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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Entfernung
von in einer Walze befindlichem Öl,
wie dies in dem Oberbegriff von Anspruch 1 definiert ist und aus
der Druckschrift WO-A-9 838 381 bekannt ist.
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Eine
Vorrichtung zur Entfernung von Öl
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann bei sämtlichen Walzen
angewendet werden, bei denen ein ortfester Stützaufbau vorhanden ist, um
den herum der Walzenmantel umläuft,
und bei dem es erwünscht
ist, dass das Öl,
das sich in der Walze angesammelt hat, abläuft. Derartige Walzen sind
beispielsweise Walzen mit variabler Bombierung bei Papiermaschinen oder
Kartonmaschinen, Walzen, deren Mantel in der Spaltebene in bezug
auf den ortsfesten Stützaufbau verschoben
werden kann, und Langspaltwalzen.
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Bei
derartigen Walzen ist ein Problem das Schlagen des Öls und das
schlechte Ablaufen des Öls
aus dem Inneren der Walze. Das Öl
tritt in den Raum zwischen den Belastungselementen und der Innenfläche des
Walzenmantels zu Schmierzwecken und außerdem kann Öl zu der
Innenfläche
des Walzenmantels zu Kühlzwecken
gesprüht
werden. Wenn der Walzenmantel umläuft, wird das Schmieröl und das
Kühlöl an der
Innenfläche
des Walzenmantels durch die Wirkung der Zentrifugalkraft angesammelt, wobei
es zusammen mit der Innenfläche
des umlaufenden Walzenmantels befördert wird. Das Schmieröl und das
Kühlöl sollte
von der Innenfläche
des Mantels weg so bald wie möglich
ablaufen, damit das Öl nicht
geschlagen wird, wenn es an den Belastungselementen und an anderen
Stützelementen
aufschlägt. Übermäßiges Öl, das an
der Innenfläche
des Walzenmantels angesammelt worden ist, erhöht außerdem die Energiemenge, die
zum Drehen des Walzenmantels erforderlich ist.
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In
dem Finischen Gebrauchsmuster Nr. 2920 (das der Druckschrift WO-A-9
838 381 entspricht, der Anmelderin der vorliegenden Patentanmeldung
ist ein Aufbau einer Anlage in Verbindung mit einer Walze mit einer
variablen Bombierung beschrieben, die mit Belastungsschuhen versehen
ist, um ein Aufschäumen
des Öls
zu verhindern. Diese Anordnung einer Anlage hat eine separate Führung, die
an der Innenfläche
des Walzenmantels schleift, und an der Führung eine Fläche, die
das Öl
führt,
und wobei dadurch das an der Innenfläche des Walzenmantels vorhandene Öl abgeschabt
und als eine offene Strömung
zu einem Sammeltrog geführt
wird, der an der ortsfesten Walzenachse angebracht ist.
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In
der Finischen Offenlegungsschrift Nr. 98 318 der Anmelderin der
vorliegenden Patentanmeldung ist eine Vorrichtung für ein Ablaufen
von Öl
aus einer Walze beschrieben, die eine nicht umlaufenden Walzenachse
aufweist, an der der Walzenmantel umlaufend sitzt. Zwischen dem
Walzenmantel und der Walzenachse sitzen hydraulische Belastungselemente,
die auf die Innenfläche
des Walzenmantels in der Spaltebene einwirken, die an der Walzenachse gestützt sind
und die durch ein Druckmedium belastet werden. Die Belastungselemente
haben Kolben, die in Zylinderbohrungen sitzen, die in der Walzenachse
ausgebildet sind, und Gleitschuhe, die an der Innenfläche des
Walzenmantels gestützt
sind, wobei die Gleitschuhe mit Taschen versehen sind, die durch seitliche
Rippen und durch Zwischenrippen getrennt sind und als Schmierräume arbeiten.
In zumindest einem der Gleitschuhe bei der Walze ist eine Ölablaufnut
ausgebildet, wobei diese Nut über
ein Rohr, einen Schlauch oder dergleichen mit einem Ölablaufkanal in
Verbindung steht, der in der Walzenachse vorgesehen ist, wobei das Öl so eingerichtet
ist, dass es aus der Walze durch den Gleitschuh/die Gleitschuhe abläuft.
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In
dem Europäischen
Patent Nr. 812 994 ist eine zweite Anlage für ein Führen einer Ölströmung in Verbindung mit einer
Walze mit einer variablen Bombierung beschrieben. Die Walze mit
der variablen Bombierung hat eine ortsfeste Mittelachse, die mit
hydraulisch belasteten zylindrischen Belastungselementen verbunden
ist, und einen Walzenmantel, der gestützt an Lagern um die Mittelachse
herum umläuft.
An der Außenfläche von
jedem Belastungselement eines kreisartigen Abschnittes sitzen zwei
radiale Ölführungselemente
in symmetrischer Weise. Des weiteren sitzen an den Außenenden
der Ölführungselemente
Führungsplatten,
die sich tangential zu der äußeren Fläche des
Belastungsschuhs erstrecken. Wenn die Walze bei einer unteren Position
ist und wenn der Walzenmantel im Uhrzeigersinn umläuft, schlägt das an
der Innenfläche
des Walzenmantels vorhandene Öl
an dem Belastungselement von der vorderen Seite auf und wird entlang
der Fläche
des Belastungselementes zu dem Ölführungselement
geführt,
von dem das Öl
zu der Endfläche
der Mittelachse und von dort weiter in einem ersten Ölsammeltrog
herabfällt,
der in Verbindung mit der Mittelachse angeordnet ist. Von dem ersten Ölsammeltrog
tritt das Öl
entlang eines ersten Kanals zu der Mitte der Mittelachse, von wo
das Öl
aus der Walze heraustritt. Wenn die Walze bei einer oberen Position ist
und wenn der Walzenmantel im Gegenuhrzeigersinn umläuft, schlägt das Öl gegen
die Belastungselemente von der hinteren Seite auf, wobei in diesem Fall
das Öl
erneut zwischen den Belastungselementen in die Kanäle geführt wird,
die durch die tangentialen Führungsplatten
ausgebildet sind. Von hier schreitet das Öl als Streifen mit einer Breite
voran, die gleich der Breite der Kanäle an der Innenfläche des
Walzenmantels ist, und schlägt
gegen durch Federn belastete Rakeln, die an der Seite der Mittelachse
gegenüberstehend
den Belastungselementen angeordnet sind. Von den Flächen der
Rakeln, die gegen die Innenfläche
des Walzenmantels per Feder belastet sind, fällt das Öl zu der Endfläche der
Mittelachse und von dort weiter in einen zweiten Ölsammeltrog
herab, der in Verbindung mit der Mittelachse angeordnet ist. Von
dem zweiten Ölsammeltrog
tritt das Öl
entlang eines zweiten Kanals zu der Mitte der Mittelachse, von wo
das Öl
aus der Walze heraustritt. Die Flächen der Rakeln, die an der
Innenfläche
des Walzenmantels angeordnet sind, sind geneigt. Wenn die Walze
bei einer unteren Position ist, schlägt das Öl an der Keilfläche der
Rakel auf und presst die Rakel gegen die Feder, wobei in diesem
Zusammenhang das Öl
entlang der Innenfläche
des Walzenmantels unter der Rakel passieren kann.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine effiziente Vorrichtung
zur Entfernung von Öl bei
einer Walze zu schaffen.
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Die
hauptsächlichen
Merkmale der Vorrichtung zur Entfernung von Öl gemäß der vorliegenden Erfindung
sind in dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 aufgezeigt.
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Mittels
der Ölsammelanlagen,
die mit der Vorrichtung zur Entfernung von Öl gemäß der vorliegenden Erfindung
verbunden sind, wird das Öl
nicht durch ein Abschaben von der Innenfläche des Walzenmantels gesammelt.
Somit ist bei den Ölsammelanlagen
die gekrümmte
Fläche,
die das Öl
führt und die
am nächsten
zu der Innenfläche
des Walzenmantels angeordnet ist, bei einem Abstand von der Innenfläche des
Walzenmantels angeordnet. Beim Entfernen des Öls, das mittels eines Abschabens
stattfindet, erhöht
die Reibung zwischen der Rakel und der Innenfläche des Walzenmantels die Kraft,
die zum Drehen des Walzenmantels erforderlich ist.
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Wenn
eine gekrümmte
Fläche
für ein
Führen des Öls verwendet
wird, kann eine ausreichend lange Fläche, die das Öl führt, zwischen
der Außenfläche des
Stützaufbaus
und der Innenfläche
des Walzenmantels ausgebildet werden. Mit einer ausreichend langen
Fläche,
die das Öl
führt,
kann sich die Ölströmung beruhigen,
wobei in diesem Fall das Öl
nicht als ein Ergebnis einer Wirbelausbildung zurück zu der
Zirkulation zu der Innenfläche
des Walzenmantels zurückkehren
kann. Mit einer gekrümmten
Fläche
ist es außerdem
möglich,
die Zentrifugalkraft effizient anzuwenden. Die Zentrifugalkraft
presst die Ölströmung gegen
die gekrümmte
Fläche,
wobei in diesem Zusammenhang die Ölströmung sich beruhigt.
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Mittels
der gekrümmten
Flächen
der bei der vorliegenden Erfindung angewendeten Ölsammelanlagen wird außerdem eine
Raumökonomie
erzielt, wobei in diesem Fall der Stützaufbau nicht so intensiv bearbeitet
werden muss, um Raum vorzusehen. Mittels der gekrümmten Flächen können die
Volumina der Ölsammelanlagen
maximal gestaltet werden.
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Nachstehend
ist die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
wobei die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf die Einzelheiten
der Darstellungen allein beschränkt
sein soll.
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1 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung bei einer Walze mit variabler Bombierung.
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2 zeigt
eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
gemäß der vorliegenden
Erfindung von 1, wenn die Walze mit der variablen
Bombierung als die obere Walze von einem Spalt wirkt.
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3 zeigt
eine schematische axonometrische Ansicht der in den 1 und 2 angewendeten
Vorrichtung zur Entfernung von Öl.
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4 zeigt
eine schematische Schnittansicht eines Ölentfernungssiphons.
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5 zeigt
den Energieverbrauch einer Walze mit variabler Bombierung als eine
Funktion der Drehzahl des Walzenmantels bei einer Walze, die lediglich
mit Ölentfernungssiphons
versehen ist, und bei einer Walze, die sowohl mit Ölentfernungssiphons
als auch mit einer Vorrichtung zur Entfernung von Öl gemäß 1 versehen
ist.
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6 zeigt
eine schematische Schnittansicht von einer Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung bei einer Walze mit variabler Bombierung.
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7 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
gemäß der vorliegenden
Erfindung von 6, wenn die Walze mit der variablen
Bombierung als die obere Walze von einem Spalt wirkt.
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8 zeigt
eine schematische axonometrische Ansicht der in den 6 und 7 angewendeten Ölentfernungsanlage.
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9 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung bei einer Walze mit variabler Bombierung.
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10 zeigt
eine schematische Schnittansicht von einer Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung bei einer Walze mit variabler Bombierung.
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11 zeigt
eine schematische Schnittansicht einer Variation der in 10 gezeigten
Vorrichtung zur Entfernung von Öl
bei einer Walze mit variabler Bombierung.
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12 zeigt
eine schematische axonometrische Ansicht der in den 10 und 11 angewendeten Ölentfernungsanlage.
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13 zeigt
eine schematische Schnittansicht von einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, bei dem eine Ölführung hinzugefügt worden
ist.
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14 zeigt
eine schematische Schnittansicht von einem Ausführungsbeispiel einer Ölführung.
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15 zeigt
eine schematische Schnittansicht von einem zweiten Ausführungsbeispiel
einer Ölführung.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel der
Vorrichtung zur Entfernung von Öl
gemäß der vorliegenden
Erfindung bei einer Walze 10 mit variabler Bombierung.
Bei der in 1 gezeigten Situation ist die
Walze 10 mit der variablen Bombierung bei einer unteren
Position und der Drehsinn S des Walzenmantels 12 ist der
Gegenuhrzeigersinn. Bei der in 2 gezeigten
Situation ist die Walze 10 mit der variablen Bombierung
bei einer oberen Position und der Drehsinn S' des Walzenmantels 12 ist der
Uhrzeigersinn. 3 zeigt eine schematische axonometrische Ansicht
der Ölsammelanlage 90,
die in den 1 und 2 dargestellt
ist. 4 zeigt eine Schnittansicht des Ölentfernungssiphons,
der bei diesem Ausgangsbeispiel angewendet wird, und 5 zeigt
die erforderliche Energie der Walze als eine Funktion der Drehzahl
des Mantels 12 bei einer Situation, bei der die Ölsammelanlage 90 angewendet
wird, und bei einer Situation, bei der keine Ölsammelanlage 90 angewendet
wird.
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Die
in 1 gezeigte Walze 10 mit variabler Bombierung
hat einen ortsfesten Stützaufbau 11 mit einem
im wesentlichen kreisartigen Querschnitt und einen Walzenmantel 12,
der im Gegenuhrzeigersinn S um den Stützaufbau herum umläuft, wobei
der Walzenmantel von seiner Innenfläche 12' an dem Stützaufbau 11 mittels
zumindest einem hydraulisch belasteten Belastungselement 13 gestützt ist,
wobei mittels des Belastungselementes der Walzenmantel 12 gegen
eine Gegenwalze 20 belastet werden kann, die einen Spalt
N mit der Walze mit der variablen Bombierung ausbildet. Bei dem
Stützaufbau 11 ist
an dem Belastungselement 13 eine ebene obere Fläche 11b vorhanden,
die von der kreisartigen Form weg geht. Des weiteren ist der Mantel 12 an
dem Stützaufbau 11 mittels
hydraulisch einstellbaren Stützelementen 14a, 14b gestützt, die
an der Seite des Stützaufbaus 11 entgegengesetzt
zu dem Belastungselement 13 im Hinblick auf das Regulieren
der linearen Belastung angeordnet sind. Bei diesen sogenannten Gegenzonen
ist der Abstand der Stützelemente 14a, 14b in
der Längsrichtung
der Walze weniger dicht als der Abstand der Belastungselemente 13 bei
dem Spalt N. In der Zeichnung sind die axiale Spaltebene Y-Y der
Walze und die axiale neutrale Ebene X-X, die senkrecht zu der Spaltebene
Y-Y an der Mittelachse der Walze angeordnet ist, ebenfalls gezeigt.
Bei der Walze mit der variablen Bombierung wird Schmieröl zwischen
dem Belastungselement 13 und der Innenfläche des
Walzenmantels 12 zugeführt.
Bei der Walze mit der variablen Bombierung ist es des weiteren möglich, Öl zu der
inneren Fläche 12' des Walzenmantels 12 für Kühlzwecke
zu sprühen.
Wenn der Walzenmantel 12 umläuft, wird das Schmieröl und das
Kühlöl an der
Innenfläche
des Walzenmantels gesammelt, von wo es aus der Walze heraustreten soll.
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Bei
der Walze mit der variablen Bombierung wird der Walzenmantel 12 mittels
der Belastungselemente 13 ausschließlich belastet, um das Biegen auszugleichen.
Bei einer Walze mit einem beweglichen Mantel wird der Mantel 12 sowohl
in bezug auf den Stützaufbau 11 verschoben
als auch gegen eine Gegenwalze belastet.
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Die
in 3 gezeigte Ölsammelanlage 90 hat
eine Ölführungsplatte 91,
die sich über
die axiale Richtung des Walzenmantels erstreckt und die der Kurvenform
der Innenfläche 12' des Walzenmantels 12 entspricht.
Die Ölführunsplatte 91 ist
mit einem geraden vorderen Rand 91a, mit einem gekrümmten hinteren
Rand 91b und mit geraden Seitenrändern 91c, 91d versehen.
Jeder Seitenrand 91c, 91d der Ölführungsplatte 91 ist
mit einer radialen Seitenwand 93, 94 versehen,
die zu dem Stützaufbau 11 gerichtet ist.
Der gekrümmte
hintere Rand 91b der Ölführungsplatte 91 ist
mit einer gekrümmten
hinteren Wand 92 verbunden, die zu dem Stützaufbau 11 hin
gerichtet ist. Der Abstand des mittleren Teils der gekrümmten hinteren
Wand 92 von dem vorderen Rand 91a der Ölführungsplatte 91 ist
kleiner als der Abstand der seitlichen Abschnitte der gekrümmten hinteren Wand 92 von
dem vorderen Rand 91a der Ölführungsplatte 91. Die
Seitenwände 93, 94 erstrecken
sich von dem vorderen Rand 91a der Ölführungsplatte 91 bis
zu einem Abstand von dem hinteren Rand 91b der Ölführungsplatte 91,
wobei in diesem Fall Ölentfernungsöffnungen 95, 96 an
den hinteren Ecken der Ölführungsplatte
verbleiben. Der Drehsinn S des Walzenmantels ist in der Zeichnung
ebenfalls gezeigt.
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Wenn
das Öl
E, das sich an der Innenfläche 12' des Walzenmantels 12 angesammelt
hat, gegen die Belastungsschuhe 13 im Drehsinn S des Walzenmantels 12 aufschlägt, strömt ein Teil
des Öls
entlang der Seitenwände
der Belastungsschuhe 13 zu der ebenen oberen Fläche 11b des
Stützaufbaus 11 und von
dort weiter entlang der in Umfangsrichtung geneigten äußeren Fläche 11'' des Stützaufbaus 11 in der
zu dem Drehsinn S des Walzenmantels 12 entgegengesetzten
Richtung. Andererseits spritzt ein Teil des Öls zurück in den Raum zwischen der Ölführungsplatte 91 und
der äußeren Fläche 11'' des Stützaufbaus 11 in der
durch die Pfeile E1 und E2 dargestellten
Weise. Das Öl,
das zwischen der äußeren Fläche 11'' des Stützaufbaus und der Ölführungsplatte 91 in
der zu dem Drehsinn S des Walzenmantels 12 entgegengesetzten
Richtung läuft,
schlägt
gegen die gekrümmte
hintere Wand 92 der Ölsammelanlage 90 auf,
wobei in diesem Zusammenhang das Öl durch die Öffnungen 95, 96,
die an den hinteren Ecken der Ölsammelanlage 90 vorgesehen
sind, zu den Walzenenden geführt
wird.
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Bei
dem in den 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
werden zwei Ölsammelanlagen 90, 90a angewendet.
Bei der Lösung
von 1, bei der die Walze bei einer unteren Position
ist und der Drehsinn S der Walze der Gegenuhrzeigersinn ist, wird
eine Ölsammelanlage 90,
die gegenüber
dem Belastungselement 13 offen ist, für ein Sammeln von Öl angewendet,
und bei der Situation von 2, bei der
die Walze bei einer oberen Position ist und der Drehsinn S' der Walze der Uhrzeigersinn
ist, wird eine Ölsammelanlage 90,
die zu dem Stützelement 14b der
Gegenzone hin offen ist, angewendet. Der vorwärts gerichtete Teil der Ölsammelanlage 90 kann an
dem Stützaufbau 11 beispielsweise
mittels Vorsprüngen 97 angebracht
werden, die an der Ölsammelanlage 90 angebracht
sind, wobei die Vorsprünge an
dem Stützaufbau 11 mittels
Bolzen 98 angebracht sind. Der hintere Teil der Ölsammelanlage 90 kann an
dem Stützaufbau 11 in
einer ähnlichen
Weise mittels Bolzen angebracht sein. Die erste Ölsammelanlage 90 ist
an dem Belastungselement 13 offen und die zweite Ölsammelanlage 90a ist
an dem Belastungselement 14b der Gegenzone offen.
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In
den 1 und 2 sind bei der Walze die Ölsammelanlagen 90, 90a an
der rechten Hälfte des
Stützaufbaus 11 lediglich
angeordnet, jedoch kann die linke Hälfte des Stützaufbaus 11 ebenfalls mit Ölsammelanlagen
versehen sein. Bei einer Situation, bei der die rechte Hälfe und
die linke Hälfte
von dem Stützaufbau 11 mit Ölsammelanlagen
versehen sind, wie dies in den 1 und 2 gezeigt
ist, funktioniert ein Entfernen von Öl bei sämtlichen Walzenpositionen und
bei beiden Drehsinnen. Eine derartige Walze kann als eine obere
Walze oder eine untere Walze an einem Spalt angeordnet werden und der
Drehsinn der Walze kann der Uhrzeigersinn oder der Gegenuhrzeigersinn
bei beiden Positionen sein.
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In
den 1 und 2 ist die Walze mit zwei Ölsammelanlagen 90, 90a versehen,
jedoch kann die Walze natürlich
auch mit lediglich einer Ölsammelanlage
versehen sein. In einem derartigen Fall ist bei der Situation von 1 die
Walze mit einer Ölsammelanlage 90 versehen
und bei der Situation von 2 ist die
Walze mit einer Ölsammelanlage 90a versehen.
Wenn der Drehsinn der Walze in 1 der Uhrzeigersinn
ist, ist die Ölsammelanlage 90 an
der linken Hälfte
des Stützaufbaus
angeordnet, und wenn der Drehsinn der Walze in 2 der
Gegenuhrzeigersinn ist, ist die Ölsammelanlage 90a an der
rechten Hälfte
des Stützaufbaus
angeordnet.
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Bei
der in 3 gezeigten Ölsammelanlage 90 besteht
die erste Ölführungsfläche aus
einer gekrümmten Ölführungsplatte 91 und
die zweite Ölführungsfläche besteht
aus der gekrümmten äußeren Fläche 11'' des Stützaufbaus 11. Bei
einer Situation, bei der der Querschnitt des Stützaufbaus 11 nicht
im wesentlichen kreisartig ist, ist es möglich, für die zweite Ölführungsfläche eine
zweite Ölführungsplatte
zu verwenden, wobei in diesem Fall die Ölsammelanlage 90 als
ein Kasten ausgebildet ist.
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4 zeigt
ein Ölentfernungssiphon 100, der
an jedem Ende der Walze angeordnet ist, wobei mittels des Siphons
das Öl
E, das zu dem Walzenende mittels der in 3 gezeigten Ölentfernungsanlage 90 geführt wird,
in einen radialen Ölablaufkanal 101 des Ölentfernungssiphons 100 und
entlang des Kanals weiter in den mittleren Abschnitt der Walze geführt wird,
von wo das Öl
entlang eines axialen Ölablaufkanals 102 aus
der Walze heraus tritt.
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In 5 zeigt
die Kurve f1 eine Situation, bei der ausschließlich Ölentfernungssiphons 100 an
den Enden der Walze angewendet sind, und eine Kurve f2 zeigt
eine Situation, bei der sowohl Ölentfernungssiphons 100 als
auch eine Ölsammelanlage 90 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung angewendet werden. Die in der Zeichnung gezeigten
Kurven sind bei einer Situation gemessen worden, bei der Öl zu der
inneren Fläche
des Walzenmantels zu Kühlzwecken
als eine unveränderliche
Strömung
von 150 l/min gesprüht
wird. Es ist aus der Zeichnung ersichtlich, dass die Leistung, die
erforderlich ist, um den Walzenmantel zu drehen, bei sämtlichen
Drehzahlen niedriger ist, wenn eine Vorrichtung zur Entfernung von Öl gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung verwendet wird, f2,
im Vergleich zu einer Situation, bei der ausschließlich Ölentfernungssiphons 100 an
den Walzenenden verwendet werden, f1.
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In 6 ist
eine sich auf ein zweites Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beziehende Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
bei einer Walze mit variabler Bombierung angewendet, deren Stützaufbau
einen im wesentlichen rechtwinkligen Querschnitt hat. 7 zeigt
eine Walze gemäß 6, während sie
als eine obere Walze bei einem Spalt eingesetzt ist. 8 zeigt
die Ölsammelanlage 60, die
bei den 6 und 7 angewendet
ist.
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Die
in 8 gezeigte Ölsammelanlage 60 hat
eine Bodenplatte 61, an der Kanäle 62 fixiert sind, die
sich durch die Bodenplatte 61 erstrecken. An diesen Kanälen 62 ist
die Ölführungsplatte 63 der Ölsammelanlage
angebracht, wobei die Ölführungsplatte
mit Öffnungen
versehen ist, die zu dem Inneren der Kanäle 62 treten. Die Ölführungsplatte 63 besteht aus
einem Abschnitt 63a, der parallel zu der Bodenplatte 61 ist,
aus einem anschließenden
Abschnitt 63b mit einem Querschnitt U und aus einem anschließenden gekrümmten Abschnitt 63c.
Die Ölsammelanlage 60 hat
des weiteren eine gekrümmte Teilungswand 64,
die an einem Rand der Bodenplatte 61 angebracht ist, wobei
die Teilungswand bei einem Abstand von dem gekrümmten Abschnitt 63c der Ölführungsplatte 63 läuft und
sich bis zu dem Bereich des Abschnittes 63b mit dem U-Querschnitt
von der Außenwand
erstreckt. Die Ölsammelanlage 60 kann aus
einer Anzahl von Modulen bestehen, die hintereinander in der axialen
Richtung der Walze eingebaut sind, oder die Ölsammelanlage 60 kann
aus einem Modul bestehen, das sich über die gesamte axiale Richtung
der Walze erstreckt.
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Bei
der in 6 gezeigten Situation ist die Bodenplatte 61 der Ölsammelanlage 60 an
der Seitenfläche 11a des
Stützaufbaus 11 montiert,
wobei in diesem Fall die Kanäle 62,
die sich durch die Bodenplatte 61 erstrecken, in den radialen Ölablaufkanälen 50 positioniert
sind, die in den mittleren Abschnitt des Stütztaufbaus 11 treten.
Das an der Innenfläche 12' des Walzenmantels 12 gesammelte Öl E schlägt gegen
den Belastungsschuh 13 bei dem im Gegenuhrzeigersinn erfolgenden
Drehsinn S des Walzenmantels, wobei in diesem Zusammenhang das Öl unterbrochen
wird und entlang des Seitenrandes des Belastungsschuhs 13 nach
unten zu der oberen Fläche 11b des
Stützaufbaus 11 strömt. Dieses Öl wird in dem
Raum zwischen dem gekrümmten
Abschnitt 63c der Ölführungsplatte 63 der Ölsammelanlage 60 und
der gekrümmten
Teilungswand 64 zu einer Tasche geführt, die durch die Ölführungsplatte 63 ausgebildet
ist, wobei in der Tasche der Ölpegel
anzusteigen beginnt. Nachdem der Ölpegel in ausreichender Weise
angestiegen ist, strömt
das Öl
durch die Kanäle 62,
die an der Ölführungsplatte 63 angebracht
sind, in die radialen Ölablaufkanäle 50 und weiter
entlang des axialen Ölablaufkanals 51 in
dem mittleren Abschnitt des Stützaufbaus 11 aus
der Walze heraus.
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Bei
der in 7 gezeigten Situation schlägt das an der Innenfläche 12' des Walzenmantels 12 gesammelte Öl E gegen
die Stützelemente 14b der Gegenzone
bei im Uhrzeigersinn erfolgendem Drehsinn S' des Walzenmantels, wobei in diesem
Zusammenhang das Öl
unterbrochen wird und entlang der Seitenfläche des Stützelementes 14b der
Gegenzone und entlang der Seitenfläche 11a des Stützaufbaus 11 durch
den Raum zwischen der Bodenplatte 61 der Ölsammelanlage 60 und
dem geraden Abschnitt 63a der Ölführungsplatte 63 in
eine Tasche strömt,
die durch die Bodenplatte 61 und durch die Teilungswand 64 ausgebildet
ist, wobei in der Tasche der Ölpegel
anzusteigen beginnt. Nachdem der Ölpegel in ausreichender Weise
angestiegen ist, strömt das Öl durch
den Kanal 62, der an der Außenwand 64 angebracht
ist, in die radialen Ölablaufkanäle 50 und
weiter entlang des axialen Ölablaufkanals 51 in dem
mittleren Abschnitt des Stützaufbaus 11 aus
der Walze heraus.
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Die
Anwendung der in 8 gezeigten Ölsammelanlage 60 macht
es natürlich
nicht erforderlich, dass die Walze mit einem Stützaufbau 11 mit einem
im wesentlichen rechteckigen Querschnitt versehen ist, wie dies
in den 6 und 7 gezeigt ist. Die Seitenfläche des
Stützaufbaus 11 kann
auch beispielsweise bogenförmig
sein, wobei in diesem Fall die Bodenplatte 61 der Ölsammelanlage 60 in ähnlicher
Weise bogenförmig
ist.
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Bei
den in den 6 und 7 gezeigten Ausführungsbeispielen
wird lediglich eine Ölsammelanlage 60 angewendet,
die an einer Seitenfläche 11a des
Stützaufbaus 11 ruht.
Bei der Walze ist es natürlich
ebenfalls möglich,
zwei Ölsammelanlagen
anzuwenden, wobei in diesem Fall die andere Ölsammelanlage an der entgegengesetzten
Seite des Stützaufbaus
angeordnet ist. Wenn die Walze mit zwei Ölsammelanlagen, die an entgegengesetzten
Seiten des Stützaufbaus
angeordnet sind, versehen ist, kann das Entfernen von Öl so gestaltet
werden, dass es bei sämtlichen
Walzenpositionen und bei allen Drehsinnen funktioniert.
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9 zeigt
ein drittes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Entfernung von Öl
bei einer Walze mit variabler Bombierung. Bei diesem Ausführungsbeispiel
bildet die Hauptspaltebene Y'-Y' einen Winkel α zu der vertikalen
Ebene T. Der Winkel α kann
beispielsweise in einem Bereich von 0 bis 45° sein. Neben der Hauptspaltebene
Y'-Y' bildet die Walze
außerdem eine
zweite Spaltebene Y1 mit einer zweiten Gegenwalze 21 an
dem zweiten Belastungsschuh 15. Die Zeichnung zeigt außerdem eine
Hilfsebene X'-X', die durch den Mittelpunkt
0 des Kreises tritt, der der Außenfläche des
Walzenmantels folgt, und die die Hauptspaltebene Y'-Y' bei einem Winkel
von 90° schneidet.
Die Querschnittsform des Stützaufbaus 11 der
Walze mit der variablen Bombierung ist I-förmig und der Drehsinn S des
Walzenmantels 12 ist der Gegenuhrzeigersinn.
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Die
in 9 gezeigte Ölsammelanlage 70 hat
eine Ölführungsplatte 71,
die sich über
die axiale Länge
des Walzenmantels 12 erstreckt, wobei die Ölführungsplatte
aus einem gekrümmten
oberen Abschnitt 71a, aus einem ersten geraden Abschnitt 71b, der
dem gekrümmten
Abschnitt nach einer Biegung folgt, und aus einem zweiten geraden
Abschnitt 71c besteht, der dem ersten geraden Abschnitt
nach einer Biegung folgt. Die Ölführungsplatte 71 ist
an dem geneigten Abschnitt der oberen Fläche des Stützaufbaus 11 von ihrem
gekrümmten
Abschnitt 71a mittels Befestigungseinrichtungen wie beispielsweise
Bolzen 72 angebracht. Des weiteren kann, wenn dies erforderlich
ist, der zweite gerade Abschnitt 71c der Ölführungsplatte 71 an
dem mittleren Abschnitt des Stützaufbaus 11 angebracht
sein. Die Ölführungsplatte 71 erstreckt
sich über
die axiale Richtung der Walze und die Ränder der Ölführungsplatte 71 können mit
Seitenwänden
versehen sein, die zu dem Stützaufbau 11 hin
gerichtet sind (dies ist in der Zeichnung nicht gezeigt).
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Die
Vorrichtung zur Entfernung von Öl
hat des weiteren einen Ölsammeltrog 80,
der in dem unteren Abschnitt des Stützaufbaus 11 sitzt,
und einen axialen Ölablaufkanal 82,
der in dem mittleren Abschnitt des Stützaufbaus 11 an der
Hilfsebene X'-X' sitzt, wobei der Ölablaufkanal
mit dem Ölsammeltrog 80 über ein Ölablaufrohr 81 in
Verbindung steht. Oberhalb der Bodenfläche des Ölsammeltrogs 80 ist an
dem mittleren Abschnitt des Stützaufbaus 11 ein Ölablaufloch 84 ausgebildet,
das sich durch den mittleren Abschnitt des Stützaufbaus 11 erstreckt.
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Wenn
das Öl
E, das sich an der Innenfläche des
Walzenmantels 12 angesammelt hat, gegen die Belastungselemente 13 im
Drehsinn S des Walzenmantels 12 schlägt, strömt ein Teil des Öls entlang der
Seitenfläche
der Belastungselemente 13 zu der oberen Fläche 11b des
Stützaufbaus 11.
Danach strömt
dieses Öl
entlang der geneigten oberen Fläche 11b des
Stützaufbaus 11 zwischen
den Belastungselementen 13 in den Raum B1 zwischen der Ölführungsplatte 71 und
der oberen Fläche 11a des Stützaufbaus 11,
wobei aus diesem Raum das Öl
des weiteren durch den Kanal zwischen dem gekrümmten oberen Abschnitt 71a der Ölführungsplatte 71 und
dem geneigten Abschnitt der oberen Fläche des Stütztaufbaus 11 zu dem
ersten geraden Abschnitt 71b der Ölführungsplatte 71 und
entlang der geneigten Fläche
des glatten Abschnittes zu dem zweiten geraden Abschnitt 71c der Ölführungsplatte 71 und entlang
seiner geneigten Fläche
zu der Nähe
der Seitenwand von dem mittleren Abschnitt des Stützaufbaus 11 strömt, von
wo das Öl
nach unten in den Ölsammeltrog 80 herab
fällt,
der an dem unteren Abschnitt des Stützaufbaus 11 angeordnet
ist.
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Wenn
das Öl
E, das sich an der Innenfläche des
Walzenmantels 12 angesammelt hat, gegen die Belastungselemente 13 im
Drehsinn S des Walzenmantels schlägt, spritzt ein Teil des Öls zurück entgegen
dem Drehsinn S des Walzenmantels derart, dass es von der rechten
Seite des Stützaufbaus 11 in
den Ölsammelraum
B2 fällt,
der durch den Bodenabschnitt des Stützaufbaus 11 ausgebildet
ist, wobei aus diesem Raum das Öl
weiter durch das Ölablaufloch 84,
das in dem Stützaufbau 11 vorgesehen
ist, in den Ölsammeltrog 80 strömt.
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Aus
dem Ölsammeltrog 80 wird
das Öl
durch den Effekt des an der Innenseite des Walzenmantels 12 vorhandenen
Drucks entlang dem Ölablaufrohr 81 in
den axialen Ölablaufkanal 82 und
entlang diesem Kanal aus der Walze heraus entfernt. In dem Ölablaufrohr 81 sind
Luftlöcher 83 vorhanden,
die ermöglichen,
dass der Ölpegel
in dem Ölsammeltrog 80 bis zu
den Luftlöchern 83 hin
ansteigt. Wenn der Ölpegel niedriger
als die Höhe
der Luftlöcher 83 ist,
strömt Luft
aus dem Inneren des Walzenmantels 12 durch die Löcher 83 heraus.
Wenn der Ölpegel
in dem Ölentfernungstrog 80 ansteigt,
bleiben die Luftlöcher 83 unterhalb
des Ölpegels,
wobei in diesem Fall das Öl damit
beginnt, in geeigneter Weise aus dem Ölentfernungstrog 80 heraus
abgegeben zu werden.
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In 10 ist
eine sich auf ein viertes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beziehende Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
bei einer Walze mit variabler Bombierung angewendet, deren Stützaufbau 11 einen
im Wesentlichen kreisartigen Querschnitt hat. In 11 ist
die sich auf das vierte Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beziehende Vorrichtung zur Entfernung
von Öl
bei einer Walze mit variabler Bombierung angewendet, deren Stützaufbau 11 einen
im Wesentlichen I-förmigen Querschnitt
hat. 12 zeigt einen Ölsammeltrog 30, der
bei den 10 und 11 angewendet
ist.
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12 zeigt
eine Ölsammelanlage 30,
die mit der in den 10 und 11 gezeigten
Vorrichtung zur Entfernung von Öl
verbunden ist. Die Ölsammelanlage 30 hat
eine rechteckige Ölführungsplatte 31 und
eine rechteckige Innenwand 32, die bei einem Abstand von
der Ölführungsplatte
angeordnet ist. Die Ölführungsplatte 31 und
die Innenwand 32 sind zu einer Kurvenform in der Umfangsrichtung
gebogen und sie erstrecken sich über
die axiale Länge
des Walzenmantels 12. Der vordere Rand der Innenwand 32 der Ölsammelanlage 30 erstreckt
sich in der Richtung des Umfangs weiter als der vordere Rand der Ölführungsplatte 31 von
der Ölsammelanlage 30.
Die Ränder
der Ölführungsplatte 31 und
der Innenwand 32 von der Ölsammelanlage 30 sind
mittels radialen Seitenwänden 33, 34 miteinander
verbunden. Die hinteren Ränder
der Ölführungsplatte 31 und
der Innenwand 32 von der Ölsammelanlage 30 sind
an einem axialen Ölführungskanal 35 fixiert.
An der Außenfläche des
vorderen Randes der Ölführungsplatte 31 von
der Ölsammelanlage 30 befindet
sich eine Reihe an Zapfen 36, wobei durch diese die Ölführungsplatte 31 bei
einem Abstand von der Innenfläche 12' des Walzenmantels 12 gehalten
wird. Der radiale Abstand zwischen der Ölführungsplatte 31 und der
Innenwand 32 von der Ölsammelanlage 30 ist größer an dem
vorderen Rand der Ölführungsplatte 31 als
an den hinteren Rändern
der Außenwand 31 und
der Innenwand 32, wobei in diesem Fall sie einen Zwischenraum
zwischen ihnen ausbilden, wobei der Zwischenraum das Öl sammelt.
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Der
Innenraum bei der Ölsammelanlage 30 von 12 ist
in zwei Teile mittels zweier Ölführungsplatten 37a, 37b geteilt.
Die Ölführungsplatten 37a, 37b haben
einen gemeinsamen Ausgangspunkt A1 bei dem mittleren Abschnitt des
vorderen Randes der Ölsammelanlage 30.
Die erste Ölführungsplatte 37a ist
von diesem gemeinsamen Ausgangspunkt A1 bei einer Kurvenform zu
der ersten hinteren Ecke der Ölsammelanlage 30 gerichtet
und die zweite Ölführungsplatte 37 ist
von diesem gemeinsamen Ausgangspunkt bei einer Kurvenform zu der
zweiten hinteren Ecke der Ölsammelanlage 30 gerichtet.
In dem Ölführungskanal 35 befinden
sich an den hinteren Ecken Öffnungen 38, 39,
die zu dem Inneren der Ölsammelanlage 30 offen
sind, wobei durch diese Öffnungen
das durch die Ölführungsplatten 37a, 37b geführte Öl in den Ölführungskanal 35 befördert wird.
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Bei
der in 12 gezeigten Ölsammelanlage 30 tritt
das Öl,
das an der inneren Fläche 12" des Walzenmantels 12 sich
angesammelt hat, durch die Öffnung
an dem vorderen Rand der Ölsammelanlage 30 in
der Richtung der Pfeile Ea, Eb in jedem Teil der Ölsammelanlage 30.
In jedem Teil wird das Öl
mittels der Ölführungsplatte 37a, 37b,
der Ölführungsplatte 31,
der Innenwand 32 und mittels der Seitenwand 33, 34 durch
die Öffnungen 38, 39 in
den Ölführungskanal 35 geführt. Die
Umfangsströmung
des Öls
wird mittels der gekrümmten Ölführungsplatten 37a, 37b zu
der axialen Richtung umgekehrt, damit keine plötzliche Änderung von 90° bei der
Strömungsrichtung
des Öls
auftritt, wenn das Öl
in den Ölführungskanal 35 tritt.
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In 10 ist
die Ölsammelanlage 30 an
der Außenfläche 11'' des Stützaufbaus 11 mit einem
im Wesentlichen kreisartigen Querschnitt mittels eines Aktuators 40,
beispielsweise eine Zylinder-Kolben-Konstruktion, angebracht, wobei
dadurch die Ölsammelanlage 30 und
der verbundene axiale Ölführungskanal 35 um
die Mittelachse des Ölführungskanals 35 zwischen
einer äußeren und
einer inneren Position gedreht werden können. Bei der äußeren Position
sind die Zapfen 36, die an der Außenfläche des vorderen Randes der Ölführungsplatte 31 von der Ölsammelanlage 30 vorgesehen
sind, in Kontakt mit der inneren Fläche 12' des Walzenmantels 12. Bei
der inneren Position ist die Ölführungsplatte 31 der Ölsammelanlage 30 bei
einem Abstand von der inneren Fläche 12' des Walzenmantels 12.
Der Ölführungskanal 35,
der mit der Ölsammelanlage 30 verbunden
ist, ist an der neutralen Ebene X-X angeordnet, und jedes Ende von
dem Ölführungskanal 35 steht über radiale Ölführungskanäle 50 mit
einem axialen Ölablaufkanal 51 in
Verbindung, der an dem mittleren Teil des Stützaufbaus 11 angeordnet
ist. Wenn die Ölsammelanlage 30 bei
der äußeren Position
ist, führt
der vordere Rand der Ölführungsplatte 31 von
der Ölsammelanlage 30 das Öl, das sich
an der inneren Fläche 12' des Walzenmantels 12 angesammelt
hat, in die Ölsammelanlage 30,
von wo es in den axialen Ölführungskanal 35 und
durch die verbundenen radialen Ölführungskanäle 50 und
durch den axialen Ölablaufkanal 51,
der an der Mitte des Stützaufbaus 11 angeordnet
ist, aus der Walze heraus tritt.
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Bei
dem in 10 gezeigten Ausführungsbeispiel
sind an der neutralen Ebene X-X an beiden Seiten des Stützaufbaus Ölsammelanlagen 30, 30a vorhanden.
In der Zeichnung ist die Ölsammelanlage 30,
die an der linken Seite angeordnet ist, bei der äußeren Position, und die Ölsammelanlage 30a,
die an der rechten Seite angeordnet ist, ist bei der inneren Position.
Wenn der Walzenmantel 12 im Gegenuhrzeigersinn S umläuft, bildet
die Ölsammelanlage 30, die
bei der äußeren Position
an der linken Seite angeordnet ist, einen Zwischenraum, der entgegen dem
Drehsinn S des Walzenmantels offen ist, wobei mittels des Zwischenraums
das Öl,
das sich an der inneren Fläche 12' des Walzenmantels
angesammelt hat, in die Ölsammelanlage 30 gesammelt
werden kann. In einem derartigen Fall ist die Ölsammelanlage 30a,
die an der rechten Seite angeordnet ist, bei der inneren Position.
Wenn der Walzenmantel 12 im Uhrzeigersinn umläuft, das
heißt
entgegengesetzt zu dem Fall S, wird die Ölsammelanlage 30,
die an der linken Seite angeordnet ist, zu der inneren Position verschoben,
und die Ölsammelanlage 30a,
die an der rechten Seite angeordnet ist, wird in ähnlicher
Weise zu der äußeren Position
verschoben. Wenn der Walzenmantel 12 im Uhrzeigersinn umläuft, bildet
die Ölsammelanlage 30a,
die an der rechten Seite bei der äußeren Position angeordnet ist,
einen Zwischenraum, der entgegen dem Drehsinn des Walzenmantels 12 offen
ist, wobei mittels des Zwischenraums Öl, das sich an der inneren
Fläche 12' des Mantels 12 angesammelt
hat, in die Ölsammelanlage 30a gesammelt
werden kann.
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Bei
dem in 11 gezeigten Ausführungsbeispiel
steht jedes Ende des axialen Ölführungskanals 33,
der mit der Ölsammelanlage 30 verbunden ist,
mit den radialen Ölführungskanälen 50 in
Verbindung, wobei dadurch das Öl
in die axialen Ölablaufkanäle 52 geführt wird,
die in dem mittleren Teil der Walze an der Seite des vertikalen
Teils von dem Stützaufbau 11 sitzen.
Mittels dieser axialen Ölablaufkanäle 52 tritt
das Öl
aus der Walze heraus. An jeder Seite des Stützaufbaus 11 sind Ölsammelanlagen 30, 30a vorhanden
und sie werden in einer Weise gesteuert, die derjenigen ähnlich ist,
die in 1 gezeigt ist. Hierbei sind die Ölsammelanlagen 30, 30a mittels
eines Stabes 41 miteinander verbunden, der sich durch den
vertikalen Teil des Stützaufbaus 11 hindurch
erstreckt. Die Ölsammelanlagen 30, 30a sind
mittels Gelenkpunkten an den Enden des Stabes 41 gestützt und
der mittlere Teil des Stabes 41 ist mittels eines Gelenkpunktes
an einer Drehvorrichtung 42 gestützt, die wiederum mittels eines
Gelenkpunktes an dem vertikalen Teil des Stützaufbaus 11 gestützt ist.
Wenn die Drehvorrichtung 42 gedreht wird, kann die linke Ölsammelanlage 30 angewendet werden,
wenn der Walzenmantel im Gegenuhrzeigersinn S umläuft, und
die rechte Ölsammelanlage 30a kann
angewendet werden, wenn der Walzenmantel im Uhrzeigersinn umläuft.
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Da
der axiale Ölführungskanal 35 der Ölsammelanlage 30 von 12 an
dem Stützaufbau 11 ausschließlich von
seinen axialen Enden angebracht ist, wobei ein Biegen des mittleren
Teils des Stützaufbaus 11 nicht
die Ölsammelanlage 30 beeinflusst, sondern
die Zapfen 36 an der äußeren Wand 31 der Ölsammelanlage 30 bleiben
in Kontakt mit der inneren Fläche 12' des Walzenmantels 12 über die
gesamte axiale Länge.
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In
den 10 und 11 ist
die Walze mit zwei Ölsammelanlagen 30, 30a versehen,
aber natürlich
kann die Walze auch mit lediglich einer Ölsammelanlage versehen sein.
In einem derartigen Fall ist bei der Situation von 10 die
Walze mit der Ölsammelanlage 30 versehen,
und bei der Situation von 11 ist
die Walze mit der Ölsammelanlage 30a versehen.
In einem derartigen Fall ist es nicht erforderlich, den Aktuator 40 anzuwenden,
durch den die Ölsammelanlage 30, 30a an
dem Stützaufbau 11 gestützt ist,
sondern die Ölsammelanlage 30, 30a kann
an dem Stützaufbau 11 steif
bei der äußeren Position
gestützt
werden.
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13 zeigt
eine Ölführung 110,
die zu dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
hinzugefügt worden
ist. Die Ölführung 110 ist
vor dem Belastungselement 13 unter Betrachtung im Drehsinn
S des Walzenmantels 12 angeordnet, und die Ölführung bildet
eine geneigte Ebene von der Seitenfläche des Belastungselements 13 zu
der gekrümmten äußeren Fläche 11'' des Stützaufbaus 11. Wenn
das Öl E,
das zusammen mit dem Walzenmantel 12 befördert wird,
an den Belastungselementen 13 aufschlägt, strömt ein Teil des Öls entlang
der Seitenfläche
des Belastungselementes 13 nach unten zu der im Wesentlichen
horizontalen oberen Fläche 11b des Stützaufbaus,
von wo das Öl
E seinen Weg mit der Hilfe der Schwerkraft in die Ölsammelanlage 90 sucht.
Insbesondere das Öl,
das langsam entlang der oberen Fläche 11b des Stützaufbaus 11 strömt, neigt dazu,
einer Wirbelbildung unterworfen zu werden, die von den bei der Walze
vorhandenen Luftströmungen herrührt, wobei
in diesem Fall ein Teil dieses Öls
E Zugriff zurück
zu der inneren Fläche 12' des Walzenmantels 12 hat.
Die Situation kann verbessert werden, indem die obere Fläche 11b des
Stützaufbaus 11 mit
einer Ölführung 110 versehen
wird, entlang der das Öl
wirkungsvoller in die Ölsammelanlage 90 geführt wird.
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14 zeigt
eine schematische Querschnittsansicht von einer Ölführung 110, die angewendet werden
kann. Die Querschnittsform der Ölführung 110 ist
im Wesentlichen jene eines rechtwinkligen Dreiecks. Die vertikale
Wand 112 der Ölführung 110 ist
an dem Belastungselement 13 angeordnet, und die horizontale
Wand 113 der Ölführung 110 ist
an der oberen Fläche 11b des
Stützaufbaus 11 angeordnet.
Die Wand 111, die entgegengesetzt zu dem rechten Winkeln
angeordnet ist, bildet eine geneigte Ölführungsebene, entlang der das Öl E, das
gegen das Belastungselement 13 aufgeschlagen ist, in die Ölsammelanlage 90 geführt wird.
Die vertikale Wand 112, die an dem Belastungselement 13 angeordnet ist,
bleibt bei einem Abstand von der oberen Fläche des Belastungselementes 13 und
von der inneren Fläche 12' des Walzenmantels 12.
Somit wird ermöglicht,
dass das Öl
E an dem Belastungselement 13 aufschlägt, wobei danach das Öl, das entlang
der Seitenfläche
des Belastungselementes 13 geströmt ist, entlang der geneigten Ölführungsebene 111 in
die Ölsammelanlage 90 geführt wird.
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15 zeigt
eine schematische Querschnittsansicht von einer zweiten Ölführung 110,
die angewendet werden kann. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem in 14 gezeigten Ausführungsbeispiel
im Hinblick auf die Form der Ölführungsebene 111a.
Anstelle einer geneigten Ebene wird hierbei eine gekrümmte Fläche 111a angewendet,
entlang der das Öl
E, das gegen das Belastungselement 13 geschlagen ist, zu
der Ölsammelanlage 90 geführt wird.
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Bei
einer Walze ist es möglich,
eine Anzahl an Ölführungen 110 so
anzuwenden, dass eine Ölführung 110 vor
jedem Belastungselement 13 unter Betrachtung im Drehsinn
des Walzenmantels sitzt. Es ist ebenfalls möglich, sich vorzustellen, dass
lediglich eine Ölführung 110,
die sich über
die gesamte axiale Länge
des Walzenmantels 12 erstreckt, vor den Belastungselementen 13 sitzt.
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Die
Anwendung einer derartigen Ölführung 110 ist
natürlich
nicht auf die Situation allein beschränkt, die in 1 dargestellt
ist, bei der sie in Verbindung mit einem Belastungselement 13 angewendet
wird. Eine Ölführung 110 kann
beispielsweise bei einer in 2 gezeigten
Situation in Verbindung mit einem Stützelement 14b einer
Gegenzone, bei einer in 6 gezeigten Situation in Verbindung
mit einem Belastungselement und bei einer in 7 gezeigten
Situation in Verbindung mit einem Stützelement 14b einer
Gegenzone angewendet werden.
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Bei
den in den 1 und 6 gezeigten Ausführungsbeispielen
erstreckt sich der vordere Rand der äußeren Wand 63, 91 der Ölsammelanlage 60, 90,
wobei die äußere Wand
das Öl
führt,
sehr nahe zu den Seitenwänden
der Belastungselemente 13. Der Abstand zwischen der äußeren Wand 63, 91 und
den Seitenwänden
der Belastungselemente 13 ist in dem Bereich von ungefähr 10...20
mm günstig. Bei
der in 2 gezeigten Situation wird ein entsprechender
Abstand zwischen dem Stützelement 14b der
Gegenzone und dem vorderen Rand der äußeren Wand 91a der
zweiten Ölsammelanlage 90a angewendet.
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Bei
den in den 1 und 6 gezeigten Ausführungsbeispielen
wird bei den Ölsammelanlagen 60, 90 eine
ausreichend lange Ölführungsfläche 63, 91 angewendet,
damit die Ölströmung, die
ablaufen soll, beruhigt werden kann. Wenn die Zentrifugalkraft die Ölströmung gegen
die Ölführungsfläche 63, 91 drückt, kann
die Ölströmung nicht
zersetzt und zerstäubt
werden. Gemessen von dem Rand des Belastungselementes 13 zu
dem Boden der Ölentfernungsanlage 63, 91 ist
die Umfangslänge
größer als 20° aber kleiner
als 180°.
Der Abstand ist vorzugsweise in einem Bereich von 90°...120°.
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Mittels
der vorstehend beschriebenen Vorrichtungen zur Entfernung von Öl wird eine
effiziente Entfernung von Öl
von der inneren Fläche
des Walzenmantels erzielt. Mittels der gekrümmten Ölführungsflächen, die mit den Vorrichtungen
zur Entfernung von Öl
verbunden sind, wird das Öl
aus dem Raum zwischen dem Stützaufbau 11 und
dem Mantel 12 der Walze gesammelt, wobei danach die Strömungsrichtung
des Öls
zu einer axialen Richtung umgekehrt wird. Danach kann das Öl zu den
Enden der Walze treten, von denen es mittels Ölentfernungssiphons entfernt
wird. Eine zweite Möglichkeit
besteht darin, dass das Öl
in den mittleren Abschnitt der Walze und von dort weiter aus der
Walze heraus tritt. In beiden Fällen
werden Versuche unternommen, Vorteile aus der kinetischen Energie
des Öls
so effizient wie möglich
zu ziehen, wenn das Öl
aus der Walze heraustritt.
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Nachstehend
sind die Patentansprüche
dargelegt und die Einzelheiten der Erfindung können eine Variation innerhalb
des Umfangs der erfinderischen Idee aufzeigen, die in den Ansprüchen definiert
ist, und sich von den vorstehend lediglich beispielartig aufgezeigten
Darlegungen unterscheiden.