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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Detektieren und Einfangen
von Quecksilber für Luft
oder andere Gase, und beschäftigt
sich insbesondere mit einer Vorrichtung und einem Verfahren zur
Quecksilberspeziation, welche zwischen unterschiedlichen Komponenten
von gasförmigem
Quecksilber unterscheiden können.
Die Erfindung beschäftigt
sich insbesondere mit der Unterscheidung zwischen den verschiedenen
Komponenten von Quecksilber in der Umgebungsluft und Abgasen, und
zwar gasförmiger
elementarer Quecksilberdampf, gasförmige ionische wasserlösliche Verbindungen
von Quecksilber und teilchenförmiges
gebundenes Quecksilber.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Detektion von Quecksilber
und die Speziation von Quecksilber in Umgebungsluft sowie in Abgasen.
Es gibt drei grundlegende Komponenten oder Hauptkomponenten von
gasförmigem
oder luftgetragenem Quecksilber, nämlich: gasförmiger elementarer Quecksilberdampf,
gasförmige
ionische wasserlösliche
Quecksilberverbindungen und teilchenförmiges gebundenes Quecksilber.
Die Hauptkomponente der drei Grundbestandteile von gasförmigem oder
luftgetragenem Quecksilber ist gasförmiges elementares Quecksilber
Hg0, d. h. nicht ionisierter Quecksilberdampf.
Gasförmige
ionische wasserlösliche
Quecksilberverbindungen sind im Allgemeinen unter den folgenden
Sammelbezeichnungen bekannt: reaktives gasförmiges Quecksilber (RGM, reactive
gaseous mercury), ionisches Quecksilber, oder Hg (II) oder Hg2+. Diese Klasse an Verbindungen besteht beinahe
ausschließlich
aus Quecksilberchlorid, HgCl2, da diese
Verbindung durch Verbrennungsprozesse erzeugt wird, in denen freies
Chlor vorhanden ist (z. B. Kohlekraftwerke, Müllverbrennungsanlagen, etc.).
Teilchenförmiges
gebundenes Quecksilber umfasst Teilchen, an die Quecksilber gebunden
ist. In der Umgebungsluft liegt der Großteil des Quecksilbers in Teilchenform
in kleinen Teilchen mit einem Durchmesser von < 2,5 μm (Mikron) vor.
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In
der Grunduamgebungsluft macht elementares Quecksilber im Allgemeinen
90–98%
des gesamten Quecksilbers aus. Bei Abgasen sind die Anteile eher
etwas gleichmäßiger verteilt.
Selbst bei Umgebungsluft ist der geringe Anteil an reaktivem gasförmigem Quecksilber
jedoch extrem wichtig, da dieses sich lokal ablagert und aufgrund
seiner Wasserlöslichkeit
eine wesentlich größere örtliche
Gefahr darstellt. Elementares Quecksilber, das im Allgemeinen in
der Atmosphäre
eine Lebensdauer von 6–12 Monaten
aufweist, wird oft weit entfernt von seiner Quelle abgelagert. Das
RGM ist in einer sehr geringen Konzentration, z. B. 10–50 pg/m3, vorhanden, so dass es vor der Analyse
vorkonzentriert werden muss.
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Auf
dem Fachgebiet sind Vorschläge
eingebracht worden, um Quecksilber zu messen und einen gewissen
Grad an Quecksilberspeziation bereitzustellen, d. h. das getrennte
Messen zweier oder mehrere Quecksilberkomponenten. Ein Vorschlag
findet sich in einem Artikel mit dem Titel „Atmospheric Mercury Speciation:
Concentrations and Behaviour of Reactive Gases, Mercury in Ambient
Air" von S. E. Lindberg
et al. (Environmental Science and Technology 1998, Vol. 32, Nr.
1, S. 49–57).
Hierin wird die Verwendung einer Schnellfluss-Rücklaufnebelkammer vorgeschlagen.
Diese funktioniert, indem die Luftprobe durch Wasser gezogen wird,
das als feines Aerosol verteilt ist. Wasserlösliche Gase werden durch den
zerstäubten
Nebel adsorbiert, und die die gewaschenen reaktiven Quecksilbergase
enthaltenden Tropfen verbinden sich auf der Oberfläche einer hydrophoben
Membran und fließen
dann in die Kammer zurück.
Das geringe erforderliche Lösungsvolumen
macht Probennahmezeiten in der Größenordnung von einer Stunde
möglich.
Gleichzeitig kann das gesamte gasförmige Quecksilber auf goldbeschichteten
Sandabsorbern gesammelt werden, wobei jedoch festgestellt werden
muss, dass diese Technik das gesamte gasförmige Quecksilber einschließlich dem
RGM einsammelt. Teilchenförmiges Quecksilber
wird durch einen externen Filter eingefangen, der auch einen gewissen
Anteil des RGM auffängt.
Die Nebelkammer weist ebenfalls einen Teilchenfilter auf. Die Verwendung
dieser Filter neigt dazu, manche der RGM-Ergebnisse niedrig zu bewerten.
Die Lösungen
aus der Nebelkammer wurden durch ein Nassverfahren analysiert, das
die Reduktion der wasserlöslichen
Quecksilberionen zu Hg0 durch Zinnchlorid
notwendig macht. Das Quecksilber wird mittels Standardverfahren
aus dem Gemisch in ein Trägergas
abgeführt
und auf eine Goldkartusche vorkonzentriert. Das gesamte gasförmige Quecksilber
wurde auf dem Goldabsorber auf bekannte Art und Weise unter Verwendung
von Kaltdampf-Atomfluoreszenz detektiert. Es ist erwähnenswert,
dass bei diesem Verfahren die Quecksilberarten nicht alle zusammen
bestimmt werden, sondern dass separate Detektionsverfahren erforderlich
sind, und zudem ist das Verfahren aufgrund der Nassverfahren, die
zur Analyse des gesammelten RGM erforderlich sind, weder stetig
noch für
die Automatisierung geeignet.
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Ein
weiterer Vorschlag ist in dem Artikel mit dem Titel „Sampling
and Determination of Gas Phase Divalent Mercury in the Air using
a KCl Coated Denuder" von
Z. Xiao et al. (Fresenius Journal of Analytic Chemistry, 358: 386–391 (1997))
zu finden. Das darin nahegelegte Verfahren verwendet KCl-Zersetzungszellen,
die durch Beschichten geeignet dimensionierter Glasröhren mit
KCl aus einer gesättigten
KCl-Lösung hergestellt
wurden. Die angeführten
Versuche zeigen, dass gasförmiges
elementares Quecksilber (Hg0) einfach durch
die Zersetzungszellen hindurchtritt, ohne adsorbiert zu werden,
und es wurde – abgesehen
von einigen offensichtlichen systematischen Fehlern – ein 100%iger „Durchlass" des elementaren
Quecksilberdampfs berichtet. Zur Feldprobennahme wurden zwei Reihen
aufgestellt, eine zum Sammeln der gasförmigen Hg2+-Spezies
mittels einer KCl-Zersetzungszelle und die andere zur herkömmlichen
Probennahme des gesamten gasförmigen Quecksilbers.
Es ist festzustellen, dass die effektive Rückgewinnung und Analyse des
eingefangenen Quecksilbers einer Zersetzungszelle ein wichtiger Schritt
ist. Hierbei wird das Quecksilber durch HCl-Extraktion gefolgt von
CVAFS (Cooled Vapor Atomic Fluorescent Spectroscopy, Kaltdampf-Atomfluoreszenzspektroskopie)
rückgewonnen
wird. Ein solches Verfahren ist wiederum komplex und eignet sich
nicht für
eine kontinuierliche Überwachung
bzw. kann auch nicht einfach automatisiert werden.
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Eine
weitere Reihe von Entwicklungen und Versuchen wurde von K. Larjava
und anderen wie folgt berichtet: „Development and Laboratory
Investigations of a Denuder Sampling System for the Determination
of Heavy Metal Species in Flue Gases at Elevated Temperatures" von K. Larjava et
al. (International Journal of Environmental & Analytical Chemistry, 38: 31–45 (1990)); „Application
of the Diffusion Screen Technique to the Determination of Gaseous
Mercury and Mercury (II) Chloride in Flue Gases" von K. Larjava et al., zur Veröffentlichung
im International Journal of Environmental & Analytical Chemistry angenommen;
und „On
the measurement of Volatile Metal Species at Elevated Temperatures" von K. Larjava – Dissertation
zur Erlangung des Grads des Doktors der Technologie, die am 21.
Mai 1993 an der Helsinki University of Technology eingereicht wurde.
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Hierbei
wird wiederum die Verwendung von ringförmigen Zersetzungszellenröhren offenbart,
die mit Kaliumchlorid beschichtet sind, um Quecksilberspezies zu
sammeln. Diese Publikationen konzentrieren sich auf die Grundlagenforschung
und lehren kein vollständiges
funktionierendes Instrument, das eine Quecksilberdampfspeziation
vornehmen kann.
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Bekannte
Verfahren weisen dementsprechend eine Reihe von Nachteilen auf.
Im Allgemeinen benötigen
sie einen Zersetzungszellenkollektor oder dergleichen, der aus der
Vorrichtung entnommen wird und mittels Nassverfahren analysiert
wird. Ein solches Verfahren eignet sich weder für die kontinuierliche Überwachung
noch für
ein automatisiertes System.
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Ein
weiteres Problem bei der Detektion von RGM, das auf dem Gebiet nicht
vollständig
erforscht worden ist, besteht darin, dass herkömmliche ionische Quecksilberverbindungen
eine starke Affinität aufweisen,
auf einer Vielzahl von Oberflächen
zu adsorbieren. In diesem Sinne ist ionisches Quecksilber „klebrig" und äußerst schwierig
zu handhaben. Angesichts der Tatsache, dass das Problem darin besteht, sehr
geringe Mengen an ionischem Quecksilber zu detektieren, adsorbiert
die geringe vorhandene Menge umgehend auf Leitungen, Ventile und
andere Verbindungsstücke,
was jegliche vorgenommene Messung verzerrt.
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Ein
weiteres Problem bei der Bestimmung von RGM ist es, dass es sehr
schwierig ist, RGM vom teilchenförmigen
Quecksilber zu trennen. Früher
ist dies besonders schwierig gewesen, da ein bekanntes Verfahren
darin besteht, einen Teilchenfilter stromauf einer Zersetzungszelle
bereitzustellen, um das teilchenförmige Quecksilber herauszufiltern.
Aufgrund der Eigenschaften von reaktivem gasförmigem Quecksilber würde sich
jedoch ein Teil von diesem auf den Teilchenfiltern sammeln, was
zu einer fälschlich
niedrigen Ablesung der gemessenen Menge an reaktivem gasförmigem Quecksilber
führen
würde.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfinder haben erkannt, dass es beim Messen von Quecksilberdampf,
einschließlich
reaktivem gasförmigem
Quecksilber, notwendig ist, zusätzliche
Schritte durchzuführen,
um sicherzustellen, dass sich das reaktive gasförmige Quecksilber nicht auf
Oberflächen
ansammelt, bevor es die Detektionsvorrichtung erreicht hat, die
sein Vorhandensein detektieren soll.
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Zudem
richtet sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren, das eine
kontinuierliche und automatisierte Messung von Quecksilberdampf,
einschließlich
der Speziation der drei Hauptkomponenten, nämlich gasförmiger elementarer Quecksilberdampf,
gasförmige
ionische wasserlösliche
Quecksilberverbindungen oder reaktives gasförmiges Quecksilber, und teilchenförmiges gebundenes
Quecksilber, ermöglicht.
Genauer gesagt legt die vorliegende Erfindung das Detektieren dieser
drei Elemente in einer bestimmten Reihenfolge nahe, wobei geeignete Detektionsverfahren
verwendet werden, die einander nicht stören.
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Die
vorliegende Erfindung richtet sich auch auf das Bereitstellen einer
Verbesserung bei der Analyse von Proben, die in Zersetzungszellen
oder anderen Adsorptions einheiten, die mit Kaliumchlorid oder anderen
zum Detektieren von Quecksilber geeigneten Beschichtungen beschichtet
sind, gesammelt wurden. Genauer gesagt zielt die vorliegende Erfindung
darauf ab, die Verwendung komplexer Nasschemieverfahren zu vermeiden,
die für
einen automatisierten Betrieb nicht geeignet sind.
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In
der Umgebungsluft macht elementares Quecksilber im Allgemeinen 90–98% des
gesamten Quecksilbers aus. Der geringe verbleibende reaktive Anteil
ist jedoch extrem wichtig, da er sich lokal ablagert und aufgrund
seiner Wasserlöslichkeit
ein wesentlich größeres örtliches
Problem darstellt als elementares Quecksilber, das im Allgemeinen
eine Lebensdauer in der Atmosphäre
von 6–12
Monaten hat.
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Das
reaktive gasförmige
Quecksilber liegt in sehr geringen Konzentrationen vor (die Werte
betragen üblicherweise
10–50
pg/m3). Vor der Analyse muss es vorkonzentriert
werden. Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung bereit,
die als Eingangseinheit oder Zwischeneinheit eines herkömmlichen
Quecksilberanalysators verwendet werden kann, durch die Luft in
einer hohen Strömungsgeschwindigkeit, üblicherweise
10 Liter pro Minute, über
einen variablen Zeitraum, üblicherweise
40 min bis 2 h, hindurchtreten kann, um die Vorkonzentration durchzuführen.
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Die
vorliegende Erfindung weist zahlreiche Vorteile gegenüber dem
Stand der Technik auf. Wenn ein regenerierbarer Teilchenfilter bereitgestellt
ist, dann können
die drei Hauptkomponenten oder das gasförmige Quecksilber getrennt
und analysiert werden. Dies kann kontinuierlich und auf automatisierte Art
und Weise durchgeführt
werden. Die vorliegende Erfindung stellt bei bevorzugten Ausführungsformen einen
regenerierbaren Teilchenfilter bereit, der stromab einer Zersetzungszelle
angeordnet ist, so dass er die Sammlung von reaktivem gasförmigem Quecksilber
in der Zersetzungszelle nicht stört.
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In Übereinstimmung
mit einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Detektionsmodul bereitgestellt,
um luftgetragenes reaktives gasförmiges
Quecksilber zu detektieren und um zusammen mit Quecksilberanalyseanordnungen
verwendet zu werden, wobei das Detektionsmodul Folgendes umfasst:
eine
Zersetzungszelle oder Adsorptionseinheit mit einer ausgedehnten
Transferfläche
und einer Beschichtung auf der Transferfläche, um reaktives gasförmiges Quecksilber
eines durch die Zersetzungszelle hindurchtretenden Gases zu adsorbieren,
wobei die Zersetzungszelle einen Zersetzungszelleneinlass für eine Gasprobe
mit reaktivem gasförmigem
Quecksilber und einen Zersetzungszellenauslass zum Anschließen an ein
Pumpmittel aufweist, um die Gasprobe durch die Zersetzungszelle
hindurch zu ziehen; und
einen ersten Einlass für ein Spülgas, das
im Wesentlichen frei von Quecksilberdampf ist, zum Ausspülen aus
der Zersetzungszelle und an den Zersetzungszelleneinlass anschließbar; sowie
eine
Heizeinrichtung, um das auf der Beschichtung adsorbierte reaktive
gasförmige
Quecksilber als gasförmigen
elementaren Quecksilberdampf zur Messung abzugeben.
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Die
Adsorptionseinheit kann eine beliebige geeignete Vorrichtung sein,
die eine ausgedehnte Fläche
zur Adsorption von RGM bereitstellt und Quecksilber durch Erhitzen
freisetzen kann. Es wird eine Zersetzungszellenkonfiguration bevorzugt,
in der teilchenförmiges
Quecksilber vorhanden ist, da dies ein Hindurchtreten des teilchenförmigen Quecksilbers
zur Sammlung in einem Filter zulässt.
Für andere
Verwendungszwecke, insbesondere wenn es nicht um teilchenförmiges Quecksilber
geht, können auch
andere Adsorptionseinheitkonfigurationen, wie z. B. gepackte Quarzchips,
bereitgestellt werden.
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Die
Heizeinrichtung schließt
vorzugsweise ein erstes Heizelement sein, das um die Zersetzungszelle
angeordnet ist, sowie einen Heizregler, der an das erste Heizelement
angeschlossen ist, wobei der erste Heizregler die Temperatur des
ersten Heizelements auf eine erste Temperatur, bei der die Zersetzungszelle
bewirkt, dass das reaktive gasförmige
Quecksilber adsorbiert wird, und auf eine zweite, erhöhte Temperatur
regulieren kann, bei der an die Zersetzungszelle adsorbierte reaktive
gasförmige Quecksilberverbindungen
zerfallen und Quecksilber als gasförmigen elementaren Quecksilberdampf
freisetzen.
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Die
Vorrichtung schließt
vorzugsweise ein Detektionsmodulgehäuse ein, in dem die Zersetzungszelle
befestigt ist, wobei sich der Zersetzungszelleneinlass aus dem Detektionsmodulgehäuse erstreckt,
und worin die Heizeinrichtung ein zweites Heizelement einschließt, das
um den Zersetzungszelleneinlass angeordnet ist, sowie einen zweiten Heizregler,
der an das zweite Heizelement angeschlossen ist, um den Zersetzungszelleneinlass
auf einer festgelegten Temperatur zu halten. Die Heizeinrichtung
kann ein drittes Heizelement innerhalb des Detektionsmodulgehäuses, um
das Gehäuse
zu erhitzen, und einen dritten Heizregler zur Steuerung desselben
einschließen.
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Vorzugsweise
ist zumindest ein Ventilator zum Kühlen der Zersetzungszelle bereitgestellt,
und noch bevorzugter ist ein erster Ventilator zum Kühlen der
Zersetzungszelle und ein zweiter Ventilator, um Luft zur Kühlung durch
das Detektionsmodulgehäuse zu
blasen, vorhanden.
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Um
teilchenförmiges
Quecksilber zu bearbeiten, kann eine Filterpackung bereitgestellt
werden, die vorzugsweise ein Filtermaterial umfasst, das erhöhten Temperaturen
ausgesetzt werden kann, um Quecksilberdampf zur Regeneration der
Filterpackung freizusetzen, wobei teilchenförmiges Quecksilber in der Teilchenfilterpackung
gesammelt werden kann und Quecksilber durch Erhitzen des Filtermaterials
als elementarer Quecksilberdampf freigesetzt werden kann.
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Die
Vorrichtung kann unabhängig
von oder zusätzlich
zu anderen Aspekten der Erfindung einen T-förmigen Einlassanschluss einschließen, der
an den Zersetzungszelleneinlass angeschlossen ist, wobei der T-förmige Einlassanschluss
eine gerade hindurchgehende Verbindung für eine Gasprobe und eine seitliche
Verbindung bereitstellt, die an den ersten Einlass angeschlossen
ist, um Spülgas
zuzuführen.
Dies ist ein wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung, da dadurch
am Zersetzungszelleneinlass kein Ventil mehr notwendig ist. Es muss
festgestellt werden, dass der Anschluss nicht T-förmig sein muss;
das Grundkonzept ist es, den Spülgasstrom dazu
zu verwenden, den Zersetzungszelleneinlass nach außen zu verschließen, und
zu diesem Zweck kann der Einlass verschiedene Formen aufweisen, vorausgesetzt,
er beinhaltet eine Öffnung
für das Probengas
und eine Öffnung
für das
Spülgas.
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Praktischerweise
ist ein erstes Ventil mit einer ersten Anschlussöffnung bereitgestellt, die
an den ersten Einlass, einen ersten Ventilauslass und einen zweiten
Ventilauslass angeschlossen ist, wobei der seitliche Anschluss des
T-förmigen
Anschlusses an den zweiten Ventilauslass angeschlossen ist, und eine
Strömungsdrossel
an den ersten Ventilauslass angeschlossen ist, wobei das erste Ventil
den ersten Einlass wahlweise mit der Strömungsdrossel, um es zu ermöglichen,
dass ein gedrosselter Spülgas-Strom
durch den T-förmigen
Anschluss zur Zufuhr von Spülgas
an die Atmosphäre
abgegeben wird, oder über
den T-förmigen
Anschluss zur Zufuhr von Spülgas
mit der Zersetzungszelle verbinden kann.
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Vorzugsweise
ist die Zersetzungszelle ringförmig
und die Beschichtung umfasst ein Salz oder eine Kombination an Salzen,
insbesondere Kaliumchlorid. Die Zersetzungszelle ist vorzugsweise
aus Quarzglas ausgebildet.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt eine Vorrichtung
zur Detektion von reaktivem gasförmigem
Quecksilber bereit, wobei die Vorrichtung Folgendes umfasst:
- (1) eine Zersetzungszelle oder andere Adsorptionseinheit
mit einer ausgedehnten Fläche
und einer Beschichtung auf der ausgedehnten Fläche, um reaktives gasförmiges Quecksilber
zu adsorbieren, wobei die Zersetzungszelle einen Zersetzungszelleneinlass
für Probengas
und einen Zersetzungszellenauslass aufweist;
- (2) eine Heizeinrichtung zum Erhitzen des Zersetzungszellenauslasses
auf eine Temperatur, damit reaktives gasförmiges Quecksilber auf der
Beschichtung desorbiert und verdampft wird;
- (3) ein Pumpmittel, das an den Zersetzungszellenauslass angeschlossen
ist, um eine Gasprobe durch die Zersetzungszelle zu ziehen; und
- (4) ein Spülgaszufuhrmittel
für die
Zufuhr eines Spülgases,
das an den Zersetzungszelleneinlass angeschlossen werden kann, um
Spülgas
durch die Zersetzungszelle zu leiten, wodurch die Gasprobe bei der
Verwendung in einer Probennahmephase vom Pumpmittel durch die Zersetzungszelle
gezogen wird und reaktives gasförmiges Quecksilber
an die Beschichtung der Zersetzungszelle adsorbiert wird, und in
einer Desorptionsphase die Heizeinrichtung betätigt wird und Spülgas aus
dem Zersetzungszelleneinlass durch die Zersetzungszelle zum Zersetzungszellenauslass
gezogen wird, so dass adsorbiertes reaktives gasförmiges Quecksilber
desorbiert, verdampft und im Spülgasstrom
mitgenommen wird.
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Praktischerweise
ist das Spülgaszufuhrmittel einstückig mit
dem Pumpmittel ausgebildet und durch eine Spülgas-Zufuhrleitung an den Zersetzungszelleneinlass
angeschlossen.
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Das
Pumpmittel kann durch eine Probenleitung an den Zersetzungszellenauslass
angeschlossen sein, und die Probenleitung schließt dann eine Verzweigungsanschlussöffnung zum
Anschließen
an eine Analyseeinrichtung ein.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt eine Vorrichtung
zur Verwendung bei der Überwachung
von Abgasen bereit. Die Vorrichtung schließt eine Verdünnungseinheit
mit einem Einlass für
Abgase, einen mit dem Zersetzungszellenauslass verbundenen Auslass
sowie einen Einlass für
Verdünnungsluft
ein. Der Verdünnungslufteinlass
ist vorzugsweise an das Spülgas-Zufuhrmittel
angeschlossen. Eine solche Vorrichtung kann einen Säuresgas-Gaswäscher beinhalten,
der zwischen das Pumpmittel und den Zersetzungszellenauslass geschaltet
ist, um Säuregas
aus dem Gasstrom zu waschen.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt ein Verfahren
bereit, um die Menge an reaktivem gasförmigem Quecksilber in einem
Gas zu bestimmen, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
- (1) das Hindurchleiten einer Gasprobe durch
eine Zersetzungszelle oder eine andere Adsorptionseinheit mit einer
ausgedehnten Fläche,
die mit einer Beschichtung zum Adsorbieren von reaktivem gasförmigem Quecksilber
versehen ist;
- (2) nachdem eine bekannte Menge des Gases durch die Zersetzungszelle
hindurchgeleitet worden ist, das Beenden der Zufuhr der Gasprobe und
das Hindurchleiten eines Spülgases
durch die Zersetzungszelle; und
- (3) während
das Spülgas
durch die Zersetzungszelle hindurchgeleitet wird, das Erwärmen der Zersetzungszelle,
um die Desorption von reaktiven gasförmigen Quecksilberverbindungen
als gasförmiger
elementarer Quecksilberdampf zum Mitführen im Spülgas zu bewirken, und das Leiten des
Spülgases
mit dem mitgeführten
gasförmigen elementaren
Quecksilberdampf zu einem Quecksilber-Analysator.
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Vorzugsweise
wird die Zersetzungszelle in Schritt (3) auf eine Temperatur im
Bereich von 500°C erhitzt.
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Das
Verfahren schließt
vorzugsweise das Leiten eines Teils der Gasprobe, die durch die
Zersetzungszelle hindurchgeleitet worden ist, zu einem Quecksilber-Analysator
ein, um den Anteil an gasförmigem
elementarem Quecksilberdampf in der Gasprobe zu ermitteln.
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Wenn
teilchenförmiges
Quecksilber vorhanden sein kann, kann das Verfahren das Herausfiltern von
Teilchen, die teilchenförmiges
Quecksilber enthalten, aus der Gasprobe stromab der Zersetzungszelle
einschließen.
Dies erfolgt vorzugsweise anhand einer regenerierbaren Filterpackung,
und vor Schritt (3) wird die regenerierbare Filterpackung auf eine Temperatur
erhitzt, wodurch teilchenförmiges Quecksilber
als gasförmiger
elementarer Quecksilberdampf aus der regenerierbaren Filterpackung
desorbiert wird, und der gasförmige
elementare Quecksilberdampf wird dann im Spülgasstrom mitgeführt, um
den Anteil an teilchenförmigem
gebundenem Quecksilber zu bestimmen.
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In
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Extrakt
aus Abgasen verwendet und das Extrakt wird vor Schritt (1) mit einem
Spülgas,
das im Wesentlichen Quecksilber-frei ist und eine geringe relative
Feuchtigkeit aufweist, verdünnt, um
das Abgasextrakt zu verdünnen
und die Gasprobe mit einer verringerten relativen Feuchtigkeit auszubilden.
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BESCHREIBUNG
DER ABBILDUNGEN
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Um
die vorliegende Erfindung besser verständlich zu machen und um ihre
Umsetzung deutlicher darzustellen, wird nun in Form von Beispielen auf
die begleitenden Abbildungen verwiesen, worin:
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1 eine schematische Ansicht
einer ersten Ausführungsform
einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
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2 eine schematische Ansicht
einer zweiten Ausführungsform
einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung zum Überwachen
von Abgasen ist; und
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3 eine Draufsicht der Zersetzungszelle der
vorliegenden Erfindung ist.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Bezugnehmend
auf 1 wird eine Vorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung im Allgemeinen mit der Verweiszahl 10 gekennzeichnet.
Die Vorrichtung 10 umfasst drei Haupteinheiten und einen Regler.
Die Haupteinheiten sind ein Pumpenmodul 12, ein Analysator 14 und
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung eine Zersetzungszelle oder ein Detektionsmodul 16.
Das Pumpmodul 12 und der Analysator 14 sind an
einen Regler 18 angeschlossen, der vorzugsweise ein digitaler
Regler ist. Der Analysator 14 ist vorzugsweise ein Modell
2537A Analysator von Tekran Inc. (Toronto, Ontario, Canada), dem
Zessionar der vorliegenden Erfindung. Ähnlich sind auch das Pumpmodul 12 und
der Regler 18 vorzugsweise ein Modell 1130 Speciation Unit
von Tekran Inc. Diese Komponenten 12, 14 und 18 stimmen
im Allgemeinen auch mit vorherigen US-Patenten US-A-5.597.535 und
5.660.795 des Zessionars überein.
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Die
Konstruktion und Betriebsweise des Zersetzungszellenmoduls 16 basiert
auf eine wichtigen Entdeckung, die die Erfinder der vorliegenden
Erfindung gemacht haben. Bisher wurde gedacht, dass es nach dem
Sammeln von reaktivem gasförmigem Quecksilber
in Kaliumchlorid in einer Zersetzungszelle notwendig war, gewisse
Nasschemieverfahren zu verwenden, um das Kaliumchlorid mit dem Quecksilber
zu extrahieren und die Menge an vorhandenem Quecksilber zu bestimmen.
Was die Erfinder entdeckt haben ist, dass die Kaliumchloridbeschichtung auf
eine hohe Temperatur erhitzt werden kann und zur Freisetzung von
Quecksilber als Quecksilberdampf veranlasst werden kann. Die Kaliumchloridbeschichtung
setzt zudem das adsorbierte reaktive Quecksilber als elementares
Quecksilber frei. Dieses Freisetzen von Quecksilber als elementares
Quecksilber ist enorm wichtig, da elementares Quecksilber problemlos
durch die Probenleitungen hindurchgeleitet werden kann, ohne dass
es zur Adsorption oder Kondensation neigt. Darüber hinaus kann elementares
Quecksilber mittels dem Modell 2537A Analysator oder einer anderen
herkömmlichen
Analysevorrichtung problemlos analysiert und quantifiziert werden.
Quecksilberchlorid andererseits kann, da es zur „Klebrigkeit" neigt, nur schwer
durch die Leitungen hindurchgeleitet werden, und es gibt Hinweise
auf dem Gebiet, dass es Stunden dauern kann, um Quecksilberchlorid
vollständig
durch Leitungen hindurchzuleiten und die Leitungen auszuspülen.
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Dementsprechend
ist gemäß der vorliegenden
Erfindung das aktive Probennahmeelement in der Zersetzungszelle
oder dem Detektionsmodul 16, zur Speziation der Eingangseinheit,
eine beschichtete durch Wärme
regenerierbare Quarz-Zersetzungszelle 20. Die Zersetzungszelle 20 ist
speziell gestaltet worden, so dass sie anhand thermaler Desorption analysiert
werden kann und mehrere hundert Male regeneriert werden kann, bevor
eine neuerliche Beschichtung notwendig ist. Die Zersetzungszelle
besteht aus Quarzglas, um ein wiederholtes Erwärmen auf Temperaturen von über 500°C zu ermöglichen. Die
Adsorptionsflächen
sind geätzt,
um sie aufzurauhen, damit die Beschichtung trotz der wiederholten Temperaturwechselbelastung
haften kann. Eine detaillierte Erläuterung der Struktur der Quarz-Zersetzungszelle 20 ist
in dieser Erläuterung
später
mit Verweis auf 3 bereitgestellt.
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Es
muss festgestellt werden, dass gemäß der vorliegenden Erfindung
die grundlegende Anforderung an das Modul 16 darin besteht,
eine Adsorptionseinheit mit ausgedehnter Fläche mit einer geeigneten Beschichtung
bereitzustellen, damit gasförmiges
Quecksilber mit einem erwünschten
Wirkungsgrad gesammelt werden kann. Eine gerade Zersetzungszelle
oder Quarzchips, das in eine Kartusche gepackt ist, könnte als
Adsorptionseinheit verwendet werden. Ungeachtet der Struktur der
Adsorptionseinheit, sollte die Beschichtung dazu fähig sein,
Quecksilber, vorzugsweise in elementarer Form, durch einfaches Erwärmen freizusetzen.
Die Erfinder haben entdeckt, dass ionische Salze wie KCl, NaCl oder
ein KCl/Natronkalk-Gemisch
eine zufriedenstellende Leistung aufweisen, es kann jedoch eine
beliebige geeignete Beschichtung verwendet werden.
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Das
Zersetzungszellenmodul 16 schließt ein Gehäuse 22 und eine Montageanordnung 24 für die Quarz-Zersetzungszelle 20 ein.
Die Zersetzungszelle 20 gleitet in eine eng anliegende
Röhre 21,
die die Heizeinrichtung und den Temperatursenor enthält. Der
Haftsitz ist notwendig, um eine effiziente Wärmeübertragung von der Heizeinrichtung
auf die Zersetzungszelle bereitzustellen. Im Allgemeinen definiert das
röhrenförmige Element 26 einen
Kanal um die Quarz-Zersetzungszelle 20. Ein Heizelement 28 ist spiralförmig angeordnet,
so dass es um die Quarz-Zersetzungszelle
angeordent ist, und mit einem geeigneten Heizregler 30 verbunden.
Ein Ventilator 32 ist bereitgestellt, um Umgebungsluft
zum Kühlen
der Zersetzungszelle 20 durch das röhrenförmige Element 26 zu
blasen.
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Extern
ist die Quarz-Zersetzungszelle 20 mit einem geheizten Einlass 34 versehen,
der an einen zugehörigen
Heizregler 36 angeschlossen ist. Der Heizregler 36 und
auch der Heizregler 30 sind Zweipunktregler. Der Regler 30 ermöglicht das
Halten von unterschiedlichen Temperaturen während verschiedener Abschnitte
des Analysezyklus. Während
der Probennahmephase kann die Zersetzungszelle 20 durch
den Heizregler 30 etwas über der Umgebungstemperatur
(z. B. +50°C)
gehalten werden, um eine hohe Umgebungsfeuchtigkeit durch das Auflösen hygroskopischer
Beschichtungen durch die Absorption von Feuchtigkeit zu verhindern.
Während
der Heizphase hält
der Regler 30 die Temperatur der Zersetzungszelle 20 bei üblicherweise
500°C.
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Der
zweite Zweipunktregler 36 ermöglicht es, dass die stromauf
Probennahmekomponenten während
der Desorptionsphase des Messkreislaufs auf eine erhöhte Temperatur
erhitzt werden. Dadurch kann jegliches RGM, das auf die Probennahmekomponenten
adsorbiert worden ist, entfernt werden, wodurch der Übertrag
von einem Zyklus auf den nächsten
verringert wird.
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Der
Einlass 34 umfasst einen T-förmigen Anschluss (209 in 3), der eine Verbindung
mit einer Nullluft-Zufuhrleitung 38 zum Zuführen von „Null"-Luft, d. h. Luft
die gefiltert worden ist und bei der der Quecksilberanteil auf unter
0,02 ng/m3 reduziert worden ist, bereitstellt.
Allgemein gesagt, kann diese als eine Spülleitung für ein geeignetes Spülgas bezeichnet
werden, d. h. ein anderes Gas als Luft könnte verwendet werden. Der
Einlass der Zersetzungszelle kann wahlweise mit einer Reihe von
austauschbaren Teilchentrennvorrichtungen herkömmlicher Gestalt ausgestattet
sein. Diese „Impaktoren" sind auf dem Gebiet
weithin bekannt und stellen einen gebogenen Strömungsweg bereit, der Teilchen, die
größer sind
als festgelegte Trenngröße, einfangen,
während
kleinere Teilchen hindurchgeleitet werden. Diese Vorrichtung ermöglicht es,
dass der zu beobachtende Teilchengrößenanteil problemlos ausgewählt werden
kann. Anders als bei Filtermembranen muss die Probe bei Impaktoren
nicht wirklich durch das Trennelement hindurchbewegt werden.
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Ein
weiterer wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Befestigung
und Anordnung der Zersetzungszelle 20. Angesichts der starken
Neigung von reaktivem gasförmigem
Quecksilber, an verschiedene Oberflächen zu kleben, ist die Zersetzungszelle 20 mit
einem eigenen Modul ausgestattet sowie mit einem Einlass, der sich
direkt zur Umgebungsatmosphäre
oder einem anderen Gas dessen Quecksilbergehalt gemessen werden
soll öffnet.
Anders gesagt, liegen keine störenden
Träger-
oder Transportleitungen vor, durch die Luft oder ein anderes Gas
hindurchtreten muss, bevor es die Quarz-Zersetzungszelle 20 erreicht.
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Von
der Spitze der Quarz-Zersetzungszelle 20 erstreckt sich
eine Probenleitung 40, die bis zum Pumpmodul 12 verläuft. Vom
Pumpmodul 12 erstreckt sich eine Nullluft-Leitung 42 zum
Zersetzungszellenmodul 16, die an die Nullluft-Leitung 38 innerhalb
des Detektionsmoduls 16 angeschlossen ist. Die beiden Leitungen 40, 42 sind
von einem gemeinsamen beheizten Gehäuse 44 umgeben, das mit
einem beheizten Leitungsregler 46 verbunden ist, um die
Temperatur dieser zwei Leitungen zu regulieren. Das Pumpmodul 12 beinhaltet
auch Steuerleitungsverbindungen 48 zum Zersetzungszellenmodul 16,
um Signale vom Regler 18 zu steuern.
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Eine
Teilchenfilterpackung 50 ist unmittelbar über der
Quarz-Zersetzungszelle 20 in der Probenleitung 40 bereitgestellt.
Gemäß einem
weiteren wichtigen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist diese Filterpackung 50 vorzugsweise
eine regenerierbare Filterpackung, die eine Heizeinheit und eine
Pyrolyseeinrichtung zur Desorption und Pyrolyse von Quecksilber
oder Quecksilberverbindungen einschließt, um elementares Quecksilber
zur Detektion im Analysator 14 zu erzeugen, wie untenstehend
detailliert erläutert wird.
Die Konfiguration der Filterpackung-Heizeinheit und der Pyrolyseeinrichtung
werden in 2 in Bezug
auf die Säulenversion
der Vorrichtung im Detail dargestellt.
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Die
Nullluft-Leitung 42 verläuft in das Zersetzungszellenmodul 16 und
durch einen End-Nullfilter 52 ein. Die Leitung 42 erstreckt
sich durch eine zweite Teilchenfilterpackung 54 und dann
durch ein erstes Ventil 56. Das erste Ventil 56 ist ein
Zweiwegventil mit einem Einlass oder ersten Verbindungsöffnung 58, die
zu einem ersten Auslass 60 oder einem zweiten Auslass 62 durchgeschaltet
werden kann. Der erste Auslass 60 ist mit einer Strömungsdrossel 64 verbunden,
um aus den untenstehend angeführten
Gründen einen
gedrosselten Strom von 100 ml pro min bereitzustellen. Der zweite
Auslass 62 ist mit der T-förmigen Verbindung verbunden.
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Innerhalb
des Pumpmoduls 12 befindet sich eine Probenpumpe 70,
die an einem Puffertank 72 angeschlossen ist, der wiederum
mit einem Mengendurchflussmessgerät 74 verbunden ist.
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Ein
zweites Ventil 76 weist eine zweite gemeinsame Verbindungsöffnung 78 auf,
die mit dem Mengendurchflussmessgerät 74 und ersten und zweiten
Einlassöffnungen 80 und 82 verbunden
ist. Die erste Einlassöffnung 80 ist
mit der Probenleitung 40 verbunden, während die zweite Einlassöffnung 82 an
einen Vorstufen-Gaswäscher
für die
Nullluftleitung, gekennzeichnet mit der Verweiszahl 84,
angeschlossen ist. Der Vorstufen-Gaswäscher 84 besitzt wiederum
einen Einlass, der mit einem Lufteinlass 86 für Umgebungsluft
verbunden ist.
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Der
Auslass der Pumpe 70 ist mit einem Rückschlag-Reglerventil 88 verbunden,
das wiederum an eine sich zur Atmosphäre öffnende Entlüftungsöffnung 90 angeschlossen
ist. Der das Ventil regulierende Gegendruck ist so eingestellt,
dass ein Gegendruck von etwa 1 psi erzeugt wird. Der Pumpenauslass
ist zudem mit einem Nachstufen-Quecksilberwäscher 92 verbunden,
der einen durch einen Teilchenfilter 94 an die Nullluft-Leitung 42 angeschlossenen
Auslass aufweist.
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Von
der Nullluft-Leitung 42 ist eine Verbindung durch den Druckregler 96 zu
einem dritten Gaswäscher 98 bereitgestellt.
Die Nullleitung verläuft dann
durch einen Feinteilchenfilter 99 in den Analysator 14.
Die somit bereitgestellte Nullluft wird in Reinigungs- und Eichzyklen
innerhalb des Analysators 14 verwendet.
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Die
Zersetzungszelle oder das Detektionsmodul 16 besitzt vier
unabhängige
Temperaturregler, von denen jeder zwei Sollwerte aufrechterhalten kann.
Für die
Quarz-Zersetzungszelle 20 kann der Heizregler 30 auf
unterschiedliche Temperaturen eingestellt werden. Üblicherweise
kann er für
die Probennahmephase auf 50°C
eingestellt werden, so dass Kondensatiansprobleme beseitigt werden.
Es muss erwähnt
werden, dass eine Temperatur über 85°C während der
Probennahme zu einer irrtümlichen
Reduktion der von der Zersetzungszelle 20 adsorbierten
und somit detektierten Quecksilbermenge führen kann. Während der
Desorptionsphase würde sie üblicherweise
auf eine Temperatur von 500°C
eingestellt werden. Zu externen Temperaturregelung kann der Heizregler 36 für den beheizten
Einlass 34 während
der Probennahmephase üblicherweise
auf eine Temperatur von 50°C
eingestellt werden. Während
der Desorptionsphase kann er auf eine leicht erhöhte Temperatur von üblicherweise
90°C eingestellt werden.
Das beheizte Gehäuse 44 für die Gasleitungen
kann typisch bei einer Temperatur von 50°C gehalten werden. Ein Regler 67 für die Gehäuseheizeinrichtung 66 dient
auch zur Steuerung der Betätigung
des Ventilators 68. Dieser würde üblicherweise zwei eng beeinanderliegende
Sollwerte aufweisen, wobei einer den Ventilator aktiviert und der
andere die Heizeinrichtung aktiviert. Eine niedrige Temperatureinstellung
von 38°C
kann z. B. zur Aktivierung des Gehäuses oder der Gehäuseheizeinrichtung 66 und
eine hohe Temperatureinstellung von 40°C zur Aktivierung des Ventilators 68 verwendet
werden, um das Zersetzungszellengehäuse 22 innerhalb der
erwünschten
Grenzwerte zu halten.
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Die
Probenpumpe 70 wird durch einen Regelkreis gesteuert, der
den Pumpstrom durch das Mengendurchflussmessgerät 74 abtastet und
die Pumpe entsprechend einstellt, um die erwünschte Strömungsrate aufrechtzuerhalten.
Die Strömung durch
den Analysator 14 wird so gesteuert, dass sie einen erwünschten
konstanten Wert aufweist. Die Pumpe 70 und das Mengendurchflussmessgerät 74 weisen
zwei Sollwerte auf, einen für
die Probennahme und einen für
die Desorptionsphase, die üblicherweise
bei 8,5 l/m und 4 l/m liegen.
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Die
Leitungen 42, 44 zwischen dem Pumpmodul 16 und
der Zersetzungszelle oder dem Sammelmodul 16 können bis
zu 25 Fuß lang
sein, und die Heizeinrichtung 44 ist bereitgestellt, um
Kondensation zu verhindern und um sicherzustellen, dass die Leitungen
keine Möglichkeit
besitzen, eine signifikante Menge an Quecksilber zu adsorbieren.
Der Heizregler 46 für
die Leitungsheizeinrichtung 44 ist im Zersetzungszellen-Modul 16 angeordnet.
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Wenn
ein Modell 2537A Analysator verwendet wird, muss er so eingestellt
werden, dass er sich nicht automatisch neukalibriert. Regelmäßige zeitgesteuerte
Neukalibrierungen werden vom Steuerungselement 18 gesteuert,
das Rekalibrierungen im Analysator 14 nach einer festgesetzten
Anzahl an Desorptionszyklen ansetzt, wobei die Anzahl an Zyklen programmierbar
ist.
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Ein
wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung ist, dass das Zersetzungszellen- oder Detektionsmodul 16 außerhalb
angeordnet sein kann.
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Das
Zersetzungszellenmodul 16 wird vorzugsweise vertikal montiert,
wobei der Zersetzungszelleneinlass nach unten zeigt. Es ist wichtig,
dass jegliche Materialien, die Quecksilber entgasen können vom
Einlass der Quarz-Zersetzungszelle 20 entfernt gehalten
werden. Die Montagehöhe
muss hoch genug über
dem Grund sein, um jeglichen vom Wind herbeigeblasenen „Staub" und jegliche Feststoffteilchen
daran zu hindern, in die Quarz-Zersetzungszelle 20 gezogen
zu werden.
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Bei
der Verwendung wird die Vorrichtung 10 in verschiedenen
Probennahme- und Desorptions- oder Analysephasen betrieben. In der
Probennahmephase wird das Zersetzungsmodul 16 so betrieben, dass
es reaktives gasförmiges
Quecksilber mit hohem Wirkungsgrad einfängt, und in der Desorptions- oder
Analysephase wird die Zersetzungszelle thermal desorbiert, damit
das Quecksilber im Analysator 14 analysiert werden kann.
Während
die Probennahmezyklen stattfinden, führt der Analysator 14 separate
Analyse- und Desorptionszyklen durch, um den gasförmigen elementaren
Quecksilberdampf zu bestimmen, wie dies in der früheren US-A- 5.597.535 des Zessionars
detailliert erläutert
ist. Dies erfolgt in der Probennahmephase des Zersetzungszellenmoduls 16 wie
untenstehend beschrieben ist.
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Während der
Probennahmephase befinden sich das erste und das zweite Ventil 56 und 76 in
Positionen, die als „Aus"-Positionen betrachtet
werden. Der Einlass oder die erste Anschlussöffnung 58 des ersten
Ventils 56 ist mit dem ersten Ventilauslass 60 verbunden
und die zweite Anschlussöffnung 78 des zweiten
Ventils 76 ist mit seiner ersten Einlassöffnung 80 verbunden.
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Folglich
wird der Strom durch die Probenleitung 40 von der Pumpe 70 durch
das Mengendurchflussmessgerät 74 und
den Tank 72 gezogen. Die Pumpe gibt wiederum die Luft an
die Nullluft-Leitung 42 ab, und zwar durch den Nachstufen-Gaswäscher 92,
wobei jegliche überschüssige Luft
bei 90 entlüftet wird.
Ein Großteil
der Luft würde
entlüftet
werden und lediglich ein geringer Strom an Nullluft durch die Drossel 64 gelassen
werden, wobei dieser einen konstanten Vorwärtsstrom an Nullluft aufrechterhält, um sämtliche
Nullluft-Komponenten gereinigt und Quecksilber-frei zu halten.
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Der
Analysator 14 prüft
im Normalbetrieb 1,5 l pro Minute, wenn ein Modell 2537A Analysator
verwendet wird. Zusätzlich
wird ein größerer Strom
aufgenommen, um die Anforderung des Zersetzungszellenmoduls 16 zu
erfüllen.
Das Durchflussmengenmessgerät 74 wird
auf einen Strom von 8,5 l/m eingestellt, so dass der Gesamtstrom
durch die Quarz-Zersetzungszelle 20 und das Zersetzungszellenmodul 16 10
l/m beträgt.
Bei dieser Probennahmephase gibt der Analysator eine reine elementare
Quecksilberkonzentration an, da die reaktive gasförmige Komponente
durch die Quarz-Zersetzungszelle 20 entfernt wird.
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Wenn
die Probennahmeperiode abgeschlossen ist, wird die Zersetzungszelle
thermal desorbiert. Dieser Heizvorgang setzt das auf der Kaliumchlorid-Beschichtung
der Zersetzungszelle zurückgehaltene
reaktive gasförmige
Quecksilber frei. Wie oben angeführt
wurde, befreit der Heizvorgang zudem das Quecksilber in Form von
elementarem oder nicht ionisiertem Quecksilber, das sich problemlos
durch die Probenleitungen und Filter bewegt, und zwar – was wichtig
ist – in
einer Form, die vom ausgewählten Analysator 14,
d. h. dem Modell 2537A Analysator, analysiert werden kann. Am Ende
des Analysezyklus ist die Quarz-Zersetzungszelle 20 gereinigt
und bereit für
einen neuen Zyklus.
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Der
grundlegende Desoptionszyklus oder eine solche Phase besteht aus
drei Zeitintervallen, wie untenstehend detailliert erläutert wird.
Wenn es notwendig ist, ein oder mehrere Intervalle in kleinere Schritte
zu unterteilen, damit z. B. Heizeinrichtungen, Ventilatoren, Strömungsraten
etc. während
jedem Intervall modifiziert werden können, kann das Steuerungselement 18 vorzugsweise
während
der Desorptionsphase ein Maximum von sechs Intervallen durchführen. Die
Zeitdauern der Perioden können vom
Benutzer programmiert werden und werden normalerweise so gewählt, dass
sie mit den Zykluszeiten des ausgewählten Analysators 14 übereinstimmen. Die
unten angegebenen Werte sind geschätzte Zeitdauern und dienen
ausschließlich
zum Vergleich. Während
der Desorption werden beide Ventile 56 und 76 betätigt. Das
erste Ventil 56 weist einen Einlass oder eine erste Anschlussöffnung 58 auf,
die an den zweiten Ventilauslass 62 (dieses Ventil ist
schematisch dargestellt) angeschlossen ist, und das zweite Ventil 76 besitzt
eine zweite Anschlussöffnung 78, die
mit der zweiten Einlassöffnung 82 verbunden
ist.
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Die
Betätigung
des ersten Ventils 56 führt
dazu, dass Nullluft für
einen ersten Spülzeitraum
in den Boden der Quarz-Zersetzungszelle 20 eingeführt wird.
Dadurch wird die gesamte Umgebungsluft im System verlagert, was
den Analysator 14 schlussendlich dazu veranlasst, einen
sehr geringen Hintergrundmesswert abzugeben, der den restlichen Quecksilberanteilen
im System entspricht. Die Strömungsrate
wird auf 4 l/m eingestellt, wobei 1,5 l/m durch die Quarzeinheit 20 nach
oben strömen,
wie durch die Probennahmeanforderungen des Analysators 14 vorgegeben
ist. Die zusätzlichen
2,5 l/m strömen
durch den Einlass 34 und verhindern eine Verschmutzung
durch Umgebungsluft, ohne dass ein Ventil im Einlass selbst notwendig
ist.
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Das
nächste
Intervall ist ein Heizzeitraum, der üblicherweise 5 bis 10 min dauert.
Die Zersetzungszelle wird auf eine hohe programmierbare Temperatur
im Bereich von 500°C
erwärmt.
Das Desorptionsintervall erfolgt nicht augenblicklich, wie dies
bei Quecksilber auf Gold der Fall ist. Der Zessionar hat jedoch
herausgefunden, dass die Quarz-Zersetzungszelle 20 üblicherweise
innerhalb von einem oder zwei Messzyklen vollständig desorbiert werden kann.
Die Zyklus(Analyse)dauer des Modells 2537A ist üblicherweise auf 5 min festgesetzt
und kann nicht von Zyklus auf Zyklus verändert werden. Die zwei Heizzyklen
müssen
daher derzeit das gesamte RGM aus der Zersetzungszelle 20 entfernen,
wobei die zwei Werte hinzugefügt
werden, um den gesamten RGM-Wert zu ergeben. In nachfolgenden Versionen, in
denen eine kleinere Zersetzungszelle, Heizeinrichtungen mit höherer Wattzahl
zur schnelleren Erwärmung,
eine andere Beschichtung, eine höhere
Temperatur etc. verwendet werden, wird erwartet, dass der Heizzeitraum
wesentlich verringert werden könnte. Üblicherweise
werden über
95% der Quecksilberbeladung im ersten Zyklus freigesetzt, um eine
maximale Genauigkeit zu erreichen, sollten jedoch die Quecksilbermesswerte
aus allen Desorptionszyklen addiert werden, um einen genauen RGM-Wert
zu erhalten.
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Zum
Schluss gibt es ein Abkühlintervall,
das üblicherweise
von 3 bis 10 min dauert. In diesem Zeitraum wird die Quarz-Zersetzungszelle 20 abgekühlt, indem
die Heizeinrichtung 28 ausgeschaltet wird und die Zersetzungszelle 20 mit
dem Ventilator 32 abgekühlt
wird. Das Abkühlen
wird durch internes Abkühlen
mit Nullluft verstärkt.
Nachdem die Quarz-Zersetzungszelle 20 ausreichend abgekühlt worden
ist, kann ein neuer Probennahmezyklus beginnen.
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Das
Gehäuse 22 ist
eine wetterfeste, temperaturgesteuerte Umhüllung, die die Notwendigkeit
einer Probennahmesammelleitung oder einer Probennahmeleitung beseitigt.
Das Zersetzungszellenmodul 16 benötigt eine ordentliche Menge
an Strom. Wie bekannt ist, ist es mit seinem eigenen Anschlusskabel
ausgestattet. Zumindest bei der Verwendung in Nordamerika sollte
es von einem geeigneten 120 Volt Wechselstrom, 15 Ampere Netzstromkreis
gespeist werden und an eine Versorgung mit einem geerdeten Dreileiterkabel
angeschlossen sein. Als ein bevorzugtes Sicherheitsmerkmal sollte
der gesamte Strom durch ein Erdschluss-Unterbrechermodul geführt werden.
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In
vom Zessionar durchgeführten
Versuchen hat sich herausgestellt, dass die Quarz-Zersetzungszelle 20 mehrere
Wochen lang kontinuierliche Ein-Stunden-Zyklen durchhält, bevor
sie erneut beschichtet werden muss. Der Beschichtungsvorgang wird
untenstehend erläutert
und folgt im Allgemeinen dem für
andere Typen von Umgebungsluft-Zersetzungszellen verwendeten. Zum
Messen der Schwebstoffe, wie oben erwähnt, könnte die Filterpackung 50 als
regenerierbare Filterpackung, die eine Heizeinrichtung und eine
Pyrolyseeinrichtung beinhaltet, bereitgestellt werden, wie untenstehend
in Bezug auf 2 detailliert
dargestellt ist.
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Während der
Probennahme wird RGM durch die Quarz-Zersetzungszelle 20 eingefangen
oder erfasst. HgP oder teilchenförmiges
Quecksilber wird in der Filterpackung 50 eingefangen oder
gesammelt, während
das elementare gasförmige
Quecksilber durch den Analysator 14 hindurchtritt. Während der Probennahmephase
gibt der Analysator 14 einen reinen elementaren Quecksilber-Wert
ab.
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Um
die Menge an eingefangenem teilchenförmigem Quecksilber zu bestimmen,
werden die Ventile 56 und 76 wie bei der Desorption
des RGM betätigt.
In diesem Fall wird das Quarz-Zersetzungszellenmodul 16 jedoch
zuerst nicht erwärmt.
Nullluft strömt
dann durch das Zersetzungszellenmodul 16, ohne erwärmt zu werden,
und dann durch die Filterpackung 50.
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Die
Pyrolyseeinrichtung innerhalb der Filterpackung 50 wird
zuerst erwärmt,
so dass sie auf eine erwünschte
Temperatur vorgeheizt ist. Dies erfolgt, um sicherzustellen, dass
jegliches vom Filter selbst freigesetzte Quecksilber, das immer
noch die Form einer Verbindung auftreten kann, pyrolisiert und in elementares
Quecksilber umgewandelt wird.
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Dann
wird die den Teilchenfilter umgebende Heizeinrichtung betätigt oder
eingeschaltet. Dadurch werden sämtliche
Quecksilberverbindungen aus dem Filter 50 freigesetzt.
Bevor der Filter die Maximaltemperatur erreicht, wird ein gewisser
Anteil an Quecksilber in Verbindungsform, anstatt in elementarer
Form, freigesetzt, und aus diesem Grund wird die Pyrolyseeinrichtung
zuerst vorgeheizt, um sicherzustellen, dass das gesamte Quecksilber,
das stromab durch die Probenleitung zum Analysator 14 strömt, in elementarer
Form vorliegt. Der Analysator 14 wird dann auf bekannte
Art und Weise die Quecksilbermenge bestimmen, die durch die Teilchenfilterpackung 50 eingefangen
worden ist.
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Da
der Filter 50 in Luft erwärmt wird, wird der vorhandene
Sauerstoff dazu führen,
dass gefangene Teilchen auf Kohlenstoffbasis zu Kohlendioxid oxidieren,
was dabei hilft, die Oberflächen
sauber zu haften.
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Wenn
die Teilchenfilterpackung 50 vollständig desorbiert worden ist,
kann die auf der Quarz-Zersetzungszelle 20 angesammelte
Menge an Quecksilber bestimmt werden. Die Heizeinrichtungen für die Teilchenfilterpackung 90 bleiben
aktiviert. Durch das Erwärmen
der Quarz-Zersetzungszelle 20 tritt das darin gefangene
Quecksilber transparent durch die erwärmte Teilchenfilterpackung 50 zum
Analysator 14 hindurch, um gemessen zu werden.
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Zum
Schluss werden wie beim Probennehmen ausschließlich mit der Quarz-Zersetzungszelle 20 alle
Heizeinrichtungen ausgeschaltet und so schnell wie möglich abgekühlt. Die
Ventile 56 und 76 kehren zu ihren normalen Positionen
zurück
und ein neuer Probennahmezyklus beginnt.
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Nun
wird auf 2 verwiesen,
die eine zweite Ausführungsform 100 der
Vorrichtung der vorliegenden Erfindung zeigt. Dies soll zur Überwachung von
Abgasen verwendet werden, und bei 102 ist ein Industrieschornstein
schematisch dargestellt. Bei 104 wird eine Probe an Abgas
entnommen und einer Verdünnungseinheit 106 zugeführt. Nullluft
oder Verdünnungsluft
wird der Verdünnungseinheit 106 bei 108 zugeführt. Dies
geschieht aus zwei Gründen.
Zuerst weisen Abgase im Vergleich zu Umgebungsluft sehr hohe Quecksilberkonzentrationen
auf, so dass eine Verdünnung
eine Überbelastung
des Analysators 14 verhindern kann. Zudem verringert eine
Verdünnung
die relative Feuchtigkeit und die Konzentration möglicher
Störstoffe
verringert wird, so dass die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten
Kondensation von Wasserdampf im System reduziert wird und die Lebensdauer
der hier mit 120 gekennzeichneten Quarz-Zersetzungszelle
verlängert
wird.
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In
der zweiten Ausführungsform 100 kann die
Quarz-Zersetzungszelle 120 kleiner sein, da keine großen Probenvolumina
notwendig sind. Dies ermöglicht
ein rasches Erwärmen
und Abkühlen,
was schnellere Zykluszeiten und schnellere Messzeiten zulässt. Es
kann festgestellt werden, dass das Verhältnis von elementarem zu reaktivem
Quecksilber bei Abgasen über
einen weiten Bereich variieren kann, der im Allgemeinen im Vergleich
zu den relativen Konzentrationen in der Umgebungsluft einem 50 :
50-Verhältnis
entspricht oder um ein solches Verhältnis zentriert ist. Die Zersetzungszelle 120 besitzt eine
Heizeinrichtung 128.
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Die
Verdünnungseinheit 106 verfügt über einen
Auslass, der mit dem Quarz-Zersetzungszellen-Sammelmodul,
das hier mit der Verweiszahl 116 gekennzeichnet ist, verbunden.
Der Einlass 108 ist stromauf der Quarz-Zersetzungszelle
für Nullluft
zur Desorption angeordnet.
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Das
Quarz-Zersetzungszellen-Sammelmodul 116 weist einen Anschluss
durch ein erstes Ventil 156 für Nullluft auf und ist über einen
mit der Verweiszahl 150 gekennzeichneten regenerierbaren
Teilchenfilterabscheider verbunden, der an einen Säuregaswäscher 160 angeschlossen
ist. Der Gaswäscher 160 neigt
dazu, jegliche Säuregaskomponenten
aus dem Strom zu entfernen, um zu verhindern, dass diese durch den
Analysator strömen
und diesen möglicherweise
beschädigen.
Das Auslass des Säuregaswäschers 160 ist
mit dem Analysator 114 verbunden, der wiederum ein Modell
2537A Analysator sein kann.
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Im
Betrieb wird die zweite Ausführungsform 100 mehr
oder weniger wie die erste Ausführungsform
oder Vorrichtung 10 bedient. Während einer Probennahmephase wird
also durchgehend eine Probe aus dem Schornstein 102 entnommen.
Diese Probe wird mit Nullluft verdünnt und strömt durch das Zersetzungszellen-Sammelmodul 120 und
die Teilchenfilterpackung 150. Anschließend strömt sie durch den Säuregaswäscher 160 zum
Analysator 114. Während
der Probennahmephase bestimmt der Analysator 114 die Menge
an gasförmigem
elementarem Quecksilberdampf.
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Der
Luftstrom durch die Zersetzungszelle 120 wird durch Betätigen von
Ventilen, wie die Ventile 56 und 76 in der ersten
Ausführungsform,
zu einem desorbierenden Luftstrom umgeschaltet. In der desorbierenden
Betriebsart dienen diese Ventile dazu, den gasförmigen Strom vom Schornstein
durch Einbringen eines Nullluftstroms stromauf der Zersetzungszelle
zu eliminieren. In der Desorptionsphase wird zuerst der Teilchenfilterabscheider 150 desorbiert.
Die Pyrolyseeinrichtung 152 wird betätigt, um einen Zerfall jeglicher
durchdringender Quecksilberverbindungen sicherzustellen. Wenn die
Pyrolyseeinrichtung 152 ihre volle Betriebstemperatur erreicht hat,
wird die Heizeinrichtung 154 um die Teilchenfilterpackung
selbst betätigt,
um Quecksilber aus der Filterpackung 150 zu desorbieren.
Anfangs kann eine wesentliche Menge an Quecksilberverbindungen abgegeben
werden, die durch die Pyrolyseeinrichtung 152 zersetzt
werden. Wenn die Heizeinrichtung 154 ihre volle Betriebstemperatur
erreicht hat, wird der Anteil an desorbierten Quecksilberverbindungen
deutlich abfallen.
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In
jedem Fall wird reines gasförmiges
elementares Quecksilber zur Messung an den Analysator 114 weitergeleitet
werden. Wenn die Teilchenfilterpackung 150 vollständig desorbiert
und gereinigt worden ist, können
die Pyrolyseeinrichtung 152 und die Heizeinrichtung 154 eingeschaltet
gelassen werden. Dann wird die Quarz-Zersetzungszelle 120 durch
Betätigen
ihres Heizelements 128 desorbiert. Der desorbierte Quecksilberdampf
wird wiederum durch die Messung des Analysators 114 detektiert.
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Wenn
alle Messungen abgeschlossen sind, werden die einzelnen Komponenten
mit Ventilatoren und dem Nullluft-Strom abgekühlt. Ist die Temperatur ausreichend gesunken,
kehrt die Vorrichtung zu einem neuen Probennahmezyklus zurück, indem
Ventile, wie die Ventile 56 und 76 der ersten
Ausführungsform,
betätigt
werden.
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Bezugnehmend
auf 3, die eine Draufsicht
der Zersetzungszelle 20 der vorliegenden Erfindung zeigt,
umfasst die Zersetzungszelle 20 vier unterschiedliche Segmente 201, 207, 212 und 221,
die durch Koppler 203, 211 und 219 mit
Schraubverbindungen auf bekannte Art und Weise angeschlossen sind.
Ein Impaktor-Koppler 203, der mit einem Prallblech 205 ausgestattet
ist, verbindet ein Einlassrohr 201 mit einem T-Adapterabschnitt 207.
Ein Zersetzungszellen-Koppler 211 verbindet den T-Adapterabschnitt 207 mit
einem Zersetzungszellen-Abschnitt 212. Ein Auslasskoppler 219 verbindet
den Zersetzungszellen-Abschnitt 212 mit einem 90°-Adapter 221.
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Der
Einlass 34 umfasst das Einlassrohr 201, den Impaktor-Koppler 203 mit
dem Prallblech 205, den T-Adapterabschnitt 207,
ein T-Verbindungselement 209 und den Zersetzungszellen-Koppler 211. Stromab
vom Einlass 34 umfasst der Zersetzungszellen-Abschnitt 212 ein
inneres hohles zylindrisches Element 213 und ein äußeres zylindrisches
Element 214, die zusammen einen ringförmigen Zwischenraum 215 definieren.
Die Oberflächenelemente 213, 214,
die an den ringförmigen
Zwischenraum 215 angrenzen, sind geätzt und mit einer ausgewählten mit der
Verweiszahl 216 gekennzeichneten Schicht beschichtet (siehe
unten). Das hohle Innenelement 213 ist an seinem Stromab-Ende
mit einem Ventilator ausgestattet, damit dieser einen Druckausgleich während dem
Erwärmen
und dem Abkühlen
durchführen
kann. Zudem befindet sich stromab am Ende der Sammeloberfläche 213 ein
Stop-Glas 217. Das Stop-Glas 217 dient dazu, die
Zersetzungszelle 20 in einer fixierten vertikalen Position
innerhalb eines dichtpassenden Rohrs 21 (siehe 1) anzubringen. Weiter stromab
vom Stop-Glas 217 ist ein Auslasskoppler 219 angeordnet,
der dazu dient, das äußere zylindrische
Element 214 mit einem Stromab-Anschluss eines 90°-Adapters 221 mit
einer Auslassöffnung 223 zu
verbinden. Die Auslassöffnung 223 erstreckt
sich in einem 90° Winkel
von der vertikalen Position der Zersetzungszelle 20 und
ist an die Probenleitung 40 angeschlossen.
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Bei
der Verwendung strömt
Umgebungsluft über
das Einlassrohr 201 in die Zersetzungszelle 20. Der
Luftstrom berührt
das Prallblech 205. Wenn der Luftstrom durch den Impaktor-Koppler 203 hindurchtritt,
treffen größere Teilchen
auf die Platte 205 und haften an dieser. Solche Impaktor-Platten
sind auf dem Gebiet weithin bekannt und können verschiedene Oberflächenbeschichtungen
einschließen,
um sicherzustellen, dass größere Teilchen
auf der Platte kleben bleiben. Kleinere im Luftstrom eingeschlossene
Teilchen können
frei um den Umfang der Platte strömen und bewegen sich dadurch
weiterhin stromab in Richtung der Sammelfläche.
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Die
Konstruktion des Einlassrohrs 201 ist Fachleuten auf dem
Gebiet weithin bekannt. Die bevorzugte Ausführungsform des Einlassrohrs 201 ist so
gestaltet, dass das Einlassrohr 201, wenn sich die Impaktor-Platte 205 im
Koppler 203 befindet, als ein Elutriator mit einem Beschleunigungsstrahl
von 10 lpm mit einem Querschnitt von 2,5 Mikron beschrieben werden
kann. Dies bedeutet, dass bei einem Luftstrom von 10 l pro min Teilchen
in einer Größe von 2,5
Mikron oder mehr durch den Impaktor entfernt werden. Das Rückhaltevermögen kann üblicherweise
im Bereich von 2,5 bis 10 Mikron festgesetzt werden.
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Der
T-Adaptor-Abschnitt 207 beihaltet den T-Einlassanschluss 209,
der in der bevorzugten Ausführungsform
eine ¼ Zoll
Rohrverschraubung ist, die das Einführen von Nullluft in die Zersetzungszelle 20 zulässt. Die
Verwendung des T-Einlassanschlusses 209 zum Einführen von
Nullluft beseitigt die Notnwendigkeit eines Ventils stromauf der
Zersetzungszelle 20. Im Desorptionszyklus ersetzt die durch
den T-Einlassanschluss 209 strömende Nullluft
jegliche durch das Einlassrohr 201 eintretende Umgebungsluft,
wodurch die Zersetzungszelle 20 nach außen abgeschlossen wird.
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Der
Zersetzungszellen-Koppler 211 verbindet den T-Adaptor-Abschnitt 207 mit
dem Zersetzungszellenabschnitt 212, der die Sammelfläche 216 enthält. Wie
beschrieben wurde, ist die Zersetzungszelle 20 in der bevorzugten
Ausführungsform
eine ringförmige
Zersetzungszelle, bei der die Sammelfläche 216 einen ringförmigen Zwischenraum
am Abstand 215 umgibt.
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Der
ringförmige
Zwischenraum 215 ist wichtig, da Zersetzungszellen unter
laminaren Strömungsbedingungen
durch Diffusion funktionieren. Der kleine ringförmige Zwischenraum 215 ermöglicht daher
ein effizientes Entfernen von RGM aus dem durch die Zersetzungszelle
dringenden Luftstrom.
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Wenn
der Diffusionskoeffizient des Analyts bekannt ist, ist die Strömung durch
die Zersetzungszelle laminar, und wenn die Strömungsrate bekannt ist, dann
kann die Wirksamkeit, mit der eine Zersetzungszelle mit gegebener
Länge eine
Substanz entfernen kann, berechnet werden. Eine einfache röhrenförmige Zersetzungszelle,
die RGM bei 10 lpm entfernen kann, müsste ziemlich lange sein (> 90 cm), wodurch sie
schwer zu erwärmen
wäre und rasch
abkühlen
würde.
Eine äquivalente
röhrenförmige Zersetzungszelle
müsste
nur etwa 6'' lang sein. Die Zersetzungszelle
weist hierbei folgende Abmessungen auf: 380 mm Länge, 22 mm Außendurchmesser,
18 mm Innendurchmesser des äußeren Glases (Element 214)
und 16 mm Außendurchmesser
der inneren Elemente. (Dadurch ergibt sich ein Luftzwischenraum
von 1 mm für
den Ring (Element 215) zwischen der Außen- und der Innenfläche). Die
Sammelfläche 216 ist
etwa 250 mm lang. Die Zersetzungszelle 20 ist aus mehreren
Gründen
länger:
ein vorgeheizter Bereich ist stromauf des ringförmigen Zwischenraums 215 angeordnet,
damit die Nullluft vorgewärmt
werden kann; ein großer
zusätzlicher Oberflächenbereich
ist bereitgestellt, falls die aktive Fläche durch andere Verbindungen
in der Luft passiviert wird.
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Während die
Quarz-Zersetzungszellen 20 und 120 als mit Kaliumchlorid
beschichtet beschrieben worden sind, sind auch andere Arten von
Salzen und Gemischen wirksam, wobei das Ausmaß der Wirksamkeit von einer
zur anderen Art variieren kann. Es kann somit möglich sein, Natriumchlorid oder
eine Kombination aus Kaliumchlorid und Natronkalk zu verwenden.
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Es
hat sich herausgestellt, dass die Quarz-Zersetzungszelle 20,
wenn sie durchgehend verwendet wird, mehrere Wochen verwendet werden kann,
bevor sie neu beschichtet werden muss. Im Folgenden wird das Beschichtungsverfahren
beschrieben, das während
dem Testen von KCl im Labor entwickelt worden ist; es muss jedoch
festgestellt werden, dass andere Verfahren gleiche oder bessere Ergebnisse
bereitstellen können.
Das Verfahren wird wie folgt durchgeführt:
- (1)
Die Zersetzungszelle 20 wird mittels qualitativ hochwertigem
deionisiertem Wasser abgewaschen. Es ist wesentlich, alle Spuren
von KCL zu entfernen, und die Zersetzungszelle wird betrieben, während sie
mit Wasser voll ist, um den Reinigungsprozess zu beschleunigen.
- (2) Die Zersetzungszelle 20 wird mit qualitativ hochwertigem
Methanol gespült
und trocknen gelassen. Nullluft oder Argon kann durch die Zersetzungszelle 20 geblasen
werden, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen;
- (3) Eine übersättigte KCl-Lösung wird
durch Erwärmen
von 75 ml sauberem deionisiertem Wasser in einem sauberen Kochbecher
auf etwa 50°C hergestellt;
hochreines Quecksilber-freies KCl wird zugesetzt und kräftig gemischt,
bis sich kein KCl mehr in der Lösung
auflöst;
und die Lösung wird
stehen gelassen während
der Kochbecher gekippt wird, um sicherzustellen, dass sich die Kristalle
in einer Ecke des Kochbechers sammeln (um den Restquecksilberanteil
in der Lösung
zu verringern, kann das KCl in einem Muffelofen 2 h lang auf 600°C erhitzt
werden, um das Quecksilber zu vertreiben, und die Lösung kann
vor der Verwendung mit Nullluft oder Argon gereinigt werden);
- (4) Mittels Gummischlauchleitungen, die einen Anschluss an einen
Gummikolben oder eine andere leicht steuerbare Vakuumquelle bereitstellen,
wird die Lösung
in die Quarz-Zersetzungszelle 20 gezogen. Dazu wird der
Auslass der Quarz-Zersetzungszelle 20 in
den Kochbecher getaucht, und zwar an der vom Becken ungelöster Kristallen
entfernten Seite, und die Lösung
wird langsam aus dem Kochbecher die gesamte aktive Länge der
Zersetzungszelle 20 hinauf gezogen, wobei die Lösung nicht über den
mattierten Abschnitt der Zersetzungszelle gezogen wird;
- (5) Die Lösung
wird eine Minute lang in der Zersetzungszelle gehalten und dann
langsam abgelassen;
- (6) Die Zersetzungszelle 20 wird mit Luft oder Argon
getrocknet;
- (7) Die Zersetzungszelle 20 wird untersucht, um sicherzustellen,
dass eine glatte gleichmäßige Beschichtung
oder ein Material abgeschieden worden ist, und falls dies nicht
der Fall ist, werden die drei vorhergehenden Schritte wiederholt;
- (8) Sämtliche
KCl-Spuren werden vom Auslass der Zersetzungszelle 20 entfernt,
indem dieser in eine Quelle mit deionisiertem Wasser getaucht wird
und bis zur geeigneten Tiefe versenkt wird, wobei dieser Vorgang
zumindest 3mal wiederholt wird und für jeden Spülvorgang frisches Wasser verwendet
wird;
- (9) Wiederum werden Nullluft oder Argon verwendet, um die Zersetzungszelle 20 zu
trocknen.
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Dies
ist nur ein Verfahren zur Beschichtung der Zersetzungszelle. Lösungen mit
geringeren Konzentrationen der Adsorptionslösung haben sich ebenfalls als
wirksam erwiesen.
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Obwohl
die bevorzugte Ausführungsform eine
ringförmige
Zersetzungszelle als einen Adsorber verwenden kann, kann die Zersetzungszelle durch
einen beliebigen Adsorber, der thermal regenerierbar ist, wie z.
B. eine röhrenförmige Zersetzungszelle,
oder eine herkömmliche
gepackte Kartusche ersetzt werden. Adsorptionskartuschen sind weithin
bekannt, können
aus einer großen
Vielzahl an Materialien (Glas, Keramik) hergestellt werden und weisen
eine Vielzahl an Innenmaterialien und Formen auf, um die Adsorptionsbeschichtung
zu tragen (z. B. Quarz oder Keramik, Chips oder Perlen). Auch herkömmliche
wabenartige katalytische Keramikträger können herangezogen werden. Die
einzigen Anforderungen an das Material sind, dass es kein Quecksilber
zurückhalten
darf und beständig
gegenüber
hohen Temperaturen sein muss.
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Die
Beschichtung in der Zersetzungszelle oder Desorptionseinheit ist
vorzugsweise so, dass sie Quecksilber oder elementares Quecksilber
bei Desorption freisetzt, und der Erfinder hat die Erfahrung gemacht,
dass dies immer der Fall ist. Bei manchen Beschichtungsmaterialien
und möglicherweise auch
bei manchen Betriebsbedingungen kann jedoch zumindest ein Teil des
Quecksilbers als reaktives gasförmiges
Quecksilber freigesetzt werden. In diesem Fall kann die Pyrolyseeinheit
unmittelbar stromab bereitgestellt werden, um das freigesetzte RGM zu
elementarem Quecksilber zu pyrolisieren.