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DE69016223T2 - Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft. - Google Patents

Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft.

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DE69016223T2
DE69016223T2 DE69016223T DE69016223T DE69016223T2 DE 69016223 T2 DE69016223 T2 DE 69016223T2 DE 69016223 T DE69016223 T DE 69016223T DE 69016223 T DE69016223 T DE 69016223T DE 69016223 T2 DE69016223 T2 DE 69016223T2
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valve
magnetic pole
pole
electromagnet
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Hideo Kawamura
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Isuzu Ceramics Research Institute Co Ltd
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L9/00Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically
    • F01L9/20Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically by electric means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)
  • Magnetically Actuated Valves (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft zum Öffnen und Schließen eines Einlaß-/Auslaßventils einer Maschine durch eine mittels eines Elektromagneten erzeugten elektromagnetischen Kraft.
  • Bei einem Beispiel einer herkömmlichen Antriebsvorrichtung zum Öffnen und Schließen eines Einlaß-/Auslaßventils ist eine Nockenwelle, auf welcher Nocken für den Einlaß und Auslaß angeordnet sind, auf dem oberen Bereich der Maschine oder an einer Seite davon ausgebildet. Eine Kurbelwelle und die Nockenwelle werden durch Drehübertragungsmittel, wie etwa einem Riemen verbunden und die Nockenwelle wird synchron mit der Umdrehungsphase der Maschine in Umdrehungsrichtung angetrieben.
  • Die Nockenfläche der Nockenwelle und die axiale Endfläche des Ventils sind durch einen Verbindungsmechanismus, wie etwa einem Kipphebel oder einer Stößelstange verbunden. Das fortwährend durch eine Ventilfeder in Schließrichtung vorgespannte Einlaß-/Auslaßventil wird in Öffnungsrichtung durch den Verbindungsmechanismus angetrieben, derart, daß er auf die axiale Endfläche des Ventils Druck ausübt.
  • Diese herkömmliche Antriebsvorrichtung zum Öffnen und Schließen des Einlaß-/Auslaßventils bedingt eine großdimensionierte Maschine, da die Nockenwelle und der Verbindungsmechanismus aufgenommen werden müssen.
  • Da zudem die Nockenwelle und der Verbindungsmechanismus durch die Abgabewelle der Maschine angetrieben werden, wird ein Teil der Motorleistung durch Reibungswiderstand verbraucht, wenn die Nockenwelle und der Verbindungsmechanismus angetrieben werden. Dies verringert die wirksame Motorleistung.
  • Zudem kann die Zeitsteuerung bzw. das Timing des Einlaß- /Auslaßventils während des Maschinenbetriebes nicht verändert werden. Da die Ventilzeitsteuerung in Übereinstimmung mit der Umdrehungsgeschwindigkeit der Maschine eingestellt wird, fällt die Motorleistung und der Wirkungsgrad ab, wenn die Maschine bei einer von der vorgegebenen Geschwindigkeit abweichenden Geschwindigkeit (rpm) läuft.
  • Um vorgenannte Probleme zu lösen, wurde in der JP-A-58- 183805 und in der JP-A-61-76713 eine Vorrichtung zum Antreiben eines Einlaß-/Auslaßventils durch eine zwischen einem mit einem Einlaß-/Auslaßventil verbundenen, bewegbaren Magnetpol und einem Magnetpol eines festen Elektromagneten wirkende Anziehungskraft vorgeschlagen.
  • Bei diesen Vorrichtungen ist der Abstand zwischen dem Magnetpol des Elektromagneten und dem bewegbaren Magnetpol zu dem Zeitpunkt maximal, wenn die Anziehungskraft beginnt, auf den bewegbaren Magnetpol einzuwirken. Folglich ist die Anziehungskraft zwischen dem Magnetpol des Elektromagneten und dem bewegbaren Magnetpol zu diesem Zeitpunkt minimal. Daher ist die Beschleunigung des bewegbaren Magnetpols kurz nach dessen Bewegungsstart gering und somit die Öffnungsgröße des operativ dem bewegbaren Magnetpol zugeordneten Ventils klein.
  • Da ferner der Abstand zwischen dem Elektromagneten und dem bewegbaren Magnetpol groß ist, selbst wenn eine Bremskraft auf den bewegbaren Magnetpol kurz vor dem Absitzen des Ventils aufgebracht wird, um den beim Aufsitzen des Ventils entstehenden Stoß zu vermindern, wie in der Druckschrift JP-A-61-76713 beschrieben, ist die Bremskraft zu gering, um den Absitzstoß in ausreichendem Maße zu reduzieren.
  • JP-A-58-101206 löst dieses Problem teilweise durch eine Anordnung, mit welcher eine Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft angeordnet ist, zum Öffnen und Schließen eines Einlaß-/Auslaßventils einer Maschine, mit einem Magnetelement auf dem Einlaß-/Auslaßventil zu dessen Hin- und Herbewegung, ersten und zweiten zusammenwirkenden Elektromagneten, wobei der erste einen Magnetpol aufweist, welcher einer Seite des bewegbaren Magnetpols gegenüberliegt und der zweite Elektromagnet einen Magnetpol hat, welcher der anderen Seite des Magnetpolelementes gegenüberliegt, einer Feder, die das Schließen des Ventils bewirkt und Erregungssteuermitteln zum Erregen der ersten und zweiten Elektromagneten, so daß das Einlaß-/Auslaßventil geöffnet und geschlossen wird.
  • Ein ähnliches System ist in US-A-4392632 dargestellt, in welcher ein System zum Abbremsen des Ventils, durch die Wirkung einer abstoßenden Kraft, welche zwischen den eingesetzten Magneten wirkt, kurz bevor das Ventil absitzt, beschrieben wird.
  • Die Erfindung wurde im Hinblick auf die vorgenannten Punkte ausgearbeitet und ihre Aufgabe besteht darin, eine Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft zu schaffen, bei welcher die auf das Ventil wirkende Magnetkraft maximal ist, wenn das Ventil beginnt, sich zu bewegen und wenn das Ventil absitzt.
  • Gemäß der Erfindung wird eine Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft zum Öffnen und Schließen eines Einlaß-/Auslaßventils einer Maschine geschaffen, mit:
  • - einem Magnetpolelement, welches zum Hin- und Herbewegen mit einem Einlaß-/Auslaßventil verbunden ist,
  • - einem ersten Elektromagneten mit ersten und zweiten gegenüberliegenden Polen, wobei der erste Pol einem Ende des Magnetpolelementes gegenüberliegt,
  • - einem zweiten Elektromagneten mit einem Jochelement, wobei das Ventil relativ zum Jochelement bewegbar ist, das Jochelement einen oberen, dem einen Ende des bewegbaren Magnetpolelementes gegenüberliegenden Magnetpol und einen unteren, dem anderen Ende des bewegbaren Magnetpols gegenüberliegenden Magnetpol aufweist, der zweite Pol des ersten Elektromagneten ein Umfangspol ist, welcher dem ersten Pol des ersten Elektromagneten und dem oberen Pol des zweiten Elektromagneten gegenüberliegt,
  • - einer Feder, welche das Ventil in Schließrichtung drückt, wobei die Feder auf das bewegbare Magnetpolelement eine Kraft ausübt, welche dieses in Richtung seines einen Endes bewegt, und
  • - Erregungssteuermitteln zum Erregen des ersten Elektromagneten und mit einer programmierbaren Steuereinheit zum Einstellen des Ventilöffnungstimings, wobei die Erregungsmittel die ersten und zweiten Elektromagneten erregen, so daß das Einlaß-/Auslaßventil geöffnet und daß eine abstoßende Kraft bewirkt wird, um zwischen dem einen Ende des bewegbaren Magnetpols und dem ersten Pol zu wirken, kurz bevor das Ventil absitzt.
  • Die Erfindung ist gegenüber JP-A-58-101208 durch verschiedene Merkmale, den umfänglichen zweiten Pol des ersten Elektromagneten beinhaltend, abgegrenzt.
  • Durch die erfindungsgemäße Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft wirkt eine abstoßende Kraft zwischen dem einen Ende des bewegbaren Magnetpols und dem oberen festen Magnetpol, wenn das Einlaß-/Auslaßventil gelöst wird. Die abstoßende Kraft treibt das Einlaß-/Auslaßventil in Öffnungsrichtung an. Nachdem der bewegbare Magnetpol für eine vorgegebene Zeitdauer an einer Position gehalten wurde, in welcher die abstoßende Kraft und die Federkraft im Gleichgewicht sind, wird die Erregung beendet, so daß das Einlaß-/Auslaßventil durch die Federkraft geschlossen wird.
  • Die Erregung wird für eine vorgegebene Zeitdauer, bis kurz vor dem Absetzen des Ventils fortgeführt, wodurch das Ventil in Schließrichtung gebremst wird, so daß der Stoß beim Absitzen verringert wird.
  • Folglich kann erfindungsgemäß eine Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft für hohe Leistung und hervorragende Kraftstoffwirtschaftlichkeit vorgesehen werden, bei welcher das Antreiben des Einlaß-/Auslaßventils in Öffnungsrichtung und Bremsen des Ventils beim Absitzen durch eine elektromagnetische Kraft und eine hohe Antriebskraft in Öffnungsrichtung als auch eine starke Beschleunigung beim Absitzen erreicht wird. Folglich wird der Öffnungsgrad des Einlaß-/Auslaßventils vergrößert, d.h. der Einlaß-/Auslaßwiderstand verringert.
  • Ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung wird nachfolgend mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, in welcher gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Teile in allen Figuren beschreiben. Es zeigt:
  • Fig. 1 ein Blockdiagramm, welches ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel darstellt;
  • Fig. 2 eine Ansicht, welche einen Ventilantriebsabschnitt darstellt; und
  • Fig. 3 ein Diagramm, welches die Beziehung zwischen dem Betrag der Ventilbewegung und der Zeit darstellt.
  • Eine Maschine 6 weist ein Einlaßventil zum Öffnen und Schließen einer Einlaßöffnung eines Zylinders und ein Auslaßventil zum Öffnen und Schließen der Auslaßöffnung des Zylinders auf. Die nachfolgende Diskussion befaßt sich hauptsächlich mit dem Einlaßventil.
  • Das Bezugszeichen 4 kennzeichnet das Einlaßventil, welches aus einem hitzebeständigen, leichtgewichtigen Keramik gebildet ist. Die Ausbildung des Einlaßventils 4 aus einer hitzebeständigen Legierung, wie im Stand der Technik, ist auch zulässig.
  • Das Einlaßventil 4 wird axial durch eine Ventilführung 41 getragen, so daß es in axialer Richtung verschiebbar ist, und weist einen abgeschrägten Bereich auf, welcher auf einem am Auslaß der Zufuhrleitung 43 angeordneten Ventilsitz 42 absitzt, wodurch die Einlaßöffnung geschlossen wird. Ein magnetisches Material umfassender, bewegbarer Magnetpol 3 ist starr an dem Axialendbereich des Einlaßventils 4 durch ein Befestigungselement 33 befestigt. Der axiale Endbereich des bewegbaren Magnetpols 3 ist derart ausgebildet, daß er einen radial vorspringenden Endmagnetpol 31 hat.
  • Ein oberer Elektromagnet 1 ist nahe dem Endmagnetpol 31 an dessen Oberseite angeordnet und hat einen zentralen Magnetpol 12, welcher dem Endmagnetpol 31 gegenüberliegt, einen Umfangsmagnetpol 13, der dem zentralen Magnetpol 12 gegenüberliegt und eine obere Spule 11, so daß Magnetkraftlinien im Zentralmagnetpol 12 und im Umfangsmagnetpol 13 erzeugt werden.
  • Ein unterer Elektromagnet 2 ist um den äußeren Umfang des bewegbaren Magnetpols 3 angeordnet und umfaßt einen oberen Magnetpol 23, welcher dem Umfangsmagnetpol 13 und dem Endmagnetpol 31 gegenüberliegt, einen unteren Magnetpol 22, welcher der äußeren Umfangsfläche des bewegbaren Magnetpols 3 gegenüberliegt und eine untere Spule 31, so daß Magnetkraftlinien im oberen Magnetpol 23 und im unteren Magnetpol 22 erzeugt werden.
  • Eine Feder 32, welche eine nach oben gerichtete Kraft auf das Einlaßventil 4 durch den bewegbaren Magnetpol 3 aufbringt, ist zwischen dem Endmagnetpol 31 und dem unteren Magnetpol 22 angeordnet.
  • Die obere Spule 11 und die untere Spule 21 sind an einem Eingang-/Ausgang-Interface 54 innerhalb einer Steuereinheit verbunden. Zusätzlich zur oberen Spule 11 und zur unteren Spule 21 ist ein Drehsensor 61 mit dem Eingang-/Ausgang- Interface 54 verbunden, welcher in der Nähe der Abtriebswelle der Maschine 6 angeordnet ist.
  • Die Steuereinheit 5 umfaßt zusätzlich zum Eingang-/Ausgang- Interface 54, welches den Signaleingang/-ausgang zu externen Geräten überwacht, einen ROM 52, welcher Programme und Daten vorab speichert, einen CPU 51, welcher bei Steuerung durch die im ROM 52 gespeicherten Programme eine Verarbeitung ausführt, einen RAM 53 zum temporären Speichern von Eingangssignalen und der Verarbeitungsergebnisse und einen Steuerspeicher 55, welcher den Signalfluß innerhalb der Steuereinheit 5 steuert.
  • Der Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nachfolgend beschrieben.
  • Fig. 2 zeigt eine den oberen Elektromagnet 1 und den unteren Elektromagnet 2 darstellende Ansicht, welche den Ventiltriebabschnitt bilden. Der in Fig. 1 schraffiert dargestellte Querschnitt wurde in Fig. 2 entfernt.
  • Während des normalen Betriebes wird das Einlaßventil 4 durch die Feder 32 nach oben gedrückt und in dieser Position gehalten, in welcher das Einlaßventil 4 sich im Ventilsitz 42 befindet. Wenn die durch den Drehsensor 61 erfaßte Drehphase der Maschine 6 den Zeitpunkt zum Öffnen des Einlaßventils 4 darstellt, strömt ein Strom durch die obere Spule 11 derart, daß ein Nordpol (N) im zentralen Magnetpol 12 und ein Südpol (S) im Umfangsmagnetpol 13 erzeugt wird. Gleichzeitig wird ein Strom durch die untere Spule 21 geschickt, so daß ein N-Pol in dem unteren Magnetpol 22 und ein S-Pol in dem oberen Magnetpol 23 in ähnlicher Form erzeugt wird.
  • Da der Endmagnetpol 31 dem oberen Magnetpol 23 gegenüberliegt, wird ein N-Pol im Endmagnetpol 31 durch den im oberen Magnetpol 23 erzeugten 5-Pol erzeugt. Folglich entsprechen der zentrale Magnetpol 12 und der Endmagnetpol 31 bezüglich der polarität einander und stoßen einander ab, wodurch das Einlaßventil 4 nach unten angetrieben wird.
  • Da der Abstand zwischen dem zentralen Magnetpol 12 und dem Endmagnetpol 31 zu dem Zeitpunkt, wenn der vorhergehende Antriebsbetrieb beginnt, bezüglich des vertikalen Hubes des Einlaßventils 4 minimal ist, ist die nach oben gerichtete Antriebskraft, welche durch die elektromagnetische Abstoßung erzeugt wird, maximal.
  • Wenn das Einlaßventil 4 somit nach unten angetrieben wird, um den Abstand zwischen dem Endmagnetpol 31 und dem zentralen Magnetpol 12 zu erhöhen, nimmt die Abstoßungskraft ab und die nach oben gerichtete Kraft, welche durch die Feder 32 erzeugt wird, zu. Das Einlaßventil 4 stoppt an einer Position, an welcher sich die nach unten gerichtete Abstoßungskraft und die nach oben gerichtete Federkraft im Gleichgewicht befinden.
  • Die Stromzufuhr zur oberen Spule 11 und zur unteren Spule 21 wird zu einem ersten vorgegebenen Zeitpunkt von dem Moment an, wenn das Einlaßventil 4 geöffnet ist, unterbrochen. Folglich bricht die nach unten gerichtete Abstoßungskraft zusammen und lediglich die durch die Feder 32 erzeugte nach oben gerichtete Kraft bleibt bestehen. Somit wird das Einlaßventil 4 nach oben angetrieben. Kurz bevor das Einlaßventil auf dem Ventilsitz 42 absitzt, d.h. zu einem zweiten vorgegebenen Zeitpunkt, welcher von dem Moment an erreicht ist, wenn die erste Zeitdauer verstrichen ist, wird wiederum ein Strom durch die obere Spule 11 und die untere Spule 21 geschickt, so daß N-Pole in dem zentralen Magnetpol 12 und im Endmagnetpol 31 erzeugt werden. Aufgrund der Stromzuführung wirkt eine nach unten gerichtete Abstoßungskraft auf das Einlaßventil 4, so daß dessen nach oben gerichtete Bewegungsgeschwindigkeit verringert wird, wodurch ein Stoß vermindert wird, welcher beim Absitzen des Ventils 4 auf dem Ventil 42 entsteht.
  • Bei einer dritten gesetzten Zeit, welche vorab als zum Abbremsen erforderliche Zeit gesetzt wurde, wird wieder die Stromzuführung zur oberen Spule 11 und zur unteren Spule 21 unterbrochen. Somit bleibt das Einlaßventil 4 in der Sitzstellung auf dem Ventilsitz 42 durch die Feder 32.
  • Eine vorab im ROM 52 gespeicherte Tabelle gibt die Beziehung zwischen jeder gesetzten Zeitdauer und der Maschinenumdrehung wieder. Die ersten, zweiten und dritten oben genannten Zeiten werden durch Berechnung der der Maschinenumdrehung aus der Umdrehung der Maschine 6 entsprechenden gesetzten Zeit, wobei die Umdrehung der Maschine 6 durch den Drehsensor 61 erfaßt wird, und aus der korrelierende Tabelle erhalten.
  • Das Öffnen und Schließen des Ventils wird nachfolgend mit Bezug auf Fig. 3 beschrieben.
  • Fig. 3 zeigt sogenannte Nockenprofilkurven, bei welchen die Horizontalachse den Öffnungszeitpunkt des Einlaßventils 4 und die vertikale Achse den Betrag der Ventilbewegung darstellt. Die in diesem Diagramm gezeigten Kurven stellen die Änderung des Bewegungsbetrages des Einlaßventils in Bezug auf die verstrichene Zeit dar. Die durch die durchgezogene Linie gekennzeichnete Kurve entspricht der Erfindung, während die gestrichelte Linie mit der herkömmlichen Vorrichtung unter Verwendung von Elektromagneten erhalten wird.
  • Bei einer herkömmlichen, der gestrichelten Linienkurve zugeordneten Vorrichtung wird das Ventil durch Anziehungskräfte angetrieben, welche elektromagnetisch erzeugt werden.
  • Folglich wird die Anziehungskraft zu dem Zeitpunkt minimal, wenn die Kraft zu wirken beginnt und der Abstand, über den die elektromagnetische Kraft wirkt, nimmt mit der Bewegung des Ventils ab, wodurch die Anziehungskraft zunimmt. Somit ist die Beschleunigung kurz nach dem Bewegungsstart gering. Andererseits ist die Beschleunigung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kurz nach dem Ventilbewegungsbeginn hoch, wie oben beschrieben wurde.
  • Die zwischen der Profilkurve und der horizontalen Achse definierte Fläche zeigt den Ventilöffnungsgrad. Es ist verständlich, daß diese Fläche, welche mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhalten wurde, um den durch die schraffierten Bereiche dargestellten Betrag größer ist, als die des Standes der Technik.
  • Folglich ist die erfindungsgemäße Vorrichtung derart ausgestaltet, daß der Einlaß-/Auslaßwiderstand beim Öffnen eines Einlaß-/Auslaßventils geringer ist, als der einer Vorrichtung des Standes der Technik und die Betriebsweise der Maschine 6 gegenüber der Vorrichtung gemäß Stand der Technik verbessert ist.
  • Sowohl die die Korrelation zwischen den gesetzten Zeiten und der oben genannten Maschinenumdrehung angebenden Tabelle, als auch eine Karte, welche die Beziehung zwischen der Maschinenumdrehung und dem Ventilöffnungszeitpunkt darstellt, wird vorab in den ROM 52 gespeichert und die Maschinenleistungsabgabe und der Wirkungsgrad kann im kompletten Bereich der Maschinenumdrehung durch Veränderung des Ventilöffnungszeitpunktes, wenn die Drehgeschwindigkeit de Maschine 6 sich ändert, verbessert werden.
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Zylindersteuerung auszuführen, um die Anzahl der betriebenen Zylinder durch Antreiben oder Anhalten der Einlaß-/Auslaßventile jedes Zylinders zu erhöhen oder zu erniedrigen, welche bei einem Anstieg oder Abfall der Umdrehung der Maschine 6 mitwirken.
  • Obwohl die Erfindung primär mit Bezug auf das Einlaßventil beschrieben wurde, ist es offensichtlich, daß die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung analog auf ein Auslaßventil anwendbar ist.

Claims (3)

1. Ventiltriebvorrichtung mit elektromagnetischer Kraft, zum Öffnen und Schließen eines Einlaß-/Auslaßventils einer Maschine mit:
- einem Magnetpolelement (3), welches zum Hin- und Herbewegen mit einem Einlaß-/Auslaßventil (4) verbunden ist,
- einem ersten Elektromagneten (1) mit ersten und zweiten gegenüberliegenden Polen (12, 13), wobei der erste Pol (12) einem Ende (31) des Magnetpolelementes (3) gegenüberliegt,
- einem zweiten Elektromagneten (2) mit einem Jochelement, wobei das Ventil (4) relativ zum Jochelement bewegbar ist, das Jochelement einen oberen, dem einen Ende (31) des bewegbaren Magnetpolelementes (3) gegenüberliegenden Magnetpol (23) und einen unteren, dem anderen Ende des bewegbaren Magnetpols (3) gegenüberliegenden Magnetpol (22) aufweist, der zweite Pol (13) des ersten Elektromagneten (1) ein Umfangspol ist, welcher dem ersten Pol (12) des ersten Elektromagneten (1) und dem oberen Pol (23) des zweiten Elektromagneten gegenüberliegt,
- einer Feder (32), welche das Ventil in Schließrichtung drückt, wobei die Feder auf das bewegbare Magnetpolelement (3) eine Kraft ausübt, welche dieses in Richtung seines einen Endes (31) bewegt, und
- Erregungssteuermitteln (5) zum Erregen des ersten Elektromagneten und mit einer programmierbaren Steuereinheit (5) zum Einstellen des Ventilöffnungstimings, wobei die Erregungsmittel die ersten und zweiten Elektromagneten erregen, so daß das Einlaß-/Auslaßventil geöffnet und daß eine abstoßende Kraft bewirkt wird, um zwischen dem einen Ende (31) des bewegbaren Magnetpols (3) und dem ersten Pol (1) zu wirken, kurz bevor das Ventil absitzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Steuereinheit (5) einen Speicher (52) aufweist, welcher eine Karte für Zeiten speichern kann, zu denen die ersten und zweiten Elektromagneten relativ zur Umdrehungsgeschwindigkeit der Maschine erregbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Abstimmung bzw. das Timing des Ventils mit der Umdrehungsgeschwindigkeit der Maschine verändert wird.
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