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Die
vorliegende Erfindung betrifft waschbare und wiederverwendbare Erziehungshöschen für Kleinkinder.
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EP 0 529 641 offenbart Erziehungshöschen für Kleinkinder
mit einer flüssigkeitsdurchlässigen oberen
Lage, einer flüssigkeitsundurchlässigen unteren
Lage und einem zwischen diesen beiden Lagen angeordneten flüssigkeitsabsorbierenden
Kern. Eine Nässerückhaltelage
ist intermittierend mit der Oberfläche der oberen Lage in deren
Mittelbereich verbunden. Diese Nässerückhaltelage
ist in bezug auf die obere Lage aufgerichtet.
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Die
veröffentlichte
japanische Patentanmeldung (Kokai) Hei5-59602 offenbart Erziehungshöschen für Kleinkinder
mit einer aus einem Vliesstoff hergestellten flüssigkeitsdurchlässigen oberen
Lage, einer flüssigkeitsundurchlässigen unteren
Lage und einem zwischen diesen beiden Lagen angeordneten flüssigkeitsabsorbierenden
Kern. Die obere Lage ist in ihrem Mittelbereich mit einer Feuchtigkeitsmesseinrichtung
versehen. Die Feuchtigkeitsmesseinrichtung umfasst eine obere Lage
aus einem Vliesstoff mit relativ hoher Faserdichte sowie eine untere
Lage aus einem Vliesstoff mit relativ niedriger Faserdichte. Die
Faserdichte der oberen Lage ist höher als die Faserdichte der
unteren Lage, und die Netzeigenschaft der Feuchtigkeitsmesseinrichtung
ist höher
als die Netzeigenschaft der oberen Lage.
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In
beiden der oben beschriebenen Fälle
besteht der flüssigkeitsabsorbierende
Kern aus einer Mischung aus losen Zellstofffasern, gekräuselten thermoplastischen
Fasern sowie diskreten Teilchen eines wasserunlöslichen Hydrogels.
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Die
Erziehungshöschen
gemäß der beiden vorbekannten
Beispiele sind nicht waschbar und können nach Gebrauch nicht wiederverwendet
werden. Der Grund besteht darin, dass der absorbierende Kern aus
losen Zellstofffasern erheblich verformt wird und das Hydrogel Gefahr
läuft,
nach der Flüssigkeitsaufnahme,
sei es durch Urin-Aufnahme oder Waschen, einen Gelblock zu bilden.
Die beschriebenen Erziehungshöschen
des Stands der Technik sind durch eine relativ hohe Urin-Aufnahmefähigkeit
gekennzeichnet. Aber auch in ökonomischer
Hinsicht stellt es eine nachteilige Verschwendung dar, sie über einen
längeren
Zeitraum durchgehend zu verwenden, auch wenn das Kleinkind ausreichend
geschult ist und die Menge des von dem Kleinkind direkt an das Erziehungshöschen abgegebenen
Urins sich erheblich verringert hat.
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Aufgrund
des oben beschriebenen Problems ist es eine Aufgabe der Erfindung, ökonomisch
vorteilhafte Erziehungshöschen
zu schaffen, die von einem Kleinkind, das das letzte Sauberkeitserziehungsstadium
bereits erreicht hat, mehrfach verwendet werden können.
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Erfindungsgemäß ist ein
waschbares und wiederverwendbares Erziehungshöschen für Kleinkinder vorgesehen, mit
einem vorderen Taillenbereich, einem hinteren Taillenbereich und
einem Schrittbereich dazwischen, wobei das Erziehungshöschen aufweist:
einen
Höschenkörper mit
einer ersten Lage Vliesstoff, die eine Innenfläche und eine Außenfläche aufweist;
eine
flüssigkeitsundurchlässige zweite
Lage, die mit der Außenfläche der
ersten Lage verbunden ist;
eine Nässerückhaltelage mit einer Querrichtung,
die der Umfangsrichtung des Höschenkörpers entspricht,
einer Längsrichtung,
die zur Querrichtung orthogonal steht, und einer Hydrophilizität, die höher ist als
die der ersten Lage; und
wobei die Nässerückhaltelage sowohl in der Querrichtung
als auch in der Längsrichtung
intermittierend mit der Innenfläche
der ersten Lage verbunden ist, und die verbleibenden Bereiche, die
nicht mit der Innenfläche
verbunden sind, kontinuierlich in der Querrichtung verlaufende Zonen
und von der Innenfläche abgehobene
Zonen aufweisen.
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Die
Nässerückhaltelage
weist vorzugsweise einen Vliesstoff auf, der 60 bis 100 Gew.-% intrinsisch
hydrophile Fasern enthält.
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Die
Nässerückhaltelage-ist
vorzugsweise so ausgelegt, dass sie während des der Flüssigkeitsaufnahme
folgenden Trocknungsvorgangs wenigstens in der genannten Querrichtung
um 2 bis 20% schrumpft.
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Der
Höschenkörper weist
vorzugsweise ferner eine dritte Lage Vliesstoff auf, die die Außenfläche der
zweiten Lage bedeckt und einen Bereich aufweist, der nach außen über Umfangskanten
der zweiten Lage hinaus verläuft,
längs derer
die dritte Lage mit der ersten Lage verbunden ist.
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Die
erste Lage weist vorzugsweise wenigstens in der genannten Querrichtung
eine elastische Dehnbarkeit auf, wobei die Nässerückhaltelage mit der in einer
ihrer elastisch dehnbaren Richtungen gedehnten ersten Lage verbunden
ist und die erste Lage anschließend
zum Zusammenziehen freigegeben wird, so dass die Nässerückhaltelage
mehrere wellige Erhebungen, die sich von der ersten Lage abheben,
und mehrere Senken, die jeweils zwischen einem Paar benachbarter
Erhebungen definiert sind, bildet.
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Vorzugsweise
weist von der ersten und der dritten Lage wenigstens die erste Lage
gekräuselte Verbundfasern
auf, und einzelne Fasern darin werden mechanisch verwoben, um die
erste Lage zu bilden.
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Vorzugsweise
besteht die erste Lage, die dritte Lage oder die Nässerückhaltelage
aus einem Vliesstoff, der durch Wasserstrahl-Faserverwirrbehandlung
erhalten wird.
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Vorzugsweise
enthält
die erste Lage 0 bis 30 Gew.-% intrinsisch hydrophile Fasern.
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Vorzugsweise
sind der vordere und der hintere Taillenbereich übereinandergelegt und längs ihrer
quer gegenüberliegenden
Seitenkanten miteinander verbunden, um eine Taillenöffnung und
zwei Beinöffnungen
zu bilden, und das Höschen
weist ein elastisch dehnbares Element, das längs der Umfangskante der Taillenöffnung verläuft, elastisch dehnbare
Elemente, die längs
zugehöriger
Umfangskanten der Beinöffnungen
verlaufen, und elastisch dehnbare Elemente auf, die zwischen den
beiden Beinöffnungen
in dem Schrittbereich verlaufen.
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Vorzugsweise
sind die elastisch dehnbaren Elemente, die zwischen den beiden Beinöffnungen verlaufen,
unter Spannung mit dem Schrittbereich verbunden.
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Vorzugsweise
sind die elastisch dehnbaren Elemente, die längs der jeweiligen Umfangskanten der
Beinöffnungen
verlaufen, intermittierend mit dem Höschenkörper längs mindestens zwei Positionen der
Umfangskanten in einem höheren
Verbindungsflächenverhältnis verbunden
als längs
der verbleibenden Umfangskanten.
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1 ist
eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Erziehungshöschen für Kleinkinder;
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2 ist
eine Aufsicht, teilweise im Schnitt, des in 1 gezeigten
Erziehungshöschens,
bei dem die vorderen und hinteren Taillenbereiche voneinander getrennt
und flach ausgebreitet sind;
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3 ist
eine fragmentarische Schnittansicht entlang der Linie III-III in 1;
und
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4 ist
eine fragmentarische Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in 1.
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Einzelheiten
des erfindungsgemäßen Erziehungshöschens werden
aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
besser verständlich.
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Das
in 1 in einer perspektivischen Ansicht gezeigte Erziehungshöschen besteht
im allgemeinen aus einem Höschenkörper 1 und
einer an der Innenfläche
des Höschenkörpers 1 befestigten
Nässerückhaltelage 2.
Der Höschenkörper 1 besteht
aus einem vorderen Taillenbereich 6, einem hinteren Taillenbereich 7 und
einem zwischen dem vorderen und hinteren Taillenbereich 6, 7 verlaufenden
Schrittbereich 8. Die vorderen und hinteren Taillenbereiche 6, 7 sind
entlang quer gegenüberliegender
Seitenkanten des Höschens
flach aufeinandergelegt und an mehreren Verbindungslinien 9,
die entlang jeder der Seitenkanten intermittierend in vertikaler
Richtung angeordnet sind, so mitein ander verbunden, dass sie eine
Taillenöffnung 11 und
ein Paar Beinöffnungen 12 bilden.
Die Taillenöffnung 11 ist,
wie in 1 durch gestrichelte Linien angedeutet, mit einem
entlang seiner Umfangskanten verlaufenden elastischen Element 16 versehen.
Jede der Beinöffnungen 12 ist
mit einem ersten elastischen Element 17A versehen, das
entlang etwa der vorderen Hälfte
seiner Umfangskanten verläuft,
sowie mit einem zweiten elastischen Element 17B, das entlang
etwa der hinteren Hälfte
seiner Umfangskanten verläuft.
Diese jeweils einer der Beinöffnungen 12 zugeordneten
elastischen Elemente 17A, 17B kreuzen sich im
Schrittbereich 8, zweigen dann so voneinander ab, dass
sie zur anderen Beinöffnung 12 verlaufen
und kreuzen sich dann wiederum im Schrittbereich 8. Dann
verläuft
das erste elastische Element 17A etwa um die vordere Hälfte der
anderen Beinöffnung 12 entlang ihrer
Umfangskante herum, während
das zweite elastische Element 17B etwa um die hintere Hälfte der
anderen Beinöffnung 12 entlang
ihrer Umfangskante herum verläuft.
Wie in 1 gezeigt, sind die Abschnitte des ersten und
zweiten elastischen Elements 17A, 17B, die quer über den
Schrittbereich 8 verlaufen, mit entsprechenden Bezugszeichen 18A, 18B bezeichnet.
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2 ist
eine Aufsicht, teilweise im Schnitt, des in 1 gezeigten
Erziehungshöschens,
bei dem die vorderen und hinteren Taillenbereiche entlang der Verbindungsbereiche 9 voneinander
getrennt und flach ausgebreitet sind. Die 3 und 4 sind
fragmentarische Schnittansichten jeweils entlang der Linien III-III
und IV-IV. Der Höschenkörper 1 besteht
aus einer nicht-hydrophilen oberen Lage 21, einer nicht-hydrophilen
oder hydrophilen unteren Lage 22 sowie einer zwischen den
beiden Lagen 21, 22 angeordneten wasserundurchlässigen Zwischenlage 23.
Das der Taillenöffnung 11 zugeordnete
elastische Element 16 verläuft zwischen der unteren Lage 22 und
der Zwischenlage 23 und ist unter geeigneter Spannung an
wenigstens einer der beiden Lagen 22, 23 befestigt.
Die den beiden Beinöffnungen 12 zugeordneten
ersten und zweiten elastischen Ele mente 17A, 17B verlaufen
ebenfalls zwischen der unteren Lage 22 und der Zwischenlage 23 und
sind unter geeigneter Spannung an wenigstens einer der beiden Lagen 22, 23 und
zumindest entlang der Umfangskanten der jeweiligen. Beinöffnungen 12 befestigt.
Die zwischen den beiden Beinöffnungen 12 verlaufenden
Abschnitte 18A, 18B der ersten und zweiten elastischen
Elemente 17A, 17B können – müssen jedoch nicht – unter
geeigneter Spannung oder ohne Spannung an wenigstens einer der beiden Lagen 22, 23 befestigt
sein.
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Mit
einer Hydrophilizität,
die höher
ist als diejenige der oberen Lage 21, kann die Nässerückhaltelage 2 eine
darauf abgegebene Urinmenge absorbieren und zurückhalten. Während es hinsichtlich der flachen
Form dieser Lage 2 keine Begrenzung gibt, sollte die Lage 2,
wie in der dargestellten Ausführungsform,
vorzugsweise eine im wesentlichen rechteckige flache Form aufweisen.
Die Nässerückhaltelage 2 gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
wird durch in Längsrichtung
gegenüberliegende
Enden 27, die quer zum Höschenkörper 1 verlaufen sowie
in Querrichtung gegenüberliegende
Seitenkanten 26, die orthogonal zu den vom Schrittbereich 8 zu
den vorderen und hinteren Taillenbereichen 6, 7 hin
verlaufenden Enden 27 verlaufen, definiert. Die Nässerückhaltelage 2 ist
mittels eines wasserfesten Klebemittels 28, wie z. B. ein
Heißschmelzkleber,
das intermittierend sowohl in Querrichtung als auch in Längsrichtung
des Höschenkörpers 1 auf
der oberen Lage 21 aufgebracht ist, teilweise mit der oberen
Lage 21 verbunden. Bei der dargestellten Ausführungsform ist
das Klebemittel 28 intermittierend auf mehreren gedachten
Linien A, B, C, ..., H, die parallel zueinander in Querrichtung
des Höschenkörpers 1 verlaufen, aufgebracht.
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Wie
aus den 3 und 4 ersichtlich, sind
Bereiche der Nässerückhaltelage 2,
die nicht mit der oberen Lage 21 verbunden sind, in bezug
auf die obere Lage aufgerichtet und bilden so mehrere Erhebungen 31,
die sich längs
des Höschenkörpers 1 wellen.
Die Nässerückhaltelage 2 kann
zwischen jedem Paar benachbarter gedachter Linien A, B, C, ...,
H einen Abstand zur oberen Lage 21 aufweisen und so Zwischenräume 32 bilden,
die quer über
die Nässerückhaltelage 2 zwischen
der Nässerückhaltelage 2 und
der oberen Lage 21 verlaufen. Um derartige durch die Nässerückhaltelage 2 gebildete
Erhebungen 31 zu verwirklichen, kann die Nässerückhaltelage 2 mit
der oberen Lage 21, die in Querrichtung zum Höschenkörper 1 unter
elastischer Spannung gehalten wird, verbunden sein, vorausgesetzt
die obere Lage 21 kann in dieser Richtung elastisch gedehnt werden,
und anschließend
kann die obere Lage 21 zum Zusammenziehen freigegeben werden.
Die Zwischenräume 32 erhält man,
indem einfach die Nässerückhaltelage 2 mit
der oberen Lage 21, bei der das Klebemittel 28 wie
in 2 gezeigt aufgebracht ist, verbunden wird. Vorzugsweise
wird die Nässerückhaltelage 2 jedoch
mit der unter elastischer Spannung längs des Höschenkörpers 1 gehaltenen
oberen Lage 21 verbunden, vorausgesetzt die obere Lage 21 ist
in dieser Richtung elastisch dehnbar, und anschließend wird
die obere Lage 21 zum Zusammenziehen freigegeben, da auf
diese Weise der Abstand der Nässerückhaltelage 2 zur
oberen Lage 21 in den jeweiligen Zwischenräumen 32 in
der Dickenrichtung des Höschens 1 vergrößert werden
kann. Vorzugsweise wird die Nässerückhaltelage 2 mit
der oberen Lage 21, die entsprechend einem Streckverhältnis von
1,1 bis 1,5 unter Spannung gehalten wird, in Querrichtung oder in
Querrichtung und Längsrichtung
des Höschenkörpers 1 verbunden.
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Bei
der Höschenwindel
der oben beschriebenen Anordnung kann die obere Lage 21 aus
einem Vliesstoff mit 60 bis 100 Gew.-% hydrophoben thermoplastischen
Synthetikfasern sowie 40 bis 0 Gew.-% hydrophilen Fasern und einem
Grundgewicht von 15 bis 100 g/m2 gebildet
sein. Die Synthetikfasern können
nebeneinander angeordnete Zweikomponentenfasern oder Zweikomponentenfasern des
Kern-Hüllen-Typs
sein, während
die hydrophilen Fasern entweder Reyon, intrinsisch hydrophiles Acetat
oder hydrophobe Synthetikfasern sein können, die so behandelt sind,
dass sie die gewünschte
Hydrophilizität
aufweisen. Der Vlies stoff ist vorzugsweise ein plastisch dehnbarer
Vliesstoff, der dadurch erhalten wird, dass ein Gewebe aus Synthetikfasern und
hydrophilen Fasern unter Verwendung einer bekannten Wasserstrahl-Faserverwirrbehandlung
in einen Vliesstoff umgewandelt wird, und dieser Vliesstoff wärmebehandelt
wird, um die Zweikomponentenfasern zu kräuseln. Die auf diese Weise
erhaltene obere Lage 21 ermöglicht nicht nur die Ausbildung
einer Körperoberfläche mit
weichem Griff, sondern sie weist auch eine schweißabsorbierende
Eigenschaft auf, soweit die obere Lage 21 die hydrophilen
Fasern enthält.
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Die
untere Lage 22 kann aus einem Vliesstoff gebildet sein,
der dem oben beschriebenen Vliesstoff für die obere Lage 21 im
wesentlichen ähnelt.
Benötigt
die untere Lage 22 eine geringere schweißabsorbierende
Eigenschaft wie die obere Lage 21, kann die untere Lage 22 aus
einem elastisch dehnbaren Vliesstoff mit 100 Gew.-% gekräuselten
Zweikomponentenfasern gebildet sein.
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Für die Zwischenlage 23 kann
eine flüssigkeitsundurchlässige thermoplastische
Kunstharzschicht und vorzugsweise eine atmungsaktive flüssigkeitsundurchlässige thermoplastische
Kunstharzschicht verwendet werden. Diese Lage 23 kann mit der
oberen Lage 21 bzw. der unteren Lage 22 sowohl hinsichtlich
Form als auch Größe im wesentlichen identisch
sein bzw. kann größer sein
als die Nässerückhaltelage 2 und
kleiner als die obere Lage 21 und die untere Lage 22.
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Die
Nässerückhaltelage 2 kann
aus einem Vliesstoff mit 80 bis 100 Gew.-% intrinsisch hydrophilen
Fasern wie Reyon oder Acetat und 20 bis 0 Gew.-% thermoplastischen
Synthetikfasern gebildet sein. Ein solcher Vliesstoff weist vorzugsweise
einen Schrumpfungsprozentsatz von 2 bis 20% auf, gemessen nach Eintauchen
in Wasser für
30 Minuten und anschließendem
Trocknen. Bei einem Vliesstoff mit einem solchen Schrumpfungsprozentsatz
verringern sich die Abmessungen bei wiederholtem Waschen zunehmend,
und folglich treten auch merklich mehr wellige Erhebungen 31 auf.
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Das
erfindungsgemäße Erziehungshöschen verwendet
für die
Nässerückhaltelage 2 hydrophile Fasern
wie Reyon-Fasern, so dass das mit Urin verunreinigte Höschen gewaschen
und wiederverwendet werden kann. Bei einer solchen Nässerückhaltelage 2 verschlechtert
sich die Hydrophilizität
durch das Waschen nicht, was bei einer Nässerückhaltelage, die hydrophobe
Fasern verwendet, deren Oberfläche
so behandelt ist, dass sie hydrophil wird, nicht vermieden werden
kann. Die aus einem durch die bekannte Wasserstrahl-Faserverwirbelungsbehandlung
erhaltenen Vliesstoff hergestellte Nässerückhaltelage 2 ist
auch insofern vorteilhaft, als sie weniger dazu neigt, nach dem
Waschen zu verflocken. Bei dem Höschenkörper 1 besitzen
die für
die obere Lage 21 und die untere Lage 22 sowie
die für
die Zwischenlage 23 verwendeten Lagen genügend Festigkeit,
um ein, zwei oder mehrere Wäschen
auszuhalten. Darüber
hinaus wird zur Verbindung der Lagen 21, 22, 23 die
Heißsiegeltechnik
bzw. ein wasserfestes Klebemittel verwendet, so dass sich diese
Lagen nicht so leicht voneinander lösen, auch wenn sie gewaschen
werden.
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Es
ist wünschenswert,
eine hohe Beständigkeit
des Windelkörpers 1 gegen
wiederholtes Waschen sicherzustellen. Als eine der bevorzugten Maßnahmen
hierfür
werden die übereinandergelegten
Lagen in einem relativ hohen Verbindungsflächenverhältnis entlang wenigstens vorgegebener Abschnitte
der Kanten, d. h. der quer gegenüberliegenden
Seitenkanten des Höschens
sowie der Umfangskanten der Taillenöffnung und der Beinöffnungen,
intermittierend miteinander verbunden, um so das Haftvermögen dieser
Lagen zu verbessern. Gleichzeitig werden diese Lagen in einem Bereich des
Höschens,
der innerhalb der Kanten verläuft,
in einem relativ niedrigen Verbindungsflächenverhältnis miteinander verbunden,
um zu verhindern, dass die Lagen in diesem Bereich inakzeptabel
hart werden. Als weitere bevorzugte Maßnahme werden die elastischen
Elemente 16, 17A, 17B entlang der Umfangskanten
der Taillenöffnung 11 und
der Beinöffnung 12 intermittierend
mit der oberen Lage 21 und/oder der unteren Lage 22 in
entsprechenden Verbindungsflächenverhältnissen,
die entlang der jeweiligen Umfangskanten lokal höher sind, verbunden. Insbesondere
im Fall der elastischen Elemente 17A, 17B wird das
Verbindungsflächenverhältnis für jedes
dieser Elemente nahe des obersten Punktes der Beinöffnung 12 sowie
im Schrittbereich 8 vorzugsweise relativ hoch eingestellt,
während
es im übrigen
Bereich relativ niedrig eingestellt wird, um so die intrinsische Elastizität des Elementes
nicht einzuschränken.
Bei der Ausführungsform,
bei der die elastischen Elemente 17A, 17B sich
im Schrittbereich 8 kreuzen, ist das Verbindungsflächenverhältnis nahe
des Schnittpunktes vorzugsweise relativ hoch eingestellt.
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Die
Nässerückhaltelage 2 kann
eine darauf abgegebene Urinmenge nicht nur selbst absorbieren und
zurückhalten,
sondern sie kann durch Senken, die zwischen jedem Paar benachbarter,
sich von der oberen Lage 21 abhebender welliger Erhebungen 31 definiert
sind, sowie durch die zwischen den Erhebungen 31 und der
oberen Lage 21 definierten Zwischenräume 32 auch eine zusätzliche
Urinmenge zurückhalten.
Auf diese Weise kann die Nässerückhaltelage 2 beim
Träger
ein unangenehmes Gefühl
hervorrufen. Insbesondere die von den vollständig von den welligen Erhebungen 31 umgebenen
Senken 35 zurückgehaltene
Urinmenge kann nicht ohne weiteres aus der Nässerückhaltelage 2 herauslaufen
und kann so das unangenehme Gefühl
noch verstärken.
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Die
Abschnitte 18A, 18B der elastischen Elemente 17A, 17B,
die quer über
den Schrittbereich 8 des Höschens verlaufen, dienen dazu,
wirksam zu verhindern, dass der Schrittbereich 8 des Höschens herunterhängt, d.
h. es soll vermieden werden, dass die Nässerückhaltelage 2 einen
Abstand zum Schrittbereich des Trägers, einschließlich des
Damms und den angrenzenden Bereichen, aufweist. Durch die Abschnitte 18A, 18B bleibt
die Nässerückhaltelage 2 leichter
in engem Kontakt mit dem Schrittbereich des Trägers, so dass bereits eine
geringe Menge abgegebenen Urins beim Träger ein gewisses unangenehmes
Gefühl hervorruft,
was den Erziehungseffekt verstärkt.
Ein solcher von den Abschnitten 18A, 18B erwirkter
Erziehungseffekt wird noch weiter verstärkt, wenn die Abschnitte 18A, 18B unter
Spannung gehalten sind.
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Das
Erziehungshöschen
einer solchen Anordnung eignet sich insbesondere zur Verwendung während einer
späteren
Erziehungsphase, da die von dem Kleinkind abgegebene Urinmenge relativ gering
wird, wenn die Sauberkeitserziehung in ihre letzte Phase übergegangen
ist.
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Die
gebrauchten und gewaschenen Höschen
können
schnell trocknen, da sich die Nässerückhaltelage 2 teilweise
von der oberen Lage 21 abhebt und so eine gute Belüftung zwischen
der Rückhaltelage 2 und
der oberen Lage 21 erwirkt. Die übereinandergelegten Lagen 2, 21 können insbesondere deshalb
schnell trocknen, weil die nicht mit der oberen Lage 21 verbundenen
Bereiche der Rückhaltelage 2 über die
gesamte Breite der Rückhaltelage 2 verlaufen
und diese Breite geringer ist als ihre Länge. Diese nicht mit der oberen
Lage 21 verbundenen Bereiche fördern die Belüftung, die
notwendig ist, um die gewaschenen Höschen so schnell wie möglich zu trocknen.
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Das
erfindungsgemäße Erziehungshöschen besteht
aus den durch ein wasserfestes Klebemittel miteinander verbundenen
Verbundlagen, und die Fasern selbst, als wesentliches Material für die Nässerückhaltelage,
sind hydrophil. Durch dieses Merkmal kann das Erziehungshöschen gewaschen
und wiederverwendet werden.
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Bei
der Nässerückhaltelage
verlaufen die nicht verbundenen Bereiche über ihre gesamte Breite, deren
Abmessung geringer ist als die Abmessung ihrer Länge. Dieses Merkmal fördert die
Belüftung zwischen
der Nässerückhaltelage
und der oberen Lage, wodurch die gewaschenen Höschen so schnell wie möglich getrocknet
werden können.
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Die
Nässerückhaltelage
ist vorzugsweise so ausgelegt, dass sie sich während des der Wasseraufnahme
folgenden Trocknens um 2 bis 20% zusammenzieht. Diese Eigenschaft
der Nässerück haltelage bewirkt,
dass die welligen Erhebungen mit jedem Waschen immer weiter hervortreten.
Auf diese kann die Nässerückhaltelage
noch zuverlässiger
an der Haut des Trägers
anliegen und somit ein unangenehmes Gefühl verstärken, wenn Urin abgegeben wird. Zudem
wird der Abstand der welligen Erhebungen von der oberen Lage vergrößert und
die zum Trocknen des gewaschenen Erziehungshöschens erforderliche Belüftung ebenfalls
verbessert.
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Die
Ausführungsform
des Erziehungshöschens,
bei der die elastischen Elemente quer über den Schrittbereich verlaufen,
kann den erwünschten Erziehungseffekt
auch dann sicherstellen, wenn nur eine relativ geringe Urinmenge
abgegeben wird. Der Grund dafür
ist, dass die elastischen Elemente verhindern, dass der Schrittbereich
des Höschens
herunterhängt
und dadurch die Nässerückhaltelage
in engem Kontakt mit dem Schrittbereich des Trägers verbleibt.