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Allgemeiner Stand der
Technik
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Projektionsbelichtungsobjektiv
in einer Projektionsbelichtungsvorrichtung wie zum Beispiel einem
Wafer-Scanner oder einem Wafer-Stepper, die zur Herstellung von
Halbleiterelementen oder sonstigen mikrostrukturierten Bauelementen
mittels Fotolithografie verwendet werden, und insbesondere ein katadioptrisches
optisches Projektionsobjektiv mit einem objektseitigen katadioptrischen System,
einem Zwischenbild und einem brechenden Linsensystem zur Verwendung
in einer solchen Projektionsbelichtungsvorrichtung.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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US-Patent
Nr. 4,779,966 an Friedman ist ein frühes Beispiel eines solchen
Objektivs, wobei jedoch das katadioptrische System auf der Bildseite
angeordnet ist. Es wird seine Entwicklung ausgehend vom Prinzip
eines Schupmann-Achromaten beschrieben. Es ist eine Aufgabe dieses
Patents, ein zweites Linsenmaterial zu vermeiden, so dass folglich
alle Linsen aus Quarzglas bestehen. Eine Lichtquelle wird nicht
spezifiziert, und die Bandbreite ist auf 1 nm begrenzt.
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US-Patent
Nr. 5,052,763 an Singh (
EP 0
475 020 ) ist ein weiteres Beispiel. Hier ist relevant,
dass ungerade Aberrationen im Wesentlichen durch jedes Teilsystem
separat korrigiert werden, wofür
es bevorzugt ist, dass das katadioptrische System ein 1:1-System
ist und keine Linse zwischen dem Objekt und dem ersten Ablenkspiegel
angeordnet ist. Zwischen dem ersten Ablenkspiegel und dem Hohlspiegel
ist in einer Position näher
zu dem Ablenkspiegel hin ein Gehäuse
angeordnet. In allen Beispielen werden nur Quarzglaslinsen verwendet.
Die NA ist auf 0,7 erweitert, und ein 248 nm-Excimer-Laser oder
andere werden vorgeschlagen. Eine Verringerung der Strichbreite
des Lasers wird als ausreichend vorgeschlagen, um eine chromatische
Korrektur durch Verwendung unterschiedlicher Linsenmaterialien zu
vermeiden.
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US-Patent
Nr. 5,691,802 an Takahashi ist ein weiteres Beispiel, wo eine erste
Gruppe optischer Elemente mit einer positiven Brechkraft zwischen
dem ersten Ablenkspiegel und dem Hohlspiegel erforderlich ist. Das
dient dazu, den Durchmesser des Spiegels zu verringern, weshalb
sich diese positive Linse nahe dem ersten Ablenkspiegel befindet.
Alle Beispiele weisen eine große
Anzahl von CaF2-Linsen auf.
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EP 0 736 789 A an
Takahashi ist ein Beispiel, wo es erforderlich ist, dass zwischen
dem ersten Ablenkspiegel und dem Hohlspiegel drei Linsengruppen
mit plus-minus-plus-Brechkraft angeordnet sind, ebenfalls mit dem
Ziel der Verringerung des Durchmessers des Hohlspiegels. Darum befindet
sich die erste positive Linse recht nahe dem ersten Reflexionsspiegel.
Des Weiteren werden viele CaF
2-Linsen zur
Achromatisierung verwendet.
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DE 197 26 058 A an
Omura beschreibt ein System, wo das katadioptrische System ein Verkleinerungsverhältnis von
0,75 < /β
1/ < 0,95 aufweist und
auch eine bestimmte Beziehung für
die Geometrie dieses Systems erfüllt
ist. Des Weiteren werden viele CaF
2-Linsen
zur Achromatisierung verwendet.
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Für rein brechende
Linsen von Mikrolithografieprojektionsbelichtungssystemen ist ein
Linsendesign, bei dem der Lichtstrahl zweimal stark verbreitert
wird, einschlägig
bekannt, siehe zum Beispiel Glatzel, E., Zeiss-Information 26 (1981),
Nr. 92, Seiten 8-13. Ein jüngstes
Beispiel eines solchen Projektionsobjektivs mit "+ – + – +"-Linsengruppen findet
sich in
EP 0 770 895 an
Matsuzawa und Suenaga.
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Die
partiellen Brechungsobjektive der bekannten katadioptrischen Objektive
des generischen Typs der Erfindung sind jedoch viel einfacher aufgebaut.
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Der
Inhalt dieser Dokumente wird durch Bezugnahme in den vorliegenden
Text aufgenommen. Sie enthalten Hintergründe und beschreiben Umstände des
erfindungsgemäßen Systems.
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3. Kurzdarstellung
der Erfindung
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein katadioptrisches
optisches System mit neuen Konstruktionsprinzipien bereitzustellen,
das eine große
numerische Apertur, ein großes
Bildfeld, genügend
Laserbandbreite und eine solide und stabile Konstruktion bietet
und die derzeitigen Beschränkungen
bei der Verfügbarkeit
von CaF2 in Menge und Qualität berücksichtigt.
Dies trifft auf ein DUV-Projektionsobjektiv
zu und bildet die Basis für
eine aus einem einzigen Material bestehende Linse für VW (157
nm).
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Um
das oben genannte Ziel zu erreichen, wird gemäß der vorliegenden Erfindung
ein Projektionsbelichtungsobjektiv gemäß Anspruch 1 bereitgestellt.
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Vorteilhafte
Versionen erhält
man, wenn Merkmale nach einem oder mehreren der abhängigen Ansprüche 2 bis
24 integriert werden.
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Eine
vorteilhafte Projektionsbelichtungsvorrichtung nach Anspruch 25
erhält
man durch Integrieren eines Projektionsbelichtungsobjektivs nach
wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 28 in eine bekannte Vorrichtung.
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Ein
Verfahren zum Herstellen mikrostrukturierter Bauelemente durch Litografie
(Anspruch 26) gemäß der Erfindung
ist durch die Verwendung einer Projektionsbelichtungsvorrichtung
gemäß dem vorangehenden Anspruch
25 gekennzeichnet. Anspruch 27 enthält einen vorteilhaften Modus
dieses Verfahrens.
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Die
vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden detaillierten Beschreibung
und der begleitenden Zeichnungen besser verstanden. Sie dienen lediglich
der Veranschaulichung und dürfen
nicht so verstanden werden, als würden sie die vorliegende Erfindung
einschränken.
Ein breiteres Anwendungsspektrum der vorliegenden Erfindung geht
aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor. Es versteht
sich jedoch, dass die detaillierte Beschreibung und die konkreten
Beispiele zwar bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung darstellen, sie aber lediglich der Veranschaulichung
dienen, weil dem Fachmann beim Studium dieser detaillierten Beschreibung
verschiedene Änderungen
und Modifikationen im Rahmen des Geltungsbereichs der Ansprüche einfallen.
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4. Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine Ansicht, welche die Anordnung einer Belichtungsvorrichtung
zeigt, auf die ein katadioptrisches optisches System gemäß der vorliegende
Erfindung Anwendung finden kann.
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2 ist
eine Schnittansicht der Objektivanordnung eines ersten Vergleichsbeispiels.
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3 ist
eine Schnittansicht der Objektivanordnung einer ersten Ausführungsform.
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4 ist
eine Schnittansicht der Objektivanordnung einer zweiten Ausführungsform.
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5 ist
eine Schnittansicht der Objektivanordnung einer dritten Ausführungsform.
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6a ist
eine Schnittansicht der Objektivanordnung einer vierten Ausführungsform.
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6b ist
eine Darstellung eines Abbildungsfehlers der vierten Ausführungsform.
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7 ist
eine schematische Schnittansicht eines Teils der Objektivanordnung
einer fünften
Ausführungsform.
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Die
schematisch in 1 gezeigte Projektionsbelichtungsvorrichtung
enthält
eine Excimer-Laserlichtquelle 1 mit
einer Anordnung 11, welche die Bandbreite schwach verringert.
Ein Beleuchtungssystem 2 erzeugt ein großes Feld,
das scharf begrenzt und sehr homogen ausgeleuchtet ist, was den
Telezentrizitätsanforderungen
des Projektionsobjektivs entspricht, und mit einem wählbaren
Beleuchtungsmodus. Ein solcher Modus kann eine herkömmliche
Beleuchtung von variablem Kohärenzgrad,
eine Ring- oder Quadrupolbeleuchtung sein.
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Eine
Maske 3 wird im Beleuchtungsbereich durch eine Maskenhalte-
und -handhabungssystem 31 verschoben, das den Scan-Antrieb
im Fall einer Waferscanner-Projektionsbelichtungsvorrichtung
enthält.
Anschließend
folgt das katadioptrische Projektionsbelichtungsobjektiv 4 gemäß der Erfindung,
was weiter unten noch näher
beschrieben wird.
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Dieses
Objektiv 4 erzeugt ein maßstabsverkleinertes Bild der
Maske 3 auf einem Wafer 5. Der Wafer 5 wird durch
die Einheit 51 gehalten, gehandhabt und schließlich gescannt.
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Alle
Systeme werden durch die Steuereinheit 6 gesteuert. Eine
solche Einheit und die Art und Weise ihres Gebrauchs sind auf dem
Gebiet der mikrolithografischen Projektionsbelichtung einschlägig bekannt.
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Für die Belichtung
von Strukturen im Regime von etwa 0,2 μm und geringerer Auflösung bei
hohem Durchsatz besteht jedoch Bedarf an verschiedenen Projektionsbelichtungsobjektiven,
die mit 193 nm, vielleicht auch mit 248 nm oder 157 nm Excimer-Laserwellenlängen mit
hinreichend verfügbaren
Bandbreiten (zum Beispiel 15 pm bei 193 nm) bei hoher bildseitiger
numerischer Apertur von 0,65 bis 0,8 oder mehr und mit hinreichend
großen
rechteckigen oder kreisförmigen
Scan-Bildfeldern von zum Beispiel 7 × 20 bis 10 × 30 mm2 arbeiten können.
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Katadioptrische
Systeme des oben genannten Typs sind im Prinzip dafür geeignet.
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Es
wurde jedoch gemäß der Erfindung
festgestellt, dass eine Reihe von Maßnahmen und Merkmalen diese
Systeme verbessern.
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Das
in der Schnittansicht von 2 gezeigte
Vergleichsbeispiel hat die in Tabelle 1 angegebenen Objektivdaten
und arbeitet ausschließlich
mit Quarzglaslinsen. Da nur ein einziges Linsenmaterial verwendet wird,
kann dieses Design problemlos an andere Wellenlängen wie 248 nm oder 157 nm
angepasst werden.
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Das
Zwischenbild IMI ist frei zugänglich,
so dass es auf einfache Weise möglich
ist, eine Feldblende einzufügen.
Die Aperturblende AP befindet sich zwischen den Linsenoberflächen 139 und 140 und
ist ebenfalls gut zugänglich.
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Die
Ablenkspiegel DM1 und DM2 in dem katadioptrischen System CS sind
in ihrer Geometrie durch die Erfordernisse der Trennung der Lichtstrahlen
zu und von dem Hohlspiegel 209 und des Abstands von der Linse 201, 202 definiert.
Es ist von Vorteil, dass sich der Spiegelwinkel des Spiegels DM1
von 45° unterscheidet,
dergestalt, dass der Strahlablenkwinkel größer als 90° ist. Dies hilft, einen großen freien
Arbeitsabstand sowie einen breiten Freiraum für den Lichtstrahl relativ zu
dem ersten Linsenelement 201, 202 zu schaffen, und
verschafft außerdem
einen uneingeschränkten
Abstand des Objektivtubus' des
katadioptrischen Systems CS von der Objektebene 0.
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Die
Anordnung der zwei Ablenkspiegel DM1, DM2 ermöglicht eine gerade optische
Achse und eine parallele Anordnung der Ursprungsebene 0 und der
Bildebene IM, d. h. Maske und Wafer sind parallel und können problemlos
gescannt werden. Jedoch kann einer der Ablenkspiegel DM1, DM2 weggelassen
oder eventuell durch einen Ablenkspiegel in dem Brechungsobjektiv
RL ersetzt werden, zum Beispiel in dem Luftraum zwischen den Linsenoberflächen 225 und 226.
Es ist auch klar, dass die Ablenkspiegel durch andere optische Ablenkelemente
(wie zum Beispiel das Prisma in Ausführungsform 6 oder andere) ersetzt
werden können.
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Eine
schwache positive Linse 201, 202 ist nahe der
Ursprungsebene 0 in dem Bereich mit einfachem Strahldurchgang angeordnet.
Ihre Brennweite ist ungefähr
gleich ihrer Entfernung von dem Hohlspiegel 209. Dadurch
befindet sich der Hohlspiegel 209 in einer Pupillenebene,
wodurch der benötigte
Durchmesser minimiert wird.
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Eine
zweite positive Linse befindet sich in dem Bereich mit doppeltem
Strahldurchgang zwischen den Ablenkspiegeln DM1, DM2 und dem Hohlspiegel 209.
Da die Produktionsbedingungen von Hohlspiegeln von 200 mm bis 300
mm Durchmesser kleinere Einheiten nicht besonders bevorzugen – im Gegensatz
zu Linsen, und zwar solchen, die aus CaF2 hergestellt
sind, wo Inhomogenitäten
usw. erhebliche Beschränkungen
auferlegen –,
besteht keine Notwendigkeit, diese positive Linse 203, 204 zur
Verkleinerung des Radius' des
Hohlspiegels 209 zu verwenden. Sie befindet sich näher am Hohlspiegel 209 als
am ersten Reflexionsspiegel DM1 an einer Stelle, wo sie Bildfehler
am besten minimieren kann.
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Die
zwei negativen Menisken 205, 206; 207, 208 wirken
mit dem Hohlspiegel 209 in einer bekannten Weise zusammen,
wodurch größere Einfallswinkel
und eine stärkere
Krümmung
und somit ein stärkerer
Korrektureinfluss des Hohlspiegels 209 entstehen.
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Es
ist wichtig, dass die Anzahl der Linsen in dem Bereich mit doppeltem
Strahldurchgang des katadioptrischen Systems CS auf drei beschränkt ist,
weil hier jede Linse im Hinblick auf die Systemenergieübertragung
und die Wellenfrontqualitätsverschlechterung
doppelt zählt,
ohne dass größere Freiheitsgrade
für eine Korrektur
entstehen.
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Von
einem Gesamtverkleinerungsverhältnis
von β =
0,25 trägt
das katadioptrische System CS seinen Teil von βcs =
1,008 bei.
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An
der Zwischenbildebene IMI wird vorzugsweise eine Feldblende FS eingefügt, die
Streulicht vorteilhaft verringert.
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Das
Brechungsobjektiv RL, das auf das Zwischenbild IMI folgt, ist komplexer
aufgebaut, als es auf diesem technischen Gebiet üblich ist. Es hat eine höhere Qualität, als vollständig brechende
Projektionsbelichtungsobjektive jüngeren Entwicklungsdatums sie
im Allgemeinen aufweisen.
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Es
ist zu erkennen, dass das Fünfer-Linsengruppen-Design verwendet
wird, das aus hoch-entwickelten brechenden Mikrolitografieobjektivdesigns
bekannt ist, die zwei Einschnürungen
und drei Ausbauchungen mit "+ – + – +"-Linsengruppen – in dieser
Reihenfolge – aufweisen.
Obgleich die ersten zwei Ausbauchungen (Linsenoberflächen 210 bis 219, 224 bis 227)
nicht besonders stark ausgeprägt
sind, sind die zwei Einschnürungen
W1, W2 deutlich ausgeprägt,
und zwar jeweils durch ein Paar negativer Menisken 220, 221; 222, 223 und 228, 229; 230, 231,
deren konvexe Oberflächen
nach außen
weisen.
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Es
ist bekannt, dass diese Linsengruppen an den Einschnürungen W1,
W2, wie die anderen, durch Integrieren weiterer Linsen weiterentwickelt
werden können,
zum Beispiel um die numerische Apertur oder den Bildbereich zu vergrößern.
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Aus
einem anderen Blickwinkel betrachtet, besteht das Brechungsobjektiv
RL aus einer Feldlinsengruppe (Linsenoberflächen 210 bis 219)
von positiver Kraft zum Umwandeln des divergierenden Hauptstrahls in
einen konvergierenden Hauptstrahl, einer bildseitigen positiven
Fokussierlinsengruppe (Linsenoberflächen 232 bis 251),
welche die benötigte
große
numerische Apertur erzeugt, und dazwischen angeordneten Linsenelementen,
die Bildfehler korrigieren, insbesondere mit Gruppen von entgegengesetzt
angeordneten negativen Menisken (w1, w2).
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Die
Dubletten mit "– +"-Kraft mit den Oberflächen 235 bis 238 und 239 bis 242 sind
der Schlüssel
zu der breiten Spektralbandbreite bei guter Korrektur der chromatischen Änderung
in sphärischer
Aberration, die die hauptsächliche
Restaberration bei diesen Designs ist. Es wurde festgestellt, dass
dort die alternative Anordnung von Dubletten mit "+ –"-Kraft zu einer viel
schlimmeren chromatischen Änderung
der sphärischen
Aberration führt.
Hier wird ein Wert von 0,35 μm
bei 15 pm Laserbandbreite erhalten.
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Dieses
Vergleichsbeispiel von 2 eignet sich zum Drucken von
Mikrostrukturen bei einer Auflösung von
weniger als 0,2 μm über einem
rechteckigen Bildfeld von 30 × 7
mm2 bei 6 mm seitlich der Achse mit einer Excimer-Laserquelle von 0,015
nm Bandbreite.
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3 und
Tabelle 2 zeigen die erste Ausführungsform
der Erfindung. Das katadioptrische System CS bleibt sehr ähnlich,
doch sein Verkleinerungsverhältnis
ist nun geringerer als Eins bei βcs = 0,944.
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In
dem Brechungsobjektiv ist die zweite Linse 212, 213 von 2 weggelassen,
während
die dicke negative Linse 245, 246 in drei Einheiten 342, 343; 344, 345; 346, 347 aufgeteilt
ist.
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Außerdem bestehen
nun zwei Linsen aus CaF2, nämlich die
Elemente mit den Oberflächen 342, 343 und 348, 349.
Im Vergleich zum Durchmesser der größten Linse 330, 331 von
etwa 250 mm sind ihre Durchmesser von etwa 205 mm und ungefähr 165 mm
kleiner als 0,81-fach und 0,67-fach.
Darum ist ihre Abmessung nicht zu groß, und es wird eine effektive
Produktion erreicht.
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Des
Weiteren sind sie in dem konvergierenden Lichtstrahl in der fünften Linsengruppe
nach der dritten Ausbauchung nahe der Bildebene angeordnet. Sie
unterstützen
die Achromatisierung. Die anderen Merkmale ähneln weitgehend denen des
Beispiels von 2, einschließlich beispielsweise der Dubletten
mit "– +"-Kraft 332 bis 339.
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4 und
Tabelle 3 zeigen ein weiteres Beispiel eines katadioptrischen Objektivs
gemäß der Erfindung.
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Nun
weist das katadioptrische System CS eine wichtige Umgestaltung auf,
da alle Linsen in dem Bereich mit doppeltem Strahldurchgang zu einer
Einzellinsengruppe neben dem Hohlspiegel 411 kombiniert
sind. Es enthält
die positive Linse 403, 404 und drei negative
Linsen 405 bis 410. Der Wechsel von zwei zu drei
solcher negativer Linsen sorgt für
eine sanftere Vergrößerung der
Strahlwinkel und optimiert so die Korrektur. Somit wird die Konstruktion
des Objektivtubus' des
katadioptrischen Systems CS vereinfacht. Die Linsen 403 bis 410 und
der Spiegel 411 können
in einer kompakten Einheit von herkömmlicher Bauart montiert werden,
wie man es von brechenden Projektionsbelichtungsobjektiven kennt.
Die lange Distanz zu den Ablenkspiegeln DM1, DM2 kann durch einen
thermisch stabilen röhrenförmigen Körper überbrück werden,
der zum Beispiel aus einem Faserverbundwerkstoff, Glaskeramik oder
einer Bimetallverbundstruktur hergestellt ist.
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Die
positive Linse 403, 404 besteht nun aus Fluorit
(etwa 200 mm Durchmesser), wodurch die Achromatisierung unterstützt wird.
Es ist für
die Erfindung von Bedeutung, dass höchstens insgesamt drei bis
vier Linsen, die aus einem zweiten Material bestehen, ausreichen,
um eine gute Achromatisierung in diesem Grunddesign zu erreichen.
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Das
Verkleinerungsverhältnis
des katadioptrischen Systems beträgt βcs =
0,931. Das brechende Linsensystem ist sehr ähnlich dem von Tabelle 2 aufgebaut.
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Eine
dritte Ausführungsform
ist in 5 und in Tabelle 4 gezeigt.
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Nun
ist das katadioptrische System CS wieder frei von jeglichen Elementen
aus CaF2. Sein grundsätzlicher Aufbau mit einer kompakten
Einheit aus einer positiven (503, 504) und drei
negativen Linsen (505-510) und dem Hohlspiegel 511 in
einer kompakten Einheit bleibt der gleiche wie in der dritten Ausführungsform.
Das Verkleinerungsverhältnis βcs beträgt im bevorzugtesten
Bereich 0,961.
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Des
Weiteren hat das Brechungsobjektiv RL den gleichen Gesamtaufbau
wie die zuvor erwähnten
Beispiele. Jedoch hat die Verwendung von CaF2-Linsenelementen
einen neuartigen Charakter:
Während das Linsenelement 544, 545 in
einer bekannten Weise zur Achromatisierung dient, ist der Grund
für die
Verwendung von CaF2 in den zwei Linsen 552, 553; 554, 555 neben
der Bildebene IM ein anderer:
Der Grund für die Verwendung von CaF2 besteht hier in der Verringerung des durch
die Kompaktierung hervorgerufenen Verschlechterungseffekts, der
bei Quarzglaslinsen bei hoher Lichtintensität und starker Asymmetrie (durch
ein schmales Scan-Bildfeld verursacht) bei 193 nm Wellenlänge recht
stark ist, aber mit CaF2-Linsen (oder anderem
kristallinen Material) weit geringer ist.
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Bei
einer Gesamtlänge – Objekt
0 zu Bild IM – von
1455 mm, einer Abweichung von der Achse des Hohlspiegel 511 von
590 mm, einem Durchmesser des Hohlspiegels 511 von 250
mm, einem größten Linsendurchmesser
in dem brechenden Linsensystem RL von 240 mm (bei Linse 534, 535)
und Durchmessern der CaF2-Linsen von 195
mm (544, 545), 135 mm (552, 553)
und 85 mm (554, 555) sind die Abmessungen dieser Konstruktion
sehr akzeptabel. Bei Lambda = 193 nm, 15 pm Bandbreite, einem Verkleinerungsverhältnis von 0,25
und einer numerischen Apertur von 0,7 wird ein rechteckiges Bildfeld
von 26 × 9
mm2 mit einer Auflösung von besser als 0,20 μm abgebildet.
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Eine
vierte Ausführungsform
ist in 6a und in Tabelle 5 wiedergegeben.
Sie unterscheidet sich von Ausführungsform
4 darin, dass lediglich die letzten beiden Linsen C1, C2 (654, 655; 656, 657)
aus CaF2 bestehen, mit dem Ziel der Verringerung
der langfristigen Verschlechterung durch Kompaktierung von Quarzglas unter
193 nm-Strahlung, aber es wird kein CaF2 zum
Zweck der Achromatisierung verwendet.
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Das
katadioptrische System CS besteht aus einer Feldlinse 601, 602 mit
eine Brennweite f',
die zu ihrer Entfernung B zum Hohlspiegel durch f'/B = 1,004 in Beziehung
steht.
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Der
Ablenkspiegel DM1 lenkt die optische Achse ab. Seine Normale ist
relativ zur optischen Achse um 50° geneigt.
Das schafft einen besseren Strahlfreiraum von der Feldlinse 601, 602 als
die normalen 45°.
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Die
positive Linse 603, 604 ist mit drei negativen
Linsen 605-610 und dem Hohlspiegel 611 in
einer kompakten Einheit kombiniert. Die Entfernung DM1-603 beträgt 432 mm.
Verglichen mit der Entfernung DM1-611 zum Hohlspiegel von 597 mm
sind das 72%.
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Das
Verkleinerungsverhältnis
des katadioptrischen Systems βcs = 0,9608 liegt in einem bevorzugten Bereich
nahe Einheit, wo der Achromatisierungseffekt des Hohlspiegels am
besten ausgenutzt wird und auch andere Bildfehler (zum Beispiel
Krümmung
des Feldes) gering gehalten werden. Der positive Effekt der Petzval-Summe
ist sehr gut.
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Das
Konzept der Korrektur ungerader Aberrationen (Singh am genannten
Ort) wird jedoch nicht übernommen:
An der Zwischenbildebene IMI übersteigen
die Werte von Koma – 0,1724 – und Verzerrung – –0,0833 – bei weitem
gute Korrelationswerte, während
an der letzten Bildebene IM Koma (–0,00098) und Verzerrung (–0,000115)
sehr gut korrigiert sind, was auch für andere typische Fehler gilt.
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Ein
Feldblende FS an der Zwischenbildebene IMI trennt vorteilhafterweise
störendes
Streulicht ab.
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Gemäß der Erfindung
ist das katadioptrische System mit sehr wenigen Elementen in kompakter
Anordnung konstruiert, und seine Funktion konzentriert sich auf
die Implementierung des Einflusses der Achromatisierung und der
Petzval-Summe des Hohlspiegels 611.
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Eine
detaillierte Korrektur ist das Gebiet des brechenden Linsensystems
RL. Es besteht aus einer Feldlinsengruppe FL (Oberflächen 612 bis 621)
und einer Fokussierlinsengruppe FG (Oberflächen 634 bis 655).
Korrigierende Linsenelemente sind dazwischen angeordnet, einschließlich zweier
Paare entgegengesetzter negativer Menisken 622-625 und 630-633. Diese
bilden zwei Strahleinschnürungen
W1, W2. Auf diese Weise entsteht das "+ – + – +"-Fünfer-Linsengruppendesign,
das man aus hoch-entwickelten brechenden Projektionsbelichtungsobjektiven
kennt.
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Die
Fokussierlinsengruppe FG beherbergt die Systemapertur AP sowie zwei
Linsengruppen PG1 und PG2 mit "– +"-Kraft mit den oben
angesprochenen Vorteilen.
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Es
gibt keine achromatisierende CaF2-Linse,
sondern in Ausführungsform
4 bestehen die zwei Linsen C1, C2 (654-657), die sich neben der Bildebene
IM befinden, aus den oben genannten Gründen des Vermeidens der Kompaktierung
aus CaF2.
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Bei
einer Länge
0-IM von 1400 mm und einer Seitwärtsabweichung
von 590 mm zum Hohlspiegel 611 ist der Durchmesser des
Hohlspiegels 611 (und der benachbarten Linse 609, 610)
auf 252 mm beschränkt, während die
größte Linse 636, 637 des
brechenden Linsensystems RL einen Durchmesser von 240 mm hat und
die CaF2-Linsen nur Durchmesser von 130
mm (C1) und 85 mm (C2) haben.
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Somit
sind die Anforderungen an eine Produktion, die extreme Durchmesser
vermeidet, bestens erfüllt.
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6b zeigt
die sphärische
Längsaberration
und ihre chromatische Änderung
bei Lambda = 193,30 nm ±0,015
nm für
diese Ausführungsform
5, die, wie oben erwähnt,
der Restabbildungsfehler ist, der die Leistung dieses Systems beschränkt.
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Es
ist zu erkennen, dass mit einer geringfügig schmaler gestalteten Excimer-Laserquelle
von Lambda = 193,3 nm mit 15 pm Bandbreite ein rechteckiges Feld
von 26 × 9
mm mit einer Auflösung
von besser als 0,2 μm
abgebildet werden kann.
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Eine
fünfte
Ausführungsform
ist in 7 und in Tabelle 6 gezeigt. Hier ist ein Ablenkprisma
DP zum Ablenken des Lichtweges in Richtung des Hohlspiegels 711 eingefügt.
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Da
sich die Lichtstrahlen im Inneren des Prismas DP weniger stark auf
spreizen, als sie es in Luft (oder Stickstoff oder Helium) tun,
kann die Feldgröße um einen
bestimmten Betrag vergrößert werden,
ohne eine Abschattung der Lichtstrahlen durch die Kanten des Prismas
hervorzurufen. Die Bedeutung dieser Designmodifikation nimmt bei
größerer numerischer
Apertur noch zu. Eine Abschattung von Strahlen begrenzt die Feldgröße, die
durch die Knickungselemente gehandhabt werden kann, und selbst eine
relativ geringe Zunahme der Feldgröße ist sehr wünschenswert – aus einer
Vielzahl von Gründen,
einschließlich
der Möglichkeit,
alle Linsendurchmesser für
ein bestimmtes benötigtes
Feld zu schrumpfen. Es stellt sich heraus, dass es nicht relevant
ist, dies für
den zweiten Flachspiegel DM2 auszuprobieren. Während 7 schematisch
die Ablenkspiegelregion zeigt, sind beispielhafte Objektivdaten
für das
komplette System in Tabelle 6 gezeigt. Diese Prismaanordnung kann
auch dabei helfen, den freien Arbeitsabstand zu erweitern oder andere
Spiegelwinkel (zum Beispiel 45°)
zu verwenden.
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Ausführungsform
6, für
die Designdaten in Tabelle 7 angegeben sind, zeigt die mögliche Erweiterung des
Bildes mit einer seitlichen numerischen Apertur weit jenseits des
Wertes von 0,7 der anderen Beispiele. Der Wert von NA = 0,8 ist
für diese
Art von Linse noch nicht einschränkend.
Die Gesamtkonstruktion entspricht den anderen Ausführungsformen,
so dass zur Erläuterung
keine zusätzliche
Zeichnung benötigt
wird.
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Ein
zweites Vergleichsbeispiel 8 mit den Objektivdaten von Tabelle 8
führt zu
einem reinen CaF2-Design für 157 nm
Wellenlänge
als ein Beispiel, das die Möglichkeiten
des erfindungsgemäßen Designs
zur Verwendung mit VUV-Wellenlängen zeigt.
Die Gesamtkonstruktion entspricht weitestgehend 6a.
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Weitere
Kombinationen beanspruchter Merkmale als die, die oben ausdrücklich beschrieben
sind, liegen im Geltungsbereich der Ansprüche.
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Die
Möglichkeiten
des Schupman-Achromaten zur Achromatisierung mit nur einem einzigen
Linsenmaterial werden im ersten und im zweiten Vergleichsbeispiel
in vollem Umfang ausgeschöpft.
Folglich stellt das zweite Vergleichsbeispiel das erste 157 nm-Design
des Schupman-Achromaten dar, das sich für die VUV-Litografie eignet. Das Einfügen von
Asphären
und die folgliche Verringerung der Anzahl und der Dicke von Linsen
optimiert dies noch weiter.
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Ein
neuer Aspekt der Verwendung eines zweiten Materials in einer Linse
zum Vermeiden einer Kompaktierung ist in den Ausführungsformen
3 bis 6 aufgezeigt.
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Zum
Vereinfachen der Achromatisierung durch Verwendung eines zweiten
Materials reichen sehr wenige daraus hergestellte Elemente aus,
wie die Ausführungsformen
2, 3, 5 und 6 zeigen.
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Vorzugsweise
sind die Linsen zwischen den Ablenkelementen und dem Hohlspiegel
in einer kompakten Einheit angeordnet, wie sie in den Ausführungsformen
2 bis 6 gezeigt ist. Alle Linsen sind von den Ablenkelementen weiter
entfernt als von dem Hohlspiegel. Ihre kleinsten Entfernungen übersteigen
nicht ihre größte Dicke
(beides über
den Durchmesser gemessen), oder die Länge der kompakten Einheit übersteigt
nicht ihren Durchmesser, wenigstens nicht um mehr als 50%. Das hoch-entwickelte
Design des hier gezeigten brechenden Linsensystems gestattet eine
gute Korrektur bei vergrößerter bildseitiger
numerischer Apertur im Bereich von 0,65 bis 0,85.
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Obgleich
Beispiele für
das Scan-Belichtungsregime gezeigt sind, eignet sich die Erfindung
ebenso für Step-and-Repeat
oder Stitching. Stitching ermöglicht
spezifisch kleinere Optiken.
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