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Die
Erfindung betrifft allgemein formuliert ein Verfahren und eine zugehörige Vorrichtung
zum planaren Überführen von
Produkten im allgemeinen zwischen zwei oder mehreren, im wesentlichen
koplanaren Positionen, beispielsweise von einer Produktwechselstation,
die am Ende einer Produktbearbeitungs- und/oder -behandlungslinie liegen kann, zu einer
(oder zu mehreren) angrenzenden und im wesentlichen koplanaren Stationen(en),
die diese Produkte in Richtung zu anderen Bearbeitungs- und/oder
-behandlungsvorgängen
bewegt/bewegen, beispielsweise jeweils in Richtung zu Verpackungs- und
Einwickelstationen. Beispielhaft sei auf die EP-A-0 550 114 verwiesen.
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Mehr
im Einzelnen betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Überführen einer
Gruppe von Produkten im allgemeinen auf der gleichen Ebene mit dem die
ursprüngliche
Konfigurationsanordnung der gesamten Gruppe, d. h. die gleiche Position,
die gleiche Richtung und der gleiche Abstand jedes Produkts der Gruppe
in Bezug auf die anderen Produkte in der gleichen Gruppe aufrechterhalten
werden kann.
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Es
ist wohlbekannt, dass es bei den Bearbeitungs- und/oder Verpackungslinien
für Produkte
im allgemeinen häufig
notwendig ist, ganze Gruppen von Produkten von einer Station zu
anderen, mehr oder weniger aneinander grenzenden Stationen zu überzuführen, ohne
ihre oben beschriebene anfängliche
Konfiguration zu ändern.
Es ist ebenfalls wohlbekannt, dass die Erfüllung dieser Forderung schwieriger
wird, wenn sich die überzuführenden
Produkte, selbst wenn sie homogen sind, vom Gesichtspunkt der Form
und/oder des Volumens aus unterscheiden, wenn sie verschieden von
den anderen Produkten in der Gruppe oder von entsprechenden Produkten
in anderen Gruppen ausgerichtet sind, und schließlich, wenn sie schwer zu handhaben
sind, da sie zerbrechlich oder empfindlich sind.
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Insbesondere
fallen Bäckereilebensmittel unter
diese Kategorie von Produkten, da bekanntermaßen sehr große Abmessungstoleranzen
hingenommen werden müssen,
da die Größe dieser
Produkte während
des Aufgeh- und des Backvorgangs festgelegt wird und deshalb nicht
gesteuert werden kann; ihre Position in Bezug auf benachbarte Produkte
in der gleichen Gruppe kann unerwarteter Weise unterschiedlich sein
auf Grund von unvorhersehbaren Bewegungen, die beispielsweise auf
die Schwingung der Transportbänder
oder auf irgendeine andere zufällige
Ursache zurückzuführen sind,
die während
des Durchlaufens einer oder durch mehrere Bearbeitungsvorgänge in Richtung
zu der Wechselstation eintreten können, wo eine Vorrichtung zur
planaren Überführung in
Betrieb ist.
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Die
Erfindung betrifft im einzelnen jedoch ohne Beschränkung darauf,
ein Verfahren zum Überführen von
aufeinander folgenden Gruppen von Bäckereinahrungsmitteln auf der
gleichen Ebene, und zum Aufrechterhalten der ursprünglichen
Konfiguration dieser Gruppen in dem oben genannten Sinn, selbst
wenn die Konfiguration der aufeinander folgenden Gruppen von Gruppe
zu Gruppe verschieden ist.
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Zur
Vornahme von Überführungen
dieser Art nach dem Stande der Technik wurde die Verwendung von
Vorrichtungen angeregt und vorgeschlagen, bei deren Konstruktion
hauptsächlich
die Form (Volumen, Geometrie und Gewicht) der Produkte in jeder Gruppe
und die Anordnung dieser Produkte jeweils innerhalb ihrer Gruppe
berücksichtigt
werden. Unter speziellem und nicht eingeschränktem Bezug auf Bäckereinahrungsmittel
weisen die überzuführenden Gruppen
im allgemeinen eine gleiche und unveränderliche Konfiguration auf,
in der die Produkte in parallelen Reihen quer zu der planaren Überführungsrichtung
angeordnet sind und untereinander in einem vorbestimmten Abstand
aufgelegt sind. Die nach dem Stand der Technik verwendeten Überführungsvorrichtungen
bestehen im wesentlichen aus einer Anzahl von sehr abgeflachten,
parallelen Bürsten, die
ebenfalls quer zu der planaren Überführungsrichtung
der Gruppen von Produkten angeordnet sind und in einer überstehenden
Lage unterhalb eines tragenden Laufwagens befestigt sind oder alternativ
sowohl in vertikaler Richtung als auch in der oben genannten planaren Überführungsrichtung
geführt
werden.
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Bei
einer Variation der oben genannten Vorrichtung sind die Bürsten durch
entsprechende Reihen von Stiften ersetzt, die in geeigneter Weise
in ihren jeweiligen Reihen voneinander beabstandet sind. Ebenso
wurden plättchenförmige Trennelemente, Nadelbürsten oder
beliebige andere, sehr dünne oder
flache Vorrichtungen vorgeschlagen.
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Bei
diesen Vorrichtungen nach dem Stand der Technik sind die Bürsten oder
die Reihen von Stiften in einem Abstand angeordnet, der im wesentlichen
gleich demjenigen ist, der die Reihen von Produkten in den einzelnen
Gruppen in einer solchen Weise trennt, dass diese Bürsten von
oben zwischen die Reihen von Produkten eingeführt werden können, um
diese anschließend
(durch Schubwirkung) in der gewünschten
und vorbestimmten Überführungsrichtung
in Bewegung zu setzen.
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Die
Nachteile der Systeme und der zugehörigen planaren Überführungsvorrichtungen
nach dem Stand der Technik sind offensichtlich:
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Unbewegliche
Anwendung: Tatsächlich
müssen
nicht nur sämtliche
an der Wechselstation eintreffenden Gruppen von Produkten die gleiche
schematische Konfiguration (parallele Reihen von Produkten) befolgen,
sondern es muss auch der Abstand zwischen den Reihen gleich bleibend
gleich dem vorbestimmten Abstand sein und die Produkte in jeder Reihe
müssen
gut ausgerichtet sein und alle in die gleiche Richtung weisen. Jedes
Mal dann, wenn der Abstand verändert
wird, muss auch die Überführungsvorrichtung
verändert
werden und damit die Linie zwangsläufig angehalten werden. Jedes
Produkt, das zufällig
nicht ausgerichtet ist oder in eine andere Richtung weist, wird
von der Bürste,
die sämtliche
anderen Produkte in der gleichen Reihe schiebt, übersehen oder zerdrückt und
kann von der nachfolgenden Bürste "erfasst" werden, was zu Überhang
und entsprechender Unordnung in der ursprünglichen Konfiguration der
Gruppe führt.
Normalerweise muss mit der Hand eingegriffen werden, um die ursprüngliche
Konfiguration wiederherzustellen, und das kann ebenso dazu führen, dass
die Linie zum Halten kommt.
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Beim Überführen können sich
die Produkte in der gleichen Reihe näher zueinander hin oder weiter
voneinander weg bewegen, ihre Lage zueinander verändern oder
sich herumdrehen und damit die ursprüngliche Konfiguration ihrer
jeweiligen Gruppe verändern.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zum planaren Überführen der
ins Auge gefassten Art mit Funktionseigenschaften zu schaffen und
zur Verfügung
zu stellen, die gänzlich
unabhängig
von der Konfigurationsanordnung der zu überführenden Gruppen und von der
Form (Volumen, Geometrie und Gewicht) der einzelnen Bestandteile
dieser Gruppen sind, um so die in Bezug auf den Stand der Technik
genannten Nachteile zu beseitigen.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe mit einem Verfahren zum planaren Überführen von aufeinander folgenden
Gruppen von Produkten im allgemeinen von einer ersten Position zu
einer (oder zu mehreren) im wesentlichen koplanaren zweiten Positionen)
gelöst,
beispielsweise von einer Produktwechselstation zu einer Station,
die diese Produkte zu anderen Behandlungsverfahren leitet, wobei
die ursprüngliche
Konfigurationsanordnung dieser Gruppen aufrecht erhalten wird, dadurch
gekennzeichnet, dass es folgende aufeinander folgende Schritte umfasst:
- – das
unvorbereitete Bilden einer starren Abdruckform für die gesamte
Gruppe von Produkten für
jede in der ersten Position vorhandene Gruppe von Produkten, das
die einzelnen Produkte jeder Gruppe in ihrer jeweiligen ursprünglichen
Konfigurationsanordnung umschließt,
- – das
Bewegen der Abdruckform für
die gesamte Gruppe mit zugehörigen,
einzeln eingeschlossenen Produkten längs eines vorbestimmten planaren Überführungswegs
von der ersten Position zu einer anderen Position,
- – das
gleichzeitige Lösen
aller Produkte dieser Gruppe aus ihren jeweiligen Einfassungen und dem
Entfernen dieser Abdruckform von den Produkten.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung, um dieses planare Überführungsverfahren
auszuführen.
Die Vorrichtung muss so viele Abdrücke herstellen können, wie
Gruppen von Produkten vorhanden sind, die an der Wechselstation
eintreffen und von dort auf der gleichen Ebene in Richtung zu anderen Stationen überführt werden
müssen;
die Vorrichtung muss auch unabhängig
gegenüber
der Konfigurationsanordnung der verschiedenen Gruppen und gegenüber der
Form (Volumen, Geometrie und Gewicht) der einzelnen Bestandteile
jeder Gruppe sein, um so im wesentlichen universell verwendbar zu sein.
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Gemäß der Erfindung
ist eine Vorrichtung zum planaren Überführen von Gruppen von Produkten
im allgemeinen und von Bäckereilebensmitteln
im besonderen gemäß dem oben
beschriebenen Verfahren dadurch gekennzeichnet, das diese eine abdruckbildende
Form umfasst, die von einem sowohl vertikal in Richtung zu der Station
und von dieser weg und längs
dem vorbestimmten planaren Überführungsweg
dieser Gruppen von Produkten von einer Produktwechselstation zu
mindestens einer im wesentlichen koplanaren zweiten Station angetriebenen Laufwagen
getragen wird, wobei die abdruckbildende Form folgendes umfasst:
einen im wesentlichen plattenartigen horizontalen Träger, der
mit dem Laufwagen verbunden ist, mit dem er translatorisch einstückig ist,
und der Querabmessungen aufweist, die im wesentlichen gleich denen
der Stationen sind, eine Anzahl von über ein dichtes Netz von Reihen und
Spalten verteilten vertikalen Durchgangslöchern auf diesem flachen Träger, eine
entsprechende Anzahl von stabartigen Stiften, je einen für jedes
Durchgangsloch, wobei diese Stifte eine vorbestimmte Länge aufweisen,
die größer als
die Länge
der Löcher
ist, zur Verhinderung des Herausfallens aus den jeweiligen Durchgangslöchern auf
Grund der Schwerkraft.
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Diese
Durchgangslöcher
weisen vorteilhafter Weise eine Fünfpunkte-Verteilung auf dem
plattenartigen Träger
auf.
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Im
anfänglichen
Leerzustand weist diese Form eine Konfiguration auf, bei der alle
Stifte durch einen vorbestimmten Teil unterhalb des plattenartigen
Trägers
vorstehen und der Form ein nagelbettartiges Aussehen verleihen.
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Wenn
diese abdruckbildende Form auf eine Gruppe von in der Wechselstation
vorhandenen Produkten abgesenkt wird, nehmen einige von den Stiften
auf dem plattenartigen Träger
der Form alle Zwischenräume
ein, die zwischen den Produkten der Gruppe vorhanden sind, während die
anderen oben auf den Produkten aufliegen, um so im wesentlichen eine
Abdruckform für
die gesamte Gruppe von Produkten zu bilden. Innerhalb dieser Abdruckform
ist jedes Produkt in einem Käfig
von Stiften eingeschlossen, wo es eingezwängt bleibt. Es ist sofort zu
erkennen, dass die Bildung dieser Abdruckform mit zugehöriger Einschließung jedes
Produkts in der Gruppe immer vollkommen unabhängig von der Konfigurationsanordnung
der Gruppe und der Form der einzelnen Produkte stattfindet.
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Nachdem
dieses Behältnis
für die
Gruppe von Produkten längs
einem vorgegebenen planaren Überführungsweg
in Richtung zu und bis zu einer anderen Produktbearbeitungsstation
bewegt worden ist, wird der Laufwagen mit zugehöriger abdruckbildender Form
von der Gruppe abgehoben und gibt sie damit frei. Dann kehrt die
Form zu ihrer ursprünglichen
Gestalt zurück,
und der sie tragende Laufwagen wird wieder über der Wechselstation positioniert.
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Die
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der Beschreibung
eines Funktionsbeispiels des im folgenden an Hand der anliegenden Zeichnungen
erläuterten
Verfahrens deutlicher erkennbar, wo als bezeichnendes, jedoch nicht
einschränkendes
Beispiel eine planare Überführungsvorrichtung
zur Umsetzung dieses Verfahren in die Praxis dargestellt ist.
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In
den Zeichnungen
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zeigt 1 schematisch eine axonometrische
Projektion einer planaren Überführungsvorrichtung
gemäß der Erfindung;
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zeigen 2 und 3 eine perspektivische Ansicht eines
Teilabschnitts der gleichen Vorrichtung wie gemäß 1 in verschiedenen Verwendungsstufen;
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zeigt 4 eine perspektivische Ansicht
eines Teilabschnitts und einer Einzelheit der Vorrichtung gemäß 3 in vergrößertem Maßstab;
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zeigen 5 bis 8 schematisch ein Anwendungsbeispiel
des Verfahrens gemäß der Erfindung zum
planaren Überführen von
Bäckereilebensmitteln.
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In
den oben genannten Figuren bezeichnet S insgesamt eine Wechselstation
von Gruppen G von Produkten P im allgemeinen; in dem dargestellten Beispiel
besteht diese Station im wesentlichen und schematisch aus dem Endabschnitt
eines Förderbandes 1.
A bezeichnet insgesamt eine zweite Station, zu der die obigen Gruppen
G eine nach der anderen und unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens übergeführt werden
müssen.
In dem dargestellten Beispiel besteht diese zweite Station im wesentlichen
und schematisch aus dem Anfangsabschnitt eines Förderbandes 2, das
zum Bewegen der Gruppen G zu anderen Bearbeitungsvorgängen, beispielsweise
zu der Verpackungs- und der Einwickelstufe, verwendet wird. Zwischen
den Stationen S und A ist eine horizontale Ebene T vorgesehen, längs der ein
vorbestimmter Weg für
die von Station S zu Station A überzuführenden
Gruppen G geschaffen wird, wie aus der Beschreibung ersichtlich
ist. Der Vereinfachung halber ist dieser Überführungsweg als geradlinig dargestellt,
er kann jedoch gemäß den Verwendungserfordernissen
auch gekrümmt
oder gemischtförmig
sein, vorausgesetzt er liegt auf der gleichen Ebene.
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Über der
Wechselstation S, der Überführungsebene
T und der zweiten Station A erstreckt sich gleichzeitig eine Brückenkonstruktion 3.
An dieser Konstruktion 3 ist ein Laufwagen 4 getragen
und wird längs
dieser mit herkömmlichen
Mitteln, die deshalb nicht im einzelnen dargestellt sind, in Richtung des
oben genannten geradlinigen Überführungsweges
geführt.
An den Stationen S und A wird dieser Laufwagen 4 mit herkömmlichen
Mitteln, die nicht im einzelnen dargestellt sind, ebenfalls in vertikaler Richtung
zu den Stationen hin und von diesen weg angetrieben.
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Unterhalb
des Laufwagens 4 und ist ein flacher Träger 5 befestigt, der
ein einstückiges
Teil mit dem Laufwagen 4 bildet, im wesentlichen plattenförmig ist
und mit einer Anzahl von nicht dargestellten Rippen in geeigneter
Weise versteift ist.
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Dieser
plattenförmige
Träger 5 weist
vorbestimmte Querabmessungen gemäß denjenigen
der größten Gruppe
G in einer solchen Weise auf, dass diese Gruppe sicherlich innerhalb
der äußeren Begrenzung
des Trägers
bleibt.
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Vorzugsweise
weist der Träger 5 Querabmessungen
auf, die im wesentlichen gleich denjenigen der darunter liegenden
Wechselstation S sind, und in dem im folgenden ausführlich beschriebenen Beispiel,
wo die überzuführenden
Gruppen G aus auf O fenblechen transportierten Bäckereilebensmitteln bestehen,
entsprechen seine Form und Größe denjenigen
von einem oder von mehreren dieser O fenbleche.
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Der
Träger 5 (3 und 4) wird von einer Anzahl von vertikalen
Durchgangslöchern 6 durchzogen,
die über
ein dichtes Netz von Reihen und Spalten, vorzugsweise in einem Fünfpunkte-Muster,
verteilt sind. Es sei angemerkt, dass die erste und die letzte Reihe
von Löchern 6 wie
auch die erste und die letzte Spalte sehr nahe an der äußeren Begrenzung des
plattenartigen Trägers 5 liegen.
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Jedes
der Löcher 6 nimmt
einen sich frei verschiebenden Stift 7 mit einer vorbestimmten
Länge auf,
die größer als
die Dicke des plattenartigen Trägers 5 ist,
und jeder Stift 7 weist an einem Ende einen zylindrischen
Kopf 7a auf, der abgeflacht ist und einen Durchmesser aufweist,
der größer als
der Durchmesser des entsprechenden Lochs 6 ist, damit der Stift
nicht auf Grund der Schwerkraft aus dem Loch heraus fällt. Im
Normal- oder Leerzustand der Vorrichtung gemäß der Erfindung (2) liegen die Köpfe 7a der
Stifte 7 auf der O berseite 5a des Trägers 5 auf,
während
die Stifte 7 alle mit der gleichen Länge durch die Unterseite 5b (4) des Trägers hindurch vorstehen.
Der abgeflachte Kopf (7a) kann mit dem jeweiligen Stift
(7) in axial verstellbarer Position verbunden werden; beispielsweise
kann der Kopf (7a) aus einer Mutter bestehen, die in geeigneter
Weise auf einen Abschnitt des mit geeignetem Gewinde versehenen
Endes des entsprechenden Stiftes (7) aufgeschraubt wird.
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Wie
aus der folgenden Beschreibung ersichtlich ist, bildet die aus dem
plattenartigen Träger 5 und der
Vielzahl von vertikalen und frei in die entsprechenden Löcher 6 gleitenden
Stiften 7 bestehende Gruppe eine abdruckbildende Form,
die dazu verwendet wird, jedes einzelne Produkte P jeder Gruppe G,
eines unabhängig
von dem anderen, in der ursprünglich
innerhalb der jeweiligen Gruppe zugeordneten Position und Anordnung
zu halten und diese Positionsanordnung während des planaren Überführens dieser
Gruppe von Station S zu Station A aufrecht zu erhalten.
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Zu
diesem Zweck befindet sich der Laufwagen 4 unter Anfangsbetriebsbedingungen
(1 und 2) und gemäß der Erfindung ortsfest oberhalb
der Wechselstation S und in einem vorgegebenen Abstand von dieser.
Die Station S wird von einer ersten Gruppe G von Produkten P "eingenommen", die sich hinsichtlich
Form, Volumen, Geometrie und/oder Anordnung innerhalb der Gruppe
alle voneinander unterscheiden. Zum Überführen dieser Gruppe G auf der
gleichen Ebene ohne Veränderung
ihrer anfänglichen
Konfigurationsanordnung wird der Laufwagen 4 auf diese
abgesenkt, bis er in die Position gelangt, an der die abdruckbildende
Form 5, 6, 7 alle Produkte P der Gruppe
bedeckt hat (3 und 4). In dieser Position nehmen
einige von den Stiften 7 dieser Form die freien Zwischenräume zwischen
den Produkten selbst und zwischen den Produkten und der äußeren Begrenzung
des plattenartigen Trägers 5 ein,
während
die übrigen
Stifte 7 auf den O berseiten jedes Produkts aufliegen.
Kurz gesagt, bildet die Form 5, 6, 7 durch
Absenken des Laufwagens 4 einen starren Abdruck für die gesamte
Gruppe G, wo die einzelnen Produkte P in diesem Behältnis starr
von den Stiften 7 in den jeweiligen Positionen eingeschlossen
sind, die in der anfänglichen
Konfigurationsanordnung dieser ersten Gruppe eingenommen werden.
Es sei hier angemerkt, dass die starre Form für die Gruppe G von Produkten
nur infolge des Gewichts der einzelnen Stifte 7 gebildet
wird, die in ihrer ursprünglichen Position
verbleiben, wenn sie die Produkte P nicht "antreffen", wohingegen sie sich in ihre jeweiligen
Löcher 6 verschieben,
wenn sie diese antreffen, wobei sie auf eine Höhe auf dem plattenartigen Träger 5 gehoben
werden, die gleich der Höhe
für die
Produkte P auf Station 6 ist, auf der diese Stifte aufliegen.
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Dabei
wird die gesamte Form für
die Gruppe G mit Hilfe einer in geeigneter Weise geführten Querverschiebung
des Laufwagens 4 längs
eines vorgegebenen Wegs der Ebene T formschlüssig zu der Station A überführt.
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Es
sei hier angemerkt, dass sich die Produkte P der ersten Gruppe G
während
dieses planaren Überführens in
keinerlei Weise bewegen können,
nur dass sie translatorisch in der vorgegebenen Richtung bewegt
werden; tatsächlich
verhindert jede einzelne von den Stiften 7 der Form 5, 6, 7 gebildete
Einfassung, dass sich die Produkte näher zueinander oder weiter
voneinander weg bewegen, sich in einem Winkel bewegen, sich herumdrehen
oder ihrer Ausrichtung mit den anderen Produkten innerhalb der gleichen
Gruppe verlustig gehen.
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An
der Wechselstation S, die nunmehr frei ist, kann eine neue Gruppe
G mit einer Konfigurationsanordnung anlangen, die gleich der oder
anders als diejenige der oben betrachteten ersten Gruppe ist.
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An
der Station A wird der Laufwagen 4 auf eine Höhe gehoben,
wo alle Stifte 7 der Form 5, 6, 7 deutlich
von den Produkten P der ersten Gruppe G entfernt sind. Bei diesem
Vorgang werden alle Produkte P der ersten Gruppe G gleichzeitig
aus dem von der Form gebildeten starren Abdruck gelöst, der dann
zu seiner ursprünglichen
Konfiguration zurückkehrt.
Nunmehr kann die erste Gruppe G zu den nachfolgenden Behandlungsvorgängen weitergeleitet
werden, während
der Laufwagen 4 zu der zum planaren Überführen oberhalb der neuen Gruppe
positionierten Wechselstation S zurückkehrt.
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Das
Verfahren und die zugehörige
Vorrichtung zum planaren Überführen gemäß der Erfindung kann
insbesondere und vorteilhafterweise im Bereich der Bäckereilebensmittel
angewandt werden. Eine solche Anwendung wird in 5 bis 8 schematisch dargestellt.
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Insbesondere
und an Hand der oben genannten Figuren umfasst die Schaltstation
S die Endabschnitte zweier gleicher Transportbänder 8 und 9, die
parallel und Seite an Seite angeordnet sind und zum Transportieren
der gleichen Anzahl G und G' von
Lebensmitteln verwendet werden, beispielsweise der im Handel unter
der Bezeichnung "Nastrine" (Blätterteigstreifchen
mit Marmelade) bekannten Art, wobei diese Gruppen G und G' in gleicher Weise
auf ihren jeweiligen flachen O fenblechen 10 und 10' angeordnet
sind, auf denen sie die Aufgeh-, Back- und Kühlstationen durchlaufen haben,
die normalerweise in dieser Produktionslinie vorgesehen sind. Die Transportbänder 8 und 9 weisen
die gleiche Fortbewegungsgeschwindigkeit auf.
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Die
Anfangsabschnitte von zwei weiteren gleichen Transportbändern 11 und 12,
die sich jeweils seitlich von den Transportbändern 9 und 10 befinden,
bilden zwei Stationen A und A',
zu denen die Produkte der Gruppen G und G' überführt werden müssen. Die
Stationen A und A' sind
von den Transportbändern 8 und 9 der
Station S jeweils durch Überführungsebenen 13 und 14 beabstandet.
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In
dieser Wechselstation sind zwei gleiche planare Überführungsvorrichtungen gemäß der Erfindung
vorhanden, von denen jede eine jeweilige abdruckbildende Form 15 und 16 aufweist,
die die gleiche oder im wesentlichen gleiche Form und Größe wie diejenigen
der oben genannten O fenbleche 10 und 10' aufweisen.
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Bei
dieser speziellen Anwendung werden das Verfahren und die zugehörige planare Überführungsvorrichtung
gemäß der Erfindung
zu dem doppelten Zweck verwendet, die O fenbleche wiederzuerlangen,
sie von ihren jeweiligen Gruppen G und G' von Lebensmitteln zu befreien und die
ursprüngliche Konfigurationsanordnung
dieser Gruppen aufrechtzuerhalten.
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Zu
diesem Zweck werden die jeweiligen abdruckbildenden Formen 15 und 16 auf
die nunmehr in der Wechselstation S befindlichen O fenbleche 10 und 10' abgesenkt,
bis alle Stifte 7 die einzelnen Produkte auf den O fenblechen 10 und 10' eingeschlossen
haben. Dabei werden die Gruppen von Produkten auf der gleichen Ebene
jeweils zu den Stationen A und A' übergeführt, wohingegen
die von ihren Produkten befreiten O fenbleche 10 und 10' durch die mit der
gleichen Geschwindigkeit vorwärts
bewegenden Transportbänder 8 und 9 zu
einer (nicht gezeigten) Bäckereiblechablage
gebracht werden und zwei neue O fenbleche jeweils mit Gruppen von
Produkten an der Wechselstation anlangen.
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Nunmehr
werden die abdruckbildenden Formen gehoben und, während sie
zu der Schaltstation zurückkehren,
werden die somit befreiten Gruppen zu nachfolgenden Vorgängen weitergeleitet.
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Die
auf diese Weise konzipierte Erfindung kann zahlreiche Variationen
und Modifizierungen erfahren, die von auf diesem Gebiet tätigen Technikern konstruiert
werden können
und als solche innerhalb des Bereichs der Erfindung liegen, wie
er von den beiliegenden Ansprüchen
definiert wird. Beispielsweise kann die abdruckbildende Form 5, 6, 7 leicht und
vorteilhaft dem beweglichen Kopf eines Roboters zugeordnet werden
oder diesen bilden, der mit einem Programm zur planaren Überführung versehen
ist, mit dem detaillierte und mögliche
technische Forderungen erfüllt
werden können.