DE2621262A1 - Einphasenschrittmotor - Google Patents
EinphasenschrittmotorInfo
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- H02K37/10—Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors of permanent magnet type
- H02K37/12—Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors of permanent magnet type with stationary armatures and rotating magnets
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Description
[BeIeQ 3 'Λ s ·'" "lor j
QUARZ-ZEIT-AG 6000 Frcnkfurt/Main
Gräfstrasse 1o3
Einphasenschrittmotor
Die Erfindung bezieht sich auf einen Einphasenschrit-tmotor, insbesondere
für Uhren, mit einem Rotor, auf dessen Welle ein Antriebsritzel sitzt und gegebenenfalls mittels eines Halteorgans
ein zweipoliger Dauermagnet befestigt ist, und einem aus einem dia- oder paramagnetischen Material bestehenden Stator mit einer
ein /.ur Rotorachse quer verlaufendes Erregerfeld erzeugenden Erregerwicklung
und zwei radial einander gegenüberliegenden und zur Erregerfeldrichtung versetzten Hilfspolen.
Es sina bereits Einphasenschrittmotore bekannt, die aus einem zweipoligen Dauermagnetrotor und einem Stator aus einem amagnetischen
Material bestehen, auf dem eine Erregerwicklung parallel zur Statorachse angeordnet ist. Der Stator ist von einem Rind aus
ferrcrnagnetischem Material umgeben, der mit zwei Hilfspole bildenden
Öffnungen versehen ist. Derartige Einphasenschrittmotore haben den Nachteil, dass sie, obwo'hl sie auf einen möglichst geringen
Stromverbrauch hin entwickelt wurden, immer noch eine unerwünscht hohe Leistungsaufnahme besitzen, wenn ein Drehmoment von
einigen hundert Millipondzentimeter an der Sekundenzeigerwelle
der Uhr vorhanden sein soll.
Dieser Nachteil soll durch die Erfindung Ubeirwunden werden. Es
ist daher Aufgabe der Erfindung, einen EinphasBnschrittmotor, insbesondere
zum Antrieb eines Uhrwerks zu schaffen, der bei Abgabe eines relativ hohen Drehmoments einen möglichst geringen Stromverbrauch
besitzt. Zudem soll der Motor ein kleines Bauvolumen
aufweisen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Rotor
einen Dauermagneten aus einer Lanthanid-Ferromagneticum-Legierung
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enthält, dessen Massenträgheitsmoment im Bereich des Massenträgheitsmoments
der Rotorwelle mit Ritzel und gegebenenfalls mil-Halteorgan
für den Dauermagnet liegt.
Durch die Herabsetzung des Massenträgheitsmoments bei gleichzeitiger
Vergrößerung der Wirksamkeit des Dauermagneten durch Verwendung
einer Lanthanid-Ferromagneticum-Legierung wird ein vergleichsweise
großes Drehmoment bei geringer Leistungsaufnahme erzielt. Die Verringerung der Leistungsaufnahme ist hierbei im
wesentlichen auf die Herabsetzung des Massenträgheitsmoments zurückzuführen:
je geringer letzteres ist, desto geringer ist der Stromverbrauch. Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin,
dass ein Überschwingen des Rotors nach jedem Schritt aufgrund des kleinen Massenträgheitsmoments, das ein günstiges HaI-temomcnt
nach sich zieht,' nicht oder allenfalls in einer nicht ins
Gewicht fallenden Form auftritt, so dass zusätzliche Dämpfungsmittel, wie Sie bei den bekannten Motoren häufig verwendet werden
müssen, nicht benötigt werden. Ein weiterer erheblicher Vorteil der Erfindung ist in der äußerst geringen Geräuschentwicklung des
Rotors zu sehen.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist für den Rotor ein
Dauermagnet aus einer Lanthanid-Kobalt-Legierung vorgesehen. Mit derartigen Legierungen lassen sich besonders hohe Energieprodukte
(BH) max. erzielen. Als besonders vorteilhaft hat sich ein Douer-
~zz'~z Ξ-s eirer Scmarium-Kobalt-Legierung erwiesen. Derartige
Legierungen besitzen ein maximales Energieprodukt (BH) max. in der
Größenordnung von 12o kJ/m .
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Massenträgheitsmoment
des Dauermagneten kleiner als dasjenige der Rotorwelle mit Ritzel'und gegebenenfalls dem Halteorgan gewählt.Eine
solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass der Motor einen besonders
geringen Stromverbrauch aufweist. Eine durch die dadurch bedingte Verringerung des Dauermagnetmaterials hervorgerufene
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Drohmomentverminderung kenn durch eine Erhöhung des Materialanteils
der Hilfspole in Grenzen wieder kompensiert werden.
Im Hinblick auf ein möglichst geringes Bauvolumen des Motors hat es sich als zweckmäßig erwiesen, zwei st iftförmige Hilfspole
vorzusehen. Diese können in entsprechenden Löchern im Stator, der beispielsweise aus Kunststoff hergslrellt sein kann,
untergebracht sein. Beide Hilfspole' sind am zweckmäßigsten
zu einem U-förmigen Element zusammengefasst. Auf diese Weise
läßt sich die Montage des Motors nicht unbeträchtlich vereinfachen.
Anstelle eines Lochpaares im Stator sind am zweckmäßigsten mindestens zwei zur Erregerfeldrichtung symetrische Lochpaare
zur Aufnahme der Hilfspole vorgesehen. Durch einfaches Umstecken der Hilfspole bzw. des U-förmigen Elements von dem
einen Lochpaar in das andere kann die Drehrichtung des Motors geändert werden. Sind darüber hinaus, was zweckmäßig ist, menrere
Lochpaare vorhanden, so kann durch entsprechendes Umstecken der st iftförmigen Hilfspole bzw. des U-förmigen Elements zusätzlich
zur Drehrichtung auch das vom Motor abgegebene Drehmoment in Grenzen geändert werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht
der Stator aus einem im Bereich des Dauermagneten quer zur Rotordchse
unterteileten Spulenkörper, in dem sich die Lager für die Rotorwelle befinden. Eine solche Ausführungsform besitzt
im Vergleich zu bekannten und ebenfalls möglichen Ausführungsformen ein nicht unwesentlich geringeres Bauvolumen sowie fertigungs-
und montagetechnische Vorzüge. Letzteres ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Zahl der für den Motor erforderlichen
Einzelteile wesentlich geringer ist als diejenige bei den bekannten Motoren.
In einer Ausführungsform der Erfindung ist in jedem der beiden
Spulenkörperteile ein Rotorla^r vorgesehen. Gemäß einer noch
vorteilhafteren Ausführungsform ist an einem Spulenkörperteil
ein rohrförmiger Ansatz zur Aufnahme beider Rotorlager"vorhanden.
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Eine solche Ausführungsform besitzt insbesondere fertigungstechnische
Vorteile, da lediglich ein Spulenkörperteil weiteren Arbeitsgängen unterworfen wird.
Die Erfindung sei anhand der Zeichnung, die in zum Teil schemati
scher Darstellung ' Ausführungsbeispiele enthalt, näher erläutert.
Es zeigen
Figur 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Motor-j
Figur 2 eine Aufsicht auf den Motor gemäß Figur 1 und
Figur 3 einen Längsschnitt durch einen weiteren erfindungsgemäßen Motor.
Der Motor nach den Figuren 1 und 2 umfasst einen Stator 1 und
einen in diesem gelagerten Rotor 2. Der Rotor 2 besteht aus einer
Stahlweile 3, an deren einem Ende ein Ritzel 4 sitzt und die in ihrem anderen Endbereich einen zweipoligen Dauermagneten 5 aus
einer Samarium-Kobclt-Legierung trägt, der zwischen zwei Haltev/angen
5 angeordnet ist. Die Befestigung des Dauermagneten 5 an den Haltewangen 6 kann mittels eines Klebers erfolgen. Das
MaSenirögnei csmornent des Dauermagneten ist kleiner als das der
Welle 3 -nit dsm Ritzel 4 und den Haltewangen 6, was im wesentlichen
auf die größere Masse der Stahlwelle und den Durchmesser der beiden Wangen 6 zurückzuführen ist.
Die Welle 3 des Rotors 2 ist in einem den Stator 1 bildenden Spulenkörper 7 gelagert. Der Spulenkörper 7 ist quer zur Rotorachse
in zwei Teile 8 und 9 unterteilt, die durch Zapfen 1o und
diesen zugeordnete Vertiefungen 11 verdrehsicher miteinander verbunden sind. Beide Teile 8 und 9 besitzen jeweils eine Ausnehmung
12 bzw. 13 zur Aufnahme des dquermagnetischen Abschnitts der
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V1ZoIIe 3 und Loger 14 bzw. 15 für die Welle 3. An den Teil 8
des Spulenkörpers 7 ist des weiteren ein rohrförmiger Ansatz
16 angeformt, durch den die Welle 3 durch die Erregerwicklung
17 aus dem Spulenkörper 7 herausgeführt ist.
In den Seitenteilen des Spulenkörpers 7 befinden sich eine Anazhl von Lochpaaren 18 und in einem derselben ein U-förmiges
Element 19, dessen Schenkel 2o und 21 die Hilfspole des Motors bilden. Die durch das U-förmige Element 19 gehende Ebene schließt
hierbei mit der Hauptrichtung des Erregungsfeldes, die mit dem
Pfeil A gekennzeichnet ist,einen Winkel von 45 Winkelgraden ein.
Der Motor nach Figur 3 unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen
durch die Lagerung der Welle 3. Diese läuft nunmehr in zwei Lager 22 und 23 um, von denen jedes in ein Ende des Ansatzes
16 eingepresst ist. Die Axialsicherung der Welle 3 erfolgt einerseits durch das Ritzel 4 und andererseits durch das Halteorgan
24, an dem der Dauermagnet 5 befestigt ist. Eine derartige We.llenlogerung
hat gegenüber der zuvor beschriebenen den Vorteil, dass im Bereich des Ritzels 4 nur äußerst geringe Radialbewegungen
der Welle auftreten, was sich geräuschmindernd auswirkt.
Ein gemäß den Figuren 1 und 2 aufgebauter Motor besitzt einen Durchmesser voniomm und gibt an der Sekundenzeigerwelle einer Uhr
ein Drehmoment von o,3 pcm ab. Die benötigte Anlaufspannung beträgt
o,4 V. Die gringe Anlaufspannung gestattet die Speisung des
Motors mit Minibdtterien und anderen, bisher zum Antrieb eines solchen .Motors nicht verwendbaren Energiequellen, wie beispielsweise
Solarzellen.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, den Stator 1 mit einem ringförmigen
Schirm aus einem ferrromagnetischen Material zu versehen.
Auf diese Weise läßt sich nicht- nur die Ancfaufspannung weiter beträchtlich
vermindern, sondern auch erreichen, daß eine Beeinflußung der Motoreigenschaften durch 'in der Nähe des Motors angeordnete
ferromagnetische Gegenstände nicht auftritt.
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Claims (12)
1. Einphasenschrittmotor, insbesondere für Uhren, mit einem Rotor,
auf dessen Welle ein Antriebsritzel sitzt und gegebenenfalls
mittels eines Halteorgans ein zweipoliger Dauermagnet befestigt ist, und einem aus einem dia- oder parcmagnetischen Material
bestehenden Stator mit'einer ein zur Rotorachse quer verlaufendes
Erregerfeld erzeugenden Erregerwicklung und zwei radial einander gegenüberliegenden und zur Erregerfeldrichtung versetzten
Hilfspolen, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (2) einen Dauermagneten (5) aus einer Lanthanid-Ferromagneticum—
Legierung enthält, dessen Maßenträgheitsmoment im Bereich des Masssnträgheitsmoments der Rotorwelle (3) mit Ritzel (4) und
gegebenenfalls dem Halteorgan (6, 24) für den Dauermagneten (5) liegt.
2. Einphasenschrittmotor nach Anspruch 1f. dadurch gekennzeichnet,
dass ein Dauermagnet (5) aus einer -Lanihanid-Kobalt-Legierung
vorgesehen ist.
3. EinphasBnschrittmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Dauermagnet aus einer Samarium-Kobalt-Legierung vorgesehen ist.
4. Einphasenschrittmotor nach einem der Ansprüche 1 bis.3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Massenträgheitsmoment des Dauermagneten
(5) kleiner als dasjenige der Rotorwelle (3) mit Ritzel und gegebenenfalls dem Halteorgan (6, 24) ist.
5. EinphasBnschrittmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass zwei stiftförmige Hilfspole (2o, 21) vor-"
gesehen sind.
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6. Einphasenschrittmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass beide Hilfspole (2o, 21) zu einem U-förmigen Element (19)
zusammengefasst sind,
7. EinphasBnschrittmotor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet
, dass im Stator (i) mindestens zwei zur Erregerfeldrichtung (a) symetrische Lochpaare (18) zur Aufnahme der Hilfspole
(2o, 21 ) vorgesehen sind.
8. Einphasenschrittmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Lochpaare (18) vorgesehen sind.
9. Einphasenschrittmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der Stator (i) aus einem im Bereich des
Dauermagneten (5) quer zur Rotorachse unterteilten Spulenkörper (7) besteht, in dem sich die Lager ("14, 15, 22, 23) fUr die
Rotorwelle(3) befinden.
10. Einphasenschrittmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass in jedem der beiden Spulenkörper Teile (8, 9) ein Rotorlager (14, 15) vorgesehen ist.
11. Einphasanschrittmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Spulenkörperteil (8) ein rohrförmiger Ansatz (16)
zur Aufnahme zweier Rotorlager (22, 23) vorhanden ist.
12. Einphasenschrittmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stator mit einem ringförmigen Schirm aus
einem f.erromagnetischen Material versehen ist.
709846/05S1
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|
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Legal Events
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Free format text: SUDLER, ROLAND, 6000 FRANKFURT, DE |
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| D2 | Grant after examination | ||
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