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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Testverfahren zur Bestimmung
von Cobalamin oder Vitamin B12 in einer
Körperflüssigkeit
und insbesondere ein Testverfahren für den metabolisch aktiven Anteil
von Cobalamin.
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Cobalamin
oder Vitamin B12 ist ein wasserlösliches
Vitamin, das einen Teil des Vitamin-B-Komplexes, der in Nahrungsmitteln
zu finden ist, darstellt. Das Kernmolekül besteht aus einem Corrinring
aus vier Pyroleinheiten, die ein essentielles Kobaltatom umgeben.
Cobalamin ist das einzige Vitamin, das nicht von Tieren oder Pflanzen
synthetisiert werden kann und das aus Nahrungsmitteln im Darm absorbiert
werden muss. Es kann jedoch in der Leber gelagert werden. Es wird
von Mikroorganismen synthetisiert, insbesondere von anaeroben Bakterien
und Hefen.
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Cobalamin
dient in vivo als Coenzym und Cobalamin-Enzyme katalysieren drei
Typen von Reaktionen; (i) intramolekulare Rearrangements, z. B. die
Formation von Succinyl CoA aus L-methylmalonyl
CoA, (ii) Methylierungen, z. B. die Bildung von Methionin durch
Methylierung von Homocystein und (iii) Reduktion von Ribonucleotiden
zu Desoxyribonucleotiden in einigen Mikroorganismen. In Säugern sind
nur zwei enzymatische Reaktionen bekannt, die Cobalamin als Coenyzm
benötigen,
nämlich
die zuvor unter (i) und (ii) genannten. Bei dem Prozess der Verdauung
bindet ein Speichelprotein, das Haptocorrin genannt wird, und nachfolgend
als HC bezeichnet wird (es wird im Stand der Technik auch als R-binder oder Transcobalamin
I und III kollektiv bezeichnet), Cobalamin im oberen Gastrointestinaltrakt,
um einen Komplex zu bilden, der den Magen passiert. Pankreatische
Enzyme verdauen den Cobalamin-Haptocorrin (holo-HC) Komplex im Ileum,
setzen Cobalamin frei, das sodann an ein Protein, das intrinsischer
Faktor genannt wird, bindet, das von der Schleimhaut des Verdauungstrakts
sezerniert wird, um einen weiteren Komplex zu bilden. Der Cobalamin-intrinsische Faktorkomplex
bindet an einen spezifischen Rezeptor in der Wand des endständigen Ileums,
wonach es dissoziiert wird durch einen Freisetzungsfaktor und das
Cobalamin aktiv durch die Membran des Ileums in den Blutstrom transportiert
wird.
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Cobalamin
zirkuliert im Körper
nicht in nennenswerter Menge in freier Form. Etwa 99% des Cobalamins
ist gebunden durch Transcobalamin Proteine (TC I-III) oder Albumin.
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Das
Protein, von dem man annimmt, das es verantwortlich ist für den Transport
von Cobalamin zu Zielgeweben ist Transcobalamin II (TC II), ein
kritisches Spurenprotein, ohne das Cobalamin nicht durch die Zellmembran
transportiert werden kann. Trotz der bedeutenden metabolischen Funktion
ist nur etwa 6–25%
des Cobalamins im Serum an TC II gebunden und das meiste Cobalamin
wird durch HC transportiert. TC II ist ein einzelkettiges Polypeptid von
45 kDA, das hauptsächlich
im Serum, der Samenflüssigkeit
und der Cerebro-Spinal-Flüssigkeit gefunden
wird. An TC II gebundenes Cobalamin oder Holo-TC II bindet an einen
spezifischen Rezeptor einer Zellmembran. Einmal gebunden wird der
Holo-TC II Komplex durch Pinocytose in die Zelle aufgenommen.
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TC
II wird von der Leber, dem vaskulären Endothel, den Enterocyten,
Macrophagen und Fibroblasten synthetisiert und zirkuliert hauptsächlich als Apo-TC
II, d. h. ohne gebunde nes Cobalamin. Es hat eine kurze Halbwertszeit
von etwa 90 Minuten.
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Weniger
als die Hälfte
des Gesamtplasma-Cobalamin ist an TC II gebunden. Der Rest ist gebunden
an andere Transcobalamine oder Albumin, wie bereits erwähnt. Weil
Cobalamin aus Nahrungsmitteln absorbiert werden muss, kann jeder
Zustand, der von einer gestörten
gastrischen Funktion her resultiert, z. B. Gastroenteritis oder
Zustände,
die von gastrischer Atrophy resultieren oder der Unfähigkeit, funktionelles
Haptocorrin, intrinsischen Faktor oder Freisetzungsfaktor oder TC
II oder TC II Rezeptoren herzustellen, in einer gestörten Aufnahme
von Cobalamin und einem daraus resultierenden Mangel resultieren.
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Gewisse
Untergruppen der Population, z. B. ältere schwangere Frauen, Patienten
mit chronischen oder akuten gastrointestinalen Erkrankungen, solche,
die an gewissen Autoimmunerkrankungen leiden, solche mit perniciöser Anämie in der
Familiengeschichte und an AIDS Leidende sind besonders anfällig für Cobalamin-Mangel.
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Die
klinischen Manifestationen von Cobalamin-Mangel sind vielfältig und
zahlreich, aber beinhalten hauptsächlich Anämie, megaloblastische Haematopoese
und funktionelle oder strukturelle Störungen des Nervensystems. Etwa
60% der Individuen, bei denen Cobalamin-Mangel diagnostiziert wird, sind
anämisch,
bei vielen sind neurologische Symptome die einzigen zu beobachtenden
klinischen Zeichen. Etwa 10% der Patienten haben psychiatrische Symptome
und etwa 40% haben beides, neurologische und psychiatrische Symptome.
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Eine
Früherkennung
von Cobalamin-Mangel ist wichtig, um eine gute Prognose für die Patienten zu
gewährleisten,
da einige der Manifestationen von Cobalamin-Mangel, insbesondere die
neuropsychiatrischen Effekte irreversibel sind, wenn sie nicht festgestellt
und sofort durch Cobalamin-Therapie gelindert werden. Es ist daher
wünschenswert,
den Cobalamin-Spiegel bei Individuen in einer zweckdienlichen und
effizienten Form akkurat zu bestimmen mit Blick auf die Feststellung,
ob ein Individuum an Cobalamin-Mangel leidet oder nicht.
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Die
Messung von dem Gesamtplasma-Cobalamin, d. h. Cobalamin (und cobalaminartige Sustanzen),
die an entweder Transcobalamin (TC) Proteine I, II oder III gebunden
sind, wurde in Versuchen verwendet, um Cobalamin-Mangel festzustellen.
Diese Technik resultiert in einer breitbasierten Konzentrationsverteilung
innerhalb der Population, die als normal betrachtet wird und somit
einen breiten Referenzbereich produziert. Innerhalb von Individuen ist
der Bereich von vorliegendem Cobalamin, der für das Individuum als normal
angesehen wird, jedoch sehr eng. Es wurde beobachtet, dass ein Individuum zwar
metabolisch aktive Cobalamin-Konzentrationen besitzt, die außerhalb
des eigenen Referenzbereiches lagen, der Gesamt-Cobalamin-Gehalt
aber innerhalb des Bereichs, der als normal für die Population angesehen
wird, lag. Unter diesen Umständen kann
ein Cobalamin-Mangel unentdeckt bleiben. Solch eine unzuverlässige Methode
ist klar nicht wünschenswert
und es ist wohl anerkannt, dass solche Serum- und Plasma-Cobalamin-Messungen
eine geringe diagnostische Sensibilität und Spezifität besitzen.
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Mikrobielle
Tests, die Mikroorganismen, deren Wachstum von Cobalamin abhängt, beinhalten, wurden
entwickelt und verwendet bei der Messung von Plasma-Cobalamin-Konzentrationen.
Aber, zusätzlich
zu der Schwierigkeit des Einschätzens
des geeigneten Referenzbereichs, benötigen diese Verfahren Extraktion
und Umwandlung von Cobalaminen, was sehr zeitaufwendig, fehlerbehaftet
und völlig
ungeeignet ist für
ein schnelles Durchsuchen im Labor.
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Alternative
Verfahren zur Feststellung von Cobalamin-Mängeln
beinhalten das Messen der Akkumulation von Metaboliten im Plasma,
die Cobalamin für
ihre Umwandlung benötigen.
Plasma-Methylmalonat- und Plasma-Homocystein-Spiegel steigen in
Cobalamin-Mangel-Individuen an (Chanarin, The megaloblastic anaemia;
London, Blackwell Scientic Publications, 1991). Sie stellen gute
Kandidatenmoleküle
für eine
Korrelation mit Vitamin B12-Mangel dar. Es
hat sich jedoch gezeigt, dass Verfahren, die auf Homocysteinbestimmung
basieren, kompliziert und unpraktisch sind und eine mäßige Spezifität und Sensitivität zeigen.
Methoden, die auf Methylmalonatmessung basieren, sind zwar genau
und zuverlässig, sie
sind jedoch mühsam
und benötigen
eine kombinierte Gas-Chromatographie/Massenspektrometrieanalyse
und sind somit teuer und ebenso ungeeignet für Routinedurchsuchungen in
der Klinik (Nexo et al. (1991) Scand. J. Clin. Lab. Invest. 54:
61–76).
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Es
wurde auch vorgeschlagen, dass Messungen von an TC II gebundenem
Cobalamin im Gegensatz zu Gesamtplasma-Cobalamin einen zuverlässigen klinischen
Indikator für
die Wahrscheinlichkeit eines Cobalamin-Mangels bereitstellen würden (Herbert
et al. (1990) Am. J. Hematol. 34: 132–139; Wickramasinghe and Fida
(1993) J. Clin. Pathol. 46: 537–539;
US Patent 4680273). Bemühungen,
um Holo-TC II Konzentrationen zu bestimmen, waren jedoch bis heute
meistens indirekt, wobei die Holo-TC II-Konzentration abgeschätzt wurde
als Differenz zwischen Gesamtplasma-Cobalamin und Cobalaminkonzentrationen
des TC II abgereicherten Plasmas.
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Solche
TC II Abreicherungen können
erreicht werden durch Absorption an Amoniumsulfat (Carmel (1974)
Am. J. Clin. Pa thol. 62: 367–372),
Microsilica (Herzlich & Hubert
(1988) Lab. Invest. 58: 332–337;
Wickramasinghe & Fida
(1993) J. Clin. Pathol. 46: 537–539),
mikrofeines Glas (Vu et al. (1993) Am J. Hematol. 42: 202–211) oder
immobilisierte Anti-TC
II polyclonale Antikörper
(Lindemans et al. (1983) Clin. Chim. Acta 132: 53–51). Die
Konzentration von Cobalamin im Gesamtplasma und der abgereicherten
Fraktion wird durch Verfahren bestimmt, die im Stand der Technik
gut bekannt sind wie Radio- oder Enzym-Immunoassay-Techniken. Diese
Verfahren sind ungeeignet für
das automatisierte oder nicht-automatisierte Routinedurchsuchen,
weil sie komplex und zeitaufwendig sind und weil der geringe Grad
an Spezifität
des absorbierten verwendeten Materials in einer ungenügenden Trennung
von Holo-TC II und Holo-HC resultiert, was zu einer übermäßigen Einschätzung von
Holo-TC II führt.
Variationen von Probe zu Probe des absorbierten Materials führen weitere
Fehler ein und, am wichtigsten, die Subtraktion von einem großen Volumen
von einem anderen großen
Volumen führt
zu nicht akzeptabler Unzuverlässigkeit
und Ungenauigkeit.
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Die
anderen Versuche, TC II zu bestimmen, beinhalten das Separieren
von TC II von anderen Serumkomponenten einschließlich des TC I und TC III unter
Verwendung von Lipophilizität.
Dementsprechend offenbaren Kapel et al. (1988) Clin. Chim. Acta 172:
297–310,
Benhayoun et al. (1993) Acta Haematol. 89: 195–199 und Toft et al. (1994)
Stand. J. Clin. Lab. Invest. 54: 62 Verfahren zum Separieren von
TC II von anderen Transcobalaminen unter Verwendung von Heparin
Sepharose, Silica Gel oder Zellulose. Diese Verfahren haben jedoch
die gleichen Nachteile wie die indirekten Verfahren, weil sie von
demselben absorbierten Material abhängen. Die geringe Plasmakonzentration
von Holo-TC II führt
ebenfalls dazu, dass die Verfahren nicht geeignet sind zur Kombination
mit bestehenden Verfahren zur Cobala min-Quantifizierung. Der normale
Bereich von Holo-TC II ist 35–160
pM und Werte unterhalb von 35 pM würden grundsätzlich als Anzeichen für Cobalamin-Mangel
angesehen. Die berichtete analytische Sensitivität der meisten Routineverfahren
für Plasma-Cobalamin
liegt bei etwa 40 pM, ist aber in der Praxis oft viel höher, typischerweise
bei etwa 90 pM. Dementsprechend sind normale Plasmaspiegel von Holo-TC
II unterhalb oder nahe bei der Sensitivitätsgrenze der Routineverfahren
zur Cobalamin-Quantifizierung.
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Die
möglicherweise
genaueste Methode, die derzeit bekannt ist zur Bestimmung von TC
II gebundenem Cobalamin, beinhaltet das Absobieren von TC II an
Silica und dann den Nachweis der gebundenen Fraktion nach Cobalamin-Gehalt
unter Verwendung von entweder einem Immunoassay wie beschrieben,
z. B. in Kuemmerle et al. (1992) Clin. Chem. 38/10: 2073–2077, oder
einem mikrobiologischen Test, wobei der zuletzt genannte anscheinende
die besten Ergebnisse liefert. Dieses Verfahren benötigt einen
kompletten Arbeitstag, wobei nur 20 Tests durchgeführt werden.
Es ist sehr teuer und unpraktisch und wenig geeignet für klinische
Routinelaboruntersuchungen. Daher besteht ein großer Bedarf an
verbesserten Verfahren zum Nachweis des Spiegels von metabolisch
aktivem Cobalamin in einer Körperflüssigkeit
im Hinblick auf das Korrelieren des Cobalamin-Spiegels mit der Wahrscheinlichkeit
für Cobalamin-Mangel,
wobei die Tests der klinischen diagnostischen Routineanwendung zugänglich sein sollten.
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Dementsprechend
stellt die vorliegende Erfindung in einer ersten Ausführungsform
ein Nachweisverfahren bereit zur Bestimmung von an Transcobalamin
II (TC II) -gebundenem Cobalamin in einer Probe aus dem Körper, umfassend
In-Kontakt-Bringen
einer zellfreien Probe einer Körperflüssigkeit
mit immobilisiertem Cobalamin oder einem Analogon oder Fragment davon,
das selektiv die Apoformen von TC II und Haptocorrin bindet und
anschließendes In-Kontakt-Bringen
dieser Probe mit einem immobilisierten oder immobilisierbaren spezifischen
Bindungsliganden für
TC II- oder Cobalamin-gebundenes TC II (Holo-TC II), Separieren
einer ligandgebundenen Fraktion von einer nicht-ligandgebundenen Fraktion
und Messen des Holo-TC II- oder TC II- gebundenen Cobalamingehalts
darin.
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Unter
einem spezifischen Bindungsliganden ist ein solcher zu verstehen,
der TC II (d. h. apo-TC und Holo-TC II) oder Holo-TC II aufgrund
seiner spezifischen chemischen Struktur oder Konfirmation bindet
und nicht einfach aufgrund der allgemeinen physik-chemischen Eigenschaften
(die Lipophilizität),
die auch anderen Komponenten der Körperflüssigkeitsprobe gemein sein
kann. Die Bindungsaffinität
und Spezifität
der Liganden, die geeignet sind zur Verwendung in dem Verfahren,
erlauben vorzugsweise eine dreifache, besonders bevorzugt eine fünffache und
ganz besonders bevorzugt eine zehnfache und am meisten bevorzugt
eine mehr als zehnfache Konzentration von TC II oder Holo-TC II
in der Probe. Somit ist ein solches Verfahren in der Lage, genaue
und zuverlässige
Werte für
Holo-TC II im unteren Normalbereich für Holo-TC II und auch im Subnormalbereich anzugeben.
Solch eine Trennung und Konzentration von Zielmolekülen ist
mit den derzeit existierenden Verfahren, die nicht in der Lage sind,
effizient zwischen TC II und Holo-TC II und HC oder Holo-HC zu trennen,
nicht möglich.
Die Möglichkeit,
TC II oder Holo-TC II zumindest dreifach anzukonzentrieren, ermöglicht die
Verwendung von einem automatisierten Analysegeräte bei der Durchführung des
Tests. Ohne einen solchen Konzentrationsschritt ist die Menge an Analyt,
die in der Probe vorhanden ist, wahrscheinlich unterhalb der unteren
Nachweisgrenze. Ein solches automatisiertes Analysegerät benötigt üblicherweise
zwischen 40 und 100 μl
Probe in ei nem Gesamtvolumen von typischerweise 150 μl oder mehr für den Betrieb.
Daher wird eine geringe Konzentration an Analyt sogar noch weiter
verdünnt
für die
Analyse. Durch Verwendung des erfindungsgemäßen Tests wird der Analyt jedoch
zumindest dreifach konzentriert. Weil die Verwendung von automatisiertem analytischen
Gerät typischerweise
einen Kontrollbereich von 100 bis 700 pM mit einer unteren Sensitivitätsgrenze
von etwa 40 pM, aber einer praktischen unteren Grenze von etwa 90
pM beinhaltet, ermöglicht
eine fünffache
Konzentration die Messung von Holo-TC II runter bis 18 pM und eine
zehnfache Konzentration ermöglicht
Messungen runter bis 9 pM Holo-TC II. Weil die vorliegende Erfindung
eine Konzentrierung von mehr als zehnfach ermöglicht, ergibt sich das Ausmaß der Verstärkung der
Sensitivität
für den Fachmann
leicht und macht das Verfahren tatsächlich zu einer sehr wirkungsvollen
Technik.
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Die
Möglichkeit
des Konzentrierens des Analyts, so dass er geeignet ist für die Analyse
durch solche automatisierten Prozesse, ist ein wichtiger Vorteil des
Erfindungsgemäßen Testverfahrens.
Vorzugsweise wird von einer Ausgangsprobe von 600 μl einer Körperflüssigkeit
ein Volumen von bis zu 150 μl,
besonders bevorzugt bis zu 100 μl,
und ganz besonders bevorzugt weniger als 60 μl generiert, das dann analysiert
wird, optional unter Verwendung automatisierter Verfahren.
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Jeder
TC-II-spezifische Bindungsligand kann in dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden, entweder als Einfang, Konzentrations- und Separationsligand
oder als Nachweisligand und kann abhängig von der speziellen Ausführungsform
der Erfindung an TC II in sowohl der Apo- als auch Holo-Form binden
oder er kann spezifisch oder vorzugsweise an die Holo-Form binden.
Der TC II Bindungsligand soll vorzugsweise einen hohen Grad an Selektivität für TC II
aufweisen und soll geringe oder, besonders bevorzugt, im wesentlichen
keine Affinität
für andere
TC-Proteine, d. h. TC I oder III, in entweder Apo- oder Holo-Form
aufweisen oder irgendein anderes Cobalamin-Bindungsprotein. Wenn
der TC II Bindungsligand ein Holo-TC-II-spezifischer Bindungsligand
ist, hat er dieselben Eigenschaften mit der zusätzlichen Anforderung, dass
wenig oder vorzugsweise keine Affinität für Apo-TC II vorhanden ist.
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Der
TC II oder Holo-TC II Bindungsligand ist grundsätzlich entweder ein Antikörper, ein
Antikörperfragment
oder ein Stoff mit Affinität
für TC
II oder Holo-TC II wie ein Zelloberflächenrezeptor, ein Polypeptid,
ein Oligopeptid, eine niedermolekulare organische Chemikale etc..
Andere Bindungsliganden können
spezifische Bindepartner sein, ausgewählt aus einer kombinatorischen
chemischen oder Phage Display Bibliothek oder eine spezifische Bindungssequenz
aus DNA oder RNA.
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Falls
der Bindungsligand ein Antikörper
ist, kann er polyclonal sein, wird aber vorzugsweise monoclonal
sein. Monoclonale Antikörper
können
mit viel größerer Spezifität und Einheitlichkeit
hergestellt werden als polyclonale Antikörper, und dies reduziert die
Kreuzreaktivität
mit anderen Bestandteilen der Körperflüssigkeit,
insbesondere anderen Transcobalaminen und, falls notwenig, die unterschiedlichen Konfirmationen,
d. h. die apo-Form des Zielanalyts. Die Einheitlichkeit und Wiederholbarkeit,
die monoclonale Antikörper
im Verhältnis
zu polyclonalen Antikörpern
ermöglichen,
stellen eine größere Genauigkeit
sicher, was entscheidend für
einen Test ist, bei dem der Analyt in solch geringer Konzentration
vorliegt. Alternativ kann der Bindungsligand ein Antikörperfragment
sein, z. B. F(ab), F(ab')2 oder F(v) Fragment. Die Antikörper oder
Antikörperfragmente
können
monovalent oder divalent sein und können durch die Hybridoma-Technologie
hergestellt werden oder synthetischen Ursprungs sein und durch rekombinante
DNA-Technologie
oder chemische Synthese hergestellt werden. Einzelkettige Antikörper oder
andere Antikörperderivate
oder Mimetica können
z. B. auch verwendet werden. Die Antikörper können gerichtet sein oder abgeleitet
sein von einem beliebigen Epitop, Bestandteil oder Struktur des
TC II oder Holo-TC II Proteins, wie geeignet.
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Geeignete
Antikörper
zur Verwendung als Bindungsliganden gemäß der vorliegenden Erfindung
werden z. B. offenbart in Quadros et al. (1996) Biochem. Biophys.
Res. Commun. 222: 149–154;
McLean et al. (1997) Blood 89(1): 235–242. Rezeptormoleküle, die
in der Lage sind die Apo- und Holoform von TC II oder bevorzugt
und speziell die Holo-TC II Form zu binden, können in ähnlicher Weise verwendet werden.
Geeignete Rezeptoren sind Zelloberflächenrezeptoren oder membrangebundene
TC II oder Holo-TC II Rezeptoren und Kreuzspeziesreaktivitätseigenschaften
meint, dass solche Rezeptormoleküle aus
jeder Säugerspezies
verwendet werden können, obwohl
vorzugsweise der Ursprung solcher Rezeptoren Mensch oder Rind ist.
Obwohl die Rezeptormoleküle
vorzugsweise in ziemlich reiner Form isoliert werden, wird auch
die Verwendung von Zellmembranen oder gemischten Membranfraktionen
umfassend die Rezeptoren vorzugsweise in konzentrierter Form beabsichtigt.
Solche Rezeptoren oder rezeptorenthaltende Membranen oder Membranfraktionen
können
vorteilhafterweise aus Niere, Plazenta oder Tumorzellen isoliert
werden. Hinterlegte Zellen sollten nicht generell als Quelle für solche
Rezeptoren verwendet werden. Hinterlegte Zellen können jedoch
als Quelle für
Happtocorrinrezeptoren verwendet werden.
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Eine
mit TC II Rezeptoren angereicherte Membranfraktion kann erhalten
werden wie beschrieben bei Seligmann et al., J. Biol Chem 253: 1766–1772 (1978)
und Nexo et al., Biochem Biophys Act 628: 190–200 (1980). Im Wesentlichen
wird dabei Gewebe z. B. menschliche Plazenta oder Hasenleber in
kleine Teile geschnitten und in Tris Buffer, pH 7,4 der 0,15 M NaCl
und 10 mM EDTA enthält,
homogenisiert, gefolgt von Zentrifugation bei 25.000 g für 30 Minuten.
Um restliches Blut zu entfernen wird die Homogenisierung/Zentrifugation
zumindest einmal wiederholt. Diese Membranfraktion wird weiter extrahiert
mit Detergenz, z. B. Ammonyx-LO, Triton X-100 oder Chapso, und durch
Zentrifugation bei 100.000 g für
30 Minuten bei 4°C
geklärt.
Der Überstand
wird als Quelle für
TC II Rezeptoren verwendet.
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Ein
Beispiel für
geeignete Rezeptormoleküle,
die vorzugsweise den Holo-TC II Komplex binden, ist ein 62 kDa einzelkettiges
Glykoprotein, das als nicht kovalentes Homodimer und wird auf der
Zelloberfläche
von allen Geweben gefunden (Rothenberg & Quadros (1996) Balliere's Clinical Haematology 8(3)
499–514;
WO 96/085150). Ein weiteres Protein, das für die Verwendung in dem Testverfahren
der vorliegenden Erfindung geeignet ist, ist gp300, ein 600 kDa
Endozytose vermittelndes Membranprotein, das in absorbierenden Endothelzellen
exprimiert wird, z. B. Zellen des proximalen Nierentubulus wie offenbart
und beschrieben bei Moestrup et al., (1996) Proceedings National
Academy Science 93: 8612–8617.
Dieser Rezeptor ist ein LDL Rezeptor und bindet beides, Apo- und
Holoform von TC II.
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Wenn
ein Zelloberflächenrezeptor
verwendet wird, kann er immobilisiert durch Konjugierung and die
Oberfläche,
z. B. eines Kügelchens
oder einer Lage, verwendet werden oder alternativ kann eine Zellmembranfraktion
enthaltend die Rezeptoren als Vesikel oder in Lage ausgeformt werden
um den Rezeptor zu präsentieren.
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Wenn
der Ligand immobilisiert ist, kann dies z. B. an der Oberfläche eines
Festkörpers
wie einem Filterfilm oder einer Lage oder dem Lumen einer Röhre sein.
Die Immobilisierung auf Partikeln, z. B. Mikrosphären wie
solchen, die von Dyno Industrier ASA, Norwegen, hergestellt werden,
ist besonders bevorzugt. Solche Partikel können porös oder nicht porös sein und
falls gewünscht
mit Mitteln versehen sein, die erlauben sie zu sammeln, z. B. durch
Einschließen
von magnetischem Material in den Partikeln wie supermagnetische
Eisenoxidkristalle. Solche magnetischen Mikroteilchen (microbeads)
sind erhältlich
von Dyno Industrier ASA und von Dynal AS, Norwegen, Bang Particles,
USA and Prolabo, France. Wenn der Ligand im Gegensatz zu immobilisiert, lediglich
immobilisierbar ist, kann dies erreicht werden durch Verbinden des
Ligandens mit einem Teil eines spezifischen Bindungspaares (z. B.
Biotin/Streptavidin) und Verwendung des anderen Teils des Bindungspaares,
optional an ein Substrat gebunden, zum Agglomerieren oder anderweitigen
Immobilisieren des Liganden oder des Ligand: TC II oder Ligand: Holo-TC
II Komplexes vor dem Trennen der ligandgebundenen Fraktion von der
nicht gebundenen Fraktion bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Es
ist im Stand der Technik bekannt, Affinitätsmoleküle, z. B. Antikörper und
Antikörperfragemente
zum Zwecke von Trennungen zu Immobilisieren, z. B. durch Bindung
oder Kupplung der Liganden, optional durch einen Linker, an irgendeinen
bekannten festen Träger
oder eine Matrix, die derzeit weit verbreitet verwendet wird oder
vorgeschlagen wird für
Trennungen oder Immobilisation an Säulen. Dabei können alle
bekannten Verfahren verwendet werden. Solche festen Phasen können als
Partikel, Lagen, Gele, Filter, Membranen, Fasern oder Kapillaren
oder mikrotiter Streifen oder Röhren
oder Wellplatten etc. ausgestaltet sein und geeigneter Weise aus
Glas, Silikon, Latex oder einem Polymermaterial hergestellt sein.
Techniken zur Bindung des Liganden an den festen Träger sind
ebenfalls bekannt und weitreichend in der Literatur beschrieben.
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Das
Kuppeln eines Liganden an ein Substrat oder an ein Mitglied eines
spezifischen Bindungspaares kann durch konventionelle Techniken
erzielt werden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
wird grundsätzlich
die Zugabe eines markierten Stoffs, der um die Bindung an den Liganden
kompetitiert, zu der Probe beinhalten, wenn der Test als Kompetitionstest durchgeführt wird.
Grundsätzlich
wird hierbei bevorzugt sein, einen markierten Holo-TC II in dieser
Hinsicht zu verwenden. Die zu verwendende Markierung kann jedwede
Markierung sein, die eine direkte oder indirekte Bestimmung erlaubt,
z. B. eine Chromophore (wobei der Begriff Fluorophoren beinhaltet),
eine Radiomarkierung (grundsätzlich
kovalent oder chelatgebunden), ein Enzym oder Enzymsubstrat, eine magnetische
Markierung etc.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
beinhaltet dieses das In-Kontakt-Bringen eines immobilisierten oder
eines immobilisierbaren TC II oder Holo-TC II Bindungsliganden mit
einer zu untersuchenden Probe; das Separieren einer ligandgebundenen
Fraktion von einer nicht ligandgebundenen Fraktion; Dissoziation gebundenen
Cobalamins aus dem Holo-TC II Molekül in der gebundenen Fraktion
und Bestimmen der Konzentration des freigesetzten Cobalamins vorzugsweise
durch eine so durchgeführte
Dissoziation, das die Konzentration des freigesetzten Cobalamins zumindest
dreifach, vorzugsweise fünffach
und am meisten bevorzugt zehnfach größer ist als die Konzentration
von Holo-TC II in der ursprünglichen
Probe.
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Das
wichtige bei diesem Aspekt der Erfindung ist, die Trennung und Konzentration
von TC II oder Holo-TC II, die die Verwendung von Standardmethoden
der Cobalaminbestimmung im Verfahren erlaubt. Wir zuvor angedeutet,
sind die im Stand der Technik bekannten Verfahren ohne solch einen
Konzentrationsschritt nicht geeignet zur Cobalaminbestimmung, da
es in zu geringer Konzentration vorliegt. Jedes geeignete Mittel
zur Freisetzung von Cobalamin aus dem Holo-TC II kann verwendet
werden. Üblicherweise
wird jedoch Hitze oder eine Änderung des
pH des umgebenden Mediums in dieser Hinsicht verwendet. Die unterschiedlichen
Cobalaminformen können
zu weniger lichtempfindlichen Cyanocobalaminen umgewandelt werden
durch Behandlung mit KCN. Jedes geeignete Mittel zur Bestimmung
freien Cobalamins kann im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden,
z. B. ein Kompetitionstest, der durch In-Kontakt-Bringen eines immobilisierenden Bindepartners
für Cobalamin
mit dem dissoziierten Cobalamin in der Probe in Anwesenheit eines
makierten Liganden, der mit dem isolierten Cobalamin um die Bindung
an den immobilisierten Bindepartner kompetitiert, durchgeführt wird.
Ein Verfahren wie in Kuemerk et al. (1992) Clin. Chem 38: 2073–2077 beschrieben,
wäre z.
B. geeignet. Ein alternatives Mittel zur Bestimmung freien Cobalamins
ist in US Patent No. 5451508 beschrieben und beinhaltet Immunoassaytechniken.
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Bei
dieser Ausführungsform
der Erfindung ist bevorzugt, dass der Bindungsligand für TC II
immobilisiert ist und sowohl an Holo- als auch Apo-TC II bindet.
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In
einer alternativen bevorzugten Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Testverfahren
das In-Kontakt-Bringen eines festen Trägers mit darauf immobilisierten
TC II oder Holo-TC II Bindungsliganden mit der zu untersuchenden
Probe und auch mit einem nicht immobilisierten Liganden, wobei der
immobilisierte Ligand in der Lage ist, TC II oder Holo- TC II zu binden,
an den nicht immobilisierten Liganden oder an den Komplex des TC
II oder Holo-TC II und dem nicht immobilisierten Liganden zu binden
und der nicht immobilisierte Ligand in der Lage ist zumindest einen
der immobilisierten Liganden zu binden, TC II oder Holo-TC II und
Komplexe des immobilisierten Liganden und TC II oder Holo-TC II;
wobei, falls das Testverfahren ein Sandwichtest ist, zumindest einer
der Liganden spezifisch für
Holo-TC II und, falls das Verfahren ein Kompetitionassay ist, der
immobilisierte Ligand spezifisch für Holo-TC II und Kompetitoren
davon ist;
wobei der Anteil des immobilisierten Liganden, der
an TC II oder Holo-TC II gebunden ist von dem nicht immobilisierten
Liganden oder von dem Komplex des nicht immobilisierten Liganden
mit TC II oder Holo-TC II abhängt
von der Menge von Holo-TC II, die in der Probe anwesend ist und
der nicht immobilisierte Ligand in der Lage ist ein direktes oder
indirektes nachweisbares Signal zu generieren, falls gebunden oder
ungebunden; Trennen einer gebundenen Fraktion von einer nicht gebundenen
Fraktion und direktes oder indirektes Bestimmen des nicht immobilisierten
Liganden, der an einen immobilisierten Liganden gebunden ist (gebundene
Fraktion) oder nicht gebunden und in Lösung vorliegt (die nicht gebundene Fraktion);
wobei das In-Kontakt-Bringen der Probe und des nicht immobilisierten
Liganden mit dem festen Träger
getrennt, simultan oder nacheinander durchgeführt werden kann und, falls
getrennt oder nacheinander durchgeführt, die Reihenfolge variiert werden
kann.
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Als
Ergebnis davon beinhaltet die alternative bevorzugte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
das Bestimmen des nicht immobilisierten Liganden, der entweder direkt
oder indirekt gebunden ist oder alternativ nicht in der Lage war
direkt oder indirekt an den immobilisierten Liganden zu binden.
Dabei kompetitiert der nicht immobilisierte Ligand um die Bindung
mit dem immobilisierten Liganden an das Holo-TC II, wobei ein hoher
Spiegel an ungebundenen, nicht immobilisierten Liganden hierbei
ein Anzeichen für
eine hohe Konzentration von Holo-TC II in der Probe ist und ein
geringer Spiegel an ungebundenen, nicht immobilisierten Liganden
ist ein Anzeichen für
eine geringe Konzentration von Holo-TC II in der Probe ist. Wenn
der nicht immobilisierte Ligand an TC II oder Holo-TC II bindet,
das wiederum an den immobilisierten Liganden gebunden ist, ist ein
hoher Spiegel an gebundenen nicht immobilisierten Liganden ein Anzeichen
für eine
hohe Konzentration von Holo-TC
II in der Probe und ein geringer Spiegel an gebundenen nicht immobilisierten
Liganden ist ein Anzeichen für
eine geringe Konzentration von Holo-TC II in der Probe.
-
Im
erfindungsgemäßen Verfahren
wird somit der metabolisch aktive Anteil an Cobalamin durch Messung
vom Holo-TC II Komplex oder Messung der Menge von Cobalamin, die
an TC II Moleküle
gebunden ist, bestimmt, der in einer Probe des Körpers, die eine Mischung von
sowohl Apo- als auch Holo-TC II und Apo- und Holo-HC (Haptocorrin
oder TC-I und III) enthält,
anwesend ist.
-
Ein
vorläufiger
Trennungsschritt wird unter Verwendung von immobilisierten Cobalamin
oder einem Analogon oder Fragment davon durchgeführt, das selektiv an die Apo-Formen
oder beides, TC II und Haptocorrin, bindet. In einem solchen vorläufigen Schritt
werden die Apo-Formen von TC II und HC Proteinen von dem immobilisierten
Cobalamin Analogon oder Fragment davon gebunden und getrennt von
den Holo-TC II und dem Holo-HC Komplexen. Die Analyse der getrennten
Holo-Formen von
TC II findet dann wieder nach der zuvor beschriebenen Ausführungsformen
statt, ist aber klar am meisten zweckmäßig, wo die Bestimmung des
Holo-TC II Komplexes als durch die Dissoziation des Komplexes und
die nachfolgende Bestimmung des freigesetzten Cobalamins stattfindet.
Es versteht sich für den
Fachmann, dass, wenn der vorläufige
Schritt den zuvor genannten alternativen bevorzugten Ausführungsformen
vorangeht, das Erfordernis, für
zumindest einen Liganden im Sandwichassay spezifisch zu sein, für Holo-TC
II im Vergleich zu TC II und das Erfordernis, für den immobilisierten Liganden
in einem Kompetitionsassay spezifisch zu sein, für Holo-TC II und Kompetitoren
davon im Gegensatz zu TC II nicht länger relevant ist, da die Apo-Form
von TC II bereits eingefangen ist und nicht länger erhältlich ist. Somit können der
immobilisierte oder nicht immobilisierte Ligand spezifisch für Holo-TC
II oder TC II oder Kempetitioren davon sein.
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Das
immobilisierte Cobalamin sollte keine signifikante Tendenz entwickeln
von dem Träger
zu dissoziieren, da dies in der Bindung von Apo-TC II und Transformation
davon in Holo-TC
II resultieren könnte.
Biotinyliertes Cobalamin bindet in sehr stabiler Weise an eine feste
Oberfläche
mit daran gebundenes Avidin/Streptavidin. Das Binden von Cobalamin
an einen Träger
in dieser Weise ist bequem für die
Durchführung
dieses Schritts. Wenn biotinyliertes Cobalamin verwendet wird, kann
es tatsächlich
zu der zu analysierende Probe in einer nicht immobilisierten Form
hinzu gegeben werden, wo es an die Apo-Form von TC II und HC bindet.
Die Probe kann dann mit einer festen Oberfläche mit einem darauf immobilisierten
Bindepartner für
Biotin, z. B. Avidin, in Kontakt gebracht werden. Ein Komplex von
Avidin-biotinylierten Cobalamin-TC II bindet sich sodann und kann
leicht aus der Probe isoliert werden.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein vorläufiger
Trennschritt durchgeführt
wurde, wird der Holo-TC II Anteil darauf folgend bestimmt durch
In-Kontakt-Bringen der Probe mit einem immobilisierten TC II Liganden,
der den Holo-TC II Komplex einfängt
und das Haptocorrin in der Lösung
belässt
und anschließendes
In-Kontakt-Bringen des immobilisierten Holo-TC II mit einem TC II
Liganden, der markiert und daher nachweisbar ist. Beispiele von
geeigneten TC II Bindungsliganden wären nicht überlappende monoklonale Antikörper oder
tatsächlich
ein polyklonaler Antikörper,
spezifisch für
TC II, wäre
in dieser Ausführungsform
geeignet zum Einfangen und dedektieren, da unterschiedliche Epitope auf
dem TC II Molekül
erkannt werden.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein vorläufiger
Trennschritt durchgeführt wurde,
kompetitiert das Holo-TC II Molekül mit einem markierten nicht
immobilisierten Liganden um die Bindung an den immobilisierten Liganden
dafür und die
Menge von Holo-TC II wird berechnet in Bezug auf die Menge an gebundenen
oder nicht-gebundenen, markierten, nicht immobilisierten Liganden, durch
den immobilisierten Liganden.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
findet die Bindung von Apo-TC II und Apo-HC an Cobalamin, Analoga
oder Fragmente davon in dem vorläufigen
Trennschritt statt an einer Stelle oder in einer Weise, dass eine
nachfolgende Erkennung und Bindung an immobilisiertes Cobalamin
gebundenes TC II durch den nicht immobilisierten Liganden oder Bindungspartner
für TC
II verhindert wird. In dieser Ausführungsform ist kein Bedarf
für eine
Isolierung des Holo-TC II oder Holo-HC von den gebundenen Apo-Formen
zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Tests.
In dieser Ausführungsform
ist die Stelle, an die der nicht immobilisierte Bindungspartner
oder Ligand gerichtet ist sehr wichtig und sollte ein Epitop von
TC II sein, das maskiert oder abgeschirmt oder in sonstiger Weise
für die
Bindung nicht zugängig
ist, wenn Apo-TC II und Apo- HC
an das Cobalamin, Analogon oder Fragment davon immobilisiert werden.
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Vollständige Trennung,
d. h. Trennung von allen Apo- und Holo-TC II Proteinen aus der Probe
ist kein Erfordernis für
das Verfahren und es ist ausreichend, dass eine Fraktion aus der
Probe getrennt wird, welche zumindest einen Teil der gewünschten „TC II
Gruppe von Proteinen" enthält.
-
D.
h. in einer bestimmten Ausführungsform können die
Bindungspartner oder Liganden und Bindungsbedingungen so ausgewählt werden,
dass eine Trennung von im Wesentlichen allen oder einer ausgewählten Gruppe
erreicht wird. In diesem Fall könnte
die nicht gebundene Fraktion als im Wesentliche frei von TC II oder
Holo-TC II Proteinen betrachtet werden, d. h. als zumindest 80%,
90% oder 95% frei von entweder TC II oder Holo-TC II, abhängig davon, welcher
Stoff als Basis für
die Fraktionierung ausgewählt
ist.
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In
einer alternativen Ausführungsform
können
die Bindungspartner und Bedingungen so ausgewählt werden, dass lediglich
ein Teil der TC II Proteine in der Probe in Fraktion gedrängt wird.
In diesem Fall sollte die partielle Trennung mit Bedacht im Hinblick
auf das Konstruieren einer Standardkalibrierungskurve für den Test
durchgeführt
werden. In dieser Hinsicht werden Standardverfahren, die im Stand der
Technik bekannt sind, verwendet um eine Standardkalibrierungskurve
zu generieren, aus der die Konzentration des nachgewiesenen Holo-TC
II bestimmt werden kann.
-
Falls
im Fraktionierungsschritt ein TC II Bindungsligand verwendet wird,
wird zumindest ein Teil des TC II gebundenen Cobalamins daher in
der gebundenen Fraktion vorliegen und alles Cobalamin in der Probe,
das an andere Moleküle
als TC II gebunden ist, z. B. an HC oder Albumin, wird in der nicht
gebunden (d. h. in der nicht getrennten Fraktion oder Fraktionen)
vorliegen. TC II in der gebundenen Fraktion kann durch cobalaminähnliche
Substanzen oder Analoga zusätzlich
zu Cobalamin komplexiert werden.
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Falls
gewünscht,
kann das erfindungsgemäße Verfahren
einen weiteren vorläufigen
Trennschritt umfassen, in welchem die Probe mit immobilisierten oder
immobilisierbaren spezifischen Bindungsliganden für Haptocorrin
(in Apo- und Holo-Formen
oder in Holo-Formen allein) in Kontakt gebracht wird. Auf diese
Weise kann der Beitrag zu Fehlern bei der TC II gebundenen Cobalaminbestimmung
der von Holo-HC rührt,
reduziert werden und spezifische Bindungsliganden für TC II
oder Holo-TC II können
verwendet werden, die auch etwas Bindungsaffinität für Haptocorrin besitzen.
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Anderfalls
sind, wie bereits zuvor erwähnt, aufgrund
der sehr geringen Serumkonzentration von TC II in Apo- oder Holo-Form,
Liganden oder Bindungspartner mit besonders hoher Spezifität und Affinität nötig für die Durchführung der
Erfindung. Die für
die erfindungsgemäßen Liganden
benötigten
Affinitätskonstanten
hängen
davon ab, ob der Ligand spezifische TC II oder Holo-TC II ist und
auch von seiner Verwendung als entweder Einfang- oder Detektionsligand,
da die Serumkonzentration von TC II etwa 0,5–1 nM, aber die Konzentration
für Holo-TC
II lediglich 35–160
pM ist. Für
einen TC II Einfangliganden ist somit eine Affinitätskonstante
von zumindest 109 M–1,
vorzugsweise größer als
2 × 109 M–1 und besonders bevorzugt
1010 M–1 wünschenswert. Für einen
Holo-TC II Einfangliganden ist eine Affinitätskonstante von zumindest 1010 M–1 wünschenswert, vorzugsweise 2 × 1010 M–1 ganz besonders bevorzugt größer als
2 × 1010 M–1 und am meisten bevorzugt 1011 M–1. Die Affinitätskonstante
für einen
Nachweisbindepartner kann klar weniger als die für den Einfangliganten sein
wegen des Konzentrationseffektes des Tests.
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Der
Grad an Kreuzreaktivität
von Holo-TC II oder TC II Bindungsliganden mit HC sollte vorzugsweise
weniger als 1%, besonders bevorzugt zwischen 0,1% und 1% und am
meisten bevorzugt weniger als 0,1%, sein. Ähnlich sollte ein Holo-TC II Bindungsligand
vorzugsweise nicht einen Grad von Kreuzreaktivität mit Apo-TC II oberhalb von
1%, mehr bevorzugt zwischen 0,1% und 1%, aufweisen und am meisten
bevorzugt sollte die Kreuzreaktivität weniger als 0,1% sein.
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Durch
Verwendung solcher hochaffiner Liganden kann deren Funktion erweitert
werden über einfache
Verbindungs- oder Detektionsliganden und sie können eine essentielle Rolle
spielen, da sie in der Lage sind TC II Proteine aus der zu analysierenden
Probe zu separieren und konzentrieren. Die Bindungsliganden für TC II
oder Holo-TC II sollen vorzugsweise den Liganden um zumindest dreifach, mehr
bevorzugt fünffach
und am meisten bevorzugt zehnfach ankonzentrieren.
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In
einer weiteren Ausführungsform
des Tests, mehr verwandt zu einem Austauschtest als einem Kompetitionstest,
wird die Holo-TC II Komplex enthaltende Probe mit einer festen Phase,
an die ein markierter Ligand gebunden ist, der die selben Bindungsstellen
an den immobilisierten Liganden wie Holo-TC II erkennt, in Kontakt
gebracht. Das Holo-TC II in der Probe kompetitiert mit dem gebundenen
markierten Liganden um die Bindungsstellen, so dass nach Einstellung
eines Gleichgewichts des Systems eine direkt proportionale Beziehung
zwischen der Menge des markierten Liganden, der von dem festen Träger freigesetzt
wird und in Lösung
detektierbar ist, und der Menge von Holo-TC II, das in der Originalprobe
besteht. Der markierte Ligand kann direkt oder indirekt detektiert
werden und kann bestimmt werden als Menge an an den festen Träger gebundenen
oder nicht gebundenen markierten Liganden, je nachdem wie angebracht.
In dieser Ausführungsform
ist der nicht immobilisierte Ligand, auf den vorher Bezug genommen
wurden, somit gebunden an den immobilisierten Liganden vor der Anwendung
der Probe, aber diese Bindung sollte nicht dahingehend verstanden werden,
dass der Ligand auf jeden Fall immobilisiert ist.
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Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform beinhaltet
das In-Kontakt-Bringen
von der Holo-TC II enthaltenden Probe mit einem festen Träger auf
dem Holo-TC II immobilisiert ist und einem markierten nicht immobilisierten
Holo-TC II spezifischen Bindepartner. Das freie Holo-TC II in der
Probe und das immobilisierte Holo TC II kompetitieren um die Bindung mit
dem markierten nicht immobilisierten Liganden und die Bestimmung
des markierten Liganden, der an die feste Phase gebunden ist oder
in Lösung bleibt,
ermöglicht
die Berechnung der Holo-TC II Konzentration. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist der markierte nicht immobilisierte Holo-TC II
Bindungsligand ein Antikörper.
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In
einer weiteren Ausführungsform
wird die Probe, die den Analyten von Interesse umfasst, mit einer
markierten Holo-TC
II und immobilisierten Liganden in Kontakt gebracht. Das markierte
und nicht markierte Holo-TC II kompetitiert um Bindung mit dem immobilisierten
Liganden und nachdem ein Gleichgewicht erreicht ist, ist die Menge
des markierten Holo-TC II, das an immobilisierten Liganden gebunden
ist, indirekt proportional zu der Menge an Holo-TC II in der interessierenden
Probe. Wiederum kann das markierte Holo-TC II direkt oder indirekt nachgewiesen
werden und bestimmt werden als die Menge von markiertem Holo-TC
II, das gebunden oder ungebunden an den festen Träger ist,
je nachdem wie angebracht.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung wird ein nicht immobilisierter, aber immobilisierbarer
Ligand, der spezifisch für
den Holo-TC II Komplex ist (z. B. ein Ligand, der an Biotin oder
ein anderes Mitglied eines spezifischen Bindungspaars konjugiert
ist) mit der Probe in Kontakt gebracht um einen Holo-TC II/nicht
immobilisierten Liganden-Komplex zu binden. Der Ligand/Holo-TC II-Komplex
kann dann aus der Lösung
durch bekannte Mittel präzipitiert
werden und isoliert werden für
die Analyse.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung werden zwei markierte Bindungspartner zu der Probe
hinzu gegeben nach einem vorläufigen Schritt
des Abreicherns der Probe von Apo-Formen von TC II und HC. Die Bindungspartner
in diesem Fall sind markierte Holo-TC II oder Analoge oder Fragmente
davon und ein markierter Bindepartner dafür, z. B. ein markierter Antikörper. In
dieser Ausführungsform
wird ein nachweisbares Signal nur generiert, wenn die Markierungen
nah bei einander sind, d. h., wenn die beiden markierten Bindungspartner aneinander
binden. Zusätzlich
zur Probe kann daher der markierte Bindungspartner für Holo-TC
II entweder an nicht markiertes Holo-TC II, was in der Probe anwesend
ist, binden, in diesem Fall wird kein nachweisbares Signal generiert,
oder an ein markiertes Holo-TC II oder ein Analogon oder Fragment
oder Variante davon, das den markierten TC II Bindungspartner bindet,
in welchem Fall ein detektierbares Signal generiert wird.
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Agenzien
zur Markierung, wie die des Amersham Scintillation Proximity Assays,
wie in US Patent Nr. 4568649 beschrieben, sind geeignet zur Verwendung
in einer solchen Ausführungsform
und die hohe Sensibilität
der Prozedur ist sehr geeignet für
einen Test, wobei der Analyt in einer so geringen Konzentration
vorliegt. Ein Mitglied des Bindungspaars kann z. B. mit einem β-emittierenden
Nuklid wie, I125 oder H3, markiert
werden und das andere Mitglied kann markiert werden mit einem geeigneten Scintillationsmolekül. Die emittierten β-Teilchen
verlieren ihre Energie in wässriger
Umgebung, es sei denn, der Scintillator ist innerhalb von 1,5 μm und das bedeutet,
dass beide Markierungspartner aneinander gebunden sein müssen für ein detektierbares
Signal. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei markierte Partner aneinander
binden, wird durch die Konzentration von Holo-TC II, das in der
Probe vorliegt, bestimmt, so dass ein größeres Signal generiert wird,
je geringer die Konzentration von Holo-TC II in der Probe ist.
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Wie
hierin verwendet, beinhalten die Begriffe „bestimmen" oder „zuordnen" sowohl die Quantifizierung um absolute
Werte für
die Menge oder Konzentration von Holo-TC II oder TC II-gebundenen
Cobalamin in der Probe zu erhalten als auch die halbquantitative
und qualitative Zuordnung oder Bestimmung. Ein Index, ein Verhältnis, eine
Prozentzahl oder eine ähnliche
Angabe des Spiegels oder der Menge von TC II-gebundenen Cobalamin, z. B. bezogen
auf das Gesamtcobalamin, kann erhalten werden.
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Die
Körperproben,
die im erfindungsgemäßen Testverfahren
verwendet werden können,
können
alle Cobalamin enthaltenden Proben sein, z. B. Körperflüssigkeiten oder Gewebeproben
oder Suspensionen etc. Vorzugsweise ist die Probe jedoch eine Körperflüssigkeit,
z. B. Samenflüssigkeit,
cerebrospinal Flüssigkeit
oder Amnionflüssigkeit,
aber grundsätzlich
eine vom Blut abgeleitete Probe. Wenn dies der Fall ist, kann entweder
Serum oder Plasma verwendet werden, da die Probe, die zur Analyse
verwendet wird vorzugsweise zellfrei ist. Die Probe kann vor Verwendung
in dem erfindungsmäßigen Testverfahren
behandelt werden, z. B. kann sie verdünnt werden durch Hinzufügen von
Puffer oder anderen wässrigen
Medien und kann gelagert oder konserviert werden, z. B. durch Abkühlen oder
Einfrieren vor der Analyse.
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Bei
der praktischen Umsetzung der Erfindung, wo eine gebundene Fraktion
von einer ungebundenen Fraktion abgetrennt wird, kann dies durch jedes
geeignete Mittel durchgeführt
werden, z. B. Präzipitation,
Zentrifugation, Filtration, chromatographische Methoden etc.
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Um
Zweifel auszuräumen,
der Begriff „Cobalamin" wird hierin Synonym
zu „Vitamin
B12" verwendet
und beinhaltet alle Formen von Vitamin B12 (Cyanocobalamin;
5-6-dimethylbenzimidazolyl Cyanocobamid; Methylcobalamin; 5'-deoxyadenosylcobalamin),
die auftreten können
und metabolisch im Körper
aktiv sind (falls in geeigneter Weise präsentiert).
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Wie
zuvor ausgeführt
wurde, kann in dem erfindungsgemäßen Verfahren
die Bestimmung von TC-gebundenen Cobalamin durchgeführt werden durch
Detektion eines Liganden, der an getrenntes Holo-TC II gebunden
ist oder durch Durchführung
eines Kompetitionstests unter Verwendung von markierten Kompetitor
für Holo-TC
II, wobei das Holo-TC II mit dem markierten Kompetitor um die Bindung
an einen Bindungsliganden dafür
kompetitiert oder durch Nachweis von Cobalaminfreisetzung von separariertem
Holo-TC II.
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Der
nachweisbare Ligand kann bequemerweise markiert werden durch jedes
konventionelle Mittel, z. B. mit einem Signal bildenden Marker,
der z. B. durch Luminescence, Chemiluminescence, Colorimetrische
Bestimmung, Fluoreszenz, Radioaktivität oder durch enzymatische Aktivität bestimmt
werden kann. Im Endeffekt kann jeder Signal bildende Marker, der
im Stand der Technik bekannt ist, im erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden.
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Beispielhaft
sind einige farbige oder fluoreszierende Stoffe, die zur Markierung
von nachweisbaren Bindungsliganden in der vorliegenden Erfindung verwendet
werden können,
Anthraquinone, Azofarbstoffe, Azinfarbstoffe wie Oxazine und Thiazine,
Triazine, natürlich
vorkommende Pikmente wie Porphyrine, Phycobiliproteine beinhaltend
Phycoerythine und Phycoquanine, Chlorophyll und seine Analoga und Derivate,
Carotinoide, Acrinidine, Xanthene beinhaltend Fluoresceine und Rhodamine,
Indigofarbstoffe, Thioxanthene, Coumarine, Polymethine beinhaltend di-
und tri-Acrylmethine und Derivate von Phthalocyaninen und Metallphthalocyaninen.
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Ähnlich kann
ein breites Spektrum an radioaktiven Stoffen als Signal generierende
Markierung des Reagenz verwendet werden, das in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird unter ihnen Iod-125-markierte Stoffe.
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Alternativ
können
die Bindungsliganden an natürliche
oder synthetische Stoffe konjugiert sein, die ein chemiluminisierendes
Signal produzieren, das in bekannter Weise nachgewiesen werden kann. (Cormier,
M. J. et al.; Chemiluminescence and Bioluminescence, Plenum Press,
New York 1973). Geeignete chemoluminisierende Stoffe beinhalten
Luciferin, Oxalsäureester,
1,2-Dioxyethan, Luminol oder Derivate davon, sind aber nicht auf
diese beschränkt. Falls
angebracht, können
Hydrogenperoxid, Enzyme wie Luciferase oder andere Chemikalien verwendet werden
um das chemoluminisierende Signal aus dem Signal erzeugenden Molekül, das verwendet wird,
zu produzieren.
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Stark-anionische
Signal bildende Moleküle sind
für die
Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren
nicht bevorzugt, da sie eine Tendenz aufweisen, Serumproteine wie
humanes Serumalbumin (HSA), die in der Probe anwesend sind zu binden. Besonders
geeignete Beispiele, die verwendet werden können, sind Fluoreszinisothiocyanat,
Rhodamin B oder N-(resorufin-4-carbonyl)piperidin-4-carboxylsäure-N-hydroxysuccinimid-Ester) oder Resos.
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Eine
Cobalamin enthaltende Fraktion (z. B. umfassend Holo-TC II und Holo-HC)
kann vom Rest der Probe getrennt werden durch Reaktion der untersuchenden
Körperflüssigkeit
mit einem immobilisierten oder angebundenen Cobalamin oder Analogon oder
Fragment davon, das Apo-TC II und Apo-HC bindet und trennen von
der gebundenen Fraktion vom Rest der Probe, die Holo-TC II und Holo-HC
umfasst. Ein detektierbarer TC II Bindungsligand kann dann verwendet
werden um den TC II-Cobalaminkomplex,
der in der abgetrennten Fraktion vorliegt, nachzuweisen. Der nachweisbare
TC II Bindungsligand kann mit der zu untersuchenden Probe vor, gleichzeitig
oder nach Kontakt mit dem gebundenen Cobalamin in Kontakt gebracht
werden und vor oder nach der Trennung der gebundenen Fraktion vom Rest
der Probe.
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In
einigen Ausführungsformen
kann der immobilisierte Ligand für
entweder Apo- und/oder Holo-TC II/HC-Komplex in einer Säule angeordnet
werden. Die Körperflüssigkeit,
die der TC II-Komplex enthält,
kann auf die Säule
aufgebracht werden und mit dem Bindungsliganden in Kontakt gebracht
werden. Die Säule
kann ausgepresst oder gewaschen werden und, falls nötig, kann
ein eluierendes Agenz verwendet werden, um die Freisetzung der gebundenen Fraktion
von der Säule
zu gestatten und das Einsammeln zu ermöglichen. Falls die Inhaltsstoffe
der ungebundenen Fraktion analysiert oder auch im Hinblick auf andere
Bestandteile analysiert werden sollen, sollte die Säule mit
einem Puffer gewaschen werden oder ein Medium sollte verabreicht
werden unter Verwendung einer kalibrierten Mikropipette um sicher
zu stellen, dass ein genaues bekanntes Volumen verabreicht und gesammelt
wird. Das verabreichte Volumen beträgt vorzugsweise 3% des gewünschten
(d. h. kalibrierten) Volumens, mehr bevorzugt innerhalb 1 oder 2%.
Gleichfalls sollte das verwendete eluierende Agenz um den Komplex
freizusetzen unter Verwendung einer kalibrierten Mikropipette aufgetragen
werden, falls die zu analysierende Fraktion vor dem Nachweis von
der Säule
freigesetzt werden soll.
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In
einer alternativen Ausführungsform
können
die Bindungsliganden, die verwendet werden um eine Fraktion von
der Probe zu trennen, an einem besonderen Festphasenträger immobilisiert
sein, z. B. Latex oder Polymerkügelchen
(beads). Um die Handhabung und Trennung zu unterstützen, können magnetische
Kügelchen
verwendet werden und dies ist tatsächlich eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Begriff „magnetisch" wie hierin verwendet,
meint, dass der Träger
in der Lage ist ein magnetisches Moment aufzuweisen, wenn er in
einem Magnetfeld platziert wird. In andere Worten kann ein Träger, der
magnetische Partikel umfasst schnell durch magnetische Aggregation
entfernt werden, was ein schneller, einfacher und effizienter Weg zur
Trennung der Fraktion nach Ligandenbindung ist.
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Wenn
das erfindungsgemäße Verfahren
verwendet wird, können
die magnetischen Partikel mit dem TC II-Cobalaminkomplex daran gebunden, durch
Anlegen eines magnetischen Felds auf eine geeignete Oberfläche entfernt
werden, z. B. durch Verwendung eines Permanentmagneten. Es ist üblicherweise
ausreichend, den Magneten an der Seite des Gefäßes, das die Probenmischung
enthält,
anzubringen um zu verursachen, dass die Partikel an der Wand des
Gefäßes kongregieren,
und so sie für
die weitere Analyse zu isolieren.
-
Besonders
bevorzugt sind superparamagnetische Partikel, z. B. die beschrieben
bei Sintef in EP-A-106873, da magnetische Aggregationen und Verklumpungen
der Partikel während der
Reaktion verhindert wird. Die gut bekannten magnetischen Kügelchen
von Bang Particles (US) können
besonders zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet
sein.
-
Neben
der zu untersuchenden Probe werden grundsätzlich auch Kalibrierungsproben
mit bekanntem Holo-TC II-Komplexgehalt bei der Durchführung des
erfindungsgemäßen Testverfahrens
bestimmt. Solche Bestimmungen können
verwendet werden, um eine Kalibrierungskurve, aus der der TC II-gebundene
Cobalamingehalt der zu untersuchenden Probe bestimmt werden kann,
aufzuzeichnen. Die Natur der Kalibrierungskurven und Ausfall von
Konversions- oder Einstellungsfaktoren, die bei der Bestimmung von
Holo-TC II-Komplex verwendet werden, kann variieren, abhängig von
z. B. dem besonderen Liganden, der in den Bindungs- und Trennschritten
des Tests verwendet wird und anderen Aspekten des Verfahrens, die
die Bindung und Trennung der Probe berühren, z. B. Pufferzusammensetzung,
Testbedingungen etc. Typischerweise werden Kalibrierungsproben,
die einen Holo-TC II-Gehalt von 0 bis 300 pmol/l enthalten, verwendet.
Der Referenzbereich innerhalb dessen der Wert für TC II-gebundenes Cobalamin
grundsätzlich
vorliegt, ist 30 bis 160 pmol/l.
-
Der
Holo-TC II-Kalibrierungsstandard kann typischerweise humanes, natives
oder rekombinantes Holo-TC II sein. Die Verwendung von Holo-TC II als
Kalibrator in Holo-TC II-Tests
ist neu und stellt einen weiteren Aspekt der Erfindung dar. Aus
noch einem anderen Aspekt betrachtet stellt die Erfindung eine Zusammenstellung
(Kit) für
einen diagnostischen Test gemäß der vorliegenden
Erfindung bereit, wobei der Kit umfasst: einen immobilisierten oder
immobilisierbaren spezifischen Bindungsliganden für TC II
oder Holo-TC II; eine Lösung
einer bekannten Konzentration oder eine Zusammenstellung solcher Lösungen,
die eine Abfolge an Konzentrationen von Holo-TC II-Komplexen aufweisen;
optio nal ein freisetzendes Agenz, das Cobalamin von Holo-TC II freisetzt;
und optional einen markierten Liganden.
-
Das
Testverfahren der vorliegenden Erfindung bestimmt den metabolisch
aktiven Anteil von Cobalamin durch Bestimmung des Holo-TC II-Komplex
oder Isolierung des Holo-TC II-Komplex
und darauf folgende Bestimmung des Cobalamins, das daran assoziiert
ist, und stellt somit ein bequemes Verfahren zur Bestimmung von
Cobalaminmängeln
vor und nach auftreten von klinischen Manifestationen von Cobalaminmangel
bereit. Das Testverfahren kann vorteilhafterweise vor dem Auftreten
von Symptomen verwendet werden, da es genaue prediktive Werte einer
negativen Cobalaminbalance angibt.
-
Die
vorliegende Erfindung wird nun illustriert durch die nachfolgenden
nicht beschränkenden
Beispiele und die dazugehörigen
Zeichnungen:
-
1 ist eine Standardkurve
für Holo-TC
II. 2 ist eine Aufzeichnung,
die die Beziehung zwischen Gesamtserumcobalamin und Holo-TC II-Konzentration
aufzeigt; 3 ist ein
Aufzeichnung, die die Beziehung zwischen Gesamtserumcobalamin und
Holo-HC-Konzentration aufzeigt.
-
Beispiel 1
-
Antikörper (z.
B. monoklonale oder polyklonale Antikörper), die für TC II
spezifisch sind, werden auf magnetisierbaren Partikeln immobilisiert.
Ein Aliquot vom Serum (100–500 μl) wird mit
gleichem Volumen von PBS vermischt und für 15 Minuten mit einem Überschuss
an immobilisierten Antikörpern
und einem Überschuss
an einem nicht überlappenden Anti-Holo-TC II-Antikörper (z.
B. ein monoklonaler Antikörper)
inkubiert, der mit I125 radiomarkiert ist.
Die magnetisierbaren Partikel werden unter Verwendung eines starken
Magne ten sedimentiert, der Überstand wird
entfernt und die Partikel werden mit PBS gewaschen.
-
Die
Radioaktivität
wird gemessen und die Holo-TC II-Konzentration
in der Probe wird durch Interpolierung an einer Standardkurve bestimmt.
-
Beispiel 2
-
Antikörper (z.
B. monoklonale oder polyklonale Antikörper), die für TC II
spezifisch sind, werden auf magnetisierbaren Partikeln immobilisiert.
Ein Aliquot an Serum (600 μl)
wird mit einem gleichen Volumen PBS vermischt und es wird ihm gestattet,
für 30 Minuten
mit dem Antikörper
zu reagieren. Die magnetisierbaren Partikel werden unter Verwendung
eines starken Magneten sedimentiert und der Überstand wird entfernt. Die
Partikel werden einmal mit PBS gewaschen und sodann mit Natriumhydroxid (0,3
M), welches Kaliumcyanid (100 μM),
Dithiothreitol (15 mM) und eine feste Menge von Cyanocobalamin,
das mit I125 oder Co57 radiomarkiert,
enthält
in einem Gesamtvolumen von 100 μl
für 15
Minuten, um das an das immobilisierte Holo-TC II gebundene Cobalamin
freizusetzen und gleichzeitig alle Formen von Cobalamin in Cyanocobalamin
umzuwandeln und mit einer festen Menge von markierten Cyanocobalamin
zu vermischen. Eine eingeschränkte
Menge an Intrinsischen Faktor in 100 μl von Boratpuffer wird hinzugefügt und für 10 Minuten
inkubiert. Die magnetisierbaren Partikel werden sedimentiert unter
Verwendung eines starken Magneten und 150 μl des Überstands wird für eine Messung
der Radioaktivität entfernt.
Die Konzentration von TC II-gebundenen Cobalamit in der Serumprobe
wird bestimmt aus einer Standardkurve.
-
Alternativ
kann das freigesetzte Cobalamin gemessen werden unter Verwendung
von Abbot's IMx
Verfahren oder ähnlichen
Verfahren.
-
Beispiel 3
-
Antikörper (monoklonal
oder polyklonale Antikörper),
die spezifisch für
Holo-TC II sind, sind immobilisiert auf magnetisierbaren Partikeln.
Ein Aliquot an Serum (100–500 μl) wird mit
einem gleichen Volumen PBS vermischt, einer festen Menge von I125 markierten Holo-TC II und einer limitierten
Menge an immobilisierten Anti-Holo-TC II-Antikörper. Nach 15 minütiger Inkubation
werden die magnetisierbaren Partikel unter Verwendung eines starken
Magneten sedimentiert. Die Partikel werden mit PBS gewaschen und
die Radioaktivität
wird gemessen. Die Konzentration von Holo-TC II wird aus einer Standardkurve
bestimmt.
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Beispiel 4
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Rekombinantes
Holo-TC II wird immobilisiert auf magnetisierbare Partikel. Ein
Aliquot an Serum (100–500 μl) wird mit
einem gleichen Volumen PBS vermischt und eine feste Menge an immobilisierenden
Holo-TC II und ein Überschuss
an Antikörpern
(z. B. an monoklonalen oder polyklonalen Antikörpern), der spezifisch für Holo-TC
II ist und mit I125 radiomarkiert ist, wird
hinzu gegeben. Nach 15 minütiger
Inkubation werden die Partikel unter Verwendung eines starken Magneten
sedimentiert. Die Partikel werden gewaschen mit PBS und die Radioaktivität wird gemessen.
Die Konzentration von Holo-TC II wird aus einer Standardkurve bestimmt.
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Beispiel 5
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Ein
Aliquot an Serum (100–500 μl) wird einem Überschuss
an biotinyliertem Cobalamin hinzugeführt, so dass alles Apo-TC II
und Apo-HC gebunden wird. Nach 10 minütiger Inkubation wird die Serumprobe
mit Avidin beschichteten magnetischen Partikeln für 10 Minuten
behandelt. Die Partikel werden unter Verwendung eines starken Magneten
sedimentiert. Der Überstand
wird entfernt und vermischt mit nicht überlappenden monoklonalen Anti-TC
II-Antikörpern,
einer davon mit I125 radiomarkiert und der andere
mit Biotin konjugiert. Nach 10 Minuten werden avidinbeschichtete
magnetisierbare Partikel hinzugeführt und es wird ihnen gestattet,
die biotinylierten Addukte für
10 Minuten zu binden. Anschließend werden
die Partikel mit einem starken Magneten sedimentiert und mit PBS
gewaschen. Die Radioaktivität
wird gemessen und die Holo-TC II-Konzentration wird bestimmt durch
Interpolation an einer Standardkurve.
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Beispiel 6
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Genau
wie Beispiel 5, aber das Apo-TC II abgereicherte Serum wird mit
einer festen Menge I125-markiertem Holo-TC
II und einer eingeschränkten Menge
an Anti-TC II-Antikörper
immobilisiert, auf magnetisierbaren Partikeln vermischt. Nach 15-minütiger Inkubation
werden die Partikel unter Verwendung eines starken Magneten sedimentiert.
Die Partikel werden mit PBS gewaschen und die Radioaktivität wird gemessen.
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Beispiel 7
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Cobalamin
wird auf magnetisierbaren Mikrosphären immobilisiert, z. B. durch
kovalente Kupplung oder durch Verwendung von Biotin-(Strept)avidinkupplung.
Typischerweise werden mit Streptavidin beschichtete magnetisierbare
Mikrosphären
mit 1 μM biotinyliertem
Cobalamin für
30 Minuten bei Raum temperatur in Dunkelheit inkubiert. Die Kügelchen werden
unter Verwendung eines Magneten sedimentiert, zweimal mit PBS gewaschen
und in einer Konzentration von 1% in PBS und 5 mg/ml HSA resuspendiert.
Zu einem Aliquot von Serum (100–500 μL) wird ein
gleiches Volumen von PBS und ein zehntel Volumen von Cobalamin-beschichteten
magnetisierbaren Mikrosphären.
Die Mischung wird für
30 Minuten bei Raumtemperatur in Dunkelheit inkubiert, so dass alles
Apo-TC II und Apo-HC bindet. Die Partikel werden durch einen Magneten
sedimentiert und der Überstand
wird wieder gewonnen und mit zwei nicht überlappenden monoklonalen Anti-Human-TC
II-Antikörpern, einer
mit I125 radiomarkiert und der andere mit
Biotin konjugiert, vermischt. Nach 10 Minuten werden (Strept)avidin-beschichtete
magnetisierbare Mikrosphären
hinzugefügt
und es wird ihnen gestattet, die biotinylierten Addukte für 10 Minuten
zu binden. Anschließend
werden die Partikel mit einem Magneten sedimentiert und mit PBS
gewaschen. Die Radioaktivität
wird gemessen und die Holo-TC II-Konzentration
wird durch Interpolation auf einer Standardkurve bestimmt.
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Beispiel 8
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Genau
wie Beispiel 7, aber ein Überschuss an
biotinyliertem Cobalamin wird direkt zur Serumprobe und PBS hinzugefügt, so dass
alles Apo-TC II und Apo-HC bindet. Nach 10-minütiger
Inkubation wird die Serumprobe mit (Strept)avidin-beschichteten
magnetisierbaren Mikrosphären
für 30
Minuten bei Raumtemperatur in Dunkelheit behandelt.
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Beispiel 9
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Kaninchen-Antikörper, die
spezifisch für
humanes TC II sind und mit einer apparenten Bindungskonstanten von >5 × 109 M–1,
wurden auf 1 μm
magnetisierbaren Mikrosphären
beschich tet mit Schaf-Anti-KaninchenIgG-Antikörpern (Indica Diagnostics)
immobilisiert. Serumproben von 400 μL jeweils von 49 gesunden Freiwilligen
wurden mit gleichem Volumen an PBS und 40 μL des immobilisierten Antikörpers (1%)
vermischt. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur in Dunkelheit für 1 Stunde
aufbewahrt und die Mikrosphären
wurden unter Verwendung eines Magneten sedimentiert. Die Präzipitate wurden
einmal mit eiskaltem Waschpuffer (PBS plus 0,02% Tween 20) gewaschen
und anschließend
in 50 μL
50 mM Dithiothreitol, 0,001% Kaliumcyanid und einer feststehenden
Menge von 57 Co-CN-Cobalamin (Amersham) in Phosphatpuffer, pH 7,5
resuspendiert. Dieser Mischung wurde eine Standzeit von 30 Minuten
bei Raumtemperatur gestattet nach der 25 μL 0,5 M Kaliumhydroxid hinzu
gegeben wurde und 15 Minuten später
300 μL Intrinsischer
Faktor auf Dextran immobilisiert in Boratpuffer, pH 8,6 (genug, um
50% des Tracers zu binden). Nach einer Stunde bei Raumtemperatur
in Dunkelheit wurden die Proben bei 1000 g und 4°C für 10 Minuten zentrifugiert, die Überstände wurden
vorsichtig entfernt und die Pellets wurden in einem Packard Riastar
gezählt.
Die Konzentration von TC II-gebundenen Cobalamin wurde bestimmt
aus einer Standardkurve, die mit 8 Kalibratoren (0–500 pM
von Holo-TC II) identisch behandelten Proben konstruiert wurde.
37 Serumproben wurden auch im Hinblick auf das Gesamtserumcobalamin
analysiert unter Verwendung des Abbot IMx B12 Tests.
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Die
Standardkurve für
Holo-TC II ist in 1 gezeigt
und die Beziehung zwischen komplettem Serumcobalamin und Holo-TC II-Konzentration
in 37 gesunden Freiwilligen ist in 2 dargestellt.
Es ist evident, dass die Korrelation gering ist, mit r2 =
0,50. Im Vergleich dazu ist die Konzentration zwischen Holo-HC und
Gesamtserumcobalamin hoch, r2 = 0,96 (3). Die durchschnittliche
Holo-TC II-Konzentration für
die 49 gesunden Freiwilligen war 64 ± 28 pM und der 95% Referenzbereich
war 23–127
pM. Der Test hat einen CV von 10% einer analytischen Sensitivität (0-Kalibrator – 3 s. d.)
unter 10 pM und verursacht keine Kreuzreaktivität mit Haptocorrin.