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Polymere
Bahnenmaterialien sind benutzt worden, um Beschilderungsgegenstände herzustellen,
die retroreflektive Fähigkeiten
aufweisen. Ein Gegenstand besitzt eine retroreflektive Fähigkeit,
wenn er einen wesentlichen Anteil von einfallendem Licht in die
Richtung zurücksenden
kann, aus der das Licht herrührte.
Retroreflexionsvermögen
verleiht dem Gegenstand in Situationen geringer oder eingeschränkter Beleuchtung oder
in Situationen, in denen Bahnenmaterialien aus einer Entfernung
angesehen werden müssen,
erhöhte Sichtbarkeit.
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Polymere
Bahnenmaterialien sind auch benutzt worden, um Beschilderungsgegenstände herzustellen,
die gute Haltbarkeit aufweisen. Die Haltbarkeit eines Beschilderungsgegenstandes
kann in Situationen wichtig sein, in denen der Gegenstand scharfen
Dämpfen,
Ultraviolettlicht, Temperatur- oder Feuchtigkeitsgegensätzen und
dergleichen ausgesetzt ist. Abriebfestigkeit und Beständigkeit
gegenüber
Reinigungsmitteln und den Lösemitteln,
die in Reinigungslösungen
benutzt werden, sind in einigen Fällen ebenfalls wichtige Gesichtspunkte
der Haltbarkeit. Wenn eine verlängerte
Nutzungsdauer kein wichtiger Gesichtspunkt ist (wie z. B. bei Etiketten
für Verpackungen
mit schnellem Umsatz), können
billigere Bahnenmaterialien ohne verlängerte Standzeit benutzt werden.
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Polymere
Bahnenmaterialien sind auch benutzt worden, um Beschilderungsgegenstände zu bilden, die
Zeichen, wie z. B. alphanumerische Zeichen, Balkencodes oder Graphiken,
aufweisen. Häufig
werden die Beschilderungsgegenstände
Informationen tragen, die über
eine große
Anzahl von Objekten hinweg wiederholt oder schrittweise verändert werden;
beispielsweise können
Validationsaufkleber von Kfz-Kennzeichen den Bundesstaat oder den
Landkreis ausweisende Informationen aufweisen, die auf einer großen Anzahl
von Validationsaufklebern wiederholt werden.
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Seit
vielen Jahren werden Validationsaufkleber an Kraftfahrzeugen angebracht,
um anzuzeigen, dass anwendbare Steuern bezahlt worden sind und/oder
erforderliche Registrierungen und Untersuchungen erfolgt sind. In
einer gewöhnlichen
Anwendung werden kleine Aufkleber (typischerweise in der Größenordnung
von etwa 2,5 mal 3,8 Zentimetern (1 mal 1,5 Inch), bisweilen umgangssprachlich
als „Schildchen" bezeichnet, an einem
dafür vorgesehenen
Ort auf dem (den) Kfz-Kennzeichen angebracht, um anzuzeigen, dass
jährliche
Zulassungssteuern und Registrierungsgebühren bezahlt worden sind. Zu
anderen veranschaulichenden Beispielen gehört die Anbringung von Aufklebern
als Beweis für
zufriedenstellende Fahrzeugsicherheitsuntersuchungen, zufriedenstellende
Fahrzeugemissionskontrolluntersuchungen und Versicherungsschutz.
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Produkte,
wie z. B. Validationsaufkleber, werden gegenwärtig durch Drucken von Informationen
auf retroreflektive Bahnenmaterialien unter Verwendung von Drucktechniken,
wie z. B. Hochdrucken, Offsetdrucken, Siebdrucken usw., hergestellt,
die beispielsweise zum Drucken kleiner Mengen typischerweise nicht
geeignet sind. Diese Typen von Druckverfahren stellen normalerweise
zufriedenstellende Druckqualität,
Lesbarkeit und Haftfähigkeit
bereit, jedoch kann die Ausrüstung
für diese
Verfahren verhältnismäßig kostspielig
sein. Wenn Hochdrucken und Offsetdrucken angewendet werden, müssen außerdem Druckplatten
oder Gummidrucktücher
hergestellt werden, und wenn Siebdrucken angewendet wird, muss ein
Sieb angefertigt werden. Die Herstellung der Platten, Tücher oder
Siebe kann ein kostspieliges und zeitraubendes Verfahren sein. Zudem
wird in vielen Fällen
ein durch Lösemittel übertragener
Farbstoff benutzt, was das Entsorgen des Lösemittels in einer umweltfreundlichen
Weise erfordert. Bekannte Verfahren können auch die Benutzung von
Trocknungsöfen benötigen und
können eine
bestimmte Trocknungsdauer erfordern. Ferner sind die bekannten Mittel
zum Drucken von Zeichen auf Gegenstände durch die Einfachheit (oder
das Fehlen derselben) begrenzt, mit der die Informationen auf einzelnen
Objekten verändert
werden können.
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Da
Laserdrucker, bei denen Elektrophotographie benutzt wird, billiger
werden, werden sie zum Drucken auf Anforderung und in kleinen Mengen
benutzt. Es wäre
beispielsweise wünschenswert,
Validationsaufkleber und andere Beschilderungsgegenstände, bei
denen polymeres Bahnenmaterial benutzt wird, in kleinen Mengen und
auf Anforderung zu drucken. Leider sind jedoch herkömmliche
Kombinationen aus polymerem Basisbahnenmaterial und Markierungsmaterialien,
z. B. diejenigen, die beim Hochdrucken und Siebdrucken benutzt werden,
allgemein nicht ausreichend kompatibel, um für die gewünschte Haftfähigkeit,
Durchsichtigkeit und Haltbarkeit bei Gegensätzen von Temperatur, Abriebbedingungen
und Einwirkung von Chemikalien (z. B. Benzin) zu sorgen. Daher haften
die Markierungsmaterialien, z. B. Toner, nicht immer gut an dem
Basisbahnenmaterial, und die Bilder, die von diesen Markierungsmaterialien
gebildet werden, werden leicht entfernt. Dies ist bei Validationsaufklebern
ein besonderes Problem, da sie leicht in Kontakt mit scharfen Chemikalien, wie
z. B. Benzin, kommen können.
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Es
gibt eine Vielfalt an Verfahren, die benutzt werden, um die Haftfähigkeit
von Markierungsmaterialien an Bahnenmaterial zu erhöhen. Beispielsweise
sind Materialien, wie Polyvinylchlorid, vernetztes Polyurethan und
eine Zusammensetzung, die Polyethylenterephthalat und ein Vinylidin/Acrylnitril-Copolymer
enthält,
als die alleroberste Schicht von retroreflektivem Bahnenmaterial
benutzt worden, um die Haftfähigkeit
von darauf aufgetragenen Markierungsmaterialien zu begünstigen.
Auch ist eine alleroberste halogenfreie acrylische Urethanschicht
mit einer verdünnten
Lösung
eines Acry latpolymers oder einem Klebstoff grundiert oder koronabehandelt
worden, um die Haftfähigkeit
von Markierungsmaterialien zu begünstigen. Klarlacküberzuge
aus aliphatischen oder aromatischen Polyurethanen und acrylischen
Polymeren, wie z. B. thermoplastische Deckfilme aus aliphatischen
Urethanen, Copolymeren von Ethylen oder Propylen und Homopolymeren
von Ethylen oder Propylen, über
die Zeichen sind ebenfalls benutzt worden, um das darunterliegende
Material zu schützen. Viele
davon sorgen jedoch nicht für
die erforderliche Haltbarkeit, die für viele Anwendungen benötigt wird,
insbesondere für
Validationsaufkleber, die leicht mit scharfen Chemikalien, wie z.
B. Benzin, in Kontakt kommen können.
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EP-A-0
529 691 offenbart eine spezifische bildaufnahmefähige Folie zur Benutzung zur
Wärmeübertragungsaufzeichnung,
welche eine bestimmte Basisfolie und eine bestimmte aufnahmefähige Schicht
umfasst, die auf einer Oberfläche
der Basisfolie geschaffen ist, um einen Farbstoff oder ein Pigment
aufzunehmen, der bzw. das während
des Wärmetransferaufzeichnens
von der Wärmetransfer-Folienbahn
aus migriert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt Beschilderungsgegenstände und
Herstellungsverfahren bereit, wobei die Beschilderungsgegenstände Oberflächen aufweisen,
welche die Haftfähigkeit
an Markierungsmaterialien erhöhen.
Die Beschilderungsgegenstände
weisen ein Substrat, das eine Oberfläche, die ein von Cellulose
verschiedenes organisches Polymer enthält, vorzugsweise eine durch
Strahlung gehärtete
Beschichtung, die auf der Oberfläche,
die das von Cellulose verschiedene organische Polymer enthält, aufgebracht
ist, und ein Markierungsmaterial auf, das auf derselben aufgebracht
ist (das Zeichen bildet, wie z. B. Zahlen, Buchstaben usw.).
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Die
vorliegende Erfindung stellt einen Beschilderungsgegenstand bereit,
umfassend: ein Substrat, umfassend eine Oberfläche, die ein von Cellulose
verschiedenes organisches Polymer enthält, wobei das Substrat ein
retroreflektives Bahnenmaterial umfasst; eine durch Strahlung gehärtete Beschichtung
(vorzugsweise durch Elektronenstrahlen oder durch UV-Strahlen gehärtet und
stärker
bevorzugt durch UV-Strahlen gehärtet), die
auf der Oberfläche,
die ein von Cellulose verschiedenes organisches Polymer enthält, aufgebracht
ist; und ein Markierungsmaterial, das auf der durch Strahlung gehärteten Beschichtung
aufgebracht ist.
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Zudem
stellt die vorliegende Erfindung einen Beschilderungsgegenstand
bereit, umfassend:
ein Substrat, umfassend eine gehärtete Oberfläche, die
ein von Cellulose verschiedenes organisches Polymer enthält, wobei
das Substrat retroreflektives Bahnenmaterial umfasst; und
ein
Markierungsmaterial, das auf der gehärteten Oberfläche, die
ein von Cellulose verschiedenes organisches Polymer enthält, aufgebracht
ist.
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In
einer Ausführungsform
ist das Markierungsmaterial durch fünf Zyklen Wischen des Markierungsmaterials
mit Benzin (vorzugsweise 10 Zyklen und stärker bevorzugt 25 Zyklen) nicht
wesentlich von dem Beschilderungsgegenstand entfernt. Vorzugsweise
ist das Substrat ein retroreflektives Bahnenmaterial, das vorzugsweise
Teil eines Validationsaufklebers ist.
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Das
Markierungsmaterial enthält
vorzugsweise einen Farbstoff und ein Bindemittel, und das Bindemittel
umfasst ein Polymer, das aus der Gruppe eines Polyesters, eines
Vinyls, eines Polyolefins, eines Polyvinylacetals, eines Alkyl-
oder Aryl-substitutierten Acrylats oder Methacrylats, eines Copolymers
von Ethylen oder Propylen mit Acrylsäure, Methacrylsäure oder
Vinylacetat und Kombinationen derselben ausgewählt ist. Die durch Strahlung
gehärtete
Beschichtung ist vorzugsweise aus einer durch UV-Strahlen härtbaren
Zusammen setzung hergestellt, die ein Acrylat, vorzugsweise ein aliphatisches
acryliertes Urethan, enthält.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
ist das Markierungsmaterial durch Abreiben des Markierungsmaterials
in 1.000 Scheuerzyklen oder durch Aufbringen eines mit Haftklebstoff
beschichteten Bandes unter Daumendruck auf das Markierungsmaterial
und Entfernen nicht wesentlich entfernt. Auch ist in bevorzugten
Ausführungsformen
die durch Strahlung gehärtete
Beschichtung durch Aufbringen eines mit Haftklebstoff beschichteten
Bandes unter Daumendruck auf die durch Strahlung gehärtete Beschichtung
und Entfernen nicht wesentlich entfernt.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
ist die durch Strahlung gehärtete
Beschichtung, die in einem Muster oder kontinuierlich beschichtet
sein kann, durch fünf
Zyklen Wischen der durch Strahlung gehärteten Beschichtung mit Benzin
oder durch Abreiben der durch Strahlung gehärteten Beschichtung in 1.000
Scheuerzyklen nicht wesentlich entfernt.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
weisen die Beschilderungsgegenstände
keine Schutzbeschichtung auf dem Markierungsmaterial auf.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zum Herstellen eines
Beschilderungsgegenstandes bereit, welches aufweist: Bereitstellen
eines Substrats, umfassend eine Oberfläche, die ein von Cellulose verschiedenes
organisches Polymer enthält
(vorzugsweise retroreflektives Bahnenmaterial), und eine durch Strahlung
gehärtete
Beschichtung (vorzugsweise von einer durch UV-Strahlen härtbaren
Zusammensetzung abgeleitet), die darauf aufgebracht ist, wobei das
Substrat retroreflektives Bahnenmaterial umfasst; und Aufbringen
eines Markierungsmaterials auf die durch Strahlung gehärtete Beschichtung.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Herstellen
eines Beschilderungsgegenstandes bereit, welches umfasst:
Bereitstellen
eines Substrats, umfassend eine gehärtete Oberfläche, die
ein von Cellulose verschiedenes organisches Polymer enthält, wobei
das Substrat retroreflektives Bahnenmaterial umfasst; und
Aufbringen
eines Markierungsmaterials auf die gehärtete Oberfläche, die
ein von Cellulose verschiedenes organisches Polymer enthält.
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In
einer Ausführungsform
wird das Markierungsmaterial unter Verwendung einer Technik aufgebracht, die
aus der Gruppe von elektrostatischem Drucken, Ionendepositionsdrucken,
magnetographischem Drucken, Tintenstrahldrucken, Hochdrucken, Offsetdrucken
(d.h. Offsetpressdrucken) und Tiefdrucken ausgewählt ist. Bei diesem Verfahren
ist das Markierungsmaterial vorzugsweise durch fünf Zyklen Wischen des Markierungsmaterials
mit Benzin nicht wesentlich entfernt. Zudem weist der Beschilderungsgegenstand
vorzugsweise keine Schutzbeschichtung auf dem Markierungsmaterial
auf.
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen weiter erläutert, wobei
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1 ein
Grundriss der Vorderseite einer Ausführungsform eines Validationsaufklebers
der Erfindung ist und
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2 eine
Querschnittsansicht des Aufklebers von 1 auf einem
temporärem
Träger
ist,
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3 eine
Prinzip-Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen retroreflektiven Bahnenmaterials mit
einer aufnahmefähigen
Druckschicht auf demselben ist,
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4 eine
Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Beschilderungsgegenstandes
ist,
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5 eine
Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Beschilderungsgegenstand
ist,
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6 eine
Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Validationsaufkleber ist.
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Die
folgende Beschreibung ist auf Validationsaufkleber nur als Beispiel
gerichtet. Andere Beschilderungsgegenstände, wie z. B. Etikettierprodukte
für Innen-/Außenanwendungen,
Produktauthentifizierungsgegenstände,
Inventaretikettier- und Kontrollgegenstände, Fensteraufkleber und Prüfungsaufkleber
für Kraftfahrzeuge
und andere Gerätschaft,
Parkerlaubnisse, Fälligkeitsaufkleber,
Parkzeichen, Geschwindigkeitsbegrenzungszeichen, Straßennamensschilder,
Kfz-Kennzeichen sowie andere allgemeine Verkehrszeichen und Straßenmarkierungszeichen
liegen ebenfalls innerhalb des Umfangs der Verfahren und Gegenstände der
vorliegenden Erfindung.
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Ein
veranschaulichender Validationsaufkleber 10, der in der
Erfindung benutzt wird, ist in 1 und 2 gezeigt.
Der Validationsaufkleber 10 umfasst die Folie 12 mit
der ersten Hauptoberfläche 14 und
der zweiten Hauptoberfläche 16.
In der gezeigten Ausführungsform
weist die zweite Oberfläche 16 die
darauf aufgebrachte Klebstoffschicht 17 auf. Die Folie 12 weist
eine oder mehrere Sicherheitsöffnungen 18a, 18b auf, welche
Reiß- und Zerfaserungsstellen
für die
Aufkleber erzeugen, wodurch diese „zerstörbar" werden. In vielen Fällen wird sich der Aufkleber 10 vor
der Benutzung auf einer entfernbaren Schutzabdeckung (d.h. einem temporären Träger) 20 befinden.
Die Abdeckung 20, mit dem der Aufkleber 10 ablösbar verbunden
ist, kann benutzt werden, um die Herstellung und Handhabung des
Aufklebers zu erleichtern. Falls gewünscht, kann auch ein Träger (nicht
gezeigt), der ablösbar
mit der ersten Hauptoberfläche 14 verbunden
ist, allein oder in Kombination mit einem Träger auf der zweiten Hauptoberfläche 16 benutzt
werden.
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Die
erste Hauptoberfläche 14 ist
für die
Darstellung lesbarer Informationen (z. B. Zeichen) geeignet, die
aus der Aufbringung von Markierungsmaterialien (z. B. Tonern oder
Tinten) resultieren. In vielen Ausführungsformen werden die Informationen
für das
bloße
Auge lesbar sein und werden in der Form von ausgewählten alphanumerischen
Zeichen oder anderen Symbolen, z. B. Balkencodes, Emblemen usw.
in gewünschten Farben
sein. Falls gewünscht,
können
die Informationen durch andere Mittel lesbar sein, z. B. maschinenlesbare
Infrarotbilder. Eine Vielfalt an geeigneten Mitteln zum Bilden gewünschter
Bilder auf der Hauptoberfläche 14 wird
dem Durchschnittsfachmann leicht offensichtlich sein. Um die Sichtbarkeit
und/oder Lesbarkeit des Aufklebers zu erhöhen, ist die Oberfläche 14 wenigstens
zum Teil retroreflektiv.
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Typischerweise
umfasst die Oberfläche 14 eine
Oberfläche,
die von Cellulose verschiedenes organisches Polymer enthält, auf
die Markierungsmaterial (nicht gezeigt) direkt aufgebracht werden
kann. Vorzugsweise umfasst die Oberfläche, die organisches Polymer
enthält,
ein durch Strahlung gehärtetes
Material, obwohl andere Materialien, die eine Oberfläche mit
erhöhter
Haftfähigkeit
bereitstellen, ebenfalls geeignet sind. Alternativ kann, bevor das
Markierungsmaterial auf die Folie 12 aufgebracht wird,
die Oberfläche,
die organisches Polymer enthält,
mit einer Beschichtung beschichtet werden, um eine ausgeprägte aufnahmefähige Druckschicht
(nicht gezeigt) mit einer Oberfläche
mit erhöhter
Haftfähigkeit
zu bilden. Solch eine aufnahmefähige
Druckschicht kann in einer Vielzahl von Dicken aufgetragen werden,
wie z. B. etwa 0,1 Milli-Inch bis etwa 1,5 Milli-Inch (etwa 2,5
Mikrometer bis etwa 38 Mikrometer). Als eine aufnahmefähige Schicht
kann sie in geringeren Dicken wirken, und wenn die Dicke erhöht wird,
könnte
ebenfalls die Witterungsbeständigkeit
in Außenanwendungen
der polymeren Oberfläche
sowie der darunter befindlichen Materialien (wie z. B. des retroreflektiven
Bahnenmaterials) verbessert werden. Bedeutenderweise stellt die
Beschichtung, die vorzugsweise eine durch Strahlung gehärtete Beschichtung
ist, eine für
Markierungsmaterialien sehr gut aufnahmefähige Oberfläche bereit, derart, dass Kombinationen
von Materialien ausgewählt
werden können,
die für
wünschenswerte
Eigenschaften sorgen. Geeignete Materialien zum Herstellen der aufnahmefähigen Druckschicht
sind unten beschrieben.
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Die
zweite Hauptoberfläche 16 ist
zum Verbinden des Aufklebers 10 mit einem Substrat (nicht
gezeigt) geeignet. In einigen Ausführungsformen, wie in 2 gezeigt,
kann die Oberfläche 16 mit
einer Schicht von Klebstoff 17 beschichtet sein. Die Auswahl
geeigneter Klebstoffe wird zum Teil von den Kennzeichen der anderen
Teile des Aufklebers 10, den Kennzeichen des Substrats,
auf welches der Aufkleber 10 aufgebracht werden soll, den
Bedingungen und der Weise, in der der Aufkleber aufgebracht werden
soll, und den Bedingungen, denen das Substrat mit aufgebrachtem
Aufkleber bei der Benutzung ausgesetzt wird, abhängig sein. Veranschaulichende
Beispiele für
Klebstoffe, die für
einige Ausführungsformen
der Erfindung nützlich
sind, sind Haftklebstoffe, Schmelzklebstoffe, aktivierte Klebstoffe
(z. B. mittels aktinischer Strahlung oder chemischer Initiatoren)
usw. Geeignete Klebstoffe für
spezifische Ausführungsformen
werden vom Durchschnittsfachmann leicht ausgewählt werden können.
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In
anderen Ausführungsformen
wird der Aufkleber 10 durch einen Klebstoff, der zuerst
auf die Oberfläche
des Substrats aufgebracht wird, mit dem Substrat verbunden. In solchen
Fällen
kann die Oberfläche 16 von
sich aus zur Benutzung mit dem vorgesehenen Klebstoff geeignet sein
oder kann mit geeigneten Grundierbehandlungen, wie z. B. Einwirken
von Korona oder Plasma, oder durch Auftragen von Grundierbeschichtungen
behandelt werden, um ihre Eignung zur Benutzung mit dem vorgesehenen
Klebstoff zu verbessern. Die Auswahl geeigneter Behandlungen und
Klebstoffe wird von dem Durchschnittsfachmann leicht getroffen werden
können.
Für einen
zerstörbaren
Beschilderungsgegenstand, wie z. B. einen Validationsaufkleber,
wird vorzugsweise ein Klebstoff benutzt, der für eine Schälfestigkeit eines Substrates
sorgt, welche die Bindefestigkeit zwischen den verschiedenen Schichten
der Gegenstände übersteigt.
Auf diese Weise kann der Gegenstand zerstörbar werden (z. B. zerbrochen
oder verbogen), wenn ein Versuch unternommen wird, den Gegenstand von
dem Substrat zu entfernen. Der Klebstoff ist typischerweise ein
Haftklebstoff (pressure sensitive adhesive, PSA), wie z. B. ein
herkömmlicher
PSA, der Isooctylacrylat und Acrylsäure enthält.
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3 veranschaulicht
eine bevorzugte Ausführungsform
eines retroreflektiven polymeren Bahnenmaterials 80, das
in der vorliegenden Erfindung nützlich
ist. Das Bahnenmaterial 80 weist eine entfernbare Schutzabdeckung 24 an
der alleruntersten Seite und eine Kernfolie auf, die ein typisches
mit Kügelchen
versehenes retroreflektives Element 62 und eine aufnahmefähige Druckschicht 82 aufweist.
Das retroreflektive Element 62 weist Haftklebstoff 36,
eine einlagige Schicht aus Mikrokugeln 30 mit darunterliegendem
reflektivem Material 32, Abstandsüberzugsschicht 43 und
Verbindungsschicht 44 auf.
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Das
Bahnenmaterial 80 mit aufnahmefähiger Druckschicht 82 ist
für Markierungsmaterialien,
die einen Farbstoff und ein Bindemittel enthalten (d.h. ein Farbstoff/Bindemittel
auf Basis von Harz), direkt aufnahmefähig. Ferner trägt die aufnahmefähige Druckschicht 82 zu
anderen funktionellen Eigenschaften polymerer Bahnenmaterialien
der Erfindung bei. In dem retroreflektiven Bahnenmaterial 80 kann
die Schicht 82 als eine Deckschicht/Klarlacküberzug dienen.
Die Schicht 82 kann auch optische Verhältnisse ergänzen, die notwendig sind, um
für Retroreflexionsvermögen zu sorgen.
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Die
Kernfolie des Bahnenmaterials 80 weist ein retroreflektives
Element 62 und eine entfernbare Schutzabdeckung 24 auf.
Jedoch kann die Kernfolie nur das Element 62 aufweisen,
beispielsweise dann, wenn das Bahnenmaterial 80 auf ein
Substrat geklebt wird. Eine Abdeckung, wie z. B. die Abdeckung 24,
kann in anderen Ausführungsformen,
die hierin ebenfalls offenbart sind, optional ein Teil einer Kernfolie
sein.
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Eine
Ausführungsform
eines Beschilderungsgegenstandes mit Zeichen auf demselben ist in 4 schematisch
im Querschnitt und in 5 in einer Draufsicht gezeigt.
Der Beschilderungsgegenstand 120 weist die Zeichen 122 und
die Kernfolie auf, die ein retroreflektives polymeres Bahnenmaterial 62,
wie oben beschrieben, aufweist. Die Zeichen 122 können aus
einem Farbstoff/Bindemittel auf Basis von Harz gebildet sein, und
eine aufnahmefähige
Druckschicht 82 kann beispielsweise aus einer Zusammensetzung
gebildet sein, die ein durch Strahlung härtbares Harz umfasst. Die aufnahmefähige Druckschicht
kann in einem Muster beschichtet sein oder eine kontinuierliche
Schicht bilden. Sie kann auch einen Farbstoff enthalten, falls gewünscht.
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Eine
andere Ausführungsform
eines Beschilderungsgegenstandes ist in 6 in einer
Draufsicht gezeigt. Der Gegenstand 130, der in der Form
eines Validationsaufklebers vorliegt, weist die Zeichen 132 und
ein polymeres retroreflektives Bahnenmaterial auf, das dem Bahnenmaterial 80 ähnlich ist,
das in 3 gezeigt ist. Ein Farbstoff/Bindemittel auf Basis
von Harz kann die Zeichen 132 bilden.
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Die
Gegenstände
der vorliegenden Erfindung können
für eine
verlängerte
Haltbarkeit eine Deckschicht aufweisen, falls gewünscht. Solche
Deckschichten würden
oben auf den Zeichen aufgebracht. Eine Deckschicht ist in bevorzugten
Ausführungsformen
nicht notwendig, da die Markierungsmaterialien, welche die Zeichen
bilden, und die Zusammensetzung, welche die Oberfläche mit
erhöhter
Haftfähigkeit
bildet, erfindungsgemäß hinsichtlich
ausreichender Haltbarkeit ausgewählt
sind, derart, dass die Zeichen nicht in den Beschilderungsgegenstand
eingelassen werden zu brauchen. Falls gewünscht, kann die Deckschicht
eine Klebstoffschicht sein.
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Retroreflektives
polymeres Bahnenmaterial in den bevorzugten Gegenständen der
vorliegenden Erfindung kann beispielsweise „mit Kügelchen versehenes Bahnenmaterial" in der Form von
Bahnenmaterial mit gekapselten Linsen (siehe z. B. die US-Patentschriften
Nr. 3,190,178, 4,025,159, 4,896,943, 5,064,272 und 5,066,098), Bahnenmaterial
mit umschlossenen Linsen (siehe z. B. die US-Patentschrift Nr. 2,407,680)
vorliegen oder ein durch Würfelecken
retroreflektives Bahnenmaterial umfassen (siehe z. B. die US-Patentschriften Nr.
3,684,348, 4,801,193, 4,895,428 und 4,938,563).
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Beispielsweise
kann in einer Ausführungsform
der Erfindung die Kernfolie eine Verbindungsschicht an der allerobersten
Seite, eine Abstandsüberzugsschicht,
die Polyvinylbutyral enthält,
beispielsweise unter der Verbindungsschicht, eine einlagige Schicht
aus Mikrokugeln mit alleruntersten und allerobersten Oberflächen, wobei
die alleruntersten Oberflächen
in der Abstandsüberzugsschicht
eingebettet sind und die allerobersten Oberflächen in der Verbindungsschicht
eingebettet sind, ein reflektives Material, das unter der einlagigen Schicht
aus Mikrokugeln liegt, und eine Haftklebstoffschicht an der alleruntersten
Seite aufweisen. Die Verbindungsschicht kann beispielsweise ein
Polyvinylbutyral oder einen synthetischen Polyester enthalten, der
mit einem butylierten Melaminharz vernetzt ist. Die Dicke der Verbindungsschicht
beträgt
typischerweise etwa 20 Mikrometer bis etwa 120 Mikrometer. Die Mikro kugeln
sind typischerweise aus Glas hergestellt, weisen Brechungsindizes
von etwa 2,1 bis etwa 2,3 und Durchmesser im Bereich von etwa 30
Mikrometern bis etwa 200 Mikrometern, vorzugsweise einen Durchmesser
von durchschnittlich etwa 60 Mikrometern, auf. Die Mikrokugeln sind
im Allgemeinen zu etwa 50 Prozent in der Verbindungsschicht eingebettet.
Die Abstandsüberzugsschicht
weist typischerweise eine Dicke auf, die sich von der Oberfläche der
Mikrokugel bis etwa zu einem Viertel des durchschnittlichen Durchmessers
der Mikrokugeln erstreckt. Das reflektive Material kann eine Schicht aus
Metallplättchen
oder eine aufgedampfte oder chemisch abgeschiedene Metallschicht,
wie z. B. von Aluminium oder Silber, sein.
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Ein
Verfahren zum Bilden einer aufnahmefähigen Druckschicht als Teil
eines polymeren Bahnenmaterials weist auf: a) Bereitstellen einer
polymeren Folie, vorzugsweise einer Kernfolie, die retroreflektive
Elemente aufweist; b) Aufbringen einer durch Strahlung härtbaren
Zusammensetzung auf die polymere Folie; und c) Härten der Zusammensetzung, um
ein polymeres Bahnenmaterial mit einer aufnahmefähigen Druckschicht zu ergeben.
Bevorzugte aufnahmefähige
Druckschichtzusammensetzungen können
unter Verwendung vieler zweckmäßiger Techniken,
einschließlich
beispielsweise Eintauchen, Spritzen, Flutbeschichten, Vorhanggießen, Walzbeschichten,
Rakelauftragen, Messerstreichen, Drahtwickelauftragen oder Gravurstreichen,
aufgebracht werden. Der Fachmann kann eine dieser oder andere geeignete
Auftragsverfahren für
spezielle Anwendungen leicht auswählen. Nach dem Aufbringen auf
die polymere Folie wird die Zusammensetzung typischerweise und vorzugsweise
Strahlung ausgesetzt, um ein polymeres Bahnenmaterial herzustellen,
das eine obere ausgesetzte Oberfläche aufweist, die von der aufnahmefähigen Druckschicht
gebildet ist.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind darin vorteilhaft,
dass polymere Bahnenmaterialien mit einer einzigen Schicht aufgebaut
werden können,
die nicht nur zu funktionellen Eigenschaften beiträgt, die
früher
Mehrfachschichten erforderten, wie z. B. Deckschichten, Klarlacküberzüge und dergleichen,
sondern zudem unter Verwendung von Farbstoff/Bindemittel auf Basis
von Harz direkt bedruckbar ist. Daher kann das Aufbauen von Bahnenmaterialien
mittels der Verfahren der Erfindung stark vereinfacht werden.
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Validationsaufkleber
sind nur ein Beispiel für
die Typen von Beschilderungsgegenständen, die von der vorliegenden
Erfindung umfasst werden. Die Materialien der Oberfläche mit
erhöhter
Haftfähigkeit,
die vorzugsweise ein durch Strahlung gehärtetes Material enthält und stärker bevorzugt
eine ausgeprägte
durch Strahlung gehärtete
aufnahmefähige
Druckschicht ist, und die Markierungsmaterialien sind so ausgewählt, dass
der Gegenstand eine oder mehrere der folgenden gewünschten
Eigenschaften aufweist: (1) Abriebfestigkeit, (2) gute Haftfähigkeit
zwischen den verschiedenen Schichten eines Gegenstandes oder zwischen
den Zeichen und der aufnahmefähigen
Druckschicht, (3) Lösemittelbeständigkeit,
insbesondere Benzinbeständigkeit,
(4) Bedruckbarkeit und (5) Witterungsbeständigkeit. Witterungsbeständigkeit
bezieht sich auf Kennzeichen, wie z. B. die Bewahrung der retroreflektiven
Helligkeit, Beständigkeit
gegen Schmutz und/oder Beständigkeit
gegen Vergilben unter normalen Anwendungsbedingungen im Außenbereich,
wo das Sonnenlicht, die Temperatur und andere Umweltparameter die
Leistungsfähigkeit
des Bahnenmaterials beeinträchtigen
können.
Vorzugsweise können
diese Eigenschaften ohne die Notwendigkeit einer Schutzbeschichtung
auf dem Markierungsmaterial (d.h. eine Deckschicht) erhalten werden.
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Prüfungen,
die in dem Abschnitt der Beispiele beschrieben sind, können angewendet
werden, um zu bestimmen, ob Gegenstände der vorliegenden Erfindung
eine oder mehrere der oben aufgeführten Eigenschaften aufweisen.
Die Oberfläche
mit erhöhter
Haftfähigkeit
(vorzugsweise eine aufnahmefähige
Druckschicht und stärker
bevorzugt eine durch Strahlung gehärtete Beschichtung) und die
Markierungsmaterialien können
im Allgemeinen separat geprüft
werden.
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Typischerweise
ist nach einem oder mehreren der beschriebenen Prüfverfahren
im Vergleich zu dem Anteil an Markierungsmaterial, das von demselben
Gegenstand unter denselben Bedingungen entfernt ist, wenn die aufnahmefähige Druckschicht
nicht gegenwärtig
ist, weniger von dem Markierungsmaterial entfernt. Vorzugsweise
sind die Markierungsmaterialien, nachdem ein oder mehrere der Prüfverfahren
durchgeführt sind,
die in dem Abschnitt der Beispiele beschrieben sind, nicht wesentlich
entfernt. Damit ist gemeint, dass nach dem Durchführen einer
gewünschten
Prüfung
nicht mehr als etwa 50 %, vorzugsweise nicht mehr als etwa 25 %
und stärker
bevorzugt nicht mehr als etwa 10 % des Markierungsmaterials entfernt
ist. Der Anteil an Markierungsmaterial, der entfernt ist, kann qualitativ
bestimmt werden. Alternativ kann er durch Messen der Druckdichte
vor und nach jeder Prüfung
unter Verwendung eines Densitometers quantitativ bestimmt werden.
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Die
Auswirkung der Prüfverfahren
auf die Oberfläche
mit erhöhter
Haftfähigkeit
kann qualitativ oder auch quantitativ bestimmt werden. Beispielsweise
kann der Anteil an entferntem Material für eine separate aufnahmefähige Druckschicht
qualitativ oder quantitativ bestimmt werden. Vorzugsweise ist die
aufnahmefähige Druckschicht,
nachdem ein oder mehrere der Prüfvorgänge durchgeführt sind,
die in dem Abschnitt der Beispiele beschrieben sind, nicht wesentlich
entfernt. Damit ist gemeint, dass nach dem Durchführen einer
gewünschten
Prüfung
nicht mehr als etwa 50 %, vorzugsweise nicht mehr als etwa 25 %
und stärker
bevorzugt nicht mehr als etwa 10 % der aufnahmefähigen Druckschicht entfernt
ist. Der Anteil an entfernter aufnahmefähiger Druck schicht kann durch
Messen der Farbdichte vor und nach jeder Prüfung unter Verwendung eines Densitometers
durchgeführt
werden, falls die aufnahmefähige
Druckschicht farbig ist. Alternativ kann die Auswirkung auf die
Oberfläche
mit erhöhter
Haftfähigkeit
durch Messen des Anteils an entferntem Glanz unter Verwendung eines
Glanzmessers nach dem Durchführen
einer gewünschten
Prüfung
bestimmt werden.
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Beispielsweise
ist das Markierungsmaterial (oder nur die aufnahmefähige Druckschicht)
durch 5 Zyklen, vorzugsweise durch 10 Zyklen und stärker bevorzugt
durch 25 Zyklen Wischen des Markierungsmaterials (oder nur der aufnahmefähigen Druckschicht)
mit Benzin vorzugsweise nicht wesentlich entfernt. Vorzugsweise
ist das Markierungsmaterial (oder nur die aufnahmefähige Druckschicht)
nach Abreiben des Markierungsmaterials (oder nur der aufnahmefähigen Druckschicht)
in 1.000 Scheuerzyklen nicht wesentlich entfernt. Vorzugsweise ist
das Markierungsmaterial (oder nur die aufnahmefähige Druckschicht) nach dem
Aufbringen eines mit Haftklebstoff beschichteten Bandes unter Daumendruck
auf das Markierungsmaterial (oder nur die aufnahmefähige Druckschicht)
und Entfernen nicht wesentlich entfernt.
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Oberfläche mit
erhöhter
Haftfähigkeit
-
Die
Oberfläche 14 (1)
kann eine Oberfläche
sein, die ein von Cellulose verschiedenes organisches Polymer enthält, auf
die Markierungsmaterialien direkt aufgetragen werden können oder
die mit einem anderen organischen polymeren Material (d.h. einer
aufnahmefähigen
Druckschicht) beschichtet werden kann, das die Haftfähigkeit
der Markierungsmaterialien erhöht.
Solch ein Material ist vorzugsweise ein durch Strahlung gehärtetes Material.
Unerwarteterweise ist durch Strahlung gehärtetes Material für eine breite
Vielfalt an Markierungsmaterialien unter Verwendung einer breiten
Vielfalt an Drucksystemen aufnahmefähig. Typischerweise ist das
Material ein oligomeres oder polymeres Material. Es kann aus einem
Vorläufer,
der als ein Fluid aufgetragen werden kann, das in der Lage ist,
ausreichend zu fließen,
um auftragbar zu sein, und dann Verfestigen unter Filmbildung hergestellt
werden. Alternativ kann er als ein vorherig gebildeter Film aufgebracht werden.
Die Verfestigung kann durch Härten
(d.h. Polymerisieren und/oder Vernetzen) und/oder durch Trocknen
(z. B. Austreiben einer Flüssigkeit)
oder einfach durch Kühlen
erzielt werden. Der Vorläufer
kann eine durch organisches Lösemittel übertragene,
eine durch Wasser übertragene
oder eine 100-%-Feststoff- (d.h. eine im Wesentlichen lösemittelfreie)
Zusammensetzung sein. Das heißt,
die Oberfläche,
die organisches Polymer enthält,
der Gegenstände
der vorliegenden Erfindung kann aus einer 100-%-Feststoffformulierung
gebildet werden oder sie kann aus einem Lösemittel (z. B. einem Keton,
Tetrahydrofuran oder Wasser) heraus mit nachfolgendem Trocknen und/oder
Härten
aufgetragen werden. Vorzugsweise ist der Vorläufer eine 100-%-Feststoffformulierung,
die im Wesentlichen lösemittelfrei
ist (d.h. weniger als etwa 1 Gew.%). Damit ist gemeint, dass in
dem Vorläufer
weniger als etwa 1 Gew.% reaktionsunfähiges Verdünnungsmittel (wie unten definiert)
vorhanden ist. Daher kann der Vorläufer einfach unter Bildung
einer Beschichtung trocknen, oder die Komponenten des Vorläufers können unter
Verwendung einer breiten Vielfalt an Härtungsmechanismen (z. B. oxidative
Härtung
infolge von Luftsauerstoff, thermische Härtung, Feuchtigkeitshärtung, Härtung mit
hochenergetischer Strahlung, Kondensationspolymerisation, Additionspolymerisation
und Kombinationen derselben) polymerisieren und/oder vernetzen.
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Ein
bevorzugter Vorläufer
ist einer, der in der Lage ist, irreversibel ein gehärtetes oligomeres/polymeres
Material zu bilden, und wird oftmals untereinander austauschbar
mit dem Ausdruck „thermisch
härtender" Vorläufer benutzt.
Der Ausdruck „thermisch
härtender" Vorläufer wird
hierin benutzt, um reaktionsfähige
Systeme zu bezeichnen, die durch die Anwendung von Wärme und/oder
anderen Energiequellen, wie z. B. Elektronen-, Ultraviolett-, sichtbare
Strahlung usw., oder durch Zugabe eines chemischen Katalysators,
Feuchtigkeit und dergleichen im Laufe der Zeit irreversibel aushärten. Der
Ausdruck „reaktionsfähig" bedeutet, dass die Komponenten
des Vorläufers
unter Verwendung eines beliebigen der oben aufgeführten Mechanismen
entweder unter Polymerisieren, Vernetzen oder beidem mit einander
(oder mit sich selbst) reagieren.
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Komponenten,
die zur Benutzung in dem Vorläufer
ausgewählt
werden, können
benutzt werden, um die Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit
des Gegenstandes, wie z. B. des retroreflektiven Bahnenmaterials eines
Validationsaufklebers, zu erhöhen.
In Abhängigkeit
von dem Aufbau des Bahnenmaterials wechselwirken verschiedene Komponenten
des Vorläufers
vorzugsweise mit der darunterliegenden Oberfläche (wenn der Aufbau beispielsweise
eine durch Strahlung gehärtete
Beschichtung auf einem darunterliegenden organischen polymeren Material
aufweist). Der Ausdruck „wechselwirken" bezeichnet eine
Vielfalt an Wechselwirkungsmechanismen, wie z. B. Oberflächenaufrauhung,
Lösen oder
gegenseitige Durchdringung. Es könnte auch
eine kovalente Wechselwirkung (z. B. Polymerisieren und/oder Vernetzen)
zwischen Komponenten des Vorläufers
und der darunterliegenden Oberfläche
erfolgen.
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Die
Vorläufer
können
reaktionsfähige
oder reaktionsunfähige
Komponenten enthalten. Reaktionsunfähige Vorläufer enthalten typischerweise
Polymere oder Oligomere, die in reaktionsunfähigen flüchtigen Flüssigkeiten gelöst oder
dispergiert sind, obwohl 100-%-Feststoffsysteme ebenfalls benutzt
werden können.
Dazu können
beispielsweise ein Thermoplast, der aus einem Lösemittel heraus oder als eine
Schmelze aufgetragen wird, und ein Latex gehören, der aus Wasser heraus
aufgetragen wird. Obwohl reaktionsunfähige Vorläufer benutzt werden können, sind
sie jedoch nicht bevorzugt.
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Materialien,
die zum Bilden der Oberfläche
mit erhöhter
Haftfähigkeit
geeignet sind, sind vorzugsweise Vorläufer, die reaktionsfähige Komponenten
umfassen, d.h. Materialien, die in der Lage sind, durch eine breite Vielfalt
an Mechanismen (z. B. oxidative Härtung, Kondensation, Feuchtigkeitshärtung, Strahlungs-
oder thermische Härtung
radikalischer Systeme usw. oder Kombinationen derselben) vernetzt
und/oder polymerisiert zu werden. Beispiele sind Aminoharze (d.h.
Aminoplastharze), wie z. B. alkylierte Harnstoff-Formaldehyd-Harze,
Melamin-Formaldehyd-Harze und alkylierte Benzoguanamin-Formaldehyd-Harze;
Acrylatharze (einschließlich
Acrylaten und Methacrylaten), wie z. B. Vinylacrylate, acrylierte
Epoxide, acrylierte Urethane, acrylierte Polyester, acrylierte Acryle,
acrylierte Polyether, acrylierte Öle und acrylierte Silicone;
Alkydharze, wie z. B. Urethanalkydharze; Polyesterharze; reaktionsfähige Urethanharze;
Phenol-Formaldehyd-Harze (d.h. phenolische Harze), wie z. B. Resol-
und Novolac-Harze;
phenolische Latexharze; Epoxidharze, wie z. B. Bisphenol-Epoxid-Harze;
Isocyanate; Isocyanurate; Polysiloxanharze einschließlich Alkylalkoxysilanharzen;
reaktionsfähige
Vinylharze; und dergleichen, sind aber nicht auf diese beschränkt. Wie
hierin benutzt, bezeichnet „Harze" oder „Harzsysteme" polydisperse Systeme,
die Monomere, Oligomere, Polymere oder Kombinationen derselben enthalten.
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Solche
reaktionsfähigen
Vorläuferkomponenten
sind in der Lage durch eine Vielfalt an Mechanismen (z. B. Kondensations-
oder Additionspolymerisation) unter Verwendung von beispielsweise
thermischer Energie, Strahlungsenergie usw. gehärtet zu werden. Schnell wirkende
Formen von Strahlungsenergie (z. B. solche, welche die Anwendung
für weniger
als fünf
Minuten und vorzugsweise weniger als fünf Sekunden erfordern) sind besonders
bevorzugt. Elektronenstrahlung (e-Strahlung) ist aufgrund ihrer
Fähigkeit,
in stark pigmentierte Beschichtungen einzudringen, ihrer Geschwindigkeit
und wirkungsvollen Nutzung angewendeter Energie und der Einfachheit
ihrer Steuerung besonders erwünscht.
Zu anderen nützlichen
Formen von Strahlungsenergie gehören
Ultraviolettlicht, Kernstrahlung, Infrarot- und Mikrowellenstrahlung.
In Abhängigkeit
von dem jeweiligen Härtungsmechanismus
kann der Vorläufer
ferner einen Katalysator, einen Initiator oder ein Härtungsmittel
enthalten, um die Initiierung des Polymerisierungs- und/oder Vernetzungsverfahren
zu unterstützen
und/oder dieselben zu beschleunigen.
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Reaktionsfähige Vorläuferkomponenten,
die in der Lage sind, durch thermische Energie und/oder die Zeit
mit der Zugabe von Katalysatoren gehärtet zu werden, sind beispielsweise
phenolische Harze, wie z. B. Resol- und Novolac-Harze; Epoxidharze,
wie z. B. Bisphenol-A-Epoxid-Harze; und Aminoharze, wie z. B. alkylierte
Harnstoff-Formaldehyd-Harze, Melamin-Formaldehyd-Harze und alkylierte
Benzoguanamin-Formaldehyd-Harze. Die Vorläufer, die reaktionsfähige Komponenten
wie diese enthalten, können
in Abhängigkeit von
dem Harzsystem thermische Radikalinitiatoren, Säurekatalysatoren usw. enthalten.
Beispiele für
thermische Radikalinitiatoren sind Peroxide, wie z. B. Benzoylperoxid,
und Azoverbindungen. Typischerweise benötigen solche reaktionsfähigen Vorläuferkomponenten
zur Härtung
Temperaturen von höher
als der Raumtemperatur (d.h. etwa 25 °C bis etwa 30 °C), obwohl
bei Raumtemperatur härtbare
Systeme bekannt sind.
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Stärker bevorzugte
Vorläufer
sind diejenigen, die unter Verwendung von Strahlung härtbar sind.
Diese werden hierin als durch Strahlung härtbare Materialien bezeichnet.
Wie hierin benutzt, bezieht sich „Strahlungshärtung" oder „durch
Strahlung härtbar" auf Härtungsmechanismen,
in welche die Polymerisation und/oder die Vernetzung von Harzsystemen
durch Einwirken von Ultraviolettstrahlung, sichtbarer Strahlung, Elektronenstrahlung
oder Kombinationen derselben, optional mit dem geeigneten Katalysator
oder Initiator, einbezogen sind/ist. Typischerweise gibt es zwei
Typen von Strahlungshärtungsmechanismen,
die vorkommen: radikalisches Härten
und kationisches Härten.
In diese ist üblicherweise
das Härten
in einem Arbeitsgang oder ein Typ von Härtungsmechanismus einbezogen.
Gemische aus radikalischen und kationischen Materialien können ebenfalls
gehärtet
werden, um gewünschte
Eigenschaften von beiden Systemen zu verleihen. Ebenfalls geeignet
sind Dualhärtungs-
und Hybridhärtungssysteme
wie unten erörtert.
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In
kationischen Systemen reagieren kationische Photoinitiatoren bei
Einwirken von Ultraviolettlicht unter Zersetzung und Erzeugung eines
Säurekatalysators.
Der Säurekatalysator
pflanzt eine Vernetzungsreaktion über einen ionischen Mechanismus
fort. Epoxidharze, insbesondere cycloaliphatische Epoxide, sind
die bei der kationischen Härtung
am häufigsten
benutzten Harze, obwohl aromatische Epoxide und Oligomere auf Basis
von Vinylether ebenfalls benutzt werden können. Zudem können Polyole
bei der kationischen Härtung
mit Epoxiden als Kettenübertragungsmittel
und Flexibilisierungsmittel benutzt werden. Auch können Epoxid-Siloxane,
wie in Eckberg et al., "UV
Cure of Epoxysiloxanes," Radiation
Curing in Polymer Science and Technology: Volume IV, Practical Aspects
and Applications, Fouassier und Rabek, Hrsg., Elsevier Applied Science,
NY, Kapitel 2, 19 bis 49 (1993) offenbart, unter Verwendung eines
kationischen Photoinitiators gehärtet
werden. Zu kationischen Photoinitiatoren gehören Salze von Oniumkationen,
wie z. B. Arylsulfoniumsalze, sowie metallorganische Salze. Beispiele
für kationische
Photoinitiatoren sind in den US-Patentschriften Nr. 4,751,138 (Tumey et
al.) und 4,985,340 (Palazzotti) und den europäischen Patentanmeldungen Nr.
306,161 und 306,162 offenbart. Ein geeigneter Photoinitiator für Epoxid-Siloxane
ist das photoaktive Iodoniumsalz, das unter der Handelsbezeichnung
UV9310C von GE Silicones, Waterford, NY erhältlich ist.
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In
radikalischen Systemen sorgt die Strahlung für sehr schnelle und kontrollierte
Erzeugung von hochreaktionsfähigen
Spezies, welche die Polymerisation ungesättigter Materialien initiieren.
Beispiele für
radikalisch härtbare
Materialien sind Acrylatharze, Aminoplastderivate mit anhängenden
alpha,beta-ungesättigten Carbonylgruppen,
Isocyanuratderivate mit wenigstens einer anhängenden Acrylatgruppe, Isocyanatderivate mit
wenigstens einer anhängenden
Acrylatgruppe, ungesättigte
Polyester (z. B. die Kondensationsprodukte von organischen Disäuren und
Glycolen), Polyen/Thiol/Silicon-Systeme
und andere ethylenisch ungesättigte Verbindungen
und Gemische und Kombinationen derselben, sind aber nicht auf diese
beschränkt.
Solche durch Strahlung härtbare
Systeme sind ausführlicher
in Allen et al., „UV
and Electron Beam Curable Pre-Polymers and Diluent Monomers: Classification,
Preparation and Properties" Radiation
Curing in Polymer Science and Technology: Volume I, Fundamentals
and Methods, Fouassier und Rabek, Hrsg., Elsevier Applied Science,
NY, Kapitel 5, 225 bis 262 (1993); Federation Series on Coatings
Technology: Radiation Cured Coatings, Federation of Societies for
Coatings Technology, Philadelphia, PA, Seite 7 bis 13 (1986); und
Radiation Curing Primer I: Inks, Coatings, and Adhesives, RadTech
International North America, Northbrook, IL, Seite 45 bis 53 (1990),
erörtert.
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Radikalisch
härtbare
Systeme können
unter Verwendung von Strahlungsenergie gehärtet werden, obwohl sie unter
Verwendung von thermischer Energie gehärtet werden können, sofern
eine Quelle an Radikalen in dem System vorhanden ist (z. B. Peroxid-
oder Azoverbindung). Somit weisen der Ausdruck „durch Strahlung härtbar" und insbesondere
der Ausdruck „radikalisch
härtbar" inner halb ihres
Umfangs Systeme auf, die auch unter Verwendung von thermischer Energie
gehärtet
werden können
und in welche ein radikalischer Härtungsmechanismus einbezogen
ist. Im Gegensatz dazu bezeichnet der Ausdruck „durch Strahlung gehärtet" Systeme, die durch
Einwirken von Strahlungsenergie (nicht thermischer) gehärtet worden
sind.
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Zu
geeigneten Acrylatharzen zur Benutzung in der vorliegenden Erfindung
gehören
acrylierte Urethane (d.h. Urethanacrylate), acrylierte Epoxide (d.h.
Epoxidacrylate), acrylierte Polyester (d.h. Polyesteracrylate), acrylierte
Acryle, acrylierte Silicone, acrylierte Polyether (d.h. Polyetheracrylate),
Vinylacrylate und acrylierte Öle,
sind aber nicht auf diese beschränkt.
Wie hierin benutzt, beziehen die Ausdrücke „Acrylat" und „acrylatfunktionell" sowohl Acrylate
als auch Methacrylate ein, gleichgültig, ob sie Monomere, Oligomere
oder Polymere sind.
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Acrylierte
Urethane sind Diacrylatester von mit Hydroxy terminierten NCO-erweiterten
Polyestern oder Polyethern. Diese sind besonders bevorzugt. Sie
können
aliphatisch oder aromatisch sein, obwohl acrylierte Urethane bevorzugt
sind, weil sie weniger witterungsempfindlich sind. Beispiele für handelsübliche acrylierte Urethane
sind diejenigen, die bekannt sind unter den Handelsbezeichnungen
PHOTOMER (z. B. PHOTOMER 6010) von der Henkel Corp., Hoboken, NJ;
EBECRYL 220 (hexafunktionelles aromatisches Urethanacrylat mit einem
Molekulargewicht von 1.000), EBECRYL 284 (aliphatisches Urethandiacrylat
mit einem Molekulargewicht von 1.200, verdünnt mit 1,6-Hexandioldiacrylat),
EBECRYL 4827 (aromatisches Urethandiacrylat mit einem Molekulargewicht
von 1.600), EBECRYL 4830 (aliphatisches Urethandiacrylat mit einem
Molekulargewicht von 1.200, verdünnt
mit Tetraethylenglycoldiacrylat), EBECRYL 6602 (trifunktionelles
aromatisches Urethanacrylat mit einem Molekulargewicht von 1.300,
verdünnt
mit Trimethy lolpropanethoxytriacrylat) und EBECRYL 8402 (aliphatisches
Urethandiacrylat mit einem Molekulargewicht von 1.000) von UCB Radcure
Inc., Smyrna, GA; SARTOMER (z. B. SARTOMER 9635, 9645, 9655, 963-B80,
966-A80) von Sartomer Co., West Chester, PA; und UVITHANE (z. B.
UVITHANE 782) von Morton International, Chicago, IL.
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Acrylierte
Epoxide sind Diacrylatester von Epoxidharzen, wie z. B. die Diacrylatester
von Bisphenol-A-Epoxidharz. Beispiele für handelsübliche acrylierte Epoxide sind
diejenigen, die bekannt sind unter den Handelsbezeichnungen EBECRYL
600 (Bisphenol-A-Epoxiddiacrylat mit einem Molekulargewicht von
525), EBECRYL 629 (Epoxid-Novolac-acrylat mit einem Molekulargewicht
von 550) und EBECRYL 860 (epoxidiertes Sojaöl-acrylat mit einem Molekulargewicht
von 1.200) von UCB Radcure Inc., Smyrna, GA; und PHOTOMER 3016 (Bisphenol-A-Epoxiddiacrylat),
PHOTOMER 3038 (Epoxidacrylat/Tripropylenglycoldiacrylat-Abmischung),
PHOTOMER 3071 (modifiziertes Bisphenol-A-acrylat) usw. von der Henkel
Corp., Hoboken, NJ.
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Acrylierte
Polyester sind die Reaktionsprodukte von Acrylsäure mit einem Polyester auf
Basis von zweibasiger Säure/aliphatischem
Diol. Beispiele für
handelsübliche
acrylierte Polyester sind diejenigen, die bekannt sind unter den
Handelsbezeichnungen PHOTOMER 5007 (hexafunktionelles Acrylat mit
einem Molekulargewicht von 2.000), PHOTOMER 5018 (tetrafunktionelles
Acrylat mit einem Molekulargewicht von 1.000) und andere acrylierte
Polyester der PHOTOMER-5000-Reihe von der Henkel Corp., Hoboken,
NJ; und EBECRYL 80 (tetrafunktionelles modifiziertes Polyesteracrylat
mit einem Molekulargewicht von 1.000), EBECRYL 450 (fettsäuremodifiziertes
Polyesterhexaacrylat) und EBECRYL 830 (hexafunktionelles Polyesteracrylat
mit einem Molekulargewicht von 1.500) von UCB Radcure Inc., Smyrna,
GA.
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Acrylierte
Acryle sind acrylische Oligomere oder Poly mere, die reaktionsfähige anhängende oder
endständige
Acrylsäuregruppen
aufweisen, die in der Lage sind, Radikale für eine nachfolgende Reaktion
zu bilden. Beispiele für
handelsübliche
acrylierte Acryle sind diejenigen, die bekannt sind unter den Handelsbezeichnungen
EBECRYL 745, 754, 767, 1701 und 1755 von UCB Radcure Inc., Smyrna,
GA.
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Acrylierte
Silicone, wie z. B. bei Raumtemperatur vulkanisierte Silicone, sind
Oligomere oder Polymere auf Basis von Silicon, die reaktionsfähige anhängende oder
endständige
Acrylsäuregruppen
aufweisen, die in der Lage sind, Radikale für eine nachfolgende Reaktion
zu bilden. Diese und andere Acrylate sind erörtert in Allen et al., „UV and
Electron Beam Curable Pre-Polymers and Diluent Monomers: Classification,
Preparation and Properties",
Radiation Curing in Polymer Science and Technology: Volume I, Fundamentals
and Methods, Fouassier und Rabek, Hrsg., Elsevier Applied Science,
NY, Kapitel 5, 225 bis 262 (1993); Federation Series on Coatings
Technology: Radiation Cured Coatings, Federation of Societies for
Coatings Technology, Philadelphia, PA, S. 7 bis 13 (1986); und Radiation
Curing Primer I: Inks, Coatings, and Adhesives, RadTech International
North America, Northbrook, IL, S. 45 bis 53 (1990).
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Isocyanuratderivate
mit wenigstens einer anhängenden
Acrylatgruppe und Isocyanatderivate mit wenigstens einer anhängenden
Acrylatgruppe sind in der US-Patentschrift Nr. 4,652,274 (Boetcher
et al.) weiter beschrieben. Zu Beispielen für Isocyanuratharze mit Acrylatgruppen
gehört
ein Triacrylat von Tris(hydroxyethyl)isocyanurat.
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Durch
Strahlung härtbare
Aminoplastharze weisen wenigstens eine anhängende alpha,beta-ungesättigte Carbonylgruppe
je Molekül
oder Oligomer auf. Diese ungesättigten
Carbonylgruppen können
Acrylat-, Methacrylat- oder
Acrylamid-Typ-Gruppen sein. Beispiele für Harze mit Acrylamidgruppen
sind N-(Hydroxymethyl)-acrylamid, N,N'-Oxydimethylenbisacrylamid, ortho- und
para-acrylamidomethyliertes Phenol, acrylamidomethyliertes phenolisches
Novolac, Glycolurilacrylamid, acrylamidomethyliertes Phenol und
Kombinationen derselben. Diese Materialien sind in den US-Patentschriften
Nr. 4,903,440 (Larson et al.), 5,055,113 (Larson et al.) und 5,236,472
(Kirk et al) weiter beschrieben.
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Zu
anderen geeigneten ethylenisch ungesättigten Harzen gehören monomere,
oligomere und polymere Verbindungen, die typischerweise Estergruppen,
Amidgruppen und Acrylatgruppen enthalten. Solche ethylenisch ungesättigten
Verbindungen weisen vorzugsweise ein Molekulargewicht von weniger
als etwa 4.000 auf. Sie sind vorzugsweise Ester, die durch die Reaktion
von Verbindungen, die aliphatische Monohydroxygruppen oder aliphatische
Polyhydroxygruppen enthalten, und ungesättigten Carbonsäuren, wie
z. B. Acrylsäure,
Methacrylsäure,
Itaconsäure,
Maleinsäure
und dergleichen, hergestellt sind. Typische Beispiele für Acrylatharze
sind an anderer Stelle hierin aufgeführt. Zu anderen ethylenisch
ungesättigten
Harzen gehören Monoallyl-,
Polyallyl- und Polymethallylester und -amide von Carbonsäuren, wie
z. B. Diallylphthalat, Diallyladipat und N,N-Diallyladipamid, sowie
Styrol, Divinylbenzol, Vinyltoluol. Zu noch anderen gehören Tris(2-acryloyl-oxyethyl)-isocyanurat,
1,3,5-Tri(2-methacryloxyethyl)-s-triazin, Acrylamid, Methylacrylamid,
N-Methylacrylamid, N,N-Dimethylacrylamid, N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam
und N-Vinylpiperidon.
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In
Dualhärtungs-Harzsystemen
erfolgt die Polymerisation oder Vernetzung in zwei separaten Stufen, entweder über denselben
oder verschiedene Reaktionsmechanismen. In Hybridhärtungs-Harzsystemen
laufen durch Einwirken von Ultraviolett- oder Elektronenstrahlung
zwei Mechanismen der Polymerisation oder Vernetzung gleichzeitig
ab. Zu chemischen Härtungsmechanismen,
die in diesen Systemen ablaufen können, gehören die radikalische Polymerisation
acrylischer Doppelbindungen, die radikalische Polymerisation ungesättigter
Polyester von Styrol oder anderen Monomeren, die Lufttrocknung von
Allylfunktionen, das kationische Härten von Vinylethern oder Epoxiden,
die Kondensation von Isocyanaten und das säurekatalysierte thermische
Härten,
sind aber nicht auf diese beschränkt.
Somit können
in den Dualhärtungs-
und Hybridhärtungssystemen
beispielsweise das Härten
durch Strahlung mit der thermischen Härtung oder das Härten durch Strahlung
mit der Feuchtigkeitshärtung
kombiniert werden. Eine Kombination der Elektronenstrahlhärtung mit Ultravioletthärtung ist
ebenfalls möglich.
Das Kombinieren von Härtungsmechanismen
kann beispielsweise durch Vermischen von Materialien mit zwei Funktionalitätstypen
in einer Struktur oder durch Vermischen verschiedener Materialien
mit einem Funktionalitätstyp
erreicht werden. Solche Systeme sind in Peeters, „Overview
of Dual-Cure and Hybrid-Cure Systems in Radiation Curing", Radiation Curing
in Polymer Science and Technology: Volume III, Polymer Mechanisms,
Fouassier und Rabek, Hrsg., Elsevier Applied Science, NY, Kapitel
6, 177 bis 217 (1993), erörtert.
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Von
den durch Strahlung härtbaren
Materialien sind radikalisch härtbare
Materialien bevorzugt. Von diesen sind die Acrylate zur Benutzung
in den Vorläufern,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, besonders bevorzugt.
Beispiele für
solche Materialien sind mono- oder
multifunktionelle Acrylate (d.h. Acrylate und Methacrylate), acrylierte
Epoxide, acrylierte Polyester, acrylierte aromatische oder aliphatische
Urethane, acrylierte Acryle, acrylierte Silicone usw. und Kombinationen
oder Abmischungen derselben. Diese können Monomere oder Oligomere
(d.h. Polymere mit mäßig niedrigem
Molekulargewicht, die typischerweise 2 bis 100 Monomereinheiten
und oftmals 2 bis 20 Monomereinheiten enthalten) mit variierendem
Molekulargewicht (z. B. ge wichtsmittleres Molekulargewicht von 100
bis 2.000) sein. Zu bevorzugten Vorläufern gehören acrylierte Epoxide, acrylierte
Polyester, acrylierte aromatische oder aliphatische Urethane und
acrylierte Acryle. Zu stärker
bevorzugten Vorläufern
gehören
acrylierte aromatische oder aliphatische Urethane, und zu am stärksten bevorzugten
Vorläufern
gehören
acrylierte aliphatische Urethane.
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Radikalisch
durch Strahlung härtbare
Systeme enthalten oftmals Oligomere und/oder Polymere (oftmals auch
als Filmbildner bezeichnet), die das Hauptgerüst des resultierenden gehärteten Materials
bilden, und reaktionsfähige
Monomere (oftmals auch als reaktionsfähige Verdünnungsmittel bezeichnet) zur
Einstellung der Viskosität
der härtbaren
Zusammensetzung. Obwohl die Filmbildner typischerweise oligomere
oder polymere Materialien sind, sind einige monomere Materialien
ebenfalls in der Lage, einen Film zu bilden. Typischerweise erfordern
Systeme wie diese die Benutzung von Ultraviolett- oder Elektronenstrahlung.
Durch Ultraviolettstrahlung härtbare
Systeme enthalten typischerweise auch einen Photoinitiator. Auch
können
Wasser oder organische Lösemittel
benutzt werden, um die Viskosität
des Systems zu verringern (wirken somit als reaktionsunfähige Verdünnungsmittel),
obwohl dies typischerweise eine thermische Behandlung erfordert,
um das Lösemittel
auszutreiben. Daher enthalten die Vorläufer, die in der vorliegenden
Erfindung nützlich
sind, vorzugsweise kein Wasser oder organisches Lösemittel.
Das heißt,
sie sind vorzugsweise 100-%-Feststoffformulierungen.
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Bevorzugte
Vorläufer,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, enthalten ein
reaktionsfähiges Verdünnungsmittel
und einen Filmbildner. Das reaktionsfähige Verdünnungsmittel enthält wenigstens
eine mono- oder multifunktionelle monomere Verbindung. wie hierin
benutzt, bedeutet monofunktionell, dass die Verbindung eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
enthält,
und bedeutet multifunktionell, dass die Verbindung mehr als eine
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung oder eine andere chemisch
reaktionsfähige
Gruppe enthält,
die durch Kondensation vernetzen kann. Beispiele für Harze
mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung und einer anderen
chemisch reaktionsfähigen
Gruppe sind Isocyanatoethylmethacrylat, Isobutoxymethylacrylamid
und Methacryloxypropyltrimethoxysilan. Geeignete reaktionsfähige Verdünnungsmittel
sind diejenigen, die typischerweise in durch Strahlung härtbaren
Systemen zur Steuerung der Viskosität benutzt werden. Sie sind
vorzugsweise Acrylate, obwohl Nicht-Acrylate, wie z. B. N-Vinylpyrrolidon,
Limonen und Limonenoxid, ebenfalls benutzt werden können, sofern
die Monomere ethylenisch ungesättigt
sind, was ihnen Reaktionsfähigkeit
verleiht. Der Filmbildner enthält
wenigstens ein durch Strahlung härtbares
Material, wie z. B. die mono- oder multifunktionellen oligomeren
Verbindungen, die typischerweise in durch Strahlung härtbaren
Systemen benutzt werden, obwohl thermoplastische Polymere ebenfalls
benutzt werden können.
Diese thermoplastischen Polymere können mit dem reaktionsfähigen Verdünnungsmittel
reaktionsfähig
oder können mit
sich selbst reaktionsfähig
sein (z. B. intern vernetzbar) oder nicht.
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Der
Vorläufer
enthält
vorzugsweise wenigstens eine monofunktionelle monomere Verbindung
und wenigstens eine multifunktionelle oligomere Verbindung. Am stärksten bevorzugt
enthalten solche Vorläufer
wenigstens ein monofunktionelles monomeres Acrylat mit einem Molekulargewicht
von nicht größer als
etwa 1.000 (vorzugsweise etwa 100 bis 1.000) und wenigstens ein
multifunktionelles oligomeres acryliertes Urethan mit einem Molekulargewicht
von wenigstens etwa 500, vorzugsweise etwa 500 bis etwa 7.000 und
stärker
bevorzugt etwa 1.000 bis etwa 2.000.
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Typischerweise
erniedrigen monofunktionelle Monomere gewöhnlich die Viskosität der Abmischung und
sorgen für
schnelleres Eindringen in die darunterliegende Schicht. Typischerweise
sorgen multifunktionelle Monomere und Oligomere (z. B. Diacrylate
und Triacrylate) gewöhnlich
für in
höherem
Maße vernetzte,
stärkere
Bindungen zwischen Schichten und innerhalb der Schicht. Auch können die
multifunktionellen Monomere und Oligomere in Abhängigkeit von ihren Strukturen
Biegsamkeit oder Steifigkeit verleihen. Acrylierte Oligomere, vorzugsweise
acrylierte Urethanoligomere, verleihen der Beschichtung wünschenswerte
Eigenschaften, wie z. B. Zähigkeit,
Härte und
Biegsamkeit.
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Beispiele
für geeignete
monofunktionelle Monomere sind Ethylacrylat, Methylmethacrylat,
Isooctylacrylat, oxyethyliertes Phenolacrylat, Isobornylacrylat,
2-Ethylhexylacrylat, 2-Phenoxyethylacrylat, 2-(Ethoxyethoxy)ethylacrylat,
Ethylenglycolmethacrylat, Tetrahydroxyfurfurylacrylat (THF-acrylat),
Caprolactonacrylat und Methoxytripropylenglycolmonoacrylat, sind
aber nicht auf diese beschränkt.
Beispiele für
geeignete multifunktionelle Monomere sind Triethylenglycoldiacrylat,
Pentaerythrittriacrylat, Glycerintriacrylat, Glycerintrimethacrylat,
Glycerylpropoxylattriacrylat, Trimethylolpropantrimethacrylat, Trimethylolpropantriacrylat,
1,6-Hexandioldiacrylat, 1,4-Butandioldiacrylat, Tetramethylenglycoldiacrylat,
Tripropylenglycoldiacrylat, Ethylenglycoldimethacrylat, Ethylenglycoldiacrylat,
Polyethylenglycoldiacrylat, Pentaerythrittetraacrylat, Pentaerythrittetramethacrylat
und 1,6-Hexandiacrylat,
sind aber nicht auf diese beschränkt.
Zu anderen mono- und multifunktionellen Monomeren gehören Vinylacetat,
N-Vinylformamid, N-Vinylcaprolactam, Ethoxyethoxyethylacrylat usw.
Die Monomere sind unter den Handelsbezeichnungen EBECRYL von UCB
Radcure Inc., Smyrna, GA, PHOTOMER von der Henkel Corp., Hoboken,
NJ und SARTOMER von Sartomer Co., West Chester, PA erhältlich.
Limonenoxid ist von Aldrich Chemical Co., Milwaukee, WI erhältlich.
Das N-Vinylpyrrolidinon ist von Kodak, Rochester, NY erhältlich.
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Beispiele
für geeignete
acrylierte Oligomere sind acrylierte Epoxide, acrylierte Polyester,
acrylierte aromatische oder aliphatische Urethane, acrylierte Silicone,
acrylierte Polyether, Vinylacrylate, acrylierte Öle und acrylierte Acryle, sind
aber nicht auf diese beschränkt.
Von diesen sind acrylierte aromatische oder aliphatische Urethane
bevorzugt, und acrylierte aliphatische Urethane sind aufgrund ihrer
Biegsamkeit und Witterungsbeständigkeit
stärker
bevorzugt. Beispiele für
einige acrylierte aliphatische Urethane (d.h. aliphatische Urethanacrylate)
sind diejenigen, die erhältlich
sind unter den Handelsbezeichnungen PHOTOMER 6010 (MG = 1.500) von
der Henkel Corp., Hoboken, NJ; EBECRYL 8401 (MG = 1.000) und EBECRYL
8402 (MG = 1.000, Urethandiacrylat) von UCB Radcure Inc., Smyrna,
GA; S-9635, S-9645 und S-9655, die alle 25 Gew.% Isobornylacrylat
enthalten und von Sartomer Co., West Chester, PA erhältlich sind;
S-963-B80, das 20 Gew.% 1,6-Hexandioldiacrylat enthält und von
Sartomer Co. erhältlich
ist; und S-966-A80, das 20 Gew.% Tripropylenglycoldiacrylat enthält und von
Sartomer Co. erhältlich
ist.
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Der
Vorläufer
kann verschiedene Lösemittel
enthalten, die von den Verdünnungsmittelmonomeren verschieden
sind, die oben erörtert
sind, um das Solubilisieren der reaktionsfähigen Harze mit höherem Molekulargewicht
(z. B. der acrylierten Oligomere) und/oder der thermoplastischen
Polymere zu unterstützen.
Solche Lösemittel
werden als reaktionsunfähige
Verdünnungsmittel
oder reaktionsunfähige
Monomere bezeichnet, da sie mit den reaktionsfähigen Harzen des Vorläufers, beispielsweise
unter den Härtungsbedingungen, die
in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung nützlich sind, nicht bedeutend
polymerisieren oder vernetzen. Zudem werden solche Lösemittel
typischerweise mittels Wärme
ausgetrieben, obwohl die vollständige
Beseitigung nicht unbedingt erforderlich ist. Zu geeigneten Lösemitteln
für diesen
Zweck gehören
verschiedene Ketonlösemittel,
Tetrahydrofuran, Xylol und dergleichen. Alternativ und vorzugsweise
ist der Vorläufer
jedoch eine 100-%-Feststoffzusammensetzung wie oben definiert.
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Farbstoffe
(d.h. Pigmente und Farben) können
ebenfalls in den Vorläufer
einbezogen werden, falls gewünscht.
Beispiele für
geeignete Farbstoffe sind TiO2, Phthalocyaninblau,
Kohlenstoffschwarz, weißes
basisches Bleicarbonat, Zinkoxid, Zinksulfid, Antimonoxid, Zirkoniumoxid,
Bleisulfochromat, Bismutvanadat, Bismutmolybdat sowie andere Pigmente,
insbesondere opake Pigmente, wie in der US-Patentschrift Nr. 5,272,562
(Coderre) offenbart, und die organischen Pigmente, die in der US-Patentschrift Nr.
5,706,133 (Orensteen) offenbart sind. Der Farbstoff kann in einem
Anteil benutzt werden, der die gewünschte Farbe verleiht, und
kann dem Vorläufer
mittels einer Vielfalt an Weisen zugegeben werden.
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Vorzugsweise
enthalten die Vorläufer
ein reaktionsfähiges
Verdünnungsmittel
in einem Anteil, bezogen auf das Gewicht des gesamten Vorläufers, von
etwa 5 Gew.% bis etwa 25 Gew.%. Die Anteile des Filmbildners und
optionalen Pigments in dem Vorläufer
hängen
von der gewünschten
Deckfähigkeit,
Biegsamkeit, Viskosität
usw. ab. Vorzugsweise enthalten die Vorläufer, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Vorläufers,
einen Filmbildner in einem Anteil von etwa 25 Gew.% bis etwa 95
Gew.% und Pigment in einem Anteil von nicht größer als etwa 50 Gew.%.
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In
durch Ultraviolettstrahlung härtbare
Vorläufer
der vorliegenden Erfindung ist typischerweise ein Photoinitiator
einbezogen. Veranschaulichende Beispiele für Photopolymerisationinitiatoren
(d.h. Photoinitiatoren) sind organische Peroxide, Azoverbindungen,
Chinone, Benzophenone, Nitrosoverbindungen, Acrylhalogenide, Hydrazone,
Mercaptoverbindungen, Pyryliumverbindungen, Triacrylimidazole, Bisimidazole,
Chloralkyltriazine, Benzoinether, Benzilketale, Thioxanthone und
Acetophenonderivative und Gemische derselben, sind aber nicht auf
diese beschränkt.
Spezifische Beispiele sind Benzil, Methyl-o-benzoat, Benzoin, Benzoin-ethyl-ether,
Benzoin-isopropyl-ether, Benzoin-isobutyl-ether, Benzophenon/tertiäres Amin,
Acetophenone, wie z. B. 2,2-Diethoxyacetophenon,
Benzylmethylketal, 1-Hydroxycyclohexylphenylketon, 2-Hydroxy-2-methyl-1-phenylpropan-1-on,
1-(4-Isopropylphenyl)-2-hydroxy-2-methylpropan-1-on, 2-Benzyl-2-N,N-dimethylamino-1-(4-morpholinophenyl)-1-butanon,
2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid, 2-Methyl-1-4-(methylthio),
Phenyl-2-morpholino-1-propanon, Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)(2,4,4-trimethylpentyl)phosphinoxid usw.
Zu solchen Photoinitiatoren gehören
diejenigen, die unter den Handelsbezeichnungen DAROCUR und IRGACURE
von der Ciba-Geigy
Corp., Ardsley, NY erhältlich
sind. Ein Photoinitiator wird typischerweise in einem Anteil benutzt,
der für
die gewünschten
Reaktionsgeschwindigkeiten sorgt. Vorzugsweise wird er, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Vorläufers,
in einem Anteil von etwa 0,01 Gew.% bis etwa 5 Gew.% und stärker bevorzugt
von etwa 0,1 Gew.% bis etwa 1 Gew.% benutzt.
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Andere
Zusatzstoffe, die in den Vorläufer
einbezogen werden können,
sind Füllstoffe,
Entschäumer, Haftvermittler,
Glättmittel
(z. B. Fließmittel,
wie z. B. Polydimethylsiloxan), Benetzungsmittel, Gleitmittel, Stabilisatoren
einschließlich
Zusatzstoffen, die für
Stabilität
in Außenanwendungen
benutzt werden (z. B. thermische Stabilisatoren, UV-Stabilisatoren,
Lichtstabilisatoren), Weichmacher, Haftvermittler usw. Diese können reaktionsfähig oder
reaktionsunfähig
sein; typischerweise sind sie jedoch reaktionsunfähig. Beispiele
für reaktionsfähige Weichmacher
sind unter den Handelsbezeichnungen SARBOX SB-600 und SB-510E35
von Sartomer Co. erhältlich.
Solche Zusatzstoffe werden typischer weise in Anteilen benutzt, welche
die gewünschten Kennzeichen
verleihen. Vorzugsweise werden sie, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Vorläufers,
in Anteilen von etwa 0,01 Gew.% bis etwa 5 Gew.% und stärker bevorzugt
von etwa 0,1 Gew.% bis etwa 1 Gew.% benutzt.
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In
Verbindung mit der vorliegenden Erfindung kann jedes beliebige geeignete
Verfahren zum Auftragen des Vorläufers
benutzt werden. Die Wahl des Auftragsverfahrens wird von der Viskosität des Vorläufers, der
gewünschten
Dicke der Beschichtung, der Auftragsgeschwindigkeit usw. abhängen. Geeignete
Auftragsverfahren sind oben beschrieben. Typischerweise werden Beschichtungsdicken
im feuchten Zustand von etwa 10 Mikrometern bis etwa 250 Mikrometern
benutzt.
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Nachdem
der Vorläufer
auf der darunterliegenden Oberfläche
aufgetragen ist, wird er vorzugsweise einer Energiequelle ausgesetzt,
um die Härtung
zu initiieren. Beispiele für
geeignete und bevorzugte Energiequellen sind thermische Energie
und Strahlungsenergie. Die Energiemenge hängt von mehreren Faktoren ab, wie
z. B. der Chemie des Harzes, den Abmessungen des Vorläufers, nachdem
er aufgetragen ist, und dem Anteil und Typ optionaler Zusatzstoffe,
insbesondere der Beladung mit Pigment. Bei thermischer Energie beträgt die Temperatur
etwa 30 °C
bis etwa 100 °C.
Die Einwirkdauer kann im Bereich von etwa 5 Minuten bis über 24 Stunden
liegen, wobei längere
Dauern für
niedrigere Temperaturen zweckmäßig sind.
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Zu
geeigneten Strahlungsenergiequellen zur Benutzung in der Erfindung
gehören
Elektronenstrahl, Ultraviolettlicht, sichtbares Licht oder Kombinationen
derselben. Elektronenstrahlung, die auch als ionisierende Strahlung
bekannt ist, kann mit einer Energie von etwa 0,1 Mrad bis etwa 10
Mrad, vorzugsweise mit einer Energie von etwa 3 Mrad bis etwa 8
Mrad und stärker
bevorzugt von etwa 5 Mrad bis etwa 6 Mrad, und mit einer Beschleunigungsspannung
von etwa 75 keV bis etwa 5 MeV, vorzugsweise mit einer Beschleunigungsspannung
von etwa 100 keV bis etwa 300 keV, benutzt werden. Ultraviolettstrahlung
bezieht sich auf nichtkorpuskuläre
Strahlung mit einer Wellenlänge
in dem Bereich von etwa 200 Nanometern bis etwa 400 Nanometern.
Vorzugsweise werden 118 bis 236 Watt/cm Ultraviolettlicht benutzt.
Sichtbare Strahlung bezieht sich auf nichtkorpuskuläre Strahlung
mit einer Wellenlänge
in dem Bereich von etwa 400 Nanometern bis etwa 800 Nanometern.
Wenn Strahlungsenergie eingesetzt wird, können manche Pigmentteilchen
und/oder andere optionale Zusatzstoffe die Strahlungsenergie unter
Hemmung der Polymerisation des Harzes in dem Vorläufer absorbieren.
Wenn dies festgestellt wird, können
höhere
Dosen an Strahlungsenergie und/oder höhere Gehalte an Photoinitiator
bis zu dem Maß benutzt
werden, das nötig
ist, um ein solches Strahlungsabsorptionsvermögen zu kompensieren. Auch kann
die Elektronenstrahl-Beschleunigungsspannung erhöht werden, um so das Eindringen
der ionisierenden Strahlungsenergie zu verstärken.
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Markierungsmaterialien
-
Geeignete
Markierungsmaterialien sind diejenigen, die in verschiedenen Druckverfahren
benutzt werden, um Gebiete mit einer Farbe zu markieren, die beispielsweise
vom Hintergrund verschieden (Substratfarbe) ist, derart, dass die
gedruckten Informationen in irgendeiner Weise wahrgenommen werden
können.
Solche Markierungsmaterialien bilden im Allgemeinen Zeichen, die
mit bloßem
Auge lesbar sind und in der Form von ausgewählten alphanumerischen Zeichen
oder anderen Symbolen, z. B. Balkencodes, Emblemen usw., in gewünschten
Farben vorliegen können.
Falls gewünscht,
können
die Informationen jedoch durch andere Mittel lesbar sein, z. B.
maschinenlesbare Infrarotbilder. Beispiele für solche Markierungsmaterialien
sind diejenigen, die typischerweise in berührungslosen Druckern (z. B.
Toner, die in Laserdruckern benutzt werden) sowie auch in Anschlagdruckern
(z. B. tintenhaltige Bänder,
die beim thermischen Massentransfer benutzt werden) benutzt werden.
Allgemein erfordert jedes Druckverfahren zur Erzeugung gedruckter
Bilder unterschiedliche Markierungsmaterialien. Einige Markierungsmaterialien
sind speziell entwickelt worden, um Stärke-Druckbestäuber beim
Bogendruck und Luftverschmutzung durch Lösemittel von hitzeabbindender
Tinte beim Rollendrucken zu beseitigen. Es gibt Markierungsmaterialien,
die metallischen Glanz nachbilden, die magnetische Zeichen drucken,
die mit spezieller elektronischer Ausrüstung gelesen werden können, die
gegen Alkohol und Abrieb beständig
sind für
Etiketten von alkoholischen Getränken,
die alkalibeständig
sind für
Seifenverpackungen, die fluoreszierend sind und die hohe Brillanz
aufweisen für
attraktive Darstellungen. Es gibt Tinten, die speziell zur Benutzung
beim Siebdrucken, Hochdrucken, Tiefdrucken und flexographischen
Drucken entworfen sind. Viele davon sind durch Strahlung härtbar (z.
B. durch Ultraviolettstrahlen (UV) und Elektronenstrahlen (EB) härtende Tinten)
und sind entwickelt worden, um die Umweltprobleme zu beseitigen,
die mit sprühbaren
Materialien und solchen auf Basis von Lösemitteln verbunden sind. Durch
UV härtende
Markierungsmaterialien enthalten typischerweise flüssige Vorpolymere
(Oligomere und/oder Monomere) und Initiatoren, die bei Einwirken
von hohen Dosen von UV-Strahlung Radikale freisetzen, die das Vehikel
unverzüglich zu
einem trockenen, zähen,
thermisch härtenden
Harz polymerisieren. Durch Elektronenstrahlen (EB) härtende Markierungsmaterialien
sind ähnlich,
enthalten aber keine Initiatoren.
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Markierungsmaterialien
werden typischerweise für
das spezielle Druckverfahren formuliert, in dem sie angewendet werden
sollen, um gedruckte Bilder zu erzeugen. Im Allgemeinen enthalten
zur Benutzung in der vorliegenden Erfindung geeignete Markierungsmaterialien
einen Farbstoff (z. B. Pigmente oder Farben), Harzvehikel (d.h.
Bindemittel), in denen der Farbstoff gelöst oder dispergiert ist, optionale
Lösemittel
oder andere Fluida zur Steuerung der Konsistenz und andere optionale
Zusatzstoffe zum Einleiten der Trocknung und/oder Verleihen der
gewünschten
Verarbeitungseigenschaften. Einige der Komponenten für die Markierungsmaterialien,
die in verschiedenen Druckverfahren benutzt werden, können aus
derselben Reihe von Materialien stammen, aber ihre spezifischen
Eigenschaften können
auf die Verfahrensbedingungen, welche die Drucktechnik erfordern
kann, zugeschnitten sein. Beispielsweise kann ein Harz aus der Reihe
der Polyester als ein Bindemittel zum Siebdrucken, für die Elektrophotographie,
zum thermischem Transfer usw. benutzt werden, sein Molekulargewicht,
Vernetzungsgrad und die speziellen gewählten Monomere können jedoch
für jedes
Verfahren unterschiedlich sein.
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Für gute Haftfähigkeit
an der Oberfläche
mit erhöhter
Haftfähigkeit
der Gegenstände
der vorliegenden Erfindung, insbesondere der durch Strahlung gehärteten Materialien,
enthält
das Bindemittel der Markierungsmaterialien vorzugsweise reaktionsfähige Komponenten,
d.h. Materialien, die in der Lage sind, durch eine breite Vielfalt
an Mechanismen (z. B. oxidative Härtung, Kondensation, Feuchtigkeitshärtung, Strahlungs-
oder thermische Härtung
radikalischer Systeme usw.) vernetzt und/oder polymerisiert zu werden.
Stärker
bevorzugt enthält
das Bindemittel des Markierungsmaterials ein Polymer, das aus der
Gruppe eines Polyesters, eines Vinyls, eines Polyolefins, eines
Polyvinylacetals, eines Alkyl- oder Aryl-substituierten Acrylats
oder Methacrylats, eines Copolymers von Ethylen oder Propylen mit
Acrylsäure,
Methacrylsäure
oder Vinylacetat und Kombinationen derselben ausgewählt ist.
Eine Vielfalt verschiedener Markierungsmaterialien, die von einer
Vielfalt verschiedener Drucker aufgetragen werden, ist in Tabelle
2 in dem Abschnitt der Beispiele beispielhaft aufgeführt.
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Die
Farbstoffe und Zusatzstoffe können
für die
verschiedenen Typen von Markierungsmaterialien und Drucksysteme
variieren und sind dem Fachmann gut bekannt. Viele geeignete Farbstoffe
und Zusatzstoffe sind oben in der Erörterung der Chemie der Oberfläche mit
erhöhter
Haftfähigkeit
aufgeführt.
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Drucksysteme
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Die
Markierungsmaterialien, die hierin beschrieben sind, können in
einer Vielfalt an Drucksystemen, ob Anschlagdrucken oder berührungsfrei,
vorzugsweise digitalen Drucksystemen benutzt werden, um Bilder auf
den Oberflächen
mit erhöhter
Haftfähigkeit,
besonders auf den aufnahmefähigen
Druckschichten und insbesondere auf den durch Strahlung gehärteten Beschichtungen
zu erzeugen, die hierin beschrieben sind. Dazu gehören elektrostatisches,
elektrophotographisches, Ionendepositions-, magnetographisches,
Tintenstrahl-, thermisches Transferdrucken, Siebdrucken, Tief-,
Hoch- und Offsetdrucken. Viele davon sind digitale Druckverfahren
(z. B. elektrostatisches, elektrophotographisches, Ionendepositions-,
magnetographisches, Tintenstrahl- und
thermisches Transferdrucken), in denen die Daten, welche die Bilder
darstellen, in digitaler Form vorliegen. Diese Verfahren werden
hauptsächlich
für Kleinauflagen
und zum Drucken von veränderlichen oder
personalisierten Informationen benutzt, die auf Anforderung gedruckt
werden, wie z. B. Codes, Adressen usw.
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Das
Folgende ist eine kurze Beschreibung einiger der Druckverfahren,
die in den Verfahren der vorliegenden Erfindung benutzt werden können. Ausführlichere
Informationen sind in normalen Drucklehrbüchern verfügbar. Beispiele für solche
Bücher
sind Principles of Non Impact Printing von J. L. Johnson, Palantino Press
(1986); Understanding Digital Color von Phil Green, Graphic Arts
Technical Foundation (1995), S. 293 bis 310; und Pocket Pal, A Graphic
Arts Production Handbook, herausgegeben von M. Bruno, International Paper
Co., 16. Auflage (1995), S. 126 bis 150.
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Elektrostatisches
Drucken besteht in einem bilderzeugenden Schritt, in den die direkte
Deposition von elektrostatischer Ladung auf einer Oberfläche einbezogen
ist, die zum Bedrucken vorbereitet wurde, gefolgt vom Tonungsschritt
unter Verwendung flüssiger
Toner. Daran schließt
sich ein Schritt an, in den das Fixieren des Toners mittels Wärme und
Druck einbezogen ist. Drucker, in denen diese Technik angewendet
wird, sind mit großen
Breiten von bis zu 52 Inch erhältlich
und werden zum Drucken von Bauzeichnungen, Plakaten usw. benutzt.
Elektrophotographisches Drucken (einschließlich Laserdrucken und Xerographie)
ist Hochgeschwindigkeitskopiersystemen ähnlich. Ein elektrophotographisches
System weist beispielsweise einen elektrostatischen Photoleiter,
der durch einen Koronaentladungslaser, moduliert durch digitale
Signale von einem digitalen bilderzeugenden System auf Basis von
PostScript, aufgeladen wird, und ein System zum Übertragen eines Tonerbildes
von dem Photoleiter auf ein Substrat auf. Die Systeme werden zum
Drucken veränderlicher
Informationen beim Ein- oder Volltonfarben-Sonderdrucken von Produkten
mit Geschwindigkeiten von bis 300 Fuß/Minute benutzt. Langsamere
Systeme werden zum variablen 4-Farben-Drucken und zum Drucken auf
Anforderung für
den Kleinauflagen-Farbdruckmarkt benutzt.
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Ionendepositionsdrucken,
auch als Electron Beam Imaging (EBI) bezeichnet, besteht aus vier
einfachen Schritten: (1) ein geladenes Bild wird durch Richten einer
Gruppierung geladener Teilchen (Elektronen) von einer bilderzeugenden
Patrone auf eine erwärmte
rotierende Trommel erzeugt, die aus sehr hartem anodisiertem Aluminium
besteht, (2) ein Einkomponenten-Magnettoner wird von dem Bild auf
der Trommel beim Drehen angezogen, (3) das Tonerbild wird mit Druck
auf die aufneh mende Oberfläche
durchgestochen und (4) restlicher Toner wird von der Trommel geschabt.
Sie ist dann zur erneuten Bilderzeugung bereit. Ein neues System,
bei dem neue Materialien benutzt werden, ist in der Lage, im Continous-Tone-Vierfarbenverfahren
Bilder mit hoher Qualität
zu erzeugen. Magnetographisches Drucken ist dem EBI-Drucken ähnlich,
mit der Ausnahme, dass eine magnetische Trommel benutzt wird und
von einem computererzeugten veränderlichen
Bild und einem Einkomponenten-Magnettoner eine magnetische Ladung
auf der Trommel erzeugt wird. Sein Hauptvorteil ist die Einfachheit
der Bilderzeugung mit digitalen Daten.
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Das
Tintenstrahldrucken wird hauptsächlich
zum Drucken veränderlicher
Informationen, wie z. B. Adressen und Codes in Computerbriefen,
Wettscheinen und anderer personalisierter Direktwerbung per Post, benutzt.
Es gibt eine Anzahl von Tintenstrahldruckertypen: Continuous-Drop-,
Drop-On-Demand-, Bubble-Jet-, Single-Jet- und Multiple-Jet-Drucker. Die Bilder
werden digital mit wasserlöslichen
Farben erzeugt. Tintenstrahldrucker erzeugen Tintentröpfchen,
entweder durch Herausdrücken
eines Stroms durch eine Düse
oder durch Heraustreiben von Tröpfchen
auf Anforderung in Abhängigkeit
von dem Bild, das gedruckt wird. Drop-on-demand-Tintenstrahldrucker
treiben Tinte durch thermische (Tintenverdampfung) oder piezoelektrische
Verfahren (Phasenänderung)
heraus.
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Beim
thermischen Massentransfer werden computererzeugte digitale Text-
und Graphikdaten zum Antreiben eines thermischen Druckkopfes benutzt,
der Tintenpunkte auf Geberbändern
schmilzt und diese auf einen Empfänger überträgt. Gebräuchliche Systeme weisen eingebaute
Computer auf und erzeugen fertige Etiketten und andere Druckprodukte
mit über
25 % veränderlichen
Informationen in 4 Farben, laminiert und entweder rotations- oder
flachgestanzt.
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Siebdrucken
ist ein einzigartiges Verfahren für Kleinauflagen, mit dem auf
fast allen Oberflächen
gedruckt werden kann. Sowohl Strichzeichnungen als auch Halbtonarbeiten
können
gedruckt werden. Einige Siebdruckverfahren werden von Hand mit sehr
einfacher Ausrüstung
durchgeführt,
die aus einem Tisch, einem Siebrahmen und einer Druckrakel besteht.
Das meiste gewerbliche Siebdrucken erfolgt jedoch mit kraftbetriebenen
Pressen. Beim Drucken befindet sich ein Sieb mit einer Tinte in
der Form eines gewünschten
Bildes in innigem Kontakt mit einem Substrat, und die Tinte wird
mit einer Druckrakel durch die offenen Bereiche des Siebgewebes
auf das Substrat gedrückt.
Dann wird das bedruckte Substrat getrocknet, um die Lösemittel
aus der Tinte zu entfernen und das Verfahren zu vervollständigen.
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Tiefdrucken
besteht aus einem Druckzylinder, einer Druckwalze und einem Farbwerk.
Tinte (Markierungsmaterial) wird mittels einer Luft-Farbwalze oder
-zerstäubers
auf die Druckwalze aufgetragen, und der Überschuss wird mittels einer
Rakel entfernt und zum Farbkasten zurückgeführt. Der Druckzylinder ist
mit einer Gummizusammensetzung überzogen,
welche die Oberfläche,
die bedruckt werden soll, durch Andruck in Kontakt mit der Tinte
bringt. Tiefdrucken wird bei Verpackungen, Fußbodenbelägen, Haft-Wandabdeckungen, Kunststofflaminaten
usw. benutzt.
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In
der Gruppe des Hochdruckens gibt es drei Hauptarten: Tiegel-, Vertikalflachbett-Zylinder-
und Rotationsdruck. Viele gewerbliche Erzeugnisse werden mit Bogenpressen
gedruckt; die meisten der Kleinauflagenerzeugnisse (Zeitschriften,
Bücher,
Zeitungen) werden jedoch mit Rollenpressen hergestellt. Für eine ausführlichere
Erörterung
dieses Typs von Druckverfahren siehe das oben angegebene Pocket
Pal, A Graphic Arts Production Handbook. Offsetpressen weisen drei
Druckwalzen sowie ein Farbwerk und ein Anfeuchtsystem auf. Beim
Drehen des Klischeezylinders kommt er zuerst mit den Anfeucht walzen
und dann mit den Farbwalzen in Kontakt. Die Anfeuchter befeuchten
die Platte, sodass die Nichtdruckbereiche Farbe abstoßen. Das durch
Farbe gebildete Bild wird dann auf das Gummidrucktuch übertragen,
und das Papier wird beim Hindurchlaufen zwischen dem Tuch und den
Druckzylindern bedruckt. Rollenoffsetpressen sind in der Lage, mit
bis zu 3.000 Fuß/Minute
betrieben zu werden, und werden benutzt, um Zeitungen, Zeitschriften,
Geschäftsformulare, Computerbriefe,
Versandhauskataloge, Geschenkpapier usw. herzustellen. Für eine ausführlichere
Erörterung dieses
Typs von Druckverfahren siehe in dem oben erwähnten Pocket Pal, A Graphic
Arts Production Handbook.
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Beispiele
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Die
Aufgaben und Vorteile dieser Erfindung werden durch die folgenden
Beispiele weiter veranschaulicht, jedoch sollten die jeweiligen
Materialien und deren Anteile, die in diesen Beispielen angeführt sind,
sowie andere Bedingungen und Einzelheiten nicht als diese Erfindung
ungebührlich
einschränkend
aufgefasst werden.
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Herstellung
von Materialien
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Herstellung
von Acrylat-Methacrylat-Copolymer-Rezeptor – Ein Acrylat-Methacrylat-Copolymer
(3M SCOTCHLITE 880 Clear Coat von Minnesota Mining and Manufacturing
Co., St. Paul, MN) wurde unter Verwendung eines K-Coater (von Testing
Machines, Inc., Amitville, NJ) und eines Drahtstabes, KK-Stab Nr.
2, auf die Oberfläche
von retroreflektivem Bahnenmaterial (SCOTCHLITE RRS 3750, Minnesota
Mining and Manufacturing Co., St. Paul, MN) aufgetragen. Das Bahnenmaterial
wurde dann für
10 Minuten in einen Ofen bei 270 °F
gegeben, wobei sich eine Dicke des gehärteten Films von etwa 1 Milli-Inch
ergab. Dieser ist in Tabelle 1 als Beschichtung 2 bezeichnet.
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Herstellung
von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer-Rezeptor – Extrudierte Filme (1 Milli-Inch)
aus Harzen, einschließlich
Bynel 3101 (ein acrylathaltiges Ethylen-Vinylacetat-Copolymer von der DuPont
Company, Wilmington, DE, Beschichtung 3, Tabelle 1), Chevron 1305
(ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer von Chevron Co., San Francisco,
CA, Beschichtung 5, Tabelle 1), Elvax 260 (ein Ethylen-Methacrylat-Copolymer
von der DuPont Company, Wilmington, DE, Beschichtung 4, Tabelle
1), wurden erwärmt
und unter Anwendung der Bedingungen, die in der US-Patentschrift
Nr. 4,664,966 (Bailey et al.) beschrieben sind, bei 325 °F auf die
Oberfläche
von retroreflektivem Bahnenmaterial (SCOTCHLITE RRS 3750, erhältlich von
Minnesota Mining and Manufacturing Co., St. Paul, MN) drucklaminiert.
Diese Zusammensetzungen sind auch in Lösung auftragbar.
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Herstellung
von silylterminiertem Sulfopoly(esterurethan)-Rezeptor – Silylterminierte
Sulfopoly(esterurethane), wie beschrieben in der US-Patentschrift
Nr. 5,756,633, wurden unter Verwendung eines K-Coater (von Testing
Machines, Inc., Amitville, NJ) und eines Drahtstabes, KK-Stab Nr.
2, auf die Oberfläche
von retroreflektivem Bahnenmaterial (SCOTCHLITE RRS 3750, Minnesota
Mining and Manufacturing Co., St. Paul, MN) aufgetragen. Das Bahnenmaterial
wurde luftgetrocknet, wobei sich eine Dicke des gehärteten Filmes
von 1 Milli-Inch ergab. Dieser ist in Tabelle 1 als Beschichtung
6 bezeichnet.
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Herstellung
von UV-Klarlacküberzug-Rezeptor – Aufnahmefähige Druckschichten
(Clear Coat der Reihe 3M SCOTCHLITE 9200 (Beschichtung 8, Tabelle
1) und Toner 9710 (Beschichtung 7, Tabelle 1), die beide von Minnesota
Mining and Manufacturing Co., St. Paul, MN erhältlich sind) wurden unter Verwendung
eines K-Coater (von Testing Machines, Inc., Amitville, NJ) und eines
Drahtstabes, KK-Stab Nr. 4, auf die Oberfläche von retroreflektivem Bahnenmaterial
(SCOTCHLITE RRS 3750, Minne sota Mining and Manufacturing Co., St. Paul,
MN) aufgetragen. Die Bahnen wurden gehärtet, indem sie mit 27 Fuß/Minute
unter einer Mitteldruck-Quecksilberlampe bei einer Dosis von 0,324
J/cm2 (American Ultraviolet Co., Murry Hill,
NJ) durchgeführt
wurden. Die Dicke der trockenen Beschichtung, die erhalten wurde,
betrug bei jeder Probe 0,9 Milli-Inch. Alternativ könnten andere
Drahtstäbe
benutzt werden, um nach Wunsch dickere oder dünnere Beschichtungen zu erhalten.
-
In
Tabelle 1 ist die Kontrollprobe eine thermisch gehärtete Beschichtung
auf Basis von Polyester, welche die alleroberste Beschichtung auf
3M SCOTCHLITE Validation Security Sheeting 5330 (im Handel erhältlich von
Minnesota Mining and Manufacturing Co., St. Paul, MN) ist.
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Beschichtung
1 in Tabelle 1 ist ein thermisch gehärteter Klarlacküberzug,
der unter der Handelsbezeichnung WERNEKE ARCXX0013 von Akzo Nobel
Inks, Inc., Arnhem, Niederlande erhältlich ist. Dieses Material
wurde unter Verwendung einer flexographischen Presse auf die Oberfläche von
retroreflektivem Bahnenmaterial (SCOTCHLITE RRS 3750, Minnesota
Mining and Manufacturing Co., St. Paul, MN) aufgetragen und in einem
Ofen getrocknet, wobei sich eine Dicke der trockenen Beschichtung
von 0,3 Milli-Inch ausbildete.
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Prüfverfahren
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Prüfung der
Haftfähigkeit – Beschichtetes
und bedrucktes retroreflektives Bahnenmaterial wurde unter Verwendung
des Klebstoffs des retroreflektiven Bahnenmaterials auf eine flache
konversionsbeschichtete Aluminium-Bewitterungstafel, erhältlich von
The Q-Panel Co., 26200 First St, Cleveland, OH, geklebt. Die Tafeln maßen 11 Inch × 2,75 Inch.
Nach dem Auftragen der Proben wurden sie mit einem kleinen Tapezier-Gummiroller
(Durchmesser etwa 1,5 Inch) fest niedergerollt. Ein Stück Band
der Marke 3M 610 (ein Haftklebstoffband erhältlich von Minnesota Mining
and Manufacturing Co., St. Paul, MN) wurde unter Anwendung von Daumendruck
aufgebracht, um die Zeichen (oder nur die aufnahmefähige Druckschicht)
abzudecken.
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Nach
dem Entfernen des Bandes wurde der Anteil an entferntem Material
qualitativ bewertet. Eine Bewertung von 10 bedeutet, dass im Wesentlichen
nichts von dem Material entfernt war, wohingegen eine 0 bedeutet,
dass ein wesentlicher Teil des Materials, das geprüft wurde
(aufnahmefähige
Druckschicht oder Markierungsmaterial), entfernt war. Es wird angenommen,
dass eine Haftfähigkeitsbewertung
von 7 beispielsweise, die von der Dicke der benutzten Beschichtung
abhängen
würde,
im Allgemeinen etwa 70 % verbleibendem Material entspricht, obwohl
quantitative Bilddichtemessungen nicht vorgenommen wurden.
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Prüfung der
Abriebfestigkeit – Die
Abriebfestigkeit gegen Nassscheuern wurde unter Verwendung einer
Abänderung
von Federal Test Method Standard 141a, Method 6142, Gardner Laboratory
Bulletin WG 2000 unter Verwendung eines Gardner Model M-105 oder
des Gardner Straight Line Washability and Abrasion Tester Nr. 1364
bestimmt.
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Die
Proben wurden vorbereitet, indem zwei Prüfproben (beschichtetes und
bedrucktes retroreflektives Bahnenmaterial) unter Verwendung des
Klebstoffs des retroreflektiven Bahnenmaterials auf konversionsbeschichtete
Aluminium-Bewitterungstafeln, erhältlich von The Q-Panel Co.,
26200 First St, Cleveland, OH, geklebt wurden. Die Tafeln maßen 11 Inch × 2,75 Inch.
Nach dem Auftragen der Proben wurden sie mit einem kleinen Tapezier-Gummiroller
(Durchmesser etwa 1,5 Inch) fest niedergerollt.
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Nach
dem Konditionieren einer Bürste
aus Borsten chine sischer Schweine für 30 Minuten in lauwarmem Wasser
(etwa 100 bis 120 °F)
wurde das überschüssige Wasser
entfernt. Die Bürste
wurde dann 5 Minuten lang in einer 0,5-prozentigen Detergenslösung („Dreft") konditioniert.
Die Bürste
aus Borsten chinesischer Schweine wurde in dem Bürstenhalter der Prüfvorrichtung
angeordnet. Die Prüftafel
wurde in der Prüfvorrichtung
angebracht. Die Prüfvorrichtung
wurde leicht abgeändert,
um die Prüftafel
von 11 Inch × 2,75
Inch aufnehmen zu können.
Der Prüfzyklus
bestand aus 1.000 Scheuerzyklen. Während der Prüfdauer wurde
eine 0,5%ige Detergenslösung
(„Dreft") mit einer ungefähren Geschwindigkeit
von 12 Tropfen pro Minute (oder gerade soviel, um die Tafel feuchtzuhalten)
aus einer Titriersäule
auf die Prüftafel
tropfen lassen. Die Prüftafel wurde
abgespült
und getrocknet.
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Der
Anteil an Material, der entfernt war, wurde qualitativ bewertet.
Eine Bewertung von 10 bedeutet, dass im Wesentlichen nichts von
dem Material entfernt war, wohingegen eine 0 bedeutet, dass ein
wesentlicher Teil des Materials, das geprüft wurde (aufnahmefähige Druckschicht
oder Markierungsmaterial) entfernt war. Es wird angenommen, dass
eine Abriebbewertung von 7 beispielsweise im Allgemeinen etwa 70
% verbleibendem Material entspricht, obwohl quantitative Bilddichtemessungen
nicht vorgenommen wurden.
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Prüfung der
Witterungsbeständigkeit – Das Haltbarkeitsverhalten
in Außenanwendungen
wurde gemäß ASTM G53
bewertet. Proben (beschichtetes und bedrucktes retroreflektives
Bahnenmaterial) wurden gemäß dem Verfahren
ASTM G53 (1996) hergestellt und unter Verwendung eines Zyklus, der
aus 4 Stunden Einwirken von UV (mit einer UV-„B"-Fluoreszenzlampe) mit einer Schwarz-Standard-Temperatur von 60 °C bestand,
gefolgt von einem 4-stündigen Kondensationszyklus
bei einer Schwarz-Standard-Temperatur von 50 °C, geprüft.
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Die
Proben wurden durch Vergleichen jeder geprüften Probe mit der gleichen
Probe, die nicht geprüft wurde,
bewertet, was eine Vergleichskontrolle bereitstellte. Die Proben
wurden beispielsweise hinsichtlich Oberflächenveränderungen, wie z. B. Glanz
(z. B. Glanz der aufnahmefähigen
Druckschicht), Haftfähigkeit
(z. B. Haftfähigkeit
von Markierungsmaterial), Verblassen (z. B. Verblassen von Markierungsmaterial),
bewertet und mit ihren Vergleichskontrollen verglichen. Eine Bewertungsskala
von 0 bis 10 wurde benutzt, wobei 10 bedeutet, dass im Wesentlichen
keine Veränderungen
eingetreten waren, und 0 bedeutet, dass bedeutende Veränderungen
eingetreten waren (z. B. war das Markierungsmaterial entfernt, oder
die Probe fiel auseinander).
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Prüfung der
Lösemittelbeständigkeit – Die Beständigkeit
gegen Lösemittel
und Reinigungsmittel wurde unter Verwendung des folgenden Verfahrens
bewertet. Die Proben wurden hergestellt, indem zwei Prüfproben von
retroreflektivem Bahnenmaterial auf konversionsbeschichtete Aluminium-Bewitterungstafeln,
erhältlich von
The Q-Panel Co., 26200 First St, Cleveland, OH geklebt wurden. Die
Tafeln maßen
11 Inch × 2,75
Inch. Nach dem Auftragen der Proben wurden sie mit einem kleinen
Tapezier-Gummiroller (Durchmesser etwa 1,5 Inch) fest niedergerollt.
Die Prüflösemittel
waren Methylalkohol, Lösungsbenzin,
Kerosin, VM- und P-Naphtha und Benzin (normal unverbleit) (Anmerkung:
Lösemittel,
die Farben oder Endlackierungen von Kraftfahrzeugen beschädigen, sollten
nicht als ein Prüflösemittel
benutzt werden). Prüfreinigungsmittel
waren „409", Fensterglas-, Ammoniakreinigungsmittel,
Insekten- und Teerentfernungsmittel (mit Erdöldestillaten oder Lösungsbenzin).
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Ein
Ohrenstäbchen
vom Typ „Q-Tip" (am Ende eines Stabes
angebracht) wurde mit dem jeweiligen Lösemittel oder Prüfreinigungsmittel
befeuchtet. Der Prüfer
hielt das Stäbchen
in einem Winkel von 45 Grad zu dem Prüfaufkleber und wischte in 10
Zyklen (ein Zyklus entsprach einmal quer über die Probe und zurück) mit
etwa 40 Gramm Druck (von Hand ausgeübt) mit dem feuchten Stäbchen über den
bedruckten Aufkleber hin und her. Der Prüfer führte dieselbe Prüfung an
einer zweiten Probe mit 25 Zyklen durch.
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Der
Anteil an Markierungsmaterial, der entfernt war, wurde qualitativ
bewertet. Eine Bewertung von 10 bedeutet, dass im Wesentlichen nichts
von dem Material entfernt war, wohingegen eine 0 bedeutet, dass
ein wesentlicher Teil des Materials, das geprüft wurde (aufnahmefähige Druckschicht
oder Markierungsmaterial), entfernt war. Es wird angenommen, dass
eine Bewertung der Lösemittelbeständigkeit
von 7 beispielsweise im Allgemeinen etwa 70 % verbleibendem Material
entspricht, obwohl quantitative Bilddichtemessungen nicht vorgenommen
wurden.
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Obwohl
nicht spezifisch dargestellt, zeigte jede der Proben eine Bewertung
mit 10 bei den Lösemitteln „409", Fensterglas-, Ammoniakreinigungsmittel,
Insekten- und Teerentfernungsmittel, Methylalkohol und Lösungsbenzin.
Für Kerosin
und VM- und P-Naphtha waren die Bewertungen denjenigen für Benzin,
die in Tabelle 1 gezeigt sind, verhältnismäßig ähnlich, aber nicht so schwerwiegend.
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In
Tabelle 1 sind die Beschichtungen 1, 2 und 3 mit Absicht Schutzbeschichtungen,
die vorgesehen sind, lösemittelbeständig und
reinigbar zu sein, sodass Graffiti und dergleichen entfernt werden
können.
Daher sind die Beschichtungen 1, 2 und 3, die thermoplastische Beschichtungen
sind, nicht bevorzugt, obwohl sie bedruckbar sind, da sie keine
ausreichend hohe Benzinbeständigkeit
aufweisen.
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Prüfung der
Bedruckbarkeit – Die
Bedruckbarkeit von Proben von retroreflektivem Bahnenmaterial mit den
verschiedenen aufnahmefähigen
Druckschichten, die oben beschrieben sind, wurde unter Verwendung der
unten aufgeführten
Drucker geprüft.
Ein kleines Stück
der beschichteten retroreflektiven Bahnenmaterialprobe wurde auf
Papier befestigt (unter Verwendung des Klebstoffs auf dem retroreflektiven
Bahnenmaterial) und gemäß den Anleitungen,
die zusammen mit dem Drucker geliefert wurden, durch den Drucker
hindurchgeführt.
Ein Bildmuster (sich wiederholender Text auf einer Seite, erzeugt
mit einem Textverarbeitungsprogramm (Microsoft WordTM))
wurde an den Drucker geschickt. Nachdem das Drucken erfolgt war,
wurde die Prüfprobe
den Prüfungen
unterzogen, die oben beschrieben sind.
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Zur
Bewertung der Bedruckbarkeit der Proben, die in untenstehender Tabelle
1 aufgeführt
sind, wurde ein HP Laser Jet III, hergestellt von der Hewlett Packard
Company, Palo Alto, CA, mit einer Tonerpatrone 92295A (Styrol/Acryl-Harz)
benutzt.
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Für die Daten,
die in Tabelle 2 erfasst sind, wurden die folgenden Drucker benutzt:
- • HP
Laser Jet III, hergestellt von der Hewlett Packard Company, Palo
Alto, CA, mit Tonerpatrone 92295A,
- • HP
Laser Jet III, hergestellt von der Hewlett Packard Company, Palo
Alto, CA, mit Tonerpatronenersatz für 92295A von Laser Sharp, Inc.,
Hastings, MN, der als eine MICR-Tonerpatrone bezeichnet wird,
- • Minolta
Pageworks 8L, Laserdrucker, hergestellt von der Minolta Corporation,
Peripheral Products Division (PPD), Mahwah, NJ, mit der gelieferten
Tonerpatrone,
- • HP
Model 2000C, Tintenstrahldrucker, hergestellt von der Hewlett Packard
Company, Palo Alto, CA, mit den gelieferten Tintenpatronen,
- • Model
Phaser III, Festtintenstrahldrucker, hergestellt von Tektronix Inc.,
Wilsonville, OR, mit Tinten-Stange Teile-Nr. 016-1123-00,
- • Model
171, thermischer Massentransferdrucker von Zebra Technologies Corp.,
Vernon Hills, IL mit Band AD501 von der Advent Corp., Romeo, MI.
- • Prüfungen des
Hochdruckens wurden unter Verwendung von Probe-Kit Quickpeek von
Thwing-Albert Instrument Co., Philadelphia, PN durchgeführt.
- • Siebdrucken
wurde unter Verwendung einer gewöhnlichen
Siebdruckvorrichtung mit Farben der Reihe 3M ScotchliteTM 9700
gemäß den Anleitungen
durchgeführt,
die mit dem Produkt geliefert wurden.
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Dem
Fachmann werden verschiedene Modifikationen und Änderungen dieser Erfindung
offensichtlich, ohne den Umfang dieser Erfindung zu verlassen. Es
versteht sich, dass diese Erfindung durch die veranschaulichenden
Ausführungsformen
und Beispiele, die hierin bekanntgegeben sind, nicht ungebührlich beschränkt werden
soll und dass diese Beispiele und Ausführungsformen nur beispielhaft
dargestellt sind, wobei der Umfang der Erfindung nur von den Ansprüchen, die
hierin im Folgenden bekanntgegeben sind, begrenzt werden soll.