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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein diagnostisches Bildgebungsverfahren
zur Erzeugung von elektronischen Schichtbildern einer interessierenden
Region eines Objekts, wobei die interessierende Region in einen
Stapel mit einer oder mehreren Brennebenen unterteilt ist und wobei
jedes Schichtbild einer Brennebene zugeordnet ist. Ferner bezieht
sich die Erfindung auf ein Gerät
zum Ausführen
dieses Verfahrens. Das erfindungsgemäße Verfahren findet insbesondere
Anwendung in Verbindung mit der Echtzeitanzeige von medizinischen
Diagnosebildern und wird unter besonderer Bezugnahme hierauf beschrieben.
Es ist jedoch offensichtlich, dass die Erfindung in Verbindung mit
nicht medizinischer Bildgebung, volumetrischer Bildgebung und ähnlichem
angewendet werden kann.
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Früher wurden
Röntgenstrahlen
durch einen Patienten auf eine flache Filmbox auf der anderen Seite
des Patienten projiziert. Der in die Filmbox eingelegte Röntgenfilm
wurde mit einer Projektion der Strahlungsopazität des Gewebes oder einer anderen inneren
Struktur eines untersuchten Objekts belichtet. Da die gesamte innere
Struktur in eine gemeinsame Ebene projiziert wurde, waren derartige
Bilder schwierig zu lesen.
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Herkömmliche
Röntgen-Tomographiesysteme
weisen einen ähnlichen
Aufbau auf, umfassen jedoch eine Anordnung zum zyklischen Bewegen
der Röntgenröhre und
der Filmbox in entgegen gesetzter Richtung in Ebenen parallel zum
Röntgenfilm.
Im Besonderen wurde ein Mittelstrahl des Röntgenstrahlenbündels durch
die interessierende Region auf den Detektor projiziert. Die Röntgenquelle
und der Detektor wurden dann so bewegt, dass sich der Mittelstrahl um
einen festen Punkt in der interessierenden Ebene dreht. Durch diesen
Vorgang dreht sich nicht nur der Mittelstrahl um die Ebene oder
Schicht von Interesse sondern auch die anderen Strahlen von der
Röntgenquelle
zur Filmbox. Auf diese Weise bleibt der Röntgendämpfungsanteil an dem endgültigen Bild
von volumetrischen Elementen innerhalb der ausgewählten Ebene
während
des Bildgebungsprozesses konstant. Außerhalb der ausgewählten Schicht
durchquert jedoch, während
sich die Quelle und der Detektor bewegen, jeder der Strahlen unterschiedliche
umgebende Gewebe oder Strukturen. Dadurch werden die Anteile am
endgültigen
Bild von Strukturen außerhalb
der interessie renden Ebene verschwommen und gemittelt. Bei einer
ausreichend langen Belichtung und Bewegung in einem relativ weiten
Bereich können
die Strukturen außerhalb
der Schicht auf Hintergrundrauschen reduziert und gleichzeitig die Strukturen
innerhalb der Schicht klar und deutlich angezeigt werden. Derartige
Systeme benötigten
eine erhebliche Zeitverzögerung,
bevor das diagnostische Bild betrachtet werden konnte. Als erstes
entstand eine Verzögerung
durch das Vor- und Zurückbewegen
der Quelle und der Filmbox zur Belichtung des Films. Danach folgte
eine weitere Verzögerung
durch die Entwicklung des Films.
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Echtzeitbilder
standen von Fluoroskopiesystemen zur Verfügung. Bei einem Fluoroskopiesystem werden
die Röntgenstrahlen
durch den Patienten auf einen Bildverstärker, d.h. einen Leuchtschirm
und Elektronik, projiziert, die das resultierende Bild heller machen.
Zum Betrachten des von dem Bildverstärker erzeugten Bildes war eine
Videokamera montiert. Die Videokamera war durch ein CCTV-System
mit einem Bildschirm zum Betrachten der fluoroskopischen Bilder
verbunden. Diese Bilder waren zwar Echtzeitbilder, jedoch wieder
Projektionsbilder, die die gesamte Struktur in dem Sichtfeld auf
eine gemeinsame Ebene überlagerten.
Außerdem
bewirkten die Bildverstärker
eine ungleichmäßige Helligkeit
in dem Sichtfeld und erhebliche Bildverzerrungen. Fluoroskopische
Bilder wiesen typischerweise eine wesentlich geringere Auflösung auf
als Projektionsröntgenbilder.
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Es
wurden CT-Scanner eingesetzt, um schnell Bilder von inneren Strukturen
zu erzeugen. CT-Scanner tasten jedoch typischerweise den Patienten
in Schichten ab, die senkrecht zu denjenigen der tomographischen
Röntgensysteme
stehen. Dies bedeutet, dass die tomographischen Röntgensysteme
bei auf dem Rücken
im Scanner liegendem Patienten ein Bild von einer horizontalen Schicht
erzeugten. Bei der gleichen Ausrichtung des Patienten erzeugen CT-Scanner
ein vertikales Schichtbild. Natürlich
können
CT-Scanner zur Erzeugung einer großen Vielzahl von Schichtbildern
verwendet werden, um ein Volumen zu definieren, aus dem ein horizontales Schichtbild
extrahiert werden kann. Die Erfassung einer großen Anzahl von Schichtbildern
bedeutet jedoch wieder eine Zeitverzögerung. Außerdem sind CT-Scanner kostspielig
und können
lediglich eine begrenzte Anzahl von diagnostischen Aufgaben durchführen.
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In
dem Dokument
US 5.473.653 wird
ein Verfahren zum Erzeugen von Schichtbildern einer interessierenden
Region dargelegt, die durch Röntgenstrahlen
von einer Vielzahl von Strahlungsquellenpositionen bestrahlt wird.
Schichtbilder werden gemäß diesem
bekannten Verfahren durch eine spezielle gewichtete Summierungsoperation
von getrennten Bildern rekonstruiert, die verschiedenen Quellenpositionen
zugeordnet sind. Das bekannte Verfahren erfordert eine komplexe
mechanische Anordnung, um die notwendigen gleichzeitigen Verschiebungen
der Strahlungsquelle und des entsprechenden Röntgendetektors zu koordinieren.
Die Rekonstruktion der Schichtbilder gemäß dem bekannten Verfahren setzt ein
Schema zum Verknüpfen
verschiedener Bildwerte von Bildern ein, die getrennt an verschiedenen Quellenpositionen
erfasst wurden, und zum Berechnen einer gewichteten Summe in Übereinstimmung mit
Gewichtungsfaktoren, die von der sich ändernden Position der Strahlungsquelle
abhängen.
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Aus
dem Dokument
GB 2.062.403
A ist eine Vorrichtung zum Bilden von Schnittbildern eines
Objekts bekannt, bei der das Objekt aus verschiedenen Richtungen
bestrahlt wird. Zur Reduzierung von Artefakten in dem rekonstruierten
Bild werden ein Vergleich und eine Verknüpfung von Zwischenbildern durchgeführt. Die
Zwischenbilder werden erfasst, während
sich die Strahlungsquelle entlang verschiedener Pfade bewegt, so
dass Strukturen außerhalb der
abzubildenden Schicht in den Zwischenbildern unterschiedlich stark
verschwommen sind. Die Erfassung von Zwischenbildern bewirkt eine
erhöhte Strahlenbelastung
für den
untersuchten Patienten. Der Bildgebungsprozess benötigt bei
diesem bekannten Verfahren sehr viel Zeit.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bildgebungsmodalität zu schaffen, die
die diagnostische Bildgebung in Echtzeit von Schichten ermöglicht,
die in Längsrichtung
durch einen Patienten aufgenommen werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Verfahren der diagnostischen Bildgebung wie in
Anspruch 1 definiert geschaffen. Es werden elektronische Schichtbilder
einer interessierenden Region eines Objekts erzeugt, wobei die interessierende
Region in einen Stapel mit einer oder mehreren Brennebenen unterteilt
ist und wobei jedes Schichtbild einer Brennebene zugeordnet ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren
umfasst folgende Schritte: Projizieren eines Strahlenbündels durch
die interessierende Region, Bewegen des Strahlenbündels und
der interessierenden Region zueinander, so dass das Strahlenbündel an
einer Vielzahl von verschiedenen Winkelausrichtungen durch den Stapel
mit Brennebenen tritt, Auslesen einer Vielzahl verschiedener Ansichten während der
Bewegung des Strahlenbündels
und der interessierenden Region zueinander, wobei jede Ansicht eine
Projektion durch die Brennebenen an verschiedenen Winkelausrichtungen
des Strahlenbündels
ist, und Rekonstruieren eines Schichtbildes durch Summieren der
verschiedenen Ansichten. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegung des Strahlenbündels
und der interessierenden Region zueinander überwacht wird, wobei für jede Ansicht
und für
jede Brennebene in Übereinstimmung
mit der entsprechenden Winkelausrichtung des Strahlenbündels ein
Verschiebungsvektor ermittelt wird und wobei jede Ansicht in Übereinstimmung mit
dem ermittelten Verschiebungsvektor vor der Summierung verschoben
wird, so dass die Projektionen von Strukturen innerhalb jeder Brennebene
in dem entsprechenden rekonstruierten Schichtbild ausgerichtet sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst
das Auswählen
eines der rekonstruierten Schichtbilder und Umwandeln des ausgewählten elektronischen
Schichtbildes in eine für
den Menschen sichtbare Anzeige (56), wobei die Summierung
von Ansichten während
der Anzeige fortgesetzt wird, um die Qualität des angezeigten Schichtbildes zu
verbessern.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein in Anspruch
4 spezifiziertes Gerät
für die
diagnostische Bildgebung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren.
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Ein
erster Vorteil des beschriebenen tomographischen Echtzeitsystems
besteht darin, dass es eine neue Bildgebungsmodalität für die diagnostische
Bildgebung schafft. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass es eine
Echtzeitanzeige von Schichtbildern schafft, die in Längsrichtung
durch einen Patienten aufgenommen wurden. Weitere Vorteile liegen
in der einfachen Einstellbarkeit der Schichtdicke und -position.
Das vorliegende System ist für
die Bildgebung in anderen Betriebsarten, einschließlich der
Tomographie, der Fluoroskopie und der Projektion von Röntgenstrahlen,
geeignet.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im
Folgenden näher
beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
Darstellung eines Bildgebungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung,
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2 eine
detaillierte Ansicht eines Bildprozessors aus 1,
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3 eine
Darstellung der geometrischen Prinzipien, die bewirken, dass Strukturen
in der Brennebene kohärent
zu dem resultierenden Bild beitragen, während Strukturen außerhalb
der Brennebene nicht kohärent
beitragen und verschwommen erscheinen,
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4 eine
Darstellung der Platzierung der Röntgenröhre und der Prinzipien der
Erzeugung dünner
Schichtbilder und
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5 eine
Darstellung der Geometrie und der Prinzipien der Erzeugung dicker
Schichtbilder.
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Mit
Bezug auf 1 projiziert eine Strahlungsquelle 10,
beispielsweise eine Röntgenröhre, ein
Bündel
mit Röntgenstrahlen
oder einer anderen durchdringenden Strahlung durch eine interessierende
Region 12 eines Objekts 14, beispielsweise eines Patienten
oder eines Gegenstandes in einer Produktionsumgebung, das auf einer
Auflage 16 liegt. Die durch die interessierende Region
fallende Strahlung trifft auf einen Strahlungsflachdetektor 18.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist der Strahlungsdetektor ein Raster aus amorphen Siliziumelementen in
der Größenordnung
von einem Quadratmillimeter, wobei der ganze Detektor in der Größenordnung
von 45 cm × 45
cm ist. Jedes Element des amorphen Siliziumdetektors integriert
die Intensität
der empfangenen Strahlung über
eine Abtastperiode und erzeugt einen elektronischen Datenwert, der
die Intensität der
empfangenen Strahlung angibt. Typischerweise werden alle Elemente
gleichzeitig oder in großer
zeitlicher Nähe
ausgelesen, damit eine Ansicht erzeugt wird, die die Schwankungen
der Röntgenstrahlenintensität darstellt,
die ihrerseits eine Projektion der Strahlungsopazität der interessierenden
Region in der Richtung des Röntgenstrahlenbündels angibt.
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Die
Strahlungsquelle 10 ist an einer drehbaren Gantry 20 befestigt,
die die Strahlungsquelle 10 auf einer ringförmigen,
vorzugsweise kreisförmigen Trajektorie 22 mit
einstellbarem Radius dreht. Zur Verdeutlichung ist die Gantry 20 als
eine konkave Scheibe mit konstantem Radius in Bezug auf einen Mittelpunkt
des Detektors 18 dargestellt. Es ist offensichtlich, dass
andere, kompliziertere mechanische Anordnungen vorgesehen werden
können,
um die Röntgenquelle 10 auf
einer kreisförmigen
Trajektorie 22 mit auswählbarem
Radius auf der Oberfläche
der Scheibe zu drehen. Die Röntgenquelle 10 kann
beispielsweise an ein Scheibensegment montiert sein, das auf Rollen
oder Lagern mit einem Stellantrieb (nicht dargestellt) gelagert
ist, der die Position der Strahlungsquelle 10 radial einstellt.
Ist der Radius der kreisförmigen
Trajektorie 22 einmal ausgewählt, dreht ein weiterer Antriebsmotor 24 die
Röntgenquelle 10 auf
der ausgewählten
Trajektorie. Eine Positionscodiereinheit 26 misst den Radius
r der Trajektorie 22 und die Winkelposition Φ der Röntgenquelle 10 auf
der Trajektorie 22.
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Mit
Bezug auf 3 ist die interessierende Region 12 in
eine Folge von Brennebenen F1, F2, ..., Fn unterteilbar.
Wenn die Röntgenquelle 10 bei
einer willkürlichen
Anfangsposition (X0, Y0,
Z0) auf der Trajektorie 22 startet,
befindet sich die Abbildung des inkrementellen Elements 32 in
einer ersten Brennebene F1 an einer Anfangsposition
(x0, y0, z0) in der Detektorebene, wo die z-Koordinate
des Strahlungsdetektors zur Vereinfachung der Rechnung willkürlich als
z0 = 0 ausgewählt wurde. Wenn sich die Röntgenquelle 10 auf der
Trajektorie 22 zu anderen Positionen (Xi,
Yi, Zi) bewegt,
trifft die Abbildung des inkrementellen Elements 32 nun
auf einen Punkt (xi, yi,
Z0) auf dem Strahlungsdetektor 18.
Genau genommen durchquert die Abbildung der inkrementellen Elemente 32 eine
komplementäre
Trajektorie 22' auf dem
Detektor 18.
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Es
ist ersichtlich, dass für
jeglichen Punkt außerhalb
der Brennebene F1, beispielsweise einen Punkt 34 in
der Brennebene F2, verschiedene Strahlen
durch das Element 34 fallen, und die Trajektorie der Projektion
des Elements 34 auf den Detektor 18 einer anderen
Trajektorie als der Trajektorie 22' folgt. Im Besonderen ist durch
einfache Geometrie zu sehen, dass, wenn das auf dem Detektor 18 ausgelesene
Bild so verschoben wird, dass der Punkt auf der Trajektorie 22', der der Projektion
des Elements 32 entspricht, ausgerichtet ist, die Bilder
verbessert werden können,
indem die Elemente 32 kohärent addiert werden. Im Besonderen
werden alle Punkte in der Ebene F1 im Wesentlichen
kohärent
integriert, so das inkrementelle Elemente der interessierenden Region,
die in der Ebene F1 liegen, kohärent integriert werden
und in dem resultierenden Bild deutlich und klar erscheinen. Andererseits
tragen die Projektion des Punktes 34 und andere inkrementelle
Elemente der interessierenden Region, die außerhalb der Brennebene F1 liegen, manchmal zu einem Pixel des integrierten
Bildes und manchmal zu anderen Pixeln bei, wodurch sie verschwommen
und weniger hervorgehoben werden. Bei ausreichender Änderung kann
der Beitrag der Elemente außerhalb
der Ebene zum Bild auf Hintergrundrauschen reduziert werden. Für jeglichen
Radius r des Kreises und jegliche Winkelposition Φ auf der
kreisförmigen
Trajektorie 22 kann die Trajektorie 22' vorher berechnet
werden. Auf diese Weise kann für
jede gegebene Position (r, Φ)
der Röntgenquelle
auf der Trajektorie 22 der Versatz (x0-xi, y0-yi,
z0-zi) geometrisch
ermittelt und gespeichert werden. Es ist ferner offensichtlich,
dass das gleiche Prinzip für
Elemente in der Brennebene F2 und die anderen
Brennebenen bis Fn gilt. Mit Bezug wiederum
auf 1 überwacht
die Codiereinheit 26, wenn der Motor 24 die Strahlungsquelle 10 auf der
Trajektorie 22 dreht, den Radius r der Trajektorie und
die Winkelposition Φ der
Strahlungsquelle 10 auf ihr. Die Koordinaten (r, Φ) werden
dazu verwendet, eine Verweistabelle 40 zu adressieren,
die den Versatz oder die Verschiebung Si = (x0-xi, y0-yi,
z0-zi) speichert.
Die Verweistabelle 40 wird ebenfalls mit der Position der
abzubildenden Brennebene adressiert, wie sie vom Bediener in eine
Eingabevorrichtung zur Auswahl der Schicht oder Brennebene eingegeben
wird.
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Mit
Bezug auf 2 und weiterhin auf 1 wird
jedes Mal, wenn eine Ansicht aus dem Detektor 18 ausgelesen
wird, diese zu einem Bildspeicher oder -puffer 44 weitergeleitet.
Eine Bildtranslations- oder -verschiebeschaltung 46 verschiebt
und interpoliert das resultierende Bild um den Betrag S, um eine verschobene
Ansicht zu erstellen, die in einem Speicher oder Puffer 48 für verschobene
Ansichten gespeichert wird. Die Puffer 44 und 48 sind
zwar der Einfachheit getrennt dargestellt, es ist jedoch offensichtlich,
dass sie dasselbe Hardwarebauteil sein können, wie auch die anderen
nachfolgend beschriebenen Speicher.
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Jedes
verschobene Bild wird in der Summierungsschaltung 50 mit
vorher aufgenommenen Bildern integriert und in einem ersten Schichtbildspeicher 52 gespeichert.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
wird der erste Schichtbildspeicher 52 dazu verwendet, die
Summe der über
eine Drehung von 180° auf
der Trajektorie 22 aufgenommenen Ansichten zu akkumulieren.
Sind einmal 180° mit
Ansichten integriert, wird der erste Schichtbildspeicher 52 mit
einem Videoprozessor 54 verbunden, der die Schichtbilddarstellung
vom Speicher 52 in ein geeignetes Format zur Anzeige auf
einem Videomonitor 56 umwandelt. Während das erste Schichtbild
angezeigt wird, dreht sich die Röntgenquelle 10 um
die nächsten
180°, und
ein weiteres Bild wird in einem zweiten Schichtbildspeicher 58 erstellt.
Ist das nächste 180°-Schichtbild
fertig, wird der zweite Schichtbildspeicher 58 mit dem
Videoprozessor 54 verbunden, und der erste Schichtbildspeicher 52 wird
gelöscht und
beginnt mit der Erstellung der nächsten
Ansicht der Schicht.
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Die
Röntgenquelle 10 dreht
sich vorzugsweise mit 15 Umdrehungen pro Sekunde, so dass eine Bildfrequenz
von 30 von der Schicht erzeugten Bildern pro Sekunde entsteht, die
an eine Standard-Videobildfrequenz angepasst ist. Natürlich können andere
Bildfrequenzen ausgewählt
werden, beispielsweise 4-8 Bilder pro Sekunde. In diesem Fall dreht sich
die Röntgenquelle
mit 2-4 Umdrehungen pro Sekunde. Entsprechend können Bilder basierend auf kürzeren Bogensegmenten,
beispielsweise 120°,
erstellt werden. Als weitere Option kann das Bild in einem einzigen
Speicher erstellt werden, wobei die älteste Ansicht heraussubtrahiert
wird, wenn die neueste Ansicht hineinaddiert wird. Als noch eine
weitere Alternative können
die Ansichten kontinuierlich in dem Schichtbildspeicher akkumuliert
werden, ohne dass gelöscht
wird, wobei das akkumulierte Bild und die neue Ansicht möglicherweise
gewichtet werden, so dass neuere Ansichten deutlicher sichtbar werden als ältere.
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Die
Winkelposition der Röntgenquelle 10 wird
durch einen Bildfrequenzcontroller 60 überwacht, der die Position
eines Schalters 62 nach jeden 180° oder einer anderen ausgewählten Distanz
auf der Trajektorie 22 ändert.
Der Schalter 62 schaltet, welcher der Speicher 52, 58 mit
dem Videoprozessor 54 verbunden ist und welcher die zusätzlichen
Ansichten von der Summierungsschaltung empfängt.
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Als
eine weitere Alternative kann eine Vielzahl von Ebenen oder Schichten
rekonstruiert werden. Für
die gleichzeitige Rekonstruktion mehrerer Ebenen wird die Verweistabelle 40 mit
jeder der mit der Schichtauswahlsteuerung 42 ausgewählten Brennebenen
adressiert. Die geeigneten Verschiebungen jeder der Brennebenen
S1, S2, ..., Sn werden zu einer entsprechenden Bildverschiebungsschaltung 462 , ..., 46n ausgegeben.
Die verschobenen Ansichten werden zu den Speichern oder Puffern
für verschobene
Ansichten 482 , ..., 48n weitergeleitet. Die verschobenen Ansichten
werden summiert 502 , ..., 50n zu dem akkumulierten Bild im Puffer 522 , ..., 52n oder 582 , ..., 58n .
Die Schalterkreise 622 , ..., 62n leiten die neuesten fertigen Schichtbilder
zum einem Volumenbildspeicher 64 weiter. Der Volumenbildspeicher 64 leitet
die fertigen Schichtbilder dann durch einen digitalen Enhancer 66,
danach greift der Videoprozessor 54 auf den Volumenbildspeicher 64 zu,
um vom Bediener ausgewählte
Schichtbilder, ein schräges
Schichtbild, Volumenrenderings, Volumenbilder usw. abzurufen.
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Weiterhin
mit Bezug auf die 1 und 2 ist eine
Vielzahl von Bildverarbeitungssystemen 681 , 682 , ..., 68n dargestellt.
Die Bildverarbeitungssysteme 681 , 682 , ... 68n empfangen
Eingangsdaten von dem Bildspeicher 44 und der Verweistabelle 40,
die zu der Bildverschiebungsschaltung 46 gesendet werden, und
sie empfangen Eingangsdaten vom Bildfrequenzcontroller 60,
die zu dem Schalter 62 gesendet werden. Die Bildverarbeitungssysteme 681 , 682 ,
..., 68n geben dann das erzeugte
Volumenbild zum Volumenbildspeicher 64 aus.
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Mit
Bezug auf die 4-5 kann der
Bediener eine gewünschte
Schichtdicke mit einer Eingabevorrichtung 70 zur Auswahl
der Schichtdicke auswählen.
Die ausgewählte
Schichtdicke wird dann als Eingabe in eine Dicken-/Radius-Verweistabelle 72 verwendet.
Auf der Grundlage der ausgewählten Schicht
ruft die Verweistabelle 72 den entsprechenden Trajektorienradius
r ab. Ein Radiusstellantrieb 74 bewegt die radiale Position
der Strahlungsquelle 10 gemäß der ausgewählten Schichtdicke
nach innen oder nach außen
und passt die Richtung eines Kollimators 76 derart an,
dass ein Mittelstrahl der Strahlenbündels zum Mittelpunkt des Detektors 18 ausgerichtet
ist.
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Wie
in 4 dargestellt, kreuzt das Strahlenbündel, wenn
der Radius der Trajektorie 22 relativ groß ist, den
Punkt 32 in der ausgewählten
Brennebene unter einem spitzen Winkel. Aufgrund des spitzen Winkels
werden inkrementelle Elemente, die sich nur mit einem relativ kurzen
Abstand außerhalb
der Brennebene befinden, nicht auf den Punkt 32 fokussiert
gehalten, wenn sich die Strahlungsquelle bewegt. Auf diese Weise
bleiben lediglich Daten, die einen relativ schmalen Bereich auf
jeder Seite der Brennebene betreffen, kohärent, und das resultierende
Bild gibt somit eine relativ dünne
Schicht wieder. Wie in 5 dargestellt schneiden sich
die Mittelstrahlen, wenn der Radius der Trajektorie 22 sehr klein
ist, am Punkt 32 unter sehr spitzen Winkeln. Oszilliert
der Mittelstrahl um einen sehr schmalen Bereich, bleiben Strukturen,
die sich mit einem größeren Abstand
auf beiden Seiten der Brennebene befinden, kohärent auf den Detektor fokussiert,
wenn sich die Strahlungsquelle 10 bewegt. Somit stellt
das resultierende Bild eine relativ dicke Schicht dar. Die genaue Ermittlung
der Dicke der Schicht im Vergleich zum Radius ist eine relativ einfache
geometrische Berechnung basierend auf der Größe der Detektorelemente, der
Verschiebung zwischen dem Detektor und der Brennebene, dem Abstand
zwischen der Brennebene und der Strahlungsquelle und dem Radius
der Trajektorie 22.
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Bei
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel befindet
sich die Strahlungsquelle 10 zwar unterhalb des Objekts 14,
zur Vereinfachung der mechanischen Ausführung wird jedoch angenommen,
dass die Strahlungsquelle 10 über dem Patienten 14 und der
Detektor 18 unter der Patientenauflage 16 angeordnet
oder in sie eingebaut werden kann.
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Die
Trajektorie 22 ist zwar der mathematischen Einfachheit
bei der Bearbeitung der resultierenden Daten halber auf einem kugelförmigen Flächensegment
definiert, es ist jedoch offensichtlich, dass die Trajektorien mit
verschiedenen Größen auf einer
flachen oder anderen Fläche
definiert sein könnten.
Ebenfalls zum Zweck der mathematischen Einfachheit wird auf jede
Ansicht der gleiche Verschiebungsvektor S angewendet. In einigen
Fällen kann
es vorteilhaft sein, verschiedene Teile jeder Ansicht unterschiedlich
zu verschieben. Eine derartige differentielle Verschiebung kann
die Kantenverzerrung reduzieren, zum Erzeugen von Schrägansichten
eingesetzt werden usw.
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Es
ist ebenfalls offensichtlich, dass die in den Schichtbildspeichern 52 und 54 erstellten
Schichtbilder digitale Bilder sind, die mit Hilfe jegliches einer Vielzahl
Bildverbesserungsverfahren verbessert werden können. Derartige Verfahren beinhalten
die Kantenverstärkung,
die Glättung,
die Unterdrückung
von Hintergrundrauschen usw.
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1
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- Radius driver Radiusstellantrieb
- Thickness radius LUT Dicken-/Radius-Verweistabelle
- Slice thickness Schichtdicke
- Encoder Codiereinheit
- Frame rate controller Bildfrequenzcontroller
- LUT Verweistabelle
- Slice focal plane(s) Schicht/Brennebene(n)
- Image processor Bildprozessor
- View memory Bildspeicher
- Volume image memory Volumenbildspeicher
- Digital enhancer Digitaler Enhancer
- Video processor Videoprozessor
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2
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- From Von
- Image translation/shift circuit Bildtranslations-/-verschiebungsschaltung
- Summation circuit Summierungsschaltung
- First slice memory Erster Schichtbildspeicher
- Second slice memory Zweiter Schichtbildspeicher