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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine leitfähige Pastenzusammensetzung
zum Füllen
von Bohrungen einer Leiterplatte zum Ausbilden von elektrischen
Durchkontaktierungen.
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Aufgrund
der Reduzierungen an Größe, Gewicht
und Dicke elektronischer Geräte
in jüngster
Zeit wurde eine Leiterplatte von hoher Dichte mit einer Mehrlagenanordnung
entwickelt.
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Andererseits
wird eine herkömmliche
Mehrlagenleiterplatte durch Laminieren einer Vielzahl von Leiterplatten 1 wie
in 1 dargestellt, hergestellt und eine elektrische
Durchkontaktierung durch den Überzug durch
Durchgangsbohrungen 2 hindurch gebildet, die durch das
Durchdringen der Mehrlagenleiterplatte erhalten werden. Symbol Nr. 3 in 1 stellt
eine gedruckte Verdrahtung dar. Es ist notwendig, diese durch die
Bohrungen der Mehrlagenleiterplatte zu überziehen und die Bohrungen,
die als innere Bohrungen zwischen zwei benachbarten Schichten dienen,
zu überziehen.
Diese innere Bohrung 7 ist z.B. eine Bohrung, die auf einem Substrat 5 einer
Einzellagenleiterplatte 4 installiert ist, die die Mehrlagenleiterplatte
wie in 2 gezeigt darstellt. In dem Fall dieser Leiterplatte 4 ist
eine Kupferfolie 6, die ein Verdrahtungsmuster darstellt,
an beiden Oberflächen
befestigt.
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Das
Herstellungsverfahren ist jedoch kompliziert, weil das Überziehen
durch die Durchgangsbohrung 2 sowie durch die innere Bohrung 7 mit
einem Nassverfahren verbunden ist. Wenn eine Durchgangsbohrung ausgebildet
wird, wird weiterhin die Teileverpackung von Leiterplatten erheblich
eingeschränkt
und es wird somit unmöglich,
eine Teileverpackung von hoher Dichte durchzuführen.
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Deshalb
wurde in jüngster
Zeit ein Verfahren zum Ausbilden einer elektrischen Durchkontaktierung empfohlen
und in die Praxis umgesetzt. Gemäß diesem
Verfahren ist es möglich,
einen elektrischen Kontakt zwischen den entsprechenden Schichten
bei einer vorbestimmten Position herzustellen, wodurch die Packungsdichte
merklich verbessert wird.
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Die
leitfähige
Paste, die in einer herkömmlichen
Leiterplatte verwendet wird, ist als eine leitfähige Paste für die EMB-(elektromagnetische
Beeinflussungs-) Schirmung oder als eine leitfähige Paste für eine Durchgangsbohrung
bekannt: Diese leitfähigen
Pasten wurden bisher jedoch nicht zum Füllen von Bohrungen verwendet,
weil sie bisher nicht speziell zum Füllen von Bohrungen entwickelt
worden sind.
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Die
Eigenschaften einer leitfähigen
Pastenzusammensetzung, die zum Füllen
von Bohrungen einer Leiterplatte erforderlich sind, lauten wie folgt:
- (1) Erhöhte
Kontaktwahrscheinlichkeit zwischen Metallpartikeln zum Reduzieren
des Bohrungskontaktwiderstands.
- (2) Geeignete Viskositätseigenschaften,
um einen Siebdruck zu ermöglichen.
- (3) Eine leitfähige
Pastenzusammensetzung, die sich fest an eine Kupferfolie bindet.
- (4) Das Fehlen von Hohlräumen
oder Rissen in der leitfähigen
Paste, die in die Bohrungen gefüllt
wird.
- (5) Geringe Migration zwischen benachbarten Bohrungen.
- (6) Eine ausreichende Nutzungsdauer.
- (7) Ausreichende Zuverlässigkeit
(d.h. hält
dem Lötstoßtest und
dem Wärmekreislauftest
stand).
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Die
japanische ungeprüfte
Patentanmeldungsveröffentlichung
Nr. 7-176846 (im Nachfolgenden als „Vorveröffentlichung 1" bezeichnet) offenbart
eine leitfähige
Pastenzusammensetzung zum Füllen
einer Bohrung, umfassend 80-92 Gew.-% eines Leitfüllmittels
mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 0,5 bis 20 μm und einem
spezifischen Oberflächenbereich
von 0,1 bis 1,5 m2/g, 8 – 20 Gew.-% an Epoxydharz mit zwei
oder mehr Epoxydharzen, das eine Kaltviskosität von höchstens 15 Pa·s und
0,5 – 5
Gew.-% eines Aushärtemittels
aufweist. Obwohl die Vorveröffentlichung
1 ein Epoxydharz als die Harzkomponente offenbart, kann das Epoxydharz
allein nicht eine Erhöhung
von elektrischem Widerstand hemmen, wenn der Leiter oxidiert worden
ist.
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Die
japanische ungeprüfte
Patentanmeldungsveröffentlichung
Nr. 56-8892 (im Nachfolgenden als „Vorveröffentlichung 2" bezeichnet) offenbart
Verbundmetallpulver, die durch das Beschichten eines Kupferpulvers
mit Silber als eine leitfähige
Paste für
Leiterplatten hergestellt ist. Die in der Vorveröffentlichung 2 offenbarte Erfindung
wird jedoch für
den Zweck verwendet, ein Weichlot daran zu hindern, sich beim Löten auf das
Silber zu übertragen
und nicht für
den Zweck, die Zuverlässigkeit
eines elektrischen Kontaktes zwischen Kupferpartikeln zu verbessern.
Deshalb offenbart die Vorveröffentlichung
2 nicht die Tatsache, dass Epoxydharz und Resol-haltiges Phenolharz
als Bindemittel verwendet werden.
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Die
Verwendung von Kupferpartikeln als Leiter bietet einen zusätzlichen
Vorteil, weil Kupfer im Vergleich zu Gold, Silber und Palladium
als ein Edelmetall aus wirtschaftlicher Sicht vorteilhafter ist
und nicht in hohem Maße
wie diese Edelmetall durch Preisveränderungen aufgrund einer variierenden
Nachfrage beeinflusst wird. Kupfer weist ebenfalls ein vorteilhaftes
Merkmal auf, indem der elektrische Widerstand von Kupfer niedriger
liegt, als der von Nickel, Zinn und Blei. Andererseits weist Kupfer
einen Nachteil auf, indem er über eine
schlechte Betriebszuverlässigkeit
verfügt,
weil er leichter oxidiert als Gold, Silber, Palladium, Nickel, Zinn und
Blei. Dies stellt einen besonderen Nachteil dar, weil eine über eine
Bohrung kontaktierte Kupferpaste in einer Umgebung mit hoher Temperatur
und hoher Luftfeuchtigkeit allmählich
oxidiert und sich der elektrische Widerstand erhöht, was im schlimmsten Fall
zu einer zerbrochenen gedruckten Verdrahtung führt.
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Eine
leitfähige
Pastenzusammensetzung zum Füllen
von Bohrungen mit ausgezeichneten Merkmalen, wie oben beschrieben,
ist bisher noch nicht bereitgestellt worden.
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Unter
diesen Umständen
ist die vorliegende Erfindung erfüllt worden. Um die Zuverlässigkeit
eines elektrischen Kontaktes zwischen Kupferpartikeln, die als die
Leiterkomponente verwendet werden, zu verbessern, wurden ausreichende
Tests und technische Studien durchgeführt, um die geeigneten Eigenschaften
zur Verwendung einer leitfähigen
Paste zum Füllen
von Bohrungen hinsichtlich des Größenverhältnisses der Kupferpartikel
und hinsichtlich der Mischkomponenten zu erhalten. Als Ergebnis
wurde die vorliegende Erfindung erhalten. Eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist deshalb eine leitfähige
Pastenzusammensetzung bereitzustellen, die in ihrer elektrischen
Kontaktzuverlässigkeit
höherwertig
ist und die die oben genannten Eigenschaften aufweist, die für eine leitfähige Pastenzusammensetzung
zum Füllen
von Bohrungen erforderlich sind.
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1 stellt
eine schematische, diagonale Ansicht einer Mehrlagenleiterplatte
dar.
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2 stellt
einen Schnitt durch eine Einzellagenleiterplatte dar.
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Um
die oben genannte Aufgabe zu erreichen, umfasst eine leitfähige Pastenzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung zum Füllen
von Bohrungen einer Leiterplatte ein Lösungsmittel in einer Menge
von nicht mehr als 5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Gesamtmenge
der Komponenten A bis D:
| A: | 86
bis 95 Gewichtsteile von silberbeschichteten Kupferpartikeln, die
durch die Beschichtung einer Oberfläche von Kupferpartikeln mit
einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 1 bis 10 μm mit Silber
vorbereitet werden, wobei der Anteil von Silber zur Gesamtmenge
der Kupferpartikel und dem beschichteten Silben zwischen 0,5 und
20 Gew.-% beträgt; |
| B: | 2
bis 8 Gewichtsteile eines flüssigen
Epoxydharzes mit zwei oder mehr Epoxydgruppen; |
| C: | 2
bis 8 Gewichtsteile eines Resol-haltigen Phenolharzes; und |
| D: | 0,5
bis 5 Gewichtsteile eines Aushärtemittels
für das Epoxydharz,
wobei die Gesamtmenge der Komponenten A bis D 100 Gewichtsteile,
die Gesamtmenge der Komponenten B bis D 5 bis 14 Gewichtsteile,
das Gewichtsverhältnis
von Komponente B bis Komponente C 1:4 bis 4:1 beträgt und die
Viskosität
höchstens
1000 Pa·s
beträgt. |
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Wie
oben beschrieben oxidieren die Kupferpartikel leicht in einer Umgebung
mit hoher Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit. Deshalb weisen
die Kupferpartikel einen Nachteil auf, indem der elektrische Widerstand erhöht wird.
Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es möglich,
die Oxidation von Kupfer in einer Umgebung mit hoher Temperatur
und hoher Luftfeuchtigkeit durch das Beschichten der Oberfläche der
Kupferpartikel mit Silber zu hemmen, um die Nachteile von Kupfer,
wie z.B. die leichte Oxidation, zu überwinden, während die vorteilhaften
Merkmale der Kupferpartikel, wie z.B. die niedrigen Kosten und der
vergleichbar niedrige elektrische Widerstand aufrecht erhalten werden.
In den Fällen,
in denen die Oberfläche
der Kupferpartikel teilweise trotz der Beschichtung mit Silber ausgesetzt
sind, kann eine Erhöhung
des elektrischen Widerstands durch die Reduzierung der oxidierten
Kupferpartikel unter Anwendung der reduzierenden Fähigkeit
eines Resol-haltigen Phenolharzes gehemmt werden.
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Um
den elektrischen Widerstand niedrig zu halten, beträgt eine
erforderliche Menge an Silber zur Gesamtmenge der Kupferpartikel
und Silber, das auf der Oberfläche
derselben beschichtet ist, 0,5 Gew.-%. Wenn die Menge an Silber
höchstens
0,5 Gew.-% beträgt,
oxidieren die Kupferpartikel leichter und der elektrische Widerstand
erhöht
sich. Wenn andererseits die Menge an Silber 20 Gew.-% übersteigt,
wird es schwierig, die Kupferpartikel zu oxidieren, die Kosten werden
jedoch aufgrund eines Anstiegs der Silbermenge erhöht. Weiterhin
erfolgt die Migration von Silber leichter und die elektrische Kontaktzuverlässigkeit
zwischen den Bohrungen wird herabgesetzt. Deshalb beträgt der Anteil
von Silber zur Gesamtmenge der Kupferpartikel und Silber, der auf
der Oberfläche
derselben beschichtet ist, bevorzugt von 0,5 bis 20 Gew.-% und eher
bevorzugt von 2 bis 15 Gew.-%.
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Der
Durchmesser der Kupferpartikel, der mit Silber beschichtet werden
soll, beträgt
bevorzugt von 1 bis 10 μm,
um Viskositätseigenschaften
bereitzustellen, die für
den Siebdruck geeignet sind. Bevorzugt werden Kupferpartikel verwendet,
die durch ein Elektrolyseverfahren, ein Reduktionsverfahren oder
ein Atomisierungsverfahren hergestellt sind. Die Kupferpartikel,
die durch die genannten Verfahren hergestellt sind, erfüllen den
oben genannten Partikeldurchmesserbereich, weisen einen geringen,
spezifischen Oberflächenbereich sowie
eine im Allgemeinen kugelförmige
Form auf.
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Als
ein Beschichtungsverfahren der Oberfläche der Kupferpartikel mit
Silber wird ein Überzugsverfahren
bevorzugt, das die Oberfläche
des Kupfers so gleichmäßig wie
möglich
beschichtet. Wird Kupfer aufgrund eines ungleichmäßigen Überzugs
bloßgelegt,
findet ein Oxidationsverfahren von dem bloßgelegten Teil aus statt und
der elektrische Widerstand wird erhöht. Es wird deshalb bevorzugt,
die Kupferpartikel so zu überziehen,
dass ein ungleichmäßiger Überzug vermieden
wird.
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Die
oben genannten silberbeschichteten Kupferpartikel werden bevorzugt
in einer Menge von 86 bis 95 Gewichtsteilen vermischt, um als ein
Leiter zu dienen.
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Ein
typisches, flüssiges
Epoxydharz mit zwei oder mehr Epoxydgruppen umfasst z.B. flüssige Epoxydharze,
wie z.B. Bisphenol-Epoxydharz des Typs A, ein Bisphenol-Epoxydharz
des Typs F, ein alizyklisches Epoxydharz, ein Epoxydharz des Amintyps,
ein Epoxydharz mit einem Naphthalinskelett oder einem Epoxydharz, das
durch die Glycidylveresterung von Dimersäure hergestellt ist. Im Allgemeinen
können
diese Harze durch Vermischen entsprechend verwendet werden.
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Ein
flüssiges
Epoxydharz weist zwar ausgezeichnete elektrische Isolierungseigenschaften,
jedoch keinerlei Reduzierungsfähigkeit
auf. Durch die Verwendung des Epoxydharzes in Kombination mit einem
unten beschriebenen Resolhaltigen Phenolharzes ist es daher möglich, den
Nachteil des Resol-haltigen Phenolharzes zu vermeiden, während von
den vorteilhaften Merkmalen eines hoch reduzierbaren Resolhaltigen
Phenolharzes Gebrauch gemacht wird.
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Obwohl
ein Resol-haltiges Phenolharz ausgezeichnete Reduzierungseigenschaften
aufweist, wird die elektrische Kontaktzuverlässigkeit durch die Einflüsse eines
Heizzykluses reduziert, wenn nur ein Resol-haltiges Phenolharz allein
als ein Bindeharz in einer leitfähigen
Paste zum Füllen
von Bohrungen verwendet wird, weil das Resol-haltige Phenolharz
selbst brüchig
ist.
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Da
es sich bei dem Resol-haltigen Phenolharz typischerweise um einen
Feststoff handelt, muss es weiterhin bei Gebrauch in einem Lösungsmittel
aufgelöst
werden. Wenn die Menge des zum Auflösen des Harzes erforderlichen
Lösungsmittels
groß ist,
ist die daraus resultierende Zusammensetzung nicht als leitfähige Paste
zum Füllen
von Bohrungen geeignet. Dementsprechend wird die Verwendung eines
Harzes bevorzugt, das durch das Mischen eines flüssigen Epoxydharzes mit einem
Resol-haltigen Phenolharz hergestellt ist. Das Mischgewichtsverhältnis des
flüssigen
Epoxydharzes zum Resol-haltigen Phenolharz beträgt von 1:4 bis 4:1 und dieses
Verhältnis
variiert je nach der Art des zu verwendenden flüssigen Epoxydharzes und Resol-haltigen Phenolharzes.
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Als
Aushärtemittel
kann ein gebräuchliches
Aushärtemittel
verwendet werden. Typischerweise kann ein Aminaushärtemittel,
wie z.B. Dicyandiamid, Hydrazidcarboxylat und ähnliche; ein Harnstoffaushärtemittel, wie
z.B. 3-(3,4-Dichlorophenyl)-1,1-Dimethylharnstoff
und ähnliche;
ein Säureanhydrid-Aushärtemittel,
wie z.B. Phthalsäureanhydrid,
Pyromellitsäureanhydrid,
Hexahydrophtalsäureanhydrid,
Methylnadicanhydrid und ähnliche
sowie Diaminodiphenylmethan, Diaminodiphenylsulfon und ähnliche
verwendet werden. Unter diesen wird ein festes, potentielles Aushärtemittel
hinsichtlich der Stabilität
und Verarbeitbarkeit der Zusammensetzung besonders bevorzugt. Ein „festes,
potentielles Aushärtemittel" bezieht sich auf
die Mittel, welche die nachfolgenden Funktionen aufweisen. Insbesondere
reagieren verschiedene Arten von Aminmitteln und ein Epoxydharz
beim Abkühlen
auf Raumtemperatur nach dem Erwärmen
auf eine vorbestimmte Reaktionstemperatur gewissermaßen so,
um das Harz in Partikel umzusetzen, was zu einem Zustand führt, in
welchem eine aktive Gruppe, wie z.B. Amin, in eine dreidimensionale
Konfiguration des Polymers eingegliedert wird. Infolgedessen wird
die Reaktion in dem Zustand beendet, in welchem die Oberfläche der
Partikel des Harzes teilweise reagiert ist und kann über einen
langen Zeitraum hinaus bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, ohne dass
sich die Eigenschaften verändern.
Beim Erwärmen
auf eine vorbestimmte Temperatur oder darüber, werden die Harzpartikel
geschmolzen oder aufgelöst,
die eingearbeitete aktive Gruppe tritt auf, und die Reaktion leitet
gleichzeitig eine rasche Aushärtung
des Harzes ein.
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Um
eine elektrische Kontaktzuverlässigkeit
zu erreichen, wird das flüssige
Epoxydharz und das Resol-haltige Phenolharz bevorzugt in einer Menge
von jeweils 2 bis 8 Gewichtsteilen vermischt. Um ein vorbestimmtes
Aushärten
bereitzustellen, wird das Aushärtemittel
in einer Menge von 0,5 bis 5 Gewichtsteilen vermischt. Wenn die
Menge des organischen Bindemittels, das das flüssige Epoxydharz, das Resol-haltige
Phenolharz und das Aushärtemittel
enthält,
jedoch zu hoch ist, erhöht
sich der elektrische Widerstand. Andererseits, wenn die Menge des
Bindemittels zu gering ist, wird keine Paste erhalten. Deshalb beträgt die Gesamtmenge
an organischem Bindemittel von 5 bis 14 Gewichtsteilen.
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Das
Lösungsmittel
wird im Wesentlichen verwendet, um die Viskosität der leitfähigen Pastenzusammensetzung
anzupassen. Ist der Siedepunkt des Lösungsmittels jedoch zu niedrig,
verdunstet das Lösungsmittel
während
dem Füllen
der Bohrungen, um die Viskosität
der Zusammensetzung zu erhöhen
und das Drucken wird dadurch ausgeschlossen. Aus diesem Grund wird
ein Lösungsmittel
mit einem Siedepunkt von wenigstens 150°C bevorzugt. Beispiele für das Lösungsmittel
sind Butyl-Cellosolve,
Butyl-Cellosolve-Acetat, Ethyl-Cellosolve, Ethyl-Cellosolve-Acetat, Butyl-Carbitol, Butyl-Carbitol-Acetat,
Ethyl-Carbitol, Ethyl-Carbitol-Acetat, 2,2,4-Trimethylpentandiol Monoisobutyrat und ähnliche,
sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
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Je
niedriger die Menge an Lösungsmittel,
desto besser. Dies liegt daran, dass eine Durchkontaktierung durch
das Füllen
der leitfähigen
Pastenzusammensetzung in Bohrungen bereitgestellt wird, wodurch
das zwischen den an beiden Seiten der Kupferfolie liegende Lösungsmittel
entfernt wird und durch Erhitzen ausgehärtet wird. Wenn die Menge an
Lösungsmittel
hoch ist, wird das Füllvolumen
deshalb nach dem Trocknen reduziert und es wird schwierig, einen
elektrischen Kontakt zu bilden. Falls Lösungsmittel zurückbleibt,
werden Hohlräume
in den Bohrungen gebildet, falls diese zwischen den Kupferfolien
liegen und durch Erhitzen ausgehärtet
werden, was zu einer Störung
des elektrischen Kontakts führt.
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Weil
es jedoch erforderlich ist, dass die Viskosität der leitfähigen Pastenzusammensetzung
beim Drucken auf 1000 Pa·s oder
niedriger eingestellt wird, um eine Druckfähigkeit bereitzustellen, ist
der Zusatz des Lösungsmittels
manchmal nötig.
In diesem Fall beträgt
die Menge des Lösungsmittels
ebenfalls höchstens
5 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der silberbeschichteten Kupferpartikel
und organischen Bindemittel.
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Übersteigt
die Menge des Lösungsmittels
5 Gewichtsteile, erhöht
sich die Volumenschrumpfung der leitfähigen Pastenzusammensetzung
nach dem Trocknen und der elektrische Kontakt wird instabil.
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Ein
Beispiel eines Falls, in welchem die leitfähige Pastenzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung tatsächlich
eingesetzt wird, wird nachfolgend beschrieben.
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Das
heißt,
ein Prepreg (hergestellt aus einem Material, wie z.B. Glasepoxyd,
Papierphenol, Verbundstoff, Aramidepoxyd, etc.) einer Leiterplatte
wird durch Mittel, wie durch Bohren, Stanzen, einem Laser oder ähnlichem
perforiert, um Löcher
auszubilden und die Löcher
werden mit einer leitfähigen
Pastenzusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung gefüllt.
Nach dem Trocknen werden Kupferfolien auf beiden Seiten laminiert
und eine Durchkontaktierung durch Erhitzen unter Druck ausgebildet.
Danach wird eine Schaltplatte durch Ätzen gebildet, um eine Leiterplatte
herzustellen. Eine Mehrlagenleiterplatte kann durch Laminieren eines
Prepregs auf der wie oben beschrieben hergestellten Leiterplatte
hergestellt werden, das mit der leitfähigen Pastenzusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung gefüllt
ist, wobei die Kupferfolien auf beiden Seiten laminiert werden,
das Laminat durch Erhitzen ausgehärtet und eine Schaltplatte
durch Ätzen
ausgebildet wird. Eine gewünschte
Leiterplatte mit einer Mehrlagenkonfiguration kann durch das Wiederholen
dieser Schritte der Reihenfolge nach hergestellt werden.
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Wie
oben beschrieben kann die leitfähige
Pastenzusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung durch das Füllen
von Bohrungen eines Prepregs eingesetzt werden, um eine elektrische
Durchkontaktierung auszubilden.
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Bei
einem weiteren Aspekt kann sie ebenfalls als eine leitfähige Paste
zum Füllen
einer Durchgangsbohrung für
eine elektrische Durchkontaktierung einer Leiterplatte verwendet
werden, dessen Schaltkreis durch Wärmehärtung ausgebildet wird.
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Die
leitfähige
Pastenzusammensetzung zum Füllen
von Bohrungen gemäß der vorliegenden
Erfindung wird im Nachfolgenden spezifisch beschrieben.
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Die
Metallpulver werden im Einzelnen in Tabelle 1 beschrieben.
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Ein
in Tabelle 1 aufgeführtes
Metallpulver und ein organisches Bindemittel und ein in Tabelle
2 aufgeführtes
Lösungsmittel
werden zu einem in Tabelle 2 aufgeführten Anteil (Gewichtsteile)
vermischt und dann mithilfe einer Dreifachrollenmühlen geknetet,
um eine Paste zu erhalten.
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Es
wurde ein Epoxydharz, das durch das Mischen von Epicoat 828 des
Bisphenol A-Typs (hergestellt von Yuka Shell Epoxy Corp.) mit Epicoat
807 des Bisphenol F-Typs (hergestellt von Yuka Shell Epoxy Corp.) hergestellt
wurde, in einem Gewichtsverhältnis
von 3:7 verwendet.
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PL-2211
(hergestellt von Showa Kobunshi Corp.) wurde als Resol-haltiges
Phenolharz verwendet.
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MY-24
(hergestellt von Ajinomoto Corp.) wurde als ein festes, potentielles
Aushärtemittel
verwendet.
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Butyl-Carbitol-Acetat
wurde als das Lösungsmittel
verwendet.
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Das
Prepreg war ein Prepreg der Verbundstoffart, d.h. ein Prepreg, das
durch das Vermischen eines Epoxydharzes und eines Aluminiumoxidpulvers
zu einem Anteil von jeweils 12 Gew.-% bzw. 88% Gew.-% erhalten wurde,
und die Mischung dann in einen blattförmigen Artikel mit einer Dicke
von 200 μm
ausgeformt wurde und Löcher
mit einem Durchmesser von 200 μm
in diesen blattförmigen
Artikel mit einem Ausstanzer ausgeformt wurden. Dieses Blatt ist
ein Zustand eines Prepregs und ist nicht vollständig ausgehärtet.
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Eine
Platte, in welcher Kupfer auf beiden Seiten laminiert ist (doppelseitige,
mit Kupfer laminierte Platte), wurde durch das Füllen der in Tabelle 2 beschriebenen
Paste in die Löcher
des oben genannten Blatts hergestellt, 5 Minuten lang bei 120°C getrocknet,
wobei das Blatt von beiden Seiten zwischen den Kupferfolien (Dicke:
18 μm) eingeschoben
ist und mit einer Heißpresse
60 Minuten lang unter Hitzeeinwirkung bei einer Temperatur von 180°C unter einem
Druck von 50 kg/cm2 gepresst wird.
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Diese
doppelseitige, mit Kupfer laminierte Platte wurde unter Anwendung
eines bekannten Verfahrens zum Ausbilden eines Elektrodenmusters
geätzt.
Ein elektrischer Widerstand pro jeweils einer Bohrung wird in Tabelle
2 aufgeführt.
Diese Platte wurde einer Druckkochprobe (121°C, 100 Stunden) unterworfen
und ein elektrischer Widerstand pro jeweils einer Bohrung wurde
gemessen und dann eine Veränderung
einer Erhöhung
des ursprünglichen
Widerstands ausgerechnet (0 bedeutet keine Widerstandsveränderung,
während 100
% bedeutet, dass der ursprüngliche
Widerstand verdoppelt wurde).
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In
Tabelle 2 werden die Beispiele bevorzugt, die einen Bohrungswiderstand
von höchstens
3 mΩ und eine
Widerstandsveränderung
nach der Druckkochprobe von höchstens
100 aufweisen.
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Hinsichtlich
der Kupferpartikel, die im Vergleichsbeispiel 1 frei von einer Silberbeschichtung
sind, ist der Bohrungswiderstand niedrig, die Widerstandsveränderung
nach der Druckkochprobe ist jedoch sehr hoch.
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Werden
Kupferpartikel verwendet, die im Vergleichsbeispiel 2 zu 30 Gew.-%
mit Silber beschichtet sind, ist die Widerstandsveränderung
nach der Druckkochprobe akzeptabel. Die Herstellungskosten liegen
jedoch höher
und die Herstellung ist deshalb nicht wirtschaftlich praktikabel.
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Weil
die Menge an organischem Bindemittel hoch ist, z.B. 15 Gewichtsteile,
ist auch der Widerstand der Bohrung im Vergleichsbeispiel 3 hoch.
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Weil
die Menge des organischen Bindemittels zu gering ist, z.B. 3 Gewichtsteile,
konnte eine Paste im Vergleichsbeispiel 4 auch in dem Fall nicht
erhalten werden, in welchem ein Lösungsmittel in einer Menge
von 5 Gewichtsteilen hinzugefügt
wurde.
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Weil
die Menge des Lösungsmittel
zu 100 Gewichtsteilen der silberbeschichteten Kupferpartikel und des
organischen Bindemittels in den Vergleichsbeispielen 5 und 6 hoch
ist, z.B. 7 Gewichtsteile, ist auch der Widerstand der Bohrungen
hoch und die Widerstandsveränderung
nach der Druckkochprobe liegt höher
als 1000 %.
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Wird
wie im Vergleichsbeispiel 7 nur das Epoxydharz allein verwendet,
ist die Widerstandsveränderung
nach der Druckkochprobe hoch.
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Wird
wie im Vergleichsbeispiel 8 nur Resol-haltige Phenolharz allein
verwendet, kann die Plaste nicht in die Bohrungen gefüllt werden,
weil die Viskosität
der Paste zu hoch wird.
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Wird
die Viskosität
der Paste durch das Erhöhen
der Menge des Lösungsmittels
auf 8 Gewichtsteile wie im Vergleichsbeispiel 9 reduziert, ist es
möglich,
die Paste in die Bohrungen zu füllen.
Der Bohrungswiderstand ist jedoch hoch und die Widerstandsveränderung
nach der Druckkochprobe ist sehr hoch.
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Im
Gegensatz zu diesen Vergleichsbeispielen zeigen die bevorzugten
Beispiele 1 bis 13 gute Ergebnisse, wie z.B. einen niedrigen Bohrungswiderstand
und eine geringe Widerstandsveränderung
nach der Druckkochprobe, weil sie die silberbeschichteten Kupferpartikel,
das organische Bindemittel und das Lösungsmittel umfassen, die innerhalb
des Bereichs gemäß der vorliegenden
Erfindung vermischt sind.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine leitfähige
Pastenzusammensetzung bereitgestellt, die eine hervorragende elektrische
Kontaktzuverlässigkeit
sowie die Eigenschaften aufweist, die für eine leitfähige Pastenzusammensetzung
zum Füllen
von Bohrungen erforderlich sind.