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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein latentes Härtungsmittel
für Epoxyharze
und eine härtbare
Epoxyharzzusammensetzung der dieses einverleibt ist, und insbesondere
auf ein Härtungsmittel
für Epoxyharze,
das einer Epoxyharzzusammensetzung Lagerbeständigkeit und rasche Härtbarkeit
bei niederer Temperatur verleiht, sowie auf eine härtbare Epoxyharzzusammensetzung;
der dieses einverleibt ist, welche ausgezeichnete Lagerbeständigkeit
und rasche Tieftemperatur-Härtbarkeit
besitzt.
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Außerdem bezieht
sich die vorliegende Erfindung auf ein latentes Härtungsmittel
für Epoxyharze
und eine härtbare
Epoxyharzzusammensetzung, welche sich zur Verwendung auf dem Gebiet
der Elektronik, wie als Einkapselungsmittel für Halbleiter, für anisotrope
leitfähige
Filme, leitfähige
Verbundmaterialien usw. eignen.
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Technischer Hintergrund
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Im
Hinblick auf die neueren bemerkenswerten Entwicklungen auf dem Gebiet
der Elektronik hat sich die Dichte von Halbleiterelement-Schaltungen
rasch erhöht
und gleichzeitig wurde deren Produktion in großem Umfang ermöglicht,
sodass die Miniaturisierung und Hochleistungsfähigkeit von elektronischen
Vorrichtungen nun rasch fortschreitet. Da außerdem diese elektronischen
Vorrichtungen weitgehende Verwendung finden, wurde eine verbesserte
Bearbeitbarkeit und verminderte Kosten bei der Produktion in großem Maßstab gefordert.
Außerdem
besteht bei Epoxyharz, welches als Klebmittel für diese elektronischen Vorrichtungen
verwendet wird und für
ein latentes Härtungsmittel
für ein
solches Epoxyharz die Notwendigkeit für eine verbesserte Hochleistungsfähigkeit
im Hinblick auf verschiedene physikalische Eigenschaften. Natürlich ist
die Verwendung von Epoxyharz nicht darauf beschränkt.
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Die
Epoxyharzzusammensetzung umfasst den Zweikomponenten-Typ, der durch
Vermischen eines Epoxyharzes als Hauptmittel mit einem Härtungsmittel
unmittelbar vor der Anwendung verwendet wird und den Einkomponenten-Typ,
der ein Epoxyharz als Hauptmittel enthält, welches vorher mit einem
Härtungsmittel
vermischt wurde. Von beiden wird vorzugsweise der Einkomponenten-Typ
verwendet, weil durch ihn eine irrtümliche Formulierung vermieden
werden kann und weil er die Online-Automatisierung der Betriebsanlage ermöglicht.
Für den
Zweikomponenten-Typ einer Epoxyharzzusammensetzung wird ein sogenanntes
latentes Härtungsmittel
benötigt,
welches bei Raumtemperatur nicht mit der Epoxyharzverbindung reagiert
und welches durch Erhitzen zur Reaktion und zum Härten gebracht
wird.
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Als
latentes Härtungsmittel
wurden bisher einige Härtungsmittel
vorgeschlagen und typische Beispiele für diese umfassen Dicyandiamid,
Dihydrazid einer dibasischen Säure,
Bortrifluorid-Amin-Komplexsalze, Guanamine, Melamin, Imidazole usw.
Eine Epoxyharzzusammensetzung, die durch Vermischen einer Epoxyverbindung
mit Dicyandiamid, Melamin oder Guanamin resultiert, ist ausgezeichnet
im Hinblick auf die Lagerbeständigkeit,
hat jedoch den Nachteil, dass sie zur Härtung eine lange Dauer bei
hoher Temperatur von 150°C oder
mehr benötigt.
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Außerdem wird
eine solche Epoxyharzzusammensetzung häufig in Kombination mit einem
Härtungsbeschleuniger
verwendet, um die Härtungsdauer
zu vermindern. Die Zugabe eines Härtungsbeschleunigers führt tatsächlich zu
einer Verminderung der Härtungsdauer
der härtbaren
Epoxyharzzusammensetzung, verursacht jedoch die Schwierigkeit, dass
deren Lagerbeständigkeit
wesentlich verschlechtert wird. Epoxyharzzusammensetzungen, in die
als latentes Härtungsmittel
ein Dihydrazid einer dibasischen Säure oder ein Imidazol eingemischt
wurde, werden bei relativ niederen Temperaturen gehärtet, haben
jedoch schlechte Lagerbeständigkeit.
Der Bortrifluorid-Amin-Komplex ist stark hygroskopisch und übt nachteilige
Wirkungen auf verschiedene Eigenschaften des Härtungsprodukts aus einer Epoxyharzzusammensetzung
aus, in welche dieser Komplex eingemischt wurde. Unter diesen Umständen besteht
eine hohe Nachfrage nach einem latenten Härtungsmittel für Epoxyharze,
welches eine Epoxyharzzusammensetzung ergibt, die ausgezeichnete
Lagerbeständigkeit
hat und rasche Tieftemperatur-Härtbarkeit
zeigt.
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Um
diese Probleme zu verbessern oder zu lösen werden in JP 56-155222A
und JP 57-100127A Härtungsmittel
vorgeschlagen, in denen Dialkylamine durch Addition mit Epoxyverbindungen
umgesetzt sind und JP 59-53526A schlägt Härtungsmittel vor, in denen
ein Aminoalkohol oder Aminophenol durch Additionsreaktion mit einer
Epoxyverbindung umgesetzt wurde. Außerdem schlagen die US-Patente
406,625 und 4,268,656 Härtungsmittel
vor, in denen Imidazolverbindungen oder N-Methylpiperazin an ihren
sekundären
Aminogruppen durch Addition mit Epoxyverbindungen umgesetzt werden.
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Jedoch
verleihen die vorstehend beschriebenen Härtungsmittel Epoxyharzzusammensetzungen,
denen sie einverleibt wurden, keine ausreichende Lagerbeständigkeit
und Tieftemperatur-Härtbarkeit.
Speziell solche Epoxyharzzusammensetzungen, in denen Bisphenol F-Epoxyverbindungen
oder Reaktionsverdünnungsmittel
wie Monoepoxyverbindungen oder Diepoxyverbindungen eingesetzt wurden,
zeigen keine zufriedenstellende Lagerbeständigkeit.
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Außerdem wurden
bereits vorher Phenolharze, Dicyandiamid, Hydrazidverbindungen oder
dergleichen als latentes Härtungsmittel
verwendet, diese benötigen
jedoch zur Härtung
eine Wärmebehandlung
in einem Ofen bei 150 bis 200°C
während
langer Dauer. Im Hinblick auf die Verbesserung der Bearbeitbarkeit
in der Stufe des Zusammenbaus von Halbleitervorrichtungen und eine
Verringerung der Herstellungskosten besteht in neuerer Zeit ein
Bedürfnis
nach rasch härtbaren
Harzzusammensetzungen, welche in kurzer Zeit gehärtet werden können. Da
außerdem
Schaltungen auf gedruckten Schaltungsplatten usw. hoch verdichtet
werden, ist man besorgt über
eine Verminderung der Genauigkeit aufgrund von Wärmespannungen bei der Hochtemperaturhärtung und
außerdem
besteht im Hinblick auf die Energiekosten ein Bedürfnis zur
Härtung
bei relativ niederen Temperaturen, um die thermische Geschichte
von gedruckten Schaltungsplatten usw. zu vermindern.
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Als
typische Beispiele für
latente Härtungsmittel
mit raschen Tieftemperatur-Härtungseigenschaften sind
beispielsweise latente Härtungsmittel
des Aminaddukt-Typs bekannt und in der JP-9-92029A wird beispielsweise
ein Beispiel beschrieben, in dem ein kommerzielles latentes Härtungsmittel "Ajicure" (ein Produkt der
Ajinomoto Co., Ltd.) als leitfähige
Paste verwendet wird.
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Da
andererseits die Technologie der Halbleiterproduktion rasch fortschreitet
wurde es unmöglich,
die physikalischen Eigenschaften eines Härtungsmittels per se zu ignorieren,
das in härtbare
Harzzusammensetzungen eingebracht wird, sowie dessen Wirkung auf
die elektrische Zuverlässigkeit,
und es besteht ein Bedarf für
latente Härtungsmittel,
welche sich besser für
das Gebiet der Elektronik eignen, als die konventionell verwendeten.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein latentes Härtungsmittel
bereitzustellen, welches eine Epoxyharzzusammensetzung ergibt, die
ausgezeichnet im Hinblick auf Lagerbeständigkeit und rasche Tieftemperatur-Härtungseigenschaften
oder Härtbarkeit
ist und diese bezieht sich außerdem
auf eine rasch härtbare
Epoxyharzzusammensetzung die erhalten wird, indem diese mit einer
Epoxyverbindung vermischt wird, welche ausgezeichnete Lagerbeständigkeit
beibehält
und während
kurzer Zeit bei relativ niederen Temperaturen, das heißt 80 bis
120°C härtbar ist.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, ein latentes
Härtungsmittel
für Epoxyharz und
eine härtbare
Epoxyharzzusammensetzung bereitzustellen, welche rasche Tieftemperatur-Härtungseigenschaften
besitzen, ausgezeichnet im Hinblick auf Wärmebeständigkeit, elektrische Zuverlässigkeit
usw. sind und welche sich zur Verwendung auf dem Gebiet der Elektronik
eignen, wie als Einkapselungsmittel für Halbleiter, anisotrope leitfähige Filme,
leitfähige
Verbundmaterialien etc.
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Als
Ergebnis ihrer eingehenden Forschungen im Hinblick auf die vorstehend
beschriebenen Schwierigkeiten des Standes der Technik haben die
vorliegenden Erfinder festgestellt, dass ein latentes Härtungsmittel
vom Typ eines spezifischen Amin addukts die Eigenschaft hat, bei
niederer Temperatur rasch zu härten
und gleichzeitig die Wärmebeständigkeit
und elektrische Zuverlässigkeit
eines durch Härten
einer Epoxyharzzusammensetzung erhaltenen Produkts im Vergleich
mit einem konventionellen Produkt verbessert und außerdem die
elektrische Leitfähigkeit
verbessert, wenn sie in leitfähigen
Verbundmaterialien verwendet wird. Aufgrund dieser Erkenntnisse
haben die Erfinder die vorliegende Erfindung fertiggestellt.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich demnach auf ein latentes Härtungsmittel
für Epoxyharze,
welches das Reaktionsprodukt der folgenden drei Arten von Verbindungen
(a), (b) und (c) umfasst:
- (a) einer alicyclische
Epoxyverbindung mit zwei oder mehr Epoxygruppen im Molekül;
- (b) einer Verbindung, die im Molekül sowohl eine tertiäre Aminogruppe,
als auch mindestens eine funktionelle Gruppe aufweist, die ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus OH-Gruppen, SH-Gruppen, NH-Gruppen,
NH2-Gruppen, COOH-Gruppen und CONHNH2-Gruppen; und
- (c) einer Verbindung, die im Molekül mindestens eine funktionelle
Gruppe aufweist, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus NH2-Gruppen und CONHNH2-Gruppen
besteht, oder die im Molekül
mindestens zwei funktionelle Gruppen enthält, die ausgewählt sind
aus der Gruppe, bestehend aus OH-Gruppen, SH-Gruppen, NH-Gruppen und COOH-Gruppen
(mit der Maßgabe,
dass eine Verbindung mit einer Epoxygruppe oder tertiären Aminogruppe
im Molekül
ausgeschlossen ist).
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf ein latentes Härtungsmittel
für Epoxyharze,
welches das Reaktionsprodukt der folgenden vier Arten von Verbindungen
(a), (b), (c) und (d) umfasst:
- (a) einer alicyclische
Epoxyverbindung mit zwei oder mehr Epoxygruppen im Molekül;
- (b) einer Verbindung, die im Molekül sowohl eine tertiäre Aminogruppe,
als auch mindestens eine funktionelle Gruppe aufweist, die aus der
Gruppe ausgewählt
ist, die aus OH-Gruppen,
SH-Gruppen, NH-Gruppen, NH2-Gruppen, COOH-Gruppen
und CONHNH2-Gruppen besteht;
- (c) einer Verbindung, die im Molekül mindestens eine funktionelle
Gruppe enthält,
die aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus NH2-Gruppen und CONHNH2-Gruppen besteht, oder im Molekül mindestens
zwei funktionelle Gruppen enthält,
die aus der Gruppe ausgewählt
sind, die aus OH-Gruppen, SH-Gruppen, NH-Gruppen und COOH-Gruppen besteht (mit
der Maßgabe,
dass eine Verbindung, die eine Epoxygruppe oder tertiäre Aminogruppe
im Molekül
enthält,
ausgeschlossen ist); und
- (d) einer Glycidylverbindung, die zwei oder mehr Epoxygruppen
im Molekül
enthält.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf eine härtbare Epoxyharzzusammensetzung, welche
eines der angegebenen latenten Härtungsmittel
für Epoxyharz
und eine Epoxyverbindung mit zwei oder mehr Epoxygruppen im Molekül enthält.
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Weiterhin
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine härtbare Epoxyharzzusammensetzung,
die eines der angegebenen latenten Härtungsmittel für Epoxyharz,
eine Epoxyverbindung mit zwei oder mehr Epoxygruppen im Molekül, und einen
oder mehr anorganische Füllstoffe
enthält.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Nachstehend
wird die vorliegende Erfindung ausführlich beschrieben.
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Die
Verbindung (a) für
das erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
für Epoxyharze,
das heißt,
eine alicyclische Epoxyverbindung mit 2 oder mehr Epoxygruppen im
Molekül,
umfasst solche Epoxyverbindungen, die durchschnittlich 2 oder mehr
Epoxygruppen im Molekül
enthalten, welche direkt an das Kohlenstoffatom (die Kohlenstoffatome),
welche den aliphatischen Kohlenwasserstoffring bilden, gebunden
sind und/oder die sich an dem alicyclischen Kohlenwasserstoffring
befinden. Beispielsweise können
Epoxyverbindungen erwähnt
werden, die 2 oder mehr Epoxygruppen im Molekül enthalten, welche durch die
nachstehenden allgemeinen Formeln (1) oder (2) dargestellt sind.
worin Y einen c
1-
bis c
8-monocyclischen, -polycyclischen oder
-verbrückten
Kohlenwasserstoffring darstellt, der eine oder mehr Substituentengruppen
aufweisen kann.
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Zu
spezifischen Beispielen dafür
gehören
Epoxyverbindungen, die durch die nachstehenden Formeln (i) bis (vii)
dargestellt sind.
worin
R
1 und R
2 unabhängig voneinander
ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe oder eine Ethylgruppe darstellen.
worin
R
3 und R
4 unabhängig voneinander
ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe oder eine Ethylgruppe darstellen,
und n eine ganze Zahl von 2 bis 10 ist.
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Unter
diesen Epoxyverbindungen sind solche alicyclischen Epoxyverbindungen,
die durch die Formeln (vi) und (vii) dargestellt werden, wegen ihres
hohen Siedepunkts besonders zu bevorzugen und die alicyclischen
Epoxyverbindungen, welche durch die Formel (vi) dargestellt werden,
sind wegen ihrer niederen Viskosität stärker bevorzugt.
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Als
alicyclische Epoxyverbindung, die durch die vorstehende Formel (vi)
dargestellt wird, ist "Celoxide 2021", hergestellt von
Daicel Chemical Industries, Ltd. (in der Formel (vi) sind beide
Reste R1 und R2 ein
Wasserstoffatom) im Handel erhältlich
und als alicyclische Epoxyverbindung, die durch die Formel (vii)
dargestellt ist, ist "ERL-4299", hergestellt von
Union Carbide (in der Formel (vii) sind beide Reste R3 und
R4 ein Wasserstoffatom und n = 4) oder dergleichen
im Handel erhältlich.
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Die
vorstehend beschriebenen alicyclisches Epoxyverbindungen können jeweils
für sich
oder in Kombination aus zwei oder mehr verwendet werden.
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Eine
in einem Epoxyharz vorliegende hydrolysierbare Halogengruppe ist
ein kritischer Faktor für
die Verschlechterung der elektrischen Verlässlichkeit, daher sollte in
Epoxyharzzusammensetzungen, die auf dem Gebiet der Elektronik verwendet
werden, insbesondere für
die Herstellung von Halbleiterteilen, ihre Konzentration so niedrig
wie möglich
sein. In konventionellen latenten Härtungsmitteln wurden im Allgemeinen
Glycidylverbindungen als Epoxyverbindungen verwendet, jedoch enthalten
die Glycidylverbindungen gewöhnlich hydrolysierbare
Halogengruppen in einer Größenordnung
von 1000 ppm (Gewicht) und können
somit im Hinblick auf die elektrische Verlässlichkeit auf dem Gebiet der
Elektronik nicht als vorteilhaft bezeichnet werden. Außerdem können die
hydrolysierbaren Halogengruppen auch durch Reinigung vermindert
werden, es ist jedoch schwierig, hohe Reinheit zu erreichen und
wenn die Reinigung durchgeführt
wird, ergibt sich das Problem einer erhöhten Anzahl von Stufen, von
höheren
Kosten etc. Die alicyclischen Epoxyverbindungen enthalten inhärent keine
hydrolysierbaren Halogengruppen und sind frei von den vorstehend
beschriebenen Problemen. Sie ermöglichen
daher eine wesentliche Verminderung der hydrolysierbaren Halogengruppen
in dem latenten Härtungsmittel.
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Verbindung
(b) für
das erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
für Epoxyharze,
das heißt
eine Verbindung, die im Molekül
sowohl eine tertiäre
Aminogruppe, als auch mindestens eine funktionelle Gruppe enthält, die
aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus OH-Gruppen, SH-Gruppen, NH-Gruppen, NH
2-Gruppen,
COOH-Gruppen und CONHNH
2-Gruppen besteht,
wird beispielsweise durch die nachstehende allgemeine Formel (3)
dargestellt.
worin W eine OH-Gruppe,
SH-Gruppe, NH-Gruppe, NH
2-Gruppe, COOH-Gruppe
oder CONHNH
2-Gruppe darstellt, R
5 und R
6 unabhängig voneinander
eine C
1- bis C
20-Alkylgruppe,
eine C
1- bis C
20-Alkenylgruppe, eine Aralkylgruppe,
wie eine Benzylgruppe oder eine der vorstehenden Gruppen, worin
einige Kohlenstoffatome beziehungsweise ein Kohlenstoffatom in der
Kohlenstoff kette durch andere Atome (zum Beispiel Sauerstoff) ersetzt
sind oder ein oder mehr Wasserstoffatome in der Kohlenstoff kette
durch ein Halogen ersetzt sind, eine funktionelle Gruppe, die durch
das vorstehend definierte W oder dergleichen dargestellt wird, darstellen,
und R
7 gleich dem vorstehend definierten
R
5 und R
6 ist, jedoch
einen zweiwertigen Rest darstellt. Außerdem können R
5 und
R
6 oder R
5, R
6 und R
7 miteinander
unter Bildung eines Rings verbunden sein.
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Als
Verbindung (b) können
auch als wirksame Verbindungen diejenigen Verbindungen erwähnt werden,
die eine tertiäre
Aminogruppe in dem heterocyclischen Ring enthalten, die durch die
folgenden allgemeinen Formeln (4), (5) oder (7) dargestellt sind.
Dabei entsprechen die allgemeinen Formeln (4), (5) oder (7) jeweils
den allgemeinen Formeln (9), (10) beziehungsweise (12), die im Zusammenhang
mit der ersten Erfindung vorstehend beschrieben sind.
worin R
8,
R
9, R
10 und R
11 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom, eine der gleichen Gruppen wie R
5 und R
6, die vorstehend
in der allgemeinen Formel (3) dargestellt sind, eine Arylgruppe,
welche mit einer Alkyl- oder Arylgruppe substituiert sein kann oder
eine funktionelle Gruppe, die durch W in der vorstehenden allgemeinen Formel
(3) dargestellt ist, bedeuten und mindestens eines von R
8, R
9, R
10 und
R
11 eine funktionelle Gruppe, die durch
W dargestellt ist, oder eine Gruppe, die eine durch W dargestellte
funktionelle Gruppe enthält,
darstellt, mit Ausnahme des Falls, in welchem R
11 ein
Wasserstoffatom ist. Selbst in dem Fall, in welchem R
11 ein
Wasserstoffatom ist können
R
8, R
9 und R
10 eine durch W dargestellte funktionelle
Gruppe oder eine Gruppe sein, die eine durch W dargestellte funktionelle
Gruppe enthält.
worin R
12,
R
13, und R
15 unabhängig voneinander
ein Wasserstoffatom, eine der gleichen Gruppen, wie sie für R
5 und R
6 in der obigen
allgemeinen Formel (3) definiert sind oder eine Arylgruppe darstellen,
die mit einer Alkyl- oder Arylgruppe substituiert sein kann, R
14 eine gleiche Gruppe wie R
5 und
R
6 in der vorstehenden allgemeinen Formel
(3) ist, jedoch einen zweiwertigen Rest darstellt, oder eine Arylengruppe
darstellt, die mit einer Alkyl- oder Arylgruppe substituiert sein
kann und X' Wasserstoff
oder eine durch die folgende allgemeine Formel (6) dargestellte
Gruppe ist:
worin R
12 und
R
13 die gleiche Bedeutung wie in der vorstehenden
allgemeinen Formel (5) haben und R
16 ein Wasserstoffatom,
eine der gleichen Gruppen, wie R
5 und R
6, die vorstehend in der allgemeinen Formel
(3) definiert sind oder eine Arylgruppe darstellen, die mit einer
Alkyl- oder Arylgruppe substituiert sein kann, und in dem Fall,
in dem keine der Gruppen R
15 und R
16 ein Wasserstoffatom ist, mindestens eines
von R
12, R
13, R
14, R
15 und R
16 eine durch W dargestellte funktionelle
Gruppe oder eine Gruppe darstellt, welche eine durch W dargestellte
funktionelle Gruppe enthält.
Selbst in dem Fall, in welchem R
15 und/oder
R
16 ein Wasserstoffatom ist, kann R
12, R
13, R
14, R
15 und R
16 eine durch W dargestellte funktionelle
Gruppe oder eine Gruppe sein, die eine durch W dargestellte funktionelle
Gruppe enthält.
worin R
17 eine
durch W dargestellte funktionelle Gruppe oder eine gleiche Gruppe
wie R
5 oder R
6 ist,
die jedoch eine durch W dargestellte funktionelle Gruppe enthält.
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Als
Verbindung (b) werden Verbindungen bevorzugt, die sowohl eine tertiäre Aminogruppe
und mindestens eine funktionelle Gruppe enthalten, die aus der aus
OH-Gruppen, NH-Gruppen und NH2-Gruppen bestehenden
Gruppe ausgewählt
ist, was das Gleiche wie bei Verbindung (B) ist. Spezifische Beispiele
und stärker
bevorzugte Beispiele für
solche Verbindungen sind die Gleichen wie im Fall von Verbindung
(B).
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Die
vorstehend beschriebene Verbindung (b) kann jeweils einzeln oder
in Kombination aus zwei oder mehreren verwendet werden.
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Verbindung
(c), als eines der Ausgangsmaterialien für die Synthesereaktion des
erfindungsgemäßen latenten
Härtungsmittels
für Epoxyharz,
das heißt
eine Verbindung, die im Molekül
mindestens eine funktionelle Gruppe, ausgewählt aus der aus NH2-Gruppen
und CONHNH2-Gruppen bestehenden Gruppe,
oder im Molekül
mindestens zwei funktionelle Gruppen enthält, ausgewählt aus der aus OH-Gruppen,
SH-Gruppen, NH-Gruppen und COOH-Gruppen bestehenden Gruppe (mit
der Maßgabe,
dass die Verbindungen, die im Molekül eine Epoxygruppe oder eine
tertiäre
Aminogruppe enthalten, ausgeschlossen sind), umfasst beispielsweise
Amine, wie Piperazin, Anilin und Cyclohexylamin, mehrbasische Carbonsäuren, wie
Adipinsäure, Phthalsäure, 3,9-Bis(2-carboxyethyl)-2,4,8,10-tetraoxaspiro[5,5]-undecan,
mehrwertige Thiole, wie 1,2-Dimercaptoethan und 2-Mercaptoethylether,
Hydrazidverbindungen, wie Phenylessigsäurehydrazid, Aminosäuren, wie
Alanin und Valin, Verbindungen mit 2 oder mehr Arten von funktionellen
Gruppen, wie 2-Mercaptoethanol, 1-Mercapto-3-phenoxy-2-propanol,
Mercaptoessigsäure,
N-Methylethanolamin, Diethanolamin, Hydroxyanilin, N-Methylo-aminobenzoesäure, Anthranilsäure, Sarcosin,
Hydroxybenzoesäure
und Milchsäure,
mehrwertige Alkohole, wie Pentaerythrit, Sorbit, Trimethylolpropan,
Trimethylolethan und Tris(hydroxyethyl)-isocyanurat und mehrwertige
Phenole.
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Verbindung
(c) ist besonders vorteilhaft eine mehrwertige Phenolverbindung
und Beispiele dafür
können
Bisphenol A, Bisphenol F, Bisphenol S, Hydrochinon, Brenzcatechin,
Resorcin, Pyrogallol, Phenol-Novolakharz und Resolharz sein, was
das Gleiche wie bei Verbindung (C) ist.
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Die
vorstehend beschriebenen Verbindungen (c) können jeweils einzeln oder in
Kombination aus zwei oder mehreren eingesetzt werden, um sie mit
den Verbindungen (a) und (b) umzusetzen.
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Es
wird nicht bevorzugt, dass keine der Verbindungen (b) und (c) irgendeine
der Gruppen OH-Gruppe, SH-Gruppe, COOH-Gruppe und CONHNH2-Gruppe enthält, weil die Reaktivität zwischen
den alicyclischen Epoxyverbindungen und diesen Verbindungen wesentlich
verschlechtert wird. Außerdem
enthalten Verbindungen (b) und (c), anders als Glycidylverbindungen,
inhärent
keine hydrolysierbaren Halogengruppen.
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Um
das erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
für Epoxyharz
herzustellen, können
die Verbindungen (a), (b) und (c) und gegebenenfalls Verbindung
(d), eine Glycidylverbindung mit zwei oder mehr Epoxygruppen im
Molekül,
miteinander zur Umsetzung gebracht werden. In diesem Fall können die
Reaktionstemperatur und die Reaktionsdauer bei der Herstellung des
erfindungsgemäßen latenten
Härtungsmittels
für Epoxyharz
verhindert werden und es besteht wiederum ein Vorteil im Hin blick
auf die Produktivität
des latenten Härtungsmittels
für Epoxyharz.
Jedoch verursacht der Zusatz oder die Verwendung von Glycidylverbindungen, wie
vorstehend beschrieben wurde, einen Anstieg der hydrolysierbaren
Halogenatome in dem latenten Härtungsmittel,
wodurch eine Verminderung der Wirkungen der vorliegenden Erfindung
resultiert. Ob diese verwendet werden oder nicht oder welche Menge
zu verwenden ist, muss daher in geeigneter Weise unter Berücksichtigung
des gewünschten
Verwendungszwecks, von Standards, der Gesamtkosten etc. bestimmt
werden. Wenn beispielsweise das erfindungsgemäße latente Härtungsmittel
für Epoxyharz
in leitfähigen
Kompositmaterialien verwendet werden soll, ist die Menge der zu
verwendenden oder zugegebenen Glycidylverbindungen vorteilhaft nicht
mehr als 30 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Verbindung (a).
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Wenn
Glycidylverbindungen verwendet oder zugesetzt werden sollen, können solche
verwendet werden, deren hydrolysierbare Halogengruppen durch Reinigung
vermindert wurden, jedoch kann ihre Verwendung oder Zugabe zu einer
Erhöhung
der Produktionskosten führen,
in Abhängigkeit
von den gegebenen Umständen
muss daher in geeigneter Weise bestimmt werden, ob sie zugesetzt
werden sollen oder nicht.
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Die
vorstehende Verbindung (d), das heißt die Glycidylverbindung mit
2 oder mehr Epoxygruppen im Molekül umschließt Polyglycidyletherverbindungen,
Polyglycidylesterverbindungen, Polyglycidylaminverbindungen, Glycidyletheresterverbindungen
und Verbindungen, die eine oder mehr Glycidylestergruppen und alicyclische
Epoxygruppen im Molekül
enthalten, wie durch Formel (8) dargestellt ist.
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Die
vorstehend beschriebenen Polyglycidyletherverbindungen, umfassen
beispielsweise Glycidyletherverbindungen, die durch Umsetzen eines
Epihalogenhydrins mit einem mehrwertigen Phenol, wie Bisphenol A,
Bisphenol F, Bisphenol S, Brenzcatechin, Resorcin, Phenol-Novolakharz
und Resolharz oder mit einem mehrwertigen Alkohol, wie einer Verbindung,
erhältlich
durch Additionsreaktion von Glycerin, Polyethylenglykol oder einer
mehrwertigen Phenolverbindung mit einem Alkylenoxid, das 2 bis 4
Kohlenstoffatome enthält,
erhältlich
sind.
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Als
vorstehend beschriebene Polyglycidylesterverbindungen können Glycidylesterverbindungen
erwähnt
werden, die erhältlich
sind, indem man eine aliphatische Polycarbonsäure, wie Adipinsäure, Sebacinsäure oder
dergleichen oder eine aromatische Polycarbonsäure, wie Phthalsäure, Terephthalsäure oder
dergleichen, auf ein Epihalogenhydrin einwirken lässt.
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Als
vorstehend erwähnte
Polyglycidylaminverbindungen können
Glycidylaminverbindungen etc. erwähnt werden, die durch Umsetzen
von beispielsweise 4,4'-Diaminodiphenylmethan,
Anilin, m-Aminophenol oder dergleichen mit einem Epihalogenhydrin
erhältlich
sind.
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Als
vorstehend erwähnte
Glycidylether-ester-Verbindungen können beispielsweise Glycidylether-ester-Verbindungen
erwähnt
werden, die erhältlich
sind, indem man eine Hydroxycarbonsäure, wie p-Oxybenzoesäure, β-Oxynaphthoesäure oder
dergleichen, mit einem Epihalogenhydrin umsetzt.
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Zu
den hier genannten Epihalogenhydrinen gehören beispielsweise Epichlorhydrin,
Epibromhydrin, 1,2-Epoxy-2-methyl-3-chlorpropan, 1,2-Epoxy-2-ethyl-3-chlorpropan,
etc.
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Unter
den vorstehend beschriebenen Glycidylverbindungen sind Glycidyletherverbindungen,
Glycidylesterverbindungen und Glycidylether-ester-Verbindungen bevorzugt,
wobei die Glycidyletherverbindungen besonders zu bevorzugen sind.
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Die
vorstehend erwähnten
Glycidylverbindungen können
jeweils einzeln oder in Kombination aus 2 oder mehr Arten eingesetzt
werden.
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Wenn
bei der Herstellung des erfindungsgemäßen latenten Härtungsmittels
für Epoxyharz
Verbindung (b) eine Verbindung ist, die im Molekül eine tertiäre Aminogruppe
und mindestens eine funktionelle Gruppe enthält, ausgewählt aus der aus OH-Gruppen, SH-Gruppen,
COOH-Gruppen und CONHNH2-Gruppen bestehenden
Gruppe, ist das Verhältnis
der jeweiligen Verbindungen ein Verhältnis von 0,5 bis 2,5 Äquivalenten,
vorzugsweise 0,6 bis 1,5 Äquivalenten
der Epoxygruppen in Verbindung (a) (oder in beiden Verbindungen
(a) und (d)) pro 1 Äquivalent
aller der OH-Gruppen, SH-Gruppen, COOH- und CONHNH2-Gruppen
in Verbindungen (b) und (c) (vorausgesetzt, dass im Hinblick auf
die CONHNH2-Gruppe die Zahl, die durch Verdoppeln
der Molzahl der CONHNH2-Gruppe erhalten
wird, als Äquivalent
der CONHNH2-Gruppe angenommen wird, weil die CONHNH2-Gruppe gegenüber der Epoxyverbindung eine
bifunktionelle Gruppe ist), und Verbindung (c) wird vorzugsweise
in der zweifachen Menge, bezogen auf die Mole der Verbindung (b)
eingesetzt. Wenn die Epoxygruppe in Verbindung (a) (oder in beiden
Verbindungen (a) und (d)) weniger als 0,5 Äquivalent beträgt, kann keine
ausreichende Lagerbeständigkeit
erhalten werden, nachdem das Reaktionsprodukt als latentes Härtungsmittel
in eine Epoxyver bindung eingemischt wird, während bei einem Anteil von
2,5 Äquivalenten
oder mehr die Erweichungstemperatur des Reaktionsprodukts zu hoch
wird und bei der Einverleibung dieses als latentes Härtungsmittel
einer Epoxyverbindung keine ausreichend raschen Härtungseigenschaften
ausgeübt werden,
während
das resultierende gehärtete
Produkt heterogen wird. Wenn Verbindung (c) die zweifache molare
Menge der Verbindung (b) überschreitet,
werden die Härtungseigenschaften
verschlechtert.
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Wenn
Verbindung (b) eine Verbindung ist, die im Molekül eine tertiäre Aminogruppe
und mindestens eine funktionelle Gruppe, die unter einer NH-Gruppe
und NH2-Gruppe ausgewählt ist, enthält, ist
das Verhältnis der
jeweiligen Verbindungen ein Verhältnis
von 0,2 bis 1,1 Äquivalenten
der Epoxygruppe in Verbindung (a) (oder in beiden Verbindungen (a)
und (d)) pro 1 Äquivalent
aller der OH-Gruppen, SH-Gruppen, COOH-, CONHNH2-Gruppen, NH-Gruppen
und NH2-Gruppen in Verbindungen (b) und
(c) (wobei im Hinblick auf die CONHNH2-Gruppe
und die NH2-Gruppe die doppelte Molzahl der CONHNH2-Gruppe oder NH2-Gruppe
als Äquivalent
angenommen wird, weil diese Gruppen bifunktionelle Gruppen gegenüber der
Epoxyverbindung sind). Wenn die Epoxygruppe in Verbindung (a) (oder
in beiden Verbindungen (a) und (d)) weniger als 0,2 Äquivalent
beträgt,
kann keine ausreichende Lagerbeständigkeit erhalten werden, wenn
das Reaktionsprodukt als latentes Härtungsmittel einer Epoxyverbindung
einverleibt wird, während
bei einer Menge von 1,1 Äquivalenten
oder mehr die Erweichungstemperatur des Reaktionsprodukts zu hoch
wird und, wenn dieses einer Epoxyverbindung als latentes Härtungsmittel
einverleibt wird, keine ausreichend raschen Härtungseigenschaften erreicht
werden können,
während
das resultierende gehärtete
Produkt heterogen wird.
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Das
erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
für ein
Epoxyharz kann erhalten werden, indem beispielsweise die Verbindungen
(a), (b) und (c) (oder die Verbindungen (a), (b), (c) und (d)) ausreichend
gemischt werden, das Gemisch bei Raumtemperatur geliert wird, dann
die Reaktion bei einer Temperatur von 80 bis 150°C vervollständigt wird, dann durch Kühlen verfestigt
wird und das verfestigte Gemisch gemahlen wird. Diese Reaktion kann
in einem Lösungsmittel,
wie Toluol, Tetrahydrofuran, Methylethylketon, Dimethylformamid oder
dergleichen durchgeführt
werden, wonach die Entfernung des Lösungsmittels, Verfestigung
und das Mahlen erfolgt.
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Das
erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
für Epoxyharz
kann in Form eines Additionsprodukts mit einer beliebigen Erweichungstemperatur
erhalten werden, indem die Art und das Mischungsverhältnis der Verbindungen
(a), (b) und (c) (oder (a), (b), (c) und (d)) verändert werden
und Produkte mit Erweichungstemperaturen von 60 bis 180°C werden
stärker
bevorzugt. Wenn das latente Härtungsmittel
mit einer Erweichungstemperatur von weniger als 60°C einer Epoxyverbindung
einverleibt wird hat die resultierende Epoxyharzzusammensetzung
schlechte Lagerbeständigkeit
bei Raumtemperatur, während
ein latentes Härtungsmittel
mit einer Erweichungstemperatur von mehr als 180°C keine ausreichenden Härtungseigenschaften
ausübt.
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Bei
der Herstellung des erfindungsgemäßen latenten Härtungsmittels
für Epoxyharze
können
neben den Verbindungen (a), (b), (c) und (d) Monoepoxyverbindungen
gleichzeitig in einem Bereich vorliegen, in welchem die Wirkungen
der vorliegenden Erfindung nicht eingeschränkt werden. Solche Monoepoxyverbindungen
umfassen zum Beispiel Monoepoxyverbindungen wie Butylglycidylether,
Phenylglycidylether, p-tert-Butylphenylgly cidylether, sec-Butylphenylglycidylether,
Glycidylmethacrylat, etc.
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Das
latente Härtungsmittel
für Epoxyharze
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann auch in Kombination mit auf dem Fachgebiet bekannten
Härtungsmitteln
eingesetzt werden, wie mit Säureanhydriden,
Dicyandiamid, Hydrazidverbindungen, Guanaminen, Melaminen, usw.
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Die
jeweiligen Verbindungen, die als Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Härtungsmittel für Epoxyharze
dienen, wobei einige dieser vorstehend beschrieben wurden, können in
geeigneter Weise nach konventionellen Verfahren gereinigt werden,
wie durch Destillation, Umkristallisieren usw.
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Das
erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
für Epoxyharze
ist rasch härtend
oder hat eine rasche Härtungsfunktion
bei niederen Temperaturen und erfordert keine hohe Temperatur für das Haftvermögen, wodurch
der thermische Stress gegenüber
elektronischen Teilen, wie elektronischen Elementen, Flüssigkristall-Tafeln
usw., auf die das Gemisch aus einer Epoxyverbindung und dem latenten
Härtungsmittel
aufgetragen wurde, vermindert wird, so dass die Verschlechterung
der Genauigkeit von Verbindungen verringert werden kann. Außerdem ist
es rasch härtend
bei niederen Temperaturen und gleichzeitig hat es die folgenden
ausgezeichneten Eigenschaften im Vergleich mit konventionellen latenten
Härtungsmitteln
vom Typ der A-min-Addukte:
(1) es ist außerdem
hervorragend im Hinblick auf die elektrische Zuverlässigkeit
wegen einer niederen Konzentration von hydrolysierbaren Halogengruppen,
(2) es erhöht
den Glasübergangspunkt
des resultierenden Harzes, wobei die Wärmebeständigkeit des gehärteten Produkts
verbessert wird, und (3) wenn es in leitfähigen Verbundmaterialien verwendet
wird, verbessert es die elektrische Leitfähigkeit des gehärteten Produkts.
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Das
erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
(y') für Epoxyharze
kann gleichförmig
mit einer Epoxyverbindung (x')
mit 2 oder mehr Epoxygruppen im Molekül vermischt werden, wodurch
die erfindungsgemäße härtbare Epoxyharzzusammensetzung
leicht gebildet wird.
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In
der härtbaren
Epoxyharzzusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung umfassen Epoxyverbindungen (x') mit 2 oder mehr Epoxygruppen im Molekül eine große Vielfalt
von Epoxyverbindungen, wie alicyclische Epoxyverbindungen, die als
Verbindung (a) verwendet werden, oder Glycidylverbindungen, die
als Verbindung (d) verwendet werden. Auf dem Gebiet der Elektronik
werden Glycidylverbindungen verwendet, deren Gehalt an hydrolysierbaren
Halogengruppen durch Reinigung vermindert wurde, und das erfindungsgemäße latente
Härtungsmittel
für Epoxyharze
kann auch zu einer härtbaren
Epoxyharzzusammensetzung verarbeitet werden, die einen niederen
Gehalt an hydrolysierbaren Halogengruppen aufweist, und daher besser geeignet
zur Verwendung auf dem Gebiet der Elektronik ist.
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Die
Menge des erfindungsgemäßen Härtungsmittels
(y') für Epoxyharze,
die der erfindungsgemäßen härtbaren
Epoxyharzzusammensetzung einverleibt wird, beträgt vorzugsweise 0,3 bis 50
Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile der Epoxyverbindung (x') mit 2 oder mehr
Epoxygruppen im Molekül.
Bei einer Menge von weniger als 0,3 Gew.-Teil können ausreichende Härtungseigenschaften
nicht erzielt werden, während
bei einer Menge von mehr als 50 Gew.-Teilen die Eigenschaften des
resultierenden gehärteten
Produkts verschlechtert werden können.
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Durch
weitere Zugabe von anorganischem Füllstoff beziehungsweise Füllstoffen
(z') zu der härtbaren Epoxyharzzusammensetzung,
die aus den vorstehend beschriebenen Komponenten (y') und (x') besteht, ist es
möglich,
eine härtbare
Epoxyharzzusammensetzung auszubilden, die zum Beispiel als Harzzusammensetzung
für leitfähige Verbundmaterialien,
anisotrope leitfähige
Filme, Einkapselungsmittel für
Halbleiter oder dergleichen verwendet wird.
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Zur
Verwendung der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung
als Harzzusammensetzung für
leitfähige
Harz-Verbundmaterialien oder anisotrope leitfähige Filme umfassen die anorganischen
Füllstoffe
leitfähige
Füllstoffe,
das heißt,
Metallpulver, wie Gold, Silber, Kupfer, Palladium, Nickel usw. sowie
Ruß, Graphit usw.
Es ist außerdem
auch möglich,
zusammengesetzte Füllstoffe
zu verwenden, gebildet aus Metallpulver, wie Eisen, Kupfer, Nickel
etc. oder Ruß,
Siliciumdioxidpulver, pulverförmiges
organisches Harz, wie Polystyrol, die oberflächlich mit einem elektrisch
leitfähigen
Material, wie Gold, Silber oder dergleichen beschichtet sind. Solche
Füllstoffe
können
je nach Erfordernis in Form von Granulat, Flocken, Dendriten oder
dergleichen vorliegen. Im Hinblick auf die Kosten und die elektrische
Leitfähigkeit
wird gewöhnlich
häufig
Silberpulver verwendet.
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Wenn
die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
als Einkapselungsharz für
Halbleiter verwendet werden soll, umfassen die anorganischen Füllstoffe
Pulver von Aluminium, Siliciumdioxid, Calciumcarbonat, Aluminiumhydroxid,
Magnesiumhydroxid, Talkum, Bentonit, Bariumsulfat, Aerosil usw.
Häufig
wird insbesondere Siliciumdioxid, wie kristalline Kieselsäure, Quarzglas
oder dergleichen verwendet.
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Um
die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
beispielsweise als Harzzusammensetzung für leitfähige Verbundmaterialien zu
verwenden, beträgt
die Menge des zuzugebenden anorganischen Füllstoffes 10 bis 55 Volumenteile
pro 100 Volumenteile der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung. In
einer Menge von weniger als 10 Volumenteilen, kann eine ausreichende
elektrische Leitfähigkeit
nicht erzielt werden, während
bei einer Menge von mehr als 55 Volumenteilen die Viskosität der Harzzusammensetzung
zu hoch wird, um sie praktisch zu verwenden. Eine bevorzugte Menge
beträgt
15 bis 55 Volumenteile. Um die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung als
Harzzusammensetzung für
anisotrope leitfähige
Filme einzusetzen, beträgt die
Menge der einzuarbeitenden anorganischen Füllstoffe 0,1 bis 25 Volumenteile
pro 100 Volumenteile des Films und stärker bevorzugt 0,1 bis 10 Volumenteile,
um zu verhindern, dass ein Überschuss
der elektrisch leitfähigen
anorganischen Füllstoffe
einen Kurzschluss bildet. Zur Verwendung als Einkapselungsharz für Halbleiter
beträgt
ferner die Menge der anorganischen Füllstoffe 40 bis 90 Gew.-Teile
pro 100 Gew.-Teile des Harzes, mit Ausnahme der Füllstoffe.
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Außer den
vorstehend beschriebenen anorganischen Füllstoffen können auch organische Füllstoffe, die
gewöhnlich
härtbaren
Epoxyharzzusammensetzungen einverleibt werden, innerhalb eines Bereiches
zugegeben werden, in welchem die Wirkungen der vorliegenden Erfindung
nicht beeinträchtigt
werden. Solche organischen Füllstoffe
umfassen feine Nylonteilchen, feine Polystyrolteilchen, feine Polyethylenteilchen,
vernetzte feine Kautschukteilchen, feine Kern-Schale-Teilchen aus
Acrylharz, feine Kern-Schale-Teilchen auf Kautschukbasis, feine
Siliconteilchen und feine Ethylen-Acrylat-Copolymer-Teilchen.
-
Die
härtbare
Epoxyharzzusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann erforderlichenfalls andere Zusätze innerhalb eines Bereiches
enthalten, in welchem die Wirkungen der vorliegenden Erfindung nicht
beeinträchtigt
werden. Zu solchen Zusätzen
beziehungsweise Additiven gehören
zum Beispiel Fließfähigkeitsregler,
wie Acryl-Oligomer, Silicon etc. sowie Oberflächen-Modifiziermittel, Farbmittel,
Trennmittel, oberflächenaktive
Mittel, Kupplungsmittel, Verdünnungsmittel,
Flammschutzmittel, Siliconöl,
Kautschuk etc.
-
BEISPIELE
-
Nachstehend
wird die vorliegende Erfindung ausführlicher unter Bezugnahme auf
Herstellungsbeispiele und Beispiele beschrieben, die jedoch nicht
zur Einschränkung
der vorliegenden Erfindung gedacht sind.
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Die
Abkürzungen
für die
verwendeten Ausgangsmaterialien in den Herstellungsbeispielen und
Beispielen sind wie folgt:
Als Verbindung (a) verwendete alicyclische
Epoxyverbindung:
<EP-C1> 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexylcarboxylat
(Epoxyäquivalent,
134, kein hydrolysierbares Chlor).
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Als
Verbindung (b) verwendete Verbindungen:
<2E4MZ> 2-Ethyl-4-methyl-imidazol
(Chlorionen-Gehalt 2 ppm),
<PG-MZ> 1-(2-Hydroxy-3-phenoxypropyl)-2-methylimidazol
(Chlorionen-Gehalt 70 ppm),
<DMP-30> 2,4,6-Tris(dimethylaminomethyl)phenol
(Chlorionen-Gehalt
5 ppm).
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Als
Verbindung (c) verwendete Verbindungen:
<BA> Bisphenol
A (Chlorionen-Gehalt 0,8 ppm),
<PNV> Phenol-Novolakharz
(Hydroxylgruppenäquivalent
104, durchschnittliche Anzahl der Kerne 5 bis 6, Chlorionen-Gehalt
0,3 ppm,
<AA> Adipinsäure (Chlorionen-Gehalt
10 ppm),
-
Als
Komponente (d) verwendete Epoxyverbindungen:
<EP-G1> Bisphenol A-Epoxyharz
(Epoxyäquivalent
184, hydrolysierbares Chlor 100 ppm),
<EP-G2> Bisphenol
F-Epoxyharz (Epoxyäquivalent
166, hydrolysierbares Chlor 150 ppm),
<EP-G3> Bisphenol
A-Epoxyharz (Epoxyäquivalent
189, hydrolysierbares Chlor 1000 ppm).
-
Die
Menge an hydrolysierbarem Chlor in der Epoxyverbindung wurde mithilfe
der folgenden Methode ermittelt. Die Epoxyverbindung wurde in Dioxan
gelöst
und 1 n Kaliumhydroxid in Ethanol wurde zugesetzt und das Gemisch
wurde 30 Minuten unter Rückfluss
erhitzt. Die gebildeten Chlorionen wurden durch potentiometrische
Titration unter Verwendung einer 0,01 n Silbernitrat-Standardlösung quantitativ
bestimmt.
-
Herstellungsbeispiel 1 (Reaktionsprodukt
von EP-C1, EP-G2, 2E4MZ und PNV)
-
132
g (1,2 Äquivalente)
2E4MZ und 126 g (1,2 Äquivalente)
PNV wurden in ein Becherglas gegeben, durch Erhitzen auf 130°C während 1
Stunde gleichförmig
gelöst,
auf 100°C
abgekühlt,
und bei Raumtemperatur mit einem vorher auf 70°C erhitzten Gemisch aus 201
g (1,5 Äquivalenten)
EP-C1 und 50 g (0,3 Äquivalent) EP-G2
vermischt. Das erhaltene Gemisch wurde zur Reaktion 1 Stunde lang
bei einer Temperatur von 110 bis 130°C durch Kühlen oder Erhitzen gehalten.
Nach Beendigung der Reaktion wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur
abgekühlt,
wobei ein blassgelber Feststoff erhalten wurde. Dieses Additionsprodukt
wurde grob vermahlen und dann fein vermah len, wobei ein Pulver mit
einem durchschnittlichen Durchmesser von etwa 10 μm erhalten
wurde. Dieses latente Härtungsmittel
für Epoxyharz
wird als Probe Nr. 1 bezeichnet.
-
Die
Probennummer des erfindungsgemäßen latenten
Härtungsmittels
für Epoxyharz,
das gemäß Herstellungsbeispiel
1 hergestellt wurde, sowie die Zusammensetzung der Ausgangsmaterialien
dafür sind
in der nachstehenden Tabelle 1 gezeigt.
-
-
- *1: Die Zahlen in Klammern geben die Äquivalentzahl
der Epoxygruppe an.
- *2: Die Zahlen in Klammern geben die Äquivalentzahl des aktiven Wasserstoffs
an.
- *3: Die Zahlen in Klammern geben die Äquivalentzahl des aktiven Wasserstoffs
an.
-
Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiel
1:
-
Jedes
der latenten Härtungsmittel
für Epoxyharz
und Epoxyharz 1 (Epoxyharz vom Bisphenol A-Typ: Epoxyäquivalent
185, hydrolysierbares Chlor 300 ppm) wurden in dem in der nachstehenden
Tabelle 2 gezeigten Verhältnis
vermischt und in einer Vakuum-Misch-Mahl-Vorrichtung
(von Ishikawa Kojyo K. K.) unter ver mindertem Druck gemischt und
entschäumt,
wobei jeweils härtbare
Epoxyharzzusammensetzungen erhalten wurden.
-
<Bestimmung
des Chloridionengehalts in dem latenten Härtungsmittel für Epoxyharz
durch Heißwasserextraktion>
-
Der
Gehalt an Chloridionen in jedem latenten Härtungsmittel für Epoxyharz
wurde durch Heißwasserextraktion
bestimmt. Die Menge der mit Heißwasser
extrahierbaren Chloridionen wurde bestimmt, indem 1 g des erfindungsgemäßen latenten
Härtungsmittels
in ein Teflon-Gefäß gegeben
wurde, 15 ml gereinigtes Wasser zugesetzt wurden, das Gefäß verschlossen
wurde, dieses einem Test durch Druckkochen bei 121°C während 20
Stunden unterworfen wurde und die resultierende Probelösung durch
Ionenchromatografie analysiert wurde.
-
<Bestimmung
des Chloridionengehalts in der härtbaren
Epoxyharzzusammensetzung durch Heißwasserextraktion>
-
Die
härtbare
Epoxyharzzusammensetzung wurde 30 Minuten lang bei 150°C gehärtet, wobei
ein Härtungsprodukt
erhalten wurde, welches dann gemahlen wurde und dessen Chloridionengehalt
wurde durch Heißwasserextraktion
bestimmt. Die Menge der durch Heißwasser extrahierbaren Chloridionen
wurde bestimmt, indem 1 g des vorstehenden gehärteten Produkts in ein Teflon-Gefäß gegeben
wurde, 15 ml gereinigtes Wasser zugesetzt wurde, dieses verschlossen
wurde und einem Druckkoch-Test bei 121°C während 20 Stunden unterworfen
wurde und die resultierende Probelösung durch Ionenchromatografie
analysiert wurde.
-
<Bestimmung
der Gelzeit>
-
Wenn
nichts besonderes angegeben ist wurden 2,5 g der härtbaren
Epoxyharzzusammensetzung verwendet und jeweils bei einer in Tabelle
2 gezeigten Temperatur mithilfe einer Gelzeit- Vorrichtung des Yasuda-Typs gemessen
(von Yasuda Seiki Seisakusho K. K.)
-
<Glasübergangstemperatur>
-
Die
Epoxyharzzusammensetzung wurde in einer Dicke von 1 bis 2. mm 30
Minuten lang bei 150°C gehärtet und
mithilfe der TMA (Thermo-mechanischen Analyse)-Methode gemessen.
-
Die
erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle
2
-
Gemäß den Ergebnissen
der vorstehenden Tabelle 2 hat das erfindungsgemäße latente Härtungsmittel
für Epoxyharz
ausgezeichnete rasche Tieftemperatur-Härtungseigenschaften und einen
niederen mit Heißwasser
extrahierbaren Chloridionengehalt und die erfindungsgemäße härtbare Epoxyharzzusammensetzung hat
nach der Härtung
eine hohe Glasübergangstemperatur,
ausgezeichnete Wärmebeständigkeit
und einen niederen Chlorgehalt. Jede der härtbaren Epoxyharzzusammensetzungen
der Beispiele wurde in ein verschlossenes Gefäß gegeben und in einem Thermostaten
bei 40°C
aufbewahrt. Die Zahl der Tage, die ver strichen, bis die Fließfähigkeit
verloren war, wurde bestimmt und als Ergebnis zeigte sich, dass
eine ausgezeichnete Lagerbeständigkeit
wie 1 bis 2 Monate erreicht wurde.
-
Beispiele 6 bis 9 und Vergleichsbeispiel
2:
-
Epoxyharz
2 (Epoxyharz des Bisphenol F-Typs, 150 ppm hydrolysierbares Chlor)
und Epoxyharz 3 (Resorcin-diglycidylether, 100 ppm hydrolysierbares
Chlor), jedes der latenten Härtungsmittel
und pulverförmiges
Silber (Silberpulver A: Silberpulver in Flockenform mit einem Teilchendurchmesser
von 1 bis 10 μm,
Silberpulver B: kugeliges Silberpulver mit einem Durchmesser von
0,1 bis 0,5 μm)
wurden in dem in der nachstehenden Tabelle 3 gezeigten Mischungsverhältnis in
einer Vakuum-Misch-Mahl-Vorrichtung
(3 Walzen) vermischt, wobei eine härtbare Epoxyharzzusammensetzung
erhalten wurde.
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<Volumenwiderstand>
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Jede
der erhaltenen härtbaren
Epoxyharzzusammensetzungen wurde in einer Breite von 4 mm und einer
Dicke von 30 μm
auf einen Objektträger
aufgetragen, danach 30 Minuten bei 110°C oder 30 Minuten bei 150°C gehärtet, wonach
der Volumenwiderstand gemessen wurde.
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<Chloridionen-Gehalt
in dem gehärteten
Produkt>
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Ein
gehärtetes
Produkt, welches aus der härtbaren
Epoxyharzzusammensetzung in gleicher Weise wie für Messung des Volumenwiderstands
erhalten worden war, wurde gemahlen und der mit heißem Wasser extrahierbare
Chloridionen-Gehalt wurde in gleicher Weise wie in den Beispielen
1 bis 5 quantitativ bestimmt.
-
Die
erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
-
-
Wie
aus Tabelle 3 ersichtlich ist, hat die erfindungsgemäße härtbare Epoxyharzzusammensetzung nach
der Härtung
ausgezeichnete elektrische Leitfähigkeit
und außerdem
einen niederen Chlorgehalt.
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Wie
vorstehend beschrieben wurde, ist es gemäß der Erfindung möglich, ein
latentes Härtungsmittel für Epoxyharz
und eine härtbare
Epoxyharzzusammensetzung zu erhalten, die bei niederen Temperaturen rasch
härtend
beziehungsweise rasch härtbar
sind, ausgezeichnete Wärmebeständigkeit
und elektrische Zuverlässigkeit
besitzen und, wenn sie in leitfähigen
Verbundmaterialien verwendet werden, darüber hinaus ausgezeichnete elektrische
Leitfähigkeit
besitzen.