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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeug-
Fahrradträger oder -halter.
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Spezieller betrifft die Erfindung eine Fahrradhaltevorrichtung,
die angepasst ist, um sie auf einem Kraftfahrzeug oder Fahrzeug
zu montieren, und zwar von derjenigen Art, die ein
Fußgestellelement, eine horizontale sich nach oben zu öffnende
Rinne zur Aufnahme der Räder eines Fahrrads und ein
Stützelement oder einen Arm umfasst, der gewöhnlich schwenkbar
am Fußgestellelement angebracht und angepasst ist, um das
Fahrrad in aufrechter Lage zu halten.
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Fahrradträger dieser Art sind bekannt und werden gewöhnlich
benutzt, um Fahrzeuge auf dem Dach eines Automobils zu
transportieren. Die horizontale sich öffnende Rinne, die im
Allgemeinen an am Fahrzeugdach angebrachten Querstangen
befestigt ist, wird von einem Stück gebogenem und lackiertem
Metallblech oder von einem U-förmigen Aluminiumprofil gebildet.
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Auf der anderen Seite wird das Stützelement von zwei hohlen
Rohren gebildet, die mit einem Ende schwenkbar an einem quer
verlaufenden, als Einheit mit der Rinne ausgebildeten Element
befestigt sind und dessen andere Enden sich aneinander annähern
und an ihrer Verbindungsstelle mit einer Klammer zum Ergreifen
des schrägen Rohrs des Fahrradrahmens versehen sind. Das
Stützelement ist schwenkbar mit dem Fuß verbunden und kann,
wenn es sich nicht im Gebrauch befindet, in eine horizontale
Lage abgesenkt werden, oder unter einem gewünschten Winkel
angehoben werden, zur Anpassung - in einem gewissen Maß - an
Fahrräder verschiedener Größen.
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Diese Vorrichtungen sind dazu bestimmt, das vordere schräge
Rohr des Fahrradrahmes zu ergreifen oder festzuklemmen, d. h.
das Rohr, das die Pedalnabe mit dem Lenkergabelkopf verbindet.
Dieses von zwei konvergierenden Rohren gebildete Stützelement
ist ein ordentlicher Kompromiss zwischen einfacher Herstellung
und Seitenstabilität. Nichtsdestotrotz kann ein solches
Stützelement nicht den inneren Rahmen erreichen, um andere
Rohre festzuklemmen, zum Beispiel das den Sitz tragende
vertikale Rohr oder das horizontale Rohr des Rahmens.
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Moderne Fahrräder, insbesondere die sogenannten Mountainbikes
und professionelle Rennräder, verwenden spezielle Rahmen, die
aus Aluminiumlegierungen oder Verbundmaterialien hergestellt
sind, bei denen das vordere schräge Rohr größer als die
herkömmlichen Rahmenrohre ist und eine Querschnittsform
aufweist, die im Wesentlichen rechteckig oder jedenfalls nicht
kreisförmig ist. Es ist daher ersichtlich, dass ein Mehrzweck-
Fahrradträger, wie oben veranschaulicht, ein Fahrrad dieser Art
nicht richtig festklemmen kann. Es ist daher notwendig, die
Fahrradträger so abzuwandeln, dass sie zu verschiedenen
Rahmenmodellen passen, womit mehrere Fahrradträger- oder
Fahrradhaltermodelle hergestellt und verkauft werden. Eine
solche Lösung ist nichtsdestotrotz ziemlich teuer, sowohl für
den Hersteller, der viele verschiedene Modelle entwerfen, bauen
und auf Lager halten muss, als auch für den Benutzer, der
gezwungen ist, die Fahrradstützvorrichtung auszutauschen, wenn
er das Modell des Fahrrads wechselt.
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Die DE 88 13 795 U offenbart einen Fahrradträger gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 mit einem Stützelement, das
einen Kopf aufweist, um mit dem Fahrradrahmen in Eingriff zu
treten und diesen in einer aufrechten Lage zu halten, welcher
Kopf in Bezug zum Stützelement um eine Achse drehbar ist, die
im Wesentlichen senkrecht zur Achse einer zur Aufnahme der
Räder eines Fahrrads bestimmten horizontalen Rinne ist. Der
Kopf ist mit einem Band zum Sichern des Fahrradrahmens am
Träger ausgestattet. Der drehbare Kopf und das Sicherungsband
erlauben es dem Träger, Rahmenrohre mit unterschiedlichen
Schrägneigungen und unterschiedlichen Formen festzuklemmen.
Jedoch bringt es die Anbringung des Sicherungsbandes auf dem
drehbaren Kopf mit sich, dass sich, wenn der Kopf gedreht wird,
das Band in einer Position befinden könnte, wo es vom Benutzer
nicht erreicht werden kann oder nur mit Schwierigkeiten
erreicht werden kann.
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Die FR 2 645 221 A, US 5 385 280 A, US 5 227 346 A, US 4 875
608 A, US 4 702 401 A und die US 3 901 421 A offenbaren
Fahrradträger für Kraftfahrzeuge, bei denen die
Fahrradrahmeneingriffseinrichtungen ein Paar Backen umfassen.
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Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen
Mehrzweckfahrradträger für Kraftfahrzeuge bereitzustellen, der
imstande ist, die meisten der existierenden Fahrradrahmen
richtig festzuklemmen, und bei dem die Einrichtungen zum
Befestigen des Fahrrads am Träger für den Benutzer immer leicht
zugänglich sind.
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Dieses Ziel wird durch einen Kraftfahrzeugfahrradträger
erreicht, umfassend ein Stützelement, das mit einer drehbaren
oder verstellbaren Backenanordnung versehen ist, wobei die
Backen Rahmeneingriffsflächen aufweisen, die zur Drehachse der
Anordnung allgemein senkrecht sind, und die Einrichtungen zum
Befestigen des Fahrradrahmens an der besagten Anordnung
angeordnet sind, um die Backen festzuziehen und zu lösen,
während ihr Drehung verhindert wird, und mit einer die
Drehachse der Backenanordnung bildenden Spindel verbunden sind,
wodurch sie in Bezug zum Fahrradrahmen und zum Stützelement in
einer selben Lage bleiben, welches auch immer die
Winkelstellung der Backen ist.
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Diese und andere Ziele werden durch einen erfindungsgemäßen
Fahrradträger erreicht, wie in den beigefügten Patentansprüchen
beansprucht.
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Der erfindungsgemäße Fahrradträger für Kraftfahrzeuge kann in
vorteilhafter Weise mit nahezu sämtlichen der Fahrradmodelle
verwendet werden, da er ein beliebiges der Rahmenrohre
ergreifen kann.
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Die obigen und andere Ziele der Erfindung werden aus der
nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
derselben besser verständlich, unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen, in denen:
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Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Fahrradträger für
Kraftfahrzeuge mit einem daran befestigten Fahrrad zeigt;
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Fig. 2 eine Einzelheit des Fahrradträgers aus Fig. 1 zeigt;
und
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Fig. 3 eine Einzelheit einer anderen Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Fahrradträgers zeigt.
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Bezug nehmend auf Fig. 1, umfasst ein erfindungsgemäßer
Fahrradträger ein Fußgestellelement oder Fußrahmenteil 32, 34,
eine horizontale (sich nach oben zu öffnende) Rinne zur
Aufnahme der Räder 24, 26 eines in der Figur schematisch
dargestellten Fahrrads, sowie ein Stützelement oder einen Arm
4, der bei 8 schwenkbar am Fußelement angebracht und mit einer
Backenanordnung 14 versehen ist, wie zum Beispiel einem Paar
Backen, die angepasst sind, um den Rahmen 16 des Fahrrads zu
ergreifen und in aufrechter Lage zu halten. Der Fahrradrahmen
16 umfasst ein (im Wesentlichen) vertikales Rohr 18, ein
horizontales oder oberes Rohr 22 und ein schräges oder vorderes
nach unten laufendes Rohr 20.
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Die Rinne 2 ist mittels bekannter Befestigungseinrichtungen mit
zwei Querstangen oder Querträgern 32, 34 verbunden, die das
Fußgestellelement bilden und am Dach eines Fahrzeugs angebracht
werden. Ein horizontales Plattenelement 6, das als Einheit mit
der Rinne 2 ausgebildet und an der Querstange 32 befestigt ist,
bildet ein Schwenklager (bei 8) für das Stützelement 4, während
es gleichzeitig dem Träger eine beträchtliche Seitenstabilität
verleiht. Die Räder 24 und 26 sind an der Rinne 2 mit Hilfe von
Riemen oder ähnlichen Vorrichtungen von bekannter Art
befestigt, die in den Figuren nicht dargestellt worden sind.
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Das Stützelement oder der Arm 4 umfasst einen unteren Teil, der
von zwei Rohren 4' gebildet wird, sowie einen oberen
Einzelrohrteil 4", der an seinem fernen Ende mit einem System
zum Befestigen des Fahrradrahmens versehen ist, das eine
Klammer 14 umfasst, die von einem Paar zusammenwirkender Backen
gebildet wird. Die freien Enden der zwei Rohre 4', die den
unteren Teil bilden, sind bei 8 schwenkbar mit dem Element 6
verbunden, und die Rohre verlaufen über ein erstes Stück
parallel zueinander. Eines der Rohre ist umgebogen, so dass es
das andere Rohr erreicht, mit dem es verschweißt ist, während
das andere Rohr im Wesentlichen geradlinig ist und hinter der
Schweißstelle den Einzelrohrteil 4" bildet.
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Am anderen Ende des Einzelrohrteils 4" ist ein kurzes
Rohrstück 12 angeschweißt, das sich senkrecht zu dem Teil 4"
erstreckt und einem Ende das Fahrradrahmenbefestigungssystem
trägt, das ein Paar Backen 14 und einen Knopf 10 zum Festziehen
und Lösen der Backen umfasst. An dem kurzen Rohr 12 ist eine
Drehspindel angebracht, deren eines Ende mit den Backen 14
verbunden ist, während das andere ein Gewinde aufweist und den
Knopf 10 trägt.
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Die Backenanordnung 14 ist so an der Drehspindel angebracht,
dass sie um eine Achse gedreht werden kann, die zu der Achse
der horizontalen Rinne 2 im Wesentlichen senkrecht ist. Diese
Drehung, zusammen mit der Schwenkbewegung des Stützelements 4,
das um eine zu der Rinne 2 senkrechte Achse drehbar ist,
ermöglicht es, dass die Klemmvorrichtung 14 jegliches Rohr des
Fahrradrahmens erreicht und ergreift, so dass der Träger an
verschiedene Modelle und Größen des Fahrrads angepasst wird,
wie zum Beispiel das vertikale Rohr 18, das horizontale Rohr 22
oder das schräge Rohr-20, wobei dieses letztere eine beliebige
Neigung hat und entweder gerade oder gekrümmt ist, wie es bei
einigen Fahrrädern der Fall ist, die gestaltet sind, um von
Frauen benutzt zu werden sind.
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Fig. 2 zeigt das Rahmenbefestigungssystem des Fahrradträgers
aus Fig. 1 mit mehr Einzelheiten, das zum Festklemmen des (im
Wesentlichen) vertikalen Rohrs 18 eines Fahrradrahmens dient.
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Eine Schraubenfeder 30, die zur Drehspindel koaxial und
zwischen die zwei Backen 14' und 14" eingesetzt ist, welche
die Backenanordnung bilden, hält die Backen in einer
ordnungsgemäßen Abstandsbeziehung, wenn der Knopf 10 gedreht
wird, während gleichzeitig ihr Verdrehen verhindert oder
begrenzt wird. Das Verdrehen der Backenanordnung kann weiter
behindert werden, indem man - auf den Kuppplungsoberflächen
zwischen dem Rohr 12 und der benachbarten Backe 14" -
zusammenwirkende Vorsprünge vorsieht, die in Bezug zur mittigen
Drehspindel radial angeordnet sind. Es ist so möglich, eine
gleichmäßig reibschlüssige Drehbewegung der Backenanordnung
oder eine schrittweise Drehbewegung derselben zu erzielen.
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Der Knopf 10 ist vorgesehen, um die Backen 14' und 14" zu
lösen und festzuziehen, und spannt das Rohr 18 ein, wenn er im
Uhrzeigersinn gedreht wird, während er das Verdrehen der Backen
verhindert. Auf diese Weise wird das Fahrrad nur durch das
Drehen des Knopfs am Fahrradträger befestigt.
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Die Backen 14' und 14" sind aus Metall, und ihre inneren
Teile, die das Rahmenrohr berühren, sind mit einem Gummi- oder
Kunststoffüberzug versehen, um zu verhindern, dass das Rohr
zerkratzt wird oder anderweitig der Anstrich oder sogar das
ergriffene Rohr beschädigt wird.
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Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform klemmen die
Backen den Fuß des vertikalen Rohrs 18 fest, der den Sitz oder
Sattel mit der Pedalnabe verbindet, und zwar in der Nähe der
Nabe 32. Diese Stelle ist besonders bequem und vorteilhaft,
weil bei den meisten Rahmenkonstruktionen ein vertikales Rohr
18 vorhanden ist, sowohl bei Modellen für Männer und Frauen,
und weil eine tiefer liegende Klemmposition außerdem das
Aufladen und das Abladen vom Dach des Fahrzeugs leichter macht.
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In einer ähnlichen Weise kann nach einer passenden Drehung das
Paar Backen 14 so verstellt werden, dass es das schräge Rohr 20
oder das horizontale obere Rohr 22 ergreift, entsprechend dem
Fahrradmodell oder der Fahrradgröße.
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Der Knopf 10 kann mit einem Schloss 28 ausgestattet sein, das
eine unerwünschte Betätigung der Klemmvorrichtung verhindert,
nachdem der Schlüssel entfernt worden ist.
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Fig. 3 zeigt eine Einzelheit einer anderen Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fahrradträgers. Spezieller ist bei
dieser Ausführungsform der Knopf 10 auf derselben Seite wie die
Backen 14 angeordnet, womit es leichter gemacht wird, den Knopf
von der entgegengesetzten Seite des Fahrzeugs aus zu drehen.
Wenn zwei oder mehr Träger auf dem Dach eines selben Fahrzeugs
angebracht werden sollen, kann es in der Tat von Vorteil sein,
einen "rechten" Träger zur Montage auf einer Seite des Dachs
und einen "linken" Träger zur Montage auf der entgegengesetzten
Seite des Dachs vorzusehen. Unter dem technischen Gesichtspunkt
sieht das in Fig. 3 dargestellte Klemmsystem dieselben
Komponenten vor, wie das in Fig. 2 dargestellte Klemmsystem.
Der Knopf 10 ist an einem mit einem Gewinde versehenen
Stirnende der Drehspindel angebracht, die am entgegengesetzten
Ende innerhalb des Rohrs 12 befestigt ist.
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Ein Klammersystem, wie oben offenbart und in Fig. 2 oder in
Fig. 3 dargestellt, kann auch zusammen mit einem Einzelrohr-
Stützelement verwendet werden, d. h. einem Element, das von
einem einzigen L-förmigen Rohr gebildet wird, das einen
schwenkbar mit der horizontalen Rinne 2 verbundenen kurzen Arm
aufweist. Jedoch erfordert diese Ausführungsform Rohre mit
größeren Durchmessern und ein stärkeres horizontales
Plattenelement 6, um eine entsprechende Tragfähigkeit zu
gewährleisten.