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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und eine Stifteinheit
zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und insbesondere
eine Verwendung eines Spritzverfahrens zur Herstellung einer Vielzahl
von Stifteinheiten. Die Stifteinheiten werden an einer Basis angeordnet
und eine Originalnegativform mit einem zur Form der Stifteinheiten
komplementären Aufbau
wird durch Elektroformung gebildet. Die Originalnegativform wird
dann verwendet, um eine retroreflektierende Platte herzustellen,
deren Aufbau komplementär
ist zu dem der Originalnegativform. Die vorliegenden Erfindung reduziert
die Herstellungskosten und die Herstellungszeit für retroreflektierende
Platten wesentlich. Außerdem
können
die retroreflektierenden Platten mit unterschiedlichen Mustern und
Funktionen in einer präziseren
und bequemen Weise hergestellt werden.
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Retroreflektierende Platten werden
in großem
Umfang für
eine Vielzahl von Sicherheits- und Dekorationsanwendungen verwendet,
und sind insbesondere nützlich,
wenn die Sichtbarkeit während der
Nachtzeit unter den Bedingungen geringen Umgebungslichtes wichtig
ist. Bei vielen retroreflektierenden Platten werden die auf die
Stirnfläche
der Platten einwirkenden Lichtstrahlen im wesentlichen parallel
zur Lichtquelle zurückgelenkt.
Bei anderen retroreflektierenden Platten kann das reflektierte Licht
divergiert werden, um durch geringe Änderung des Reflektionswinkels
in einem weiteren Bereich sichtbar zu sein. Die retroreflektierenden
Platten können
bei Straßenschildern
oder beim Lichtreflektor an verschiedenen Fahrzeugen verwendet werden,
um die dekorativen und die Sicherheitszwecke zu erzielen.
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Das bekannte Verfahren zur Herstellung
der retroreflektierenden Platte erfordert die Herstellung einer
Vielzahl von metallischen Stifteinheiten (10), wie sie
in 1 dargestellt sind,
durch Präzisionsbearbeitung.
Die Stifteinheiten (10) werden in guter Ordnung angeordnet
(wie die 2 zeigt) und
durch eine Klammer oder andere Befestigungsvorrichtungen zu einem
Bündel
zusammengeklammert. Eine Originalnegativform (15), wie
sie 3 dargestellt ist,
aus Metall oder aus anderen geeigneten Materialien wird entsprechend
der Oberfläche
des Bündels der
Stifteinheiten (10) durch Elektroformung ausgebildet. Der
Aufbau der Originalnegativform (15) ist zu dem des Bündels der
Stifteinheiten (10) komplementär. Eine retroreflektierende
Platte (16), wie sie in 4 dargestellt
ist, aus einem transparenten Thermoplastmaterial oder aus anderen
geeigneten Materialien kann mit der Originalnegativform (15)
gebildet werden. Die Außenoberfläche (18)
der retroreflektierenden Platte (16) ist im allgemeinen
eine ebene Fläche,
während
die Innenseite der retroreflektierenden Platte (16) eine
Vielzahl von Prismen (17) bildet, die zum Aufbau der Originalnegativform
(15) komplementär
sind. Folglich sind die Konturen und Winkel der Prismen (17)
im wesentlichen die gleichen wie die der Stifteinheiten (10).
Licht, das auf die retroreflektierende Platte (16) von
der Außenoberfläche (18) auftrifft,
kann deshalb in paralleler Richtung total zurückreflektiert werden.
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Fachleute sind mit dem Prinzip der
Totalreflektion durch die retroreflektierende Platte (16)
vertraut. Da der Refraktionskoeffizient der retroreflektierenden
Platte (16) und der Refraktionskoeffizient der umgebenden
Luft voneinander verschieden sind, kann das auf die retroreflektierende
Platte (16) von der Außenoberfläche (18)
auftreffende Licht in den Prismen total reflektiert und durch die
Außenoberfläche (18)
in die Luft zurückgestrahlt
werden, so lange der Winkel zwischen dem auftreffenden Licht und den
Prismen (17) passend gestaltet und ausgebildet ist.
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Es ist klar, dass das oben beschriebene
bekannte Herstellungsverfahren verschiedene Nachteile zur Folge
hat, wie nachfolgend ausgeführt
wird. Wie die 1 zeigt,
besitzt die Stifteinheit (10) die Gestalt einer hexagonalen
Säule (oder
eine andere Form) mit einer scharfen Spitze (12) an einem
Ende der Säule,
wobei die Spitze drei geneigte Flächen (11) aufweist.
Die drei geneigten Flächen
(11) besitzen im wesentlichen eine rechteckige Form und
stehen im wesentlich senkrecht zueinander.
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Es muss darauf geachtet werden, dass
die Winkel zwischen den geneigten Flächen (11) sehr genau
und die Oberflächen
der geneigten Flächen (11)
sehr glatt und eben sein müssen,
um die retroreflektierende Platte (16) mit einer Vielzahl
von Dreikantprismen (17) mit zufriedenstellender Reflexionswirkung
herzustellen. Wie aus den 2 und 4 ersichtlich ist, ist die
Form der Prismen (17) der retroreflektierenden Platte (16)
grundsätzlich
identisch mit den scharfen Spitzen (12) der Stifteinheiten
(10). Bei herkömmlichen
Verfahren zur Herstellung der retroreflektierenden Platte (16)
bestehen die Stifteinheiten (10) aus metallischem Material
und werden dann einzeln mit Hilfe mechanischer Geräte präzise bearbeitet.
Folglich sind die bekannten Verfahren zur Herstellung der retroreflektierenden
Platte (16) sehr zeitaufwändig und die Herstellungskosten
relativ hoch. Außerdem
kann die Genauigkeit des oben beschriebenen Bearbeitungsprozesses
und die Homogenität zwischen
den Stifteinheiten (10) nicht einfach gesteuert oder aufrechterhalten
werden, so dass eine nicht zufriedenstellende Stifteinheit hergestellt
werden kann, durch die ein unerwünschter
Verlust von Material und Zeit verursacht wird.
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Bei dem bekannten Verfahren zur Herstellung
der retroreflektierenden Platte (16) besitzen die Stifteinheiten
(10) die Gestalt einer hexagonalen Säule und sind eng nebeneinander
in guter Ordnung, ähnlich
einer Honigwabe angeordnet, um die Originalnegativform (15)
herzustellen. Die Anordnung der Stifteinheiten (10) bildet
selbstverständlich
keine Honigwabenstruktur, wenn die Stifteinheiten nicht die Gestalt
einer hexagonalen Säule
sondern andere Konfigurationen wie die einer rechteckige Säule bilden. 2 zeigt eine mögliche Anordnung
der Stifteinheiten (10), wobei ein Satz von Stifteinheiten
(13) und ein anderer Satz von Stifteinheiten (14) gegeneinander
entlang ihren Längsachsen
um 180° (60° oder 300°) gedreht
sind. Die Originalnegativform (15) (wie sie in 3 dargestellt ist) und die
retroreflektierende Platte (16) (wie sie in 4 dargestellt ist), die durch
die beiden Sätze
von Stifteinheiten (13, 14) gebildet ist, besitzen folglich zwei
Sätze von
Prismen (17) mit unterschiedlichen Orientierungen, um Licht, das
aus verschiedenen Richtungen kommt, zu reflektieren. Die Herstellung
einer solchen retroreflektierenden Platte (16) mit zwei
Sätzen
von Prismen (17) mit unterschiedlichen Orientierungen ist
jedoch nicht auf das oben beschriebene Verfahren begrenzt. Eine ähnliche
retroreflektierende Platte (16) kann dadurch hergestellt
werden, dass alle Stifteinheiten (10) in der gleichen Orientierung
angeordnet werden, um zwei identische Originalnegativformen zu bilden,
die in Hälfen
auseinander geschnitten werden. Eine Hälfe der Form wird um 180° gedreht
und mit der anderen Hälfte
der anderen Form kombiniert. Nichtsdestotrotz existieren bei jedem
der oben beschriebenen Verfahren beim Zusammenklammern vieler Stifteinheiten (10)
erhebliche Schwierigkeiten, wenn jede relative Bewegung oder Rotation
vermieden werden soll, da zwischen den Stifteinheiten (10)
keine Verbindungseinrichtung vorhanden ist.
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Bei tatsächlichen Anwendungen, wie beispielsweise
bei dem Deckel für
ein Rücklicht
eines Fahrzeugs, kann in der retroreflektierenden Platten (16)
eine Lichtquelle vorgesehen sein. Demzufolge soll ein Abschnitt
der retroreflektierenden Platte (16), wie sie in 4 dargestellt ist, eben
sein, so dass der Deckel nicht nur Licht reflektieren kann, das
von der Außenumgebung
kommt, sondern dass er außerdem das
Licht von der Lichtquelle im Inneren durch die retroreflektierende
Platte (16) zur Außenumgebung durchlässt. Ein
existierendes Verfahren zum Erzielen dieser Wirkung besteht darin,
einen ebenen Bereich an jeder Spitze oder an einigen Spitzen (17') der Prismen
(17) an der Innenseite der retroreflektierenden Platte
(16) auszubilden. Die Spitzen (12) der bekannten
Stifteinheiten (10) gemäß 1 müssen für die Herstellung der Originalnegativform
(15) mit flachen Bereichen eine nach der anderen abgeschnitten
oder abgeschliffen werden, um die retroreflektierende Platte (16)
entsprechend der Gestalt der Prismen (17) der Stifteinheiten
(10) zu fertigen. Alternativ kann der Hersteller die Spitze
(17') des
jeweiligen Prismas (17) an der Innenseite der retroreflektierenden
Platte (16) nach der Herstellung der retroreflektierenden Platte
(16) in ebene Abschnitte abschleifen. Es ist jedoch offensichtlich,
dass beide oben beschriebene Verfahren sehr zeitaufwendig sind,
was in einer beachtlichen Erhöhung
der Herstellungskosten resultiert, wobei außerdem die Genauigkeit und
die Qualität
der retroreflektierenden Platte (16) schwierig aufrechtzuerhalten
ist.
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Das US Patent 3 811 647 beschreibt
eines der bekannten Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden
Platte. Es bezieht sich primär
auf einen einheitlich elektroplattierten Reflexionseinsatz, der
vorzugsweise aus einer Nickellegierung großen Nickelanteils herstellt
ist, die nützlich
ist bei der Vervollständigung
einer Formvorrichtung zur Herstellung einer retroreflektierenden
Platte aus Kunststoff. Die Hauptmerkmale dieses US-Patentes 3 811 647
liegen darin, dass die Mikroproben durch die Mutterspitzen, durch
Laserstrahlbohren, aufgebaut sind, um eine Belüftungssystem zu bilden. Die
Originalnegativform dieses Patentes wird jedoch durch herkömmliche
metallische Stifte hergestellt.
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Es ist eine primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
die Mängel
des Standes der Technik zu beseitigen und ein Verfahren zur Herstellung
einer neuen Stifteinheit als eine Form zur Herstellung einer retroreflektierenden
Platte zu schaffen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann die Herstellungskosten
und die Zeit, die zur Herstellung der retroreflektierenden Platte
benötigt
wird, beachtlich reduzieren. Außerdem
können
retroreflektierende Platten mit unterschiedlichen Mustern und Funktionen
in einer präzisieren
und bequemeren Weise hergestellt werden.
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Gemäß dieser Hauptaufgabe schafft
die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden
Platte mit den Verfahrensschritten:
- (a) Herstellung
einer Vielzahl von Stifteinheiten durch Spritzgießen, wobei
die Stifteinheiten im wesentlichen einen relativ dickeren Abschnitt
und einen relativ dünneren
Abschnitt aufweisen, wobei der relativ dünnere Abschnitt mit dem relativ dickeren
Abschnitt an dessen Unterseite in Längsrichtung der Stifteinheiten
verbunden ist, wobei der relativ dickere Abschnitt ein freies Ende besitzt,
das vom relativ dünneren
Abschnitt entfernt ist und das einen spitz zulaufenden Abschnitt bildet,
- (b) Anbringen der Stifteinheiten an einer Basis, wobei die Basis
eine Oberfläche
und eine Vielzahl von Ausnehmungen in der Oberfläche besitzt, so dass die relativ
dünneren
Abschnitte der Stifteinheiten in wenigstens einige der Ausnehmungen eingesetzt
werden können,
um die Stifteinheiten zu positionieren,
- (c) Erzeugen einer Originalnegativform mit zu den spitz zulaufenden
Abschnitten der positionierten Stifteinheiten komplementärem Aufbau,
und
- (d) Benutzung der Originalnegativform zur Ausbildung einer retroreflektierenden
Platte mit zur Originalnegativform komplementärem Aufbau.
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Einer der Hauptvorteile der Erfindung
besteht darin, dass die Stifteinheiten durch Spritzgießen hergestellt
werden. Dieser Spritzgießvorgang kann
nicht nur sicherstellen, dass der spitz zulaufende Abschnitt der
Stifteinheit eine glatte und ebene Oberfläche und einen genauen Winkel
besitzt, sondern dass außerdem
auch der Nachteil einer präzisen
Bearbeitung jeder einzelnen Stifteinheit vermieden wird. Die vorliegende
Erfindung reduziert folglich die Zeit und die Kosten, die zur Herstellung
der retroreflektierenden Platte erforderlich sind, wesentlich.
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Gemäß einem anderen Gesichtspunkt
der Erfindung werden die Stifteinheiten in den Ausnehmungen der
Basis angeordnet, so dass eine relative Bewegung oder Drehung, wie
sie bei den bekannten Verfahren zwischen den Stifteinheiten beim
Zusammenklammern derselben eintritt, kaum oder nicht gegeben ist.
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Gemäß noch einem anderen Gesichtspunkt der
vorliegenden Erfindung kann eine Form einer anderen Konfiguration
verwendet werden, um eine Vielzahl von Stifteinheiten spritzzugießen, von
welchen jede ein flaches Ende besitzt, um eine Originalnegativform
zu bilden, die flache Bereiche besitzt, um dann eine transparente
retroreflektierende Platte herzustellen.
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Die besonderen Merkmale und Eigenschaften
der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen
und die nachfolgenden Erläuterungen
bevorzugter Ausführungsformen
verdeutlicht.
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Es zeigen:
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1 eine
räumliche
Darstellung zur Verdeutlichung einer Stifteinheit, wie sie bei einem
bekannten Verfahren zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte
verwendet wird,
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2 eine
räumliche
Darstellung zur Verdeutlichung einer Vielzahl von Stifteinheiten,
die in bekannter Weise angeordnet sind, um die retroreflektierende
Platte herzustellen,
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3 eine
räumliche
Darstellung zur Verdeutlichung einer Originalnegativform,
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4 eine
räumliche
Darstellung der mit der Originalnegativform gemäß
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3 hergestellten
retroreflektierende Platte, und
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5 eine
räumliche
Darstellung zur Verdeutlichung eines Paares von Stifteinheiten in
Kombination mit der Basis der vorliegenden Erfindung.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung einer retroreflektierenden Platte und einer Stifteinheit
zur Herstellung der retroreflektierenden Platte. Eine Stifteinheit
(20), wie sie in 5 dargestellt
ist, wird durch Spritzgießen
aus Kunststoffmaterial hergestellt. Die Stifteinheit (20)
weist einen relativ dickeren Abschnitt (21) in Gestalt
einer hexagonalen Säule
mit einem freien Ende, das einen spitz zulaufenden Abschnitt (23)
bildet, und einen relativ dünneren
Abschnitt (22) auf. Bei dieser bevorzugten Ausbildung ist
der spitz zulaufende Abschnitt (23) eine scharfe Spitze
in Gestalt eines Dreikantprismas, das durch drei rechteckige geneigte
Flächen
(24) gebildet ist, die im wesentlichen senkrecht zueinander
stehen. Der relativ dünnere
Abschnitt (22) besitzt die Gestalt eines Zylinders. Der
Aufbau der Stifteinheit (20), wie sie in 5 dargestellt ist, ist jedoch nur eine
Illustration einer bevorzugten Ausführungsform, ohne die vorliegende
Erfindung zu begrenzen, er kann auch anders gestaltet sein. Beispielsweise kann
der relativ dickere Abschnitt (21) die Gestalt einer rechteckigen
Säule oder
andere Konfigurationen besitzen, während der relativ dünnere Abschnitt
(22) ebenfalls als eine rechteckige Säule ausgebildet sein oder jede
andere geeignete Gestalt besitzen kann. Die Herstellung der Stifteinheit
(20) durch Spritzgießen
kann komplizierte maschinelle Bearbeitungsverfahren, wie sie bei
den bekannten Verfahren erforderlich sind, eliminieren, die Herstellungszeit
und -kosten der Stifteinheiten reduzieren, und sicherstellen, dass
der spitz zulaufende Abschnitt (23) glatte und ebene Flächen sowie
exakte Winkel besitzt, so dass die damit hergestellte retroreflektierende
Platte (16) dazu geeignet ist, die geforderte Reflektionswirkung zu
erzielen.
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Die Erfindung weist außerdem bei
der in 5 dargestellten
bevorzugten Ausführungsform eine
Basis (30) auf. Die Basis (30) weist eine Oberseite
(32) mit einer Vielzahl Ausnehmungen auf, die in guter
Ordnung angeordnet sind. Wie bei der bevorzugten Ausbildung beschrieben
worden ist, sind die Ausnehmungen in der Basis (30) zylindrische
Löcher (31),
so dass die zylindrischen, relativ dünneren Abschnitte (22)
der Stifteinheiten (20) präzise in die entsprechenden
Ausnehmungen eingesetzt werden können,
um ein spezielles wunschgemäßes Muster zu
realisieren. Wie oben beschrieben worden ist, müssen die relativ dünneren Abschnitte
(22) nicht die Gestalt von Zylindern besitzen, sondern
sie können beispielsweise
auch als rechteckige Säulen
oder mit einer anderen Gestalt ausgebildet sein. Demgemäß können die
Ausnehmungen in der Basis (30) eine Vielzahl von (nicht
dargestellten) Rillen aufweisen, oder anders ausgebildet sein, als
zylindrische Löcher (31)
gemäß 5, so lange die relativ
dünneren
Abschnitte der Stifteinheiten passend in die Ausnehmungen in der
Basis eingesetzt werden können,
so dass die jeweilige Stifteinheit (20) stabil festgehalten werden
kann.
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Wenn der relativ dünnere Abschnitt
(22) der Stifteinheit (20) die Gestalt einer rechteckigen
Säule oder
eine andere Gestalt, anstelle eines Zylinders, besitzt, kann hieraus
ein weiterer Vorteil abgeleitet werden. Obwohl die Stifteinheit
(20) der vorliegenden Erfindung durch Spritzgießen hergestellt
wird, kann sie nur schwerlich in einer perfekten idealen Gestalt realisiert
werden, d. h. kleine Fehler können
aus dem nicht perfekten Aufbau der Spritzgießform bei der tatsächlichen
Anwendung resultieren. Wenn der relativ dünne Abschnitt (22)
die Gestalt eines Zylinders besitzt, wie in 5 dargestellt ist, hat der Hersteller eine
Schwierigkeit, die Orientierung der Stifteinheiten (20)
in ihrer Längsrichtung
zu erkennen, wenn die Stifteinheiten (20) an der Basis
(30) angeordnet werden. Wenn der relativ dünnere Abschnitt
(22) nicht zylindrisch ausgebildet ist, kann der Hersteller
die Orientierung der Stifteinheit (20) mittels des relativ dünneren Abschnittes
(22) in Verbindung mit den drei rechteckigen geneigten
Flächen
(24) des spitz zulaufenden Abschnittes (23) bestimmen.
Folglich ist es dem Hersteller einfach möglich, alle Stifteinheiten (20)
an der Basis (30) mit der gleichen Orientierung anzuordnen,
so dass der unerwünschte
Effekt der retroreflektierenden Platte (16), der aus kleinen
Produktfehlern der Stifteinheit (20) resultiert, minimiert werden
kann und die erfindungsgemäß hergestellte retroreflektierende
Platte (16) einen besseren Reflexionseffekt und eine optimalere
Qualität
besitzt.
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Nach dem Anbringen der Stifteinheiten
(20) an der Basis (30) kann eine (nicht dargestellte)
Klammer oder eine andere geeignete Einrichtung verwendet werden,
um alle Stifteinheiten (20) aneinander festzulegen, um
außerdem
sicherzustellen, dass zwischen den Stifteinheiten (20)
kein Spiel bzw. Spalt vorhanden ist. Die Verwendung der Basis (30)
zum Halten der Stifteinheiten (20) der Erfindung macht
die Anordnung der Stifteinheiten (20) viel bequemer. Da die
Stifteinheiten (20) in einer Honigwabenart dicht gepackt
sein können
und durch die Basis (30) gehalten werden, befinden sie
sich in einem stabileren Zustand mit einer geringeren Neigung zu
einer relativen Bewegung oder Drehung zwischen den Stifteinheiten (20)
als es bei einer herkömmlichen
Anordnung der Stifteinheiten (10) gemäß 2 der Fall ist.
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Das für die Stifteinheiten (20)
verwendete thermoplastische Material kann jedes geeignete Kunststoffmaterial
oder ein leitender Kunststoff sein. Wenn das ausgewählte Kunststoffmaterial
elektrisch leitend ist, kann die Originalnegativform (15)
(wie sie in 3 dargestellt
ist) aus Metall oder anderen geeigneten Materialien mit einer komplementären Konfiguration
zu den angeordneten Stifteinheiten (20) direkt durch Elektroformung
oder andere Verfahren gebildet werden. Wenn das ausgewählte Kunststoffmaterial
der jeweiligen Stifteinheit (20) nicht elektrisch leitend
ist, ist es erforderlich, eine dünne
Schicht aus Metall wie Aluminium, Silber, Kupfer, Nickel oder dgl. auf
dem spitz zulaufenden Abschnitt (23) der Stifteinheiten
(20) durch Vakuumverdampfung oder durch Kathodenzerstäubung vor
der Elektroformung der Originalnegativform (15) aufzubringen.
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Für
den Fachmann ist beachtlich, dass der Hersteller nur die bekannte
Stifteinheit (10), wie sie in 1 dargestellt ist, weiter zu bearbeiten
braucht, um eine Stifteinheit (20) gemäß der vorliegenden Erfindung,
d. h. eine Stifteinheit (20) mit einem relativ dickeren
Abschnitt und mit einem relativ dünneren zylindrischen Abschnitt
zu verwirklichen, wobei die Basis (30) auch angewandt werden
kann, um die Originalnegativform (15) gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
zu bilden. Es soll jedoch festgehalten werden, dass jede herkömmliche
Stifteinheit (10) individuell unter dieser Bedingung bearbeitet
werden muss, wodurch die Herstellungskosten und die -zeit für die retroreflektierende
Platte beachtlich erhöht werden.
Aus diesem Grunde ergibt die Verwendung des Spritzgießverfahrens
zur Herstellung der Stifteinheit (20) der vorliegenden
Erfindung verschiedene Vorteile und vermindert insbesondere die
Herstellungskosten für
die retroreflektierende Platte.
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Außerdem kann eine retroreflektierende Platte,
die an den Prismen flache Bereiche besitzt, so dass das Licht durch
die retroreflektierende Platte durchtreten kann, einfach durch das
Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt werden. Die Erfindung
erfordert nur eine Spritzgießform
mit einer entsprechenden anderen Gestalt, um die jeweilige Stifteinheit
mit einem flachen freien Ende am spitz zulaufenden Abschnitt durch
Spritzgießen
zu bilden, wonach die gleichen Verfahrensschritte folgen, wie sie oben
beschrieben worden sind, d. h. Anordnen der Stifteinheiten an der
Basis (30), Herstellen einer Originalnegativform durch
Elektroformen mit den Stifteinheiten, und abschließend Herstellen
der retroreflektierenden Platte von der Originalnegativform. Da die
Form der Prismen der retroreflektierenden Platte zur Form der flach
endenden Stifteinheit konsistent ist, kann das Licht von einer Lichtquelle
im Inneren der retroreflektierenden Platte durch die flachen Bereiche
in die äußere Umgebung
durchtreten, während
Licht von außerhalb
der retroreflektierenden Platte durch den spitz zulaufenden Abschnitt
des jeweiligen Prismas weiterhin zurückreflektiert werden kann.
Folglich ist die maschinelle Bearbeitung der Stifteinheiten (10)
des herkömmlichen
Verfahrens nicht länger
erforderlich und können
die Herstellungszeit und die Herstellungskosten der retroreflektierenden
Platte wesentlich reduziert werden.
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Bei der tatsächlichen Anwendung braucht die
gesamte Gestaltung der retroreflektierenden Platte nicht begrenzt
zu sein auf eine einfache ebene Form, wie sie in der oben beschriebenen
Ausführungsform
verdeutlicht ist, sondern es ist auch eine geneigte oder bogenförmige Gestalt
realisierbar, um das Licht zu reflektieren, das aus verschiedenen Richtungen
kommt, oder um eine Gestalt entsprechend der Form des Gegenstandes
zu realisieren, an welchem die retroreflektierende Platte angebracht ist.
Bei Verwendung des bekannten Verfahrens zur Herstellung der retroreflektierenden
Platte mit einer geneigten oder bogenförmigen Gestalt ist es sehr schwierig,
eine Vielzahl von Stifteinheiten in geneigter oder bogenförmiger Art
anzuordnen, da sie nicht geeignet gehalten werden. Im Gegensatz
hierzu erfordert die vorliegende Erfindung nur die Ausbildung einer
Basis mit einer Oberfläche
entsprechend der gewünschten
Gestalt der retroreflektierenden Platte. Daraus folgt, dass eine
geneigte oder bogenförmige retroreflektierende
Platte mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
einfach hergestellt werden kann.
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Die Erfindung betrifft ein neues
Verfahren und eine Vorrichtung die zum Stand der Technik einen Durchbruch
darstellt. Die obigen Ausführungen sind
jedoch nur auf die Beschreibung bevorzugter erfindungsgemäßer Ausführungsformen
gerichtet. Verschiedene Änderungen
und Ausbildungen können vom
Fachmann durchgeführt
werden, ohne das technische Konzept der Erfindung zu verlassen.
Da die Erfindung nicht auf die speziellen Einzelheiten begrenzt
ist, wie sie in Verbindung mit den bevorzugten Ausführungsformen
beschrieben worden sind, sind Änderungen
verschiedener Merkmale der bevorzugten Ausführungsformen möglich, ohne
die Grundfunktion der Erfindung zu verlassen, die durch die anschließenden Ansprüche bestimmt
ist.