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DE69007965T2 - Apparatur zur herstellung von alpha-beta-ungesättigten nitrilen. - Google Patents

Apparatur zur herstellung von alpha-beta-ungesättigten nitrilen.

Info

Publication number
DE69007965T2
DE69007965T2 DE69007965T DE69007965T DE69007965T2 DE 69007965 T2 DE69007965 T2 DE 69007965T2 DE 69007965 T DE69007965 T DE 69007965T DE 69007965 T DE69007965 T DE 69007965T DE 69007965 T2 DE69007965 T2 DE 69007965T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reactor
oxygen
containing gas
pipes
blow
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69007965T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69007965D1 (de
Inventor
Kanji - Ishii
Hiroaki Muroya
Masanobu - Ohta
Tetsuo - Tanaka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Original Assignee
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from JP1257899A external-priority patent/JPH03120247A/ja
Priority claimed from JP1258908A external-priority patent/JPH03123767A/ja
Application filed by Asahi Chemical Industry Co Ltd filed Critical Asahi Chemical Industry Co Ltd
Publication of DE69007965D1 publication Critical patent/DE69007965D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69007965T2 publication Critical patent/DE69007965T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J8/00Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes
    • B01J8/18Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with fluidised particles
    • B01J8/1818Feeding of the fluidising gas
    • B01J8/1827Feeding of the fluidising gas the fluidising gas being a reactant
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles
    • C07C255/01Carboxylic acid nitriles having cyano groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C255/06Carboxylic acid nitriles having cyano groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic and unsaturated carbon skeleton
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    • C07C255/08Acrylonitrile; Methacrylonitrile
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F35/00Accessories for mixers; Auxiliary operations or auxiliary devices; Parts or details of general application
    • B01F35/71Feed mechanisms
    • B01F35/717Feed mechanisms characterised by the means for feeding the components to the mixer
    • B01F35/7182Feed mechanisms characterised by the means for feeding the components to the mixer with means for feeding the material with a fractal or tree-type distribution in a surface
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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Description

    TECHNISCHES GEBIET
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Acrylnitril oder Methacrylnitril unter Verwendung von Propylen, Isobutylen oder tertiärem Butylalkohol sowie Ammoniak und einem Sauerstoff enthaltenden Gas als Ausgangsmaterialien.
  • HINTERGRUNDBILDENDER STAND DER TECHNIK
  • Herkömmlicherweise wird in großem Umfang ein katalytischer Fließbettreaktor verwendet, wenn ein α,β-ungesättigtes Nitril durch die Reaktion eines Olefins oder eines tertiären Alkohols und Ammoniak sowie eines Sauerstoff enthaltenden Gases durch eine katalytische Gasphasenreaktion hergestellt wird.
  • Da sich die Zusammensetzung innerhalb eines explosionsanfälligen Bereichs befindet, wenn dem Reaktor zugeführte Gase vor der Reaktion vermischt werden, muß das Mischgas aus Olefin oder tertiärem Alkohol und Ammoniak (nachfolgend als "Materialgas" bezeichnet) durch einen Einlaß zugeführt werden, der von einem Einlaß zum Zuführen des Sauerstoff enthaltenden Gases getrennt ist.
  • Gemäß Yoneichi Ikeda in Chemical Engineering 31, Nr. 10, 1013 (1970), ist es wohlbekannt, daß dann, wenn der Durchmesser von Blasen in einem Fließbett verkleinert wird, der Kontaktwirkungsgrad zwischen dem Gas und dem Festmaterial (z.B. dem Katalysator) verbessert wird. Aus der vorstehenden Literaturstelle ist es auch bekannt, daß dann, wenn der Durchmesser von Blasen bei der Synthese von Acrylnitril durch Ammonoxidation von Propylen kleiner gemacht wird, der Selektivitätskoeffizient für Acrylnitril verbessert wird.
  • Bei einem herkömmlichen Verfahren wurde eine Füllung in einem Reaktor dazu verwendet, den Durchmesser von Blasen kleiner zu machen, jedoch ist ein solches Verfahren nicht von Vorteil, da es die Vorrichtungskosten erhöht.
  • Wenn Acrylnitril oder Methacrylnitril unter Verwendung eines katalytischen Fließbettreaktors hergestellt wird, besteht eine Schwierigkeit dahingehend, daß der Reaktor nicht über lange Zeit betrieben werden kann, da durch eine Nebenreaktion gebildete Substanzen mit hohem Siedepunkt, die für einen Luftvorerhitzer verwendeten Wärmeaustauscher, einen Boiler-Wasservorerhitzer und dergleichen, die am Auslaß des Reaktors angeordnet sind, blockieren.
  • Ferner steigt der Reaktionsdruck im Reaktor allmählich an, wenn die Reaktionsgas-Strömungsseite dieser Wärmeaustauscher zu verstopfen beginnt, wodurch die Druckdifferenz zwischen dem Einlaß und dem Auslaß der Wärmeaustauscher ansteigt. Da der zum Herstellen von Acrylnitril oder Methacrylnitril verwendete Katalysator im allgemeinen dazu neigt, die Ausbeute von Acrylnitril und Methacrylnitril zu verringern, wenn der Reaktionsdruck ansteigt, sind ein Anstieg der Druckdifferenz in den Wärmeaustauschern und der sich daraus ergebende Anstieg des Reaktionsdrucks selbst dann nicht erwünscht, wenn der Reaktor unter normalen Bedingungen betrieben wird.
  • Es ist allgemein bekannt, daß in einem großen Fließbettreaktor eine sogenannte Teilchenumwälzströmung ausgebildet wird, bei der sich ein fluidisierter Katalysator in der Mitte des Reaktors nach oben bewegt und in der Nähe dessen Wandung nach unten bewegt [Miyauchi et al., "Transport Phenomena and Reaction in Fluidized Catalyst Beds", Advances in Chem. Eng., Vol II, Seiten 279 - 280, Academic Press (1981)].
  • Es ist bekannt, daß die Stärke der Umwälzströmung mit einer Zunahme des Durchmessers des Reaktors ansteigt [Ibid., Seiten 311 - 317, sowie Ben et al, "Reaction Engineering of Fluidized Bed", Seiten 115 - 116, Baifukan, 1984].
  • Ein großer Fließbettreaktor mit einem Radius über 3 m weist einen ernsthaften Nachteil dahingehend auf, daß der Kontaktwirkungsgrad zum in ihm verwendeten fluidisierten Katalysator aufgrund einer sogenannten Rückwärtsvermischung verringert wird, durch die die erzeugte Substanz mit "Materialgas" vermischt wird, eine Erscheinung, bei der das "Materialgas" dem Reaktor zugeführt wird, ohne zur Reaktion zu kommen und dergleichen, was zu einer Verringerung der Reaktionsausbeute führt, und demgemäß kann der Katalysator nicht sein volles Leistungsvermögen entfalten, da die sogenannte Teilchenumwälzströmung, die durch den sich im Zentrum des Katalysators nach oben und in der Nähe dessen Wandung nach unten bewegenden Katalysator hervorgerufen wird, im Fließbettreaktor intensiv ist. Um diesen Nachteil zu meistern, werden herkömmlicherweise Blasen dadurch redispergiert, daß eine Struktur wie eine perforierte Platte oder dergleichen angebracht wird, um die Fluidisierung zu verbessern. Dennoch ist eine Redispersion von Blasen, wie sie durch die perforierte Platte oder dergleichen bewirkt wird, nicht von Vorteil, da der Druckverlust an der perforierten Platte zunimmt oder keine ausreichende Menge an Katalysatorteilchen herunterfällt, was die Ausbildung eines Bereichs im unteren Teil der Innenstruktur hervorruft, in dem sich Reaktionsgas ansammelt, wodurch die Ausbeute des Zielprodukts abnimmt.
  • Wie es wohlbekannt ist, ist es besonders kritisch, daß das "Materialgas" und das Sauerstoff enthaltende Gas in einem Fließbettreaktor umgesetzt werden, nachdem sie schnell zu einem gleichmäßigen Gasgemisch vermischt wurden.
  • Das US-Patent Nr. 4,801,731 schlägt ein Verfahren zum Vermischen eines Sauerstoff enthaltenden Gases und eines Propylen/Ammoniak-Mischgases durch eine Gegenströmung beim Herstellen von Acrylnitril auf solche Weise, daß Ausblasdüsen für das Sauerstoff enthaltende Gas ausgerichtet zu Ausblasdüsen für das Propylen/Ammoniak-Mischgas vorhanden sind, vor.
  • Dennoch ist bei einem großen Fließbettreaktor mit einem Durchmesser über 3 m, wie er im allgemeinen kommerziell verwendet wird, das Vorhandensein einer Umwälzströmung von Katalysatorteilchen vorherrschend, so daß der Strahl Sauerstoff enthaltenden Gases am Außenumfang des Reaktors durch die Wirkung einer nach unten gerichteten Teilchenumwälzströmung in der Nähe der Reaktorwandung zur Mitte des Reaktors hin umgebogen wird. Infolgedessen hat das im US-Patent Nr. 4,801,731 offenbarte Verfahren dann, wenn ein großer Reaktor mit einem Durchmesser von 3 m oder mehr verwendet wird, den Nachteil, daß "Materialgas" am Außenumfang nicht ausreichend mit dem Sauerstoff enthaltenden Gas vermischt wird, mit dem Ergebnis, daß die Ausbeute des α,β-ungesättigten Nitrils im Reaktor insgesamt gesehen erniedrigt ist.
  • Ein Reaktor zur Verwendung bei der Herstellung ungesättigter Aldehyde und Säuren aus Olefinen und Sauerstoff, oder bei der Herstellung ungesättigter Nitrile aus Olefinen, Sauerstoff und Ammoniak ist in GB-A-1 265 770 offenbart. Dieser Reaktor weist ein Gehäuse, eine quer im unteren Teil des Gehäuses angebrachte Verteilerplatte, die an ihrem Umfang mit der Gehäusewandung verbunden ist, eine Einrichtung zum Einleiten eines fluidförmigen Reaktanten in das Gehäuse unterhalb der Verteilerplatte, eine Leitung innerhalb des Gehäuses, die über der Verteilerplatte und nahe deren Umfangsbereich angeordnet ist und mehrere auf diesen Bereich zugewandte Öffnungen aufweist, eine Einrichtung zum Einleiten eines Fluids in die Leitung und eine Einrichtung zum Entnehmen von Reaktorausströmmaterial vom oberen Teil des Gehäuses auf.
  • OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
  • Unter Berücksichtigung des Vorstehenden haben die Erfinder die vorliegende Erfindung als Ergebnis einer Verbesserung eines Reaktors geschaffen, wobei sie dem Durchmesser der erzeugten Blasen und der Katalysatorumwälzströmung Beachtung schenkten. Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Fließbettreaktor anzugeben, der die Ausbeute von α,β-ungesättigtem Nitril insgesamt gesehen auf solche Weise verbessern kann, daß die Ausbeute des α,β-ungesättigten Nitrils verbessert ist, der Reaktor kontinuierlich für eine lange Zeitspanne betrieben werden kann und die Reaktionsausbeute von Olefin oder tertiärem Butylalkohol am Außenumfang des Reaktors verbessert ist.
  • Genauer gesagt, haben die Erfinder die Erfindung dadurch fertiggestellt, daß sie herausgefunden haben, daß die vorstehenden Aufgaben durch eine Herstellvorrichtung für α,β- ungesättigtes Nitril gelöst werden, die einen Fließbettreaktor enthält, der folgendes aufweist:
  • (1) eine "Materialgas"-Beschickungseinrichtung (nachfolgend als MGF (Material Gas Feeder) bezeichnet), die horizontal in einem unteren Teil eines Reaktors angeordnet ist und mehrere "Materialgas"-Ausblasdüsen (A) aufweist, die an der unteren Oberfläche derselben mit im wesentlichen denselben Abständen angeordnet sind, wobei die "Materialgas"-Beschickungseinrichtung vorzugsweise einen Durchmesser aufweist, der etwas kleiner als derjenige des Reaktors ist, und wobei die "Materialgas"-Ausblasdüsen im Reaktor nach unten gerichtet sind; und
  • (2) eine Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas (nachfolgend als OGF (Oxygen Gas Feeder) bezeichnet), die von der vorstehend genannten MGF horizontal um einen vorgegebenen Abstand beabstandet ist, vorzugsweise denselben Durchmesser wie der Reaktor aufweist und über Ausblasrohre (B) für Sauerstoff enthaltendes Gas verfügt, die an ihrer oberen Oberfläche den oben genannten Düsen (A) gegenüberstehend angeordnet sind, wobei die Anzahl der Rohre (B) dieselbe wie diejenige der Düsen (A) ist, und insbesondere der 10 Reaktor dergestalt ausgebildet ist, daß:
  • (i) die Abstände zwischen dem äußersten Ende der Düsen (A) und dem äußersten Ende der Rohre (B) auf 25 bis 300 mm eingestellt sind;
  • (ii) die Abstände zwischen mehreren der Rohre (B) auf 90 mm bis 250 mm eingestellt sind und die Anzahl der Rohre 16 bis 123 Stück/m² in der Querschnittsfläche des Reaktors beträgt; und
  • (iii) die Rohre (B) im äußersten Teil so angeordnet sind, daß die Abstände zwischen der Innenwandung des Reaktors und den der Innenwandung nächstliegenden Rohren (B) auf 300 mm eingestellt sind.
  • Ferner haben die Erfinder herausgefunden, daß der Reaktor dann für eine lange Zeitspanne mit einer kleinen Menge eines Nebenprodukts mit hoher Siedetemperatur ohne Verringerung der Ausbeute am Außenumfang, insbesondere wenn der Reaktor große Abmessungen aufweist, betrieben werden kann, wenn die am Außenumfang der MGF angeordneten Düsen (A) nicht zu den ihnen gegenüberstehenden Rohren (B) ausgerichtet sind, sondern in bezug auf die Rohre (B) leicht zur Mitte des Reaktors hin geneigt sind.
  • BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht eines Hauptteils eines Fließbettreaktors, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt;
  • Fig. 2 ist eine schematische Ansicht, die die Relativposition eines Ausblasrohrs für Sauerstoff enthaltendes Gas einer Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas und von "Materialgas"-Ausblasdüsen einer "Materialgas"-Beschickungseinrichtung sowie die Strömung von Katalysatorteilchen und von Sauerstoff enthaltendem Gas bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt;
  • Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas; und
  • Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die "Materialgas"-Beschikkungseinrichtung.
  • In den Zeichnungen bezeichnet 1 einen Hauptkörper eines Fließbettreaktors, 2 bezeichnet eine Wärmeabführ-Rohrschlange, 3 bezeichnet die "Materialgas"-Beschickungseinrichtung, 4 bezeichnet die Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas, 5 bezeichnet die Ausblasdüsen der "Materialgas"-Beschickungseinrichtung, 6 bezeichnet die Ausblasrohre der Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas, 7 bezeichnet einen von den Ausblasrohren der Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas gebildeten Strahl Sauerstoff enthaltenden Gases, 8 bezeichnet eine Katalysatorteilchen-Umwälzströmung und Θ bezeichnet einen "Relativwinkel".
  • BESTE ART ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung betrifft eine Herstellvorrichtung für ein α,β- ungesättigtes Nitril zum Herstellen eines solchen α,β-ungesättigten Nitrils, das dieselbe Anzahl von Kohlenstoffatomen aufweist, wie sie in einem Ausgangsmaterial vorhanden ist, das ein Olefin oder ein tertiärer Butylalkohol ist, dadurch, daß Propylen, Isobutylen oder tertiärer Butylalkohol sowie Ammoniak und ein Sauerstoff enthaltendes Gas umgesetzt werden, umfassend:
  • - einen Reaktor;
  • - eine "Materialgas"-Beschickungseinrichtung, die in einem unteren Teil des Reaktors horizontal angeordnet ist, und die zahlreiche "Materialgas"-Ausblasdüsen aufweist, die an ihrer unteren Oberfläche angeordnet sind; und
  • - eine Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas, die unterhalb der "Materialgas"-Beschickungseinrichtung parallel zu dieser in einem vorbestimmten Abstand von dieser entfernt angeordnet ist, und die Ausblasrohre für Sauerstoff enthaltendes Gas an der oberen Oberfläche der Beschickungseinrichtung für das Sauerstoff enthaltende Gas gegenüber den "Materialgas"-Ausblasdüsen aufweist, wobei die Anzahl der Ausblasrohre für das Sauerstoff enthaltende Gas die gleiche ist wie die Anzahl der an der "Materialgas"-Beschickungseinrichtung vorhandenen "Materialgas"-Ausblasdusen;
  • - wobei der vorbestimmte Abstand 25 bis 300 mm, gemessen als Abstand zwischen den Düsen und den Rohren, ist; und
  • - wobei die Zwischenräume zwischen den Ausblasrohren für das Sauerstoff enthaltende Gas 90 bis 250 mm und die Anzahl der Rohre 16 bis 123 Stück/m² in der Querschnittsfläche des Reaktors sind. Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß
  • - die Reihe der Ausblasdüsen für das Rohmaterialgas, die in den Bereichen des Reaktors angeordnet sind, in denen das Verhältnis r/R des Abstands (r) vom Zentrum des Reaktors zum Umfang (R) des Reaktors 0,8 bis 1,0 beträgt, derart in Richtung zum Zentrum des Reaktors geneigt ist, daß der Winkel Θ, der zwischen der Linie, die den Mittelpunkt des äußersten Endes eines Ausblasrohrs für das Sauerstoff enthaltende Gas und den Mittelpunkt des äußersten Endes einer gegenüberliegenden Ausblasdüse für Rohmaterialgas verbindet, und der vertikalen Linie, die durch den Mittelpunkt des äußersten Endes des Ausblasrohrs für das Sauerstoff enthaltende Gas verläuft, 40º oder weniger beträgt.
  • Eine andere Erscheinungsform der Erfindung betrifft eine Herstellvorrichtung für ein α,β-ungesättigtes Nitril, bei der die Zwischenräume zwischen der Reihe der Ausblasrohre für das Sauerstoff enthaltende Gas, die der Innenwandung des Reaktors am nächsten sind, und dieser Innenwandung 300 mm oder weniger betragen.
  • Der bei der Reaktion verwendete Katalysator kann aus einem beliebigen der üblicherweise zum Herstellen von Acrylnitril oder Methacrylnitril verwendeten Ammonoxidation-Katalysatoren ausgewählt werden, und z.B. können zum Herstellen von Acrylnitril Katalysatoren verwendet werden, wie sie in den Japanischen Patent Kokoku(Veröffentlichung nach dem Prüfungsverfahren)-Nummern Sho 36-5870, Sho 38-17967, Sho 59-50667, Sho 61-58462 und im US-Patent Nr. 4,495,109 und ähnlichen offenbart sind, und zum Herstellen von Methycrylnitril können z.B. Katalysatoren verwendet werden, wie sie in den Japanischen Patent Kokoku-Nr. Hei 1-34221, Hei 1- 34222 und ähnlichen offenbart sind.
  • Wenn Acrylnitril und Methycrylnitril hergestellt werden, wird die Reaktion bei einer Reaktionstemperatur im Bereich von 400 ºC bis 500 ºC und bei einem Reaktionsdruck im Bereich von 0,2 kg/cm² G bis 2 kg/cm² G ausgeführt. Propylen, Isobutylen oder tertiärer Butylalkohol sowie Ammoniak werden mit einem Molverhältnis von 1,0 bis 1,3 so vermischt, daß auf molarer Basis die Menge an Propylen, Isobutylen oder tertiärem Butylalkohol der Menge an Ammoniak gleich ist oder einem leichten Überschuß entspricht.
  • Das Sauerstoff enthaltende Gas muß Sauerstoff in molekularem Zustand enthalten, und z.B. wird reiner Sauerstoff oder mit einem Inertgas wie Stickstoffgas verdünnter reiner Sauerstoff verwendet, und insbesondere wird vorzugsweise Luft verwendet.
  • Wenn Luft als Sauerstoff enthaltendes Gas verwendet wird, muß die dem Reaktor zugeführte Luftmenge auf molarer Basis das sieben- bis vierzehn-fache der Menge an Propylen, Isobutylen oder tertiärem Butylalkohol sein.
  • Die Abstände zwischen den Ausblasrohren (B) für Sauerstoff enthaltendes Gas liegen vorzugsweise im Bereich von 90 bis 250 mm. Wenn jedoch die Abstände zwischen den Ausblasrohren (B) zu klein sind, verringert sich der Wirkungsgrad, da erzeugte Luftblasen, die von benachbarten Ausblasrohren herrühren, einander berühren und zu größeren Luftblasen wachsen.
  • Die Abstände zwischen den Ausblasrohren (B) können festliegend sein oder nicht. Die Ausblasrohre können in einem Quadrat-, Rechteck- oder Dreieckmuster angeordnet sein.
  • Die Dichte der Ausblasrohre (B) für Sauerstoff enthaltendes Gas liegt in der Fläche des horizontalen Querschnitts des Reaktors im Bereich von 16 bis 123 Stück/m².
  • Der Durchmesser der von der Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas oder in den Ausblasrohren (B) erzeugten Luftblasen kann aus den folgenden Gleichungen bestimmt werden [Miwa et al, Chemical Engineering, 35, 770 (1971)].
  • DbO = 1,38 g-0,2 (At/Nor)0,4(Uo - Umf)0,4 (1)
  • Db0 = 3,77 g&supmin;¹ (Uo - Umf)² (2)
  • Der Durchmesser der erzeugten Blasen ist der größere der aus den Gleichungen (1) und (2) bestimmten Werte.
  • Db0: Durchmesser der erzeugten Blasen [m]
  • Uo: Gasgeschwindigkeit im Reaktor [m/sec]
  • Umf: Minimale Fließbettgeschwindigkeit [m/sec]
  • At: Reaktorquerschnittsfläche [m²]
  • Nor: Anzahl von Ausblasrohren [Stück]
  • g: Gravitationsbeschleunigung [m/sec²]
  • Der Durchmesser erzeugter Luftblasen wird wie folgt berechnet, wobei angenommen ist, daß die Ausblasrohre in einem Quadratmuster angeordnet sind und Uo = 0,5 m/sec gilt.
  • Abstände zwischen benachbarten Ausblasrohren [mm] 90 250
  • Anzahl von Ausblasrohren pro 1 m² (Nor/At) [Stück/m²] 123 26
  • Db0, wie durch Gleichung (1) erhalten [mm] 97 220
  • Db0, wie durch Gleichung (2) erhalten [mm] 96 96
  • Abstände zwischen den Ausblasrohren unter 90 mm sind nicht von Vorteil, da der Durchmesser der Luftblasen dann größer als die Abstände zwischen den Ausblasrohren ist, was bewirkt, daß die Luftblasen miteinander in Kontakt kommen und zu größeren Luftblasen wachsen, wohingegen Abstände zwischen den Ausblasrohren über 250 mm ebenfalls nicht von Vorteil sind, da der Durchmesser der Luftblasen 200 mm stark übersteigt. Daher werden die Abstände zwischen den Luftblasen vorzugsweise so ausgewählt, daß sie im Bereich von 90 mm bis 250 mm liegen.
  • Ein Ausblasrohr für Sauerstoff enthaltendes Gas kann einen gleichmäßigen Innendurchmesser aufweisen oder auch nicht. Jedoch ist das äußerste Ende eines Ausblasrohrs für Sauerstoff enthaltendes Gas vorzugsweise verengt, um zu verhindern, daß Katalysatormaterial in die Beschickungseinrichtung für das Sauerstoff enthaltende Gas eindringt.
  • Sauerstoff enthaltendes Gas wird vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit von 10 m/sec bis 80 m/sec und bevorzugter im Bereich von 30 m/sec bis 60 m/sec aus den Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas ausgeblasen. Eine übermäßig hohe Ausblasgeschwindigkeit ist nicht von Vorteil, da sie Verluste an Katalysatormaterial hervorruft.
  • Die "Materialgas"-Ausblasdüse kann einen gleichmäßigen Düsendurchmesser aufweisen oder auch nicht.
  • "Materialgas" wird vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 10 m/sec bis 80 m/sec und bevorzugter im Bereich von 30 m/sec bis 60 m/sec aus den Ausblasdüsen ausgeblasen. Eine übermäßig hohe Ausblasgeschwindigkeit ist nicht zu bevorzugen, da dies Verluste des Katalysatormaterials hervorruft.
  • Die Anzahl von "Materialgas"-Ausblasdüsen ist vorzugsweise dieselbe wie diejenige der Ausblasrohre für das Sauerstoff enthaltende Gas, die Relativposition zwischen ihnen ist vorzugsweise eine Beziehung, bei der sie sich einander gegenüberstehen, und die Relativabstände zwischen ihnen (nachfolgend als "Relativabstände" bezeichnet) betragen vorzugsweise 25 bis 300 mm. Wenn die "Relativabstände" übermäßig klein sind, können die "Materialgas"-Ausblasdüsen oder die Ausblasrohre für Sauerstoff enthaltendes Gas durch einen Schmelzvorgang aufgrund einer anomalen Reaktion beschädigt werden, wohingegen dann, wenn die "Relativabstände" übermäßig groß sind, "Materialgas" nicht ausreichend mit Sauerstoff enthaltendein Gas vermischt wird und so die Ausbeute an α,β-ungesättigtein Nitril verringert wird.
  • Bei der Beschreibung und den Ansprüchen der Erfindung betrifft der Begriff "Außenumfang" diejenigen Teile des Reaktors, die für den Abstand von der Mitte des Reaktors zum Umfang des Reaktors ein Verhältnis (nachfolgend als r/R bezeichnet) im Bereich von 0,8 bis 1,0 aufweisen.
  • Um die Umwälzströmung von Katalysatorteilchen am Außenumfang des Reaktors zu begrenzen und um dafür zu sorgen, daß das "Materialgas" und das Sauerstoff enthaltende Gas ausreichend vermischt werden, wird die Abwärtsströmung des fluidisierten Katalysators in der Nähe der Innenwandung des Reaktors auf solche Weise begrenzt, daß die Abstände zwischen der Innenwandung des Reaktors und den der Innenwandung nächstliegenden Ausblasrohre für Sauerstoff enthaltendes Gas (nachfolgend als Abstände zur Wandung bezeichnet) vorzugsweise auf 300 mm oder weniger und bevorzugter auf 50 bis 200 mm eingestellt sind, und ferner die "Materialgas"-Ausblasdüsen, die am Außenumfang angeordnet sind, zur Mitte des Reaktors hin in bezug auf die Ausblasrohre für Sauerstoff enthaltendes Gas versetzt sind, die im unteren Teil der "Materialgas"- Ausblasdüsen diesen gegenüberstehend angeordnet sind. Durch diese Anordnung wird die Umwandlungsausbeute von Propylen, Isobutylen oder tertiärem Butylalkohol stark verbessert und die Ausbeute an Acrylnitril oder Methacrylnitril im Reaktor wird insgesamt gesehen verbessert.
  • Nachfolgend wird ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 beschrieben. Fig. 1 ist ein Beispiel eines bei der Erfindung verwendeten Fließbettreaktors, wobei 1 einen Hauptkörper des Fließbettreaktors bezeichnet, 2 eine Wärmeableitung-Rohrschlange bezeichnet, 3 eine "Materialgas"-Beschickungseinrichtung (MGF) bezeichnet, 4 eine Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas (OGF) bezeichnet. Fig. 2 zeigt ein Beispiel für eine Planung der Relativpositionsbeziehung der Ausblasrohre (B) für Sauerstoff enthaltendes Gas und der "Materialgas"-Ausblasdüsen (A) sowie eine Umwälzströmung von Katalysatorteilchen, wobei 5 eine "Materialgas"-Ausblasdüse bezeichnet, 6 ein Ausblasrohr für Sauerstoff enthaltendes Gas bezeichnet, 7 einen vom Ausblasrohr für Sauerstoff enthaltendes Gas erzeugten Strahlstrom bezeichnet und 8 die Umwälzströmung von Katalysatorteilchen bezeichnet.
  • Ferner hängt das Ausmaß, mit dem die am Außenumfang angeordneten "Materialgas"-Ausblasdüsen zur Mitte des Reaktors hin in bezug auf die Ausblasrohre für Sauerstoff enthaltendes Gas versetzt sind, die im unteren Teil derselben ihnen gegenüberstehend angeordnet sind, von der Stärke der Umwälzströmung der Katalysatorteilchen und den Relativabständen zwischen den "Materialgas"-Ausblasdüsen und den Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas ab, und die "Materialgas"-Ausblasdüsen sind vorzugsweise zur Mitte des Reaktors hin derart versetzt, daß der Winkel, der durch die die Mitte des äußersten Endes eines Ausblasrohrs für Sauerstoff enthaltendes Gas mit der Mitte des äußersten Endes einer "Materialgas"-Ausblasdüse verbindenden Linie und der durch die Mitte des äußersten Endes eines Ausblasrohrs für Sauerstoff enthaltendes Gas gehenden vertikalen Linie (nachfolgend als "Relativwinkel Θ" bezeichnet) gebildet wird, 40º oder weniger, bevorzugter 30º oder weniger beträgt.
  • Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Vergleichsbeispiele und Beispiele beschrieben, jedoch ist der Schutzumfang der Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt. Es wird darauf hingewiesen, daß die Dichte des Bettes eines Fließbettkatalysators durch ein allgemein bekanntes Druckdifferenzverfahren unter Verwendung von Druckanschlüssen bestimmt wurde, die an Positionen 750 mm und 1.250 mm über den Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas liegen, um die statische Druckdifferenz zu messen, wobei die Orte der Druckanschlüsse der Gleichung r/R = 0,0 für die Mitte des Fließbettreaktors sowie der Gleichung r/R = 0,9 für den Außenumfang genügen, wobei die Antriebskraft, durch die das Fluid der umlaufenden Teilchen gebildet wird, die Dichtedifferenz in radialer Richtung des Fließbetts ist [Siehe "Fluidization Engineering (D. Kunii, O. Levenspiel), S. 354]. So ist erkennbar, daß dann, wenn die Dichte des Bettes des Fließbettkatalysators in radialer Richtung gleichmäßig ist, keine Strömung umlaufender Teilchen gebildet wird. Ferner wurde nicht umgesetztes Olefin durch einen Gaschromatographen auf solche Weise analysiert, daß Gasproben-Entnahmedüsen in der Mitte in einer Höhe von 9 m unter Erfülltsein der Gleichung r/R = 0,0 sowie am Außenumfang in derselben Höhe unter Erfülltsein der Gleichung r/R = 0,9 angeordnet wurden und aus diesen Düsen austretendes Gas mit Wasser gewaschen wurde. Dabei wurden die üblichen Instrumente und Zusatzgeräte verwendet.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Eine Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas wurde im unteren Teil eines Fließbettreaktors mit einem Innendurchmesser von 3,7 m angeordnet und Ausblasrohre wurden in einem Quadrat mit einer Seite von 300 mm angeordnet. Eine "Materialgas"-Beschickungseinrichtung wurde im oberen Teil des Fließbettreaktors angeordnet, wobei die Beschikkungseinrichtung eine solche mit einem quadratisch angeordneten Rohrgitter mit einer Seite von 300 mm war, Ausblasdüsen zum nach unten gerichteten Ausblasen von Gas.
  • Die Anzahl von Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas war die gleiche wie diejenige der "Materialgas"-Ausblasdüsen, und die "Materialgas"-Ausblasdüsen waren 100 mm entfernt gerade über den gegenüber stehenden Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas angeordnet. Der "Relativwinkel Θ" am Außenumfang war auf 0º eingestellt und die "Abstände zur Wandung" waren auf 150 mm eingestellt.
  • Der Innendurchmesser der Ausblasdüsen für Sauerstoff enthaltendes Gas war gleichmäßig und so festgelegt, daß die Ausblasgeschwindigkeit von Gas aus ihnen 46 m/sec betrug.
  • Der Innendurchmesser der "Materialgas"-Ausblasdüsen war gleichmäßig und so festgelegt, daß die Ausblasgeschwindigkeit von Gas aus ihnen 40 m/sec betrug.
  • Der Reaktor wurde mit einem Fließbettkatalysator mit einer Menge von 25 Tonnen befüllt, der aus Molybdän-Wismut-Eisen mit Kieselerde als Träger bestand.
  • Der Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas wurde Luft mit einer Menge von 9.100 Nm³/h zugeführt, der "Materialgas"-Beschickungseinrichtung wurde Propylen von 96 Mol-% Reinheit mit einer Menge von 1.000 Nm³/h und Ammoniak mit einer Menge von 1.150 Nm³/h zugeführt, und diese wurden bei einer Reaktionstemperatur von 470 ºC umgesetzt. Tabelle 1 zeigt das nach zwei Wochen ab dem Start der Reaktion erhaltene Reaktionsergebnis.
  • Die Definitionen für die Umsetzung und die Substanz mit hohem Siedepunkt sind die folgenden:
  • Umsetzung (%) = (Gewicht des umgesetzten Propylens/Gewicht des zugeführten Propylens) x 100
  • Ausbeute (%) = (Gewicht des Kohlenstoffs im Erzeugnis/Gewicht des Kohlenstoffs im zugeführten Propylen) x 100
  • Substanz mit hohem Siedepunkt: Gesamtmenge an Essigsäure, Acrylsäure, Fumarnitril, 3-Cyano-Pyridin und "anderen", wobei das Gewicht von Kohlenstoff bei den "anderen" aus der Gesamtfläche der Peaks außer denjenigen für Essigsäure, Acrylsäure, Fumarnitril und 3-Cyano-Pyridin auf einem Gaschromatographen unter Verwendung des Umsetzfaktors von Fumarnitril berechnet wurde.
  • Gaschromatographie: Säule: aus Glas; 3 mm x 3 m
  • Füllmaterial: FON von Wako Junkayu K.K. 10 %/Shimalite TPA
  • Säulentemperatur: 160 ºC
  • Die Reaktion wurde nach 4,2 Monaten unterbrochen, da der Reaktionsdruck im Reaktor mit einem Anstieg der Druckdifferenz auf der Seite des umgesetzten Gases eines (nicht dargestellten) Luftvorerhitzers und eines (nicht dargestellten) Boiler-Wasservorerhitzers am Auslaß des Reaktors anstieg und es daher schwierig war, das Materialgas und die Luft den Beschickungseinrichtungen zuzuführen.
  • Beispiele 1 - 4
  • Reaktoren ähnlich zu denen, wie sie beim Vergleichsbeispiel verwendet wurden, wurden mit der Ausnahme verwendet, daß die Ausblasrohre jeweils in einem Quadrat mit verschiedenen Seitenlängen angeordnet wurden. Derselbe Katalysator und dieselben Reaktionsbedingungen wie beim Vergleichsbeispiel wurden verwendet. Die Ausblasrohre des Reaktors beim Beispiel 3 waren jedoch mit einem Rechteckmuster mit einer kurzen Seite von 90 mm und einer langen Seite von 180 mm angeordnet. Tabelle 1 zeigt das Reaktionsergebnis, wie es nach zwei Wochen ab dem Start der Reaktion erhalten wurde. TABELLE 1 Vergleichsbeispiel Beispiel Anordnung von Ausblasdüsen und -rohren Anordnungsabstand (mm) Anzahl von Ausblasrohren (Stück/m²) Anzahl von Ausblasdüsen (Stück/m²) Umsetzung von Propylen (%) Ausbeute an Acrylnitril (%) Ausbeute an Substanzen mit hohem Siedepunkt (%) Dauerbetriebsperiode des Reaktors (Monate) Quadrat Rechteck * Der Betrieb wurde unterbrochen, nicht weil die Wärmeaustauscher am Ausgang des Reaktors verstopft waren, sondern da die Hochdruckausrüstungen der Anlage Bestimmungen entsprechend überprüft wurde.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Eine Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas wurde im unteren Teil eines Fließbettreaktors mit einem Innendurchmesser von 7,8 m angeordnet, und Ausblasrohre wurden mit einem Quadratmuster mit einer Seite von 160 mm angeordnet. Eine "Materialgas"-Beschickungseinrichtung wurde im oberen Teil des katalytischen Fließbettreaktors angeordnet, wobei die Beschickungseinrichtung vom Rohrgittertyp mit quadratischer Anordnung mit einer Seite von 160 mm war, die Ausblasdüsen zum Ausblasen von Gas nach unten aufwies. Die Anzahl von Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas war dieselbe wie die der "Materialgas"-Ausblasdüsen, und die "Relativabstände" waren auf 75 mm eingestellt. Der "Relativwinkel Θ" am Außenumfang war auf 0º eingestellt und die "Abstände zur Wandung" waren auf 500 mm eingestellt.
  • Der Reaktor wurde mit einem Molybdän-Wismut-Eisen-Katalysator mit Kieselerde als Träger mit einer Teilchengröße von 10 bis 100 um und einer mittleren Teilchengröße von 50 um so befüllt, daß die Höhe des statischen Bettes 3 m betrug, Luft mit einer Menge von 41.000 Nm³/h wurde der Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas zugeführt, der "Materialgas"-Beschickungseinrichtung wurde Propylen mit einem Reinheitsgrad von 96 Mol-% mit einer Menge von 4.000 Nm³/h und Ammoniak mit einer Menge von 4.800 Nm³/h zugeführt, und diese wurden einer Reaktion bei einer Reaktionstemperatur von 450 ºC und einem Druck von 1 kg/cm²G unterzogen. Tabelle 2 zeigt das Reaktionsergebnis.
  • Beispiele 5 - 7
  • Die Reaktion wurde in einem Reaktor ähnlich dem beim Vergleichsbeispiel 2 unter denselben Reaktionsbedingungen wie beim Vergleichsbeispiel 2 unter Verwendung einer Beschikkungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas und einer "Materialgas"-Beschickungseinrichtung ähnlich denen beim Vergleichsbeispiel 2 mit der Ausnahme ausgeführt, daß die "Abstände zur Wandung" und der "Relativwinkel Θ" auf die in Tabelle 2 gezeigten Werte eingestellt wurden. Im Ergebnis war die Umwälzströmung der Katalysatorteilchen und die Menge nicht umgesetzten Propylens am Außenumfang stark verringert, wie in Tabelle 2 gezeigt, und demgemäß waren die Umsetzung von Propylen und die Ausbeute an Acrylnitril im Reaktor insgesamt gesehen verbessert.
  • Beispiel 8
  • Eine Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas wurde im unteren Teil eines Fließbettreaktors mit einem Innendurchmesser von 5,3 m angebracht und Ausblasrohre wurden mit einem Quadratmuster mit einer Seite von 180 mm angeordnet. Im oberen Teil des Fließbettreaktors wurde eine "Materialgas"-Beschickungseinrichtung angebracht, die von einem Rohrgittertyp mit einer Quadratmusteranordnung mit einer Seite von 180 mm war, und die Ausblasdüsen zum Ausblasen von Gasen nach unten aufwies. Die Anzahl von Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas war dieselbe wie diejenige von "Materialgas"-Ausblasdüsen, und die "Relativabstände" zwischen den in anderen Teilen als dem Außenumfang angeordneten Ausblasrohren für Sauerstoff enthaltendes Gas und den diesen gegenüberstehenden "Materialgas"-Ausblasdüsen wurde auf 100 mm eingestellt. Der "Relativwinkel Θ" am Außenumfang wurde auf 15º eingestellt und die "Abstände zur Wandung" wurden auf 120 mm eingestellt. Der Reaktor wurde mit einem Molybdän-Wismut-Eisen-Katalysator mit Kieselerde als Träger mit einer Teilchengröße von 10 bis 100 um und einer mittleren Teilchengröße von 50 um so befüllt, daß die Höhe des statischen Betts 3 m betrug.
  • Der Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas wurde Luft mit einer Menge von 28.000 Nm³/h zugeführt, der "Materialgas"-Beschickungseinrichtung wurde Isobutylen mit einer Menge von 2.300 Nm³/h und Ammoniak mit einer Menge von 3.000 Nm³/h zugeführt, und diese wurden einer Reaktion bei einer Reaktionstemperatur von 430 ºC und einem Druck von 1 kg/cm²G unterzogen. Tabelle 2 zeigt das Reaktionsergebnis. TABELLE 2 Dichte des Fleißbettkatalysators Konzentration an nicht umgesetztem Propylen oder Isobutylen Beispiel "Abstände zur Wandung" (mm) "Relativwinkel Θ" am Außenumfang (Grad) Mitte (kg/m³) (Vol.-%) Außenumfang (kg/m³) (Vol.-%) Umwandlung von Propylen im gesamten Reaktor (%) Ausbeute an Acrylnitril im gesamten Reaktor (%)
  • Die Wirkung dieser Vorrichtung ist aus dem in Tabelle 2 dargestellten Ergebnis ersichtlich.
  • Das Beispiel 6 zeigt, daß es ein auf 150 mm eingestellter Wert der "Abstände zur Wandung" ermöglicht, die Ausbeute an Acrylnitril im Reaktor insgesamt im Vergleich zu der beim Vergleichsbeispiel 2 dadurch zu erhöhen, daß nicht umgesetztes Propylen am Außenumfang verringert wird.
  • Ferner zeigen die Ergebnisse der Beispiele 5 und 6, daß dann, wenn die "Abstände zur Wandung" auf denselben Wert gesetzt werden, vorzugsweise für einen "Relativwinkel Θ" gesorgt wird. Genauer gesagt, ist die Wirksamkeit des Einstellens des "Relativwinkels Θ" am Außenumfang auf 150 aus dem Beispiel 5 im Vergleich mit dem Beispiel 6 erkennbar. Ferner ist es, wie beim Beispiel 7 gezeigt, erkennbar, daß dann, wenn der Wert "Abstände zur Wandung" groß ist, ein guter Wirkungsgrad dadurch erzielt werden kann, daß der "Relativwinkel Θ" erhöht wird.
  • Beispiel 9
  • Die Reaktion wurde unter Verwendung eines Reaktors und eines Katalysators ähnlich zu denen beim Beispiel 8 ausgeführt. Der Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas wurde Luft mit einer Menge von 24.000 Nm³/h zugeführt, der "Materialgas"-Beschickungseinrichtung wurde eine wässrige Lösung von 84 Gew.-% gereinigtem, tertiärem Butylalkohol mit einer Menge von 3.600 Nm³/h in der Gasphase sowie Ammoniak mit einer Menge von 2.600 Nm³/h zugeführt, und diese wurden einer Reaktion bei einer Reaktionstemperatur von 440 ºC und einem Druck von 1 kg/cm² unterzogen. Das Reaktionsergebnis ist das folgende. Mittlerer Teil Außenumfang Dichte des Fließbettkatalysators (kg/m³) Nichtumgesetztes Isobutylen (Vol.-%) Hinweis: Da tertiärer Butylalkohol im Reaktor sofort in Isobutylen und Wasser umgesetzt wird, wird nicht umgesetztes Isobutylen erfaßt.
  • INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet einen ausgezeichneten industriellen Vorteil dahingehend, daß die Ausbeute an α,β-ungesättigtem Nitril nicht durch einen Bereich abgesenkt wird, in dem Reaktionsgas verbleibt und der im unteren Teil der Innenstruktur des Reaktors aufgrund eines erhöhten Druckverlustes in demjenigen Teil gebildet wird, in dem eine Struktur wie eine Füllung, eine perforierte Platte oder dergleichen im Reaktor vorhanden ist, oder dadurch, daß keine ausreichende Anzahl von Katalysatorteilchen herunterfällt, wobei die Ausbeute des α,β-ungesättigten Nitrils durch eine einfach ausgebildete Vorrichtung erhöht wird und ferner der Reaktor für eine lange Zeitspanne kontinuierlich betrieben werden kann, ohne daß die Wärmeaustauscher verstopft werden, die am Auslaß des Reaktors vorhanden sind.

Claims (2)

1. Vorrichtung zur Herstellung eines α,β-ungesättigten Nitrils durch Umsetzung eines Olefins oder von tertiärem Butylalkohol als Rohmaterial mit Ammoniak und Sauerstoff enthaltender Luft, wobei ein α,β-ungesättigtes Nitril mit der gleichen Ahzahl von Kohlenstoffatomen wie das Rohmaterial gebildet wird, wobei die Vorrichtung umfaßt :
einen Reaktor,
eine Beschickungseinrichtung für Rohmaterialgas, die im unteren Teil des Reaktors horizontal angeordnet ist und die zahlreiche Ausblasdüsen für das Rohmaterialgas aufweist, die an ihrer unteren Oberfläche vorgesehen sind, und
eine Beschickungseinrichtung für Sauerstoff enthaltendes Gas, die unterhalb der Beschickungseinrichtung für das Rohmaterialgas und parallel zu dieser in einem vorbestimmten Abstand von dieser entfernt ist, wobei Ausblasrohre für das Sauerstoff enthaltende Gas an der oberen Oberfläche der Beschickungseinrichtung für das Sauerstoff enthaltende Gas gegenüber von den Ausblasdüsen für das Rohmaterialgas angeordnet sind, wobei die Anzahl der Ausblasrohre für das Sauerstoff enthaltende Gas die gleiche ist wie die Anzahl der auf der Beschickungseinrichtung für das Rohmaterialgas vorgesehenen Ausblasdüsen für das Rohmaterialgas,
wobei der vorbestimmte Abstand 25 bis 300 mm, gemessen als Abstand zwischen den Düsen und den Rohren ist,
wobei die Zwischenräume zwischen den Ausblasrohren für das Sauerstoff enthaltende Gas 90 bis 250 mm und die Anzahl der Rohre 16 bis 123 Stück/m² in der Querschnittsfläche des Reaktors sind, und wobei die Reihe der Ausblasdüsen für das Rohmaterialgas, die in den Bereichen des Reaktors angeordnet sind, in denen das Verhältnis des Abstands vom Zentrum des Reaktors (r) zu dem Umfang des Reaktors (R) r/R 0,8 bis 1,0 beträgt, derart in Richtung zum Zentrum des Reaktors geneigt sind, daß der Winkel θ, der zwischen der Linie, die den Mittelpunkt des äußeren Endes der Ausblasrohrs für das Sauerstoff enthaltende Gas und den Mittelpunkt des äußeren Endes der gegenüberliegenden Ausblasdüse für Rohmaterialgas verbindet und der vertikalen Linie, die durch den Mittelpunkt des äußeren Endes des Ausblasrohrs für das Sauerstoff enthaltende Gas verläuft, 40º oder weniger beträgt.
2. Herstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, in der die Zwischenräume zwischen der Reihe der Ausblasrohre für das Sauerstoff enthaltende Gas, die der Innenwandung des Reaktors am nächsten sind, und dieser Innenwandung 300 mm oder weniger betragen.
DE69007965T 1989-10-04 1990-10-04 Apparatur zur herstellung von alpha-beta-ungesättigten nitrilen. Expired - Lifetime DE69007965T2 (de)

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