DE69900719T2 - Verfahren zum Vermehren von Campanula - Google Patents
Verfahren zum Vermehren von CampanulaInfo
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- DE69900719T2 DE69900719T2 DE1999600719 DE69900719T DE69900719T2 DE 69900719 T2 DE69900719 T2 DE 69900719T2 DE 1999600719 DE1999600719 DE 1999600719 DE 69900719 T DE69900719 T DE 69900719T DE 69900719 T2 DE69900719 T2 DE 69900719T2
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01H—NEW PLANTS OR NON-TRANSGENIC PROCESSES FOR OBTAINING THEM; PLANT REPRODUCTION BY TISSUE CULTURE TECHNIQUES
- A01H3/00—Processes for modifying phenotypes, e.g. symbiosis with bacteria
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- Environmental Sciences (AREA)
- Cultivation Of Plants (AREA)
- Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur industriellen Vermehrung von Campanula, wobei Stecklinge von einer anderen Campanula-Pflanze verwendet werden und das Verfahren dem im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Typ entspricht.
- Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden Verfahren der vorstehend bezeichneten Art so durchgeführt, dass ein einzelner Steckling in ein mit einem Wachstumssubstrat gefülltes Behältnis gepflanzt wurde. In einer ersten Stufe wurde das Behältnis mit dem frisch gepflanzten Steckling dann in ein Gewächshaus gestellt, bis die Pflanze stark genug war, um zur weiteren Entwicklung nach draußen gestellt zu werden. Man ließ die Pflanzen wachsen, bis sie fast vollreif waren, das heißt, bis zu einer zum Verkauf geeigneten Größe, und stellte sie dann zu einer abschließenden Wachstumsstufe vor dem Verkauf wieder in das Gewächshaus.
- Eines der Probleme, auf die das herkömmliche Verfahren stößt, ist, dass die gesamte Wachstumsperiode sehr lang ist, da die Pflanzen sich draußen langsam entwickeln. Daher war es schwierig, schnell auf Marktänderungen zu reagieren. Außerdem nehmen die Pflanzen, wenn sie außerhalb des Gewächshauses stehen, Pilze auf, deren vollständige Beseitigung nahezu unmöglich ist.
- Vor dem Hintergrund des Vorstehenden ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs bezeichneten Art mit beträchtlich vorteilhafteren Eigenschaften als bei den Verfahren gemäß dem Stand der Technik bereitzustellen. Diese Aufgabe wird gelöst, indem in der Weise verfahren wird, wie im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegeben. Wenn in dieser Weise verfahren wird, werden mindestens zwei Stecklinge, über die Oberfläche des Substrats verteilt, in das Behältnis gepflanzt und vermindern die Produktionszeit der Kultur. Dies macht eine reine Gewächshausproduktion wirtschaftlich. Außerdem haben die Pflanzen mehr Stiele, auf denen sie stehen, was sie stabiler macht. Durch die Vermeidung einer Außenperiode wird das Pilzproblem vermieden.
- Im folgenden ausführlichen Abschnitt der vorliegenden Beschreibung wird die Erfindung im Hinblick auf beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung näher erläutert, die in den Zeichnungen gezeigt werden, wobei
- Abb. 1 einen Verkaufstopf zeigt, in dem die Stecklinge nach dem herkömmlichen Verfahren angeordnet sind,
- Abb. 2 einen Mehrfächer-Pflanztrog zeigt und
- Abb. 3 einen Verkaufstopf zeigt, in dem die Pflanzen entsprechend der vorliegenden Erfindung angeordnet sind.
- Abb. 1 zeigt eine entwickelte Pflanze in einem Verkaufstopf 2, wenn sie durch Pflanzen eines einzelnen Stecklings in einen Topf nach dem Verfahren gemäß dem Stand der Technik gewachsen ist. Der einzelne Steckling 1 wurde in den Verkaufstopf gepflanzt, und nach einer bestimmten Zeit im Gewächshaus, das heißt, relativ kurz, um aus ökonomischer Sicht akzeptabel zu sein, hat sich die Pflanze nicht zu einer Stufe entwickelt, in der sie verkaufsfähig ist, wie aus Abb. 1 ersichtlich ist.
- Beim erfindungsgemäßen Verfahren können die Stecklinge 1 eine Wurzelbildungs- und Wachstumsphase in einem Mehrfächer-Pflanztrog im Gewächshaus durchlaufen, wie in Abb. 2 gezeigt wird. Der Mehrfächer-Pflanztrog 3 enthält eine Vielzahl von relativ kleinen Fächern 4. Der für die Stecklinge 1 in einem Fach 4 verfügbare Platz zum Wurzelschlagen und Wachsen ist daher begrenzt. Der Pflanztrog wurde nach bestimmten Standards gestaltet, um den Umtopf-Vorgang mit einer automatischen Umtopf-Ausrüstung (hier nicht dargestellt) zu ermöglichen.
- Nach der Anfangsphase im Mehrfächer-Pflanztrog 3 werden die gekeimten Stecklinge 1 in einen Verkaufstopf 2 umgepflanzt. Die gekeimten Stecklinge 1 werden in Gruppen von mindestens zwei Pflanzen in einen Verkaufstopf 2 umgepflanzt. Man lässt die zwei oder mehr Pflanzen im Gewächshaus zu einer reifen Pflanze wachsen (hier nicht dargestellt). Wie aus Abb. 3 ersichtlich ist, erreicht die Gruppe der Pflanzen eine Größe und ein Aussehen, das nach einer relativ kurzen Zeit im Gewächshaus für den Verkauf geeignet ist.
- Alternativ können die Stecklinge 1 in Gruppen von zwei oder mehr direkt in das Wachstumssubstrat des Verkaufstopfes 2 gepflanzt werden, ohne dass ein Mehrfächer- Pflanztrog 3 verwendet wird.
- Allgemein hat sich erwiesen, dass Gruppen mit zwei bis sechs Stecklingen 1 oder gekeimten Stecklingen 1, als Gruppe in den Verkaufstopf gepflanzt, das beste Ergebnis liefern.
- Für Campanula der Art "Blue Wonder" enthält die Gruppe zwei bis drei Stecklingen 1 oder gekeimten Stecklingen 1, um das beste Ergebnis liefern. Für Campanula der Art "Elizabeth Oliver" enthält die Gruppe zwei bis fünf Stecklingen 1 oder gekeimten Stecklingen 1, um das beste Ergebnis liefern.
- Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die Pflanzen bei den Campanula-Arten, die eine solche Behandlung erfordern, während ihrer Entwicklung zu einer reifen Pflanze im Gewächshaus einer Kühlperiode ausgesetzt, bevorzugt jede Nacht. Typischerweise erfordern Campanula-Arten, die von einem natürlichen Standort mit kalten Nächten stammen, eine derartige Behandlung zur optimalen Entwicklung.
- Die Verkaufstöpfe werden mit dem Wachstumssubstrat gefüllt, das am besten zu den Gegebenheiten und der Campanula-Art passt. Geeignete Wachstumssubstrate sind beispielsweise Torf, Erde, Kompost, zerkleinerte Mineralwolle, Perlit, Vermiculit oder Rinde.
- Die für die Vermehrung verwendeten Stecklinge können durch Entnahme von einer besonderen Mutterpflanze oder durch Entnahme von Verkaufspflanzen zur Verfügung gestellt werden.
- Das vorliegende Verfahren zum Vermehren von Campanula ist in Kombination mit einer halbautomatischen oder automatischen Ausrüstung (hier nicht dargestellt) besonders nützlich, um die durch das Verfahren gekennzeichneten Schritte durchzuführen. Diese Ausrüstung wird beispielsweise verwendet zum Einfüllen des Wachstumssubstrats in den Pflanztrog 3 oder den Topf 2 und zum Bohren von Löchern, die die Pflanzen oder Stecklinge aufnehmen. Eine derartige Ausrüstung ist an sich im Fachgebiet allgemein bekannt und wird daher hier nicht ausführlich beschrieben.
- 1 Steckling oder gekeimter Steckling
- 2 Behältnis oder Verkaufstopf
- 3 Mehrfächer-Pflanztrog
- 4 Fach
- 6 Substrat
Claims (9)
1. Verfahren zur Vermehrung von Campanula, umfassend die Schritte:
- ein Gewächshaus zur Verfügung zu stellen,
- Stecklinge (1) von einer Campanula-Pflanze bereitzustellen,
- ein Behältnis (2), zum Beispiel einen Topf, mit einem Wachstumssubstrat (6)
bereitzustellen,
- die Stecklinge (1) in das Wachstumssubstrat im Behältnis (2) in Gruppen von mindestens
zwei Stecklingen (1) zu pflanzen, so dass die Stecklinge (1) einzeln über die Oberfläche
des Wachstumssubstrats (6) verteilt sind,
- die Behältnisse (2) mit den frisch gepflanzten Stecklingen (1) in das Gewächshaus zu
stellen, und
- die Gruppen der Stecklinge (I) im Gewächshaus keimen und zu einer reifen Pflanze
wachsen zu lassen.
2. Verfahren zur Vermehrung von Campanula, umfassend die Schritte:
- ein Gewächshaus zur Verfügung zu stellen,
- Stecklinge (1) von einer Campanula-Pflanze bereitzustellen,
- einen mit einem Wachstumssubstrat gefüllten Pflanztrog (3) mit einer Vielzahl von
Fächern (4) bereitzustellen,
- einen Steckling (1) in jedes der Fächer (4) zu pflanzen,
- die Pflanztröge (3) mit den frisch gepflanzten Stecklingen (1) in das Gewächshaus zu
stellen, und
- den Stecklingen (1) eine Keimung und anfängliche Wachstumsphase in den Fächern (4) zu
ermöglichen,
- ein Behältnis (2), zum Beispiel einen Topf, mit einem Wachstumssubstrat (6)
bereitzustellen,
- die gekeimten Stecklinge (1) in das Wachstumssubstrat im Behältnis (2) in Gruppen von
mindestens zwei gekeimten Stecklingen (1) zu pflanzen, so dass die gekeimten Stecklinge
(1) einzeln über die Oberfläche des Wachstumssubstrats (6) verteilt sind,
- die Gruppen der gekeimten Stecklinge (1) im Gewächshaus zu einer reifen Pflanze
wachsen zu lassen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gruppe zwei bis
sechs Stecklinge (1) oder gekeimte Stecklinge (1) umfasst.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass für Campanula der Art "Blue
Wonder" die Gruppe zwei bis drei Stecklinge oder gekeimte Stecklinge (1) umfasst.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass für Campanula der Art
"Elizabeth Oliver" die Gruppe zwei bis fünf Stecklinge oder gekeimte Stecklinge (1)
umfasst.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stecklinge
(1) während ihrer Entwicklung zu einer reifen Pflanze im Gewächshaus einer Kühlperiode
ausgesetzt werden, bevorzugt jede Nacht.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis
(2) ein Verkaufstopf ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das
Wachstumssubstrat (6) Torf, Kompost, Erde, zerkleinerte Mineralwolle, Perlit, Vermiculit,
Rinde oder Gemische davon ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder
mehrere der Verfahrensschritte, insbesondere der Pflanzschritt, mit einer automatischen
Ausrüstung ausgeführt werden.
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|---|---|---|---|
| DE1999600719 Expired - Fee Related DE69900719T2 (de) | 1999-06-24 | 1999-06-24 | Verfahren zum Vermehren von Campanula |
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