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DE69010704T2 - Verfahren zur Untersuchung von Relaxationsspektren und Resonanzen in Materialien. - Google Patents

Verfahren zur Untersuchung von Relaxationsspektren und Resonanzen in Materialien.

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Publication number
DE69010704T2
DE69010704T2 DE69010704T DE69010704T DE69010704T2 DE 69010704 T2 DE69010704 T2 DE 69010704T2 DE 69010704 T DE69010704 T DE 69010704T DE 69010704 T DE69010704 T DE 69010704T DE 69010704 T2 DE69010704 T2 DE 69010704T2
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DE
Germany
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temperature
relaxation
excitation
materials
movements
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Jean-Pierre Ibar
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Solomat Partners LP
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Solomat Partners LP
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Publication date
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    • G01N25/20Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating the development of heat, i.e. calorimetry, e.g. by measuring specific heat, by measuring thermal conductivity
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    • G01N25/4806Details not adapted to a particular type of sample
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Untersuchung von Relaxationsspektren und Resonanzen in Materialien durch Thermostimulation nach einem Programm der Änderung der Temperatur.
  • Derartige Untersuchungsverfahren sind bereits bekannt.
  • Mittels solcher bekannter Verfahren, die nachfolgend näher beschrieben werden, sollen Materialien erforscht werden durch die Untersuchung der Relaxationszeiten in den Materialien, die es ermöglicht, zwischen verschiedenen Materialarten zu differenzieren und ihr mechanisches, elektrisches, magnetisches usw. Betriebsverhalten zu optimieren.
  • Die Phänomene der "Relaxation" in den Materialien sind das Ergebnis interner Bewegungen, die durch eine Störung, sei es mechanischer, elektrischer oder elektromagnetischer Art, verursacht wurden.
  • Die verformten Materialien haben mechanische, elektrische, magnetische usw. Eigenschaften, die von molekularen, elektrischen, magnetischen Bewegungen innerhalb ihrer internen Struktur, sei es auf dem Niveau von Makromolekülen, Molekülen, Atomen oder Nukleonen, aus denen diese Materie besteht, abhängig sind.
  • Im wesentlichen gibt es drei Vorgehensweisen, um die Relaxationszeiten in den Materialien zu untersuchen:
  • 1) Resonanzverfahren
  • 2) Verfahren der Dämpfungsanalyse
  • 3) Thermostimulationsverfahren
  • Bei den Resonanzverfahren wird das Material bei einer bestimmten Temperatur und einem bestimmten Druck einer periodischen Erregung mechanischer, elektrischer oder magnetischer usw. Art ausgesetzt. Die Frequenz der periodischen Erregung kann angepaßt werden und ermöglicht es, die Resönanzfrequenz der internen Bewegung bei dieser Temperatur zu bestimmen.
  • Ein anderes, oft angewandtes Verfahren besteht darin, das Material einer Erregung bestimmter Frequenz auszusetzen und eine Änderung der Temperatur zu programmieren. Wenn die Temperatur eine Höhe erreicht, bei der die Bewegungen, die man zu beobachten sucht, auftreten können, kann man eine Resonanzspitze für die gewählte Erregungsfrequenz beobachten. Dies kann bei verschiedenen (festgelegten) Frequenzen durchgeführt werden. Man kann so die Abhängigkeit Temperatur/Zeit oder Temperatur/Frequenz analysieren, was es möglich macht, hinter den Mechanismus zu kommen, der für die beobachteten internen Bewegungen verantwortlich ist.
  • In vielen Fällen werden die internen Bewegungen durch Erscheinungen der Aktivierung durch die Temperatur (Arrhenius-Eyring-Phänomene) kinetisch gesteuert. Die Änderungen der Höchstresonanzfrequenz (fm) mit der Maximalspitzentemperatur Tm sind graphisch in einem Arrhenius'schen Diagramm mit den Ordinaten Log(fm) und den Abszissen 1/Tm (Tm in Graden der Kelvinskala) dargestellt.
  • Die Linearität der Arrhenius'schen Diagramme ist ein Indikator für ein aktiviertes Phänomen. Die Neigung der Arrhenius'schen Gerade ist verbunden mit der Aktivierungsenthalpie des Prozesses, der durch die beobachteten Bewegungen ausgelöst wird, und die Ordinate verhält sich im Ursprung proportional zur Aktivierungsentropie und zur Sprungfrequenz zwischen zwei aktivierten Zuständen. Die Untersuchung der Werte der Aktivierungsenthalpien und Aktivierungsentropien ermöglicht es, den Ursprung der Bewegungen im Innern des Materials, ob diese Bewegungen viskosen, atomaren oder sub-atomaren (nuklearen) Ursprungs sind, zu bestimmen. Die Bewegungen der viskosen Art können durch Verfahren der mechanischen oder durch Ultraschall verursachten Deformation besonders gut nachgewiesen werden, während die Bewegungen elektrischer Ladungen durch das Anlegen elektrischer Felder und nukleare Bewegungen durch das Anlegen elektromagnetischer Erregungen beobachtet werden.
  • Die Untersuchungsverfahren, die sich der Dämpfung bedienen, bestehen darin, das Material eine gewisse Zeit lang bei einer bestimmten Temperatur zu erregen, die Erregung zu unterbrechen und dann die Kurve, die die Entwicklung zurück zum Gleichgewichtszustand wiedergibt (Wiederherstellungskurve), so zu analysieren, daß man die Dämpfung bei dieser Temperatur feststellen kann.
  • Man kann die Erregungsfrequenz vor der Wiederherstellung sowie die Arbeitstemperatur, die es ermöglicht, die Temperatur- und Frequenzspannen, bei denen es zu den internen Bewegungen kommt, zu bestimmen, variieren. Wie schon zuvor angeführt, können die Ursprünge der Bewegungen durch Studium der entsprechenden Arrhenius'schen Diagramme ermittelt werden.
  • Die sogenannten Thermostimulationsverfahren beinhalten rein kalorimetrische Verfahren und solche Verfahren, die den Einfluß der Temperatur und einer "stimulierenden" Variablen, die mechanischer, elektrischer oder elektromagnetischer Art sein kann, verbinden.
  • Die differentielle Mikrokalorimetrie (DSC) oder die Differenz- Thermo-Analyse (ATD) bestehen darin, die Energieflüsse, die zwei in der gleichen thermostatischen Atmosphäre befindlichen Probetiegeln zuzuführenden sind, zu vergleichen, wobei einer der beiden Probetiegel im Gerät das zu untersuchende Material enthält. Die Temperatur im Meßbereich kann nach einem Programm auf Temperaturanstieg, auf fallende Temperatur oder auf konstante Temperatur geregelt werden. Das Gerät ist servoreguliert in der Art, daß die beiden Probetiegel genau gleiche Temperatur haben. Der variable Energiefluß, der dem Probetiegel mit dem zu untersuchenden Material zugeführt oder abgezogen wird, wird in Funktion von der Temperatur der thermischen Umgebung (DSC) registriert. Bei einer Variante des Verfahrens (ATD) wird der Temperaturunterschied zwischen den beiden Probetiegeln für eine programmierte Änderung der Umgebungstemperatur registriert. Der Temperaturunterschied zwischen den beiden Probetiegeln ändert sich, wenn eine Änderung der physikalischen Struktur gleichzeitig mit einer Enthalpievariation im Innern des Materials stattfindet. Bei einer Analyse durch differentielle Mikrokalorimetrie ändert sich der kalorimetrische Fluß bei einer Änderung des thermodynamischen Zustands, was auf interne Bewegungen wie z. B. molekulare Relaxationen zurückzuführen ist.
  • Die differentielle Mikrokalorimetrie ist eine schnelle und elegante Methode zur Feststellung von Phasenübergängen in Materialien, z. B. für die Feststellung der Schmelz- und Erstarrungstemperaturen und der vitreusen Übergänge in den amorphen Phasen der Materialien, die noch nicht kristallisierten oder nur semi-kristallisierten. Bei dieser Analysetechnik hat die Temperatur im wesentlichen zwei Aufgaben: die des Stimulators durch Zufuhr von thermischer Energie, die für die Erzeugung aktivierter interner Bewegungen geeignet ist, und die des Sensors durch komparative Messung der Temperatur nach Zufuhr von durch das Material selbst sekretierter Enthalpie. (Wenn das Meßinstrument mit dem Wärmefluß und nicht mit der Temperatur arbeitet, ist die Temperatur auch noch die Vergleichsvariable, die die relative Menge des Energiezuflusses (des Wärmetransportflusses) zum Schnitt des Probestücks leitet).
  • Eine Variante dieses Verfahrens besteht darin, Wärmekapazitätskurven in Funktion von der Temperatur zu erhalten, und zwar unter verschiedenen atmosphärischen Drücken. Der atmosphärische Druck spielt nämlich eine wichtige Rolle bei der Kinetik der Relaxationsphänomene. Es ist allgemein bekannt, daß mit einer Druckzunahme gleichzeitig eine Hemmung der internen Bewegungen einhergeht. Dies kann mittels differentieller Mikrokalorimetrie durch eine Erhöhung der Temperatur, bei der bei einer thermischen Analyse die internen Bewegungen ausgelöst werden, nachgewiesen werden. Geräte, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind, ermöglichen es, Mikrokalorimetriekurven bei unter erhöhten Druck gesetzter Atmosphäre zu erhalten. Der Druck bleibt während des Heiz- oder Abkühlzyklus dieser Untersuchungen konstant.
  • Eine andere wichtige Art von Instrumenten zum Messen interner Bewegungen in Materialien durch den Thermostimulationseffekt wird in den Werken mehrerer Autoren beschrieben und betrifft Techniken thermostimulierter Ströme (CTS) und Techniken thermostimulierten Kriechens (FTS). Diese Techniken sind im Vergleich zu den vorherbeschriebenen Techniken relativ originell. Die Temperatur spielt hier die Rolle der Anzeigegröße, während die externen Variablen, die im Erregungsstadium festgelegt werden, die Rolle des "Markierers" spielen.
  • In einer Abwandlung des Verfahrens, die später genauer beschrieben wird, spielt die Temperatur auch die Rolle eines "Filters" der Relaxationszeiten: das ist die Methode der "thermischen Filtration". Die Erregung in Form eines mechanischen, elektrischen oder magnetischen usw. Feldes, dem das Material bei einer bestimmten Temperatur ausgesetzt wird, soll "ausrichten" oder allgemeiner gesagt, das System durch den Effekt des Feldes über dem Wert der Aktivierungsenergie und über der Aktivierungsentropie aus dem Gleichgewichtszustand bringen. Die aufgebrachte Feldstärke bleibt eine bestimmte Zeit lang gleich, nämlich die Zeit, während derer sich der neue Gleichgewichtszustand einstellen kann, und die Temperatur wird mit hoher Geschwindigkeit gesenkt (Abschreckung), bis eine Temperatur erreicht wird, bei der der thermodynamische Zustand des Materials, der sich bei hoher Temperatur eingestellt hat, sich nicht mehr aus kinetischen Gründen ändern kann. Folglich hat man ein "thermokinetisches Gel" des Zustands, das bei hoher Temperatur erreicht wird. Die Analyse durch den Thermostimulationseffekt besteht darin, das Feld bei niedrigen Temperaturen zu unterdrücken und das Material ohne jede mechanische Spannung aufzuheizen, um die durch die Temperatur stimulierten internen Bewegungen zurück zum Gleichgewichtszustand freizusetzen. Die Kinetik, mittels derer der Gleichgewichtszustand wieder zurückkehrt, wirkt als Anzeigemittel für die hervorgerufenen internen Bewegungen, und die Temperatur, bei der sie sichtbar werden, ist eine Funktion der Fabrikationsparameter des Materials sowie seines chemischen Aufbaus und seiner Morphologie. Thermostimulationsmethoden offenbaren die Gesamtheit der Relaxationsbewegungen in globaler Art: Falls die zu analysierenden Bewegungen nicht "einfacher" Art sind im Sinne einer reinen Debye-Relaxation, und für ein elementares Relaxationsspektrum, dessen interaktive Koppelung für die globale Reaktion des Materials verantwortlich ist, ist es sehr schwierig, eine Entsprechung zu einer Relaxationsart, der eine dieser Bewegung inhärente physikalische Eigenschaft gegeben wurde, herzustellen. Da die Gesamtheit der Reaktion auf die Erregung globaler Art ist, ist es im allgemeinen unbedingt erforderlich, eine "Distribution der Relaxationszeiten" zu definieren, die in analoger Weise verschiedenen gekoppelten Resonatoren entspricht. Die Koppelung elementarer Relaxationsmodi ist ebenfalls Gegenstand einer spezifischen Kinetik, die selbst Funktion struktureller, chemischer und morphologischer Parameter ist. Die Beschreibung elementarer Modi, ihre thermokinetischen Charakteristiken (Aktivierungsenergie und Entropie) und die Beschreibung ihrer Koppelung sind wesentlich für das Verständnis der makroskopischen Eigenschaften der Materialien.
  • Die Verfahren mit thermostimuliertem Strom (CTS) und thermostimuliertem Kriechen (FTS) sind Techniken, die mit Thermostimulation arbeiten und das Anlegen eines Feldes, ob elektrischer (CTS) oder mechanischer (FTS) Art, mit einer gegebenen Temperatur für das "Ausrichten" der Dipole im Material (CTS) oder der Kettenfragmente (FTS) kombinieren mit dem Ziel, ihre Existenz bei kontrolliertem Erhitzen nach einer Abkühlung unter Anwendung einer Spannung sichtbar zu machen.
  • Eine wichtige Variante der Technik des thermostimulierten Stroms und des thermostimulierten Kriechens wurde vor kurzem durch das Laboratorium der "Physique des Solides" (Institut für Festkörperphysik) in Toulouse, Frankreich, präsentiert. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Lacabanne beschäftigten sich hauptsächlich mit der Anwendung der Methode der thermischen Filter mit dem Ziel, die einzelnen Relaxationen aus einem komlexen kooperativen Spektrum zu isolieren. Das Verfahren besteht darin, ein Störungsfeld elektrischen oder mechanischen Ursprungs anzulegen, um in den Materialien das, was ausrichtbar ist, bei der gewählten Temperatur Tp auszurichten. Danach wird im Feld die Temperatur um einige Grade gesenkt, ausreichend, daß die Kinetik bei der gesenkten Temperatur Td verschieden ist. Das Erregungsfeld wird dann unterdrückt und das Material, das zuvor ausgerichtet war, kann zu seinem Gleichgewichtszustand bei dieser neuen Temperatur zurückkehren. Die Wahl der Ausrichtungszeit bei der Erregungstemperatur Tp und die Relaxationszeit bei der Temperatur der Wiederherstellung Td sind jedoch so, daß das Material bei Tp nicht komplett ausgerichtet werden konnte und sich bei Td nicht komplett wiederherstellen konnte. Es war deshalb möglich, einen Debye'schen Relaxationsmodus unter den gekoppelten Relaxationsmodi zu isolieren, die das komplexe Relaxationsspektrum, das verantwortlich für die globale Reaktion des Materials ist, darstellen. Die Abkühlung auf eine niedrige Temperatur nach der teilweisen Wiederherstellung bei Td während td Sekunden soll den elementaren Modus, der im Temperaturrahmen (Tp - Td) isoliert ist, zum Gelieren bringen. Das spätere Erhitzen bei kontrollierter Heizgeschwindigkeit offenbart die elementare Kinetik des Relaxationsmodus, der im Temperaturrahmen (Tp - Td) isoliert ist. Wenn die Ausrichtungszeiten bei Tp und die Relaxationszeiten bei Td justiert wurden, ergibt die bei kontrolliertem Erhitzen ohne Anlegen irgendeines Feldes, ob mechanischen oder elektrischen usw. Ursprungs, erhaltene Kurve ein Maximum der Debye'schen Wiederherstellung, das unmittelbar untersucht werden kann, damit sich Aktivierungsenthalpieparameter und Aktivierungsentropieparameter für diesen isolierten Relaxationsmodus ergeben.
  • Durch Änderung des Werts von Tp in der Umgebung einer Temperatur der globalen Relaxation, die durch CTS- oder FTS-Analysen beobachtet wird, ist es möglich, einzeln alle Relaxationsmodi, die interaktiv kooperieren und zu einer globalen Reaktion, die ohne "thermische Filtration" beobachtet wird, beitragen, voneinander zu isolieren.
  • Dennoch haben Analysemethoden, die mit Thermostimulation arbeiten, größere negative Auswirkungen:
  • - Das Verfahren mit thermostimuliertem Strom kann nicht bei leitenden oder halbleitenden Materialien angewandt werden, deren Widerstand größer als 10&spplus;&sup7; Ω/Meter Dicke ist.
  • - Das Verfahren mit thermostimuliertem Kriechen ist schwierig anzuwenden bei dickflüssigen oder flüssigen Materialien und es ist nicht möglich, Temperaturen nahe am Schmelzpunkt der Materialien zu erreichen.
  • - Es gibt keine einfache Abhängigkeitskorrelation zwischen den Relaxationszeit-Verteilungsspektren, die durch die CTS- und die FTS-Analysen erhalten wurden. Der Koppelungsmodus zwischen den Verteilungen der Relaxationszeiten mechanischer oder elektrischer Art scheint komplex zu sein.
  • - Außerdem scheint die Thermostimulationsmethode durch externe Erregung (anders als durch den Temperatureffekt), durch den Depolarisationsstrom oder durch thermostimulierte Wiederherstellung nach plastischem Fließen bei einer bestimmten Temperatur den strukturellen Aufbau der Probe selbst zu stören. Das thermostimulierte Strom- oder Kriechverfahren besteht nämlich darin, ein elektrisches oder mechanisches Feld bei einer Temperatur Tp nahe der Temperatur, bei der sich die internen Bewegungen vollziehen, anzulegen. Die Methode, mittels derer das Material auf diese Temperatur Tp gebracht wird, ermöglicht es dem letzteren, die internen Spannungen abzubauen, wenn diese vorhanden sind, oder seinen Grad der Kristallisation, wenn es sich zum Kristallisieren eignet, oder auch noch seinen Aushärtungsgrad für duroplastische Harze zu modifizieren. Somit ist es offensichtlich, daß die Thermostimulationsmethoden auf die Untersuchung der internen Bewegungen, die nicht durch morphologische Änderung bei der Analysetemperatur Tp gestört werden, beschränkt ist.
  • Der größte Nachteil der differentiellen Mikrokalorimetrie oder der Differenz-Thermo-Analyse besteht darin, daß die Reaktion des Instruments eine globale Reaktion ist, die die zwischen mehreren internen Relaxationen kooperativen Bewegungen wiedergibt. Ein anderer großer Nachteil ist die schwache Sensibilität für die Ermittlung "sekundärer" interner Bewegungen, für welche die Aktivierungsenthalpie schwach ist. Schließlich ergeben sich bei dieser Technik auch Schwierigkeiten beim Studium gewisser Phänomene wie der Ausrichtung von Kunststoffen oder physikalischer Alterungserscheinungen. Es kommt nicht selten vor, daß man größere Abweichungen in den mechanischen Eigenschaften von Kunststoffen beobachten kann und daß man keine Unterschiede bei den entsprechenden Spuren bei der DSC-Analyse beobachten kann. Die differentielle Mikrokalorimetrie scheint nicht für interne Spannungen, die bei physikalischer Alterung kinetisch nachlassen, empfindlich zu sein.
  • Ein weiterer größerer Nachteil der Thermostimulationsmethoden für die Untersuchung der physikalischen Alterung oder die Untersuchung der internen Spannungen, die durch das Anlegen eines mechanischen Feldes bei Abkühlung des Materials verursacht werden, ist allgemein, daß man das Probestück für jede Temperatur Tp auswechseln muß, was diese Analysetechnik sehr zeitaufwendig und kostspielig macht: Ein Techniker, der die CTS- oder FTS-Analysezelle anwendet, muß mehrere Probestücke vorbereiten und muß diese eines nach dem anderen einführen, die Temperatur erhöhen, bis Tp erreicht ist, das Feld anlegen, die Temperatur wieder bis auf einen niedrigen Wert senken, das Feld unterdrücken, wieder erhitzen, um die internen Bewegungen, die durch das Feld erzeugt werden, zu bedecken, dann die Temperatur wieder senken, um ein neues Probestück einzulegen, die Temperatur wieder auf Tp erhöhen und bei jeder Temperatur wieder mit dem vorherigen Verfahren beginnen, bis man das komplette Relaxationsspektrum erhalten hat. Diese Analysemethode zur Isolation von einfachen Modi in den Materialien, die interne Spannungen haben, bedarf vieler Probestücke und eines großen Aufwands an Arbeitskraft, besonders wegen der Geschwindigkeit des Erhitzens bei der Wiederherstellung, die auf mäßige Geschwindigkeiten von etwa 5 bis 7 Grad/Minute beschränkt ist. Ein anderer größerer Nachteil ist, daß die FTS-Analysezelle sich von der CTS-Analysezelle unterscheidet und daß die beiden Verfahren nicht gleichzeitig am gleichen Probestück angewandt werden können.
  • Die Analyseverfahren, die auf Resonanz und interner Dämpfung basieren, sind globale Verfahren, die es nicht ermöglichen, elementare Relaxationsmodi zu isolieren, und die sich darauf beschränken, aus den Arrhenius'schen Diagrammen "sichtbare" (oftmals viel zu große) Aktivierungsenergien zu erhalten, die die Tatsache, daß die beobachteten internen Bewegungen miteinander gekoppelt sind und daß die Reaktion des Geräts aus der kooperativen Koppelung mehrerer zur gleichen Zeit entstehenden Relaxationen resultiert, vermitteln.
  • Die vorliegende Erfindung soll die Nachteile dieser bekannten Verfahren zur Analyse der Relaxationsspektren und Resonanzen in den Materialien für die Thermostimulation nach einem Programm der Änderung der Temperatur beseitigen und bietet sich zur Schaffung eines effizienten Verfahrens zur relativ universellen Anwendung an, wobei man sie bei einer Untersuchung von sehr unterschiedlichen Materialien je nach Art und Zustand anwenden kann und sie eine schnelle und präzise Analyse ermöglicht.
  • Zu diesem Zweck betrifft die Erfindung ein Verfahren der in der Patentanmeldung DE-A-3511778 und in der Präambel beschriebenen Art, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man an ein Probestück des untersuchten Materials wenigstens zwei gekoppelte Erregungsfelder anlegt.
  • Gemäß einer weiteren Charakteristik sind die Erregungsfelder aus der folgenden Gruppe ausgewählt: elektrische (Spannung), mechanische (hydrostatischer Druck, Kraft) und magnetischer Erregungsfelder.
  • Nach einer weiteren Charakteristik nimmt man mittels differentieller Mikrokalorimetrie durch Abtastung mit Hilfe wenigstens zweier Probestücke, die man auf die gleiche Temperatur bringt, jedoch unter zwei unterschiedliche Drücke setzt, eine thermische Feststellung vor.
  • Nach einem weiteren Merkmal entwickeln sich die Drücke in der Zeit nach einem Programm.
  • Die vorliegende Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Die einzige Figur der Zeichnungen setzt sich aus den Figurenteilen 1a, 1b und 1c zusammen und ist ein Analysediagramm.
  • Erfindungsgemäß ändert man bei dem Verfahren zur Untersuchung von Relaxationsspektren und Resonanzen in den Materialien die Temperatur T in Funktion von der Zeit t nach einem in Fig. 1a angegebenen Programm.
  • Demnach wird das Probestück des untersuchten Materials einer Polarisationstemperatur TP ausgesetzt, in der sich das Probestück eine Zeitdauer Δtp lang befindet. Dann senkt man diese Temperatur um einige Grade, bis die Depolarisationstemperatur Td erreicht ist.
  • Das Probestück verbleibt diese Zeitdauer Δtd lang auf dieser Temperatur.
  • Am Ende der Depolarisationsperiode wird das Probestück einer thermischen Abschreckung unterzogen, um es auf eine Temperatur To zu bringen, und von dieser Temperatur ab bewirkt man eine Temperaturänderung T = f(t), beispielsweise eine lineare Steigung. Auf diese Weise entwickelt sich die Temperatur im Laufe der Untersuchung nach einem Programm. Diese Entwicklung kann in die 5 Bereiche Z&sub1;, Z&sub2;, Z&sub3;, Z4 und Z5 aufgeteilt werden.
  • Während dieser Temperaturänderung werden an ein Probestück des untersuchten Materials wenigstens zwei gekoppelte Erregungsfelder P(t) und Q(t) (Fig. 1b, Fig. 1c) angelegt. Die Erregungsfelder ändern sich in der Zeit t nach einem Programm.
  • In jedem Bereich Z&sub1; bis Z&sub5; wird die Entwicklung eines jeden Erregungsfeldes P(t) und Q(t) durch einen Teil der Kurve dargestellt: P&sub1;(t), Q&sub1;(t); P&sub2;(t), Q&sub2;(t); P&sub3;(t), Q&sub3;(t); P&sub4;(t), Q&sub4;(t); P&sub5;(t), Q&sub5;(t).
  • Die verschiedenen Teile der Kurve können in Abhängikeit vom untersuchten Material und von der Analyseart fortgesetzt oder nicht weiter fortgesetzt werden.
  • Die am Probestück des untersuchten Materials angelegten Erregungsfelder können elektrische, magnetische oder mechanische Felder sein, wie etwa ein elektrisches Spannungsfeld, ein magnetisches Feld, eine mechanische Kraft oder ein hydrostatischer Druck.
  • Die Erregungsfelder werden gekoppelt, damit die einfachen Relaxationsmodi isoliert werden können.
  • Ganz speziell geht es bei dem erfindungsgemäßen Analyseverfahren darum, daß sich die Temperatur in Funktion von der Zeit nach einem Programm ändert, das analog zu jenen ist, die bei den Thermostimulationsmethoden (CTS, FTS) beschrieben wurden, mit oder ohne die Varianten, die den "thermischen Filtern" zur Isolation der einfachen Relaxationsmodi entsprechen. Das Verfahren jedoch koppelt und überlagert während des Ablaufs des Temperaturänderungsprogramms die Wirkung von wenigstens zwei Erregungsfeldern. Die Koppelung kann zwischen zwei Variablen stattfinden, die sich dazu eignen, die Kinetik der Wiederherstellung, die den internen Bewegungen, die man nachweisen möchte, zugeordnet ist, individuell zu modifizieren. Durch die Koppelung mehrerer Erregungsarten ermöglicht es die Erfindung, die Interaktionen zwischen den Kinetiken lokaler Bewegungen (jene der Relaxation von Dipolen) und der globalen Bewegungen, wie einer mechanischen oder viskosen Relaxation, zu charakterisieren und voneinander zu trennen.
  • Bei einer Durchführungsform erfolgt beispielsweise die Koppelung zwischen einem elektrischen Feld (Spannung), das bei einer bestimmten Temperatur an das Material angelegt wird, und einem mechanischen Feld, das zur gleichen Zeit angelegt wird. Die mechanische Variable kann ein hydrostatischer Druck oder eine Kraft sein. Die bei der Wiederherstellung gemessene Variable kann entweder elektrischer Strom, eine Verschiebung (wie im Fall der FTS-Methode) oder beides sein. Die Koppelung zwischen den angelegten Erregungsfeldern ermöglicht es, den Ursprung der Differenz zwischen den dielektrischen und den mechanischen Relaxationszeiten zu verstehen und die Gesetzmäßigkeiten der Koppelung zwischen diesen internen Bewegungen festzustellen. Das "Profil" der Erregung beschreibt die Art und Weise, mit der man die Erregungsfelder so anlegt, daß das Material zwischen den Temperaturen Tp und Td aus dem Gleichgewichtszustand gebracht wird. Das Profil der Erregung der Felder des fraglichen Variablentyps kann entweder für jede Variable identisch oder von Variable zu Variable verschieden sein, um diese oder jene Eigenschaft der Kinetik der Wiederherstellung nachweisen zu können.
  • Bei einer anderen Durchführungsart der Erfindung ändert sich der Druck im Meßbereich eines CTS- oder FTS-Analysegeräts je nach Koppelung mit der Spannung (CTS) oder mit der Scherbeanspruchung (FTS), oder für andere Meßweisen, die mit dem Anlegen eines magnetischen Feldes arbeiten, mit dem magnetischen Feld selbst. In diesem Fall ist der besondere Effekt beachtlich, den der Druck und die Änderung des Drucks spielen, da der Druck programmiert werden kann in der Weise, daß er die gleiche Rolle wie die Temperatur spielt, besonders dabei, Rahmen (Pd - Pp) zu schaffen, durch die einfache rheologische Relaxationsmodi isoliert werden sollen.
  • Der Druck kann bei der Temperatur Td (Depolarisationstemperatur) so erhöht werden, daß die Wiederherstellung gewisser durch den Druck und die Temperatur beeinflußter Relaxationszeiten verzögert werden kann. Wenn die Bewegung der Dipole, aktiviert durch die Erregungs-Spannung, gleichermaßen durch den Druck beeinflußt ist, ermöglicht es die Koppelung Druck/elektrische Spannung, schneller als durch eine gewöhnliche CTS-Analyse Relaxationsspektren zu erhalten. Mit anderen Worten: Die "thermische Filtration" kann mit anderen Mitteln als der Temperatursenkung ausgeführt werden.
  • Im obengenannten Beispiel wird der Druck als eine Variable präsentiert, die dazu geeignet ist, eine Veränderung des Zustands des Materials in der Nachbarschaft der Übergänge zu stimulieren, das Anlegen von Schwingungen mechanischer, elektrischer oder elektromagnetischer usw. Art kann jedoch dem gleichen Zweck dienen. Indem man an ein Material eine Schwingung anlegt, kann man nämlich das Vorkommen von Übergängen oder internen Bewegungen nachweisen. Da die Übergangstemperatur gleichzeitig mit der Vibrationsfrequenz steigt, ist dieses Phänomen der Temperaturveränderung, bei der es bei einer gegebenen Materialtemperatur zu internen Bewegungen kommt, außerdem einer Temperatursenkung gegenüber der Übergangstemperatur äquivalent. Eine Erhöhung der Vibrationsfrequenz zwischen zwei Schichten ist für die aktivierten Phänomene einer Temperatursenkung äquivalent. Dies kann wiederum zur Definition von "Rahmen" analog zu jenen, die für die "thermische Filtration" geschaffen wurden, benutzt werden. Die Koppelungen zwischen thermischen Rahmen (durch Temperaturänderung geschaffen) und stimulierten Rahmen (durch Wirken eines Schwingungsfeldes oder durch den Effekt des hydrostatischen Drucks) ermöglicht es unter Ausschluß von Zweifeln, Bewegungen lokalen Ursprungs von Bewegungen globalen Ursprungs (Bewegungen viskoser Art) zu unterscheiden.
  • Man sollte bedenken, daß die im Erregungsstadium angelegte Schwingung (bei der Polarisationstemperatur Tp oder der Depolarisationstemperatur Td) der gleichen Art oder auch anderer Art als jene des sonst bei Tp angelegten Feldes sein kann und daß sich die Feststellungsmöglichkeiten des Signals der Wiederherstellung bei einer erneuten programmierten Temperaturerhöhung (um einen Relaxationsmodus zu offenbaren) auf eine durch das feste Feld oder auf die durch das Schwingungsfeld erregte Variable beziehen. So ist es beispielsweise möglich, Koppelungen zwischen einem Feld mechanischen Ursprungs (hydrostatischer Druck oder Scherbeanspruchung, der/die während einer Zeit tp angelegt wird), das bei der Temperatur Tp angelegt wird, und einem Schwingungsfeld elektrischer oder elektromagnetischer Art (Feld vorgegebener Frequenz und vorgegebener Amplitude), das bei Tp oder bei Td nach einem Zeitprogramm angelegt wird, zu betrachten. Die Wiederherstellungskurve kann durch elektrische (Messung des Depolarisationsstroms), mechanische (Änderung der Dimensionen des Probestücks) oder thermische (Messung der Wärmekapazität) Variablen untersucht werden.
  • Bei einer besonders wichtigen Durchführungsart werden thermische Feststellungsmittel der differentiellen Mikrokalorimetrie durch Abtastung angewandt, um die Wiederherstellungskurve feststellen zu können. Der Raum, der die Probestücke enthält, wird in zwei Abteilungen eingeteilt: die eine mit dem Druck P&sub1; und die andere mit dem Druck P&sub2;. Beide Abteilungen haben streng die gleiche Temperatur, wie hoch diese auch sei, je nachdem, ob es sich um Erregung oder Wiederherstellung handelt. In einer speziellen Durchführungsart der vorher beschriebener Montage befinden sich nur zwei Probetiegel in jeder Abteilung, wobei sich in einem der beiden das zu untersuchende Material befindet.
  • Bei einer anderen Durchführungsart können in den Abteilungen im Rahmen des obengenannten Beispiels mehrere Probetiegel untergebracht werden, wobei sich in jedem Probetiegel ein Probestück des zu untersuchenden Materials sowie ein Referenzprobestück befinden. Diese Konfiguration ist besonders an das Studium physikalischer Alterungserscheinungen, die mit der Entwicklung der inneren Belastungen im Material verbunden sind, angepaßt.
  • Die Energieflüsse, die justiert wurden, um die Temperatur aller Probetiegel, welche Abteilung, Anzahl von Probetiegeln oder Temperatur- oder Druckprogramms auch immer betroffen sind, konstant zu halten, werden automatisch registriert und miteinander verglichen. Die Programme der Temperaturänderung und Druckveränderung werden festgestellt mit dem Ergebnis, daß Rahmen entstehen, die auf diese oder jene Weise Relaxationsmodi separieren, vorausgesetzt, daß man es durch Änderung der Enthalpie nachweisen kann. Der Vergleich der von den Probetiegeln gelieferten Energieflüsse kann für Probetiegel, die sich im Innern der gleichen Abteilung befinden, oder für Probetiegel, die Probestücke gleichen Ursprungs enthalten, sich aber in zwei verschiedenen Abteilungen befinden, durchgeführt werden.
  • Der Effekt des differentiellen Drucks zwischen den Probestücken in den Abteilungen besteht darin, daß man die Abweichung vom Gleichgewichtszustand erhöht, so daß die kalorimetrische Reaktion vergrößert wird. Je größer das Ausmaß, in dem das System zu Beginn aus dem Gleichgewichtszustand gebracht wird, desto größer ist auch die Intensität des Signals der kalorimetrischen Messung. Die Schaffung von "Rahmen" bewirkt in der Regel eine Abschwächung der Stärke des zu messenden Signals durch Elimination einer gewissen Anzahl von Relaxationen, die am globalen Phänomen teilhaben und zur Intensität des Signals beitragen. Für den Druck kann ein Zeitprogramm so erstellt werden, daß man einen Übergang bei verschiedenen Temperaturen studieren kann (beispielsweise den vitreusen Übergang von polymerisierten Materialien). Die Auswirkung des hydrostatischen Drucks auf das Material kann dazu benutzt werden, nach Belieben einen Übergangseffekt zu "schaffen", weil der Übergang selbst bei einer höheren Temperatur erfolgt, wenn man den Druck erhöht. Man kann das Probestück also einer Folge von schnellem Unter-Druck-Setzen aussetzen (und dadurch Abschreckungen stimulieren), indem man das Probestück unter seine Übergangstemperatur setzt (wenn es sich darüber befand) und den Druck mit überwachter Geschwindigkeit senkt, um die kinetische Kurve der Zustandsänderung zu untersuchen, die den Übergang oder die molekularen Bewegungen charakterisiert. Dieser Prozeß des unter abnehmenden Druck Setzens kann im Laufe des langsamen Temperaturanstiegs im Arbeitsraum mehrmals wiederholt werden, wodurch eine Reihe von Abschreckungsvorgängen gefolgt von Wiederherstellungen stimuliert wird, ausgehend von verschiedenen rheologischen Anfangszuständen des Materials. Diese Analysetechnik ermöglicht es, die thermo-kinetischen Modulations- und Koppelungsphänomene zu verstehen, die Relaxationsspektren verursachen, für die es eine Distribution der Aktivierungsenergie und -entropie gibt.
  • In einer anderen Durchführungsart der Erfindung für die Koppelung eines mechanischen Feldes und eines hydrostatischen Drucks können mehrere zu vergleichende Probestücke gleichzeitig in die Zelle eingeführt werden, damit sie gleichzeitig den gleichen Programmen des Unter-Druck-Setzens und den gleichen Temperaturänderungen ausgesetzt sind. Die gleichzeitig bei der Wiederherstellung erhaltenen Reaktionen der diversen Probestücke ermöglichen es, die Unterschiede, die zu Beginn des Experiments in den Materialien bestehen, sehr schnell und in einem einzigen Vorgang zu vergleichen. Das ist besonders nützlich für das Studium der internen mechanischen eingefrorenen Spannungen in einem Gegenstand, für den die Spannungen von Punkt zu Punkt des Gegenstands wegen der Formungsbedingungen unterschiedlich sind. Beispielsweise ist es bei den Herstellungsverfahren von CDs oder Bildplatten durch Spritzguß wichtig, die internen -Spannungen in der Richtung parallel zum Laserstrahl, mittels dessen gelesen wird, zu eliminieren. Es ist ebenfalls wesentlich, daß die Eigenschaften des Materials sich nicht mit der Zeit und von Punkt zu Punkt in radialer Richtung ändern.
  • Das erfindungsgemäße Analyseverfahren kann für die gleichzeitige Untersuchung mehrerer Probestücke mit dem Ziel, eine Kurve der Intensität der internen Spannung zu bestimmen, angewandt werden.
  • Schließlich ist bei einer weiteren Durchführungsform der Erfindung das Erregungsfeld, das im Verlauf des Rahmens angelegt wird, elektromagnetischen oder korpuskularen Ursprungs, wie beispielsweise durch Lichtstrahlen oder Substrahlung (X, γ, UV-Strahlen usw.). Dieser Erregungsmodus kann bei der Analyse dünner Schichten von leitenden oder halbleitenden Materialien besser geeignet sein, besonders beim Sondieren unterschiedlicher Niveaus, aus denen sich die globale Energie zusammensetzt.

Claims (5)

1. Verfahren zur Untersuchung von Relaxationspektren und Resonanzen in Materialien durch Thermostimulation nach einem Programm der Änderung der Temperatur in Funktion von der Zeit, dadurch gekennzeichnet, daß man an ein Probestück des untersuchten Materials wenigstens zwei gekoppelte Erregungsfelder (P(t)), (Q(t)) anlegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregungsfelder aus der folgenden Gruppe ausgewählt sind: elektrische Erregungsfelder (Spannung), mechanische Erregungsfelder (hydrostatischer Druck, Kraft), magnetische Erregungsfelder, elektromagnetische Erregungsfelder einschließlich Strahlung.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man an eine thermische Feststellung gemäß differenzieller Mikrokalometrie durch Abtastung mit Hilfe wenigstens zweier Probestücke geht, die man auf gleiche Temperatur, jedoch unter zwei unterschiedliche Drücke setzt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Drücke zeitlich nach einem Programm entwickeln.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregungsfelder oszillierend sind.
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