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DE69900654T2 - Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer hitzebeständigen Legierung auf Nickelbasis - Google Patents

Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer hitzebeständigen Legierung auf Nickelbasis

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Publication number
DE69900654T2
DE69900654T2 DE69900654T DE69900654T DE69900654T2 DE 69900654 T2 DE69900654 T2 DE 69900654T2 DE 69900654 T DE69900654 T DE 69900654T DE 69900654 T DE69900654 T DE 69900654T DE 69900654 T2 DE69900654 T2 DE 69900654T2
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DE
Germany
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alloy
heat
hours
temperature
subjected
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE69900654T
Other languages
English (en)
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DE69900654D1 (de
Inventor
Yoshinao Hibaru
Takayuki Imazu
Hisataka Kawai
Ikuo Okada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mitsubishi Heavy Industries Ltd
Original Assignee
Mitsubishi Heavy Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mitsubishi Heavy Industries Ltd filed Critical Mitsubishi Heavy Industries Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE69900654D1 publication Critical patent/DE69900654D1/de
Publication of DE69900654T2 publication Critical patent/DE69900654T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23PMETAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
    • B23P6/00Restoring or reconditioning objects
    • B23P6/002Repairing turbine components, e.g. moving or stationary blades, rotors
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/10Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of nickel or cobalt or alloys based thereon

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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis, deren Eigenschaften, wie Festigkeit und Dehnbarkeit, durch die Verwendung bei hoher Temperatur beeinträchtigt wurden.
  • Beschreibung des Standes der Technik
  • Eine wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die eine γ'-intermetallische Verbindung von Ni&sub3; (Al, Ta, Ti) als Hauptbestandteil enthält und auch eine Festigungsfunktion in Feststofflösung durch Ausscheidungshärtung der zweiten Phase, sowie Mo, W oder dergleichen hat, wurde für ein Hochtemperaturteil, wie z. B. eine bewegte Schaufel einer Gasturbine und eines Strahltriebwerks, verwendet. Hier ist die zweite Phase eine Phase, die eine intermetallische Verbindung, Carbid und dergleichen enthält. Die vorgenannten wärmebeständigen Legierungen auf Ni-Basis umfassen eine wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die in der vorläufigen japanischen Patentveröffentlichung Nr. 6-57359 (Nr. 57359/1994) beschrieben ist (nachfolgend als Legierung A bezeichnet), und eine wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die unter der Handelsbezeichnung Inconel 738 (nachfolgend als Legierung B bezeichnet) kommerziell erhältlich ist. Die Zusammensetzungen dieser Legierungen A und B sind in Tabelle 1 angegeben. Tabelle 1: Chemische Zusammensetzung von Material, das einer Behandlung zur Wiederherstellung von Eigenschaften gemäß der vorliegenden Erfindung unterzogen wurde (Gew.-%)
  • Bei dieser Art wärmebeständiger Legierung auf Ni-Basis wird die zweite Phase (intermetallische Verbindung, Carbid usw.) vergröbert, oder es erfolgt eine Diffusion und Kondensation von Verunreinigungselementen durch Wärmeeinwirkung, die durch die Langzeitbenutzung bei einer hohen Temperatur bedingt ist, und bei der die Festigkeit und Dehnbarkeit verringert werden. Daher wird das Teil, bei dem eine solche Legierung verwendet wird, unbrauchbar und muß wegen der Bildung von Rissen schließlich verschrottet werden. Zudem sind diese wärmebeständigen Legierungen auf Ni- Basis im allgemeinen sehr teuer.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die zuvor erwähnte Situation des Standes der Technik gemacht, und es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften bereitzustellen, das auf ein Hochtemperaturteil, wie z. B. ein Schaufelelement, welches wegen der Verschlechterung von Eigenschaften, wie Festigkeit und Dehnbarkeit, die durch die langfristige Benutzung bei hoher Temperatur bedingt ist, verschrottet werden muß, angewandt werden kann, um dessen Eigenschaften wie vor der Benutzung wiederherzustellen, seine Wiederverwendung zu ermöglichen und zur effektiven Nutzung von Ressourcen und zur Umweltschonung beizutragen.
  • Um die obigen Probleme zu lösen, studierten die Erfinder ernsthaft ein Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis, deren Eigenschaften durch die Langzeitbenutzung bei hoher Temperatur beeinträchtigt wurden. Dabei wurde festgestellt, daß die Eigenschaften mittels Durchführung einer zweistufigen Lösungsbehandlung der Legierung mit den verschlechterten Eigenschaften bei einer vorbestimmten Temperatur und einer anschließenden Alterungsbehandlung derselben wiederhergestellt werden können, und die vorliegende Erfindung wurde vervollständigt.
  • Eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis, bei dem eine wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die in Gewichtsprozent enthält: 13,1-15% Cr, 8,5-10,5% Co, 1-3,5% Mo, 3,5-4,5% W, 3-5,5% Ta, 3,5-4,5% Al, 2,2-3,2% Ti, 0,06-0,12% C, 0,025% oder weniger B, 0,01-0,05% Zr, 1-100 ppm Mg und/oder Ca und 0-1,5% Hf, wobei der Rest aus Ni und unvermeidbaren Verunreinigungen besteht, und deren Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung beeinträchtigt wurden, in einer ersten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1175 bis 1225ºC gehalten und dann ofengekühlt wird, anschließend in einer zweiten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1115 bis 1165ºC gehalten und dann luftgekühlt wird, und ferner einer Alterungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 22 bis 26 Stunden bei einer Temperatur von 810 bis 860ºC gehalten wird.
  • Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ist ein Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis, bei dem eine wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die in Gewichtsprozent enthält: 15,7-16,3% Cr, 8-9% Co, 1,5-2% Mo, 2,4- 2,8% W, 1,5-2% Ta, 3,2-3,7% Al, 3,2-3,7% Ti, 0,09-0,13% C, 0,007-0,012% B, 0,03-0,08% Zr, 0,6- 1,1% Nb, 0,05% oder weniger Fe, 0,02% oder weniger Mn, 0,3% oder weniger Si und 0,015% oder weniger S (wobei Al + Ti: 6,5-7,2%), wobei der Rest aus Ni und unvermeidbaren Verunreinigungen besteht, und deren Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung beeinträchtigt wurden, in einer ersten. Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1175 bis 1225ºC gehalten und dann ofengekühlt wird, anschließend in einer zweiten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1115 bis 1165ºC gehalten und dann luftgekühlt wird, und ferner einer Alterungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 22 bis 26 Stunden bei einer Temperatur von 810 bis 860ºC gehalten wird.
  • Mit der Durchführung der Wärmebehandlung gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung können die Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis, deren Eigenschaften, wie Festigkeit und Dehnbarkeit, sich durch die zweite Phase verschlechtert haben, die durch Wärmeeinwirkung vergröbert wurde, in dem Zustand vor der Wärmeeinwirkung zurückerhalten werden.
  • Zudem ermöglicht die vorliegende Erfindung die Wiederverwendung eines Teils, der üblicherweise verschrottet werden mußte, und kann zur Einsparung und effektiven Nutzung teuerer Metallteile und ferner zur Umweltschonung beitragen.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 ist eine Mikroaufnahme mit 5000-facher Vergrößerung, die eine Mikrostruktur einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis (Versuchsmaterial Nr. 7) zeigt, die einer Behandlung zur Wiederherstellung von Eigenschaften gemäß der vorliegenden Erfindung unterzogen wurde, nachdem sich ihre Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung verschlechtert haben;
  • Fig. 2 ist eine Mikroaufnahme mit 5000-facher Vergrößerung, die eine Mikrostruktur einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis (Versuchsmaterial Nr. 1), bevor sie einer Wärmeeinwirkung unterzogen wurde, zeigt;
  • Fig. 3 ist eine Mikroaufnahme mit 5000-facher Vergrößerung, die eine Mikrostruktur einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis (Versuchsmaterial. Nr. 2), nachdem sie einer Wärmeeinwirkung unterzogen wurde, zeigt;
  • Fig. 4 ist eine Mikroaufnahme mit 5000-facher Vergrößerung, die eine Mikrostruktur einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis (Versuchsmaterial Nr. 3) zeigt, die einer vorbestimmten Wärmebehandlung unterzogen wird, nachdem sich ihre Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung verschlechtert haben;
  • Fig. 5 ist eine Mikroaufnahme mit 5000-facher Vergrößerung, die eine Mikrostruktur einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis (Versuchsmaterial Nr. 4) zeigt, die einer vorbestimmten Wärmebehandlung unterzogen wird, nachdem sich ihre Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung verschlechtert haben, und
  • Fig. 6 ist eine Mikroaufnahme mit 5000-facher Vergrößerung, die eine Mikrostruktur einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis (Versuchsmaterial Nr. 5) zeigt, die einer vorbestimmten Wärmebehandlung unterzogen wird, nachdem sich ihre Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung verschlechtert haben.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Die wärmebeständigen Legierungen auf Ni-Basis, deren Eigenschaften sich durch Wärmeeinwirkung verschlechtert haben und die einer erfindungsgemäßen Behandlung zur Wiederherstellung von Eigenschaften unterzogen werden, sind die wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die in der vorläufigen japanischen Patentveröffentlichung Nr. 6-57359 (Nr. 57359/1994) beschrieben ist (Legierung A), und die wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die unter der Handelsbezeichnung Inconel 738 (Legierung B) kommerziell erhältlich ist. Ihre Zusammensetzungen liegen im Bereich der chemischen Bestandteile, die in der zuvor erwähnten Tabelle 1 angegeben sind. Die allgemeinen Wärmebehandlungsbedingungen bei der Herstellung sind die folgenden: Nachdem die Legierung zwei Stunden bei 1120ºC gehalten wurde, wird sie auf Raumtemperatur luftgekühlt. Danach wird sie während 24 Stunden bei 850ºC gehalten und dann auf Raumtemperatur luftgekühlt (nachfolgend als 1120ºC · 2 h/Luftkühlung + 850ºC · 24 h/Luftkühlung bezeichnet).
  • Wenn diese wärmebeständigen Legierungen auf Ni-Basis über einen langen Zeitraum in einem Temperaturbereich von 700 bis 1000ºC erwärmt werden, was eine normale Betriebstemperatur für Hochtemperaturteile ist, für die diese Legierungen verwendet werden, wächst und vergröbert sich die zweite Phase (einschließlich intermetallischer Verbindung und Carbid), die an den Korngrenzen und in den Körnern abgelagert wird, so daß Festigkeit und Dehnbarkeit verringert werden, was dazu führt, daß das Teil auch wegen Rißbildung verschrottet werden muß. Daher wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren in einer ersten Stufe eine Lösungsbehandlung angewandt, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1175 bis 1225ºC gehalten und dann ofengekühlt wird. Die Legierung wird dann in einer zweiten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen, bei der sie während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1115 bis 1165ºC gehalten und dann luftgekühlt wird. Schließlich wird die Legierung einer Alterungsbehandlung unterzogen, bei der sie während 22 bis 26 Stunden bei einer Temperatur von 810 bis 860ºC gehalten wird. Mit der Durchführung einer Wärmebehandlung gemäß der vorliegenden Erfindung können die Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni-Basis, deren Eigenschaften, wie Festigkeit und Dehnbarkeit, sich dadurch verschlechtert haben, daß sich die zweite Phase durch Wärmeeinwirkung vergröbert hat, wieder in den Zustand vor Einsetzen der Wärmeeinwirkung zurückversetzt werden, d. h. zu den Eigenschaften des unbenutzten (nicht erwärmten) Materials.
  • Wie für den Fachmann auf dem Gebiet der Wärmebehandlung ohne weiteres ersichtlich ist, hängt die Haltezeit der Erwärmungstemperatur von der Größe des Teils und der Situation des Ofens ab. Wenn die Haltezeit jedoch 1 Stunde oder weniger beträgt, werden die Elemente nicht ausreichend diffundiert, so daß die Wiederherstellung der Eigenschaften unzureichend ist. Wird die Haltezeit auf 5 Stunden oder länger erhöht, zeigt die Wiederherstellung einen Sättigungszustand. Daher beträgt die geeignete Haltezeit unter Berücksichtigung der Kosten 1 bis 5 Stunden.
  • Andererseits sind die Lösungsbehandlung der zweiten Stufe und die Alterungsbehandlung Verfahren zur erneuten Ablagerung der zweiten Phase. Abhängig von der Kombination der Temperatur und der Haltezeit wird die zweite Phase grob oder fein, so daß eine Festigkeit und Dehnbarkeit, die denen des unbenutzten (nicht erwärmten) Materials entsprechen, nicht erreicht werden können. Aus diesem Grund ist es notwendig, eine geeignete Menge der zweiten Phase mit einer geeigneten Größe abzulagern, um eine Festigkeit und Dehnbarkeit zu erreichen, die denen des unbenutzten (nicht erwärmten) Materials gleich sind. Zu diesem Zweck müssen die Lösungsbehandlung der zweiten Stufe und die Alterungsbehandlung unter geeigneten Bedingungen durchgeführt werden. Daher beträgt eine geeignete Temperatur für die Lösungsbehandlung der zweiten Stufe 1140 ±25ºC (1115 bis 1165ºC) und eine geeignete Temperatur für die Alterungsbehandlung 835 ±25ºC (810 bis 860ºC), wie dies anhand der bisherigen Erfahrung üblich ist. Eine geeignete Haltezeit beträgt 1 bis 5 Stunden für die Lösungsbehandlung der zweiten Stufe und 24 ±2 Stunden (22 bis 26 Stunden) für die Alterungsbehandlung.
  • Als nächstes wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Bezugnahme auf diese Ausführungsform noch näher beschrieben.
  • (Beispiele)
  • Als Versuchsmaterialien wurden Rundstäbe (Durchmesser: 15 mm, Länge: 90 mm) aus Legierung A und aus Legierung B mit den in Tabelle 2 angegebenen chemischen Zusammensetzungen eingesetzt. Wie in Tabelle 3 gezeigt, wurden die Materialien (Versuchsmaterialien Nr. 2 und 9), deren Eigenschaften sich durch Erwärmen bei 900ºC während 10.000 Stunden verschlechtert hatten, der Lösungsbehandlung der ersten Stufe oder der Lösungsbehandlung der zweiten Stufe und dann der Alterungsbehandlung unterzogen. Es wurden fünf Arten wiedererwärmter Materialien (Versuchsmaterialien Nr. 3 bis 7) für die Legierung A und zwei Arten durch Wiedererwärmen behandelter Materialien (Versuchsmaterialien Nr. 10 und 11) für die Legierung B hergestellt. Die Haltezeit für die Lösungsbehandlung war konstant und betrug 2 Stunden, und nur die Erwärmungstemperatur für die Lösungsbehandlung der ersten Stufe wurde als Versuchsparameter verwendet. Die Alterungsbehandlung wurde unter denselben Bedingungen, d. h. 850ºC und 24 Stunden, durchgeführt.
  • Mit den durch Wiedererwärmen behandelten Materialien (Versuchsmaterialien Nr. 3 bis 7, 10 und 11), nicht erwärmten Materialien (Versuchsmaterialien Nr. 1 und 8) und langzeiterwärmten Materialien (Versuchsmaterialien Nr. 2 und 9), die während 10.000 Stunden bei 900ºC erwärmt wurden, wurden Mikrostruktur-, Härte-, Zug- und Kriechbruchversuche durchgeführt. Tabelle 3 zeigt zusammenfassend die Einteilung der verwendeten Versuchsmaterialien, die Bedingungen der Wiedererwärmungsbehandlung und dergleichen. Zudem sind die Versuchsergebnisse in den Fig. 1 bis 6 und den Tabellen 4 bis 7 gezeigt. Tabelle 2: Chemische Zusammensetzung des im Beispiel verwendeten Versuchsmaterials (Gew.-%) Tabelle 3: Hergestelltes Versuchsmaterial
  • (1) Versuch mit Legierung A
  • Wie in Tabelle 4 gezeigt ist, betrugen bei dem nicht erwärmten Material (Versuchsmaterial Nr. 1) der Legierung A die Härte HV 420 und die Zugfestigkeit und Dehnung bei Raumtemperatur 114,3 kg/mm² bzw. 7,1%. Als dieses Material einem Langzeiterwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden (Versuchsmaterial Nr. 2) unterzogen wurde, verringerten sich die Härte auf HV 362 sowie die Zugfestigkeit und Dehnung bei Raumtemperatur auf 83,5 kg/mm² bzw. 2, 2%. Ebenso verringerten sich die 0,2%-Dehngrenze und auch die Einschnürung bei Raumtemperatur sowie die 0,2% Dehngrenze, Zugfestigkeit, Dehnung und Einschnürung bei 650ºC im Vergleich zu denen des nicht erwärmten Materials.
  • Wie in Tabelle 5 gezeigt ist, betrugen bei dem nicht erwärmten Material (Versuchsmaterial Nr. 1) unter der Kriechversuchsbedingung von 850ºC · 30 kg/mm² die Kriechbruchzeit 838 Stunden und die Kriechbruchdehnung 5,8%. Als dieses Material einem Langzeiterwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden (Versuchsmaterial Nr. 2) unterzogen wurde, verringerten sich die Kriechbruchzeit auf 417 Stunden und die Kriechbruchdehnung auf 2,0%. Ebenso verringerten sich die Einschnürung unter der Kriechversuchsbedingung von 850ºC · 30 kg/mm², die Kriechbruchzeit und die Kriechbruchdehnung, sowie die Einschnürung unter der Kriechversuchsbedingung von 900ºC · 20,5 kg/mm² im Vergleich zu denen des nicht erwärmten Materials.
  • Die Fig. 2 und 3 sind Mikroaufnahmen mit 5000-facher Vergrößerung, welche die Mikrostrukturen von Versuchsmaterialien zeigen. Fig. 2 zeigt die Mikrostruktur von nicht erwärmtem Material (Versuchsmaterial Nr. 1) und Fig. 3 zeigt die Mikrostruktur desselben Materials, das einem Erwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden unterzogen wurde (Versuchsmaterial Nr. 2). Wie sich Fig. 3 (Versuchsmaterial Nr. 2) entnehmen läßt, ist die zweite Phase im Vergleich zu der in Fig. 2 (Versuchsmaterial Nr. 1) gezeigten durch Erwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden vergröbert. Wie ebenfalls aus Fig. 3 hervorgeht, ist die zweite Phase nicht nur gröber als die in Fig. 2 gezeigte zweite Phase, sondern weist auch eine rundere Form auf. Wie sich den in Tabelle 4 angegebenen mechanischen Eigenschaften entnehmen läßt, sind die Eigenschaften des Versuchsmaterials Nr. 2, das der in Fig. 3 gezeigten Mikrostruktur entspricht, im Vergleich zu dem nicht erwärmten Versuchsmaterial Nr. 1, das der in Fig. 2 gezeigten Mikrostruktur entspricht, stark verringert. Das Versuchsmaterial Nr. 2 wurde der zweistufigen Lösungsbehandlung und dem Altern der vorliegenden Erfindung (Versuchsmaterial Nr. 7) unterzogen, das eine wie in Fig. 1 gezeigte Mikrostruktur erzeugt und dabei die in den Tabellen 4 und 5 angegebenen Eigenschaften vollständig wiederherstellt.
  • Das Versuchsmaterial Nr. 2 wurde der Lösungsbehandlung der ersten Stufe unterzogen, bei der das Material während 2 Stunden bei einer Temperatur von 1120ºC, 1150ºC und 1200ºC gehalten und dann luftgekühlt wird, und wurde anschließend der Alterungsbehandlung unterzogen, bei der das Material während 24 Stunden bei einer Temperatur von 850ºC gehalten und dann luftgekühlt wird (Versuchsmaterialien Nr. 3, 4 und 5). Die Mikroaufnahmen dieser Materialien mit 5000-facher Vergrößerung sind in den Fig. 4 bis 6 gezeigt, und die Härte- und Zugversuchsergebnisse davon sind in Tabelle 4 angegeben.
  • Bei der in Fig. 4 gezeigten Mikrostruktur ist die zweite Phase, in der die Teilchen vergröbert sind, in Fig. 3 kaum homogenisiert, und die zweite Phase mit einem Durchmesser von 0,05 um oder kleiner wird wieder ein wenig abgelagert. Bei der in Fig. 5 gezeigten Mikrostruktur ist nahezu die Hälfte der zweiten Phasen, in denen die Teilchen vergröbert sind, homogenisiert, und die zweite Phase mit einem Durchmesser von 0,08 um oder kleiner wird in relativ großen Mengen neu abgelagert. Bei der in Fig. 6 gezeigten Mikrostruktur sind alle zweiten Phasen, in denen die Teilchen vergröbert sind, homogenisiert, und nur die zweite Phase mit einem Durchmesser von 0,1 um oder kleiner wird in großen Mengen erneut abgelagert. Die Dehnbarkeit (Dehnung) der Versuchsmaterialien Nr. 3, 4 und 5 mit diesen Mikrostrukturen beträgt 3,5%, 2,9% bzw. 2,7%, wobei die Dehnbarkeit nicht bis zum Wert des nicht erwärmten Materials, d. h. 7,1%, wiederhergestellt wird.
  • Aus den Fig. 4 bis 6 und aus Tabelle 4 ist ersichtlich, daß die Härte und Zugfestigkeit des Materials, das der Lösungsbehandlung der ersten Stufe bei einer Temperatur von 1120ºC, 1150ºC und 1200ºC unterzogen wird, bis zu Werten größer oder gleich denen des nicht erwärmten Materials wiederhergestellt werden, die Mikrostruktur und die Dehnbarkeit (Dehnung und Einschnürung) aber nicht wiederhergestellt sind.
  • So wurde das einem Erwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden unterzogene Material (Versuchsmaterial Nr. 2) einer zweistufigen Lösungsbehandlung bei 1200ºC · 2h/Ofenkühlung + 1120ºC · 2 h/Luftkühlung unterzogen (nachdem es während 2 Stunden bei 1200ºC gehalten wurde, wird das Material auf Raumtemperatur ofengekühlt und dann auf 1120ºC wiedererwärmt und während 2 Stunden gehalten, anschließend auf Raumtemperatur luftgekühlt), wobei es sich um ein Behandlungsverfahren der vorliegenden Erfindung handelt, und dann der Alterungsbehandlung bei 850ºC · 24 h/Luftkühlung unterzogen. Die Mikroaufnahme dieses behandelten Materials (Versuchsmaterial Nr. 7) mit 5000-facher Vergrößerung ist in Fig. 1 gezeigt, wobei dessen Härte- und Zugversuchsergebnisse in Tabelle 4 und dessen Kriechbruchsversuchsergebnisse in Tabelle 5 gezeigt sind. Aus diesen Figuren und Tabellen geht hervor, daß beim Durchführen der Wärmebehandlung bei 1200ºC · 2 h/Ofenkühlung + 1120ºC · 2 h/Luftkühlung + 850ºC · 24 h/Luftkühlung an der Legierung A, deren Eigenschaften, wie Festigkeit und Dehnbarkeit, sich durch Langzeiterwärmen bei einer hohen Temperatur oder den Langzeiteinsatz bei einer hohen Temperatur verschlechtert haben, die gesamte Mikrostruktur, die mechanischen Eigenschaften und Kriechbrucheigenschaften auf Werte größer oder gleich denen des nicht erwärmten Materials (Versuchsmaterial Nr. 1) zurückgebracht werden.
  • Das Versuchsmaterial Nr. 6 in Tabelle 3 wird, wie Nr. 7, bei dem es sich um das Material der vorliegenden Erfindung handelt, einer zweistufigen Lösungsbehandlung und einer Alterungsbehandlung unterzogen, so daß der Wiederherstellungsgrad höher als bei den Materialien ist, die einer einstufigen Lösungsbehandlung ausgesetzt werden, wie dies in den Tabellen 4 und 5 angegeben ist. Da die Temperatur bei der Lösungsbehandlung der ersten Stufe jedoch nur 1150ºC beträgt, ist die Wiederherstellung der Dehnbarkeit noch immer unzureichend.
  • (2) Versuch mit Legierung B
  • Wie in Tabelle 6 gezeigt, betrugen bei dem nicht erwärmten Material (Versuchsmaterial Nr. 8) der Legierung B die Härte HV384 und die Zugfestigkeit und Dehnung bei Raumtemperatur 87,2 kg/mm² bzw. 7,8%. Als dieses Material einem Langzeiterwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden (Versuchsmaterial Nr. 9) ausgesetzt wurde, verringerten sich die Härte auf HV325 und die Zugfestigkeit und Dehnung bei Raumtemperatur auf 81,5 kg/mm² bzw. 1,7%. Zudem verringerten sich auch die 0,2% Dehngrenze und die Einschnürung bei Raumtemperatur sowie die 0,2% Dehngrenze, Zugfestigkeit, Dehnung und Einschnürung bei 650ºC im Vergleich zu denen des nicht erwärmten Materials.
  • Wie in Tabelle 7 gezeigt, betrugen bei dem nicht erwärmten Material (Versuchsmaterial Nr. 8) unter der Kriechversuchsbedingung von 760ºC · 50,5 kg/mm² die Kriechbruchzeit 183 Stunden und die Kriechbruchdehnung 7,6%. Als dieses Material einem Langzeiterwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden (Versuchsmaterial Nr. 9) ausgesetzt wurde, verringerten sich die Kriechbruchzeit auf 96 Stunden und die Kriechbruchdehnung auf 3,1%. Zudem verringerten sich ebenfalls die Einschnürung unter der Kriechversuchsbedingung von 760ºC · 50,5 kg/mm², sowie die Kriechbruchzeit, Kriechbruchdehnung und Einschnürung unter der Kriechversuchsbedingung von 980ºC · 11,5 kg/mm² im Vergleich zu denen des nicht erwärmten Materials.
  • Das erwärmte Material (Versuchsmaterial Nr. 9), das einem Erwärmen bei 900ºC · 10.000 Stunden unterzogen wurde und dessen Festigkeit und Dehnbarkeit sich wie oben beschrieben verringerten, wurde wie im Falle der Legierung A einer zweistufigen Lösungsbehandlung und einer Alterungsbehandlung unterzogen, um das Versuchsmaterial Nr. 11 herzustellen. Mit diesem Testmaterial Nr. 11 wurden ein Härteversuch, ein Zugversuch und ein Kriechbruchversuch durchgeführt. Die Versuchsergebnisse sind in den Tabellen 6 und 7 angegeben. Aus diesen Tabellen ist ersichtlich, daß mit der Durchführung einer Wärmebehandlung bei 1200ºC · 2 h/Ofenkühlung + 1120ºC · 2 h/Luftkühlung + 850ºC · 24 h/Luftkühlung an der Legierung B, deren Eigenschaften, wie Festigkeit und Dehnbarkeit, durch die Langzeiterwärmung bei einer hohen Temperatur oder die Langzeitverwendung bei einer hohen Temperatur beeinträchtigt sind, wie im Falle der Legierung A, die mechanischen Eigenschaften und die Kriechbrucheigenschaften bis zu Werten größer oder gleich denen des nicht erwärmten Materials (Versuchsmaterial Nr. 8) wiederhergestellt werden.
  • Das Versuchsmaterial Nr. 10 in Tabelle 3 wird, wie Nr. 11, bei dem es sich um das Material der vorliegenden Erfindung handelt, einer zweistufigen Lösungsbehandlung unterzogen. Wie in den Tabellen 6 und 7 gezeigt, ist die Wiederherstellung der Dehnbarkeit noch immer unzureichend, da die Temperatur der Lösungsbehandlung der ersten Stufe nur 1150ºC beträgt. Tabelle 4: Ergebnisse der Härte- und Zugversuche mit Legierung A Tabelle 5: Ergebnisse des Kriechbruchversuchs mit Legierung A Tabelle 6: Ergebnisse der Härte- und Zugversuche mit Legierung B Tabelle 7: Ergebnisse des Kriechbruchversuchs mit Legierung B

Claims (2)

1. Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni- Basis, bei dem eine wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die in Gewichtsprozent 13,1-15% Cr, 8,5-10,5% Co, 1-3,5% Mo, 3,5-4,5% W, 3-5,5% Ta, 3,5-4,5% Al, 2,2-3,2% Ti, 0,06-0,12% C, 0,025% oder weniger B, 0,01-0,05% Zr, 1-100 ppm Mg und/oder Ca, und 0-1,5% Hf enthält, wobei der Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen aufweist, und deren Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung beeinträchtigt wurden, in einer ersten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1175 bis 1225ºC gehalten und dann ofengekühlt wird, anschließend in einer zweiten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1115 bis 1165ºC gehalten und dann luftgekühlt wird, und ferner einer Alterungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 22 bis 26 Stunden bei einer Temperatur von 810 bis 860ºC gehalten wird.
2. Verfahren zur Wiederherstellung von Eigenschaften einer wärmebeständigen Legierung auf Ni- Basis, bei dem eine wärmebeständige Legierung auf Ni-Basis, die in Gewichtsprozent 15,7- 16,3% Cr, 8-9% Co, 1,5-2% Mo, 2,4-2,8% W, 1,5-2% Ta, 3,2-3,7% Al, 3,2-3,7% Ti, 0,09-0,13% C, 0,007-0,012% B, 0,03-0,08% Zr, 0,6-1,1% Nb, 0,05% oder weniger Fe, 0,02% oder weniger Mn, 0,3% oder weniger Si und 0,015% oder weniger S (wobei Al + Ti: 6,5-7,2% beträgt) enthält, wobei der Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen aufweist, und deren Eigenschaften durch Wärmeeinwirkung beeinträchtigt wurden, in einer ersten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1175 bis 1225ºC gehalten und dann ofengekühlt wird, anschließend in einer zweiten Stufe einer Lösungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 1 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 1115 bis 1165ºC gehalten und dann luftgekühlt wird, und ferner einer Alterungsbehandlung unterzogen wird, bei der die Legierung während 22 bis 26 Stunden bei einer Temperatur von 810 bis 860ºC gehalten wird.
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