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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gasturbine mit einer
Dichtungsstruktur zum Verhindern eines Eindringens von Verbrennungsgas
in eine Turbinenscheibe.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Was
den Gesamtaufbau der Gasturbine betrifft, wie er schematisch in 9 dargestellt
ist, so wird Luft in einem Kompressor 81 komprimiert, Brennstoff
in eine Brennkammer 82 ausgetragen, um Verbrennungsgas
zu erzeugen, und dann wird dieses Verbrennungsgas in eine Turbine 83 als
Hauptstromgas eingeleitet, um einen Generator 84 zu drehen.
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Wie
allgemein in 10 dargestellt ist, umfasst
eine Turbine 83 mehrere Reihen von statischen Schaufeln
bzw. Leitschaufeln 3 und mehrere Reihen von beweglichen
Schaufeln bzw. Laufschaufeln 2, die alternierend angeordnet
sind, und eine Außenumfangsseite
in der Radiusrichtung (oder Außendurchmesserseite
in der Radiusrichtung) der Laufschaufel 2 ist so aufgebaut,
dass sie von mehreren Ringsegmenten oder Spitzendichtungssegmenten 90 umgeben
ist, die in der Umfangsrichtung so unterteilt sind, dass ein Hochtemperaturgas
stromabwärts durch
einen geeigneten Zwischenraum zwischen diesem Ring und der Laufschaufel 2 eingespeist
wird.
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Es
wird nun auf dieses Ringsegment 90 eingegangen, das eine
Kühlstruktur
aufweist, welche einem Hochtemperatur-Hauptstromgas 15, das von der
Brennkammer 82 ausgetragen wird, widersteht.
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Die
Leistung bzw. der Wirkungsgrad der Gasturbine wird durch Erhöhen der
Temperatur des Verbrennungsgases verbessert, wobei in dem Schaufelabschnitt,
auf den das Hochtemperatur-Verbrennungsgas infolgedessen direkt
auftrifft, Kühlluft durch
das Innere der Schaufel gegen einen Temperaturanstieg des Verbrennungsgases
zugeführt
wird, um einen Temperaturanstieg des Schaufelabschnitts zu mindern.
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So
ist in einem Scheibenabschnitt zum Haltern des vorgenannten Schaufelabschnitts
ein Hohlraum zwischen dem Scheibenabschnitt und einem Gasdurchgang
vorgesehen, damit die Scheibe nicht in direkten Kontakt mit dem
Hochtemperatur-Verbrennungsgas
kommt, und dann wird durch Zuführen von
Luft mit höherem
Druck und niedrigerer Temperatur als in dem Gasdurchgang zu diesem
Hohlraum das Verbrennungsgas abgedichtet, um einen Temperaturanstieg
des Rotors zu verhindern.
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Bezüglich einer
herkömmlichen
industriellen Gasturbine, die gemäß einer solchen Philosophie aufgebaut
ist, wird ein konkreter Aufbau zum Vermeiden eines Temperaturanstiegs
des vorgenannten Scheibenabschnitts durch das Hochtemperatur-Verbrennungsgas (Hochtemperaturgas,
Hauptstromgas) unter Bezugnahme auf die 4, 5 beschrieben.
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Das
Hochtemperaturgas A strömt
in der durch einen Pfeil 8 angegebenen Richtung, so dass es
der Reihe nach die Laufschaufel 1, die Leitschaufel 3 und
die Laufschaufel 2 von der stromaufwärtigen Seite der Turbine zur
stromabwärtigen
durchströmt, wodurch
ein Gasdurchgang 7 gebildet wird. Wenn hierbei das Hochtemperaturgas
A in den Gasdurchgang 7 (entspricht dem Hauptstromgas 15 in 1, 10 u.a.)
in den stromaufwärtigen
Hohlraum 31 und den stromabwärtigen Hohlraum 32 eindringt,
die durch die Leitschaufel 3, die Scheibe 4 und
die Scheibe 5 gebildet werden, wird die Temperatur der
Scheibe 4 und der Scheibe 5 höher als ein zulässiger Wert.
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Um
diese Erscheinung zu verhindern, wird Dichtungsluft B mit einem
höheren
Druck und einer niedrigeren Temperatur als in dem Gasdurchgang 7 von
einer Außendurchmesserseite
der Leitschaufel 3 in einen inneren Leitschaufel-Hohlraum 33 eingeleitet
(nachstehend als Hohlraum 33 bezeichnet), der durch die
Innendurchmesserseite (oder Innenumfangsseite) der Leitschaufel 3 und
einen gegenüber dieser
angeordneten Haltering 38 gebildet wird, und durch Zuführen der
vorgenannten Dichtungsluft B aus dem Hohlraum 33 in der
durch einen Pfeil 35 angegebenen Richtung durch ein zu
dem stromaufwärtigen
Hohlraum 31 hin offenes Loch 34 wird ein Druck des
stromaufwärtigen
Hohlraums 31 höher
gehalten als der Druck des Gasdurchgangs 7, so dass ein
Eindringen des Hochtemperaturgases A vermieden wird.
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Die
dem stromaufwärtigen
Hohlraum 31 auf diese Weise zugeführte Dichtungsluft B passiert
einen Zwischenraum 6, der durch ein am Haltering 38 angebrachtes
Dichtungsteil 9 gebildet wird, und durch die mit einer
Zwischenscheibendichtung 50 abgedichteten Scheiben 4, 5,
und strömt
in einer durch einen Pfeil 36 angegebenen Richtung, so
dass die Dichtungsluft B von dem stromaufwärtigen Hohlraum 31 zu
dem stromabwärtigen
Hohlraum 32 mit einem niedrigeren Druck zugeführt wird.
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Infolgedessen
wird der Druck des stromabwärtigen
Hohlraums 32 ebenfalls höher gehalten als der Druck
des Gasdurchgangs 7, der der stromabwärtigen Position in bezug auf
die Leitschaufel 3 entspricht, so dass ein Eindringen des
Hochtemperaturgases A in den stromaufwärtigen Hohlraum 32 vermieden
wird.
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Wenn
aber der Zwischenraum 6 zu groß ist, strömt die Dichtungsluft B wahrscheinlicher
in den stromabwärtigen
Hohlraum 32, so dass ein Druck des stromaufwärtigen Hohlraums 31 fällt. Um
diesen Druckabfall zu vermeiden, ist es nötig, den Druck des stromaufwärtigen Hohlraums 31 höher zu halten
als den Druck des Gasdurchgangs 7. Somit ist eine große Menge
an Dichtungsluft B notwendig.
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Diese
Dichtungsluft B hält
die Drücke
des stromaufwärtigen
Hohlraums 31 und des stromabwärtigen Hohlraums 32 höher als
den Druck des Gasdurchgangs 7, um so einen Temperaturanstieg des
Scheibenabschnitts zu vermeiden, und wird dann in den Gasdurchgang 7 geblasen.
Damit verwandelt sich nach diesem Einblasen die Dichtungsluft B
in Abluft, die keine Arbeit verrichtet.
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Obwohl
eine Reduzierung der Gesamtströmungsrate
der Dichtungsluft B soweit wie möglich
erwünscht
ist, ohne den vorgenannten Zwischenraum 6 hinsichtlich
der Verbesserung eines Wirkungsgrads der Gasturbine auszudehnen,
falls der Zwischenraum 6 zu klein ist, kommen deshalb das
Dichtungsteil 9 und die Scheiben 4, 5 in
Kontakt miteinander, so dass darin infolge einer Differenz der Wärmedehnung
in einem Nicht-Dauerbetriebszustand
während des
Gasturbinenbetriebs Schaden entsteht. Daher ist es nötig, einen
notwendigen, wenn auch minimalen Zwischenraum einzustellen und beizubehalten,
indem der Kontakt und die Beschädigung
verhindert werden und die Strömungsrate
minimiert wird.
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Als
nächstes
wird als weiteres herkömmliches
Beispiel eine Luftfahrzeug-Gasturbine mit Bezug auf 6 bis 8 beschrieben.
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Die
Dichtungsluft B wird von einer Außendurchmesserseite der Leitschaufel 3 in
einen innenseitigen Hohlraum 53 der Leitschaufel (nachstehend als
Hohlraum 53 bezeichnet) geleitet, der durch einen an der
Innendurchmesserseite jeder Leitschaufel 3 angebrachten
Kasten 57 gebildet ist, und wird durch ein Loch 54,
welches zu dem stromaufwärtigen
Hohlraum 51 offen ist, in einer durch einen Pfeil 55 angedeuteten
Richtung zugeführt,
so dass der Druck des stromaufwärtigen
Hohlraums 51 höher
ist als der Druck des Gasdurchgangs 7, wodurch ein Eindringen
des Hochtemperaturgases A vermieden wird.
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Der
Kasten 57 hat eine komplett abgedichtete Struktur außer dem
Loch 54 zum Zuführen
der Dichtungsluft B zu dem stromaufwärtigen Hohlraum 51,
so dass die Dichtungsluft B nicht aus dem Hohlraum 53 direkt
in den stromabwärtigen
Hohlraum 52 leckt.
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Da
die gesamte in den Hohlraum 53 eingeleitete Dichtungsluft
B dem stromaufwärtigen
Hohlraum 51 zugeführt
wird, wird daher das Auslecken der Dichtungsluft B eliminiert, so
dass die Dichtungsluftmenge B reduziert werden kann.
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Ferner
wird die Menge der von dem stromaufwärtigen Hohlraum 51 zu
dem stromabwärtigen Hohlraum 52 in
einer durch einen Pfeil 56 angegebenen Richtung zugeführten Dichtungsluft
B durch den Zwischenraum 6 begrenzt, der von dem an einer
Innendurchmesserseite des Kastens 57 angebrachten Dichtungsteil 9 und
den Scheiben 4, 5 gebildet wird.
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Der
Kasten 57 ist direkt an der Innendurchmesserseite der Leitschaufel 3 angebracht,
und da die Leitschaufel 3 in dem Gasdurchgang 7 so
angeordnet ist, dass sie in Kontakt mit dem Hochtemperaturgas A
steht, ist eine Temperaturänderung
hiervon groß,
und eine Änderungsrate
hiervon infolge der Wärmedehnung
ist ebenfalls groß.
Daher wird eine Verschiebung in der Radiusrichtung des Dichtungsteils 9,
das an diesem Kasten 57 angebracht ist, von dem Kasten 57 und
der Leitschaufel 3 so gesteuert, dass sie größer wird.
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Aus
diesem Grund muß der
Zwischenraum 6 an der Aufbaustufe (Anfangsstufe) der Turbine
unter Berücksichtigung
eines Wärmedehnungsbetrags 71 der
Leitschaufel 3 gemäß 8 eingestellt
werden, und daher expandiert der Zwischenraum 6, bis die Wärmedehnung
ihren Sättigungspunkt
erreicht (die Menge der Dichtungsluft B muß erhöht werden), so dass die Leistung
der Turbine bei einer Teillast sinkt.
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Da
der Wärmedehnungsbetrag
der Leitschaufel 3 in Abhängigkeit von der Temperaturverteilung
des Verbrennungsgases bestimmt wird, bei dem die Entstehung einer
Abweichung in der Temperaturverteilung wahrscheinlich ist, wenn
ein Maximum dieser Abweichung berücksichtigt wird, ist es schwierig, die
Größe des Zwischenraums 6 zu
verringern.
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Obwohl
diese Wärmedehnung
nur einen geringfügigen
Einfluß in
dem Fall einer Luftfahrzeug-Gasturbine ausübt, da der Durchmesser derselben
gering ist, ist jedoch, wenn die gleiche Struktur auf eine industrielle
Gasturbine angewandt wird, eine Verschiebung durch die Wärmedehnung
der Leitschaufel bei der industriellen Gasturbine mit großem Durchmesser
groß,
wie in 8 als starke Verschiebung 72 angegeben
ist, und wird daher zu einem Problem, das nicht vernachlässigt werden
kann.
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Im
Vergleich zu der herkömmlichen
industriellen Gasturbine gemäß 4, 5 bezüglich dieses
Punktes ist bei dieser industriellen Gasturbine der Haltering 38,
an dem das Dichtungsteil 9 angebracht ist, von ringartigem
Aufbau unabhängig
von der Leitschaufel 3 in der Radiusrichtung. Daher wird die
Verschiebung des daran angebrachten Dichtungsteils 9 in
der Radiusrichtung nur durch die Wärmedehnung des Halterings 38 gesteuert.
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Da
ferner Unterschiede im Durchmesser und der Temperatur zwischen dem
Haltering 38 und den Scheiben 4, 5 gering
sind, ist die Verschiebung des Zwischenraums 6 in einem
Nicht-Dauerbetriebszustand
gering, wie es durch eine geringe Verschiebung 73 angegeben
ist, und daher kann der Zwischenraum 6 bei der Montage
(der Anhangsstufe) klein eingestellt werden.
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Da
ferner die Verschiebung des Zwischenraums 6 unabhängig von
der Wärmedehnung
der Leitschaufel 3 ist, die weitgehend durch eine Temperaturverteilung
des Verbrennungsgases beeinflusst wird und daher eine starke Verschiebung
aufweist, wird sie nicht von der Dehnung der Leitschaufel beeinflusst.
Daher muß die
vorgenannte Verschiebung nicht berücksichtigt werden, und entsprechend
kann der Zwischenraum 6 verschmälert werden. Somit kann die
Strömungsrate
der Dichtungsluft B, die von dem Hohlraum 31 dem Hohlraum 32 zugeführt wird, auf
ein notwendiges, aber minimales Niveau zu allen Zeiten einschließlich einer
Teillastzeit verringert werden.
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Der
Aufbau des Dichtungsabschnitts bei der industriellen Gasturbine
nach der vorangehenden Beschreibung als herkömmliches Beispiel, das sich auf
die Abdichtung für
den Gasturbinen-Scheibenabschnitt bezieht, weist die folgenden Probleme
bei der Reduzierung der Strömungsrate
der oben erwähnten Dichtungsluft
B auf.
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Da
die Leitschaufeln 3 voneinander unabhängig sind, wird ein Zwischenraum
zwischen einer Schaufel und der anderen gebildet. Obwohl eine Dichtungsplatte 37 eingefügt ist,
um diesen Zwischenraum zu schließen, kann der Zwischenraum nicht vollständig durch
diese Maßnahme
geschlossen werden, so dass Zwischenräume 39, 40 belassen
werden, wie in 4 gezeigt ist.
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Infolgedessen
wird die von der Außendurchmesserseite
der Leitschaufel 3 in den Hohlraum 33 eingeleitete
Dichtungsluft B dem stromaufwärtigen Hohlraum 31 durch
das Loch 34 zugeführt,
und leckt gleichzeitig direkt in den stromabwärtigen Hohlraum 32 über die
Spalte bzw. Zwischenräume 39, 40 als Leckluft
C.
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Somit
ist bei dem stromaufwärtigen
Hohlraum 31 die Strömungsrate
der zugeführten
Dichtungsluft B ungenügend,
so dass der Druck hiervon abfällt
und das Hochtemperaturgas A eindringt. Um vor dieser Erscheinung
zu schützen,
wird eine größere Menge
der Dichtungsluft B unter Berücksichtigung der
Strömungsrate
der Leckluft C benötigt,
so dass der Wirkungsgrad der Gasturbine sinkt.
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Andererseits
besteht im Fall der herkömmlichen
Luftfahrzeug-Gasturbine, obwohl die Entstehung der Leckluft C an
dem stromabwärtigen
Hohlraum 32, wie sie bei der vorgenannten industriellen Gasturbine
auftrat, vermieden wurde, ein Problem insofern, als die Verschiebung
bzw. Bewegung des Zwischenraums weitgehend durch die Wärmeverformung
der Leitschaufel gesteuert wird und groß wird.
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Hinsichtlich
der Beziehung zwischen dem Hohlraum 33 der industriellen
Gasturbine oder dem Hohlraum 53 der Luftfahrzeug-Gasturbine
und jedem entsprechenden stromaufwärtigen Hohlraum 31, 51 sowie
stromabwärtigen
Hohlraum 32, 52 haben die herkömmliche industrielle Turbine
und die Luftfahrzeugturbine Vorteile und Nachteile, und daher ist
es schwierig festzulegen, welche besser ist.
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JP 05052102 A offenbart
die Bereitstellung eines radialen Innendichtungs-Luftkastens oder Hohlraums
für eine
Leitschaufel in einer Gasturbine. Eine Dichtungsstruktur für den Spalt
bzw. Zwischenraum zwischen dem innenseitigen Hohlraum und den beweglichen
Schaufelscheiben der benachbarten Laufschaufeln ist ähnlich einer
Labyrinth- oder Verschleißdichtung.
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US-A-3544231
ist gegenüber
der vorhergehenden in dieser Hinsicht ähnlich, bei der die Dichtungsstruktur
durch ein Verschleißelement
gebildet ist, das feststehend an dem radialen Innenabschnitt eines
radialen inneren Kastens der Leitschaufel angebracht ist. Eine sehr ähnliche
Struktur ist auch in EP-A-0 383 046 offenbart.
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US-A-3807891
offenbart eine Dichtungsstruktur für eine Leitschaufel einer Gasturbine
mit einem Ring, der mehrere sich nach außen streckende Vorsprünge hält, welche
Messerkanten umschließen, die
sich von einem benachbarte Turbinenscheiben verbindenden zylindrischen
Element nach außen
erstrecken. Ein Flansch des Rings ist radial beweglich entlang einem
Stift bzw. Zapfen geführt,
welcher an einem Flansch jeder Leitschaufel befestigt ist, um ein radiales
Wachstum nach außen
zwischen dem Ring und den Schaufeln zu ermöglichen.
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ABRISS DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gasturbine bereitzustellen, bei
der an einer Leitschaufel zwischen einem Paar Laufschaufeln ein
Lecken der Dichtungsluft unterdrückt
wird und eine Dehnung des Zwischenraums vermieden wird, um eine
bevorzugte Dichtung bereitzustellen.
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Die
vorliegende Erfindung löst
die Aufgabe, indem eine Gasturbine bereitgestellt wird, wie sie
in Anspruch 1 definiert ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird an der Innenumfangsseite die in den Hohlraum an der Innendurchmesserseite
der Leitschaufel eingeleitete Dichtungsluft zu dem anderen Hohlraum
geleitet, der in einem Zwischenraum zwischen der Laufschaufel und
Leitschaufel ausgebildet ist und unter einem höheren Druck gehalten wird als
der Gaswegdruck, so dass das Hauptstromgas abgedichtet wird. Infolgedessen
wird ein Lecken der Luft durch einen Spalt bzw. Zwischenraum an
der stromabwärtigen
Seite minimiert, so dass der Wirkungsgrad verbessert wird.
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Ferner
ist gemäß der vorliegenden
Erfindung an der Innendurchmesserseite der Gasturbine der Hohlraum
innerhalb der Leitschaufel, der mit der Dichtungsluft versorgt wird,
durch den Kasten gebildet, der diese von dem stromabwärtigen Hohlraum abdichtet,
so dass die genannte Dichtungsluft dem stromaufwärtigen Hohlraum ohne Lecken
zugeführt wird,
wodurch keine Minderung des Wirkungsgrads induziert wird. Da der
Zwischenraum, der von dem stromaufwärtigen Hohlraum zum stromabwärtigen Hohlraum
in Kommunikation steht, durch das von dem ringartigen Haltering,
der in der Radiusrichtung relativ zu dem oben genannten Kasten beweglich
ist, geregelt wird, wird der Hohlraum von einem Einfluß der Wärmeverformung
des Kastens und der Leitschaufel abgeschirmt. Infolgedessen besteht
keine Befürchtung,
dass die Dichtungsrippe den Hohlraum verströßert, so dass eine große Menge
an Dichtungsluft zum Strömen
gebracht wird, was zu einer Minderung des Wirkungsgrads führt. Das
heißt
es ist möglich,
eine stabilisierte Zufuhr der Dichtungsluft zu gewährleisten,
die keine Verringerung des Wirkungsgrads induziert.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Es
zeigen:
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1 eine
teilweise weggebrochene Schnittansicht einer Kühlstruktur in einem Ringsegment und
einer Dichtungsstruktur in einer Scheibe einer Gasturbine gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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2 eine
Schnittansicht zur Darstellung einer Dichtungsstruktur für die Scheibe
in der Gasturbine, die sich an der Innendurchmesserseite in der
Radiusrichtung von 1 befindet,
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3 eine
Ansicht aus der Vogelperspektive zur Darstellung von Hauptteilen
der 2 im Detail,
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4 eine
Schnittansicht zur Darstellung der Dichtungsscheibenstruktur bei
der herkömmlichen
industriellen Gasturbine,
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5 eine
Draufsicht auf eine Vergrößerung der
Hauptteile der 4,
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6 eine
Schnittansicht zur Darstellung der Scheibendichtungsstruktur bei
der herkömmlichen
Luftfahrzeug-Gasturbine,
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7 eine
Ansicht aus der Vogelperspektive zur Darstellung der Hauptteile
der 6,
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8 eine
erläuternde
Ansicht zur Darstellung von Änderungen
des Abstands bzw. Zwischenraums in der Anlaufzeit der herkömmlichen
industriellen Gasturbine und der Luftfahrzeuggasturbine,
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9 eine
erläuternde
Ansicht, die schematisch eine Gesamtstruktur der Gasturbine zeigt,
und
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10 eine
erläuternde
Ansicht, die schematisch eine allgemeine Struktur des Turbinenabschnitts
zeigt.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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1 zeigt
eine Gesamtstruktur einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. 2 und 3 zeigen
die Dichtungsstruktur der Innendurchmesserseite.
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Gleiche
Komponenten wie die der vorgenannten herkömmlichen Vorrichtung werden
in den Zeichnungen mit den gleichen Bezugsziffern versehen, und
eine Beschreibung mit dem gleichen Inhalt entfällt wenn möglich, und es werden hauptsächlich spezielle
Punkte der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Die
Bezugziffer 90 bezeichnet ein Ringsegment, das nahe einem
spitzen Ende einer beweglichen Schaufel bzw. Laufschaufel angeordnet
ist, um einen Zwischenraum an dem spitzen Ende der Laufschaufel
abzudichten.
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Die
Bezugsziffer 92 bezeichnet eine Beaufschlagungs-Kühlplatte, die durch einen Hitzeabschirmring 99 so
gehaltert ist, dass sie über
einen geeigneten Zwischenraum in bezug auf das Ringsegment 90 koaxial
mit diesem entlang dem Außenumfang des
Ringsegments 90 angeordnet ist. Die Beaufschlagungs-Kühlplatte 92 hat einen
Hohlraum zur Aufnahme eines Kühlmediums
zwischen ihr und dem vorgenannten Ringsegment 90, wobei
das Kühlmedium über mehrere
Beaufschlagungs-Kühllöcher 91 geliefert
wird, die auf der Plattenseite vorgesehen sind.
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Die
Bezugsziffer 98 bezeichnet eine Nut bzw. Rille, die an
der Oberfläche
des Ringsegments 90 vorgesehen ist, wobei sich die Nut
entlang dem Umfang erstreckt. Eine Druckteilungsplatte 97,
deren Oberseite in Kontakt mit der Beaufschlagungs-Kühlplatte 92 steht,
steht in Eingriff mit dieser Nut bzw. Rille 98, so dass
der zwischen dem vorgenannten Ringsegment 90 und der Beaufschlagungs-Kühlplatte 92 gebildete
Hohlraum in einen stromaufwärtigen
Hohlraum 96a und einen stromabwärtigen Hohlraum 96b unterteilt
wird.
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Als
nächstes
wird bei der in 1 gezeigten Gesamtstruktur die
Dichtungsstruktur an dem Innendurchmesser in der Radiusrichtung
mit Bezug auf die 1, 2, 3 beschrieben.
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Die
Struktur des Dichtungsabschnitts umfasst den Kasten 57,
den Haltering 38 und das Dichtungsteil 9. Der
Kasten 57 ist an der Innendurchmesserseite der Leitschaufel 3 wie
die Kastenstruktur bei der herkömmlichen
Luftfahrzeug-Gasturbine ausgebildet und bildet den Hohlraum 53,
der komplett von außen
abgedichtet ist, außer
dem Loch 54 zum Zuführen
der von dem Außendurchmesser
der Leitschaufel 3 zu dem stromaufwärtigen Hohlraum 31 an der
Scheibe 4 eingeleiteten Dichtungsluft B.
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Das
Dichtungsteil 9 ist an dem ringartigen Haltering 38 wie
bei der herkömmlichen
industriellen Gasturbine angebracht. Der Zwischenraum 6,
der von dem Dichtungsteil 9 und den Scheiben 4, 5 gebildet
wird, durch die die Dichtungsluft B, die von dem stromaufwärtigen Hohlraum 31 zu
dem stromabwärtigen
Hohlraum 32 geliefert wird, hindurchgeht, wird nur durch
einen Unterschied zwischen der Wärmedehnung
des Halterings 38 wie bei der herkömmlichen industriellen Gasturbine
und der Wärmedehnung
plus der Zentrifugaldehnung der Scheiben 4 und 5 gesteuert,
so dass der Zwischenraum leicht verengt werden kann.
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Das
heißt,
der Haltering 38 ist mit dem Kasten 57 über einen
Einsetzabschnitt 19 gekoppelt, wie in 2 gezeigt
ist. Der Einsetzabschnitt 19 bietet eine Struktur zum Einsetzeingriff
in der Durchmesserrichtung und blockt eine Verschiebung in der Axialrichtung
ab, gestattet aber eine freie Verschiebung in der Radiusrichtung.
Daher kommt es zu keinem Abblocken der Wärmedehnung in der Radiusrichtung,
so dass die Wärmedehnung
der vorgenannten Leitschaufel 3 und dgl. den Haltering 38 nicht
beeinträchtigt.
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Bei
der oben beschriebenen Struktur ist der Hohlraum 53, der
von dem Kasten 57 mit der gleichen Struktur wie die Kastenstruktur
der herkömmlichen
Luftfahrzeug-Gasturbine ein komplett abgedichteter Raum außer dem
Loch 34 zum Zuführen der
Dichtungsluft B zu dem stromabwärtigen
Hohlraum 31 an der Scheibe 4, und erzeugt kein
Luftleck zu dem anderen Teil.
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So
kann die Strömungsrate
der Dichtungsluft B, die nötig
ist, um den Druck des stromaufwärtigen Hohlraums 31 höher zu halten
als den des Gasdurchgangs 7, reduziert werden, da die Leckluft
nicht in dem Hohlraum 53 entsteht.
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Da
ferner das Dichtungsteil 9 an dem ringartigen Haltering 38 wie
bei der herkömmlichen
industriellen Gasturbine angebracht ist, kann zum Einstellen des
Zwischenraums 6, der als Weg zum Zuführen der Dichtungsluft B von
dem stromaufwärtigen
Hohlraum 31 zu dem stromabwärtigen Hohlraum 32 dient, nur
der Unterschied zwischen der Wärmedehnung des
Halterings 38 und der Wärmedehnung
plus der Zentrifugaldehnung der Scheiben 4, 5 berücksichtigt werden.
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Da
sowohl der Haltering 38 als auch die Scheiben 4, 5 geringe
Unterschiede im Durchmesser und der Temperatur aufweisen, ist der
Unterschied der Verschiebung zwischen ihnen auch in dem Nicht-Dauerbetriebszustand
gering. So kann der Zwischenraum 6 in der Montagestufe
(Anfangsstufe) klein eingestellt werden, so dass die Strömungsrate der
von dem stromaufwärtigen
Hohlraum 31 zu dem stromabwärtigen Hohlraum 32 gelieferten
Dichtungsluft B in vollem Betriebszustand reduziert werden kann.
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Da
die Verschiebung des Zwischenraums 6 unabhängig von
der Wärmedehnung
der Leitschaufel 3 ist, die von der Temperaturverteilung
des Verbrennungsgases mit starker Abweichung gesteuert wird, wird
sie dadurch nicht beeinflusst. Daher muß die Abweichung infolge der
Wärmedehnung
der Leitschaufel 3 nicht berücksichtigt werden, und deshalb
kann der Zwischenraum entsprechend verengt werden, so dass die Strömungsrate
der Dichtungsluft B vom stromaufwärtigen Hohlraum 31 zum
stromabwärtigen Hohlraum 32 reduziert
werden kann.
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Wie
oben beschrieben wurde, wird gemäß dieser
Ausführungsform
die Struktur des Kastens 57, welche Leckluft bei der herkömmlichen
Luftfahrzeug-Gasturbine eliminiert, als Dichtungsstruktur zum Verhindern
eines Eindringens des Verbrennungsgases in die Scheiben 4 und 5 angewandt,
und gleichzeitig wird auch die Struktur angewandt, bei der der Spalt
bzw. Zwischenraum 6 bei der herkömmlichen industriellen Gasturbine
verengt werden kann, wodurch eine Struktur erzielt wird, die bei
der Reduzierung der Strömungsrate
der Dichtungsluft B wirksam ist.