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Die Erfindung betrifft ein Absorptionsmittel für Sauerstoff.
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Ein Absorptionsmittel für Sauerstoff wird allgemein eingesiegelt in
Nahrungsverpackungen verwendet, um zu verhindern, daß das Nahrungsmittel
durch Denaturierung, Verfärbung, Oxidation oder einem ähnlichen Vorgang
zersetzt wird. Typische Absorptionsmittel für Sauerstoff, die vielfach
verwendet werden, umfassen ein Absorptionsmittel für Sauerstoff, das ein
Eisenpulver enthält und ein Absorptionsmittel für Sauerstoff, das Ascorbinsäure
enthält. Das erfindungsgemäße Absorptionsmittel gehört der letzteren Gruppe an.
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In einer allgemeinen Form wird das Absorptionsmittel für Sauerstoff,
das Ascorbinsäure enthält, verwendet, indem es in einen luftpermeablen
kleinen Beutel zusammen mit anderen Additiven eingepackt ist. Für diese Art von
Absorptionsmittel für Sauerstoff wurden verschiedene verbesserte Verfahren
vorgeschlagen, beispielsweise (1) die Verbesserung der
Sauerstoffabsorptionsfähigkeit von Ascorbinsäure durch Zugabe eines alkalischen Materials oder
eines zerfließenden Materials (vergleiche beispielsweise japanische
Patentanmeldungen KOKAI Nrn. 54-132246, 55-61914 und 54-98348) und (2) indem
eine wäßrige Lösung der obigen Zusammensetzung (1) an einem geeigneten
Adsorptionsmittel adsorbiert wurde, und das entstehende Material
gegebenenfalls granuliert wurde (vergleiche japanische Patentanmeldungen KOKAI Nrn.
47-30845, 53-46490, 54-8186). Das zuvor erwähnte Verfahren (1) besitzt eine
schlechtere Produktivität wegen des Zerfließens, bedingt durch das
alkalische Material oder das zerfließende Material, wodurch die
Verpackungswirksamkeit schlechter wird, und die Verpackung bei hoher
Geschwindigkeit unmöglich wird. Bei dem oben erwähnten Verfahren (2) wird der obige
Nachteil des Verfahrens (1) vermieden, aber gemäß KOKAI Nr. 53-46490 wird
eine zu große Menge an Absorptionsmittel benötigt, um eine ausreichende
Menge an Wasser und an Ascorbinsäure in dem Adsorptionsmittel, wie
beispielsweise Pulpe, Sojabohnenprotein, Popcornpulver, Polyurethan, Sägemehl,
Diatomeenerde und ähnliche, zu adsorbieren. Gemäß KOKAI Nr. 54-8186 wird das
alkalische Material an Diatomeenerde adsorbiert verwendet. Bei beiden
Verfahren ist jedoch die Fließfähigkeit des Pulvers ungenügend.
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In der japanischen Patentanmeldung KOKAI Nr. 59-232078 wird ein
granulares Absorptionsmittel für Sauerstoff beschrieben, bei dem Aktivkohle als
Bindemittel verwendet wird. Bei diesem Verfahren sind eine komplizierte
Verfahrensführung und teure Maschinen für das Granulierverfahren
unverzichtbar.
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In der japanischen Patentanmeldung KOKAI Nr. 59-29033 wird die
Verwendung von Carbon-Black bzw. Kohleschwarz als Füllstoff zur Verbesserung der
Fließfähigkeit bei einem automatischen Verpackungsverfahren und die
Verpakkung mit korrekter Abmessung vorgeschlagen. In dieser Publikation wird
weiterhin die gleichzeitige Verwendung von Ascorbinsäure und einer
Eisenverbindung beschrieben.
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Die Verwendung von Carbon-Black bewirkt jedoch, daß das Aussehen
schlecht wird, da das schwarze Pulver an dem Absiegelungsteil des kleinen
Beutels beim Verpacken haftet, oder die Arbeitsbedingungen durch schwarzen
Staub verunreinigt werden. Da das Aussehen der Packung leicht schwärzlich
wird und den Handelswert von Nahrungsmitteln verschlechtert, muß
insbesondere der Verpackungsvorgang genau kontrolliert werden. Da weiterhin das
Pulver leicht koaguliert und seine Fließfähigkeit schlecht ist, ist eine
Granulierung unverzichtbar. Weiterhin ist Carbon-Black gefährlich, da es
möglicherweise feuer fängt, wenn es in einen Mikrowellenherd, zusammen mit
dem verpackten Nahrungsmittel, gebracht wird.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Absorptionsmittel für Sauerstoff mit verbesserter Fließfähigkeit zur Verfügung zu
stellen, so daß es bei der Verpackung mit hoher Geschwindigkeit verwendet
werden kann.
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Erfindungsgemäß soll weiterhin ein Absorptionsmittel für Sauerstoff
zur Verfügung gestellt werden, das eine verbesserte
Sauerstoffabsorptionsgeschwindigkeit und Dauerhaftigkeit besitzt.
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Die obige Aufgabe kann gelöst werden, indem eine alkalische
Verbindung, ein Reaktionsbeschleuniger und Silicagel zusammen mit Ascorbinsäure
und/oder einem Salz davon vermischt werden.
GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Absorptionsmittel für
Sauerstoff, das Ascorbinsäure und/oder ein Salz davon, eine alkalische Verbindung
bzw. eine Alkaliverbindung, einen Reaktionsbeschleuniger und Silicagel
enthält.
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Erfindungsgemäß umfaßt die Ascorbinsäure L-Ascorbinsäure und
D-Isoascorbinsäure (Erythrobinsäure). D-Isoascorbinsäure ist wesentlich billiger
als L-Ascorbinsäure, besitzt jedoch die Neigung, daß sie eine ungenügende
Sauerstoffabsorptionsaktivität, verglichen mit der D-Ascorbinsäure zeigt,
bedingt durch sterische Hinderung, aber ihre Sauerstoffabsorptionswirkung
tritt schneller ein als bei der D-Ascorbinsäure, wenn sie zusammen mit
Silicagel verwendet wird. Daher ist die gleichzeitige Verwendung von
D-Isoascorbinsäure und Silicagel eine besonders bevorzugte erfindungsgemäße
Ausführungsform. Die L-Ascorbinsäure und die D-Isoascorbinsäure können zusammen
verwendet werden.
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Die Ascorbinsäure kann als freie Säure oder als Salz, einschließlich
eines teilweise mit beispielsweise einem Alkalimetall, Erdalkalimetall, und
ähnlichen neutralisierten Salz verwendet werden. Besonders bevorzugte Salze
sind die Natrium-, Kalium-, Calciumsalze und ähnliche Salze.
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Die Ascorbinsäure und/oder ein Salz davon werden bevorzugt in einer
Menge von 10 - 60 Gew.-%, bevorzugter 15 - 50 Gew.-%, bezogen auf die
Gesamtmenge an Absorptionsmittel für Sauerstoff verwendet. Wenn die Menge an
Ascorbinsäure und/oder einem Salz davon unter 10 Gew.-% liegt, muß in einer
Nahrungsmittel verpackung zuviel Absorptionsmittel für Sauerstoff verwendet
werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Wenn die Menge über
60% liegt, muß der Gehalt an anderen Bestandteilen relativ verringert
werden, so daß das Gesamtgleichgewicht der Wirkungen, bezogen auf jeden
Bestandteil, verloren geht; insbesondere wenn die Menge an Silicagel
verringert wird, wird die Fließfähigkeit, die ein wesentliches Merkmal der
vorliegenden Erfindung ist, ungenügend. Die Sauerstoffabsorption kann unter
Verwendung von Ascorbinsäure und/oder dem Salz davon mit einer alkalischen
Verbindung erreicht werden.
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Erfindungsgemäß umfaßt ein geeignetes alkalisches Material,
beispielsweise ein Hydroxid, ein Carbonat, ein Hydrogencarbonat und ein Salz einer
organischen Säure, wie der Essigsäure, der Milchsäure, der Zitronensäure,
der Äpfelsäure und der Oxalessigsäure mit einem Alkalimetall,
Erdalkalimetall, Aluminium und ähnlichem. Carbonate und Hydrogencarbonate sind
besonders bevorzugt, da diese Salze entsprechend der Absorptionsmittel von
Sauerstoff in der Packung Kohlendioxid bilden, wodurch die Konservierung des
Nahrungsmittels durch den Einfluß des gebildeten Kohlendioxidgases verbessert
wird und der Innendruck in der Nahrungsmittelpackung erhalten bleibt.
Besonders bevorzugte alkalische Materialien sind Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat,
Natriumhydrogencarbonat und Kaliumhydrogencarbonat.
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Das alkalische Material wird bevorzugt in einer Menge von 1
- 60 Gew.-%, bevorzugter 5 - 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an
Absorptionsmittel für Sauerstoff verwendet. Wenn die Menge an alkalischem Material
über 60 Gew.-% liegt oder weniger als 1 Gew.-% beträgt, wird eine
ungenügende Absorptionsfähigkeit für Sauerstoff erhalten.
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Der erfindungsgemäße Reaktionsbeschleuniger ist ein Material mit einer
katalytischen Aktivität für die Sauerstoffabsorption von Ascorbinsäure
und/oder dem Salz davon. Wenn der Reaktionsbeschleuniger nicht verwendet
wird, nimmt die Sauerstoffabsorptionswirksamkeit, insbesondere die
Sauerstoffabsorptionsgeschwindigkeit, ab.
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Als Reaktionsbeschleuniger kann Aktivkohle, ein Übergangsmetall wie
Eisen, Kupfer, Zink und ein ähnliches Metall oder ein Salz verwendet werden.
Bevorzugt ist Aktivkohle oder eine Eisen-enthaltende Verbindung (die im
folgenden als Eisenverbindung bezeichnet wird) hinsichtlich der Aktivität und
Sicherheit. Die Eisenverbindung umfaßt Eisen(II)salze oder Eisen(III)-salze
sowie anorganische Salze oder organische Salze. Als Beispiele können die
Sulfate, Chloride, Zitrate, Oxalate und ähnliche Salze genannt werden.
Wasserlösliche Salze sind besonders bevorzugt. Als am meisten bevorzugte
Eisenverbindungen können Eisen(II)-sulfat, Eisen(II)-chlorid, Eisen(III)-sulfat
und Eisen(III)-chlorid genannt werden.
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Der Reaktionsbeschleuniger kann in einer Menge von 1 - 200 Gew.-Teile,
bevorzugter 5 - 100 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile an Ascorbinsäure
und/oder dem Salz davon, verwendet werden. Wenn die Menge an
Reaktionsbeschleuniger unter 1 Gew.-Teil oder über 200 Gew.-Teilen liegt, kann eine
ausreichende Sauerstoffabsorption nicht erreicht werden.
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Bei der vorliegenden Erfindung spielt Wasser eine wichtige Rolle,
damit die Sauerstoffadsorption durch die Ascorbinsäure und/oder das Salz
erfolgt. Das Wasser kann in irgendeiner Form vorliegen. Beispielsweise kann es
zugegeben werden, wenn jeder Bestandteil vermischt ist, oder ein
Bestandteil, dem Wasser getrennt beigemischt wird, kann zugegeben werden.
Beispielsweise kann Wasser in ein Wasserabsorptionsmittel eindringt oder daran
adsorbiert, wie an Vermiculit, Zeolith und ähnlichem, in Form von
Kristallisationswasser in einem Bestandteil oder in Form von Dampf aus dem
zu verpackenden Nahrungsmittel, zugegeben werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform kann das Wasser getrennt auf irgendeinem Weg hinzugegeben
werden, wobei jedoch die Sauerstoffabsorptionsgeschwindigkeit oder die
Möglichkeit der Anwendbarkeit bezüglich des Nahrungsmittels in Betracht gezogen
werden müssen. In diesem Fall beträgt die Wassermenge bevorzugt 5 - 50 Gew.-
%, insbesondere 10 - 35 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des zu
verwendenden Absorptionsmittels für Sauerstoff. Wenn die Wassermenge unter 5 Gew.-
% liegt, verringert sich die Wirksamkeit bei der Sauerstoffabsorption und
ist beim getrockneten Nahrungsmittel ungenügend, und es besteht die Gefahr
einer Streuung. Wenn die Wassermenge 50 Gew.-% übersteigt, nimmt die
Fließfähigkeit ab.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Silicagel eine flüssige Phase
sein, die Silicagel bildet, und die beispielsweise durch Zersetzung von
Natriumsilicat mit einer Säure in flüssiger Phase hergestellt wird oder es
kann eine Dampfphase sein, die Silicagel bildet, die beispielsweise durch
Hydropyrolyse von halogeniertem Silicium in Dampfphase hergestellt wird. Die
bevorzugte Teilchengröße des Silicagels ist kleiner als 1000 um oder liegt
darunter, bevorzugt beträgt sie 500 um oder weniger, bedingt durch die
ausgezeichnete Fließfähigkeit und Wirksamkeit. Obgleich es Silicagele gibt,
welche Mikroporen enthalten und solche, die im wesentlichen keine Mikroporen
enthalten, sind die letzteren bevorzugter, verglichen mit der gleichen
Teilchengröße, da sie eine ausgezeichnete Fließfähigkeit besitzen und
L-Ascorbinsäure als Hauptbestandteil verwendet wird. Ein solches Silicagel, das im
wesentlichen keine Mikroporen aufweist, kann allgemein durch
Dampfphasenherstellung erhalten werden.
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Wenn D-Isoascorbinsäure als Hauptbestandteil verwendet wird, werden im
wesentlichen die gleichen Ergebnisse bei beiden Silicagelen, bei denen die
Mikroporen enthalten und bei denen, die keine Mikroporen enthalten,
erhalten, wenn sie bezüglich der gleichen Teilchengröße verglichen werden.
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Das Silicagel wird bevorzugt in einer Menge von 5 - 50 Gew.-%,
bevorzugter 10 - 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Absorptionsmittels
für Sauerstoff, verwendet. Wenn die Menge weniger als 5 Gew.-% beträgt,
verringert sich die Fließfähigkeit und wenn mehr als 50 Gew.-% verwendet
werden, tritt eine Streuung auf.
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Das erfindungsgemäße Absorptionsmittel für Sauerstoff kann weitere
Zusatzstoffe, beispielsweise Desodorierungsmittel, wie Aktivkohle, zur
Absorption des Geruchs von Ascorbinsäure, ein Mittel zur Kontrolle der
Feuchtigkeit des Absorptionsmittels für Sauerstoff, beispielsweise ein
wasserlösliches Salz, ein mit Wasser mischbares Lösungsmittel, wie einen
Alkohol und ähnliche Verbindungen, enthalten.
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Das erfindungsgemäße Absorptionsmittel für Sauerstoff kann durch
einfaches Vermischen der jeweiligen Bestandteile hergestellt werden. Alternativ
kann beispielsweise eine wäßrige Lösung oder eine Dispersion des
Reaktionsbeschleunigers zuvor mit einem Silicagel homogen vermischt werden, wobei ein
fließfähiges Pulver erhalten wird. Das erhaltene Pulver wird mit dem Pulver
aus Ascorbinsäure und/oder dem Salz davon und dem Pulver aus der alkalischen
Verbindung vermischt, und dann können die entstandenen Gemische in
getrennter Form oder als homogenes Gemisch verwendet werden. Die zuvor erwähnten
Herstellungsverfahren sind nur Beispiele. Irgendwelche alternativen
Verfahren können verwendet werden.
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Das so erhaltene Absorptionsmittel für Sauerstoff kann in geeigneter
Menge in einen luftpermeablen Beutel abgepackt werden.
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Die folgenden Beispiele, die keine Beschränkung darstellen sollen,
erläutern die Erfindung.
BEISPIEL 1
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Die in Beispiel 1 verwendeten Bestandteile sind wie folgt:
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Natriumsalz von L-Ascorbinsäure (Reagens),
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Silicagel (Aerosil 200, in der Dampfphase hergestelltes Silicagel mit
einem durchschnittlichen Durchmesser von etwa 12 nm, erhältlich von Nippon
Aerosil K.K.),
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Na&sub2;CO&sub3; H&sub2;O (Reagens),
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NaHCO&sub3; (Anhydrid, Reagens),
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FeSO&sub4; 7H&sub2;O (Reagens), und
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Wasser
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Das Eisen(III)-sulfat wird in Wasser gelöst und das Natriumsalz von L-
Ascorbinsäure, Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat werden zu der
erhaltenen wäßrigen Lösung zugegeben. Das Silicagel wird dann zugegeben und
dann wird homogen vermischt. Das entstandene Gemisch wird in einen Beutel
(5,0 x 6,0 cm) aus einem laminierten Film aus japanischem Papier und einem
perforierten Polyethylenfilm in solcher Menge abgepackt, daß etwa 1 g des
Natriumsalzes von L-Ascorbinsäure in einem Beutel enthalten ist. Die
verwendeten Mengen der Bestandteile sind in Tabelle 1 angegeben.
BEWERTUNG
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Die erhaltenen Absorptionsmittel für Sauerstoff werden in Packungen
(500 ml) aus KON/PE (laminiertem Film aus einem Nylonfilm, der mit
Polyvinylidenchlorid beschichtet ist und einem Polyethylenfilm) zusammen mit Luft
eingesiegelt. Die versiegelten Packungen werden bei 30ºC gelagert, und der
in jeder Packung verbleibende Sauerstoff wird mit einem
Sauerstoffkonzentrationsmikroanalysengerät (RO-101S, erhältlich von Iijima Denshi Kogyo
K.K.) im Verlauf der Zeit gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1
angegeben.
Tabelle 1
Rezepturnummer
Bestandteile (Gew.-Teile)
Natrium-L-Ascorbat
Silicagel
Natriumcarbonat
Natriumhydrogencarbonat
Eisen(II)-sulfat
Wasser
Aufbewahrungszeit
Verbleibende Sauerstoffkonzentration (%)
BEISPIEL 2
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Der Sauerstoffabsorptionstest wurde auf gleiche Weise, wie in Beispiel
1 beschrieben, durchgeführt, ausgenommen daß die Menge an Silicagel geändert
wurde und die Proben bei 15ºC aufbewahrt wurden. Zusätzlich wurde die
Kohlendioxidkonzentration in den Packungen nach 93 Stunden bestimmt. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2
Rezepturnummer
Bestandteile (Gew.-Teile)
Natrium-L-Ascorbat
Silicagel
Natriumcarbonat
Natriumhydrogencarbonat
Eisen(II)-sulfat
Wasser
Aufbewahrungszeit
Verbleibende Sauerstoffkonzentration (%)
CO&sub2;-Konzentration nach 93 Stunden (%)
BEISPIEL 3
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Ein Sauerstoffabsorptionsmittel wurde gemäß Beispiel 1 gemäß der
folgenden Rezeptur hergestellt, und die Sauerstoffabsorptionsfähigkeit wurde
bewertet.
Rezeptur
Gew.-Teile
Natrium-L-Ascorbat
Silicagel (Aerosil OX 50, durchschnittlicher Durchmesser 40 nm, hergestellt in der Dampfphase, erhältlich von Nippon Aerosil K.K.)
Aktivkohle
Wasser
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Das erhaltene Absorptionsmittel für Sauerstoff ist ein graues Pulver
mit einer ausgezeichneten Fließfähigkeit und für die
Hochgeschwindigkeitsverpackung geeignet. Jeweils 3,0 g dieses
Absorptionsmittels für Sauerstoff wurden in einen Beutel aus laminiertem Film aus
japanischem Papier und perforiertem Polyethylenfilm (6,0 x 6,5 cm) abgepackt und
dann 0, 1, 2 und 4 Stunden stehengelassen. Der Absorptionsbeutel für
Sauerstoff wurde in einer Packung aus KON/PE zusammen mit 500 ml Luft
eingesiegelt, bei 25ºC aufbewahrt, und die verbleibende Sauerstoffkonzentration in
der Packung wurde im Verlauf der Zeit unter Verwendung eines
Mikroanalysiergerätes für die Sauerstoffkonzentration bestimmt. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3
Aufbewahrungszeit bei 25ºC (h)
Zeit des Stehenlassens (h)
(verbleibende Sauerstoffkonzentration (%)
BEISPIEL 4
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Aus den in Tabelle 4(1) angegebenen Rezepturen wurden
Absorptionsmittel für Sauerstoff hergestellt. Die Rezepturen Nrn. 5 und 7 entsprechen dem
Sauerstoffabsorptionsmittel der japanischen Patentanmeldungen KOKAI Nrn. 59-
29033 bzw. 59-232078.
Tabelle 4 (1)
Rezepturnummer
Bestandteil (Gew.-Teile)
Na-L-Ascorbat
Na-D-Isoascorbat (Monohydrat)
Wasser
Silicagel (1)
Aktivkohle
Carbon black
Silicagel (2)
(1) Aerosil 200
(2) Finesil (mittlerer Durchmesser 18nm, hergestellt in flüssiger Phase,
erhältlich von Tokuyama Soda K.K.).
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Die in Tabelle 4 (1) angegebenen Absorptionsmittel für Sauerstoff
wurden in einen Beutel aus einem laminierten Film aus japanischem Papier und
perforiertem Polyethylenfilm (6,0 x 6,0 cm) in solcher Menge abgepackt, daß
etwa 1g Na-L-Ascorbat oder Na-D-Isoascorbat als Anhydrid in einer Packung
vorhanden war. Jedes der abgepackten Absorptionsmittel für Sauerstoff wurde
in eine Packung aus einem laminierten Film aus KON und PE zusammen mit 500
ml Luft, eingesiegelt. Die Packungen wurden bei 25ºC während gegebener
Zeiten aufbewahrt, und dann wurde die verbleibende Sauerstoffkonzentration im
Verlauf der Zeit bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 (3) angegeben.
Die Zubereitung Nr. 3 wird pastenartig und ihre Fließfähigkeit
verschlechtert sich, verglichen mit der Zubereitung Nr. 1.
Tabelle 4 (2)
Zubereitungsnummer
Eingefüllte Menge
Tabelle 4 (3)
Aufbewahrungszeit (h)
(verbleibende Sauerstoffkonzentration; %)
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Aus den obigen Ergebnissen ist erkennbar, daß Na-D-Isoascorbat hinsichtlich
der Sauerstoffabsorptionsrate besser ist als Na-L-Ascorbat, das sich von den
Ergebnissen des Absorptionsmittels für Sauerstoff mit bekannter Rezeptur
(ohne Silicagel) recht unterscheidet. D.h. gemäß der vorliegenden Erfindung
kann Na-D-Isoascorbat, welches wirtschaftlicher ist, mit Erfolg verwendet
werden.
BEISPIEL 5
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Nachdem die Absorptionsmittel für Sauerstoff der von BEISPIEL 4 (2) während
0, 1, 2 bzw. 3 Stunden stehengelassen wurden, wurden sie in KON/PE-Packungen
zusammen mit 500 ml Luft eingesiegelt, bei 25ºC während gegebener Zeiten
aufbewahrt und dann wurde die verbleibende Sauerstoffkonzentration bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 angegeben.
Tabelle 5
Aufbewahrungszeit (h)
Zeit des Stehenlassens (h)
(verbleibende Sauerstoffkonzentration; %)
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Aus den obigen Ergebnissen ist erkennbar, daß das Absorptionsmittel
für Sauerstoff, das aus Na-D-Isoascorbat erhalten wird, die Fähigkeit
besitzt, die verbleibende Sauerstoffkonzentration auf weniger als 0,1%
innerhalb von 44 Stunden zu verringern, selbst beim Aufbewahren in Luft während 3
Stunden. Diese Ergebnisse zeigen, daß diese Absorptionsmittel für Sauerstoff
praktisch verwendbar sind.
BEISPIEL 6
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Die Absorptionsmittel für Sauerstoff der Beispiele 4 (2), (6) und (8)
wurden in 200ml-Glasflaschen gegeben, die dann 10 Minuten in einem
Mikrowellenofen erhitzt wurden, der einen elektrischen Outputdruck von 500 W hatte.
Diese wurden dann beobachtet. Als Ergebnis wurden die Gehalte an
Adsorptionsmittel für Sauerstoff der Beispiele 4 (6) und (8) innerhalb von 5 Minuten
verbrannt, wobei ein seltsamer Geruch entstand. Beim weiteren Erhitzen wurde
der Beutel selbst verbrannt. Im Gegensatz dazu zeigte die Zubereitung (2),
die dem erfindungsgemäßen Absorptionsmittel für Sauerstoff entspricht, keine
Änderung im Aussehen nach 10 Minuten.
BEISPIEL 7
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Absorptionsmittel für Sauerstoff wurden nach Beispiel 4 (1) unter
Verwendung von Carbon-Black oder Aktivkohle anstelle von Silicagel hergestellt.
Die erhaltenen Absorptionsmittel für Sauerstoff wurden unter Verwendung
einer automatischen Hochgeschwindigkeitsabfüllmaschine (SAM-P7-D-Typ:
hergestellt von Sanko Kikai K.K.) abgefüllt. Die Absorptionsmittel für Sauerstoff
mit der Rezeptur (1) zeigten eine so ausgezeichnete Fließfähigkeit, daß sie
schnell abgefüllt werden konnten. Das eine Mittel, bei dem Carbon-Black
verwendet wurde, lag selbst als Paste vor und das andere, bei dem die
Aktivkohle verwendet wurde, zeigte eine so schlechte Fließfähigkeit, daß es nicht
qualitativ abgefüllt werden konnte, bedingt durch die schlechtere
Fließfähigkeit aus dem Einfülltrichter.
BEISPIEL 8
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Adborptionsmittel für Sauerstoff wurden gemäß den in Tabelle 6
beschriebenen Rezepturen hergestellt. 5 g von jedem Absorptionsmittel für
Sauerstoff wurden in einem laminierten Polyesterfilm (perforiertem
Polyester/Polyethylenklebstoff/Papier/perforiertem Polyethylen) abgepackt und
zusammen mit 500 ml Luft in einer KON/PE-Packung eingesiegelt. Jede
versiegelte Packung wurde bei 25ºC aufbewahrt, und die Sauerstoffabsorptionszeit
(die Zeit, die für die Verringerung der verbleibenden
Sauerstoffkonzentration auf weniger als 0,1% erforderlich ist) wurde bestimmt. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 6 angegeben.
Tabelle 6
Rezepturnummer
Bestandteil (Gew.-Teile)
Na-L-Ascorbat
Na-D-Isoascorbat (Monohydrat)
Aktivkohle
Vermiculit
Wasser
Silicagel A
Silicagel B
Silicagel C
Silicagel D
Sauerstoffabsorptionszeit (h)
Silicagel A: Reolosil (Durchmesser 5 - 50 nm, hergestellt in der Dampfphase, erhältlich von Tokuyama Soda K.K.),
Silicagel B: Reagens ( Durchmesser 1 - 5 um, hergestellt in flüssiger Phase, erhältlich von Sigma K.K.),
Silicagel C: Wako Gel C-200 (Durchmesser 75 - 150 um, hergestellt in flüssiger Phase, erhältlich von Wako Jyunyaku K.K.),
Silicagel D: Tokusil PR (Durchmesser 50 - 350 um, hergestellt in flüssiger Phase, erhältlich von Tokuyama Soda K.K.)
BEISPIEL 9
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Gemäß der in Tabelle 7 angegebenen Rezeptur wurden Absorptionsmittel
für Sauerstoff hergestellt. Die Fließfähigkeit und die Streufähigkeit des
Absorptionsmittels für Sauerstoff wurden festgestellt. Jedes
Absorptionsmittel für Sauerstoff wurde in einem nicht-gewebten Beutel, hergestellt aus
Polyethylen (Warenzeichen: Luxer, erhältlich von Asahi Kasei Kogyo K.K.) in
solcher Menge abgepackt, daß 1 g Na-D-Isoascorbat als Anhydrid in einem
Beutel enthalten war. Jeder Beutel wurde zusammen mit 500 ml Luft und einem
Filterpapier (Nr. 2, Durchmesser 11 cm, erhältlich von Advantic Toyo K.K.),
imprägniert mit 1 ml Wasser innerhalb einer KON/PE-Packung, versiegelt.
Gemäß dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 8 wurde die
Sauerstoffabsorptionszeit bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 angegeben.
Tabelle 7
Rezepturnummer
Bestandteil (Gew.-Teile)
Na-D-Isoascorbat (Monohydrat)
Aerosil 200
Wasser
Wassergehalt (%)
Füllmenge (g)
Fließfähigkeit
Streuung
Sauerstoffabsorptionszeit (h)
keine
G: gut, L-B: etwas schlecht, B: schlecht, *: Paste
BEISPIEL 10
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Ein Absorptionsmittel für Sauerstoff wurde durch Vermischen von 10
Gew.-Teilen Natrium-L-Ascorbat, 10 Gew.-Teilen Reolosil, 10 Gew.-Teilen
Ca(OH)&sub2;, 5 Gew.-Teilen CuSO&sub4; 5H&sub2;O und 15 Gew.-Teilen Wasser hergestellt. 5 g
des Gemisches wurden in einem Beutel (4,5 x 8,0 cm), hergestellt aus Luxer,
verpackt und zusammen mit etwa 50 g Biskuitkuchen in eine Packung aus KON/PE
eingesiegelt und bei 30ºC aufbewahrt. Als Vergleich wurde ein versiegelter
Biskuitkuchen innerhalb einer Packung von KON/PE ohne Absorptionsmittel für
Sauerstoff bei den gleichen Bedingungen aufbewahrt. In der letzteren Packung
sammelte sich Schimmel auf dem Kuchen nach 7 Tagen an, aber in der ersteren
Packung konnte keine Änderung im Aussehen nach 30 Tagen beobachtet werden,
und der Kuchen konnte gegessen werden.