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DE69912114T2 - Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und Stiftvorrichtung zur Herstellung dieser retroreflektierenden Platte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und Stiftvorrichtung zur Herstellung dieser retroreflektierenden Platte Download PDF

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DE69912114T2
DE69912114T2 DE69912114T DE69912114T DE69912114T2 DE 69912114 T2 DE69912114 T2 DE 69912114T2 DE 69912114 T DE69912114 T DE 69912114T DE 69912114 T DE69912114 T DE 69912114T DE 69912114 T2 DE69912114 T2 DE 69912114T2
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Chen-Hsun Hsu
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Hubblevision Co Ltd
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Hubblevision Co Ltd
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D11/00Producing optical elements, e.g. lenses or prisms
    • B29D11/00605Production of reflex reflectors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C33/00Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
    • B29C33/38Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor characterised by the material or the manufacturing process
    • B29C33/40Plastics, e.g. foam or rubber

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und eine Stifteinheit zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und insbesondere eine Verwendung eines Spritzverfahrens zur Herstellung einer Vielzahl von Stifteinheiten. Die Stifteinheiten werden an einer Basis angeordnet und eine Originalnegativform mit einem zur Form der Stifteinheiten komplementären Aufbau wird durch Elektroformung gebildet. Die Originalnegativform wird dann verwendet, um eine retroreflektierende Platte herzustellen, deren Aufbau komplementär ist zu dem der Originalnegativform. Die vorliegenden Erfindung reduziert die Herstellungskosten und die Herstellungszeit für retroreflektierende Platten wesentlich. Außerdem können die retroreflektierenden Platten mit unterschiedlichen Mustern und Funktionen in einer präziseren und bequemen Weise hergestellt werden.
  • Retroreflektierende Platten werden in großem Umfang für eine Vielzahl von Sicherheits- und Dekorationsanwendungen verwendet, und sind insbesondere nützlich, wenn die Sichtbarkeit während der Nachtzeit unter den Bedingungen geringen Umgebungslichtes wichtig ist. Bei vielen retroreflektierenden Platten werden die auf die Stirnfläche der Platten einwirkenden Lichtstrahlen im wesentlichen parallel zur Lichtquelle zurückgelenkt. Bei anderen retroreflektierenden Platten kann das reflektierte Licht divergiert werden, um durch geringe Änderung des Reflektionswinkels in einem weiteren Bereich sichtbar zu sein. Die retroreflektierenden Platten können bei Straßenschildern oder beim Lichtreflektor an verschiedenen Fahrzeugen verwendet werden, um die dekorativen und die Sicherheitszwecke zu erzielen.
  • Das bekannte Verfahren zur Herstellung der retroreflektierenden Platte erfordert die Herstellung einer Vielzahl von metallischen Stifteinheiten (10), wie sie in 1 dargestellt sind, durch Präzisionsbearbeitung. Die Stifteinheiten (10) werden in guter Ordnung angeordnet (wie die 2 zeigt) und durch eine Klammer oder andere Befestigungsvorrichtungen zu einem Bündel zusammengeklammert. Eine Originalnegativform (15), wie sie 3 dargestellt ist, aus Metall oder aus anderen geeigneten Materialien wird entsprechend der Oberfläche des Bündels der Stifteinheiten (10) durch Elektroformung ausgebildet. Der Aufbau der Originalnegativform (15) ist zu dem des Bündels der Stifteinheiten (10) komplementär. Eine retroreflektierende Platte (16), wie sie in 4 dargestellt ist, aus einem transparenten Thermoplastmaterial oder aus anderen geeigneten Materialien kann mit der Originalnegativform (15) gebildet werden. Die Außenoberfläche (18) der retroreflektierenden Platte (16) ist im allgemeinen eine ebene Fläche, während die Innenseite der retroreflektierenden Platte (16) eine Vielzahl von Prismen (17) bildet, die zum Aufbau der Originalnegativform (15) komplementär sind. Folglich sind die Konturen und Winkel der Prismen (17) im wesentlichen die gleichen wie die der Stifteinheiten (10). Licht, das auf die retroreflektierende Platte (16) von der Außenoberfläche (18) auftrifft, kann deshalb in paralleler Richtung total zurückreflektiert werden.
  • Fachleute sind mit dem Prinzip der Totalreflektion durch die retroreflektierende Platte (16) vertraut. Da der Refraktionskoeffizient der retroreflektierenden Platte (16) und der Refraktionskoeffizient der umgebenden Luft voneinander verschieden sind, kann das auf die retroreflektierende Platte (16) von der Außenoberfläche (18) auftreffende Licht in den Prismen total reflektiert und durch die Außenoberfläche (18) in die Luft zurückgestrahlt werden, so lange der Winkel zwischen dem auftreffenden Licht und den Prismen (17) passend gestaltet und ausgebildet ist.
  • Es ist klar, dass das oben beschriebene bekannte Herstellungsverfahren verschiedene Nachteile zur Folge hat, wie nachfolgend ausgeführt wird. Wie die 1 zeigt, besitzt die Stifteinheit (10) die Gestalt einer hexagonalen Säule (oder eine andere Form) mit einer scharfen Spitze (12) an einem Ende der Säule, wobei die Spitze drei geneigte Flächen (11) aufweist. Die drei geneigten Flächen (11) besitzen im wesentlichen eine rechteckige Form und stehen im wesentlich senkrecht zueinander.
  • Es muss darauf geachtet werden, dass die Winkel zwischen den geneigten Flächen (11) sehr genau und die Oberflächen der geneigten Flächen (11) sehr glatt und eben sein müssen, um die retroreflektierende Platte (16) mit einer Vielzahl von Dreikantprismen (17) mit zufriedenstellender Reflexionswirkung herzustellen. Wie aus den 2 und 4 ersichtlich ist, ist die Form der Prismen (17) der retroreflektierenden Platte (16) grundsätzlich identisch mit den scharfen Spitzen (12) der Stifteinheiten (10). Bei herkömmlichen Verfahren zur Herstellung der retroreflektierenden Platte (16) bestehen die Stifteinheiten (10) aus metallischem Material und werden dann einzeln mit Hilfe mechanischer Geräte präzise bearbeitet. Folglich sind die bekannten Verfahren zur Herstellung der retroreflektierenden Platte (16) sehr zeitaufwändig und die Herstellungskosten relativ hoch. Außerdem kann die Genauigkeit des oben beschriebenen Bearbeitungsprozesses und die Homogenität zwischen den Stifteinheiten (10) nicht einfach gesteuert oder aufrechterhalten werden, so dass eine nicht zufriedenstellende Stifteinheit hergestellt werden kann, durch die ein unerwünschter Verlust von Material und Zeit verursacht wird.
  • Bei dem bekannten Verfahren zur Herstellung der retroreflektierenden Platte (16) besitzen die Stifteinheiten (10) die Gestalt einer hexagonalen Säule und sind eng nebeneinander in guter Ordnung, ähnlich einer Honigwabe angeordnet, um die Originalnegativform (15) herzustellen. Die Anordnung der Stifteinheiten (10) bildet selbstverständlich keine Honigwabenstruktur, wenn die Stifteinheiten nicht die Gestalt einer hexagonalen Säule sondern andere Konfigurationen wie die einer rechteckige Säule bilden. 2 zeigt eine mögliche Anordnung der Stifteinheiten (10), wobei ein Satz von Stifteinheiten (13) und ein anderer Satz von Stifteinheiten (14) gegeneinander entlang ihren Längsachsen um 180° (60° oder 300°) gedreht sind. Die Originalnegativform (15) (wie sie in 3 dargestellt ist) und die retroreflektierende Platte (16) (wie sie in 4 dargestellt ist), die durch die beiden Sätze von Stifteinheiten (13, 14) gebildet ist, besitzen folglich zwei Sätze von Prismen (17) mit unterschiedlichen Orientierungen, um Licht, das aus verschiedenen Richtungen kommt, zu reflektieren. Die Herstellung einer solchen retroreflektierenden Platte (16) mit zwei Sätzen von Prismen (17) mit unterschiedlichen Orientierungen ist jedoch nicht auf das oben beschriebene Verfahren begrenzt. Eine ähnliche retroreflektierende Platte (16) kann dadurch hergestellt werden, dass alle Stifteinheiten (10) in der gleichen Orientierung angeordnet werden, um zwei identische Originalnegativformen zu bilden, die in Hälfen auseinander geschnitten werden. Eine Hälfe der Form wird um 180° gedreht und mit der anderen Hälfte der anderen Form kombiniert. Nichtsdestotrotz existieren bei jedem der oben beschriebenen Verfahren beim Zusammenklammern vieler Stifteinheiten (10) erhebliche Schwierigkeiten, wenn jede relative Bewegung oder Rotation vermieden werden soll, da zwischen den Stifteinheiten (10) keine Verbindungseinrichtung vorhanden ist.
  • Bei tatsächlichen Anwendungen, wie beispielsweise bei dem Deckel für ein Rücklicht eines Fahrzeugs, kann in der retroreflektierenden Platten (16) eine Lichtquelle vorgesehen sein. Demzufolge soll ein Abschnitt der retroreflektierenden Platte (16), wie sie in 4 dargestellt ist, eben sein, so dass der Deckel nicht nur Licht reflektieren kann, das von der Außenumgebung kommt, sondern dass er außerdem das Licht von der Lichtquelle im Inneren durch die retroreflektierende Platte (16) zur Außenumgebung durchlässt. Ein existierendes Verfahren zum Erzielen dieser Wirkung besteht darin, einen ebenen Bereich an jeder Spitze oder an einigen Spitzen (17') der Prismen (17) an der Innenseite der retroreflektierenden Platte (16) auszubilden. Die Spitzen (12) der bekannten Stifteinheiten (10) gemäß 1 müssen für die Herstellung der Originalnegativform (15) mit flachen Bereichen eine nach der anderen abgeschnitten oder abgeschliffen werden, um die retroreflektierende Platte (16) entsprechend der Gestalt der Prismen (17) der Stifteinheiten (10) zu fertigen. Alternativ kann der Hersteller die Spitze (17') des jeweiligen Prismas (17) an der Innenseite der retroreflektierenden Platte (16) nach der Herstellung der retroreflektierenden Platte (16) in ebene Abschnitte abschleifen. Es ist jedoch offensichtlich, dass beide oben beschriebene Verfahren sehr zeitaufwendig sind, was in einer beachtlichen Erhöhung der Herstellungskosten resultiert, wobei außerdem die Genauigkeit und die Qualität der retroreflektierenden Platte (16) schwierig aufrechtzuerhalten ist.
  • Das US Patent 3 811 647 beschreibt eines der bekannten Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte. Es bezieht sich primär auf einen einheitlich elektroplattierten Reflexionseinsatz, der vorzugsweise aus einer Nickellegierung großen Nickelanteils herstellt ist, die nützlich ist bei der Vervollständigung einer Formvorrichtung zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte aus Kunststoff. Die Hauptmerkmale dieses US-Patentes 3 811 647 liegen darin, dass die Mikroproben durch die Mutterspitzen, durch Laserstrahlbohren, aufgebaut sind, um eine Belüftungssystem zu bilden. Die Originalnegativform dieses Patentes wird jedoch durch herkömmliche metallische Stifte hergestellt.
  • Es ist eine primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Mängel des Standes der Technik zu beseitigen und ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Stifteinheit als eine Form zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte zu schaffen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann die Herstellungskosten und die Zeit, die zur Herstellung der retroreflektierenden Platte benötigt wird, beachtlich reduzieren. Außerdem können retroreflektierende Platten mit unterschiedlichen Mustern und Funktionen in einer präzisieren und bequemeren Weise hergestellt werden.
  • Gemäß dieser Hauptaufgabe schafft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte mit den Verfahrensschritten:
    • (a) Herstellung einer Vielzahl von Stifteinheiten durch Spritzgießen, wobei die Stifteinheiten im wesentlichen einen relativ dickeren Abschnitt und einen relativ dünneren Abschnitt aufweisen, wobei der relativ dünnere Abschnitt mit dem relativ dickeren Abschnitt an dessen Unterseite in Längsrichtung der Stifteinheiten verbunden ist, wobei der relativ dickere Abschnitt ein freies Ende besitzt, das vom relativ dünneren Abschnitt entfernt ist und das einen spitz zulaufenden Abschnitt bildet,
    • (b) Anbringen der Stifteinheiten an einer Basis, wobei die Basis eine Oberfläche und eine Vielzahl von Ausnehmungen in der Oberfläche besitzt, so dass die relativ dünneren Abschnitte der Stifteinheiten in wenigstens einige der Ausnehmungen eingesetzt werden können, um die Stifteinheiten zu positionieren,
    • (c) Erzeugen einer Originalnegativform mit zu den spitz zulaufenden Abschnitten der positionierten Stifteinheiten komplementärem Aufbau, und
    • (d) Benutzung der Originalnegativform zur Ausbildung einer retroreflektierenden Platte mit zur Originalnegativform komplementärem Aufbau.
  • Einer der Hauptvorteile der Erfindung besteht darin, dass die Stifteinheiten durch Spritzgießen hergestellt werden. Dieser Spritzgießvorgang kann nicht nur sicherstellen, dass der spitz zulaufende Abschnitt der Stifteinheit eine glatte und ebene Oberfläche und einen genauen Winkel besitzt, sondern dass außerdem auch der Nachteil einer präzisen Bearbeitung jeder einzelnen Stifteinheit vermieden wird. Die vorliegende Erfindung reduziert folglich die Zeit und die Kosten, die zur Herstellung der retroreflektierenden Platte erforderlich sind, wesentlich.
  • Gemäß einem anderen Gesichtspunkt der Erfindung werden die Stifteinheiten in den Ausnehmungen der Basis angeordnet, so dass eine relative Bewegung oder Drehung, wie sie bei den bekannten Verfahren zwischen den Stifteinheiten beim Zusammenklammern derselben eintritt, kaum oder nicht gegeben ist.
  • Gemäß noch einem anderen Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung kann eine Form einer anderen Konfiguration verwendet werden, um eine Vielzahl von Stifteinheiten spritzzugießen, von welchen jede ein flaches Ende besitzt, um eine Originalnegativform zu bilden, die flache Bereiche besitzt, um dann eine transparente retroreflektierende Platte herzustellen.
  • Die besonderen Merkmale und Eigenschaften der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen und die nachfolgenden Erläuterungen bevorzugter Ausführungsformen verdeutlicht.
  • Es zeigen:
  • 1 eine räumliche Darstellung zur Verdeutlichung einer Stifteinheit, wie sie bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte verwendet wird,
  • 2 eine räumliche Darstellung zur Verdeutlichung einer Vielzahl von Stifteinheiten, die in bekannter Weise angeordnet sind, um die retroreflektierende Platte herzustellen,
  • 3 eine räumliche Darstellung zur Verdeutlichung einer Originalnegativform,
  • 4 eine räumliche Darstellung der mit der Originalnegativform gemäß
  • 3 hergestellten retroreflektierende Platte, und
  • 5 eine räumliche Darstellung zur Verdeutlichung eines Paares von Stifteinheiten in Kombination mit der Basis der vorliegenden Erfindung.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und einer Stifteinheit zur Herstellung der retroreflektierenden Platte. Eine Stifteinheit (20), wie sie in 5 dargestellt ist, wird durch Spritzgießen aus Kunststoffmaterial hergestellt. Die Stifteinheit (20) weist einen relativ dickeren Abschnitt (21) in Gestalt einer hexagonalen Säule mit einem freien Ende, das einen spitz zulaufenden Abschnitt (23) bildet, und einen relativ dünneren Abschnitt (22) auf. Bei dieser bevorzugten Ausbildung ist der spitz zulaufende Abschnitt (23) eine scharfe Spitze in Gestalt eines Dreikantprismas, das durch drei rechteckige geneigte Flächen (24) gebildet ist, die im wesentlichen senkrecht zueinander stehen. Der relativ dünnere Abschnitt (22) besitzt die Gestalt eines Zylinders. Der Aufbau der Stifteinheit (20), wie sie in 5 dargestellt ist, ist jedoch nur eine Illustration einer bevorzugten Ausführungsform, ohne die vorliegende Erfindung zu begrenzen, er kann auch anders gestaltet sein. Beispielsweise kann der relativ dickere Abschnitt (21) die Gestalt einer rechteckigen Säule oder andere Konfigurationen besitzen, während der relativ dünnere Abschnitt (22) ebenfalls als eine rechteckige Säule ausgebildet sein oder jede andere geeignete Gestalt besitzen kann. Die Herstellung der Stifteinheit (20) durch Spritzgießen kann komplizierte maschinelle Bearbeitungsverfahren, wie sie bei den bekannten Verfahren erforderlich sind, eliminieren, die Herstellungszeit und -kosten der Stifteinheiten reduzieren, und sicherstellen, dass der spitz zulaufende Abschnitt (23) glatte und ebene Flächen sowie exakte Winkel besitzt, so dass die damit hergestellte retroreflektierende Platte (16) dazu geeignet ist, die geforderte Reflektionswirkung zu erzielen.
  • Die Erfindung weist außerdem bei der in 5 dargestellten bevorzugten Ausführungsform eine Basis (30) auf. Die Basis (30) weist eine Oberseite (32) mit einer Vielzahl Ausnehmungen auf, die in guter Ordnung angeordnet sind. Wie bei der bevorzugten Ausbildung beschrieben worden ist, sind die Ausnehmungen in der Basis (30) zylindrische Löcher (31), so dass die zylindrischen, relativ dünneren Abschnitte (22) der Stifteinheiten (20) präzise in die entsprechenden Ausnehmungen eingesetzt werden können, um ein spezielles wunschgemäßes Muster zu realisieren. Wie oben beschrieben worden ist, müssen die relativ dünneren Abschnitte (22) nicht die Gestalt von Zylindern besitzen, sondern sie können beispielsweise auch als rechteckige Säulen oder mit einer anderen Gestalt ausgebildet sein. Demgemäß können die Ausnehmungen in der Basis (30) eine Vielzahl von (nicht dargestellten) Rillen aufweisen, oder anders ausgebildet sein, als zylindrische Löcher (31) gemäß 5, so lange die relativ dünneren Abschnitte der Stifteinheiten passend in die Ausnehmungen in der Basis eingesetzt werden können, so dass die jeweilige Stifteinheit (20) stabil festgehalten werden kann.
  • Wenn der relativ dünnere Abschnitt (22) der Stifteinheit (20) die Gestalt einer rechteckigen Säule oder eine andere Gestalt, anstelle eines Zylinders, besitzt, kann hieraus ein weiterer Vorteil abgeleitet werden. Obwohl die Stifteinheit (20) der vorliegenden Erfindung durch Spritzgießen hergestellt wird, kann sie nur schwerlich in einer perfekten idealen Gestalt realisiert werden, d. h. kleine Fehler können aus dem nicht perfekten Aufbau der Spritzgießform bei der tatsächlichen Anwendung resultieren. Wenn der relativ dünne Abschnitt (22) die Gestalt eines Zylinders besitzt, wie in 5 dargestellt ist, hat der Hersteller eine Schwierigkeit, die Orientierung der Stifteinheiten (20) in ihrer Längsrichtung zu erkennen, wenn die Stifteinheiten (20) an der Basis (30) angeordnet werden. Wenn der relativ dünnere Abschnitt (22) nicht zylindrisch ausgebildet ist, kann der Hersteller die Orientierung der Stifteinheit (20) mittels des relativ dünneren Abschnittes (22) in Verbindung mit den drei rechteckigen geneigten Flächen (24) des spitz zulaufenden Abschnittes (23) bestimmen. Folglich ist es dem Hersteller einfach möglich, alle Stifteinheiten (20) an der Basis (30) mit der gleichen Orientierung anzuordnen, so dass der unerwünschte Effekt der retroreflektierenden Platte (16), der aus kleinen Produktfehlern der Stifteinheit (20) resultiert, minimiert werden kann und die erfindungsgemäß hergestellte retroreflektierende Platte (16) einen besseren Reflexionseffekt und eine optimalere Qualität besitzt.
  • Nach dem Anbringen der Stifteinheiten (20) an der Basis (30) kann eine (nicht dargestellte) Klammer oder eine andere geeignete Einrichtung verwendet werden, um alle Stifteinheiten (20) aneinander festzulegen, um außerdem sicherzustellen, dass zwischen den Stifteinheiten (20) kein Spiel bzw. Spalt vorhanden ist. Die Verwendung der Basis (30) zum Halten der Stifteinheiten (20) der Erfindung macht die Anordnung der Stifteinheiten (20) viel bequemer. Da die Stifteinheiten (20) in einer Honigwabenart dicht gepackt sein können und durch die Basis (30) gehalten werden, befinden sie sich in einem stabileren Zustand mit einer geringeren Neigung zu einer relativen Bewegung oder Drehung zwischen den Stifteinheiten (20) als es bei einer herkömmlichen Anordnung der Stifteinheiten (10) gemäß 2 der Fall ist.
  • Das für die Stifteinheiten (20) verwendete thermoplastische Material kann jedes geeignete Kunststoffmaterial oder ein leitender Kunststoff sein. Wenn das ausgewählte Kunststoffmaterial elektrisch leitend ist, kann die Originalnegativform (15) (wie sie in 3 dargestellt ist) aus Metall oder anderen geeigneten Materialien mit einer komplementären Konfiguration zu den angeordneten Stifteinheiten (20) direkt durch Elektroformung oder andere Verfahren gebildet werden. Wenn das ausgewählte Kunststoffmaterial der jeweiligen Stifteinheit (20) nicht elektrisch leitend ist, ist es erforderlich, eine dünne Schicht aus Metall wie Aluminium, Silber, Kupfer, Nickel oder dgl. auf dem spitz zulaufenden Abschnitt (23) der Stifteinheiten (20) durch Vakuumverdampfung oder durch Kathodenzerstäubung vor der Elektroformung der Originalnegativform (15) aufzubringen.
  • Für den Fachmann ist beachtlich, dass der Hersteller nur die bekannte Stifteinheit (10), wie sie in 1 dargestellt ist, weiter zu bearbeiten braucht, um eine Stifteinheit (20) gemäß der vorliegenden Erfindung, d. h. eine Stifteinheit (20) mit einem relativ dickeren Abschnitt und mit einem relativ dünneren zylindrischen Abschnitt zu verwirklichen, wobei die Basis (30) auch angewandt werden kann, um die Originalnegativform (15) gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zu bilden. Es soll jedoch festgehalten werden, dass jede herkömmliche Stifteinheit (10) individuell unter dieser Bedingung bearbeitet werden muss, wodurch die Herstellungskosten und die -zeit für die retroreflektierende Platte beachtlich erhöht werden. Aus diesem Grunde ergibt die Verwendung des Spritzgießverfahrens zur Herstellung der Stifteinheit (20) der vorliegenden Erfindung verschiedene Vorteile und vermindert insbesondere die Herstellungskosten für die retroreflektierende Platte.
  • Außerdem kann eine retroreflektierende Platte, die an den Prismen flache Bereiche besitzt, so dass das Licht durch die retroreflektierende Platte durchtreten kann, einfach durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt werden. Die Erfindung erfordert nur eine Spritzgießform mit einer entsprechenden anderen Gestalt, um die jeweilige Stifteinheit mit einem flachen freien Ende am spitz zulaufenden Abschnitt durch Spritzgießen zu bilden, wonach die gleichen Verfahrensschritte folgen, wie sie oben beschrieben worden sind, d. h. Anordnen der Stifteinheiten an der Basis (30), Herstellen einer Originalnegativform durch Elektroformen mit den Stifteinheiten, und abschließend Herstellen der retroreflektierenden Platte von der Originalnegativform. Da die Form der Prismen der retroreflektierenden Platte zur Form der flach endenden Stifteinheit konsistent ist, kann das Licht von einer Lichtquelle im Inneren der retroreflektierenden Platte durch die flachen Bereiche in die äußere Umgebung durchtreten, während Licht von außerhalb der retroreflektierenden Platte durch den spitz zulaufenden Abschnitt des jeweiligen Prismas weiterhin zurückreflektiert werden kann. Folglich ist die maschinelle Bearbeitung der Stifteinheiten (10) des herkömmlichen Verfahrens nicht länger erforderlich und können die Herstellungszeit und die Herstellungskosten der retroreflektierenden Platte wesentlich reduziert werden.
  • Bei der tatsächlichen Anwendung braucht die gesamte Gestaltung der retroreflektierenden Platte nicht begrenzt zu sein auf eine einfache ebene Form, wie sie in der oben beschriebenen Ausführungsform verdeutlicht ist, sondern es ist auch eine geneigte oder bogenförmige Gestalt realisierbar, um das Licht zu reflektieren, das aus verschiedenen Richtungen kommt, oder um eine Gestalt entsprechend der Form des Gegenstandes zu realisieren, an welchem die retroreflektierende Platte angebracht ist. Bei Verwendung des bekannten Verfahrens zur Herstellung der retroreflektierenden Platte mit einer geneigten oder bogenförmigen Gestalt ist es sehr schwierig, eine Vielzahl von Stifteinheiten in geneigter oder bogenförmiger Art anzuordnen, da sie nicht geeignet gehalten werden. Im Gegensatz hierzu erfordert die vorliegende Erfindung nur die Ausbildung einer Basis mit einer Oberfläche entsprechend der gewünschten Gestalt der retroreflektierenden Platte. Daraus folgt, dass eine geneigte oder bogenförmige retroreflektierende Platte mit dem erfindungsgemäßen Verfahren einfach hergestellt werden kann.
  • Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren und eine Vorrichtung die zum Stand der Technik einen Durchbruch darstellt. Die obigen Ausführungen sind jedoch nur auf die Beschreibung bevorzugter erfindungsgemäßer Ausführungsformen gerichtet. Verschiedene Änderungen und Ausbildungen können vom Fachmann durchgeführt werden, ohne das technische Konzept der Erfindung zu verlassen. Da die Erfindung nicht auf die speziellen Einzelheiten begrenzt ist, wie sie in Verbindung mit den bevorzugten Ausführungsformen beschrieben worden sind, sind Änderungen verschiedener Merkmale der bevorzugten Ausführungsformen möglich, ohne die Grundfunktion der Erfindung zu verlassen, die durch die anschließenden Ansprüche bestimmt ist.

Claims (13)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Originalnegativform (15) zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte: (a) Herstellung einer Vielzahl von Stifteinheiten (20) durch Spritzgießen, wobei die Stifteinheiten (20) im wesentlichen einen relativ dickeren Abschnitt (21) und einen relativ dünneren Abschnitt (22) aufweisen, wobei der relativ dünnere Abschnitt (22) mit dem relativ dickeren Abschnitt (21) an dessen Unterseite in Längsrichtung der Stifteinheiten (20) verbunden ist, wobei der relativ dickere Abschnitt (21) ein freies Ende besitzt, das vom relativ dünneren Abschnitt (22) entfernt ist und das einen spitz zulaufenden Abschnitt (23) bildet, (b) Anbringen der Stifteinheiten (20) an einer Basis (30), wobei die Basis (30) eine Oberfläche (32) und eine Vielzahl von Ausnehmungen in der Oberfläche besitzt, so dass die relativ dünneren Abschnitte (22) der Stifteinheiten (20) in wenigstens einige der Ausnehmungen eingesetzt werden können, um die Stifteinheiten (20) zu positionieren, und (c) Erzeugen einer Originalnegativform (15) mit zu den spitz zulaufenden Abschnitten (23) der positionierten Stifteinheiten (20) komplementärem Aufbau:
  2. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16), gekennzeichnet durch die Verwendung der nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 hergestellten Originalnegativform (15) zur Ausbildung einer retroreflektierenden Platte (16) mit zur Originalnegativform (15) komplementärem Aufbau.
  3. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifteinheiten (20) aus Thermoplastmaterial hergestellt werden.
  4. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifteinheiten (20) Oberflächen besitzen, die nach der Anordnung der Stifteinheiten (20) auf der Basis (30) mit einer dünnen Metallschicht beschichtet werden.
  5. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifteinheiten (20) aus einem elektrisch leitenden Thermoplastmaterial hergestellt werden.
  6. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Originalnegativform (15) mit dem zu den spitz zulaufenden Abschnitten (23) der angeordneten Stifteinheiten (20) komplementären Aufbau durch Elektroformung hergestellt wird.
  7. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der relativ dickere Abschnitt (21) der Stifteinheiten (20) die Gestalt einer hexagonalen Säule oder einer rechteckigen Säule aufweist, und dass der spitz zulaufende Abschnitt (23) der Stifteinheiten (20) die Gestalt eines Dreikantprismas aufweist, das durch drei geneigte Flächen (24) gebildet ist, die zueinander im wesentlichen senkrecht stehen.
  8. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der relativ dünnere Abschnitt (22) der Stifteinheiten (20) die Gestalt eines Zylinders aufweist, und dass die Ausnehmungen in der Basis (30) zylindrische Löcher sind, so dass der relativ dünnere Abschnitt (22) in die Ausnehmungen genau eingesetzt werden kann.
  9. Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der relativ dünnere Abschnitt (22) der Stifteinheiten (20) die Gestalt einer polygonalen Säule aufweist, und dass die Ausnehmungen in der Basis (30) Rillen sind, in die der relativ dünnere Abschnitt (2) eingesetzt werden kann.
  10. Stifteinheit (20) zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte (16), wobei die Stifteinheit (20) im wesentlichen einen relativ dickeren Abschnitt (21) und einen relativ dünneren Abschnitt (22) aufweist, der mit dem relativ dickeren Abschnitt (21) an dessen Unterseite in Längsrichtung der Stifteinheit (20) verbunden ist, wobei der relativ dickere Abschnitt (21) ein freies Ende besitzt, das vom relativ dünneren Abschnitt (22) entfernt ist und das einen spitz zulaufenden Abschnitt (23) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifteinheit (20) aus einem Thermoplastmaterial durch Spritzgießen hergestellt ist.
  11. Stifteinheit (20) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der relativ dickere Abschnitt (21) der Stifteinheit (20) die Gestalt einer hexagonalen Säule oder einer rechteckigen Säule aufweist, und dass der spitz zulaufende Abschnitt (23) der Stifteinheit (20) die Gestalt eines Dreikantprismas aufweist, das durch drei geneigte Flächen (24) gebildet ist, die zueinander im wesentlichen senkrecht stehen.
  12. Stifteinheit (20) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der relativ dünnere Abschnitt (22) der Stifteinheit (20) die Gestalt eines Zylinders aufweist.
  13. Stifteinheit (20) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der relativ dünnere Abschnitt (22) der Stifteinheit (20) die Gestalt einer polygonalen Säule aufweist.
DE69912114T 1999-08-04 1999-08-04 Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und Stiftvorrichtung zur Herstellung dieser retroreflektierenden Platte Expired - Lifetime DE69912114T2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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Publication Number Publication Date
DE69912114D1 DE69912114D1 (de) 2003-11-20
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EP (1) EP1074378B1 (de)
AT (1) ATE251986T1 (de)
DE (1) DE69912114T2 (de)
ES (1) ES2209341T3 (de)

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