-
TECHNISCHES
GEBIET
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Haftklebeband für Haut,
und noch genauer ein Haftklebeband für Haut, das beim Schwitzen
oder während
es für
einen langen Zeitraum angeklebt ist, stabiles Haftvermögen aufweist
und bei seinem Abziehen kaum Schmerzen, Abtrennung der Hornschicht
und Hautreizung verursacht. Die vorliegende Erfindung betrifft auch
ein wenig reizendes Haftklebeband für Haut, das hervorragendes Formanpassungsvermögen an Haut
und hervorragende Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und stabile Haftfestigkeit aufweist
und bei seinem Abziehen bezüglich
Schmerzen, Abtrennung der Hornschicht und Hautreizung abgemildert
ist. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein zur Verwendung
bei einem derartigen, wenig reizenden Haftklebeband für Haut geeignetes
Unterlagematerial. Die erfindungsgemäßen Haftklebebänder für Haut sind besonders
geeignet zur Verwendung als medizinische Haftklebebänder zum
Schutz der befallenen Hautteile und operierten Stellen, zur perkutanen
Absorption von Arzneistoffen und so weiter geeignet.
-
Verschiedene
Arten von Haftklebebändern
für Haut
sind bisher zum Schutz der krankhaft befallenen Hautteile und operierten
Stellen und zur perkutanen Absorption von Arzneistoffen entwickelt
worden. Ein Haftklebeband für
Haut hat im Allgemeinen eine derartige Struktur, dass eine gegebenenfalls
einen Arzneistoff enthaltende Haftkleberschicht auf einer Seite
eines flexiblen Unterlagematerials ausgebildet ist.
-
Ein
solches Haftklebeband für
Haut muss (1) gutes Formanpassungsvermögen an Haut aufweisen, was
Anpassung an die Form und die Bewegung einer Hautoberfläche, auf
die es aufgebracht ist, ermöglicht, (2)
Feuchtigkeit vom Schwitzen davon abhalten, darin zu bleiben, indem
es hervorragende Feuchtigkeitsdurchlässigkeit hat, (3) beim seinem
Abziehen weder Schmerz noch Abtrennung der Hornschicht nach sich
ziehen, (4) in der Lage sein, Haftvermögen an Haut über einen
langen Zeitraum hinweg zu behalten, und (5) darf es keine der Hautkrankheiten
wie Hautausschlag, Jucken und Erythem verursachen.
-
Da
das Klebeband oft über
einen längeren
Zeitraum hinweg auf die Hautoberfläche geklebt wird, wart es jedoch
das Problem auf, dass die damit bedeckte Hautoberfläche als
Nebenwirkungen immer Beschwerden wie Hautreizung verfolgen.
-
Es
sind bisher verschiedene Vorschläge
gemacht worden, um die Beschwerden, wie Hautreizung, zu vermindern.
Zum Beispiel wurden vorgeschlagen (1) ein Verfahren, bei dem eine
vernetzte Haftkleberschicht, umfassend ein Acrylesterpolymer und
eine mit dem Polymer verträgliche
flüssige
Komponente, auf einem Unterlagematerial gebildet wird, wodurch die
Abtrennung von Hornzellen beim Abziehen vermindert wird (offengelegte
japanische Patentanmeldung Nr. 65224/1993), (2) ein Verfahren, bei
dem einem Unterlagematerial und einer Haftkleberschicht Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
verliehen wird, wodurch Hautkrankheiten und Hautreizung gelindert
werden (offengelegte japanische Patentanmeldungen Nr. 279251/1993,
157423/1995 und 275340/1995), (3) ein Verfahren, bei dem ein aus
einem Wasser absorbierenden Polymer zusammengesetztes Unterlagematerial
und ein eine Wasser absorbierende Substanz enthaltender Haftklebstoff
verwendet werden, wodurch Hautreizung und Abtrennung der Hornschicht
gelindert werden (offengelegte japanische Patentanmeldungen Nr.
16541/1994 und 206710/1995), (4) ein Verfahren, bei dem die Menge
eines in einem Haftklebstoff verbleibenden Monomers verringert wird,
wodurch die Entwicklung von Hautausschlag, Jucken und Erythem und
so weiter verhindert wird (offengelegte japanische Patentanmeldung
Nr. 131022/1993), (5) ein Verfahren, bei dem ein streckbares Unterlagematerial
verwendet wird, wodurch Formanpassungsvermögen an Haut verliehen wird
(offengelegte japanische Patentanmeldungen Nr. 138152/1995 und 117268/1996).
-
Es
sind jedoch verschiedenen Faktoren auf komplizierte Weise in die
Entstehung von Hautreizung durch das Aufkleben eines Haftklebebandes
für Haut
verwickelt, so dass die bloße
Verbesserung bei einem Faktor oder zwei Faktoren nicht eine vollständige Lösung des
Problems zur Folge hat. Wenn zum Beispiel eine Maßnahme zur
Linderung der Hautreizung ergriffen wird, können leicht solche Probleme,
wie dass das Haftvermögen
und das Formanpassungsvermögen
an Haut verschlechtert werden, entstehen, und so war es schwierig,
die verschiedenen Merkmale in geeigneter Weise miteinander ins Gleichgewicht
zu bringen.
-
Andererseits
wird zum Beispiel eine Polyethylenfolie, Ethylen-Methylmethacrylat-Copolymer (EMMA)-Folie,
Polyvinylchloridfolie, Polyurethanfolie, Polyesterelastomerfolie,
Polyvinylakoholfolie, mikroporöse Polyolefinfolie,
Polyurethan-Vliesstoff, Polyesterelastomer-Vliesstoff oder dergleichen
als ein in einem Haftklebeband für
Haut verwendetes Unterlagematerial verwendet.
-
Unter
diesen Unterlagematerialien haben Folien wie die Polyethylenfolie,
EMMA-Folie und Polyvinylchloridfolie
selbst keine Feuchtigkeitsdurchlässigkeit,
und deshalb werden mit einem Perforator Löcher hinein gemacht, um Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
zu verleihen. Jedoch hat ein derartiger Film ein Problem damit,
dass zufriedenstellende Feuchtigkeitsdurchlässigkeit nicht gegeben ist,
weil der Anteil der durch die Perforation gebohrten Löcher höchstens
einige Prozent beträgt,
und darüber
hinaus der Abstand zwischen einzelnen Löchern groß ist und der Teil, in dem
kein Loch gebohrt ist, keine Feuchtigkeitsdurchlässigkeit aufweist.
-
Die
Polyurethanfolie, Polyesterelastomerfolie, Polyvinylakoholfolie,
der Polyurethan-Vliesstoff,
Polyesterelastomer-Vliesstoff und so weiter werfen das Problem auf,
dass sie zusätzlich
zu ihren hohen Preisen zu flexibel sind. Ein Haftklebeband für Haut,
dessen Unterlagematerial zu flexibel ist, wirft bei seiner Aufbringung auf
die Hautoberfläche
Falten, und derart ist seine Handhabung schwierig. Außerdem wird
die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
der Polyurethanfolie und der Polyvinylalkoholfolie deutlich verschlechtert,
wenn deren Dicke auf etwa 40 μm
vergrößert wird,
und sie zeigen kaum noch Feuchtigkeitsdurchlässigkeit, wenn ihre Dicke 60 μm oder größer erreicht.
-
Einige
der mikroporösen
Polyolefinfolien sind dafür
bekannt, hervorragende Feuchtigkeitsdurchlässigkeit aufzuweisen, wie durch
ihre Wasserdampf-Durchlassrate
von mindestens 2500 g/m2·24 h demonstriert wird, und
sie haben gutes Formanpassungsvermögen an Haut und sind verhältnismäßig billig.
Obwohl viele der herkömmlichen
mikroporösen
Polyolefinfolien eine Luftdurchlässigkeit
von 500 sec/100 cc oder höher
aufweisen und auch klein an Foliendicke und folglich zur Verwendung
bei Papierwindeln und Sanitärprodukten geeignet
sind, waren sie jedoch nicht zufriedenstellend für Unterlagematerialien von
Haftklebebändern
für Haut.
Eine Untersuchung durch die Erfinder hat zu Tage gebracht, dass
wenn eine Haftkleberschicht auf der Oberfläche einer mikroporösen Polyolefinfolie
mit einer Luftdurchlässigkeit
von 500 sec/100 cc oder höher
gebildet wird, deren Wasserdampf-Durchlassrate
deutlich erniedrigt wird, und deshalb ein bezüglich Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
hervorragendes Haftklebeband nicht bereitgestellt werden kann.
-
Damit
ein Haftklebeband für
Haut nicht leicht mit Feuchtigkeit beschlägt, kaum Abtrennung der Hornschicht
verursacht und eine stabile Haftfestigkeit aufweist, hat es wünschenswerter
Weise eine Wasserdampf-Durchlassrate von im Allgemeinen 500 g/m2·24
h oder höher,
vorzugsweise 700 g/m2·24 h oder höher. Wenn
die vorstehend beschriebene mikroporöse Folie als ein Unterlagematerial
verwendet wird, kann ein Haftklebeband mit zufriedenstellender Wasserdampf-Durchlassrate
nicht erhalten werden. Wenn außerdem
die Dicke der mikroporösen
Polyolefinfolie zu klein ist, wirft eine derartige Folie das Problem
auf, dass sie als ein Unterlagematerial zu flexibel ist. Wenn ihre
Dicke groß gemacht
wird, wird ihre Wasserdampf-Durchlassrate weiter
erniedrigt, wenn sie bei einem Haftklebeband verwendet wird.
-
OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
-
Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Haftklebeband für Haut bereitzustellen,
bei dem das Formanpassungsvermögen
an Haut, die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
und das Haftvermögen
davon alle innerhalb der richtigen Bereiche liegen, wobei diese
Merkmale miteinander auf hohem Niveau ausgewogen sind, das Haftvermögen beim
Schwitzen oder während
des Angeklebtseins über
einen langen Zeitraum hinweg stabilisiert ist und Schmerzen, Abtrennung
der Hornschicht und Hautreizung bei seinem Abziehen in großem Umfang abgemildert
sind.
-
Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Haftklebeband
für Haut
bereitzustellen, bei dem dessen Formanpassungsvermögen an Haut,
die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
und das Haftvermögen
alle innerhalb der richtigen Bereiche liegen, wobei diese Merkmale
miteinander auf hohem Niveau ausgewogen sind, das Haftvermögen beim
Schwitzen oder während
des Angeklebtseins über
einen langen Zeitraum hinweg stabilisiert ist und Schmerzen, Abtrennung
der Hornschicht und Hautreizung bei seinem Abziehen in großem Umfang
abgemildert sind.
-
Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein mikroporöses Foliensubstrat
bereitzustellen, das zur Verwendung als ein Unterlagematerial eines
derartigen Haftklebebandes für
Haut mit verschiedenen hervorragenden Merkmalen geeignet ist.
-
Die
Erfinder haben eine aufwendige Untersuchung mit der Zielrichtung,
die von dem Stand der Technik aufgeworfenen vorstehendend beschriebenen
Probleme zu lösen,
durchgeführt.
Als ein Ergebnis wurde herausgefunden, dass ein Haftklebeband, das
ein Unterlagematerial, so wie eine Folie oder einen Vliesstoff,
die hoch an Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
und flexibel sind, und eine aus einem Acryl-Haftkleber, Kautschuk-Haftkleber,
Silicon-Haftkleber, Vinylether-Haftkleber oder dergleichen auf dem
Unterlagematerial gebildete Haftkleberschicht umfasst und das Formanpassungsvermögen an eine
streckbare Folie, eine Wasserdampf-Durchlassrate und eine Haftfestigkeit
innerhalb jeweiliger spezifizierter Bereiche aufweist und das ein
gemäßigtes Formanpassungsvermögen an Haut,
Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
und Haftvermögen
an Haut hat, zur Verwendung als ein Haftklebeband für Haut geeignet
ist. Das Haftklebeband für
Haut hat ein stabiles Haftvermögen beim
Schwitzen oder während
es für
einen langen Zeitraum angeklebt ist, und verursacht bei seinem Abziehen kaum
Schmerzen, Abtrennung der Hornschicht und Hautreizung.
-
Die
Erfinder haben auch herausgefunden, dass eine mikroporöse Folie,
gebildet aus einer ein Polyolefinharz und einen anorganischen Füllstoff
umfassenden Harzzusammensetzung und mit derart ausgewählten Merkmalen,
dass die Dicke 40 bis 22 μm,
die mittlere Porengröße 0,02
bis 10 μm,
die Luftdurchlässigkeit 10
bis 400 sec/100 cc, die Wasserdampf-Durchlassrate 1 000 bis 20 000
g/m2·24
h und die Spannungen bei 15% Dehnung in der Maschinenrichtung und
in der Querrichtung beide 0,5 bis 15 N/15 mm sind, als ein Unterlagematerial
eines Haftklebebandes für
Haut geeignet ist. Ein Haftklebeband für Haut mit derart hervorragenden
unterschiedlichen Merkmalen wie vorstehend beschrieben wird durch
Verwendung dieser mikroporösen
Folie als ein Unterlagematerial bereitgestellt. Die vorliegende
Erfindung wurde auf der Grundlage dieser Befunde zum Abschluss gebracht.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird daher ein Haftklebeband für Haut bereitgestellt, umfassend ein
streckbares Unterlagematerial mit guter Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
und eine Haftkleberschicht, die auf mindestens einer Seite des Unterlagematerials
gebildet ist, wobei das streckbare Unterlagematerial eine mikroporöse Folie
ist, die aus einer Harzzusammensetzung umfassend ein Polyolefinharz
und einen anorganischen Füllstoff
gebildet ist und die folgenden Merkmale aufweist:
- (1)
die Dicke ist 40 bis 200 μm;
- (2) die mittlere Porengröße ist 0,02
bis 10 μm;
- (3) die Luftdurchlässigkeit
ist 10 bis 400 sec/100 cc;
- (4) die Wasserdampf-Durchlassrate ist 1000 bis 20000 g/m2·24
h; und
- (5) die Spannungen bei 15% Dehnung in der Maschinenrichtung
und in der Querrichtung sind beide 0,5 bis 15 N/15 mm, wobei der
Haftkleber ein Acryl-Haftkleber ist, der ein Copolymer ist umfassend:
- (i) 50 bis 97,5 Gew.-% eines Alkyl(meth)acrylats mit einer Alkylgruppe
mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen,
- (ii) 2 bis 49,5 Gew.-% eines Alkoxypolyalkylenglycol(meth)acrylats
der Formel (1): wobei R1 und
R2 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe sind, R3 eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen
ist und n eine ganze Zahl von 2 bis 12 ist, und
- (iii) 0,5 bis 15 Gew.-% eines Hydroxylgruppen oder Carboxylgruppen
enthaltenden Monomers, und wobei das Klebeband die folgenden Merkmale
hat:
- (a) das Formanpassungsvermögen
an eine streckbare Folie, die eine Polyurethanfolie mit einer Dicke
von 27 μm
ist und bei 15% Dehnung eine Spannung von 0,84 N/15 mm aufweist,
ist höchstens
4,2 mal so hoch wie die Spannung der streckbaren Folie bei 15% Dehnung;
- (b) die Wasserdampf-Durchlassrate ist mindestens 500 g/m2·24
h; und
- (c) die Haftfestigkeit auf Bakelit ist höchstens 1,5 N/15 mm.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 veranschaulicht
ein Messverfahren des Formanpassungsvermögens eines Haftklebebandes
an eine streckbare Folie.
-
2 veranschaulicht
ein Messverfahren der Scherverformung eines Haftklebstoffs
-
3 veranschaulicht
ein Messverfahren des Formanpassungsvermögens eines Haftklebebandes
an Haut.
-
BESTE ART, DIE ERFINDUNG
AUSZUÜBEN
-
(1) Unterlagematerial
-
Als
Beispiele des bei dem erfindungsgemäßen Haftklebeband für Haut verwendeten
Unterlagematerials können
Folien oder Vliesstoffe erwähnt
werden, die hoch an Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und gut bezüglich Streckbarkeit
sind. Die Spannung des Unterlagematerials bei 15% Dehnung kann als
eine objektive Hinweisgröße für dessen
Streckbarkeit verwendet werden. Die Spannungen bei 15% Dehnung in
der Maschinenrichtung (MD, machine direction) und in der Querrichtung
(TD, transverse direction) des in der vorliegenden Erfindung verwendeten
Unterlagematerials sind beide im Allgemeinen höchstens 15 N/15 mm, vorzugsweise höchstens
12 N/15 mm, noch bevorzugter höchstens
10 N/15 mm. Der untere Grenzwert der Spannung bei 15% Dehnung des
Unterlagematerials ist im Allgemeinen 0,5 N/15 mm, vorzugsweise
0,7 N/15 mm, noch bevorzugter 1 N/15 mm.
-
Wenn
die Spannung des Unterlagematerials bei 15% Dehnung in diesen Bereich
fällt,
kann ein Haftklebeband erhalten werden, das sich leicht an die Bewegung
einer Hautoberfläche
anpasst. Die Spannung des Unterlagematerials bei 15% Dehnung, wie
hierin verwendet, ist ein Wert, der als eine Spannung, wie durch Ausdehnen
eines 15 mm breiten und 150 mm langen Musters um 15% bei einem Kreuzkopfabstand
von 100 mm und einer Kreuzkopf-Geschwindigkeit von 300 mm/min mittels
eines Instron-Spannungsprüfgerätes in einer
Atmosphäre
von 23°C ± 2°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 65 ± 5%
gemäß JIS K
7115 gemessen, erhalten wird.
-
Die
Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
des erfindungsgemäßen Unterlagematerials
kann durch seine Wasserdampf-Durchlassrate, wie gemessen unter den
Bedingungen B (Temperatur: 40°C;
relative Feuchtigkeit: 90%) von JIS Z 0208, objektiv bewertet werden.
Die Wasserdampf-Durchlassrate des in der vorliegenden Erfindung
verwendeten Unterlagematerials ist im Allgemeinen höher als
500 g/m2·24 h, vorzugsweise mindestens
700 g/m2·24 h, noch bevorzugter mindestens
1 000 g/m2·24 h. Wenn die Wasserdampf-Durchlassrate
des Unterlagematerials in den vorstehenden Bereich fällt, kann
ein Haftklebeband erhalten werden, das es schwierig macht, Hautreizung
zu verursachen, indem in wirksamer Weise durch Schwitzen erzeugte
Feuchtigkeit während
seines Angeklebtseins verdampft wird. Wenn die Wasserdampf-Durchlassrate
des Unterlagematerials in einen Bereich von 1000 bis 20000 g/m2·24
h fällt,
können
in vielen Fällen
gute Ergebnisse erhalten werden.
-
Die
Dicke des Unterlagematerials beträgt im Allgemeinen 40 bis 200 μm, vorzugsweise
45 bis 150 mm, noch bevorzugter 50 bis 100 μm. Wenn die Dicke zu dünn ist,
ist das Unterlagematerial zu flexibel, was ein schlecht zu handhabendes
Haftklebeband für
Haut zum Ergebnis hat. Wenn die Dicke zu groß ist, wird die Flexibilität des Unterlagematerials
beeinträchtigt,
was ein bezüglich
des Formanpassungsvermögens
an Haut verschlechtertes Haftklebeband für Haut zur Folge hat.
-
Die
streckbaren Unterlagematerialien mit guter Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
sind bevorzugt die luftdurchlässigen
Polyolefinfolien. Noch spezifischer wird eine mikroporöse Folie,
die aus einer Harzzusammensetzung, umfassend ein Polyolefinharz
und einen anorganischen Füllstoff
gebildet ist, als ein Unterlagematerial für ein wenig reizendes Haftklebeband
für Haut
verwendet. Als ein Beispiel eines Verfahrens zur Erzeugung der mikroporösen Folie
wird ein Verfahren erwähnt,
bei dem die Harzzusammensetzung zur Bildung einer ungestreckten
Folie verwendet wird und die Folie dann uniaxial oder biaxial zu
einer gestreckten Folie gestreckt wird.
-
Als
Beispiele des Polyolefinharzes können
Niedrigdichte-Polyethylen, Polyethylen mittlerer Dichte, Polyethylen
hoher Dichte, lineares Niedrigdichte-Polyethylen, Polyethylen mit
sehr niedriger Dichte, Polypropylen, Ethylen-Propylen-Copolymere,
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer und Ionomerharze erwähnt werden.
Die Polyolefinharze beinhalten Ethylen-α-Olefin-Copolymere. Beispiele
des α-Olefins
beinhalten 1-Buten, 3-Methyl-1-buten, 4-Methyl-1-penten, 1-Hexen,
1-Octen und 1-Decen.
-
Diese
Polyolefinharze können
entweder die durch Verwendung eines gewöhnlichen Ziegler-Natta-Katalysators
erhaltenen oder die durch Verwendung eines Einzelstellen-Katalysators,
wie eines Metallocenkatalysators oder eines Katalysators mit erzwungener
Geometrie, erhaltenen sein. Die Dichte des Polyolefinharzes beträgt im Allgemeinen
etwa 0,89 bis 0,97 g/cm3, und der Schmelzindex
(MI) davon beträgt
im Allgemeinen etwa 0,1 bis 50 g/10 min. Diese Polyolefinharze können entweder
allein oder in irgendeiner Kombination daraus verwendet werden.
-
Als
Beispiele des anorganischen Füllstoffs
können
Calciumcarbonat, Calciumoxid, Aluminiumoxid (Aluminiumdioxid), Titanoxid,
Siliciumdioxid, Ton, Talkum und Aluminiumsulfat erwähnt werden.
Diese anorganischen Füllstoffe
können
entweder allein oder in irgendeiner Kombination daraus verwendet
werden. Die Form des anorganischen Füllstoffes kann frei gewählt sein,
liegt aber vorzugsweise in einer Form wie eine Kügelchen, Granulat oder in einer
unbestimmten Form vor. Der mittlere Teilchendurchmesser des anorganischen Füllstoffes
beträgt
im Allgemeinen etwa 0,07 bis 15 μm,
vorzugsweise etwa 0,1 bis 9 μm.
Wenn der mittlere Teilchendurchmesser in diesen Bereich fällt, wird
die Streckbarkeit der sich ergebenden mikroporösen Folie gut, und die mittlere
Porengröße, Luftdurchlässigkeit,
Wasserdampf-Durchlassrate und dergleichen der Folie können leicht
innerhalb der jeweiligen gewünschten
Bereiche eingestellt werden.
-
Der
Mischungsanteil des anorganischen Füllstoffs beträgt im Allgemeinen
etwa 50 bis 250 Gewichtsteile, vorzugsweise etwa 80 bis 200 Gewichtsteile
pro 100 Gewichtsteile des Polyolefinharzes. Wenn der Mischungsanteil
des anorganischen Füllstoffs
in diesen Bereich fällt,
können
die unterschiedlichen Merkmale der sich ergebenden mikroporösen Folie
innerhalb der jeweiligen gewünschten
Bereiche eingestellt werden.
-
Die
das Polyolefinharz und den anorganischen Füllstoff umfassende Harzzusammensetzung
kann Additive wie Dispergiermittel, Wärmestabilisatoren, Ultraviolett-Absorptionsmittel,
Gleitmittel, Pigmente und Antistatika wie benötigt enthalten. Dispergiermittel,
wie höhere
Fettsäuren
mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen, so wie Ölsäure, Laurylsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Linolsäure, Linolensäure und
Ricinolsäure; und
Fettsäureester
(zum Beispiel gereinigtes Rizinusöl) einer höheren Fettsäure mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen
mit einem aliphatischen Alkohol mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen sind
besonders bevorzugt, weil die Streckbarkeit, Luftdurchlässigkeit
und das sich weich Anfühlen
der sich ergebenden mikroporösen
Folie verstärkt
werden können
und ihre Griffigkeit gut gemacht werden kann. Die Dispergiermittel
können
entweder allein oder in irgendeiner Kombination daraus verwendet
werden. Die Dispergiermittel werden im Allgemeinen in einer Menge
von 0,5 bis 25 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteilen, vorzugsweise
1 bis 20 Gewichtsteilen, des Polyolefinharzes zugesetzt.
-
Um
die mikroporösen
Folie unter Verwendung der vorstehend erwähnten Harzzusammensetzung zu erzeugen,
wird die Harzzusammensetzung mittels des Breitschlitzdüsen-Verfahrens,
des Blasverfahrens oder dergleichen zu einer ungestreckten Folie
(einem Bahnmaterial) schmelzgeformt, und die Folie wird dann uniaxial
oder biaxial zu einer gestreckten Folie gestreckt. Die ungestreckte
Folie kann gleichzeitig biaxial gestreckt werden. Dem Streckverfahren
wird keine besondere Beschränkung
auferlegt. Uniaxiales Strecken beinhaltet Walzenstrecken und Heizkammerstrecken
zu einer flachen Form, Strecken zu einer röhrenartigen Form und so weiter,
und biaxiales Strecken beinhaltet Spannrahmen-Strecken zu einer
flachen Form, Blasstrecken und Dornstrecken zu einer röhrenartigen
Form und so weiter.
-
Das
Streckverhältnis
ist im Allgemeinen 1,2 bis 6-fach, vorzugsweise 1,5 bis 5-fach,
noch bevorzugter 2 bis 3-fach in mindestens einer axialen Richtung.
Um die Dimensionsgenauigkeit zu verbessern, kann die gestreckte
Folie unter Spannung wärmebehandelt
werden, um die Folie zu thermofixieren. Die Strecktemperatur und
andere Streckbedingungen, wie die Wärmebehandlungsbedingungen,
können
in geeigneter Weise gemäß den Streckbedingungen
für gewöhnliche
Polyolefinharze gewählt
werden. Durch Ausführen
der Streckung wird in der sich ergebenden gestreckten Folie wegen
Trennung von Grenzflächen
zwischen dem Polyolefinharz und dem anorganischen Füllstoff
und dergleichen eine mikroporöse
Struktur ausgebildet.
-
Bei
der vorliegenden Erfindung werden die Art des Polyolefinharzes,
die Art und der Mischungsanteil des Füllstoffes, die Arten und Mengen
der zuzusetzenden Additive, so wie des Dispergiermittels, Streckbedingungen
wie das Streckverhältnis
und so weiter in geeigneter Weise eingestellt, wodurch eine mikroporösen Folie
gebildet wird, welche die folgenden Merkmale aufweist:
- (1) die Dicke ist 40 bis 200 μm;
- (2) die mittlere Porengröße ist 0,02
bis 10 μm;
- (3) die Luftdurchlässigkeit
ist 10 bis 400 sec/100 cc;
- (4) die Wasserdampf-Durchlassrate ist 1000 bis 20000 g/m2·24
h; und
- (5) die Spannungen bei 15% Dehnung in der Maschinenrichtung
und in der Querrichtung sind beide 0,5 bis 15 N/15 mm.
-
Die
Dicke der erfindungsgemäßen mikroporösen Folie
beträgt
40 bis 200 μm,
vorzugsweise 45 bis 150 μm,
noch bevorzugter 50 bis 100 μm.
Wenn die Dicke zu dünn
ist, ist die mikroporöse
Folie zu flexibel, was ein schlecht zu handhabendes Haftklebeband
für Haut
zum Ergebnis hat. Wenn die Dicke zu groß ist, wird die Flexibilität der mikroporösen Folie
beeinträchtigt,
was ein bezüglich
des Formanpassungsvermögens
an Haut verschlechtertes Haftklebeband für Haut zur Folge hat.
-
Die
mittlere Porengröße der erfindungsgemäßen mikroporösen Folie
beträgt
0,02 bis 10 μm,
vorzugsweise 0,05 bis 6 μm,
noch bevorzugter 0,1 bis 5 μm.
Die mittlere Porengröße kann
bestimmt werden, indem mittels eines Abtast-Elektronenmikroskops eine Photographie
der mikroporösen
Folie aufgenommen wird, diese Photographie untersucht wird, um die
Länge jeder
Pore zu messen, und ein Mittelwert daraus berechnet wird.
-
Die
Porengröße ist in
unterschiedlicher Art innerhalb eines Bereiches von im Allgemeinen
0,01 bis 20 μm
verteilt. In vielen Fällen
beträgt
sie jedoch höchstens
10 μm, wodurch
eine mikroporösen
Folie mit einer großen
Anzahl von darin gebildeten feinen Poren bereitgestellt wird. Wenn
die mittlere Porengröße zu klein
ist, werden die Luftdurchlässigkeit
und die Wasserdampf-Durchlassrate der mikroporösen Folie erniedrigt. Wenn die
mittlere Porengröße zu groß ist, wird
die Flexibilität
der mikroporösen
Folie verschlechtert.
-
Die
Luftdurchlässigkeit
der erfindungsgemäßen mikroporösen Folie
beträgt
10 bis 400 sec/100 cc, vorzugsweise 10 bis 300 sec/100 cc, noch
bevorzugter 30 bis 280 sec/100 cc, besonders bevorzugt 50 bis 270 sec/100
cc. Die Luftdurchlässigkeit
kann gemäß dem in
JIS P 8117 vorgeschriebenen Prüfverfahren
für Luftdurchlässigkeit
(Temperatur: 23°C,
relative Feuchtigkeit: 65%) bestimmt werden. Unter der Luftdurchlässigkeit versteht
man den Zeitraum, der benötigt
wird, bis Luft (100 cc) unter einem festgelegten Druck durch eine
Folienoberfläche
festgelegter Fläche
(645 mm2) hindurchgegangen ist, und ein
kleinerer Wert davon zeigt an, dass die Luftdurchlässigkeit
einer Folie besser ist.
-
Wenn
die Luftdurchlässigkeit
der mikroporösen
Folie zu hoch ist, kann lediglich ein Haftklebeband mit einer ausgeprägt niedrigen
Wasserdampf-Durchlassrate bereitgestellt werden, wenn eine solche
mikroporöse Folie
als ein Unterlagematerial für
das Haftklebeband verwendet wird, um einen Haftkleber auf die Oberfläche davon
aufzubringen, sogar wenn dessen Wasserdampf-Durchlassrate hoch ist.
Wenn ihre Luftdurchlässigkeit zu
niedrig ist, wird ihre Flexibilität leicht beeinträchtigt,
und ein darauf aufgebrachter Haftkleber wird leicht in die Poren
eindringen. Wenn die Luftdurchlässigkeit
der mikroporösen
Folie in den vorstehend beschriebenen Bereich fällt, kann die Wasserdampf-Durchlassrate
des sich ergebenden Haftklebebandes auf mindestens 700 g/m2·24
h eingestellt werden, was für
die Anwendung auf Haut wünschenswert
ist.
-
Die
Wasserdampf-Durchlassrate der erfindungsgemäßen mikroporösen Folie
beträgt
1000 bis 20000 g/m2·24 h, vorzugsweise 2500 bis
15000 g/m2·24 h, noch bevorzugter 3000
bis 10000 g/m2·24 h. Wenn die Wasserdampf-Durchlassrate
der erfindungsgemäßen mikroporösen Folie
zu niedrig ist, wird die Wasserdampf-Durchlassrate des sich ergebenden Haftklebebandes
erniedrigt. Wenn die Wasserdampf-Durchlassrate zu hoch ist, wird
die mikroporöse
Folie spröde.
-
Die
Spannungen bei 15% Dehnung (auf die auch als Zugspannungen bei 15%
Dehnung Bezug genommen werden kann) in der Maschinenrichtung (MD)
und der Querrichtung (TD) der erfindungsgemäßen mikroporösen Folie
sind beide 0,5 bis 15 N/15 mm, vorzugsweise 0,7 bis 12 N/15 mm,
noch bevorzugter 1 bis 10 N/15 mm. Die Flexibilität der mikroporösen Folie
kann durch Messen der Spannung bei 15% Dehnung der mikroporösen Folie
objektiv bewertet werden. Wenn die Spannung bei 15% Dehnung der
mikroporösen
Folie in den vorstehenden Bereich fällt, kann ein Haftklebeband
erhalten werden, das sich leicht an die Bewegung einer Hautoberfläche, auf
die es aufgebracht ist, anpasst. Wenn die Spannung zu niedrig ist,
wird die mikroporösen
Folie zu flexibel und ungeeignet als ein Unterlagematerial für ein Haftklebeband
für Haut.
Wenn die Spannung zu hoch ist, wird die Flexibilität der mikroporösen Folie
erniedrigt.
-
(2) Haftkleber
-
der
bei den erfindungsgemäßen Haftklebebändern verwendete
Haftkleber ist vorzugsweise ein solcher, der kaum Hornschichtzellen
von einer Hautoberfläche
abtrennt und kaum die Hautoberfläche
beschädigt, wenn
das Haftklebeband davon abgezogen wird. Als eine Anzeigegröße dafür, dass
ein Haftkleber solche Klebstoffeigenschaften hat, kann die Haftfestigkeit
auf Bakelit eines mit dem Haftkleber hergestellten Haftklebebandes
verwendet werden.
-
Die
Haftfestigkeit auf Bakelit des bei der vorliegenden Erfindung verwendeten
Haftklebers beträgt höchstens
1,5 N/15 mm, vorzugsweise höchstens
1,4 N/15 mm. Der untere Grenzwert der Haftfestigkeit auf Bakelit
ist im Allgemeinen 0,6 N/15 mm, vorzugsweise 0,8 N/15 mm. Die Haftfestigkeit
auf Bakelit, wie hierin verwendet, ist ein Wert, der durch Messen
der Haftfestigkeit eines 15 mm breiten Haftklebers auf einem Bakelitbrett
gemäß dem in
JIS Z 0237 vorgeschriebenen 180-Grad-Abziehverfahren erhalten wird.
-
Der
in der vorliegenden Erfindung verwendete Haftkleber hat vorzugsweise
eine hervorragende Feuchtigkeitsdurchlässigkeit, um ein Haftklebeband
mit einer Wasserdampf-Durchlassrate von mindestens 500 g/m2·24
h, vorzugsweise mindestens 700 g/m2·24 h,
noch bevorzugter mindestens 1000 g/m2·24 h bereitzustellen,
wenn eine Haftkleberschicht auf dem vorstehend beschriebenen Unterlagematerial
gebildet wird. Der obere Grenzwert der Wasserdampf-Durchlassrate des
Haftklebebandes beträgt
im Allgemeinen etwa 5000 g/m2·24 h.
Jede zu niedrige Wasserdampf-Durchlassrate des Haftklebebandes bildet
den Grund der Zurückhaltung
von Feuchtigkeit durch Schwitzen, der Trennung der Hornschicht beim
Abziehen, Hautkrankheiten wie Hautausschlag, Jucken und Erythem
und so weiter. Der obere Grenzwert der Wasserdampf-Durchlassrate des
Haftklebebandes wird durch die Luftdurchlässigkeit und die Wasserdampf-Durchlassrate
des Unterlagematerials, die Art des Haftklebebandes und so weiter
gesteuert.
-
Als
der in der vorliegenden Erfindung verwendete Haftkleber wird unter
dem Gesichtspunkt der Linderung der Hautreizung ein Haftkleber der
Art bevorzugt, dass die Scherdeformation (mm/12 × 20 mm2·2 N·30 min)
des Haftklebers innerhalb eines Bereichs von 0,15 bis 1,20 mm liegt.
Noch spezifischer wird unter dem Gesichtspunkt der Bereitstellung
eines wenig reizenden Haftklebebandes für Haut als der Haftkleber derjenige bevorzugt,
der die Bewegung einer Hautoberfläche, auf die er aufgebracht
ist, kaum an das Unterlagematerial überträgt. Eine derartige Klebstoffeigenschaft
des Haftklebers kann durch die Scherdeformation des Haftklebers
auf der Oberfläche
einer nicht streckbaren, einer Grundierungsbehandlung unterworfenen
harten Folie [zum Beispiel einer mit einer Grundierung beschichteten
Polyethylenterephthalat (PET)-Folie] bewertet werden. Die Scherdeformation
des Haftklebers, wie in der vorliegenden Erfindung verwendet, beträgt vorzugsweise
0,17 bis 1,0 mm, noch bevorzugter 0,20 bis 0,50 mm. Wenn die Scherdeformation
des Haftklebers des Haftklebebandes zu klein ist, wird die Hautreizung
groß.
Wenn die Scherdeformation des Haftklebers zu groß ist, tritt leicht das Zurückhalten
des Haftklebers auf einer Hautoberfläche und dergleichen auf.
-
Die
bei den erfindungsgemäßen Haftklebebändern verwendeten
Haftklebstoffe sind Acryl-Haftkleber, spezifischer Acryl-Haftkleber,
die Copolymere von (1) 50 bis 97,5 Gew.-%, vorzugsweise 70 bis 95
Gew.-%, eines Alkyl(meth)acrylats mit einer Alkylgruppe mit 4 bis
12 Kohlenstoffatomen, (2) 2 bis 49,5 Gew.-%, vorzugsweise 4 bis
29 Gew.-% eines Alkoxypolyalkylenglycol(meth)acrylates und (3) 0,5
bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-% eines Hydroxylgruppen
oder Carboxylgruppen enthaltenden Monomers sind. Die Copolymere
können
diejenigen sein, die durch Copolymerisation eines noch weiter copolymerisierbaren
Vinylmonomers innerhalb eines Bereichs von etwa 0 bis 30 Gew.-%
erhalten werden.
-
Als
Beispiele des Alkyl(meth)acrylats mit einer Alkylgruppe mit 4 bis
12 Kohlenstoffatomen können n-Butylacrylat,
Isobutylacrylat, t-Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, n-Octylacrylat, Isooctylacrylat,
Isononylacrylat, Decylacrylat, Dodecylacrylat, n-Butylmethacrylat,
Isobutylmethacrylat, t-Butylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat, n-Octylmethacrylat,
Isooctylmethacrylat, Isononylmethacrylat, Decylmethacrylat und Dodecylmethacrylat
erwähnt
werden. Unter diesen sind 2-Ethylhexylacrylat,
n-Octylacrylat, Isooctylacrylat und Isononylacrylat bevorzugt. Diese
Alkyl(meth)acrylate können
allein oder in jeder Kombination davon verwendet werden.
-
Das
Alkoxypolyalkylenglycol(meth)methacrylat ist ein (Meth)acrylester,
dargestellt durch die folgende Formel (1):
wobei R
1 und
R
2 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe sind, R
3 eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen
ist und n eine ganze Zahl von 2 bis 12 ist.
-
Spezifische
Beispiele des durch die Formel (1) dargestellten Monomers beinhalten
Methoxydiethylenglycolacrylat (R1 = H, R2 = H, R3 = CH3, n = 2), Methoxydiethylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = H, R3 = CH3, n = 2), Methoxydipropylenglycolacrylat
(R1 = H, R2 = CH3, R3 = CH3, n = 2), Methoxydipropylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = CH3, R3 = CH3, n = 2),
Ethoxydiethylenglycolacrylat (R1 = H, R2 = H, R3 = C2H5, n = 2), Ethoxydiethylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = H, R3 = C2H5, n = 2), Ethoxydipropylenglycolacrylat
(R1 = H, R2 = CH3, R3 = C2H5, n = 2), Ethoxydipropylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = CH3, R3 = C2H5,
n = 2), Methoxytriethylenglycolacrylat (R1 =
H, R2 = H, R3 =
CH3, n = 3), Methoxytriethylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = H, R3 = CH3, n = 3), Methoxytripropylenglycolacrylat
(R1 = H, R2 = CH3, R3 = CH3, n = 3), Methoxytripropylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = CH3, R3 = C2H5,
n = 3), Methoxypolyethylenglycolacrylat (R1 =
H, R2 = H, R3 =
CH3, n = 4 bis 10), Methoxypolyethylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = N, R3 = CH3, n = 4 bis 10), Methoxypolypropylenglycolacrylat
(R1 = H, R2 = CH3, R3 = CH3, n = 4 bis 10) und Methoxypolypropylenglycolmethacrylat
(R1 = CH3, R2 = CH3, R3 = CH3, n = 4 bis
10).
-
Als
Beispiele des Hydroxylgruppen oder Carboxylgruppen enthaltenden
Monomers können
Hydroxylalkyl(methacrylate) und Carboxyalkyl(meth)acrylate erwähnt werden.
Spezifische Beispiele dieser Monomere beinhalten 2-Hydroxyethylacrylat,
2-Carboxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat, 2-Carboxypropylacrylat, 3-Hydroxypropylacrylat,
3-Carboxypropylacrylat, 4-Hydroxybutylacrylat, 4-Carboxybutylacrylat,
2-Hydroxyethylmethacrylat, 2-Carboxyethylmethacrylat, 2-Hydroxypropylmethacrylat,
2-Carboxypropylmethacrylat, 3-Hydroxypropylmethacrylat, 3-Carboxypropylmethacrylat,
4-Hydroxybutylmethacrylat und 4-Carboxybutylmethacrylat.
-
Als
Beispiele des Hydroxylgruppen enthaltenden Monomers können eine
Hydroxylgruppe enthaltende (Meth)acrylsäureester genannt werden, die
durch Formel (2) dargestellt werden:
wobei R
4 und
R
5 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe sind und
m eine ganze Zahl von 2 bis 12 ist, so wie Polyethylenglycol(meth)acrylate
und Polypropylenglycol(meth)acrylate.
-
Als
Beispiele des Carboxylgruppen enthaltenden Monomers können eine
Carboxylgruppe enthaltende (Meth)acrylsäureester genannt werden, die
durch die Formel (3) dargestellt werden:
wobei R
6 ein
Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist und X eine zweiwertige
organische Gruppe mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen ist, die ein
Heteroatom wie ein Sauerstoff-, Stickstoff oder Schwefelatom enthalten
kann.
-
In
der Formel (3) ist die Anzahl der Kohlenstoffatome in X vorzugsweise
2 bis 50, noch bevorzugter 2 bis 30. Das Heteroatom ist in vielen
Fällen
ein Sauerstoffatom. Als spezifische Beispiele von X können gerad- oder
verzweigtkettige Alkylengruppen mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen,
-R7-OCO-R8, (wobei
R7 und R8 Alkylengruppen
sind) und R9-OCO-R10-OCO-R11- (wobei R9, R10 und R11 Alkylengruppen
sind) erwähnt
werden. Spezifische Beispiele der durch Formel (3) dargestellten,
eine Carboxylgruppe enthaltenden (Meth)acrylsäureester beinhalten 2-Carboxyethylacrylat,
2-Acryloyloxyethylbernsteinsäure
und ω-Carboxypolycaprolactonacrylat.
-
Als
Beispiele des noch weiter copolymerisierbaren Vinylmonomers können Alkyl(meth)acrylate
wie Methylacrylat, Ethylacrylat, Isopropylacrylat, Methylmethacrylat,
Ethylmethacrylat, Isopropylmethacrylat, Tridecylacrylat und Tridecylmethacrylat;
Carboxylgruppen enthaltende Monomere wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid
und Itaconsäure;
(Meth)acrylamide und Derivate davon wie Acrylamid, Methacrylamid
und N-Methylol-Acrylamid;
Epoxygruppen enthaltendes Monomer wie Glycidylacrylat und Glycidylmethacrylat;
Vinylester, so wie Vinylacetat; ungesättigte Nitrile, so wie Acrylnitril
und Methacrylnitril; und vinylaromatische Verbindungen wie Styrol
genannt werden.
-
Den
in der vorliegenden Erfindung verwendeten Haftklebern können verschiedene
Allgemeinzweck-Additive wenn gewünscht
zugesetzt werden. In die Haftkleber können wenn gewünscht perkutan
absorbierbare Medikamente zugesetzt werden. Beispiele von perkutan
absorbierbaren Medikamenten beinhalten Medikamente gegen Angina
pectoris, Corticosteroide, analgetisch-antiphlogistische Medikamente,
hypnotische Analgetika, entzündungshemmende
Medikamente, antiallergische Medikamente, Antihistaminika, Koronarvasodilatoren,
antibakterielle Medikamente, Befeuchtungsmittel, Vitamine, Antitussiva,
anaesthetische Medikamente, Antitumormittel und Parfümgrundstoffe.
Diese Medikamente werden wie benötigt
in wirksamen Mengen zugesetzt.
-
(3) Haftklebeband für Haut
-
Die
erfindungsgemäßen Haftklebebänder für Haut können hergestellt
werden, indem ein Haftkleber auf mindestens eine Seite eines streckbaren
Unterlagematerials mit guter Feuchtigkeitsdurchlässigkeit gemäß einem
an sich im Stand der Technik bekannten Verfahren aufgebracht wird.
Der Haftkleber kann auf eine Trennvorrichtung aufgetragen werden,
um ihn auf das Unterlagematerial zu übertragen. Um den Haftkleber aufzubringen,
ist es lediglich nötig,
eine Lösung
mit einem Basispolymer und gegebenenfalls Additiv-Inhaltsstoffen,
gleichmäßig in einem
organischen Lösungsmittel
gelöst
oder dispergiert, auf das Unterlagematerial oder die Trennvorrichtung
aufzubringen und sie zu trocknen. Die Dicke der Haftkleberschicht
beträgt
im Allgemeinen 20 bis 60 μm,
vorzugsweise 30 bis 50 μm.
-
Die
erfindungsgemäßen Haftklebebänder für Haut haben
die folgenden unterschiedlichen Merkmale:
- (a)
das Formanpassungsvermögen
an eine streckbare Folie ist höchstens
4,2 mal, vorzugsweise höchstens 4,0
mal, noch bevorzugter höchstens
3,8 mal, häufig
2,4 bis 4,2 mal so hoch wie die Spannung der streckbaren Folie bei
15% Dehnung;
- (b) die Wasserdampf-Durchlassrate ist mindestens 500 g/m2·24
h, vorzugsweise 700 bis 5 000 g/m2·24 h, noch
bevorzugter 750 bis 3 000 g/m2·24 h und
besonders bevorzugt 800 bis 2 000 g/m2·24 h;
und
- (c) die Haftfestigkeit auf Bakelit ist höchstens 1,5 N/15 mm, vorzugsweise
0,6 bis 1,5 N/15 mm, noch bevorzugter 0,8 bis 1,4 N/15 mm.
-
Um
das Formanpassungsvermögen
des Haftklebebandes an die streckbare Folie zu bestimmen, wird eine
Probe des Haftklebebandes auf eine streckbare Folie geklebt, um
die Spannung der Haftklebebandprobe zu messen, wenn die streckbare
Folie bei einer Geschwindigkeit von 100 mm/min um 15% mittels eines
Instron-Spannungsprüfgerätes gedehnt
wird. Der gemessene Wert der Spannung ist das Formanpassungsvermögen des
Haftklebebandes an die streckbare Folie. Der gemessene Wert der
Spannung wird durch die Spannung der streckbaren Folie bei 15% Dehnung
dividiert, um einen Quotienten daraus zu berechnen. Der Quotient
muss 4,2-fach oder niedriger sein. In den Beispielen und Vergleichsbeispielen
wurde eine Polyurethanfolie (Dicke 27 μm), deren Spannung bei 15% Dehnung
0,84 N/15 mm ist, als die streckbare Folie verwendet, weil die Polyurethanfolie
den Bedingungen der Haut eines menschlichen Körpers ähnlich ist. Das Formanpassungsvermögen des
Haftklebebandes an Haut kann durch diesen Wert ((Quotienten) objektiv
bewertet werden. Das Formanpassungsvermögen des erfindungsgemäßen Haftklebebandes
an Haut kann bestimmt werden, indem es tatsächlich auf die Haut eines menschlichen
Körpers
aufgebracht wird. Weil jedoch die Haut des menschlichen Körpers je
nach der Einzelperson unterschiedlich ist, wird ein solches Formanpassungsvermögen an die
streckbare Folie als eine objektive Hinweisgröße verwendet. Die Spannung
des Haftklebebandes, wie mit dem vorstehend beschriebenen Verfahren
gemessen, fällt
im Allgemeinen in den Bereich von 2,5 bis 3,5 N/15 mm (Quotient
= 3,0 bis 4,2-fach).
-
Die
erfindungsgemäßen Haftklebebänder sind
wünschenswerter
Weise derart, dass unter dem Gesichtspunkt der Verringerung der
Hautreizung und des Verbleibens des Haftklebers auf einer Hautoberfläche (d)
die Scherdeformation (mm/12 × 20
mm2·2
N·30
min) des Haftklebers im Bereich von vorzugsweise 0,15 bis 1,20 mm
liegt, noch bevorzugter 0,17 bis 1,0 mm, besonders bevorzugt 0,20
bis 0,50 mm.
-
Weil
die erfindungsgemäßen Haftklebebänder für Haut solche
unterschiedlichen Merkmale aufweisen, haben sie die Eigenschaften,
dass das Formanpassungsvermögen
an Haut gut ist, die Feuchtigkeitszurückhaltung während ihres Angeklebtseins
gering ist, das Haftvermögen
beim Schwitzen oder während
sie für
einen langen Zeitraum angeklebt sind, gut ist und Schmerz, Abtrennung
der Hornschicht und Hautreizung beim Abziehen gering sind. Demgemäss können die
erfindungsgemäßen Haftklebebänder für Haut mit
dem Ziel des Hautschutzes, so wie Schutz der krankhaft befallenen
Hautteile und operierten Stellen, zur perkutanen Absorption von
Medikamenten und so weiter verwendet werden.
-
BEISPIELE
-
Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend spezifischer durch die folgenden
Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben. Alle Bezeichnungen
als „Teil" oder „Teile" und „%", wie sie in den
folgenden Beispielen und Vergleichsbeispielen verwendet werden,
bedeuten Gewichtsteil oder Gewichtsteile und Gew.-%, wenn nicht
anders ausdrücklich
angemerkt.
-
Physikalische
Eigenschaften, Merkmale und Leistungen von Unterlagematerialien
und Haftklebebändern
wurden gemäß den folgenden
jeweiligen Verfahren bestimmt:
-
1. Unterlagematerial
-
(1) Mittlere Porengröße
-
Ein
Mittelwert (Einheit: μm)
von Längen
von Poren, gemessen mittels eines Abtast-Elektronenmikroskops, wurde ausgerechnet,
um ihn als eine mittlere Porengröße (n =
10) zu betrachten. Die Formen der Poren beinhalten verschiedene
Formen, wie Ellipse, Rhombus, Rechteck und Vieleck. Die Länge bedeutet
jedoch eine Länge
des längsten
Durchmessers oder der längsten
Diagonallinie. Die Messtemperatur ist gewöhnliche Temperatur (18 bis
27°C).
-
(2) Luftdurchlässigkeits
-
Der
Zeitraum (Einheit sec/100 cc), der benötigt wird, bis Luft (100 cc)
unter einem festgelegten Druck durch eine Folienoberfläche festgelegter
Fläche
(645 mm2) hindurchgegangen ist, wurde gemäß dem in
JIS P 8117 vorgeschriebenen Prüfverfahren
für Luftdurchlässigkeit
gemessen (n = 3). Die Messung wurde unter einer Atmosphäre einer
Temperatur von 23°C ± 2°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 65 ± 5%
ausgeführt.
-
(3) Wasserdampf-Durchlassrate
-
Eine
Seite einer Folienprobe von 36 cm2 wurde
gemäß den Bedingungen
B (Temperatur: 40°C;
relative Feuchtigkeit: 90%) von JIS Z 0208 auf eine Temperatur von
40°C und
eine relative Feuchtigkeit von 90% eingestellt, und etwa 16 g eines
Feuchtigkeits-Absorptionsmittels (Calciumchlorid) wurden auf die
andere Seite verbracht, um durch die Folie hindurchgegangene Feuchtigkeit
absorbiert werden zu lassen, wobei die Gewichtsveränderung
des Calciumchlorids in einen Wert pro 1 m2 und
24 Stunden umgerechnet wurde, um ihren Wert als eine Wasserdampf-Durchlassrate (n
= 3) anzusehen.
-
(4) Spannung bei 15% Dehnung
-
Die
Spannungslast (Probenbreite 15 mm; Kreuzkopf-Abstand: 100 mm; Kreuzkopf-Geschwindigkeit: 300
mm/min) zu dem Zeitpunkt, bei dem eine Probe mittels eines Spannungsprüfgerätes gemäß JIS K
7115 um 15% gedehnt war, wurde gemessen. Die Messung wurde in einer
Atmosphäre
einer Temperatur von 23°C ± 2°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 65 ± 5%
ausgeführt.
-
2. Merkmale des Haftklebebandes
-
(1) Formanpassungsvermögen an streckbare
Folie
-
Wie
in 1 veranschaulicht, wurde eine Polyurethanfolie 1 (Dicke
27 μm),
deren Spannung bei 15% Dehnung 0,84 N/15 mm betrug, in eine Größe von 18
mm × 150
mm geschnitten und mit den Spannbacken 3 und 4 eines
Instron-Spannungsprüfgerätes derart
befestigt, dass der Kreuzkopf-Abstand 100 mm beträgt. Ein in
eine Größe von 15
mm × 98
mm geschnittenes Haftklebeband 2 wurde auf die Polyurethanfolie 1 geklebt, um
die Spannung des Haftklebebandes 2 zu dem Zeitpunkt zu
messen, bei dem die Polyurethanfolie 1 bei einer Kreuzkopfgeschwindigkeit
von 100 mm/min um 15% gedehnt war. Diese Spannung wurde als das
Formanpassungsvermögen
des Haftklebebandes an die streckbare Folie betrachtet, um es mit
der Spannung der Polyurethanfolie bei 15% Dehnung zu vergleichen.
Die Messung wurde in einer Atmosphäre einer Temperatur von 23°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 65% ausgeführt.
-
(2) Haftfestigkeit auf
Bakelit
-
Die
Haftfestigkeit jedes 15 mm breiten Haftklebebandes auf einem Bakelitbrett
wurde gemäß dem in JIS
Z 0237 vorgeschriebenen 180-Grad-Abziehverfahren gemessen. Die Messung
wurde in einer Atmosphäre einer
Temperatur von 23°C ± 2°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 65 ± 5%
ausgeführt.
-
(3) Wasserdampf-Durchlassrate
-
Die
Wasserdampf-Durchlassrate jedes Haftklebebandes wurde unter den
Bedingungen B (Temperatur: 40°C;
relative Feuchtigkeit: 90%) von JIS Z 0208 gemessen.
-
(4) Scherdeformation des
Haftklebers
-
Die
Scherdeformation eines Haftklebers bedeutet eine Scherdeformation
des Haftklebers wie in einem Zustand gemessen, bei dem die Oberfläche einer
nicht streckbaren harten Folie, wie PET #36, einer Grundierungsbehandlung
unterworfen wurde (zum Beispiel Polyesterharz „Vylon 30SS", Produkt von Toyobo
Co., Ltd.; aufgebracht in einer Dicke von etwa 3 μm), um den
Grenzflächen-Schlupf
des Haftklebers des Haftklebebandes (mit einem angeklebten Teil)
zu entfernen.
-
Noch
spezifischer wurde, wie in 2 veranschaulicht,
eine Bakelit- (oder eine Glas)-Platte 22 an der vertikalen
Oberfläche
eines Trägers 21 befestigt,
und eine einer Grundierungsbehandlung unterworfene PET-Folie 23 wurde
mit dessen Oberfläche,
mit der grundierungsbehandelten Oberfläche 24 nach außen, verbunden.
Ein Haftklebeband 25 wurde an der Seite der Haftkleberschicht 26 auf
die grundierungsbehandelte Oberfläche 24 geklebt. Ein
Schnitt 27 wurde in dem Haftklebeband zu einem solchen
Zustand gemacht, dass eine Fläche
von 12 × 20
mm2 der Haftkleberschicht auf der grundierungsbehandelten
Oberfläche
klebte. Eine Last 28 von 2 N wurde an das untere Ende des
Klebebandes 25 aufgebracht. Nachdem das Klebeband 25 30 Minuten
lang in diesem belasteten Zustand stehen gelassen worden war, wurde
die Scherdeformation der Klebstoffschicht an dem ausgeschnittenen
Teil durch ein mit einem Maßstab
ausgerüstetes
Mikroskop ausgelesen, um sie als die Scherdeformation des Haftklebers
zu betrachten (n = 3).
-
3. Leistungsbewertung
des Haftklebebandes
-
(1) Formanpassungsvermögen an Haut
-
Wie
in 3 veranschaulicht, wurden zwei nicht streckbare
Folien 32, 33 in Form eines 15 mm breiten Streifens
in einem Abstand von 20 mm auf die Innenseite der Unterarme von
6 erwachsenen Männern
geklebt, ein Ende einer nicht streckbaren Folie 32 wurde
befestigt, und ein Ende der anderen nicht streckbaren Folie 33 wurde
mit einem Dehnungsmessgerät 34 (digitales
Kraftmessgerät)
verbunden. Ein Haftklebeband 35 von 15 mm × 18 mm
wurde jeweils bei einem Abstand von 1 mm zwischen den beiden nicht
streckbaren Folien angeklebt, um die Spannung bei 15% Dehnung des
Klebebandes als eine Hinweisgröße für das Formanpassungsvermögen an Haut
im Vergleich zu der Viskoelastizität der Haut zu bewerten. Die
Messung wurde in einer Atmosphäre
einer Temperatur von 23°C ± 2°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 65 ± 5%
ausgeführt.
-
(2) Haftvermögen an Haut,
Feuchtigkeitsrückhaltung
und Schmerz beim Abziehen
-
Zwei
Streifen von 15 mm × 70
mm jedes Haftklebebandes wurden in einer Querrichtung auf die Innenseite
der Unterarme von 8 erwachsenen Männern geklebt. Das Haftvermögen an der
Haut wurde bei einem Abziehwinkel von 90° mittels eines Instron-Spannungsmessgerätes nach
einer Stunde und nach 24 Stunden gemessen. In Bezug auf die 24 Stunden
lang angeklebte Probe wurde die Feuchtigkeitsrückhaltung und der Schmerz beim
Abziehen und die Hautreizung eine Stunde nach dem Abziehen bewertet.
In Bezug auf die Feuchtigkeitsrückhaltung
wurde die Leitfähigkeit
der epidermalen Hornschicht vor und nach dem Ankleben mittels eines
SKICON 200 (hergestellt von IBS) gemessen, um zu bewerten, dass Feuchtigkeit
zurückgehalten worden
war, wenn die Leitfähigkeit
der epidermalen Hornschicht deutlich zugenommen hatte. Mit Bezug
auf den Schmerz beim Abziehen wurde eine Befragung mit 4 Rangstufen
(0: kein Schmerz, 1: leichter Schmerz, 2: starker Schmerz, 3: unerträglicher
Schmerz) durchgeführt,
um ihn durch eine Mittelwertsnote auszudrücken.
-
(3) Hautreizungsindex
-
Jedes
Haftklebeband mit 25 mm Durchmesser wurde auf die Innenseite der
Unterarme von 10 erwachsenen Männern
geklebt. Das Klebeband wurde 24 Stunden nach dem Ankleben abgezogen,
um die Hautreizung eine Stunde nach dem Abziehen gemäß dem japanischen
Standard zu bewerten.
-
Der
japanische Standard ist ein von der japanischen Pflastertest-Forschungsgruppe
vorgeschriebener Standard. Noch spezifischer wurden Gewichte von
0, 0,5, 1, 2, 3 und 4 Punkten dem folgenden Standard -, ±, +, ++,
+++ beziehungsweise ++++ zugeteilt, um einen Mittelwert der Bewertungsergebnisse
der jeweiligen Personen mit 100 zu multiplizieren, um dessen Wert
als einen Hautreizungsindex auszudrücken. Kriterium
| –: | Keine
Reaktion |
| ±: | Leichtes
Erythem |
| +: | Erythem |
| ++: | Erythem
+ Ödem |
| +++: | Erythem
+ Ödem
+ Papel |
| ++++: | Erythem
+ Ödem
+ Papel, Serumpapel, Vesikel. |
-
Beispiel 1
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Methoxynonaethylenglycolacrylat/Nonaethylenglycolmethacrylat
(83 Teile/16 Teile/1 Teil) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als ein
Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel: Toluol/Ethylacetat
= 7/3 (Gewichtsverhältnis);
Konzentration: 30 Gew.-%] herzustellen, wobei 0,6 Teile Coronate
L (Produkt von Nippon Polyurethane Industry Co., Ltd.) 100 Teilen (Feststoffgehalt)
des Copolymers zugesetzt wurden.
-
Diese
Haftkleberlösung
wurde auf eine Trennvorrichtung aufgetragen, deren Oberfläche einer
Siliconbehandlung unterworfen worden war, um eine Trockenschichtdicke
von 38 μm
zu ergeben, und bei 120°C
3 Minuten lang getrocknet. Danach wurde eine mikroporöse Polyolefinfolie
mit einer Dicke von 80 μm
als ein Unterlagematerial auf die Oberfläche der Haftkleberschicht laminiert,
und es wurde eine Woche lang Alterung bei 50°C durchgeführt, um ein Haftklebeband für Haut herzustellen.
-
Beispiel 2
-
Ein
Haftklebeband für
Haut wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 hergestellt,
außer
dass das Hydroxylgruppen-haltige Monomer unter den Monomerkomponenten
des Haftklebers zu Ethylenglycolmethacrylat verändert wurde.
-
Vergleichsbeispiel 1
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Methoxynonaethylenglycolacrylat/Nonaethylenglycolmethacrylat
(83 Teile/16 Teile/1 Teil) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als ein
Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel: Toluol/Ethylacetat
= 7/3 (Gewichtsverhältnis);
Konzentration: 30 Gew.-%] herzustellen, wobei 0,6 Teile Coronate
L (Produkt von Nippon Polyurethane Industry Co., Ltd.) 100 Teilen (Feststoffgehalt)
des Copolymers zugesetzt wurden.
-
Diese
Haftkleberlösung
wurde auf eine Trennvorrichtung aufgetragen, deren Oberfläche einer
Siliconbehandlung unterworfen worden war, um eine Trockenschichtdicke
von 38 μm
zu ergeben, und bei 120°C
3 Minuten lang getrocknet. Danach wurde eine EMMA- (Ethylen-Methylmethacrylat-Copolymer)
Folie mit einer Dicke von 100 μm
als ein Unterlagematerial auf die Oberfläche der Haftkleberschicht laminiert,
und es wurde eine Woche lang Alterung bei 50°C durchgeführt, um ein Haftklebeband für Haut herzustellen.
-
Vergleichsbeispiel 2
-
Ein
Isononylacrylat/Acrylsäure-Copolymer
(98 Teile/2 Teile) wurde als ein Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel:
Toluol/Ethylacetat = 7/3 (Gewichtsverhältnis); Konzentration: 30 Gew.-%]
herzustellen. Diese Haftkleberlösung
wurde auf eine Trennvorrichtung aufgetragen, deren Oberfläche einer
Siliconbehandlung unterworfen worden war, um eine Trockenschichtdicke
von 38 μm
zu ergeben, und bei 120°C
3 Minuten lang getrocknet. Danach wurde ein Rayon-Vliesstoff mit
einer Dicke von 100 μm
als ein Unterlagematerial auf die Oberfläche der Haftkleberschicht laminiert,
und es wurde eine Woche lang Alterung bei 40°C durchgeführt, um ein Haftklebeband für Haut herzustellen.
-
Vergleichsbeispiel 3
-
Ein
Isononylacrylat/Acrylsäure-Copolymer
(96 Teile/4 Teile) wurde als ein Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel:
Toluol/Ethylacetat = 7/3 (Gewichtsverhältnis); Konzentration: 30 Gew.-%]
herzustellen. Diese Haftkleberlösung
wurde auf eine Trennvorrichtung aufgetragen, deren Oberfläche einer
Siliconbehandlung unterworfen worden war, um eine Trockenschichtdicke
von 38 μm
zu ergeben, und bei 120°C
3 Minuten lang getrocknet. Danach wurde eine Polyethylenfolie mit
einer Dicke von 120 μm
als ein Unterlagematerial auf die Oberfläche der Haftkleberschicht laminiert,
und es wurde eine Woche lang Alterung bei 40°C durchgeführt, um ein Haftklebeband für Haut herzustellen.
-
Die
physikalischen Eigenschaften der jeweiligen, in den Beispielen 1
und 2 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 3 verwendeten Unterlagematerialien,
die Merkmale der sich ergebenden Haftklebebänder und die Ergebnisse von
deren Leistungsbewertung werden in den Tabellen 1, 2 beziehungsweise
3 gezeigt.
-
-
-
Bemerkung
-
- 1*
- Die Spannung bei 15%
Dehnung der streckbaren Folie ist 0,84 N/15 mm. Der Qotient ist
ein Wert, der durch Dividieren des Formanpassungsvermögens (Wert
der Spannung) jedes Haftklebebandes an die streckbare Folie durch
die Spannung bei 15% Dehnung der streckbaren Folie erhalten wird.
-
-
Bemerkung
-
- *2
- Die Spannung (Haut-Viskoelastizität) der Haut
bei 15% Dehnung ist 0,31 N/15 mm.
-
Beispiel 3
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Methoxynonaethylenglycolacrylat/Nonaethylenglycolmethacrylat
(83 Teile/16 Teile/1 Teil) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als ein
Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel: Toluol/Ethylacetat
= 7/3 (Gewichtsverhältnis);
Konzentration: 30 Gew.-%] herzustellen, wobei 0,6 Teile Coronate
L (Produkt von Nippon Polyurethane Industry Co., Ltd.) 100 Teilen (Feststoffgehalt)
des Copolymers zugesetzt wurden (Haftkleber 1). Diese Haftkleberlösung wurde
auf eine Trennvorrichtung aufgetragen, deren Oberfläche einer
Siliconbehandlung unterworfen worden war, um eine Trockenschichtdicke
von 38 μm
zu ergeben, und bei 120°C
3 Minuten lang getrocknet.
-
100
Teilen linearem Niedrigdichte-Polyethylen (Dichte = 0,915 g/cm3) wurden 120 Teile Calciumcarbonat mit einem
mittleren Teilchendurchmesser von 1,8 μm, 1,2 Teile Ölsäure und
8 Teile gereinigtes Rizinusöl zugesetzt.
Die Mischung wurde vollständig
gemischt und bei 200°C
aus einem Doppelschneckenextruder zu einem Strang extrudiert, um
Pellets herzustellen. Die Pellets wurden bei einer Harztemperatur
von 210°C durch
eine Breitschlitzdüse
eines Extruders zu einer Folie extrudiert, um eine ungestreckte
Folie mit einer Dicke von ungefähr
400 μm zu
erhalten. Die ungestreckte Folie wurde wieder erwärmt, in
beiden Richtungen MD und TD bei einem Streckverhältnis von jeweils etwa 3-fach
bei einer Strecktemperatur von 85°C
mittels eines Spannrahmenverfahrens biaxial gestreckt und mittels
einer Kühlwalze
abgekühlt,
um eine biaxial gestreckte Folie (Unterlagematerial A) mit einer
Dicke von 53 μm
zu erhalten. Die biaxial gestreckte Folie wurde auf einer ihrer
Oberflächen
einer Coronaentladungs-Behandlung unterworfen und auf die Oberfläche der
auf die Trennvorrichtung aufgebrachten Haftkleberschicht laminiert
und es wurde eine Woche lang Alterung bei 50°C durchgeführt, um ein Haftklebeband für Haut herzustellen.
-
Beispiel 4
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Methoxynonaethylenglycolacrylat/2-Carboxyethylacrylat
(83 Teile/15 Teile/2 Teile) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als
ein Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel: Toluol/Ethylacetat
= 3/1 (Gewichtsverhältnis);
Konzentration: 30 Gew.-%] herzustellen, wobei 0,06 Teile TETRAD-X
(Produkt von Mitsubishi Gas Chemical Company, Inc.) 100 Teilen (Feststoffgehalt)
des Copolymers zugesetzt wurden (Haftkleber 2).
-
Ein
Haftklebeband für
Haut wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 3 hergestellt,
außer
dass diese Haftkleberlösung
verwendet wurde.
-
Beispiel 5
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Methoxynonaethylenglycolacrylat/2-Carboxyethylacrylat
(81 Teile/15 Teile/4 Teile) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als
ein Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel: Toluol/Ethylacetat
= 3/1 (Gewichtsverhältnis);
Konzentration: 30 Gew.-%] herzustellen, wobei 0,08 Teile TETRAD-X
(Produkt von Mitsubishi Gas Chemical Company, Inc.) 100 Teilen (Feststoffgehalt)
des Copolymers zugesetzt wurden (Haftkleber 3). Ein Haftklebeband
für Haut
wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, außer dass
diese Haftkleberlösung
verwendet wurde.
-
Beispiel 6
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Methoxynonaethylenglycolacrylat/Nonaethylenglycolmethacrylat
(83 Teile/16 Teile/1 Teil) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als ein
Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel: Toluol/Ethylacetat
= 7/3 (Gewichtsverhältnis);
Konzentration: 30 Gew.-%] herzustellen, wobei 0,6 Teile Coronate
L (Produkt von Nippon Polyurethane Industry Co., Ltd.) 100 Teilen (Feststoffgehalt)
des Copolymers zugesetzt wurden (Haftkleber 4). Ein Haftklebeband
für Haut
wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, außer dass
diese Haftkleberlösung
verwendet wurde.
-
Vergleichsbeispiel 4
-
Ein
Haftklebeband für
Haut wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 6 hergestellt,
außer
dass Porum PN70 (Unterlagematerial a; Produkt von Tokuyama Co.,
Ltd.), welches eine mikroporöse
Polyolefinfolie ist, gebildet aus einer Polyethylen und einen anorganischen
Füllstoff
enthaltenden Harzzusammensetzung, als ein Unterlagematerial verwendet
wurde.
-
Vergleichsbeispiel 5
-
Ein
Haftklebeband für
Haut wurde auf die gleiche Weise wie in Vergleichsbeispiel 4 hergestellt,
außer dass
Porum PH70 (Unterlagematerial b; Produkt von Tokuyama Co., Ltd.),
welches eine mikroporöse
Polyolefinfolie ist, gebildet aus einer Polyethylen und einen anorganischen
Füllstoff
enthaltenden Harzzusammensetzung, als ein Unterlagematerial verwendet
wurde.
-
Vergleichsbeispiel 6
-
Ein
Haftklebeband für
Haut wurde auf die gleiche Weise wie in Vergleichsbeispiel 4 hergestellt,
außer dass
NF Sheet NG100 (Unterlagematerial c; Produkt von Tokuyama Co., Ltd.),
welches eine mikroporöse
Polyolefinfolie ist, gebildet aus einer Polypropylen und einen anorganischen
Füllstoff
enthaltenden Harzzusammensetzung, als ein Unterlagematerial verwendet
wurde.
-
Vergleichsbeispiel 7
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Acrylsäure (96
Teile/4 Teile) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als ein Haftkleber
verwendet, um eine Haftkleberlösung
[Lösungsmittel:
Toluol/Ethylacetat = 3/1 (Gewichtsverhältnis); Konzentration: 30 Gew.-%]
herzustellen, wobei 0,04 Teile TETRAD-X (Produkt von Mitsubishi
Gas Chemical Company, Inc.) 100 Teilen (Feststoffgehalt) des Copolymers
zugesetzt wurden (Haftkleber 5). Ein Haftklebeband für Haut wurde
auf die gleiche Weise wie in Beispiel 5 hergestellt, außer dass
diese Haftkleberlösung
verwendet wurde.
-
Vergleichsbeispiel 8
-
Ein
durch Copolymerisation von Isononylacrylat/Methoxyethylenglycolacrylat/Acrylsäure (68
Teile/30 Teile/2 Teile) erhaltenes Acrylcopolymer wurde als ein
Haftkleber verwendet, um eine Haftkleberlösung [Lösungsmittel: Toluol/Ethylacetat
= 3/1 (Gewichtsverhältnis);
Konzentration: 30 Gew.-%] herzustellen, wobei 0,04 Teile TETRAD-X
(Produkt von Mitsubishi Gas Chemical Company, Inc.) 100 Teilen (Feststoffgehalt)
des Copolymers zugesetzt wurden (Haftkleber 6). Ein Haftklebeband
für Haut
wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 5 hergestellt, außer dass
diese Haftkleberlösung
verwendet wurde.
-
Die
physikalischen Eigenschaften der in den Beispielen 3 bis 8 und den
Vergleichsbeispielen 4 bis 8 verwendeten jeweiligen Unterlagematerialien;
die Merkmale der jeweiligen sich ergebenden Haftklebebänder und
die Ergebnisse von deren Leistungsbewertung werden in den Tabellen
4, 5 beziehungsweise 6 gezeigt.
-
-
-
Bemerkung
-
- 1*
- Die Spannung bei 15%
Dehnung der streckbaren Folie ist 0,84 N/15 mm. Der Qotient ist
ein Wert, der durch Dividieren des Formanpassungsvermögens (Wert
der Spannung) jedes Haftklebebandes an die streckbare Folie durch
die Spannung bei 15% Dehnung der streckbaren Folie erhalten wird.
-
-
Bemerkung
-
- *2
- Die Spannung (Haut-Viskoelastizität) der Haut
bei 15% Dehnung ist 0,31 N/15 mm.
-
INDUSTRIELLE
ANWENDBARKEIT
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung können
Haftklebebänder
für Haut
bereitgestellt werden, die beim Schwitzen oder während sie für einen langen Zeitraum angeklebt
sind, stabiles Haftvermögen
aufweisen und bei ihrem Abziehen kaum Schmerzen, Abtrennung der
Hornschicht und Hautreizung verursachen. Bei den erfindungsgemäßen Haftklebebändern für Haut liegen
das Formanpassungsvermögen
an Haut, die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
und das Haftvermögen
an Haut alle innerhalb jeweils gemäßigter Bereiche, diese Merkmale
sind miteinander auf einem hohen Niveau ausgewogen, das Haftvermögen beim
Schwitzen oder während
sie für
einen langen Zeitraum angeklebt sind ist stabil gemacht und überdies
sind die Schmerzen, Abtrennung der Hornschicht und Hautreizung bei
ihrem Abziehen in großem
Umfang gemildert. Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden ferner zur Verwendung bei den Haftklebebändern für Haut mit
derart hervorragenden, unterschiedlichen Merkmalen geeignete Unterlagematerialien
bereitgestellt. Die erfindungsgemäßen Haftklebebänder für Haut sind
geeignet für
Verwendungen wie Schutz der krankhaft befallenen Hautteile und operierten
Stellen und perkutane Absorption von Arzneistoffen.