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Die
vorliegende Erfindung betrifft stabile Emulsionszusammensetzungen.
Die Emulsionszusammensetzungen gehen geeigneterweise von Pflanzenölen aus,
die durch Überalkalisierung
in verdickte Zusammensetzungen umgewandelt werden können. Die
verdickten Zusammensetzungen werden, wenn sie mit bestimmten Detergenzien
und wäßrigen Flüssigkeiten
kombiniert sind, wünschenswerterweise
in Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und Körperpflegeprodukten verwendet.
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Derzeit
werden teilweise hydrierte Fette in großem Umfang in der Nahrungsmittelindustrie
in Backfett, Kuchenglasur, Margarinen etc. verwendet. Jedoch erzeugt
eine teilweise Hydrierung auch unerwünschte „trans"-ungesättigte Fettsäuren, die
gesundheitsschädliche
Wirkungen haben.
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Es
wird die Verwendung von überalkalisierten
Materialien zum Verdicken von Öl
und zur Bereitstellung der Konsistenz eines hydrierten Fettes ohne
die Erzeugung irgendwelcher „trans"-ungesättigter
Fettsäuren
beschrieben. Diese Erfindung kann auch bei der Verabreichung von
gegen Magensäure
wirkenden Mitteln und anderen Nahrungsergänzungsmitteln in öllöslicher
Form für
pharmazeutische Anwendungen geeignet sein. Derzeit wird Kalzium
entweder in säurebindender
oder nicht säurebindender
Form in einer wasserlöslichen Form
verabreicht.
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Hintergrund der Erfindung
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Carbonsäuren, die
von Pflanzenölen
abgeleitet sein können,
werden zur Bereitstellung einer gelartigen Zusammensetzung überalkalisiert.
Wie der Name impliziert, ermöglicht „Überalkalisieren" die Aufnahme höherer als
stöchiometrischer
Mengen von basischen Salzen, wie beispielsweise Calciumhydroxid,
Lithiumhydroxid oder Magnesiumhydroxid in eine Fettsäure.
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Das
US-Patent Nr. 3,892,881 (Lissant, 1. Juli 1975) betrifft nicht-newton'sche Kosmetik-, Nahrungs- und
Pharmazeutische Zusammensetzungen, die durch stabile Emulsionen
mit einem hohen Verhältnis
an innerer Phase beispielhaft wiedergegeben werden. Emulsionen mit
einem hohen Verhältnis
an innerer Phase besitzen radikal unterschiedliche Eigenschaften
gegenüber
denjenigen Typen mit einem niedrigen oder mittleren Verhältnis an
innerer Phase. Speziell sind sie von einer nicht-newton'schen Art, die ein
Phänomen
einer unteren Fließgrenze
und eine Abnahme der effektiven Viskosität mit der Scherrate aufweist.
Im Gegensatz zu Gelen, die erhebliche Zeit benötigen, um ihre Konsistenz wiederzuerlangen,
wenn sie Scherung unterzogen werden, erlangen Emulsionen mit einem
hohen Verhältnis
an innerer Phase nahezu unverzögert
wieder hohe Viskositäten.
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Das
US-Patent Nr. 4,229,309 (Cheng et al., 21. Oktober 1980) betrifft
ein einfaches Verfahren zur Herstellung stabiler, flüssiger,
Magnesium enthaltender Dispersionen, welches das Erhitzen von Mg(OH)2 über dessen
Hydratisierungstemperatur in der Gegenwart einer Flüssigkeit
mit geringer Flüchtigkeit,
die ein in der Flüssigkeit
lösliches
Dispergiermittel enthält,
umfaßt.
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Das
US-Patent Nr. 4,310,516 (Chang et al., 12. Januar 1982) ist auf
einen wasserfreien, pseudoplastischen und thixotropen, ölartigen
Träger
und das Verfahren, nach welchem dieser hergestellt wird, gerichtet. Genauer
gesagt ist der wasserfreie, ölartige
Träger
ein wasserfreies, ölartiges
Material, das durch wenigstens ein festes emulgierendes Mittel mit
einem HLB-Wert von nicht mehr als 12 verdickt wird und durch Mischen des ölartigen
Materials und des Emulgiermittels bei erhöhter Temperatur und anschließendes Kühlen des
Gemischs über
einen Temperaturbereich von wenigstens etwa 15°C, wobei der Bereich den Schmelz-
oder Fließpunkt
des Mittels umfaßt,
hergestellt wird.
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Das
US-Patent Nr. 5,102,680 (Glass et al., 7. April 1992) betrifft eine
fettreduzierte, verteilfertige Gefrierzusammensetzung mit einem
Süßungsmittel,
einem Backfett mit hohem Feststoffgehalt und reduzierten Mengen
eines definierten Triglycerides, hohen Mengen eines bestimmten Emulgiermittels,
etwa 0,1 bis 1,0 Gew.-% eines ausgewählten, sehr starken Geliermittels
und erhöhten
Feuchtigkeitsmengen. Das Backfettsystem ist durch einen hohen Gehalt
an festem Fett gekennzeichnet. Die Gefrierzusammensetzung hat eine
Dichte von etwa 0,95 bis 1,20 g/cm3, enthält weniger
als etwa 6% Gesamtfett und ist weiterhin dadurch gekennzeichnet,
daß das
Gewichtsverhältnis
von Triglycerid zu Emulgiermittel etwa 1:0,3–0,5 beträgt.
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Das
US-Patent Nr. 5,127,953 (Hamaguchi, 7. Juli 1992) betrifft eine
Fett- oder Ölzusammensetzung in
Pulver- oder Granulatform und ein Verfahren zur Herstellung desselben.
Insbesondere betrifft dieses Dokument eine Zusammensetzung mit einem
Fett oder Öl,
einem Grundmaterial, welches das Fett oder Öl durch Einschluß oder Absorption
darin aufgenommen enthält,
und einem Polyol mit wenigstens zwei Hydroxylgruppen, wobei die
Zusammensetzung in der Form eines Pulvers oder Granulates mit einem
Wassergehalt, einem maximalen Teilchendurchmesser, einem mittleren
Teilchendurchmesser und einem Schüttwinkel in spezifischen Bereichen
vorliegt. Die Fett- oder Ölzusammensetzung
dieses Dokuments weist ihren Fett- oder Ölbestandteil durch Einschluß oder Absorption
darin gut eingeschlossen auf, unabhängig davon, ob der Fett- oder Ölbestandteil
flüssig,
halbfest oder fest ist, und sie besitzt ausgezeichnete Handhabungseigenschaften,
weil sie eine gute Fließfähigkeit
hat. Die Zusammensetzung ist auch dahingehend vorteilhaft, daß, wenn
sie mit Wasser in Kontakt ist, das Fett oder Öl schnell getrennt wird, ohne
eine unerwünschte
Emulsion mit Wasser auszubilden, was in der Anwendung für verschiedene
Nahrungsmittelprodukte zu Vorteilen führt.
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Das
US-Patent Nr. 5,132,123 (Laiho et al, 21. Juli 1992) betrifft ein
Futter und ein Verfahren für
dessen Herstellung. Gemäß dem Verfahren
wird eine fetthaltige Substanz in die Form eines Metallsalzes einer
Fettsäure
oder von Fettsäuren
umgewandelt und mit einem Träger,
wie beispielsweise einem konzentrierten Futter, vereinigt. In der
Salzform ist das Salz in solch einer Weise geschützt, daß es den im Pansen eines Wiederkäuers stattfindenden
Zerfall nicht stört,
aber es ist trotzdem von dem Verdauungssystem des Tieres verwertbar.
Das in dem Dokument wesentliche ist, daß das Metallsalz in eine dreidimensionale
Matrix gebracht wird, so daß im wesentlichen
flüssiges
Fett oder Fettsäuren
in den Hohlräumen
der Matrix bleiben. In einer Matrixform, wie beispielsweise dieser,
ist das Fett flüssig
und kann wie eine Flüssigkeit überführt und
dosiert werden. Es ist möglich,
für die
Herstellung eines Futters Pflanzenöle zu verwenden, die ungesättigte Fette
und Fettsäuren
enthalten, wobei die Fette und Fettsäuren durch den Schutz dazu
gebracht werden können,
daß sie
durch das Verdauungssystem eines Wiederkäuers zu der produzierten Milch
hindurchtreten.
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Das
US-Patent Nr. 5,158,796 (Bernhardt et al., 27. Oktober 1992) ist
auf eine Stoffzusammensetzung gerichtet, die folgendes umfaßt: (a)
Ein genießbares,
nicht absorbierbares, unverdauliches, niedrigkalorisches Fettmaterial,
das bei Körpertemperatur
nicht-newton'sche
pseudoplastische Eigenschaften aufweist, und (b) ein genießbares,
absorbierbares, verdauliches Nahrungsmittelmaterial, welches als
ein Lösungsmittel
für das Fettmaterial
dient. Die rheologischen Eigenschaften des Fettmaterials sind hinsichtlich
Thixotropie, Fließgrenze,
thioxotropischem Bereich und Flüssig/Fest-Stabilität definiert.
Die Zusammensetzung ist als ein Fettersatz in niedrigkalorischen
Nahrungsmittelprodukten geeignet. Die Zusammensetzung weist im Mund
einen nicht wachsartigen Geschmack auf, und eine laxative Nebenwirkung
wird vermieden.
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Das
US-Patent Nr. 5,194,270 (Cante et al., 16. März 1993) stellt neue und nützliche
Pflanzenöl-Calciumcitratsalz-Zusammensetzungen
bereit, die für
eine Verwendung in Nahrungsmittelzusammensetzungen, insbesondere
als Trübungsmittel,
Aufhellungsmittel und teilweise Fettersatzmittel, einfach anpaßbar sind.
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Das
US-Patent Nr. 5,314,921 (Yesair, 24. Mai 1994) offenbart eine Zusammensetzung
mit unveresterten Fettsäuren
mit 14 bis 18 Kohlenstoffatomen, Monoglyceriden, die Monoester von
Glycerin und Fettsäuren mit
14 bis 18 Kohlenstoffatomen sind, Lysophosphatidylcholin, in dem
der Fettsäurerest
14 bis 18 Kohlenstoffatome hat, und Bicarbonat. Die Zusammensetzungen
können
optional auch Gallensalze enthalten. Diese Zusammensetzungen bilden
kolloidale Teilchen mit Submikrometergröße und können als Träger zum Transportieren von
oral verabreichten Arzneimitteln, als Kalorienquellen in der Form
von einfach absorbierbaren Fetten und als Teilchen für die topische
Applikation auf die Haut dienen. Ein Verfahren zur Herstellung dieser
Teilchen ist ebenfalls beschrieben.
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Das
US-Patent Nr. 5,401,424 (Vinci et al., 28. März 1995) ist auf gelierte, überalkalisierte
Materialien gerichtet, die durch Mischen einer überalkalisierten Zusammensetzung
aus einem Metallsalz eines organischen Säurematerials, das wenigstens
8 Kohlenstoffatome enthält,
einem Metallsalz eines organischen Säurematerials, das weniger als
6 Kohlenstoffatome enthält,
und einem Metallcarbonat in einem oleophilen Medium mit einem Alkohol
oder einem Alkohol-Wasser-Gemisch
und Erhitzen des Gemischs hergestellt werden.
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Das
US-Patent Nr. 5,652,011 (Heertje et al., 29. Juli 1997) stellt eine
neue Art und Weise der Strukturierung der wäßrigen Phase von Brotaufstrichen
und Dressings bereit. Die Bil dung einer mesomorphen Phase kann zu
einer festen Textur und Konsistenz führen. Es wurde herausgefunden,
daß dies,
wenn die wäßrige Phase
eines Brotaufstrichs oder Dressings eine Kombination aus solch einer
mesomorphen Phase und einer bestimmten Menge an Biopolymer enthält, u.a. überragende
fettarme Produkte liefert, die weniger körnig sind und/oder die weniger
dazu neigen, Feuchtigkeit zu verlieren.
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Das
US-Patent Nr. 5,661,189 (Grieveson et al., 26. August 1997) betrifft
eine wäßrige, flüssige, reinigende
und feuchtigkeitsspendende Zusammensetzung mit einem grenzflächenaktiven
Mittel, ausgewählt
unter anionischen, nichtionischen, zwitterionischen und kationischen
grenzflächenaktiven
Mitteln und Gemischen davon, einem Unterstützungsmittel mit einer auf
das Gewichtsmittel bezogenen mittleren Teilchengröße im Bereich
von 50 bis 500 Mikrometern und einem Verdickungsmittel. Das Verdickungsmittel
wird dem Unterstützungsmittel
in einer Menge von 1 bis 50 Gew.-% auf der Grundlage des Unterstützungsmittels
hinzugefügt.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Es
wird eine Zusammensetzung einer stabilen Emulsion offenbart mit
- (A) einer überalkalisierten,
erstarrten Metallzusammensetzung, hergestellt durch Ausbildung eines
Gemischs von (i) einem carbonisierten, überalkalisierten Material mit
einem Metallverhältnis
von 1,5 bis 30 in einem nahrungsmittelgeeigneten Paraffinöl oder einem
nahrungsmittelgeeigneten oleophilen Mineralspiritusmedium, wobei
das Mineral ein Metallsalz von wenigstens einem Material einer organischen
Säure,
welches eine Carbonsäure
umfaßt,
die wenigstens 8 Kohlenstoffatome enthält, enthält, und (ii) einem Alkohol oder
einem Alkohol-Wasser-Gemisch,
wobei der Alkohol Ethylalkohol, Isopropylalkohol oder Isobutylalkohol
ist,
- (B) einem Tensid, welches anionische Tenside, kationische Tenside
oder nichtionische Tenside umfaßt,
und
- (C) einer wäßrigen Flüssigkeit,
welche Wasser oder Wasser mit wenigstens einer Flüssigkeit,
die in Wasser löslich
oder teilweise löslich
ist, umfaßt.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Verschiedene
bevorzugte Merkmale und Ausführungsformen
der Erfindung werden nachfolgend anhand von nicht beschränkenden
Erläuterungen
beschrieben.
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Der
Begriff „stabile
Emulsion" bezeichnet
Emulsionszusammensetzungen, die nicht agglomerieren, koagulieren
oder präzipitieren.
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(A) Die überalkalisierte,
erstarrte Metallzusammensetzung
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Um
diesen Bestandteil vollständig
zu erklären,
werden die allgemeinen Verfahren, die an der Herstellung überalkalisierter
Materialien beteiligt sind, diskutiert.
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Die überalkalisierten
Materialien, die in einem oleophilen Medium enthalten sind, sind
gut bekannte Materialien. Überalkalisierung,
auch bezeichnet als Superalkalisierung oder Hyperalkalisierung,
ist ein Mittel zur Bereitstellung einer großen Menge an basischem Material
in einer Form, die in Öl
löslich
oder dispergierbar ist. Überalkalisierte
Produkte werden seit langem in der Schmiermitteltechnologie verwendet,
um grenzflächenaktive
Additive bereitzustellen.
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Überalkalisierte
Materialien sind einphasige, homogene Systeme, die durch einen Metallgehalt
in einem Überschuß zu demjenigen,
der gemäß der Stöchometrie
des Metalls und der jeweiligen mit dem Metall umgesetzten, sauren
organischen Verbindung vorhanden wäre, gekennzeichnet sind. Die
Menge an überschüssigem Metall
wird allgemein im Hinblick auf das Metallverhältnis ausgedrückt. Der
Begriff „Metallverhältnis" ist das Verhältnis der
gesamten Äquivalente
des Metalls zu den Äquivalenten
der sauren organischen Verbindung. Ein neutrales Metallsalz hat
ein Metallverhältnis
von 1. Ein Salz mit 4,5mal soviel Metall, wie es in einem neutralen
Salz vorhanden ist, wird einen Metallüberschuß von 3,5 Äquivalenten oder ein Verhältnis von 4,5
haben. Die basischen Salze der vorliegenden Erfindung haben ein
Metallverhältnis
von 1,5 bis 30, vorzugsweise von 2 bis 15 und besonders bevorzugt
von 5 bis 12.
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Die überalkalisierten
Materialien werden durch Umsetzung eines sauren Materials, normalerweise
eines sauren Gases, wie beispielsweise SO2 oder
CO2, und am häufigsten Kohlendioxid, mit
einem Gemisch, das eine saure organische Verbindung, ein normalerweise
oleophiles Medium enthaltendes Reaktionsmedium, einen stöchometrischen Überschuß einer
Metallbase und vorzugsweise einen Promotor enthält, hergestellt.
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Das
oleophile Medium, das zur Herstellung verwendet wird und überalkalisierte
Materialien enthält, wird
normalerweise ein für
das saure organische Material inertes Lösungsmittel sein. Das oleophile
Medium kann ein organisches Material sein, das mit Öl einfach
lösbar
oder mischbar ist. Das oleophile Medium der vorliegenden Erfindung
ist ein lebensmittelunbedenkliches Paraffinöl oder ein lebensmittelunbedenkliches
Lösungsbenzin,
wie beispielsweise Isopar G, das von Exxon erhältlich ist.
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Die
zur Herstellung von überalkalisierten
Zusammensetzungen geeigneten sauren organischen Verbindungen umfassen
Carbonsäuren.
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Die
zur Herstellung von überalkalisierten
Salzen geeigneten Carbonsäuren
sind aliphatische Carbonsäuren.
Diese Carbonsäuren
umfassen Carbonsäuren
mit niedrigerem Molekulargewicht sowie Carbonsäuren mit höherem Molekulargewicht (z.
B. mit mehr als 8 oder mehr Kohlenstoffatomen).
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Carbonsäuren, insbesondere
die höheren
Carbonsäuren,
sind vorzugsweise in dem oleophilen Medium löslich. Zur Bereitstellung einer
gewünschten
Löslichkeit
sollte die Anzahl an Kohlenstoffatomen in Carbonsäuren der
vorliegenden Erfindung wenigstens etwa 8, z. B. 8 bis 40, vorzugsweise
10 bis 30 und besonders bevorzugt 10 bis 24 betragen.
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Die
Carbonsäuren
umfassen gesättigte
und gesättigte
Säuren.
Beispiele für
solche geeigneten Säuren umfassen
Dodecansäure,
Decansäure,
Tallölsäure, 10-Methyl-Tetradecansäure, 3-Ethyl-hexadecansäure und 8-Methyl-octadecansäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Myristinsäure, Ölsäure, Linolsäure, Behensäure, Hexatriacontansäure, 12- Hydroxystearinsäure, 9-Methylstearinsäure, Dichlorstearinsäure, Rizinolsäure, Lesquerellsäure, Stearylbenzoesäure, Eicosanyl-substituierte
Naphthylsäure,
Dilauryl-decahydronaphthalincarbonsäure, Gemische von irgendwelchen
dieser Säuren,
deren Alkali- und Erdalkalisalze, deren Amoniumsalze, deren Anhydride
und/oder deren Ester, Triglyceride etc. Eine bevorzugte Gruppe von
aliphatischen Carbonsäuren
umfaßt
die gesättigten
und ungesättigten
höheren
Fettsäuren,
die von etwa 12 bis etwa 30 Kohlenstoffatome enthalten.
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Die
zur Herstellung der basischen Metallsalze geeigneten Metallverbindungen
sind allgemein jegliche Metallverbindungen der Gruppe I oder der
Gruppe II (CAS-Version des Periodensystems der Elemente). Die Metalle
der Gruppe I der Metallverbindung umfassen Alkalimetalle (Natrium,
Kalium, Lithium, etc.) sowie Metalle der Gruppe IB, wie beispielsweise
Kupfer. Metalle der Gruppe I sind vorzugsweise Natrium, Kalium und Lithium,
bevorzugter Natrium oder Kalium und ganz besonders bevorzugt Natrium.
Die Metalle der Gruppe II der Metallbase umfassen die Erdalkalimetalle
(Magnesium, Calcium, Barium, etc.) sowie die Metalle der Gruppe
IIB, wie beispielsweise Zink oder Cadmium. Vorzugsweise sind die
Metalle der Gruppe II Magnesium, Calcium, Barium oder Zink, vorzugsweise
Magnesium oder Calcium und ganz besonders bevorzugt Calcium. Im allgemeinen
werden die Metallverbindungen als Metallsalze ausgeliefert. Der
anionische Anteil des Salzes kann Hydroxyl, Oxid, Carbonat, Borat,
Nitrat, etc. sein.
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Promotoren
sind Chemikalien, die manchmal dazu verwendet werden, die Aufnahme
von Metall in die basischen Metallzusammensetzungen zu erleichtern.
Unter den als Promotoren geeigneten Chemikalien sind Wasser, Ammoniumhydroxid,
organische Säuren
mit bis zu etwa 8 Kohlenstoffatomen, Salpetersäure, Salzsäure, metallkomplexierende Mittel,
wie beispielsweise Alkylsalicylaldoxim, und Alkalimetallhydroxide,
wie beispielsweise Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid,
und ein- und mehrwertige Alkohole mit bis zu etwa 30 Kohlenstoffatomen.
Beispiele für
die Alkohohe umfassen Methanol, Ethanol, Ispropylalkohol, Butylalkohol,
Isobutylalkohol, Dodecanol, Behenylalkohol, Ethylenglycol, Monomethylether
von Ethylenglycol, Hexamethylenglycol, Glycerol, Pentaerythritol,
Benzylalkohol, Phenylethylalkohol, Aminoethanol, Zimtalkohol, Allylalkohol
und ähnliche.
Besonders geeignet sind die einwertigen Alkohole mit bis zu etwa
10 Kohlenstoffatomen und Gemische von Methanol mit höheren einwertigen
Alkoholen. Es ist kennzeichnend für Promotoren, daß sie normalerweise
in geringen Mengen eingesetzt werden, normalerweise mit weniger
als 1 bis 2 Gew.-% des Reaktionsgemischs für Promotoren, die später nicht
entfernt werden. Daher stellen sie normalerweise keinen nennenswerten
Anteil der Säurefunktionalität der Zusammensetzung
dar, sondern spielen vielmehr eine Rolle als ein Katalysator für das Überalkalisierungsverfahren.
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Bei
der Herstellung von überalkalisierten
Materialien wird das organische Säurematerial, welches überalkalisiert
werden soll, normalerweise in einem inerten oleophilen Medium mit
der Metallbase, dem Promotor und dem Kohlendioxid (das durch Einperlen
von gasförmigem
Kohlendioxid in das Gemisch eingebracht wird) zusammengebracht,
und es findet eine chemische Reaktion statt. Die Reaktionstemperatur
beträgt üblicherweise
etwa 27 bis 159°C
(80° bis
300 °F)
und häufiger
etwa 38 bis 93°C
(100° bis
200 °F).
Die exakte Natur des resultierenden überalkalisierten Produktes
ist nicht bekannt, aber sie kann beschrieben werden als ein einphasiges
homogenes Gemisch von dem Lösungsmittel
und entweder (1) einem Metallkomplex, der aus der Metallbase, dem
Kohlendioxid und der organischen Säure gebildet ist, und/oder
(2) einem amorphen Metallsalz, das aus der Reaktion des Kohlendioxids
mit der Metallbase und der organischen Säure gebildet wurde. Zu Zwecken
der vorliegenden Erfindung kann das überalkalisierte Material als
ein Gemisch von einem Metallsalz eines organischen Säurematerials
mit einem Metallcarbonat beschrieben werden.
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Eine
vollständigere
Beschreibung des Verfahrens zur Herstellung herkömmlicher überalkalisierter Materialien
findet man in dem US-Patent 3,766,067, McMillen.
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Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren
zur Herstellung von überalkalisiertem
Material, das dazu verwendet werden kann, die Gele auszubilden,
die nachfolgend ausführlicher beschrieben
werden. Das Verfahren, welches nachfolgend beschrieben wird, kann
mit Vorteil zur Überalkalisierung
von gesättigten
und ungesättigten
Carbonsäuren,
die zur Herstellung von überalkalisierten
Carboxylaten geeignet sind, verwendet werden. Ein Aspekt der Erfindung
betrifft daher speziell die Überalkalisierung von
Carbonsäuren
und deren reaktiven Äquivalenten,
die wenigstens 8 Kohlenstoffatome in dem Säureanteil und insbesondere
12 bis 24 Kohlenstoffatome in dem Säureanteil enthalten. Beispiele
für solche
Carbonsäuren
umfassen die Monocarbonsäuren
Kokosnußäure, hydrierte
Palmitinsäure,
hydrierte Castorsäure,
Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure, 12-Hydroxy-Stearinsäure und
14-Hydroxyarachidinsäure; andere
solcher Säuren werden
dem Fachmann auf dem Gebiet gegenwärtig sein.
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Die
Säure,
welche überalkalisiert
werden soll, kann als die Säure
selbst vorliegen oder sie kann in der Form einer alternativen Quelle
für solch
eine Säure
bereitgestellt werden, d.h. eines anderen Materials, das unter den
Bedingungen der Überalkalisierung
unter Herstellung des gewünschten überalkalisierten
Produktes, möglicherweise
durch Bildung der eigentlichen Säure
als ein Zwischenprodukt in situ, reagieren wird. Somit umfassen
geeignete Säurequellen
z. B. die Säuren
selbst sowie Ester, Amide, Anhydride und Salze der Säuren. Eine
bevorzugte Säurequelle
ist das Pflanzenöl
auf der Grundlage der Säure,
z. B. Palmöl
oder Kokosnußöl. Die Quelle
kann in gleicher Weise ein Tieröl
sein, z. B. Talg, Schmalz oder Hühnerfett.
Die Carbonsäure ist
ein Gemisch aus Säuren,
die aus einem Tieröltriglycerid
oder einem Pflanezenöltriglycerid
oder einem genetisch modifizierten Pflanzenöltriglycerid der Formel
erhalten wurde, worin R
1, R
2 und R
3 unabhängig
voneinander gesättigte
oder ungesättigte
aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen sind, die etwa 7 bis etwa
23 Kohlenstoffatome enthalten. Wenn das Triglycerid ein genetisch
modifiziertes Triglycerid ist, haben die aliphatischen Gruppen wenigstens
zu 60% einfach ungesättigten
Charakter, und das Ölsäurerest:Linolsäurerest-Verhältnis beträgt von etwa
2 bis etwa 90.
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Es
wird angenommen, daß die Öle der alkalischen
Umgebung der Überalkalisierungsreaktion
unter Bildung des Salzes verseift werden, welches dann überalkalisiert
wird, obwohl die vorliegende Erfindung durch solch eine theoretische
Erklärung
nicht beschränkt
sein soll.
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Der
Begriff „Hydrocarbylgruppe" bzw. „Kohlenwasserstoffgruppe" oder „Hydrocarbylsubstitutent" bzw. „Kohlenwasserstoffsubstitutent", wie er hierin verwendet
wird, bezeichnet ein Radikal mit einem Kohlenstoffatom, das direkt
an den Rest des Moleküls
gebunden ist. Die aliphatischen Kohlenwasserstoffgruppen umfassen
die folgenden:
- (1) Aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen,
d.h. Alkylgruppen wie beispielsweise Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl,
Undecyl, Tridecyl, Pentadecyl, Heptadecyl, Octyl, Alkenylgruppen,
die eine einzige Doppelbindung enthalten, wie beispielsweise Heptenyl,
Nonenyl, Undecenyl, Tridecenyl, Pentadecenyl, Heptadecenyl, Heneicosenyl,
Alkenylgruppen, die zwei oder drei Doppelbindungen enthalten, wie
beispielsweise 8,11-Heptadecadienyl und 8,11,14-Heptadecytrienyl,
und Alkinylgruppen, die eine Dreifachbindung enthalten. Sämtliche Isomere
davon sind umfaßt,
aber geradekettige Gruppen sind bevorzugt.
- (2) Substituierte aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen, d.h.
Gruppen, die Nicht-Kohlenwasserstoffsubstituenten
enthalten, welche im Kontext dieser Erfindung den vorherrschenden
Kohlenwasserstoffcharakter der Gruppe nicht verändern. Den Fachleuten auf dem
Gebiet werden geeignete Substituenten gegenwärtig sein; Beispiele sind Hydroxy,
Carboxy (insbesondere niederes Carboxy) und Alkoxy (insbesondere
niedereres Alkoxy), wobei der Begriff „nieder" Gruppen bezeichnet, die nicht mehr
als 7 Kohlenstoffatome enthalten.
- (3) Heterogruppen, d.h. Gruppen, welche, während sie im Kontext dieser
Erfindung vorherrschend aliphatischen Kohlenwasserstoffcharakter
besitzen, andere Atome als Kohlenstoff enthalten, die in einer Kette oder
einem Ring, die/der ansonsten aus aliphatischen Kohlenstoffatomen
zusammengesetzt ist, vorhanden sind. Geeignete Heteroatome werden
den Fachleuten auf dem Gebiet geläufig sein und umfassen z. B. Sauerstoff,
Stickstoff und Schwefel.
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Natürlich vorkommende
Triglyceride sind Pflanzenöltriglyceride.
Die bevorzugten Pflanzenöltriglyceride
umfassen Sonnenblumenöl,
Maisöl,
Baumwollsamenöl,
Distelöl,
Kokosnußöl, Sojabohnenöl, Rapsöl, Olivenöl, Canolaöl, Palmöl oder Castoröl.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das natürliche Öl ein genetisch
modifiziertes Pflanzenöl.
Innerhalb dieser Ausführungsform
sind R1, R2 und
R3 aliphatische Gruppen, die von 7 bis etwa
23 Kohlenstoffatome enthalten und einen einfach ungesättigten
Charakter von wenigstens 60%, vorzugsweise wenigstens 70% und besonders
bevorzugt wenigstens 80% aufweisen. Für diese Erfindung geeignete,
natürlich
vorkommende Triglyceride werden durch Pflanzenöle, die genetisch modifiziert
sind, so daß von
den Pflanzen produziertes Öl
einen höheren
als den normalen Ölsäuregehalt
enthält,
veranschaulicht. Normales Sonnenblumenöl hat einen Ölsäuregehalt
von 18 bis 40%. Durch genetisches Modifizieren der Sonnenblumenpflanzen
kann ein Sonnenblumenöl
erhalten werden, in dem der Ölsäuregehalt
von etwa 60% bis etwa 92% beträgt.
D. h., daß die
Gruppen R1, R2 und
R3 Heptadecenylgruppen sind, und die R1COO-, R2COO- und
R3COO-, die an die 1,2,3-Propantriylgruppe -CH2CHCH2- angebunden sind, sind die Reste eines Ölsäuremoleküls. Die
US-Patente Nr. 4,627,192 und Nr. 4,743,402 sind hinsichtlich ihrer
Offenbarung der Herstellung von Sonnenblumenöl mit hohem Ölsäuregehalt
durch Bezugnahme hierin aufgenommen.
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Z.
B. hat ein Triglycerid, das ausschließlich aus einem Ölsäurerest
besteht, einen Ölsäuregehalt
von 100% und folglich einen Gehalt an einfacher Unsättigung
von 100%. Wenn das Triglycerid aus Säureresten hergestellt wird,
die zu 70% aus Ölsäure, 10%
Stearinsäure,
13% Palmitinsäure
und 7% Linolsäure
bestehen, beträgt
der Gehalt an einfacher Unsättigung
70%. Die bevorzugten Triglyceridöle
sind Triglyceridöle
mit hohem Ölsäuregehalt
(wenigstens 60%). Typische Öle
mit hohem Ölsäuregehalt,
d.h. genetisch modifizierte Pflanzenöle, die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, sind Distelöl mit hohem Ölsäuregehalt,
Maisöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Rapsöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Sonnenblumenöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Canolaöl mit
hohem Ölsäuregehalt,
Baumwollsamenöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Lesquerellaöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Sumpfblumenöl
mit hohem Ölsäuregehalt
und Palmöl
mit hohem Ölsäuregehalt
sowie Sojabohnenöl
mit hohem Ölsäuregehalt.
Bevorzugt sind Sonnenblumenöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Rapsöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Sojabohnenöl
mit hohem Ölsäuregehalt
und Distelöl
mit hohem Ölsäuregehalt.
Ein ganz besonders bevorzugtes Öl
mit hohem Ölsäuregehalt
ist Sonneblumenöl
mit hohem Ölsäuregehalt,
das von Helianthus sp. gewonnen wurde. Dieses Produkt ist von The
Lubrizol Corporation, Wickliffe, Ohio, als LZ 7631 erhältlich.
LZ 7631 ist ein hoch ölsäurehaltiges
Triglycerid, in dem die Säurereste
etwa 80% Ölsäure enthalten.
Ein weiteres bevorzugtes hoch ölsäurehaltiges
Pflanzenöl
ist hoch ölsäurehaltiges
Canolaöl,
das von Brassica campestris oder Brassica napus gewonnen wird, ebenfalls
erhältlich
von The Lubrizol Corporation als LZ 7633. In diesem enthalten die
Säurereste
etwa 65 bis 70% Ölsäure.
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Es
ist anzumerken, daß das
Olivenöl
als ein genetisch modifiziertes Pflanzenöl in dieser Erfindung ausgeschlossen
ist. Der Ölsäuregehalt
von Olivenöl
liegt typischerweise in dem Bereich von 65 bis 85%. Dieser Gehalt
wird jedoch nicht durch genetische Modifikation erreicht, sondern
kommt vielmehr natürlich
vor.
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Es
ist weiterhin anzumerken, daß genetisch
modifizierte Pflanzenöle
hohe Ölsäureanteile
zu Lasten der 2- und 3-fach ungesättigten Säuren haben. Ein normales Sonnenblumenöl hat von
20 bis 40% Ölsäurereste
und von 50 bis 70% Linolsäurereste.
Dies liefert einen Gehalt von 90% einfach und zweifach ungesättigter
Säurereste
(20+70) oder (40+50). Genetisches Modifizieren von Pflanzenölen erzeugt
ein Pflanzenöl
mit geringem 2- oder 3-fach ungesättigtem Rest (mehrfach ungesättigt).
Die genetisch modifizierten Öle
dieser Erfindung haben ein Ölsäurerest:Linolsäurerest-Verhältnis von
etwa 2 bis etwa 90. Ein Gehalt von 60% Ölsäurerest und ein Gehalt von
30% Linolsäurerest
eines Triglyceridöls
liefert ein Verhältnis
von 2. Ein Triglyceridöl, das
80% Ölsäurerest
und 10% Linolsäurerest
enthält,
liefert ein Verhältnis
von 8. Ein Triglyceridöl,
das 90% Ölsäurerest
und 1 % Linolsäurerest
enthält,
liefert ein Verhältnis
von 90. Das Verhältnis
von normalem Sonnenblumenöl
beträgt
etwa 0,5 (30% Ölsäurerest
und 60% Linolsäurerest).
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Mit
geeigneter genetischer Modifikation können genetisch modifiziertes
Sonnenblumenöl,
genetisch modifiziertes Rapsöl,
genetisch modifiziertes Sojabohnenöl oder genetisch modifiziertes
Distelöl
so hergestellt werden, daß die
aliphatischen Gruppen nicht mehr als 4,5% gesättigten Charakter aufweisen. Öle, die
einen gesättigten
Charakter von 4,5% oder weniger haben, werden als sättigungsarme Öle klassifiziert.
Sättigungsarme Öle haben
bestimmte Vorteile für
die Gesundheit, von denen einer ist, daß ihr Verzehr mit einer Reduzierung
von Herzerkrankung in Verbindung gebracht wurde.
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Die überalkalisierende
Reaktion für
diesen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird unter Verwendung einer
Metallbase, wie in herkömmlichen Überalkalisierungsreaktionen,
erreicht. Geeignete Metallbasen umfassen solche, wie sie oben beschrieben
sind, vorzugsweise Calciumhydroxid oder Calciumoxid. In gleicher
Weise können
ein Promotor oder andere übliche
Chemikalien verwendet werden, wie sie oben beschrieben sind.
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Das Überalkalisierungsverfahren
für gesättigte Carbonsäuren und
deren Äquivalente
wird unter Verwendung eines Lösungsmittels
oder eines Mediums, in dem die Säurequelle,
die basische Metallquelle und jegliche zusätzliche Materialien, wie beispielsweise
Alkoholpromotoren, gelöst
oder suspendiert werden, erreicht. Das Medium für den vorliegenden Aspekt der Erfindung
ist ein polares oleophiles Medium. Mit dem Ausdruck "polares oleophiles
Medium" ist ein
Material gemeint, das mit Öl
kompatibel ist, aber dennoch ausreichend polaren oder polarisierbaren
Charakter besitzt, um ein Ausmaß an
Löslichkeit
oder Kompatibilität
für die zuvor
genannten Säuren
oder Säurequellen
bereitzustellen. Gewöhnliches
Mineralöl
oder Lösungsbenzin
sind manchmal nicht ausreichend polar, um eine optimale Lösung oder
Suspension der gesättigten
Säuren
zu liefern. Andererseits besitzen einige aromatische Lösungsmittel
ein ausreichendes Maß an
Polarität
zusammen mit einem geeigneten Siedepunkt, so daß sie die Anwendung einer höheren Carbonisierungstemperatur
erlauben. In einigen Fällen
ist handelsüblich
gemischtes Xylenlösungsmittel,
welches vorherrschend para-Xylen ist, nicht besonders geeignet,
möglicherweise
aufgrund der anhand der Dielektrizitätskonstante gemessenen relativ
geringen Polarität
des para-Xylens. Die Dielektrizitätskonstante von para-Xylen
bei 20°C
ist in dem "Handbook
of Chemistry and Physics",
50. Auflage, Chemical Rubber Company, mit 2,270 Einheiten angegeben. Diejenige
von meta-Xylen beträgt
2,374 (20°C),
was etwa der gleiche Wert ist wie derjenige von Toluol, 2,239 (25°C). Die Dielektrizitätskonstante
von ortho-Xylen ist jedoch mit 2,568 (bei 20°C) angegeben. Es scheint, daß relativ
inerte aromatische Materialien mit einer Dielektrizitätskonstante
von wenigstens 2,4 Einheiten für eine
Verwendung als das Medium für
diesen Aspekt der Erfindung wünschenswert
sein werden. Ein geeigneter Bereich ist 2,4 bis 10, vorzugsweise
2,5 bis 6. Ein Beispiel für
ein aromatisches Material mit einem geeigneten Maß an Polarität ist ortho-Xylen.
Unter Verwendung des ortho-Xylen können überalkalisierte Materialien
aus Stearin-, Palmitin- und 12-Hydroxystearin- und anderen gesättigten
Säuren
und deren reaktiven Äquivalenten in
einer gebrauchsfertigen Form hergestellt werden. Natürlich sollte
das aromatische Material, das dazu ausgewählt wurde, als das Medium zu
dienen, nicht toxisch sein und es sollte keine Funktionalität besitzen,
welche die Überalkalisierungsreaktion
stören
würde,
d.h. das Material sollte unter den Bedingungen der Reaktion inert sein.
Aus diesem Grund wären
Materialien, wie beispielsweise Phenol, als Lösungsmittel ungeeignet, da
Phenol toxisch ist und selbst mit der verwendeten Base unter Bildung
eines Salzes reagieren würde.
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Carbonisierungsreaktionen
im allgemeinen sind gut bekannt und wurden oben beschrieben. Eine praktische
Temperaturbeschränkung
in einer Carbonisierungsreaktion ist der Siedepunkt bei Umgebungsdruck
eines Promotormaterials, wie beispielsweise Isopropylalkohol (Sdp.
82°C). Die
Carbonisierung des Gemischs gemäß dem vorliegenden
Aspekt der Erfindung wird vorzugsweise bei einer Temperatur in einem
Bereich von 70 bis 95°C
und bevorzugter 80 bis 85°C
und vorzugsweise in ortho-Xylen (welches einen normalen Siedepunkt
von 144°C
hat) durchgeführt. Überalkalisierung
nach diesem bevorzugten Verfahren vermeidet Probleme der Verfestigung
oder der Bildung von hochviskosem Material vor, während oder
nach der Carbonisierungsreaktion. Das Produkt in ortho-Xylen ist
im allgemeinen eine Flüssigkeit,
sogar bei Konzentrationen von 50% oder mehr.
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Das überalkalisierte
Carboxylat wird, wenn es erst einmal hergestellt ist, anschließend geliert,
was bedeutet, daß das überalkalisierte
Carboxylat in ein Gel umgewandelt wird. Diese Umwandlung in ein
Gel wird durch herkömmliche
Gelierungsverfahren bewirkt. Diese herkömmlichen überalkalisierten Carboxylate
können geliert
werden, d.h. sie können
durch Homogenisieren eines "Umwandlungsmittels" und des überalkalisierten Carboxylatausgangsmaterials
in eine gelartige oder kolloidale Struktur umgewandelt werden. Die
Menge an carbonisiertem überalkalisiertem
Material wird normalerweise 1 bis 70 Gew.-% und vorzugsweise 10
bis 50 Gew.-% der zu gelierenden Gesamtzusammensetzung ausmachen.
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Die
Terminologie "Umwandlungsmittel" soll eine Klasse
von sehr verschiedenen Materialien beschreiben, die die Eigenschaft
besitzen, daß sie
in der Lage sind, die newtonschen, homogenen, einphasigen, überalkalisierten
Materialien in nicht-newtonsche, kolloidaldisperse Systeme umzuwandeln.
Der Mechanismus, durch den eine Umwandlung erreicht wird, ist nicht
vollständig
aufgeklärt.
Mit der Ausnahme von Kohlendioxid besitzen diese Umwandlungsmittel
jedoch im allgemeinen aktive Wasserstoffatome. Die Umwandlungsmittel umfassen
niedere aliphatische Carbonsäuren,
Wasser, aliphatische Alkohole, polyethoxylierte Materialien, wie beispielsweise
Polyglykole, Phosphorsäure,
Schwefelsäure
und Kohlendioxid (insbesondere in Kombination mit Wasser). Gemische
von zwei oder mehr dieser Umwandlungsmittel sind ebenfalls geeignet.
Besonders geeignete Umwandlungsmittel sind Alkohole mit weniger
als etwa 12 Kohlenstoffatomen, wobei die niederen Alkanole, d.h.
Alkanole mit weniger als etwa 8 Kohlenstoffatomen, aus Gründen der
Wirtschaftlichkeit und Wirkung in dem Verfahren bevorzugt sind.
In der vorliegenden Erfindung ist das Umwandlungsmittel Ethyl-,
Isopropyl- oder Isobutylalkohol oder ein Gemisch solch eines Alkohols
mit Wasser. Die Verwendung eines Gemisches aus Wasser und einem
oder mehreren der Alkohole ist dafür bekannt, daß sie für eine Umwandlung
der überalkalisierten
Materialien in kolloiddisperse Systeme besonders wirksam ist. Jede
Wasser-Alkohol-Kombination ist wirksam, aber eine besonders wirksame
Kombination ist ein Gemisch aus einem oder mehreren Alkoholen und
Wasser in einem Gewichtsverhätlnis
von Alkohol zu Wasser von etwa 0,05:1 bis etwa 24:1. Vorzugsweise
ist wenigstens ein niederer Alkanol in der Alkoholkomponente dieser
Wasser-Alkanol-Gemische zugegen. Wasser-Alkanol-Gemische, in denen
der alkoholische Anteil aus einem oder mehreren niederen Alkanolen
besteht, sind besonders geeignet.
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Homogenisierung
und somit Gelierung wird normalerweise durch kräftiges Bewegen des Umwandlungsmittels
und des überalkalisierten
Ausgangsmaterials, vorzugsweise bei der Rückflußtemperatur oder einer Temperatur
geringfügig
unterhalb der Rückflußtemperatur, üblicherweise
25°C bis
150°C oder
geringfügig höher, erreicht.
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Die
Konzentration des Umwandlungsmittels, die zum Erreichen einer Umwandlung
des überalkalisierten
Materials notwendig ist, liegt vorzugsweise im Bereich von 1 % bis
60% und bevorzugter von 5 bis 30% auf der Grundlage des Gewichts
des überalkalisierten
Materials.
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Eine
Umwandlung von überalkalisierten
Materialien in ein kolloiddisperses System ist ausführlicher
in dem US-Patent 3,492,231 (McMillen) beschrieben. Es wurde herausgefunden,
daß die
von McMillen offenbarten und oben beschriebenen Techniken für eine Umwandlung
bestimmter überalkalisierter
Materialien (z. B. viele von denjenigen, die auf Hydrocarbonsulfonsäuren basieren)
in Gele wirksam sind. Jedoch verläuft die Umwandlung manchmal
langsamer als gewünscht,
und dies ist häufig
der Fall, wenn das überalkalisierte
Material aus einer Carbonsäure
hergestellt wird und wenn das Umwandlungsmittel ein Alkohol oder
ein Alkohol-Wasser-Gemisch
ist. Darüber
hinaus ist es, wenn Carbonsäuren
verwendet werden, manchmal notwendig, Alkohole mit höherem Molekulargewicht
zu verwenden, welche vergleichsweise nicht-flüchtig und somit schwer zu entfernen
sind.
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Bei
der Durchführung
der vorliegenden Erfindung wird das carbonisierte, überalkalisierte
Material in einem Gemisch mit oleophilem Medium (i), wie es oben
beschrieben ist, mit (ii) einem Alkohol oder Alkohol-Wasser-Gemisch
in einem Gewichtsverhältnis
von 1:1 bis 4:1, vorzugsweise etwa 2:1, gemischt. Die verwendeten
Alkohole sind Ethylalkohol, Isopropylalkohol oder Isobutylalkohol.
Ein bevorzugter Alkohol ist Isobutylalkohol. Die Menge des Alkohols
oder Alkohol-Wasser-Gemischs (ii) beträgt vorzugsweise etwa 5 bis
etwa 30 Gew.-% der überalkalisierten
Zusammensetzung von (i). Das Gemisch wird durch Rühren oder
andere Mittel bewegt, um eine gute Dispersion sämtlicher Komponenten zu bewirken,
und das Gemisch wird erhitzt. Ein Erhitzen auf eine Temperatur von
60 bis 100°C
ist normalerweise ausreichend, um eine Gelbildung des Gemischs,
normalerweise innerhalb eines Zeitraums von Minuten, z.B. 0,25–24 Stunden,
typischerweise 1–8 Stunden,
zu bewirken.
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Das
dabei erhaltene gelierte Material kann ohne weitere Behandlung verwendet
werden. Jedoch ist es häufig
erwünscht,
die flüchtigen
Materialien, wie beispielsweise das flüchtige oleophile Medium und
Wasser und Alkoholumwandlungsmittel, aus der Zusammensetzung zu
entfernen. Wenigstens ein erheblicher Anteil des oleophilen Mediums
wird entfernt. Dies kann durch weiteres Erhitzen der Zusammensetzung
auf 100–200°C für einen
ausreichend langen Zeitraum zum Erreichen des gewünschten
Ausmaßes
der Entfernung bewirkt werden. Wenn es erwünscht ist, kann das Erhitzen
unter Verwendung von Stickstoff oder einem anderen Inertgas oder
unter Vakuum durchgeführt
werden, wobei die Temperaturen und Zeiten in einer Art und Weise
eingestellt werden können,
die dem Fachmann auf dem Gebiet geläufig sind.
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Die
Entfernung von flüchtigen
Materialien braucht jedoch nicht auf die Entfernung der Umwandlungsmittel
beschränkt
zu sein. Es ist z. B. möglich,
die festen Bestandteile des gelierten Materials als trockene oder nahezu
trockene Feststoffe vollständig
zu isolieren. (In diesem Kontext umfaßt der Begriff "Feststoff" oder "Feststoffe" nicht nur fühlbar trockene
Materialien, sondern auch Materialien mit einem hohen Feststoffanteil, die
noch eine relativ geringe Menge an Restflüssigkeit enthalten) Eine Isolierung
von Feststoffen kann erreicht werden, indem man die Zusammensetzung
in einem oleophilen Medium, das eine flüchtige organische Verbindung ist,
herstellt. Der Begriff "flüchtig", wie er in diesem
Kontext verwendet wird, beschreibt ein Material, das durch Destillation
oder Verdampfung entfernt werden kann. Xylene würde man z. B. als flüchtige organische Verbindungen
ansehen. Erhitzt man das Gel auf eine geeignete Temperatur und/oder
unterwirft man es einem Vakuum, kann dies zu einer Entfernung des
flüchtigen
oleophilen Mediums in dem gewünschten
Ausmaß führen. Typische
Verfahren zum Trocknen umfassen Gleichgewichtstrocknung, Vakuumapparattrocknung, Sprühtrocknung,
Entspannungsstrippen, Dünnschichttrocknung,
Vakuumzweiwalzentrocknung, Rotationstrocknung mit indirekter Hitze
und Gefriertrocknung. Andere Verfahren zur Isolierung der Feststoffe
können ebenfalls
verwendet werden, und einige von diesen Verfahren erfordern nicht,
daß das
oleophile Medium ein flüchtiges
Material ist. In einer bevorzugten Ausführungsform hat das flüchtige Material
FDA GRAS-Status. Somit können
zusätzlich
zu Verdampfung solche Verfahren, wie beispielsweise Dialyse, Präzipitation,
Extraktion, Filtration und Zentrifugation, zur Isolierung der festen
Bestandteile des Gels verwendet werden.
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Das
feste Material kann somit in dieser Form gelagert oder transportiert
und später
mit einer geeigneten Menge eines Mediums, wie beispielsweise einem
oleophilen Medium (z. B. einem Öl),
wieder vereinigt werden. Die erneute Dispersion in Öl kann einfacher
erreicht werden, wenn das Feststoffmaterial nicht zur absoluten
Trockene getrocknet ist, d.h. wenn eine geringe Menge an Lösungsmittel
in der Zusammensetzung verbleibt. Alternativ kann eine geeignete
Menge eines Öls,
wie beispielsweise eines Mineralöls,
eines natürlichen Öls, wie
beispielsweise Pflanzenöl,
z. B. Kokosnußöl oder ähnliches,
oder eines synthetischen Öls
oder eines grenzflächenaktiven
Stoffs, zur Unterstützung
der Dispersion in dem nominell trockenen Pulver vorhanden sein.
Das restliche Lösungsmittel, Öl oder Detergens
kann vorzugsweise in Mengen von 0,5 bis 15 Gew.-%, bevorzugt 5 bis
10 Gew.-%, zugegen sein. Die festen Materialien können, wenn
sie in einem geeigneten Medium dispergiert werden, ein Gel, eine
Beschichtungszusammensetzung, ein Fett, ein weiteres Schmiermittel oder
sämtliche
der Materialien, die aus dem ursprünglich gelierten Material hergestellt
werden können,
liefern. Die festen Materialien können auch ohne erneute Dispersion
als Geliermittel verwendet werden.
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Es
ist auch möglich,
eine Dispersion aus einem Gel in einem Öl oder in einem oleophilen
Medium, das sich von demjenigen unterscheidet, in dem das Gel ursprünglich hergestellt
wurde, d.h. einem "Austauschmedium", durch ein Lösungsmittelaustauschverfahren
herzustellen. Solch ein alternatives Verfahren vermeidet die Notwendigkeit
zur Herstellung eines getrockneten Pulvers und zur erneuten Dispersion
desselben in dem zweiten oder Austauschmedium und kann somit eine
oder mehrere Verfahrensstufen eliminieren. Die erste Stufe in einer
Ausführungsform
dieses modifizierten Verfahrens ist die Herstellung eines Gels in
einem flüchtigen,
polaren, oleophilen Medium, wie es oben ausführlicher beschrieben wurde.
Zu diesem Gel wird das Öl oder
ein anderes Material, welches als das Austauschmedium erwünscht ist,
hinzugemischt. In einer bevorzugten Ausführungsform hat das flüchtige Material
FDA GRAS-Status.
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Das
Austauschmedium umfaßt
ein Pflanzenöl,
ein genetisch modifiziertes Pflanzenöl oder weißes Mineralöl. Wenn dieses Austauschmedium
signifikant geringer flüchtig
ist als das ursprüngliche
Medium, kann das ursprüngliche
Medium (zusammen mit irgendwelchen anderen flüchtigen Bestandteilen) durch
Erhitzen oder Verdampfen oder Strippen entfernt werden, wobei das
weniger flüchtige
Austauschmedium, das die überalkalisierten
Gelteilchen enthält,
zurückgelassen
wird. Natürlich
können
die zwei flüssigen
Medien durch andere physikalische oder chemische Verfahren, die
für die
jeweilige Kombination der vorliegenden Materialien geeignet sind
und welche dem Fachmann auf dem Gebiet geläufig sind, getrennt werden.
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BEISPIELE
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Beispiele A1–A11: Herstellung
von überalkalisierten
Materialien
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Beispiel A1
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Destillierte
Tallölfettsäure, 1.056
kg (2.329 Pfund) wird in einen Reaktor gegeben und mit 1.108 kg (2.443
Pfund) von 100 Neutral-Paraffinöl
und 190 kg (418 Pfund) Calciumhydroxid vereinigt. Das Gemisch wird unter
Rühren
auf 95–100°C erhitzt
und für
1 Stunde dort gehalten. Das Gemisch wird auf 50–55°C abgekühlt und dort gehalten. 103
kg (277 Pfund) eines kommerziellen Isobutyl/Amyl-Alkoholgemisches
und 256 kg (564 Pfund) Calciumhydroxid werden hinzugefügt. Kohlendoxid
wird für
1 bis 1,5 Stunden in das Gemisch eingesprudelt, bis eine Basenzahl
gegen Phenolphthalein von 0–10
erreicht ist. Dem Gemisch werden 256 kg (564 Pfund) Calciumhydroxid
hinzugefügt,
und zusätzliches
Kohlendioxid wird für
1 bis 1,5 Stunden in das Gemisch eingesprudelt, bis eine Basenzahl
(Phenolphthalein) von 0–10
erreicht ist. Weitere 256 kg (564 Pfund) Calciumhydroxid werden
hinzugefügt
und das Gemisch in gleicher Weise für 1 bis 1,5 Stunden bis zu
einer Basenzahl von 0–10
carbonisiert. Das Gemisch wird dann auf 160°C erhitzt, um die Alkohole und
Reaktionswasser zu entfernen. Das Material wird auf Raumtemperatur
abgekühlt
und für
1 Stunde bei 1800 U.p.M. zur Entfernung von Verunreinigungen zentrifugiert.
Das erhaltene Produkt ist ein überalkalisiertes
Calciumtallat in Öl.
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Beispiel A2
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Vierhundertneunundvierzig
g gereinigtes Rapsöl
mit niedrigem Erucasäuregehalt
wird in einen Reaktionskolben gegeben und mit 692 g SC-100, einem
zu Methylethylbenzol äquivalenten
aromatischen Lösungsmittel,
33 g Glycerin und 37 g Calciumhydroxid vereinigt. Dieses Gemisch
wird unter Rühren
auf 140°C
erhitzt und 4 Stunden bei der Temperatur gehalten. Das Material
wird auf 50–55°C abgekühlt; 173
g Isopropylalkohol und 92 g Calciumhydroxid werden hinzugefügt. Kohlendioxid
wird in das Gemisch mit der Geschwindigkeit von 28 l (1,0 Standardkubikfüße) pro
Stunde eingesprudelt, bis eine Basenzahl (Phenolphthalein) von 0–10 erreicht ist.
Calciumhydroxid, 92 g, wird hinzugefügt, und es wird in gleicher
Weise bis zu einer endgültigen
Basenzahl von 0–10
carbonisiert. Das Gemisch wird auf 140°C erhitzt, um Isopropylalkohol
und Reaktionswasser zu entfernen. Das Material wird auf Umgebungstemperatur
abgekühlt und
für 1 Stunde
bei 1.800 U.p.M. zur Entfernung von Verunreinigungen zentrifugiert,
und es werden 93 g SC-100 hinzugefügt, um das Material auf 51
% nichtflüchtige
Materialien einzustellen. Das resultierende Produkt ist eine überalkalisierte
Calcium-Rapsölsäure in SC-100.
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Beispiel A3
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In
einen 5 l Vierhalsharzkolben werden 900 Teile (3,1 Äquivalente)
Sojabohnenöl,
1.800 Teile Lösungsbenzin
und 85 Teile Glycerin gegeben. Der Kolben wird mit einem Bananenflügelrührer aus
Edelstahl, einem unter der Oberfläche mündenden Gaseinlaßrohr aus
Edelstahl, einem Edelstahlthermowell und einem Nebenarm mit einem
Glaskondensator ausgestattet. Die Inhalte werden auf 60°C erhitzt,
und 95 Teile (2,57 Äquivalente)
Calciumhydroxid werden hinzugefügt,
und die Temperatur wird auf Rückflußtemperatur
(etwa 155°C)
erhöht.
Rückflußkochen
wird aufrecht erhalten, bis die Neutralisationszahl etwa 10 basisch
ist (etwa 2 Stunden). Der Ansatz wird auf 60°C gekühlt, und 90 Teile Isopropylalkohol
und 168 Teile (4,54 Äquivalente)
Calciumhydroxid werden hinzugefügt.
Kohlendioxid wird in der Nähe
der Oberfläche
mit 57 l (2 Kubikfüße) pro
Stunde bis zu einer Neutralisationszahl zwischen 7–12 basisch
eingesprudelt. Die Abfolge wird noch zweimal unter Verwendung von
98 Teilen Isopropylalkohol und 168 Teilen (4,54 Äquivalenten) Calciumhydroxid
wiederholt, während
Kohlendioxid mit 57 l (2 Kubikfüße) pro
Stunde bis zu einer Neutralisationszahl zwischen 7 und 12 basisch eingesprudelt
wird, mit der Ausnahme, daß die
letzte Erhöhung
durch Einsprudeln von Kohlendioxid auf weniger als 5 basisch durchgeführt wird.
Anschließend
werden 125 Teile Sojabohnenöl
hinzugefügt,
und Alkohol und Wasser werden durch Erhitzen der Bestandteile auf
120°C abgestrippt.
Bei 50°C
werden die Bestandteile durch Lösen
in 3.100 Teilen Hexan und Zentrifugieren der resultierenden Lösung bei
1.800 U.p.M. für
1 Stunde geklärt.
Die Flüssigkeit
wird von den Feststoffen abdekantiert, und die flüssigen Bestandteile
werden dann bei 130°C
bei 2,7 kPa (20 mm Quecksilbersäule)
gestrippt. Das erhaltene Produkt ist ein überalkalisiertes Calcium-Sojaölsäuresalz
in Lösungsbenzin.
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Beispiel A4
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In
einen 3 l Vierhalsharzkolben, der mit der Ausrüstung aus Beispiel A3 ausgerüstet ist,
werden 584 Teile (2,0 Äquivalente)
Sojabohnenöl,
600 Teile 100 N-Paraffinöl
und 65 Teile Glycerin gegeben. Die Bestandteile werden auf 60°C erhitzt,
und 82,5 Teile (2,2 Äquivalente)
Calciumhydroxid werden hinzugefügt,
und die Temperatur des Gemisches wird auf Rückflußtemperatur (etwa 155°C) erhöht. Rückflußkochen
wird aufrecht erhalten, bis eine Neutralisationszahl von etwa 10
basisch erreicht ist (etwa 2 Stunden). Der Ansatz wird auf 60°C abgekühlt, und
100 Teile Isopropylalkohol und 127 Teile (3,4 Äquivalente) Calciumhydroxid
werden hinzugefügt.
Kohlendioxid wird unter der Oberfläche mit 57 l (2 Kubikfüße) pro
Stunde bis zu einer Neutralisationszahl von etwa 7–12 eingesprudelt.
Die Abfolge wird noch zweimal unter Verwendung von 50 Teilen Isopropylalkohol
und 127 Teilen (3,4 Äquivalenten)
Calciumhydroxid wiederholt, während
Kohlendioxid mit 57 l (2 Kubikfüße) pro
Stunde bis zu einer Neutralisationszahl zwischen 7–12 eingesprudelt
wird, mit der Ausnahme, daß bei
der letzten Erhöhung
bis weniger als 5 eingesprudelt wird. Die Bestandteile werden von
Wasser und Alkohol durch Erhitzen auf 70°C bei Einsprudeln von Stickstoff
mit 28 l (1 Kubikfuß)
pro Stunde und später
unter einem Vakuum von 2,7 kPa (20 mm Hg) gestrippt. Das erhaltene
Produkt ist ein überalkalisiertes
Calcium-Sojaölsäuresalz
in 100 N-Paraffinöl.
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Beispiel A5
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Beispiel
A4 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß Methyloleat anstelle von
Sojabohnenöl
verwendet wird. Das Produkt ist ein überalkalisiertes Oleat in Öl.
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Beispiel A6
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Vierhundertsechsunddreißig g gereinigtes
Kokosnußöl werden
in einen Reaktionskolben gegeben und mit 500 g SC-100, 43 g Glycerin
und 89,5 g Calciumhydroxid vereinigt. Das Gemisch wird unter Rühren auf 140°C erhitzt
und für
4 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Das Gemisch wird auf 90°C abgekühlt und dabei
gehalten, und 1000 g SC-100 und 100 g Isopropylalkohol werden hinzugefügt. Die
Temperatur wird weiter auf 50–55°C abgesenkt.
Calciumhydroxid, 132,8 g, wird hinzugefügt, und Kohlendioxid wird mit
einer Geschwindigkeit von 28 l (1,0 Standardkubikfüße) pro
Stunde für
1–1,5
Stunden bis zu einer Phenolphthaleinbasenzahl von 0–10 eingesprudelt.
Eine weitere Charge von 132,8 g Calciumhydroxid und 100 g Isopropylalkohol wird
hinzugefügt,
und das Gemisch wird mit der gleichen Geschwindigkeit für 1–1,5 Stunden
bis zu der gleichen Basenzahl carbonisiert. Schließlich werden
weitere 132,8 g Calciumhydroxid und 100 g Isopropylalkohol hinzugefügt und aufgrund
von hoher Viskosität
1.000 g SC-100 zugegeben. Das Gemisch wird mit der gleichen Geschwindigkeit
für 1–1,5 Stunden
bis zu der gleichen Basenzahl carbonisiert. Das Gemisch wird auf
157°C erhitzt,
um den Isopropylalkohol und Reaktionswasser zu entfernen. Das Material
wird auf 50°C
abgekühlt, 1.220
g SC-100 werden
hinzugefügt
und für
0,5 Stunden eingemischt, und das Material wird für 1 Stunde bei 1.800 U.p.M.
zentrifugiert. Das Dekantat ist das Produkt, welches eine überalkalisierte
Calcium-Kokosnußölsäure in SC-100
ist.
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Beispiel A7
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Vierhundertsechsunddreißig g gereinigtes
Kokosnußöl werden
in einen Reaktionskolben gegeben und mit 500 g o-Xylen, 43 g Glycerin
und 81,4 g Calciumhydroxid vereinigt. Das Gemisch wird unter Rühren auf 140°C erhitzt
und für
4 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Das Gemisch wird auf 80–82°C abgekühlt und gehalten,
und 950 g o-Xylen. 150 g Isopropylalkohol und 124,9 g Calciumhydroxid
werden hinzugefügt.
Kohlendioxid wird in das Gemisch mit einer Geschwindigkeit von 42
l (1,5 Standardkubikfüße) pro
Stunde für
1–1,5 Stunden
bis zu einer Phenolphthaleinbasenzahl von 0–10 eingesprudelt. Weitere
124,9 g Calciumhydroxid werden hinzugefügt, und es wird mit der gleichen
Geschwindigkeit bis zu der gleichen Basenzahl carbonisiert; eine
abschließende
Charge von 124,9 g Calciumhydroxid wird hinzugefügt und in gleicher Weise carbonisiert. Das
Gemisch wird auf 140°C
erhitzt, um den Isopropylalkohol und Reaktionswasser zu entfernen.
Das Material wird auf 50°C
abgekühlt,
1.000 g Hexan werden hinzugefügt
und gemischt, und das Gemisch wird für 1 Stunde bei 1.600 U.p.M.
zentrifugiert. Das Dekantat wird zur Entfernung des Hexans auf 139°C gestrippt,
wobei 1.721 g des Produkts zurückbleiben.
Das Produkt ist eine überalkalisierte
Calcium-Kokosnußölsäure in o-Xylen.
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Beispiel A8
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Dreihundertachtundneunzig
g Palmhartfett werden in einen Reaktionskolben gegeben und mit 1.200 g
o-Xylen, 33 g Glycerin und 37 g Calciumhydroxid vereinigt. Das Gemisch
wird unter Rühren
auf 140°C
erhitzt und für
4 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Das Gemisch wird auf 80–82°C abgekühlt und
gehalten, und 200 g Isopropylalkohol und 111 g Calciumhydroxid werden
hinzugefügt.
Kohlendioxid wird in das Gemisch mit der Geschwindigkeit von 28
l (1 Standardkubikfuß)
pro Stunde für
1–1,5
Stunden bis zu einer Phenolphthaleinbasenzahl von 0–10 eingesprudelt.
Weitere 111 g Calciumhydroxid werden hinzugefügt, und es wird mit der gleichen
Geschwindigkeit bis zu der gleichen Basenzahl carbonisiert, eine
abschließende
Charge von 111 g Calciumhydroxid wird hinzugefügt und in gleicher Weise carbonisiert.
Das Gemisch wird auf 140°C
erhitzt, um den Isopropylalkohol und Reaktionswasser zu entfernen.
Das Gemisch wird auf 50°C
abgekühlt
und für
1 Stunde bei 1.800 U.p.M zur Entfernung von Verunreinigungen zentrifugiert.
Das Produkt ist ein überalkalisiertes
hydriertes Calcium-Palmitat in o-Xylen.
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Beispiel A9
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Beispiel
A7 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von Kokosnußöl 436 g
hydriertes Castoröl verwendet
wird. Das erhaltene Produkt ist eine überalkalisierte hydrierte Calcium-Castorsäure in o-Xylen.
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Beispiel A10
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Ein
Reaktor wird mit 1.725 g Lösungsbenzin,
1.254 g (5,75 Äquivalente)
Kokosnußöl, 148 g
Isobutylalkohol und 24 g Wasser beschickt. Es wird damit begonnen
zu rühren,
und 223 g Calciumhydroxid (6,03 Äquivalente)
werden hinzugefügt,
und die Bestandteile werden gerührt
und auf 99–110°C erhitzt
und bei dieser Temperatur gehalten, bis eine Basenzahl (Phenolphthalein)
von 4,7–14,1
erreicht ist. Zu dem Gemisch werden 2.104 g Lösungsbenzin hinzugefügt und das
Gemisch auf 70–85°C eingestellt
und gehalten. Carbonisierung wird in 7 Inkrementen durchgeführt. Jedes
Inkrement umfaßt
155 g (4,19 Äquivalente)
Calciumhydroxid und Einsprudeln von Kohlendioxid in das Reaktionsgemisch.
Etwa 90 g Kohlendioxid werden bei jedem Inkrement verwendet. Beginnend
in dem zweiten Inkrement und fortgesetzt in darauf folgenden Inkrementen
werden 54 g Isobutylalkohol mit den 155 g Calciumhydroxid beladen.
Die Carbonisierungsstufe wird in jedem Inkrement wiederholt. Am
Ende des siebten und abschließenden
Inkrements der Carbonisierung wird Kohlendioxid fortgesetzt eingesprudelt
bis zu einer Basenzahl (Phenolphthalein) von etwa 4–7. Die
Temperatur am Ende dieses Carbonisierungsverfahrens beträgt etwa
70°C.
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Beispiel A11
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Ein
Reaktor wird mit 915 g SC-100, 665 g (3,05 Äquivalente) Kokosnußöl, 146 g
Isobutylalkohol und 110 g Wasser beschickt. Die Bestandteile werden
gerührt,
und anschließend
werden 102 g Calciumoxid (3,64 Äquivalente)
hinzugefügt
und auf 99–110°C erhitzt
und bei dieser Temperatur gehalten, bis eine Basenzahl (Phenolphthalein)
von 17–27
erreicht ist. Zu dem Gemisch werden 938 g SC-100-Lösungsmittel,
79 g Calciumoxid (2,82 Äquivalente)
und 61 g Isobutylalkohol hinzugefügt, während das Reaktionsgemisch
auf 82°C
abgekühlt
wird. Der Ausgleich an Calciumoxid (352 g; 12,57 Äquivalente),
der zur Überalkalisierung
benötigt
wird, wird in einen abgedeckten, mit einem Stickstoffkissen versehenen
Feststofftrichter, der zur kontinuierlichen Auslieferung des Calciumoxids
zu dem Reaktor ein Schneckenaufgabegerät verwendet, geladen. Das Schneckenaufgabegerät wird gestartet
und so eingestellt, daß es
Calciumoxid an den Reaktor mit der Geschwindigkeit von 14 g/Stunde
ausliefert. Gleichzeitig wird Kohlendioxid langsam in das Reaktionsgemisch
mit der Geschwindigkeit von 11 g/Stunde eingesprudelt, um eine Basenzahl
(Phenolphthalein) von etwa 65 aufrechtzuerhalten. Das Gemisch wird
bei 70–82°C carbonisiert.
Nach etwa 25 Stunden war das gesamte Kohlendioxid dem Reaktor zugeführt. Kohlendioxid
wird unterhalb der Oberfläche
für etwa
6 weitere Stunden bis zu einer Basenzahl (Phenolphthalein) von etwa
4–7 fortgesetzt
eingesprudelt. Zwei Chargen von 66 g Isobutylalkohol werden 2 Stunden
und 4 Stunden nach dem Ende der Calciumoxidzugabe hinzugefügt.
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Beispiele A12–A28 – Gelierungsreaktionen
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Beispiel A12 (Vergleichsbeispiel)
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In
einen Reaktionskolben werden 1.181 g des überalkalisierten Materials
aus Beispiel A1 gegeben und mit 1.297 g 100 N-Paraffinöl, 372 g
kommerziellem Isobutyl/Amyl-Alkoholgemisch
und 124 g Wasser vereinigt. Das Gemisch wird unter Rühren auf
Rückflußtemperatur
bei etwa 92°C
erhitzt und für
8 ½ Stunden
gehalten. Das Gemisch wird über
Nacht auf Umgebungstemperatur abkühlen gelassen. Das Material
wird erneut auf Rückflußtemperatur
erhitzt; nach einer weiteren Stunde ist das Material geliert, was
durch eine Erhöhung
der Viskosität
zu erkennen ist; es erscheint auch eine Absorptionsbande bei 873
cm–1 in
dem IR-Spektrum,
die für Calcit
charakteristisch ist. Das Gemisch wird bei Rückflußtemperatur für etwa 2
Stunden, nachdem die Gelierung abgeschlossen ist, gehalten und anschließend auf
160°C erhitzt,
um die Gelierungslösungsmittel
Wasser und Isobutanol zu entfernen. Das zurückbleibende Material wird auf
Umgebungstemperatur abgekühlt.
Das erhaltene Produkt ist ein braunes, opakes fettartiges Material.
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Beispiel A13
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Neunhundert
g des überalkalisierten
Materials aus Beispiel A1 werden in einen Reaktionskolben gegeben
und mit 750 g paraffinischem Brightstock, 750 g 500 N-Paraffinöl, 240 g
Isopropylalkohol, 60 g Wasser und 40 g Calciumhydroxid vereinigt.
Dieses Gemisch wird unter Rühren
auf 50°C über 0,5
Stunden erhitzt, woraufhin ein Gemisch von 60g Essigsäure und
60 g Wasser tropfenweise über
0,5 Stunden bei 50–65°C hinzugefügt wird.
Nach Abschluß der
Zugabe werden die Materialien gerührt und auf Rückflußtemperatur
bei etwa 82°C
erhitzt. Nachdem das Material für
etwa 1,5 Stunden bei Rückflußtemperatur
gehalten wurde, sind die Materialien geliert, was durch eine Erhöhung der
Viskosität
und eine Trennung des Alkohols und des Wassers von der Hauptmasse
des Gemischs zu erkennen ist. Die Materialien werden bei Rückflußtemperatur
unter Rühren für etwa 1
Stunde, nachdem die Gelbildung abgeschlossen ist, gehalten und anschließend auf
160°C erhitzt, um
die Gelbildungslösungsmittel
Wasser und Isopropylalkohol zu entfernen. Das resultierende Material
wird unter Rühren
auf 80°C
oder weniger abgekühlt.
Das erhaltene Produkt ist ein klares, braunes, fettartiges Material.
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Beispiel A14
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Tausendeinhundertzwölf g des überalkalisierten
Materials aus Beispiel A2 und 333 g 100 N-Paraffinöl werden
in ein Reaktionsgefäß gegeben,
auf 150°C
erhitzt und zur Entfernung des SC-100 bei 4,7 kPa (35 mm Hg) zur
Trockene vakuumgestrippt. Das Gemisch wird auf 50°C abgekühlt, und
das Verfahren aus Beispiel A18 wird wiederholt mit der Ausnahme,
daß 65
g Calciumhydroxid verwendet werden. Das erhaltene Produkt ist ein
klares, braunes, fettartiges Material.
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Beispiel A15
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Achthundert
g des überalkalisierten
Materials aus Beispiel A6, 148 g paraffinischer Brightstock und 252
g 500 N-Paraffinöl
werden in ein Reaktionsgefäß gegeben,
auf 150°C
erhitzt und zur Entfernung des Lösungsbenzins
bei 4,7 kPa (35 mm Hg) zur Trockene vakuumgestrippt. Das Gemisch
wird auf 50°C
abgekühlt, und
das Verfahren aus Beispiel A18 wird wiederholt mit der Ausnahme,
daß 473
g paraffinischer Brightstock, 806 g 500 N-Paraffinöl, 300 g
Isopropylalkohol, 75 g Wasser, 37 g Calciumhydroxid und eine Lösung von
63 g Essigsäure
und 75 g Wasser verwendet werden. Das erhaltene Produkt ist ein
klares, braunes, fettartiges Material.
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Beispiel A16
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Beispiel
A13 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von 900 g des Materials
aus Beispiel A1 841 g des Materials aus Beispiel A4 und 59 g 100
N-Paraffinöl
verwendet werden.
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Beispiel A17
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Beispiel
A16 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle des Materials aus
Beispiel A4 das Material aus Beispiel A5 verwendet wird.
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Beispiel A18
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Beispiel
A13 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von paraffinischem
Brightstock und 500 N-Paraffinöl
Rapsöl
verwendet wird. Die Mengen an Materialien betragen 1.350 g des Materials
aus Beispiel A1, 66 g 100 N-Paraffinöl, 1.416 g Rapsöl, 270 g
Isopropylalkohol, 70 g Wasser, 97,5 g Calciumhydroxid und eine Lösung von
90 g Essigsäure
und 65 g Wasser. Nachdem das resultierende Material unter Rühren auf 80°C oder weniger
abgekühlt
ist, werden 896 g Rapsöl
hinzugefügt
und das Gemisch für
0,5 Stunden gerührt. Das
erhaltene Produkt ist ein dunkles, durchscheinendes, fettartiges
Material.
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Beispiel A19
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Beispiel
A14 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von paraffinischem
Brightstock und 500 N-Paraffinöl
Rapsöl
verwendet wird.
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Beispiel A20
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Beispiel
A5 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von paraffinischem
Brightstock und 500 N-Paraffinöl
Rapsöl
verwendet wird. Die verwendeten Mengen betragen 600 g des Materials
aus Beispiel A3, 500 g Rapsöl
(bei der ersten Zugabe), 415 g Rapsöl (bei der zweiten Zugabe),
140 g Isopropylalkohol, 30 g Wasser, 27,8 g Calciumhydroxid und
eine Lösung
von 47,6 g Essigsäure
und 40 g Wasser.
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Beispiel A21
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Beispiel
A16 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von paraffinischem
Brightstock und 500 N-Paraffinöl
Rapsöl
verwendet wird.
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Beispiel A22
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Beispiel
A17 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von paraffinischem
Brightstock und 500 N-Paraffinöl
Rapsöl
verwendet wird.
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Beispiel A23
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Sechshundert
g des überalkalisierten
Materials aus Beispiel A3 wird in einen Reaktionskolben gegeben
und mit 600 g Lösungsbenzin
vereinigt und danach wie in Beispiel A13 mit 140 g Isopropylalkohol,
30 g Wasser, 27,6 g Calciumhydroxid und einer Lösung von 47,6 g Essigsäure und
40 g Wasser behandelt. Nachdem die Bestandteile zur Entfernung des
Isopropylalkohols und des Wassers auf 160°C erhitzt wurden, werden 915
g Rapsöl
hinzugefügt,
und die Bestandteile werden bei 4,7 kPa (35 mm Hg) zur Entfernung
des Lösungsbenzins
vakuumgestrippt. 343 g Rapsöl
werden hinzugefügt,
während
man auf 80°C
oder weniger abkühlt,
um ein fettartiges Material zu erhalten.
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Beispiel A24
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Das überalkalisierte
Material aus Beispiel A7, 6.021 g, wird in einen Reaktionskolben
gegeben und mit 1.611 g o-Xylen, 763 g Isopropylalkohol, 191 g Wasser
und 199,5 g Calciumhydroxid vereinigt. Das Gemisch wird unter Rühren auf
50°C über 0,5
Stunden erhitzt, woraufhin ein Gemisch aus 163,5 g Essigsäure und
191 g Wasser tropfenweise über
0,5 Stunden bei 50–65°C hinzugefügt wird.
Nach Abschluß der
Zugabe wird das Gemisch auf Rückflußtemperatur,
etwa 82°C,
erhitzt und für
1,5 Stunden bei dieser Temperatur gehalten, der Zeit, zu der die
Gelierung abgeschlossen ist. Die Materialien werden bei Rückflußtemperatur
für etwa
1 weitere Stunde nach Abschluß des
Gelierens gehalten und anschließend
zur Entfernung des Wassers und des Isopropylalkohols auf 140°C erhitzt.
Es werden 309 g Kokosnußöl hinzugefügt. Das
Material wird auf Umgebungstemperatur abgekühlt, um ein festes Gel mit
etwa 45% nicht flüchtigen
Materialien zu erhalten.
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Beispiel A25
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Das überalkalisierte
Material aus Beispiel A8, 777 g, wird in einen Reaktionskolben mit
223 g o-Xylen, 100 g Isopropylalkohol, 25 g Wasser und 35,5 g Calciumhydroxid
gegeben. Das Gemisch wird unter Rühren auf 50°C über 0,25 Stunden erhitzt, woraufhin
ein Gemisch von 41,4 g Essigsäure
und 25 g Wasser tropfenweise über
0,15 Stunden bei 50–60°C hinzugefügt wird.
Nach Abschluß der
Zugabe wird das Gemisch auf Rückflußtemperatur,
82°C, erhitzt
und für
1,5 Stunden gehalten, bis die Gelierung abgeschlossen ist. Die Materialien
werden für
1 Stunde nach Abschluß der
Gelierung bei Rückflußtemperatur
gehalten und anschließend zur
Entfernung von Wasser und Isopropylalkohol auf 132°C erhitzt.
Es werden 43,7 g Kokosnußöl hinzugefügt. Das
Gemisch wird auf Umgebungstemperatur abgekühlt, um festes Gel mit etwa
45,3% nicht flüchtigen
Materialien zu erhalten.
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Beispiel A26
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Das überalkalisierte
Material aus Beispiel A9, 738 g, wird mit 100 g Isopropylalkohol
und 50 g Wasser in einen Reaktionskolben gegeben. Das Gemisch wird
unter Rühren
auf Rückflußtemperatur,
82°C, erhitzt
und für
10 Stunden über
2 Tage bei dieser Temperatur gehalten, der Zeit, zu der die Gelierung
vollständig
ist. 400 g o-Xylen werden hinzugefügt, und das Gemisch wird für 1 weitere
Stunde bei Rückflußtemperatur
gehalten. Das Gemisch wird dann zur Entfernung des Wassers und des
Isoprpylalkohols auf 140°C
erhitzt. 30 g Kokosnußöl werden
hinzugefügt,
und das Gemisch wird auf Umgebungstemperatur abgekühlt, um
ein festes Gel mit etwa 32% nicht flüchtigen Materialien zu erhalten.
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Beispiel A27
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Zu
den Bestandteilen von Beispiel A10 werden 506 g Isobutylalkohol
und 189 g Wasser unter Bildung eines Gemischs hinzugegeben. Das
Gemisch wird zur Gelbildung auf 82°C erhitzt. Es werden etwa 1.416
g Lösungsbenzin
hinzugefügt,
wenn etwa 80% des gesamten Carbonats von der amorphen in die kristalline Form
umgewandelt sind (was durch IR bestimmt wird). Weitere 2.192 g Lösungsbenzin
werden hinzugefügt, wenn
90–100%
des Carbonats in die kristalline Form umgewandelt sind. Das Gemisch
wird zur Entfernung des Wassers und des Isobutylalkohols auf 126°C erhitzt.
Es werden etwa 1.949 g Destillat gewonnen. Etwa 1.356 g Lösungsbenzin
werden hinzugefügt,
um die Menge an Feststoffen auf etwa 25% einzustellen (d.h. 25%
Feststoffe, 75% Flüssigkeiten).
Die Bestandteile werden auf Raumtemperatur abgekühlt, um ein fettartiges Material zu
erhalten.
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Beispiel A28
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Zu
den Bestandteilen von Beispiel A11 werden 800 g SC-100-Lösungsmittel,
344 g Isobutylalkohol und 259 g Wasser unter Bildung eines Gemischs
hinzugegeben. Das Gemisch wird zur Gelbildung auf 88°C erhitzt. Es
werden etwa 1.300 g SC-100-Lösungsmittel
hinzugefügt,
wenn etwa 80% des gesamten Carbonats in die kristalline Form umgewandelt
sind (was durch IR bestimmt wird). Wenn 90–100% des Carbonats von der
amorphen in die kristalline Form umgewandelt sind, ist die Gelierung
vollständig.
Das Reaktionsgemisch wird zur Entfernung des Wassers und des Isobutylalkohols
auf 126°C
erhitzt. Zur Erniedrigung der Viskosität werden während dieses Verfahrens etwa
800g SC-100-Lösungsmittel
hinzugefügt.
Es werden etwa 2.435 g Destillat gewonnen. Etwa 1.400 g SC-100-Lösungsmittel
werden hinzugefügt,
um die Menge an Feststoffen auf etwa 25% einzustellen (d.h. 25%
Feststoffe, 75% Flüssigkeiten).
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Beispiele A29–A36 – Herstellung
von Pulvern und Fetten:
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Das
nachfolgende Beispiel demonstriert das Lösungsmittelaustauschverfahren
zum Ersatz oder Austausch eines Lösungsmittels gegen ein anderes.
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Beispiel A29
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Zu
4.730 g des Produkts aus Beispiel A27 werden 1.690 g Rapsöl hinzugegeben.
Das Gemisch wird unter Rühren
erhitzt, und es wird ein Vakuum angelegt, um 1.527 g Lösungsbenzin
bei 70°C
zu entfernen. Anschließend
werden 1.528 g Rapsöl
hinzugefügt,
und ein Vakuum wird angelegt, um 773 g Lösungsbenzin bei 80–100°C zu entfernen.
Es werden etwa 584 g Rapsöl
hinzugefügt,
und ein Vakuum wird angelegt, um 1.151 g Lösungsbenzin bei 100–170C zu
entfernen. Man erhält
ein gelartiges Material, das ein zu etwa 25% verseiftes, überalkalisiertes
und geliertes Kokosnußöl in Rapsöl ist.
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Beispiel A30
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Beispiel
A24 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß am Ende des Verfahrens das
Material in eine Wanne überführt und
bei 4,7 kPa (35 mm Hg) bei 70–80°C unter Erhalt
eines Pulvers vakuumgetrocknet wird.
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Beispiel A31
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Beispiel
A25 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß am Ende des Verfahrens das
Material in eine Wanne überführt und
bei 4,7 kPa (35 mm Hg) bei 70–80°C unter Erhalt
eines Pulvers vakuumgetrocknet wird.
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Beispiel A32
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Beispiel
A26 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß am Ende des Verfahrens das
Material in eine Wanne überführt und
bei 4,7 kPa (35 mm Hg) bei 70–80°C unter Erhalt
eines Pulvers vakuumgetrocknet wird.
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Beispiel A33
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Das
Pulver aus Beispiel A30, 810 g, wird in einen Reaktionskolben gegeben
und mit 2.790 g 800 N-Mineralöl
vereinigt. Das Gemisch wird unter Rühren auf 175°C unter Stickstoff
3 Stunden erhitzt und anschließend
auf Umgebungstemperatur abgekühlt.
Das Gemisch wird zweimal mit einer 3-Walzen-Mühle vermahlen, und das erhaltene
Produkt ist ein fettartiges Material.
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Beispiel A34
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Beispiel
A33 wird unter Verwendung von Rapsöl anstelle von 800 N-Paraffinöl wiederholt.
-
Beispiel A35
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Beispiel
A33 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß das Pulver aus Beispiel A40
verwendet wird.
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Beispiel A36
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Beispiel
A35 wird unter Verwendung von Rapsöl anstelle von 800 N-Paraffinöl wiederholt.
-
Beispiel A37
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Die
Bestandteile von Beispiel A20 werden vereinigt mit der Ausnahme,
daß das überalkalisierte
Material von Beispiel A13 durch eine äquivalente Menge eines mit
Calciumcarbonat überalkalisierten
Mahagonisulfonats mit einem Metallverhältnis von 10 ersetzt wird.
Das Gemisch wird unter Rühren
erhitzt, bis die Gelbildung eintritt, woraufhin die Zusammensetzung
wie in Beispiel A11 behandelt wird.
-
Jedes
der Dokumente, auf die oben Bezug genommen wird, ist durch Bezugnahme
hierin aufgenommen. Außer
in den Beispielen oder wo es ansonsten ausdrücklich angegeben ist, sind
alle Zahlenangaben in dieser Beschreibung, die Materialmengen, eine
Anzahl von Atomen, Reaktionsbedingungen und ähnliches spezifizieren, so
zu verstehen, als seien sie durch das Wort "etwa" modifiziert.
Wenn es nicht anders angegeben ist, sollte jede Chemikalie oder
Zusammensetzung, auf die hierin Bezug genommen wird, als ein Material von
handelsüblicher
Qualität
angesehen werden, welches die Isomere, Nebenprodukte, Derivate und
andere solche Materialien, von denen man davon ausgeht, daß sie in
der handelsüblichen
Qualität
vorhanden sind, enthalten kann. Wie er hierin verwendet wird, erlaubt
der Ausdruck "im
wesentlichen bestehend aus" die
Einbeziehung von Substanzen, die die grundsätzlichen und neuen Eigenschaften
der betrachteten Zusammensetzung nicht grundlegend beeinflussen.
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(B) Der grenzflächenaktive
Stoff
-
Grenzflächenaktive
Stoffe wirken als Benetzungs-, Dispergier-, Suspendier und Bindemittel.
Grenzflächenaktive
Stoffe sind als Emulgiermittel und in Detergenzien und Körperpflegeprodukten
hilfreich. Die grenzflächenaktiven
Stoffe können
vom nichtionischen, kationischen, anionischen, amphoteren oder zwitterionischen
Typ sein. Nichtionische grenzflächenaktive
Stoffe umfassen Ethylenoxidkondensate, in denen wenigstens eine
Endgruppe durch Kondensation mit einem Alkhol, Alkylphenol oder
einer langkettigen Fettsäure
abgeschlossen ist. Die nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe umfassen
auch Ester von Sorbitol, Polyalkylenglykole, Ester oder Teilester
von Polyalkylenglykol, einen Ester oder Teilester eines Polyols,
z. B. Glycerolmonooleat, Diglycerolmonooleat, Glycerolmonostearat,
Polyoxystearat und Saccharosefettsäureester. Beispiele für anionische
grenzflächenaktive
Stoffe sind Stearyltriethanolamin und Natrium laurylsulfat. Beispiele
für kationische
grenzflächenaktive
Stoffe sind Benzalkoniumchlorid und Benzethoniumchlorid. Repräsentative
Beispiele für
amphotere grenzflächenaktive
Stoffe sind die Phosphoglyceride, auch bekannt als Phospholipide. Ein
besonders geeignetes Phospholipid ist Lecithin.
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Spezielle
grenzflächenaktive
Stoffe mit Eignung als (B) sind Sorbitanester, Phospholipide und
Glycerolmonooleate. Die Sorbitanester haben die Formel
worin R
4 eine
aliphatische Gruppe mit 7 bis etwa 23 Kohlenstoffatomen und die
Summe von w, x, y und z entweder Null oder von 10–60 oder
vorzugsweise von 18–22
ist.
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Vorzugsweise
ist R4 eine Alkenylgruppe mit 11 bis etwa
23 Kohlenstoffatomen, und besonders bevorzugt ist R4 eine
Heptadecenylgruppe.
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Grenzflächenaktive
Stoffe im Bereich der oben genannten Struktur werden als Span® und
Tween® angegeben.
In der Span-Reihe ist die Summe von w, x, y und z Null. Span 20
ist Sorbitanmonolaurat, Span 40 ist Sorbitanmonopalmitat, Span 60
ist Sorbitanmonostearat, Span 80 ist Sorbitanmonooleat, Span 83
ist Sorbitansesquioleat und Span 85 ist Sorbitantrioleat. Die Tween-Materialien
sind von den Span-Produkten durch Zufügung von Polyoxyethylenketten
zu den nicht veresterten Hydroxylgruppen abgeleitet. In der Tween-Reihe ist
die Summe von w, x, y und z 20. Tween 20 ist Polyoxyethylen (20)-Sorbitanmonolaurat,
Tween 40 ist Polyoxyethylen (20)-Sorbitanmonopalmitat, Tween 60
ist Polyoxyethylen (20)-Sorbitanmonostearat, Tween 80 ist Polyoxyethylen
(20)-Sorbitanmonooleat, Tween 85 ist Polyoxyethylen (20)-Sorbitantrioleat.
Die Span- und Tween-Produkte sind von Atlas Chemical Co. erhältlich.
Besonders bevorzugt sind Span 80 und Tween 80.
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Die
Phospholipide haben die Formel
worin R
2 und
R
3 aliphatische Gruppen sind, die unabhängig voneinander
von 7 bis etwa 23 Kohlenstoffatome, vorzugsweise von 15 bis 21 Kohlenstoffatome,
enthalten und G aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Wasserstoff,
besteht.
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Ein
bevorzugtes Phospholipid ist Lecithin, worin G
ist.
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Der
teilweise veresterte aliphathische Ester von Glycerol hat die Formel
worin R
2 und
R
3 unabhängig
voneinander aliphatische Gruppen sind, die von 7 bis etwa 23 Kohlenstoffatome enthalten.
Aliphatische Ester von Glycerol werden hergestellt, indem man ein
oder zwei Mol einer Carbonsäure R
2COOH/R
3COOH mit
1 Mol Glycerol unter Bildung jeweils eines Glycerolmonoesters oder
Glyceroldiesters umsetzt oder durch selektive Hydrolyse eines Triglycerides.
In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform stellen R
2 und R
3 ein Gemisch
von Alkyl- und Alkenylgruppen dar, worin die Alkenylgruppen wenigstens
60% ausmachen und der Rest Alkylgruppen sind. Besonders bevorzugt
enthalten R
2 und R
3 wenigstens 75%
Alkenylgruppen. Vorzugsweise ist die Alkenylgruppe eine Heptadecenylgruppe.
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(C) Die wäßrige Flüssigkeit
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Der
dritte wesentliche Bestandteil dieser Erfindung ist eine wäßrige Flüssigkeit.
Die wäßrige Flüssigkeit
ist Wasser oder Wasser mit wenigstens einer Flüssigkeit, die in Wasser unter
Erhalt einer Lösung
löslich oder
teilweise löslich
ist, so daß die
wäßrige Flüssigkeit
wenigstens 30 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 50 Gew.-% und besonders
bevorzugt wenigstens 60 Gew.-% Wasser enthält und der Rest in Wasser lösliche oder teilweise
lösliche
Flüssigkeiten
sind. Eine nicht erschöpfende
Liste von Flüssigkeiten,
die in Wasser löslich oder
teilweise löslich
sind und in dieser Erfindung eingesetzt werden können, umfaßt Methylalkohol, Ethylalkohol,
n-Propylalkohol, Isopropylalkohol, n-Butylalkohol, Isobutylalkohol,
sec-Butylalkohol, Essigsäure,
Propionsäure,
Propylenglykol, 1,3-Propandiol, Glycerolester von Säuren mit
5 Kohlenstoffen und weniger, hochfruktosehaltiger Maissirup und
Diethanolamin.
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Zusätzlich zu
den Komponenten (A), (B) und (C) können die Zusammensetzungen
dieser Erfindung auch wenigstens einen, ausgewählt unter einem gelösten Stoff,
einem suspendierten Feststoff oder einem Oxidationsinhibitor, enthalten.
Sowohl der gelöste
Stoff als auch der suspendierte Feststoff sind feste Materialien. Gelöste Stoffe,
die in dieser Erfindung geeig net sind, sind vom ionischen und nichtionischen
Typ. Eine nicht erschöpfende
Liste dieser gelösten
Stoffe ist die folgende:
ionisch: Aminosäuren und Salze, z. B. Natriumchlorid,
Kaliumnitrat, Natriumcarbonat und Natriumbicarbonat;
nicht-ionisch:
Zucker, z.B. Glukose, Fruktose, Mannose, Ribose, Galaktose, Maltose,
Lactose und Saccharose.
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Die
bevorzugten gelösten
Stoffe werden in der wäßrigen Flüssigkeit
(C) wenigstens eine Teillöslichkeit besitzen.
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Der
suspendierte Feststoff umfaßt
z. B. Mehl, Bentonite, Talkum oder Silicas. Der Zweck des suspendierten
Feststoffs hängt
von dem Gebrauch der Anwendung ab, z. B. Mehl für Kuchenmischungen und Talkum und
Bentonite für
Körperpflegeprodukte
und Kosmetika. Der suspendierte Feststoff setzt sich nicht unmittelbar von
der Emulsionszusammensetzung ab. Die Absetzrate hängt von
dem verwendeten Feststoff sowie der Viskosität der Emulsionszusammensetzungen
ab.
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Der
Oxidationsinhibitor hat die Formel
worin R
5 eine
Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist, R
6 eine
Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist, a eine ganze Zahl
von 1 bis 4 ist und b Null oder Eins ist.
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Wenn
b Eins ist, dann ist das Antioxidationsmittel ein Ether, und in
dem bevorzugten Ether ist R5 t-Butyl, a
ist 1 und R6 ist Methyl, so daß das bevorzugte
Etherantioxidationsmittel butyliertes Hydroxyanisol (BHA) ist.
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Wenn
b Null ist, dann ist das Antioxidationsmittel phenolisch, und in
dem bevorzugten phenolischen Antioxidationsmittel ist R5 t-Butyl,
a ist 2, und R6 ist Methyl, so daß das bevorzugte
phenolische Antioxidationsmittel butyliertes Hydroxytoluol (BHT)
ist.
-
Wenn
in der Zusammensetzung dieser Erfindung Antioxidationsmittel zugegen
sind, dann liegen sie in einer Menge von nicht mehrmals 0,5 Gew.-%,
vorzugsweise nicht mehr als 0,1 Gew.-% und besonders bevorzugt nicht
mehr als 0,05 Gew.-% vor.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung, welche die Bestandteile
(A), (B) und (C) sowie den optionalen gelösten Stoff, die suspendierten
Feststoffe und den Oxidationsinhibitor enthält, sind für Nahrungsmittel, Arzneimittel
und Körperpflegeprodukte
geeignet.
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Damit
die Zusammensetzungen dieser Erfindung für bestimmte Anwendungen geeignet
sind, ist die Erfüllung
der FDA Good Manufacturing Practice (GMP)-Vorschriften (21 CFR Teil
110) erforderlich. GMP-Vorschriften spezifizieren einen Weg, um
ein sauberes Produkt sicherzustellen, das eine für seine beabsichtigte Verwendung
geeignete Reinheit besitzt, keine Mittel für eine biologische Erkrankung überträgt und eine
Verfälschung
vermeidet. Die Vorschriften listen spezielle und allgemeine Anforderungen
an Reinheit und Eignung von Personal, Gerät und Ausrüstungen, Arbeitsabläufe, Gründe und
Einrichtungen sowie Maßgaben
zur Sicherstellung, daß die
Verarbeitungssteuerungen geeignet sind, auf. Es ist allgemeine Praxis
für Hersteller, GMP
mit dokumentierten Standardbetriebsverfahren (SOP) und Checklisten
und Qualitätsregelkarten
zu erfüllen,
um die Erfüllung
der SOP auf einer stündlichen
oder täglichen
Grundlage oder für
jeden Ansatz, je nachdem wie es erforderlich ist, anzugeben.
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Die
Zusammensetzungen dieser Erfindung sowie die Bestandteile, aus denen
die Zusammensetzungen gebildet werden, können von der United States
Food and Drug Administration mit GRAS-Status vorgeschrieben werden.
GRAS bedeutet "allgemein
als sicher anerkannt".
Ihre Sicherheit beruht allgemein auf ausgiebigen toxikologischen
Testdaten oder auf Anwendungserfahrung für einen längeren Zeitraum, aber ihre
Verwendung kann beschränkt
sein. Es ist unpraktisch, sämtliche
Substanzen aufzulisten, die für
ihre jeweils beabsichtigte Verwendung allgemein als sicher anerkannt
sind. Jedoch sind zu Erläuterungszwecken
solche allgemeinen Nahrungsmittelbestandteile, wie beispielsweise
Salz, Pfeffer, Essig, Backpulver und Mononatriumglutamat, für ihre beabsichtigte
Verwendung sicher. Eine Liste von anerkannten Substanzen findet
man in 21 CFR, Teile 170 bis 199, veröffentlicht von dem Office of
Federal Register National Archives and Records Administration.
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Wenn
die Zusammensetzung die Komponenten (A), (B) und (C) enthält, dann
sind im folgenden die Bereiche dieser Komponenten in Gewichtsteilen
angegeben.
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Wenn
die Zusammensetzung die Komponenten (A), (B) und (C) und einen löslichen
Stoff enthält,
dann sind im folgenden die Bereiche dieser Komponenten in Gewichtsteilen
angegeben.
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Wenn
die Zusammensetzung die Komponenten (A), (B), und (C) und einen
suspendierten Feststoff enthält,
sind im folgenden die Bereiche dieser Komponenten in Gewichtsteilen
angegeben:
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Es
ist klar, daß auch
andere Bestandteile neben (A), (B), (C), gelöstem Stoff und suspendiertem
Feststoff in der Zusammensetzung dieser Erfindung enthalten sein
können.
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Die
Bestandteile dieser Erfindung werden gemäß den oben genannten Bereichen
miteinander gemischt, um eine Emulsion zu erhalten. Im folgenden
werden Beispiele angegeben, um den Fachleuten auf dem Gebiet eine
vollständige
Offenbarung und Beschreibung zu geben, wie die Emulsionszusammensetzungen dieser
Erfindung herzustellen sind, dies soll jedoch nicht den Umfang dessen,
was die Erfinder als die Erfindung ansehen, beschränken.
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Beispiel 1
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Zu
einer Quartflasche werden 200 g des Produkts von Beispiel A29 und
25 g Span 80 hinzugegeben. Die Bestandteile werden unter Verwendung
eines Mischers mit Doppelpropellerschaufel mit variabler Geschwindigkeit
gemischt, bis die Bestandteile homogen sind. Die Flasche wird von
Hand gedreht, um das Mischen zu unterstützen. Über einen Zeitraum von 5 Minuten
werden 200 g Wasser bei heftigem Mischen bis zur Homogenität langsam
hinzugefügt,
um ein zuckergußartiges
Produkt zu erhalten.
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Beispiel 2
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Das
Verfahren aus Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß nach der
Wasserzugabe 100 g Puderzucker über
5 Minuten bis zur Homogenität
zugefügt
werden, um ein zuckergußartiges
Produkt zu erhalten.
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Obwohl
die Erfindung hinsichtlich ihrer bevorzugten Ausführungsformen
erläutert
wurde, ist es klar, daß den
Fachleuten auf dem Gebiet beim Lesen der Offenbarung verschiedene
Mo difikationen deutlich werden. Es ist daher klar, daß die hierin
offenbarte Erfindung solche Modifikationen, soweit sie in den Schutzumfang
der anhängenden
Patentansprüche
fallen, abdecken soll.