aufgestaut. Wenn ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht, wird eine Kettenreaktion ausgelöst und das Bett der Aktivkohle fängt selbst manchmal Feuer. Die Entzündungstemperatur der frischen Aktivkohle liegt bei ungefähr 400 bis 500 ºC, aber, wenn große Mengen hochsiedender Substanzen angehäuft sind, kann sie manchmal auf weniger als 200 ºC absinken.
  • Wie beschrieben schließt die Verwendung van Aktivkohle zur Reinigung von organische Ketonlösungsmittel enthaltendem Gas verschiedene Probleme ein. Aus diesem Grund wurden Lösungen von der Gestalt entwickelt, daß Aktivkohle mit geringer katalytischer Aktivität verwendet wird, daß eine Befeuchtungseinrichtung in den flußaufwärtigen Bereich des Adsorptionsbetts installiert wird, um einen Temperaturanstieg des Bettes aufgrund der Adsorptionshitze, der Reaktionshitze und ähnlichem zu verhindern. Solange jedoch Aktivkohle als Adsorbens verwendet wird, ist eine katalytische Wirkung auf die organischen Ketonlösungsmittel unvermeidlich. Wenn die Befeuchtungsvorrichtung eingebaut wird, kann eine Hemmung der katalytischen Wirkung erfolgen, aber wenn die relative Feuchtigkeit ansteigt, nimmt der Grad an Adsorption der Aktivkohle gegenüber den organischen Lösungsmitteln ab. Deshalb ist für den Betrieb und die Handhabung der Adsorptionsvorrichtung größte Sorgfalt geboten.
  • Außerdem wurde in letzter Zeit damit begonnen, Zeolithe mit einer vergrößerten Hydrophobie als neue Adsorbentien für die Adsorption organischer Verbindungen anstelle der Aktivkohle zu verwenden (WO 84/04913 und US Pat. 4795482).
  • Als von Seiten der Erfinder jedoch eine Adsorption der organischen Ketonlösungsmittel mit diesen hydrophoben Zeolithen versucht wurde, wurde gefunden, daß sie eine der Aktivkohle ähnliche katalytische Aktivität zeigten. Wiewohl es zwar möglich ist, die organischen Ketonlösungsmittel durch Behandlung des die organischen Ketonlösungsmittels enthaltenden Abgases mit Aktivkohle, herkömmlichen hydrophoben Zeolithen oder ähnlichem zu adsorbieren, verursachen die organischen Ketonlösungsmittel während des Verfahrens der Regenerierung des Adsorbens unter Hitze wegen dessen katalytischer Wirkung eine Zersetzungs- oder Polymerisationsreaktion auf dem Adsorbens. Als Ergebnis war die Reinheit des organischen Ketonlösungsmittels in der zurückgewonnenen organischen Lösung gering, wodurch eine erneute Verwendung nicht mehr möglich war. Außerdem verringerte sich während wiederholter Adsorptions- und Desorptionsverfahren die Adsorptionsleistung des Adsorbens selbst und es war nicht nur eine stabile Reinigung des Abgases unmöglich, sondern es traten auch unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit und Wartung Probleme, wie zum Beispiel eine Entzündung und Korrosion der Vorrichtung, auf.
  • Die Erfinder führten sorgfältige Untersuchungen durch, wobei der katalytischen Wirkung des Adsorbens gegenüber organischen Ketonlösungsmitteln ihre besondere Aufmerksamkeit galt, um ein Adsorbens zur Verfügung zu stellen, das die Rückgewinnung organischer Ketonlösungsmittel von hoher Reinheit aus Abgasen ermöglicht, ohne spezielle Verfahrensweisen und das ferner nicht mit der Gefahr einer Entzündung und verringerter Adsorptionsleistung verbunden ist und das gegenüber organischen Ketonlösungsmittel keine katalytischen Eigenschaften aufweist.
  • Die Erfindung stellt ein Adsorbens zur Verfügung, umfassend Zeolith mit einer Menge an fester Säure von nicht mehr als 0,05 mmol/g, wie durch das Pyridin-Desorptionsverfahren mit programmierter Temperatur ermittelt wurde, und mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von nicht kleiner als 50, das für die Reinigung von organische Ketonlösungsmittel enthaltenden Abgasen geeignet ist, außerdem stellt sie ein Verfahren für seine Anwendung zur Verfügung.
  • Nachstehend werden Details der Erfindung erläutert. Das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; eines Zeolithen vom A-Typ, eines Zeolithen vom X-Typ, eines Zeolithen vom Y-Typ, und ähnlichem, die üblicherweise ganz allgemein als Adsorbentien verwendet werden, ist niedrig, es liegt bei 2 bis 5, und diese Zeolithe adsorbieren Wasser selektiver als organische Verbindungen. Somit eignen sie sich nicht als Adsorbentien zur Reinigung von organische Ketonlösungsmitteln enthaltenden Abgasen.
  • Zeolithe verlieren ihr hydrophiles Verhalten bei einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von über 20 und beginnen allmählich ein hydrophobes Verhalten zu zeigen. Zeolithe, die eine solche Hydrophobie zeigen, sind als hydrophobe Adsorbentien, ähnlich wie Aktivkohle, für die Reinigung von organische Ketonlösungsmittel enthaltendem Abgas nützlich. Die bislang bekannten hydrophoben Zeolithen weisen jedoch gleichzeitig eine katalytische Wirkung auf. Wenn sie somit mit hochreaktiven organischen Verbindungen, wie organischen Ketonlösungsmittel, in Kontakt treten, verursachen die adsorbierten organischen Ketonlösungsmittel aufgrund der katalytischen Wirkung der Zeolithe in dem Regenerationsverfahren unter Erwärmung eine Zersetzungs- oder Polymerisierungsreaktion. Ferner, wenn sie über eine lange Zeit hinweg als Adsorbentien verwendet werden, kommt es zur Bildung von niedrigen Polymerisationsprodukten oder zur Bildung von Zersetzungsprodukten aus den verbliebenen organischen Lösungsmitteln, die eine Entzündung verürsachen, zu einer verringerten Adsorptionsleistung, zur Korrosion der Vorrichtung und ähnlichem führen. Solche katalytischen Reaktionen treten besonders heftig während des Desorptionsverfahrens auf, wo die Regenerierung mittels Erwärmen ausgeführt wird, und schreiten langsam voran, sogar in dem PSA(Druck-Schwenk-Adsorptions)-Verfahren bei niedriger Temperatur. Da die Zersetzungsreaktion der organischen Ketonlösungsmittel ferner eine exotherme Reaktion ist, staut sich die Reaktionswärme in dem Bett des Adsorbens, sogar im Falle des PSA-Verfahrens, bei dem keine Regenerierung unter Erwärmung erfolgt, was manchmal zu einem starken Anstieg der Temperatur des Adsorbens führt.
  • Die sauren Stellen in dem Kristall des hydrophoben Zeolithen werden als die aktiven Stellen dieser katalytischen Reaktion angesehen. Deshalb wird ein Zeolith mit einem unendlich großen Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; als katalytisch wirkungslos betrachtet. Die Grenze des Molverhältnisses von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; der praktisch verfügbaren oder einstellbaren Zeolithen liegt bei ungefähr 500. Dies ist darauf zurückzuführen, daß Aluminiumoxid in dem als Rohmaterial für Zeolithen verfügbaren Siliziumausgangsmaterial vorhanden ist, wenn auch in sehr kleinen Mengen. Zum Beispiel wird im Falle eines direkten Synthesesverfahrens eine sehr kleine Menge an Aluminiumatomen aus dem Siliziumausgangsstoff selektiv in das Gerüst des Zeolith-Kristalls im Verfahren der Kristallisation aufgenommen. Außerdem ist es praktisch unmöglich, selbst durch eine Dealuminierungsbehandlung mit Mineralsäure und ähnlichem, die kleine Menge an Aluminiumatomen in dem Zeolithen vollständig zu entfernen.
  • Deshalb war es bislang schwierig, Zeolithe, die Hydrophobie zeigten, aufgrund ihrer katalytischen Wirkung als Adsorbentien für Abgase, die hochreaktive organische Ketonlösungsmittel enthalten, zu verwenden.
  • Das Gerüst des Zeolith-Kristalls ist jedoch aus SiO&sub4; und AlO&sub4; gebildet und nicht brennbar. Aus diesem Grund brennt das Adsorbens im Falle der Reinigung von brennbare organische Substanzen, wie organische Lösungsmittel, enthaltendem Abgas selbst niemals, was unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit sehr vorteilhaft ist.
  • Von Seiten der Erfinder wurden sorgfältige Untersuchungen durchgeführt, mittels eines direkten Syntheseverfahrens oder mittels Verfahren, die synthetischen Zeolithen einer Modifizierungsbehandlung unterziehen, verschiedene Zeolithen herzustellen, um ein Zeolith-Adsorbens zu erhalten, das gegenüber organischen Ketonlösungsmitteln keine katalytische Wirkung zeigt. Als Ergebnis wurde gefunden, daß der Zeolith gegenüber organischen Ketonlösungsmitteln keine katalytische Aktivität zeigt, wenn die Menge an fester Säure nicht mehr als 0,05 mmol/g beträgt, und daß er hydrophob ist und die organischen Ketonlösungsmittel sogar bei gleichzeitigem Auftreten von Feuchtigkeit gut adsorbiert, wenn das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; nicht kleiner als 50 ist.
  • Wie später beschrieben kann das erfindungsgemäße Adsorbens mittels hydrothermischer Calcinierung eines Zeolithen mit einem gewünschten Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; oder mittels Umwandlung in einen Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp erhalten werden.
  • Falls das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; unterhalb von 50 liegt, ist es sogar mittels einer hydrothermischen Behandlung schwierig die Menge an fester Säure auf einem Niveau von nicht mehr als 0,05 mmol/g zu halten, während, selbst wenn eine Umwandlung in einen Alkalimetall- oder Erdalkalimetälltyp erfolgt, die Hydrophobie erniedrigt wird und der Zeolith damit beginnt, in großen Mengen Feuchtigkeit aufzunehmen, weshalb er als Adsorbens der Erfindung nicht geeignet ist. Aus diesem Grund darf das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; 50 nicht unterschreiten.
  • Außerdem weisen, wie gut bekannt ist, Zeolithe eine Molekularsiebwirkung auf und der Typ des adsorbierbaren Moleküls wird in Abhängigkeit vom Typ des Zeolithen festgelegt. Auch bei der Rückgewinnung von organischen Ketonlösungsmitteln aus Abgas ist es nur notwendig, einen Zeolithen mit einer größeren Porengröße als den Durchmesser des zu adsorbierenden Ketonmoleküls auszuwählen. Üblicherweise können solche Porengrößen mit Zeolithen erreicht werden, die einen 8-, 10- oder 12-gliedrigen Sauerstoffring aufweisen, und die Kristallstrukturen des Chabasits, Offretits, Mordenits, Faujasits, L-, X-, ZSM-5- und ZSM-11-Typs und von ähnlichem sind geeignet.
  • Die Herstellungsverfahren der hydrophoben Zeolithe mit einem hohen Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; schließen ein Herstellungsverfahren mittels einer Dealuminierungsbehandlung durch Mineralsäuren und ähnliches, unter Verwendung natürlicher oder synthetischer Zeolithe als dem Ausgangsmaterial ein, oder ein direktes Syntheseverfahren mittels Mischens einer Siliziumdioxidquelle, einer Aluminiumoxidquelle, einer Alkaliguelle und organischer Basen zur Kristallisation.
  • Als hydrophobe Zeolithe, die durch eine Dealuminierungsbehandlung und ähnliches hergestellt werden, sind bekannt: Dealuminierter Mordenit (N. Y. Chen, J. Phy. Chem., 80, (1), 60-64 (1976)), Ultrahydrophobe Zeolithen vom Y-Typ (GB-Pat. 2014970, Studies in Surface Science and Catalysis, Volume 5, 203-210 (1980)), hydrophobe Zeolithen vom L-Typ (Eur. Pat. 258127) und ähnliche.
  • Als hydrophobe Zeolithe, die durch ein direktes Syntheseverfahren hergestellt werden, sind bekannt: ZSM-5 (US Pat. 3702886), ZSM-11 (US Pat. 3709979), ZSM-12 (US Pat. 3832449), ZSM-22 (US PAT. 4556477), ZSM-23 (US Pat. 4076842), ZSM-48 (Eur. Pat. 23089), Silicalit (US Pat. 4061724) und ähnliche.
  • Sie alle können geeigneterweise für die Herstellung der Adsorbentien gemäß der Erfindung verwendet werden, aber das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; der Zeolithen, die erhalten werden sollen, darf wie vorstehend beschrieben nicht weniger als 50 betragen.
  • Üblicherweise sind die mittels der vorstehend erwähnten Verfahren erhältlichen Zeolithe vom Protontyp. Um sie in Zeolithe mit einer Menge an fester Säure von nicht mehr als 0,05 mmol/g, wie mittels eines Pyridin-Desorptionsverfahrens mit programmierter Temperatur ermittelt, umzuwandeln, kann geeigneterweise ein Verfahren zum Auslöschen der aktiven Stellen in dem Kristallgerüst eines hydrophoben Zeolithen vom Protontyp mittels einer hydrothermischen Calcinierungsbehandlung, ein Verfahren der Umwandlung in einen Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp mittels eines Neutralisations- oder Ionenaustauschverfahrens, und ähnliches ausgewählt werden.
  • Die Bedingungen für die hydrothermische Calcinierungsbehandlung, um die Menge an fester Säure auf nicht mehr als 0,05 mmol/g zu halten, unterscheiden sich in Abhängigkeit von der Struktur der Zeolithen und des Molverhältnisses von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3;, aber durch Einrichtung von Bedingungen wie nachstehend ausgeführt, können die angestrebten Adsorbentien ungeachtet der Struktur des Zeolithen erhalten werden, wenn das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; nicht kleiner als 50 ist.
  • Die Konzentration des Dampfes bei der hydrothermischen Calcinierungsbehandlung sollte bevorzugt nicht weniger als 2 Volumen-% betragen und eine Konzentration des Dampfes von 5 Volumen-% oder mehr ist eine praktische Bedingung. Wenn die Konzentration des Dampfes hoch ist, können die Adsorbentien gemäß der Erfindung selbst unter relativ milden Temperaturbedingungen der Calcinierung erhalten werden. Durch eine hydrothermische Calcinierung bei einer Temperatur unterhalb von 500 ºC ist es jedoch schwierig die katalytische Aktivität des Adsorbens gegenüber organischen Ketonlösungsmitteln auszulöschen. Ebenso neigt die Kristallstruktur des hydrophoben Zeolithen dazu, wenn 1200 ºC überschritten werden, zusammenzubrechen. Das heißt, der bevorzugte Temperaturbereich zur Durchführung der hydrothermischen Calcinierung liegt bei 500 bis 1200 ºC, bevorzugt bei 600 bis 1000 ºC. Die Dauer der hydrothermischen Calcinierungsbehandlung unterscheidet sich in Abhängigkeit von der Konzentration des Dampfes und der Calcinierungstemperatur, wobei aber mehr als 30 Minuten innerhalb eines gegebenen Temperaturbereichs erforderlich sind.
  • Wenn eine Umwandlung in einen Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp erfolgt, ist es lediglich notwendig Protonen durch Ionen, wie Li, Na, K, Cs, Be, Mg, Ca, Sr und Ba, mittels eines Neutralisationsverfahrens oder eines Ionenaustauschverfahrens zu ersetzen. Zeolithe vom Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp sind für die Adsorbentien gemäß der Erfindung ungeeignet, da die Hydrophobie bei einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von unter 50 unter Aufnahme von großen Mengen an Feuchtigkeit abnimmt. Außerdem wird in einem Fall, in dem das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; unter 200 liegt und die Kationen zweiwertige Erdalkaliionen sind, häufig ein lokales Ladungsungleichgewicht in dem Zeolithen erzeugt. Namentlich wenn das Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; unter 200 liegt, wird der Alkalimetalltyp mit Einwertigkeit, wie Li, Na, K oder Cs wegen der Abwesenheit von katalytischer Aktivität gegenüber organischen Ketonlösungsmitteln bevorzugt.
  • Als Verfahren zur Umwandlung von hydrophobem Zeolithpulver vom Protontyp in den Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp gibt es das Neutralisationsverfahren, das Ionenaustauschverfahren, ein kombiniertes Verfahren beider und ähnliches. Das Neutralisationsverfahren ist ein Verfahren, in dem eine wäßrige Lösung eines Hydroxids eines Alkalimetalls oder Erdalkalimetalls langsam tropfenweise zu dem aufgeschlämmten Zeolithen vom Protontyp gegeben wird, um die Stellen der festen Säure des Zeolithen zu neutralisieren, wodurch eine Umwandlung in den Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp erfolgt. Das Ionenaustauschverfahren ist ein Verfahren, bei dem ein hydrophober Zeolith vom Protontyp in eine wäßrige Lösung eines Alkalimetall- oder Erdallkalimetallsalzes getaucht wird, um die Ionen in einem Temperaturbereich von Umgebungstemperatur bis zu 100 ºC auszutauschen, wodurch eine Umwandlung in den Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp erfolgt. Im Falle des Ionenaustauschverfahrens schreitet, wenn ein Austauschgleichgewicht erreicht wird, der Ionenaustausch nicht weiter fort und es kann kein perfekter Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp lediglich durch einen einmaligen Ionenaustausch erreicht werden, weshalb der Ionenaustausch einige Male wiederholt werden sollte. Außerdem ist das kombinierte Verfahren beider ein Verfahren, in dem der hydrophobe Zeolith in einer wäßrigen Lösung eines Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalzes aufgeschlämmt und mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalzes zur Herstellung neutralisiert wird.
  • Gemäß diesem kombinierten Verfahren können perfekte hydrophobe Zeolithe vom Alkalimetalltyp erhalten werden, wobei das Verfahren auch einfach ist, weshalb dieses Verfahren das vernünftigste Verfahren ist. Was für ein Verfahren auch angewandt wird, es können die hydrophoben Zeolithe geeigneterweise als Adsorbentien gemäß der Erfindung verwendet werden, vorausgesetzt, daß sie von einem idealen Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp sind. Die so erhaltenen hydrophoben Zeolithe vom Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp werden ferner ausreichend gewaschen und getrocknet. Wenn das Waschverfahren nicht ausreicht, verringert sich manchmal aufgrund des daran haftenden Alkalimetallsalzes die Adsorptionsleistung.
  • Als Meßverfahren für die Säureeigenschaft des Zeoliths gibt es das relativ einfache Desorptionsverfahren mit programmierter Temperatur (TPD-Verfahren). In dem TPD-Verfahren wird eine basische Substanz (üblicherweise werden stabiler Ammoniak, Pyridin und ähnliches verwendet) an die Probe adsorbiert, und anschließend während einer Temperaturerhöhung mit konstanter Geschwindigkeit desorbiert. Da davon ausgegangen wird, daß die Adsorption der basischen Substanz auf den sauren Stellen, basierend auf einer Säure-Base-Reaktion, 1:1 erfolgt, kann die Menge an desorbierter basischer Substanz als Menge der sauren Stellen betrachtet werden. Da außerdem davon ausgegangen wird, daß die basische Substanz, die an stärker saure Stellen gebunden ist, erst bei höherer Temperatur entfernt wird, gibt die Desorptionstemperatur die Stärke der sauren Stellen an. Auf diese Weise können mittels des TPD- Verfahrens die Menge der Säure und die Stärke der Säure gleichzeitig in Erfahrung gebracht werden. Das TPD-Verfahren mit Pyridin (Py-TPD-Verfahren) kann gemäß der nachstehenden Verfahrensweise unter Verwendung einer TPD-Vorrichtung vom Durchströmtyp ausgeführt werden. Das heißt, die Probe wird unter den nachstehenden Bedingungen in ein Adsorptionsrohr eingebracht und als Vorbehandlung wird eine Vakuumevakuierung durchgeführt. Pyridin wird von der Probe adsorbiert und die Temperatur wird darauf folgend mit konstanter Geschwindigkeit erhöht, gefolgt von einer Entgasung der Gasphase und des physikalisch adsorbierten Pyridins mit He als Trägergas unter Beobachtung des Desorptionsspektrums.
  • Probe 0,4 g
  • Vorbehandlung 500 ºC, 1-stündige Vakuumevakuierung
  • Adsorption Raumtemperatur, 15 Minuten, 50 - 60 Torr
  • Entgasung 100 ºC, 5-minütige Vakuumevakuierung
  • Desorption He-Strom 60 cc/min Geschwindigkeit der Temperaturerhöhung 10 ºC/min
  • Wenn die Menge an fester Säure mittels dieses Py-TPD mehr als 0,05 mmol/g beträgt, kommt es bei den entsprechenden Zeolith-Adsorbentien wegen der vielen sauren Stellen, die als die aktiven Hauptstellen fungieren, bei der Desorption zur Zersetzung, resultierend in einer verringerten Reinheit des zurückgewonnenen organischen Lösungsmittels. Mit anderen Worten, die katalytische Eigenschaft des organischen Ketonlösungsmittels ist zu hoch, was unvorteilhaft ist. Wenn 0,05 mmol/g nicht überschritten werden, wird die Zahl der als aktive Stellen fungierenden sauren Stellen kleiner und es tritt kaum Zersetzung auf und die Desorption erlaubt eine Rückgewinnung der organischen Lösungsmittel mit hoher Reinheit. Mit anderen Worten, wenn die Menge an fester Säure auf nicht mehr als 0,05 mmol/g reduziert wird, verursachen die organischen Ketonlösungsmittel keine durch die katalytische Wirkung des Adsorbens bedingte Zersetzungs- oder Polymerisierungsreaktion auf dem Adsorbens, wodurch es möglich wird, die organischen Ketonlösungsmittel mit hoher Reinheit zurückzugewinnen und wiederzuverwenden.
  • Die Adsorbentien werden üblicherweise in Form eines Zylinders, einer Kugel oder einer Wabe verwendet. Um das Zeolithpulver in diese Formen umzuwandeln, werden anorganische Bindemittelbestandteile, wie ein Siliziumdioxidsol, ein Siliziumdioxidgel und Tonmineralien zugesetzt, um die Bindungsfähigkeit zwischen dem Träger und den Zeolithkristallen oder den Zeolithkristallen untereinander zu erhöhen, da der Zeolithkristall selbst keine Bindungsfähigkeit aufweist, gefolgt von sekundären Verarbeitungen, wie Formung und Wabenbildung. Der Bindemittelbestandteil sollte bevorzugt inert sein und diejenigen, die gegenüber organischen Ketonlösungsmittel Reaktionsaktivität zeigen, wie ein Aluminiumsol und ein Aluminiumgel, sind ungeeignet. Außerdem ist nach der Formung oder Wabenbildung eine Calcinierungsbehandlung erforderlich, um die Gestalt des sekundär verarbeiteten Produkts zu erhalten. Wenn zu dieser Zeit das Calcinierungsverfahren unter hydrothermischen Bedingungen durchgeführt wird, ist es nicht notwendig, das Zeolithpulver zuerst hydrothermisch zu calcinieren. Das heißt, es ist als rationelles Verfahren zur Gewinnung der Adsorbentien gemäß der Erfindung mittels einer hydrothermischen Calcinierungsbehandlung ein Verfahren möglich, bei dem zuerst die sekundäre Verarbeitung des hydrophilen Zeolithpulvers und dann eine sich anschließende Calcinierung erfolgt. Natürlich kann das Pulver der Zeolithen nach der hydrothermischen Calcinierung einer sekundären Verarbeitung unterzogen werden und dann unter milden Bedingungen calciniert werden. Wenn die Zealithe vom Protontyp mittels des Neutralisationsverfahrens, des Ionenaustauschverfahrens oder eines kombinierten Verfahrens beider in den Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp umgewandelt werden, folgen ein Waschen und Trocknen. Wenn die Umwandlung in den Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp nach der sekundären Verarbeitung erfolgt, können Probleme auftreten, beispielsweise kann das sekundär verarbeitete Produkt in diesem Verfahren zerbrechen oder das überschüßige Alkalimetall- oder Erdalkalimetall kann aufgrund eines ungenügenden Waschens mittels Haftung unter Verringerung der Absorptionsleistung zurückbleiben oder ähnliches. Daher ist ein Verfahren vernünftig, in dem zuerst das Pulver der Zeolithe vom Protontyp mittels des Neutralisationsverfahrens, des Ionenaustauschverfahrens oder kombinierter Verfahren davon in den Alkalimetall- oder Erdalkalimetalltyp umgewandelt wird, und dann die sekundären Verarbeitungen, wie Formung und Auskleidung mit einem Gitterwerk (honeycombing) durchgeführt werden.
  • Geformte Zeolith-Produkte, die ohne Verwendung von Bindemitteln hergestellt wurden, sind in den ungeprüften Japanischen Patentveröffentlichungen Nr. Sho 62-70225, Nr. Sho 62-138320, etc. beschrieben. Zeolithe, deren mittels Py-TPD ermittelter Gehalt an fester Säure durch eine hydrothermische Calcinierungsbehandlung oder ein Neutralisierungsverfahren oder ein lonenaustauschverfahren nach der Dealuminierungsbehandlung unter Verwendung solch geformter, bindemittelfreier Zeolith-Produkte auf nicht mehr als 0,05 mmol/g gebracht wurde, weisen ein hohes Adsorbtionsniveau auf und sind als Adsorbentien gemäß der Erfindung geeigneter.
  • Die Adsorbentien gemäß der Erfindung sind besonders als Adsorbentien zur Reinigung von organische Ketonlösungsmittel, wie Methylethylketon, Methylisobutylketon und Cyclohexanon, enthaltendem Abgas nützlich. Sie können geeigneterweise in jeder Adsorptionsvorrichtung, beispielsweise einer Festbett- Adsorptionsvorrichtung, einer Fließbett-Adsorptionsvorrichtung, einer Bewegtbett-Adsorptionsvorrichtung, einer Waben- Rotorverdickungs-Vorrichtung (honey comb rotor thickening) und ähnlichem, verwendet werden. Außerdem existieren als Verfahren zur Adsorption und Desorption das Druck-Schwenk-Adsorptions- Verfahren, das thermische Schwenk-Adsorptionsverfahren, kombinierte Verfahren davon und ähnliches, wobei die Adsorbentien gemäß der Erfindung aber auf jedes der Verfahren angewandt werden können.
  • Mit den erfindungsgemäßen Adsorbentien sind solche Adsorptionsverfahren wie Verdickung und Wiedergewinnung von Lösungsmitteln aus dem Abgas mit organischen Ketonlösungsmitteln, die bisher schwierig waren, ohne besondere Einrichtungen bzw. Vorkehrungen für die Adsorptionsvorrichtung möglich geworden. Da die erfindungsgemäßen Adsorbentien außerdem überhaupt keine katalytische Wirkung zeigen, wurden Gefahren, die bislang problematisch waren, wie eine Korrosion der Adsorptionsvorrichtung und eine Entzündung des Adsorptionsbetts ausgeschlossen.
  • Nachstehend wird die Erfindung durch Beispiele erklärt.
  • Beispiel 1
  • Ein Zeolith vom Y-Typ mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 14 und einer Gitterkonstanten von 24,33 Ängström wurde mit 1,5 N wäßriger Salzsäurelösung von 50 ºC unter Erhalt eines hydrophoben Zeolithen vom Y-Typ mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 500 dealuminiert. Zu 100 Gewichtsteilen dieses hydrophoben Zeolithen wurden 25 Gewichtsteile Ton als Bindemittel gegeben und es wurde ein zylindrisch geformtes Produkt mit einem Durchmesser von 3 mm erhalten. Dieses geformte Produkt wurde 2 Stunden bei 800 ºC im Luftstrom mit einer Dampfkonzentration von 20 Vol.-% unter Erhalt eines Adsorbens calciniert.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Auf der anderen Seite wurden zu 100 Gewichtsteilen eines Zeolithen vom Y-Typ mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 14, der keiner Dealuminierungsbehandlung mit wäßriger Salzsäure unterzogen wurde, unter Erhalt eines zylindrisch geformten Produkts mit einem Durchmesser von 3 mm 25 Gewichtsteile Ton als Bindemittel hinzugegeben. Dieses geformte Produkt wurde 2 Stunden lang bei 800 ºC in einem Luftstrom mit einer Dampfkonzentration von 20 Vol.-% unter Erhalt eines Adsorbens calciniert.
  • Beispiel 2
  • Synthetischer Zeolith vom Mordenit-Typ wurde unter Erhalt eines hydrohoben Zeolithen vom Mordenit-Typ mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 200 einer Dealuminierungsbehandlung unterzogen. Zu 100 Gewichtsteilen dieses hydrophoben Zeolithen vom Mordenit-Typ wurden 25 Gewichtsteile Siliziumdioxidsol als Bindemittel gegeben und es wurde ein zylindrisch geformtes Produkt mit einem Durchmesser von 3 mm erhalten. Dieses geformte Produkt wurde 10 Stunden bei 700 ºC im Luftstrom mit einer Dampfkonzentration von 20 Vol.-% unter Erhalt eines Adsorbens calciniert.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Es erfolgte unter Erhalt eines Adsorbens eine ähnliche Behandlung wie in Beispiel 2, außer daß die Calcinierung in trockener Luft vorgenommen wurde.
  • Beispiel 3
  • Mittels eines direkten Syntheseverfahrens wurde ein Zeolith vom ZSM-5-Typ mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 200 erhalten. Nach dem Entfernen organischer Basen in dem Zeolithen mittels einer 4-stündigen Calcinierung in einer Atmosphäre bei 600 ºC wurden 500 ml 1M wäßrige NaCl-Lösung zu 100 g dieses hydrophoben ZSM-5 vom Protontyp gegeben, der unter Erzeugung einer Aufschlämmung gerührt wurde. Zu dieser Aufschlämmung wurde zur Neutralisierung 0,1 N NaOH gegeben.
  • Ferner wurde dieser Zeolith ausreichend mit warmen Wasser von 60 ºC gewaschen und über Nacht unter Erhalt eines hydrophoben ZSM-5 vom Natriumtyp getrocknet. Zu 100 Gewichtsteilen ZSM-5 vom Natriumtyp wurden 25 Gewichtsteile Siliziumdioxidsol als Bindemittel hinzugefügt und es wurde ein zylindrisch geformtes Produkt mit einem Durchmesser von 1,5 mm erhalten, das 2 Stunden in der Atmosphäre bei 600 ºC unter Erhalt eines Adsorbens calciniert wurde.
  • Vergleichsbeispiel 3
  • Zu 100 Gewichtsteilen eines Zeolithen vom ZSM-5-Typ vom Protontyp mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 200 wurden 25 Gewichtsteile Siliziumdioxidsol als Bindemittel hinzugefügt und es wurde ein zylindrisch geformtes Produkt mit einem Durchmesser von 1,5 mm erhalten, das 2 Stunden in der Atmosphäre bei 600 ºC unter Erhalt eines Adsorbens calciniert wurde.
  • Beispiel 4
  • Unter Verwendung eines synthetischen Zeolithen vom Mordenit-Typ mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 20 wurde unter Erhalt eines hydrophoben Mordenits vom Protontyp mit Mineralsäure eine Dealuminierungsbehandlung durchgeführt. Die sich anschließende Behandlung unter Erhalt eines Adsorbens glich der in Beispiel 3.
  • Vergleichsbeispiel 4
  • Auf der anderen Seite wurden zu 100 Gewichtsteilen eines hydrophoben Mordenits vom Protontyp mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von 200 unter Herstellung eines zylindrisch geformten Produkts mit einem Durchmesser von 1,5 mm 25 Gewichtsteile Siliziumdioxidsol als Bindemittel hinzugegeben. Dieses geformte Produkt wurde 2 Stunden lang bei 600 ºC in der Atmosphäre unter Erhalt eines Adsorbens calciniert.
  • Von den in den entsprechenden vorstehenden Beispielen erhaltenen Adsorbentien wurden Messungen des Feuchtigkeits- Adsorptionsvermögens, Bestimmungen des Gehalts an fester Säüre mittels des Py-TPD-Verfahrens und ein Adsorptions- und Desorptionstest gegenüber Methylethylketon mittels der nachstehenden Verfahren ausgeführt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 und der Tabelle 2 gezeigt.
  • < Feuchtigkeits-Adsorptionsvermögen>
  • Das Adsorbens wurde in einen Tiegel eingebracht, der auf konstantes Gewicht (w&sub1; g) gebracht worden war und 2 Stunden lang in einem Elektroofen bei 350 ºC zur Entfernung der Feuchtigkeit erhitzt, dann wurde das Adsorbens in dein Tiegel in einem mit einem Trocknungsmittel versehenen Exsiccator abgekühlt und dann das Gewicht (w&sub2; g) gemessen. Es wurde dann in einen Exsiccator eingebracht, der bei einer relativen Feuchtigkeit von 30 % gehalten wurde, und nachdem ihm gestattet wurde, 24 Stunden bei 20 ºC zu stehen, wurde das Gewicht (w&sub3; g) gemessen. Das Feuchtigkeits-Adsorptionsvermögen wurde unter Verwendung der nachstehenden Gleichung ermittelt. Feuchtigkeits-Adsorptionsvermögen (Gew.-%) = ((w&sub3;-w&sub2; ) / (w&sub2;-w&sub1;)) x 100
  • < Ermittlung des Gehalts an fester Säure mittels des Py-TPD- Verfahrens>
  • Das Adsorbens wurde in eine Meßröhre eingebracht und nachdem die Feuchtigkeit mittels einer 1-stündigen Behaüdlung bei 500 ºC unter Vakuum entfernt worden war, wurde Stickstoff eingeleitet, der 1 Stunde lang auf 500 ºC gehalten und dann auf 300 ºC abgekühlt wurde. Ferner wurde mit Stickstoff verdampftes Pyridingas 20 Minuten lang bei 300 ºC auf einer Probe adsorbiert. Dann wurde die Temperatur der Probe mit einer Geschwindigkeit der Temperaturerhöhung von 10 ºC/min von 300 ºC auf 950 ºC erhöht und die Menge des eliminierten Pyridins mittels Gaschromatographie (Detektor: Flammenionisationsdetektor) gemessen. Die Menge an fester Säure in der Probe wurde durch Integration der Menge des eliminierten Pyridins auf einem Diagramm innerhalb eines Bereichs von 300 bis 950 ºC ermittelt.
  • < Adsorptions- und Desorptionstest gegenüber Methylethylketon>
  • Eine Glassäule mit einem inneren Durchmesser von 6 cm und einer Länge von 45 cm wurde für den Adsorptions- und Desorptionstest verwendet. Nachdem das Adsorbens in die Säule gefüllt worden war, so daß die Höhe des Bettes 35 cm betrug, wurde ein Adsorptions- und Desorptionstest durchgeführt. Der Adsorptionstest wurde bei 25 ºC durchgeführt. Luft mit einer Methylethylketon-Konzentration von 3000 ppm (Feuchtigkeits- Konzentration 10000 ppm) wurde durch das Adsorberbett mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,2 m/sec geleitet und die Dauer, während der die Konzentration an Methylethylketon am Ausgangsbereich 150 ppm erreichte, wurde zur Sättigungszeit (min) gemacht. Ferner wurde der Adsorptionstest fortgesetzt, bis die Konzentration des Methylethylketons am Ausgangsbereich 3000 ppm ereichte und das Gewicht der Säule (Wa) nach der Beendigung des Adsorptionstests wurde gemessen.
  • Für den Desorptionstest wurde die Säule mittels einer Bandheizvorrichtung auf 150 ºC erhitzt, während durch das Bett des Adsorbens, das das Methylethylketon adsorbiert hatte, trockene Luft mit 0,075 in/sec geleitet wurde. Es wurde solange damit fortgefahren, bis die Ausgangskonzentration des Methylethylketons weniger als 10 ppm erreichte, dann wurde die Säule abgekühlt und das Gewicht der Säule (Wd) nach der Beendigung des Desorptionstests gemessen. Außerdem wurde die Konzentration des Methylethylketons in dem eliminierten Gas auf einem Diagram integriert, um die Menge an zurückgewonnenen Methylethylketon (Wr) zu bestimmen.
  • Die Rate der Rückgewinnung (%) des Methylethylketons wurde unter Verwendung der nachstehenden Formel berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Rate der Rückgewinnung des Methylethylketons (%) = Wr x 100/ (Wa-Wb).
  • Die Konzentration an Methylethylketon am Einlaß und Auslaß des Adsorbensbettes wurde mittels Gaschromatographie gemessen (Detektor: FID). Tabelle 1 Sättigungsdauer (min) Rate der Rückgewinnung des Methylethylketons (%) Menge an fester Säure (mmol/g) Beispiel Vergleichsbeispiel Tabelle 2 Niveau der Feuchtigk. adsorption (Gew.-%) Sättigungsdauer (min) Rate d. Rückgew. d. Methylethylketons (%) Menge an fester Säure (mmol/g) Beispiel Vergleichsbeispiel
  • Ein Adsorbens, umfassend Zeolith mit einer Menge an fester Säure von nicht mehr als 0,05 mmol/g, wie mittels des Pyridindesorptionsverfahrens mit programmierter Temperatur ermittelt wurde, und mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von nicht weniger als 50, und ein Reinigungsverfahren für organische Ketonlösungsmittel enthaltende Abgase sind beschrieben.

Claims (1)

  1. (1) Adsorbens, umfasend Zeolith mit einer Menge an fester Säure von nicht mehr als 0,05 mmol/g, bestimmt mittels des Pyridin-Desorptionsverfahrens mit programmierter Temperatur, und mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von nicht kleiner als 50.
    (2) Adsorbens nach Anspruch 1, wobei der Zeolith mittels einer hydrothermalen Caicinierungsbehandlung erhalten wurde.
    (3) Verfahren zur Herstellung des Adsorbens nach Anspruch 2, mittels Calcinierung des Zeolithen mit einem Molverhältnis von SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; von nicht kleiner als 50, unter den Bedingungen einer Dampfkonzentration von nicht weniger als 2 Vol.-%, einer Calcinierungstemperatur von 500 bis 1.200 ºC und einer Calcinierungsdauer von nicht weniger als 30 Minuten.
    (4) Adsorbens nach Anspruch 1, wobei der Zeolith einen hydrophoben Zeolithen vom Alkalimetalltyp oder vom Erdalkalimetalltyp umfaßt.
    (5) Verfahren zur Reinigung von organische Ketonlösungsmittel enthaltendem Abgas, umfassend das In-Kontakt-Bringen des organische Ketonlösungsmittel enthaltenden Agases mit dem Adsorbens nach Anspruch 1, 2 oder 4.
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