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DE69016587T2 - Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol.

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Publication number
DE69016587T2
DE69016587T2 DE69016587T DE69016587T DE69016587T2 DE 69016587 T2 DE69016587 T2 DE 69016587T2 DE 69016587 T DE69016587 T DE 69016587T DE 69016587 T DE69016587 T DE 69016587T DE 69016587 T2 DE69016587 T2 DE 69016587T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
triazole
process according
chlorosulfonyl
disulfide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Application number
DE69016587T
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English (en)
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DE69016587D1 (de
Inventor
Richard C Krauss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Corteva Agriscience LLC
Original Assignee
DowElanco LLC
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Publication date
Application filed by DowElanco LLC filed Critical DowElanco LLC
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Publication of DE69016587T2 publication Critical patent/DE69016587T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D249/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D249/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
    • C07D249/081,2,4-Triazoles; Hydrogenated 1,2,4-triazoles
    • C07D249/101,2,4-Triazoles; Hydrogenated 1,2,4-triazoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D249/14Nitrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol durch Chlorierung-Oxidation von 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Durchführung dieser Umwandlung, welche durch die vorherige Bildung des entsprechenden Disulfids vor der Behandlung mit Chlor gekennzeichnet ist.
  • Zahlreiche N-(3-(((Aryl)-amino)-sulfonyl)-1H-1,2,4-triazol-5-yl)-amine (I)
  • ihre Herstellung und ihr Wert als Zwischenprodukte bei der Herstellung von substituierten 1,2,4-Triazolo-[1,5-a]-pyrimidin-2-sulfonanilidherbiziden (11)
  • wurden in den US-Patenten Nos. 4 734 123 und 4 755 212 beschrieben. In neuerer Zeit wurde über die direkte Herstellung von N-(3-(((Aryl)-amino)-sulfonyl-1H-1,2,4-triazol-5- yl)-aminen (I) aus substituierten Anilinen und aus 5-Amino- 3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol (III) berichtet.
  • In der US-A-4 937 350, welche nach dem Prioritätsdatum des vorliegenden Dokumentes veröffentlicht wurde, wird das 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol (III) durch Abkühlung einer Mischung von 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol in 10%iger wäßriger Salzsäure bis auf eine Temperatur von -10ºC erhalten. Anschließend wurde Chlor unter Rühren und Kühlung zugesetzt.
  • Die erhaltene Aufschlämmung wurde filtriert, und es wurde 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol in einer Ausbeute von nur 18% der Theorie erhalten.
  • In der EP 0 375 061 wird das 5-Amino-3-chlorsulfonyl- 1,2,4-triazol (III) durch Behandlung von 5-Amino-3-mercapto- 1,2,4-triazol (IV) mit Chlor in einem wäßrigen Medium, bis die Reaktion im wesentlichen abgeschlossen ist, erhalten.
  • Obwohl die direkte Chlorierung-Oxidation von 5-Amino-3- mercapto-1,2,4-triazol zu 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol in relativ guter Ausbeute erfolgt, leidet das Verfahren an Mischproblemen, die mit nichtsaugbaren Aufschlämmungen verbunden sind, welche die Übertragung in größerem Maßstab sowohl hinsichtlich der Dispersion von Chlor als auch des Wärmeüberganges komplizieren. Zusätzlich ist das Produkt mit 3-Amino-1,2,4-triazol (V)
  • als hauptsächlichem Nebenprodukt des Chlorierungs-Oxidations-Prozesses verunreinigt. Das Auffinden eines verbesserten Verfahrens, welches die mit den nichtsaugfähigen Aufschlämmungen verbundenen Schwierigkeiten des Mischens vermeiden würden und die Bildung der Hauptverunreinigung aufheben wurden, wäre hocherwünscht.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol
  • aus 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol
  • in einem wässrigen sauren Medium, gekennzeichnet durch die aufeinander folgenden Stufen von:
  • (a) Inkontaktbringen des 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazols mit einem oxidierenden Mittel zu seiner Umwandlung in das entsprechende Disulfid
  • und
  • (b) Inkontaktbringen des Disulfids mit Chlor.
  • Das Disulfid kann aus dem 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol vorher gebildet werden, oder es kann in situ vor der Chlorierung hergestellt werden. Bevorzugt werden die zwei Stufen ohne Isolierung des Zwischenprodukt-Disulfids durchgeführt.
  • Eine bevorzugte Methode zur quantitativen Umwandlung von 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol in das entsprechende Disulfid ist die Oxidation mit Wasserstoffperoxid. Durch vorherige Bildung des Disulfids vor der Behandlung mit Chlor kann die Verunreinigung 3-Amino-1,2,4-triazol vermieden werden.
  • Zusätzlich kann die 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol-Reaktionsmischung direkt mit substituierten Anilinen umgesetzt werden, um für die Herstellung von Herbiziden brauchbare Zwischenprodukte herzustellen.
  • Während der direkten Chlorierung von 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol wird 3-Amino-1,2,4-triazol als hauptsächliches Nebenprodukt beobachtet. Das Erscheinen dieser in hohem Maße reduzierten Verbindung bei einer Oxidationsreaktion ist etwas überraschend. Es wurde nun gefunden, daß 2 Äquivalente von 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol mit 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol unter den Reaktionsbedingungen unter Bildung von 3-Amino-1,2,4-triazol und dem SO&sub2;-Komplex des Disulfids des Mercaptotriazols reagieren.
  • Durch Umwandlung des gesamten 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazols in das Disulfid vor der Behandlung mit Chlor liegt das Produkt Chlorsulfonyltriazol niemals mit dem Ausgangs-Mercaptotriazol gemeinsam vor, und die Bildung des Nebenproduktes 3-Amino-1,2,4-triazol ist ausgeschlossen.
  • Das Disulfid kann vorher gebildet werden, oder es kann in situ aus 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol gebildet werden. Die Umwandlung des Mercaptans in das Disulfid wird in einfacher Weise durch milde Oxidationsmittel durchgeführt, und sie wird am geeignetsten in situ durchgeführt. Viele unterschiedliche Oxidationsmittel können Thiole in Disulfide umwandeln, einschließlich beispielsweise Jod, Kaliumferricyanid, Thalliumtrifluoracetat, Azo-bis(N,N-dimethylformamid), und sogar - in einigen Fällen - nur Luft in Anwesenheit einer Base, wobei jedoch Wasserstoffperoxid unter sauren Bedingungen im allgemeinen bevorzugt ist. Wasserstoffperoxidkonzentrationen von 3 bis 70% können angewandt werden. Im allgemeinen sind Wasserstoffperoxidkonzentrationen von 10 bis 50% bevorzugt. Die Verwendung von 30%igem Wasserstoffperoxid ist am meisten bevorzugt. Starke Oxidationsmittel, welche Schwefelverbindungen in effektiver Weise vollständig in die entsprechenden Sulfonsäuren oxidieren, sollten vermieden werden.
  • Die Umwandlung des Mercaptans in das Disulfid ist mit 0,5 Äquivalenten Peroxid quantitativ. Da Peroxid rasch durch Chlor zersetzt wird, ergibt die Verwendung von überschüssigem Peroxid keine Probleme jenseits der Einstellung der stöchiometrischen Verhältnisse hinsichtlich der nachfolgenden Chlorierung.
  • H&sub2;O&sub2; + Cl&sub2; T O&sub2; + 2HCl
  • Wäßrige Säure wird im allgemeinen als anfängliches Reaktionsmedium verwendet. Da die nachfolgende Chlorierung Salzsäure bildet, ist wäßrige Salzsäure das bevorzugte Reaktionsmedium. Um die Reaktionsaufschlämmung stärker absaugbar bzw. abziehbar zu halten, wird die anfängliche Oxidation in wäßriger HCl mit einer Konzentration zwischen etwa 15 und etwa 30 Gew.-% durchgeführt. Die Anwendung eines konstanten Kochens (6,25N) HCl hat sich als sehr geeignet für diesen Zweck herausgestellt. Im allgemeinen wird eine solche Menge von wäßriger Säure enthaltendem Medium eingesetzt, daß die Konzentration von 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol (oder des entsprechenden Disulfids) etwa 5 bis etwa 30 Gew.-% des Gesamtreaktionsgemisches ausmacht.
  • Da das Reaktionsgemisch eine Aufschlämmung ist, ist ein Rühren zur Förderung des Kontaktes der Reaktionsteilnehmer wichtig.
  • Die Temperatur wird im allgemeinen in dem Bereich gerade oberhalb des Gefrierpunktes des Gemisches bis zu 70ºC gehalten. Bevorzugt wird sie auf 30 bis 50ºC gehalten.
  • Nach vollständiger Umwandlung des Mercaptotriazols in das Disulfid wird mit der Zugabe von Chlor begonnen. Wiederum ist ein Inbewegunghalten zur Förderung des Kontaktes der Reaktionsteilnehmer wichtig.
  • Die Temperatur wird im allgemeinen in dem Bereich von gerade oberhalb des Gefrierpunktes des Gemisches bis zu 50ºC gehalten. Bevorzugt wird sie auf -10 bis 30ºC und mehr bevorzugt auf -5 bis 25ºC gehalten. Externe Kühlung wird im allgemeinen angewandt, da die Reaktion exotherm verläuft.
  • Die Reaktion erfordert theöretisch 2,5 Mol Chlor pro Mol Disulfid. Da irgendein Peroxidüberschuß, der aus der in situ-Herstellung des Disulfids herrührt, Chlor verbraucht, muß für die Bereitstellung von ausreichend Chlor gesorgt werden, um sowohl das Peroxid zu zersetzen und das Disulfid zu dem gewünschten Chlorsulfonyltriazol zu oxidieren. Schwache Überschüsse von 2 bis 5% werden oft angewandt. Chlor wird üblicherweise zugesetzt, bis die Aufnahme praktisch aufhört, da die Reaktion im allgemeinen so schnell voranschreitet, wie Chlor zugesetzt werden kann.
  • Da die Reaktion Chlorwasserstoffsäure ergibt und da das Hydrochloridsalz des Produktes, 5-Amino-3-chlorsulfonyl- 1,2,4-triazol eine extrem dicke Aufschlämniung bei hohen Säurekonzentrationen bildet, ist es günstig, Wasser während der späteren Stufen der Oxidation zuzusetzen, so daß die Reaktion bei einer Säurekonzentration in dem Bereich von 20-30 Gew.-% HCl zu Ende geführt wird.
  • Bei einer typischen Reaktion werden 5-Amino-3-mercapto- 1,2,4-triazol, entweder in gesiebter oder gemahlener Form zur Förderung einer freifließenden Aufschlämmung, und 6,25 N (konstant siedend) HCl in einen Reaktionsbehälter eingeführt und kräftig gerührt. Die Zugabe von 0,5 Äquivalenten 30%igem H&sub2;O&sub2; bei 50ºC und mit einer mit der Wärmeableitung übereinstimmenden Geschwindigkeit ergibt quantitativ und nahezu sofort das Disulfid. Bei Abschluß der Peroxidzugabe wird die fließfähige Aufschlämmung des Disulfids unterhalb 5ºC abgekühlt. In das Reaktionsgemisch wird Chlor mit einer mit der Wärmeableitung übereinstimmenden Geschwindigkeit eingesprüht, und Wasser wird gleichzeitig zugesetzt, um die HCl- Konzentration auf annähernd 6N zu halten. Das Ende der Chlorierung wird durch Überwachung des Verschwindens des Disulfids bestimmt, und es erfordert im allgemeinen 2-5 Mol-% Cl&sub2; im Überschuß zum theoretischen Wert.
  • Das 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol kann als feuchter Feststoff, der einige Salzsäure enthält, nach konventionellen Weisen gewonnen werden, beispielsweise durch Filtration oder Zentrifugieren. Am besten wird es bald nach Abschluß der Chlorzugabe gewonnen und dann rasch als solches verwendet oder getrocknet, um Ausbeuteverluste als Folge von Hydrolyse oder Schwefeldioxidbildung zu vermeiden.
  • Alternativ und bevorzugt kann die Reaktionsmischung direkt mit einem substituierten Anilin gekuppelt werden, um N-(3-((Aryl)-amino)-sulfonyl)-1H-1,2,4-triazol-5-yl)-amine herzustellen. Geeignete substituierte Aniline sind in den US-Patenten 4 734 123 und 4 755 212 beschrieben. Bevorzugte Aniline haben die Formel
  • worin:
  • X F, Cl, Br oder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl bedeutet,
  • Y F, Cl, Br oder NO&sub2; bedeutet, und
  • Z H, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy bedeutet.
  • Vor der Fortführung der Kupplungsreaktion wird irgendein restliches Oxidationsmittel durch Zugabe von beispielsweise Na&sub2;S&sub2;O&sub5;, NaHSO&sub3; oder SO&sub2; zerstört. Die Verwendung eines Reduktionsmittels zu diesem Zeitpunkt schützt das substituierte Anilin vor oxidativer Zersetzung.
  • Da protonierte Aniline nicht reagieren, muß eine externe Base bereitgestellt werden, um das HCl zu neutralisieren, das in dem Chlorsulfonyltriazol-Reaktionsgemisch vorliegt, und um das zusätzliche Äquivalent von HCl, das in der Kupplungsreaktion gebildet wird, zu neutralisieren. Geeignete Akzeptoren für HCl schließen beispielsweise ein: anorganische Basen wie die Alkalimetallhydroxide oder organische Basen wie Trialkylamine. Oftmals ist es vorteilhaft, einen Überschuß des substituierten Anilins als Base zu verwenden. Hohe Ausbeuten an gekuppeltem Produkt können durch Verwendung von wenigstens ausreichend substituiertem Anilin (a) für die Umsetzung, (b) zur Neutralisation des in dem Chlorsulfonyltriazol-Reaktionsgemisch vorliegenden HCl und (c) zur Neutralissation des zusätzlichen Äquivalentes von bei der Kupplungsreaktion gebildetem HCl erhalten werden. 2,6-Difluoranilin ist das für diese Ausführungsform am meisten bevorzugte Anilin.
  • Bei einer typischen Reaktion wird das 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol-Reaktionsgemisch, das zuvor mit Reduktionsmittel behandelt wurde, rasch unter gutem Rühren zu 12 Äquivalenten von substituiertem Anilin zugesetzt. Die Reaktion schreitet rasch voran und ist üblicherweise in etwa 30 Minuten (min) abgeschlossen. Überschüssiges substituiertes Anilin kann durch Behandlung mit Alkalien zur Freisetzung des freien Anilins gewonnen werden, dieses kann dann nach konventionellen Arbeitsweisen wie beispielsweise Wasserdampfdestillation und/oder Dekantieren gewonnen werden. Das gekuppelte Produkt wird dann nach konventionellen Arbeitsweisen gewonnen.
  • Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung. Alle Schmelzpunkte sind unkorrigiert.
  • Es wurden Analysen mittels Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) auf einem Chromatographen durchgeführt, der aus einer Hitachi L6200-Pumpe, einem Kratos-Spectroflow 757-Detektor mit variabler Wellenlänge bei 214 nm, einem Integrator Spectra Physics SP 4290 und einem Injektor Rheodyne 7125 bestand, mit einer Probenschleife von 20 ul und einer Umkehrphasensäule Jones Chromatography (Littleton Co.) Apex Octyl 5u von 25 cm x 4,6 mm. Die Säule wurde mit 1,8 ml/min mit 8 Vol.-% Acetonitril und 0,1 Vol.-% H&sub3;PO&sub4; in Wasser eluiert. Beispiel I Herstellung von Di-(5-amino-1,2,4-triazol-3-yl)disulfid
  • 3-Amino-5-mercapto-1,2,4-triazol (46,5 Gramm (g); 0,4 Mol) wurde in 320 ml 6,25 N HCl suspendiert. Eine Lösung von 23 g (0,203 Mol) 30%igem H&sub2;O&sub2; in 60 ml entionisiertem Wasser wurde während 30 min unter Halten der Temperatur zwischen 25 und 30ºC zugesetzt. Die erhaltene weiße Aufschlämmung wurde auf 10ºC abgekühlt und im Vakuum filtriert. Der Filterkuchen wurde mit 300 ml Aceton gewaschen und getrocknet, um 53 g (Ausbeute 87,5%) des Dihydrochloridsalzes des in der Uberschrift angegebenen Disulfids zu erhalten. Das Produkt besaß eine Reinheit von 99,8% (prozentuale HPLC-Fläche). Das freie Di-(5-amino-1,2,4-triazol-3-yl)-disulfid, erhalten durch Wiederaufschlämmung des Dihydrochlorids in Wasser und durch sorgfältige Neutralisation mit Na&sub2;CO&sub3;, schmolz bei 250 bis 256ºC unter Zersetzung. Beispiel II Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4- triazol (III) und dessen Kuppeln mit 2,6-Difluoranilin
  • In einen 1 l Dreihalskolben, ausgerüstet mit Tropftrichter, mechanischem Rührer und Chloreinleitungsrohr, wurden 59 g (0,5 Mol) 3-Amino-5-mercapto-1,2,4-triazol und 400 ml 6,25 N HCl gegeben. Unter Halten der Reaktionstemperatur zwischen 20 und 30ºC unter Verwendung eines Eis/Wasserbades wurden 30 g (0,26 Mol) 30%iges H&sub2;O&sub2; tropfenweise während 20 min zugesetzt. Die vollständige Umwandlung in das Disulfid wurde durch HPLC bestätigt, und das Reaktionsgemisch wurde auf 0ºC in einem Eis/Ethanolbad abgekühlt. Es wurde Chlor (94,8 g) in das kalte Reaktionsgemisch während 2 Stunden (h) eingeleitet, und 2 x 100 ml Portionen von entionisiertem Wasser wurden zu Zwischenzeiten, nachdem 24 g und 42 g Chlor zugesetzt worden waren, hinzugegeben. Die vollständige Umwandlung wurde durch HPLC-Analyse bestätigt, und dann wurden 10 g Na&sub2;S&sub2;O&sub5; zugegeben, um überschüssiges Chlor zu zerstören.
  • Die dünne Aufschlämmung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl- 1,2,4-triazol wurde dann insgesamt auf einmal zu 783,4 g frisch destilliertem 2,6-Difluoranilin in einem 2 l Dreihalskolben zugesetzt, der mit einem mechanischen Rührer ausgerüstet war. Nach vollständiger Zugabe wurde der Chlorsulfonyltriazol-Kolben mit 200 ml entionisiertem Wasser gewaschen, und die Waschflüssigkeit wurde zu dem Reaktionsgemisch zugesetzt. Die Kupplungsreaktion verlief exotherm bis auf 36ºC. Nach 20 min wurde durch HPLC gefunden, daß die Reaktion abgeschlossen war. Das Reaktionsgemisch wurde mit 500 g 50%iger NaOH (pH 12,0) neutralisiert, und das Gemisch wurde auf 30ºC abgekühlt und durch eine Glasfritte zur Erhöhung der Grenzfläche zwischen den flüssigen Phasen filtriert. Das Filtrat wurde in einen Scheidetrichter überführt, und die Bodenschicht von 2,6-Difluoranilin (697 g) wurde abgelassen. Die wäßrige Phase wurde mit 100 ml Methylenchlorid gewaschen, um irgendwelches weiteres Anilin zu entfernen. Die wäßrige Lösung wurde in den Reaktionskolben zurückgegeben und auf 90ºC erhitzt. Es wurde Essigsäure (100 g) tropfenweise zum Ausfällen des Produktes (pH 4,3) zugesetzt. Die Aufschlämmung wurde während mehrerer Stunden auf 45ºC und dann rasch auf 5ºC gekühlt. Die Aufschlämmung wurde im Vakuum filtriert, und der Filterkuchen wurde mit 200 ml Eiswasser gewaschen. Nach Trocknen bei 85ºC unter Vakuum wurden 118,3 g N-(3-(((2,6-Difluorphenyl)-amino)sulfonyl)-1H-1,2,4-triazol-5-yl)-amin (Reinheit 96%) gesammelt, was eine Gesamtausbeute von 87% ergibt, bezogen auf 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol. Protonen- und Kohlenstoff- NMR-Spektren stimmten mit der Struktur überein.
  • Beispiel III Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4- triazol und dessen Kuppeln mit 2,6-Difluoranilin
  • 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol (23,5 g; 0,2 Mol) und 160 ml 6,25 N HCl (1,0 Mol) wurden in einen 500 ml Dreihalskolben, der mit mechanischem Rührer, Tropftrichter und Chloreinleitungsrohr ausgerüstet war, eingegeben. Unter Halten der Reaktionstemperatur zwischen 20 und 30ºC wurden 12 g (0,105 Mol) 30%iges H&sub2;O&sub2; tropfenweise während 10 min zugesetzt. Im Anschluß an die Zugabe wurde das Reaktionsgemisch kurz auf 50ºC erwärmt und dann auf 0ºC unter Verwendung eines Eis/Ethanolbades abgekühlt. Chlor (39 g; 0,56 Mol) wurden in das Reaktionsgemisch während 2 h bei 0ºC eingeleitet, und 60 ml entionisiertes Wasser wurden nahe dem Ende der Reaktion zur Aufrechterhaltung einer rührbaren Aufschlämmung zugesetzt. Nach Bestätigung der vollständigen Umwandlung in das Sulfonylchlorid durch HPLC wurden 3 g Na&sub2;S&sub2;O&sub5; zur Reduktion irgendeines überschüssigen Chlors zugegeben.
  • Die 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol-Reaktionsmischung wurde insgesamt auf einmal zu 310 g (2,4 Mol) nassem 2,6-Difluoranilin zugesetzt, und die Reaktion lief exotherm bis auf etwa 45ºC ab. Das Kuppeln war nach 20 min abgeschlossen. Das Reaktionsgemisch wurde mit 176 g (2,2 Mol) 50%iger NaOH neutralisiert, um einen pH von 6,0 zu erhalten. 2,6-Difluoranilin wurde durch Dampfdestillation unter Anwendung einer Dean-Stark-Falle als Aufnehmer gewonnen, wobei die wäßrige Phase des Destillates kontinuierlich in den Siedebehälter zurücklaufen konnte. Nachdem 283,5 g 2,6-Difluoranilin gewonnen worden waren, enthielt die sich ergebende Aufschlämmung N-(3-(((2,6-Difluorphenyl)-amino)sulfonyl)-1H-1,2,4-triazol-5-yl)-amin mit nur einer Spur von zurückgebliebenem Anilin.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4triazol
aus 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazol
in einem wässrigen sauren Medium, gekennzeichnet durch die aufeinander folgenden Stufen von:
(a) Inkontaktbringen des 5-Amino-3-mercapto-1,2,4-triazols mit einem oxidierenden Mittel zu seiner Umwandlung in das entsprechende Disulfid
und
(b) Inkontaktbringen des Disulfids mit Chlor.
2. Verfahren nach Anspruch 1, in welchem das 5-Amino-3-mercapto- 1,2,4-triazol in das Disulfid durch oxidation mit Wasserstoffperoxid umgewandelt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem die zwei Stufen ohne Isolierung des Disulfidzwischenproduktes durchgeführt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem 10 bis 50 %iges Wasserstoffperoxid verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem die Anfangskonzentration von Salzsäure in dem wässrigen Reaktionsmedium zwischen 15 und 30 Gew.-% beträgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem die Endkonzentration der Salzsäure zwischen 20 und 30 Gew.-% gehalten wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches die zusätzliche Stufe der Herstellung eines N-[3-(((Aryl)amino)-sulfonyl)-1H-1,2,4-triazol-5-yl]-amins der Formel
umfaßt,
worin Ar eine substituierte Phenylgruppe der Formel
ist,
worin:
X darstellt: F, Cl, Br oder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl,
Y darstellt: F, Cl, Br oder NO&sub2;, und
Z darstellt: H, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy, durch direktes Kuppeln der 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-trizol-Reaktionsmischung mit einem substituierten Anilin der Formel
worin X, Y und Z wie zuvor definiert sind.
8. Verfahren nach Anspruch 7, in welchem restliches Oxidationsmittel durch ein Reduktionsmittel vor dem Inkontaktbringen mit dem substituierten Anilin zerstört wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, in welchem das substituierte Anilin 2,6-Difluoranilin ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, in welchem ausreichend Difluoranilin verwendet wird, um:
(a) mit dem 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol zu reagieren,
(b) das in der 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-trizol-Reaktionsmischung vorhandene HCl zu neutralisieren, und
(c) das zusätzliche Äquivalent des in der Kupplungsreaktion gebildeten HCl zu neutralisieren.
DE69016587T 1989-11-06 1990-11-05 Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-3-chlorsulfonyl-1,2,4-triazol. Expired - Lifetime DE69016587T2 (de)

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