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Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft im Allgemeinen
Vorrichtungen sowie Verfahren zum schnellen Identifizieren von Chemikalien
mit biologischer Aktivität
in Flüssigkeitsproben
und insbesondere die automatisierte Selektion (Screening) von Proben
geringen Volumens für
neue Medikamente, landwirtschaftliche Chemikalien und Kosmetika.
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Hintergrund der Erfindung
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Das Auffinden von Medikamenten ist
ein hochgradig zeitkritischer Vorgang, bei dem bedeutende Verfahrensverbesserungen
dramatisch die Geschwindigkeit erhöhen können, mit der eine nützliche
Chemikalie ein validierter Vorreiter wird und schließlich die
Grundlage für
die Herstellung eines Medikaments bildet. In vielen Fällen hängt der
letztendliche Wert eines nützlichen
Medikaments von dessen Ankunft auf dem Markt und der Zeitdauer ab,
die das Medikament als exklusives Heilmittel für eine bestimmte Krankheit
erfährt.
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Eine Hauptaufgabe großer Pharmakonzerne
besteht darin, die Geschwindigkeit und Effizienz dieses Vorgangs
zu verbessern, während
zur selben Zeit die Kosten auf einem absoluten Minimum gehalten
werden. Eine Lösung
dieses Problems besteht darin, Selektionssysteme mit hoher Durchsatzrate
zu entwickeln, die die rasche Analyse von mehreren Tausenden chemischen
Verbindungen innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden erlauben.
Um die andernfalls überbordenden
Kosten des Selektierens derartig großer Anzahlen von Verbindungen
zu vermindern, verwenden diese Systeme typischerweise miniaturisierte
Untersuchungssysteme, die dramatisch die Reagenzmittelkosten vermindern
und die Produktivität
verbessern. Um effizient eine große Anzahl von miniaturisierten
Untersuchungen hand zu haben, ist es notwendig, automatische, robotergesteuerte
Analysesysteme zu implementieren, die ein verlässliches Hinzufügen eines
Reagenzmittels und ein Manipulieren eines Reagenzmittels bereitstellen.
Vorzugsweise sind diese Systeme und die hier beschriebene Erfindung
dazu geeignet, in einer koordinierten Art und Weise mit den Subkomponenten
anderer Systeme zu wechselwirken, wie einem zentralen Verbindungslager,
um ein rasches und effizientes Verarbeiten von Proben zu erlauben.
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Miniaturisierte Selektionssysteme
hoher Durchsatzrate erfordern robuste, verlässliche und wiederholbare Analysemethoden,
die sensitiv bzw. empfindlich genug sind, um mit Proben kleiner
Größen zu arbeiten. Während es
eine große
Anzahl von möglichen
Analysemethoden gibt, die erfolgreich in der makroskopischen Analyse
verwendet werden können,
können
viele dieser Verfahren nicht ohne weiteres miniaturisiert werden oder
weisen keine hinreichende Empfindlichkeit auf, wenn diese miniaturisiert
werden. Dies ist insbesondere der Fall, da die absolute Signalintensität einer
gegebenen Probe in Abhängigkeit
der Probengröße abnimmt, wohingegen
das optische Hintergrundrauschen oder das Detektorrauschen für große oder
kleine Proben mehr oder weniger konstant bleibt. Bevorzugte Untersuchungen
für miniaturisierte
Selektionsuntersuchungen mit hoher Durchsatzrate weisen ein hohes
Signal/Rauschverhältnis
bei sehr kleinen Probengrößen auf.
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Auf Fluoreszenz basierende Messungen
weisen eine hohe Empfindlichkeit auf und arbeiten gut mit kleinen
Proben, wo Faktoren wie ein inneres Filtern von Anregungslicht und
Emissionslicht vermindert sind. Fluoreszenz weist daher ein gutes
Signal/Rauschverhältnis
sogar bei kleinen Probengrößen auf.
Ein besonders bevorzugtes Verfahren, um eine auf Fluoreszenz basierende
Signalerfassung zu verwenden, besteht darin, ein Fluoreszenzsignal
(Emission) zu erzeugen, das sich gleichzeitig bei zwei oder mehreren
Wellenlängen ändert. Ein
Verhältnis
kann basierend auf der Intensität
des Emissionslichts bei der ersten Wellenlänge und der Intensität des emittierten
Lichts bei einer zweiten Wellenlänge
berechnet werden. Diese Verwendung dieses Verhältnisses, um eine Fluoreszenzuntersuchung
zu messen, weist mehrere wichtige Vorteile gegenüber anderen nicht verhältnismäßigen Arten
der Analyse auf. Erstens ist das Verhältnis zum größten Teil
unabhängig
von der tatsächlichen
Konzentration des Fluoreszenzfarbstoffes, der die Fluoreszenz emittiert.
Zweitens ist das Verhältnis
zum größten Teil
unabhängig
von der Intensität
des Lichts, mit dem die Fluoreszenzverbindung angeregt wird. Drittens
ist das Verhältnis
zum größten Teil
unabhängig
von Änderungen
in der Empfindlichkeit des Detektors unter der Maßgabe, dass
diese Veränderungen
für die
Detektionseffizienz bei beiden Wellenlängen die gleichen sind. Diese
Kombination von Vorteilen macht auf Fluoreszenz basierende Verhältnisuntersuchungen
für Selektionssysteme
mit hoher Durchsatzrate sehr attraktiv, bei denen eine Wiederholbarkeit
von Tag zu Tag und von Untersuchung zu Untersuchung wichtig sind.
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Fluoreszenzuntersuchungen, die Verhältnisemissionsauslesungen
erzeugen, sind populär
geworden, weil die Vorteile des Verfahrens mehr akzeptiert werden. Änderungen
der Emissionsverhältnisse
bei zwei oder mehr Wellenlängen
können
durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Mechanismen einschließlich elektronischer Änderungen
und Konformationsänderungen
in einer fluoreszierenden Verbindung hervorgerufen werden. Typischerweise
kön nen
diese Änderungen
in Antwort auf eine chemischer Reaktion oder eine Bindung der fluoreszierenden
Verbindung an ein bestimmtes Ion, wie beispielsweise ein metallisches
Ion, z. B. Kalzium oder Magnesium, oder durch eine Änderung
des p-I-Werts auftreten, der den Protonierungszustand der fluoreszierenden
Verbindung beeinflusst.
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Alternativ können Verhältnisänderungen bei der Emission
ohne weiteres durch Ausnutzung der Verwendung des sogenannten Fluoreszenzresonanzenergietransfers
(fluorescence resonance energy transfer; FRET) von einer Fluoreszenzspezies
zu einer anderen Fluoreszenzspezies erhalten werden. Diese Herangehensweise
ist vorhersagbar, empfindlich und kann große Verhältnisänderungen bei zwei wohldefinierten
und spektral gut aufgelösten
Wellenlängen
erzeugen. Ferner kann FRET im allgemeinen angewendet werden, um Verhältnisuntersuchungen
für einen
Bereich von Aktivitäten
zu erzeugen. Zum Beispiel beschreibt die Patentschrift WO 96/30540
(Tsien) ein auf FRET basierendes System, um Genexpression unter
Verwendung eines fluorogenischen Substrats von beta-Lactamase zu
messen. Die Patentschrift WO 96/41166 (Tsien) beschreibt die Verwendung
eines auf FRET basierenden Systems zur Messung der Spannung entlang
der Plasmamembran einer Zelle. Die Patentschrift WO 97/20261 (Tsien)
beschreibt die Verwendung von FRET zwischen zwei fluoreszierenden
Proteinen, um intrazelluläres
Protein zu messen. Derartige Untersuchungen können mit der hier beschriebenen
Erfindung verwendet werden.
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Eine computergesteuerte Messvorrichtung
sowie ein Verfahren zur automatisierten Selektion von Medikamenten
und zur Untersuchung von Ionenkanalaktivität und von Zellenoberflächenrezeptoraktivität werden durch
Akong et al (US-A-5 670 1#3) beschrieben. Die beschriebene Vorrichtung
umfasst eine Platte mit einer Vielzahl von eine Lösung enthaltenden
Probenbehältern,
eine Reagenzzufügungseinrichtung,
die auf der Computer reagiert, um Reagenzien zu den Probenbehältern hinzuzufügen, eine
Messeinrichtung zum Messen wenigstens einer Eigenschaft der Lösung sowie
eine Bewegungseinrichtung, die auf den Computer reagiert, um die
Probenbehälter
mit der Reagenzzufügungseinrichtung
und mit der Messeinrichtung auszurichten.
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Berthold et al (US-A-5 086 220) beschreiben
einen Temperaturverteilungsmonitor zum Überwachen der Temperaturverteilung
eines Produkts einschließlich
einer Vielzahl von Kugellinsen, die in einer rechteckigen Anordnung
entlang des Produktes liegen. Die Überwachungsvorrichtung schließt ferner
eine Signalverarbeitungseinheit ein, die mit einer Photodetektoranordnung
verbunden ist, wobei jeder Photodetektor in der Anordnung durch
ein getrenntes optisches Glasfaser mit einer der Kugellinsen verbunden
ist.
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Dostoomian et al (
DE 30 36 638 A ) beschreiben
ein Bandverhältnisradiometer
zum simultanen Messen optischer Strahlung in zwei Wellenlängenbereichen,
wobei das Radiometer ein dreigabeliges optisches Glasfaserbündel umfasst,
wobei die ersten und zweiten Stränge
des Faserbündels
jeweils eine unterschiedliche Wellenlängendurchlässigkeit aufweisen, erste und
zweite identische Detektoren, die mit den jeweiligen Enden der ersten
und zweiten Stränge
verbunden sind, Mittel zum Projizieren des gemeinsamen Endes der optischen
Glasfaserbündel
von einer Lichtquelle auf die Zielprobe, die gemessen werden soll,
sowie einen dritten Strang zum Projizieren von Licht von einer Lichtquelle
auf das Ziel zum Zwecke der Ausrichtung und Positionierung. Eine
selbstständige
Auslesevorrichtung zum Messen des pH-Werts und des pCO
2-Werts
einer Lösung
einschließlich
einer chemisch aktiven Messzelle von wenigstens einer optischen
Glasfaser und ein Verfahren zum Verwenden der Vorrichtung werden
von Floreal er al (FR-A-2 661 986) beschrieben. Die Vorrichtung
umfasst ferner Anregungsmittel, die wenigstens zwei Lichtstrahlen
verschiedener Wellenlängen
zum Anregen der Messzelle bereitstellen, sowie Detektionsmittel
zum Analysieren der Lichtintensität, die von der Messzelle reflektiert
wird.
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Die vorliegende Erfindung ist auf
die Entwicklung verbesserter optischer Systeme und Verfahren zum simultanen
Messen von Emissionsverhältnissen
einer Vielzahl von Proben mit hoher Empfindlichkeit, Geschwindigkeit,
Wiederholbarkeit und Genauigkeit gerichtet. Die vorliegende Erfindung
weist mehrere wichtige Vorteile gegenüber bekannten Verfahren und
Vorrichtungen auf, die dafür
ausgerichtet sind, Fluoreszenzemission von Proben sequentiell zu
messen.
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Erstens erlaubt die simultane Messung
von Emissionsverhältnissen
die Korrektur von raschen Fluktuationen der Lampenintensität, die Korrektur
des Ausbleichen des fluoreszierenden Farbstoffs oder die Korrektur
von Ausrichtungsfehlern der Multiprobenbehälterplatten, die korrigiert
werden müssen,
um dadurch die Beobachtung von viel kleineren Änderungen des Verhältnisses
ohne weiteres zu ermöglichen.
Zweitens sind keine mechanischen Bewegungen während der Verhältnismessung
erforderlich, wodurch mechanische Konstruktionsanforderungen eliminiert
werden. Drittens können
Verhältnisse
sehr schnell gewonnen werden, wie es dynamische Messungen des Membranpotentials
oder von Kalzium notwendig ist, und diese sind nicht beschränkt durch
die Geschwindigkeit des Filterwechsels. Viertens werden die gesamte
Durchsatzrate und die Betriebszeit verbessert, indem Todzeiten des
Systems aufgrund eines Filterwechsels eliminiert werden. Schließlich sollten
verbleibende Verhältnisungleichförmigkeiten
zwischen adressierbaren Probenbehältern konstant sein und somit
ohne weiteres korrigiert werden können, indem Emissionsverhältnisse
ver wendet werden, die vorher mit Referenzproben gemessen worden
sind, um die Probenverhältnisse
softwaremäßig zu normalisieren.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die Erfindung umfasst ein Verfahren
zum simultanen Messen von wenigstens zwei optischen Eigenschaften
von emittiertem Licht von wenigstens einer Probe in einer Vielzahl
von adressierbaren Probenbehältern
einer Multiprobenbehälterplatte
gemäß Anspruch
1 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch
3.
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Die Erfindung umfasst ein optisches
Erfassungssystem, das eine Lichtquelle zum Aussenden der wenigstens
einen vorbestimmte Lichtwellenlänge
umfasst, einen Probenhalter, eine Kugellinse bei einem vorbestimmten
Abfrageabstand von dem Probenhalter, ein dreigabeliges optisches
Glasfaserbündel,
das für
ein duales optisches Abfragen angepasst ist und in optischer Kommunikation
mit der Kugellinse steht, sowie einen Detektor, der Licht von wenigstens
einer erwünschten
Wellenlänge
erfasst und in optischer Kommunikation mit der Kugellinse steht.
Typischerweise umfasst das optische Detektiorssystem ein dreigabeliges
Glasfaserbündel,
das eine erste Vielzahl von Emissionsbündeln zum Empfangen von Licht
einer ersten Wellenlänge
sowie eine zweite Vielzahl von Emissionsbündeln zum Empfangen von Licht
einer zweiten Wellenlänge
umfasst, wobei die erste Vielzahl von Emissionsbündeln und die Lichtquelle wenigstens
eine vorbestimmte Wellenlänge von
Anregungslicht zu dem Probenhalter aussenden. Das optische Detektionssystem
kann ferner wenigstens eine Positioniereinrichtung umfassen, um
steuerbar die örtliche
Beziehung zwischen der Kugellinse und den Glasfaserbündeln oder
der Probe oder der Multiprobenbehälterplatte oder einer Kombinationen
dieser Elemente zu verändern.
Typischerweise sendet die Lichtquelle Licht durch das dreigabelige
Glasfaserbündel
zu wenigstens einem adressierbaren Probenbehälter in dem Probenhalter aus,
um Epifluoreszenz. Vorzugsweise umfasst das dreigabelige Glasfaserbündel ein
Ende, das im allgemeinen in der Brennebene der Kugellinse liegt.
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Die Erfindung umfasst ferner eine
optische Glasfaserbündelanordnung
umfassend ein dreigabeliges Glasfaserbündel umfassend eine erste Vielzahl
von Emissionsbündeln
zum Empfangen von Licht einer ersten Wellenlänge und eine zweite Vielzahl
von Emissionsbündeln
zum Empfangen von Licht einer zweiten Wellenlänge, wobei die erste Vielzahl
von Emissionsbündeln
und die zweite Vielzahl von Emissionsbündeln in der Vielzahl von Anregungsbündeln nicht
zufällig
verteilt sind.
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Kurze Beschreibung der
Figuren
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1 zeigt
eine Ausführungsform
einer Fluoreszenzmessvorrichtung, die das erfindungsgemäße Detektionssystem
verwendet.
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2 zeigt
eine Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Detektionsanordnung.
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3 zeigt
einen Querschnitt der dreigabeligen optischen Glasfaserbündel, der
mögliche
Anordnungen der individuellen optischen Glasfaserbündel zeigt.
Die Anregungsglasfaserbündel
sisnd durch ein X gekennzeichnet oder quer schraffiert dargestellt
und die Emissionsglasfaserbündel
sind durch den Buchstaben A für
den ersten Emissionsstrang eines dreigabeligen optischen Glasfaserbündels und
mit dem Buchstaben B für
den zweiten Emissionsstrang eines dreigabeligen optischen Glasfaserbündels gekennzeichnet.
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4 zeigt
verschiedene Ausführungsformen
einer erfindungsgemäßen Kugellinse
in Querschnittsansicht, die die lichtablenkende Fähigkeit
der Linse darstellt, Licht von der Probe 400 und 401 zu
der Vorderseite des optischen Glasfaserbündels 402 zu fokussieren. 4A zeigt eine Kugellinse
aus Saphir mit einem Durchmesser von 5 mm, die 1 mm von der Probe
beabstandet ist. 4B zeigt
eine Kugellinse aus Glas mit einem Durchmesser von 10 mm, die 1
mm von der Probe beabstandet ist, und 4C zeigt
eine Kugellinse aus Glas mit einem Durchmesser von 20 mm, die 1
mm von Probe beabstandet ist.
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5 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Kugellinsenanordnungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Kugellinse 500 wird durch eine Kugellinsenhalteanordnung 501 und 502 und die
Feder 503 in Eingriff genommen, um eine genaue Ausrichtung
der Kugellinse und des optischen Glasfaserbündels 504 beizubehalten.
Die Befestigungsanordnung für
die Anordnung 505 befestigt die Anordnung an die Bewegungsvorrichtung
in z-Richtung (siehe 6).
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6 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Bewegungsvorrichtung
in z-Richtung einer Kugellinsenanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung,
wobei der Schrittmotor 600, die z-Achsenbefestigungsanordnung 601,
die Nocke 602 und 603, die Kugellinsenanordnungen 604,
die Plattform für
die Kugellinser anordnungen 605, die Führungssäule 606, der Schalter 607 sowie
das dreigabelige optische Glasfaserbündel 608 gekennzeichnet
sind.
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7 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Filterwechselvorrichtung
gemäß der Erfindung,
wobei das Filtergehäuse 700 und 701,
die Filterhaltetrageein richtung 702 und 703, die
dreigabelige optische Glasfaserbündelanordnung 704,
der Photomultiplier (PMT) 705, der Träger 706, die Halteplattform 707 und
der lichtundurchlässige
O-Ring 708 gekennzeichnet
sind.
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8A zeigt
die rasche Erfassung und die kontinuierliche Analyse von Spannungsänderungen,
die innerhalb einer Zelle induziert werden, die unter Verwendung
einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsformen
gemessen worden sind.
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8B zeigt
eine Dosierungs-Antwort-Kurve von Spannungsänderungen, die innerhalb einer
Zelle induziert werden, die in Antwort auf das Hinzufügen eines
Ionenkanalblockiermittels unter Verwendung einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
gemessen werden.
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9 zeigt
die Verwendung einer Ausführungsform
einer Vorrichtung, die die dreigabeligen Kugellinsenanordnungen
gemäß der Erfindung
umfasst, um Ligand-gesteuerte Ionenkanal-Rezeptor-Antagonisten zu selektieren.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Definitionen:
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Sofern nicht anders definiert, haben
alle die hier verwendeten technischen und wissenschaftlichen Begriffe
die gleiche Bedeutung, die diesen normalerweise von dem Fachmann
auf dem Gebiet der vorliegenden Erfindung beigemessen werden. Im
allgemeinen sind die hier verwendete Nomenklatur und viele der nachstehend
beschriebenen Automatisierungs-, Computer-, Detektions-, Chemie-
und Laborverfahren wohlbekannt und finden häufig Anwendung in dem Fachgebiet
der vorliegenden Erfindung. Üblicherweise
werden Standardtechniken der Ingenieurwissenschaften, der Robotertechnik,
der Optik, der Molekularbiologie, der Computersoftware und der Integration
verwendet. Im allgemeinen werden chemische Reaktionen, Zelluntersuchungen und
enzymatische Reaktionen gemäß der Herstellerspezifikationen
durchgeführt,
wo dies angebracht erscheint. Die Techniken und Verfahren werden
im allgemeinen gemäß herkömmlicher
Verfahren und gemäß verschiedener
allgemeiner Lehrbücher
durchgeführt
(im allgemeinen siehe Lakowicz, J. R., Principles of fluorescence
spectroscopy, New York, Plenum Press (1983) und Lakowicz, J. R.,
Emerging applications of fluorescence spectroscopy to cellular imaging:
lifetime imaging, metal-ligand probes, multi-photon excitation and light
quenching, Scanning Microsc Suppl VOL. 10 (1996) Seiten 213–22; bzgl.
Fluoreszenztechniken siehe Sambrook et al Molecular Cloning: A laboratory
manual, 2. Auflage (1989) Cold Spring Harbor Laboratory Press, Cold
Spring Harbor, NY; bzgl. molekularbiologischer Verfahren siehe Optics
Guide 5 Melles Griot® Irvine CA; bzgl. allgemeiner
optischer Verfahren siehe Optical Waveguide Theory, Snyder & Love, veröffentlicht
von Chapman & Hall;
sowie bzgl. der Theorie optischer Glasfasern und entsprechender
Materialien siehe Fiber Optics Devices and Systems von Peter Cheo,
veröffentlicht
von Prentice-Hall).
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In dieser Beschreibung haben die
folgenden Begriffe die folgenden Bedeutungen, sofern nichts anderes
angezeigt ist:
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"Multiprobebehälterplatte" bezeichnet eine
zweidimensionale Anordnung von adressierbaren Probenbehältern, die
auf einer im wesentlichen flachen Oberfläche angeordnet sind. Multiprobenbehälterplatten
können
jedwede Anzahl von diskreten, adressierbaren Probenbehältern umfassen
und adressierbare Probenbehälter
jedweder Breite oder Tiefe umfassen. Gebräuchliche Beispiele für Multiprobenbehälterplatten
umfassen Platten mit 96 Probenbehältern, Platten mit 384 Probenbehältern und
Nanoplatten mit 3456 Probenbehältern.
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"Adressierbarer
Probenbehälter" bezeichnet eine örtlich bestimmte
Stelle auf einer Multiprobenbehälterplatte,
die außerhalb
der Computerdarstellung der Platte eine physikalische Verwirklichung
haben kann oder nicht haben kann.
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"Chemische
Platte" bezeichnet
eine Multiprobenbehälterplatte,
die Chemikalien beinhaltet, wie beispielsweise Standardlösungen oder
deren Verdünnungen.
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"Pharmazeutisches
Mittel" oder "Medikament" bezeichnet eine
chemische Verbindung oder Zusammensetzung, die in der Lage ist,
einen gewünschten
therapeutischen Effekt hervorzurufen, wenn diese einem Patienten
geeignet verabreicht wird.
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"Optische
Eigenschaft" bezeichnet
eine messbare Eigenschaft von Licht, beispielsweise die Intensität von Emissionslicht
bei einer bestimmten Wellenlänge,
die Intensität
oder der Grad der Lichtpolarisation, die Lichtdurchlässigkeit
einer Verbindung oder einer Zusammensetzung oder das Reflektionsvermögen einer
Verbindung oder eine Zusammensetzung.
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"Kugellinse" bezeichnet eine
Kugel, eine abgeschnittene Kugel, einen Zylinder oder einen abgeschnittenen
Zylinder aus einem geeigneten transparenten, brechenden Material
und bezeichnet üblicherweise
eine Kugel.
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"Operativ
verbunden" bedeutet
eine Zusammenstellung, wobei die derart beschriebenen Komponenten
in einer Beziehung stehen, die es ihnen erlaubt, in der ihren bestimmten
Art und Weise zu funktionieren.
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"Optisches
Abfragen" bezeichnet
den Vorgang des Detektierene bzw. Erfassens oder Messens wenigstens
einer optischen Eigenschaft einer Probe mittels wenigstens einer
Detektionsvorrichtung. Eine Detektionsvorrichtung umfasst typischerweise
eine Photonendetektionsvorrichtung, wie beispielsweise eine Photomultiplierröhre (photo
multiplier tube; PMT).
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Beschreibung einer Ausführungsform
der Erfindung
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
umfasst eine Vorrichtung eine Flüssigkeitshantiervorrichtung 115,
eine Positioniereinrichtung 112 für Multiprobenbehälterplatten
und eine Detektionsvorrichtung, die die erfindungsgemäße Anordnung
von Kugellinsen und dreigabeligen optischen Glasfaserbündeln umfasst.
Die vertikale Position der optischen Anordnung kann mittels eines
von einem Schrittmotor angetriebenen Nockensystems angepasst werden
(ausführlicher
in 6 beschrieben). Die
Anordnungen werden abgesenkt, wenn die Platte; in das System hinein
oder aus dem System heraus bewegt wird, um dem Rand der Mikroplatte
zu ermöglichen, über die
Anordnung von dreigabeligen optischen Glasfaserbündeln und Kugellinsen zu passieren.
Die Anordnungen (ausführlicher
in 5 beschrieben) werden
angehoben, sobald sich die Platte in dem System befindet, um die
Fluoreszenzdetektionseffizienz zu maximieren. Platten, die Zellen
und Verbindungen enthalten, werden entweder manuell oder mittels
eines computergesteuerten Arms in die Vorrichtung geladen. Die Vorrichtung
befördert
sodann die Platte/Platten in den lichtabgeschlossenen Auslesebereich 116.
Eine Multiprobenbehälterplattenpositioniereinheit 112,
wie beispielsweise eine 500.000 Reihe der Firma Parker Hannifin
Corp, Harrison City, PA, kann gleichfalls verwendet werden, um die
Bewegung der Multiprobenbehälterplatte
zu steuern. In einer Ausführungsform
kann die Flüssigkeitshantiervorrichtung 115 ein
modifiziertes Hamilton Micro Lab 2000 MPH der Firma Hamilton Co,
Reno, NV mit wenigstens einer Abgabespitze 114 und einer
dazugehörigen
Pumpe 107, einem Abfallbehälter 108 und einem
Verdünnungsbehälter 109 sein.
Das Detektormodul 111 umfasst 16 Photomultiplier (Hamamatsu HC
124-01), die verwendet werden, um Fluoreszenzemission mit einer
Frequenz von 1 Herz oder 10 Hz zu erfassen. Zwei Photomultiplierröhren werden
verwendet, um Fluoreszenz von jedem Probenbehälter in einer Reihe von acht
Probenbehältern
zu erfassen, was die kontinuierliche Erfassung von Emissionsverhältnissen erlaubt.
Die im Blauen empfindliche Bi-Alkali-Photomultiplierröhre wird
typischerweise verwendet, um die Emission kürzerer Wellenlängen zu
erfassen (300 bis 650 nm), während
die Multi-Alkali-Photomultiplierröhre verwendet wird, um die
Emission längerer
Wellenlängen (300
bis 850 nm) zu erfassen. Ein Computer 105 und eine grafische
Benutzeroberfläche 101 koordinieren
die Funktionen der Flüssigkeitshantiereinrichtung 115,
der Multiprobenbehälterpositioniereinheit 112,
des Detektormoduls 111 und der Datenerfassung 106.
Die Datenerfassung kann in Echtzeit über einen Computermonitor 103 verfolgt
werden. Ein Hauptschalter kann verwendet werden, um die Vorrichtung
an und auszuschalten 104.
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2 zeigt,
dass einzelne Schichten von Zellen auf dem Boden der Mikroplatteprobenbehälter 206 durch
das gemeinsame Ende eines dreigabeligen optischen Glasfaserbündels 203 erfasst
werden können.
Ein Strang von jedem der dreigabeligen Glasfaserbündel wird
als Anregungsquelle 201 verwendet; jeder der acht Anregungsstränge ist
zu einem einzelnen Bündel 204 zusammengefasst,
um jedem der acht dreigabeligen Bündel eine gleichförmige Lichtintensität bereitzustellen.
Die anderen zwei Stränge
des dreigabeligen Glasfaserbündels
werden verwendet, um Fluoreszenzemission 214 und 213 zu
erfassen. Das gemeinsame Ende des dreigabeligen Bündels wird
verwendet, um sowohl Fluoreszenzemission anzuregen als auch zu sammeln. Acht
dreigabelige Glasfaserbündel
werden verwendet, um zwei Emissionskanäle von jedem Probenbehälter in
einer Reihe von acht Probenbehältern
zu erfassen. Eine Kugellinse 205 (RB – 707004, Bird Precision, Waltham,
MA) kann an der Spitze des gemeinsamen Endes des dreigabeligen Glasfase-bündels enthalten sein,
um die Effizienz der Fluoreszenzdetektion zu erhöhen.
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Eine 300 Watt Xenon-Bogenlampe 201,
z. B. CPX 300 der Firma ILC Technology, Sunnyvale, CA, mit einem
parabolischen Reflektor kann als die Fluoreszenzanregungsquelle
verwendet werden. Das Anregungslicht wird durch zwei Interferenzfilter
(beispielsweise 400 RDF 15 oder 480 RDF 20 der
Firma Omega Optical, Brattleboro, VT) mit einem Durchmesser von
2 Zoll gefiltert und sodann durch eine Linse 202 auf den
Anregungsstrang des dreigabeligen Glasfaserbündels fokussiert. Sowohl ein
Infrarotwärme
absorbierender Wasserfilter 208 als auch ein Blendensystem 207 sind
ebenfalls in dem optischen Pfad enthalten, um die Interferenzfilter
vor Beschädigungen
durch Hitze zu schützen.
Photomultiplierröhren
mit einem Durchmesser von 1 Zoll (beispielsweise HC 124 Reihe,
Hamamatsu Corp, Bridgewater, NJ) werden verwendet, um die Fluoreszenzemission
zu erfassen. Die Fluoreszenzemission von einem Strang des Faserbündels wird
durch eine blauempfindliche Bi-Alkali-Photomuliplierröhre 209 erfasst;
die Emission von dem anderen Strang des Faserbündels wird durch eine rotempfindliche
Multi-Alkali-Photomultiplierröhre 210 erfasst.
Daten werden durch den A/D-Abschnitt einer Multifunktionsplatine
(z. B. PCI-MIO-E-1, National Instruments, Dallas, TX) in einem auf einem
PentiumTM basierenden PC 212 gesammelt.
Der Computer steuert die Datenerfassung, die Plattenbewegung und
die Faserbewegung sowie das Öffnen
und das Schließen
der Blende 215.
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Komponenten des Detektionssystems
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Typischerweise besteht das größte Problem
bei der Fluoreszenzerfassung in der Reduktion des Hintergrundsignals
im Detektionssystem. In diesem Fall kann das Detektionssystem die
Anregungsquelle und die dazugehörige
Optik (dichromatische Filter, Interferenzfilter, Fokussierungslinsen,
Kolimatoren, usw.), die optische Glasfaseranordnung (Anregungs-
und Emissionswege und -muster), das die zu untersuchenden Probe beinhaltende
Substrat sowie die Emissionsfilter und die dazugehörige Optik,
die die Emissionsstrahlung zu dem Detektionselement lenkt. Eine
große
Herausforderung bei der Detektion von Epifluoreszenz (bei der das Anregungslicht
und das Emissionslicht auf dieselbe Ebene gerichtet sind und in
derselben Ebene gesammelt werden) besteht darin, die Energie des
Anregungslicht und die Fläche
(das durch das Anregungslicht erzeugte Gesichtsfeld) zu maximieren,
auf die diese Energie zu der Probe geliefert wird, ohne die effiziente
Erfassung der Fluoreszenzemission zu stören oder aufgrund der reflektierten
Anregungslichts ein starkes Hintergrundsrauschen zu erzeugen. Typischerweise
besteht ein Kompromiss zwischen der optimalen Beleuchtungsenergie,
dem durch das Anregungslicht beleuchteten Gesichtsfeld und der Sammeleffizienz
der Fluoreszenzemission. Beispielsweise kann die für die Anregung
zu verwendende Wellenlänge
die Verwendung bestimmter Materialien ausschließen (die andere wünschenswerte
Merkmale aufweisen könnten,
wie beispielsweise eine große
numerische Apertur (NA)) aufgrund der Inkompatibilität des Materials
(hohe Autofluoreszenz) mit der erforderlichen Anregungswellenlänge. Die
letztendliche Empfindlichkeit von Fluoreszenzdetektoren ist somit
oftmals durch die Anzahl und die Änderungen der Quellen des Hintergrundsrauschen
beschränkt,
die hauptsächlich
an den verschiedenen optischen Übergängen erzeugt
werden, wo Reflektion und Brechung stattfindet.
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Typischerweise umfasst ein erfindungsgemäßes Detektionssystem
eine Kugellinse in optischer Kommunikation mit einem vier-, drei-
oder zweigabeligen optischen Glasfaserbündel, das in optischer Kommunikation
mit einem Photonendetektor steht. Ein Flüssigkeitshantiersystem ist
enthalten, um eine vorbestimmte Abgabe bei einem bestimmten Zeitpunkt
und mit einem bestimmten Volumen bereit zu stellen. Vorzugsweise
sind die Abgabe und die optische Abfrage von einem Computer gesteuert.
Vorzugsweise steuert eine erste Positioniereinrichtung die Abfrageabstände zwischen
einer Kugellinse und der Probe oder dem Probenhalter. Eine zweite
Positioniereinrichtung kann umfasst sein (entweder mit oder ohne
der ersten Positioniereinrichtung), um den Übertragungsabstand zwischen
einer Kugellinse und dem Glasfaserbündel zu steuern.
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Kugellinsen und dreigabelige
optische Glasfaserbündelanordnungen
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Kugellinsen stellen eine kompakte
Linse mit einem großen
Gesichtsfeld bereit, die, wenn sie mit einer geeigneten optischen
Glasfaserbündelanordnung
verbunden wird, das Hintergrundsrauschen bedeutend vermindert. Die
erfindungsgemäßen Anordnungen
von Kugellinsen und dreigabeligen optischen Glasfaserbündeln sind
wirksam, Licht von der Lichtquelle zu der Probe in dem adressierbaren
Probenbehälter
zu lenken und effizient emittiertes Licht von der Probe zu den Emissionssträngen des
dreigabeligen optischen Glasfaserbündels zu fokussieren. Die Fähigkeit,
Licht zu fokussieren, ist für
Kugellinsen verschiedener Größen und
Zusammensetzungen in 4 gezeigt.
Derartige Kugellinsen, die aus Glass, Saphir oder Quarzglas bestehen,
können
das Emissionslicht bis zu einem Winkel von 65° von der optischen Achse sammeln
und eine hohe numerische Apertur (NA) sogar bei einem Luftzwischenraum
von 50–100 μm zwischen
dem Apex der Kugellinse und dem Boden der Multiprobenbehälterplatte
beibehalten. Darüber
hinaus ist das Vignetrieren, d. h. die Variation der Linsenbildintensität zwischen
der Mitte und dem Rand des Bilder, minimal entlang der optischen
Glasfaservorderseite. Diese Vorteile werden noch verstärkt, wenn
ein dreigabeliges optisches Glasfaserbündel zusammen mit einer Kugellinse
verwindet wird. In einer Ausführungsform
ist eine Vielzahl von Anregungsglasfaserbündeln koaxial innerhalb des
dreigabeligen optischen Glasfaserbündels angeordnet und lenkt
das Licht im Wesentlichen entlang der Symmetrieachse der Kugellinse.
Unter diesen Bedingungen ist das Anregungslicht auf Winkel < 11° hinsichtlich
der optischen Achse beschränkt,
womit die Seitenwände
der adressierbaren Probenbehälter
der Multiprobenbehälterplatte
nicht beleuchtet werden, was die Hintergrundsstreuung und die Hintergrundsfluoreszenz
verm#ndert. Zusätzlich
tritt das gesamte reflektierte Licht, das von der Multiprobenbehälterplatte
innerhalb eines Winkels von < 11° hinsichtlich
der optischen Achse zurückkommt,
in die Anregungsfasern und nicht in die Emissionsfasern ein. Dadurch
wird eine kleine Menge Fluoreszenz geopfert, jedoch Licht abgewiesen,
das spiegelnd von beiden Oberflächen
des Bodens der Multiprobenbehälterplatte
reflektiert wird.
-
Um die bevorzugten optischen Komponenten
für eine
bestimmte Anwendung auszuwählen,
ist es oftmals vorzuziehen, das Signal/Rauschverhältnis (SN
ratio) oder Signal/Hintergrunds-Verhältnis für bestimmte Kombinationen
von Kugellinsen und optischen Glasfaseranordnungen zu bestimmen.
Signal/Rauschverhältnisse
können
bestimmt werden, indem die Größe einer
definierten Menge von in dem optischen System gemessenen fluoreszenten
Material mit dem Rauschen verglichen wird, das beim Messen eines
leeren Probenbehälters
unter genau den gleichen Bedingungen gewonnen wird. S/N-Verhältnisse
können
in einem Bereich von Konzentrationen des Kalibrierungsmaterials
(beispielsweise Fluorescein) bestimmt werden, um die gesamte Detektorempfindlichkeit
und Detektorlinearität
zu bestimmen. Zu sätzlich
kann die Variabilität
der Messungen mittels der Standardabweichung (standard deviation;
SD) und dem Varianzkoeffizienten (coefficient of variance; CV) ausgedrückt werden,
um Wiederholbarkeit und Ausrichtungsempfindlichkeit für jedes
der Systeme zu gewährleisten.
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Zusätzlich ist es bevorzugt, den
Abstand zwischen dem optischen Glasfaserbündel und der Kugellinse und
zwischen der Kugellinse und der Oberfläche des optisch zu untersuchenden
Objekts zu wählen.
Dies kann schnell dadurch erreicht werden, dass ein Graph des S/N-Verhältnisses
gegenüber
dem Untersuchungsabstand oder dem Übertragungsabstand für jede der
erwünschten
optischen Anordnungen erzeugt wird. Auf dieselbe Weise können ähnliche
Graphen des S/N-Verhältnisses
für jede
der Kombination in Antwort auf unterschiedliche Beleuchtungsintensitäten und
Wellenlängen
des Anregungslichts erstellt werden (zusammen mit geeigneten Fluoreszenzproben).
Eine derartige Analyse liefert eine Matrix der Leistungseigenschaften,
wie diese durch die S/N-Verhältnisse
beschrieben werden, die verwendet werden, um die optimalen optischen Glasfaserbündelanordnungen,
die optimale Größe, Zusammensetzung,
antireflektierende Beschichtung der Kugellinse und die optimalen örtlichen
Ausrichtungen der Komponenten für
bestimmte Anwendungen auszuwählen.
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Zum Beispiel können optische Glasfaserbündel mit
unterschiedlichen Packmustern, einer unterschiedlichen Anzahl und
unterschiedlichen Anordnungen von Anregungs- und Emissionsbündeln und
mit einer unterschiedlichen Anzahl von Fasern in den Anregungssträngen und
den Emissionssträngen
hergestellt werden. In einer Ausführungsform ist die Packung
der Fasern sowohl der Anregungs- als auch der Emissionsstränge in dem
Bündel
zufällig
verteilt. In einer weiteren Ausführungsform
sind die Fasern in bestimmten und definierten Mustern angeordnet,
die dem System eine bevorzugte optische Eigenschaft verleihen. Zum
Beispiel können
die Anregungsfasern in einer der vorstehend beschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen
zusammen mittig in dem optischen Glasfaserbündel gebündelt sein und die Emissionsfasern
können
außen
herum angeordnet sein, um ein koaxiales Optisches Glasfaserbündel zu
erzeugen. Sowohl zweigabelige als auch dreigabelige Glasfaserbündel können in
dieser bevorzugten Ausgestaltung hergestellt werden. Alternativ können die
Emissionsbündel
in kleinen Gruppen angeordnet sein, um eine Anordnung bzw. ein Array
zu erzeugen, oder radial um die Achse des Bündels oder in einem beliebigen
anderen symmetrischen oder nicht symmetrischen Muster angeordnet
sein.
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Optische Glasfaseranordnungen können also
in der Gesamtzahl der Fasern sowohl der Anregungsstränge als
auch der Emissionsstränge
sowie der Gesamtgröße variieren.
Die Anzahl der Anregungsfasern und die Anzahl der Emissionsfasern
und die relativen Verhält nisse
von Anregungsfasern und Emissionsfasern können innerhalb großer Bereiche
variiert werden, was sowohl von den anderen Komponenten in dem System als
auch von der Art der Lichtquelle, von der Empfindlichkeit des Detektors
und von der Größe des adressierbaren
Probenbehälters
abhängt,
in dem die Probe angeordnet ist. Die Optimierung dieser Faktoren
wird hier beschrieben. In einer Ausführungsform kann ein optisches
Glasfaserbündel
insgesamt 341 Fasern enthalten, von denen 55 Anregungsfasern
sind, die zufällig
innerhalb des Bündels
angeordnet sind. In einer anderen Ausführungsform kann das Bündel 341 Fasern
umfassen, von denen 85 Anregungsfasern sind, die vorzugsweise innerhalb
des Zentrums des Bündels
angeordnet sind, jedoch gleichfalls innerhalb der übrigen Emissionsbündel zufällig verteilt
sind. In einer weiteren Ausführungsform
kann das Bündel 112 Fasern
umfassen, von denen 7 Anregungsfasern sind, die in der Mitte des
Bündels
angeordnet sind, und die verbleibenden Emissionsfasern sind um die
Anregungsfasern angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform
kann das Bündel
1417 Fasern umfassen, von denen 163 Anregungsfasern sind,
die in der Mitte des Bündels
angeordnet sind, und die verbleibenden Emissionsfasern sind um die
Anregungsfasern angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform
des optischen Glasfaserbündels
sind die Anregungsfasern innerhalb des Bündels zentral angeordnet und
erstrecken sich über
den Punkt hinaus, an dem die Emissionsfasern enden. In einer bevorzugten
Ausgestaltung dieser Ausführungsform
enden die Emissionsfasern in einer flüssigen Lichtführung, die
in Kontakt mit der Kugellinse steht. Typischerweise liegt der Prozentsatz
der Anregungs- zu Emissionsfasern in dem dreigabeligen optischen
Glasfaserbündel
in dem Bereich von 5 bis 10 Prozent Anregungsfasern, oder ungefähr 10 bis
20 Prozent Anregungsfasern oder ungefähr 20 bis 40 Prozent Anregungsfasern.
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Eine zusätzliche Optimierung der Zusammensetzung
und der Größe der Kugellinse
ist für
jede Anordnung und Anwendung des optischen Glasfaserbündels wünschenswert.
Kugellinsenzusammensetzungen aus Materialien unterschiedlicher Brechungsindizes
und unterschiedlicher Größen können ohne
weiteres mit jeder optischen Glasfaserbündelanordnung bestimmt werden,
um eine bevorzugte optische Anordnung zu ermitteln. Kugellinsen
mit einem Durchmesser von ungefähr
1 mm, 2 mm, 3 mm, 4 mm, 5 mm, 6 mm, 8 mm, 10 mm und 20 mm können in
Abhängigkeit
der Größe des Instruments
und der örtlichen
Anforderungen des erwünschten Abbildungssystems
getestet werden. Geeignete Zusammensetzungen der Kugellinse umfassen
Quarzglas, Saphir, optisches Glas (wie BK7, SF11 oder LaSF9), Borosilikatglas
oder Zinkselenid (für
Infrarotanwendungen). Bevorzugte Zusammensetzungen der Kugellinse
für die
Verwendung innerhalb des Wellenlängenbereichs
von 300 bis 750 nm umfassen Quarzglas und Saphir. Für Anwendungen
mit wenig Licht ist es oftmals notwendig, eine geeignete antireflektierende
Beschichtung für
die Kugellinse zu verwenden, wie einschichtiges oder mehrschichtiges
MgF2, V-Beschichtungen, HEBBARTM (High
Efficiency BroadBand AntiReflection). Um die optimale Zusammensetzung,
Größe und antireflektierende
Beschichtung (AntiRefelctive coating; AR) der verschiedenen Linsenbeschichtungen
zu bestimmen, würde
man jede Größe der vorstehend
beschriebenen Kugellinsen aus jedem der vorstehend beschriebenen
Materialien mit jeder der vorstehend beschriebenen antireflektierenden
Beschichtung beschichten und die hiermit gewonnen Ergebnisse mit
den Ergebnissen ohne Beschichtung vergleichen, wie diese vorstehend
beschrieben wurden.
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Detektoren
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Der Detektor kann wenigstens eine
photonenempfindliche Oberfläche
oder ein photonenempfindliches Material zum Messen der Photonenemission
umfassen, wie beispielsweise ein ladungsgekoppeltes Element (charged
coupled device; CCD), eine Photodiode oder eine Photomultiplierröhre (photmultiplier
tube; PMT). Der Detektor kann das Signal verstärken und falls erwünscht mittels
eines Photonenverstärkers
durchlässen.
Vorzugsweise kann der Detektor eine CCD mit einer hohen Quanteneffizienz
verwender ohne einen Verstärker
für die
Integration einer langen Messung. Alternativ kann der Detektor eine
Vielzahl von Photomultiplierröhren
oder Photomultiplierröhren
an mehreren Orten für
die simultane Photonenerfassung und -quantifizierung bei zwei Wellenlängen von
einer Vielzahl von adressierbaren Probenbehältern verwenden.
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Der Detektor arbeitet vorzugsweise
in dem Epifluoreszenzmodus, bei dem die bevorzugte Beleuchtung vom
Boden der Multiprobenbehälterplatte
stattfindet und die bevorzugte Erfassung gleichfalls vom Boden der
Multiprobenbehälterplatte
geschieht. Der Detektor ist üblicherweise
dazu geeignet, einen dynamischen Bereich von drei bis vier Größenordnungen
hinsichtlich der Signalantwort einer einzelnen Auslesung abzudecken.
In einer Ausführungsform
verwendet der Detektor einen CCD-Chip zum Abbilden und Erfassen
von Photonen, die von den Probenbehältern der Untersuchung emittiert
werden.
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Lichtquelle
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in der bevorzugten Ausführungsform
umfasst der Detektor eine Lichtquellenanordnung (beispielsweise
eine Xenonlampe), die zwischen einer kontinuierlichen und einer
gepulsten (1 kHz) Ausgabe in Abhängigkeit
der Energieversorgung umgeschaltet werden kann (entweder manuell
oder mittels Computersteuerung). Geeignete Lichtquellen, wie beispielsweise
Laser, lichtemittierende Dioden (LEDs) oder Quecksilberbogenlampen,
sind ebenfalls geeignet, wie es andere hierin beschriebene Lichtquellen
und andere geeignete Lichtquellen sind, die in der Zukunft entwickelt
werden.
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Flüssigkeitshantiervorrichtung
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In einer Ausführungsform kann die Flüssigkeitshantiervorrichtung
eine Vielzahl von Nanoliter-Pipetierspitzen umfassen, die individuell
ein vorbestimmtes Volumen abgeben können. Typischerweise sind die
Pipetierspitzen in einer zweidimensionalen rechteckigen Anordnung
angeordnet, um Platten unterschiedlicher Probenbehälterdichte
(beispielsweise 96, 384, 864 und 3.456 Probenbehälter pro Platte) handzuhaben.
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Üblicherweise
beträgt
das abgegebene Volumen weniger als ungefähr 2.000 Mikroliter Flüssigkeit,
die von einer vorbestimmten Auswahl adressierbarer Probenbehälter angesaugt
worden ist und in eine vorbestimmte Auswahl von adressierbaren Probenbehältern abgegeben
wird. Vorzugsweise können
Nanoliter-Pipetierspitzen weniger als ungefähr 500 Nanoliter, bevorzugter
weniger als ungefähr
100 Nanoliter und am bevorzugtesten weniger als 25 Nanoliter abgegeben.
Eine Abgabe von weniger als 25 Nanoliter kann durch hier beschriebene
Pipetierspitzen erreicht werden. Bevorzugte abgegebene Minimalvolumina
betragen 5 Nanoliter, 500 Picoliter, 100 Picoliter und 10 Picoliter.
Selbstverständlich
sind Pipetierspitzen, die zur Abgabe derartiger Minimalvolumina
geeignet sind, ebenso gut dazu geeignet, größere Volumina abzugeben. Das
abgegebene Maximalvolumen hängt
im wesentlichen von der Abgabezeitdauer, der Reservoirgröße, dem
Spitzendurchmesser und dem Typ der Pipetierspitze ab. Abgegebene
Maximalvolumina betragen ungefähr
10,0 Mikroliter, 1,0 Mikroliter und 200 Nanoliter. Vorzugsweise
sind derartige Flüssigkeitshantiervorrichtungen
sowohl zum Ansaugen als auch zur Abgabe geeignet. Üblicherweise
umfasst eine Nanoliter-Pipetierspitze (oder eine Abgabevorrichtung
für kleinere
Volumina) einen Fluidkanal zum Ansaugen von Flüssigkeit aus einer vorbestimmten Auswahl
adressierbarer Probenbehälter
(beispielsweise chemische Probenbehälter die potentielle Medikamente
enthalten). Flüssigkeitshantiervorrichtungen
werden hierin weiter beschrieben und für einige Volumina, die typischerweise
im Mikroliterbereich liegen, können
geeignete, bekannte oder in der Zukunft entwickelte Pipetierspitzen
für Flüssigkeiten
verwendet werden. Es ist insbesondere nützlich, Flüssigkeitshantiervorrichtungen
zu verwenden, die geeignet sind, Volumen von ungefähr 1 bis
20 Mikroliter handzuhaben, wenn es erwünscht ist, Tochterplatten aus
Masterplatten zu erzeugen. In solchen Fällen weist eine Flüssigkeitshantiervorrichtung
vorzugsweise eine Abgabedüse
auf, die angepasst ist, kleine Volumina abzugeben, und an der eine Spitze
mit einem Flüssigkeitsreservoir
befestigt werden kann.
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In einer Ausführungsform umfassen Nanoliter-Pipetierspitzen
Magnetventile, die in fluider Verbindung mit einem Reservoir für Flüssigkeiten
von einem adressierbaren chemischen Probenbehälter stehen. Das Flüssigkeitsreservoir
kann ein Bereich einer Abgabevorrichtung sein, der eine Flüssigkeit
halten kann, die mittels der Nanoliter-Pipetierspitze angesaugt worden
ist. Normalerweise kann ein Spitzenreservoir wenigstens ungefähr 100-mal
das minimale Abgabevolumen bis ungefähr 10.000-mal das Abgabevolumen
und bevorzugter ungefähr
250.000-mal das Abgabevolumen enthalten. Die Magnetventile steuern
einen positiven hydraulischen Druck in dem Reservoir und erlauben
durch Betätigung
die Abgabe von Flüssigkeit.
Ein positiver Druck für
die Abgabe kann mittels eine hydraulischen oder einer pneumatischen
Einrichtung, beispielsweise ein von einem Motor angetriebener Kolben
oder eine Gasflasche, erzeugt werden. Ein negativer Druck für das Ansaugen
kann mittels einer Vakuumeinrichtung (z. B. das Zurückziehen
eines Kolbens durch einen Motor) erzeugt werden. Für eine genauere
Steuerung der Abgabe können
auch zwei oder mehr Magnetventile verwendet werden, wobei die Ventile
in Reihe geschaltet sind und in fluider Verbindung stehen.
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In einer weiteren Ausführungsform
umfassen Nanoliter-Pipetierspitzen eine elektrisch empfindliche Volumenverschiebungseinheit
in fluider Verbindung mit einem Flüssigkeitsreservoir. Typischerweise
ist die Flüssigkeit
in dem Flüssigkeitsreservoir
aufbewahrt, die aus einem adressierbaren chemischen Probenbehälter angesaugt
worden ist. Elektrisch empfindliche Volumenverschiebungseinheiten
bestehen aus Materialien, die auf einen elektrischen Strom mit einer
Veränderung
des Volumens reagieren. Typischerweise kann es sich bei derartigen
Materialien um Piezomateriallen handeln, die geeignet konfiguriert
sind, um auf einen elektrischen Strom zu reagieren. Die elektrisch
empfindliche Volumenverschiebungseinheit steht in vibrationsübertragender
Verbindung mit einer Abgabedüse,
so dass eine Vibration ein vorbestimmtes Volumen aus der Düse ausgibt.
Vorzugsweise werden Piezomaterialien in Abgabevorrichtungen für Volumina
von weniger als ungefähr
10 bis 1 Nanoliter verwendet und sind dazu geeignet, Minimalvolumina
von 500 bis 1 Picoliter abzugeben. Piezopipetierspitzen sind bei
der Firma Packard Instrument Company, Conneticut, USA (beispielsweise
als Zubehör
für die
MultiProbe 104) erhältlich.
Solche kleinen Abgabevolumina erlauben eine stärkere Verdünnung und konservieren und
vermindern die Flüssigkeitsuntersuchungszeiten.
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In einigen Ausführungsformen kann die Flüssigkeitshantiervorrichtung
eine Gesamtabgabe (beispielsweise zum Waschen) durchführen, indem
eine Gesamtabgabeeinrichtung mit der Flüssigkeitshantiervorrichtung
verbunden wird, und zwar ein großes Volumen einer bestimmten
Lösung,
die mehrere Male abgegeben werden soll. Derartige Gesamtabgabeeinrichtungen,
beispielsweise ein modifiziertes Hamilton Micro Lab 2200 (MPH, Hamilton
Co, Reno, NV), sind bekannt und können zukünftig entwickelt werden.
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Positioniereinrichtung, Übergangsphasen
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Die Untersuchung, das Absaugen oder
die Abgabe in Multiprobenbehälterplatten
unterschiedlicher Dichten kann mittels automatisierter Positionierung
(beispielsweise orthogonal) einer Multiprobenbehälterplatte erreicht werden.
Typischerweise sind die Multiprobenbehälterplatten feststehend auf
einer orthogonalen Positioniereinrichtung angeordnet, die die Probenbehälter eine
Multiprobenbehälterplatte
mit einer ersten Probenbehälterdichte
in eine X, Y-Position hinsichtlich der X, Y-Position der Flüssigkeitshantiervorrichtung
bewegt. Üblicherweise
weist die Flüssigkeitshantiervorrichtung
eine rechteckige Anordnung von Ansaug- und/oder Abgabeköpfen oder
von beiden dieser Elemente auf. Zahlreiche Ansaug-/Abgabeköpfe können gleichzeitig
betrieben werden. Die orthogonale Positioniereinrichtung richtet
jeden adressierbaren Probenbehälter
mit dem geeigneter Abgabekopf aus. Vorzugsweise wird eine vorbestimmte
Stelle (beispielsweise die Mitte) eines vorher ausgewählten adressierbaren
Probenbehälters
mit der Mitte der Flüssigkeitsbahn
des Abgabekopfs ausgerichtet. Andere Ausrichtungen, wie die in den
Beispielen beschriebenen Ausrichtungen, können ebenso verwendet werden.
Wenn der Kopf im Wesentlichen kleiner als der Durchmesser eines
Probenbehälters
ist, dann erlaubt eine orthogonale Positionierung das Ansaugen oder
die Abgabe in Platten mit unterschiedlichen Dichten und Probenbehälterdurchmessern.
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Eine orthogonale Positioniereinrichtung
kann typischerweise eine rechteckige Anordnung von Abgabeköpfen mit
einer rechteckigen Anordnung von adressierbaren Probenbehältern in
X, Y-Richtung unter Verwendung mechanischer Mittel ausrichten, um
die adressierbaren Probenbehälter
in Position zu bringen oder um die Flüssigkeitshantiervorrichtung
(beispielsweise Abgabeköpfe)
in Position zu bringen. Vorzugsweise werden aber eher die rechteckigen
Anordnungen von adressierbaren Probenbehältern auf einer Platte anstatt
der Flüssigkeitshantiervorrichtung
bewegt. Diese Ausgestaltung verbessert oftmals die Zuverlässigkeit,
da Multiprobenbehälterplatten üblicherweise
nicht so schwer oder unhandlich wie Flüssigkeitshantiervorrichtungen sind,
was zu einer geringeren mechanischen Beanspruchung der orthogonalen
Positioniereinrichtung und zu einer verbessertes Bewegungsgenauigkeit
führt.
Ferner werden dadurch kürzere
Flüssigkeitsverarbeitungszeiten
erreicht, da die verhältnismäßig leichteren
und kleineren Multiprobenbehälterplatten
schneller und präziser
als ein großes
Bauelement bewegt werden können.
Die mechanischen Mittel können
ein erster von einem Computer gesteuerter Schrittmotor, der eine
auf einer X-Bahn angeordnete Bodenplatte antreibt, sowie ein zweiter
von einem Computer gesteuerter Schrittmotor sein, der eine auf der
X-Bahn angeordnete Y-Bahn antreibt. Auf der Bodenplatte können eine
Multiprobenbehälterplatte
und entweder ein Rückkopplungsmechanismus
oder ein akkurates cartesianisches Abbildungssystem oder beide feststehend
angeordnet sein, die dazu verwendet werden können, um adressierbare Probenbehälter richtig
mit Köpfen
auszurichten.
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Andere derartige Vorrichtungen, wie
hierin beschrieben, die bekannt sind oder zukünftig entwickelt werden, um
derartige Aufgaben zu erfüllen,
können
verwendet werden. Üblicherweise
weisen derartige Vorrichtungen eine X, Y-Positionsgenauigkeit von
wenigstens ± 0,3
mm in X-Richtung und ± 0,3
mm in Y-Richtung, vorzugsweise von wenigstens ± 0,09 mm in X-Richtung und ± 0,09
mm in Y-Richtung und weiter bevorzugt von wenigstens ± 0,01
mm in X-Richtung und ± 0,01
mm in Y-Richtung auf. Es ist wünschenswert,
dass derartige Vorrichtungen Detektoren umfassen, um die adressierbaren
Proben behälter
oder Multiprobenbehälterplatten zu
identifizieren, die orthogonal positioniert werden. Derartige Positioniereinrichtungen
für vorbestimmte
X, Y-Koordinaten können
mittels Gewindespindeln mit einer genauen und feinen Steigung mit
Schrittmotoren bereitgestellt werden (beispielsweise Compumotor
Stages von der Firma Parker, Rohnert Park, CA, USA). Positioniereinrichtungen
(beispielsweise X, Y oder Z) können
verwendet werden, um die Detektoranordnung, die Probe, die Flüssigkeitshantiervorrichtung
oder eine Kombination dieser Elemente zu bewegen.
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Alternativ kann die Flüssigkeitshantiervorrichtung
auf einer Z-Positioniereinrichtung mit einer X, Y-Positioniereinrichtung
für die
Flüssigkeitshantiervorrichtung
angeordnet sein, um eine genaue X, Y und Z-Positionierung der Flüssigkeitshantiervorrichtung
zu ermöglichen
(beispielsweise Linear Drives, Großbritannien).
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Ein Bezugspunkt oder Bezugspunkte
können
in dem Aufbau umfasst sein, um sicher zu stellen, dass ein erwünschter
adressierbarer Probenbehälter
richtig mit einem gewünschten
adressierbaren Kopf ausgerichtet ist. Beispielsweise können die
Multiprobenbehälterplatte,
die orthogonale Positioniereinrichtung oder die Flüssigkeitshantiervorrichtung
einen Bezugspunkt bzw. Bezugspunkte einschließen, um die X, Y-Ausrichtung einer
Platte und deren adressierbaren Probenbehältern hinsichtlich der Flüssigkeitshantiervorrichtung
zu führen.
Zum Beispiel weist die Flüssigkeitshantiervorrichtung
einen Detektor auf, der hinsichtlich X und Y jeder Ecke der Platte
entspricht. Die Platte weist Öffnungen
(oder Markierungen) auf, die hinsichtlich X und Y den Positionsdetektoren
der Flüssigkeitshantiervorrichtung
entsprechen. Die Öffnungen
der Platte ermöglichen, dass
Licht von einer von einem Computer gesteuerten Identifikationslichtquelle
durchtritt oder reflektiert wird, die in der entsprechenden X, Y-Position
auf der orthogonalen Positioniereinrichtung angeordnet ist. Bekannte optische
Ortsbestimmungsvorrichtungen können
ebenfalls in einige i Ausführungsformen
verwendet werden (PCT Patentanmeldung WO 91/17445; Kureshy). Die
Erfassung von Licht, das von der orthogonalen Positioniereinrichtung
emittiert wurde, durch die Flüssigkeitshantiervorrichtung
verifiziert die Ausrichtung der Platten. Sobald die Ausrichtung
der Platten verifiziert worden ist, kann der Start des Ansaugens
oder der Abgabe ausgelöst
werden.
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Schrittmotoren können für einige Anwendungen wie in
der US-PS 5 206 568 (Bjornson) beschrieben gesteuert werden.
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Die Flüssigkeitshantiervorrichtung
ist ferner typischerweise auf einer Z-Richtung Positioniereinrichtung
angeordnet, um Anpassungen der Übertragungshöhe der Flüssigkeit
zu ermöglichen.
Diese Eigenschaft ermöglicht
die Verwendung von Platten mit verschiedenen Plattenhöhen und
Ansaug- und Abgabespitzen, die, falls erwünscht, in dem Probenverteilungsmodul
verwendet werden können.
Ferner wird ermöglicht,
dass der Abgabeabstand zwischen einer Oberfläche des adressierbaren Probenbehälters oder
einer Flüssigkeitsoberfläche in einem
adressierbaren Probenbehälter
und einer Flüssigkeitshantiervorrichtung
angepasst werden kann, um die Einflüsse von statischer Elektrizität, von der
Schwerkraft und von Luftströmungen
zu minimieren und um die X, Y-Genauigkeit der Abgabe bei Anwendungen
zu verbessern, bei denen eine Abgabe einer Flüssigkeit an eine bestimmte
Stelle in einem adressierbaren Probenbehälter erwünscht ist. Alternativ können Multiprobenbehälterplatten
auf einer Z-Richtung Positioniereinrichtung angeordnet sein, um
Anpassungen der Übertragungshöhe der Flüssigkeit
zu ermöglichen.
Statische Neutralisierungsvorrichtungen können ebenfalls verwendet werden,
um die statische Elektrizität
zu minimieren. Im Allgemeinen beträgt die Übertragungshöhe der Flüssigkeit
weniger als ungefähr
2 cm. Vorzugsweise werden kleine Volumina bei einer Übertragungshöhe der Flüssigkeit
von weniger als ungefähr
10 mm und weiter bevorzugt von weniger als ungefähr 2 mm übertragen. Manchmal kann es
wünschenswert
sein, die Spitzen mit einer Lösung
auf eine gesteuerte Art und Weise in Berührung zu bringen, wie dies
hierin beschrieben wird oder allgemein bekannt ist.
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Steuerung der Bewegung
der Kugellinsenanordnung entlang der Z-Achse
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Die Kugellinsenanordnung wird typischerweise
auf einer Positioniereinrichtung in Z-Richtung angeordnet sein,
um Anpassungen des Untersuchungsabstands und des Übertragungsabstands
zu ermöglichen,
zum Beispiel mittels der Verwendung eins durch einen Schrittmotor
angetriebenen Nockensystems oder anderer hier beschriebener Positioniereinrichtungen.
Die Anordnungen werden abgesenkt, wenn die Platte in das System
hinein oder aus diesem heraus bewegt wird, um dem Rand der Multiprobenbehälterplatte
zu ermöglichen, über die
Anordnung von Kugellinsen und dreigabeligen optischen Glasfaserbündeln zu
passieren. Die Anordnungen können
angehoben werden, sobald sich die Platte im System befindet, um
den Untersuchungsabstand zu steuern, um die Fluoreszenzerfassungsempfindlichkeit
zu verbessern. Alternativ können
Multiprobenbehälterplatten
auf einer Positioniereinrichtung in Z-Richtung angeordnet werden,
um Anpassungen des Abfrageabstands zu erlauben. Typischerweise wird
der Übertragungsabstand
zwischen der Kugellinse und dem optischen Glasfaserbündel bei
einem bevorzugten Abstand für
eine optimals Fluoreszenzerfassung fest eingestellt. In einer bevorzugten
Ausführungsform
können
Anpassungen des Übertragungsabstands
von einem Programm gesteuert werden, um die Empfindlichkeit und
die Wiederholbarkeit von Fluoreszenzmessungen zu optimieren.
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Steuer-, Datenverarbeitungs-
und/oder Integrationsmodule
-
In einer Ausführungsform können ein
Datenverarbeitungsmodul und ein Integrationsmodul zusammenwirken
und mittels eines Programms ein Flüssigkeitshantiervorrichtungsmodul
sowie ein Detektormodul steuern, um die rasche Verarbeitung der
Multiprobenbehälterplatten
zu erleichtern. In einer bevorzugten Ausführungsform können das
Datenverarbeitungsmodul und das Integrationsmodul außerdem den
Abstand zwischen der Kugellinsenanordnung und der Probe (d. h. dem
Untersuchungsabstand) und den Abstand zwischen der Kugellinse und
dem dreigabeligen optischen Glasfaserbündel (d. h. den Übertragungsabstand) steuern.
Um die Information im System zu verwalten, umfassen das Datenverarbeitungsmodul
und das Integrationsmodul Elemente zum Speichern, zum Verwalten
und zum Wiedergewinnen von Daten einschließlich einer Datenspeicherungsvorrichtung
und einem Prozessor. Die Datenspeicherungsvorrichtung kann eine
relationale Datenbank, eine Anordnung physikalischer Plattenlaufwerke
(zum Beispiel Direktzugriffsplattenlaufwerke) und eine Verbindung
zu anderen Systemkomponenten über
ein Netzwerk beherbergen. Eine Datenspeicherungsvorrichtung kann
zum Beispiel eine relationale Datenbank für Umweltanwendungen, diagnostische
Anwendungen oder Medikamenterkennurugsanwendungen enthalten. Beispielsweise
kann eine besonders nützliche
relationale Datenbank von Oracle bereitgestellt sein und das Netzwerk
kann ein TCP/IP (transfer communication protocol) Ethernet LAN (local
area network) sein.
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Schnittstellenausgestaltungen
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In den meisten Ausführungsformen
wird es vorteilhaft sein, die erfindungsgemäße Vorrichtung mit wenigstens
einer weiteren Arbeitsstation, üblicherweise
einer Probentransportvorrichtung, zu integrieren und operativ zu
verbinden. Die Integration kann mittels eines Computers und dazugehöriger Steuerprogramme
erreicht werden, um die Transportvorrichtung und die Probenverarbeitungsvorrichtung
in Übereinstimmung
zu betreiben. Alternativ kann die Vorrichtung verwendet werden,
ohne direkt mit einer anderen Arbeitsstation integriert zu werden,
indem adressierbare Probenbehälter
gruppenweise verfolgt werden und Multiprobenbehälterplatten zu einer anderen
Arbeitsstation entweder mechanisch oder manuell überführt werden, wo die Multiprobenbehälterplatten
identifiziert werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zum Beispiel
mit einem Speicher- und Abrufmodul und einer Probentransportvorrichtung
direkt integriert und operativ verbunden sein und indirekt mit einem
Integrationsmodul und einem Steuermodul verbunden sein. Obwohl diese
Vorgehensweise insbesondere für
geringe Durchsatzraten angewendet werden kann, ist sie für höhere Durchsatzraten nicht
wünschenswert,
da sie keine direkte Integration aufweist, die zu höheren Durchsatzgeschwindigkeiten führen kann.
Manuelle Arbeitsschritte sind zudem häufiger fehleranfällig insbesondere
wenn eine große
Anzahl von Proben verarbeitet wird. Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit anderen Arbeitsstationen integriert werden und in einem Modus
mit minimalem oder im Wesentlichen keinem manuellen Eingreifen hinsichtlich
der Übertragung
von Multiprobenbehälterplatten
zu anderen Arbeitsstationen betrieben werden.
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Verwendungsarten
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Das Detektormodul und dessen System
weisen oftmals viele verschiedene Betriebsarten auf, die den Erfordernissen
von Medikamenterkennungsuntersuchungen entsprechen. Diese Betriebsarten
können
umfassen: eine einzelne Anregungswellenlänge mit der Erfassung bei einer
einzelnen Emissionswellenlänge
eine einzelne Anregungswellenlänge,
Erfassung bei zwei Emissionswellenlängen; zwei sequentielle Anregungswellenlängen mit
Erfassung bei zwei Emissionswellenlängen und Bestimmung der Verhältnismessung;
zwei sequentielle Anregungswellenlängen mit Erfassung bei vier
Emissionswellenlängen
und Verhältnismessungsbestimmung;
homogene zeitaufgelöste
Fluoreszenz mit einer einzelnen Anregungswellenlänge und Erfassung bei einer
einzelnen Emissionswellenlänge;
homogene zeitaufgelöste
Fluoreszenz mit einer einzelnen Anregungswellenlänge und Erfassung bei zwei
Emissionswellenlängen
und Verhältnismessungsbestimmung;
homogene zeitaufgelöste
Fluoreszenz mit zwei sequentiellen Anregungswellenlängen und
Erfassung bei zwei Emissionswellenlängen und Bestimmung der Verhältnismessung;
Absorptionsvermögen
(beispielsweise dual); Lichtdurchlässigkeit (beispielsweise dual);
Reflektionsvermögen;
zwei sequentielle Anregungswellenlängen und Erfassung bei einer
Emissionswellenlänge
mit Bestimmung der Verhältnismessung;
Lumineszenzmessung bei einer einzelnen Wellenlänge mit Lumineszenzmessung
bei zwei Wellenlängen;
Lumineszenzmessung bei zwei Wellenlängen mit einer Verhältnisbestimmung
und zeitaufgelöste
Fluoreszenzemission (intrinsische Farbstoffeigenschaften mit oder
ohne eine Bindung).
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Fluoreszenzmessungen
-
Der Fachmann erkennt, dass unterschiedliche
Typen von Fluoreezenzmonitorsystemen verwendet werden können, um
die Erfindung mit Fluoreszenzproben zu verwenden, wie beispielsweise
Fluoreszenzfarbstoffe oder Substrate. Vorzugsweise werden Systeme
verwendet, die für
eine Selektion mit hoher Durchsatzrate geeignet sind, beispielsweise
Mikrotiterplatten mit 96 Probenbehältern oder mehr. Verfahren
zum Durchführen
von Untersuchungen von Fluoreszenzmaterialien sind wohl bekannt
und werden zum Beispiel beschrieben in Lakowicz, J. R., Principles
of Fluorescence Spectroscopy, New York, Plenum Press (1983); Herman,
B., Resonance Energy Transfer Microscopy, in Fluorescence Microscopy
of Living Cells in Culture, Part B, Methods in Cell Biology, vol.
30, ed. Taylor, D. L. & Wang,
Y. -L., San Diego, Academic Press (1989), Seiten 219–243; Turro,
N. J., Modern Molecular Photochemistry, Menlo Park, Benjamin/Cummings
Publishing Col, Inc. (1978), Seiten 296–361 und der Molecular Probes
Catalog (1997), OR, USA.
-
Vorzugsweise wird FRET (Fluoreszenzresonanzenergietransfer
bzw. fluorescence resonance energy transfer) als eine Methode zum
Verfolgen der Proben in einem Sample (zellulär oder biochemisch) verwendet. Der
Grad an FRET kann durch jedwede spektrale Eigenschaft oder Fluoreszenzlebensdauereigenschaft
des angeregter Mediums bestimmt werden, beispielsweise indem die
Intensität
des Fluoreszenzsignals vom Donator, die Intensität des Fluoreszenzsignals vom
Akzeptor, das Verhältnis
der Fluoreszenzamplituden in der Nähe der Emissionsmaxima des
Akzeptors und der Fluoreszenzamplituden in der Nähe des Emissionsmaximums des
Donators oder die Lebensdauer des angeregten Zustands des Donators
bestimmt werden. Beispielsweise erhöht die Spaltung des Linkers
die Intensität
der Fluoreszenz des Donators, erniedrigt die Intensität der Fluoreszenz
vom Akzeptor, vermindert das Verhältnis der Fluoreszenzamplituden
von dem Akzeptor zu dem des Donators und erhöht die Lebensdauer des angeregten
Zustands des Donators. Vorzugsweise werden Veränderungen in der Signalstärke als
das Verhältnis
der Fluoreszenz bei zwei verschiedenen Emissionswellenlängen bestimmt.
Dieses Verfahren wird "ratioing" genannt. Unterschiede
in der absoluten Menge der Probenzellen (oder Substratzellen), der
Anregungsintensität
und der Trübung
oder anderer Hintergrundsabsorptionen zwischen adressierbaren Probenbehältern können das
Fluoreszenzsignal beeinflussen. Daher ist des Verhältnis der
zwei Emissionsintensitäten
ein robusteres und bevorzugtes Aktivitätsmaß als nur die Emissionsintensität allein.
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Beispiele
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Beispiel 1 – Aufbau
und Test einer Anordnung aus Kugellinsen und dreigaheligen optischen
Glasfaserbündeln
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Anordnungen von Kugellinsen und dreigabeligen
Glasfaserbündeln
können
auf die ihnen zugedachte Anwendung zugeschnitten werden. Um die
geeignete Anordnung von optischen Glasfaserbündeln und Kugellinsen zu bestimmen,
kann eine Reibe von Versuchen durchgeführt werden, um das größte Signal/Rauschverhältnis, die
bevorzugte Empfindlichkeit, das niedrigste Hintergrundssignal, das
bevorzugte Feld der optischen Untersuchung oder Anregung oder eine
Kombination dieser Elemente zu bestimmen.
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Zum Beispiel kann eine Ausführungsform
einer dreigabeligen opitischen Glasfaserbündelanordnung, die für eine Analyse
miniaturisierter Proben mit einem Probenbehälterdurchmesser von 1 mm mit
einer variablen Untersuchungsschicht von ungefähr 0.1 mm bis 2 mm angepasst
ist, die folgende Anordnung umfassen. Eine Kugellinse, die aus Quarzglas
hergestellt ist und mit einer antireflektierenden Beschichtung wie
beispielsweise HEBBAR beschichtet ist, weist einen Durchmesser von
ungefähr
3 mm auf. Eine dreigabelige optische Glasfaserbündelanordnung, die optisch
mit der Kugellinse verbunden ist, umfasst 91 Fasern, von
denen 7 Fasern in der Mitte für
die Anregung und die übrigen
Fasern für
die Detektion der Emission gedacht sind. Die Glasfaserbündelanordnung
weist einen Durchmesser von ungefähr 3 mm auf und ist in eine
hexagonale Hülse gepackt,
um die Packungseffizienz und die Leichtigkeit des Zusammenbaus zu
maximieren. Die Emissionsfasern (zwei für jede zu messende optische
Eigenschaft) werden ausgewählt,
um die Delektionsseffizienz, die Signalintensitäten und die Signal/Rausch-
oder Signal/Hintergrundseigenschaften der Anordnung zu maximieren.
Die nachstehende Tabelle (Tabelle 1) illustriert den Einfluss der
Position der Kugellinse relativ zu der Faseranordnung auf das Signal/Rauschverhältnis. In
diesem Beispiel wurde der Untersuchungsabstand zwischen der Kugellinse
und der Testfluoreszenzprobe konstant gehalten, während der Übertragungsabstand
der Kugellinse zu der optische Faseranordnung variiert wurde. Unterschiedliche
Signal (10 nM Fluorescein-10 nM F) Rausch (BB) Verhältnisse
wurden erhalten, aus denen ein optimaler Übertragungsabstand ausgewählt werden
kann, der unter diesen Bedingungen 0.482 mm beträgt.
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Eine weitere nachfolgende Analyse
(Tabelle 2) dieses bestimmten Systems zeigt, dass der Untersuchungsabstand
zwischen der Testprobe und der Anordnung von Kugellinse und optischer
Faser über
verhältnismäßig große Bereiche
variiert werden kann (innerhalb des Bereichs von 0 bis 0.152 mm),
ohne signifikant das Signal/Rauschverhältnis zu beeinflussen. Somit
ist ein nützlicher
Aspekt der Erfindung aufgezeigt worden.
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Um den Einfluss der optischen Faseranordnung
auf die Signal/Rauschverhältnisse
zu analysieren, sind eine Reihe von optischen Glasfaserbündelausgestaltungen
unter identischen Bedingungen verglichen worden. In diesem Fall
wurde eine mit HEBBAR beschichtete Saphirkugellinse mit einem Durchmesser
von 3 mm mit vier verschiedenen optischen Faserausgestaltungen (wie
in 3 gezeigt) verwendet.
Diese Ausgestaltungen enthielten eine unterschieldiche Anzahl und
Anordnung von sowohl Anregungsfasern als auch Emissionsfasern. Die
Leistung der optischen Glasfaserbündelausgehaltungen wurde ermittelt,
indem der minimal erfassbare Signalpegel (minimum detectable level;
MDL) eines bestimmten Farbstoffs wie hier beschrieben gemessen wurde.
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Wie in Tabelle 3 gezeigt, zeigen
die Ausgestaltungen #3 und #4 (wie in 3 gezeigt) überraschenderweise
eine ebenso gute Leistung wie Ausgestaltung #1, obwohl die Ausgestaltung
#1 sogar erheblich größer als
die anderen Ausgestaltungen ist und mehr optische Glasfaserbündel enthält (3). Dies deutet darauf hin,
dass eine Beziehung zwischen der Größe des optischen Faserbündels und
der optimalen Kugellinsengröße besteht
und dass diese optimalerweise einen ungefähr einmal bis dreimal größeren Durchmesser
aufweist, als die optische Faseranordnung. Die Kugellinse kann somit
dazu beitragen, die Komplexität
oder Quantität
der Fasern zu vermindern, die in einer optischen Faseranordnung
für eine
optimale Detektionsempfindlichkeit erforderlich sind, insbesondere,
wenn in einem miniaturisierten System die Notwendigkeit besteht,
die Größe der optischen
Faserordnung zu reduzieren.
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In einem zu dem vorstehenden Beispiel ähnlichen
Beispiel (Tabelle 4) wird die Faserausgestaltung konstant gehalten,
jedoch die Größe der Kugellinse
variiert. In diesem Beispiel wird eine optische Koaxialfaseranordnung
mit einem Durchmesser von 3 mm (3 mmCoAX), die 112 Fasern enthält, die
mit 7 XXF200/210/235T Anregungsfasern aus Quarzglas in der Mitte
der Anordnung angeordnet sind, die von 105 XXF200/210/235T Emissionsfasern
aus Quarzglas umgeben ist, mit drei Saphirkugellinsen unterschiedlicher Größe verwendet,
und zwar mit Außendurchmessern
von 3 mm, 5 mm und 10 mm. Wie sich Tabelle 4 entnehmen lässt, verbessert
sich die Empfindlichkeit, die mittels der MDL-Bestimmungen gemessen
wird, überraschenderweise
um einen Faktor von 15, wenn von einer Kugellinse mit einem Durchmesser
von 3 mm zu einer Kugellinse mit einem Durchmesser von 10 mm gewechselt
wird.
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Protokolle, Materialien
und Verfahren für
die beschriebenen Experimente
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Der minimal detektierbare Signalpegel
(minimum detectable level; MDL) ist berechnet worden, indem eine
Fluoresceinkalibrationskurve erzeugt wurde, die es erlaubte, die
Konzentration von Fluorescein zu berechnen, die einem vierfachen
der Standardabweichung der zu berechnenden Pufferblindprobe entsprach.
Die Messungen der Pufferblindprobe (buffer blank; BB) werden anhand
der Varianz der Auslesungen von zahlreichen Pufferblindproben bestimmt
und würden
durch Variabilität
von Probenbehälter
zu Probenbehälter,
Positionierungsartefakte und andere Fehler beeinflusst werden.
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MDL2 wird anhand der Varianz wiederholter
Messungen derselben Pufferblindprobe bestimmt und würde aller
Voraussicht nach lediglich durch das Rauschen des Detektors beeinflusst
werden.
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In den Experimenten wurde die Fluoreszenzintensität anhand
optischer Detektoren ermittelt, wie entweder einem Hamamatsu PMT
und dazugehöriger
Elektronik, wie in dem Fluorocountinstrument beschrieben, oder einem
Hamamatsu HC135-01/100MHz PMT Sensormodul mit eingebauter Mikrosteuereinheit
und eingebauter RS-232-C Schnittstelle. Dieser Sensor arbeitet in
dem Wellenlängenbereich
von 360 bis 650 nm. Ein LabviewTM Softwareinterface
wurde geschrieben, um das PMT zu steuern und Daten zu erfassen.
Falls dies erforderlich war, wurde die Anregungslichtleistung unter
Verwendung eines Newport Corporation 1835-C Leistungsmessers gemessen,
das mit einem 818-UV NIST Siliziumphotodiodendetektor ausgestattet
ist. Die in diesen Experimenten verwendeten Filter wurden von der
Firma Chroma Technology Corporation oder der Firma Omega Optical
Inc. erhalten, mit der Ausnahme von Neutraldichtefiltern, die von
der Firma Oriel Corp. erhalten wurden. Im allgemeinen und sofern
nicht anders ausgeführt
wurden alle Experimente mit dem Hamamatsu PMT durchgeführt, an
den Anregungsenden und den Emissionsenden mit einem 0.2 Neutraldichtefilter
doppelt gefiltert, der zwischen den Interferenzfiltern lag. Die
Anregungsfilter waren IIQ475140 +0.2 ND + p480/20x. Die Emissionsfilter
waren 535DF35 + 0.2 ND + 535DF.
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Drei verschiedene Lichtquellen sind
in den Experimenten verwendet worden und sind in dem Abschnitt der
experimentellen Ergebnisse im geeigneten Fall identifiziert worden.
Bei der ersten Lichtquelle hat es sich um ein Quarz Tungsten Halogen
(QTH) Licht gehandelt, das von dem Cole-Palmen Modell # H-41700-00
erhalten wurde. Bei der zweiten Lichtquelle hat es sich um eine
Cermax LX-300 W Xenon Bogenlampe mit integriertem parabolischen
Reflektor gehandelt. Bei der dritten Lichtquelle hat es sich um
eine 175 Watt Xenon Bogenlampe mit einer ultrastabilen Energieversorgung
der Firma Hamamatsu gehandelt.
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Alle Kugellinsen waren mit HEBBAR
beschichtet. Experimente m t dem Hamamatsu PMT wurden auf einer
optischen Bank der Firma Newport Corporation mit Vibrationsdämpfung durchgeführt. Bestimmte
Halterungen und Befestigungen wurden eigenhändig in lokalen Werkstätten hergestellt
und andere wurden über
die Firma Newport Corporation erhalten.
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Drei Plattentypen sind verwendet
worden. Bei der Standardplatte hat es sich um eine Platte mit 96
Probenbehältern,
einer schwarzen Oberseite, einer klaren Unterseite aus Polystyrol
gehandelt, wobei die Probenbehälter
mit fluoreszierenden Standardsubstanzen gefüllt waren. Bei den Bodenplatten
aus Glas hat es sich um speziell modifizierte schwarze Polystyrolplatten
mit 96 Probenbehältern
mit Glassböden
von 175 Mikrometern gehandelt. Für
die Untersuchungen von Platten mit 384 Probenbehältern sind Platten mit 384
Probenbehältern
mit schwarzen Polystyrolglassbodenplatten verwendet worden. Diese
speziell modifizierten Platten wurden von der Firma Polyfiltronics/Whitman
erhalten.
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Die optischen Faseranordnungen von
der Firma Fiberguide bestanden aus Quarzglas, das mit einer schwarzen
Polymidbeschichtung beschichtet war. Die einzelnen Fasern weisen
Durchmesser von 200/220/240 Mikrometern für den Kern, die Ummantelung
bzw. die Beschichtung auf, sofern diese in bestimmten Experimenten
nicht anders angegeben sind.
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Beispiel 2 – Empfindlichkeit
und Hintergrundstesten optischer Anordnungen gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung
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Diese Beispiel verdeutlicht die Fähigkeit
der optischen Anordnungen, eine gleichförmige Beleuchtung der adressierbaren
Probenbehälter
zu erreichen, während
gleichzeitig eine Beleuchtung der Seiten des Probenbehälters und
die Beleuchtung von benachbarten Probenbehältern vermieden wird. Dies
führt zu
verminderten Hintergrundsfluoreszenzsignalen, die durch Reflektionen
an der Platte und den Probenbehältern
hervorgerufen werden, und vermindert die Durchdringung des Anregungslichts
durch die Emissionsfilter in das Detektionssystem, jedoch wird gleichzeitig
eine Detektion bei zwei Wellenlängen
mit hoher Empfindlichkeit ermöglicht.
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Dies lässt sich den Bestimmungen des
minimal erfassbaren Signalpegels einer Reihe von Fluoreszenzstandards
entnehmen. Beispielsweise war der minimal erfassbare Fluoresceinsignalpegel,
der unter Verwendung eines das optische System der Erfindung enthaltenden
Detektors erreicht werden konnte, besser als 50 pM Fluorescein in
einer Standardplatte mit 96 Probenbehältern (Tabelle 5). Die Emission
wurde bei den Wellenlängen
von 535 nm und 580 nm erfasst. Sowohl eine Blindlösung als
auch eine Lösung,
die 2 nM Fluorescein enthielt, wurden gemessen. Der minimal erfassbare
Signalpegel (minimum detectable level; MDL) wurde berechnet, indem
eine Fluoresceinkalibrationskurve erzeugt wurde, die es erlaubte,
die Konzentration des Fluoresceins zu berechnen, die einem Vierfachen
der Standardabweichung der zu berechnenden Pufferblindprobe entsprach.
Da der Detektor normalerweise Helligkeitsänderungen innerhalb eines einzelnen
Probenbehälters
misst, sind die Standardabweichungen für Auslesungen innerhalb des
gleichen Probenbehälters bei
1 Hz für
acht Sekunden angegeben. Es wurde herausgefunden, dass auch das
Material der Platte die MDL-Pegel beeinflusst. Sowohl die Puffer-
als auch die Fluoresceinstatistik wurden für Volumina von 100 μL in 40 Probenbehältern (5
Reihen zu je 8 Probenbehältern)
einer Platte mit 96 Probenbehältern
bestimmt. Die MDL-Pegel von Fluorescein wurden unter Verwendung
von 480 ± 10
nm Anregungsfiltern sowie 535 ± 17.5 nm
unD 580 ± 30
nm Emissionsfiltern gemessen.
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Da die fluoreszierenden Farbstoffe,
die typischerweise mit dem Detektor verwendet werden, nicht bei Wellenlängen von
Fluorescein angeregt werden, sind die Fluorophoren 3-Glycinchlorcoumarin
(3000} und Rhodamin 101 relevantere Standards (Tabelle
6). MDL Messungen sind für
diese fluoreszierenden Farbstoffe, wie vorstehend beschrieben, bestimmt
worden, mit der Ausnahme, dass eine fluoreszierende Farbstofflösung, die
außerdem
25 nM des Fluorophors 3-Glycinchlorcoumarin und 4 μM des Fluorophors
Rhodamin 101 enthielt, anstatt der Fluoresceinlösung verwendet
wurde.
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Zwei MDL-Pegel der Farbstoffe wurden
gemessen, die beide unter Verwendung eines 400 ± 7.5 nm Filters angeregt
wurden. Das Fluoreszenzsignal von 3GCC wurde mit einem 460 ± 22.5
nm Filter gesammelt. Das Fluoreszenzsignal von Rhodamin 111 wurde
unter Verwendung eines 580 ± 30
nm Filters gesammelt. Da ein Anregungslicht von 400 nm für eine wirksame
Anregung von Rhodamin 101 nicht optimal ist, ist der MDL-Pegel
für dieses
Fluorophor verhältnismäßig hoch
im Vergleich zu den MDL-Pegeln von 3000 oder Fluorescein.
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Ein wünschenswertes Merkmal der Erfindung
besteht darin, das die Anordnungen von optischen Faserbündeln und
Kugellinsen sowohl eine wirksame Anregung der adressierbaren Probenbehälter ermöglichen als
auch die Fähigkeit
aufweise, gleichzeitig wenigstens zwei optische Eigenschaften zu
messen. Die durchschnittlich gemessene Anregungsintensität bei einer
Wellenlänge
von 400 nm, die aus jedem der optischen Faserbündel und der Kugellinse der
Erfindung hervorgeht, beträgt
529 ± 75 μW bei der
Verwendung von zwei Anregungsfiltern, deren Maximum bei einer Wellenlänge von
400 ± 7,5
nm liegt. Bei der verwendeten Lichtquelle hat es sich um eine ILC
CXP300 300 Watt Xenon Bogenlampe gehandelt mit Quarzglaskugellinsen
mit einem Durchmesser von 6.3 mm, die mit einer antireflektierenden
Schicht beschichtet waren, an den gemeinsamen Enden von jedem von
acht Bündeln
mit einem Durchmesser von 5.18 mm, die 333 Fasern enthielten, wobei 111 Fasern
zu jedem Strang des zufällig
verteilten dreigabeligen Bündels
gehörten.
Die Strahlungsenergie wurde mittels eines kalibrierten Leistungsmessers
1835-C der Firma Newport gemessen.
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Die Verwendung der dreigabeligen
Fasern und des Kugellinsensystems und die Berechnung eines Emissionsverhältnisses
vermindert das experimentelle Rauschen signifikant, eliminiert die
relative Anregungsvariabilität
zwischen den acht optischen Faseranordnungen in dem Detektor und
führt zu
kleineren Variationskoeffizienten (CVs) und verbessert den dynamischen
Bereich auf FRET basierender Untersuchungen. Ein großer zusätzlicher
Vorteil ist die Entfernung zusätzlicher
Artefakte, um kontinuierliche Messungen während der Zugabe von Reagenzien
zu ermöglichen.
Bei diesem Phänomen
sinken oftmals die Intensitäten
von Zellen, die mit Fluoreszenzfarbstoffen gefüllt sind, nach der Zugabe von
Reagenzien. Diese Abnahme der Intensität kann daran liegen, dass während der
Zugabe und der Vermischung der Reagenzien einige Zellen aus dem Detektionsbereich
gespült
werden. Indem das Emissionsverhältnis
bei zwei getrennten Wellenlängen
gebildet wird, werden diese Artefakte eliminiert. In dem nachstehenden
Satz von Daten (Tabelle 7) ist eine neuronale Zelllinie eines Säugetiers
unter Verwendung eines auf FRET basierenden fluoreszierenden Farbstoffsystems geladen
worden. In diesem Beispiel ist der größte Teil des Emissionswechsels
in dem Kanal bei 460 nm aufgetreten. Für dieses Experiment sind einzelne
Schichten (beispielsweise ungefähr
5 bis 50 Mikrometer) von Säugetierzellen
in die ersten sechs Reihen einer Multiprobenbehälterplatte mit 96 Probenbehältern eingebracht
wurden. Die Messungen der Emissionsintensitäten wurden bei zwei Wellenlängen durchgeführt und
das Verhältnis
wurde für
35 Sekunden bei 1 Hz für
jeden der acht Probenbehälter
in einer Reihe bestimmt. Reagenzlösungen sind nach dem zwölften Ablesen
jeder Reihe hinzugefügt
worden. In diesem Beispiel wurden die Testzellen durch Depolarisierung
durch Hinzufügen
einer hoch kaliumhaltigen Lösung
(90 nM K) mit einem Volumen von 100 μL stimuliert. Kontrollzellen
wurden mit normaler Hank gepufferter Salzlösung (HBS) ohne einen hohen
Kaliumgehalt gefüllt,
um Zugabeartefakte ausfindig zu machen. Sowohl die Intensitätsdaten
als auch die Emissionsdaten wurden hinsichtlich Basalpegeln normalisiert,
um Variationen der Zellenanzahl von Probenbehälter zu Probenbehälter, der
Ladehelligkeit von Probenbehälter
zu Probenbehälter und
der normalisierten Basalpegel vor der Reagenzzugabe zu berücksichtigen.
Ein solches Vorgehen ermöglicht
direkte Vergleiche zwischen Intensitätsdaten und Verhältnisdaten.
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Tabelle
7
Vergleich von Verhältnismessungen
und Nichtverhältnismessungen
(Daten hinsichtlich der anfänglichen
Werte normalisiert)
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Wie aus Tabelle 7 ersichtlich ist,
sind sowohl die Standardabweichungen (standard deviations; SD) als auch
die Variationskoeffizienten (coefficient of variation; CV) ungefähr 30% niedriger
für die
Verhältnisdaten (1.4%
im Vergleich zu 4.4% für
HBS). Es gibt einen zusätzlichen
Artefakt (91.7% basal) in den Intensitätsdaten, jedoch nicht in den
Emissionsdaten (99.2% basal) für
die Zugabe der HBS Kontrollzellen. Da die Emissionsverhältnisdaten
sowohl von der Zunahme der Intensität bei 460 nm als auch von der
geringen Abnahme der Intensität
bei 580 nm nach der Depolarisierung mit der HiK Lösung abhängig sind,
ist der dynamische Bereich der Emissionsverhältnisdaten größer, als
der dynamische Bereich der Daten einer einzelnen Intensität. Statistische
Werfe wurden anhand von 24 Probenbehältern (3 Reihen zu je 8 Probenbehältern) ermittelt.
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Beispiel 3 – Bestimmung
der Na+ abhängigen
Depolarisierung in Säugetierzellen
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Ein Vorteil der Verwendung der optischen
Anordnung gemäß der Erfindung
besteht in der Fähigkeit, rasch
zwei Wellenlängen
gleichzeitig zu messen, um dadurch die rasche Analyse von Zellantworten
zu erlauben. In dem Gebiet der Spannungsabtastung weist die Verwendung
rascher Depolarisierungsmessungen mehrere bedeutende Vorteile gegenüber älteren verhältnismäßig langsamen
Depolarisierungsvorgehensweisen auf, die anfällig für Artefakte sind und die Durchsatzrate
der Untersuchung vermindern. Die Verwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung
erlaubt somit die Entwicklung von empfindlichen und raschen Untersuchungssystemen
für Membranspannungsmessungen
in ganzen Zellen. Wie in Tabelle 8 gezeigt ist, sind diese Untersuchungen
hochgradig empfindlich, zuverlässig
und in der Lage, verhältnismäßig kleine Änderungen
des Membranpotentials mit hoher Genauigkeit zu unterscheiden.
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Neuronale Säugetierzellen wurden in einem
F12 kompletten Medium gezüchtet,
das mit 20% fötalem Rinderserum
angereichert war. Davor wurden die experimentellen Zellen zweimal
mit einem natriumfreien Puffer gewaschen (140 mM N-Methyl-D-Glucamin,
10 mM HEPES, pH 7.2, 0.34 mM Na2HPO4, 0.4 mM MgCl2,
0.5 mM KH2PO4, 5.37
mM KCl, 1.26 mM CaCl2, 2g/L D-Glucose).
Die Zellen wurden sodann unter Verwendung eines kalziumfreien und
magnesiumfreien Puffers geerntet und einmal gewaschen. Die Zellen
wurden sodann mit dem fluoreszierenden Farbstoff CCl-DMPE (4 μM für 30 Minuten
bei Zimmertemperatur) gefüllt
und in einem natriumfreien Puffer gewaschen. Sodann wurde der fluoreszierende
Farbstoff DiSBAC2 zu den Zellen hinzugefügt und nach
30 Minuten wurden die Platten auf der Vorrichtung der Erfindung
angeordnet. Alle Probenbehälter
wurden mit einem Kanalöffner
behandelt, um Na+-Kanäle zu öffnen, und in einer Lösung mit
niedrigen Na+-Gehalt gehalten. Jeder Probenbehälter umfasste
ungefähr
105 Zellen. Der Durchschnitt (average; AV),
die Standardabweichung (standard deviation; SD) und der mittlere
Standardfehler des Mittelwerts (standard error of the mean) sind
in Tabelle 8 aufgeführt
für Zellen,
die mit drei unterschiedlichen experimentellen Bedingungen behandelt
worden sind, und zwar niedriger extrazellulärer Natriumgehalt (0 Na+), Puffer mit hohen Natriumgehalt (buffer
with high sodium; HBS) und Puffer mit hohem Natriumgehalt in der
Anwesenheit eines Natriumkanalblockers (buffer with high sodium
in the presence of a sodium channel blocken HBS-TTX). Die Ergebnisse
in Tabelle 8 zeigen, dass die Änderung
der Membranspannung, die durch die Änderung der extrazellulären Natriumionenkonzentration
hervorgerufen wird, unter Verwendung einer Vorrichtung, die die
vorliegende Erfindung umfasst, akkurat gemessen werden kann.
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Beispiel 4 – Bestimmung
von Dosierungs-Antwort-Beziehungen
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Die großen Verhältnisänderungen, die mit diesem Verfahren
beobacht werden, erlauben die Herstellung hochgradig reproduzierbarer
Untersuchungen und stellen Signale bereit, die stark genug sind,
um mittels diesen Dosisantwortkurven zu erzeugen. Da ferner die
Vorrichtung Daten kontinuierlich aufnehmen kann, können die
Antworten der individuellen Probenbehälter als Funktion der Zeit
beobachtet werden. In 8A sind die
Echtzeitänderungen
der Spannung für
individuelle Probenbehälter
gezeigt.
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Die Zellen wurden, wie in Bezug auf
Tabelle 8 beschrieben, eingefärbt
und bearbeitet. Alle Probenbehälter
enthielten einen Natriumkanalagonisten. Spuren zeigen den Einfluss
unterschiedlicher Dosierungen eines Anästhetikums RS-105914-197 auf
das Blockieren der Na+-Kanalaktivität in den neuronalen Zellen. 8B zeigt die Dosierungsantwort
des Anästhetikums
RS-105914-197 zum Blockieren von Natriumkanalaktivität unter
Verwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
Die Daten stellen den Mittelwert von vier Probenbehältern dar
und die Fehlerbalken stellen den Variationskoeffizienten dar. 1
mM des Medikaments blockiert vollständig die Na+ induzierte
Depotarisierung. Dieses Ergebnisse sind zusammen mit der Fehleranalyse in
Tabelle 9 zusammengefasst. Die Ergebnisss zeigen, dass eine Vorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung ein empfindliches, akkurates und reproduzierbares Verfahren
zum Messen verhältnismäßig kleiner Änderungen
in Fluoreszenzmessungen bereitstellt.
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Beispiel 5 – Screenen/Selektion
nach Antagonisten
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Um zu testen, ob es möglich ist,
Antagonisten mit einer Untersuchung einer einzelnen Platte in einem Selektionsformat
zu identifizieren, wurde ein Protokoll aufgestellt. Diese Protokoll
war derart aufgebaut, dass Verbindungszufügungen von einer Multiprobenbehälterplatte
mit Chemikalien zu der Testplatte gemacht wurden, und die Probenbehälter wurden
kontinuierlich ausgelesen, während
des Hinzufügens
einer Verbindung. 9 zeigt
die Verwendung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,
um Antagonisten in einem Selektionsmodus zu identifizieren. Die
Ergebnisse zeigen das Verhältnis
gegenüber
der Probenbehälterzahl
für die
im Antagonistenselektionsmodus durchgeführte Untersuchung. Endverhält niswerte
sind wie in 9 gemittelt
worden. Ein Testantagonist (100 μM)
ist verwendet worden, um die Selektionsempfindlichkeit zu testen. Kontrollprobenbehälter wiesen
eine Endkonzentration von DMSO auf, die äquivalent zu der Konzentration
der mit Antagonisten behandelten Probenbehältern war. Negative Kontrollen
erhielten eine Hinzufügung
von Puffer anstatt eines Agonisten. In diesem Experiment wurden
Zellen (HEK-293) mit Untersuchungspuffer (160 mM NaCl, 10 mM HEPES,
pH 7.4, 0.34 mM Na2HPO4,
0.4 mM MgCl2, 0.5 mM KHP2O4, 5.37 mM KCl, 1.26 mM CaCl2,
2g/L D-Glucose) gewaschen und mit den Fluoreszenzfarbstoffen CC2-DMPE
und DiSBAC2 wie in Bezug auf Tabelle 8 beschrieben
gefüllt.