Allgemeines zur Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein
Wirbelstrom-Bremsgerät, bei welchem eine Anzahl von
Dauermagneten (die nachstehend einfach als Magnete bezeichnet
werden) so angeordnet ist, daß ihre Magnetpole in
Umfangsrichtung einer Bremstrommel ausgerichtet sind,
wobei am weitesten außen liegende Endflächen eines
Paares ferromagnetischer Teile (Polstücke), die sich in
Umfangsrichtung und in radialer Richtung von jedem
Magnetpol aus nach außen erstrecken, einer
innenliegenden Umfangsfläche der Bremstrommel gegenüberliegen,
und bei welchem zwischen den Magneten und der
Bremstrommel zum Zeitpunkt der Abbremsung wirksame
Magnetkreise gebildet werden.
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Bei einem Wirbelstrom-Bremsgerät, wie es in der
japanischen Patentschrift 3086060 (die dem europäischen
Patent EP 456 017 entspricht) beschrieben ist, bewegt
sich ein Magnettragrohr in axialer Richtung hin und her
und schaltet dadurch zwischen Bremsbetrieb und
Bremslösung um. Dabei ergab sich insofern eine Schwierigkeit,
als durch einen sich bewegenden Raumbereich des
Magnettragrohres eine Abmessung in axialer Richtung lang wird.
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Bei einem Wirbelstrom-Bremsgerät, wie es in der
japanischen Patentschrift JP 401121659 (welche dem
europäischen Patent EP 3416 413 entspricht) beschrieben wird,
dreht sich zum Zeitpunkt der Abbremsung ein
Magnettragrohr in der Weise, daß die Polarität der Magnete eines
beweglichen Magnettragrohres die gleiche ist wie die
Polarität der Magnete eines unbeweglichen
Magnettragrohres, wobei ein Magnetkreis gebildet wird, welcher
einen Magneten - eine ferromagnetische Platte (Polstück)
- die Bremstrommel - eine ferromagnetische Platte -
einen Magneten - das Magnettragrohr - den ursprünglichen
Magneten umfaßt, und bei welchem dann, wenn die sich
drehende Bremstrommel sich mit dem Magnetfluß von den
Magneten des Magnettragrohres überkreuzt, in der
Bremstrommel eine Bremskraft erzeugt wird, die auf einem
Wirbelstrom aufbaut.
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Bei dem vorstehend genannten Wirbelstrom-Bremsgerät sind
jedoch die Magnetpole an beiden Enden des Magneten in
diametraler Richtung der Bremstrommel ausgerichtet.
Dabei ist es erforderlich, die Außenfläche des der
ferromagnetischen Platte gegenüberliegenden Magneten und
die über das Magnettragrohr überlagerte Innenfläche zu
einer zylindrischen Fläche in der Form zu bearbeiten,
daß der Magnetfluß von den Magneten tatsächlich über die
ferromagnetische Platte in die Bremstrommel eintreten
kann, was die Bearbeitungskosten erheblich ansteigen
läßt. Da außerdem zum Zeitpunkt der Abbremsung der
Magnetkreis einen Magneten - eine ferromagnetische
Platte - die Bremstrommel - eine ferromagnetische Platte
- einen Magneten - das Magnettragrohr - den
ursprünglichen Magneten umfaßt, tritt ein großer Teil des
Magnetflusses aus, so daß die Menge des Magnetflusses,
die tatsächlich von den Magneten aus auf die
Bremstrommel einwirkt, geringer wird. Insbesondere ist zur
Einleitung des Magnetflusses aus den Magneten in die
Bremstrommel die ferromagnetische Platte so groß, daß
sie die Magnete abgedeckt, und auch dann kann die Dichte
des Magnetflusses nicht wirksam durch die
ferromagnetische Platte erhöht werden, was dazu führt, daß die
Bremskraft nicht in voller Größe erzeugt werden kann.
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Angesichts des vorstehend geschilderten Problems liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Wirbelstrom-Bremsgerät zu schaffen, bei welchem durch
eine Kombination aus blockartigen Magneten
(beispielsweise in Form eines rechteckigen Parallelepipeds) und
ferromagnetischen Teilen relativ zu einer Bremstrommel
wirksame Magnetkreise gebildet werden, wobei die Magnete
eine einfache Form aufweisen.
Kurzbeschreibung der Erfindung
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Zur Lösung der vorstehend umrissenen Aufgabe sieht die
vorliegende Erfindung einen Aufbau vor, der sich dadurch
auszeichnet, daß ein aus nichtmagnetischem Werkstoff
gebildetes Führungsrohr koaxial in einer Bremstrommel
angeordnet ist, die mit einer drehbaren Welle gekoppelt
ist, daß ein aus nichtmagnetischem Werkstoff gebildetes
Magnettragrohr axial beweglich auf dem Führungsrohr
gelagert ist, daß eine Anzahl Permanentmagnete in über
den Umfang verteilten gleichen Abständen auf einer
äußeren Umfangswandung des Magnettragrohres abgestützt
ist, daß nach innen zu bzw. proximal liegende
Oberflächen eines Paares von ferromagnetischen Teilen den
Magnetpolflächen der gegenüberliegenden Enden in
Umfangsrichtung jedes Permanentmagneten gegenüberliegen,
daß am weitesten außen liegende Enden der
ferromagnetischen Teile auf einem Wandungsabschnitt des
Führungs
rohres nahe der inneren Umfangsfläche der Bremstrommel
gelagert sind, und daß zum Hin- und Herbewegen des
Magnettragrohres zwischen einer Bremsstellung, in
welcher die Magnetpolflächen der gegenüberliegenden
Enden der Permanentmagnete den nach innen zu liegenden
Flächen des Paares von ferromagnetischen Teilen
gegenüberliegen, und einer Bremslösestellung, in welcher die
Magnetpolflächen der gegenüberliegenden Enden des
Permanentmagneten von den nach innen zu liegenden Flächen des
Paares von ferromagnetischen Teilen entfernt sind,
Betätigungselemente vorgesehen sind.
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Des weiteren zeichnet sich der Aufbau gemäß der
vorliegenden Erfindung dadurch aus, daß ein aus
nichtmagnetischem Werkstoff gebildetes Führungsrohr mit
kastenförmigem Querschnitt koaxial in einer Bremstrommel
angeordnet ist, die mit einer drehbaren Welle gekoppelt
ist, daß ein aus nichtmagnetischem Werkstoff gebildetes
Magnettragrohr axial beweglich im Inneren des
Führungsrohres gelagert ist, daß eine Anzahl von
Permanentmagneten in über den Umfang verteilten gleichen Abständen
auf einer äußeren Umfangswandung des Magnettragrohres
abgestützt ist, daß nach innen zu bzw. proximal liegende
Oberflächen eines Paares von ferromagnetischen Teilen
mit Magnetpolflächen der gegenüberliegenden Enden in
Umfangsrichtung jedes Permanentmagneten gekoppelt sind,
und daß zum Hin- und Herbewegen des Magnettragrohres
zwischen einer Bremsstellung, in welcher die am
weitesten außen liegenden Endflächen des Paares von
ferromagnetischen Teilen der innenliegenden Umfangsfläche der
Bremstrommel gegenüberliegen, und einer
Bremslösestellung, in welcher das Paar von ferromagnetischen Teilen
zur Außenseite der Bremstrommel hin zurückgezogen ist,
Betätigungselemente vorgesehen sind.
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Die vorliegende Erfindung sieht einen Aufbau vor, bei
welchem Magnete auf einem Magnettragrohr gelagert sind,
welches Magnetpole an den gegenüberliegenden Enden
aufweist, die in einer Umfangsrichtung ausgerichtet
sind, und bei welchem jedes ferromagnetische Teil
(Polstück, Magnetteil kann verwendet werden) ein
proximales bzw. nach innen zu liegendes Ende aufweist, das
mit einer der Magnetpolflächen des Magneten gekoppelt
ist, sowie ein am weitesten außen liegendes Ende, das
sich in Umfangsrichtung und in diametraler Richtung von
dem Magnetpolflächen des Magneten nach außen erstreckt.
Mit anderen Worten ist die proximale Fläche des
ferromagnetischen Teils mit einer Endfläche in
Umfangsrichtung des Magneten gekoppelt bzw. liegt dieser
gegenüber, und es steht die am weitesten außen liegende
Endfläche des ferromagnetischen Teils der inneren
Umfangsfläche der Bremstrommel gegenüber. Das
Magnettragrohr stützt sich dabei axial beweglich auf dem
Führungsrohr ab. Vorzugsweise wird die am weitesten
außen liegende Endfläche des ferromagnetischen Teils von
einem äußeren Rohrabschnitt eines äußerst dünnen
Führungsrohrs bedeckt, das aus einem nichtmagnetischen
Material gebildet ist oder sich durch den äußeren
Rohrabschnitt erstreckt und der inneren peripheren
Fläche der Bremstrommel direkt gegenüberliegt.
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Zu dem Zeitpunkt, zu dem gebremst wird und das
Magnettragrohr entlang des Führungsrohres von dem
Betätigungselement in die Bremstrommel gepreßt wird, steht die
am weitesten außen liegende Endfläche des
ferromagnetischen Teils der inneren Umfangsfläche der Bremstrommel
gegenüber. Wenn die umlaufende Bremstrommel den von den
Magneten des Magnettragrohres aus über die
ferromagnetischen Teile zur inneren Umfangswandung der Bremstrommel
hin gerichteten Magnetfluß kreuzt, wird in der
Brems
trommel infolge des Wirbelstroms die Bremskraft erzeugt.
Zu dem Zeitpunkt, zudem die Bremse gelöst ist und das
Magnettragrohr von dem Betätigungselement aus der
Bremstrommel herausgezogen ist, üben die Magnete keine Kraft
in Form eines Magnetflusses auf die Bremstrommel aus und
damit wird keine Bremskraft erzeugt.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
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Diese und weitere Aufgaben und Merkmale der Erfindung
ergeben sich noch deutlicher aus der nachstehenden
Beschreibung in Verbindung mit der beiliegenden
Zeichnung, in welcher:
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Fig. 1 eine geschnittene Vorderansicht eines
Wirbelstrom-Bremsgeräts gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist;
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Fig. 2 eine geschnittene Vorderansicht mit der
Darstellung der wichtigsten Teile des
Wirbelstrom-Bremsgeräts zeigt;
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Fig. 3 eine geschnittene Seitenansicht mit der
Darstellung des Bremszustands des Wirbelstrom-
Bremsgeräts ist;
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Fig. 4 eine geschnittene Seitenansicht mit der
Darstellung des Bremszustands des Wirbelstrom-
Bremsgeräts gemäß einem teilweise modifizierten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
zeigt;
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Fig. 5 eine geschnittene Seitenansicht mit der Dar
stellung des Bremszustands des Wirbelstrom-
Bremsgeräts gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist, und
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Fig. 6 eine geschnittene Vorderansicht mit der
Darstellung der wichtigsten Teile eines
Wirbelstrom-Bremsgeräts darstellt.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Bei dem Wirbelstrom-Bremsgerät ist eine Bremstrommel 13
mit einer Drehwelle 4 gekoppelt. Zu diesem Zweck ist ein
Befestigungsflansch 5 mit einem Keilnutenloch 5a in die
Abtriebsdrehwelle 4 eingepaßt, welche sich über ein
Lager 3 auf der Stirnwandung eines Getriebekastens 2
eines Schaltgetriebes abstützt und von dieser
Stirnwandung aus vorsteht, wobei sie mittels einer Mutter 6 so
befestigt ist, daß sie nicht herausrutschen kann. Die
Stirnwandung einer Bremstrommel 1 einer Parkbremse und
ein integral mit einem Rad 9 zum Abstützen der
Bremstrommel 13 des Wirbelstrom-Bremsgeräts ausgebildeter
Flanschabschnitt 9a sind auf den Befestigungsflansch 5
aufgesetzt und werden mit einer Vielzahl von
Schraubenbolzen 10 und Muttern 10a befestigt.
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Die Bremstrommel 13 ist aus einem Werkstoff hergestellt,
der eine hohe Durchlässigkeit bzw. Permeabilität
aufweist, zum Beispiel aus Eisen, während auf der äußeren
Umfangswandung eine Anzahl Kühlrippen vorgesehen ist,
die in gleichen Abständen in Umfangsrichtung angeordnet
sind. Wie nachstehend noch erläutert wird, ist das nach
innen zu bzw. proximale Ende der Bremstrommel 13 mit
einer Anzahl Stützarme (Speichen) 12 gekoppelt, die in
das Rad 9 eingesetzt sind und sich dabei von dem Rad 9
aus in radialer Richtung erstrecken. Koaxial ist im
Inneren der Bremstrommel 13 ein Führungsrohr 18 mit
einem hohlen Abschnitt 23 vorgesehen, der im Querschnitt
eine Kastenform aufweist. Das unbewegliche Führungsrohr
18, das aus einem nichtmagnetischen Werkstoff wie
beispielsweise Aluminium hergestellt ist, wird mit Hilfe
einer Vielzahl von Schraubenbolzen 32, 33 an einer
Rahmenplatte 31 sicher befestigt, die ihrerseits an
einer vorstehenden Wandung 2a eines Getriebekastens 2
befestigt ist. Das Führungsrohr 18 wird dadurch
gebildet, daß ringförmige Stirnwandplatten 18c, 18d mit
beiden Enden eines außenliegenden Rohrabschnitts 18a und
eines innenliegenden Rohrabschnitts 18b gekoppelt
werden. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
werden ein linker halber Abschnitt des außenliegenden
Rohrabschnitts 18a, die Stirnwandplatte 18c und der
innenliegende Rohrabschnitt 18b vorzugsweise integral
aus einem magnetischen Werkstoff in Form eines
Rohrkörpers mit C-förmigem Querschnitt gebildet, wohingegen ein
rechter halber Abschnitt des außenliegenden
Rohrabschnitts 18a und die Stirnwandplatte 18d integral aus
einem nichtmagnetischen Werkstoff in Form eines
Rohrkörpers mit L-förmigem Querschnitt integral gebildet
werden, wobei beide Abschnitte mittels einer Anzahl
Schraubenbolzen 14 verbunden werden.
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Ein Magnettragrohr 19, das aus einem nichtmagnetischen
Werkstoff gebildet ist, wird in einem hohlen Abschnitt
23 des Führungsrohres 18 untergebracht. Das
Magnettragrohr 19 stützt sich axial beweglich auf dem
innenliegenden Rohrabschnitt 18b ab, wohingegen eine Anzahl
Magnete 20 sich auf der äußeren Umfangswandung des
Führungsrohres 18 in Abständen abgestützt wird, die in
Umfangsrichtung gleich sind. Der blockartige Magnet 20
ist in eine periphere Öffnung in einer Form mit
rechteckigem Querschnitt eines Befestigungsteils 19 (Fig. 2)
eingesetzt und wird in diesem gelagert, welches integral
mit dem Magnetstützrohr 19 ausgebildet ist. Die Magnete
20 des Magnettragrohres 19 sind vorzugsweise so
angeordnet, daß die einander gegenüberliegenden Magnetpole
eines Paares von Magneten 20 in Umfangsrichtung gleich
polarisiert sind, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist.
Die nach innen zu liegenden Flächen 21a eines Paares
gebogener ferromagnetischer Teile (Polstücke) 21 liegen
den Magnetpolflächen der gegenüberliegenden Enden in
Umfangsrichtung des Magneten 20 gegenüber.
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Das ferromagnetische Teil 21 ist diametral nach außen
gebogen bzw. umgebogen und verläuft durch den
außenliegenden Rohrabschnitt 18a, und seine am weitesten außen
liegende Stirnfläche 21b liegt der inneren Umfangsfläche
13c der Bremstrommel 13 gegenüber. Beim Gießen des
rechten halben Abschnitts des außenliegenden
Rohrabschnitts 18a und der Stirnwandplatte 18d aus einem
nichtmagnetischen Werkstoff wie beispielsweise Aluminium
in Form eines Rohrkörpers mit L-förmigem Querschnitt
wird tatsächlich der am weitesten außen liegende
Endabschnitt des ferromagnetischen Teils 21 im Inneren des
außenliegenden Rohrabschnitts 18a gegossen. Der Magnet
20 und ein Paar ferromagnetischer Teile 21 weisen im
wesentlichen die Form eines Hufeisens auf. Die Magnete
20 stützen sich auf dem Magnettragrohr 19 ab, wohingegen
sich die ferromagnetischen Teile 21 in vorstehend
beschriebener Weise auf dem unbeweglichen außenliegenden
Rohrabschnitt 18a abstützen. Bei dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel weisen die ferromagnetischen Teile
21 (axiale Abmessung der Bremstrommel 13) eine Breite
auf, die gleich der Breite der Magnete 20 oder
geringfügig größer als diese ist.
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Gemäß Fig. 1 stützt sich in Abständen, die in
Umfangsrichtung gleich sind, eine Vielzahl von
Betätigungselementen 35 (Fig. 2) auf der Stirnwandplatte 18c
zusammen mit der Rahmenplatte 31 ab, welche eine
Verstärkungsrippe 31a aufweist. In dem Betätigungselement
35 ist ein Kolben 37 in einen Zylinder 36 so eingepaßt,
daß er ein Paar Druckkammern für den Flüssigkeitsdruck
definiert, während eine Stange 17, die von dem Kolben 37
aus über einen Schlitz in der Stirnwandplatte 18c zum
hohlen Abschnitt 23 vorsteht, mit dem Magnettragrohr 19
verbunden ist.
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Aus Fig. 1 und 3 ist ersichtlich, daß zu dem Zeitpunkt,
zu dem gebremst wird, das Magnettragrohr 19 in die
Bremstrommel 13 vorsteht und sich die Magnete 20
zwischen den nach innen zu gelegenen Flächen 21 eines
Paares von ferromagnetischen Teilen 21 befinden, die
sich auf dem außenliegenden Rohrabschnitt 18a befinden.
Wenn die sich drehende Bremstrommel 13 die von den
Magneten 20 ausgehenden Magnetflüsse kreuzt, welche über
die ferromagnetischen Teile 21 auf die innere
Umfangsfläche 13c der Bremstrommel 13 einwirken, werden in der
Bremstrommel 13 Wirbelströme erzeugt und wird in der
Bremstrommel 13 eine Bremskraft (ein Bremsdrehmoment)
aufgebaut. Zu diesem Zeitpunkt bildet sich in dem
Magneten 20, einem Paar ferromagnetischer Teile 21 und
in der Bremstrommel 13 ein Magnetkreis 40 aus, wie dies
in Fig. 3 dargestellt ist.
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Da das sich durch den außenliegenden Rohrabschnitt 18a
erstreckende ferromagnetische Teil 21 der inneren
Umfangsfläche 13c der Bremstrommel 13 direkt gegenüber
liegt, ist zu dem Zeitpunkt, zu dem gebremst wird, das
Austreten des Magnetflusses geringer, und man erhält
eine starke Bremskraft.
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Im Falle einer Anordnung, bei welcher die Enden, die
einem Paar einander in Umfangsrichtung benachbarter
Magnete 20 gegenüberliegen, unterschiedlich polarisiert
sind, kommt es zum Austreten eines Magnetflusses
zwischen den einander gegenüberliegenden Enden der Magnete
20, wobei die Bremstrommel 13 nicht erreicht wird (es
bildet sich ein magnetischer Kurzschlußkreis aus), so
daß die Bremskraft abgeschwächt werden kann. Da jedoch
bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die einander
gegenüberliegenden Enden eines Paares von Magneten 20
gleiche Polarisierung aufweisen, kommt es nicht zu dem
vorgenannten Nachteil, was vorzuziehen ist.
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Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bremse gelöst ist und das
Magnettragrohr 19 von den Betätigungselementen 35
entlang des Führungsrohres 18 aus der Bremstrommel 13
herausgezogen wird (Fig. 2 zeigt den Zustand, in dem das
Magnettragrohr 19 zur Hälfte herausgezogen ist), wirken
die Magnete 20 nicht mit einem Magnetfluß auf die
Bremstrommel 13 ein und wird in der Bremstrommel 13
keine Bremskraft erzeugt.
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Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von den in Fig. 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsbeispielen nur darin, daß die einander
gegenüberliegenden Enden eines Paares von einander in
Umfangsrichtung benachbarten Magneten 20 unterschiedlich
polarisiert sind, wohingegen es in anderen Einzelheiten
des Aufbaus ähnlich wie die Ausführungsbeispiele gemäß
Fig. 1 bis 3 ausgebildet ist. Bei diesem
Ausführungsbeispiel kann der gegenseitige Abstand der Magnete 20 in
Umfangsrichtung - genauer gesagt: der gegenseitige
Abstand der nahe den Enden liegenden und einander
gegenüberliegenden ferromagnetischen Teile 21 eines Paares
von einander benachbarten Magneten 20 - größer gemacht
werden, um so das Auftreten eines Austritts des
Magnetflusses zwischen den einander gegenüberliegenden Enden
der Magnete 20 zu unterdrücken, der zum Zeitpunkt der
Abbremsung die Bremstrommel 13 nicht erreicht.
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Bei dem in Fig. 5 und 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel definiert das Führungsrohr 18 einen hohlen
Abschnitt 23 mit einem Querschnitt in Form eines
Rechtecks, und zwar mittels Stirnwandplatten 18c, 18d, die
aus einem nichtmagnetischen Werkstoff gebildet sind,
einem innenliegenden Rohrabschnitt 18b, der aus einem
nichtmagnetischen Werkstoff besteht, einem linken halben
Jochrohr 28, das aus einem magnetischen Material
gebildet ist, und einem rechten halben außenliegenden
Rohrabschnitt 18a, der aus einem dünnen Edelstahlblech als
nichtmagnetischem Werkstoff hergestellt ist. Ein
Magnettragrohr 19, das aus einem nichtmagnetischen
Werkstoff besteht, stützt sich axial beweglich in dem hohlen
Abschnitt 23 des Führungsrohres 18 ab. Eine Anzahl von
Befestigungselementen 19a ist integral auf der äußeren
Umfangswandung des Magnettragrohres 19 in Abständen
gebildet, die in Umfangsrichtung gleich sind, wohingegen
in einer peripheren Öffnung in einer Form mit
rechteckigem Querschnitt jedes Befestigungselements 19a der
Magnet 20 eingepaßt und darin gelagert ist. Die nach
innen zu bzw. proximal liegenden Flächen 21a eines
Paares gebogener ferromagnetischer Teile 21 sind mit den
Magnetpolflächen der gegenüberliegenden Enden in
Umfangsrichtung jedes Magneten 20 gekoppelt. Das
ferromagnetische Teil 21 ist in Umfangsrichtung gebogen und
erstreckt sich anschließend von der Magnetpolfläche
eines Endes des Magneten 20 diametral nach außen. Die am
weitesten außen liegende Stirnfläche 21b des
ferromagnetischen Teils 21 ist so aufgebaut, daß sie der inneren
Umfangsfläche 13c der Bremstrommel durch den
außenlie
genden Rohrabschnitt 18a hindurch gegenüberliegt. Die
Magnete 20 und ein Paar ferromagnetischer Teile 21 sind
im wesentlichen in Form eines Hufeisens miteinander
kombiniert. Weitere Ausbildungen sind ähnlich wie bei
den in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispielen.
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Zu dem Zeitpunkt, zu dem abgebremst wird und das
Magnettragrohr 19 aus der in Fig. 5 dargestellten Position
nach rechts bewegt wird, und sich das Magnettragrohr 19
im Innenraum der Bremstrommel 13 befindet, und die sich
von dem Magneten 20 aus erstreckenden äußersten
Stirnflächen 21b der ferromagnetischen Teile 21 über die
ferromagnetischen Teile 21 gegenüber der inneren
Umfangsfläche 13c der Bremstrommel 13 liegen, bauen sich
in den Magneten 20, dem Paar ferromagnetischer Teile 21
und der Bremstrommel 13 Magnetkreise 40 auf, und es
werden in der Bremstrommel 13 Wirbelströme erzeugt und
es wird in der Bremstrommel 13 eine Bremskraft
aufgebaut.
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Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bremse gelöst wird und das
Magnettragrohr 19 aus der in Fig. 6 dargestellten
Position nach links bewegt wird, liegen die am weitesten
außen liegenden Stirnflächen 21b der ferromagnetischen
Teile 21 gegenüber der inneren Umfangsfläche des
Jochrohres 28 und es bauen sich in den Magneten 20, dem Paar
ferromagnetischer Teile 21 und in dem Jochrohr 28
magnetische Kurzschlußkreise auf. Der außenliegende
Rohrabschnitt 18a verhindert dabei, daß von außen Staub
und Schmutzwasser in den hohlen Abschnitt 23 eindringt,
und die Wandungsdicke dieses Abschnitts kann dabei so
dünn erhalten werden, daß die am weitesten außen
liegende Stirnfläche 21b der ferromagnetischen Teile 21
näher an die innere Umfangsfläche 13c der Bremstrommel
13 herangebracht wird, um so die Dichte des
Magnetflusses, der die Bremstrommel 13 von den Magneten 20 aus
über das ferromagnetische Teil 21 und den außenliegenden
Rohrabschnitt 18a erreicht, auf einen hohen Wert zu
bringen. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel kann
die Herstellung vereinfacht werden, da es nicht
erforderlich ist, das Ende der ferromagnetischen Teile 21 in
den außenliegenden Rohrabschnitt 18a des Führungsrohres
18 einzugießen.
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Es ist offensichtlich, daß im Rahmen der vorstehend
dargelegten Lehren viele Modifizierungen und
Abwandlungen bei der vorliegenden Erfindung möglich sind.
Deshalb kann die Erfindung selbstverständlich auch in
anderer Weise als hier im einzelnen beschrieben
praktisch umgesetzt werden.
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Wie vorstehend bereits ausgeführt, stützen sich die
blockartigen Magnete bei der vorliegenden Erfindung auf
dem Magnettragrohr mit den Magnetpolen auf den
gegenüberliegenden Enden ab, die in Umfangsrichtung
ausgerichtet sind, wobei das sich zunächst in Umfangsrichtung
erstreckende und dann von der Magnetpolfläche aus
diametral nach außen verlaufende ferromagnetische Teil ein
nach innen zu liegendes Ende besitzt, das mit der
Magnetpolfläche auf einem Ende des Magneten und einem am
weitesten außen und gegenüber der inneren Umfangsfläche
der Bremstrommel liegenden Ende gekoppelt ist oder
diesem gegenüberliegt. Die Form der Magnete ist hier
vereinfacht, wodurch die Herstellungskosten gesenkt
werden können.
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Die gegenüberliegenden Enden des mit der außenliegenden
Umfangswandung des Magnettragrohres gekoppelten
blockartigen Magneten befinden sich zwischen einem Paar
ferromagnetischer Teile, die mit dem unbeweglichen
Führungsrohr so gekoppelt sind, daß eine Kombination
entsteht, mittels welcher der von dem Magneten
ausgehende Magnetfluß über ein Paar gebogener
ferromagnetischer Teile in die Bremstrommel eingeleitet wird.
Aus diesem Grund ist das Austreten von Magnetflüssen
geringer und kann die Dichte des effektiv auf die
Bremstrommel einwirkenden Magnetflusses einen hohen Wert
erhalten, während sich die wirksamen Magnetkreise
relativ zur Bremstrommel ausbilden und man eine starke
Bremskraft erhält.
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Der am weitesten außen liegende Endabschnitt des
ferromagnetischen Teils wird von dem außenliegenden
Rohrabschnitt eines äußerst dünnen Führungsrohres bedeckt, das
aus einem nichtmagnetischen Werkstoff hergestellt ist,
oder der am weitesten außen liegende Endabschnitt des
ferromagnetischen Teils wird durch den außenliegenden
Rohrabschnitt geführt und stützt sich auf diesem ab und
wird so näher an die innere Umfangsfläche der
Bremstrommel herangebracht. Aus diesem Grund kann die Dichte
der Magnetflüsse, die von den Magneten ausgehen und über
die ferromagnetischen Teile auf die Bremstrommel
einwirken, auf einen hohen Wert gebracht werden.
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Da das Magnettragrohr zum Abstützen der blockartigen
Magnete aus einem nichtmagnetischen Werkstoff
hergestellt sein kann, wird der Zusammenbau des
Magnettragrohres und der Magnete vereinfacht und es erhält das
Magnettragrohr ein geringes Gewicht. Aus diesem Grund
kann die Kapazität des Betätigungselements zum Antreiben
des Magnettragrohres verringert werden.
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Da die Magnete, deren Magnetpole sich auf den peripheren
Enden befinden, verwendet werden, fließen die von den
Magneten ausgehenden Magnetflüsse nicht, wie bei dem
herkömmlichen Gerät, zu dem Magnettragrohr, sondern sie
werden wirksam in die Bremstrommel eingeleitet. Es
bildet sich der Magnetkreis wie folgt aus: Magnet -
ferromagnetisches Teil - Bremstrommel - ferromagnetisches
Teil - Magnet. Deshalb ist im Unterschied zu dem
herkömmlichen Gerät das Magnettragrohr nicht erforderlich,
der Aufbau ist einfach und es wird möglich, das Gewicht
gering zu halten.
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Mit den peripheren Enden der Magnete wird ein Paar
ferromagnetischer Teile verbunden. Bei dieser
Konstruktion sind, sofern das Volumen und die Anzahl der
Magnete gleich bleiben, die der inneren Umfangsfläche
der Bremstrommel gegenüberliegenden ferromagnetischen
Teile (Magnetpole) in doppelter Anzahl vorhanden,
wodurch es möglich wird, die Bremskraft zu erhöhen. Wenn
umgekehrt die gleiche Bremsleistung wie bei dem
herkömmlichen Gerät aufgebracht werden soll, kann die
Anzahl der Magnete im wesentlichen auf die Hälfte
verringert werden, wodurch die Herstellungskosten
gesenkt werden.
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Wenn außerdem die einander gegenüberliegenden Enden
eines Paares von Magneten gleich polarisiert sind, läßt
sich der Austritt eines Magnetflusses zwischen den
Magneten verringern, wobei es somit möglich wird, eine
stärkere Bremskraft zu erzielen.
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2 Getriebekasten
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2a vorstehende Wandung
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3 Lager
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4 Drehwelle Fläche
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5 Befestigungsflansch
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5a Keilnutenloch liegende Stirnfläche
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6 Mutter
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7 Bremstrommel 28 Jochrohr
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9 Rad 31 Rahmenplatte
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9a Flanschabschnitt
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10 Schraubenbolzen
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10a Mutter
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12 Stützarm
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13 Bremstrommel
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13a Kühlrippe
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13c innenliegende Umfangsfläche
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14 Schraubenbolzen
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17 Stange
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18 Führungsrohr
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18a außenliegender Rohrabschnitt
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18b innenliegender Rohrabschnitt
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18c Stirnwandplatte
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18d Stirnwandplatte
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19 Magnettragrohr
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19a Befestigungselement
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20 Dauermagnet
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21 ferromagnetisches Teil
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21a nach innen zu liegende
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21b am weitesten außen
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23 hohler Abschnitt
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31a Verstärkungsrippe
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32 Schraubenbolzen
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33 Schraubenbolzen
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35 Betätigungselement
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36 Zylinder
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37 Kolben
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40 Magnetkreis