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Die Erfindung betrifft eine Farbbildröhre mit einem Kolben mit einem im
wesentlichen rechteckigen Bildwiedergabefenster, eine im wesentlichen rechteckige
Lochmaske mit einer Vielzahl von Öffnungen und mit einem Kragen, einen im
wesentlichen rechteckigen Rahmen, an dem der Kragen der Lochmaske befestigt ist, und am
Rahmen befestigte Verbindungselemente enthält.
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Eine derartige Farbwiedergaberöhre ist in der britischen Patentanmeldung
GB-A-2097996 beschrieben. Das Wiedergeben eines Bildes in einer derartigen
Farbbildwiedergaberöhre wird durch das Ablenken im Kolben erzeugter Elektronenbündel an
einem leuchtenden auf der Innenfläche des Wiedergabefensters abgeschiedenen
Bildwiedergabeschirm erhalten, wobei die Elektronenbündel durch die Lochmaske gehen.
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In der Praxis wurde gefunden, daß die Lochmaske ungewünschte
Bewegungen durch Erschütterungen (Empfindlichkeit für Mikrophonieeffekte) machen
kann. Diese Bewegungen können die Güte eines wiederzugebenden Bildes nachteilig
beeinflussen.
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Der Erfindung liegt u.a. die Aufgabe zugrunde, eine
Farbbildwiedergaberöhre zu schaffen, in der die Lochmaske weniger anfällig für Mikrophonieeffekte
ist und wobei die Bildqualität verbessert ist.
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Erfindungsgemäß ist eine Farbbildwiedergaberöhre der eingangs
erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Seite des Rahmens in einer
Richtung längs der Seite in einem Querschnitt einen Anteil enthält, der an einem
Verbindungselement befestigt ist, und einen Anteil enthält, der im Abstand von den
Verbindungselementen liegt, wobei ein Anteil des Kragens der Lochmaske sich auf
diesem freien Anteil abstützt.
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Da ein Anteil des Rahmens von dem Verbindungselement frei ist, kann
dieser Anteil beim Auftreten von Schwingungen eine Bewegung ausführen, die von der
Beweung des am Verbindungselement befestigten Anteils abweicht. Wenn der Anteil des
Kragens auf diesem freien Anteil sich abstützt, d.h. die Anteile sind nicht aneinander
befestigt, kann der Kragen über den freien losen Anteil gleiten, wobei eine Reibung
entsteht. Durch diese Reibung arbeitet der Rahmen als Schwingungsdämpfer zwischen
dem Verbindungselement und der Lochmaske. Dies macht die Lochmaske ausreichend
unempfindlich für Schwingungen.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Farbbildwiedergaberöhre, in der der Rahmen über die Verbindungselemente in den Ecken des
Wiedergabefensters befestigt ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Enden von
zwei einander zugewandten kurzen Seiten des Rahmens in einem Querschnitt in einer
Richtung längs der Seite einen Anteil enthält, der am betreffenden Verbindungselement
befestigt ist, und einen Anteil enthält, der frei vom Verbindungselement sich erstreckt,
wobei ein Anteil des Kragens der Lochmaske sich auf diesem freien Anteil abstützt.
Sogar wenn die Farbbildwiedergaberöhre in einer Umgebung verwendet wird, in der
starke Erschütterungen auftreten, zeigt es sich in der Praxis, daß eine gewünschte
Schwingungsdämpfung erreicht wird.
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Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Farbbildwiedergaberöhre, in der Schwingungsdämpfung auf einfache Weise erhalten
wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Ende einer der Seiten des
Rahmens ein Stufenprofil hat. Dieses Stufenprofil macht es für den freien Anteil des
Rahmens möglich, das Verbindungselement wenigstens teilweise zu umgeben, wodurch
die ganze Struktur eine gedrängte Form haben kann.
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Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Farbbildwiedergaberöhre ist dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Enden der zwei
einander zugewandten kurzen Seiten des Rahmens in einem Querschnitt in einer
Richtung längs der kurzen Seite einen Anteil enthält, der am betreffenden
Verbindungselement befestigt ist, und einen Anteil enthält, der sich frei vom Verbindungselement
erstreckt, wobei ein Anteil des Kragens der Lochmaske sich auf dem freien Anteil
abstützt, und daß jedes der Enden der zwei einander zugewandten langen Seiten des
Rahmens in einem Querschnitt in einer Richtung längs der langen Seite einen Anteil
enthält, der am betreffenden Verbindungselement befestigt ist, und einen Anteil enthält,
der frei vom Verbindungselement ist, wobei ein Anteil des Kragens der Lochmaske an
diesem freien Anteil befestigt ist. Diese Struktur zeigt sich äußerst geeignet zum
Dämpfen von Schwingungen in der Lochmaske in Kombination mit der gegenseitigen
Verbindung des Rahmens, der Verbindungselemente und der Lochmaske, während eine
mechanisch stabile Verbindung zwischen der Lochmaske und dem Rahmen
aufrechterhalten wird.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
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Fig. 1 einen schematischen Langsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Farbbildwiedergaberöhre,
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Fig. 2 eine schematische Vorderansicht einer an einem Rahmen
befestigten Lochmaske,
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Fig. 3 einen schematischen Querschnitt durch einen Anteil eines
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Farbbildwiedergaberöhre,
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Fig. 4 einen schematischen Querschnitt durch einen Anteil eines anderen
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Farbbildwiedergaberöhre,
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Fig. 5 eine schematische perspektivische Darstellung eines Anteils einer
an einem Rahmen befestigten Lochmaske in einer erfindungsgemäßen
Farbbildwiedergaberöhre.
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Die in Fig. 1 schematisch in einem Längsschnitt dargestellte
Farbbildwiedergaberöhre enthält einen Kolben mit einem im wesentlichen rechteckigen
Wiedergabefenster 1, einen konusartigen Kolbenanteil 2 und einen Halsanteil 3. Im Halsanteil 3
befindet sich ein Elektrodensystem 4 zum Erzeugen beispielsweise von drei
Elektronenbündeln 5, 6 und 7. Die Elektronenbündel werden in einer Ebene (in diesem Fall
in der Zeichenebene) erzeugt und auf einen leuchtenden Wiedergabeschirm 8 gerichtet,
der an der Innenseite des Wiedergabefensters 1 abgelagert ist. Dieser Wiedergabefenster
8 besteht beispielsweise aus einer Vielzahl von Leuchtstoffelementen, die in roter,
grüner und blauer Farbe leuchten. Auf ihren Weg nach dem Wiedergabeschirm 8
werden die Elektronenbündel 5, 6 und 7 am Wiedergabefenster 8 mit Hilfe einer Anzahl
von Ablenkspulen 9 abgelenkt, die koaxial um die Längsachse 34 der
Farbbildwiedergaberöhre angeordnet sind. Die Elektronenbündel gehen durch eine Lochmaske 10, die
ein dünnes Metallblech enthält, eine Vielzahl von Öffnungen 11 aufweist und einen
aufrechten Rand 20 hat (der Kragen der Lochmaske). Die drei Elektronenbündel 5, 6
und 7 gehen durch die Öffnungen 11 unter einem spitzen Winkel gegeneinander und
daher landet jedes Bündel auf nur einem Leuchtstoffelement nur einer Farbe. Die
Lochmaske 10 ist an einem Rahmen 13 befestigt und hängt an den Stiften 15 im
Wiedergabefenster 1 mit Hilfe der Aufhängeelemente 14.
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Der Rahmen 13 besteht beispielsweise aus vier dünnwandigen getrennten
Anteilen 16, 17, 18 und 19, die mittels Verbindungselemente miteinander verbunden
sind, in diesem Fall die Winkelelemente 12 nach der schematischen Darstellung in Fig.
2. Jeder Anteil 16, 17, 18 und 19 ist mit seinem Ende an einem Winkelelement
befestigt, beispielsweise mittels Punktverschweißung wie mit den Punkten 30
angegeben. Hierdurch entsteht ein mechanisch stabiler Rahmen 13. Der Kragen 20 der
Lochmaske 10 ist an den getrennten Anteilen befestigt, beispielsweise durch
Punktverschweißung. Zum Vermeiden von Dehnungsunterschieden zwischen der Lochmaske 10
und dem Rahmen 13, bestehen sie in diesem Fall aus demselben Material und haben sie
gleiche Dicke. Die Anteile 16 und 18 sind kürzer als die Anteile 17 und 19. In der
veranschaulichten Anordnung ist ein flexibles Aufhängeelement 14 an jedem
Winkelelement 12 befestigt und auf dem Stift 15 in einer Ecke des Fensters montiert. Jedoch
beschränkt sich die Erfindung nicht auf diese Aufhängeart der Lochmaske in den Ecken
des Wiedergabefensters, sondern bezieht sich beispielsweise ebenfalls auf eine
Aufhängeeinrichtung, in der die Aufhängeelemente sich halbwegs der Seiten des
Wiedergabefensters befinden. Außerdem ist es möglich in einem weiteren Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Farbbildwiedergaberöhre, den Rahmen als eine integrale
Einheit herzustellen.
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In Fig. 3 ist schematisch ein Querschnitt eines Anteils eines
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Farbbildwiedergaberöhre entlang der Linie III-III
nach Fig. 2 dargestellt.
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Ein Ende der kurzen Seite 18 des Rahmens, in diesem Fall in der Form
eines flachen Streifens 9, stützt sich zum Teil auf dem Winkelelement 12 ab, wenn in
einer Richtung auf der Seite in einem Querschnitt gesehen, und ist daran mit den
Punktverschweißungen 30 befestigt. Ein Anteil des Kragens 20 der Lochmaske 10 stützt
sich auf dem ausragenden Anteil 22 ab, der sich frei vom Winkelelement 12 erstreckt.
Beim Auftreten von Schwingungen kann der freie Anteil 22 eine Bewegung ausführen,
die von der des Winkelelements 12 abweicht. Der Anteil des Kragens 20, der sich auf
dem freien Anteil 22 abstützt, kann über diesen freien Anteil gleiten.
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Hierdurch wird eine Dämpfung von Schwingungen in der Lochmaske 10
erhalten, so daß der Rahmen als Schwingungsdämpfer arbeitet.
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Bei bekannten Röhren, wenn Erschütterungen bei der Wiedergabe eines
Bildes auftreten, können unerwünschte Bewegungen der Lochmaske auftreten, wodurch
die Aperturen der Lochmaske in bezug auf die Leuchtstoffelemente des
Wiedergabeschirms verschoben werden und durch diese unerwünschte Bewegungen zu Farbfehler
führen.
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Jedoch werden in der oben beschriebenen Wiedergaberöhre mit dem
Rahmen als Schwingungsdämpfer unerwünschte Effekte beim Auftreten von
Erschütterungen an der Röhre wenigstens weitgehend vermieden werden. Sogar in einer
Umgebung, in der große Erschütterungen auftreten, wird eine sehr wirksame
Schwingungsdämpfung erreicht, insbesondere wenn beide Enden der beiden einander zugewandten
kurzen Seiten 16 und 18 des Rahmens an den Winkelelementen auf gleiche Weise
befestigt sind und ein Anteil des Kragens 20 der Lochmaske 10 auf den freien Anteilen
des Rahmens sich abstützen.
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In Fig. 4 ist schematisch ein Querschnitt durch einen Anteil eines
abgewandelten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Farbbildwiedergaberöhre
dargestellt. Die Seite 18 des Rahmens ist dabei mit einem Stufenprofil versehen. Das
Ende der langen Seite 19 ist auf ähnliche Weise profiliert. In diesem
Ausführungsbeispiel ist es für den freien Anteil 22 möglich, das Winkelelement wenigstens teilweise
einzuschließen. Der Zusammenbau des Rahmens und der Lochmaske kann daher
gedrängter strukturiert werden, wodurch u.a. das Zusammenbauen bei der Herstellung
der Farbbildwiedergaberöhre erleichtert wird.
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In Fig. 5 ist eine schematische perspektivische Darstellung eines Anteils
einer an einem Rahmen 13 in einer erfindungsgemäßen Farbbildwiedergaberöhre
befestigten Lochmaske 10 dargestellt. Sowohl die zwei kurzen Seiten 16 und 18 als auch
die zwei langen Seiten (von denen nur die Seite 19 dargestellt ist) des Rahmens 13
weisen ein gestuftes Profil auf. Der Kragen 20 der Lochmaske 10 stützt sich auf den
Anteilen der Enden der kurzen Seiten 16 und 18 ab, die frei von den Winkelelementen
sind. Der Kragen der Lochmaske ist an den Anteilen der Enden der langen Seiten
befestigt, die frei von den Winkelelementen 12 sind, beispielsweise mittels
Punktverschweißungen 23. Sowohl halbwegs der langen als auch der kurzen Seiten des Rahmens
ist der Kragen 20 an diesen Seiten mittels der Punktverschweißungen 24 befestigt. Diese
Struktur im Verhältnis zur Verbindung mit dem Rahmen, die Winkelelemente und die
Lochmaske zeigen sich äußerst geeignet zum Dämpfen von Schwingungen in der
Lochmaske, während eine mechanisch stabile Verbindung zwischen den Anteilen
aufrechterhalten wird.