TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein
Telekommunikationssystem, welches mit Pulscodemodulation und
im Zeitmultiplexbetrieb arbeitet und insbesondere ein
Verfahren und eine Vorrichtung zum Durchverbinden von
Dateninformationen in einem digitalen Wähler oder einem
AXE-Schalter.
STAND DER TECHNIK
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Eine bekannte Wähler-Speichereinrichtung umfaßt einen Eingang,
eine Anzahl von Speicherzellen und einen Ausgang.
Dateninformationen, die auf eintreffenden Zeitschlitzen
verteilt sind, treffen an dem Eingang der
Wähler-Speichereinrichtung ein und werden in die Einrichtung
in der Reihenfolge eingeschrieben, in der sie ankommen. Das
Auslesen von Daten aus den Speicherzellen an den Ausgang wird
durch Steuerinformationen gesteuert, die in einer mit der
Wähler-Speichereinrichtung verbundenen
Steuerspeichereinrichtung gespeichert sind. Während des
Zeitintervalls eines Zeitschlitzes wird Dateninformation in
eine Speicherzelle geschrieben und Dateninformation aus einer
Speicherzelle ausgelesen. Im Falle von bekannten Techniken
umfaßt somit das Zeitintervall eines Zeitschlitzes eine
Schreib- und eine Lesephase. Dieser Stand der Technik kann in
der US-A-3 743 788 gefunden werden.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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In den gegenwärtigen Techniken werden
Wähler-Speichereinrichtungen in verschiedenen Arten von
digitalen Wählern verwendet. Beispielsweise ist der Wählerkern
eines blockierungsfreien Wählers vom T-S-Typ (Zeit-Raum) aus
einer Anzahl von Wähler-Speichereinrichtungen aufgebaut, die
funktionell eine Matrix bilden. Die Speichereinrichtungen sind
mit I/O-Einrichtungen (EIN/AUS) verbunden, die jeweils eine
ankommende und eine abgehende Leitung mit dem Wählerkern
verbinden. Jede I/O-Einrichtung behandelt eine Vielzahl von
Datenkanälen. Dateninformation wird in die
Wahler-Speichereinrichtungen in Zeilen in der Matrix
eingeschrieben, wohingegen Dateninformation aus der Matrix in
Spalten gelesen wird.
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Wenn ein derartiger Wähler erweitert oder vergrößert wird,
steigt die Anzahl von benötigten Wähler-Speichereinrichtungen
im Quadrat an, wohingegen die Anzahl von
Steuer-Speichereinrichtungen mit der Anzahl von
I/O-Einrichtungen linear ansteigt. Infolgedessen wird eine
große Anzahl von Wähler-Speichereinrichtungen benötigt, um
einen großen blockierungsfreien T-S-Wähler oder Schalter zu
realisieren, der viele E/O-Einrichtungen besitzt. Dies bringt
Probleme bezüglich des Raums und der Energie mit sich.
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Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung lösen das
voranstehend beschriebene Problem dadurch, daß eine einzige
erfindungsgemäße Wähler-Speichereinrichtung wirksam mehrere
bekannte Wähler-Speichereinrichtungen ersetzt. Somit werden
während eines einzigen Zeitschlitzintervalls mehrere
Auslesevorgänge von der Wähler-Speichereinrichtung bewirkt.
Jedes Auslesen in einem gegebenen Zeitschlitzintervall wird
durch eine getrennte Steuer-Speichereinrichtung gesteuert. Die
erfindungsgemäße Wähler-Speichereinrichtung weist einen
Eingang auf und an dem Eingang eintreffende Dateninformationen
werden auf eintreffenden Zeitschlitzen verteilt. Die
eintreffende Dateninformation wird während einer Schreibphase
eines Zeitschlitzintervalls in einer bekannten Weise in die
Wähler-Speichereinrichtung eingeschrieben. Die
Wähler-Speichereinrichtung ist in geeigneter Weise mit einer
Vielzahl von Ausgängen versehen, jeweils eine für jede
Lesephase und während eines Zeitschlitzintervalls werden
Dateninformation während einer Anzahl von Lesephasen
ausgelesen, deren Anzahl gleich der Anzahl von
Wähler-Speicherausgängen ist. Ein Auslesen wird während jeder
Auslesephase durch eine Steuer-Speichereinrichtung gesteuert,
die für die Auslesephasen individuell vorgesehen ist.
Demzufolge werden eine Vielzahl von
Steuer-Speichereinrichtungen mit der
Wähler-Speichereinrichtung verbunden, so daß jede der
Steuer-Speichereinrichtungen einem Wähler-Speicherausgang und
einer Lesephase entspricht. Während der Lesephasen in einem
Zeitschlitzintervall wird nacheinander Dateninformation an
jede der Ausgänge ausgelesen, wobei das Auslesen von jeder
Lesephase durch eine entsprechende Steuer-Speichereinrichtung
gesteuert wird.
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Somit werden gemäß der vorliegenden Erfindung eine
Einschreiboperation und mehrere Auslese-Operationen in der
Wähler-Speichereinrichtung während eines Zeitintervalls
ausgeführt, welches einem eintreffenden Zeitschlitz
entspricht, wodurch ermöglicht wird, daß eine erfindungsgemäße
Wähler-Speichereinrichtung eine Vielzahl von bekannten
Wähler-Speichereinrichtungen ersetzen kann. Die durch die
Verwendung der erfindungsgemäßen Wähler-Speichereinrichtung
erzielten Vorteile treten hauptsächlich bei der Verwendung von
großen Wählerkernen hervor, da große Platzeinsparungen erzielt
werden und Energieentwicklungen gering sind, wenn anstelle von
bekannten Wähler-Speichereinrichtungen die erfindungsgemäße
Wähler-Speichereinrichtung verwendet wird. Wenn beispielsweise
Wähler-Speichereinrichtungen verwendet werden, die vier
Lesephasen für jede Schreibphase aufweisen,
ist die Anzahl von Wähler-Speichereinrichtungen im Vergleich
zu der Verwendung von bekannten Wähler-Speichereinrichtungen
um einen Faktor 4 kleiner.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung wird im folgenden eingehend unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
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Fig. 1 eine Wähler-Speichereinrichtung einer bekannten Technik;
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Fig. 2 die Vorgehensweise einer Anordnung einer bekannten
Wähler-Speichereinrichtung in dem Wählerkern eines
Wählers vom T-S-Typ;
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Fig. 3 eine erfindungsgemäße Wähler-Speichereinrichtung; und
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Fig. 4 die erfindungsgemäße Wähler-Speichereinrichtung, die in
dem Wählerkern eines Wählers vom T-S-Typ angeordnet ist.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
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Fig. 1 zeigt eine Wähler-Speichereinrichtung SS eines
bekannten Aufbaus. Dateninformationen, die auf eintreffenden
Zeitschlitzen verteilt sind, treten in die
Wähler-Speichereinrichtung SS über ihrem Eingang EIN ein. Eine
Anzahl von eintreffenden Zeitschlitzen bildet einen Rahmen.
Die eintreffende Dateninformation wird für jeden Rahmen
zyklisch in die Wähler-Speichereinrichtung SS geschrieben,
wobei die Information in einem gegebenen eintreffenden
Zeitschlitz in eine Speicherzelle mit einer Adresse, die der
Nummer des Schlitzes entspricht, geschrieben wird.
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Die in die Wähler-Speichereinrichtung SS geschriebene
Dateninformation wird an einen Ausgang AUS unter der Steuerung
von Steuerinformationen ausgelesen, die in einer mit der
Wähler-Speichereinrichtung SS verbundenen
Steuer-Speichereinrichtung CS gespeichert sind. Die aus der
Einrichtung SS ausgelesene Dateninformation wird auf
abgehenden Zeitschlitzen verteilt. Beim Lesen von
Informationen von der Einrichtung SS wird die in der
Steuer-Speichereinrichtung CS enthaltene Steuerinformation
zyklisch gelesen, wobei eine Adresse einer Speicherzelle in
der Steuer-Speichereinrichtung CS der Nummer des abgehenden
Zeitschlitzes entspricht. Im Falle von bekannten Techniken
umfaßt das Zeitintervall eines Zeitschlitzes somit teilweise
eine Schreibphase und teilweise eine Lesephase.
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Wähler-Speichereinrichtungen der voranstehend beschriebenen
Art werden in den digitalen Wählern zur Kopplung von
Informationen von einem ankommenden Zeitschlitz an irgendeinen
beliebigen vorgegebenen abgehenden Zeitschlitz verwendet.
Beispielsweise werden diese bekannten
Wähler-Speichereinrichtungen in nicht beschränkten digitalen
Wählern des T-S-Typs (Zeit-Raum) verwendet. Der Wählerkern
eines derartigen bekannten Wählers ist in Fig. 2 dargestellt.
Der Wählerkern gemäß dem dargestellten Beispiel umfaßt 16
Wähler-Speichereinrichtungen SS, die funktionell eine Matrix
bilden und vier I/O-Einrichtungen, die jeweils eine ankommende
Leitung 10, ... 13 und eine abgehende Leitung 20, ... 23 mit
den Wähler-Speichereinrichtungen verbinden. Dateninformation
wird in die Wähler-Speichereinrichtungen SS in Zeilen
geschrieben, wohingegen Informationen aus den Einrichtungen in
Spalten ausgelesen wird.
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Dateninformation wird in die Wähler-Speichereinrichtungen SS
während der Schreibphase eines Zeitschlitzintervalls
geschrieben, wobei die gleiche Dateninformation gleichzeitig
in alle Wähler-Speichereinrichtungen geschrieben wird, die zu
der gleichen Zeile in der Matrix gehören. Während der
Lesephase eines Zeitschlitzintervalls wird Dateninformation
auf einer der Wähler-Speichereinrichtungen in jeder Spalte
gelesen. Das Auslesen wird durch Steuerinformation gesteuert,
die in einer jeder Spalte zugeordneten
Steuer-Speichereinrichtuflg CS enthalten ist. Die
Steuerinformation steuert für jeden abgehenden Zeitschlitz
diejenige Wähler-Speichereinrichtung SS in der Spalte, die
sich auf das Auslesen bezieht und außerdem diejenige
Speicherzelle in der betreffenden Wähler-Speichereinrichtung,
aus der die Information ausgelesen werden soll. Eine
Steuer-Speichereinrichtung CS mit der Nummer 0 steuert das
Auslesen aus der Spalten mit der Nummer 0 an die
I/O-Einrichtung mit der Nummer 0 über eine abgehende Leitung
mit der Nummer 20, eine Steuer-Speichereinrichtung CS mit der
Nummer 1 steuert das Auslesen aus der Spalten mit der Nummer
1 an die I/O-Einrichtung mit der Nummer 1 über die abgehende
Leitung mit der Nummer 21, etc.
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Die Tatsache, daß Dateninformation in einer
Wähler-Speichereinrichtung von einem eintreffenden Zeitschlitz
auf irgendeinen anderen Zeitschlitz geschaltet wird, versieht
den Wählerkern mit seiner Zeitauswahleigenschaft (T-Schritt).
Der Wählerkern erhält seine Raum-Auswahleigenschaft
(S-Schritt) aufgrund der Tatsache, daß eine Auswahl der
betreffenden Wähler-Speichereinrichtung stattfindet, wenn aus
einer Spalte in der Wähler-Speichereinrichtung
Dateninformation gelesen wird.
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Wenn der voranstehend beschriebene T-S-Wähler mit zusätzlichen
I/O-Einrichtungen mit zugeordneten Leitungen erweitert wird,
um zusätzliche Datenkanäle zu behandeln, steigt die Anzal von
Wähler-Speichereinrichtungen SS der bekannten Art beträchtlich
an, da die Anzahl von Wähler-Speichereinrichtungen gleich dem
Quadrat der Anzahl von I/O-Einrichtungen ist. Wenn die Anzahl
von I/O-Einrichtungen beispielweise auf acht erhöht wird, dann
wächst die Anzahl der Wähler-Speichereinrichtungen auf 64 an.
Die Anzahl von Steuer-Speichereinrichtungen CS ist gleich der
Anzahl von I/O-Einrichtungen und wächst damit ebenfalls auf
acht an.
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Das Problem, das sich durch diesen dramatischen Zuwachs der
Anzahl von Wähler-Speichereinrichtungen mit der Anzahl von
I/O-Einrichtungen ergibt, wird durch die vorliegende Erfindung
dadurch gelöst, daß gemäß der Grundideen der Erfindung eine
einzige Wähler-Speichereinrichtung im wesentlichen effektiv
mehrere Wähler-Speichereinrichtungen der bekannten Art
ersetzt. Fig. 3 erläutert eine erfindungsgemäße
Wähler-Speichereinrichtung SS. Eine Dateninformation, die in
die Wähler-Speichereinrichtung SS eintritt, ist auf
ankommenden Zeitschlitzen verteilt. Die Dateninformation tritt
auf einem Eingang EIN auf. Die ankommende Dateninformation
wird zyklisch in der gleichen Vorgehensweise eingeschrieben,
wie die Daten in der oben beschriebenen früheren bekannten
Wähler-Speichereinrichtung geschrieben werden. Das
Einschreiben von Informationen findet wie vorher beschrieben
während einer Schreibphase eines Zeitschlitzintervalls statt.
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Die erfindungsgemäße Wähler-Speichereinrichtung ist mit einer
Vielzahl von Ausgängen AUS0, ... AUS3 verbunden, und zwar
gemäß der dargestellten Ausführungsform mit vier Ausgängen.
Entsprechend der jeweiligen Ausgänge sind mit der
Wähler-Speichereinrichtung SS eine gleiche Anzahl von
Steuer-Speichereinrichtungen CS0, ... CS3 verbunden. Die
Steuer-Speichereinrichtungen enthalten Steuerinformation zum
Steuern des Auslesevorgangs von Dateninformation aus der
Wähler-Speichereinrichtung. In dem dargestellten Beispiel sind
die Ausgänge und die Steuer-Speichereinrichtungen von 0 bis 3
durchnumeriert. Jede der Steuer-Speichereinrichtungen ist für
Auslesezwecke mit einem entsprechenden Ausgang verbunden. Beim
Auslesen an den Ausgang mit der Nummer 0, AUS0, ist die
Steuer-Speichereinrichtung mit der Nummer 0, CS0 zur Steuerung
des Auslesevorgangs verbunden. Im Falle des
Auslesevorgangs an den Ausgang mit der Nummer 1, AUS1, ist die
Steuer-Speichereinrichtung mit der Nummer 1, CS1, zur
Steuerung des Auslesens verbunden und so fort. Um zu
ermöglichen, daß eine einzige Wähler-Speichereinrichtung gemäß
der Erfindung mehrere Wähler-Speichereinrichtungen der
bekannten Art ersetzen kann, werden mehrere Auslesevorgänge
nacheinander durchgeführt, jeweils an einen jeweiligen Ausgang
während eines Zeitschlitzintervalls entsprechend einem
ankommenden Zeitschlitz. Ein Auslesevorgang findet während
einer Auslesephase statt. Im Falle des dargestellten Beispiels
umfaßt ein Zeitschlitzintervall vier Lesephasen, wobei
Dateninformation an den Ausgang AUS mit der Nummer 0 während
der ersten Auslesephase unter der Steuerung von in der
Steuer-Speichereinrichtung CS mit der Nummer 0 gespeicherten
Steuerinformationen ausgelesen wird, Dateninformation an den
Ausgang mit der Nummer 1 während der zweiten Lesephase des
Zeitschlitzintervalls ausgelesen wird, und zwar unter der
Steuerung von in der Steuer-Speichereinrichtung CS mit der
Nummer 1 gespeicherten Steuerinformationen und so fort.
Während einer Lesephase wird das tatsächliche Auslesen in der
gleichen Weise wie bei bekannten Techniken gesteuert. Während
der ersten Lesephase eines Zeitschlitzintervalls,
beispielsweise mit der Nummer 7, steuert die Steuerinformation
in der Steuer-Speichereinrichtung mit der Nummer 0, die
Speicherzelle mit der Nummer 7, von welcher Speicherzelle der
Wähler-Speichereinrichtung Dateninformation gelesen werden
kann. Somit enthält die Steuerinformation die Adresse in der
Wähler-Speichereinrichtung, aus der Dateninformation gelesen
werden kann. Im Falle des dargestellten Beispiels umfaßt das
Zeitintervall einen Zeitschlitz und somit teilweise eine
Schreibphase und teilweise vier Lesephasen. Der
erfindungsgemäße Wählerspeicher ersetzt damit wirksam vier
Wähler-Speichereinrichtungen der bekannten Art. Somit wird
durch die Verwendung der erfindungsgemäßen
Wähler-Speichereinrichtung ein Vorteil erzielt, nämlich die
Einsparung von Speicherplatz.
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Fig. 4 zeigt den Wählerkern eines T-S-Wählers, der die gleiche
Größe wie der Wählerkern der Ausführungsform in Fig. 2
aufweist, der aber mit Wähler-Speichereinrichtungen gemäß der
Erfindung aufgebaut ist. Wenn ein Vergleich zwischen diesen
zwei Wählerkernen durchgeführt wird, tritt der Vorteil, der in
der Form von eingespartem Speicherplatz erzielt wird, bei der
Verwendung der erfindungsgemäßen Wählerspeichereinrichtung
anstelle einer bekannten Wähler-Speichereinrichtung klar
hervor. Im Falle des in Fig. 4 dargestellten Wählerkerns ist
die Anzahl von Wähler-Speichereinrichtungen SS auf vier
verkleinert worden, das heißt auf ein Viertel der Anzahl von
Wähler-Speichereinrichtungen, die in der Ausführungsform in
Fig. 2 benötigt wird.
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Wie bei dem früher beschriebenen Wählerkern umfaßt der
Wählerkern der Ausführungsform in Fig. 4 vier
I/O-Einrichtungen. Der Wählerkern umfaßt vier erfindungsgemäße
Wähler-Speichereinrichtungen SS, die in einer Spalte, nämlich
in der Spalte mit der Nummer 0, angeordnet sind. Jede
erfindungsgemäße Wähler-Speichereinrichtung SS ersetzt eine
Zeile von bekannten Wähler-Speichereinrichtungen in dem früher
beschriebenen T-S-Wähler. Dateninformation von den
I/O-Einrichtungen wird den Wähler-Speichereinrichtungen auf
ankommenden Leitungen 14, 15, 16, 17 zugeführt, und nach einem
Zeitschlitz-Schalten in den Wähler-Speichereinrichtungen wird
die Dateninformation von den Ausgängen AUS0, AUS2, AUS2, AUS3
auf abgehenden Datenleitungen 24, 25, 26, 27 an die
I/O-Einrichtungen zurückgeführt.
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Folgende Vorgänge finden in dem in Fig. 4 dargestellten
T-S-Wählerkern während eines Zeitschlitzintervalls
entsprechend einem ankommenden Zeitschlitz, beispielsweise
während des Zeitschlitzes mit der Nr. 7 statt. Während der
Schreibphase wird Dateninformation von den I/O-Einrichtungen
in eine Speicherzelle mit der Nummer 7 in
entsprechenden Wähler-Speichereinrichtungen geschrieben. Das
Zeitschlitzintervall umfaßt danach vier Lesephasen. Während
der ersten Lesephase steuert eine Steuerinformation in der
Speicherzelle mit der Adreßnummer Sieben in der
Steuer-Speichereinrichtung CS mit der Nummer 0 das Auslesen
aus einer einzigen Wähler-Speichereinrichtung der Spalte an
eine I/O-Einrichtung mit der Nummer 0 auf der abgehenden
Datenleitung mit der Nummer 24, die mit einem Ausgang AUS mit
der Nummer 0 auf jeweiligen Wähler-Speichereinrichtungen SS
verbunden ist. Die Steuerinformation steuert teilweise, welche
der Wähler-Speichereinrichtungen für ein Auslesen relevant ist
und steuert teilweise, aus welcher Speicherzelle in der
betreffenden Wähler-Speichereinrichtung ein Auslesen bewirkt
werden soll. Während der zweiten Lesephase des
Zeitschlitzintervalls in diesem Beispiel wird das Auslesen aus
einer der Wähler-Speichereinrichtungen durch Steuerinformation
in der Steuer-Speichereinrichtung CS mit der Nummer 1
gesteuert. Das Auslesen wird dann an eine I/O-Einrichtung mit
der Nummer 1 auf der Ausgangsleitung 25 bewirkt, die mit dem
Ausgang AUS mit der Nummer 1 auf jeweiligen
Wähler-Speichereinrichtungen verbunden ist. Das Auslesen von
den Wähler-Speichereinrichtungen findet während der dritten
und vierten Lesephasen in der gleichen Weise statt, wobei das
Auslesen während der dritten Lesephase durch die
Steuer-Speichereinrichtung mit der Nummer 2 durchgeführt wird
und Dateninformation an die I/O-Einrichtung mit der Nummer 2
geliefert wird. Das Auslesen während der vierten Lesephase
wird durch Steuerinformation in der Steuer-Speichereinrichtung
CS mit der Nummer 3 gesteuert, wobei Dateninformation an die
I/O-Einrichtung mit der Nummer 3 geliefert wird. Während der
Lesephasen des Zeitschlitzintervalls wird somit ein Auslesen
an alle I/O-Einrichtungen bewirkt, wobei das Auslesen an
verschiedene I/O-Einrichtungen während getrennter Lesephasen
des Zeitschlitzintervalls stattfindet.
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Es ist selbstverständlich möglich, den Speicherkern mit
weiteren I/O-Einrichtungen und weiteren
Wähler-Speichereinrichtungen zu erweitern. Falls der
Wählerkern mit weiteren vier I/O-Einrichtungen erweitert wird,
steigt beispielsweise die Anzahl von
Wähler-Speichereinrichtungen auf 16
Wähler-Speichereinrichtungen an, die funktionell in zwei
Spalten mit jeweils acht Einrichtungen angeordnet sind.
Information wird zeilenweise eingeschrieben, so daß die
gleiche Dateninformation in die zwei
Wähler-Speichereinrichtungen geschrieben wird, die zu der
gleichen Zeile gehören. Dateninformation wird an die
Wähler-Speichereinrichtungen von der I/O-Einrichtung
geliefert, die den jeweiligen Zeilen der
Wähler-Speichereinrichtungen entspricht. Beim Auslesen wird
Dateninformation von einer der Spalten an vier der acht
I/O-Einrichtungen und von der anderen Spalte an die übrigen
vier I/O-Einrichtungen gelesen. Somit wird ein Auslesen aus
jeder Spalte an vier I/O-Einrichtungen entsprechend der Spalte
bewirkt, da die Wähler-Speichereinrichtungen in jeweiligen
Spalten vier Ausgänge aufweisen und durch vier
Steuer-Speichereinrichtungen während vier Lesephasen jedes
Zeitschlitzintervalls gesteuert werden.
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Im Vergleich mit der bekannten Technik ist ersichtlich, daß
ein individuelles Auslesen gemäß der Erfindung schneller
stattfindet, als ein Auslesen aus bekannten
Wähler-Speichereinrichtungen, da ein Zeitschlitzintervall, das
einem eintreffenden Zeitschlitz entspricht, vier Lesephasen
anstelle von nur einer, wie in dem früher bekannten-Fall,
umfaßt. Dieses schnelle Auslesen von Informationen ermöglicht
die Verkleinerung der Anzahl von benötigten
Wähler-Speichereinrichtungen, wenn die erfindungsgemäße
Wähler-Speichereinrichtung verwendet wird.
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Die voranstehend beschriebene beispielhafte
Wähler-Speichereinrichtung weist vier Lesephasen für jede
Schreibphase auf und ist mit der gleichen Anzahl von
Steuer-Speichereinrichtungen verbunden und ersetzt damit vier
Wähler-Speichereinrichtungen der früher bekannten Art. Es ist
ebenfalls möglich, eine erfindungsgemäße
Wähler-Speichereinrichtung aufzubauen, so daß die Einrichtung
nicht vier sondern eine andere Anzahl von bekannten
Wähler-Speichereinrichtungen ersetzt. Beispielsweise kann die
erfindungsgemäße Wähler-Speichereinrichtung für zwei oder acht
Lesephasen für jede Schreibphase konstruiert und mit einer
entsprechenden Anzahl von Steuer-Speichereinrichtungen
verbunden werden. Der Faktor, der die Anzahl von
Steuer-Speichereinrichtungen, die mit der
Wähler-Speichereinrichtung verbunden werden können,
beschränkt, findet sich in der kürzestmöglichen Auslesezeit,
da es möglich sein muß, während eines Zeitschlitzintervalls
die gleiche Anzahl von Auslesvorgängen wie die Anzahl von
Steuer-Speichereinrichtungen, die mit der
Wähler-Speichereinrichtung verbunden sind, zu bewirken.
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Obwohl dies nicht wirklich eine bevorzugte Ausführungsform
darstellt, ist es im Falle eines Multiplexers vorstellbar,
eine Wähler-Speichereinrichtung mit weniger Ausgängen als die
Anzahl von Lesephasen und als die Anzahl von mit der
Wähler-Speichereinrichtung verbundenen
Steuer-Speichereinrichtungen zu versehen. Wenn mit den
I/O-Einrichtungen in einem Wähler Demultiplexer verbunden
sind, ist es vorstellbar, daß sich eine größere Anzahl von
I/O-Einrichtungen im Zeitmultiplexbetrieb eine Leitung oder
irgendein anderes Datenübertragungsmedium von den Ausgängen
der Wähler-Speichereinrichtungen teilen.