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Die vorliegende Erfindung betrifft elektronische Zeitmeßgeräte
mit Analoganzeige und insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich,
Armbanduhren dieses Typs.
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Die meisten elektronischen Uhren mit Analoganzeige, die
gegenwärtig existieren, sind Uhren, bei denen die Anzeigeorgane von einem
einzigen elektromagnetischen Motor vom einphasigen, bipolaren
Schrittmotortyp angetrieben werden, der dafür ausgelegt ist, nur in einer
Richtung in Schritten von 180º umzulaufen im Ansprechen auf Impulse mit
alternierender Polarität.
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Zu einer bestimmten Epoche umfaßten Motoren dieser Art einen
Rotor mit einem allgemein zylindrischen Permanentmagneten mit
diametraler Magnetisierung, einen Stator, gebildet von zwei Polstücken aus zwei
getrennten Teilen und in ein und derselben Ebene angeordnet, welche die
Pole in Form von Zylinderabschnitten aufwiesen zum Umschließen des
Rotors und die voneinander beidseits des letzteren durch enge Schlitze
getrennt waren, sowie schließlich eine Spule, die einen Kern umschloß,
an welchem die Polstücke des Stators befestigt waren.
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Darüber hinaus waren die Polstücke des Stators derart
angeordnet, daß ihre Pole geringfügig exzentrisch waren in entgegengesetztem
Sinne bezüglich der Drehachse des Rotors, um für den Rotor zwei stabile,
wohldefinierte Ruhepositionen zu schaffen, die einen Winkelabstand von
180º aufwiesen und in denen seine Magnetisierungsachse einen Winkel von
etwa 45º mit der Achse einschloß, welche die Trennschlitze zwischen den
Polstücken verband.
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Diese Motoren wiesen tatsächlich große Nachteile auf.
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Damit sie nämlich mit Sicherheit funktionierten und mit einem
optimalen Wirkungsgrad, ergab sich nämlich, daß die Exzentrizität der
Pole ihrer Polstücke mit hoher Präzision reguliert werden mußte.
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Zu diesem Zweck mußte man zunächst die Motoren auf ihren
Trägern montieren, beispielsweise Platinen, welche mit Stiften versehen
waren, um welche die Polstücke verdreht werden konnten, danach die
Einstellung vornehmen mittels Exzentern, mit denen sie versehen waren, und
zwar mit Hilfe von Spezialwerkzeugen, und schließlich die Polstücke am
Support mittels Schrauben festlegen. Diese Regulierung erforderte
demgemäß sehr viel Zeit. Andererseits mußte man Uhrwerke derart
konzipieren, daß man die Abschnitte der Polstücke nahe dem Rotor sehen konnte
und Zugang zu den Exzentern hatte, wie auch zu den Blockierschrauben,
was zur Folge hatte, daß die Brücken, welche es erlaubten, die Rotoren
an Ort und Stelle zu halten, praktisch keinem anderem Zweck dienen
konnten. Schließlich ergab sich, daß man genötigt war, erneut die gleichen
Justage-Arbeitsgänge durchzuführen, wenn man die Uhren demontieren mußte
oder wenn diese mit Stößen belastet worden waren.
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Das ist der Grund, daß diese Motoren nur sehr kurze Zeit
benutzt wurden und jenen Platz gemacht hatten, die viel einfacher
herzustellen und zu verwenden waren, welche man gegenwärtig in den Uhren
findet.
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Diese gegenwärtigen Motoren zeigen sich im wesentlichen in
drei Formen und unterscheiden sich von den oben erörterten nur bezüglich
ihrer Statoren.
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Die einfachsten und bei weitem häufigsten sind jene, die einen
Stator aufweisen, welcher aus einem einzigen Teil gestanzt ist aus einem
Blech aus weichmagnetischem Material, wobei der Stator in seiner
Zentralpartie eine Ausnehmung aufweist, begrenzt von einer Innenwandung im
wesentlichen zylindrischer Form, in welcher Ausnehmung koaxial ein Rotor
eingefügt ist. Bei diesen Motoren sind die Polstücke miteinander durch
Isthmen verbunden, das heißt durch schmale, leicht und schnell
magnetisch sättigbare Partien, die praktisch die gleiche Rolle spielen wie
die Spalte zwischen den Polstücken der Vorläufermotoren und wobei die
Exzentrizität dieser Polstücke ersetzt wird durch Einschnitte oder
Abflachungen, die einander diametral gegenüberliegen und auf der
Innenwandung des Stators angebracht sind.
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Bei den beiden anderen Formen bipolarer Monophasenmotoren, die
man in bestimmten Uhren antrifft, wenn auch viel seltener, findet sich
wieder die Idee zweier getrennter Polstücke.
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In einem Falle weisen diese Polstücke die gleichen
exzentrischen Pole auf, wie jene der alten Motoren, von denen die Rede war, sie
sind jedoch miteinander verbunden und verlötet beidseits des Rotors
durch Zwischenelemente aus unmagnetischem Material oder praktisch
derart, daß sie einen Monoblockstator bilden.
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Im anderen Falle bleiben die Polstücke voneinander durch
Spalten getrennt, doch sind die Pole in Form von Zylindermantelabschnitten
nicht mehr exzentrisch und mit Einschnitten versehen zum Definieren der
Ruheposition des Rotors, und der Motor umfaßt darüber hinaus eine
zylindrische Hülse aus unmagnetischem Material, verbunden mit einer
Basisplatte, auf der dieser Motor montiert ist, welche Hülse koaxial den
Rotor umschließt und als Positionierelement und Anschlagelement für die
Pole der Polstücke dient.
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Unabhängig davon, in welcher Form sie realisiert werden, haben
diese einphasigen, bipolaren Motore den Vorteil, daß sie einfach sind,
wenig Volumen benötigen und zu einem niedrigen Herstellpreis gefertigt
werden können, doch haben sie trotzdem einen großen Nachteil.
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Wenn man sie normalerweise in Armbanduhren benutzt, das heißt
wenn man sich damit zufriedengibt, sie in der Richtung umlaufen zu
lassen, für die sie vorgesehen sind und die es ermöglicht, die
Anzeigeorgane laufen zu lassen, so ist man genötigt, für die Modifikation der
angezeigten Informationen und insbesondere für die Einstellung der Uhrzeit
entweder mechanische Einrichtungen vorzusehen, die eine Korrektur der
Zeitanzeige in beiden Richtungen, vorwärts und rückwärts, ermöglicht,
oder aber elektronische Einrichtungen vorzusehen, die nur eine Korrektur
in einer Richtung ermöglichen. Im zweiten Falle wird der Motor bei einem
Korrekturvorgang mit Impulsen einer festen oder von der
Betätigungsgeschwindigkeit eines manuellen Steuerorgans abhängigen Frequenz
angespeist, die deutlich höher liegt als jene der Impulse, die er im
normalen Betriebsmodus erhält. Um jedoch auf jeden der Korrekturimpulse
ansprechen zu können, muß diese Frequenz hinreichend niedrig liegen,
generell nicht oberhalb 32 oder 64 Hz, so daß die Korrekturzeit sehr
lang werden kann und unzulässig für Uhren mit Sekundenzeiger.
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Von den ältesten Lösungen, die in die Praxis umgesetzt wurden
und die es ermöglichten, wenigstens teilweise dieses Problem zu lösen,
gibt es zwei.
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Die erste besteht darin, den gleichen einphasigen, bipolaren
Schrittmotor beizubehalten und ihn auch rückwärts laufen zu lassen,
indem man ihn in besonderer Weise ansteuert. Auf diese Weise kann man die
Vorteile dieser Motorentype weiterhin ausnutzen, aber das Verhalten beim
Rückwärtslauf ist recht mittelmäßig im Vergleich zu jenem, das man beim
Vorwärtslauf erhält.
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Die zweite Lösung besteht darin, einen richtungsumkehrbaren
Motor zu verwenden wie jenen, der den Gegenstand des Patents US 4 371
821 bildet und diesen Nachteil nicht aufweist.
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Dieser Motor, der seinerseits ebenfalls in Schritten von 180º
umläuft, umfaßt den gleichen Rotor wie ein einphasiger Motor, einen
Stator aus einem einzigen Teil mit drei Polstücken, die miteinander über
Isthmen verbunden sind, wobei der Stator seinerseits eine im
wesentlichen zylindrische Ausnehmung für die Aufnahme des Rotors aufweist sowie
Einschnitte in der Innenwandung, die diese Ausnehmung umschließt zum
Definieren von zwei Ruhepositionen um 180º zueinander versetzt für
diesen Rotor, wobei zwei Spulen zwei Kerne umschließen, die mechanisch und
magnetisch ein Polstück mit den beiden anderen jeweils verbindet. Ein
solcher Motor ist offensichtlich ausladender und nur zu einem höheren
Preis herstellbar als ein einphasiger Motor.
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Diese beiden Lösungen ermöglichen elektronisch die
Zeiteinstellung und beispielsweise die Änderung der Zeitzone viel schneller bei
Uhren, die nur Minuten- und Stundenzeiger aufweisen, auszuführen, jedoch
sind sie noch nicht hinreichend für die Anwendung bei Uhren mit
Sekundenzeiger und/oder mit Datumsanzeige.
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Dies ist einer der Gründe, aus denen man seit einiger Zeit
begonnen hat, Uhren mit zwei Motoren für den Antrieb von Anzeigeorganen
oder Anzeigeorgangruppen getrennt voneinander zu realisieren.
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Ein anderer Grund ist die Energieökonomie, die dies zu
realisieren gestattet. Dies ist insbesondere der Fall für eine Uhr, bei der
die beiden Motoren einerseits dem Antrieb des Sekunden- und des
Minutenzeigers dienen und andererseits eines Stundenzeigers und eines
Datumanzeigers oder für eine Uhr, bei der Sekundenzeiger, Minutenzeiger und
Stundenzeiger von einem ersten Motor angetrieben werden und eine
Datumscheibe
von einem zweiten Motor, wobei man jedoch genötigt war, auf eine
elektronische Zeiteinstellung und Dateneinstellung zu verzichten.
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Ein dritter Grund besteht darin, daß man leicht die Anzahl von
Funktionen vergrößern kann, welche die Uhr ausführen kann, wie
Chronograph-, Weckfunktion usw.
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Ein vierter Grund schließlich besteht darin, daß es dadurch
möglich wird, die Anzahl der Elemente des Räderwerks der Uhr zu
verringern.
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Um noch mehr von all diesen Vorteilen zu profitieren, welche
die Tatsache bietet, daß man sich nicht auf einen einzigen Motor
beschränkt, kommt man gegenwärtig dazu, Uhren herzustellen, die vier oder
sogar manchmal fünf enthalten.
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Der Nachteil besteht offensichtlich darin, daß beispielsweise
zwei Motoren doppelt so teuer sind und zweimal soviel Platz in einer Uhr
wie ein einziger benötigen oder nahezu doppelt soviel, wenn sie nicht
vollkommen identisch sind.
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Dies erklärt, daß man sehr schnell auf die Idee kam, Motoren
mit einem gemeinsamen Stator für zwei oder sogar mehr Rotoren zu
konzipieren.
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Das heißt, mindestens seit der Epoche einphasiger, bipolarer
Motoren, von denen oben gesprochen wurde, war man generell gewöhnt,
flache Statoren oder die Polstücke, aus denen sie zusammengesetzt waren,
ausgehend von einem Blech aus weichmagnetischem Material herzustellen,
indem man ihnen die gewünschte Form durch einfaches oder progressives
Kaltumformen gab, daß man sie dann als Schüttgut in Gefäße einsetzte und
sie in Öfen aufheizte, um sie einer Wärmebehandlung zu unterwerfen,
welche es ermöglicht, die Kristalle des Materials, aus denen sie
hergestellt waren, wieder auszufluchten, dabei mechanische Spannungen im
Inneren der Teile abzubauen usw. oder mit anderen Worten, diesem Material
die guten magnetischen Eigenschaften wieder zu verleihen, die sie mehr
oder weniger durch die Kaltumformung bei dem Stanzen oder Prägen
verloren hatten.
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Diese Art des Vorgehens wirft jedoch ein Problem auf. Die
flachen Statoren nämlich oder ihre Polstücke haben immer relativ
empfindliche
Partien. Dies ist insbesondere der Fall bei Hörnern, die die
Polstücke aufweisen müssen, um mehr oder weniger einen Rotor zu umschließen
oder bei den Isthmen von einstückigen Statoren. Infolgedessen gibt es zu
dem Zeitpunkt, wo diese Statoren oder die Polstücke als Schüttgut in die
Gefäße eingesetzt werden oder aus diesen entleert werden, oder indem sie
einfach beim Transport aneinanderstoßen, einige, die sich deformieren
oder zerstört werden und nicht mehr verwendbar sind, was zu einer
Erhöhung der Herstellungskosten der Motoren führt, die man mit jenen
realisiert, welche intakt geblieben sind.
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Darüber hinaus ist es durchaus offensichtlich, daß mit
zunehmender Größe der Statoren und der Anzahl labiler Partien, aus denen sie
bestehen, die Risiken der Deformation und der Beschädigung zunehmen und
daß man immer mehr Geld verliert, wenn man einen von ihnen eliminieren
muß im Hinblick darauf, daß ihre Herstellungskosten und sehr häufig die
erforderlichen Investitionen für ihre Fertigstellung ebenfalls immer
höher werden.
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Demgemäß wird dieses Problem für Statoren von Motoren mit zwei
Rotoren, die man zu realisieren beginnt, wichtig, insbesondere wenn man
darauf hin arbeitet, daß diese Rotoren sehr nahe aneinander liegen, um
soweit als möglich die Anzahl der Räderwerksteile zu verringern von
Uhren, die mit dieser Art von Motoren versehen werden.
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Um es zu lösen genügt es, sich an eine Lösung zu erinnern, die
gefunden worden war zum Unterdrücken der Nachteile der Einstellung von
einphasigen Motoren mit Stator in zwei Teilen, von dem oben die Rede war
an erster Stelle, und die es gleichzeitig erlaubte, es für derartige
Motoren zu eliminieren.
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Diese Lösung, die den Gegenstand des Patents GB 1 457 676
bildet, und die während zwei oder drei Jahren angewandt wurde, bestand
zunächst darin, aus einem Blech aus weichmagnetischem Material ein Teil
auszustanzen mit einer Ausnehmung, deren innere und äußere Kontur exakt
der Form und der Relativposition der Polstücke des Stators, den man
schließlich erhalten wollte, entsprachen. Dieses Bauteil wurde danach
vollständig auf eine Supportplatte aus amagnetischem Material gelötet,
dessen äußere Kontur in großen Teilen seiner eigenen entsprachen, um
seine korrekte Positionierung vor dem Löten zu ermöglichen, und welche
Supportplatte ein rundes Loch aufwies, dessen Umfang die Wandung seiner
Ausnehmung umschrieb. Danach folgte ein erneuter Stanzarbeitsgang zum
Realisieren der Spalte, die die beiden Polstücke voneinander trennte,
und man heizte die Gesamtbaugruppe auf, um den Stator einer
Rekristallisation zu unterwerfen. Natürlich mußte man, damit die Polstücke nicht
während dieser Rekristallisation und bei der Wiederabkühlung Spannungen
und Deformationen unterworfen wurden und sie korrekt zueinander
positioniert blieben, für die Supportplatte ein Material wählen, das den
gleichen thermischen Dilatationskoeffizienten oder nahezu denselben wie der
Stator aufwies.
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Gegenüber dem vorherigen Zustand hatte demgemäß diese
Supportplatte zusätzlich den Effekt, die Polstücke des Stators zu verstärken
und einen perfekten Schutz derselben zu gewährleisten.
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Darüber hinaus ist es ohne weiteres möglich, eine solche
Platte an einem beliebigen ebenen Stator anzubringen, damit sie
gleichermaßen für ihn diese Rolle spielt, wobei häufig ihre Ausdehnung so
beschränkt wurde, daß sie nur eine Zone überdeckte, in der sich die
fragilen Partien des Stators befinden.
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Wenn man sich mit diesem Vorgehen zufriedengibt, wird man
jedoch mit zwei anderen Problemen konfrontiert.
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Das erste besteht darin, daß es zwar zutrifft, daß das
Vorhandensein von Verstärkungsplatten wirksam ermöglicht, in hohem Maße die
Herstellungskosten großer Statoren zu verringern, indem praktisch
vollständig das Risiko eliminiert wird, daß Ausschuß nach der
Rekristallisation auftritt und trotz der Tatsache der Kosten dieser Platten und ihrer
Befestigung an den Statoren oder der Statoren an ihnen. Das dies jedoch
viel weniger zutreffend ist für Statoren kleiner Abmessungen oder deren
Polstücke, die jedoch gleichwohl fragil sind und deren
Herstellungskosten jetzt deutlich weniger teuer sind. In diesem Falle wäre die
Tatsache, daß Verstärkungsplatten vorgesehen werden, um den Verlust eines
bestimmten Prozentsatzes an Einheiten zu vermeiden, nicht mehr sehr
ökonomisch. Dies könnte sogar manchmal überhaupt nicht mehr der Fall
sein und demgemäß uninteressant werden.
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Das zweite Problem besteht darin, daß, wenn sich solche
Statoren schließlich in Armbanduhren oder anderen Zeitmeßgeräten befinden,
diese Platten zu Elementen werden, die nur die Zahl der Komponenten
derselben erhöhen und die Platz einnehmen, ohne für irgendetwas anderes
brauchbar zu sein.
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Im übrigen beschreibt die Patentanmeldung CH 627 044 eine
elektronische Uhr, versehen mit einem herkömmlichen Einphasenmotor,
dessen beide Polstücke ebenfalls auf einer Platte montiert sind und bei der
diese Platte als Lager für den Rotor des Motors dient und gegebenenfalls
für bestimmte bewegliche Teile des Uhrenräderwerks.
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Leider erlaubt diese Idee, die Platte als Lager zu verwenden,
nur, in der Uhr Teile wegzulassen, wie eine Platine oder Brücke, bei
denen es sich um relativ große Teile handelt und infolgedessen leicht
herzustellen und zu montieren.
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Aus diesem Grunde ist sie nicht immer nützlich oder
hinreichend für eine befriedigende Lösung der Probleme der Abmessungen und
insbesondere der zusätzlichen Kosten, hervorgerufen durch die Anfügung
einer Verstärkungsplatte bei einem Motor.
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Das Ziel der Erfindung ist es, eine andere Lösung zu schaffen,
die gleichzeitig vielseitiger und wirksamer ist als jene des Patents CH
627 044, um diese Probleme zu lösen.
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Dieses Ziel wird erreicht dank der Tatsache, daß bei einem
elektronischen Zeitmeßgerät mit Analoganzeige, umfassend insbesondere
einen elektromagnetischen Motor mit mindestens einem drehbeweglich um
eine Achse angeordneten Permanentmagnetrotor, einen im wesentlichen
flachen Stator, der mindestens zwei Polabschnitte umfaßt, welche
teilweise den Rotor umschließen und im wesentlichen senkrecht zu seiner
Drehachse angeordnet sind, und eine mit diesem Stator magnetisch
gekoppelte Spule, Anzeigeorgane zur Anzeige der Zeitinformationen,
Räderwerkselemente, welche kinematisch diese Anzeigeorgane mit dem Motor
verbinden, und einer Verstärkungsplatte des Stators dieses Motors, die
auf einer Seite dieses Stators an den Polabschnitten befestigt ist und
sie teilweise überdeckt unter dichtem Umschließen des Rotors, welche
Verstärkungsplatte ausgebildet ist, um gleichzeitig mindestens ein
weiteres
Element des Zeitmeßgerätes zu bilden, diese Verstärkungsplatte
einen Hauptabschnitt umfaßt, der fest mit den Polabschnitten des Stators
verbunden ist und einen flexiblen Abschnitt der relativ zu diesem Stator
verlagerbar ist und das erwähnte andere Element bildet.
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Dieses Element kann rein mechanisch sein, wie man im folgenden
sehen wird, oder elektromechanisch, wie beispielsweise eine Lamelle
eines elektrischen Kontakts.
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Da in einem Zeitmeßgerät mit Analoganzeige die flexiblen
Elemente recht zahlreich sind, ist es möglich, jenes oder jene zu wählen,
welche die Verstärkungsplatte bilden kann, um die Dicke und/oder die
Oberfläche dieses Zeitmeßgerätes zu reduzieren.
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Andererseits sind diese flexiblen Elemente häufig Kleinteile
einer mehr oder weniger komplizierten Form, deren Herstellungs- und
Montagekosten höher sind als jene einer Platine oder einer Brücke.
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Das Ziel der Erfindung wird demgemäß erreicht.
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Darüber hinaus ist es ganz offensichtlich, daß bei einem
Zeitmeßgerät gemäß der Erfindung die Verstärkungsplatte darüber hinaus als
Lager für den oder die Rotoren des Motors dienen können und eventuell
für ein oder mehrere bewegliche Elemente des Räderwerks.
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Die Erfindung läßt sich besser verstehen durch Lesen der
nachfolgenden Beschreibung einer möglichen Ausführungsform. Diese
Beschreibung bezieht sich auf die beigefügten Zeichnungen, in denen:
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- die Figur 1 eine Draufsicht auf ein Beispiel eines Stators
des Motors mit zwei Rotoren ist, abgedeckt von einer Verstärkungsplatte,
die vorgesehen ist, um darüber hinaus eine Partie der manuellen
Steuereinrichtung einer elektronischen Uhr zu bilden, in der der in Rede
stehende Motor und diese Platte eingebaut sind;
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- die Figur 2 teilweise in Draufsicht eine Variante des
Stators nach Figur 1 zeigt;
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- die Figur 3 ebenfalls eine Ansicht von oben auf eine Partie
der Uhr ist, von der die Rede ist; und
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- die Figur 4 eine Teilschnittdarstellung mit größerem Maßstab
ist, entsprechend der abgewinkelten Linie IV-IV der Figur 3, wobei
Anzeigeorgane der Armbanduhr hinzugefügt wurden.
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Der flache Stator 2 für einen Motor mit zwei Rotoren, der in
Figur 1 dargestellt ist, besteht aus einem einzigen Teil, beispielsweise
einer Ferro-Nickel-Legierung, hergestellt wie sie unter der Marke
"VACOPERM" oder unter der Marke "PERMIMPHY" auf dem Markt erhältlich
ist.
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Dieser Stator kann so angesehen werden, daß er aus zwei
Partien P1 und P2 besteht, getrennt durch die Linie A-A und senkrecht
zueinander angeordnet, entsprechend dem Stator eines richtungsumkehrbaren
Motors, wie er dem Gegenstand des Patents US 4 371 821, das oben genannt
wurde, bildet.
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Die Partie P1 weist nämlich drei Polstücke 4, 6 und 8 auf, die
miteinander durch Isthmen 10, 12 beziehungsweise 14 verbunden sind, eine
Ausnehmung 16, die von einer im wesentlichen zylindrischen Innenwandung
18 umschlossen wird, gebildet von diesen Polstücken und den Isthmen, und
die dazu dient, einen bipolaren Permanentmagnetrotor aufzunehmen, und
zwei einander diametral gegenüberliegende Einschnitte 20a und 20b,
vorgesehen in der Innenwandung 18 zum Erzeugen von zwei um 180º winkelmäßig
versetzte Ruhepositionen für diesen Rotor zu erzeugen.
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Darüber hinaus ist diese Partie P1 von vier Löchern 22a, 22b,
22c und 22d durchsetzt und angepaßt zum Ermöglichen der Befestigung an
ihr, beispielsweise mittels Schrauben von zwei Kernen, die jeweils von
einer Spule umschlossen sind, welche die Polpartie 4 mit den Polpartien
6 beziehungsweise 8 verbinden, indem sie sich beidseits derselben und im
wesentlichen parallel zur Linie A-A befinden.
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In gleicher Weise umfaßt die Partie P2 des Stators 2 drei
Polpartien 24, 26 und 28, entsprechend jenen 4, 6 beziehungsweise 8 der
Partie P1, die jedoch keinesfalls die gleiche Form und auch nicht die
gleiche Größe aufweisen, mit Ausnahme dessen, was die Partie 24
betrifft, welche sich nur sehr wenig von der Partie 4 unterscheidet.
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Man findet außerdem in dieser Partie P2 drei Isthmen 30, 32
und 34, welche paarweise die Polpartien 24, 26 und 28 verbinden, eine
Ausnehmung 36, begrenzt von einer Innenwandung 38 im wesentlichen
zylindrischer Form und gleichen Durchmessers wie jene, 18, der Partie P1 für
die Aufnahme eines weiteren bipolarmagnetisiertem Rotors, zwei
Einschnitte
40a und 40b diametral einander gegenüber in der Wandung 38
sowie Löcher 42a, 42b, 42c und 42d für die Befestigung von zwei weiteren
von zwei zugeordneten spulenumschlossenen Kernen, welche die Polpartie
24 mit den Polpartien 26 beziehungsweise 28 verbinden, indem sie auf
jeder Seite dieser Partie 24 angeordnet werden, die jedoch ihrerseits im
wesentlichen senkrecht zur Linie A-A liegen.
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Im übrigen sind die Konfiguration und die Anordnung der
Partien P1 und P2 des Stators derart,
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1. daß die beiden Polpartien, die auf der Linie A-A
aneinandergrenzen, die Partien 8 und 26 sind;
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2. daß die Partie 8 deutlich größer ist als die anderen,
damit der Stator dank ihr einen etwa rechtwinkligen Bereich 44 mit einer
geraden Seite 46, die von der Linie A-A ausgeht, aufweist und zu dieser
senkrecht steht, sowie einen weiteren Bereich 48, der nahe dem
erstgenannten eine Auskragung 50 aufweist;
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3. daß die Ausnehmungen 16 und 36 einander nahe sind und mit
ihren Zentren auf einer Geraden liegen, die im wesentlichen senkrecht
zur Linie A-A verläuft; und
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4. daß die Polpartie 28 nahe der Partie 6 liegt und von
dieser durch einen Spalt mit parallelen Rändern 52 getrennt ist, der in
Richtung der Linie A-A orientiert ist und nach innen bezüglich des
Stators um eine Ausnehmung 54 verlängert ist, die es ermöglicht, die
Isthmen 14 und 34 auszubilden, durch welche die Polpartien 6
beziehungsweise 28 mit den Partien 8 beziehungsweise 26 verbunden sind.
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Darüber hinaus umfaßt der Stator 2 zwei weitere zylindrische
Löcher 56 und 58, deren Zweck später verdeutlicht wird. Das erste 56
dieser Löcher befindet sich nahe dem Boden der Ausnehmung 54 derart, daß
seine Achse gleichen Abstand von jenen der Ausnehmungen 16 und 36
aufweist und das zweite, das kleiner ist, befindet sich am Ende der
Auskragung 50.
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Bei Betrachtung der Figur 1 erkennt man leicht, daß wegen der
Ausnehmungen 16 und 36 des Spalts 52 der Ausnehmung 54 und der vier mehr
oder weniger tiefen Einschnitte 60, 62, 64 und 66, welche jeweils die
Polpartien 4 und 6, 4 und 8, 24 und 26 beziehungsweise 24 und 28
trennen,
dieser Stator normalerweise eine insgesamt besonders fragile Zone
darstellt, welche all diese Ausnehmungen umschließt, in welchen er sich
leicht verbiegen oder verkanten kann, hauptsächlich in Höhe der Isthmen
10, 12, 14, 30, 32 und 34, was sogar bis zum Bruch führen kann, wenn er
zusammen mit weiteren ohne Vorsichtsmaßnahmen manipuliert wird.
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Dies bestätigt, was oben unter Bezugnahme auf Motoren gesagt
wurde, welche zwei einander naheliegende Rotoren umfassen und für welche
das Vorhandensein einer Verstärkungsplatte besonders gerechtfertigt ist.
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Im vorliegenden Falle setzt sich diese Verstärkungsplatte, die
insgesamt mit 68 bezeichnet ist, aus einem Hauptteil 70, dessen Rolle
darin besteht, wirksam den Stator 2 an einer Deformation und
Beschädigung zu hindern, und die zu diesem Zweck starr aufplattiert und
befestigt ist an jenem, vorzugsweise durch Verlöten oder gegebenenfalls
durch Verkleben, und aus zwei Zungen 72 und 74, die an diesem Hauptteil
angebracht sind und die ihrerseits nicht mit dem Stator verbunden worden
sind, zusammen.
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Andererseits hat die Platte 68 eine Dicke, die deutlich
geringer ist als jene des Stators 2, beispielsweise etwa dreimal dünner,
und das Material, aus dem sie besteht, ist nicht nur ein amagnetisches
Material, dessen thermischer Dilatationskoeffizient gleich oder sehr
nahe dem des Statormaterials ist, sondern außerdem ein Material ist, das
hinreichend elastisch ist, daß die Zungen 72 und 74 hinreichend leicht
auslenkbar sind. Da der Stator aus "VACOPERM" oder aus "PERMIMPHY"
gefertigt ist, kann dieses Material vorteilhafterweise Kupfer-Beryllium
sein oder der unter der Marke "PHYNOX" von der Firma IMPHY auf den Markt
gebrachte Stahl, bei dem es sich um eine Legierung aus Eisen, Kobalt,
Chrom, Nickel und Molybdän handelt.
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Um auf den Hauptteil 70 zurückzukommen, kann man erkennen, daß
er praktisch vollständig die Polpartien 6, 26 und 28, den Spalt 52, die
Ausnehmung 54 und die Einschnitte 60, 62, 64 und 66 abdeckt und nur
teilweise die Polpartien 4, 8 und 24, deren Zonen am weitesten entfernt
von den Ausnehmungen 16 und 36 hinreichend massiv und widerstandsfähig
sind, daß eine Notwendigkeit für ihren Schutz nicht besteht, und daß die
Platte von sieben zylindrischen Löchern 76a, 76b, 78a, 78b, 80, 82 und
84, koaxial zu den Löchern 22c, 22d, 42c beziehungsweise 42d durchsetzt
sind für die Befestigung der Spulenkerne in den Ausnehmungen 16 und 36
sowie zum Loch 56.
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Man kann ferner erkennen, daß die Löcher des Hauptteils 70
sämtlich größer sind als jene des Stators an der Stelle, wo sie sich
befinden, und daß die Durchmesserdifferenz sich vergrößert, wenn man von
den Löchern 76a, 76b, 78a und 78b zu den Löchern 80 und 82 und zum Loch
84 fortschreitet.
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Was die Löcher 80 und 82 und die Ausnehmungen 16 und 36
betrifft, ist es interessant festzuhalten, daß diese Durchmesserdifferenz
hinreichend groß ist, daß die Verstärkungsplatte 68 tatsächlich die
Isthmen 10, 12 und 14 und auch nicht die Isthmen 30, 32 und 34
überdeckt. Dies hindert nicht, daß der Schutz derselben normalerweise sehr
gut sichergestellt ist angesichts der Tatsache, daß die Polpartien,
welche sie verbinden, vollständig relativ zueinander festgelegt sind.
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Schließlich befinden sich an dem Ort 44 des Stators und auf
der von dem Hauptteil 70 der Platte 68 freigelassenen Partie die beiden
Zungen 72 und 74, die sich etwa parallel zur Seite 46 dieser Stelle
erstrecken. Die Zunge 74, welche von dieser Seite 46 am weitestens
entfernt ist, reicht bis etwa zur Höhe der Seite 48 und hat in ihrer
Verlängerung die Auskragung 50. Demgegenüber liegt die Zunge 72 sehr nahe
der Seite 46 und endet jenseits der Kante 48 und rechts von der
Auskragung 40 in einem Ende 86 in Form eines Hörnchens mit im Innern
vorgesehenen kleinen, abgerundeten Vorsprüngen 88 und 90, die miteinander und
mit der Spitze 92 des Hörnchens zwei Einschnitte 94 und 96 begrenzen.
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Der Spalt 52 zwischen den Polstücken 6 und 28 des Stators ist
offensichtlich vorgesehen, um miteinander eine Zone hoher magnetischer
Reluktanz zu bilden und um auf diese Weise die Magnetkreise der beiden
Teile des Motors zu isolieren, entsprechend den Partien P1 und P2 des
Stators. Anderenfalls könnten diese beiden Partien des Motors nicht
getrennt und korrekt funktionieren selbst dann, wenn man sie nicht
gleichzeitig, sondern alternierend speisen würde, was man gern tun wird, wie
im Falle von zwei unabhängigen Motoren, aus Gründen des Verbrauchs.
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Das Problem besteht darin, daß mit diesem Spalt 52 die
Polpartien
6 und 28 manchmal sich nicht exakt in der gleichen Ebene befinden,
wenn man die Verstärkungsplatte an dem Stator befestigt, was dazu führt,
daß diese Befestigung nicht sehr gut sein kann und sich lösen kann in
diesem Bereich, und es deshalb noch bestimmte Risiken der Deformation
und des Zerbrechens für den Stator gibt.
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Um dies zu vermeiden, kann man vorgehen, wie die Figur 2
zeigt, das heißt im Augenblick der Herstellung des Stators zwei Isthmen
98a und 98b vorsehen, um mechanisch die Polpartien 6 und 28 miteinander
zu verbinden. Im Hinblick auf die Funktion dieser beiden Motorpartien
ändert dies praktisch nichts.
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Betrachtet man nun den Teil der Armbanduhr, die von oben
gesehen in Figur 3 dargestellt ist, erkennt man leicht diesen Motor, der
mit 100 bezeichnet ist und in angemessener Weise auf einer gedruckten
Schaltung 102 montiert ist mit seinem Stator 2, überdeckt von der
Verstärkungsplatte 68, sowie seine vier Kerne 104, 110, 116 und 122, die
jeweils von einer Spule umschlossen sind, bezeichnet mit 106, 112, 118
beziehungsweise 124, und die die verschiedenen Polpartien der zwei
Statorpartien P1 und P2 derart verbinden, wie dies bereits angegeben wurde,
indem sie an diesen mittels Paaren von Schrauben 108a und 108b, 114a und
114b, 120a und 120b beziehungsweise 126a und 126b befestigt sind.
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Was man in dieser Figur jedoch nicht sehen kann, ist die Art
und Weise, in der die beiden Rotoren realisiert sind. Um dies
kennenzulernen, muß man auf Figur 4 verweisen, die gleichermaßen die
Anzeigeorgane der Armbanduhr zeigt und die beweglichen Teile, über welche diese
Anzeigeorgane von den beiden Rotoren angetrieben werden.
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Wenn man zunächst den linken Teil dieser Figur 4 betrachtet,
kann man feststellen, daß der Rotor 128 der Motorpartie 100 entsprechend
der Partie 81 des Stators 2 in einem kleinen Gehäuse 130 eingeschlossen
ist. Dieses Gehäuse 130 umfaßt ein glockenförmiges Teil 132 aus
amagnetischem Material, beispielsweise einem Kupfer-Beryllium, das in die
Ausnehmung 16 des Stators eingepreßt ist und gegen Translation gesichert
ist durch einen Kragen 134, umgeben von der Wandung des Loches 80 der
Verstärkungsplatte 68. Der Boden 136 des Teils 132 ist mit einem
zentralen Loch durchbohrt zum Bilden eines ersten Lagers 138 für den Rotor.
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Darüber hinaus ist die Öffnung dieses Teils verschlossen durch eine
Platte 140, die ihrerseits ebenfalls ein zentrales Loch aufweist zur
Bildung eines zweiten Lagers 142 für den Rotor 128.
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Dieser Rotor 128 umfaßt eine Welle 144, auf der ein bipolarer
Magnet 146 montiert ist, und deren eines Ende einen Zapfen 148 bildet,
der in dem Lager 138 sitzt. Das andere Ende 150 dieser Welle, das größer
ist, erstreckt sich durch das Lager 142 und ist um zwei Zäpfchen 152a
und 152b verlängert, welche die Rolle des Abtriebsritzels bilden.
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Es ist klar, daß durch Montieren des Rotors 128 zunächst in
dem Gehäuse 130 und Fixieren des letzteren danach im Stator man den
delikaten Arbeitsgang der Zentrierung dieses Rotors relativ zum Stator
vermeidet bei der Montage der Gesamtheit des Werks.
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Betrachtet man nun den rechten Teil der Figur, so erkennt man,
daß der zweite Rotor 154 identisch mit dem ersten Rotor ist und exakt in
derselben Weise in einem anderen Gehäuse 156 montiert ist, eingetrieben
in die Ausnehmung 36 der anderen Partie P2 des Stators, jedoch in
Gegenrichtung, was dazu führt, daß seine Zäpfchen 158a und 158b sich auf der
Seite des Stators befinden, die derjenigen abgekehrt ist, welche die
Verstärkungsplatte 68 trägt.
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Immer noch in Figur 4 und zwischen den beiden Rotoren 128 und
154 findet man wieder das zylindrische Loch 56 des Stators (siehe Figur
1), in das eines der Enden eines Zentralrohres 160 eingetrieben ist, das
sich nach vorn vom Stator 2 erstreckt und einen Kragen 162 besitzt, der
im Loch 84 der Verstärkungsplatte 68 sitzt und der an der Vorderseite
dieses Stators anliegt.
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In dieses Rohr 160 erstreckt sich eine Minutenwelle 163, die
am einen Ende und hinter dem Stator ein Minutenrad 164 trägt, das mit
den Zäpfchen 158a und 158b des Rotors 154 kämmt.
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Diese Welle 163 wird axial in dem Rohr 160 abgestützt dank
einem Kragen 166, den sie gerade vor dem Rad 164 aufweist, und dank
einem Haltering 170 mit einem Flansch 172, der auf eine Schulter 168
aufgetrieben ist und an dem ein Minutenzeiger 174 befestigt ist.
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Schließlich ist um die obere Partie des Zentrumsrohres 160 ein
Kanonenrad 176 für die Stunden mit einem Rohr 178 montiert, das axial
gehalten wird durch den Kragen 166 des Rohres 160 und durch den Flansch
172 des Ringes 170, und das einen Stundenzeiger 182 trägt sowie das
eigentliche Stundenrad 180, verbunden mit dem Rohr 178 und kämmend mit
den Zäpfchen 152a und 152b des Rotors 128.
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Es wird nun erneut auf Figur 3 Bezug genommen, um die manuelle
Steuereinrichtung zu beschreiben, die vorgesehen ist, um nicht nur die
elektronische Anzeigeeinstellung der Uhr zu ermöglichen, sondern auch,
um mindestens eine andere Funktion auszuwählen und zu steuern als die
normale Zeitanzeige, was leicht erreichbar ist mit dem Motor und den
Zeigern, welche die Uhr aufweist.
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Diese Einrichtung umfaßt eine drehbare und verschiebliche
Kronenwelle 184, ein Positionier- und Rückstellsystem, das konzipiert
ist, damit diese Kronenwelle axial zwischen einer Neutralposition oder
Ruheposition verlagerbar ist, welche sie normalerweise einnimmt, einer
stabilen gezogenen Position und einer instabilen eingeschobenen Position
und ein System der Umschaltung, das sie betätigen kann zum Erzeugen von
elektronischen Befehls- und Korrektursignalen.
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Die Steuerwelle 184 umfaßt zunächst eine Krone 186, damit sie
manövrierbar ist, und einen Führungsabschnitt 188, der es ihr
ermöglicht, das Gehäuse 190 der Uhr zu durchsetzen, das nur sehr rudimentär
und sehr schematisch in der Zeichnung angedeutet ist, indem sie eine
Bohrung 192 durchsetzt, welche ihre Führung bei Translation und Rotation
sicherstellt, und die zusätzlich die eingedrückte Position begrenzt dank
einer Einsenkung 194, die sie der Krone präsentiert und bis zu der die
letztere in das Innere des Gehäuses einschiebbar ist. Im übrigen ist in
üblicher Weise der Führungsabschnitt 188 mit einer Ringnut 196 für die
Positionierung einer Dichtung 198 zwischen der Welle und dem Gehäuse
versehen.
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Dies vorausgeschickt, umfaßt die Welle 184 ferner zwei Nocken
200 und 202, die aneinandergrenzen, und eine Nut 204 zwischen dem
zweiten Nocken 200 dieser Nocken und einem Endstück 206.
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Die Nocken 200 und 202 ähneln jenen, die einen Teil der
Steuereinrichtung für die elektronische Uhr bilden, die den Gegenstand
des Patents US 4 379 642 bildet, das heißt sie haben eine im wesentliche
elliptische Form derart, daß die Achse der Welle durch ihre Zentren
verläuft und ihre großen Achsen miteinander einen Winkel von etwa 45º
einschließen.
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Andererseits ist die Welle 184 derart angeordnet, daß ihr
Endstück 206 und ihre Nut 204 sehr nahe der Auskragung 50 des Motorstators
100 liegen auf der Seite gegenüber jener, wo sich das Ende 86 der Zunge
72 befindet und derart, daß der Boden dieser Nut 204 gleichzeitig
tangential liegt oder nahezu in der Ebene, in der sich die Vorderseite des
Stators befindet und auf der Rückseite desselben.
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Das Positionier- und Rückstellsystem der Welle umfaßt ein
Zugstück 208 und die beiden elastischen Zungen 72 und 74 der
Verstärkungsplatte 68.
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Das Zugstück 208 besteht aus einem ebenen Bauteil, das um eine
feste Achse 210 schwenken kann, welche sich durch das Loch 58 der
Auskragung 50 des Stators erstreckt, und wobei das Zugstück von dieser
Achse immer in Kontakt oder nahezu in Kontakt mit dem Stator gehalten
wird, um mit den Zungen 72 und 74 sowie mit der Nut 204 der Welle
zusammenzuwirken.
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Aus dem gleichen Grunde umfaßt dieses Zugstück eine zentrale
runde Partie 212, welche die Achse 210 umschließt und von der drei Arme
214, 216 und 218 ausgehen. Der erste dieser Arme, 214, greift in die Nut
204 ein und ist so ausgebildet, daß er eine Translationsbewegung der
Welle in eine Drehbewegung des Zugstücks umsetzt, wobei er jedoch dieser
Welle immer noch ermöglicht, freigedreht zu werden. Der zweite Arm 216,
der sich im großen und ganzen in der Verlängerung des ersten befindet,
hat eine etwa dreieckige Form und ein abgerundetes Ende, das in
dauerndem Kontakt mit der Innenseite des Endes 86 der Zunge 72 steht und sich
in den einen oder den anderen der beiden Einschnitte legen kann.
Hinsichtlich des dritten Armes 218 ist anzumerken, daß dieser eine Form
ähnlich derjenigen des zweiten aufweist und daß er derart angeordnet
ist, daß die Kante seiner Endpartie das Ende der Zunge 74 tuschieren
kann oder auch nicht von der Seite des Hauptteils 70 der
Verstärkungsplatte 68 aus.
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Wenn sich die Steuerwelle 184 in der Neutralposition befindet,
ist die Kante dieses dritten Armes 218 des Zugstücks einfach in Kontakt
mit derjenigen der Zunge 74, die sich demgemäß in Ruheposition befindet,
und das Ende des zweiten Armes 216 greift in den Einschnitt 96 der Zunge
72 ein, die ihrerseits ebenfalls in Ruheposition ist.
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Es sei nun angenommen, daß die Welle sich in dieser
Neutralposition befindet und jetzt gezogen wird. Solange die Zugkraft, die man
ausübt, nicht groß genug ist, daß die Spitze des Armes 216 den Vorsprung
90 überspringen kann unter Auslenkung der Zunge 72, dreht sich das
Zugstück 208 nicht und diese Spitze bleibt im Einschnitt 96, in welchen sie
zurückkehrt, wenn sie sich etwas abgehoben hatte, wenn man die Welle
losläßt. Wenn jedoch die Zugkraft größer ist als ein bestimmter Wert,
dreht sich das Zugstück im Uhrzeigersinn und die Spitze seines Armes 216
legt sich in den anderen Einschnitt 94 der Zunge 72, während sein Arm
218 sich von der Zunge 74 entfernt.
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Wenn man, nachdem man die Welle auf diese Weise in die
gezogene Position hat bringen können, weiter an ihr zieht mit einer normalen
Kraft, hindert der Vorsprung 88 der Zunge 72, der viel weiter vorsteht
als der andere Vorsprung 90, die Spitze des Armes 216 daran, aus dem
Einschnitt 94 herauszugelangen, wobei dieser Vorsprung 88 darüber hinaus
eine für diesen Zweck angepaßte Form aufweist.
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In ähnlicher Weise muß man, um die Welle wieder in die
Neutralposition zurückzubringen, auf die Krone 186 einen Druck ausüben, der
ausreicht, um das Zugstück 208 im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken und
die Spitze des Armes 216 wieder in den Einschnitt 96 zu verlagern.
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Die Zunge 72 bildet demgemäß hier eine Federsperre des
Zugstücks, die es ermöglicht, eine Verriegelung in der Position des
Zugstücks zu gewährleisten, wie auch der Welle, wenn diese letztere sich in
Neutralposition und in gezogener Position befindet.
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Es sei nun angenommen, daß man auf die Krone 186 drückt, um
die Welle aus der Neutralposition in die eingeschobene Position zu
verlagern. Das Zugstück 208 ist demgemäß gezwungen, sich in
Gegenuhrzeigerrichtung zu drehen, was seinen Arm 218 gegen die Zunge 74 drücken läßt
und ihn dazu bringt, ausgelenkt zu werden und die Spitze seines anderen
Armes 216 tritt aus dem Ausschnitt 96 der Zunge 72 aus und verläßt
diesen
in Richtung ihrer Spitze 92 und bewirkt auf diese Weise eine
geringfügige Auslenkung der letzteren.
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Wenn man danach die Welle freigibt, entspannt sich die Zunge
74 und gelangt sehr schnell in ihre Ruheposition, was das Zugstück
zwingt, sich im Gegensinn zu drehen und die Welle in Neutralposition
zurückzubringen. Während dieser Zeit gewinnt auch die Zunge 72 wieder
ihre Ruheposition und wirkt in dem gleichen Sinne wie die Zunge 74 auf
das Zugstück mit der Tendenz, automatisch die Spitze von dessen Arm 216
in den Einschnitt 96 zu führen, doch ist ihre Wirkung viel weniger
effizient und würde nicht genügen, allein eine schnelle Rückkehr der
Welle in die Neutralposition zu gewährleisten.
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Man kann demgemäß davon ausgehen, daß die Zunge 74 allein eine
Rückstellfeder für das Zugstück 208 bildet.
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Um schließlich mit der manuellen Steuereinrichtung zum Ende zu
gelangen, bleibt noch, über ihr Umschaltsystem zu sprechen.
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Dieses Umschaltsystem umfaßt drei elastische und elektrisch
leitende Kontaktlamellen 220, 222 und 224, die im wesentlichen
zueinander parallel sind und senkrecht zur Achse der Steuerwelle angeordnet
sind und die nur ein einziges Bauteil bilden mit einer Basis 226, dank
der sie auf der gedruckten Schaltung 102 befestigt sind und die
beispielsweise mit der positiven Klemme der Versorgungsspannungsquelle der
Armbanduhr verbunden ist.
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Die beiden ersten dieser Lamellen 220 und 222 erstrecken sich
unter die Nocken 200 beziehungsweise 202 derart, daß diese sie betätigen
können, wenn man die Welle 184 dreht und ihre freien Enden 220a und 222a
alternierend in und außer Kontakt bringbar sind mit zwei festen
zugeordneten Kontaktflächen 228 und 230, die auf der gedruckten Schaltung 102
vorgesehen sind und über Leiterbahnen 232 beziehungsweise 234 mit dem
integrierten Schaltkreis (nicht dargestellt) der Uhr verbunden sind
sowie über diesen mit der negativen Klemme der
Spannungsversorgungsquelle der Uhr.
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Wie dies im einzelnen in dem Patent US 4 379 642 beschrieben
ist, ermöglicht eine Baugruppe wie jene, die von den beiden Nocken 200
und 202, den Lamellen 220 und 222 und den Kontaktflächen 228 und 230
gebildet ist, die Erzeugung im Ansprechen auf eine Drehung der Welle von
zwei um 45º zueinander phasenversetzten Impulszügen, wobei das
Vorzeichen dieses Phasenversatzes von der Drehrichtung der Welle abhängt und
die Frequenz der Impulse jedes Zuges proportional der
Drehgeschwindigkeit ist.
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Die dritte Kontaktlamelle 224 erstreckt sich ebenfalls unter
die Welle und greift in die Nut 204 derselben.
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Wenn die Welle in Neutralposition ist, befindet sich das freie
Lamellenende, das in dieser Figur nicht sichtbar ist, zwischen zwei
weiteren Kontaktflächen, die man ebenfalls in der Figur nicht sehen kann,
und die mit dem integrierten Schaltkreis der Uhr über zwei Leiterbahnen
236 beziehungsweise 238 verbunden sind. Wenn man dagegen die Welle in
gezogene oder eingeschobene Position verlagert, gelangt das freie Ende
dieser Lamelle 224 in Kontakt mit dem einen beziehungsweise anderen
dieser beiden anderen Kontaktflächen.
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Mit einer solchen Steuereinrichtung kann man beispielsweise
eine Zeiteinstellung vornehmen und eine Zeitzonenänderung in Vorwärts-
oder Rückwärtsrichtung, indem man die Welle in gezogene Position bringt
und in der einen oder anderen Richtung dreht, langsam im ersten Falle
und schnell im zweiten Falle, und eine Weckfunktion steuert unter
Verwendung der Drehung der Welle und ihrer gezogenen beziehungsweise
eingeschobenen Positionen oder eine Chronographenfunktion steuern kann,
indem man auf die Welle wie auf einen Druckknopf einwirkt.
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Im Falle einer Chronographenfunktion und für die Messung von
Kurzzeiten würde der Motor derart angesteuert, daß der Minutenzeiger 174
in einen Sekundenzeiger transformiert würde und der Stundenzeiger 182 in
einen Minutenzeiger.
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Dies vorausgeschickt, ist die Erfindung natürlich nicht
beschränkt auf die Ausführungsform, die beschrieben wurde.
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Beispielsweise könnte man anstatt eine Verstärkungsplatte aus
amagnetischem Material zu verwenden, man manchmal im Grenzfall sich
damit zufriedenzugeben, eine Platte aus einem Material mit sehr geringer
magnetischer Permeabilität zu verwenden.
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Man könnte auch die Platte auf dem Stator nicht durch Verlöten
oder Verkleben befestigen, sondern durch Vernieten oder Verschrauben,
doch würde dies offensichtlich teurer kommen.
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In anderen Ausführungsformen könnte diese Platte auch sehr gut
beispielsweise eine Datumsanzeigefeder bilden oder, wie man bereits zu
verstehen gegeben hat, eine Batterieklemme, eine oder mehrere elastische
Lamellen zum Erzeugen von SteuersignaIen wie jene, die einen Teil der
Uhr nach Figur 3 bilden, oder auch eine Kontaktlamelle für einen
Masseanschluß.
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Darüber hinaus ist die Erfindung ohne weiteres anwendbar auf
Armbanduhren oder andere Zeitmeßgeräte, die mit Motoren irgendeines Typs
versehen sind mit einem flachen Stator aus mehreren Teilen. In diesem
Falle könnte die Verstärkungsplatte konzipiert werden, um zunächst als
Support zu dienen und die Fixierung auf ihr der verschiedenen
Statorteile zu ermöglichen in korrektor Positionierung relativ zueinander oder
zu anderen Teilen, wie etwa die Platte, von der in dem Patent GB 1 457
676 die Rede ist.
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Im übrigen könnte man für Motoren mit großen Statoren, die
beispielsweise langgestreckte Rotoren aufweisen, nicht nur eine einzige
Verstärkungsplatte vorsehen, sondern mehrere, wobei man vorzugsweise für
jede von ihnen vorsehen würde, daß sie eine andere Funktion erfüllt.