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DE69916525T2 - Zweistufiger Bohrkopf - Google Patents

Zweistufiger Bohrkopf Download PDF

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DE69916525T2
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    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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    • E21B10/42Rotary drag type drill bits with teeth, blades or like cutting elements, e.g. fork-type bits, fish tail bits
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Description

  • DIE VORLIEGENDE ERFINDUNG betrifft allgemein Tiefloch-Schneidwerkzeuge. Genauer gesagt betrifft die vorliegende Erfindung einen Tiefloch-Bohrkopf, der sowohl einen ersten Schneidabschnitt als auch einen zweiten Schneidabschnitt enthält.
  • Herkömmliche Tiefloch-Bohrköpfe sind gewöhnlich durch einen Körper charakterisiert, der, an seinem proximalen Ende, einen Schaft zur Befestigung eines Bohrgestänges und ein distales Ende definiert, das in einer Schneidfläche endet, auf der eine Vielzahl von Schneidelementen angeordnet ist. Derartige herkömmliche Bohrköpfe agieren durch Bohren eines Loches, das etwas größer als deren maximaler Außendurchmesser ist. Dieses Bohrloch wird als eine Kombination der Schneidwirkung des sich drehenden Bohrers und des Gewichts auf den Bohrer, das als Folge der Masse des Bohrgestänges erzeugt wird, erzielt.
  • Wenn eine Bohrung durch eine bestimmte Formation ausgebildet worden ist, ist das das Bohrloch unmittelbar umgebende Gestein, in vielen Fällen, recht zerbrechlich als Folge des Dekomprimierens dieses umgebenden Gesteins. Eine derartige Dekomprimierung des umgebenden Gesteins ist traditionell als ein Mißstand angesehen worden, der eine Schalung des Bohrloches notwendig macht.
  • Einige Bohrköpfe im Stand der Technik können sich exzentrisch drehen, was zu einem sogenannten "Wirbel" führt. Dies ist unerwünscht, da die Bohrköpfe beschädigt werden können und das Bohrloch unerwünschte Eigenschaften aufweist.
  • US-A-5678644 betrifft einen Bohrer mit zwei Mittelpunkten. Der Bohrer ist ein zweistufiger Bohrer mit einem proximalen Ende, das zur Verbindung mit einem Bohrgestänge ausgebildet ist. Das distale Ende des Bohrers definiert einen Vorbohrabschnitt, in dem Stauchungen um den gesamten Umfang des Bohrers verteilt sind, und einen Erweiterungsbohrabschnitt, wobei Stauchungen vorgesehen sind, die sich nur über einen Teil des Umfangs des Bohrers erstrecken. Die Stauchungen des Erweiterungsbohrabschnittes sind derart gestaltet, daß der obere Teil jeder Stauchung eine Sollmaßkontaktfläche definiert, aber die Sollmaßkontaktflächen, insgesamt, eine sehr kleine winkelmäßige Erstreckung um den 360°-Rand des Bohrkopfes aufweisen.
  • US-A-4515227 beschreibt ein Diamantdrehbohrer mit einem Vorbohrer. Der Bohrer ist ein zweistufiger Bohrer mit einem Körper, der ein proximales Ende zum Verbinden mit einem Bohrgestänge und ein distales Ende aufweist, das einen Vorbohrabschnitt mit einem relativ kleinen Durchmesser und einen mittleren Erweiterungsbohrabschnitt mit einem größeren Durchmesser definiert. Der Vorbohrabschnitt ist mit Schneidelementen versehen, die in einer Unterseite des Vorbohrabschnittes ausgebildet sind, und ist nicht mit eindeutig identifizierbaren Stauchungen beziehungsweise Schneidarmen versehen, die mit einer Reihe von Schneidelementen versehen sind.
  • Im Erweiterungsbohrabschnitt gibt es drei Stauchungen beziehungsweise Schneidarme, die mit Schneidelementen versehen sind, und diese Arme sind mit einer Hauptsollmaßeinrichtung (20) versehen, die mit einer Vielzahl von natürlichen Diamanten beziehungsweise Stoßeinrichtungen ausgebildet ist.
  • US-A-4887677 beschreibt einen Niedrigdruckbohrkopf mit einem Schneidelement und einer Flüssigkeitsbahn, die sich von der Vorderseite des Schneidelements erstreckt, wobei die Flüssigkeitsbahn eine sich zunehmend weitende Streueinrichtung enthält.
  • Die vorliegende Erfindung strebt danach, einen verbesserten zweistufigen Bohrkopf bereitzustellen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bereitgestellt ein zweistufiger Bohrkopf mit einem Körper, der ein proximales Ende, das zur Verbindung mit einem Bohrgestänge ausgebildet ist, und ein distales Ende definiert, wobei das distale Ende einen Vorbohrabschnitt und einen mittleren Erweiterungsbohrabschnitt definiert, wobei der Vorbohrabschnitt eine erste Schneidfläche enthält, die einen ersten Durchmesser definiert, und wobei der Erweiterungsbohrabschnitt eine zweite Schneidfläche enthält, die einen zweiten Durchmesser definiert, wobei der zweite Durchmesser größer als der erste Durchmesser ist und wobei die ersten und zweiten Schneidflächen jeweils Stauchungen bzw. Schneidarme enthalten, die um den gesamten Umfang des Bohrkopfes verteilt sind, wobei jede Stauchung einen oberen Bereich und einen unteren Bereich definiert, wobei der untere Bereich mit einer Reihe von Schneidelementen versehen ist und der obere Bereich mit einer Oberfläche versehen ist, die ausgebildet ist, um sich zum Sollmaß im wesentlichen ohne Schneidkontakt mit der Formation zu erstrecken, wobei der obere Bereich jeder Stauchung des Schneidarms der zweiten Schneidfläche (14) eine Sollmaßkontaktfläche ist, die zur Achse des Bohrkopfes geneigt ist, um teilweise spiralförmig zu sein, wobei der Anteil des 360°-Kreises des Erweiterungsbohrabschnittes des Bohrkopfes, der mit der Sollmaßkontaktfläche versehen ist, mindestens 120° beträgt.
  • Zweckmäßigerweise ist der obere Bereich jeder Stauchung beziehungsweise jedes Schneidarms der ersten Schneidfläche eine Sollmaßkontaktfläche, die zur Achse des Bohrkopfes geneigt ist, um teilweise spiralförmig zu sein.
  • Vorzugsweise beträgt der Anteil des 360°-Kreises des Vorbohrabschnitts des Bohrkopfes, der mit einer Sollmaßkontaktfläche versehen ist, mindestens 220°.
  • Vorteilhafterweise beträgt der gesamte Anteil des 360°-Kreises des Bohrkopfes, der mit mindestens einer Sollmaßkontaktfläche versehen ist, zwischen 240° und 360°.
  • Vorzugsweise ist jede Sollmaßkontaktfläche unter einem Winkel im Bereich von 25°–35° relativ zu einer Linie, die parallel zur Achse des Bohrkopfes verläuft, geneigt.
  • Zweckmäßigerweise ist jede Sollmaßkontaktfläche unter einem Winkel von 30° relativ zu einer Linie, die parallel zur Achse des Bohrkopfes verläuft, geneigt.
  • Vorteilhafterweise sind Schneidelemente (17, 32) aus polykristallinem Diamant ausgebildet.
  • Vorzugsweise erstrecken sich die Stauchungen beziehungsweise Schneidarme (19, 30) im wesentlichen parallel zur Achse des Bohrkopfes.
  • Zweckmäßigerweise sind die Stauchungen beziehungsweise Schneidarme (19) des Vorbohrers winkelig versetzt beziehungsweise verschoben relativ zu den Stauchungen beziehungsweise Schneidarmen (30) des Erweiterungsbohrers.
  • Der bevorzugte Bohrkopf der vorliegenden Erfindung bietet eine Anzahl von Vorteilen. Ein derartiger Vorteil besteht in der verbesserten Betriebsstabilität. Der zweite Vorteil besteht in der erhöhten Eindringrate als Ergebnis der Dekomprimierung des Gesteins, die durch die erste kleinere Schneidfläche bewirkt wird. Somit wird die größere, zweite Schneidfläche, in vielen Fällen, auf dekomprimiertes beziehungsweise zerbrechliches Gestein einwirken, das leichter zerspant.
  • Zum leichteren Verständnis der Erfindung wird nun eine Ausführungsform beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, in denen:
  • 1 eine Ansicht einer Ausführungsform des Bohrkopfes der Erfindung von unten zeigt, und
  • 2 eine Seitenansicht der in 1 dargestellten Ausführungsform zeigt.
  • Ein Bohrkopf der vorliegenden Erfindung ist durch Bezugnahme auf die 1 und 2 zu sehen.
  • Unter Bezugnahme auf die Figuren weist ein Bohrkopf 2 einen Körper 4 auf, der ein oberes proximales Ende 6 und ein unteres distales Ende 8 enthält. Das proximale Ende 6 defniert einen Gewindeschaft zur Befestigung an einem Bohrgestänge (nicht gezeigt), während das distale Ende 8 eine erste (beziehungsweise Vorbohr-)Schneidfläche 12 und eine zweite (beziehungsweise Erweiterungsbohr-)Schneidfläche 14 defniert. Die erste Schneidfläche ist eine Vorbohrschneidfläche und beschreibt einen ausgewählten Außendurchmesser, der durch Schneideinrichtungen 17, die an einer oder mehreren "Stauchung(en)" beziehungsweise Schneidarmen 19 positioniert sind, und zugehörige Sollmaßkontaktflächen 23 definiert wird, die zum Stabilisieren des Bohrers 2 während des Betriebs vorgesehen sind. Die Sollmaßkontaktflächen 23 sind über den Schneideinrichtungen 17 positioniert. Die Stauchungen beziehungsweise Schneidarme 19 sind um den gesamten Umfang des Bohrerkörpers 4 verteilt. Jede Stauchung beziehungsweise jeder Schneidarm 19 liegt in Form einer radial vorragenden Rippe vor, wobei jede Rippe von der benachbarten Rippe im Abstand angeordnet ist. Die Schneidelemente 17 sind an der vorderen beziehungsweise führenden Kante der relevanten Rippe montiert. Die Sollmaßkontaktflächen 23 bilden Verlängerungen der Rippen. Während die Rippen im wesentlichen parallel zur Achse des Bohrkopfes verlaufen und somit, wie in 2 gezeigt, vertikal sind, sind die Sollmaßkontaktflächen zur Achse geneigt und somit nahezu teilspiralförmig.
  • Benachbart zu und getrennt von der ersten Schneidfläche 12 befindet sich die zweite Schneidfläche 14, die ein Erweiterungsbohrer ist und die auch eine entsprechende Gruppe von Stauchungen beziehungsweise Schneidarmen 30 enthält, auf denen eine Vielzahl von Schneidelementen 32 positioniert sind. Die Schneidelemente 32 beschreiben einen Außendurchmesser, der größer als derjenige der ersten Schneidfläche 12 ist. Die Stauchungen beziehungsweise Schneidarme 30 dieser zweiten Schneidfläche 14 sind auch um den gesamten Umfang des Bohrers 2 angeordnet. Wiederum sind die Stauchungen 30 vertikal beziehungsweise parallel zur Achse des Bohrers. Über den Stauchungen 30 ist eine zweite Gruppe von Sollmaßkontaktflächen 37 positioniert, um den Bohrer während des Betriebs in einem Bohrloch weiter zu stabilisieren. Die Sollmaßkontaktflächen bilden Verlängerungen der die Stauchungen bildenden Rippen. Die Sollmaßkontaktflächen sind zur Achse des Bohrers geneigt und somit nahezu spiralförmig. Der von der zweiten Gruppe von Sollmaßkontaktflächen 37 definierte Durchmesser ist größer als der von der ersten, unteren Gruppe von Sollmaßkontaktflächen 23 definierte Durchmesser.
  • Jede der ersten 12 und zweiten 14 Schneidflächen ist mit einer oder mehreren Flüssigkeitsdüsen 40 verbunden, die sich, wie dargestellt, zwischen Stauchungen 19 und 30 befinden. Flüssigkeit wird das Bohrgestänge hinab und aus den Düsen 40 heraus gepumpt, um beim Reinigen der Schneidflächen 12 und 14 sowie bei der Beibehaltung der Flächen in einem bevorzugten Temperaturbereich zu helfen.
  • Somit weist jede Gruppe von Stauchungen 19, 30 untere Bereiche, die mit Schneidelementen versehen sind, und obere Bereiche auf, die mit den Sollmaßkontaktflächen verbunden sind, die sich zum Sollmaß erstrecken und die derart ausgebildet sind, daß sie in keinem Schneidkontakt mit der Formation stehen, die gebohrt wird, wodurch der Bohrkopf stabilisiert und "Wirbel" verhindert wird.
  • Der zweistufige Bohrkopf der vorliegenden Erfindung wird auf die folgende An konstruiert. Es wird eine Beurteilung der für die Anwendung des Werkzeugs vorgesehenen Formation vorgenommen. Wenn die Formation vergleichsweise hart ist, z. B. eine 2,4 bis 4,5 Meter/Stunde (8–15 ft/hr)-Eindringgeschwindigkeit vorhergesagt wird, wird ein zweistufiger Bohrkopf ausgewählt, der eine große Anzahl von Stauchungen mit reduziertem Abstand zwischen den Stauchungen verwendet. Bei einem 21,59 cm (8½'')-Bohrer kann dies den Einbau von sechs Stauchungen auf der ersten Stufe und von neun Stauchungen auf der zweiten Stufe mit sich bringen. Wenn eine weichere Formation angetroffen wird, z. B. eine geplante Eindringgeschwindigkeit von 24,4 bis 36,6 Meter/Stunde (80–120 ft/hr), werden weniger Stauchungen verwendet werden, um beim Reinigen des Werkzeugs während des Betriebs zu helfen. Für einen 16,5 (6½'')-Bohrer kann dies den Einbau von vier Stauchungen auf der ersten Stufe und vier Stauchungen auf der zweiten Stufe mit sich bringen. Diese Stauchungen sind um die jeweiligen Schneidflächen 12 und 14 auf gleichmäßige Weise orientiert.
  • Die Stauchungen selbst sind so konfiguriert, daß sie ein relativ ebenes oberes Gebiet (das sich im allgemeinen parallel zur Bohrerachse erstreckt) mit einem abgerundeten nach innen gebogenen mittleren Abschnitt und ein im wesentlichen ebenes unteres Gebiet in Anspruch nehmen, das quer zur Achse des Werkzeugs verläuft (siehe 2). Auf diese Weise definieren die Stauchungen einen Bogen, der etwas abgeflachte Endpunkte aufweist. Es wird eine Linie senkrecht zu diesem Bogen an einem Punkt entlang seiner Erstreckung gezogen, um die Plazierung von speziell geformten Schneidelementen 50 zu bestimmen. Dort, wo die Linie normal zur Achse "A", die durch das Werkzeug (in Richtung auf die Oberseite des ebenen oberen Gebietes in der dargestellten Ausführungsform) gezogen ist, wird ein speziell geformtes Schneidelement 50, wie das in der US-A-5,803,196 beschriebene, auf jeder Stauchung plaziert. Typischerweise wird ein derartiges geformtes Schneidelement auf jeder Stauchung der Schneidfläche 12 der ersten Stufe plaziert und werden zwei geformte Schneidelemente 50 auf jeder Stauchung der Schneidfläche 14 der zweiten Stufe positioniert. Herkömmliche Schneidelemente 17 werden danach um die verbleibenden Gebiete der Stauchungen entsprechend herkömmlichen Kraftausgleichsprozeduren positioniert. Derartige herkömmliche Schneidelemente 17 sind als kreisförmige Scheiben aus Schneidmaterial, wie zum Beispiel polykristallinem Diamant oder Wolframkarbid ausgebildet.
  • Die relative Nebeneinanderstellung der ersten und zweiten Stufen des Bohrers 2 ist so festgelegt, daß sie einen im wesentlichen vollständigen winkeligen Versatz beziehungsweise eine Verlagerung (bei Betrachtung in der Richtung der Achse des Werkzeuges) zwischen den Stauchungen, die die Schneidfläche 12 der ersten Stufe umfassen, und den Stauchungen zulassen, die die Schneidfläche der zweiten Stufe umfassen. Eine derartige Verlagerung dient auch zum Versetzen der Düsen 40 auf beiden Stufen, um beim Reinigen des Bohrers während des Betriebs im Bohrloch zusätzlich zu helfen.
  • Sollmaßkontaktflächen 23 und 37 sind an den oberen Enden der die Stauchungen 19 und 30 bildenden Rippen in einer in den 1 und 2 dargestellten Weise vorgesehen. Die Sollmaßkontaktflächen 23 und 37 definieren eine Länge "L" und eine Breite "W" und eine Winkelung "0", die relativ zu einer zur Achse A parallelen Linie gemessen ist. Die Winkelung "0" beträgt typischerweise 30°, kann aber innerhalb des Bereiches von 25–35° liegen.
  • Somit sind die seitlichen Ränder der Sollmaßkontaktflächen zur Achse A um einen Winkel "0" geneigt. Bei Befestigung am Bohrer 2 definieren die Sollmaßkontaktflächen Bogensegmente eines 360°-Kreises bei Betrachtung des Bohrers axial von einem Ende. Der gesamte Anteil des 360°-Kreises, der mit mindestens einer Sollmaßkontaktfläche versehen ist, entweder am Vorbohrerabschnitt oder am Erweiterungsbohrabschnitt, beträgt vorzugsweise zwischen 240° und 360°. Der Anteil, der mit einer Sollmaßkontaktfläche des Erweiterungsbohrerabschnittes versehen ist, beträgt vorzugsweise mindestens 120° und der Anteil, der mit der Sollmaßkontaktfläche des Vorbohrers versehen ist, beträgt vorzugsweise mindestens 220°. Aufgrund der teilweisen Überlappung (bei axialer Betrachtung) der Stauchungen und Sollmaßkontaktflächen kann der mit mindestens einer Sollmaßkontaktfläche versehene gesamte Anteil viel geringer als die Summe der Anteile der Vorbohr- und Erweiterungsbohrabschnitte alleine sein.
  • BEISPIEL 1
  • Ein zweistufiger Bohrkopf gemäß der Erfindung mit einem Vorbohrer mit sechs Stauchungen, einem 17,1 cm (6¾'')-Außendurchmesser mit sechs geformten Schneidelementen (wie zum Beispiel das geformte Schneidelement 50) und Sollmaßkontaktflächen mit einem Wandkontaktgebiet von 240° und mit einem Erweiterungbohrer mit einem 21,6 cm (8½'')-Schneiddurchmesser mit neun Stauchungen mit neun geformten Schneidelementen (wie zum Beispiel den Schneiden 50) und Sollmaßkontaktflächen mit einem Wandkontaktgebiet von 270°, mit einem gesamten Wandkontaktgebiet, bei axialer Betrachtung, von 330° wurde in ein in einer Sandsteinformation ausgebildetes Bohrloch in 4.105 Metern (13.460 Fuß) eingesetzt. Das Werkzeug wurde über 36,5 Stunden mit einer mittleren WOB von zwischen 5.436 und 6.975 kg (12–15.000 lbs) bei 230 U/min betrieben. Es wurden 196,3 Meter (561 Fuß), während sich das Werkzeug im Loch befand, mit einer mittleren Eindringgeschwindigkeit von 4,69 Metern/Stunde (15,4 ft/hr) gebohrt. Nach dem Herausziehen aus dem Loch befanden sich die Schneidelemente in einem sehr guten Zustand und wiesen sie nur geringe Abnutzung auf.
  • Die Eindringgeschwindigkeit für den Bohrkopf gemäß der Erfindung wurde mit einer mittleren Eindringgeschwindigkeit von 3,17 Meter/Stunde (10,4 ft/hr) für einen herkömmlichen einstufigen Bohrkopf in derselben Formation verglichen.
  • BEISPIEL 2
  • Ein Bohrkopf gemäß der Erfindung mit einem Vorbohrer mit vier Stauchungen, einem 12,7 cm (5 Zoll)-Außendurchmesser mit vier geformten Schneidelementen (wie zum Beispiel dem Schneidelement 50) und mit Sollmaßkontaktflächen mit einem Wandkontaktgebiet von 220° und mit einem Erweiterungbohrer mit vier Stauchungen, einem 16,5 cm (6½'')-Außendurchmesser und mit acht geformten Schneidelementen (wie dem Schneidelement 50) und mit Sollmaßkontaktflächen mit einem Wandkontaktgebiet von 256° – wobei das gesamte Wandkontaktgebiet für den Bohrkopf bei axialer Betrachtung 360° betrug – wurde in ein in rötlichem Schieferstein ausgebildetes Bohrloch in einer Tiefe von 3.224 Metern (10.575 ft) eingesetzt. Das Werkzeug wurde über 129 Stunden mit einer mittleren WOB von zwischen 906 und 1.359 kg (2.000–3.000 lbs) bei einem Minimum von 80 U/min betrieben. Es wurden 351,7 Meter (1.186 ft), während sich das Werkzeug im Loch befand, mit einer mittleren Eindringgeschwindigkeit von 4,45 Metern/Stunde (14,6 ft/hr) gebohrt.
  • Dies steht im Vergleich zu einer Eindringgeschwindigkeit für einen herkömmlichen Bohrkopf von 3,29 Meter/Stunde (10,8 ft/hr) für die identische Formation und Betriebsparametern für Bohren über 109,5 Stunden.
  • BEISPIEL 3
  • Ein Bohrkopf gemäß der Erfindung mit einem Vorbohrer mit fünf Stauchungen, einem 17,8 cm (7 Zoll)-Außendurchmesser mit fünf geformten Schneidelementen (wie zum Beispiel die Schneidelemente 50) und mit Sollmaßkontaktflächen mit einem Wandkontaktgebiet von 240° und mit einem Erweiterungsbohrer mit zehn Stauchungen, einem 25 Zentimeter (9 7/8th Zoll)-Außendurchmesser und mit zehn geformten Schneidelementen (wie zum Beispiel den Schneidelementen 50) und mit Sollmaßkontaktflächen mit einem Wandkontaktgebiet von 120° – wobei das gesamte Wandkontaktgebiet für den Bohrkopf bei axialer Betrachtung 240° betrug – wurde in ein in eine Formation aus rötlichem Schieferstein ausgebildetes Bohrloch in einer Tiefe von 1.697 Metern (5.566 ft) eingesetzt. Das Werkzeug wurde über 118,5 Stunden mit einer mittleren WOB von zwischen 6.795 und 8.154 kg (15.000 – 18.000 lbs) mit minimal 65 U/min betrieben. Es wurden 1.163 Meter (3.814 ft), während sich das Werkzeug im Loch befand, mit einer mittleren Eindringgeschwindigkeit von 9,30 Metern/Stunde (30,5 ft/hr) gebohrt.
  • Die Eindringgeschwindigkeit des Bohrkopfes gemäß der Erfindung wurde mit einer Eindringgeschwindigkeit von 6,45 Metern/Stunde (21,16 ft/hr) für einen Vergleichsbohrkopf verglichen.
  • BEISPIEL 4
  • Ein Bohrkopf gemäß der Erfindung mit einem Vorbohrer mit vier Stauchungen, einem 17,1 Zentimeter (6¾'')-Außendurchmesser mit vier geformten Schneidelementen (wie z. B. den Schneidelementen 50) und Sollmaßplatten mit einem Wandkontaktgebiet von 196° und mit einem Erweiterungsbohrer mit acht Stauchungen, einem 21,6 Zentimeter (8½)-Außendurchmesser und mit acht geformten Schneidelementen (wie z. B. den Schneidelementen 50) und mit Sollmaßplatten mit einem Außenwandkontaktgebiet von 240° – wobei das gesamte Wandkontaktgebiet für den Bohrkopf bei axialer Betrachtung 304° betrug – wurde in ein in einer Mischsand/Kaltstein-Schiefersteinformation ausgebildetes Bohrloch in einer Tiefe von 4.317 Meter (14.157 ft) eingesetzt. Das Werkzeug wurde über 25,6 Stunden mit einer mittleren WOB von zwischen 5.889–9.966 kg (13.000–22.000 lbs) bei minimal 70 U/min und bei maximal 140 U/min betrieben. Es wurden 174 Meter (571 ft), während sich das Werkzeug im Loch befand, mit einer mittleren Eindringgeschwindigkeit von 6,8 Meter/Stunde (22,3 ft/hr) gebohrt. Diese Eindringgeschwindigkeit steht im Vergleich mit der Eindringgeschwindigkeit von 3,56 Meter/Stunde (11,7 ft/hr) für einen Vergleichsbohrkopf.
  • Der bevorzugte Bohrkopf 2 gemäß der vorliegenden Erfindung kann im Vergleich mit herkömmlichen Tiefloch-Bohrköpfen erhöhte Eindringgeschwindigkeiten erreichen. Diese Eindringgeschwindigkeit ist eine Folge der erhöhten Eindringgeschwindigkeit, die als Folge eines kleineren anfänglichen Kontaktgebietes möglich gemacht wird. Wenn das anfängliche Bohrloch erzeugt worden ist, ist das das Bohrloch umgebende Gestein spannungsfrei. Als Folge dessen, was als „Kanteneffekt" bezeichnet wird, kann die zweite Bohrfläche 14 mit größerem Durchmesser das Bohrloch leicht auf einen gewünschten Bohrlochdurchmesser aufweiten.
  • Das Vorhandensein von Sollmaßkontaktflächen sowohl im Vorbohrabschnitt des Bohrkopfes mit kleinem Durchmesser als auch im Erweiterungsbohrabschnitt des Bohrkopfes mit großem Durchmesser verbessert die Stabilität.
  • Obwohl besonders detaillierte Ausführungsformen der Vorrichtungen hierin beschrieben worden sind, versteht es sich, daß die Erfindung nicht auf die Details der bevorzugten Ausführungsform beschränkt ist. Es sind viele Änderungen in der Gestaltung, Zusammensetzung, Konfiguration und in den Abmessungen möglich, ohne aus dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zu gelangen.
  • Die in der vorstehenden Beschreibung, in den folgenden Ansprüchen und/oder den beigefügten Zeichnungen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen Gegenstand für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen sein.

Claims (9)

  1. Zweistufiger Bohrkopf (2) mit einem Körper (4), der ein proximales Ende (6), das zur Verbindung mit einem Bohrgestänge ausgebildet ist, und ein distales Ende (8) definiert, wobei das distale Ende einen Vorbohrabschnitt und einen mittleren Erweiterungsbohrabschnitt definiert, wobei der Vorbohrabschnitt eine erste Schneidfläche (12) enthält, die einen ersten Durchmesser definiert, und wobei der Erweiterungsbohrabschnitt eine zweite Schneidfläche (14) enthält, die einen zweiten Durchmesser definiert, wobei der zweite Durchmesser größer als der erste Durchmesser ist und wobei die ersten und zweiten Schneidflächen (12, 14) jeweils Stauchungen bzw. Schneidarme (19, 30) enthalten, die um den gesamten Umfang des Bohrkopfes verteilt sind, wobei jede Stauchung einen oberen Bereich und einen unteren Bereich definiert, wobei der untere Bereich mit einer Reihe von Schneidelementen (17, 32) versehen ist und der obere Bereich (23, 37) mit einer Oberfläche versehen ist, die ausgebildet ist, um sich zum Sollmaß im wesentlichen ohne Schneidkontakt mit der Formation zu erstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Bereich (37) jeder Stauchung des Schneidarms (30) der zweiten Schneidfläche (14) eine Sollmaßkontaktfläche ist, die zur Achse des Bohrkopfes geneigt ist, um teilweise spiralförmig zu sein, wobei der Anteil des 360°-Kreises des Erweiterungsbohrabschnittes des Bohrkopfes, der mit der Sollmaßkontaktfläche versehen ist, mindestens 120° beträgt.
  2. Zweistufiger Bohrkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Bereich jeder Stauchung bzw. jedes Schneidarms (19) der ersten Schneidfläche (12) eine Sollmaßkontaktfläche (23) ist, die zur Achse des Bohrkopfes geneigt ist, um teilweise spiralförmig zu sein.
  3. Zweistufiger Bohrkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des 360°-Kreises des Vorbohrabschnitts des Bohrkopfes, der mit einer Sollmaßkontaktfläche (23) versehen ist, mindestens 220° beträgt.
  4. Zweistufiger Bohrkopf nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Anteil des 360°-Kreises des Bohrkopfes, der mit mindestens einer Sollmaßkontaktfläche (33, 37) versehen ist, zwischen 240° und 360° beträgt.
  5. Zweistufiger Bohrkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Sollmaßkontaktfläche (23, 37) unter einem Winkel im Bereich von 25°–35° relativ zu einer Linie, die parallel zur Achse des Bohrkopfes verläuft, geneigt ist.
  6. Zweistufiger Bohrkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Sollmaßkontaktfläche (23, 37) unter einem Winkel von 30° relativ zu einer Linie, die parallel zur Achse des Bohrkopfes verläuft, geneigt ist.
  7. Zweistufiger Bohrkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitelemente (17, 32) aus polykristallinem Diamant gebildet sind.
  8. Zweistufiger Bohrkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauchungen bzw. Schneidarme (19, 30) sich im wesentlichen parallel zur Achse des Bohrkopfes erstrecken.
  9. Zweistufiger Bohrkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauchungen bzw. Schneidarme (19) des Vorbohrers winkelig versetzt bzw. verschoben relativ zu den Stauchungen bzw. Schneidarmen (30) des Erweiterungsbohrers sind.
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