DE1921359B2 - Verfahren zur Erhöhung der Duktilität bei hohen Temperaturen von Gußlegierungen auf Nickelbasis - Google Patents
Verfahren zur Erhöhung der Duktilität bei hohen Temperaturen von Gußlegierungen auf NickelbasisInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erhöhung der Duktilität im Bereich von 704 bis 871°C
von Gußlegierungen auf Nickelbasis, die aus einer Charge mit nicht mehr als 5% Rücklaufschrott
erschmolzen werden, bei denen die /-Phase als Grundphase in der kristallinen Matrix vorliegt und die
zur Verwendung unter Beanspruchung bei Temperaturen bis zu 10380C geeignet sind.
Es ist eine Anzahl von Legierungen auf Nickelbasis von ausreichender Festigkeit zur Verwendung bei
Temperaturen im Bereich von 926° C bis 1067° C bereits
bekannt Diese Legierungen wurden für die Verwendung in Heißstufen-Gasturbinen vorgeschlagen und
sind dieser Anwendung angepaßt worden. In den früheren Jahren standen Legierungen auf der Grundlage
von Nickel, die Chrom, Kobalt, Molybdän, Wolfram, Niob, Tantalum, Aluminium, Titan, Kohlenstoff, Zirkon
und Bor enthielten, im Mittelpunkt der Entwicklung von Legierungen auf diesem Gebiet. Im allgemeinen umfaßt
die Morphologie solcher Legierungen ein Gruridgefüge
mit bestimmten in der Masse von jedem Kristall und an den Kristallgrenzen dispergierten Phasen. Bei den
kürzlich entwickelten Legierungen auf der Grundlage von Nickel zur Anwendung bei extrem hohen
Temperaturen besteht die, Grundphase des kristallinen Grundgefüges aus einer /-Phase, die wahrscheinlich im
wesentlichen aus NijAl besteht, wobei Nickel teilweise
durch Kobalt, Chrom, Eisen usw. und Aluminium teilweise durch Titan, Niob und anderen Elementen
ersetzt werden kann. Hauptsächlich unter den innergranularen und Konegrenzphasen gibt es verschiedene
Formeln von Carbidphasen, allgemein definiert durch die Formeln MC, M2SC6 und M6C. Als allgemeine Regel
kann gesagt werden, daß die Carbidphase zur Verstärkung der Legierung beiträgt, ohne daß sie an
einem Verlust der Duktilität wesentlich beteiligt ist, wenn die Kohlenstoffphasen verhältnismäßig kleine
Teilchen bilden und allgemein im ganzen Grundgefüge der Legierungskristalle verteilt sind. Ebenso ist es eine
allgemeine Regel, daß die Carbide in beträchtlichem Maße zu einer ungünstigen Beeinflussung, wie z. B.
Verlust der Duktilität, neigen, wenn die Carbidphasen in den Gebieten der Korngrenzen bevorzugt abgeschieden
sind Dieses Merkmal ist nicht auf Carbidphasen beschränkt Im allgemeinen kann gesagt werden, daß bei
hohen Temperaturen die Korngrenzen die schwachen Teile jeder bestimmten Legierung darstellen und
Phasen, die vorzugsweise in Gebieten der Korngrenzen abgeschieden sind, zu einem Verlust der Duktilität
beitragen.
Im allgemeinen nimmt mit zunehmender Stärke der Legierungen (gewöhnlich durch Erhöhung der Zusatzelemente)
die Duktilität ab. Die Metallurgen haben es gelernt, einen Kompromiß zwischen Stärke und
Duktilität zu akzeptieren. Die nachfolgend angegebenen und besonders beschriebenen Legierungen stellen
handelsmäßig annehmbare Kompromisse zwischen Stärke und Duktilität dar. Die hier beschriebenen
Legierungen stellen jedoch keine einfachen Kompromisse in dem Sinne dar, daß für eine gegebene Festigkeit
bei einer gegebenen Temperatur, mit einer verhältnismäßig gleichmäßigen Änderung an Duktilität gerechnet
werden muß. Es ist bereits seit langem bekannt, daß die meisten Legierungen auf Nickelbasis Festigkeitseigenschäften
in ausreichendem Maße aufweisen, daß die Legierungen bei Temperaturen von etwa 926°C und
höher verwendet werden können, daß sie aber — wie es gewöhnlich ausgedrückt wird — eine Duktilitätsmulde
bei etwas niedrigerer Temperatur, gewöhnlich etwa um 760° C, aufweisen. Wenn man die Zugdehnung gegen die
Temperatur graphisch aufträgt, zeigt die übliche Kurve nur eine geringe Veränderung zwischen Zimmertemperatur
bis etwa 7O4°C. Zwischen 7040C und etwa 871°C
zeigt die Kurve für die Duktilität ein Minimum, und
dieses Minimum hat gewöhnlich einen Wert, der unter dem für die bei Zimmertemperatur gemessenen
prozentualen Dehnung liegt Einer der Kompromisse, die die Metallurgen gezwungenermaßen schließen
mußten, war eine Legierung, die sogar am tiefsten Punkt der Duktüitätsmulde eine technisch annehmbare Dehnung
erreicht
In jüngster Zeit wurde eine sehr überraschende Erscheinung bei einer bestimmten Hochtemperatur-Legieruug,
insbesondere in Bezug auf die Duktilität bei 760°C gefunden. In üblicher Weise wurde diese spezielle
Legierung auf der Grundlage von Versuchsergebnissen, die unter Verwendung normaler auf Größe gegossener
Prüflinge erhalten wurden, ausgewählt und entwickelt Nach der Untersuchung mit den normalen, technisch
üblichen Prüfungsverfahren zeigten diese auf Größe gegossenen Proben alle Anzeichen einer technisch
annehmbaren Duktilität im Bereich von etwa 760° C. Wenn jedoch Turbinenmetallteile, wie z. B. Turbinenschaufeln,
in herkömmlicher Weise einem Formguß unterworfen werden, zeigten die erhaltenen Gußteile
oft eine Duktilität bei etwa 760° C, die schlechter als gewünscht war.
Weitere Untersuchungen der von Metallteilen abgetrennten Proben ergaben, daß ein Masseneffekt auftritt,
der sich nachteilig auf die Duktilität in dem kritischen Bereich bei etwa 760°C auswirkt Es wurde nämlich
gefunden, daß Proben, die vom eigentlichen auf Größe gegossenen Teil abgetrennt wurden, sehr oft viel
niedrigere Werte der prozentualen Dehnung und der prozentualen Querschnittsverminderung beim Zug- und
Kriech versuch bei 760° C ergaben, als jene Werte, die bei Versuchen ähnlicher auf Größe gegossener Dehnungs-
und Kriechproben erhalten wurden. Vom praktischen Standpunkt aus gesehen, ist es die Aufgabe
eines Metallurgen, ein Metallteil herzustellen, welches gute technische Eigenschaften aufweist. Die Tatsache,
daß die Eigenschaften, die bei normalen, auf Größe gegossenen Proben gemessen wurden, nicht für die
Eigenschaften der eigentlichen Metallteile repräsentativ sind, ist ein unerfreuliches und schwieriges Problem, zu
dem noch das Problem kommt, das durch das Vorhandensein der bekannten Duktüitätsmulde bei
etwa 7600C verursacht ist.
In der FR PS 12 27 686 wird beschrieben, daß, wenn
gewisse Nickellegierungen so vergossen werden, daß die Formen schlecht gespeist werden, was insbesondere
bei dem Vergießen von hochwarmfesten Legierungen der FaI! sein kann, die Gußstücke porös werden und die
Festigkeit der Legierung herabgesetzt wird. Dieses Problem wurde nur bei schlecht gespeisten Gußstücken
wahrgenommen. Gemäß der französischen Patentschrift soll durch Zusatz von Zirkonium in Mengen von
0,2 bis 1 % und insbesondere 0,5% zu den Legierungen der Verlust an Festigkeit aufgehoben und die Porosität
beseitigt werden. Es handelt sich dabei um Nickel-Chrom-Kobalt-Legierungen mit einem Gehalt von 11
bis 15% Chrom, 5 bis 15% Kobalt, 5 bis 10% Wolfram, 3
bis 6% Aluminium, 1,5 bis 5% Titan, 0,05 bis 0,20% Kohlenstoff, 0,003 bis 0,08% Bor und 0,2 bis 1,0%,
vorzugsweise 0,5%, Zirkonium. Das Zirkonium kann durch Hafnium ganz oder teilweise gemäß der
Gleichung 1.0%>Zr + Hf/2>0,2% ersetzt werden. Bei
Versuchen wurde gemäß der französischen Pateniischrift festgestellt, daß e:n Zusatz von 5% Zirkonium die
Duktilität selbst bei gut gespeisten Gußstücken aus der Legierung herabsetzt, so daß derartige Legierungen für
die Herstellung hochwarmfester Gußstücke, die eine angemessene Kriechdehnung unter Last haben, ungeeignet
ist.
Die britische Patentschrift 9 43141 betrifft ein
Verfahren zur Wärmebehandlung von Nickel-Knetlegierungen, die u. a. für die Herstellung von Gasturbinenmaschinen
verwendet werden sollen. Die Wärmebehandlung soll auf Nickel-Knetlegierungen angewendet
werden, die folgende Zusammensetzung haben können:
| Aluminium | 0,1 bis 9,0% |
| Titan | 0,1 bis 64% |
| Kobalt | 0 bis 30% |
| Chrom | 5 bis 30% |
| Molybdän | 1,0 bis 15% |
| Wolfram | 0 bis 15% |
| Niob | 0 bis 7% |
| Hafnium | 0bis8% |
| Tantal | 0bis5% |
| Vanadium | 0 bis 6% |
| Bor | 0 bis 03% |
| Zirkonium | Obis 1,2% |
| Kohlenstoff | 0,01 bis 0,3« |
| Mangan | Obis 1,0% |
| Silicium | Obis 1,5% |
| Eisen | 0 bis 5,0% |
| Beryllium | 0 bis 0,5% |
| Stickstoff | Obis 0,15% |
| Kupfer | 0 bis 0,9% |
| Seltene Erden | 0 bis 0,2% |
| Schwefel | 0,01 max. |
| Phosphor | 0,02 max. |
| Calcium | 0,08 max. |
| Magnesium | 0,15 max. |
| Rest Nickel (wenigstens 35%) |
Der britischen Patentschrift ist nicht die Lösung der
Aufgabe der Verbesserung der Duktilität von Nickellegierungen zu entnehmen. Durch die Wärmebehandlung
der bekannten Knetlegierungen sollen diese durch Herabsetzung der Wanderung der Intermetallverbindungen
an den Kristallgrenzen der Legierung beim Altern stabilisiert werden. Die Schaffung von Gußlegierungen
für die Herstellung hochwarmfester Gußstücke, die besonderen Anforderungen hinsichtlich der Kriechdehnung
bei einer Temperatur von 7600C unter Last entsprechen, kann der britischen Patentschrift nicht
entnommen werden.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Erhöhung der Duktilität bei hohen
Temperaturen bei Legierungen auf Nickelbasis, die nicht mehr als 5% Rücklaufschrott enthalten und
unmittelbar zu hochwarmfesten Gußstücken verarbeitbar und insbesondere zur Herstellung von Hochtemperatur-Gasturbinenteilen
geeignet sind.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch ein Verfahren zur Erhöhung der
Duktilität bei Temperaturen im Bereich von 704 bis 8710C von Gußlegierungen auf Nickelbasis, die aus
einer Charge mit nicht mehr als 5% Rücklaufschrott erschmolzen werden, bei denen die y'-Phase als
Grundphase in der kristallinen Matrix vorliegt und die zur Verwendung unter Beanspruchung bei Temperaturen
bis zu 10380C g.-eignet sind, bestehend aus 0,02 bis
0,20% Kohlenstoff, 7 bis 13% Chrom, bis 8% Molybdän, bis 6% Tantal, bis 14% Wolfram, bis 35% Kobalt, 4 bis
7% Aluminium, 0,5 bis 6% Titan, bis 3% Niob, bis 1,5% Vanadium, 0,002 bis 0,02% Bor, 0,01 bis 0,20%
Zirkonium, Rest mindestens 36% Nickel sowie bis 2% an herstellungsbcdingten üblichen Verunreinigungen,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß der erschmolzenen Charge 0,5 bis 4% Hafnium nach der Desoxydation
zugegeben werden.
Im vorliegenden Zusammenhang sind samtliche
Prozentangaben auf das Gewicht bezogen.
Aus der US-Patentschrift 30 05 705 sind Nickel-Chrom-Eisen-Legierung
und Kobalt-Nickel-Chrom-Legierungen bekannt. Es handelt sich dabei um Knetlegierungen,
die bei der Herstellung von Schmiedewaren Anwendung finden.
In der US-Patentschrift 30 05 705 werden diese Legierungen als Hochtemperatur-Legierungen bezeichnet,
die bei Temperaturen von etwa 650 bis 870°C verwendet werden können. Aus der US-Patentschrift
««Κ» ΙΐΛΐ-ιιηι· eAnfX /-ti nc· η I omarimnon Ar-ktoKlioKn Μαπιτοπ
an Eisen oder Chrom enthalten, die beträchtlich höher als die bei den erfindungsgemäß erhaltenen Legierungen
zulässigen Mengen sind. Wenn bei den bekannten Legierungen Aluminium vorhanden ist, liegt es in
wesentlich geringeren Mengen als bei den erfindungsgemäßen Gußlegierungen vor.
Aufgrund dieser Unterschiede sind die in der US-Patentschrift 30 05 705 beschriebenen Legierungen
ungeeignet für die Verwendung bei wesentlich höhereren Temperaturen, d. h. Temperaturen bis zu 1038° C, für
welche die erfindungsgemäß erhaltenen Legierungen jedoch sehr gut geeignet sind. Selbst bei niedrigen
Temperaluren, wie z.B. 815°C, liegen die Festigkeitswerte für die bekannten Legierungen wesentlich unter
denjenigen für die erfindungsgemäßen Gußlegierungen. Die Grenzwerte der Bereiche der Zusammensetzungen
sowie die Erfordernisse für die Gußlegierungen auf Nickelbasis gemäß der Erfindung unterscheiden sich
grundsätzlich von denjenigen für die bekannten Knetlegierungen. Diese Unterschiede führen zu verschiedenen
Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten der bekannten Legierungen gegenüber den
erfindungsgemäßen. Wegen dieser grundsätzlichen Unterschiede der Zusammensetzungen und der Eigenschaften
war — selbst bei Kenntnis der US-Patentschrift 30 05 705 — der Effekt des Zusatzes von
Hafnium zu den Legierungen gemäß der Erfindung nicht vorhersehbar.
Aus der US-Patentschrift 30 05 705 sind Angaben über den Effekt des Zusatzes von Hafnium nur für eine
Legierung zu entnehmen, welche große Mengen an Kobalt, Chrom und Eisen und nur 30% Nickel, jedoch
kein Aluminium, enthält und keine /-Phase aufweist.
Aufgrund dieses einzigen Beispiels wird in der US-Patentschrift behauptet, jedoch weder gezeigt noch
nachgewiesen, daß der Zusatz von Hafnium die Diktilität auch von anderen Legierungen, wie z. B. von
der in der US-Patentschrift 30 05 705 offenbarten Legierung C, weiche jedoch in keiner Weise den
Erfordernissen bezüglich der Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Legierungen gerecht werden, verbessern
würde.
Es wurde jedoch gefunden, daß der Zusatz von 1 % Hafnium zu einer Legierung, weiche die Zusammensetzung
der Legierung C gemäß der US-Patentschrift hatte, einen Verlust an Bruchlebensdauer sowie eine
Verringerung eier Duktilität bei 7500C bewirkte und
eine Festigkeit von 45,7 kg/mm2 ergab.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird die Zusammensetzung der Gußlegierungen insbesondere so
gesteuert, daß sich neben der üblichen /-Phase auch eutektische oder primäre /-Phase bildet. Diese
eutektischen Ausscheidungen sind ineinander vernetzt und verhindern so die Ausbildung von Rissen an den
Korngrenzen. Gleichzeitig wird bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Gußlegierungen die Ausbildung
von chinesischen Schriftzeichen ähnelnden Carbidausscheidungen der Konstitution MeC verhindert und diese
vielmehr in einer mehr kugeligen Konstitution ausgeschieden.
Die Zeichnungen dienen zur Erläuterung der Erfindung, und zwar zeigt
F i g. 1 eine graphische Darstellung der Zugfestigkeit, Streckgrenze und prozentualer Dehnung von zwei
Legierungen, die gegenüber der Temperatur aufgetragen sind, wobei die eine im Bereich der Erfindung und
die andere außerhalb liegt,
linn ninnr· KA t\f rAnkrt tnnri r\Y\ i i
von einer Legierung, die außerhalb der Erfindung liegt,
F i g. 2A eine Reproduktion einer Mikrophotographie einer erfindungsgemäßen Legierung (vergleichbar mit
der in F i g. 2 gezeigten Legierung),
Fig. 3 eine Reproduktion einer Mikrophotographie
von einer anderen, außerhalb der Erfindung liegenden Legierung,
Fig. 3A eine Darstellung einer Mikrophotographie einer Rrfindungsgemäßen Legierung (vergleichbar mit
der in F i g. 3 gezeigten Legierung).
Die Gußlegierungen auf Nickelbasis, deren Duktilität bei Temperaturen im Bereich "on 704 bis 8710C durch
das erfindungsgemäße Verfahren erhöht wird, sind zur Verwendung unter Beanspruchung bei Temperaturen
bis zu 1038°C im Feinguß für z. B. Turbinenschaufeln,
-flügel, einstückig gegossene Turbinenräder und Düsenschaufeln geeignet. Nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren werden die Legierungen derart modifiziert, daß ihnen so viel Hafnium zugesetzt wird, daß sie im
festen Zustand 0,5 bis 4% Hafnium enthalten. In den erfindungsgemäß zu verwendenden Legierungen kann
das Hafnium als Ersatz für eine gleiche Menge in Gewichtsprozent an Nickel, Tantal und gegebenenfalls
anderen refraktären Elementen in der Legierung verwendet werden. Vorzugsweise wird Hafnium in
Mengen von etwa 0,7% bis etwa 1,2% für die gleiche Menge in Gewichtsprozent Tantal verwendet, wenn
Tantal in der Grundlegierung anwesend ist. Allgemein kann gesagt werden, daß es möglich ist, daß die
Festigkeitseigenschaften der Grundlegierung nicht wesentlich verändert werden, wenn Hafnium für
Elemente, wie z. B. Tantal, in einer Legierung e: gesetzt
wird, jedoch wird zur gleichen Zeit die Duktilität der Legierung bedeutend erhöht. Wenn Hafnium anstelle
von Legierungszusätzen, wie z. B. Nickel, verwendet wird, wird die Duktilität der Legierung bedeutend
verbessert, während es zur gleichen Zeit möglich ist, daß die Festigkeitseigenschaften der Grundlegierung verbessert
werden Es ist jedoch zu beachten, daß der Zusatz von Hafnium zu einer Legierung auf Nickelbasis,
die bereits weitgehend mit härtenden Elementen versehen ist und besonders für höchste Festigkeitswerte
bei höchsten Temperaturen bestimmt ist, ohne daß auf die Duktilität geachtet wurde, nicht unbedingt zu einer
Erhöhung der Duktilität auf einen allgemein technisch annehmbaren Wert bei Temperaturen der »Mulde«
führt
Die chemische Zusammensetzung in Gewichtsprozenten einiger bekannter Legierungen auf Nickelbasis,
die erfindungsgemäß modifiziert werden können, wird in der folgenden Tabelle I angegeben.
Cr
Co
Mo
Ta
Ti
ΛΙ
Zr
Cb
Ni
0,15
9,0
10,0
10,0
10,0
10,0
2,5
1,5
1,5
5,5
0,015
0,05
Rest
| 0,10 | 0,15 | - | 0,12 | 0,18 | 3.0 | 1,0 |
| 8,0 | 9,0 | Rest | 12,5 | 10,0 | - | Rest |
| 10,0 | 10,0 | - | 15,0 | 4.7 | ||
| - | 12.5 | - | - | 5.5 | ||
| 6,0 | - | 4,2 | 0.014 | |||
| 4,25 | - | - | 0.06 | |||
| 1,0 | 2,0 | 0,8 | - | |||
| 6,0 | 5,0 | 6,1 | ||||
| 0,015 | 0.015 | 0,012 | ||||
| 0,10 | 0,05 | 0,10 | ||||
| - | 1,0 | 2,0 | ||||
| - | - | |||||
| Rest | Rest |
Die Legierungen können auch bis zu insgesamt etwa 2% an zufälligen Elementen wie z. B. Mangan, Silicium,
Eisen usw., enthalten. Nicht-Metalle, wie z. B. Schwefel, Sauerstoff und Stickstoff, und schädliche Metalle, wie
z. *\ Blei, Wismut, Arsen usw., werden in Übereinstimmung
mit der technischen Praxis auf einen so niedrigen Wert wie möglich gehalten. Vorzugsweise werden alle
in Tabelle 1 genannten Legierungen und die erfindungsgemäß zu verwendenden Legierungen durch Vakuumschmelzen
hergestellt und noch unter Vakuum in eine Feingußform fiirz. B. Gasturbinenmetallteile gegossen.
0,02 bis 0,20%
7 bis 13%
bis zu 35%
bis zu 14%
bis zu 8%
bis zu 6%
7 bis 13%
bis zu 35%
bis zu 14%
bis zu 8%
bis zu 6%
Ti
Al
Zr
Nb
0.5 bis 6%
4 bis 7%
0.002 bis 0,02% 0,01 bis 0,2%
bis zu 3%
bis zu 1,5%
4 bis 7%
0.002 bis 0,02% 0,01 bis 0,2%
bis zu 3%
bis zu 1,5%
Erfindungsgemäß werden insbesondere Legierungszusammensetzungen verwendet, wie sie in der folgenden
Tabelle 111 angegeben sind.
Ni - Rest (nicht weniger als etwa 36%) im wesentlichen
Die Zugabe von Hafnium oder vorzugsweise der Austausch von Hafnium in Mengen von etwa 0,5% bis
etwa 1,5% oder sogar 4% in ausgeglichenen Legierungszusammensetzungen
innerhalb des in Tabelle II angegebenen Bereichs erhöht die Duktilität der Legierung bei Temperaturen im Bereich von 704 bis
87 Γ C, insbesondere in dem Bereich der »Mulde« bei etwa 7600C, ohne nachteilige Auswirkungen auf andere
wichtige technische Eigenschaften der Legierungen. Die Hafniumzugabe zu der Legierung geschieht ohne
Schwierigkeiten nach der Desoxydation und die modifizierte Legierung wird danach genauso behandelt
als wenn keine Modifikation stattgefunden hätte. Legierungen, die innerhalb des in Tabelle II angegebenen
Bereichs liegen, können, insbesondere in Bezug auf die Elemente Tantal und Wolfram (wenn Wolfram
überhaupt anwesend ist) durch Aufrechterhaltung des Wolframgehalts über etwa 8 Gew.-% und des Gesamtgehalts
von Tantal plus Wolfram unter etwa 13 oder sogar 10 Gew.-% ausgeglichen werden.
Legierung I
Legierung 2
| C | 0.10-0.18% | 0,03-0,13% |
| Cr | 7-11% | 7-10% |
| Co | 6-13% | 6-13% |
| W | 8-12% | bis zu 2% |
| Mo | 2-3% | 4-8% |
| Ta | bis zu 3% | 2,5-4,5% |
| Ti | 1-2% | 0.5-1.5% |
| Al | 5-6% | 5,5-6,5% |
| B | 0,004-0,02% | 0,004-0,02% |
| Zr | 0,02-0,2% | 0,02-0,2% |
| Hf | 0,5-4% | 0,5-4% |
Ni
im wesentlichen der Rest
Die Legierungen 1 und 2 wurden geschmolzen und unter Vakuum zu Probebarren, Teilen und Probestük-
!:en für die chemische Analyse gegossen. Aus den zuvor angegebenen Legierungen A und B wurden Vergleichsproben hergestellt, die mit Ausnahme von Hafnium den
Legierungen 1 bzw. 2 im wesentlichen ähnlich waren. In den folgenden Tabellen stellen die Beispiele 1-1,1-2 usw.
verschiedene Proben der Legierung 1 und die Beispiele 2-1, 2-2, usw. verschiedene Proben der Legierung 2 dar
(vgl.Tabelle VIII).
Die Angaben in Tabelle IV zeigen die Eigenschaften von Legierungen 2 gegenüber der Legierung B bei auf
Größe gegossenen Probestücken mit Bezug auf Zugfestigkeitswerte bei Zimmertemperatur.
Zur Anpassung an die technische Praxis wurden sämtliche in den Tabellen IV bis VI beschriebenen
Versuche mit vakuumgeschmolzenen und gegossenen Proben durchgeführt, die einer Wärmebehandlung für 4
Stunden bei 1080° C mit folgender, 10 Stunden anhaltender Erwärmung auf 900" C unterworfen wurden.
Beispiel
Nr.
Nr.
7. Hf
"W
bei RT
"02
bei RT
(N/mm2) (N/mm2)
| Legierung B | 0 | 940 | 707 | 8,0 |
| 2-1 | 0,5 | 913 | 760 | 8,5 |
| 2-2 | 1 | 932 | 795 | 6,0 |
| 2-3 | 1.5 | 1000 | 798 | 14,0 |
Tabelle V enthält die Zeitstandswerte, die bei 7600C
und einer Belastung von 66,1 kg/mm-' erhalten wurden.
Beispiel % Uf
Nr.
Zeit bis zum Bruch
(Stunden)
Kriechbetrag*)
Legierung B
2-1
2-2
2-3
0,5
I
1,5
1,5
48
58,3
86,0
130,6
58,3
86,0
130,6
1,9 2,9 4,27 6,39
*) Kricchbetraf! /eigl das Kriechen innerhalb 2 Stunden vor
Bruch.
Die Angaben in Tabelle IV und V zeigen, daß die mechanischen Eigenschaften von Legierungen B und 2
zumindest gleich sind, mit der Ausnahme, daß bei 760°C die Hafnium enthaltenden Legierungen eine viel
größere Duktilität bei Bedingungen, die ein Kriechen verursachen, zeigen, wobei die Bruchzeit wesentlich
erhöht ist.
Fi g. 1 zeigt in graphhiher Darstellung die Zugfestig
10
keitseigenschaften von Legierungen B und 2 (Beispiele 2-6) bei Temperaturbereichen von Zimmertemperatur
bis etwa 982°C. Die Kurven 11, 13 und 14 zeigen dabei
die äußerste Zugfestigkeit, die Streckgrenze bzw. die prozentuale Dehnung der Legierung von Beispiel 2-6.
Die Kurven 12 und 15 zeigen die äußerste Zugfestigkeit bzw. die prozentuale Dehnung der Legierung B. Aus
F i g. 1 ist die Verbesserung der Duktilität durch die Einverleibung von 1,5% Hafnium in die Legierung 2-6
ersichtlich, was aus der Verbesserung der prozentualen Dehnung hervorgeht. Die zusätzlichen Zugfestigkeitswerte
bei 7600C für beide Beispiele 2-1 und 2-3 zeigen 9% Dehnung, was eine ausgezeichnete Duktilität bei der
Temperatur der »Mulde« beweist.
Fig. 2, 2A, 3 und 3A sind Reproduktionen von Mikrophotographien von Legierungsproben innerhalb
und außerhalb des erfindungsgemäßen Bereichs. Jedes
500facher Vergrößerung, die nach dem Polieren mit einer Ätzflüssigkeit, die man durch Zugabe von je 20 ml
Fluorwasserstoff und Salpetersäure zu 60 ml Glycerin herstellte, geätzt wurde. F i g. 2 zeigt die Legierung B
und Fig.2A zeigte eine erfindungsgemäß hergestellte Legierung, die im wesentlichen aus der Zusammensetzung
von Legierung B zuzüglich 1,5% Hafnium anstelle der gleichen Menge an Nickel bestand. Es ist ersichtlich,
daß die schriftähnlichen Carbidphasen, wie sie in F i g. 2 zu sehen sind, nicht in Fig.2A erscheinen. Weiterhin
scheint in Fig. 2A viel mehr primäre /-Phase als in F i g. 2 zu sein. Die gleiche Situation ist in Bezug auf die
primäre /-Phase bei einem Vergleich von F i g. 3 und 3A ersichtlich. Diese Figuren stellen Mikrostrukturen der
Legierung A und einer erfindungsgemäß hergestellten Legierung (Beispiel 1 bis 3) der, die mit der Legierung A
mit der Ausnahme identisch ist, daß 3,3% Hafnium für das gesamte Tantal und einen Teil des Nickels
(insgesamt 3,3%) der Legierung A gesetzt sind.
Die Werte in Tabelle Vl zeigen die Ergebnisse beim Austausch von einem Teil des Tantals durch Hafnium in
Legierung B. Die Werte wurden mit auf Größe gegossenen Versuchsbarren erhalten.
Nr.
7.,Hl"
"H
bei RT
bei RT
(N/mm2)
"(12
bei RT (N/mm2)
*) Kriechbetrag zeigt das Kriechen innerhalb 2 Stunden vor Bruch.
Zeitstandverhalten Kriechbetrag*) 760 C", 598 N/mm2
(Std.)
| Legierung B | 0 | 940 | 771 | 8,0 | - |
| 2-4 | 0,5 | 933 | 763 | 8,0 | 65,3 |
| 2-5 | I | 967 | 778 | 11,0 | 90,5 |
| 2-6 | 1,5 | 1078 | 785 | 14,5 | 101,2 |
2,56
3,67
3,64
3,67
3,64
Aus Tabelle V(I sind ähnliche Werte für die Legierung
A und ähnliche erfindungsgemäß hergestellte Legierungen ersichtlich. Diese Werte wurden mit auf Größe
gegossenen Versuchsbarren erhalten, die einer 50stündigen Wärmebehandlung bei 843°C unterworfen
wurden. In den erfindungsgemäß hergestellten Legierungen wurde Hafnium anstelle des gesamten Tantals
und eines Teiles des Nickels bis zu einem Gesamtgewichtsprozentwert an Nickel plus Tantal, der dem
Gewichtsprozentwert des Hafniums entsprach, verwendet.
| Tabelle VII | % nr | bei RT | <7(I2 | (%) | Zeitslandverhalten | δ | Zeitstandverhalten |
| Beispiel | (N/mm2) | bei RT | 4,3 | 760 C, 740 N/mm2 | 982 Γ, ni N/mm2 | ||
| Nr. | 1008 | (N/mm2) | 5,0 | (Std.) | (%) | (SId.) | |
| O | 1110 | 901 | 7.0 | 48 | 3,75 | 35 | |
| Legierung A | 1,5 | 1241 | 959 | 4.0 | 113,9 | 9 | 25,9 |
| 1-1 | 2,2 | 1145 | 1005 | 69,9 | 9.5 | 18,4 | |
| 1-2 | 3,3 | 1018 | 123,1 | 9 | 11,9 | ||
| 1-3 | |||||||
Tabelle VII zeigt die Anwendbarkeit der Erfindung auf Legierung A und beweist insbesondere, daß die
gewünschte Verbesserung der Duktilität bei Verwenwerden kann.
Die Analysen einiger Legierungen, die zur Bestimmung der angegebenen Testergebnisse verwendet
|
Λ
VJUIIg VVJI |
ti rv 1.HIgI-I ου | l-l | - | 1-2 | "·" '" ' IUlIlIl. | 2-1 | •.vurucn, | sind in der Tabelle | λ/ΙΜ a | u.ge.ü..rt. | 2-6 |
| Tabelle | VIII | 5,48 | 5,70 | 5,83 | 6,15 | ||||||
| (Gewichtsprozent) | 0,017 | 0,017 | 0,015 | 0,016 | |||||||
| 0,12 | 0,14 | 1-3 | 0,09 | 2-2 | 2 -.1 | 2-4 | 2-5 | 0.07 | |||
| Al | 8,78 | 8,60 | 5,60 | 7,78 | 6.03 | 6,03 | 6.13 | 6.06 | 7.98 | ||
| B | 10,1 | 10,0 | 0.017 | 9,88 | 0.018 | 0.017 | 0,018 | 0.015 | 9.72 | ||
| C | 2,52 | 2,47 | 0,14 | 6,00 | 0.10 | 0.10 | 0,05 | 0,07 | 6,12 | ||
| Cr | Rest | Rest | 8,55 | Rest | 7.82 | 7.73 | 8.05 | 7,95 | Rest | ||
| Co | 1,50 | 1,54 | 9,85 | 1,08 | 9.80 | 9.78 | 9,79 | 9.79 | 1.08 | ||
| Mo | 9,90 | 9,80 | 2,43 | <0,l | 5,77 | 5.75 | 6,05 | 6,10 | - | ||
| Ni | 0,12 | 0,11 | Rest | 0,09 | Rest | Rest | Rest | Rest | 0,16 | ||
| Ti | 1,50 | 2,20 | 1.59 | 0.49 | 1,06 | 1.05 | 1.03 | 1.08 | 1.55 | ||
| W | - | 9,55 | 4.40 | <0.l | <0.l | - | - | 2.73 | |||
| Zr. | 0,14 | 0.07 | 0.13 | 0,13 | 0.15 | ||||||
| Hf | 3,30 | 1.10 | 1.40 | 0,53 | 1.03 | ||||||
| Ta | - | 4.27 | 4.32 | 3,88 | 3.25 | ||||||
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Hafnium enthaltenden Legierungen und
insbesondere bei der Behandlung der Rücklaufschrott enthaltenden Chargen wurde Hafnium im wesentlichen
als Element oder in Form einer Verbindung, die sich unter den Legierungsbedingungen zu metallischem
Hafnium zersetzt, zugegeben. Somit kann Hafnium als metallisches Hafnium, Hafniumvorlegierung oder möglicherweise
als intermetallische Hafniumverbindungen zugegeben werden. Das Hafnium sollte der geschmolzenen
Legierung zugegeben werden, nachdem die Schmelze im Vakuum durch Zugabe von Kohlenstoff
vollständig desoxidiert wurde (Carbon-Boiling), um die Bildung von übermäßigen Mengen des sehr beständigen
Hafniumoxyds zu vermeiden. Wie der Fachmann weiß, ist es sehr vorteilhaft, das Schmelzen und Gießen von
Legierungen der hier beschriebenen Art unter Hochvakuum durchzuführen, um schädliche Mengen an
Sauerstoff, Stickstoff, usw., in der Legierung zu vermeiden. Unter bestimmten Bedingungen können
jedoch die hierin beschriebenen Legierungen unter Inertgas geschmolzen und an Luft gegossen werden.
Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erhaltenen Gußlegierungen auf Nickelbasis mit einer
erhöhten Duktilität gegenüber anderen Gußlegierungen tragen im wesentlichen Maß dazu bei, daß die
Herstellung ausgezeichneter Hochtemperatur-Gasturbinentcile, die äußerst großen Belastungen bei hohen
Temperaturen ausgesetzt werden können, möglich ist.
Hierzu 3 Blatt Zcichnurmcn
Claims (6)
1. Verfahren zur Erhöhung der Duktilität bei Temperaturen im Bereich von 704 bis 87 Γ C von
Gußlegierungen auf Nickelbasis, die aus einer Charge mit nicht mehr als 5% Rücklaufschrott
erschmolzen werden, bei denen die /-Phase als Grundphase in der kristallinen Matrix vorliegt und
die zur Verwendung unter Beanspruchung bei Temperaturen bis zu 1038° C geeignet sind, bestehend
aus 0,02 bis 0,20% Kohlenstoff, 7 bis 13% Chrom, bis 8% Molybdän, bis 6% Tantal, bis 14%
Wolfram, bis 35% Kobalt, 4 bis 7% Aluminium, 0,5 bis 6% Titan, bis 3% Niob, bis 13% Vanadium, 0,002
bis 0,02% Bor, 0,01 bis 0,20% Zirkonium, Rest mindestens 36% Nickel sowie bis 2% an herstellungsbedingten
üblichen Verunreinigungen, dadurch gekennzeichnet, daß der erschmolzenen
Charge 03 bis 4% Hafnium nach der Desoxydation zugegeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Gußlegierung auf Nickelbasis aus 0,10 bis 0,18%
Kohlenstoff, 7 bis 11% Chrom, 6 bis 13% Kobalt 8 bis 12% Wolfram, 2 bis 3% Molybdän, bis 3% Tantal,
1 bis 2% Titan, 5 bis 6% Aluminium, 0,004 bis 0,02% Bor, 0,02 bis 0,2% Zirkonium, Rest Nickel besteht
dadurch gekennzeichnet daß der Legierung so viel Hafnium zugesetzt wird, daß sie im festen Zustand
0,5 bis 4% Hafnium enthält.
3. Verfahren nach Anspruch I, bei dem die Gußlegierung auf Nickelba*iS aus 0,03 bis 0,13%
Kohlenstoff, 7 bis 10% Chrom, 6 bis 13% Kobalt, bis
2% Wolfram, 4 bis 8% Molybdän, 23 bis 4,5% Tantal, 03 bis 13% Titan, 5,5 bis 6,5% Aluminium, π
0,004 bis 0,02% Bor, 0,02 bis 0,2% Zirkonium, Rest Nickel besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der
Legierung so viel Hafnium zugesetzt wird, daß sie im festen Zustand 0,5 bis 4% Hafnium enthält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet daß das Hafnium als Ersatz
für die gleiche Menge eines oder mehrerer refraktärer Elemente der Charge zugegeben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung in an -n
sich bekannter Weise unter hohem Vakuum oder in inerter Atmosphäre geschmolzen wird und daß vor
der Zugabe von oder dem Ersatz durch Hafnium die Schmelze z. B. durch eine Zugabe von Kohlenstoff
im Vakuum vollständig desoxydiert wird. ->o
6. Verwendung der gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 hergestellten Gußlegierung auf Nickelbasis für
Gasturbinenteile, die für Temperaturen bis 10380C geeignet sind und bei Temperaturen von 704 bis
871CC eine erhöhte Duktilität, nämlich eine Kriech- r,
dehnung von mindestens 2,56% bei einer Belastung von 59,8 kp/mm2 bei 7600C, aufweisen.
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-
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