DE19743220A1 - Verfahren und Vorrichtung zur dreidimensionalen Bildrekonstruktion mit maximaler Intensitätsprojektion bei einem Computer-Tomographie-System - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur dreidimensionalen Bildrekonstruktion mit maximaler Intensitätsprojektion bei einem Computer-Tomographie-SystemInfo
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Description
Diese Erfindung betrifft im allgemeinen eine Computer-
Tomographie-Abbildung und insbesondere eine dreidimensiona
le Bildrekonstruktion mit maximaler Intensitätsprojektion
bei einem Computer-Tomographie-System.
Zumindest bei einer bekannten Computer-Tomographie-
Systemanordnung (CT-Systemanordnung) projiziert eine Rönt
genquelle einen fächerförmigen Strahl, der parallel gerich
tet ist, so daß er in einer x-y-Ebene eines kathesischen
Koordinatensystems liegt, die im allgemeinen als Abbil
dungsebene bezeichnet wird. Der Röntgenstrahl fällt durch
den abzubildenden Gegenstand, wie einen Patienten. Nachdem
der Strahl durch den Gegenstand gedämpft wurde, trifft er
auf eine Anordnung bzw. ein Array von Strahlungserfassungs
einrichtungen. Die Intensität der gedämpfen Strahlung, die
an dem Erfassungsarray empfangen wird, hängt von der Dämp
fung des Röntgenstrahls durch den Gegenstand ab. Jedes Er
fassungselement des Arrays erzeugt ein separates elektri
sches Signal, das ein Maß der Strahldämpfung an dem Erfas
sungsort ist. Die Dämpfungsmaße von allen Erfassungsein
richtungen werden zur Erzeugung eines Übertragungsprofils
separat erfaßt.
Bei bekannten Computer-Tomographie-Systemen der dritten Ge
neration drehen sich die Röntgenstrahlquelle und das Erfas
sungsarray mit einem Faßlager (Gantry) in der Abbil
dungsebene und um den abzubildenden Gegenstand, so daß sich
der Winkel, bei dem der Röntgenstrahl den Gegenstand
schneidet, sich konstant ändert. Eine Gruppe von Röntgen
strahldämpfungsmaßen, d. h. Projektionsdaten, aus dem Er
fassungsarray bei einem Faßlagerwinkel werden als Ansicht
bezeichnet. Eine Abtastung des Gegenstands umfaßt einen
Satz von Ansichten, die bei verschiedenen Faßlagerwinkeln
während einer Umdrehung der Röntgenstrahlquelle und der Er
fassungseinrichtung gemacht werden.
Bei einer axialen Abtastung werden die Projektionsdaten zur
Ausbildung eines Bildes verarbeitet, das einem zweidimen
sionalen Schnitt durch den Gegenstand entspricht. Ein Ver
fahren zur Rekonstruktion eines Bildes aus einem Satz von
Projektionsdaten wird in der Technik als gefilterte Rück
projektionstechnik bezeichnet. Bei diesem Verfahren werden
die Dämpfungsmaße von einer Abtastung in ganze Zahlen, so
genannte Computer-Tomographie-Zahlen (CT-Zahlen) oder Ho
unsfieldeinheiten umgewandelt, die zur Steuerung der Hel
ligkeit eines entsprechenden Bildelements auf einer Katho
denstrahlröhren-Anzeigeeinrichtung verwendet werden.
Zur Verringerung der Gesamtabtastzeit kann eine Wendelabta
stung (Helix-Abtastung) durchgeführt werden. Zur Durchfüh
rung einer Wendelabtastung wird der Patient bewegt, während
die Daten für die vorgeschriebene Anzahl von Schnitten er
faßt werden. Bei einem derartigen System wird eine einzelne
Wendel bzw. Helix aus einer Fächerstrahlwendelabtastung er
zeugt. Die durch den Fächerstrahl ausgebildete Wendel lie
fert Projektionsdaten, aus denen Bilder in jedem vorge
schriebenen Schnitt rekonstruiert werden können.
Rekonstruktionsalgorithmen zur Wendelabtastung verwenden
typischerweise Wendelgewichtungsalgorithmen, die die gesam
melten Daten als Funktion des Ansichtwinkels und des Erfas
sungskanalindex gewichten. Das heißt, vor der gefilterten
Rückprojektion werden die Daten entsprechend einem Wendel
gewichtungsfaktor gewichtet, der eine Funktion sowohl des
Faßlagerwinkels als auch des Erfassungseinrichtungswinkels
ist. Die Wendelgewichtungsalgorithmen skalieren auch die
Daten entsprechend einem Skalierungsfaktor, der eine Funk
tion der Entfernung zwischen der Röntgenstrahlquelle und
dem Gegenstand ist. Die gewichteten und skalierten Daten
werden dann zur Erzeugung von CT-Zahlen und zur Ausbildung
eines Bildes verarbeitet, das einem zweidimensionalen
Schnitt durch den Gegenstand entspricht.
Oft ist es wünschenswert, dreidimensionale (3D) oder maxi
male Intensitätsprojektions-(MIP-)Bilder des Gegenstands zu
erzeugen. Bekannte Algorithmen zur Erzeugung derartiger
Bilder verarbeiten die wendelgewichteten und skalierten Da
ten weiter. Beispielsweise wird zur Erzeugung eines MIP-
Bildes eine Richtung einer Vorwärtsprojektion bestimmt und
ein maximaler Bildelementwert entlang jedes Vorwärtsprojek
tionsstrahls identifiziert. Der Projektionswert wird dann
diesem maximalen Bildelementwert zugeordnet. Zur Erzeugung
eines dreidimensionalen Bildes werden Grenzen bzw. Ränder
des Gegenstandes bestimmt und eine imaginäre Lichtquelle
berechnet. Dann wird ein schattierter Oberflächenwert des
Gegenstands beruhend auf der Orientierung und der Entfer
nung jedes Oberflächenelements des Gegenstands bezüglich
der Lichtquelle erzeugt.
Die MIP- und 3D-Bilder enthalten typischerweise wahrnehmba
re Artefakte. Insbesondere wird bei der Wendelrekonstrukti
on ein Bildrauschen erzeugt, das sowohl nicht gleichmäßig
als auch nicht stationär ist. Diese Inhomogenität der
Rauschverteilung erzeugt einen systemabhängigen Fehler
(Bias), beispielsweise Hell-und-Dunkel-Bänder oder Spiral-
Musterartefakte bei 3D- und MIP-Bildern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Alg
orithmus auszubilden, der die Reduktion von Artefakten bei
3D- und MIP-Bildern aufgrund der Inhomogenität des Bildrau
schens erleichtert. Es soll auch ein derartiger Algorith
mus ausgebildet werden, der die Verarbeitungszeit nicht be
deutend erhöht.
Diese und weitere Aufgaben werden durch ein System gelöst,
das gemäß einem Ausführungsbeispiel einen Glättungsalogo
rithmus enthält, der Filterkoeffizienten zur Verringerung
von Rauschartefakten erzeugt. D. h., gemäß einem Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung wird ein Standardabweichungs
verhältnis rekonstruierter Bilder mit und ohne Wendelge
wichtung identifiziert. Dieses Standardabweichungsverhält
nis, oder Rauschverhältnis wird dann zur Erzeugung der Fil
terkoeffizienten verwendet, die entweder bei den rekonstru
ierten Bilddaten angewendet oder in den 3D- oder MIP-
Bilderzeugungsvorgang eingebracht werden.
D. h., gemäß einem Ausführungsbeispiel wird das Standardab
weichungsverhältnis rekonstruierter Bilder mit und ohne
Wendelgewichtungsalgorithmen entsprechend folgender Glei
chung identifiziert:
wobei
w (γ, β) die Wendelgewichtungsfunktion,
σ(γ, β) eine Standardabweichungsverteilungsfunktion der Projektion,
β ein Faßlagerwinkel,
γ ein Erfassungseinrichtungswinkel, und
L' eine Projektionsentfernung zwischen einer Röntgen strahlquelle und einem in Frage kommenden Punkt (r,ϕ) ist.
w (γ, β) die Wendelgewichtungsfunktion,
σ(γ, β) eine Standardabweichungsverteilungsfunktion der Projektion,
β ein Faßlagerwinkel,
γ ein Erfassungseinrichtungswinkel, und
L' eine Projektionsentfernung zwischen einer Röntgen strahlquelle und einem in Frage kommenden Punkt (r,ϕ) ist.
Für eine 3×3-Kerngröße werden die Filterkoeffizienten ent
sprechend
identifiziert, wobei
c bezeichnet das Gewicht jedes umgebenden oder benachbarten
Bildelements, 8c die Summe der umgebenden Bildelementge
wichte und 1-8c das Gewicht des Mittelpunktbildelements.
Die rekonstruierten Bilddaten werden dann entsprechend den
bestimmten Filterkoeffizienten gefiltert oder adaptiv ge
glättet. Eine derartige Filterung wird beispielsweise in
der Druckschrift von N.H.C. Yung und A.H.S. Lai
"Performance evaluation of a feature-preserving filtering
algorithm for removing additive random noise in digital
images", Optical Engineering, 35(7), 1871-1885 (Juli 1996)
beschrieben.
Durch die Erzeugung von Filterkoeffizienten wie es vorste
hend beschrieben ist und dann durch Verwendung derartiger
Koeffizienten bei einem adaptiven Glättungsvorgang kann die
Reduktion von Artefakten bei einer 3D- oder MIP-
Wendelbildrekonstruktion erreicht werden. D. h., durch ad
aptive Glättung eines Bildes unter Verwendung des vorste
hend beschriebenen Vorgangs ist die Rauschverteilung
gleichmäßiger, wodurch Artefakte reduziert und möglicher
weise beseitigt werden. Ein derartiger Alogorithmus erhöht
die Verarbeitungszeit nicht merklich.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine bildliche Darstellung eines Computer-
Tomographie-Abbildungssystems,
Fig. 2 ein schematisches Blockschaltbild des in Fig. 1
dargestellten Systems und
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Geometrie des in
Fig. 1 dargestellten Systems.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist ein Computer-Tomographie-
Abbildungssystem (CT-Abbildungssystem) 10 gezeigt, das ein
Faßlager (Gantry) 12 enthält, das eine CT-Abtasteinrichtung
der 3. Generation darstellt. Das Faßlager 12 weist eine
Röntgenstrahlquelle 14 auf, die einen Röntgenstrahl 16 in
Richtung eines Erfassungsarrays 18 auf der entgegengesetz
ten Seite des Faßlagers 12 projiziert. Das Erfassungsarray
18 wird durch Erfassungselemente 20 gebildet, die zusammen
die projizierten Röntgenstrahlen erfassen, die durch einen
medizinischen Patienten 22 hindurchgehen. Jedes Erfassung
selement 20 erzeugt ein elektrisches Signal, das die Inten
sität eines auftreffenden Röntgenstrahls und somit die
Dämpfung des Strahls darstellt, wenn er durch den Patienten
22 hindurchgeht. Während einer Abtastung zur Erfassung von
Röntgenstrahlprojektionsdaten drehen sich das Faßlager 12
und die daran angebrachten Komponenten um einen Drehmittel
punkt 24.
Die Drehung des Faßlagers 12 und der Betrieb der Röntgen
strahlquelle 14 werden durch eine Steuereinrichtung 26 des
CT-Systems 10 gesteuert. Die Steuereinrichtung 26 enthält
eine Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28, die der Röntgen
strahlquelle 14 Energie und Zeitsignale zuführt, und eine
Faßlagermotorsteuereinrichtung 30, die die Drehgeschwindig
keit und Position des Faßlagers 12 steuert. Ein Datenerfas
sungssystem (DAS) 32 in der Steuereinrichtung 26 tastet
analoge Daten von den Erfassungselementen 20 ab und wandelt
die Daten in digitale Signale für eine nachfolgende Verar
beitung um. Eine Bildrekonstruktionseinrichtung 34 empfängt
abgetastete und digitalisierte Röntgenstrahldaten von dem
Datenerfassungssystem 32 und führt eine Bildrekonstruktion
hoher Geschwindigkeit durch. Das rekonstruierte Bild wird
einem Computers 36 als Eingangssignal zugeführt, der das
Bild in einer Massenspeichereinrichtung 38 speichert.
Der Computer 36 empfängt auch Befehle und Abtastparameter
von einer Bedienungsperson über ein Bedienpult 40, das eine
Tastatur aufweist. Eine zugehörige Kathodenstrahlröhren-
Anzeigeeinrichtung 42 erlaubt es der Bedienungsperson, das
wiederhergestellte Bild und andere Daten von dem Computer
36 zu überwachen. Die von der Bedienungsperson zugeführten
Befehle und Parameter werden durch den Computer 36 zur Aus
bildung von Steuersignalen und Informationen für das Daten
erfassungssystem 32, die Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28
und die Faßlagermotorsteuereinrichtung 30 verwendet. Außer
dem bedient der Computer 36 eine Tischmotorsteuereinrich
tung 44, die einen motorisierten Tisch 46 zur Positionie
rung des Patienten 22 in dem Faßlager 12 steuert. Insbeson
dere bewegt der Tisch 46 Abschnitte des Patienten 22 durch
eine Faßlageröffnung 48.
Die bekannten Wendelrekonstruktionsalgorithmen können im
allgemeinen als Wendelextrapolations-(HI-) oder Wendelin
terpolations- (HE-)Algorithmen klassifiziert werden. Diese
Algorithmen wenden typischerweise einen Gewichtungsfaktor
und einen Skalierungsfaktor bei den Projektionsdaten zur
Rekonstruktion eines Bildes an. Der Gewichtungsfaktor be
ruht im allgemeinen sowohl auf dem Fächerwinkel als auch
dem Ansichtswinkel. Der Skalierungsfaktor ist im allgemeinen
eine Funktion der Entfernung zwischen dem Patienten 22 und
der Röntgenstrahlquelle 14. Wie es vorstehend beschrieben
ist, enthalten die rekonstruierten Bilddaten typischerweise
ein nicht stationäres Rauschen, d. h., das Rauschen vari
iert entsprechend dem Skalierungsfaktor, dem Faßlagerwinkel
und dem Ansichtswinkel.
Zur Erzeugung von dreidimensionalen (3D) und Maximum-
Intensitätsprojektions-(MIP-)Bildern bzw. Bildern mit maxi
maler Intensitätsprojektion werden die rekonstruierten
Bilddaten typischerweise weiterverarbeitet. Beispielsweise
wird zur Erzeugung eines Maximum-Intensitätsprojektions-
Bildes (MIP-Bildes) eine Richtung der Vorwärtsprojektion
bestimmt und ein maximaler Bildelementwert entlang jedes
Vorwärtsprojektionsstrahls identifiziert. Der Projektions
wert wird dann dem maximalen Bildelementwert zugeordnet.
Zur Erzeugung eines dreidimensionalen Bildes (3D-Bildes)
werden Grenzen bzw. Ränder des Gegenstands bestimmt und ei
ne imaginäre Lichtquelle erzeugt. Ein schattierter Oberflä
chenwert des Gegenstands wird dann beruhend auf der Orien
tierung und der Entfernung des Gegenstands bezüglich der
Lichtquelle erzeugt. Eine derartige zusätzliche Verarbei
tung verringert typischerweise nicht die Rauschartefakte
bei den rekonstruierten Bilddaten. Demnach enthalten 3D-
und MIP-Bilder oft wahrnehmbare Artefakte.
Fig. 3, die eine schematische Darstellung der Geometrie des
CT-Systems zeigt, stellt die Erfassungseinrichtung 18 dar,
die im wesentlichen in der x-y-Ebene P(x, y) eines kathesi
schen Koordinatensystems mit einem Ursprung O positioniert
ist. Die Röntgenstrahlquelle 14 projiziert einen Röntgen
strahl 16 mit einem Isozentrum bzw. Fokalpunkt am Ursprung
O in Richtung der Erfassungseinrichtung 18 bei einem Faßla
gerwinkel β und einem Erfassungseinrichtungswinkel γ. In
Fig. 3 bezeichnet D eine Entfernung zwischen der Röntgen
strahlquelle 14 und dem Fokalpunkt des CT-Systems 10, L ei
ne Entfernung zwischen der Röntgenstrahlquelle 14 und einem
in Frage kommenden Punkt (r, ϕ), wobei r eine Entfernung
zwischen dem Ursprung O und dem in Frage kommenden Punkt
(r, ϕ) ist, und ϕ einen Winkel zwischen der Ebene P (x, y)
und dem in Frage kommenden Punkt (r, ϕ). Ein Wendelrekon
struktionsalgorithmus f(r, ϕ) zur Rekonstruktion eines 3D-
oder MIP-Bildes entsprechend dem in Frage kommenden Punkts
(r, ϕ) kann durch folgende Gleichung definiert werden:
wobei
p (γ, β) bei einem Erfassungseinrichtungswinkel γ und einem Faßlagerwinkel β erfaßte Daten oder Projektionen,
w (γ, β) die Wendelgewichtungsfunktion,
Dcosγ der Skalierungsfaktor,
γ' ein Erfassungseinrichtungswinkel für den in Frage kommenden Punkt (r, ϕ) bei einem Ansichtswinkel β und
g(γ) ein Faltungsrekonstruktionsfilter für den Fächer strahl ist.
p (γ, β) bei einem Erfassungseinrichtungswinkel γ und einem Faßlagerwinkel β erfaßte Daten oder Projektionen,
w (γ, β) die Wendelgewichtungsfunktion,
Dcosγ der Skalierungsfaktor,
γ' ein Erfassungseinrichtungswinkel für den in Frage kommenden Punkt (r, ϕ) bei einem Ansichtswinkel β und
g(γ) ein Faltungsrekonstruktionsfilter für den Fächer strahl ist.
Ist w (γ, β) gleich 1 und Π = 2π, dann wird Gleichung (1) zu
einer herkömmlichen Fächerstrahlrekonstruktionsformel.
Der Wendelrekonstruktionsalgorithmus kann durch Modifikati
on des Skalierungsfaktors entsprechend der Projektion der
Entfernung L auf einem zentralen Strahl 50 zwischen der
Röntgenstrahlquelle 14 und dem Fokalpunkt des Röntgen
strahls 16 vereinfacht werden. Diese Projektion liefert ei
ne Projektionsentfernung L', wobei L'=L cosγ. Demnach kann
Gleichung (1) neu geschrieben werden als:
Der Wendelrekonstruktionsalgorithmus f (r, ϕ) wandelt, wie
vorstehend beschrieben ist, die Projektionen p (γ, β) in
ganze Zahlen, sogenannte CT-Zahlen, um, die zur Steuerung
der Helligkeit entsprechender Bildelemente auf der Anzeige
einrichtung 42 verwendet werden. Diese Umwandlung oder Da
tenverarbeitung ist jedoch dafür bekannt, daß Rauscharte
fakte erzeugt werden, und somit werden Hell-und-Dunkel-
Bänder oder Spiralen in 3D- und MIP-Bildern erzeugt.
Das durch den Wendelrekonstruktionsalgorithmus f (r, ϕ) er
zeugte Rauschen steht in direktem Zusammenhang mit der Wen
delgewichtungsfunktion w (γ, β) und dem Skalierungsfaktor
L'-2 bei dem Rückprojektionsvorgang. Wenn insbesondere σ (γ,
β) eine Standardabweichungsverteilungsfunktion der Projek
tion ist, kann ein Standardabweichungsverhältnis von mit
den Gewichtungsschemata und ohne die Gewichtungsschemata
verarbeiteten Daten entsprechend folgender Gleichung be
schrieben werden:
Dieses Verhältnis wird nachstehend auch als Rauschverhält
nis bezeichnet.
Wie es in Gleichung (3) gezeigt ist, beeinflußt der Ort des
in Frage kommenden Punktes (r, ϕ) direkt das Bildrauschen.
Insbesondere unterscheidet sich das Rauschverhältnis ξ(r,
ϕ) merklich zwischen einem ersten Ort (r1, ϕ1) und einem
zweiten Ort (r2, ϕ2). Bei einigen Orten nähert sich das
Rauschverhältnis ξ(r, ϕ) 0,5, während sich an anderen Orten
das Rauschverhältnis ξ(r, ϕ) 2,0 nähert. Demnach ist das
erzeugte Rauschen sowohl nicht gleichmäßig als auch nicht
stationär, d. h., das Rauschmuster ändert sich bezüglich des
Erfassungseinrichtungswinkels γ, des Faßlagerwinkels β und
der Entfernung L. Diese Inhomogenität der Rauschverteilung
resultiert in einem systemabhängigen Fehler, beispielsweise
in Hell-und-Dunkel-Band- oder Spiralmusterartefakten in er
zeugten 3D- und MIP-Bildern.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel verringert ein Glättungsal
gorithmus Rauschartefakte durch Ausbilden einer im wesent
lichen gleichmäßigen Rauschverteilung bei dem angezeigten
Bild. Der vorliegende Glättungsalgorithmus richtet sich we
der auf einen besonderen Wendelbildrekonstruktionsalgorith
mus noch ist er auf die Anwendung bei einem besonderen Wen
delbildrekonstruktionsalgorithmus beschränkt. Vielmehr kann
der vorliegende Glättungsalgorithmus in Verbindung mit vie
len verschiedenen Wendelrekonstruktionsalgorithmen verwen
det werden. Obwohl der vorliegende Glättungsalgorithmus
hier manchmal auch in Verbindung mit einem CT-System der
dritten Generation beschrieben wird, kann der vorliegende
Algorithmus auch in Verbindung mit vielen anderen CT-
Systemen, auch CT-Systemen der vierten Generation, verwen
det werden. Des weiteren ist bei einem Ausführungsbeispiel
der Glättungsalgorithmus in dem Computer 36 implementiert
und verarbeitet beispielsweise in der Massenspeicherein
richtung 38 gespeicherte Daten. Es sind natürlich auch vie
le andere alternative Implementationen möglich.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird das adaptive Glätten
unter Verwendung von Filterkoeffizienten durchgeführt, die
das Bildrauschen glätten oder eine gleichmäßigere Vertei
lung des Bildrauschens in einem 3D- oder MIP-Bild ausbil
den. Insbesondere bei dem einem Ausführungsbeispiel wird
die Wendelgewichtungsfunktion w (γ, β) erzeugt und die Fil
terkoeffizienten entsprechend, d. h. auf der Grundlage, des
Standardabweichungsverhältnisses ξ (r, ϕ) erzeugt. Die Fil
terkoeffizienten werden dann beim Filtern oder Glätten be
nutzt, so daß sich bei dem Bild eine im wesentlichen
gleichmäßige Rauschverteilung ergibt.
Als bestimmtes Beispiel werden, wenn ein 3×3-Kern zur
Durchführung der Glättung verwendet wird, Filterkoeffizien
ten gemäß der folgenden Gleichung bestimmt:
wobei
c ist das Gewicht der benachbarten Bildelemente und 1-8c
ist das Gewicht des Mittelpunktbildelements. Diese identi
fizierten Gewichte oder Koeffizienten werden dann in dem
Kern verwendet und bei den Daten zur adaptiven Glättung des
Bildes angewendet. Das Glätten wird direkt bei den Daten
vor dem 3D- oder MIP-Rekonstruktionsvorgang durchgeführt,
oder der Algorithmus kann während des 3D- oder MIP-
Bildrekonstruktionsvorgangs durchgeführt werden.
Um die Bildauflösung im wesentlichen aufrechtzuerhalten,
d. h. zur Verringerung einer Auswirkung des Glättungsalgo
rithmus auf die Bildauflösung, müssen die Daten in geglät
tete Daten und nicht geglättete Daten vor der Ausführung
des Glättungsalgorithmus segmentiert werden. Eine derartige
Segmentierung kann beispielsweise durch eine Grauskalen
schwellenwertbildung durchgeführt werden. Die nicht geglät
teten Daten, d. h., die Daten, deren Wertdifferenz von dem
Mittelpunktbildelement einen ausgewählten Schwellenwert
überschreitet, werden von der Bestimmung der Filterkoeffi
zienten c ausgeschlossen. Die Filterkoeffizienten c werden
auf der Grundlage lediglich der geglätteten Daten bestimmt.
Der vorstehend beschriebene Algorithmus erleichtert die Re
duzierung von Artefakten bei der 3D- und MIP-
Wendelbildrekonstruktion. Ein derartiger Algorithmus erhöht
die zur Erzeugung derartiger Bilder erforderliche Verarbei
tungszeit nicht merklich.
Aus der vorhergehenden Beschreibung verschiedener Ausfüh
rungsbeispiele der Erfindung ist ersichtlich, daß die Auf
gaben der Erfindung gelöst werden. Obwohl die Erfindung
ausführlich beschrieben und dargestellt ist, ist es natür
lich selbstverständlich, daß sie nicht auf die beschriebe
nen Beispiele beschränkt ist. Beispielsweise ist das hier
beschriebene CT-System ein System der dritten Generation,
bei dem sowohl die Röntgenstrahlquelle als auch die Erfas
sungseinrichtung mit dem Faßlager rotieren. Es können auch
viele andere CT-Systeme, auch Systeme der vierten Generati
on, verwendet werden, bei denen die Erfassungseinrichtung
eine stationäre Voll-Ring-Erfassungseinrichtung ist und nur
die Röntgenstrahlquelle mit dem Faßlager rotiert.
Erfindungsgemäß ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Verringerung von Rauschartefakten bei einer dreidimensiona
len Bildrekonstruktion unter Verwendung von bei einer Wen
delabtastung erfaßten Daten offenbart. Das heißt, es wird
ein Standardabweichungsverhältnis rekonstruierter Bilder
mit und ohne Wendelgewichtung identifiziert. Ein derartiges
Standardabweichungsverhältnis wird dann zur Erzeugung von
Filterkoeffizienten verwendet, die dann bei den Daten bei
einem adaptiven Glättungsalgorithmus angewendet werden.
Claims (16)
1. Vorrichtung zur Erzeugung eines Bildes eines Gegenstands
(22) unter Verwendung von bei einer Wendelabtastung erfaß
ten Daten, wobei die Vorrichtung eine Röntgenstrahlquelle
(14) und ein Erfassungsarray (18) aufweist, mit
einer Einrichtung (36) zur Bestimmung einer Wendel
gewichtungsfunkion,
einer Einrichtung (36) zur Identifikation eines Filterkoeffizienten beruhend auf der bestimmten Wendelge wichtungsfunktion, und
einer Einrichtung (36) zur Anwendung des identifi zierten Filterkoeffizienten bei den Daten.
einer Einrichtung (36) zur Identifikation eines Filterkoeffizienten beruhend auf der bestimmten Wendelge wichtungsfunktion, und
einer Einrichtung (36) zur Anwendung des identifi zierten Filterkoeffizienten bei den Daten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zur
Identifikation des Filterkoeffizienten eine Einrichtung
(36) zur Segmentierung der Daten aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Vorrichtung zur
Segmentierung der Daten eine Einrichtung (36) zur Durchfüh
rung einer Grauskalenschwellenwertbildung aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner mit einer Einrich
tung (36) zur Bestimmung eines Standardabweichungsverhält
nisses rekonstruierter Bilder mit und ohne Wendelgewich
tung.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Standardabwei
chungsverhältnis rekonstruierter Bilder mit und ohne Wen
delgewichtung sich ergibt zu:
wobei
w (γ, β) die Wendelgewichtsfunktion,
σ (γ, β) eine Standardabweichungsver teilungsfunktion der Projektion,
β ein Faßlagerwinkel,
γ ein Erfassungseinrichtungswinkel,
L' eine Projektionsentfernung zwischen der Röntgenstrahlquelle und einem in Fra ge kommenden Punkt (r, ϕ) ist.
wobei
w (γ, β) die Wendelgewichtsfunktion,
σ (γ, β) eine Standardabweichungsver teilungsfunktion der Projektion,
β ein Faßlagerwinkel,
γ ein Erfassungseinrichtungswinkel,
L' eine Projektionsentfernung zwischen der Röntgenstrahlquelle und einem in Fra ge kommenden Punkt (r, ϕ) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, mit einem 3×3-Kern, wobei
der Filterkoeffizient identifiziert wird entsprechend
wobei
wobei
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einer Einrichtung (36)
zur Erzeugung eines dreidimensionalen Bildes.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einer Einrichtung (36)
zur Erzeugung eines Bildes maximaler Intensitätsprojektion.
9. Verfahren zur Erzeugung eines Bildes eines Gegenstands
(22) unter Verwendung von bei einer Wendelabtastung erfaß
ten Daten, mit den Schritten
Bestimmen einer Wendelgewichtungsfunktion,
Identifizieren eines Filterkoeffizienten beruhend auf der bestimmten Wendelgewichtungsfunktion und
Anwenden des identifizierten Filterkoeffizienten bei den Daten.
Bestimmen einer Wendelgewichtungsfunktion,
Identifizieren eines Filterkoeffizienten beruhend auf der bestimmten Wendelgewichtungsfunktion und
Anwenden des identifizierten Filterkoeffizienten bei den Daten.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Identifizieren des
Filterkoeffizienten den Schritt
Segmentieren der Daten umfaßt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Segmentieren der
Daten den Schritt
Durchführen einer Grauskalenschwellenwertbildung umfaßt.
12. Verfahren nach Anspruch 9, mit dem Schritt
Bestimmen eines Standardabweichungsverhältnisses
rekonstruierter Bilder mit und ohne Wendelgewichtung.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das Standardabwei
chungsverhältnis rekonstruierter Bilder mit und ohne Wen
delgewichtung sich ergibt zu:
wobei
w (γ, β) die Wendelgewichtungsfunktion,
σ (γ, β) eine Standardabweichungsver teilungsfunktion der Projektion,
β ein Faßlagerwinkel,
γ ein Erfassungseinrichtungswinkel und
L' eine Projektionsentfernung zwischen einer Röntgenstrahlquelle und einem in Frage kommenden Punkt (r, ϕ) ist.
wobei
w (γ, β) die Wendelgewichtungsfunktion,
σ (γ, β) eine Standardabweichungsver teilungsfunktion der Projektion,
β ein Faßlagerwinkel,
γ ein Erfassungseinrichtungswinkel und
L' eine Projektionsentfernung zwischen einer Röntgenstrahlquelle und einem in Frage kommenden Punkt (r, ϕ) ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei der Filterkoeffizient
identifiziert wird gemäß
wobei
wobei
15. Verfahren nach Anspruch 9, mit dem Schritt
Erzeugen eines dreidimensionalen Bildes.
16. Verfahren nach Anspruch 1, mit dem Schritt
Erzeugen eines Bildes maximaler Intensitätsprojek
tion.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/751,648 US5818896A (en) | 1996-11-18 | 1996-11-18 | Methods and apparatus for three-dimensional and maximum intensity projection image reconstruction in a computed tomography system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19743220A1 true DE19743220A1 (de) | 1998-05-20 |
Family
ID=25022896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19743220A Withdrawn DE19743220A1 (de) | 1996-11-18 | 1997-09-30 | Verfahren und Vorrichtung zur dreidimensionalen Bildrekonstruktion mit maximaler Intensitätsprojektion bei einem Computer-Tomographie-System |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5818896A (de) |
| JP (1) | JPH10216121A (de) |
| DE (1) | DE19743220A1 (de) |
| IL (1) | IL122055A (de) |
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