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DE69920145T2 - Drehbohr-Fräsmeissel und Verfahren zu deren Entwicklung - Google Patents

Drehbohr-Fräsmeissel und Verfahren zu deren Entwicklung Download PDF

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DE69920145T2
DE69920145T2 DE69920145T DE69920145T DE69920145T2 DE 69920145 T2 DE69920145 T2 DE 69920145T2 DE 69920145 T DE69920145 T DE 69920145T DE 69920145 T DE69920145 T DE 69920145T DE 69920145 T2 DE69920145 T2 DE 69920145T2
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DE
Germany
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bit
speed
rotary
drill bit
drill
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE69920145T
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DE69920145D1 (de
Inventor
Malcolm Roy Taylor
Andrew Stonehouse Murdock
David John Cheltenham Jelley
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ReedHycalog UK Ltd
Original Assignee
Camco International UK Ltd
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE69920145T2 publication Critical patent/DE69920145T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B10/00Drill bits
    • E21B10/62Drill bits characterised by parts, e.g. cutting elements, which are detachable or adjustable
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B10/00Drill bits
    • E21B10/42Rotary drag type drill bits with teeth, blades or like cutting elements, e.g. fork-type bits, fish tail bits

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  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft die Gestaltung von Rotary-Blattbohrmeißeln zur Verwendung beim Bohren von Löchern in unterirdischen Formationen.
  • Wie gut bekannt ist, umfassen Blattbohrmeißel einen Meißelkörper mit einem Schaft zum Anschluss an einen Bohrstrang und eine Vielzahl von am Meißelkörper angebrachten feststehenden Schneiden. Ein Durchgang im Meißelkörper führt Düsen in der Oberfläche des Meißels zum Reinigen und Kühlen der Schneiden ein Fluid zu. Bei einer häufigen Form des Meißelkörpers umfasst die Vorderfläche des Meißels eine Zahl von umlaufend mit Zwischenraum angeordneten Blättern, die sich von der Rotationsmittelachse des Meißels weg nach außen erstrecken, wobei längs jedes Blatts Schneiden angebracht werden. Bei Bohrmeißeln aus polykristallinen Diamantpresslingen (PDC) werden einige oder alle der Schneiden, wenigstens teilweise, aus polykristallinem Diamanten oder einem anderen superharten Material hergestellt. Eine verbreitete Form von Schneiden umfasst eine Tafel, üblicherweise kreisförmig oder teilweise kreisförmig, die aus einer superharten Platte aus polykristallinem Diamanten besteht, welche die vordere Schneidfläche der Schneide bereitstellt, verbunden mit einem Substrat, das üblicherweise aus gesintertem Wolframkarbid besteht.
  • Der Meißelkörper kann spanend aus massivem Metall, üblicherweise Stahl, hergestellt werden oder kann unter Verwendung eines Pulvermetallurgieverfahrens geformt werden, bei dem Wolframkarbidpulver in einem Industrieofen mit einem Metall-Legierungsbindemittel infiltriert wird, so dass es eine harte Matrize bildet. Die allgemeine Gestaltung und Konstruktionsverfahren solcher Bohrmeißel sind gut bekannt und werden daher nicht detaillierter beschrieben.
  • Es ist gut bekannt, dass Rotary-Blattbohrmeißel unter bestimmten Bedingungen, vor allem bei niedrigen Drehgeschwindigkeiten und hoher Bohrmeißelauflast, im Ergebnis einer Erscheinung, die häufig als „Ruck-Gleiten" bezeichnet wird, einer Drehschwingung ausgesetzt sind.
  • Beim Ruck-Gleiten entsteht eine Situation, in der sich die Bohrlochsohlenausrüstung langsamer dreht als das obere Ende des Bohrstrangs, zum Beispiel auf Grund eines auf die Bohrlochsohlenausrüstung wirkenden Reibungsdrehmoments, mit dem Ergebnis, dass der Bohrstrang beginnt sich aufzuwickeln. Schließlich wird die im Bohrstrang gespeicherte Torsionsenergie auf die Bohrlochsohlenausrüstung übertragen und beschleunigt sie auf eine Drehgeschwindigkeit, die höher ist als die Drehgeschwindigkeit des stabilen Zustands. Dieses Übertragen von Torsionsenergie vom Bohrstrang auf die Bohrlochsohlenausrüstung kann periodisch auftreten und Drehschwingungen veranlassen.
  • Eine solche Drehschwingung ist unerwünscht, weil sie, insbesondere in härteren Formationen, auf Grund einer Beschädigung der Schneiden im Ergebnis von durch die Drehschwingung verursachten Stoßbelastungen zu einem schnellen Verschleiß von PDC-Meißeln führen kann. Die Drehschwingung kann die Wirkung haben, dass Schneiden am Bohrmeißel vorübergehend anhalten oder sich rückwärts, d.h. in der zur normalen Vorwärtsdrehrichtung des Bohrmeißels während des Bohrens umgekehrten Drehrichtung, drehen. Die Wirkung einer solchen umgekehrten Drehung auf eine PDC-Schneide kann sein, dass auf die Schneide ungewöhnliche Belastungen ausgeübt werden, die dazu neigen, ein Abplatzen oder Abblättern, d.h., ein Abtrennen eines Teils oder der Gesamtheit der polykristallinen Diamantdeckschicht von dem Wolframkarbidsubstrat, zu verursachen. Es wäre daher wünschenswert, in der Lage zu sein, Rotary-Blattbohrmeißel zu gestalten, die nicht anfällig für das Ruck-Gleiten sein werden, oder in der Lage zu sein, aus dem vorhandenen oder vorgeschlagenen Meißelgestaltungen diejenigen auszuwählen, die weniger anfällig für diese Erscheinung sein werden.
  • Bisher ist es allgemein als wünschenswert angesehen worden, dass Rotary-Blattbohrmeißel so dynamisch stabil wie möglich sind, um alle Arten von Schwingungen während des Bohrens auf ein Minimum zu verringern. Aus dem gleichen Grund ist es ebenfalls allgemein als wünschenswert angesehen worden, dass Bohrmeißel dynamisch ausgewuchtet werden, außer im Fall der sogenannten „Anti-Wirbel"-Meißelgestaltungen, bei denen ein absichtlich unausgewuchteter Meißel so gestaltet wird, dass der Teil des Umfangs des Meißels, der durch die Netto-Unbalanzkraft gegen die Wand des Bohrlochs gedrückt wird, frei von Schneiden ist, um so über die Oberfläche des Bohrlochs zu gleiten.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der überraschenden Entdeckung, dass Meißel, die eine seitliche Schwingung zeigen, die mit der Rotary-Meißelgeschwindigkeit zunimmt, weniger anfällig für das Ruck-Gleiten sein können als Meißel, die dieses Merkmal nicht zeigen. Es hat sich gezeigt, dass eine Zunahme der seitlichen Schwingung mit einer zunehmenden Rotary-Meißelgeschwindigkeit in Wechselbeziehung mit einer Zunahme des Meißeldrehmoments steht. Wenn ein Meißel mit diesem Merkmal den schnellen Zunahmen der Drehgeschwindigkeit ausgesetzt wird, die während des Ruck-Gleitens auftreten, dient die Zunahme des Drehmoments, die sich aus der Zunahme der Geschwindigkeit ergibt, dazu, eine Dämpfung der Drehschwingungen zu gewährleisten, mit dem Ergebnis, dass der Meißel wirksamer bohrt und weniger anfällig für Beschädigung ist. Die Verringerung von Drehschwingungen kann ebenfalls die Gefahr einer Ermüdung im Bohrstrang verringern.
  • EP 0467580 beschreibt einen Bohrmeißel, dessen Schneiden so angeordnet werden, dass sie ein Radiallkraftungleichgewicht verursachen.
  • Die vorliegende Erfindung macht von dieser Entdeckung Gebrauch bei der Gestaltung von Bohrmeißeln, entweder dadurch, dass sie ein Auswählen derjenigen vorgeschlagenen Meißelgestaltungen für die Entwicklung und Herstellung ermöglicht, bei denen sich gezeigt hat, dass sie das obige Merkmal haben, oder durch eine spezifische Gestaltung von Bohrmeißeln oder zugeordneten Bohrlochkomponenten auf eine Weise, die sichert, dass der Meißel oder die Komponente ein solches Merkmal zeigen wird.
  • Nach der Erfindung wird eine Verbindung einer Vorrichtung mit einem Rotary-Blattbohrmeißel bereitgestellt und dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit anspricht und dafür geeignet ist, bei einer Steigerung der Meißelgeschwindigkeit das Meißeldrehmoment zu steigern, wobei die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung entweder am Bohrmeißel selbst oder an einer zusätzlichen Bohrlochkomponente bereitgestellt wird, die sich bei Anwendung mit dem Bohrmeißel dreht.
  • Die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung kann Bremsmittel einschließen, die dafür geeignet sind, bei Anwendung mit einer Kraft, die sich bei einer Steigerung der Rotary-Meißelgeschwindigkeit steigert, auf die gerade gebohrte Formation zu wirken. Die Bremsmittel können Elemente einschließen, die im Verhältnis zur Rotationsachse nach außen verschoben werden, um auf die Wand des Bohrlochs in der gerade gebohrten Formation zu wirken. Die Bremsmittel können zum Beispiel eine Zahl von Formationseingriffselementen umfassen, die nach außen verschoben werden können unter der Wirkung von Antriebsmitteln, ausgewählt aus: hydraulischem Druck des dem Bohrmeißel während des Bohrens zugeführten Spülschlamms, einer Quelle elektrischer Leistung, der Bewegung des Bohrmeißels in Axialrichtung unter Bohrmeißelauflast.
  • Bei einer alternativen Anordnung kann die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung Mittel zum Modifizieren der Ausrichtung einer Zahl von am Bohrmeißel angebrachten Schneiden umfassen. Zum Beispiel kann die Vorrichtung dafür geeignet sein, bei zunehmender Rotary-Meißelgeschwindigkeit den Spitzenanschnittwinkel von am Bohrmeißel angebrachten Schneiden zu verringern, weil eine solche Verringerung des Spitzenanschnittwinkels das Meißeldrehmoment steigern wird.
  • Als Alternative oder zusätzlich dazu kann die Vorrichtung dafür geeignet sein, bei zunehmender Rotary-Meißelgeschwindigkeit die Schneidtiefe von am Bohrmeißel angebrachten Schneiden zu steigern.
  • Bei einer alternativen Anordnung kann die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung Mittel umfassen, um bei zunehmender Rotary-Meißelgeschwindigkeit den wirksamen Schneiddurchmesser des Bohrmeißels zu steigern. Eine solche Steigerung des wirksamen Schneiddurchmessers wird ebenfalls das Meißeldrehmoment steigern. In diesem Fall ist der Nenndurchmesser des Bohrmeißels vorzugsweise der maximale durch die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung ermöglichte wirksame Schneiddurchmesser. Folglich wird der Bohrmeißel ein Loch mit dem vollen Durchmesser bohren, wenn er sich mit der maximalen Geschwindigkeit dreht, und wird ein geringfügig untermaßiges Loch bohren, wenn die Meißelgeschwindigkeit unter das Maximum abfällt. Da die Schwankung beim wirksamen Schneiddurchmesser bedeuten wird, dass einige Teile des Bohrlochs untermaßig sein werden, kann es notwendig sein, anschließend diese Abschnitte des Bohrlochs auf den vollen Durchmesser auszuräumen.
  • Bei einer solchen Anordnung kann der Bohrmeißel eine Zahl von Schneiden oder Schleifelementen einschließen, die für eine Bewegung nach innen und nach außen im Verhältnis zur Rotationsachse des Meißels am Meißelkörper angebracht werden, wobei die Schneiden oder Schleifelemente als Reaktion auf eine zunehmende Rotary-Meißelgeschwindigkeit nach außen bewegt werden.
  • Bei einer anderen alternativen Anordnung nach der Erfindung kann die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung eine mit dem Meißel drehbare und von der Rotationsachse des Meißels nach außen angeordnete, Masse umfassen, um bei einer Steigerung der Meißelgeschwindigkeit das Meißeldrehmoment zu steigern. Eine solche Masse kann im Meißelkörper selbst oder in einer weiteren Bohrlochkomponente angebracht werden, die mit dem Bohrmeißel gedreht werden kann.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist ein Graph, der die Zunahme der seitlichen Schwingung mit der Umdrehungszahl bei einem Rotary-Blattbohrmeißel mit einer niedrigen Anfälligkeit für das Ruck-Gleiten illustriert,
  • 2 bis 5 sind schematische Darstellungen, die das mit der Umdrehungszahl zunehmende Schwingungsmuster bei einem anderen Rotary-Blattbohrmeißel mit einer niedrigen Anfälligkeit für das Ruck-Gleiten zeigen,
  • 6 und 7 sind graphische Diagramme, welche die Wechselbeziehung zwischen dem Drehmoment und der seitlichen Schwingung bei einem Bohrmeißel zeigen,
  • 8 ist ein Graph, der ein Diagramm der seitlichen Schwingung bei einem Bohrmeißel über die Zeit, verglichen mit einer Zunahme der Umdrehungszahl über die Zeit, zeigt,
  • 9 ist ein entsprechendes Diagramm des Meißeldrehmoments in Abhängigkeit von der Zeit, das wieder die Wechselbeziehung zwischen dem Meißeldrehmoment und der seitlichen Schwingung zeigt,
  • 10 und 11 sind Diagramme, die das Drehmoment, aufgezeichnet in Abhängigkeit von der Rotary-Meißelgeschwindigkeit (Umdrehungszahl), für eine andere Bohrmeißelgestaltung zeigen,
  • 12 bis 14 illustrieren schematisch drei mögliche Anordnungen zum Erreichen einer Steigerung des Meißeldrehmoments mit zunehmender Umdrehungszahl,
  • 15 zeigt schematisch ein mögliches Verfahren zum Antreiben der Vorrichtungen von 12 bis 14, und
  • 16 und 17 zeigen schematisch Anordnungen zum Steigern des wirksamen Durchmessers eines Bohrmeißels mit zunehmender Umdrehungszahl.
  • 1 zeigt die seitliche Schwingung eines bestimmten Rotary-Blattbohrmeißels (Meißel A), aufgezeichnet in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl, wobei die Schwingung als seitliche Beschleunigung in m/s2 aufgezeichnet wurde und die Daten in Labor-Bohrtests gewonnen wurden. Diese zeigen, dass der Meißel A nicht stabil ist und eine seitliche Schwingung erfährt, die mit der Drehgeschwindigkeit schnell auf 60 m/s2 steigt. Es zeigt sich jedoch im Gegensatz zu der herkömmlichen Lehre auf dem Gebiet der Bohrmeißel, die der Meinung ist, dass Meißelstabilität erforderlich ist, um Drehschwingungen zu verringern, dass der Meißel A während des Bohrens ein sehr geringes Auftreten des Ruck-Gleitens zeigte.
  • Dieses Merkmal ist auch bei anderen PDC-Bohrmeißeln zu finden gewesen, und 2 bis 5 zeigen die Muster seitlicher Schwingung bei einem unausgewuchteten Bohrmeißel von 8½ Zoll (Meißel B), bei einer Zunahme der Rotary-Meißelgeschwindigkeit von 210 U/min auf 300 U/min.
  • 6 und 7 zeigen die Wechselbeziehung zwischen seitlicher Schwingung und Drehmoment bei Meißel B. In 6 wird das Drehmoment/Bohrmeißelauflast in Fuß in Abhängigkeit von der seitlichen Beschleunigung in m/s2 aufgezeichnet, und es wird zu sehen sein, dass über drei unterschiedliche Tests bei Meißel B ein zunehmendes Drehmoment von einer zunehmenden seitlichen Schwingung begleitet wird, wogegen bei einem Test eines ähnlichen vierten, ausgewuchteten Meißels (Meißel C), eingekreist in 6 und 7, die Wechselbeziehung nicht auftritt und es keine bedeutsame Zunahme der seitlichen Schwingung mit der Zunahme des Drehmoments gibt.
  • 7 zeigt dieses Merkmal noch deutlicher, wenn ein dimensionsloser Faktor = (Drehmoment/Bohrmeißelauflast)/(mm/U) in Abhängigkeit von der seitlichen Beschleunigung aufgezeichnet wird.
  • Weiter zeigen 8 und 9 die Wechselwikung zwischen Drehmoment und seitlicher Schwingung bei einem weiteren Bohrmeißel (Meißel D). Im Diagramm von 8 werden sowohl die Umdrehungszahl als auch die seitliche Beschleunigung des Bohrmeißels in Abhängigkeit von der Zeit aufgezeichnet. Bei einem Vergleich von 8 mit 9, in der das Drehmoment in Abhängigkeit von der Zeit aufgezeichnet wird, wird zu sehen sein, dass das Schwankungsmuster beim Drehmoment allgemein dem Schwankungsmuster bei der seitlichen Schwingung entspricht, wobei dies besonders in der Wechselbeziehung zwischen der Drehmomentspitze in 9 und der Schwingungsspitze in 8 zu sehen ist, die in der Zeitspanne von Sekunde 7 bis 9 zusammenpassen.
  • 10 und 11 zeigen Diagramme des Drehmoments, aufgezeichnet in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl, für den Meißel A, der eine geringe Neigung zum Ruck-Gleiten zeigte, und es wird zu sehen sein, dass es in jedem Fall mit zunehmender Umdrehungszahl einen Anstieg des Drehmoments gibt. Dies wird besonders deutlich in 10 gezeigt, die aus Labortestbohrungen gewonnene Daten zeigt. Das Merkmal ist, wenn auch weniger stark gekennzeichnet, in 11 noch vorhanden, wo die Daten aus Feldbohrungen gewonnen wurden.
  • Es hat sich gezeigt, dass Bohrmeißel, die für das Ruck-Gleiten anfällig sind, dieses Merkmal des Zunehmens von Drehmoment/Rotary-Meißelgeschwindigkeit nicht zeigen.
  • Eine Analyse hat ebenfalls gezeigt, dass eine Dämpfung erreicht wird, wenn die Schneidtiefe mit zunehmender Drehgeschwindigkeit zunimmt. Wie zu erkennen sein wird, wird allgemein gesprochen eine Zunahme der Schneidtiefe zu einer Zunahme des Meißeldrehmoments führen, so dass eine Wechselwirkung zwischen dem Meißeldrehmoment und der Schneidtiefe zu erwarten ist.
  • Es wird vorgeschlagen, dass Meißel A und andere Meißel mit den beschriebenen Merkmalen eine niedrige Neigung zum Ruck-Gleiten zeigen auf Grund einer Kopplung von seitlicher Schwingung und Drehmoment, die eine positive Dämpfungscharakteristik erzeugt, die als „Dynamische Dämpfung" bezeichnet werden kann, weil dynamische Wirkungen eine positive Dämpfung zum Verhindern des Ruck-Gleitens gewährleisten.
  • Um diese Hypothese zu überprüfen und die gegenteilige herkömmliche Sicht zu untersuchen, dass ausgewuchtete Meißel mit niedriger Schwingung weniger anfällig für das Ruck-Gleiten sind, wurden zwei Versionen von Meißel B hergestellt: eine ausgewuchtete Version mit einer Unbalanzkraft von nur 2,2 % der Bohrmeißelauflast und ein anderer, nicht ausgewuchteter Meißel, mit einer Unbalanzkraft von 9,1 % der Bohrmeißelauflast. Beim Testen dieser Meißel wurden die Betriebsparameter so gewählt, dass ein Ruck-Gleiten induziert wurde. Diese schlossen Bohren durch eine harte Formation, hohe Bohrmeißelauflast und niedrige Drehgeschwindigkeit ein. Die ausgewuchtete Version des Bohrmeißels zeigte Ruck-Gleiten, während die nicht ausgewuchtete Version dies nicht tat. Dieser Test erbrachte ein Ergebnis, das nicht mit der herkömmlichen Kraftausgleichshypothese übereinstimmte, und folglich eine Unterstützung für die Hypothese, auf der die vorliegende Erfindung basiert.
  • Labortests mit den gleichen zwei Bohrmeißeln zeigten, dass der ausgewuchtete Meißel, der Ruck-Gleiten zeigte, niedrige seitliche Schwingungen und eine negative Abhängigkeit des Meißeldrehmoments von der Umdrehungszahl (negative Dämpfung) hatte. Der weniger ausgewuchtete Meißel zeigte stärkere seitliche Schwingungen bei höheren Umdrehungszahlen und eine positive Meißeldrehmoment-Umdrehungszahl-Beziehung (positive Dämpfung). Die Drehmoment-Umdrehungszahl-Beziehung war ebenfalls offensichtlich aus unter Tage gewonnenen Daten.
  • Das Verständnis der obigen Beziehung zwischen Drehmoment, seitlicher Schwingung und/oder Schneidtiefe und Rotary-Meißelgeschwindigkeit bei Bohrmeißeln, die weniger anfällig für Ruck-Gleiten sind, hat nach der vorliegenden Erfindung zu dem Konzept geführt, diese Merkmale bei der Gestaltung von Bohrmeißeln zu nutzen.
  • Die einfachste Anwendung des Konzepts bei der Meißelgestaltung ist, die angemessenen Beziehungen für vorgeschlagene oder vorhandene Meißelgestaltungen zu ermitteln, um jene Gestaltungen auszuwählen, die das Merkmal des Zunehmens von Drehmoment/Rotary-Meißelgeschwindigkeit oder das Merkmal der korrelierten seitlichen Schwingung oder der Schneidtiefe zeigen, bei denen sich gezeigt hat, dass sie auf eine geringe Anfälligkeit für das Ruck-Gleiten hinweisen. Die Wirkung von Modifikationen an einer Basismeißelgestaltung auf die Ruck-Gleit-Anfälligkeit kann bestimmt werden durch Ermitteln dieser Beziehungen für die Modifikationen und Auswählen derjenigen Modifikation, bei der die Beziehungen darauf hinweisen, dass der tatsächliche Bohrmeißel eine geringe Anfälligkeit für das Ruck-Gleiten zeigen wird.
  • Obwohl die zum Bestimmen der Merkmale notwendigen Daten von tatsächlichen Bohrmeißeln, zum Beispiel durch Untertage-Datenerfassung, gewonnen werden können, wird zu erkennen sein, dass der Hauptvorteil der Erfindung ist, dass sie es ermöglichen wird, dass vorgeschlagene Meißelgestaltungen wegen des Fehlens der Anfälligkeit für das Ruck-Gleiten ausgewählt werden, bevor die Meißel tatsächlich entwickelt und hergestellt werden. In diesem Fall können die Merkmale einer vorgeschlagenen Gestaltung durch die Verwendung von analytischer Software bestimmt werden, durch die, wie es zuvor erwähnt wurde, ein Rechnermodell einer vorgeschlagenen Bohrmeißelgestaltung erzeugt werden kann. Eine für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders geeignete Form einer analytischen Software ist die der Art, welche die in der US-Patentanmeldung Nr. 09/160 282 beschriebenen Verfahren anwendet. Diese Software berücksichtigt die Bewegung eines PDC-Meißels (wie beispielsweise Umdrehungszahl und Eindringgeschwindigkeit) und berechnet dann durch Summieren aller durch Schneiden und andere Meißelmerkmale erzeugten Kräfte die auf den Meißel wirkenden Gesamtkräfte. Die Software kann daher leicht verwendet werden, um Drehmoment-Umdrehungszahl-Daten oder Seitenschwingung-Umdrehungszahl-Daten oder Schneidtiefe-Umdrehungszahl-Daten hinsichtlich einer beliebigen vorgeschlagenen Bohrmeißelgestaltung zu erzeugen.
  • Eine weitere Anwendung der vorliegenden Erfindung ist die aktive Gestaltung von Bohrmeißeln oder zugeordneten Untertage-Komponenten, um das Merkmal des Zunehmens von Drehmoment/Umdrehungszahl zu erzeugen, das nun als wünschenswert zum Vermeiden des Ruck-Gleitens angezeigt ist.
  • Ein einfaches Verfahren, um zu gewährleisten, dass das Drehmoment mit der Rotary-Meißelgeschwindigkeit zunimmt, ist, den Bohrmeißel oder eine zugeordnete Untertage-Komponente mit einem einfachen Fliehkraftregler zu versehen. Zum Beispiel würde eine Masse von 100 kg, die sich bei einem Radius von 8¾ Zoll mit 400 U/min dreht, ein Drehmoment von 1415 Fuß-Pfund bereitstellen, und eine solche Anordnung kann eine ausreichende positive Dämpfung gewährleisten, um die Anfälligkeit für das Ruck-Gleiten auf ein brauchbares Ausmaß zu verringern. Bevorzugtere Anordnungen sind jedoch jene, die andere Energiequellen nutzen, um eine Bremsvorrichtung zu betätigen. Solche Energiequellen können Spülschlammdruck, gespeicherte Energie (z.B. während des Glattbohrens gespeicherte elektrische Energie) oder die axiale Bewegung des Bohrstrangs unter der Bohrmeißelauflast einschließen.
  • Die Bremsvorrichtung kann mit der zylindrischen Bohrlochwand oder mit der Schneidfläche des Bohrlochs in Wechselwirkung treten.
  • In dem Fall, in dem die Bremsvorrichtung auf das Bohrloch wirkt, kann sie die Form von Bremselementen annehmen, die mit Zwischenraum um den Umfang des Bohrmeißels oder der zugeordneten Untertage-Komponente angeordnet werden und so angeordnet werden, dass sie mit zunehmender Rotary-Meißelgeschwindigkeit nach außen in einen Eingriff mit der Bohrlochwand verschoben werden.
  • 12 bis 14 zeigen schematisch typische Formen, die solche Bremselemente annehmen könnten.
  • In 12 hat die Vorrichtung die Form eines gekrümmten Klotzes 10, bei 11 schwenkbar angebracht angrenzend an den Umfang 12 des Bohrmeißels, wobei die Anordnung derart ist, dass der Klotz 10 dem Drehpunkt 11 im Verhältnis zu der durch den Pfeil 13 angezeigten Drehrichtung folgt.
  • Bei der Anordnung von 13 geht der Klotz 14 dem Drehpunkt 15 im Verhältnis zur Drehrichtung des Meißels oder der Komponente voran. Eine solche Anordnung würde eine Selbstblockadewirkung haben und dadurch das Drehmoment steigern.
  • 14 zeigt eine Anordnung, bei der eine Walze 16 so angebracht wird, dass sie durch einen Kolben 17 nach außen gedrückt werden kann, um sich an der Bohrlochwand festzuklemmen.
  • In jedem Fall werden Antriebsmittel einer beliebigen der oben erwähnten Arten bereitgestellt, um die Bremselemente als Reaktion auf ein Ansteigen der Drehgeschwindigkeit des Bohrmeißels nach außen gegen die Bohrlochwand zu drücken. 15 zeigt schematisch eine Art einer Anordnung, die Gebrauch vom hydraulischen Druck des Spülschlamms macht, der während des Bohrens normalerweise unter Druck dem Bohrmeißel zugeführt wird.
  • Unter Bezugnahme auf 15 wird auf herkömmliche Weise Spülschlamm unter Druck den Bohrstrang 18 hinabgepumpt und wird Düsen 19 in der Vorderfläche des Bohrmeißels zugeführt, die bewirken, dass der Spülschlamm längs der Vorderfläche des Meißels nach außen strömt, um die Schneiden zu kühlen und zu reinigen und um das Bohrklein am Kaliberabschnitt des Meißels vorbei durch den Ringspalt zwischen dem Bohrstrang und der Wand des Bohrlochs nach oben zu befördern, wobei ein solcher Ringspalt in 15 schematisch bei 20 angezeigt wird.
  • Zum Zweck eines Antriebs der Bremsvorrichtungen, zum Beispiel der in 12 bis 14 gezeigten Art, führt ein Durchgang 21 für Spülschlamm zu einem Regelventil 22, das Spülschlamm selektiv durch einen Durchgang 23 den Düsen 19 oder durch einen Durchgang 24 einem hydraulischen Stellglied 25, wie beispielsweise einer Kolben-Zylinder-Anordnung, zuführen kann, um den Bremsklötzen 10, 14, 16 von 12 bis 14 Energie zuzuführen.
  • Das Regelventil 22 wird so angeordnet, dass es bei einem Anstieg der Drehgeschwindigkeit des Bohrmeißels oder der anderen Komponente der Sohlenbaugruppe, an der die Bremsvorrichtungen angebracht werden können, einen Anteil des Spülschlamms von den Düsen 19 zu den Stellgliedern 25 umleitet. Die Energie für ein solches Regelventil könnte unter Verwendung gut etablierter Technologien, zum Beispiel bei der Schlamm-Impulsfernmessung, aus der Strömung des Spülschlamms erzeugt werden.
  • Die Regeleinrichtung für das Ventil 22 wird vorzugsweise „festgezurrt" (d.h., am Bohrstrang befestigt) und wird durch die Geschwindigkeit der Veränderung der Drehgeschwindigkeit aktiviert. Das Ruck-Gleiten wirkt typischerweise über einen Zeitraum von etwa 10 bis 20 Sekunden, so dass eine Veränderungsgeschwindigkeit, die einem Verdoppeln der Umdrehungszahl in 2,5 bis 5 Sekunden entspricht, auf das Auftreten des Ruck-Gleitens hinweisen würde.
  • Das Meißeldrehmoment könnte ebenfalls durch ein Modifizieren der „Aggressivität" des Meißels, definiert als sein Drehmoment/Bohrmeißelauflast, verändert werden. Das Drehmoment kann zum Beispiel durch ein Verringern des Spitzenanschnittwinkels von am Bohrmeißel angebrachten PDC-Schneiden gesteigert und zum Beispiel durch Einrasten eines Schneidtiefenbegrenzers verringert werden. Umgekehrt kann daher das Drehmoment dadurch gesteigert werden, dass eine Zunahme der Schneidtiefe ermöglicht wird. Die Energie zum Betreiben solcher Mechanismen ist wieder vorzugsweise hydraulisch.
  • Eine andere Herangehensweise ist das Verändern des Meißeldrehmoments durch ein Verändern des wirksamen Schneiddurchmessers des Bohrmeißels. Dies kann durch die Verwendung eines sich ausdehnenden Meißels erreicht werden, der über die Nenngröße hinaus vergrößert wird. Vorrichtungen ähnlich den oben beschriebenen Bremsschuhen könnten an einem nach außen beweglichen Arm PDC- oder andere Schneiden tragen. Als Alternative dazu könnten Schneiden an einem hydraulisch betätigten Kolbenelement, wie es beispielsweise in 16 bei 26 und in 17 bei 27 angezeigt wird, das längs einer geneigten Rampe in einen Eingriff mit der umgebenden Wand des Bohrlochs gleitet, angebracht werden. Eine ähnliche Anordnung könnte ebenfalls für die Auswärtsbewegung von Bremsschuhen für die zuvor beschriebene Anordnung verwendet werden.
  • Die Kolbenelemente 26 und 27 können hydraulisch betätigt werden, zum Beispiel unter Verwendung eines Spülschlammsystems der in 15 gezeigten Art.
  • Im Fall einer Vergrößerung des wirksamen Schneiddurchmessers des Bohrmeißels würde ein kurzer Abschnitt des Bohrlochs überdimensioniert sein. Vorzugsweise würde daher der maximale wirksame Schneiddurchmesser des Bohrmeißels dem Nenndurchmesser des Meißels entsprechen, so dass sich die beweglichen Klötze zurückziehen, wenn die Drehgeschwindigkeit abfällt, um die Bohrlochgröße zu verringern, und sich zur Nennmeißelgröße ausfahren, wenn die Drehgeschwindigkeit während des Gleitens zunimmt. In diesem Fall würde sich ein kurzer unterkalibriger Bohrlochabschnitt ergeben. Es ist zu erwarten, dass eine Ausräumvorrichtung weiter oben im Bohrloch (nicht unbedingt mit dem Bohrmeißel integriert) dies korrigieren würde.

Claims (12)

  1. Verbindung einer Vorrichtung mit einem Rotary-Blattbohrmeißel und dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit anspricht und dafür geeignet ist, bei einer Steigerung der Meißelgeschwindigkeit das Meißeldrehmoment zu steigern, wobei die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung (10) entweder am Bohrmeißel selbst oder an einer zusätzlichen Bohrlochkomponente bereitgestellt wird, die sich bei Anwendung mit dem Bohrmeißel dreht.
  2. Verbindung nach Anspruch 1, bei der die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung (10) Bremsmittel (10) einschließt, dafür geeignet, bei Anwendung mit einer Kraft, die sich bei einer Steigerung der Rotary-Meißelgeschwindigkeit steigert, auf die gerade gebohrte Formation zu wirken.
  3. Verbindung nach Anspruch 2, bei der die Bremsmittel (10) Elemente einschließen, die im Verhältnis zur Rotationsachse nach außen verschoben werden, um auf die Wand des Bohrlochs in der gerade gebohrten Formation zu wirken.
  4. Verbindung nach Anspruch 3, bei der die Bremsmittel (10) eine Zahl von Formationseingriffselementen (10) umfassen, die nach außen verschoben werden können unter der Wirkung von Antriebsmitteln, ausgewählt aus: hydrostatischem Druck des dem Bohrmeißel während des Bohrens zugeführten Spülschlamms, einer Quelle elektrischer Leistung, der Bewegung des Bohrmeißels in Axialrichtung unter Bohrmeißelauflast.
  5. Verbindung nach Anspruch 1, bei der die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung Mittel zum Modifizieren der Ausrichtung einer Zahl von am Bohrmeißel angebrachten Schneiden umfasst.
  6. Verbindung nach Anspruch 5, bei der die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung dafür geeignet ist, bei zunehmender Rotary-Meißelgeschwindigkeit den Spitzenanschnittwinkel von am Bohrmeißel angebrachten Schneiden zu verringern.
  7. Verbindung nach Anspruch 5, bei der die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung dafür geeignet ist, bei zunehmender Rotary-Meißelgeschwindigkeit die Schneidtiefe von am Bohrmeißel angebrachten Schneiden zu steigern.
  8. Verbindung nach Anspruch 1, bei der die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung Mittel (26, 27) umfasst, um bei zunehmender Rotary-Meißelgeschwindigkeit den wirksamen Schneiddurchmesser des Bohrmeißels zu steigern.
  9. Verbindung nach Anspruch 8, bei welcher der Nenndurchmesser des Bohrmeißels der maximale durch die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung ermöglichte wirksame Schneiddurchmesser ist.
  10. Verbindung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, bei welcher der Bohrmeißel eine Zahl von Schneiden oder Schleifelementen einschließt, die für eine Bewegung nach innen und nach außen in Verhältnis zur Rotationsachse des Meißels am Meißelkörper angebracht werden, wobei die Schneiden oder Schleifelemente als Reaktion auf eine zunehmende Rotary-Meißelgeschwindigkeit nach außen bewegt werden.
  11. Verbindung nach Anspruch 1, bei der die auf die Rotary-Meißelgeschwindigkeit ansprechende Vorrichtung eine zusätzliche, mit dem Meißel drehbare und von der Rotationsachse des Meißels nach außen angeordnete, Masse umfasst, um bei einer Steigerung der Meißelgeschwindigkeit das Meißeldrehmoment zu steigern.
  12. Verbindung nach Anspruch 11, bei der die zusätzliche Masse im Meißelkörper selbst oder in einer weiteren Bohrlochkomponente angebracht wird, die mit dem Bohrmeißel gedreht werden kann.
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