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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf mikroelektromechanische
(MEM)-Strukturen und Verfahren zu deren Herstellung.
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Mikrobearbeiten
ist eine kürzliche
Technologie zum Herstellen sich bewegender mikromechanischer Strukturen.
Im Allgemeinen werden Techniken zum Herstellen von Halbleiterchargen
benutzt, um zu erzielen, was tatsächlich ein dreidimensionales
Bearbeiten von einkristallinem und polykristallinem Silizium und
Silizium-Dielektrika und Schichten aus mehreren Metallen ist, was
solche Strukturen wie Mikromotoren und Mikrosensoren erzeugt. Ausgenommen selektive
Abscheidung und Entfernung von Materialien auf bzw. von einem Substrat
sind konventionelle Zusammenbau-Operationen nicht eingeschlossen. So
ist, beispielsweise, ein Mikrosensor in Haritonides et al., US-PS
4,896,098 und ein elektrostatischer Mikromotor in Howe et al., US-PSn
4,943,750 und 4,997,521 offenbart.
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Konventionelles
Bearbeiten ist unpraktisch für
das rasche Herstellen eines Mehrkontakt-Schaltungssystems, das Submillimeter-Merkmale
hat, weil Maschinenwerkzeuge auf größere Abmessungen beschränkt und
langsam sind, weil sie nacheinander operieren. Mikroelektromechanische
(MEM)-Schalterstrukturen aus Silizum sind etwas beschränkt, da sie
hergestellt, in einzelne Schalterstrukturen geschnitten und dann
in der Schaltung angeordnet werden müssen. Konventionelle MEMs-Strukturen können wegen
der einzigartigen Bearbeitungs-Anforderungen von MEMs-Vorrichtungen
auf Si-Grundlage nicht gemeinsam mit Hybrid- und HDI-Schaltungen hergestellt
werden.
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Während konventionelle
MEMS-Strukturen auf Si-Grundlage den unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten
der Silizium-, dielektrischen Silizium- und metallischen Schichten
nutzen, führt
der Einsatz von Formmetalllegierung (SMA) in einer MEMs-Struktur
aufgrund der SMA-Übergangswirkung
zu einer höheren
spezifischen Ausbeute. SMAs sind typischerweise geglühte Legierungen
aus hauptsächlich
Titan und Nickel, die bei einer Übergangstemperatur
einer vorhersehbaren Phasenänderung
unterliegen. Während
dieses Überganges
erfährt
das SMA-Material eine große Änderung
in den Abmessungen, was in Betätigungs-Einrichtungen
für Ventile
und Ähnliches
benutzt werden kann, siehe Johnson et al., US-PS 5,325,880. Typische
dünne Filme
aus SMA-Materialien werden unter Einsatz von Zerstäubungs-Techniken
gebildet, um Schichten im Bereich von etwa 2.000 Angstroms bis 125 μm abzuscheiden.
Diese zerstäubten
Filme sind im Allgemeinen polykristallin und erfordern eine Wärmebehandlung
(Glühen)
in einer sauerstofffreien Umgebung, Kaltbearbeiten oder eine Kombination,
um die kristalline Phase zu erzeugen, die in MEMs-Vorrichtungen benutzt
wird. Rein thermisches Glühen
kann Temperatur in der Größenordnung
von 500°C
erfordern.
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In
Beziehung zur Erfindung steht auch, was als hochdichte Verbindungs
(HDI)-Technologie für Multichipmodul-Verpackung
bekannt ist, wie in Eichelberger et al., US-PS 4,783,695 offenbart.
Kurz gesagt, werden in Systemen, die diese hochdichte Verbindungsstruktur
benutzen, verschiedene Komponenten, wie integrierte Halbleiter-Schaltungschips, innerhalb
von Vertiefungen angeordnet, die in einem Keramiksubstrat ausgebildet
sind. Eine Mehrschicht-Decküberzugsstruktur
wird dann aufgebaut, um die Komponenten zu einem tatsächlich funktionierenden
System zu verbinden. Um die Mehrschicht-Decküberzugsstruktur
zu beginnen, wird ein dielektrischer Polyimidfilm, wie KAPTONTM-Polyimid (erhältlich von E.I. Dupont de Nemours & Company, Wilmington,
DE) von etwa 12,7 bis 76 μm (0,5
bis 3 mils) Dicke über
das Oberteil der Chips, anderer Komponenten und das Substrat laminiert,
wozu ULTEMTM-Polyetherimidharz (erhältlich von
General Electric Company, Pittsfield, MA) oder andere Klebstoffe
benutzt werden. Die tatsächlichen
Stellen der verschiedenen Komponenten und Kontaktkissen darauf werden
durch optisches Anvisieren bestimmt und Durchgangslöcher werden
mittels Laser in angepasster Weise in den KAPTONTM-Film
und Klebstoffschichten in Ausrichtung mit den Kontaktkissen auf den
elektronischen Komponenten gebohrt. Beispielhafte Laser-Bohrtechniken
sind in Eichelberger et al., US-PSn 4,714,516 und 4,894,115 und
in Loughran et al., US-PS 4,764,485 offenbart. Solche HDI-Durchgänge haben
typischerweise Durchmesser in der Größenordnung von 25 bis 50 μm (1 bis
2 mils). Eine Metallisierungsschicht wird über der KAPTONTM-Filmschicht
abgeschieden und erstreckt sich in die Durchgangslöcher, um
elektrischen Kontakt zu den Chip-Kontaktkissen
herzustellen. Diese Metallisierungsschicht kann gemustert werden,
um während
des Abscheidungsverfahrens einzelne Leiter zu bilden, oder sie kann
als eine zusammenhängende Schicht
abgeschieden und dann unter Benutzung von Fotoresist und Ätzen gemustert
werden. Der Fotoresist wird vorzugsweise unter Einsatz eines Lasers
freigelegt, der relativ zum Substrat hin und her geführt wird,
um ein genau ausgerichtetes Leitermuster nach Abschluss des Verfahrens
bereitzustellen. Beispielhafte Techniken zum Mustern der Metallisierungsschicht
sind in Wojnarowski et al., US-PSn 4,780,177 und 4,842,677 und in
-Eichelberger et al., US-PS 4,835,704 offenbart, die ein "Adaptive Lithography
System to Provide High Density Interconnect" offenbart. Irgendeine Fehlposition
der einzelnen elektronischen Komponenten und ihrer Kontaktkissen
wird durch ein anpassendes Laser-Lithographiesystem kompensiert,
wie es in der vorerwähnten US-PS
4,835,704 offenbart ist. Zusätzliche
dielektrische und Metallisierungs-Schichten sind, wie erforderlich, bereitgestellt,
um all die erwünschten
elektrischen Verbindungen zwischen den Chips herzustellen. Dieses
Verfahren des Metallmusterns auf Polymeren, Lamination durch Bohren
und zusätzliche Metallabscheidung
und Mustern kann benutzt werden, um freistehende flexible Präzisionsschaltungen, Rückebenen-Baueinheiten
und Ähnliches
herzustellen, wenn die erste Polymerschicht nicht über ein Substrat
laminiert ist, das Halbleiter-Matrize enthält, wie in Eichelberger et
al., US-PS 5,452,182 "Flexible HDI
structure and Flexibly Interconnected System".
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Eine
Struktur gemäß der Präambel von
Anspruch 1 ist aus EP-A-0 709 911 bekannt, die als nächstliegender
Stand der Technik angesehen wird.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
wäre erwünscht, einen
integralen Schaltmechanismus innerhalb der HDI-Schaltungsumgebung
bereitzustellen. Frühere
MEM-basierende Schalter und Betätigungs-Vorrichtungen
erforderten die Einführung
einzelner MEM-Teile in die HDI-Schaltung und das nachfolgende Leiten
von Signalen zur MEM-Struktur, insbesondere, wenn eine große Anzahl
von Schaltern erforderlich oder eine hohe Isolation der geschalteten
Signale erwünscht
war. Der Gebrauch einer integralen MEMS innerhalb einer HDI-Struktur
gestattet das Positionieren von Schaltern in erwünschten Stellen mit einem Minimum
an Signal-Ablenkung und -Leitung. Zusätzlich wird es nicht erforderlich
sein, die zerbrechlichen MEM-Betätigungs-Vorrichtungen
zu handhaben und unter Erleiden eines Ausbeuteverlustes dieses Einführungs-Verfahrens in Vertiefungen
in der HDI-Schaltung einzuführen.
Der Gebrauch integraler Schaltungsmechanismen, innerhalb der HDI-Architektur, führt zu einem
System geringerer Kosten.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung wird eine Struktur mit einer Basisoberfläche, einer Kunststoff-Verbindungs schicht,
die über
der Basisoberfläche
liegt und einen Hohlraum aufweist, der sich bis zur Basisoberfläche hindurch
erstreckt; einer Formgedächtnis-Legierungs(SMA)schicht,
die über der
Kunststoff-Verbindungsschicht und dem Hohlraum gemustert ist, und
einer gemusterten leitenden Schicht, die über der Kunststoff-Verbindungsschicht und
dem Hohlraum ausgebildet ist und über mindestens einem Teil der
SMA-Schicht liegt, bereitgestellt, wobei die SMA-Schicht die SMA-
und leitenden Schichten weiter weg von der Basisoberfläche bewegt,
wenn genügend
Elektrizität
an die SMA-Schicht angelegt ist.
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Die
Struktur kann auch einen Schalter umfassen, wobei die SMA- und leitenden
Schichten zur Basisoberfläche
hin be wegbar sind, und sie kann weiter ein fixiertes Kontaktkissen
innerhalb des Hohlraumes und an der Basisoberfläche befestigt, und ein bewegbares
Kontaktkissen an einem Teil der gemusterten SMA-Schicht innerhalb
des Hohlraumes derart befestigt einschließen, dass bei Bewegung der
gemusterten SMA-Schicht
und der gemusterten leitenden Schicht zur Basisoberfläche hin
das bewegliche Kontaktkissen das fixierte Kontaktkissen berührt und dadurch
eine elektrische Verbindung zwischen dem bewegbaren und fixierten
Kontaktkissen herstellt.
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Die
gemusterte SMA-Schicht und die gemusterte leitende Schicht können eine
erste stabile Position, worin das bewegbare Kontaktkissen sich zum
fixierten Kontaktkissen hin biegt und dieses berührt und eine zweite stabile
Position derart aufweisen, dass sich das bewegbare Kontaktkissen
vom fixierten Kontaktkissen weg bewegt.
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Die
SMA-Schicht kann eine Legierung von TiNi umfassen.
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Die
Struktur kann auch eine Kraftrückführungs-Vorrichtung einschließen, die
das bewegbare Kontaktkissen zum fixierten Kontaktkissen hin drückt, um
eine elektrische Ver bindung zwischen dem bewegbaren und fixierten
Kontaktkissen bereitzustellen, wenn nicht genügend Elektrizität an die SMA-Schicht gelegt ist.
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Die
gemusterte leitende Schicht kann eine erste gemusterte leitende
Schicht und die gemusterte SMA-Schicht kann eine erste gemusterte SMA-Schicht
umfassen. Die Struktur kann weiter eine zweite Kunststoff-Verbindungsschicht
einschließen,
die über
der ersten gemusterten leitenden Schicht und der ersten gemusterten
SMA-Schicht liegt, eine zweite gemusterte SMA-Schicht, die über der
zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht liegt; eine zweite gemusterte
leitende Schicht, die über
mindestens einem Teil der zweiten SMA-Schicht liegt; ein bewegbares
Kontaktkissen, das an der zweiten gemusterten leitenden Schicht
angebracht ist, und ein externes Kontaktkissen, das an der Trägeroberfläche derart
angebracht ist, dass, wenn sich die erste und zweite gemusterte
SMA-Schicht und die erste und zweite gemusterte leitende Schicht
von der Basisoberfläche
weg bewegen, das bewegbare Kontaktkissen sich zu dem externen Kontaktkissen
bewegt und dadurch eine elektrische Verbindung zwischen dem beweglichen
und externen Kontaktkissen herstellt.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung wird eine bistabile Schalterstruktur
bereitgestellt, umfassend: eine Basisoberfläche, eine erste Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über
der Basisoberfläche
liegt und einen sich zur Basisoberfläche hindurch erstreckenden
Hohlraum aufweist; eine erste gemusterte SMA-Schicht, die über der
ersten Kunststoff-Verbindungsschicht und dem Hohlraum liegt; eine
erste gemusterte leitende Schicht, die über mindestens einem Teil der
ersten gemusterten SMA-Schicht liegt; eine zweite Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über
der ersten gemusterten leitenden Schicht und der ersten gemusterten SMA-Schicht
liegt; eine zweite gemusterte SMA-Schicht, die über der zweiten Kunst stoff-Verbindungsschicht
liegt; eine zweite gemusterte leitende Schicht, die über mindestens
einem Teil der zweiten SMA-Schicht liegt; ein fixiertes Kontaktkissen
innerhalb des Hohlraumes und befestigt an der Basisoberfläche und
ein bewegbares Kontaktkissen, befestigt an einem Teil der ersten
gemusterten SMA-Schicht innerhalb des Hohlraumes derart, dass, wenn
sich die erste und zweite gemusterte SMA-Schicht und die erste und
zweite gemusterte leitende Schicht zur Basisoberfläche hin
bewegen, das bewegbare Kontaktkissen das fixierte Kontaktkissen
berührt
und dadurch eine elektrische Verbindung zwischen dem bewegbaren
und fixierten Kontaktkissen schafft.
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Die
erste und zweite SMA-Schicht kann eine Legierung von TiNi umfassen.
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Mindestens
ein Teil der zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht, der über dem
Hohlraum liegt, kann verdünnt
sein.
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Die
erste gemusterte SMA-Schicht, die erste gemusterte leitende Schicht,
die zweite gemusterte SMA-Schicht und die zweite gemusterte leitende Schicht
können
eine erste stabile Position derart aufweisen, dass das bewegliche
Kontaktkissen sich nach vorn biegt und das fixierte Kontaktkissen
berührt
und dadurch eine elektrische Verbindung zwischen dem bewegbaren
und fixierten Kontaktkissen herstellt, sowie eine zweite stabile
Position, worin sich das bewegliche Kontaktkissen weg von dem fixierten
Kontaktkissen biegt und dadurch eine offene elektrische Verbindung
zwischen dem beweglichen und fixierten Kontaktkissen bereitstellt.
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Die
Schalterstruktur kann weiter ein zweites bewegbares Kontaktkissen,
das an einem Teil der zweiten gemusterten leitenden Schicht befestigt
ist und ein externes Kontaktkissen einschließen, wobei das bewegbare und
externe Kontaktkissen sich berühren
und eine elektrische Verbindung bilden, wenn sich die Schalterstruktur
in der zweiten Position befindet.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der Erfindung wird eine Mikrowellen-Schalterstruktur
bereitgestellt, umfassend: eine Trägerschicht, eine erste Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über
der Trägerschicht liegt
und einen Hohlraum aufweist, der sich hindurch zur Trägerschicht
erstreckt, eine Übertragungsleitung auf
der Trägerschicht
innerhalb des Hohlraumes, eine erste gemusterte SMA-Schicht, die über der
ersten Kunststoff-Verbindungsschicht
und dem Hohlraum liegt, eine erste gemusterte leitende Schicht über mindestens
einem Teil der ersten gemusterten SMA-Schicht, eine zweite Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über
der ersten gemusterten leitenden Schicht und der ersten gemusterten
SMA-Schicht liegt, eine zweite gemusterte SMA-Schicht, die über der
zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht liegt, eine zweite gemusterte
leitende Schicht, die über
der zweiten SMA-Schicht liegt, wobei die Bewegung der ersten gemusterten
SMA-Schicht, der ersten gemusterten leitenden Schicht, der zweiten
gemusterten SMA-Schicht
und der zweiten leitenden Schicht dadurch die Kapazität zwischen
der Übertragungsleitung
und der ersten SMA- und gemusterten leitenden Schicht ändert.
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Die
erste und zweite SMA-Schicht können eine
Legierung von TiNi umfassen.
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Die
erste gemusterte SMA-Schicht, die erste gemusterte leitende Schicht,
die zweite gemusterte SMA-Schicht und die zweite gemusterte leitende Schicht
können
in einer ersten stabilen Position derart gebildet werden, dass sie
sich zur Übertragungsleitung
hin biegen.
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Die
erste gemusterte SMA-Schicht, die erste gemusterte leitende Schicht,
die zweite gemusterte SMA-Schicht und die zweite gemusterte leitende Schicht
können,
wenn sie selektiv erhitzt sind, eine zweite stabile Position derart
bilden, dass sie sich von der Übertragungsleitung
weg bewegen.
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Gemäß einem
vierten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen einer
Schalterstruktur geschaffen, umfassend: Aufbringen einer Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über
einer Basisoberfläche
liegt, Bilden eines Hohlraumes, der sich in die Kunststoff-Verbindungsschicht
zur Basisoberfläche
hin erstreckt, Füllen
des Hohlraumes mit einem entfernbaren Füllstoffmaterial, Aufbringen
und Mustern einer SMA-Schicht über
der Kunststoff-Verbindungsschicht und dem Füllstoffmaterial, Aufbringen
und Mustern einer leitenden Schicht über mindestens einem Teil der
SMA-Schicht, Entfernen mindestens eines Teiles des entfernbaren
Füllstoffmaterials
aus dem Hohlraum, Glühen
der SMA-Schicht, Formen der SMA-Schicht
und der leitenden Schicht, wobei das Glühen und Formen verursacht,
dass sich die SMA-Schicht zusammenzieht und die leitende Schicht
weiter weg von der Basisoberfläche
bewegt, wenn genügend
Elektrizität
an die SMA-Schicht gelegt ist.
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Das
Verfahren kann weiter das Aufbringen eines fixierten Kontaktkissens
auf der Basisoberfläche
innerhalb des Hohlraumes und das Aufbringen eines bewegbaren Kontaktkissens
auf der SMA-Schicht innerhalb des Hohlraumes umfassen, wobei das
Glühen
in einer nicht oxidierenden Atmosphäre ausgeführt wird und das Formen der SMA-Schicht
und der leitenden Schicht weiter das Formen der SMA-Schicht und
der leitenden Schicht zur Bildung einer ersten stabilen Position
umfasst, wobei sich die SMA-Schicht und die leitende Schicht zur
Basisoberfläche
hin bewegen und das bewegbare Kontaktkissen das fixierte Kontaktkissen
berührt, um
eine elektrische Verbindung zwischen dem bewegbaren und fixierten
Kontaktkissen bereitzustellen.
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Das
Formen der SMA-Schicht und der leitenden Schicht kann eine zweite
stabile Position bilden, wobei die SMA-Schicht und die leitende Schicht sich von
der Basisoberfläche
weg biegen und das bewegbare Kontaktkissen das fixierte Kontaktkissen
nicht berührt,
wodurch eine offene elektrische Verbindung zwischen dem bewegbaren
und fixierten Kontaktkissen bereitgestellt ist.
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Die
leitende Schicht kann eine erste leitende Schicht und die SMA-Schicht
kann eine erste SMA-Schicht umfassen und das Verfahren kann weiter
einschließen:
Aufbringen und Mustern einer zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über
der ersten leitenden Schicht und der ersten SMA-Schicht liegt, Aufbringen
und Mustern einer zweiten Formgedächtnis-Legierungs(SMA)-Schicht, die über der zweiten
Kunststoff-Verbindungsschicht
liegt, Aufbringen und Mustern einer zweiten leitenden Schicht, die über der
zweiten SMA-Schicht liegt, Glühen
der zweiten SMA-Schicht, wobei das Formen der ersten SMA-Schicht
und der ersten leitenden Schicht weiter das Formen der zweiten SMA-Schicht
und der zweiten leitenden Schicht derart umfasst, dass bei Anlegen
von Elektrizität
an die zweite SMA-Schicht die zweite SMA-Schicht sich zusammenzieht
und die erste leitende Schicht mehr zur Basisoberfläche bewegt.
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Das
Glühen
der ersten und zweiten SMA-Schicht und das Formen der ersten und
zweiten SMA- und leitenden Schichten kann eine erste stabile Position
erzeugen, wobei die erste SMA-Schicht, die erste leitende Schicht,
die zweite SMA-Schicht
und die zweite leitende Schicht sich zur Basisoberfläche hin
biegen und das bewegbare Kontaktkissen das fixierte Kontaktkissen
berührt
und eine zweite stabile Position, wobei die erste SMA-Schicht, die
erste leitende Schicht, die zweite SMA-Schicht und die zweite leitende
Schicht sich weg von der Basisoberfläche biegen.
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Gemäß einem
fünften
Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen einer Schaltungsstruktur
geschaffen, umfassend: Aufbringen einer Übertragungsleitung über einer
Trägeroberfläche, Aufbringen
einer ersten Kunststoff-Verbindungsschicht, die über der Trägerschicht und der Übertragungsleitung
liegt, Bilden eines Hohlraumes innerhalb der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht,
die sich hindurch zur Trägerschicht
und der Übertragungsleitung
erstreckt, Füllen
des Hohlraumes mit einem entfernbaren Füllstoffmetall, Aufbringen und Mustern
einer ersten SMA-Schicht über
der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht und dem gefüllten Hohlraum,
Aufbringen und Mustern einer ersten leitenden Schicht über der
ersten SMA-Schicht, Aufbringen und Mustern einer zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über
der ersten leitenden Schicht und der ersten SMA-Schicht liegt, Aufbringen
und Mustern einer zweiten SMA-Schicht, die über der zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht
liegt, Aufbringen und Mustern einer zweiten leitenden Schicht, die über der
zweiten SMA-Schicht liegt, Entfernen von mindestens einem Teil des
entfernbaren Füllstoffmetalles
aus dem Hohlraum, Glühen
der ersten und zweiten SMA-Schicht und Formen der ersten leitenden
Schicht, der zweiten SMA-Schicht und der zweiten leitenden Schicht
zu einer ersten stabilen Schalterposition, wobei die erste SMA-Schicht, die erste leitende
Schicht, die zweite SMA-Schicht und die zweite leitende Schicht
sich zur Übertragungsleitung hin
biegen, und eine zweite stabile Schalterposition, wobei die erste
SMA-Schicht, die erste leitende Schicht, die zweite SMA-Schicht
und die zweite leitende Schicht sich von der Übertragungsleitung weg biegen.
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Das
Glühen
kann in einer nicht oxidierenden Atmosphäre ausgeführt werden durch Hindurchleiten von
Strom durch die erste und zweite SMA-Schicht, durch Laser-Erhitzen
der ersten und zweiten SMA-Schicht oder durch eine Kombination aus Durchleiten
von Strom und Laser-Erhitzen der ersten und zweiten SMA-Schicht.
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Das
Verfahren kann weiter das Verdünnen eines
Teiles der zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht vor dem Mustern
der zweiten SMA-Schicht einschließen.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst eine Struktur: eine Basisoberfläche, eine
Kunststoff-Verbindungsschicht,
die über der
Basisoberfläche
liegt, einen Hohlraum innerhalb der Kunststoff-Verbindungsschicht,
der sich hindurch zur Basisoberfläche erstreckt, eine gemusterte
Formgedächtnis-Legierungs(SMA)-Schicht,
die über
der Kunststoff-Verbindungsschicht und dem Hohlraum gemustert ist,
und eine leitende Schicht, die über
der SMA-Schicht gemustert ist. die SMA-Schicht zieht sich zusammen
und bewegt die gemusterte SMA- und leitende Schicht weiter weg von
der Basisoberfläche,
wenn Elektrizität
an die SMA-Schicht gelegt wird.
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Die
Erfindung wird nun detaillierter beispielhaft unter Bezugnahme auf
die Zeichnung beschrieben, in der:
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1 eine
Querschnittsansicht einer ersten Kunststoff-Verbindungsschicht ist,
die einen über
einer Basisoberfläche
liegenden gefüllten
Hohlraum aufweist,
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2 eine
Ansicht ähnlich
der von 1 ist, die weiter eine erste
Formgedächtnis-Legierungs(SMA)-Schicht
und eine erste leitende Schicht einschließt,
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3 eine
Ansicht ähnlich
der von 2 ist, die die erste leitende
und SMA-Schicht gemustert zeigt,
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4 eine
Ansicht ähnlich
der von 3 ist, die weiter die Hinzufügung einer
zweiten Kunststoff-Verbindungs schicht, einer zweiten SMA-Schicht,
einer zweiten leitenden Schicht und eines gemusterten Schalterkontaktes
und einen HDI-Verbindungsdurchgang zeigen,
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5 eine
gekrümmte
Schnittansicht ähnlich
der 4 ist, die weiter die zweite SMA-Schicht gemustert,
die zweite leitende Schicht gemustert und die zweite Kunststoff-Verbindungsschicht
teilweise entfernt zeigt,
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6 eine
Draufsicht einer Ausführungsform
des Musterns ist, die bei der Ausführungsform von 5 benutzt
werden kann und Bereiche für
Signal-Verbindung und Betätigungs-Verbindung
zeigt,
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7 eine
Schnittansicht ähnlich 5 ist, die
weiter das aus dem Hohlraum entfernte Füllstoffmaterial sowie die erste
gemusterte SMA-Schicht, die erste gemusterte leitende Schicht, die
zweite gemusterte SMA-Schicht und die zweite gemusterte leitende
Schicht verformt zu einer ersten stabilen Position zeigt,
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8 eine
Schnittansicht ähnlich 7 ist, die
weiter die erste gemusterte SMA-Schicht, die erste gemusterte leitende
Schicht, die zweite gemusterte SMA-Schicht, die zweite gemusterte
leitende Schicht in einer zweiten stabilen Position und das bewegbare
Kontaktkissen in Kontakt mit einem externen Kontaktkissen zeigt,
was zu einem geschlossenen Schalter führt;
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9 eine
Querschnittsansicht ähnlich
der von 1 ist, die weiter ein vorpositoniertes
fixiertes Kontaktkissen, ein wahlweise geformtes entfernbares Material,
eine Teilöffnung
in einem entfernbaren Füllstoffmaterial
und eine bewegbare Kontaktkissen-Metallisierung zeigt,
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10 eine
Schnittansicht ähnlich
der von 9 ist, die weiter die erste
gemusterte SMA-Schicht, die zweite gemusterte leitende Schicht und
bewegbare Kontaktkissen-Metallisierung zeigt,
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11 eine
Schnittansicht ähnlich 10 ist,
die weiter die erste und zweite gemusterte SMA-Schicht, die erste
und zweite leitende Schicht und die zweite Kunststoff-Verbindungsschicht
teilweise entfernt, Füllstoffmaterial
teilweise entfernt und ein bewegbares Kontaktkissen und ein fixiertes
Kontaktkissen zeigt, wobei das bewegbare und das fixierte Kontaktkissen
als ein offener Schalter gezeigt sind,
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12 eine
Draufsicht ist, die eine Ausführungsform
für die
Arme der ersten und zweiten gemusterten SMA- und leitenden Schicht
zeigt,
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13 eine
Schnittansicht ähnlich
der von 11 ist, die weiter das bewegbare
Kontaktkissen in Kontakt mit dem fixierten Kontaktkissen als einen geschlossenen
Schalter in der ersten stabilen Position zeigt,
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14 eine
Ansicht ähnlich
der 10 ist, die weiter ein erstes bewegbares Kontaktkissen
und ein fixiertes Kontaktkissen innerhalb der Schalterstruktur zeigt,
wobei das erste bewegbare Kontaktkissen das fixierte interne Kontaktkissen
als einen geschlossenen Schalter in der ersten stabilen Position
berührt
und ein zweites bewegbares Kissen in einer offenen Schalterposition
mit einem externen Kontaktkissen ist,
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15 eine
Ansicht ähnlich 11 ist,
die weiter ein erstes bewegbares Kontaktkissen und ein fixiertes
Kontaktkissen innerhalb der Schalterstruktur zeigt, worin das bewegbare
Kontaktkissen und das fixierte Kontaktkissen einen offenen Schalter
in der zweiten stabilen Position und ein zweites bewegbares Kissen
einen geschlossenen Schalter mit einem externen Kontaktkissen bildet,
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16 eine
Querschnittsansicht einer anderen Ausführungsform einer Kombinations-Schalterstruktur-Ausführungsform
mit vier Positionen in einer ersten stabilen Position ist,
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17 eine
Querschnittsansicht der Ausführungsform
der 16 der Kombinations-Schalterstruktur-Ausführungsform
mit vier Positionen in einer zweiten stabilen Position ist,
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18 eine
Querschnittsansicht ist, die eine Ausführungsform eines HF- oder Mikrowellen-Schalters
in einer Nebenschluss-Position zeigt,
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19 eine
Ansicht ähnlich
der 18 ist, die weiter die Ausführungsform eines HF- oder Mikrowellen-Schalters
in einer offenen Position zeigt, und
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20 eine
Querschnittsansicht ist, die eine weitere Ausführungsform einer Schalterstruktur
in einer geschlossenen Position und weiter eine Kraftrückführungs-Vorrichtung
zeigt:
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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In
verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, die in 1 bis 15 gezeigt
sind, kann eine Schalterstruktur auf MEM-Grundlage oder eine Betätigungs-Vorrichtung (die
bistabil sein kann) hergestellt werden unter Anwendung traditioneller
HDI-Bearbeitungsschritte. Die Schalterstruktur wird durch selektives
Hindurchleiten von Strom durch die gemusterten SMA-Schichten betätigt, wodurch
ihr Erhitzen auf oberhalb der Übergangstemperatur
der SMA-Schicht und eine Verformung der erhitzten Schicht verursacht
werden. In 1 bis 8 ist der
Schalter mit einem äußeren bewegbaren
Kontaktkissen gezeigt; in 9 bis 13 ist
der Schalter mit einem inneren bewegbaren Kontaktkissen gezeigt
und in 14 bis 15 ist
der Schalter mit inneren und äußeren bewegbaren Kontaktkissen
gezeigt.
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In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, gezeigt in 16 und 17, wird
eine Doppelschalterstruktur hergestellt, bei der zwei Schalter in
einer Anordnung angeordnet sind, bei der eine bistabile Schalterstruktur
direkt über
einer zweiten bistabilen Schalterstruktur umgekehrt ist und Kontaktkissen
zu jeder bistabilen Schalterstruktur hinzugefügt sind. Eine Doppelschalterstruktur wird
gebildeet, wenn beide bistabile Schalterstrukturen in einer Position
sind, bei der sich die beiden zusätzlichen Kontaktkissen in direktem
Kontakt befinden und eine elektrische Verbindung vervollständigen.
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In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in 18 und 19 gezeigt, wird
eine HDI-SMA-Betätigungsvorrichtung
benutzt, um einen kapazitiven Schalter in einer Nebenanordnung zu
betätigen.
Diese Ausführungsform
ist, z.B., brauchbar als ein Radiofrequenz(RF)- oder Mikrowellen-Schalter.
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20 veranschaulicht
eine Ausführungsform ähnlich der
mit Bezug auf die 1 bis 15 diskutierten,
wobei der Schalter nicht bistabil zu sein braucht. In dieser Ausführungsform
wird, z.B., eine Kraftrückführungs-Vorrichtung,
wie z.B. eine Feder, benutzt und es ist nur eine gemusterte SMA-Schicht erforderlich.
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Die
SMA-HDI-Schalter-/Betätigungsvorrichtung
kann als eine integrale Komponente in einer HDI-Schaltung vorgesehen sein,
was ihren Einsatz innerhalb der HDI-Schaltung gestattet. Während die Zeichnungen
eine Schalterstruktur zeigen, die der Einfachheit halber auf der
untersten HDI-Schicht hergestellt ist, ist es möglich, die Schalterstruktur
bei jeder Schicht in einer Vielschicht-HDI-Schaltung oder einem
Rückebenen-Verbindungssystem
herzustellen. Die Figuren wurden nicht maßstabgerecht gezeichnet, sodass
die Schalter detaillierter gesehen werden können.
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1 zeigt
eine Schnittansicht einer Kunststoff-Verbindungsschicht 12, die über einer
allgemein planaren Basisoberfläche 10 liegt.
Das Basismaterial 10 kann z.B. irgendeine geeignete Keramik,
irgendein geeignetes Metall oder Polymer einschließen. Die
Kunststoff-Verbindungsschicht 12 ist ein stabiler Überzug und
umfasst ein Material, wie z.B. ein Polyimid oder Siloxan-Polyimid-Epoxy
(SPI/Epoxy, wie in Gorczyca et al., US-PS 5,161,093 beschrieben),
andere Epoxy-, Siliconkautschuk-Materialien, TEFLONTM-Polytetrafluorethylen
(TEFLON ist eine Marke der E.I. duPont de Nemours and Co.) oder
ein gedrucktes Schaltungsplatten-Material. Die Kunststoff-Verbindungsschicht
kann gegebenenfalls Füllstoffmaterial,
wie z.B. Glas- oder Keramik-Teilchen einschließen. Die Kunststoff-Verbindungsschicht wird
in einer Ausführungsform
als eine dielektrische HDI-Schicht benutzt. Die Kunststoff-Verbindungsschicht 12 kann
mit Wärme
und/oder einem Klebstoff (nicht gezeigt) auf Basisoberfläche 10 laminiert
oder auf der Basisoberfläche
durch Schleuder-, Sprüh- oder
chemische Dampfabscheidungs(CVD)-Technik, z.B., abgeschieden sein.
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Ein
Hohlraum 16 ist in der Kunststoff-Verbindungsschicht 12 durch
irgendein geeignetes Mittel ausgebildet. In einer Ausführungsform,
wie in der vorerwähnten
US-PS 4,894,115 von Eichelberger et al. beschrieben, kann das dielektische
Material wiederholt mit einem kontinuierlichen Wellenlaser hoher
Energie abgetastet werden, um ein Loch geeigneter Größe und Gestalt
zu erzeugen. Andere geeignete Verfahren der Lochbildung schließen, z.B.,
Fotomustern fotomusterbarer Polyimide und die Benutzung eines Excimer-Lasers
mit einer Maske ein. Der Hohlraum wird danach mit einem entfernbaren
Material 18, wie Siloxanpolyimid (SPI) gefüllt. SPI
ist ein Produkt von MICROSI, Inc., 10028 South 51st Street, Phoenix,
AZ 85044. Metallisierte Durchgänge
(nicht gezeigt) können
gebildet und in dielektrischem Material 12 durch irgendein
geeignetes Verfahren gemustert werden und erstrecken sich hindurch
zur Verwendung als elektrische Verbindungspfade.
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Wie
in 2 gezeigt, wird eine erste SMA-Schicht 22 auf
Kunststoff-Verbindungsschicht 12 abgeschieden, die sich über das
entfernbare Füllstoffmaterial 18 erstreckt.
Die erste SMA-Schicht 22 kann irgendeine geeignete Formgedächtnis-Legierung sein und
in einer Ausführungsform
umfasst sie eine Titan-Nickel-Legierung in einem 50%/50%-Verhältnis. TiNi
ist brauchbar, weil es einer signifikanten Verschiebung bei Durchlaufen
ihrer Übergangstemperatur
unterliegt. Die erste Schicht von SMA 22 kann, z.B., durch
Laminieren, Zerstäuben,
CVD oder Verdampfung aufgebracht werden.
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Eine
erste leitende Schicht 20 wird weiter auf der ersten SMA-Schicht 22 über der
Kunststoff-Verbindungsschicht 12 und dem gefüllten Hohlraum 16 abgeschieden.
Die erste Schicht aus leitendem Material 20 kann Kupfer
oder ein anderes derartiges geeignetes Material für die Wärmeabführung und
für Extra-Stromhandhabung
oder Signalleitung auf der gleichen Schicht sein. Die erste leitende
Schicht 20 kann elektroplattiertes Kupfer sein, wenn eine
zusätzliche
Stromhandhabungs-Fähigkeit
erforderlich ist.
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3 zeigt
die erste SMA- und leitende Schicht gemustert zu einem erwünschten
Muster. Das Muster der ersten SMA-Schicht 22 und das Muster der
ersten leitenden Schicht 20 kann das gleiche oder können verschiedene
Muster sein, wie unten in 6 gezeigt,
was von der Verwendung der Struktur abhängt. Das Muster der SMA-Schicht 22 kann
eine Verbindung durch einen (nicht gezeigten) HDI-Durchgang zu einer
unteren Schicht einschließen,
wobei es weiter mit einer Steuerspannung verbunden sein kann. Die
vorerwähnte
US-PS 4,835,704 von Eichelberger et al. beschreibt ein brauchbares
adaptives Lithographie-System, z.B. zum Mustern von Metallisierung.
Konventionelle Fotoresist- und Expositions-Masken können ebensogut
benutzt werden.
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Wie
in 4 gezeigt, kann eine zweite Kunststoff-Verbindungsschicht 24 durch
Schleuderüberziehen
oder Laminieren (Standard-HDI-Verfahren) zur Bildung einer zweiten
Ebene abgeschieden werden (Durchgang 30 kann hier unter
Benutzung eines Verfahrens ausgebildet werden, wie, z.B., in der vorgenannten
US-PS 4,894,115 von Eichelberger et al, beschrieben und sich bis
zu einem Abschnitt 141 der gemusterten SMA- und leitenden
Schicht 22 und 20 erstrecken, wenn die Bildung
von Verbindungen in dieser Weise erwünscht ist) zur Abscheidung
einer zweiten SMA-Schicht 26 und einer zweiten leitenden Schicht 28,
die z.B. Materialien ähnlich
der entsprechenden SMA- und leitenden Schicht 22 und 20 umfassen.
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In
einer Ausführungsform
kann ein verdünnter
Abschnitt 25 (wie in der vorgenannten US-Anmeldung 08/781,972
diskutiert und gezeigt, absichtlich in der zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht 24 zum Verringern
mechanischer Spannung auf Arme (gezeigt in 6), Erstreckungen
und/oder leiten- de Pfade der gemusterten SMA- und leitenden Schicht gebildet
werden. Der verdünnte
Abschnitt 25 kann während
oder nach dem Aufbringen der zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht 24,
z.B., durch Ätzen, Laser-Abschmelzen
oder Wärmepressen
gebildet werden. Der verdünnte
Abschnitt 25 der zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht 24 resultiert
in einer entsprechen den abwärts
weisenden Krümmung
der zweiten SMA-Schicht 26 und der zweiten leitenden Schicht 28,
wodurch die Nachgiebigkeit der Struktur erhöht wird.
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Ebenfalls
gezeigt in 4 ist ein Kontaktkissen 70,
das über
der zweiten leitenden Schicht durch irgendein geeignetes Material
aufgebracht wird. In einer Ausführungsform
umfasst das Kontaktkissen eine Palladium-geimpfte Schicht, die konventionell beim
stromlosen Plattieren benutzt wird, oder eine Palladium-geimpfte
Schicht über
einem Kunststoff oder anderem geeignet geformten Kissenmaterial, wie,
z.B., zweiter leitender Schicht 28, gefolgt von einer Palladiumschicht,
die, z.B., mit einer Maske oder einem Fotoresist-Verfahren elektroplattiert
sein kann.
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Die
zweite leitende und zweite SMA-Schicht werden dann gemustert, wie
in der gekrümmten Schnittansicht
von 5 und der Draufsicht von 6 gezeigt. 5 erstreckt
sich, beispielshalber, entlang Linie 5-5 von 6.
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In
einer Ausführungsform
kann die zweite SMA-Schicht 26 auch mit Steuerleitungen 141 durch Durchgang 30 verbunden
sein, der in der zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht 24 ausgebildet
ist. Die zweite Kunststoff-Verbindungsschicht 24 wird dann
durch geeignete Mittel vorzugsweise teilweise in einem geeigneten
Muster entfernt, wie in den Flächen
(gezeigt als Flächen 23 in 6),
die über
entfernbarem Material 18 liegen. Vorzugsweise werden Flächen 23 der
zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht 24 über dem
Hohlraum entfernt, wobei Schicht 24 unter den Armen und
Kontaktkissen 70 in Position belassen wird.
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Die
Draufsicht von 6 veranschaulicht eine Ausführungsform
der Schalterstruktur, die beispielsweise spiral geformte Schalterstrukturarme
aus SMA-Legierungsmaterial zeigt.
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In
einer Ausführungsform
sind diese Schalterelemente gemustert, um den nachgiebigen BGA-Strukturen
zu ähneln,
die von Wojnarowski et al. in der US-Patentanmeldung Serial No.
08/781,972 mit dem Titel "Interface
Structures for Electronic Devices" und von Wojnarowski in der US-Patentanmeldung
Serial No. 08/922,018 mit dem Titel "Flexible Interface Structures for Electronic
Devices", beschrieben
sind.
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In 6 schließt die Konfiguration 46 die zweite
SMA- und leitende
Schicht und Kontaktkissen 70, die einen zentralen Abschnitt
bilden, der durch Kontaktkissen 70 gezeigt ist, sowie vier
Arme 41, 42, 43 und 44 ein.
Wie weiter gezeigt, kann in 6 ein Leiter-
und Endbereich 45 einen Pfad für den Strom zur Schalterstruktur
bereitstellen. Wie in der vorerwähnten
US-Anmeldung Serial No. 08/781,972 weiter diskutiert und gezeigt,
kann irgendein Anzahl von Armen (ein oder mehr) benutzt werden und
die Arme können
irgendeine Gestalt haben. In der Ausführungsform von 6 umfassen
die Arme SMA-Material, das von der leitenden schicht des Schalters
und dem leitenden Pfad isoliert ist und sich vorzugsweise zu (in 5 gezeigten)
Abschnitten 47 erstreckt, die die leitende Schicht einschließen. Es
ist vorteilhaft, einen Ring 49 zu haben, der die Arme koppelt
und sowohl SMA-Material als auch leitendes Material einschließt, um ein
gleichmäßiges Erhitzen
jedes Armes während
der Betätigung
bereitzustellen.
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Wie
in 7 gezeigt, ist mindestens ein Teil des Hohlraum-Füllstoffmaterials 18 von 5 aus dem
Hohlraum 16 entfernt. Die Entfernung des Füllstoffmaterials
kann durch Öffnungen
im Substrat oder durch die dielektrische Oberfläche erfolgen (wenn es nicht
vorher entfernt wurde, wie in 5 gezeigt)
durch erstes Entfernen des Dielektrikums unter Einsatz eines Lasers
oder eine andere Musterungsstufe, wie RIE-Entfernung, und dann Benutzen eines
Lasers, RIE, Verdampfung oder Sublimation zur Entfernung des Füllstoffmaterials.7 veranschaulicht
weiter den Schalter, nachdem er geglüht und verformt worden ist.
Die Glüh-
und Verformungs-Verfahren führen
zu einer kristallinen Struktur, die die SMA-Materialien in die Lage
versetzen, sich zu verformen und ausgewählte Gestalten/Positionen beizubehalten.
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Das
Glühen
der SMA-Schichten kann entweder vor oder nach der Entfernung des
Hohlraum-Füllstoffmaterials
ausgeführt
werden. Das Glühen
kann mit irgendeiner einer Anzahl von Techniken bewerkstelligt werden
und wird vorzugsweise in einer nicht oxidierenden Atmosphäre bei einer
Temperatur im Bereich von mindestens etwa 500°C ausgeführt. In einer Ausführungsform
werden die SMA-Schichten mit elektrischen Strömen erhitzt. In einer anderen Ausführungsform
wird der gesamte Schalter in einem Gasofen erhitzt. In einer anderen
Ausführungsform wird,
z.B., ein Laser zum selektiven Erhitzen der gemusterten Bereiche
eingesetzt. In einer anderen Ausführungsform werden die SMA-Schichten
durch eine Kombination von Wärmestufen
oder teilweises Erhitzen nach einem Verfahren, wie elektrischem
Erhitzen oder Deltaerhitzen, zur Kristallisationsbildung unter Benutzung
einer zweiten Quelle, wie eines Lasers oder einer lokalisierten
nicht oxidierten Gasquelle, erhitzt. Solche Kombinationen können brauchbar sein,
um die maximale Substrat-Temperatur zu minimieren.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
erfolgt das Formen durch Deformation nach dem Glühen. Die zweite dielektrische
Schicht und die erste und zweite leitende und SMA-Schicht können durch irgendeine
geeignete Technik verformt werden. Diese Schichten können, z.B.,
unter Benutzung eines Mikrometers oder einer kontrollierten Druckmembran-Technik
des Anordnens einer Blase über
dem Teil und des Ausübens
von Druck zum Verformen der Blase und Schichten in den Hohlraum
kalt bearbeitet werden. Diese Verformung resultiert in der Verformung
der Schichten in eine erste stabile Position.
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Wie
in 8 gezeigt, haben die erste SMA-Schicht 22,
die erste leitende Schicht 20, die zweite SMA-Schicht 26 und
die zweite leitende Schicht 28 eine zweite stabile Position,
die aufgrund des mechanischen Designs der geformten Schalterstruktur
zulässig
ist. Dies resultiert in einer SMA-Schalterstruktur, die zwei stabile Positionen aufweist
(wie in den 7 und 8 gezeigt), ähnlich einer "Ölkannen"-Struktur,
die in bimetallischen Temperatur-Sensoren benutzt wird.
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Die
bistabile Schalterstruktur kann von einer ersten stabilen Position
zur zweiten stabilen Position durch Hindurchleiten von genügend Elektrizität/Strom
durch die erste SMA-Schicht 22, sodass sich das SMA-Material
aufheizt und zusammenzieht und das Invertieren der Struktur zur
zweiten stabilen Position (der offenen Position) verursacht, bewegt werden. 8 veranschaulicht
zusätzlich
ein externes Kontaktkissen 75 (befestigt an irgendeiner
geeigneten Trägeroberfläche 78),
mit dem das bewegbare Kontaktkissen 70 in Kontakt kommt,
wenn es sich in der zweiten stabilen Position befindet. Die offene
Position der bistabilen Schalterstruktur kann umgekehrt werden durch
Hindurchleiten von Strom durch die zweite SMA-Schicht 26 (Erhitzen
und dadurch Verursachen einer Kontraktion der Deckschicht), was
dazu führt,
dasss die bistabile Schalterstruktur in den ersten stabilen Zustand
(die geschlossene Position) zurückkehrt.
Die Benutzung der Terminologie "erste
Position" und "zweite Position" beinhalten nicht,
dass eine Position Priorität
gegenüber
der anderen einnimmt. Nachdem sich die Schalterstruktur in einer der
beiden Positionen befindet, wird die Struktur in dieser Position
bleiben, bis Strom selektiv angelegt wird, um aufgrund der bistabilen
Natur der Struktur die Position zu ändern.
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9 ist
eine Schnitt-Seitenansicht ähnlich der
von 1 und sie zeigt weiter ein vorpositioniertes fixiertes Kontaktkissen 64,
eine Teilöffnung 162 in dem
entfernbaren Füllstoffmaterial
und ein bewegbares Kontaktkissen 60.
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Ein
fixiertes Kontaktkissen 64 ist auf der Basisoberfläche 10 innerhalb
des Hohlraumes 16 durch ein Verfahren gebildet, wie ein
stromloses Palladium-Abscheidungsverfahren oder ein Verfahren zum Elektroplattieren
von Palladium durch eine Maske oder mit einem Fotoresist-Verfahren.
In einer Ausführungsform
wird Polymer- oder Fotopolymer-Abscheidung mit einer Palladium-Kristallkeimschicht
vor der weiteren stromlosen Abscheidung oder des Elektroplattierens
von Palladium benutzt.
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Vorzugsweise
ist das Kontaktkissen vor dem Aufbringen der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht 12 befestigt.
Alternativ kann das Kontaktkissen vor der Einführung von entfernbarem Material 18 in
Hohlraum 16 oder nach der zumindest teilweisen Entfernung
des entfernbaren Materials aus dem Hohlraum befestigt werden. Es
ist auch bevorzugt, einen (nicht gezeigten) elektrischen Verbindungspfad
zum fixierten Kontaktkissen auf der Basisoberfläche vor dem Aufbringen der
ersten Kunststoff-Verbindungsschicht auszubilden. Ein (nicht gezeigter)
Durchgang kann in der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht gebildet werden,
um diesen Pfad zu kontaktieren.
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Vorzugsweise
erstreckt sich, wie in 9 gezeigt, das entfernbare Füllstoffmaterial
oberhalb der Oberfläche
der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht 12, um eine Krümmung oder
einen anderen erhobenen Teil für
die nachfolgend aufgebrachten SMA- und leitenden Schichten zu erzeugen.
In dieser Ausführungsform
ist es möglich,
die Gestalt des Füllstoffmaterials
zu entwerfen, sodass die SMA- und leitende Schicht in einer erwünschten
Position durch ihre Aufbringung und Muste rung geformt werden und
keine separaten Formmaßnahmen
erfordern.
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Teilöffnung 162 kann
nach irgendeinem geeigneten Verfahren gebildet werden. In einer
Ausführungsform
wird sie, z.B., durch Laserbearbeitung gebildet. Um das bewegbare
Kontaktkissen 60 zu bilden, wird in einer Ausführungsform
dann eine Kristallkeim-Schicht von Metall, wie Palladium-Zinn-Chlorid,
aufgebracht. Die Kunststoff-Verbindungsschicht kann, z.B., in eine
Lösung
zum stromlosen Aufbringen von Gold eingetaucht werden, um eine (nicht
gezeigte) erste Kontaktkissen-Schicht zu bilden, wobei ein Sperrmaterial,
wie Nickel, als eine (nicht gezeigte) zweite Kontaktkissen-Schicht
aufgebracht wird und ein Material, wie Kupfer, kann benutzt werden,
um eine (nicht gezeigte) dickere dritte Kontaktkissen-Schicht zu
plattieren. Diese Kontaktkissen-Schichten können geätzt werden, um Kontaktkissen 60 im
Bereich der Teilöffnung 162 zu
hinterlassen.
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10 ist
eine Ansicht ähnlich
der von 9 und sie zeigt weiter die Hinzufügung gemusterter SMA-
und leitender Schichten 22 und 20, die in einer Weise
analog zu der gebildet werden können,
die mit Bezug auf 1-6 beschrieben
ist.
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11 ist
eine Ansicht ähnlich 10 und sie
zeigt weiter die Hinzufügung
einer zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht 24,
zweiten SMA-Schicht 26 und zweiten leitenden schickt 28.
Die SMA-Betätigungsarme 41, 42, 43, 44, 51, 52, 53, 54 (gezeigt
in 12) können
geglüht
werden, nachdem das entfernbare Füllstoffmaterial durch Hindurchführen eines
starken Stromes durch die Arme oder selektives Laser-Erhitzen entfernt
wurde. 11 zeigt weiter den Schalter
in der zweiten stabilen Position, in der der bewegbare Kontakt 60 weg
vom fixierten Kontakt 64 positioniert ist.
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12 ist
eine Draufsicht, die eine Ausführungsform
für die
Arme der ersten und zweiten gemusterten SMA-Schichten zeigt. In
der Ausführungsform
von 12 sind die zweite SMA- und leitende Schicht 26 (gezeigt
durch Arme 41, 42, 43 und 44) und 28 (gezeigt
durch den zentralen Abschnitt 28 und leitenden Pfad 45)
in einer ähnlichen
Weise gemustert, wie mit Bezug auf 5 und 6 diskutiert. Erste
leitende und SMA-Schicht 20 und 22 sind zusätzlich vor
dem Aufbringen einer zweiten Kunststoff-Verbindungsschicht 24 in
einer ähnlichen
Weise mit Armen 51, 52, 53 und 54 gemustert
und der leitende Pfad 55 ist gegenüber den Armen 41, 42, 43 und 44 und
dem leitenden Pfad 45 versetzt. In einer Ausführungsform,
wie gezeigt, ist es nützlich,
Bereiche 23 der Kunststoff-Verbindungsschicht 24 zu entfernen,
während
man Kunststoff-Verbindungsschicht 24 benachbart
beiden Sätzen
von Armen und dem Kontaktkissen belässt. Einstellen der Länge, Armbreite,
Armanzahl und Neigung des SMA-Materials gestatten einen größeren Spielraum
in der Leistungsfähigkeit
der Schalterstruktur. Größere Arme
resultieren in größerer Kontakt-Bewegung,
während
kürzere und/oder
steifere Arme in höherer
Kontaktkraft resultieren. Während
die Arme spiralförmig
gezeigt sind, ist es auch möglich,
die Arme gerade oder gerade Liniensegmente für die größere Kontrolle der Nachgiebigtkeit
der Schalterstruktur herzustellen, als dies mit auf Silizium beruhenden
MEM-Betätigungs-Einrichtungen
und -Schaltern der Fall war.
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Obwohl
in 12 nicht gezeigt, befindet sich das (in 11 und 13 gezeigte)
bewegbare Kontaktkissen 60 unterhalb des zentralen Abschnittes 28 und
der (in 12 nicht gezeigten) ersten SMA-Schicht 22 und
ist am leitenden Verbindungspfad 55 (gezeigt in 12)
befestigt, der einen Abschnitt der ersten SMA- und leitenden Schichten
einschließt.
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Wie
in 13 gezeigt, befindet sich das fixierte Kontaktkissen 64,
wenn sich die bistabile Schalterstruktur in der ersten stabilen
Position befindet, in direktem Kontakt mit dem bewegbaren Kontaktkissen 60 und
eine elektrische Verbindung ist hergestellt, die einen geschlossenen
Schalter bildet. Die anfängliche
Höhe des
entfernbaren Füllstoffmaterials 18 (9 und 10),
sollte hoch genug sein, sodass es genügend Über-Bewegung gibt, um in der ersten
stabilen Position Kontaktdruck zu erzeugen. Wie weiter in 11 gezeigt,
befinden sich das fixierte Kontaktkissen 64 und das bewegbare
Kontaktkissen 60, wenn sich die bistabile Schalterstruktur
in der zweiten stabilen Position befindet, nicht in direktem Kontakt
und dadurch ist die elektrische Verbindung offen und ein offener
Schalter ist gebildet.
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14 und 15 sind
Ansichten einer weiteren Ausführungsform
der SMA-Schalterstruktur von 11 und 13,
worin ein zweites bewegbares Kontaktkissen 70 an der zweiten
gemusterten leitenden Schicht 28 angebracht ist. Weiter
ist eine externe Schalterstruktur 80 oberhalb des bewegbaren Kontaktkissens 70 derart
angeordnet, dass ein zweiter Schalter gebildet ist, der eine offene
Position hat, wie in 14, und eine geschlossene Position,
wie in 15 gezeigt, wodurch ein Einzelpol-Umschalt-Schaltermechanismus
gebildet ist. Bewegende Kontakte 70 und 60 können isoliert
werden, wie in 14 und 15 gezeigt,
oder mit einem Durchgang 30 durch die zweite dielektrische
Schicht 24 verbunden werden, wie in 4 und 5 gezeigt. Externe
Schalterstruktur 80 umfasst ein externes Kontaktkissen 75,
das an einer Basisschicht 78 befestigt ist.
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In
einer Ausführungsform
können
bistabile Schalterstrukturen gebildet werden unter Benutzung von
zwei gegenüber
liegenden bistabilen Schalterstrukturen, wie in 16 und 17 gezeigt.
Wie in 16 gezeigt, befindet sich die
bista bile Struktur 90 in der zweiten stabilen Position.
Eine weitere bistabile Schalterstruktur 90 hat ein zweites
bewegbares Kontaktkissen 70, das auf der gemusterten metallisierten
Schicht 28 angeordnet ist. Eine zweite bistabile Schalterstruktur 100 wird
direkt oberhalb der ersten bistabilen Schalterstruktur 90 umgekehrt
und befindet sich gleicherweise in der zweiten stabilen Position.
Das zweite bewegbare Kontaktkissen 71 befindet sich in
direktem Kontakt mit dem zweiten bewegbaren Kontaktkissen 70 zur
Bildung eines geschlossenen Schalters.
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Wie
weiter in 17 gezeigt; sind beide bistabile
Schalterstrukturen 90 und 100 in ihren ersten stabilen
Positionen, wodurch das zweite bewegbare Kontaktkissen für beide
bistabile Schalterstrukturen nicht in direktem Kontakt ist und einen
offenen Schalter zwischen Kontaktkissen 70 und 71 und
geschlossene Schalter zwischen beiden Sätzen von Kontaktkissen 60 und 64 bildet.
Während
dies nicht gezeigt ist, ist es auch möglich, die Schalterstruktur 90 in
der ersten stabilen Position zu halten, die in 17 gezeigt
ist, und die zweite Schalterstruktur 100 in der zweiten
stabilen Position, die in 16 gezeigt
ist, sodass sich nur Kontakte 64 und 60 in Kontakt
befinden und einen geschlossenen Schalter bilden. Es ist ersichtlich,
dass die Schalterstruktur von 16 und 17 vier
stabile Schaltpositonen bilden kann.
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In
vielen HF-Anwendungen ist es nicht möglich, ein HF-Signal an einen MEMs-Schalter
zurückzusenden.
Mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die Herstellung eines HF-Schalters
im HF-Pfad eines Mikrowellen-Multichipmoduls vorteilhafterweise
benutzt werden, um eine gleichmäßige charakteristische
Impedanz beizubehalten. In dieser Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist es möglich,
kapazitive oder Mikrowellen-Schalter oder Nebenwege unter Nutzung
der Änderung
der Kapazität
zwischen der ersten SMA-Schicht 22, der ersten leitenden
Schicht 20 und einer Übertragungsleitung 80 zu
bilden, die innerhalb des Hohlraumes hindurchgeht, wie in den 18 und 19 gezeigt.
Eine Übertragungsleitung
wird gebildet durch Herstellen eines Leiterstreifens 80 über einer
Grundebene 84 unter Benutzung der HDI-Herstellungsmittel
oder geeigneter Mehrschichtschaltungs-Herstellungstechniken, wie gemeinsam geglühte Keramik-
oder Leiterplatten-Verfahren. Die erste dielektrische Schicht 12 wird
dann über
der Übertragungsleitungs-Struktur
in einer solchen Weise aufgebracht, wie mit Bezug auf 1 beschrieben.
Die Struktur von 5 wird dann mit einem entfernbaren
Füllstoffmaterial
in Hohlraum 16, erster und zweiter SMA-Schicht 22 und 26,
erster und zweiter leitender Schicht 20 und 28 hergestellt,
der Kontakt 70 von 5 kann jedoch
in dieser Ausführungsform
weggelassen werden. Für
Verbindungszwecke können
(nicht gezeigte) wahlweise Durchgänge in der unteren Schicht 86 und/oder,
wie durch Durchgang 15 gezeigt, in der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht 12 gebildet
werden, wie mit Bezug auf 4 diskutiert,
die sich bis zu einem elektrischen Pfad 9 erstreckt, der
gleichzeitig mit der Übertragungsleitung
vor dem Aufbringen der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht 12 gebildet
werden kann.
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Eine
Kapazität
ist zwischen der ersten SMA-Schicht 22, der ersten leitenden
Schicht 20 und der Übertragungsleitung 80 eingerichtet.
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Wie
in 18 gezeigt, befinden sich die erste SMA-Schicht 22,
die erste leitende Schicht 20, die zweite SMA-Schicht 26 und
die zweite leitende Schicht 28 in der ersten stabilen Position.
In der ersten stabilen Position befinden sie sich in geringstem Abstand
von der Übertragungsleitung 80,
wobei die resultierende Kapazität
des HF-Schalters oder Mikrowellen-Nebenweges bei einem ersten Wert
liegt und die Struktur 110 einen geschlossenen HF-Schalter oder
Mikrowel len-Nebenweg bildet. Obwohl das Diagramm von 18 der
Klarheit halber die Dicke der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht 12 als
groß mit Bezug
auf die Dicke der unteren Schicht 86 zeigt, wird die Dicke
der ersten Kunststoff-Verbindungsschicht 12 in
einem tatsächlichen
Schalter in der Größenordnung
von μm liegen
und die Dicke der unteren Schicht 86 wird typischerweise
in der Größenordnung
von hunderten von μm
liegen.
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Wie
in 19 gezeigt, befinden sich die erste SMA-Schicht 22,
die erste leitende Schicht 20, die zweite SMA-Schicht 26 und
die zweite leitende Schicht 28 in der zweiten stabilen
Position. In der zweiten stabilen Position ist der Abstand der ersten SMA-Schicht 22 und
der ersten leitenden Schicht 20 von der Übertragungsleitung 80 bei
einer maximalen Distanz, die resultierende Kapazität ist bei
einem zweiten Wert, der geringer als der erste Wert ist, und die
bistabile Struktur 110 bildet einen offenen HF-Schalter
oder Mikrowellen-Nebenweg. Die Leistungsfähigkeit von Schaltern, hergestellt
unter Benutzung von MEM-Strukturen auf Silizium-Grundlage, ist durch die geringen Verschiebungen
(3–5 μm), die mit Silizium-MEM-Strukturen
möglich
sind, begrenzt. Die Schalterstruktur 110 kann in dem HF-Pfad
angeordnet sein, wenn der HF-Signalpfad nicht zurückgeführt werden
kann. Die hierin offenbarte Schalterstruktur 110 kann zu
einer größeren Verschiebung
von 25 μm oder
mehr führen,
was zu sehr viel größeren An-zu-Aus-Verhältnissen
der Kapazität
und daher Isolation in HF- und Mikrowellen-Systemen führt. Diese
Mikrowellen-Schalter können
in Kombination mit den Ausführungsformen
der 1 bis 17 benutzt werden, falls erwünscht. Zum
Beispiel könnte ein
(nicht gezeigtes) Kontaktkissen oberhalb der zweiten leitenden Schicht 28 angeordnet
sein.
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Eine
andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist in 20 gezeigt,
worin eine Kraftrückführungs- Vorrichtung 74,
wie, z.B., eine Feder, aufgebracht ist, um die Schalterstruktur 120 zu
betätigen.
Es ist manchmal erwünscht,
Verbindungen innerhalb der Struktur derart bereitzustellen, dass Steuersignale
mit verschiedenen Komponenten des Schaltermechanismus verbunden
werden können.
In der Ausführungsform
von 20 sind metallisierte Verbindungsdurchgänge 15 in
der ersten dielektrischen Schicht 12 unter Benutzung einer
Verfahrens ausgebildet, wie, z.B., in der vorgenannten US-PS 4,894,115
von Eichelberger et al. beschrieben, und zwar vor der Hinzufügung der
ersten SMA-Schicht 22, um Verbindungen von der SMA-Schicht 22 und der
Kontaktverbindung 45 bereitzustellen, um eine Schaltung
anzutreiben und zu verbinden, die auf Substrat 10 gebildet
ist, bevor die Herstellung des Schaltermechanismus begonnen wird.
Diese Verbindungs-Einrichtung gestattet das Routen von Signalen
zwischen den (nicht gezeigten) Steuerschaltungen und den SMA-Betätigungskissen
ebenso wie Verbindungen zu den Kontaktkissen von Schaltern, wie
in 5 und 11, 17 und 20 gezeigt. In
dieser Ausführungsform
ist nur eine SMA-Schicht erforderlich. 20 veranschaulicht
zusätzlich
eine Ausführungsform,
worin SMA-Schicht 22 vor dem Aufbringen der leitenden Schicht 20 gemustert
ist und worin sich die leitende Schicht 20 in Durchgänge 15 und
in Kontakt mit dem elektrischen Pfad 9 auf der Basisoberfläche 10 erstreckt.
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In
einigen Ausführungsformen
kann eine (nicht gezeigte) dielektrische Schicht zwischen SMA-Schicht 22 und
der Kraftrückführungs-Vorrichtung
brauchbar sein, um als ein Puffer zu wirken. In der Ausführungsform
von 20 würde
es nur einen einzigen nicht mit Energie versehenen Zustand geben.
In dieser ersten nicht mit Energie versehenen Position drückt die
Kraftrückführungs-Vorrichtung das
bewegbare Kontaktkissen zum fixierten Kontaktkissen. Die Schalterstruktur 120 würde sich
zu einer offenen zweiten Position verbiegen, wenn die SMA-Schicht 22 erhitzt
wird, und in dieser zweiten Position nur so lange verbleiben, wie
die SMA-Schicht erhitzt bleibt. In dieser Ausführungsform können andere
Kraftrückführungs-Mechanismen,
wie, z.B., Luft, Wasser und Druckdifferenzial-Vorrichtungen anstelle
der Feder benutzt werden. Während 20 einen
Schalter zeigt, der eine Kraftrückführungs-Vorrichtung aufweist,
die den Schalter schließt,
kann der Fachmann die Kraftrückfürungs-Vorrichtung
derart bereitstellen, dass sie in dem nicht mit Energie versehenen
Fall die Kontakte in die offene Position drückt.
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Die
nachgiebigen BGA-Strukturen, die in den vorerwähnten US-Patentanmeldungen
08/781,972 und 08/922,018 von Wojnarowski et al. beschrieben sind,
wurden getestet und es zeigte sich, dass sie eine Bewegung von mehr
als 25 μm
gestatten und Kräften
von mehr als 200 Gramm-Kraft widerstehen. Eine große Anzahl
von Schaltern/Betätigungs-Vorrichtungen
der vorliegenden Erfindung kann, z.B., in einer einzigen integralen
HDI-Multichip-Modulpackung
hergestellt werden, ohne den Raum konventioneller Schalter zu erfordern.