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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Glycoprotein Hormonanaloge und ihre
Herstellung und Verwendung. Insbesondere betrifft die Erfindung
Disulfidbindung vernetzte Analoga von Glycoproteinhormonen und ihre Herstellung
und Verwendung.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Zu
den Glycoproteinhormonen zählen
die Hormone Choriongonadotropin (CG), auch als: Choriogonadotropin
bekannt, das luteinisierende Hormon (LH), auch als Lutropin bekannt,
das Follikel stimulierende Hormon (FSH), auch als Follitropin bekannt,
und das Schilddrüsenstimulierende
Hormon (TSH), auch als Thyrotropin bekannt. Jene von Menschen sind
als humanes Choriongonadrotropin (hCG), humanes luteinisierendes Hormon
(hLH), humanes Follikel-stimulierendes Hormon (hFSH), und das humane
Schilddrüsen-stimulierende
Hormon (hTSH) bekannt. Diese Hormone besitzen wichtige Rollen bei
gonadalen und Schilddrüsenfunktion (Pierce
et. al., 1981, Moyle et. at. 1995). CG und LH binden an und stimulieren
LH Rezeptoren, FSH bindet an und stimuliert FSH Rezeptoren und TSH
bindet an und stimuliert TSH Rezeptoren. CG ist ein Hormon, das
in großen
Mengen hauptsächlich
durch die Plazenta einiger weniger Säugetiere einschließlich jenen
von Primaten, erzeugt wird. Die Aminosäuresequenzen der β-Untereinheiten
von CG von Primaten unterscheiden sich üblicherweise von jenen von
LH. Pferde produzieren ebenfalls ein CG, jedoch hat dieses die gleiche
Aminosäuresequenz
wie Pferde-LH (Murphy et. al. 1991).
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Wie
in Pierce et al (1981) zusammengefasst wurde, sind Glycoproteinhormone
Heteromere, die aus einer α-
und β-Untereinheit
aufgebaut sind. Die Heterodimere sind nicht kovalent miteinander
verbunden und ihre Untereinleiten können durch Behandeln der Hormone
mit Säure
oder Harnstoff dissoziert werden (Pierce et al, 1981). Die meisten
höheren
Wirbeltiere enthalten nur ein Gen, welches die α-Untereinheiten kodiert (Fiddes
et al, 1984); die gleiche α-Untereinheit bindet
sich normalerweise mit den β-Untereinheit
von LH, FSH, TSH, und wenn vorhanden CG. Nichtsdestotrotz können posttranslatorische
Proteinbearbeitung, besonders Glycosylierung (Baezinger et al, 1988),
zu Unterschieden in den Zusammensetzungen der α-Untereinheiten von LH, FSH, TSH und
CG beitragen. Die meisten der Aminosäuresequenzunterschiede zwischen
den Hormonen befinden sich in ihren hormonspezifischen β-Untereinheiten
(Pierce et al, 1981). Diese werden von getrennten Genen erzeugt
(Fiddes et al, 1984, Bo et al, 1992).
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Mit
wenigen Ausnahmen (Blithe et at, 1991), besitzen die α-β-Heterodimere
eine viel höhere
hormonale Aktivität
als beide freien Untereinheiten (Pierce et al, 1981). Die natürlich vorkommenden α- und β-Untereinheiten
bilden viel besser α, β-Heterodimere,
als sie α, α-Homodimere oder β, β-Homodimere
bilden. Tatsächlich
führt die
gemeinsame Expression von hCG α-Untereinheit – und β-Untereinheitgenen
in Säugetierzellen
zu der Bildung von α- β-Heterodimeren, α-Untereinheit
Monomeren, und β-Untereinheit
Monomeren. Es werden nur Spurenmengen, wenn überhaupt, des α-α-Homodimers
oder β-β-Homodimers
gemacht oder von der Zelle sezerniert.
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Hochauflösende Röntgen Kristallstruktur
von humanem Choriongonadotropin (hCG) wurde durch zwei Laboratorien
berichtet (Lapthorn et al, 1994; Wu et al, 1994). Diese Strukturen
offenbarten, dass die ursprünglich
vorgeschlagenen Disulfid-Bindungsmuster (Mise et al, 1980 und 1981)
inkorrekt waren und dass, das Hormon ein Mitglied der Cysteine-KnotenFamilie
ist (Sun et al, 1995). Da die relativen Lagen der Cysteine in allen Glycoproteinhormonen ähnlich sind,
ist es wahrscheinlich, dass sie die Cysteine-Knoten-Architektur,
die in hCG gefunden wird, aufweisen.
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Die
Lokalisation der Cysteinreste in den α-Untereinheiten von Wirbeltier-Glycoproteinhormonen
sind ähnlich
(1A und 1B). Unter
Verwendung der hCG α-Untereinheit als
ein Modell, kann gesehen werden, dass der Cystein-Knoten durch das
zweite, dritte, fünfte,
siebente, achte und neunte α-Untereinheit-Cystein
gebildet wird. Dieser erzeugt drei große α-Untereinheit-Schleifen (1A und 1B).
Schleife 1 ist die Aminosäuresequenz
zwischen dem zweiten und dritten Cystein; Schleife 2 ist die Aminosäuresequenz
zwischen dem fünften
und siebten α-Untereinheit-Cystein;
und Schleife 3 ist die Aminosäuresequenz
zwischen dem siebten und achten Cystein. Die Lokalisationen der
Cysteinreste in den β-Untereinheiten
von Wirbeltier-Glycoproteinhormonen sind ähnlich (Pierce et al, 1981).
Unter Verwendung der hCG β-Untereinheit
als Modell, kann gesehen werden, dass der Cystein-Knoten durch das
erste, vierte, fünfte,
sechste, achte und neunte Cystein gebildet wird. Dies erzeugt drei
große β-Untereinheit-Schleifen
(2A und 2B). Schleife 1
ist die Aminosäuresequenz
zwischen dem ersten und vierten Cystein; Schleife 2 ist die Aminosäuresequenz zwischen
dem fünften
und sechsten Cystein; und Schleife 3 ist die Sequenz zwischen dem
sechsten und achten Cystein.
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Durch
Ersetzten von Abschnitten der α-Untereinheit
mit homologen Abschnitten einer anderen α-Untereinheit oder durch Ersetzen
von Abschnitten der β-Untereinheit
mit homologen Abschnitten einer anderen β-Untereinheit ist es möglich, funktionelle
Chimäre
von jeder Glycoproteinhormon-Untereinheit herzustellen (Campbell
et al, 1991; Moyle et al, 1990; Moyle et al, 1994; Cosowsky et al,
1995; Moyle et al, 1995; Cosowsky et al, 1997). Ein allgemeines
Schema der Strukturelemente in Glycoproteinhormon-Untereinheiten
wird die
1C gezeigt, und die Übereinstimmung
mit humanem Glycoproteinhormon-Untereinheiten über die Aminosäurereste
ist unten in Tabelle 1A gezeigt. Tabelle
1A Korrespondenz
der menschlichen Hormon-Untereinheit Aminosäure-Sequenzen zu den in Fig.
1C gezeigten Struktur-Elementen
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Zusätzlich zu
ihrem Cysteinknoten enthält
die β-Untereinheit
auch eine Sequenz, die als Sitzgurt bekannt ist (Lapthorn et al,
1994), die um die zweite α-Untereinheit-Schleife
gewickelt ist. Der Sitzgurt beginnt an dem neunten Cystein, dem
letzen Rest in dem β-Untereinheit-Cystein-Knoten, und
beinhaltet das zehnte, elfte, und zwölfte Cystein. Es ist an die
erste β-Untereinheit-Schleife
durch eine Disulfid-Bindung gebunden, die zwischen Cystein zwölf (d.h.
am Carboxyl-Terminalende des Sitzgurtes) und Cystein 3 (d.h., in
der ersten β-Untereinheitenschleife)
gebildet wird.
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Der
Sitzgurt ist ein Abschnitt auf der hCG β-Untereinheit, der einen signifikanten
(wenn nicht den wichtigsten) Einfluss auf die Fähigkeit von hCG hat, zwischen
LH und FSH Rezeptoren zu unterscheiden (Campbell et al, 1991; Moyle
et al, 1994). Der Austausch der gesamten oder eines Teils der hCG-Sitzgurt-Aminosäuresequenz
mit der in hFSH gefundenen Sitzgurtsequenz veränderte die Rezeptor-Bindungsspezialität des resultierenden
Hormonanalogons. Normalerweise bindet hCG an LH-Rezeptoren mehr
als 1000-fach besser als an FSH oder TSH-Rezeptoren. Analoga von
hCG wie CF91-117 und CF101-109, in welchem die hCG-Sitzgurtreste
101-109 (das heißt,
Gly-Gly-Pro-Lys-Asp-His-Pro-Leu-Thr) mit ihrem hFSH-Gegenstücken (d.h., Thr-Val-Arg-Gly-Leu-Gly-Pro-Ser-Tyr)
ersetzt sind, banden an FSH-Rezeptoren
jedoch viel besser als hCG (auf Moyle et al, 1994). Weiters ist
es durch Manipulieren der Sitzgurtzusammensetzung möglich, Analoga
von hCG herzustellen, die verschiedene Ausmaße an LH und FSH-Aktivitäten aufweisen
(Moyle et al, 1994; Han et al, 1996). Diese haben potentiell wichtige
therapeutische Verwendungen für
das Erhöhen
der Fertilität
in Männern
und Frauen.
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Die
meisten, jedoch nicht alle, der Intrauntereinheit-Disulfidbindungen
der Glycoproteinhormone sind für
ihre biologischen Aktivitäten
essenziell. Studien, in welche individelle Cysteine durch andere
Aminosäuren, besonders
Alanin, ersetzt wurden, zeigten, dass alle der Disulfidbindungen
des Cysteinknotens und des Sitzgurtes für das Falten des Heterodimer
essentiell sind (Suganuma et al, 1989; Bedows et al, 1993; Furuhashi et
al, 1994). Die restlichen Disulfidbindungen zwischen den humanen α-Untereinheit-Cysteinen
7-31 und 59-87 und zwischen den hCG β-Untereinheit-Cysteinen 23-72
sind für
die Heterodimer-Bildung oder für
die Hormonaktivität
nicht essentiell.
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Bis
jetzt gibt es keine hoch-auflösende
Kristallstruktur, die die Interaktion eines beliebigen Glycoproteinhormons
mit dessen Rezeptor beschreibt. Mehrere Modelle sind in einem Bemühen erstellt
worden, um die Struktur des Hormon-Rezeptor-Komplexes zu beschreiben.
Die meisten von diesen basieren auf den Kristallstrukturen von hCG
und Ribonuclease-Inhibitor, einem Protein, das zu den extrazellulären Domänen von
Glycoproteinhormonrezeptoren strukturell ähnlich sein kann. Die meisten
Anstrengungen, um die Hormonreste, die den Rezeptor kontaktieren,
zu identifizieren, basierten auf dem Einfluss von chemischen, enzymatischen oder
genetischen Mutationen, die zu der Verringerung der Rezeptorbindung
führten.
Da die Verringerung der Bindung durch die Zerstörung eines spezifischen Kontakts
oder durch eine Veränderung
der Hormonkonformation verursacht sein könnte (Cosowsky et al, 1997),
sind die Wirkungen dieser Veränderungen
leider schwierig, wenn nicht unmöglich,
zu interpretieren. Dies hat zu beachtlicher Unstimmigkeiten in diesem
Gebiet geführt
(Remy et al, 1996; Berger et al, 1996) und einige Untersucher haben
schlussgefolgert, dass es unmöglich
ist, die Orientierung des Hormons in dem Rezeptorkomplex zu bestimmen
(Blowmick et al, 1996).
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Andere
Ansätze,
um die Orientierung des Hormons in dem Rezeptorkomplex zu bestimmen,
beruhen auf dem Identifizieren von Regionen des Hormons, die mit
dem Rezeptor nicht in Kontakt sind. Diese bleiben, nachdem das Hormon
an den Rezeptor gebunden hat, exponiert und/oder können ohne
Zerstören
der Hormon-Rezeptor-Interaktionen verändert werden. Wenn diese auf
der Kristallstruktur von hCG kartiert werden (Lapthorn et al, 1994;
Wu et al, 1994) ist es möglich,
ein hypotetisches Modell des Weges, auf dem hCG mit LH-Rezeptoren interagieren
könnte,
zu entwickeln (Moyle et al, 1995). Dieser Ansatz weist darauf hin,
dass die Hormonfurche, die durch die zweite α-Untereinheitsschleife und der
ersten und dritten β-Untereinheitsschleifen
gebildet ist, in den primären
Rezeptorkontakt eingebunden ist (Cosowsky et al, 1995). Dies würde auch
erklären,
warum beide Untereinheiten für
die höchste
Hormonrezeptorbindung benötigt
werden (Pierce et al, 1981). Die Daten, die diese Schlussfolgerung
unterstützen,
sind in den nächsten
mehreren Absätzen
diskutiert. Es sollte jedoch bemerkt werden, dass die meisten, wenn
nicht alle anderen Untersucher auf diesem Gebiet, ein Modell unterstützen, in
welchem das Hormon sehr unterschiedlich ausgerichtet ist (Remy et
al, 1996; Berger et al, 1996) obwohl diese Untersucher von dem gerade
beschriebenen Modell gewusst haben (d.h. sie zitieren die Veröffentlichung,
die das Modell beschreibt, in welchem die Primär-Rezeptorbindungsstelle durch
die Hormonfurche gebildet wurde).
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Viele
Abschnitte der hCG-α-Untereinheit,
die nicht mit dem Rezeptor in Kontakt zu sein scheinen, können ohne
Zerstören
der Bindung an LH-Rezeptoren ersetzt werden. Einige dieser Regionen
sind eindeutig in dem Hormon-Rezeptorkomplex exponiert, da sie auch
durch monoklonale Antikörper
erkannt werden können, während hCG
an LH-Rezeptoren gebunden ist. (Moyle et al, 1990; Cosowsky et al,
1995; Moyle et al, 1995). Obwohl die humane und bovine α-Untereinheiten sehr
unterschiedliche Aminosäuren
aufweisen, binden zum Beispiel Heterodimere, die die bovine α-Untereinheit
und die hCG-β-Untereinheit
enthalten, an Ratten und humane LH-Rezeptoren gut (Cosowsky et al,
1997). Diese Heterodimere werden leicht durch die meisten monoklonalen
Antikörper,
die Epitope auf den Schleifen 1 und 3 der α-Untereinheit von hCG erkennen, unterschieden
(Moyle et al, 1995). Die Beobachtungen zeigen, dass sich die Oberflächen der
humanen und bovinen α-Untereinheitenschleifen
1 und 3 unterscheiden und weist darauf hin, dass diese Region des
Hormons keine essentiellen Schlüsselrezeptorkontakte
bildet.
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Durch
Vergleichen der Fähigkeiten
von monoklonalen Antikörper
hCG-Analoga, in welchen Teile der α-Untereinheit entweder von den
humanen oder bovinen Proteinen abgeleitet sind, zu erkennen, war
es möglich,
Schlüssel-α-Untereinheitreste
zu identifizieren, die in der Antikörperbindung teilnehmen (Moyle
et al, 1995). Einige der monoklonalen Antikörper, die Epitope auf der hCG α-Untereinheit
erkennen, banden ebenfalls an ein Fragment der α-Untereinheit, das durch Trypsinverdau
hergestellt wurde und dem ein Großteil der zweiten α-Untereinheitenschleife
fehlte (Lapthorn et al, 1994; Wu et al, 1994; Birken et al, 1986).
Diese Beobachtung wurde auch verwendet, um die Bindungsstellen dieser
Antikörper
zu bestimmen und/oder zu bestätigen
(Moyle et al, 1995). Zwei monoklonale Antikörper, die α-Untereinheit-Epitope erkennen,
und die als A105 und A407 bezeichnet werden (Moyle et al, 1995),
banden an hCG, wenn das Hormon mit LH-Rezeptoren komplexiert war.
Somit scheinen die α-Untereinheitenreste,
die durch diese Antikörper
erkannt werden, nicht in Kontakt mit dem LH-Rezeptor zu sein (Moyle et al, 1995).
Der Rest der α-Untereinheit
beinhaltet die zweite α-Untereinheitschleife
und den C-Terminus des Proteins. Einige der Reste in diesen hoch
konservierten Abschnitten der α-Untereinheit
können
in den Rezeptorkontakten teilnehmen.
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Viele
Abschnitte der hCG-β-Untereinheit,
die nicht in Kontakt mit dem LH-Rezeptor zu sein scheinen, können ebenfalls
durch Mutagenese ohne Zerstören
der LH-Rezeptorbindung ersetzt werden. Zu diesen zählt die
hCG β-Untereinheitschleife
2. Ein Analogon von hCG, in welchem die Reste der hCG β-Untereinheitschleife
2 mit jenen ersetzt wurden, die normalerweise in hFSH β-Untereinheitschleife
2, als CF39-58 bezeichnet, gefunden werden (Campell et al, 1991),
wurde leicht durch monoklonale Antikörper, die FSH, nicht jedoch hCG-Reste in der β-Untereinheitschleife
2 erkennen, unterschieden. Dies zeigte, dass sich die Struktur der zweiten
Untereinheitsschleife in diesem Analogon und in hCG unterscheiden.
Nichtsdestotrotz interagierte dieses β-Untereinheitanalogon kombiniert
mit der α-Untereinheit
um ein α,β-Heterodimer
zu bilden, mit LH-Rezeptoren ähnlich
zu hCG (Campell et al, 1991).
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Somit
scheinen nur einige, wenn überhaupt,
Reste in der zweiten β-Untereinheitschleife
von hCG essentielle direkte LH-Rezeptorkontakte zu machen. Ähnlicherweise
scheint die zweite β-Untereinheitschleife von
hFSH nicht in Kontakt mit FSH-Rezeptoren zu sein. Es ist von Analoga
der hCG β-Untereinheit
berichtet worden, in welchen die Reste zwischen dem zehnten β-Untereinheitcystein
und dem C-Terminus oder zwischen den Resten 94-114 mit den entsprechenden
Resten von hFSH ersetzt wurden. Diese Analoga werden CF 94-117 (Campell
et al, 1991) und CFC94-114 (Wang et al, 1994) bezeichnet. Beide
binden an FSH Rezeptoren viel besser als an LH-Rezeptoren, obwohl
sie die gesamte Sequenz von hCG in der zweiten β-Untereinheitschleife enthalten. Da die
zweite β-Untereinheitschleife
von hCG einen minimalen Einfluss auf die Fähigkeit des Hormons, entweder
an LH oder FSH Rezeptoren zu binden, zu haben scheint, scheint es
unwahrscheinlich, dass sie in essentiellen Hochaffinität-Kontakten
mit den LH oder FSH Rezeptoren teilnimmt. Weiters ist die zweite β-Untereinheitschleife
von hCG in der Nähe
der ersten und dritten α-Untereinheitschleife
lokalisiert, einem Abschnitt der α-Untereinheit, der
ebenfalls nicht mit dem Rezeptor in Kontakt zu sein scheint. Somit
erscheint es wahrscheinlich, dass die gesamte Region von hCG, die
Reste in der ersten und dritten α-Untereinheitschleife
und der zweiten β-Untereinheitschleife
enthält,
den Rezeptor nicht kontaktieren. Wie später diskutiert wird, wird angenommen,
dass dieser Abschnitt des Hormons, in einen Hohlraum, der durch die
Hufeisenform der extra zellulären
Domäne
des Rezeptors gebildet ist, projiziert. (Moyle et al, 1995).
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Reste
der hCH β-Untereinheit,
die nicht an den Hochaffinität-Rezeptorkontakten
beteiligt sind, können ebenfalls
durch monoklonale Antikörper,
nachdem das Hormon an die LH Rezeptoren gebunden hat, erkannt werden
(Campbell et al, 1991; Moyle et al, 1990; Moyle et al, 1994; Cosowsky
et al, 1995). Diese beinhalten Abschnitte der hCG β-Untereinheit,
die in Schleife 1 und 3, die am weitesten von der α-Untereinheitschnittstelle entfernt
sind, gefunden werden, die durch Antiköper wie B105, B108, B111, und
B112 erkannt werden können. Diese
Antikörper
binden hCG, wenn es mit LH Rezeptoren komplexiert ist (Moyle et
al, 1990; Cosowsky et al, 1995), was zeigt, dass diese Abschnitte
der β-Untereinheitschleifen
1 und 3 keine wesentlichen Rezeptorkontakte machen. Andere Studien
haben gezeigt, dass es möglich
ist, Reste zwischen dem N-Terminus und dem ersten Cystein und zwischen
dem zwölften
Cystein und dem C-Terminus der hCG β-Untereinheit ohne Eliminieren
der Fähigkeit
des Hormons an LH Rezeptoren zu binden, zu entfernen (Huang et al,
1993). Der verbleibende Abschnitt der β-Untereinheit enthält den Sitzgurt.
Einige dieser Reste scheinen essentielle Kontakte, die für eine Hochaffinitätsbindung
an LH oder FSH Rezeptoren benötigt
werden, zu machen. Es wurde gefunden, dass zum Beispiel das Ändern der
Reste in dem Sitzgurt zwischen dem elften und zwölften Cystein eine minimale,
wenn überhaupt,
Auswirkung auf die Bindung an LH Rezeptoren hat (Moyle et al, 1994).
Das Ändern von
Resten zwischen dem zehnten und elften Cystein hat eine geringe
als fünffache
Auswirkung auf die FSH Rezeptorbindung (Moyle et al, 1994). Weiters
unterscheiden sich die meisten Reste in dem Sitzgurt der Pferde LH
(eLH) und Pferde CG (eCG) von FSH (Pierce et al, 1981; Murphy et
al, 1991), dennoch binden diese Hormone gut an Ratten FSH Rezeptoren.
In der Tat bindet gereinigtes eLH zumindest 30 % so gut wie hFSH
an den Ratten FSH Rezeptor in vitro (Moyle et al, 1994). Zu den
Abschnitten der hCG β-Untereinheit,
die unberücksichtigt
blieben, zählen
die die Oberflächen
der Schleife 1 und 3, die am nächsten
zu der α-Untereinheit-Schnittstelle
sind. Somit sind diese Stellen, wahrscheinliche Stellen des Hormons,
die den Rezeptor kontaktieren. Abschnitte der α-Untereinheit können ebenfalls durch monoklonale
Antikörper,
wenn hCG mit LH Rezeptoren komplexiert ist, erkannt werden. Zu diesen
zählen
Resten, die durch Antikörper
A105 und A407 erkannt werden (Moyle et al, 1995).
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Andere
Strategien für
das Identifizieren von Regionen der Glycoproteinhormone, die mit
Rezeptoren interagieren, beinhalten die Verwendung von Hormon-Analoga,
die mehr als ein Rezeptor erkennen (Campbell et al, 1991; Moyle
et al, 1994; Han et al, 1996; Campbell et al, 1997). Somit war es
möglich,
Analoga von hCG herzustellen, die an FSH und TSH Rezeptoren binden,
einfach durch Ändern
des β-Untereinheit-Sitzgurtes
von hCG, zu jenem der in hFSH gefunden wird (Campbell et al, 1997).
Dieses Analogon enthält
keine TSH-spezifische Reste, war dennoch in der Lage eine TSH Reaktion
auf das selbe Maximalniveau wie TSH zu stimulieren. Durch Vergleichen
der Aktivitäten
von mehreren dieser multifunktionellen Analoga, war es möglich, zu dem
Schluss zu kommen, dass die meisten Sitzgurtreste und beinahe alle
von der zweiten β-Untereinheitschleife
unwahrscheinlich sind, essentielle Schlüssel-Hochaffinität-Rezeptorkontakte
zu bilden.
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Es
gibt keine Berichte über
eine Kristallstruktur für
irgendeinen LH, FSH, oder TSH Rezeptor. Die Aminosäuresequenzen
von mehreren Glycoprotein-Hormon-Rezeptoren sind jedoch bekannt
(Moyle et al, 1994; McFarland et al, 1989; Loosfelt et al, 1989;
Segaloff et al, 1990; Sprengel et al, 1990; Braun et al, 1991; Nagayama
et al, 1991; Nagayama et al, 1989; Jia et al, 1991). Diese Proteine
scheinen extrazelluläre,
Transmembran- und intrazelluläre
Domänen
zu besitzen. Wenn sie ohne die Transmembran- oder intrazellulären Domänen (Braun
et al, 1991 Ji et al, 1991; Xie et al, 1990; Moyle et al 1991) exprimiert
werden, oder in Verbindung mit anderen Transmembrandomänen (Moyle
et al, 1991), scheint die extrazelluläre Domäne, am meisten zu der Affinität des Rezeptors
für dessen
Ligand beizutragen. Die extrazellulären Domänen dieser Proteine sind Mitglieder
der Leucin-reichen Wiederholungsfamilie von Proteinen und die Transmembrandomänen scheinen sieben
hydrophobe Helices, die die Plasmamembran umspannen, zu haben (McFarland
et al, 1989). Eine Kristallstruktur eines Ribonuklease Inhibitors,
einer Modellstruktur eines Leucin-reichen Wiederholungsproteins, wurde
bestimmt und gezeigt, dass sie eine Hufeisenform besitzen (Kobe
et al, 1993 und 1995).
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Dieses
Ergebnis weist darauf hin, dass die extrazellulären Domänen der LH, FSH, und TSH Rezeptoren
hufeisenförmig
sind (Moyle et al, 1995). Abschnitte der extrazellulären Domäne der LH
und FSH Rezeptoren, die ihre hCG und hFSH Bindungspezifitäten steuern,
wurden durch die Verwendung von LH/FSH Rezeptorchimären identifiziert
(Moyle et al, 1994). Durch Betrachten der Abschnitte von hCG, die
am wahrscheinlichsten den LH Rezeptor kontaktieren, und der Abschnitte
des LH-Rezeptors, die für
die Ligand Bindungsspezifität
verantwortlich sind, wurde ein Modell entwickelt, das die Fähigkeit
dieses Hormons, mit LH Rezeptoren zu interagieren und die Signalübertragung
aufzulösen,
erklärt
(Moyle et al, 1995). In diesem Modell kontaktiert die Furche zwischen
der zweiten α-Untereinheitschleife
und der ersten und dritten β-Untereinheitschleife
den Rand der Rezeptor extrazellulären Domäne in der Nähe der Mitte des Hufeisens
(Moyle et al, 1995). Der Rest des Hormons projiziert in den Raum
zwischen den Armen des Hufeisens. Wenn das Hormon an den Rezeptor bindet
und in diesen Raum projiziert, stabilisiert es eine Konformation
der extrazellulären
Domäne,
die für
die Signaltransduktion benötigt
wird. Dies wird zu der Transmembrandomäne durch spezifische Kontakte
zwischen der extrazellulären
und der Transmembrandomäne
geführt,
dass für
eine richtige Rezeptorexpression auf der Zelloberfläche benötigt wird
(Moyle et al, 1991). Das Modell berücksichtigt die Fähigkeiten
von Oligosacchariden, die Signaltransduktion zu beeinflussen (Moyle
et al, 1975; Matzuk et al, 1989). Obwohl das Modell diese Daten
erklären
kann, wurden jedoch andere Modelle vorgeschlagen, in welchen unterschiedliche Teile
von hCG mit den Rezeptoren interagieren (Jiang et al, 1995). Es
ist somit nach wie vor unklar, wie Glycoproteinhormone mit ihren
Rezeptoren interagieren.
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Diese
Ansicht der Hormon Rezeptor Interaktion erklärt auch die Inhibierung der
hCG-Bindung durch einige
monoklonale Antikörper,
die Regionen von hCG erkennen, von denen angenommen wird, dass sie
in Schlüssel-Rezeptor-Kontakten
nicht teilnehmen. Wie früher
diskutiert ist, zählen
zu diesen Hormonoberflächen,
die durch die α-Untereinheitschleife
1 und 3 und β-Untereinheitschleife
2 gebildet sind. In dem Modell projizieren diese Regionen in einem
Raum zwischen den N- und C-terminalen Armen der extrazellulären Domäne des Rezeptors.
Bindung von Antikörper
an diesen Stellen verhindert das Eindringen des Hormons in diesen
Raum.
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Die Ähnlichkeiten
in den Lokalisationen der Cysteine in Glycoproteinhormonen von den
meisten Wirbeltierspezies (Pierce et al, 1981) weisen darauf hin,
dass sie ähnlich
wie hCG falten werden. Die Strukturen der Rezeptoren für die Glycoproteinhormone
sind wahrscheinlich auch aufgrund der Ähnlichkeiten in den Leukin-reichen
Wiederholungen ihrer extrazellulären
Domänen
und der großen
Anzahl von konservierten Resten in ihren Transmembran-Domänen ziemlich
vergleichbar (Moyle et al, 1994; Braun et al, 1991; Nagayama et
al, 1991). Es scheint somit wahrscheinlich, dass jedes Modell, das
erfolgreich die Interaktion von hCG mit LH Rezeptoren erklärt, ebenfalls
die Fähigkeiten
andere Glycoproteinhormone mit ihren Rezeptoren zu interagieren, voraussagen
wird. Ein Weg, wie der Sitzgurt die Spezifität der Ligand-Rezeptor-Interaktion beeinflussen
kann, würde
das Verändern
der relativen Positionen der Hormonuntereinheiten sein (Cosowsky
et al, 1997). Dies würde
die Form der Furche zwischen der zweiten α-Untereinheitschleife und den
ersten und dritten β-Untereinheitsschleifen
verändern.
Es wurde der Vorschlag gemacht, dass inhibitorische Elemente in
dem Hormon und dem Rezeptor für
das Verhindern von unsachgemäßen Ligand-Rezeptor-Interaktionen
verantwortlich sind (Moyle et al, 1994). Die Wirkung des Sitzgurtes
würde deshalb
sein, die Form des Hormons zu verändern, um dessen Fähigkeit
zu reduzieren, in den zentralen Abschnitt des Hufeisens zu passen.
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Die
Glycoproteinhormone besitzen mehrer therapeutische Verwendungen.
FSH wird verwendet, um die Entwicklung von Eierstockfollikeln in
Vorbereitung auf die Ovulationsinduktion zu induzieren (Galway et
al, 1990, Shoman et al, 1991; Gast, 1995; Olive, 1995). LH und hCG
werden ebenfalls verwendet, um die Ovulation von Follikeln, die
die Entwicklung eingeleitet haben, zu induzieren. FSH, LH, und hCG
werden verwendet, um die Hodenfunktion in Männern zu induzieren. Während die
existierenden Hormone verwendet werden können, um die Funktionen der
männlichen
und weiblichen Gonaden und der Schilddrüse zu stimulieren, erfordern die
praktischen Anwendungen der Hormone für diese Verwendung, dass sie
Heterodimere sind. Diese können von
der Hypophyse (d.h. LH und FSH), Serum (Pferde-Chroriongonadotropin)
oder Urin von Schwangeren (hCG) oder postmenopausalen Frauen (Mischung
aus hLH und hFSH) isoliert werden. Aktive Heterodimere können ebenfalls
aus Kulturen von Zellen, die sowohl die α- und β-Untereinheiten exprimieren,
einschließlich einigen
von Tumoren (Cole et al, 1981) oder jenen, die mit cDNA oder genomischer
DNA, die die α-
und β-Untereinheiten
kodieren (Reddy et al, 1985), transfiziert sind, isoliert werden.
In der Tat sind die letzteren wichtige Quellen von Glycoproteinhormonen,
die therapeutischen Nutzen aufweisen. Da von den Oligosacchariden
der Glycoproteinhormone gezeigt wurde, ihre Fähigkeiten, eine Signaltransduktion
auszulösen,
zu beeinflussen (Moyle et al, 1995; Matzuk et al, 1989) wird die
Herstellung und Synthese von aktiven Heterodimeren am besten in
eukaryotischen Zellen ausgeführt.
Diese Zellen sind in der Lage Hoch-Mannose-Oligosaccharide an Oligosaccharide hinzuzufügen, und
in einigen Fällen
diese zu bearbeiten, um die komplexen Oligosaccharide, die in natürlichen
Hormonen gefunden werden, zu ergeben (Baezinger et al, 1988).
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Da
eukaryotische Zellen Glycoproteine unterschiedlich bearbeiten können, wird
trotzdem die Synthese von Glycoproteinhormonen häufig in Säugetierzelllinien, wie jene
die vom chinesischen Hamster ovarium (CHO) abgeleitet sind, ausgeführt. Während die
Hormone in Nicht-Säugetier-eukaryotischen-Zellen
gemacht werden können,
beschränkt
die potenzielle Antigenizität
der Oligosaccharidketten ihre klinische Verwendung.
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Die
heterodimeren Hormone wurden ebenfalls als Immunogene verwendet,
um Antisera auszulösen, das
verwendet werden kann, um die Fertilität zu beschränken (Singh et al, 1989; Pal
et al, 1990; Talwar et al, 1986; Talwar et al, 1992; Moudgal et
al, 1971 und 1972; Moudgal, 1976; Ravindranath et al, 1990; Moudgal
et al, 1978). Aufgrund der essentiellen Rolle von hCG beim Aufrechterhalten
einer menschlichen Schwangerschaft, würde die Entwicklung einer Immunreaktion
auf hCG als ein Mittel zur Empfängnisverhütung günstig sein,
und eine beachtliche Anstrengung wurde unternommen, um ein hCG-basierendes
Verhütungsmittel- Vakzin zu entwickeln.
Grundsätzlich
können
aber auch Antikörper
gegen die Hormone verwendet werden, um die Fertilität zu Fördern. Zum
Beispiel scheinen die LH Konzentrationen in einigen Frauen, die
eine polyzystische Eierstockerkrankung haben, überhöht zu sein. Somit würde die
Entwicklung eines Verfahrens, das die zirkulierende LH-Aktivität reduziert,
jedoch nicht eluminiert, bei der Wiederherstellung der Fertilität vorteilhaft
sein.
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Der
Glycoproteinhormon Metabolismus ist sehr schlecht verstanden. Es
ist bekannt, dass die Hormonhalbwertszeiten durch ihren Gehalt von
Oligosacchariden (Baenzinger et al, 1988), insbesondere ihren terminalen
Zuckerresten, beeinflusst ist. Die stabilsten Hormone sind jene,
die den höchsten
Gehalt an Sialinsäure in
dieser Stelle aufweisen (Murphy et al, 1991; Baenzinger et al, 1992;
Fiete et al, 1991; Smith et al, 1993; Rosa et al, 1984). Trotzdem
sind die Oligosaccharide nicht gänzlich
für die
Stabilität
der Hormone verantwortlich, da die freien Hormon-Untereinheiten
signifikant kürzere
Halbwertszeiten haben, obwohl sie die selben Oligosaccharide wie
die Heterodimere aufweisen (Wehmann et al, 1984; Kardana et al,
1991).
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Es
ist allerdings vorgeschlagen worden, dass die Hormone durch Proteolyse
inaktiviert werden können,
was zu der Untereinheit-Dissoziation führt (Kardana et al, 1991; Birken
et al, 1991; Cole et al, 1991; Cole et al., 1991; Cole et al, 1993).
Durchschnittenes hCG dissozierte in ihre inaktiven Untereinheiten
viel schneller als hCG (Cole et al, 1993). Es wird somit erwartet,
dass ein Verfahren, das die Untereinheiten Dissoziation verhindern
oder reduzieren kann, die Hormonwirksamkeit potenzieren würde.
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Die
Glycoproteinhormon-Untereinheiten dissozieren schnell unter denaturierenden
Bedingungen, die Hitzebehandlung, pH-Extreme und Harnstoff enthalten
(Pierce et al, 1981; Cole et al, 1993). Aus diesem Grund werden
die meisten Glycoproteinhormonzubereitungen als lyophilisiertes
Pulver gelagert. Ein Verfahren, dass zu einer erhöhten Stabilität des Heterodimers
führt,
kann das Lagern und Verteilen der Hormonzubereitungen in wässrigen
Lösungen
ermöglichen.
Dies würde
den Bedarf für
den Versand eines getrennten Hormonverdünnungsmittels und den zusätzlichen
Schritt der Hormon-Rekonstituierung durch den Endverbraucher eliminieren.
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Mehrere
Versuche wurden gemacht, um Hormone durch Vernetzen ihrer Untereinheiten
zu stabilisieren. Chemischen Vernetzungsverfahren sind verwendet
worden (Weare et al, 1979 und 1979); jedoch führen diese zu einer reduzierten
Aktivität.
Es ist auch möglich, α- und β-Untereinheiten genetisch
zusammen zu fusionieren, um ein Einzelkettenhormon zu erzeugen.
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Dieses
Molekül
ist stabiler als das Heterodimer und weist eine höhere biologische
Aktivität
auf (Sugahara et al, 1995); es ist jedoch stark von dem nativen
Molekül
verschieden.
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Ein
anderes Verfahren von quervernetzten Proteinen würde das Verbinden dieser mittels
einer Disulfidbindung sein. Diese Strategie tritt natürlich auf,
um andere Proteine der Cysteinkonten-Superfamilie zu stabilisieren
(Sun et al, 1995) und nimmt wahrscheinlich den Platz des Sitzgurtes
ein. Weiters kann die Addition von Disulfidbindung zu Proteinen
ihre Stabilität
erhöhen,
vorausgesetzt, dass der Zusatz der Disulfidbindung nicht die interne
Spannung innerhalb des Proteins erhöht (Matthews, 1987; Matsumura
et al, 1989). Versuche, um die Glycoprotein Heterodimere durch eine
Disulfidbindung zu stabilisieren, sind im Kanadischen Patent CA 2188508
beschrieben worden. Es gibt auch einen Kommentar in Han et al (1996),
der auf solche Disulfidbindungen zwischen Untereinheiten hinweist,
jedoch berichtet diese Literaturstelle, dass die Einführung einer
solchen Disulfidbindung die Aktivität des Hormons reduzieren kann.
Es ist höchstwahrscheinlich
deshalb, da diese Heterodimere komplexe Proteine mit mehreren Disulfiden
sind. Das Hinzufügen
eines Cysteins zu diesen hat das Potenzial, die Faltung zu zerstören, was
in nicht-funktionellen Proteinen resultiert. Zusätzlich ist es unwahrscheinlich,
dass andere Cysteinknoten-Proteine als eine Basis verwendet werden
können,
um die Lokalisationen der Disulfidbindungen vorherzusagen, die die
Glycoproteinhormone stabilisieren würden, da die Organisation der
Untereinheiten in anderen Cysteinknoten-Proteinen sich im Wesentlichen
von der in den Glycoproteinhormonen unterscheidet (Sun et al, 1995).
-
Die
Zitierung von jedem Dokument hierin ist nicht als ein Zugeständnis beabsichtigt,
dass ein solches Dokument ein relevanter Stand der Technik ist oder
maßgeblich
für die
Patentierbarkeit von jedem Anspruch der vorliegenden Anmeldung betrachtet
wird. Jede Aussage über
Inhalt oder Datum von jedem Dokument basiert auf den für den Anmelder
erhältlichen
Informationen zu dem Zeitpunkt der Einreichung und stellt kein Zugeständnis über die
Richtigkeit einer solchen Aussage dar.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist dementsprechend ein Ziel der Erfindung, die Mängel im
Fachgebiet, wie oben diskutiert, zu überwinden. Die Glycoprotein-Hormon-Analoga
der vorliegenden Erfindung bietet eine verbesserte Stabilität, während zumindest
ein Teil der Bioaktivität
des entsprechenden Glycoproteinhormons beibehalten wird. Vorzugsweise
behalten die Analoga der vorliegenden Erfindung zumindest 25 % der
Affinität
des entsprechenden Hormons für
dessen nativen Rezeptor. Diese Analoga der vorliegenden Erfindung
bieten eine Verbesserung gegenüber
den Glycoproteinhormonanaloga des Standes der Technik, da eine richtig
gestaltete Positionierung der Interuntereinheit-Disulfidbindung,
die durch Modifizierung von Resten in einer oder beiden der α- oder β-Untereinheit
erzeugt wurden, die potenziellen Auswirkungen der Inter-Untereinheitverbindungen
auf die Hormonstruktur minimieren.
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Es
wurde vom vorliegenden Anmelder gefunden, dass solche verbesserten
Glycoproteinhormonanaloga vorzugsweise der Regel entsprechen, wobei
die Inter-Untereinheitvernetzungen
innerhalb von zwei Resten von existierenden (nativen) Cysteinen,
die in native Disulfidverbindungen eingebunden sind und nicht außerhalb
der äußersten
Cysteine der entsprechenden Untereinheit sind, platziert werden
müssen.
Keines der Glycoproteinhormonanaloga des Standes der Technik mit
Interuntereinheit-Disulfiden entspricht dieser Regel.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
von Glycoproteinhormonanaloga mit einer Interuntereinheit-Disulfidverbindung
zwischen einem Cysteinknoten einer α-Untereinheit und einem Cysteinknoten
einer β-Untereinheit.
Dies minimiert Störungen
des Glycoproteinhormons und ermöglicht
diesem, die Aktivität
zum Stimulieren eines Gonadotropin-Rezeptors, die das entsprechende
native Hormon besitzt, im wesentlichen beizubehalten, während es
eine verbesserte Stabilität
verleiht. Dieses Merkmal ist ebenfalls nicht im Stand der Technik
offenbart oder angedeutet.
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Weitere
Aspekte der vorliegenden Erfindung sind die Bereitstellung von Glycoproteinhormonanaloga mit
einer Interuntereinheit-Disulfidbindung zwischen einem Cysteinrest
der innerhalb der Schleife 3 der α-Untereinheit
lokalisiert ist, und einen Cysteinrest, der innerhalb der Schleife
2 und β-Untereinheit
lokalisiert ist, oder zwischen Schleife 1 der α-Untereinheit und der Schleife 2 der β-Untereinheit.
Dies beschränkt
auch die Störungen
an dem Glycoproteinhormon und ermöglicht diesem, einen Teil der
Aktivität
zum Stimulieren eines Gonadotropin-Rezeptors beizubehalten, die
das entsprechende native Hormon besitzt, während eine verbessere Stabilität verliehen
wird. Dieses Merkmal wird auch nicht im Stand der Technik offenbart
oder angedeutet.
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Die
Analoga der vorliegenden Erfindung können verwendet werden, wenn
sie in einer pharmazeutischen Zusammensetzung hergestellt sind,
um die Unfruchtbarkeit zu behandeln oder um die Fruchtbarkeit eines
Patienten, der es benötigt,
zu begrenzen. Das Heterodimer der Analoga der vorliegenden Erfindung
ist stabil, und als eine flüssige
pharmazeutische Formulierung transportiert und gelagert zu werden.
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Die
vorliegende Erfindung sieht weiters rekombinante DNA-Moleküle vor,
die Nukleodidsequenzen, die die α-
und β-Untereinheiten
eines Glycoprotein-Hormon-Analogons kodieren, enthalten, wobei die
rekombinanten DNA-Moleküle
Expressionsvektoren sein können.
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Mit
solchen rekombinanten DNA-Molekülen
transformierte eukaryotische Wirtszellen sind ebenfalls vorgesehen
und in einem Verfahren zum Herstellen der Analoga der vorliegenden
Erfindung verwendet.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die 1A-1C zeigen die Struktur der α-Untereinheit
von hCG (1A) zusammen mit der Aminosäuresequenz
in Einbuchstabencode (1B) und ein allgemeines Schema
der Strukturelemente in Glycoprotein-Hormon-Untereinheiten (1C). Wie in 1A gesehen
werden kann, teilt sich der Cysteinknoten die Untereinheit in drei
große
Schleifen. Schleife 1 und 3 sind oben gezeigt. Beachten Sie, dass
sich die schwarzen Linien auf die Cα-Atome des Aminosäurerückgrates beziehen, während sich
die grauen Linien auf die Disulfidverbindungen beziehen. Die Linien
in der 1B wurden gezeichnet, um die
Disulfidbindungen darzustellen. Die Strukturelemente der Glycoproteinhormonuntereinheiten,
wie in Tabelle 1A aufgelistet, sind in der 1C in
schematischer Form dargestellt.
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2A und 2B zeigen
die Struktur der β-Untereinheit
von hCG (2A) zusammen mit ihrer Aminosäuresequenz
im Einbuchstabencode (2B). Wie in 2A gesehen
werden kann, teilt sich der Cysteinknoten die β-Untereinheit in drei große Schleifen.
Schleife 2 ist oben gezeigt. Die kleine Schleife auf der rechten
Seite der Figur wird im Sitzgurt gefunden. Positiv und negativ geladene
Reste in dieser Region sind für
die LH bzw. TSH Aktivität
wichtig. Die gezeigten Reste, die diese schmale Schleife an die
Schleife 1 der β-Untereinheit verbinden,
die von der kleinen Sitzgurtschleife abwärts zu dem Rest der β-Untereinheit verlaufen,
haben einen großen
Einfluss auf die FSH und TSH Rezeptorbindung. Beachte, dass die
schwarzen Linien sich auf die Cα-Atome
des Aminosäurerückgrats
beziehen, während
sich die grauen Linien auf die Disulfidbindungen beziehen. Die Linien
in 2B wurden gezeichnet, um die Disulfidbindungen
darzustellen.
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Die 3A und 3B zeigen
die translatierte Aminosäure
der Sequenzen von α-(3A) und αC7S (3B), die durch die Plasmide pSVL-α, pCI-α, pSVL-αC7S und pC7-αC7S kodiert werden. Da jedes
translatierte Protein die gleiche Leitsequenz aufweist, wird erwartet,
dass beide auf die gleiche Art und Weise bearbeitet werden, um Proteine
zu erzeugen, die aus 92 Aminosäuren
bestehen und eine N-Terminale Aminosäuresequenz beginnend mit APD
aufweisen. Der in dieser und anderen Figuren verwendete Einbuchstabencode
ist: A, Alanin (Ala); C, Cystein (Cys); D, Asparinsäure (Asp);
E, Glutaminsäure
(Glu); F, Phenylalanin (Phe); G, Glycin (Gly); H Histidin (His);
I, Isoleucin (Ile); K, Lysin (Lys); L, Leucin (Leu); M, Methionin
(Met); N, Asparagin (Asn); P, Prolin (Pro); Q, Glutamin (Gln); R,
Arginin (Arg); S, Serin (Ser); T, Threonin (Thr); V, Valin (Val);
W, Tryptophan (Trp); und Y, Tyrosin (Tyr). Der Großbuchstabe
bezeichnet die Position der Cys7 Substitution, durch Serin, die
C7S bildet.
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Die 4A und 4B zeigen
die translatierten Aminosäuresequenzen
von hCGβ' (4A) und hCGβ'Y37C (4B), die durch die Plasmide pSVL-hCGβ' und pSVL-hCGβ'C7S kodiert sind.
Da jedes dieselbe Leitsequenz aufweist, wird erwartet, dass beide
auf die gleiche Art und Weise bearbeitet werden, um Proteine zu
erzeugen, die aus 145 Aminosäuren
bestehen und eine N-terminale Aminosäuresequenz beginnend mit SKE
aufweisen. Der Großbuchstabe
bezieht sich auf die Position der Tyr37 zu Cystein-Mutation.
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5 zeigt
den Einfluss der C7S Mutation in der α-Untereinheit auf die Bindung
von α-Untereinheit monoklonalen
Antikörpern
A113 und A407. In Zellstruktur hergestelltes rekombinantes hCG (rhCG)
und die unter jedem Balkenpaar angegebenen Analoga und deren Strukturen,
die in den Beispielen beschrieben sind, wurden Sandwich-Immunountersuchungen
unter Verwendung von B112 als Einfangantikörper und entweder radioiodiertem
A113 oder A407 als Detektionsantikörper, unterzogen. B112 erkennt
ein Epitop, das Reste in der Schleife 3 der β-Untereinheit enthält; A113
erkennt Epitope, das Reste in der Schleife 1 der α-Untereinheit enthält; und
A407 erkennt Epitope, das Reste im N-Terminus der α-Untereinheit
und einen unterschiedlichen Teil der Schleife 1 der α-Untereinheit
enthält.
Die Epitope für
A407 und A113 überlappen
sich nicht, da beide zur gleichen Zeit an hCG binden können. Der
Balken auf der rechten Seite jedes Paares bezieht sich auf die B112/A407
Untersuchung. Der Balken auf der linken Seite bezieht sich auf die
B112/A113 Untersuchung. Wie hier gesehen wird, hatte die Mutation
von C7S eine viel größere Auswirkung
auf die Bindung von A407, als auf die Bindung von A113.
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6 zeigt
die LH-Rezeptorbindung von hCG (α31-β37). Diese
Figur illustriert die Fähigkeit
von in Zellkultur hergestelltem rhCG (aufwärtsgerichtete Dreiecke). Aus
Urin gereinigtes hCG (Quadrate) oder in Zellkultur hergestelltes
hCG (α31-β37) (nach
unten gerichtete Dreiecke), die Bindung von 125I-hCG
an 200.000 CHO Zellen, die LH Rezeptoren exprimieren, zu inhibieren.
Die Werte auf der Ordinate beziehen sich auf die Menge an radiomarkiertem
hCG, das am Ende der Inkubation an die Zellen gebunden war. Diese
Untersuchung zeigte, dass hCG (α31-β37) an LH
Rezeptoren ähnlich
wie an hCG band.
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Die 7 zeigt
eine LH Rezeptorsignal-Transduktionsaktivität von hCG (α31-β37) und illustriert die Fähigkeit
von rhCG und hCG (α31-β37) die zyklische
AMP Akkumulation in 200.000 CHO-Zellen, die LH Rezeptorenexprimieren,
zu fördern.
Die Produktion von zyklischem AMP als Antwort auf die homorale Stimulation ist
ein weit anerkannter Parameter der Signaltransduktion. Diese Untersuchung
zeigte, dass hCG (α31-β37) die zyklische
AMP Akkumulation ähnlich
zu hCG stimuliert.
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8 zeigt
die thermischen Stabilitäten
von hCG und hCG Analoga, die eine Interuntereinheit Disulfid-Bindung
enthalten. Ähnliche
Mengen an hCG und Analoga wurden bei 85°C für die auf der Abszisse angegebenen
Intervalle inkubiert. Die Proben wurden gekühlt und einer Sandwich-Immunountersuchung
unter Verwendung von Anti-hCG α-Untereinheit
Antikörper
A113 (Einfang) und radioiodiniertem Anti-hCG β-Untereinheit Antikörper B112
(Detektion) unterzogen, um die Menge an Heterodimer, die übrig blieb,
zu bestimmen. Die Werte auf der Abszesse beziehen sich auf die Menge
an Aktivität,
die in dieser Untersuchung in Bezug auf die Ausgangsmenge an hCG
vor der Erwärmung übrig blieb.
Diese Untersuchung zeigte, dass hCG leicht bei 85°C zerstört wird,
wohingegen die vernetzten Analoga ihre Aktivitäten für mindestens 20 Minuten beibehielten.
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9 zeigt
die Stabilität
von hCG und vernetzten Analoga gegenüber einer Harnstoffdissoziation.
Der Einfluss von 8M Harnstoff auf rhCG und die vernetzten hCG Analoga,
die über
jeder Bahn bezeichnet sind, ist dargestellt. Die Behandlung von
hCG mit 8M Harnstoff ist bekannt, die Dissoziation ihrer Untereinheiten
zu fördern,
einem hierin bestätigten
Ergebnis. Wie gesehen werden kann, förderte die Behandlung der vernetzten Analoga
mit 8M Harnstoff die Untereinheit Dissoziation nicht, welche zu
dem Verlust der Bande, die dem Heterodimer entspricht, geführt hätte. Die
Positionen des Heterodimers und der freien β-Untereinheit sind auf der linken Seite
der Figur vermerkt. Im Anschluss an die Elektrophorese der unbehandelten
und Harnstoff behandelten Proben, wurden die Proteine in dem Gel
auf Nitrozellulose elektrogeblottet, die restlichen nicht spezifischen
Proteinstellen auf der Oberfläche
der Nitrozellulose wurden blockiert, und das Dimer und die freie β-Untereinheit
wurden unter Verwendung von radioiodiniertem B105 ermittelt.
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Die 10A und 10B zeigen
die translatierten Aminosäuresequenzen
von CFC101-114β' (10A) und CFC101-114β'Y37C (10B),
die durch die Plasmide pSVL-CFC101-114β und pSVLCFC101-114βY37C kodiert
sind, im Einbuchstaben-Aminosäurecode.
Da jedes die gleiche Leitsequenz aufweist, wird erwartet, dass beide
auf die gleiche Art und Weise bearbeitet werden, um Proteine zu
erzeugen, die aus 145 Aminosäuren
mit einer N-Terminalen
Aminosäuresequenz
beginnend mit SKE, bestehen. Die Lokalisation der Großbuchstaben
weist auf die Stelle der Tyr37 zu Cystein-Mutation hin. Die unterstrichenen
Sequenzen sind von der hFSH-β-Untereinheit
abgeleitet. Die Kodons für
die Reste Arg95-Ser96 bilden eine BglII Stelle und jene für Val102-Arg103-Gly104
bilden eine SstII Stelle.
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11 zeigt den Einfluss der α31-β37 und α51-β99 Disulfide auf die Bindung
der α-Untereinheit monoklonalen
Antikörper
A113 und A407 an ein bifunktionales hCG/hFSH chimäres Analogon.
Die hCG und die unter jedem Balkenpaar angegebenen CFC101-114 Analoga
und dessen Strukturen sind in dem Beispielen beschrieben, wurden
einer Sandwich-Immunountersuchung
unter Verwendung von B112 als Einfang-Antikörper und entweder radioiodiniertem
A113 oder A407 als Detektions-Antikörper unterzogen. B112 erkennt
ein Epitop, das Reste in der β-Untereinheitschleife
3 enthält;
A113 erkennt Epitope, die Reste in der Schleife 1 der α-Untereinheit
enthält;
und A407 erkennt Epitope, die Reste in dem N-Terminus der α-Untereinheit
und einem unterschiedlichen Teil der Schleife 1 der α-Untereinheit
enthält.
Die Epitope für
A407 und A113 überlappen
sich nicht, da beide zur gleichen Zeit an hCG binden können. Der
Balken auf der rechten Seite jedes Paars bezieht sich auf die B112/A407
Untersuchung. Der Balken auf der linken Seite bezieht sich auf die
B112/A113 Untersuchung. Wie hier gesehen werden kann, stellte weder
das α31-β37 noch das α51-β99 Disulfid
die Bindungsaktivität
von A407 zu CFC101-114 wieder her.
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12 zeigt die thermischen Stabilitäten von
hCG, CFC101-114, und CFC101-114 Analoga, die eine Interuntereinheit-Disulfidbindung
enthalten. hCG, CFC101-114, und CFC101-114 Analoga wurden bei 85°C für die unter
der Abszisse angegebenen Intervalle inkubiert.
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Proben
wurden gekühlt
und einer Sandwich-Immunountersuchung unter Verwendung von Anti-hCG α-Untereinheit
Antikörper
A113 (Einfang) und radioiodiertem Anti-hCG β-Untereinheit Antikörper B112
(Detektion) unterzogen, um die Menge an Heterodimer zu bestimmen,
die übrig
blieb. Die Werte auf der Abszisse beziehen sich auf die Menge an
in dieser Untersuchung verbleibenden Aktivität im Bezug auf die Ausgangsmenge
an hCG vor der Erwärmung.
Diese Untersuchung zeigte, dass hCG und CFC101-114 leicht bei 85°C zerstört werden,
wohingegen die vernetzten Analoga im Wesentlichen ihre Aktivität für 20 Minuten
beibehielten.
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13 zeigt die Fähigkeiten
von hCG, CFC101-114, und CFC101-114 die zyklische-AMP Akkumulation
in LH-Rezeptoren exprimierenden Zellen zu stimulieren. Diese Figur
illustriert, dass die Wirksamkeit von CFC101-114 (α31-β37) (geschlossenes
Dreieck) zumindest so groß war
wie die von CFC101-114 (offene Symbole) in Untersuchungen, die so
ausgebildet sind, um ihre Fähigkeiten,
die LH-Rezeptor-Signaltransduktion zu stimulieren, zu vergleichen.
Während
CFC101-114 (α51-β99) ebenfalls
die Singaltransduktion stimulierte, war ihre Wirksamkeit geringer
als die von CFC101-114 oder CFC101-114 (α51-β99). Im Gegensatz zu den benötigten Mutationen,
um das α51-β99 Disulfid
herzustellen, beeinflussten die Mutationen, die benötigt wurden, um
das α31-β37 Disulfid
herzustellen, die Signaltransduktion nicht. Der Sitzgurt ist bekannt,
die Rezeptorbindungs-Spezifität
zu beeinflussen. Somit unterstützen
die Daten in dieser Figur die Idee, dass die Einführung von
Disulfiden in Hormonregionen, von denen nicht gedacht wird, dass
sie in Rezeptor-Kontakte oder Bindungsspezifität nicht teilnehmen, einen minimalen
Einfluss auf die Rezeptorbindung oder Signaltransduktion haben wird.
Somit werden Regionen des Hormons, die den Rezeptor nicht kontaktieren
und/oder nicht zur Spezifität
der Rezeptorbindung beitragen, bevorzugte Stellen für die Herstellung
Disulfidbindungs-vernetzter Heterodimere sein.
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14 zeigt die Fähigkeiten
von hFSH, CFC101-114, und CFC101-114 (α31-β37), die zyklische-AMP Akkumulation
in FSH-Rezeptoren exprimierenden Zellen zu stimulieren.
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Diese
Figur zeigt, dass die halbmaximale Reaktion auf CFC101-114 (α31-β37) (geschlossene
Dreiecke) ähnlich
war zu der von CFC101-114 (offene Symbole) in Untersuchungen, die
so ausgebildet sind, um ihre Fähigkeiten,
die FSH-Rezeptorsignal-Transduktion zu stimulieren, zu vergleichen.
Die Aktivität
von CFC101-114 (α51-β99) war viel
geringer als die von CFC101-114
oder CFC101-114 (α51-β99). Somit
hatten, im Gegensatz zu den benötigten
Mutationen, um das α51-β99 Disulfid
herzustellen, die benötigten
Mutationen, um das α31-β37 Disulfid
herzustellen, einen minimalen Einfluss auf die FSH induzierte Signaltransduktion.
Der Sitzgurt ist bekannt die Rezeptorbindungsspezifität zu beeinflussen.
Somit unterstützen
die Daten dieser Figur die Idee, dass die Einführung von Disulfiden in Hormonregionen,
von denen nicht angenommen wird, dass sie in Rezeptor-Kontakten
oder Bindungsspezifität
nicht teilnehmen, einen minimalen Einfluss auf die FSH-Rezeptorbindung
oder Signaltransduktion haben wird. Somit werden Regionen des Hormons,
die den Rezeptor nicht kontaktieren und/oder nicht zu der Spezifität der Rezeptorbindung
beitragen, bevorzugte Stellen für
die Herstellung von Disulfidbindung vernetzten Heterodimeren sein.
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Die 15A und 15B zeigen
die translatierten Aminosäuresequenzen
von αKSIC
(15A) und hCGβD99C
(15B), die durch die Plasmide pSVL-αK51C und
pSVL-hcGβ'D99C kodiert sind.
Da jedes hCG α-Untereinheit
basierende Protein und hCG β-Untereinheit basierende
Protein die gleiche Signal-Peptid-Leitsequenz als die α- und β-Untereinheiten von
hCG aufweisen, wird erwartet, dass sie auf die gleiche An und Weise
bearbeitet werden. Es würde
somit erwartet werden, dass αK51C
92 Aminosäurereste,
die die N-terminale
Sequenz APD aufweist, enthält,
und es würde
erwartet werden, dass hCGβ'D99C, 145 Aminosäurereste,
die die N-terminale Sequenz SKE aufweist, enthält. Der hier verwendete Einbuchstaben-Aminosäurecode
wurde in der Legende zu den 3A und 3B definiert.
Der Großbuchstabe
bezieht sich auf die Lokalisationen der Mutationen, die gemacht
wurden, um die Interuntereinheit Disulfidbindung zu bilden.
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16 zeigt die relativen Fähigkeiten von hCG, die als
eine durchgezogene Linie mit Kreisen dargestellt ist, und hCG (α51-β99), die
als eine gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt
ist, die Bindung von radiomarkierten hCG an LH-Rezeptoren exprimierende CHO-Zellen
zu inhibieren.
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17 zeigt die relativen Fähigkeiten von hCG, die als
durchgezogene Linien mit Quadraten dargestellt ist, hCG (α-βD99C), die
als eine gestrichelte Linie mit abwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt
ist, hCG (α51-β99), die
als eine gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt
ist, und hCG (αK51c-β), die als
eine gestrichelte Linie mit Rauten dargestellt ist, die Bindung
von radiomarkiertem hCG an LH-Rezeptoren exprimierenden CHO-Zellen zu inhibieren.
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18 zeigt die relativen Fähigkeiten von hCG, die als
eine durchgezogene Linie mit Kreisen dargestellt ist, und hCG (αK51A-β), die als
eine gestrichelte Linie mit abwärtsgerichteten
Dreiecken dargestellt ist, mit radiomarkierten hCG um die Bindung
an LH-Rezeptoren
exprimierenden CHO-Zellen zu konkurrieren.
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19 zeigt die relativen LH-Rezeptor Signal-Transduktionsaktivitäten von
hCG, die als eine durchgezogene Linie mit Kreisen dargestellt ist,
hCG (α51-β99), die
als eine gestrichelte Linie mit offenen Quadraten dargestellt ist,
hCG (α-βD99C), die
als eine gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt
ist, und hCG (αK51C-β), die als
eine gestrichelte Linie:' mit
Kreisen dargestellt ist.
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20 zeigt die relativen LH-Rezeptor Signal-Transduktionsaktivitäten von
hCG, die als eine durchgezogene Linie mit Kreisen dargestellt ist;
und hCG (αK51A-β), die als
eine gestrichelte Linie mit offenen Quadraten dargestellt ist.
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21 zeigt die translatierte Aminosäuresequenz,
die durch das Plasmid pSVL-CFC101-114β'D99C kodiert ist.
Da dieses translatierte Protein die gleiche Signalsequenz wie die
hCG β-Untereinheit
aufweist, wird erwartet, dass sie auf die gleiche Art bearbeitet
wird und zu einem sezernierten Protein mit 145 Aminosäuren mit
einer N-terminalen Aminosäuresequenz
SKE führt.
Der Großbuchstabe
bezieht sich auf die Lokalisation der Mutation, die gemacht wurde,
um die Disulfidbindung einzuführen.
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22 illustriert die relativen LH-Rezeptorbindungsaktivitäten von
hCG, die als eine durchgezogene Linie dargestellt ist, CFC101-114,
die als eine dick gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt
ist, CFC101-114 (α51-β99), die
als eine gestrichelte Linie mit abwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt ist,
CFC101-114 (α-βD99C), die
als eine gestrichelte Linie mit geschlossenen Rauten dargestellt
ist, und CFC101-114 (αK51C-β), die als
ein gestrichelte Line mit offenen Rauten dargestellt ist.
-
23 illustriert die relativen LH-Rezeptor Bindungsaktivitäten von
rhCG, die als eine durchgezogene Linie mit Quadraten dargestellt
ist; CFC101-114, die als eine gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten
Dreiecken dargestellt ist; und CFC101-114 (αK51C-β), die als eine gestrichelte
Linie mit Kreisen dargestellt ist.
-
24 illustriert die relativen LH-Rezeptor Transduktionsaktivitäten von
hCG, die als eine durchgezogene Linie mit geschlossenen Kreisen
dargestellt ist; CFC101-114, die als eine gestrichelte Linie mit
offenen Quardraten dargestellt ist; CFC101-114 (α-βD99C), die als eine gestrichelte
Linie mit Rauten dargestellt ist; CFC101-114 (αK51C-βD99C), die als ein einzelner
Punkt dargestellt ist; und CRC101-114 (αK51C-β), die als eine Linie nächst zu
der Abszisse dargestellt ist.
-
25 zeigt die relativen LH-Rezeptor Signaltransduktionsaktivitäten von
rhCG, die als eine durchgezogen Linie mit Kreisen dargestellt ist;
und CFC101-114 (αK51A-β), die als
eine gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten
Dreiecken dargestellt ist.
-
26 illustriert die relativen Fähigkeiten von hFSH, die als
eine durchgezogenene Linie mit Kreisen dargestellt ist; CFC101-114,
die als eine gestrichelte Linie mit Quadraten dargestellt ist; CFC101-114 (α-βD99C), die
als eine gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt
ist; CFC101-114 (αK51C-βD99C), die
als eine durchgezogene Linie mit abwärtsgerichteten Dreiecken dargestellt
ist; und CFC101-114 (αK51C-β), die als
eine durchgezogene Linie mit offenen Symbolen dargestellt ist, die
Bindung von 125I-hFSH an CHO-Zellen, die hFSH-Rezeptoren
expremieren, zu inhibieren.
-
27 illustriert die relativen Fähigkeiten von hFSH, die als
eine durchgezogene Linie mit Kreisen dargestellt ist, und CFC101-114,
die als eine gestrichelte Linie mit offenen Symbolen dargestellt
ist, die Signaltransduktion in hFSH-Rezeptoren tragenden CHO-Zellen
zu inhibieren. Die Signaltransduktionsaktivitäten von CFC101 (α51-β99), CFC101-114
(α-βD99C) und
CFC101-114 (αK51C-β) waren zu
gering, um bei den Konzentrationen der eingesetzten Analoga ermittelt
zu werden.
-
28 illustriert die relativen Fähigkeiten von hFSH, die als
eine durchgezogene Linie mit Kreisen dargestellt ist, CFC101-114,
die als eine gestrichelte Linie mit offenen Quadraten dargestellt
ist, und CFC101-114 (αK51A-β), die als
eine gestrichelte Linie mit aufwärtsgerichteten
Dreiecken dargestellt ist, die Signaltransduktion in hFSH-Rezeptoren
exprimierenden CHO-Zellen zu stimulieren.
-
29 illustriert die Fähigkeiten von hCG, die als
eine durchgezogene Linie mit offenen Symbolen dargestellt ist, und
hCG (α31-β37, α51-β99), die
als eine gestrichelte Linie mit geschlossenen Symbolen dargestellt
ist, die Bindung von 125I-hCG an LH-Rezeptoren
exprimierende CHO-Zellen zu inhibieren.
-
30 illustriert die Fähigkeiten von hCG, als eine
durchgezogene Line mit abwärtsgerichteten
Dreiecken dargestellt ist, und hCG (α31-β37, α51-β99), die als eine durchgezogene
Linie mit Kreisen dargestellt ist, die Signaltransduktion in LH-Rezeptoren
exprimierenden CHO-Zellen zu stimulieren.
-
31A und 31B zeigen
die Aminosäuresequenzen
von αC7S,
K51C (31A) und hCGβ'Y37C, D99C (31B) in Kleinbuchstaben, die den Einbuchstaben-Aminosäurecode
darstellen. Das Serin in 31A,
welches Cys7 ersetzt, und die Cysteine in 31B,
welche Tyr37 und Asp99 ersetzen, sind in Großbuchstaben dargestellt.
-
Die 32A und 32B zeigen
die Aminosäuresequenzen
von αC7A
(32A), einem α-Untereinheit
Analogon, von welchem erwartet wird, dass es für die Herstellung von hCG,
hLH, hFSH, und hTSH Analoga nützlich
sein wird, die durch ein Intercysteinknoten-Disulfid zwischen der α- und β-Untereinheit
stabilisiert sind, und hFSHβY31C
(32B), einem β-Untereinheit
Analogon, von welchem erwartet wird, bei der Herstellung von hFSH
Analoga nützlich
zu sein, die durch ein Intercysteinknoten-Disulfid zwischen der α- und β-Untereinheiten stabilisiert
sind. Diese Figur illustriert die Aminosäuresequenzen eines α-Untereinheit Analogons und
eines hFSH β-Untereinheit
Analogons in Kleinbuchstaben, die den Einbuchstaben-Aminosäurecode
darstellen. Es würde
erwartet werden, dass der Austausch von Cys 7 durch Alanin in der α-Untereinheit,
in Großbuchstaben
in der αC7A
Aminosäuresequenz
dargestellt, den gleichen Effekt hat, wie der Austausch von Cys7 durch
Serin wie in den Beispielen 1 und 2 dargestellt ist. Das Vorhandensein
eines Cysteinrestes an Position 31 in der hFSHβY31C Sequenz wird ebenfalls
in Großbuchstaben
gezeigt. Es würde
erwartet werden, dass Zellen, die dieses FSH β-Untereinheit Analogon und αC7A oder
das α-Untereinheit
Analogon expremieren, die früher
als αC7S
identifiziert wurden, das Disulfid-vernetzte heterodimere Protein
mit FSH-Aktivität
zu sezernieren. Diese Signalsequenz von hFSHβY31C ist identisch, zu der der
hFSH β-Untereinheit
und, es wird deshalb erwartet, dass sie ähnlich zu der hFSH β-Untereinheit bearbeitet
wird. Folglich wäre
ihre N-Terminale Sequenz NSC.
-
33 zeigt den genetischen Code zum Herstellen von
Glycoproteinhormon Analoga.
-
34A und 34B zeigen
die Aminosäuresequenzen
von αV5C
(34A), einem α-Untereinheit Analogon,
von dem erwartet wird, dass es zur Herstellung von hCG, hLH, hFSH,
und hTSH nützlich
sein wird, die durch ein Interuntereinheit Disulfid zwischen den
N-terminalen Abschnitten der α-
und β-Untereinheiten
stabilisiert sind, und hCGβR8C
(34B), einem β-Untereinheit Analogon,
von dem erwartet wird, dass es zum Herstellen von hCG Analoga nützlich sein
wird, die durch ein Interuntereinheit Disulfid zwischen den N-terminalen
Abschnitten der α-
und β-Untereinheiten
stabilisiert sind. Diese Figur illustriert die kodierende Sequenz eines
Analogons eines α-Untereinheit
Analogons und eines hCG β-Untereinheit
Analogons, von dem, wenn es co-exrempiert wird, erwartet werden
würde,
ein Disulfidvernetztes Hormonanalogon mit LH-Aktivität zu bilden. Die
Aminosäuresequenzen
der Proteine und ihre Signalsequenzen sind im Einbuchstabencode
dargestellt. Der Großbuchstabe
stellt die Positionen der Mutationen dar, die benötigt werden,
um das Interuntereinheit Disulfid zu bilden.
-
35 zeigt die Aminosäuresequenz von hFSHβ52C, einem
hFSH β-Untereinheit
Analogon, von dem erwartet wird, dass es zum Herstellen von hFSH
Analoga nützlich
sein wird, die durch ein Interuntereinheit-Disulfid zwischen den
N-terminalen Abschnitten der α-
und β-Untereinheiten stabilisiert
sind, in welchen Ser 2 zu Cystein umgewandelt ist. Es würde erwartet
werden, dass Zellen, die αQSC
(früher
beschrieben) und hFSHβS2C
co-exprimieren, ein Disulfid-vernetztes Heterodimer zu erzeugen,
das eine substantielle FSH-Aktivität aufweist.
-
36 zeigt die Aminosäuresequenz von hLHβY37C, einem β-Untereinheit
Analogon, von dem erwartet wird, dass es zum Herstellen von hLH
Analoga nützlich
sein wird, die durch ein Intercysteinknotendisulfid zwischen den α- und β-Untereinheiten
stabilisiert sind, wobei die Kleinbuchstaben den Einbuchstaben-Aminosäurecode
darstellen. Die Gegenwart eines Cysteinrestes an der Position 37
wird als Großbuchstabe
dargestellt. Es würde
erwartet werden, dass Zellen, die diese LH β-Untereinheit Analogon und das α-Untereinheit Analogon,
die zuvor als αC7S
oder αC7A
identifiziert wurde, ein Disulfid-vernetztes-heterodimeres Protein
mit LH-Aktivität sezernieren.
Diese Signalsequenz von hLHβY31C
ist identisch zu der der hLHβ-Untereinheit und es
wird deshalb erwartet, dass sie auf eine ähnliche Art wie die hLHβ-Untereinheit bearbeitet
wird. Folglich wäre
ihre N-terminale Sequenz SRT.
-
37 zeigt die Aminosäuresequenz von hLHβW8C, einem β-Untereinheit
Analogon, von dem erwartet werden würde, dass es zum Herstellen
von hLH Analoga nützlich
sein wird, die durch ein Interuntereinheit Disulfid zwischen den
N-terminalen Abschnitten der α-
und β-Untereinheiten, in
welchen Trp8 in ein Cystein umgewandelt ist, stabilisiert sind.
Es würde
erwartet werden, dass Zellen, die αQSC (früher beschrieben) und hLHβW8C co-exprimieren,
ein Disulfid-vernetztes Heterodimer erzeugen, das eine substantielle
LH-Aktivität aufweist.
-
38 zeigt die Aminosäurefrequenz von hTSHβY30C, einem β-Untereinheit
Analogon, von dem erwartet werden würde, dass es zum Herstellen
von hTSH Analoga nützlich
sein wird, die durch ein Intercystein-Knotendisulfid zwischen den α- und β-Untereinheiten
stabilisiert sind, wobei die Kleinbuchstaben den Einbuchstaben-Aminosäurecode
darstellen. Die Gegenwart eines Cysteinrestes an Position 30 wird
durch einen Großbuchstaben
dargestellt. Es würde
erwartet werden, dass Zellen, die dieses TSH β-Untereinheit Analogon und die α-Untereinheit Analoga,
die zuvor als αC7S
oder als αC7A
identifiziert wurden, exprimieren, ein Disulfid vernetztes heterodimeres
Protein mit TSH-Aktivität
sezernieren. Die Signalsequenz von hTSHβY31C ist identisch zu der der
hTSH β-Untereinheit,
und es wird deshalb erwartet, dass sie ähnlich zu der hTSH β-Untereinheit
bearbeitet wird. Folglich werden ihre N-terminale Sequenz FCI.
-
39 zeigt die Aminosäuresequenz von hTSHβF1C, einem β-Untereinheit
Analogon, von dem erwartet werden würde, dass er zur Herstellung
von hTSH Analoga nützlich
sein wird, die durch ein Interuntereinheit-Disulfid zwischen den
N-terminalen Abschnitten der α-
und β-Untereinheiten, in
welchen Phel gegen ein Cystein ausgetauscht ist, stabilisiert sind.
Es würde
erwartet werden, dass Zellen, die αQSC (früher beschreiben) und hTSHβF1C co-exprimieren,
ein Disulfid-Heterodimer produzieren, das eine substantielle TSH-Aktivität aufweisen.
-
40 illustriert schematisch die Herstellung des αC7S Kodons.
-
41 illustriert schematisch die Herstellung von
pSVL-CFC101-114β'.
-
42 illustriert schematisch die Herstellung von
pSVL-CFC94-114β'.
-
43 illustriert schematisch die Herstellung von
pSVL-CFC101-106β'.
-
44 illustriert schematisch die Herstellung von
pSVL-αK51C.
-
55 zeigt die Fähigkeiten von hFSH und des
Analogons αV76C
+ hFSHβV38C,
die, zyklische-AMP Akkumulation in den humanen FSH Rezeptor exprimierenden
CHO Zellen zu stimulieren.
-
46 zeigt die Fähigkeiten
von hCG und den Analogon, α+hCGβR6C, Y37C
die zyklische AMP-Akkumulation in LH-Rezeptoren exprimierenden CHO-Zellen
zu stimmulieren.
-
Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
-
Die
Analoga der Glycoproteinhormone gemäß der vorliegenden Erfindung
stellten eine Verbesserung gegenüber
den verallgemeinerten Lehren der CA 2188508 und Han et al (1996)
dar. Interuntereinheit-Disulfidbindungen stabilisieren die α- und β-Untereinheiten
des Glycoproteinhormon-Heterodimers. Die verbesserten Analoga sind
spezifisch konstruiert, um die Störungen der dreidimensionalen
Struktur des Hormons zu reduzieren, dadurch bilden einer höheren Wahrscheinlichkeit,
dass das Dimer in vivo gebildet wird und das gebildete Dimer eine
Affinität
für die
nativen Rezeptoren aufweisen wird und eine agonistische Aktivität darauf
hat.
-
Die
Begriffe „Analogon" oder „Analoga", sowie hierin verwendet,
sind beabsichtigt, ein Glycoproteinhormon zu bedeuten die ausgewählt sind
aus humanem Choriongonadotropin (hCG), humanem luteinisierendem
Hormon (hLH), humanem Follikel stimulierendem Hormon (hFSH), humanem
Schilddrüsen
stimulierendem Hormon (hTSH), und funktionellen Muteinen davon,
in welchen die Aminosäuresequenzen
ihrer α-
und β-Untereinheiten
modifiziert sind, um freie Cysteine in jeder der Untereinheiten
zu erzeugen, die Interuntereinheit Disulfidbindungen bilden, dadurch
Stabilisieren des Heterodimers.
-
So
wie hierin verwendet, bedeuten die Begriffe „Mutein" oder „Muteine" sich auf die Glycoproteinhorme hCG,
hLH, hFSH, und hTSH, welche modifiziert sind, zu beziehen, jedoch
nicht so modifiziert sind, um Interuntereinheit Disulfidbindungen
zu erzeugen, und welche im Wesentlichen (zumindest 80 %) ihre funktionelle biologische
Aktivität,
z.B. Rezeptoraffinität
und Hormonwirksamkeit, Antikörpererkennung,
beibehalten oder die ihre Affinität oder Spezifität für ein unterschiedliches
Glycoproteinhormon erhöhen,
wie bei chimären
Glycoproteinhormonen auftreten kann, ob diese Proteine ausdrücklich als
funktionell ausgewiesen sind oder nicht.
-
Um
Muteine von Glycoproteinhormonen zu erzeugen, können die Proteine durch jedes
im Stand der Technik bekannte Mittel modifiziert werden. Der einfachheitshalber,
werden Modifikationen in jene, die durch Expression in einer geeigneten
Wirtszelle eines modifizierten Gene(s), welche(s) das modifizierte
Protein kodieren, erzielbar sind, welche „Mutationen" genannt werden,
und jene, die nicht durch Expression erzielbar sind, welche „Derivatisationen" genannt werden,
eingeteilt.
-
Während normalerweise
Derivate Erstens durch Synthetisieren des Leitmoleküls und dann
Derivatisieren des Leitmoleküls
hergestellt werden, können
Derivate auch direkt hergestellt werden. In dem Begriff „Derivate" ist jedoch eingeschlossen,
dass es technisch durchführbar
ist, Derivate durch Modifizieren des Leitmoleküls zu erhalten, auch wenn das
nicht das bevorzugte Herstellungsverfahren ist.
-
Modifikationen
von Proteinen können
wie folgt klassifiziert werden:
Günstig – Diese Modifikationen erhöhen den
Nutzen eines Proteins für
eine bestimmte Verwendung.
Neutral – Diese Modifikationen weder
Erhöhen
noch Verringern den Nutzen eines Proteins für eine bestimmte Verwendung.
Ungünstig – Diese
Veränderungen
verringern, eliminieren jedoch nicht notwenigerweise, den Nutzen
eines Proteins für
eine bestimmte Verwendung.
Inaktivierend – Diese Modifikationen eliminieren
den Nutzen eines Proteins für
eine bestimmte Verwendung.
Tolerierbar – Diese Modifikationen sind
günstig,
neutral oder ungünstig,
jedoch nicht inaktivierend.
-
Da
ein Protein mehr als eine Verwendung haben kann, ist es möglich, dass
eine Modifikation für
eine erste Verwendung günstig,
für eine
zweite ungünstig,
für eine
dritte neutral und für
eine vierte inaktivierend ist.
-
Im
Allgemeinen wird die Auswirkung der Modifikationen auf die Eignung
des Proteins für
Verwendungen, die spezifisch sind, zu einem mehr oder weniger großen Ausmaß, auf die
spezifische Struktur des Proteins, als auf jene, die nur von der
Proteinaminosäurezusammensetzung,
Molekulargewicht oder groben physikalischen Eigenschaften abhängig sind,
diskutiert.
-
Ein
Protein kann für
eine Vielzahl von Gründen
modifiziert werden, einschließlich
einem oder mehreren der folgenden Zwecke:
- • um das
Molekül
mehr detektierbar zu machen, wie im Fall von radiomarkierten, enzymmarkierten
und fluoreszenzmarkierten Derivaten;
- • um
das Molekül
in Bezug auf ein bestimmtes physikalisches, chemisches oder biologisches
Mittel, wie Wärme,
Licht, Oxidationsmittel, Reduktionsmittel, und Enzyme, stabiler
zu machen;
- • um
das Molekül
in einem Lösungsmittel
von Interesse löslicher
zu machen, z.B. um eine Verabreichung zu fördern, oder um das Molekül weniger
löslich
zu machen, z.B. um seine Präzipitation
zu fördern
oder seine Verwendung beim Einfangen eines anderen Moleküls zu ermöglichen:
- • um
die Natur der Reaktionen, in welchen das Molekül teilnehmen kann, z.B. das
Plazieren von Schutzgruppen auf Aminosäurenseitenketten, zu beschränken, oder
umgekehrt, um die möglichen
Reaktionen zu erweitern, z.B. das Plazieren einer Schutzgruppe auf
dem Molekül,
um eine nachfolgende Kopplungsreaktion zu fördern;
- • um
das Molekül
weniger (oder mehr) immogen zu machen;
- • um
die Zeit, die das Molekül
in einem bestimmten Organ oder Gewebe verbringt, wenn an ein Lebewesen verabreicht,
zu erhöhen
(oder verringern), oder um seine Ankunft in einem bestimmten Organ
oder Gewebe zu beschleunigen (oder verlangsamen);
- • um
eine oder mehrere ihrer biologischen oder immunologischen Aktivitäten zu verstärken (oder
verringern), z.B. die Affinität
für einen
Rezeptor zu erhöhen
oder verringern, oder um seine Spezifität zu verändern; oder
- • um
eine neue Aktivität
zu verleihen, welche eine frühere
Aktivität
(z.B. Anhängen
eines Toxins an einen Antitumor Antikörper) komplementiert; oder
- • um
eine ungewünschte
Nebenwirkung des Moleküls
zu inhibieren.
-
Die
meisten Reste eines Proteins können
einen gewissen Grad an Mutation tolerieren. Die Mutationen können in
Form einer einzelnen oder multiplen Substitutionen, Insertionen,
oder Deletionen sein. Vorzugsweise sind die Insertionen oder Deletionen
auf die Termini des Moleküls,
oder auf die Oberflächenschleifen
oder Interdomaingrenzen gerichtet.
-
Es
gibt kein bevorzugtes Maximum in Bezug auf eine Insertion an einem
Terminus, die treffender eine „Addition" oder „Fusion" genannt wird. Es
ist Routine, ein Protein an ein anderes zu Fusionieren, um die Expression
zu fördern,
oder um ein Fusionsprotein bereitzustellen, welches die kombinierten
biologischen Aktivitäten
ihrer Komponenten aufweist. Ein Fusionsprotein kann als ein Vorläufer nützlich sein,
welcher gespalten werden kann, um ein aktives Protein freizusetzen,
sogar dann, wenn dem Fusionsprotein selbst die Aktivität fehlt.
-
Im
Bezug auf eine Deletion an einem Terminus, treffender „Verkürzung" genannt, ist der
Zweck der Modifikation wichtig. Es ist Routine, ein Protein erheblich
zu verkürzen,
wenn jemand nur in seine immunologischen Eigenschaften interessiert
ist. Man kann von einem Protein ein Epitop, so klein wie fünf Aminosäuren, herausnehmen,
und es selbst verwenden, um eine T-Zellreaktion auszulösen, oder
konjugiert an Kopien von sich selbst, oder zu einem immunogenen
Träger,
um eine B-Zellreaktion auszulösen.
Wenn es eine biologische Aktivität
ist, die konserviert werden muss, können die Einschränkungen
auf die Verkürzung
strikter sein.
-
Vorzugsweise
ist die Mutante, nach dem alle Substitutionen, und jede der internen
Deletionen und Insertionen betrachtet wurden, zumindest 50 %, mehr
bevorzugt zumindest 80 % identisch zu der Sequenz des ursprünglichen
Proteins.
-
Es
ist wahrscheinlicher, dass ein Protein eine Mutation toleriert,
welche:
- (a) eher eine Substitution als eine
Insertion oder Deletion ist;
- (b) eine Insertion oder Deletion an den Termini, als intern,
oder wenn intern, an einer Schleife, oder an einem Interdomainlinker;
- (c) eher einen Oberflächenrest
als einen inneren Rest betrifft;
- (d) einen Teil des Moleküls
betrifft, der distal zu der Bindungsstelle ist;
- (e) eine Substitution einer Aminosäure für eine andere von ähnlicher
Größe, Ladung
und/oder Hydrophobizität
ist; und
- (f) an einer Stelle ist, die einer wesentlichen Variation unter
einer Familie von homologen Proteinen ausgesetzt ist, zu welcher
das Protein von Interesse gehört
Diese Betrachtungen können
verwendet werden, um funktionelle Mutanten zu entwickeln.
-
Vorzugsweise,
für die
Framework-Reste, und noch mehr bevorzugt für die ganze Kette, hat die
vorausgesagte oder experimentell bestimmte 3D-Struktur des modifizierten
Proteins eine Hauptkette (Cα-Kohlenstoff)
Konformation, dessen mittlere quadratische Abweichung der vorausgesagten
oder experimentell bestimmten 3D-Struktur des ursprünglichen
Proteins vorzugsweise geringer als 5 Å, mehr bevorzugt weniger als 3 Å, noch
mehr bevorzugt weniger als 2 Å,
und am meisten bevorzugt weniger als 1 Å.
-
Die
Bestimmung der 3D-Struktur eines Proteins kann eine beachtliche
Leitlinie für
einen bereitstellen, der versucht, das Protein für einen nützlichen Zweck zu modifizieren,
oder zumindest, um inaktivierende Modifikationen zu vermeiden. Wenn
die gesamte 3D-Struktur bekannt ist, weiß der Fachmann, welche Reste
auf der Oberfläche
sind und welche an der Innenseite sind, welche Reste Seitenketten
aufweisen, die in Richtung der Außenseite zeigen, welche Reste
eng zusammengepackt sind und welche nicht, wo die Kette flexibel
ist und wo sie eingeschränkt
ist, welche Reste in der Sekundärstruktur
sind, welche Reste in die als Folge der
-
Kettenfaltung,
Nachbarschaft gebracht werden, und welche in Form von Wasserstoffbindung
und Salzbrücken
interagieren können.
-
Mutationen
an Oberflächenresten
sind eher toleriert als an internen Resten. Mutationen an den letzteren
Positionen haben ein größeres Potential,
das Protein zu destabilisieren, dadurch, durch Denaturieren des Proteins,
alle seine Bindungsaktivitäten
zu beeinflussen. Mutation an einem Oberflächenrest kann überhaupt keine
Auswirkung auf die Bindungsaktivität haben, oder es kann einige
Aktivitäten
beeinflussen, jedoch nicht andere. In jedem Fall ist es unwahrscheinlich,
dass sie das Protein denaturieren.
-
Die
Hauptverfahren zum Bestimmen der vollständigen 3D-Struktur eines Proteins
sind Röntgenstrahlen
Kristallographie und NMR-Spektorsokopie, und das Haupthindernis
beim Erhalten von hochauflösenden Röntgenstrahlen-Beugungsdaten
ist der Kristallisierungsschritt.
-
Hochauflösende Kristallstrukturen
von hCG sind von zwei Laboratorien (Lapthorn et al, 1994; Wu et al,
1994) erhältlich
und dienen als ein Modell für
hLH, hFSH, und hTSH.
-
Im
Falle von kleineren Proteinen, vorzugsweise kleiner als 20kDa, kann
die Kernmagnetresonanz (NMR) Spektroskopie ebenfalls die 3D-Struktur
aufklären.
Für die
Verwendung der NMR-Strukturbestimmung siehe McIntosh et al, (1987).
NMR kann ebenfalls Teilinformationen über die Struktur von größeren Proteinen liefern.
Regionen eines größeren Proteins,
die von speziellem Interesse sind, können entweder durch rekombinante
DNA-Techniken oder
durch gesteuerte Proteolyse getrennt erzeugt werden, die dann durch
NMR studiert werden.
-
Verschiedene
spektrale Veränderungen
begleiten die Änderungen
der Ladungen der Umgebung von bestimmten Aminosäuren. Wenn die Aminosäuren Tryptophan,
Tyrosin, Phenylalanin und Histidin in eine weniger polare Umgebung
verschoben werden, erhöht
sich λmax
und e. [Folglich, wenn sie für
eine dieser Aminosäuren
in einem polaren Lösungsmittel
höher sind,
dann muss für
die freie Aminosäure
dem gleichen Lösungsmittel,
der Rest durch nicht-polare Aminosäuren verdeckt und umgeben sein.]
Wenn das Spektrum eines Proteins ferner sensitiv gegenüber Änderungen
der Lösungsmittelpolarität ist, muss
die fragliche Aminosäure auf
der Oberfläche
sein. Um ein anderes Beispiel zu geben, erhöhen sich λmax und e immer für Aminosäuren, wenn
eine titrierbare Gruppe (z.B. das OH von Tyrosm, das Imidazol von
Histidin, und SH von Cystein) geladen ist. Infolgedessen kann durch
Korrelieren der speziellen Änderungen
mit pH-Änderungen,
abgeleitet werden, ob die titrierbare Gruppe auf der Oberfläche ist
oder verdeckt ist. Reste in tiefen Spalten können von jenen, die vollständig auf
der Oberfläche
sind, oder vollständig
verdeckt sind, unterschieden werden, in dem die Ergebnisse mit Lösungsmitteln,
der Moleküle
unterschiedliche mittlere Durchmesser haben, verglichen werden.
-
Abgesehen
von der Verwendung zum Bestimmen der Stelle von bestimmten Resten,
können
diese spektroskopischen Techniken dabei helfen, Zweideutigkeiten
in der Röntgenstrahlen-
und NMR-Analyse aufzulösen.
-
Aminosäure-spezifische
chemische Affinitätsmarkierungen
können
verwendet werden, um aufzuspüren,
welche Reste tatsächlich
exponiert sind. Die am meisten nutzbaren Markierungen sind eher
jene, die mit geladenen Resten reagieren, da jene eher auf der Oberfläche erscheinen.
Zu Proben-Markierungen zählen
die Folgenden:
| Aminosäure | Affinitätsmarkierung |
| Asp,
Glu | Diazo-Verbindung
(mit nicht-ionisierten AA) oder Epoxide (mit ionisierten AA) |
| Lys | 2,
4, 6-Trinitrobenzensulfonsäure,
Essig-, Bernstein-, Maleinsäure
und Citraconsäureanhydride |
| Arg | Cyklohexandion,
Hyrazin |
-
Markiertes
und unmarkiertes Protein wird dann getrennt einem Fragmentierungsreagenz
wie Cyanbromid, Pepsin, Papain, Chymotrypsin, Trypsin, oder Iodosobenzoesäure unterzogen.
Die von der Spaltung des markierten Proteins resultierenden Peptide
werden mit jenen verglichen, die von dem nativen Protein abgeleitet
sind, unter Verwendung der zweidimensionalen Elektrophorese. Peptide,
die eine veränderte
Mobilität
aufweisen, werden sequenziert und modifizierte Aminosäuren werden
bestimmt.
-
Adachi
et al (1989) verwendete Arg- und Lys-spezifische Reagenzien, um
die Rolle dieser Reste in sowohl der katalytischen als auch der
Heparin-Bindungsaktivitäten
von EC-SOD zu untersuchen. Sie fanden, dass die Modifikation dieser
Reste zu einer Abnahme dieser Aktivitäten führte, sie versuchten jedoch
nicht zu erkennen, welche Reste modifiziert wurden.
-
Oberflächenreste
könne auch
mittels Photoaffinitätsmarkierungen
identifiziert werden, welche, bei Aussetzen zu Licht, hoch-reaktive
Zwischenprodukte bilden, z.B. Nitrene und Carbene. Diese Spezies
sind zum Einfügen
in C-H Bindungen in der Lage, und können deshalb mit jeder zugänglichen
Aminosäure
reagieren. Aus diesem Grund wurden Photoaffinitätsmarkierungen verwendet, um
die Membrantopographie zu studieren. Einige Proteine liegen an der
Peripherie der Membran, andere sind in ihr eingebaut.
-
Ein
anderes Beispiel eines nicht-spezifischen Markierungsreagenzes ist
Tritium. Ein gefaltenes Protein kann tritiiert werden (durch Wasserstoffaustausch
mit tritriertem Wasser), denaturiert, und fragmentiert, und die
Fragmente sequenziert und auf das Vorhandensein von Tritium (welches
radioaktiv ist) getestet werden.
-
Alle
diese Markierungsverfahren können
auch verwendet werden, um zu bestimmen, ob Reste, abgesehen davon,
dass sie auf der Oberfläche
sind, Teil einer Bindungsstelle sind. Die Verteilung der Markierung, die
erhalten wird, wenn freies Protein markiert wird, wird mit jener
verglichen, die erhalten wird, wenn das komplexierte Protein markiert
wird. Da in dem Komplex der Bindungspartner die Bindungsstellenreste
des Bindungsproteins verdecken, sollten die Bindungsstellenreste
in dem freien Protein markiert sein, und nicht in dem komplexierten
Protein.
-
Im
Allgemeinen variieren Oberflächenreste,
innerhalb von Familien von Proteinen mit ähnlicher Sequenz und Funktion,
eher als innere Reste. Dies ist höchstwahrscheinlich deswegen,
weil die Oberflächenreste
unwahrscheinlich, in Interaktionen mit anderen Resten eingebunden
sind, die notwendig sind, um die Gesamtkonformation des Proteins
zu bewahren.
-
Das
am meisten zuverlässige
Verfahren zum Identifizieren der Oberflächenreste eines Proteins ist,
die 3D-Struktur des Proteins durch Röntgenbeugung zu bestimmen.
Sogar eine unvollständige
3D-Struktur kann beim Entwickeln von Mutanten nützlich sein. Reste mit hoher
Mobilität,
wie durch einen überdurchschnittlich hohen
kristallografischen Thermalfaktor gezeigt ist, sind jene, die gegenüber destabilisierenden
Mutationen am wenigsten empfänglich
sind. Siehe Alber et al (1987).
-
Obwohl
viele Aminosäuresubstitutionen
an Oberflächenpositionen
ohne nachteilige Wirkungen gemacht werden können, tendieren Substitutionen
an internen Positionen dazu, stark destabilisierend zu sein. Innerhalb
von Familien von homologen Proteinen, sind die am meisten konservierten
Reste, abgesehen von den funktionellen Aminosäuren, jene, die verdeckt sind.
-
Der
Hauptbeitrag zur der freien Energie der Proteinfreisetzung, und
somit zu der Proteinstabilität, kommt
von verdeckten hydrophoben Seitenketten im Inneren, wodurch diese
von dem Lösungsmittel
abgeschirmt werden. Üblicherweise
sind die Packungsdichten hoch. Im Allgemeinen ist die Fähigkeit
eines Proteins, Mutationen zu tolerieren, die das Volumen von Kernresten
verändern,
mehr von der Nettoladung des Gesamtkernrestvolumens, als von der
Höhe der
individuellen Restvolumenänderungen
abhängig.
In anderen Worten, kann eine Zunahme im Volumen einer Kernposition
eine Abnahme des Volumens einer anderen Kernposition kompensieren.
Vorzugsweise ist die Nettoänderung
im Gesamtkernrestvolumen nicht mehr als 10 %, mehr bevorzugt, nicht
mehr als 5 %. Siehe Lim et al (1989); Lim et al (1992).
-
In
der Abwesenheit von gegenteiligen Hinweisen, können alle als innere Reste
als identifizierten Reste als ein Teil eines einzelnen Kerns angenommen
werden. Wenn es jedoch wahrscheinlich ist, dass das Protein faltet,
um mehrere unterschiedliche Kerne zu binden, sollte die oben erwähnte Volumenkonservierungsreggel auf
jeden Kern getrennt angewendet werden.
-
Der
Aufbau des verdeckten Kerns eines Proteins ist abhängig, nicht
nur von der Neigung jeder Aminosäure,
wenn vorhanden, versteckt zu sein, aber auch von der Gesamthäufigkeit
des Auftretens dieser Aminosäure
in dem Protein. Die am häufigsten
verdeckten Reste sind, in abnehmender Reihenfolge, Val, Gly, Leu, Ala,
Ile und Ser.
-
Lim
et al (1992) berichtete, dass das Austauschen einer einzelnen hydrophoben
Aminosäure
(Leu, Val) in dem Proteinkern gegen eine hydrophile Aminosäure (Asn,
Gln) die vollständige
Faltung des Proteins verhinderte und die biologische Aktivität zerstörte.
-
Verdeckte
Cys, (-S-S-Form), Asp, Gly, His, Pro, und Trp sind zu mehr als 70
% wahrscheinlich in einem homologen Protein unverändert. Wenn
diese Reste in einer verdeckten Position in dem Protein von Interesse auftreten,
ist es deshalb bevorzugt, diese unverändert zu belassen. Ihre Konservierung
ist wahrscheinlich wie folgt erklärbar: Cys (Disulfidbindung),
Asp (geladen jedoch starre Seitenkette), Gly (Kettenflexibilität), His
(sowohl geladener als auch ungeladener Zustand bei physiologischen
pH vorhanden), Pro (einzigartige Kettengeometrie), und Trp (längste Seitenkette).
-
Die
anderen Reste, mit der Ausnahme von Met, sind zu 40-60 % wahrscheinlich
unverändert
zu bleiben, wenn sie verdeckt ist, (Met wird nur 26 % der Zeit verändert, ist
jedoch zu 25 % wahrscheinlich, durch Leu, ersetzt zu werden).
-
Die
folgenden verdeckten Reste-Substitutionswahrscheinlichkeiten überschreiten
10 %
-
Diese
weiteren Substitutionen haben Wahrscheinlichkeiten im Berich von
5-10 %
-
Siehe
Overington et al (1992), Tabelle 5.
-
Die
am meisten beständigen
Austauschgruppen scheinen (Arg, Lys), (Leu, Ile, Met, Val, Phe),
und (Ser, Thr, Ala) zu sein. Jedoch scheinen Ala und Val ziemlich
vermischt zu sein.
-
Es
ist deshalb im Allgemeinen bevorzugt, das Mutieren von verdeckten
Resten überhaupt
zu vermeiden. Wenn sie jedoch mutiert sind, sollte die Gesamtänderung
des Volumens des Kerns limitiert sein, und am meisten bevorzugt
sollte die Mutation auf den Austausch eines Restes mit einem anderen
beschränken,
dessen typische Substitutionswahrscheinlichkeit Null überschreitet,
vorzugsweise zumindest 5 % ist, und am meisten bevorzugt zumindest
10 % ist. Die Mutation von verdeckten Cys (-S-S), Asp, Gly, His,
Pro und Trp sollte vermieden werden, fehlende Begründung durch
andere Beweise. Die sichersten Kernmutationen sind Auswechselungen
von einer hydrophoben Aminosäure
mit einer anderen, und von Arg für
Lys (oder umgekehrt).
-
Nichtsdestotrotz
kann eine vernünftige
Mutation an internen Resten verwendet werden, um die Proteinstabilität zu erhöhen. Solche
Mutationen könnten
zusätzliche
stabilisierende Interaktionen (Wasserstoffbindungen, Ionenpaare),
die mit der nativen Struktur kompatibel sind, einführen oder
könnte
die Mobilität
von benachbarten interagierenden Gruppen durch Austauschen kleiner
Aminosäuren
mit größeren, oder
linearen Seitenketten mit verzweigten oder aromatischen Seitenketten
reduziert werden. Siehe Alber et al (1987).
-
Wichtiger
ist, dass es zusätzlich
zu den Verallgemeinerungen der Modifikationen der Reste der Glycoproteinhormone,
die oben diskutiert sind, eine beachtliche Menge an verfügbaren Informationen
von Region der Glycoproteinhormone (hCG insbesondere) gibt, die
bei der Bindung an einen Glycoproteinrezeptor exponiert sein können oder
nicht und die die Hormonrezeptorinteraktionen nicht stören, d.h.
Rezeptoraffinität
und Hormonwirkung. Solch verfügbare
Information von Resten und Regionen, die sicher modifiziert werden
können,
wird in der Beschreibung des Standes der Technik, sowie an anderer
Stelle der vorliegenden Spezifikation dargestellt. Von der Fülle an Struktur
und Funktionsdaten, wie hierin dargestellt und aus der wissenschaftlichen Literatur
verfügbar
ist, liegt es im Können
eines Fachmannes, Modifikationen an den Aminosäuresequenzen der Glycoproteinhormone
vorzunehmen, die ihre Funktion nicht zerstören.
-
Weiters
sind funktionelle Muteine der Glycoproteinhormone beabsichtigt,
chimäre
Glycoproteinhormone, in welchen ein oder mehrere Reste oder Regionen
eines Glycoproteinhormons, d.h. der β-Untereinheitsitzgurt, durch
einen entsprechenden Reste) oder Regionen) eines anderen Glycoproteinhormons
ersetzt ist, die z.B. die Rezeptorbindungsspezifität verändern. Wenige
Beispiele von Resten und Regionen, die die Rezeptorbindungsspezifität, etc.
beeinflussen, sind in der vorliegenden Spezifikation diskutiert.
-
Es
ist weiters beabsichtigt, dass die Muteine der Glycoproteinhormone
Einzelketten-Glycproteinhormone
umfassen, in welchen die α-
und β-Untereinheiten
als eine Einzelkette translatiert werden und richtig in die Heterodimer-Konformation
falten.
-
Ein
Verfahren, dass verwendet werden kann, um Reste zu identifizieren,
die das Potenzial besitzen, Disulfidbindungen zu bilden, ist unten
dargestellt. Wie in den folgenden Beispielen demonstriert werden
wird, bewahren nicht alle Disulfidbindungs-stabilisierten Heterodimere
von hCG und deren Analoga ihre volle biologische Wirksamkeit. Die
Einführung
eines Interuntereinheit Disulfid zwischen den Cysteinknoten hat
jedoch die Fähigkeit,
die Proteinstabilität
ohne Zerstören
der Hormonwirksamkeit zu erhöhen.
-
Disulfidbindung-vernetzte
Glycoproteinhormonanaloga gemäß der vorliegenden
Erfindung können durch
Erzeugen freier Cysteine in jeder der Untereinheiten, welche vernetzt
werden können,
um eine oder mehrere Interuntereinheit-Disulfidbindungen zu bilden,
erzeugt werden. Dies kann durch Austauschen der Kodons für eine oder
mehrere Aminosäuren
mit jenen für
Cystein oder durch Austauschen des Kodons für ein Cysteinrest in einer
existierenden Disulfidbindung mit einem Kodon für irgendeine andere Aminosäure erreicht werden.
Es würde
jedoch erwartet werden, dass nicht alle derartigen Substitutionen
Interuntereinheit-Disulfidbindungen
erzeugen. Zwei der Faktoren, die bei der Entwicklung der Analoga
beachtet werden sollten, werden hier dargestellt.
-
1)
Die am meisten nützlichen
Disulfid-vernetzten Glycoproteinhormonanaloga werden erwartet, eine Struktur ähnlich zu
der von hCG, hLH, hFSH oder hTSH zu haben. Folglich sollte das Disulfid
die Gesamtkonformation des Proteins nicht grob stören. Die Lokalisationen
der Disulfide, von denen erwartet wird, dass sie den geringsten
störenden
Einfluss auf die Proteinkonformation haben, können aus den Daten der Tabelle
1B vorausgesagt werden, die die ungefähre Distanz zwischen den Cα und Cβ Kohlenstoffatomen
der ausgewählten
Aminosäurereste
in der α-Untereinheit
von hCG (linke Spalte von jedem Paar von Spalten) und einem oder mehreren
benachbarten Resten der hCG β-Untereinheit
(rechte Spalte von jedem Paar von Spalten) illustriert. Diese Werte
können
aus der Kristallstruktur von hCG durch ein beliebiges von mehreren
bekannten, weit verbreiteten und öffentlich erhältlich molekularen
Modellierungspakete berechnet werden, einschließlich Sybyl, Insight, Rasmol,
und Kinemage, um nur einige zu nennen. Die Entfernung zwischen Aminosäureresten
in der α-Untereinheit des
hCG und einem oder mehreren benachbarten Resten auf der hCG β-Untereinheit, neben jenen
die Tabelle 1B gezeigt sind, kann leicht aus den veröffentlichten
Kristallstrukturdaten von hCG (Lapthorn et al, 1994; Wu et al, 1994)
berechnet werden. Tabelle
1B Ungefähre Abstände zwischen
Cα und Cβ Kohlenstoffatome
von ausgwählten
hCG α- und β-Untereinheit- Resten

- * [Abstand zwischen Cα Kohlenstoffen (Å), Abstand
zwischen Cβ-Kohlenwasserstoffen
(Å)]
-
Der
linke Wert von jedem Wertepaar, das in den Klammern dargestellt
ist, die mit jedem β-Untereinheit Rest
assoziiert ist, zeigt die Distanz zwischen dem Cα Kohlenstoffatom dieses β-Untereinheitrestes
und dem entsprechenden α-Untereinheitrest
in der linken Spalte. Der rechte Wert von jedem Wertepaar, das in
den Klammern dargestellt ist, zeigt die entsprechende Distanz zwischen
den Cβ Kohlenstoffatomen
dieser Reste. Grundsätzlich
würde der
Austausch dieser Paare von Resten mit Cysteinen die Bildung einer
Interuntereinheit-Disulfidbindung ermöglichen, vorausgesetzt, dass
kein anderes interferierendes Cystein in beiden Untereinheiten vorhanden
war. Nicht alle Cysteinpaare würde
eine gleiche Wahrscheinlichkeit aufweisen, ein Interuntereinheit
Disulfid zu bilden. Die Bildung eines Interuntereinheit Disulfids,
von dieser erwartet wird, den geringsten Einfluss auf die Konformation
des Heterodimers zu haben, würde
durch die Orientierung der Seitenkettenatomen von ihren Komponent-Cysteinen
beeinflusst werden. Günstige
und bevorzugte Positionen für das
Platzieren von Disulfiden würden
Aminosäurepaare
enthalten in welchen die Distanz zwischen Cβ Kohlenstoffatomen kleiner ist,
als zwischen Cα Kohlenstoffen.
Die günstigsten
und am meisten bevorzugten Lokalisationen für die Platzierung einer Interuntereinheit-Disulfidbindung
sind jene, in welchen die Entfernungen zwischen den Cα und Cβ Kohlenstoffen ähnlich zu
jenen in natürlich
vorkommenden Disulfiden sind, nämlich etwa
5,0-6,0 Å bzw.
etwa 3,5-4,2 Å.
-
Somit
würde von
Substitutionen erwartet werden, die ein Interuntereinheit-Cysteinpaar mit Cα Kohlenstoffatome,
die 4-8 Å auseinander
sind, und Cβ Kohlenstoffatomen
erzeugen, die 1-2 Å näher sind,
erwartet werden, die beste Chance zu haben, ein Disulfid mit dem,
geringsten Einfluss auf die Gesamtproteinstruktur zu bilden und/oder
die intermolekulare Vernetzung von zwei oder mehreren Molekülen zu fördern. Tatsächlich wurden
diese Faustregel gemäß der vorliegenden
Erfindung, wie in den Beispielen gezeigt ist, erfolgreich verwendet,
um mehrere Disulfid-vernetzte hCG Analoga zu erzeugen, die viele
ihrer immunologischen und hormonellen Eigenschaften behalten.
-
2)
Es würde
erwartet werden, dass die am meisten aktiven Disulfid vernetzten
Glycoproteinhormonanaloga, die Vernetzung an Stellen enthalten,
die nicht für
die Rezeptorbindung oder Signaltransduktion benötigt werden und/oder an Stellen,
die nicht für
die Stabilisierung der aktiven Konformation des Hormons benötigt werden.
Es gibt eine große
Zahl von Resten in Glycoproteinhormonen, die bekannt sind, dass
sie für
ihre biologischen Aktivitäten
nicht benötigt
werden. Zu diesen zählen
die meisten Reste, die N-Terminal zu dem Cysteinknoten liegen (d.h.
das zweite Cystein in der nativen α-Untereinheit und das erste
Cystein in den nativen β-Untereinheiten).
Zum Beispiel wurden hochwirksame Analoga von hFSH hergestellt, in
welchen diese FSH β-Untereinheitreste
(Asn1, Ser2) mit ihren hCG Gegenstücken (Ser1, Lys2, Glu3, Pro4,
Leu5, Arg6, Pro7, Arg8) ersetzt wurden. Somit würde nicht erwartet werden,
dass ein Disulfid in dieser Region des Moleküls, welches durch Austauschen
des hCG α-Untereinheit
Gln5 und des β-Untereinheit
Arg 8 mit Cysteinen hergestellt wurde, die LH-Aktivität des Disulfid-vernetzten Heterodimers
eliminiert. Ähnlicherweise
würde nicht
erwartet werden, dass ein Disulfid, welches durch Austauschen des
hFSH α-Untereinheit
Gln5 und des β- Untereinheit Ser2
mit Cysteinen hergestellt wurde, die FSH-Aktivität des Disulfid-vernetzten Heterodimers
eliminiert. Durch Ändern
des α-Untereinheit
Cys31 zu Ala oder Ser und durch Austauschen des hCG β-Untereinheit
Arg6 mit Cys oder Hinzufügen
eines Cys zu den N-Terminus
der FSH β-Untereinheit,
wird erwartet, dass ein Disulfid in der N-terminalen Region der α- und β-Untereinheiten
von hCG oder hFSH erzeugt werden könnte. Dieses Disulfid würde nicht
erwartet werden, die Aktivität
von beiden Hormonanaloga zu stören.
-
Die
Kristallstruktur von hCG offenbarte, dass jede ihrer Untereinheiten
aus einem Cysteinknoten aufgebaut ist. Somit enthält jede
Untereinheit drei Schleifen, die als α1, α2, α3, und β1, β2, β3 bezeichnet werden. Zusätzlich hat
die β-Untereinheit
20 zusätzliche
Aminosäuren,
die als der Sitzgurt bekannt sind, der α2 umgibt, um das Heterodimer
zu sichern und in einer Konformation zu stabilisieren, die in der
Lage ist, an seinen einzigartigen Rezeptor zu binden. Die Lokalisationen
der Cysteine in Lutropinen, Follitropinen, und Thyrotropinen weisen
darauf hin, dass alle drei Moleküle
ein ähnliches
Gesamtfaltungsmuster aufweisen und dass die Kristallstruktur von
hCG ein angemessener Führer
sein wird, um Interuntereinheit Disulfide einzuführen. Die Strukturen von FSH
und TSH wurden jedoch nicht bestimmt und können nur von der von hCG abgeleitet
werden. Jede der Kristallstrukturen der Cysteinknoten jeder Untereinheit
zeigen sehr ähnlich
zu sein. Dies ist, da sie durch ihre drei Komponenten-Disulfidbindungen
stark eingeschränkt
sind. Somit wird erwartet, dass die Reste innerhalb und der Cysteinknoten
und an diese angrenzende Reste in jedem Hormon ähnliche Konformationen aufweisen.
Weiters gibt es ein Cystein in den Schleifen β1 und β3 an ähnlichen Positionen in allen
drei Klassen von Hormonen. Diese bilden ein Disulfid in hCG und
es würde
erwartet werden, dass ein Disulfid in allen Glycoproteinhormonen
gebildet wird. Dieses Disulfid und die erhebliche Anzahl von Wasserstoffbindungen
innerhalb und zwischen den Rückgrat-Atomen
in diesen Schleifen von hCG weist darauf hin, dass die Konformationen
von β1 und β3 in allen
drei Hormonklassen sehr ähnlich
sein werden. Die Schleifen α1
und α3 enthalten ebenfalls
mehrere Wasserstoffbindungen, was darauf hinweist, dass dieser Abschnitt
des Moleküls
ebenfalls in allen drei Hormonklassen ähnlich sein wird. Diese Ansicht
wird durch die Beobachtung unterstützt, dass eine NMR-Struktur
der freien α-Untereinheit
zeigt, dass α1
und α3 ähnliche
Konformationen aufweisen, selbst wenn nicht im Heterodimer (DeBeer,
et al, 1996). Obwohl die restlichen Abschnitte von allen drei Hormonklassen
in Konformation ziemlich sicher ähnlich
sind zu der von hCG, sind sie wahrscheinlich nicht so eng verwandt
zu der Struktur von hCG wie die Abschnitte der gerade diskutierten
Moleküle.
Zum Beispiel enthält β2 relativ
wenig interne Wasserstoffbindungen und/oder Kontakte mit α1 und α3. Da es
in hCG nicht stark beschränkt
zu sein scheint, gibt es keinen Grund, zu glauben, dass seine Struktur
völlig
identisch sein wird, zu der in den anderen Hormonen. Tatsächlich ist
die Schleife β2
in TSH 2 Aminosäurereste
länger,
als in hCG oder hFSH. Die N- und C-terminalen Enden von α2 nehmen
in umfangreichen Wasserstoff-Bindungskontakten teil und Abschnitte
des C-terminalen Endes von α2
kontaktieren ebenfalls β1.
Somit könnten
diese Teile von α2
in den meisten Hormonen ähnlich
sein. Der zentrale Abschnitt von α2
kontaktiert jedoch nur den Sitzgurt, einer Region des Proteins,
die in den drei Hormonklassen nicht gut konserviert ist. Die NMR-Struktur
der α-Untereinheit zeigte,
dass α2
stark ungeordnet ist, eine Beobachtung, die darauf hinweist, dass
dieser Teil des Hormons in hCG eine gut-geordnete Struktur in dem
Heterodimer aufweist, nur weil es zwischen β1, und β3 und dem Sitzgurt eingepfercht
ist. Es würde
erwartet werden, dass Unterschiede in dem Sitzgurt, die Konformation
von α2, insbesondere
jenen Abschnitten, die nicht in der Nähe des Cysteinknotens lokalisiert
sind, ändert.
-
Die
Einblicke in den Einfluss des Sitzgurtes auf die Hormonstruktur
wurden durch den vorliegenden Erfinder unter Verwendung von immunologischen
Sonden erhalten, um hCG-Analoga
zu studieren, die die Fähigkeit
besitzen, an Lutropin und Follitropin Rezeptoren zu binden. Diese
Daten weisen darauf hin, dass die Zusammensetzung des Sitzgurtes
die Konformation des Hormons ändern
kann. Ähnliche
Daten weisen ebenfalls darauf hin, dass die Konformation des Hormons
durch den Rezeptor beeinflusst werden kann. Zum Beispiel wurden
monoklonale Antiköper,
dessen Bindungsstellen teilweise bestimmt wurden (Moyle et al, 1990; Moyle
et al, 1995) verwendet, um die Konformation eines bifunktionalen
hCG-Analogons (CF101-109) zu studieren, wenn es frei ist und wenn
es an LH und FSH Rezeptoren gebunden ist. CF101-109 wurde durch
Ersetzen der hCG-Sitzgurtreste 101-109 mit den hFSH-Sitzgurtresten 95-103
hergestellt (Moyle et al, 1994). Die Fähigkeiten von CF101-109 durch
monoklonale Antikörper
erkannt zu werden, zeigten, dass die Gegenwart der FSH-Reste im
Sitzgurt, die Interaktion zwischen den zwei Untereinheiten änderte.
Somit hatte A407, ein Antikörper
gegen ein konformatives Epitop, welches Reste am N-terminalen Ende
der α-Untereinheit in hCG nicht
jedoch hFSH, enthielt, eine stark reduzierte Affinität für CF101-109,
obwohl sein Epitop von der Mutationsstelle entfernt ist (Tabelle
1C). Der Einfluss des Rezeptors auf die Hormonstruktur wurde durch
die Tatsache erkannt, dass A407 CF101-109 erkannte, wenn es an LH-Rezeptoren
gebunden war, nicht jedoch wenn es an FSH-Rezeptoren gebunden war
(Tabelle 1D). Andere Antikörper,
die Epitope erkennen, die vollständig innerhalb
von al und/oder α2
oder innerhalb von β1
und/oder β3
lokalisiert sind, erkannten CF101-109, sogar dann, wenn es mit Rezeptoren
kombiniert war.
-
Zusammengenommen
weisen diese Beobachtungen darauf hin, dass die Positionen der Untereinheiten
innerhalb der Hormone nicht identisch sein können und durch Interaktionen mit
ihren Rezeptoren beeinflusst werden können. Deshalb hat der vorliegende
Erfinder bestimmt, dass zusätzlich
zum Betrachten der relativen Lokalisationen und Orientierungen von
potentiellen Cystein-Substituenten, die von der Kristallstruktur von
hCG erhalten wurden, sollte auch die Wahrscheinlichkeit beachtet
werden, dass die Kristallstruktur von hCG, die Strukturen von Follitropinen
und Thyrotropinen und/oder die Konformation des Hormons in dem Hormon-Rezeptorkomplex repräsentieren
wird. Zu den Abschnitten der Hormone, die am ehesten identisch zu
jenen von hCG und wenigstens wahrscheinlich sind, während der
Rezeptorinteraktion verändert
zu werden, zählen
jene, die in dem Cysteinknoten oder in der Nähe von Resten in dem Cysteinknoten
sind. Tabelle
1C Erkennung
von hCG, hFSH und hCG/hFSH-Chimäre
durch Anti-hCG-α-Untereinheit-Antkörper

-
Bemerkungen:
Die Chimären
wurden durch die Reste von hCG identifiziert, die durch jene von
hFSH ersetzt wurden. Somit bezieht sich CF94-97 auf ein Analogon,
in welchem die hCG β-Untereinheit-Reste
94-97 durch ihre FSH Gegenstücke
ersetzt sind. hCGβ-Untereinheit-Reste
94-97 sind in der kleinen Sitrgurtschleife; 101-109 sind in der Carboxy-terminalen Hälfte des
Sitrgurtes; 94-117 sind in der kleinen Sitrgurtschleife, Carboxy-terminalen Hälfte des
Sitrgurtes, und Carboxy-Terminus; und 39-58 sind in Schleife 2 und
dem ersten Rest von Schleife 3. hCG und Chimären wurden mit B112 (obere
Linie) und B410 (untere Linie) eingefangen. hFSH wurde durch Antikörper B602
eingefangen. Die Werte bedeuten den Mittelwert von Dreifachbestimmung und
werden in Bezug auf hCG (als 100% gezeigt) normalisiert. NurA105
und A407 binden auch an hCG, wenn es mit LHR komplexiert ist (Moyle
et al, 1995).
-
Tabelle
1D Bindung
von radiomarkierten Antikörpern
an hCG oder CF101-109, die mit Ratten LHR oder menschlichen FSHR
komplexiert sind
-
Bemerkungen:
Ligand-Rezeptor-Komplexe wurden gebildet und dann unter Verwendung
von radiomarkierten monoklonalen Antikörpern, wie im Text beschrieben,
detektiert. Die illustrierten Werte (Mittelwert einer Dreifachbestimmung ± SEM)
sind cpm minus dem Blindwert. In den meisten Fällen wurden die Daten für die Bindung
an LHR und FSHR im selben Experiment erhalten (identifiziert durch
die Nummer in der linken Spalte). „Verhältnis zu B105" wurde durch Dividieren
der Menge an Radiomarkierung, die mit jedem Antikörper gesehen
wird, dividiert durch jene, die mit B105 erhalten wird und Nehmen
des Mittelwerts dieser Werte, berechnet. Alle Werte, mit Ausnahme
jener für
die Bindung von A407 an CF94-117 und CF101-109, die an FSHR gebunden
sind, sind größer als
0 (p < 0,05).
-
Die
Region zwischen den gebundenen Cysteinknoten ist eine der am meisten
attraktiven Stellen für das
Herstellen einer Disulfidbindung und ist eine bevorzugte Stelle
für eine
Interuntereinheit-Disulfidbindung. Der Cysteinknoten jeder Untereinheit
wird durch drei Disulfide stabilisiert, was es zu einem der starrsten
Teile des Moleküls
macht. Die Ergebnisse des Labors des vorliegenden Erfinders deuten
an, dass das Ändern
des hCG β-Untereinheitrestes
Tyr37 relativ wenig Einfluss auf die Hormonaktivität hatte.
Somit wird durch den vorliegenden Erfinder nicht erwartet, dass
die Gegenwart eines Cysteins an dieser Stelle, die Hormonaktivität verändert. Das
Kanadische Patent CA 2188508 offenbart nicht, dass ein Interuntereinheit- Disulfid zwischen
den Cysteinknoten der α-
und β-Untereinheit,
ein Gonadotropin Heterodimer stabilisieren würde und die Hormonaktivität beibehält. Wie
in den vorliegenden Beispielen gezeigt ist, wie dies erreicht werden
kann, ist das Ersetzen des α-Untereinheitrestes
Cys7 mit Ala oder Ser, um das Cys7-Cys31 Intrauntereinheit Disulfid
zu stören, und
Ersetzten des hCG β-Untereinheit Tyr37
mit Cys. Das vernetzte Analogon von hCG, das erzeugt wurde, hatte
eine hohe LH-Aktivität. Ähnlicherweise
in einem anderen nicht einschränkenden
Beispiel, war es möglich,
ein vernetztes Analagon von CFC101-114, einer hCG/hFSH Chimäre, in welcher
die hCG β-Untereinheit-Aminosäurereste
101-114 durch ihre hFSH Gegenstücke
(d.h. β-Untereinheitreste
95-108) ersetzt wurden, herzustellen. CFC101-114 bindet und aktiviert
sowohl LH und FSH Rezeptoren. Das Disulfid-vernetzte-Analogon war
ebenfalls in der Lage, sowohl LH und FSH Rezeptoren zu binden und
zu aktivieren. Die letztere Beobachtung zeigt, dass dieses Disulfid
die FSH Rezeptoraktivität
nicht verhindert, was es wahrscheinlich macht, dass ein ähnliches
Disulfid in hFSH, ebenfalls seine hormonale Aktivität nicht
zerstören
würde.
Die Herstellung eines Disulfid-vernetzten hFSH konnte durch co-exprimieren
der α-Untereinheit
cDNA, in welcher Cys7 zu Ala umgewandelt ist, und der hFSH β-Untereinheit
cDNA, in welcher Tyr31 zu Cys umgewandelt ist, erreicht werden.
Eine Disulfidbindung zwischen den Cysteinknoten kann auch mit anderen
Interuntereinheit-Disulfidbindungen an anderer Stelle, wie zwischen α-Schleife
2 und β-Sitzgurt
oder zwischen α-N-Terminus
und β-Endterminus,
als eine bevorzugte Ausführungsform,
auftreten. Weiters würde
die Disulfidbindungen, die zwischen Cys-Knoten der α- und β-Untereinheiten
gebildet sind, einen Rest in der Nähe des N-Terminus, d.h. αCys7Ser,
freisetzen, der vorteilhafterweise für eine PEGylierung verwendet
werden kann.
-
Eine
Interuntereinheit-Disulfidbindung, die zwischen den Cysteinknoten
der α- und β-Untereinheiten lokalisiert
ist, kann ebenfalls in die allgemeine Regel zum Minimieren des potenziellen
Einflusses der Interuntereinheit Verbindungen auf die Hormonstruktur
durch Platzieren beider Verbindungspositionen innerhalb von zwei
Resten von existierenden (nativen) Cysteinen, die in nativen Disulfidbindungen
eingebunden und nicht außerhalb,
d.h. ferner N-Terminal
oder C-Terminal des am meisten N-Termial oder C-Terminal nativen
Cysteins (die äußerste Cysteinheit
der entsprechenden nativen Untereinheit) als ein Mittel, um das
Risiko von strukturellen Störungen
zu minimieren, passen. Keines der im kanadischen Patent CA 2188508
offenbarten und gelehrten Intreruntereinheit-Disulfiden, passt in
diese allgemeine Regel.
-
Hormonanaloga,
die durch ein Disulfid zwischen α-Untereinheitschleife
1 oder 3 und β-Untereinheitsschleife
2 vernetzt sind, die nicht der allgemeinen Regel, die oben beschrieben
ist, folgen, würden
ebenfalls erwartet werden, die Hormonaktivität beizubehalten. Diese Regionen
sind stark für
Aminosäuresubstitiutionen empfänglich.
Somit wird der Austausch der humanen α-Untereinheit in hCG oder hFSH
mit der bovinen α-Untereinheit üblicherweise
nicht die Hormonaktivität
eliminieren, obwohl die bovine und humane α-Untereinheit in dieser Region
sich stark unterscheiden. Ähnlicherweise
eliminierte die Massensubstitution von hFSH-Resten für hCG-Reste
und umgekehrt in der β-Untereinheitschleife
2 die Aktivität
von beiden Hormonen nicht. Es würde
somit nicht erwartet werden, dass Disulfide in dieser Region die
biologische Aktivität
von entweder Lutropinen oder Follitropinen stört. Zu diesen Disulfiden zählen jene,
die durch Ändern
des α-Untereinheit
Gln27 und hCG oder hLH β-Untereinheit
Val44 oder hFSH β-Untereinheit
Val38 zu Cys erzeugt wurden. Sie beinhalten auch Disulfide, die
durch Ändern
des α-Untereinheit
Val76 und hCG β-Untereinheit
Val44 oder hFSH β-Untereinheit Val38
zu Cys erzeugt wurden. Ein anderes Interuntereinheit-Disulfid vernetztes
Analogon, von dem erwartet wird, eine wesentliche Aktivität beiinhalten,
ist eines, in dem der α-Untereinheitrest
Lys75 und hCG oder hLH β-Untereinheitrest
Gln46 oder hFSH β-Untereinheitrest
Lys40 in ein Cystein umgewandelt ist. Das letztere Analogon würde jedoch
weniger stark positiv geladen sein, als entweder hCG oder hFSH und
somit könnte
ihre Gesamt-LH oder
FSH Aktivität
gering sein. Es ist weiters möglich,
Interunter-Disulfide in andere Regionen von Lutropinen und Follitropinen
einzuführen.
Einige dieser Disulfide schließen
Reste in dem β-Untereinheitsitzgurt
(d.h, die durch Substitution von hCG β-Untereinheit Asp99 durch Cys
erzeugt wurden) und der α-Untereinheitschleife
2 (d.h. die durch Substitution von α-Untereinheit Lys51 mit Cys erzeugt wurde)
ein. Dieses Disulfid reduzierte die LH-Aktivität von hCG und die LH und die
FSH Aktivitäten
des bifunktionalen Analogons CFC101-114 signifikant. Die Lokalisation
der Reste in hLH, hFSH, und hTSH, die zu Cystein mit der Erwartung
eine Disulfidbindung zu erzeugen, mutiert werden können, können von
den „äquivalenten" Lokalisationen der α- und β-Untereinheitsreste
in diesen Proteinen, wie in Tabelle 2-4 definiert ist, bestimmt
werden.
-
-
Die
Information in Tabelle 2 kann verwendet werden, um Reste, die „äquivalente" Positionen in jeder humanen
Hormon β-Untereinheit
zu berechnen. Kristallstrukturen sind nur für hCG verfügbar. Aufgrund der hohen Ähnlichkeiten
in den Aminosäuresequenzen
von allen Glycoproteinhormonen, insbesondere ihrer Intrauntereinheit-Disulfiden,
wird jedoch erwartet, dass alle Hormone ähnliche Formen haben werden.
Die Schlussfolgerung, dass die Gesamtkonformation von allen Heterodimeren ähnlich ist
zu der von hCG, wird ebenfalls durch die Beobachtung unterstützt, dass
es möglich
ist, hCG/hFSH, hCG/hLH, und hCG/hTSH Chimäre herzustellen, die Epitope
bewahren, die in Regionen ihrer Vorläufer gefunden werden, die verwendet
wurden, um die Chemäre
abzuleiten. Es wird somit erwartet, dass Substitution der äquivalenten
Reste, wie in dieser Tabelle definiert ist, zu Interuntereinheit-Disulfidbindungen
führen,
die ähnliche
Eigenschaften zu jenen haben, die hergestellt und charakterisiert
wurden. „Äquivalente" Positionen sind
in einer vertikalen Achse definiert. Somit ist Cystein 3 in der
hFSH β-Untereinheit äquivalent
zu Cystein 9 in der hCG β-Untereinheit.
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Die
Information in Tabelle 3 kann verwendet werden, um Reste, die „äquivalente" Positionen in jeder Hormon α-Untereinheit
besetzen, zu berechnen. Die Kristallstruktur von hCG ist die Einzige,
die berichtet ist. Aufgrund der hohen Ähnlichkeiten der Aminosäuresequenzen
von allen Glycoproteinhormonen, insbesondere ihrer Interuntereinheit-Disulfiden, wird
erwartet, dass die Hormone aller Spezies ähnliche Formen haben werden.
Diese Idee wird auch durch die Beobachtung unterstützt, dass
es möglich
ist, humane/bovine α-Untereinheit Chimäre zu erzeugen,
die Epitope bewahren, die in Regionen ihrer Vorläufer gefunden werden, die in den
Chimären
gefunden werden. Es wird somit erwartet, dass Substitutionen von äquivalenten
Resten, wie in dieser Tabelle definiert ist, zu Intrauntereinheiten-Disulfidbindungen
führen,
die ähnliche
Eigenschaften zu jenen haben, die gemacht und charakterisiert worden
sind.
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Die
Information in Tabelle 4 kann verwendet werden, um Reste, die „äquivalente" Positionen in jeder der
Wirbeltier β-Untereinheiten
besetzen zu berechnen.
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Die
Beispiele in der vorliegenden Erfindung lehren, wie Disulfidbindungen
in Glycoproteinhormone und Analoga, die in der Lage sind, an LH,
FSH und/oder TSH-Rezeptoren binden, eingeführt werden können. Die Gegenwart
von Interuntereinheit-Disulfidbindungen erhöhte die Stabilität von hCG
und einem hCG Analogon, das eine signifikante FSH und TSH Aktivität aufweist.
Es würde
somit erwartet werden, dass die Addition von Interuntereinheit Disulfiden
auch andereMitglieder und verwandte Analoga dieser Hormonfamilie
stabilisieren würde.
Wenn sie an Hormonstellen lokalisiert sind, die nicht zu Rezeptorbindung
oder Rezeptorbindungsspezifität
eingebunden sind, verhindern die Disulfide die Hormonfunktion nicht.
In der Tat können
einige Interuntereinheit Disulfide die Funktion von Hormonanaloga
verstärken.
Mit einer Ausnahme (Blithe et al, 1991), sind die Hormon-Untereinheiten
nahezu ohne Endokrin-Aktivität.
Somit ist es wahrscheinlich, dass Verfahren, die das Heterodimer
stabilisieren, die biologischen Aktivitäten dieser Hormone ausdehnen
und es würde
erwartet werden, ihren therapeutischen Nutzen zu erhöhen.
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Das
Verfahren zum Verbessern der Stabilität von heterodimeren Glycoproteinhormonen
gemäß der vorliegenden
Erfindung schließt
das Identifizieren von Resten ein, welche ersetzt werden können, um
freie Cysteine in jeder der Untereinheiten zu erzeugen, wobei die
freien Cysteinen ein hohes Potenzial aufweisen, eine Interuntereinheit-Disulfidbindung zu
bilden, die die Stabilität
des Heterodimers, ohne Zerstören
der Gesamtformation des Hormonproteins, verbessern würde. Das
Ersetzen von Resten, um freie Cysteine in jeder Untereinheit zu
erzeugen, kann auf der genetischen Ebene durch Ersetzten der entsprechenden
Kodons in den Nukleotidsequenzen der α- und β-Untereinheiten erreicht werden.
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Wirtszellen,
die mit rekombinanten DNA-Molekülen
transformiert sind, die modifizierte Nukleotidsequenzen tragen,
die α- und β-Untereinheiten
kodieren, die wirkungsmäßig mit
einer Promotorsequenz verbunden sind, und in der Lage sind, das
modifizierte Glycoprotein zu exprimieren, werden kultiviert, und
das modifizierte Glycoproteinhormon, welches als das Analogon gemäß der vorliegenden
Erfindung genannt, wird exprimiert. Das exprimierte Glycoproteinhormon
Analogon wird dann gewonnen und gemäß Techniken, die im Fachgebiet
der Glycoproteinhormon-Reinigung bekannt sind, gereinigt.
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Auf
der genetischen Ebene, werden Glycoproteinhormon-Analoga gemäß der vorliegenden
Erfindung durch jede geeignete ortsgerichtete Mutagenese, die dem
Stand der Technik bekannt ist, erzeugt, wie in Ausubel et al, Current
Protocols in Molecular Biology, Greene Publications und Whiley Interscience
(New York, 1987-1997), Kapitel 8 über Mutagenese von klonierter
DNA, beschrieben ist. Diese Current Protocols in Molecular Biology
Publikation, hierin durch Bezugnahme aufgenommen, ist ein Beispiel
eines Standardreferenztextes, der die allgemeinen Prinzipien der
rekombinanten DNA-Technologie darlegt.
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Die
Nukleotidsequenzen, die die α-
und β-Untereinheiten
des Glycoproteinhormon-Analogons,
wie in einem rekombinanten DNA-Molekül enthalten ist, kodieren,
können
in geeignete Expressionsvektoren eingefügt werden, die in der Lage
sind, die Analoga in Wirtszellen zu exprimieren, um in der Lage
zu sein, dass Glycoproteinhormon Analogon zu exprimieren, sollte
ein Expressionsvektor spezifische Nukleotidsequenzen enthalten,
die transkriptionale und translationale regulatorische Informationen
enthalten, die an die DNA, die die Untereinheiten kodiert, auf eine
Art gebunden sind, um die Genexpression und Herstellung des Glycoproteinhormon-Analogon
zu ermöglichen.
Erstens, um das Gen zu transkribieren, muss diesem ein Promotor
vorangehen, der durch eine RNA Polymerase erkennbar ist, an welchen
die Polymerase bindet und somit den Transkribitonsvorgang initiiert.
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Eine
DAN gilt als „in
der Lage zum Exprmieren" eines
Polypeptids, wenn es Nukleotidsequenzen enthält, die transkriptionale und
translationale regulatorische Informationen enthalten und solche
Sequenzen sind „wirkungsmäßig" an Nukleotidsequenzen „gebunden", welche das Polypeptid
kodieren. Eine wirkungsmäßige Bindung
ist eine Bindung, in welcher die regulatorischen DNA-Sequenzen und
die DNA-Sequenzen die zu exprimieren sind, derart verbunden sind,
um eine Genexpression zu ermöglichen.
Die für
die Genexpression benötigten
regulatorischen Regionen enthalten im Allgemeinen eine Promotorregion
sowie die DNA-Sequenzen, welche,
wenn in eine RNA transkribiert, die Einleitung der Proteinsythese
signalisieren werden. Solche Regionen werden normalerweise jene
5'-nicht-kodierenden
Sequenzen enthalten, die an der Einleitung der Transkription und
Translation beteiligt sind. Es gibt eine Reihe von Promotoren in
Allgemeiner Verwendung für
die Proteinexpression auf hohem Niveau in Säugetier- und Insektenzellsystemen.
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Die
rekombinanten DNA-Moleküle,
die die Nukleotidsequenzen, die die α- und β-Untereinheiten der Analoga der Erfindung
kodieren, und die wirkungsmäßig verbundenen
transkriptionalen und translationalen, regulatorischen Signale enthalten,
können
in einen Vektor oder Vektoren eingefügt werden, die entweder die Untereinheiten
in Wirtszellen vorübergehend
exprimieren, oder in der Lage sind, die gewünschten Gensequenzen in das
Wirtszellen-Chromosom
zu integrieren. Um in der Lage zu sein, die Zellen zu selektieren,
die die eingeführte DNA
stabil in ihre Chromosome integriert haben, werden ein oder mehrere
Marker, die die Selektion der Wirtszellen, die den Expressionsvektor
enthalten, ermöglichen,
verwendet. Der Marker kann eine Prototropsie einem auxotrophen Wirt,
Brozidresitenz, z.B. Resistenz gegen Antibiotika, oder Schwermetalle,
wie Kupfer oder dergleichen, vorsehen. Das selektierbare Markergen
kann entweder direkt an die zu exprimierenden DNA-Gensequenzen gebunden
sein, oder in dieselbe Zelle durch co-Transfektion eingeführt werden.
Zusätzliche
Elemente können
ebenfalls für
die optimale Synthese von nRNA benötigt werden. Zu diesen Elementen
zählen
Spleißsignale,
sowie Transkriptionspromotoren, Enhancer und Terminationsignale.
Zu cDNA Expressionsvektoren, die solche Elemente beinhalten, zählen jene
die in Okayama (1983) beschrieben sind.
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Expressionsvektoren,
die in der Lage sind, das gewünschte
Protein in einer hohen Konzentration vorübergehend zu exprimieren, wenn
es in eukaryotische Wirtszellen transfiziert ist, sind im Stand
der Technik bekannt und sind im Allgemeinen öffentlich zugänglich oder
von Molekularbiologie-Lieferanten kommerziell erhältlich (z.B.
Plasmid pcDM8, ist von Invitrogen erhältlich, San Diego, CA; pSVL
ist von Pharmacia erhältlich, Piscataway,
NJ; pCI ist von Promega, Madison, WI erhältlich; etc.). Sobald der Vektor
oder DNA-Sequenz, die die Konstrukte enthalten, für die Expression
hergestellt wurden, kann der Expressionsvektor in eine geeignete Wirtszelle
durch irgendeine Vielfalt von geeigneten Mitteln, wie Transformation,
Transfektion, Lipofektion, Konjugation, Protoplastenfusion, Elektroporation,
Kalziumphosphat
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Präzipitation,
direkte Microinjektion, etc., eingeführt werden. Eukaryotische Wirtszellen
können
Säugetierzellen,
z.B. menschliche Zellen, Affen (COS Zellen), Maus und chinesische
Hamsterovarien (CHO) Zellen sein, da sie posttranslatorische Modifikationen
an dem Proteinmolekül
bereitstellen, einschließlich
der richtigen Faltung, der korrekten Disulfidbildung sowie Glycosylierung
an korrekten Stellen.
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Insektenzellen,
z.B. Baculovirus, können
jedoch Polypeptide überproduzieren
und können
auch post-translatorische Modifikationen, einschließlich Glycosylierung
durchführen.
Die ekotopische Proteinexpression in COS, CHO und Insektenzellen
ist im Stand der Technik bekannt und Protokolle, wie jene die in
Ausubel et al, (1987-1997), Abschnitte 16.9-16.14 über die
Expression von Proteinen in Insektenzellen mittels Baculoviren Vektoren
und in Säugetierzellen
bereitgestellt sind, können
entsprechend verwendet werden. Die transformierten Wirtszellen,
die die α-
und β-Untereinheiten
eines Glycoproteinhormonanalogons exprimieren, können kultiviert werden, um
das Analogon zu erzeugen.
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Die
transformierten Wirtszellen, die die α- und β-Untereinheiten eines Glycoproteinhormonanalogons exprimieren,
können
kultiviert werden, um das Glycoproteinhormonanalogon zu erzeugen,
welches dann gewonnen wird und gemäß gewöhnlicher und bekannter Reinigungsverfahren
für Glycoproteinhormone
gereinigt Die Menge an erzeugtem Glycoproteinhormon kann durch ein
Verfahren, wie das in Beispiel 1 beschreibene Sandwich-Immunountersuchungsverfahren
quantifiziert, konfisziert werden.
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Weiters
können
die Untersuchungen für
das Bestimmen der Rezeptoraffinität und der biologischen Aktivität der Glycoproteinhormonanaloga
der vorliegenden Erfindung, wie die Radioligandrezeptor- und Signaltransduktion-
(Messen der Fähigkeit,
an den Rezeptor zu binden, um eine zyklische AMP Akkumulationsreaktion
auszulösen)
Untersuchungen, wie in Beispiel 1 beschrieben, leicht ohne unnötige Experimentierung durchgeführt werden.
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Die
Glycoproteinhormonanaloga gemäß der folgenden
Erfindung besitzen mehrere therapeutische Anwendungen. Analoga von
hFSH können
verwendet werden, um die Entwicklung von Eierstockfollikel als Vorbereitung
der Ovulationsinduktion in Frauen auszulösen. Analoga von hLH und hCG
können
verwendet werden, um und die Ovulation von Follikeln, die die Entwicklung
eingeleitet haben, zu induzieren. Diese Analoga können ebenfalls
verwendet werden, um die Hodenfunktion in Männern auszulösen Weiters
können
die Glycoproteinhormonanaloga gemäß der vorliegenden Erfindung
als Immunogene verwendet werden, um Antisera auszulösen, um
die Fertilität
einzuschränken,
z.B. Verhütungsmittel-Vakzin. Im Gegensatz
dazu könnten Antagonist-Analoga
oder Antikörper
gegen Glycoproteionhormon-Analoga verwendet werden, um die Fertilität zu fördern, wie
wenn überhöhte hLH-Konzentration
in einigen Frauen mit polyzytischen Eierstockerkrankung aufscheinen.
Ein Glycoproteinhormonanalogon mit verbesserter Stabilität, welches
die biologische Aktivität und
Funktion beibehält,
z.B. Affinität
für Glycoproteinhormonrezeptoren
und Hormonwirksamkeit, wie in den Analoga gemäß der vorliegenden Erfindung,
sind sehr nützlich.
Nicht nur sind die Analoga gemäß der vorliegenden
Erfindung für
spezifische Therapeutische Zwecke nützlich, sondern bieten diese
Analoga auch die besseren Eigenschaften einer funktionellen Stabilität in Lösung und
gegenüber
erhöhten
Temperaturen, Resistenz gegen Proteindenaturierungsmittel, wie Harnstoff
etc. Aufgrund dieser Stabilitätseigenschaften
wird erwartet, dass die Analoga der vorliegenden Erfindung eine
verbesserte Halbwertszeit in vivo haben würden.
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Die
Glycoproteinhormonanaloga der vorliegenden Erfindung können einen
Patienten, der es benötigt, durch
irgendein Mittel, das den beabsichtigten Zweck errreicht, verabreicht
werden. Zum Beispiel kann die Verabreichung durch eine Vielzahl
von unterschiedlichen parenteralen Routen einschließlich, ohne
darauf beschränkt
zu sein, auf subkutanem, auf intravenösem, auf intradermalem, auf
intramuskulärem,
auf intraperitonalem, auf intranasalem, auf oralem, auf transdermalem,
oder auf bukkalem Weg erfolgen. Die parenterale Verabreichung kann
eine Bolusinjektkion sein oder durch graduelle Infusion mit der
Zeit erfolgen.
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Ein
typischer Behandlungsplan für
das Verhindern, Unterdrücken,
oder Behandeln eines Zustandes, der mit Amyloid oder Amyloid-ähnlichen
Ablagerungen in Verbindung steht, weist die Verabreichung einer
wirksamen Menge in einer oder mehreren Dosen über eine Zeitdauer bis zu und
einschließlich
mehreren Monaten bis mehreren Jahren auf.
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Es
ist verständlich,
dass die verabreichte Dosierung von dem Alter, dem Geschlecht, dem
Gesundheitszustand und dem Gewicht des Empfängers, der Art einer gleichzeitigen
Behandlung, wenn überhaupt,
der Häufigkeit
der Handlung, und der Art des gewünschten Effekts abhängen wird.
Die für
jede Behandlung benötigte
Gesamtdosis kann durch Mehrfachdosen oder in einer Einzeldosis verabreicht
werden. Durch „ effektive Menge", wird eine Konzentration
des Glycoproteinhormonanalogons gemeint, welche in der Lage ist,
den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Solche Konzentrationen können routinemäßig durch
einen Fachmann bestimmt werden.
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Zu
Zubereitung für
die parenterale Abweichung zählen
sterile wässrige
oder nicht-wässrige Lösungen, Suspensionen
und Emulsionen, welche Hilfsstoffe oder Excipienten enthalten können, die
im Stand der Technik bekannt sind.
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Pharmazeutische
Zusammensetzungen, die die Glycoproteinhormonanaloga der vorliegenden
Erfindung enthalten, schließen
alle Zusammensetzungen ein, wobei die Analoga in einer Menge enthalten
sind, die wirksam ist, um den beabsichtigten Zweck zu erreichen.
Zusätzlich
können
pharmazeutische Zusammensetzungen geeignete pharmazeutisch-akzeptable
Träger,
die Excipienten und Hilfstoffe enthalten, welche die Verarbeitung
der aktiven Wirkstoffe in Zubereitungen fördern, die pharmazeutisch verwendet
werden können,
enthalten. Geeignete pharmazeutische-akzeptable Vehikel sind im
Stand der Technik bekannt und z.B. in Alfons Gennaro, Herausgeber,
Remington's Pharmaceutical
Sciences, 18. Ausgabe, Mack Publishing Co. (Easton, PA, 1990), einem
Standardreferenztext auf diesem Gebiet, beschrieben.
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Pharmazeutisch
akzeptable Vehikel können
gemäß der Verabreichungsart
und der Löslichkeit
und Stabilität
der Glycoproteinhormonanaloga ausgewählt werden. Zum Beispiel können Formulierungen
für die
intravenöse
Verabreichung sterile wässrige
Lösungen
enthalten, die ebenfalls Puffer, Verdünnungsmittel und andere geeignete
Zusatzstoffe enthalten
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Geeignete
Formulierungen für
die parenterale Verabreichung beinhalten wässrige Lösungen des aktiven Wirkstoffes
in wasserlöslicher
Form, z.B., wasserlöslichen
Salzen. Zusätzlich
können
Suspensionen des aktiven Wirkstoffes als geeignete ölige Suspensionen
verabreicht werden. Zu geeigneten lipophilen Lösungsmitteln oder Vehikeln
zählen
Fettöle,
z.B.
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Sesamöl, oder
synthetische Fettsäureester,
z.B. Ethyloleat oder Triglyceride. Wässrige Injektionssuspensionen,
die Substanzen enthalten können,
die die Viskosität
der Suspension erhöhen,
enthalten, zum Beispiel, Natriumcarboxylmethylzellulose, Sorbitol
und/oder Dextran.
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Gegebenenfalls
kann die Suspension auch Stabilisatoren enthalten. Nachdem die Erfindung
allgemein beschrieben wurde, wird dieselbe unter Bezugnahme auf
die folgenden Beispiele, welche nur zur Illustration bereitgestellt
sind, und nicht dafür
bestimmt sind, die vorliegende Erfindung einzuschränken besser
verstanden werden.
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Gemäß den Kriterien
für die
Interuntereinheit-Vernetzung durch Disulfidbindungen, weisen die
Daten der Tabelle 1B darauf hin, dass es möglich sein würde, ein
Analogon von hCG herzustellen, welches durch ein Interuntereinheit-Disulfid
zwischen seinen Cysteinknoten stabilisiert ist, wenn ein freien
Cystein an dem α-Untereinheit-Rest
31 erzeugt werden würde
und wenn das β-Untereinheit
Tyr37 durch Cystein ersetzt werden würde. Diese wurde durch Herstellen
eines Analogon der hCG β-Untereinheit,
in welcher das Tyr37 durch Cys ersetzt wurde und eines Analogon
der humanen α-Untereinheit,
in welcher das Cys7 durch Ser ersetzt wurde, erreicht. Diese letztere Änderung
zerstörte
das Disulfid, welches normalerweise in der α-Untereinheit zwischen den Aminosäuren Cys7
und Cys31 gefunden wird, wodurch das freie α-Untereinheit-Cystein bei Rest 31 für das Bilden
einer Disulfidbindung mit dem β-Untereinheit-Cystein, welches
bei Rest 37 eingeführt
ist, verfügbar hinterlassen
wird. Wenn jedes dieser Untereinheit-Konstrukte in kultivierten
Säugetierzellen
exprimiert wurde, bildeten die Cysteine der α-Untereinheit bei Rest 31 und
der β-Untereinheit
bei Rest 37 ein Interuntereinheit-Disulfidbindung.
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Die
Bildung der Disulfidbindung erhöhte
dramatisch die Stabilität
des Heterodimers. Im Gegensatz zu hCG, dissoziierte das vernetzte
Heterodimer in der Gegenwart von Harnstoff oder niederem pH nicht.
Die Fähigkeit
von hCG (α31-β37), durch
die meisten monoklonalen Antikörper
erkannt zu werden, an LH Rezeptoren zu binden, und die Signaltransduktion
auszulösen,
war jedoch ähnlich
zu der von hCG. Dies zeigte, dass das Vorhandensein der Disulfidbindung,
die Hormonfunktion nicht zerstörte.
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Das Ändern des
Kodons für
Cys7 zu einem Kodon für
Serin in der α-Untereinheit
wurde in einem Expressionsvektor (pKBM-hCGα) durchgeführt, der in Campbell et al
(1991) beschrieben wurde und der die hCG α-Untereinheit cDNA enthält. Der
pKBM Vektor ist ein Derivat des pUC Vektors (Yanisch-Perron et al.,
1985), in welchem der Polylinker durch einen, der eine XhoI Stelle
enthält,
ersetzt wurde und der das Übertragen
der cDNA Inserts zwischen dem pKBM und dem Expressionsvektor pSVL
(Pharmacia, Piscataway, NJ) ermöglicht.
Da es nur ein α-Untereinheit-Gen
gibt, enthält
die cDNA für
die α-Untereinheiten
von hCG, hLH, hFSH, und hTSH die gleichen Kodons und dieser Expressionsvektro
wird von nun an als pKBM-α bezeichnet.
Wie in 40 gezeigt ist, enhält pKBM-α eine einzigartige
XhoI Endonuklease-Restriktionsstelle
5' der α-Untereinheit kodierenden
Sequenz und eine einzigartige BsmI Endonuklease-Restriktionsstelle,
in der Nähe
der Kodons für die
Aminosäuren
9-11.
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Polymerase-Kettenreaktion
(PCR)-Primer (Oligo425 und Oligo847, Tabelle 5) wurden entwickelt,
um diese Region einzuklammern, um das Kodon für Cys7 gegen Ser zu tauschen,
und um eine neue Endonuklease-Restriktionsstelle (BspEI) zu erzeugen,
die verwendet werden könnte,
um das Identifizieren der Mutantenkonstrukte zu erleichtern.
-
Tabelle
5: Sequenzen
der verwendeten Primer, um die Disulfid-vernetzten Analoga herzustellen
-
Das
Produkt der PCR unter Verwendung dieser Primer und pSVL-hCGα (Campbell
et al, 1991) als Matrize wurde mit XhoI und BsmI verdaut und in
die einzigartigen XhoI-BsmI Stellen von pKBMα mittels Verfahren subkloniert,
die im Stand der Technik bekannt sind (Maniatis et al, 1989)
-
Die
Sequenz eines rekombinanten Plasmids, welches eine BspEI Endonuclease-Restrikitonsstelle enthält, wurde
durch Dideoxyverfahren (Maniatis et al, 1989) in der Region bestimmt,
die durch PCR-basierende Mutagenese verändert wurde. Dieser Vektor
(pKBM-αC7S) kodierte
ein Protein mit der in 3 gezeigten Aminosäuresequenz.
Die modifizierte α-Untereinheit cDNA
wurde aus dem pKBM Vektor durch XhoI und BamHI-Verdau entfernt und
in die XhoI-BamHI Stellen von pSVL subkloniert, um pSVL-αC7S zu erzeugen,
ein Verfahren, das ermöglichte,
dass αC7S
in COS-7 Zellen exprimiert werden kann. Die kodierenden Sequenzen werden
ebenfalls in die XhoI-BamHI Stellen eines anderen Expressionsvektors
(pCI), der von Promega (Madison, WI) erhalten wurde, eingefügt, der
modifiziert wurde, um das Subklonieren dieses und verwandter Konstrukte
zu erleichtern. Die Modifikation des pCI schloss das Entfernen einer
BamHI Stelle und das Ersetzens eines Polylinkers (d.h. Restriktionsstellen
NheI-NotI), durch einen neuen Polylinker mit den folgenden Endonuklease-Restriktionsstellen:
NheI-XhoI-EcoRI-MluI-KpnI-XbaI-SalI-BamHI ein. Dies ermöglichte
das Subklonieren von Konstrukten aus pKBM und pSVL basierenden Vektoren
in pCI basierende Vektoren durch Entfernen des XhoI-BamHI Fragments,
dass die gewünschte
kodierende Region von entweder pKBM oder pSVL enthielt, und Ligieren
dieses an pCI, der mit XhoI und BamHI verdaut wurde. Die weiter
Bezugnahme auf pCI basierende Vektoren ist hierin beabsichtigt,
sich auf den modifizierten pCI Vektor, der unmittelbar zuvor beschrieben
wurde, zu beziehen. Der Transfer der α-Untereinheit kodierenden Region
von pSVL auf pCI, erzeugte pCI-α bzw.
pCI-αC7S
und wurde gemacht, um die Expression in kultivierten Zellen zu erleichtern.
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Es
ist nicht notwendig, die Substitution von Cystein gegen Serin zu
verwenden, um ein α-Untereinheitanalogon
herzustellen, dem die Fähigkeit
fehlt, ein Disulfid zwischen Cys7 und Cys31 zu bilden. Alanin wurde
verwendet um diese Bindung zu stören
(Furuhashi et al, 1994), und es würde erwartet werden, dass der Austausch
von Cys7 gegen jede andere Aminosäure die Cys7-Cys31 Disulfidbindung
stören
würde.
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Die
Modifikation der hCG β-Untereinheit
kodierenden Sequenz, um das Kodon für Tyr37 mit dem für Cys zu
ersetzen, wurde durch Kassettenmutagenesen in der hCG β-Untereinheit cDNA
erreicht, die in einen pUC-basierenden Vektor, als pKBM-hCGβ' bezeichnet wurde
(Campell et al, 1991). Dieses Konstrukt enthält einzigartige NgoMI und PstI Restriktionsstellen
an den Kodons für
die Aminosäure
35-36 und 45-46. Das Mutantenkodon wurde durch Ersetzen des kurzen
DNA-Stückes
zwischen den NgoMI und PstI Stellen mit der Kassette, die durch
Anlagern von Oligo845 und Oligo874 (Tabelle 5) erzeugt wurde, eingeführt. Dies
führte ebenfalls
eine PmlI Endonuklease-Restriktionsstelle ein, die verwendet werden
könnte,
um die Identifikation von Plasmiden zu erleichtern, die die Mutation
enthalten.
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Das
Subklonieren dieser Kassette in pKBM-hCGβ' (Campbell et al, 1991) wurde durch
im Stand der Technik bekannten Standardverfahren (Maniatis et al,
1989) durchgeführt,
und die gewünschte
Sequenz der mutierten Region wurde durch die Dideoxy Sequenzierungsverfahren
bestätigt.
Da pKBM kein Expressionsvektor ist, wurde es in pSVL sukloniert,
um zu ermöglichen,
dass dieses β-Untereinheit
Konstrukt in Säugetierzellen
exprimiert wird. Dies wurde erreicht, in dem das kurze Stück, welches
durch Verdau von pKBM-hCGβ' mit XhoI und BamHI
erhalten wurde, genommen wird und mit dem großen Fragment, welches nach
dem Verdau von pSVL mit XhoI und BamHI übrig blieb, ligiert wird, um
einen als pSVL-hCGβ'Y37C bezeichneten
Expressionsvektor zu erzeugen. Die durch pSVL-hCGβ' und pSVL-hCGβ'Y37C kodierten Aminosäuresequenzen sind
in 4 gezeigt. Diese wurden die ebenfalls
in den modifizierten pCI Vektor an den XhoI und BamHI stellen subkloniert.
-
Die
Herstellung von diesen kodierenden Sequenzen könnte ebenfalls durch Standard-DNA-Syntheseverfahren
unter Verwendung von kommerziell erhältlichen Instrumenten erreicht
werden. Diese Verfahren können
verwendet werden, um lange Oligonukleotide herzustellen, die dann
zusammen ligiert werden können,
wie beschrieben ist (Campbell et al, 1992). Es sollte beachtet werden,
dass die DNA-kodierenden Sequenzen, ebenfalls von einer von mehreren
Firmen, die auf die Konstruktion von synthetischen Oligonukleotiden
und das Herstellen synthetischer cDNA Gene spezialsiert sind, gekauft
werden können.
Zu diesen Zellen Midland Certified Reagent Company, Midland, Texas
und Genosys Biotechnologie, Inc., The Woodlands, Texas. Die Expression
dieser Untereinheiten kann ebenfalls in kultivierten Säugetierzellen
(d.h., COS-7 Zellen) unter Verwendung eines von mehreren kommerziell
erhältlichen
Vektoren, wie pSVL (Pharmacia, Piscataway, NJ) oder pCI (Promega,
Madison, WI) unter Verwendung von Verfahren, die ähnlich sind
zu jenen, die beschrieben wurden (Campbell et al, 1991) und die
im Stand der Technik üblich
sind, erreicht werden.
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Die
Co-Expression von pSVL-α und
pSVL-hCGβ', pSVL-αC7S und pSVL-hCGβ'Y37C, pCI-α und pCI-hCGβ', und pCI-αC7S und pCI-hCGβ'Y37C in COS-7 Zellen
wurde durch Routineverfahren, die im Stand der Technik bekannt sind,
und die beschrieben wurden, (Campbell et al, 1991), durchgeführt. Die
Transfektion in COS-7 Zellen, wurde durch ein Standardkalziumphosphat-Präzipitationsverfahren,
wie beschrieben (Kriegler, 1990) durchgeführt. Die COS-7 Zellen wurden
von der ATCC, Rockville, MD erhalten. Am Tag, der der Transfektion
folgt, wurde das Zellkulturmedium entfernt und das Medium mit serumfreien
DMEM Medium ersetzt. Die Zellen wurden drei zusätzliche Tage inkubiert, um
den sezernierten Produkten zu ermöglichen, in dem Kulturmedium
zu akkumulieren. Die Medien wurden dann zentrifugiert, um die Zelltrümmer und
andere Präzipitate
zu entfernen, der Überstand
wurde in einen Dialysebeutel überführt, und
die Komponenten mit hohen Molekulargewicht konzentriert, indem der
Beutel in ein hygroskopisches Pulver enthaltendes Bett (Aquacide,
Calbiochem, La Jolla, CA) platziert wurde.
-
Das
hCG und vernetztes hCG, die in das Kulturmedium sezerniert wurden,
wurden unter Verwendung einer Sandwich-Immunountersuchung (Moyle
et al, 1982) unter Verwendung der Antikörper A113 und 125I-B105
für Einfang
bzw. Detektion, quantifiziert und hCG, das aus Urin gereinigt wurde,
wurde als Standard verwendet. In dieser Untersuchung wurde Anti-hCG α-Untereinheit Antikörper A113
(1 μg in
0,05 ml) auf die Oberfläche
einer Mikrotiterplatte für
eine Stunde bei 37°C
absorbiert. Der nicht-absorbierte Antikörper wurde entfernt und jede
Kammer mit einer Lösung,
die 0,9% NaCl und 1 mg bovines Serumalbumin/ml enthält, inturbiert,
um die restlichen Proteinabsorptionsstellen zu blockieren. Ein Aliquot
(0,05 ml) des Kulturmediums von Zellen, die seit drei Tagen transfiziert
waren, wurde zu den Kammern hinzugefügt und dem hCG oder dem vernetzten
hCG Analgon wurde ermöglicht,
an den absorbierten Antikörper
für eine
Stunde bei 37°C
zu binden. Das nichtgebundene Hormon oder Hormonanalogon wurde entfernt,
die Kammern mit 0,9% NaCl-Lösung
gespült,
und dem eingefangenen Analyten ermöglicht, mit radioiodiniertem
Anti-hCG β-Untereinheit
Antikörper 125I-B105, der wie unten beschrieben hergestellt
wurde, zu binden. Der 125I-B105, der nicht
an hCG oder vernetztes hCG Analogon band, wurde aspiriert, und die
auf die Oberfläche
der Mikrotiterkammern gebundene Radiomarkierung wurde unter Verwendung
eines Gammazählers
bestimmt. Diese Untersuchung detektierte leicht 0,1 ng of hCG. Es
war nicht notwendig, diese bestimmten Antikörper für diese Untersuchung zu verwenden
und es gibt mehrere kommerziell erhältliche Antikörper die
anstelle verwendet werden können.
Die meisten Anti-hCG α-Untereinheit-Antikörper und
jeder Anti-hCG β-Untereinheit-Antikörper, der
eine Affinität
für hCG
und freie hCG β-Untereinheit
von größer als
108M–1 aufweist,
wird ausreichen. Der letztere würde
auch ZMCG13 und ZMCG7 beinhalten, die von Pierce, 3747 North Meridian
Road, Rockford, IL erhältlich
sind.
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Die
Radioiodierung von Antikörpern,
hCG und hFSH wurde mit Iodo-Gen, welches von Pierce Chemical Co,
Rockford, IL erhalten wird, erreicht. Bei diesem Verfahren wurden
1,5 Mikrogamm Iodo-Gen in 50 Mikrolitern Aceton zu einem kleinen
Glasröhrchen
hinzugefügt,
welches in der Lage ist, etwa 0,75 ml Flüssigkeit aufzunehmen und dem
Aceton wurde ermöglicht
zu evaporieren. Dies ließ den
Iodo-Genrückstand,
der den Boden des Röhrchens
beschichtet, zurück.
Nachdem wurden 10 Mikrogamm B105 hinzugefügt, dass Röhrchen mit einer Plastikkappe
verschlossen, und 5 Mikroliter, die 250-500 μCi Na125I
in 0,2 M Natriumphosphatpuffer (pH7,2) enthalten, durch Injizieren
der Lösung
mit einer Mikrospritze durch die Kappe, wurden hinzugefügt. 20 bis
30 Sekunden später,
wurde 0,1 ml einer 0,9% NaCl Lösung
in 0,02 M Natriumphospatpuffer (pH 7,2) hinzugefügt und die Mischung aspiriert
und auf eine 2 ml BioGel P6DG Säule
(BioRad, Richmond, CA) geladen. Das freie Iod und das iodinierte
Protein wurden durch Gelfiltation getrennt. Die für die Iodinierung
verwendete Na125I Menge varierte in Abhängigkeit
von der Fähigkeit
des Proteins, seine Funktion im Anschluss an die Radioiodierung
beizubehalten. Antikörper
und hCG wurden üblicherweise
auf eine spezifische Aktivität von
50μCI/μg radioiodiniert,
wohingegen hFSH üblicherweise
auf eine spezifische Aktivität
von 10-25 μCi/μg radioiodiniert
wurden.
-
Tabelle
6 illustriert, dass die Mutation die Bildung des vernetzen hCG Analogons
nicht störte.
Zellen, die entweder mit pSVL-enthaltenen Kodierungssequenzen oder
pCI-Kodierungssequenzen
transfiziert wurden, erzeugen vergleichbare Mengen an vernetztem
Analogon und hCG.
-
Tabelle
6 Herstellung
von hCG und hCG (α31-β37) durch
transfizierte COS-7 Zellen
-
hCG
und hCG (α31-β37) wurden
in Sandwich-Immunountersuchungen in Bezug auf einen hCG-Standard
unter Verwendung von Antikörpern
gegen die α-
Untereinheit (A113) für
den Einfang und radioiodinierten Antikörper gegen die β-Untereinheit
(B105) für
die Detektion, gemessen.
-
Die
Antikörper
A113 und B105 wurden in der Sandwich-Immunountersuchung verwendet,
um die Produktion des vernetzten hCG Analogons zu bestimmen, da
sie Regionen auf dem Hormon erkannten, von denen erwartet wurden,
dass sie von der Mutationsstelle distanziert sind (Cosowsky et al,
1995; Moyle et al, 1995). Das hCG (α31-β37) Analogon band nicht wie
hCG an A407 (5), einem Antikörper, der
ein Epitop erkennt, von dem gezeigt wurde, einen Teil des N-Terminus
der α-Untereinheit
zu beinhalten, der Stelle der C7S Mutation (Moyle et al, 1995).
Der Antikörper
407 wurde von Dr. Robert E. Canfield, Columbia University, New York,
NY erhalten. Da gezeigt wurde, dass A407 hCG-Rezeptorkomplexe erkennt
(Moyle et al, 1995), wurde jedoch nicht erwartet, dass diese kleine Änderung
in der Hormonkonformation mit der biologischen Aktivtät der vernetzten
hCG Analogs interferiert.
-
Die
biologischen Aktivitäten
von hCG (α31-β37) und anderer
vernetzter Analoga wurden in Radioligand-Rezeptor- und Signaltransduktionsuntersuchungsen überwacht.
Diese verwendeten CHO-Zellen, die mit den Genen, die die LH-Rezeptor
cDNA kodieren, transfisziert wurden, und die deshalb funtktionelle
LH Rezeptoren auf ihren Oberflächen
exprimieren. CHO Zellen wurden von der ATCC, Rockville, MD, erhalten.
Die Ratten-LH Rezeptor cDNA wurde von einer Ratten-Eierstockbibliothek
unter Verwendung der Polymerase Kettenreaktion, wie beschrieben
wurde (Bernard et al, 1990), erhalten. Es solle beachtet werden,
dass diese LH-Rezeptor
exprimierenden Zellen der einfachheitshalber verwendet wurden, und
das die Radioligand-Rezeptor-Untersuchung mit anderen Geweben, die
LH-Rezeptoren exprimieren, ausgeführt werden kann. Zu diesen zählen Homogenate
von erwachsenen Rattenhoden oder Homogenate von Eierstöcken, die
von sexuell-unreifen Ratten erhalten wurden, die mit Serum-Gonadotropin von
schwangeren Stuten und hCG (bei von Sigma, St. Louis, MO erhältlich sind)
injiziert wurden. Um eine Eierstockzubereitung, die hCG mit Hochaffinität binden kann,
zu erzeugen, wurden weiblichen 21-Tage-alten Ratten eine subkutane
Injektion von 50 i.u. Serum-Gonadotropin
von schwangeren Stuten gegeben. Etwa 65 Stunden später, wurde
ihnen eine subkutane Injektion von 25 i.u. hCG gegeben. Sieben Tage
später
wurden sie getötet,
ihre Eierstöcke
homogenisiert und Aliquote des Homogenisats, wobei entsprechend
einem Zwanzigstel eines Eierstockes für jedes Untersuchungsröhrchen verwendet
wurde. Zellen, die Ratten LH-Rezeptoren exprimieren, binden radioiodiniertes
hCG, einem Tracer, der wie früher
beschrieben, hergestellt oder von New England Nuclear, Boston, MA
gekauft werden kann. Sie binden ebenfalls unmarkiertes hCG, einem
Hormon, welches von Sigma Co., St. Louis, MO gekauft werden kann.
LH-Rezeptor exprimierende CHO Zellen synthetisieren auch zyklisches
AMP als Reaktion auf die hCG Behandlung für 10-30 Minuten bei 37°C. Das zyklische
AMP, das erzeugt wird, wird durch eine Radioimmuniountersuchung
(RIA), die für
zyklisches AMP spezifisch ist, und die beschrieben wurde (Brooker
et al, 1979), gemessen.
-
Die
Addition eines Interuntereinheit-Disulfids zwischen die Reste in
den α- und β-Untereinheit-Cysteinknoten
von hCG zerstörte
die Fähigkeit
des vernetzen Heterodimers nicht, an LH-Rezeptoren zu binden und/oder
eine zyklische AMP-Akkumulationsantwort auszulösen. Somit waren sowohl hCG
und hCG3 (α31-β37) in der
Lage, die Bindung von 125I-hCG an LH Rezeptoren
exprimierende Zellen zu blockieren (6). Sowohl
hCG als auch hCG (α31-β37) waren
in der Lage, eine zyklische AMP Akkumulation in diesen selben Zellen
auszulösen
(7). Dies zeigte, dass die Gegenwart dieser Intrauntereinheit-Disulfidbindung die
gesamte funktionelle Aktivität
von hCG nicht störte.
-
Die
Gegenwart der Interuntereinheit-Disulfidbindung ermöglicht hCG
(α31-β37), den
Behandlungen mit Säure,
Harnstoff, und Hitze, die hCG zerstörten, zu widerstehen. Dies
kann von den Daten in den 8 und 9 gesehen
werden. 8 illustriert den Einfluss
einer erhöhten
Temperatur auf die Stabilität
des Heterodimers, wie in einer Sandwich-Immunountersuchung, die A113 für den Einfang
und 125I-B112 für die Detektion einsetzte, überwacht
wurde. Beachte, dass B105 und B112 an ein überlappendes Epitop, das Reste
in der Nähe
der Wendung der dritten β-Untereinheitschleife
beinhaltet, binden (Moyle et al, 1990; Cosowsky et al, 1995), einer
Stelle, die von den Mutationen in entweder der α- oder β-Untereinheit von hCG (α31-β37) entfernt ist.
In dieser Untersuchung wurde hCG und hCG (α31-β37)
einer Temperatur von 85°C
für verschiedene
Intervalle bis zu 20 Minuten ausgesetzt. Während die Aktivität von hCG
nach 7-8 Minuten so gut wie zerstört war, verblieb zumindest
75 % der Aktivität
des vernetzten Analogons nach 20 Minuten der Inkubation (8).
Da diese Sandwich-Immunountersuchung Dimer-spezifisch ist, schien
der Verlust der hCG-Aktivität
aufgrund der Interuntereinheit-Disulfidbindung verhindert wird.
-
Die
Inkubation von Gonadoatropin in hohen Harnstoffkonzentrationen ist
bekannt, die Untereinheitdissoziation zu fördern (Pierce et al, 1981).
Wenn hCG in der Gegenwart von 8M Harnstoff inkubiert wird, dissoziiert
es somit in seine Untereinheiten, ein Phänomen, welches leicht durch
Western Blotting detektiert wird (9). Säugetierzellen,
die mit jenen transfiziert wurden, die die hCG α- und β- Untereinheiten kodieren, sezernieren
häufig
die freie β-Untereinheit
sowie das 2β-Heterodimer
in die Kulturmedien. Diese können
leicht durch Sandwich-Immunountersuchungen, die einen α-Untereinheit-spezifischen
und einen β-Untereinheit-spezifischen
Antikörper
verwenden, unterschieden werden. Das αβ-Heterodimer und die freie β-Untereinheit
können
auch durch ihre Größen in Western
Blots unterscheiden werden. Es ist somit möglich, die realtiven Mengen
an hCG und der freien β-Untereinheit
in Kulturmedien zu überwachen,
indem sie unter Verwendung von Polyacrylamid-Gelelektrophorese getrennt werden und
dann Detektieren dieser in Western Blots. Dies wird durch die Verwendung
eines radioiodinierten monoklonalen Antikörpers, der hCG und die frei β-Untereinheit bindet,
erleichtert, wie in 9 gezeigt ist. Die Analyse
von Kulturmedien von Zellen, die sowohl die α- als auch die β-Untereinheiten
von hCG exprimieren, zeigte das Vorhandensein von sowohl dem Heterodimer
(oberere Bande) als auch der freien β-Untereinheit (untere Bande)
an. Die Behandlung des Kulturmediums mit 8M Harnstoff führte zu
der Dissosation des Heterodimers in seine Untereinheiten. Infolgedessen
verschwand die obere Bande. Harnstoff förderte die Dissozitation von
hCG (α31-β37), das
Disulfid-vernetzte Heterodimer in seine Untereinheiten nicht und
die dem Heterodimer entsprechende Bande blieb intakt (9).
-
Beispiel
2: Ein multi-funktionelles Glycoproteinhormonanalogon, welches durch
eine Interuntereinheitdisulfid stabilisiert ist, welches zwischen
den Cysteinknoten seiner α-
und β-Untereinheiten lokalisiert
sind.
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Der
Sitzgurt ist bekannt, die Rezeptorbindungsaktivität von hCG
zu beinflussen (Campbell et al, 1991; Moyle et al, 1994; Han et
al, 1996). Der Austausch der hCG β-Untereinheit Aminosäurereste
101-109 mit ihren hFSH Gegenstücken
(d.h. hFSH β-Untereinheitresten
95-103) führte
zu einem drastischen Anstieg der FSH-Aktivität des Analogons ohne Beeinträchtigung
seiner LH-Aktivität
(Moyle et al, 1994; Han et al, 1996). Tatsächlich verstärkte diese
Substitution auch die hTSH-Aktivität von hCG (Campbell et al 1997),
obwohl sie nicht irgendwelche Reste einführt, die spezifisch in hTSH
gefunden werden. Das Untersuchen des Einflusses von Interuntereinheit
Disulfiden auf die Aktivitäten
eines verwandten multfunktionellen Analogons zeigte, wie spezifisch
Disulfide die Aktivitäten
von Lutropinen, Follitropinen, und Thyrotropinen beeinflussen würde. Dieses
Beispiel illustriert, wie ein Interuntereinheit-Disulfid zwischen
den Cysteinknoten die LH und FSH Aktivität des hCG Analogons (CFC101-114),
in welchem die hCG β-Untereinheitreste
101-114 mit ihren hFSH-Gegenstücken (d.h.
hFSH β-Untereinheitresten
95-108) ersetzt wurden, beeinflusst.
-
Die
Expression von CFC101-114 (α31-β37), erfordert,
dass Zellen, mit Vektoren, die αC7S
und CFCβ'101-114Y37C kodieren,
transfiziert sind. Die Modifikation der α-Untereinheit wurde in Beispiel
1 beschrieben. Die DNA-Sequenzen des verwendeten CFC 101-114 β-Untereinheitvorläufers, um
CFC101-114β'Y37C, die die hCG β-Untereinheitreste
1-100, hFSH β-Untereinheitreste
95-108, und hCG β-Untereinheitreste 115-145
kodiert, die sequenziell in dieser Reihenfolge verbunden sind, herzustellen
Es wurde durch Kombinieren der kodierenden Sequenzen von zwei hCG/hFSH β-Untereinheiten
Chimären
an ihren gemeinsamen SstII-Stellen, hergestellt (41-43). Das XhoI-SstII fragment
von pSVL-CFC101-106β', das Kodons für die Signalsequenz
und Reste 1-103 von pSVL-CFC101-114β' enthält, wurde in das XhoI-BamHI Fragment von pSVL-CFC94-114β' subkloniert. Dies
ersetzte die Kodons für
hFSH β-Untereinheitreste
88-94, die in pSVL-CFC101-114β' gefunden werden,
mit ihren hCG β- Untereinheithomologa
(d.h. Reste 94-100) und führte eine
BglII Stelle ein. Jeder dieser Kodierungsvektoren wurde von der
hCG β-Untereinheit
cDNA durch Modifizieren der Kodons in der 3' Hälfte
des Moleküls,
wie als nächstes
beschrieben ist, abgeleitet.
-
pSVL-CFC94-114β' wurde durch PCR
Mutagenese von pSVL-CFC94-106β', einem Vektor, der
die hCG β-Untereinheitreste
1-93, die hFSH β-Untereinheitreste
88-100, und die hCG β-Untereinheitreste
107-145 kodiert, die sequentiell in dieser Reihenfolge verbunden
sind, hergestellt. Der erste Schritt beim Herstellen von pSVL-CFC94-114β' war pSVL-CFCβ'94-106 durch SOEing
PCR Mutagenese (Ho et al, 1989) herzustellen. Eine PCR Reaktion
mit Oligo508 und Oligo368 (Tabelle 5) als Primer und pSVL-hCGβ' (Campbell et al,
1991) als Matrize gab ein Produkt, welches die CFC94-106 β-Untereinheit
Kodons 101-145, das hCG β-Untereinheit Terminationskodon,
die 3'-untranslatierte
Region, eine BamHI Endonuklease Restriktionsstelle, und einen Teil der
pSVL Vektorsequenz 3' der
BamHI Stelle enthält.
Eine zweite PCR Reaktion mit Oligo510 und Oligo365 (Tabelle 5) ergab
ein Produkt, das die pSVL-Sequenzen 5' ihrer XhoI Stelle, die 5' untranslatierte
Region von pSVL-hCGβ (Campbell
et al, 1991), die 20 Kodons für
die hCG β-Untereinheit
Signalsequenz, und CFC94-106 β-Untereinheit
Kodons 1-107 enthält. Die
Abschnitte dieser PCR Produkte, die CFC94-106 β-Untereinheit Kodons 101-107 enthalten, waren
komplementär,
eine Anforderung an die überlappende
Erweiterung während der „SOEing
PCR". Diese zwei
PCR-Produkte wurden mit den Oligo363 und Oligo364 (Tabelle 5) gemischt
und in einer dritten PCR Reaktion amplifiziert, um ein PCR-Produkt
zu ergeben, das die Sequenz der CFC94-106 β-Untereinheit in voller Länge kodiert,
die XhoI und BamHI Restriktionsstellen in der Nähe ihrer 5' bzw. 3' Termini aufweist. Dieses PCR Produkt,
welches ebenfalls eine SstII-Stelle bei den Kodons für die Reste
102-104 aufweist, wurde ebenfalls in die XhoI und BamHI Stellen
von pSVL kloniert, um pSVL-CFC94-106β' zu erzeugen. Die Sequenz der kodierenden
Region wurde durch Dideoxysequenzierungsverfahren bestätigt.
-
Der
letzte Schritt beim Herstellen der pSVL-CFC94-114β' β-Untereinheit schloss PCR unter
Verwendung von Primer Oligo596 und Oligo368 (Tabelle 5) und pSVL-hCGβ' als Matrize ein,
um ein Produkt zu erzeugen, welches SstII und BamHI Stellen in der
der Nähe
ihres 5' bzw. 3' Endes aufweist.
Wenn es mit diesen Enzymen verdaut wurde, ergab es ein DNA-Fragment, das die
Kodons für
die hFSH β-Untereinheitreste
97 bis 108 und die hCG β-Untereinheitkodons
115-145 in dieser Reihenfolge enthielt. Dies wurde in die einzigartige SstII-BamHI Stelle von
pSVL-CFC94-106β' subkloniert, um
pSVL-CFC94-114β' zu erzeugen, und
der Abschnitt der Sequenz, der während
der PCR amplifiziert wurde, wurde durch Dideoxysequenzierungsverfahren bestätigt.
-
Die
Herstellung von pSVL-CFC101-106β' begann mit einem
als pMB135 bezeichneten Vektor, der ein hCG β-Untereinheit Analogon, welches
beim Rest 114 verkürzt
ist kodiert und der ein Kodon für
Valin anstelle von Gly102 enthielt. pMB135 wurde durch Anlagern
von Oligo435 und Oligo436 (Tabelle5) und enzymatisches Auffüllen der
3' Enden hergestellt,
um eine doppelsträngige
Kassette zu erzeugen, die PvuII und SstI Stellen enthielt. Die letztere
war 3' des Terminationskodons.
Diese Kassette kodierte die hCG β-Untereinheitreste 87-101,
Valin, und die hCG β-Untereinheitreste
103-114 in dieser Reihenfolge, und enthielt eine Restriktionsstelle
für BglII
an den Kodons 94-95. Es wurde in die PvuII und SstI Stellen von
pSVL-hCGβ' subkloniert und ihre
Sequenz zwischen den PvuII und SstI Stellen durch Dideoxysequenzierungsverfahren
bestätigt.
pMB135 wurde in der PCR-Reaktion mit Oligo562 und Oligo365 (Tabelle
5) als Matrize verwendet, um ein PCR-Produkt zu erzeugen, welches
wenn es mit XhoI und SstII verdaut wurde, die hCG β-Untereinheit
cDNA untranslatierte Region und Signalsequenz, die hCG β-Untereinheit
Kodons 1-100, und die hFSH β-Untereinheit
Kodons 95-98 in dieser Reihenfolge aufwies. Dieses PCR-Produkt wurde
in die XhoI-SstII Stellen von pSVL-CFC94-106β' kloniert, um pSVL-CFC101-106β' herzustellen, und
ihre Sequenz wurde durch Dideoxysequenzierungsverfahren bestimmt.
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Es
war offensichtlich nicht notwenig diesen Ansatz zu nehmen, um pSVL-CFC101-114β' zu erzeugen. Diese
Schritte wurden aus historischen Gründen verwendet. Die verschiedenen
Zwischenvektoren wurden im Zuge von anderen Experimenten hergestellt
und waren für
die Herstellung des Vektors, der CFC101-114β' kodiert, verfügbar. Das Plasmid pSVL-CFC101-114β'Y37C wurde durch
Kombinieren der 5' „Hälfte" von pSVL-hCGβ'Y37C, die die Y37C
Mutation kodiert, mit der 3' „Hälfte" von pSVL-CFC101-114β', die die hFSH β-Untereinheit
Aminosäuren
95-108 kodiert, hergestellt. Dies wurde durch Ligieren des kleinen
Stückes
von pSVL-hCGβ'Y37C, welches durch
Verdau mit XhoI und Bsu36I erhalten wurde, an das große Stück, welches durch
Verdau von pSVL-CFC101-114β' mit denselben Enzymen
hergestellt wurde, erreicht. Dies ersetzte die Kodone für die Signalsequenz
und die Aminosäuren
1-54 von CFC101-114β' mit jenen von hCGβ'Y37C, eine Änderung,
die in der Substitution von Tyr37 mit Cystein resultiert. Das Subklonieren
des XhoI-BamHI Fragments
in die XhoI-BamHI Stellen des zuvor beschriebenen modifizierten
pCI-Konstrukts führt zu dem
Konstrukt mit dem Namen pCI-CFC101-114β'Y37C. Die Aminosäuresequenzen von CFC101-114β' und CFC'101-114β'Y37C sind in 10 beschrieben.
-
Die
Herstellung von CFC101-114 und CFC101-114 (α31-β37) wurde durch C-Expremieren von pSVL-α plus pSVL-CFC101-114;
pSVL-αC7S
plus pSVL-CFC101- 114βY37C; pCI-α plus pCI-CFC101-114β; und pCI-αC7S plus
pCI-CFC101-114βY37C
in COS-7 Zellen unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren
erreicht. CFC101-114
und vernetztes CFC101-114 (α31-β37) in dem
konzentrierten Kulturmedium wurden unter Verwendung einer Sandwich-Immunountersuchung
quantifiziert (Moyle et al, 1982), die die Antikörper A113 für Einfang und entweder 125I-B105 oder 125I-B112
für die
Detektion mit hCG, welches aus Urin gereinigt wurde und als Standard
verwendet wurde verwendete. Es sollte wie zuvor beachtete werden,
dass es nicht notwendig ist, diese bestimmten Antikörper für diese
Untersuchung zu verwenden; kommerziell erhältliche Antikörper sind
erhältlich,
von denen erwartet wird, zufrieden stellend zu arbeiten Die meisten
Anti-hCG α-Untereinheit
Antikörper,
die auch eine hohe Affinität
für hFSH
aufweisen, wie A113 oder Anti-hFSH α-Antikörper, die eine hohe Affinität für hCG aufweisen,
können
in dieser Untersuchung verwendet werden. Da jedoch diese Analoga
hFSH Reste in dem Teil der Sitzgurtregion enthalten, die einen Haupteinfluss
auf die FSH-Aktivität
(d.h. Aminosäurereste
zwischen dem elften und zwölften β-Untereinheit Cystein
(Moyle et al, 1994)), hat, werden nicht alle Analoga von CFC101-114
durch alle Anti-hCG α-Untereinheit
Antikörper
erkannt. Dies kann für
A407 gesehen werden (11), einem Antikörper, der
hCG, nicht jedoch hFSH bindet. Während somit
A407 hCG band, hatte es eine viel geringe Fähigkeit an CFC401-104 und vernetzte
CFC 101-114 Analoga zu binden. A407 hatte auch eine geringe Fähigkeit
an CFC101-114 (α31-β37) zu binden.
-
CFC101-114
Analoga können
durch die meisten Anti-hCG β-Untereinheit
Antikörper,
die eine Affinität von
mehr als 108M–1 für hCG und
freie hCG β-Untereinheit
aufweisen, ermittelt werden, mit Ausnahme jener, die Reste in der β-Untereinheit
in der Nähe
der Region, die durch FSH-Reste besetzt sind, erkennen. Somit wurde
CFC101-114 und Analoga nicht durch B111 erkannt, einem Antikörper, von
dem gezeigt wurde, dass er durch hCG-Reste 108-114 stark beeinflusst
wird (Cosowsky et al, 1995). Nichtsdestotrotz können die meisten Antikörper, die
hCG, hLH, freie hCG β-Untereinheit,
und freie hLH β-Untereinheit
erkennen, wie 8 105, in dieser Untersuchung verwendet werden. Zusätzlich können viele
Antikörper,
die hCG und freie hCG β-Untereinheiten erkennen,
wie B112, ebenfalls in dieser Untersuchung verwendet werden. Die
B105/B112 Epitopregion ist eine der am meisten antigenen Regionen
von hCG in Mäusen
und Antikörper
gegen diese Region sind kommerziell erhältlich, wie in Beispiel 1 bemerkt
ist.
-
Die
Gegenwart einer Disulfidvernetzung in CFC101-114 (α31-β37) erhöhte seine
thermische Stabilität in
Bezug auf die von CFC101-114 (12).
Sandwich-Immunountersuchungen
zeigten, dass die Aktivitäten von
hCG und CFC101-114 beinahe zerstört
wurden, durch 7,5 minütiges
bzw. 15 minütiges
Erwärmen
bei 85°C.
Eine wesentliche Menge an CFC101-114 (α31-β37) verblieb jedoch nach 20
Minuten bei derselben Temperatur. Dies zeigte, dass die Gegenwart
eines Disulfids, die Stabilität
dieses Analogons erhöhte.
Da dieses und andere Analoga, die FSH-Reste zwischen der elften
und zwölften β-Untereinheit
aufweisen, haben sowohl FSH und TSH Aktivitäten (Campbell et al, 1997),
würde erwartet
werden, dass die Disulfidbindung die Stabilität von FSH und TSH erhöht.
-
CFC
101-114 kann die Signaltransduktion an LH-Rezeptoren stimulieren.
Die Addition des α31-β37 Interuntereinheit-Disulfid
zwischen den Cysteinknoten von CFC101-114 reduzierte seine Aktivität in dieser
Untersuchung nicht (13). Somit weisen sowohl CFC101-114
als auch CFC101-114 (α31-β37) etwa
die selbe hohe Fähigkeit
auf, die zyklische AMP Akkumulation in Untersuchungen, die CHO Zellen,
die so konstruiert wurden, um LH Rezeptoren zu exprimieren, verwenden,
zu stimulieren. Somit scheint die Gegenwart dieser Disulfidbindung,
die Aktivität
von Molekülen
wird Lutropin-Aktivität
nicht zu beeinflussen. Es würde
erwartet werden, dass die Fähigkeit
dieser Bindung, diese Moleküle
zu stabilisieren, an Lukopine nützliche-therapeutische
Eigenschaften zu verleihen.
-
Obwohl
die Aminosäuresequenz
von CFC101-114 viel ähnlicher
zu jener von hCG als zu hFSH ist, hat CFC101-114 (α31-β37) eine
viel höhere
FSH-Aktivität
als hCG, einem Hormon, welches dafür bekannt ist, in dieser Untersuchung
beinahe ohne Aktivität
zu sein. Die Adddition von α31-β37 Interuntereinheit-Disulfidbindung
zwischen den Cysteinknoten von CFC101-114 hatte nur einen kleinen
Einfluss auf seine Fähigkeit,
die zyklische AMP Akkumulation in CHO Zellen, die FSH Rezeptoren
exprimieren, zu stimulieren (14).
Es würde
somit nicht erscheinen, dass die Gegenwart dieser Disulfidbindung,
die Aktivität
von Molekülen
mit Follitropin Aktivität
negativ beeinflusst und es würde
erwartet werden, dass die Fähigkeit
dieser Bindung, diese Moleküle
zu stabilisieren, Follitropinen nützliche therapeutische Eigenschaften
verleiht.
-
Beispiel
3: hCG, das durch ein Interuntereinheit-Disulfid zwischen dem Sitzgurt
und der α-Untereinheitschleife
2 stabilisiert ist.
-
Die
Entfernung zwischen den Cα und
Cβ Kohlenstoffatomen
von Resten in der α- und β-Untereinheit von
hCG (Tabelle 1 B) weist darauf hin, dass es möglich sein würde, andere
zusätzliche
Dimere, in welchen die Untereinheiten durch ein oder mehrere Disulfidbindungen
verbunden wurden, herzustellen. Die Vernetzung von hCG und CFC101-114
zwischen dem α-Untereinheitrest
31 und dem β-Untereinheitrest
37 erhöhte
die Stabilität
der resultierenden Analoga wesentlich und hatte einen minimalen
Einfluss auf ihre biologischen Aktivitäten. Um in Erfahrung zu bringen,
ob die Einführung
einer Disulfidvernetzung in einem Teil des Moleküls, von dem zuvor gezeigt wurde,
dass er die Rezeptorbindung beeinflusst, seine Stabilität und Aktivität ändern würde, wurden
Disulfidbindungen in hCG und CFC101-140 zwischen der α-Untereinheit Schleife
2 und dem Sitzgurt konstruiert. Diese Studien zeigten, dass die
Einführung
eines Disulfids in diese Region der Glycoproteinhormone, ihre Stabilität erhöhte. Die
Substitutionen, die zur Erzeugung des Disulfids erforderlich waren,
beeinflusste jedoch ihre Fähigkeiten,
mit Rezeptoren zu interagieren und die Signaltransduktion auszulösen. Dies zeigte,
dass die Einführung
einer Disulfidbindung in einem Teil des Hormons, der nicht in Rezeptorinteraktionen
und Rezeptorspezifität
teilnimmt, bevorzugt ist, um die hohe endokrine Aktivität zu bewahren.
Da beide Arten von Disulfid-vernetzen-Analoga ihre Immunologische
Aktivität
behielten, kann die Position des Disulfids beim Konstruieren von
Immunogen weniger wichtig sein. Der Einfluss dieses Disulfids auf
die Signalübertragung
kann für
die Entwicklung von Hormonantagonisten oder Immunogen nützlich sein.
-
Um
ein durch ein Interunteruntereinheit Disulfid zwischen der α-Untereinheitschleife
2 und dem Sitzgurt stabilisiertes hCG herzustellen, wurden das Lys51
der α-Untereinheitschleife
2 und das Asp99 des β-Untereinheit
Sitzgurts durch Cysteine ausgetauscht. Die Änderung in der
-
α-Untereinheit
schloss die Kassettenmutagenese von existierenden Vektoren, die
zuvor noch nicht beschrieben worden sind, ein. Die Konstruktion
dieser Zwischenvektoren wird deshalb hier beschrieben (44).
-
Der
Polylinker von pIBI31, einem Klonierungsvektor, der von International
Biotechnologies, Inc. (New Haven, CT) gekauft wurde, wurde mit einem
Polylinker, der die Restriktionsenzymstellen EcoRI-XhoI-NcoI-PacI-BamHI-EcoRI
enthält,
ersetzt, um einen Vektor mit der Bezeichnung pRM102 herzustellen.
pKBM-α wurde mit
NcoI und BamHI verdaut und in die NcoI-BamHI Stellen von pRM102
kloniert, um pRM116 zu erzeugen, wodurch seine 5' untranslatierte Leitsequenz und eine
unerwünschte
5' XbaI Stelle,
die während
des Klonierens von pKBM-α eingefügt wurde,
eliminiert werden. Somit entsprach die einzige XbaI Stelle in pRM116
den Kodons für
die α-Untereinheit
Aminosäuren
34-35. Das XbaI-BamHI
Fragment von pRM116 wurde mit dem XbaI-BamHI Fragment eines Vektors,
das durch PCR der α-Untereinheit
cDNA mit Oligo758 und Oligo760 (Tabelle 5) erzeugt wurde, ersetzt,
um pRM117 zu erzeugen. Dies eliminiert die 3' untranslatierte Region, die in der α-Untereinheit
cDNA gefunden wird, einem Vorgang, der ebenfalls die ungewünschten
PstI Restriktionsstellen in dieser Region eliminierte. Die einzige
in pRM17 verbleibende PstI Stelle war bei den Kodons für die Reste
83-85 lokalisiert. Das Klonieren des Produkts, das durch PCR der α-Untereinheit
cDNA mit Oligo730 und Oligo839 (Tabelle 5) erhalten wird, in die
einzigartigen XbaI-PstI Stellen von pRM117, führte zu pMB507. Dies führte BglII
und SpeI Stellen in die α-Untereinheit kodierende
Sequenz bei den Kodons 42-43 bzw. 54-55 ein. Das Subklonieren des XhoI-BamHI
Fragments von pMB507 in die XhoI-BamHI Stellen von pSVL, führte zu
pMB512. Das Fragment von pMB512 zwischen den BglII und SpeI Stellen
wurde mit Oligo877 und Oligo878 (Tabelle 5) ersetzt, um pMB561 zu
erzeugen. Schlussendlich wurde das BglII-SpeI Fragment von pMB512 mit einer Kassette,
die durch Anlagern von Oligo921 und Oligo922 (Tabelle 5) gemacht
wurde, ersetzt, um pSVL-αK51C
zu erzeugen (15). Diese Strategie
würde nicht
erforderlich sein, um pSVL-αK51C
herzustellen, und wurde nur aus historischen Gründen verwendet, aufgrund der
Verfügbarkeit
von verschiedenen Vektorzwischenprodukten, die während anderen Experimenten
hergestellt wurden.
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Das β-Untereinheitanalogon
hCGβ'D99C wurde durch
PCR Mutagenese unter Verwendung des pSVL-hCGβ' als Matrize und Oligo368 und Oligo925
(Tabelle 5) als Primer hergestellt. Oligo368 ist ein Umkehrprimer,
der komplementär
zu einer Stelle in pSVL 3' der
BamHI Endonuklease Restriktionsstelle ist. Oligo925 enthält die gewünschte Mutation
und erzeugt ebenfalls die BglII Stelle. Das PCR-Produkt wurde mit
BglII und BamHI verdaut und in die BglII-BamHI Stellen von pSVL-CFC101-114β' subkloniert. Dies
entfernt die hFSH Kodons von pSVL-CFC101-114β' und veränderte das Asp99 zu einem Cystein
(15).
-
Die
Plasmide pSVL-αK51C
und pSVL-hCGβ'D99C wurden in COS-7
Zellen, wie in Beispiel 1 beschrieben, co-exprimiert. hCG und hCG
(α51-β99) wurden
in einer Sandwich-Immunountersuchung
in Bezug auf einen hCG Standard unter Verwendung von Antikörpern gegen
die α-Untereinheit
(A113) für
den Einfang und radioiodinierten Antikörper gegen die β-Untereinheit (B115)
für die
Detektion, gemessen. Es ist nicht notwendig, diese bestimmten Antikörper für diese
Untersuchung zu verwenden. Beinahe jeder Antikörper, der die hCG α-Untereinheit in dem
Heterodimer erkennt, und jeder β-Untereinheit
Antikörper,
der hCG und seine freie β-Untereinheit
erkennt, mit Affinitäten
von größer als
108M–1 kann in dieser Untersuchung
verwendet werden. Diese Erzeugung von hCG und hCG (α51-β99) durch
transfizierte COS-7 Zellen führte
zu der Akkumulation eines vernetzten Protein Analogons in dem Zellkulturmedium,
welches leicht durch A113/125IB105 oder
A113/125IB112 Sandwich-Untersuchung detektiert wird (Tabelle
7), welche zeigt, dass die benötigten
Mutationen, um das Disulfid einzuführen, die Untereinheit-Kombination
nicht verhinderte.
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Tabelle
7 Herstellung
von hCG und hCG (α51-β99) durch
transfizierte COS-7 Zellen
-
Die
biologische Aktivität
von hCG (α51-β99) wurde
in LH Rezeptorbindungs- und Signaltransduktionsuntersuchungen unter
Verwendung der im Beispiel 1 dargelegten Verfahren gemessen. hCG
(α51-β99) war in der
Lage, die Bindung von 125I-hCG an LH-Rezeptoren
exprimierende CHO Zellen zu inhibieren, wenn auch nur mit 5-10%
der Wirksamkeit von hCG (16).
Die Reduktion der Affinität
für die
LH-Rezeptoren, die durch die Disulfidbindung hervorgerufen wird,
könnte
sein aufgrund von: 1) dem Austausch des α-Untereinheitrestes Lys51 durch
Cystein (d.h. Substitution einer geladenen Aminosäure durch
eine neutrale Aminosäure),
2) dem Austausch des β-Untereinheitrestes
Asp99 durch Cystein (d.h. Substitution einer negativ geladenen Aminosäure durch
eine neutrale Aminosäure),
oder 3) der, durch das Vorhandensein einer kovalenten Bindung zwischen
den zwei Untereinheiten hinzugefügten
Einschränkungen.
Modifikationen von Asp99 haben gezeigt, die LH-Aktivität von hCG
zu reduzieren oder zu eliminieren (Chen et al, 1991). Durch Vergleichen
der LH Rezeptorbindungsaktivitäten
von hCG Analoga, die eine unmodifizierte β-Untereinheit und eine α-Untereinheit,
in welcher Lys51 zu einem Cystein geändert wurde (hCG (αK51C-β)) enthält, und
hCG Analoga, die eine unmodifizierte α-Untereinheit und eine β-Untereinheit,
in welcher Asp99 gegen Cysteine geändert wurde (hCG (α-βD99C)) enthalten,
mit jenen von hCG und hCG (α51-β99), war
es möglich,
den Einfluss der Cysteinsubstitutionen von dem der Disulfidbindung
zu unterscheiden (17). Diese Analysen zeigten,
dass die Substitution des α-Untereinheit
Lys51 mit Cystein einen wesentlichen inhibitorischen Einfluss auf
die Fähigkeit
von Analoga hatte, die 125I-hCG Bindung
an LH-Rezeptoren zu inhibieren. Die Aktivitäten von hCG (α51-β99) und hCG
(α-β99) waren ähnlich,
was demonstriert, das die Substitution des β-Untereinheit Asp99 gegen Cystein, für den Großteil der
reduzierten LH-Rezeptorbindungsaktivität von hCG (α51-β99) bedingen.
-
Die Änderung
von Lys51 zu Alanin reduzierte die Aktivität von hCG ebenfalls (18). Die Fähigkeiten von
diesen hCG Analoga, die Signaltransduktion (zyklische AMP Akkumulation)
zu stimulieren, wurden ebenfalls getestet. Das Austauschen des α-Untereinheit
Restes Lys51 mit entweder Cystein oder Alanin bewirkte einen nahezu
vollständigen
Verlust der Fähigkeit
des Hormons, die zyklische AMP Akkumulation zu stimulieren (19 und 20).
Die Addition von Cysteinen zu beiden Untereinheiten, um hCG (α51-β99) zu erzeugen,
stellte signifikante Mengen an Aktivität in Bezug auf das Analagon,
welches nur eine einzelne Cysteinsubstitution für das α-Untereinheit Lys51 enthält, wieder
her (19). Der Austausch des β-Untereinheitrestes bei
Asp99 mit Cystein hatte an sich die Ansicht einen viel geringeren
Einfluss auf die LH-REzeptorsignaltransduktion. Dies weist darauf
hin, dass das Disulfid die relative Wirksamkeit der hCG Analoga
reduziert einer Eigenschaft, die bei der Entwicklung von Antagonisten
nützlich
sein kann.
-
Das
Vorhandensein eines Interuntereinheit-Disulfids zwischen dem Sitzgurt
und der α-Untereinheitschleife
2 erhöhte
die thermische Stabilität
von hCG (8). Es verhindert ebenfalls,
dass die Untereinheiten in der Gegenwart von 8M Harnstoff dissoziieren
(9). Diese Beobachtungen bestätigen die vorteilhaften Wirkungen
einer Interuntereinheit-Disulfidbindung
auf die Stabiltät
der Glycoproteinhorme.
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Beispiel
4: Ein bifunktionales Glycoproteinhormonanalogon, welches durch
ein Interuntereinheit-Disulfid zwischen dem Sitzgurt und der α-Untereinheitschleife
2 stabilisiert wird.
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Eine
Disulfidbindung wurde zwischen dem Sitzgurt und der α-Untereinheitschleife
2 von CFC101-114 erzeugt wurde, dem Glycproteinhormonanalogon, welches
die Fähigkeiten
aufwies, mit allen drei Haupt-Glycoproteinhormonrezeptoren zu interagieren.
Dies ermöglichte
die Charakterisierung des relativen Einflusses dieser Region des
Proteins auf die Interaktionen mit LH und FSH Rezeptoren.
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Der β-Untereinheit
Expressionsvektor, der für
die Produktion von CFC101-114β' (α51-β99), (d.h.
pSVL-CFC101-114β'D99C) benötigt wird,
wurde durch Kassettenmutagenese von pSVL-CFC101-114β' hergestellt. Dieser
Vektor enthält
eine BglII Endonuklease Restriktionsstelle in den Kodons für die Aminosäuren 95-96
und eine SstII Stelle in den Kodons für die Aminosäuren 102-104.
pSVL-CFC101-114β'D99C wurde durch
Verdauen von pSVL-CFC101-114β' mit BglII und SstII
und Austauschen des kleinen Fragments mit einer synthetischen Oligonukleotid-Kassette,
die durch Anlagern von Oligo924 und Oligo923 (Tabelle 5) erhalten wird,
hergestellt. Dies führte
ebenfalls eine BsrGI Stelle ein, die verwendet wurde, um rekombinante
Klone zu selektieren. Die Sequenz der Basen, die im resultierenden
Vektor, pSVL-CFC101-114β'D99C verändert wurden,
wurde durch die Dideoxysequenzierungsverfahren bestätigt. Die
Aminosäuresequenz
von CFC101-114β' (α51-β99), die durch diesen Vektor
kodiert ist, ist in 21 illustriert.
-
Die
Co-Expression von pSVL-αK51C
und pSVL-CFC101-114β'D99C von COS-7 Zellen
wurde wie in Beispiel 1 beschrieben durchgeführt. Das Dimer wurde in einer
Sandwich-Immunountersuchung
unter Verwendung von A113 für
Einfang, radioiodiniertem B112 für
die Detektion, und gereinigtem Urin-hCG als Standard gemessen. Wie
in dem Falle der anderen Analoga, würde es nicht notwendig sein,
diese spezifischen Antikörper
zu verwenden, um CFC101-114 (α51-β99) im Kulturmedium
zu detektieren. Die meisten α-Untereinheit
Antikörper,
die in der Lage waren, sowohl hCG als auch hFSH zu binden, könnten für den Einfang
verwendet werden. Die meisten Antikörper, die in der Lage sind,
an hCG und die freie β- Untereinheit zu binden,
außer
jenen, die Reste erkennen, die die Sequenzen, die zu FSH geändert wurden,
einschließen,
könnten
für die
Detektion verwendet werden. Ein Beispiel für einen Antikörper, der
nicht verwendet werden konnte, ist B111 (Cosowsky et al, 1995) A407,
ein α-Untereinheit
monoklonaler Antikörper,
der eine Determinante auf dem N-terminalen Abschnitt der α-Untereinheit
in hCG (Moyle et al, 1995) erkennt, erkennt CFC101-114 bei weitem nicht
so gut wie es an hCG bindet (5). Es
wurde angenommen, dass dies aufgrund des Einflusses des Sitzgurtes
auf die Gesamtinteraktion der Glycoproteinhormon α- und β-Untereinheiten,
die in die Steuerung der Rezeptorbindungsspezifität eingebunden
sein können,
war. Die Addition des Disulfids zwischen dem α-Untereinheitrest 51 und dem β-Untereinheitrest
99 ermöglichte
dem resultierenden Analogon nicht, durch A407 erkannt zu werden (11).
-
Wie
die anderen Disulfid-vernetzten Analoga, wurde von CFC101-114 (α51-β99) ebenfalls
gefunden, stabiler zu sein, als sein parentaler Vorläufer (d.h.
CFC101-114 und hCG) in thermischen Denaturierungsuntersuchungen
(12). Tatsächlich
erschien es, dass die Gegenwart des Disulfids zwischen dem α-Untereinheitrest
51 und dem β-Untereinheitrest
99 die Stabilität
des Proteins mehr erhöhte,
als das Disulfid zwischen dem α-Untereinheitrest
31 und dem β-Untereinheitrest
37.
-
Das
Vorhandensein der Disulfidbindung zwischen dem Sitzgurt und der α-Untereinheitschleife
2 von CFC101-114 (α51-β99) reduzierte
seine Fähigkeit,
an LH-Rezeptoren zu binden (22).
Wohingegen CFC101-114 beinahe so wirksam war wie rekombinantes hCG
beim Inhibieren der Bindung von radiomarkierten hCG an LH-Rezeptoren,
war CFC 101-114
(α51-β99) etwa
100-fach weniger aktiv. Die relative Wichtigkeit der individuellen
Untereinheit-Mutationen und der Disulfidbindung wurden durch Überwachen
der Aktivitäten von
CFC101-114, CFC101-114 (α51-β99), CFC101-114
(αK51-β), CFC101-114
(αK51-β), und CFC101-114 (α-βD99C) verglichen.
Diese Vergleich zeigte, dass die Substitution des α-Untereinheit Lys51
mit Cystein oder Alanin an sich einen wesentlichen inhibitorischen
Einfluss auf die Rezeptorbindung hatte (22 und 23).
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Somit
war die Aktivität
von CFC101-114 (αK51C-β) im Bezug
auf jene von CFC101-114
(α51-β99)]. Im Gegensatz
zu ihrer Beeinflussung der LH Aktivität von hCG, beeinträchtig die
Substitution des CFC101-114 β-Untereinheit
Asp99 mit Cystein um einen Teil der reduzierten Fähigkeit
von CFC 101-114 (α51-β99) an LH Rezeptoren
zu binden. Nichtsdestotrotz war CFC101-114 (α51-β99) wesentlich aktiver als CFC
101-114 (αK51 C-β), eine Wirkung,
die durch das Vorhandensein von Cystein in der α-Untereinheit anstelle von Lys51
nicht erklärt
werden könnte.
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Studien
wurden ebenfalls durchgeführt,
um den Einfluss der Sitzgurt α-Untereinheit
Disulfidbindung auf die Signaltransduktionsaktivitäten von
CFC101-114 zu bestimmen (24 und 25).
CFC101-114 war nur etwas weniger wirksam beim Stimulieren der Signaltransduktion
an LH-Rezeptoren als hCG (24).
Jedoch war, CFC101-114 (α51-β99), das
Disulfid vernetzte Analogon nur bei der höchsten untersuchten Konzentration
aktiv. Als Bestätigung
von früherer-diskutierten
Studien erschien dies hauptsächlich
aufgrund der Änderung
des α-Untereinheit
Lys51 zu Cystein, dass das Analogon, in welchem nur das β-Untereinheit Asp99
zu Cystein umgewandelt wurde (d.h. CFC 101-114 (α51-β99)) eine wesentliche Aktivität beibehielt.
Wie in dem Fall der Bindungsuntersuchungen, wo das Disulfid in der
Lage war, einen Teil des Verlustes der Aktivität, der durch den Austausch
des α-Untereinheit Lys51
durch Cystein oder Alanin hervorgerufen wurde, auszugleichen, die
Interuntereinheit-Disulfidbindung stellte ein Teil der Signaltransduktion
wieder her (24).
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CFC101-114
hatte wesentliche Aktiväten
in FSH-Untersuchungen. Jedoch hatten die benötigten Cystein-Substitutionen,
um die Sitzgurt α-Untereinheitschleife
Disulfidverbindung zu erzeugen, eine größere Auswirkung auf die FSH-Aktivität von CFC101-114,
als auf seine LH-Aktivität (26, 27, und 28) und es war nicht
möglich,
den Einfluss der Disulfidbindung an sich zu unterscheiden. Somit
verloren Analoga, in welchen nur das α-Untereinheit Lys51 oder das β-Untereinheit
Asp99 verändert
worden sind, den Großteil
ihrer FSH-Aktivitäten.
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Das
Ergebnis, dass Mutationen des β-Untereinheit
Asp99 einen größeren Einfluss
auf die FSH-Aktivität
hatte, als auf die LH Aktivität,
unterstützt
frühere
Beobachtungen über
die Rolle des Sitzgurtes bei der LH und FSH Aktivität (Han et
al, 1996; Baird et al, 1993). Diese Berichte weisen darauf hin,
dass die Region des Sitzgurtes, die die LH-Rezeptorbindung beeinflusst,
in der Nähe
der Aminosäuren
94-96 sind, wohingegen die, welche die FSH-Rezeptorbindung beeinflusst in der Nähe der Aminosäuren 101-109
sind.
-
Beispiel
5: hCG durch Disulfide aus Beispielen 1 und 3 stabilisiert
-
Um
in Erfahrung zu bringen, wie die Einführung von mehreren Disulfiden
in das Glycoproteinhormon, ihre biologischen Aktivitäten beeinflussen
würde,
wurden Analoga von hCG hergestellt, die, die in Beispiel 1 und 3
gezeigten Disulfide, enthalten. Diese Analoga wurden durch Austauschen
von Abschnitten der Expressionssektoren, die in den Beispielen 1
und 3 beschrieben wurden, hergestellt. pCI-α (C7S, K51C) wurde durch Verdau
von pSVL-αC7S
und pSVL-αK51C
mit BsmI, Trennen der kleinen und großen Fragmente die bei jedem Verdau
erzeugt wurden, durch Agrose Elektrophorese, und Ligieren des großen Fragments
von pSVL-αC7S an das
kleine Fragment, welches von pSVL-αK51C erhalten wurde, hergestellt.
Das resultierende Konstrukt wurde mit XhoI und BamHI verdaut und
in pCI ligiert, welcher eine modifizierten Polylinker aufweist,
und welcher in Beispiel 1 beschrieben wurde. pCI-hCGβ' (Y31C, D99C) wurde
durch Verdauen von pSVL-hCGβ'D99C und pCI-hCGβ'Y37C mit AocI (einem
Isochizamer von Bsu36I) und BamHI, Trennen der kleinen und großen Stücke durch
Agarose Elektorphorese, und Ligieren des kleinen Stückes, welches
von pSVL-hCGβ'D99C abgeleitet ist,
mit dem großen
Stück,
welches von pCI-hCGβ'Y37C abgeleitet ist,
hergestellt. Die Aminosäuresequenzen
der Analoga, die durch diese Vektoren kodiert sind, sind in 31 dargestellt.
-
pCI-α (C7S, K51C)
und pCI-hCGβ' (Y31C, D99C) wurden
in COS-7 Zellen, wie in Beispiel 1 beschrieben, co-exprimiert. Das
in das Kulturmedium sezernierte Protein wurde konzentriert und durch
Sandwich-Immunountersuchung überwacht,
ebenfalls wie in Beispiel 1 beschrieben, mit Ausnahme, dass der
radioiodinierte B112 anstelle von B105 verwendet wurde. Die Gegenwart
von mehreren Disulfidbindungen verhinderte nicht, dass das Glycoproteinhormon
faltete oder von den Zellen sezerniert wurde, wie durch die Gegenwart des
Analogons in dem Kulturmedium gezeigt wird (Tabelle 8). hCG (α31-β37, α51-β99) wurde
in Sandwich-Immunountersuchungen in Bezug auf einen hCG Standard
unter Verwendung von Antikörper
gegen die α-Untereinheit
(A113) für
den Einfang und radioiodinierte Antikörper gegen die β-Untereinheit
(B112) für
die Detektion gemessen. Das Analogon wurde nicht gut durch Antikörper A407
erkannt, einer wahrscheinlichen Folge der Mutation in der Nähe des N-Terminus der α-Untereinheit.
Da diese Region des Proteins nicht für die Hormonaktivität benötigt wird,
scheint das Fehlen dieses Epitops von geringer Auswirkung zu sein.
Die Großbuchstaben
in 31 beziehen sich auf die Lokalisationen
der Mutationen, die eingeführt
wurden, um die Disulfidbindungen zu bilden.
-
Tabelle
8 Herstellung
von hCG und hCG (α31-β37, α51-β99) durch
transfizierte COS-7 Zellen
-
Die
Gegenwart von zwei Disulfidbindungen in hCG (α31-β37, α51-β99) erhöhte seine Stabilität im Bezug
auf hCG in thermischen Denaturierungsuntersuchungen (8).
Zusätzlich
war hCG (α31-β37, α51-β99) stabiler
als hCG gegenüber
der Harnstoffdenaturierung (9). Dies
weist darauf hin, dass die Gegenwart von mehr als einer Disulfidbindung
das Molekül
nicht destabilisierte.
-
hCG
(α31-β37, α51-β99) war in
der Lage, an LH-Rezeptoren zu binden, und die zyklische AMP Akkumulation
zu stimulieren (29 und 30).
Seine Aktivitäten
in diesen Untersuchungen waren ähnlich
zu jener von hCG (α51-β99), was
wiederum zeigt, dass das Interuntereinheit-Disulfid zwischen dem α-Untereinheitresten
31 und dem β-Untereinheitrest
37 einen geringen, wenn überhaupt,
schädigenden
Einfluss auf die Rezeptorbindung oder Signaltransduktion hatte.
Somit würde
die α31-β37 Intercysteinknotenstellen
für das Konstruieren
einer Disulfidbindung bevorzugt werden, um Glycoproteinhormone zu
stabilisieren, wenn die Aufrechterhaltung einer endokrinen Aktivität gewünscht ist.
-
Beispiel
6: Ein Analogon von hFSH, welches durch ein Intercysteinknotendisulfid
zwischen seinen α- und β-Untereinheiten
stabilisiert ist
-
Die
Entdeckung, dass hCG und CFC101-114 durch ein Interuntereinheitdisulfid
zwischen ihren Cysteinknoten ohne Zerstören ihrer LH und/oder FSH Aktivitäten stabilisiert
werden könnten,
weist stark darauf hin, dass diese Region nicht für die hormonale
Aktivität
erforderlich ist. Es wird somit erwartet, dass das Konstruieren
eines ähnlichen
Disulfids in FSH in einem hFSH Analogon mit erhöhter Stabilität und wirksamer
FSH Aktivität
resultieren würde.
Es würde
von diesem Analogon ebenfalls zu erwarten sein, dass es Antikörper, die hCG
und hFSH α-Untereinheiten,
wie A113, erkennen binden.
-
Es
würde von
diesem ebenfalls erwarten werden, dass es Antikörper bindet, die eine Region
von hFSH β-Untereinheitschleife
1 und/oder 3, die von der Stelle der Mutation entfernt sind, wie
B602, erkennen.
-
Die
Sequenz eines α-Untereinheit
Analogons, welches benötigt
wurde, um ein hFSH Analogon, welches zwischen dem α-Untereinheitrest
31 und dem β-Untereinheitrest
31 vernetzt ist, herzustellen, ist in 3 beschrieben
worden. Die Aminosäuresequenz
einer weniger polaren α-Untereinheit,
die ebenfalls für
das Herstellen dieses Analogons (αC7A)
nützlich
sein sollte, ist in 32 dargestellt.
Die Aminosäuresequenz
von hFSH βY31C,
von der erwartet wird, dass sie ein InterCysteinknoten Disulfid
mit αC7A
oder αC7S
bildet, in 32 gezeigt. Nukleinsäuresequenzen,
die benötigt
werden, um Vektoren, die diese Proteine kodieren, herzustellen,
könnten
von der human α-Untereinheit
und der hFSH β-Untereinheit
cDNA durch einen Fachmann auf dem Gebiet des Klonierens unter Verwendung
des in 33 dargestellten genetischen
Kodes hergestellt werden. Diese Sequenzen könnten auf von einem der in
Beispiel 1 aufgelisteten Lieferant gekauft werden.
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Vektoren,
die in der Lage sind, die Expression von αC7S und hFSHβY31C oder αC7A und hFSHβY31C vorübergehend oder stabil anzutreiben,
würden
in COS-7 oder andere eukaryotische Zellen durch jedes Mittel, welche
im Stand der Technik gut bekannt sind, wie jene die in Beispiel
1 referenziert wird, eingeführt
werden.
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Das
erzeugte Protein würde
in einer Sandwich-Untersuchung unter Verwendung von hFSH als ein Standard
und Einfang-Antikörper,
die Epitope auf hFSH, die von dem α-Untereinheit N-Terminus entfernt
sind, erkennen, um Detektionsantikörper, die Epitope auf hFSH
an Stellen in den β-Untereinheitschleifen
1 und/oder 3 erkennen, gemessen.
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Es
wird erwartet, dass das vernetzte Analogon von hFSH stabiler als
hFSH in thermischen oder Harnstoff-Denaturierungsuntersuchungen
ist, wie für
vernetzte hCG Analoga in Beispiel 1 durchgeführt ist. Es wird ebenfalls
erwartet, dass das vernetzte FSH Analogon mit radioiodiniertem hFS
um die Bindung an CHO-Zellen, die mit humanen FSH-Rezeptoren transfiziert
wurden, konkurrenzieren. Es wird ebenfalls erwartet, dass es zyklische
AMP-Akkumulation
in diesen Zellen stimuliert. In vitro Untersuchungen können die
biologischen Aktivitäten
von vollkommen glycoslierten Glycoproteinhormonanaloga in vivo voraussagen.
Da von der Mutation, die eingeführt
werden, um die Glycoproteinhormonanaloga zu vernetzen, nicht erwartet
werden würde,
ihr gesamtes Glycosylierungsmuster in Bezug auf rekombinante Glycoproteinhormone
zu ändern,
wurde ebenfalls erwartet werden, dass das vernetzte FSH-Analogon in vivo
aktiv ist.
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Beispiel
7: Ein Analogon von hCG, das durch ein Disulfid zwischen den N-terminalen Abschnitten
der α- und β-Untereinheiten
stabilisiert ist.
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Die
Beispiele 1-4 lehren, dass eine einzelne Interuntereinheit-Disulfidbindung
zwischen den Untereinheiten von Glycoproteinhormonen und ihren Analoga,
ihre Stabilität
erhöhen
kann. Diese Beispiele zeigen auch, dass die Auswirkungen der Disulfidbindung
auf die Rezeptorbindung und die Signaltransduktionsaktivitäten der
Moleküle
gering sein werden, unter der Voraussetzung, dass keine Reste eingebunden
sind, die für die
Rezeptorbindung, Rezeptorbindungsspezifität wichtig sind, oder das Protein
in eine unpassende Konformation verdrehen. Die N-terminalen Abschnitte
von sowohl der α-
als auch β-Untereinheiten
können
im Wesentlich ohne Zerstören
der hormonalen Aktivität
verändert
werden, ein Hinweis darauf, dass dieser Teil des Proteins an keinen
Schlüsselrezeptorkontakten
teilnimmt. Es wird deshalb erwartet, dass die Einführung einer Disulfidbindung
an den N-Termini der Glycoproteinhormone an Stellen, die als günstig in
Tabelle 1B gezeigt ist, sie stabilisieren werden, ohne ernsthaft
ihre biologischen Aktivitäten
zu stören.
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Tabelle
1B zeigt, dass das α-Untereinheit
Gln5 und hCG β-Untereinheit
Arg8 günstig
positioniert sind, sodass das Austauschen von jedem mit einem Cysteinrest,
zu der Bildung eines Disulfid-vernetzten Analogons führen würde. Es
wird von diesem Analogon erwartet, dass es eine erhöhte Stabilität in Bezug
auf hCG hat und die Fähigkeit
beibehält,
LH-Rezeptoren zu binden und zu stimulieren.
-
Die
benötigten
Aminosäuresequenzen,
um Vektoren herzustellen, die für
das Exprimieren dieses Analogons nützlich sein würden, sind
in den 34A und 34B dargestellt.
-
Beispiel
8: Ein Analogon von hFSH, das durch ein Disulfid zwischen den N-terminalen Abschnitten
der α- und β-Untereinheiten
stabilisiert ist.
-
Wie
schon erwähnt
ist, lehren die Beispiele 1-4, dass eine Interuntereinheit-Disulfidbindung zwischen Untereinheiten
von Glycoproteinhormonen und ihren Analoga ihre Stabilität erhöhen kann.
Diese Beispiele zeigen auch, dass die Wirkung der Disulfidbindung
auf die Rezeptorbindung und Signaltransduktion, vorausgesetzt, dass
keine Reste eingebunden sind, die für die Rezeptorbindung oder
Rezeptorbindungsspezifität
wichtig sind. Es wird deshalb gemäß der vorliegenden Erfindung
erwartet, dass die Einführung
einer Disulfidbindung an den N-Termini von hFSH, es stabilisieren
wird, und zu einem Analogon führt,
welches nützliche
therapeutische Eigenschaften aufweisen wird.
-
Basierend
auf den Daten in Tabelle 1B, welche die günstigen Positionen des α-Untereinheit Gln5
und des hCG β-Untereinheit
Arg8 zeigen und den Daten in Tabelle 2, welche „äquivalente" Reste in hCG und hFSH zeigen, würde erwartet
werden, dass das Austauschen des α-Untereinheit
Gln5 und des hFSH β-Untereinheit Ser2
mit Cyteinresten, Disulfid-vernetzte hFSH Analoga erzeugt. Es würde von
diesen Analoga erwartet werden, eine erhöhte Stabilität in Bezug
auf hFSH zu haben und die Fähigkeit
beibehalten würden,
FSH-Rezeptoren zu binden und zu stimulieren. Die benötigten Aminosäuresequenzen,
um einen Vektor herzustellen, der für das Exprimieren dieses Analogons
nützlich
sein würde,
sind in 35 dargestellt.
-
Beispiel
9: Ein Analogon von hLH, das durch ein Intercysteinknoten Disulfid
zwischen den α-
und β-Untereinheiten
oder einem Inter-Untereinheit Disulfid zwischen den N-terminalen Abschnitten
der α- und β-Untereinheiten
stabilisiert ist.
-
Die
am engsten verwandten humanen Lutropine sind hCG und hLH. Es wird
somit erwartet, dass Mutationen, die benötigt werden, um aktive Disulfid-vernetzte
hCG-Analoga herzustellen, ebenfalls für die Herstellung von aktiven
Disulfid-vernetzten hLH-Analoga nützlich sein würden. hLH
ist das am wenigsten stabile der Gonadotropine und es wird auch
erwartet, dass die Interuntereinheit-Disulfide, die Stabilität von hLH
signifikant erhöhen
werden. Die Aminosäuresequenzen
der β-Untereinheit,
die benötigt
werden, um ein Intercysteinknoten Disulfid-vernetztes hLH herzustellen
und hLH, das in der Nähe
seines N-Terminus vernetzt ist, sind in den 36 bzw.
37 dargestellt.
-
Beispiel
10: hTSHβY30C,
ein β-Untereinheit
Analogon, von welchem erwartet wird, für die Herstellung von hTFH-Analoga,
die durch ein Intercysteinknoten-Disulfid zwischen den α- und β-Untereinheiten
oder einem Interuntereinheit zwischen den N-terminalen Abschnitten
der α- und β-Untereinheiten
stabilisiert sind, nützlich
zu sein.
-
Wie
zuvor erwähnt
ist, lehren die Beispiele 1-4, dass eine Interuntereinheit Disulfidbindung
zwischen den Untereinheiten der Glycoproteinhormone und ihren Analoga,
ihre Stabilität
erhöhen
kann. Diese Beispiele zeigen ebenfalls, dass die Wirkung der Disulfidbindung
auf die Rezeptorbindung und Signaltransduktion, unter der Voraussetzung,
dass keine Reste eingebunden sind, die für die Rezeptorbindung oder
Rezeptorbindungsspezifität
wichtig sind. Es wird deshalb erwartet, dass die Einführung einer
Disulfidbindung zwischen den Resten in den Cysteinknoten der hTSH α- und β-Untereinheiten
oder in den N-Termini von hTSH α-
und β-Untereinheiten, das
Heterodimer stabilisieren werden, was zu einem Analogon führt, das
nützliche
therapeutische Eigenschaften, wie das Stimulieren der Schilddrüse vor der
Radioiod-Ablationstherapie,
aufweisen wird.
-
Basierend
auf den Daten in Tabelle 1B, welche die günstigen Positionen des α- Untereinheit Cys31 und
des hCG β-Untereinheit
Tyr37 zeigen, und den Daten in Tabelle 2, die „äquivalente" Reste in hCG und hTSH zeigen, würde von
Zellen, die αC7S
oder αC7A
und ein hTSH β-Untereinheit
Analogon exprimiren, in welchem Tyr30 durch ein Cysteinrest ersetzt
ist, erwartet werden, Disulfid-vernetzte hTSH Analoga zu erzeugen.
Basierend auf den Daten in Tabelle 1B, die die günstigen Positionen des α-Untereinheit
Gln5 und hTSH β-Untereinheit
Arg8 zeigen, und den Daten in Tabelle 2, die „äquivalente" Reste in hCG und hCSH zeigen, würde auf ähnliche
Weise erwartet werden, dass der Austausch des α-Untereinheit Gln5 und hTSH β-Untereinheit Phe1
mit Cysteinresten, Disulfid-vernetzte hTSH Analoga zu erzeugen.
Es würde
von diesen Analoga erwartet werden, eine erhöhte Stabilität in Bezug
auf hTSH zu haben und ihre Fähigkeit
TSH-Rezeptoren zu binden und zu stimulieren, beibehalten werden.
-
Die
benötigten
Aminosäuresequenzen,
um einen Vektor herzustellen, der für das Exprimieren dieser Analoga
nützlich
sein würde,
sind in den 38 und 39 illustriert.
-
Beispiel
11: Herstellung von Disulfid-vernetzten Hormon-Antagonisten
-
Es
ist bekannt, dass die Deglycosylierung der Glycoproteinhormone,
ihre Fähigkeiten,
ein biologisches Signal auszulösen,
reduziert (Moyle et al, 1975; Matzuk et al, 1989). Die deglycosylierten
Hormone sind jedoch aufgrund ihrer Instabilität, therapeutisch nicht nützlich.
Es wird erwartet, dass die Einführung
einer Disulfidbindung in genetischdeglycosylierte Hormone, ihren
Nutzen als Hormon-Antagonisten erhöhen wird. Ein Antagonist von
LH oder von hCG würde
sowohl Profertilität-
und Antivertilität-Verwendungen
haben.
-
Somit
würde ein
LH-Antagonist, wenn er an Frauen verabreicht, die unfruchtbar sind,
da sie unangemessen hohe LH-Konzentrationen haben, die Fruchtbarkeit
verstärken.
Wenn verabreicht an Frauen, die in frühen Stadien der Schwangerschaft
waren, würde
ein hCG-Antagonist die Schwangerschaft abbrechen. Ein Antagonist
eines bifunktionalen LH/FSH-Moleküls, wie CFC101-114 oder CFC101-109
(Moyle et al, 1994) würde ebenfalls
nützlich
sein. Die vorübergehende
Verwendung eines solchen Antagonistes könnte verwendet werden, um eine
unangemessene Eierstockfunktion zu beendigen, wodurch das Zurücksetzen
des Menstruationszykluses hervorgerufen wird. Dies würde eine
potentielle Profertilität-Wirkung
haben. Die Verwendung eines solchen Antagonisten während der
frühen
Schwangerschaft würde
erwartet werden, die Produktion von sowohl Progesteron und Estradiol
zu unterdrücken
und die Schwangerschaft zu beendigen.
-
Außer dem
Einführen
einer Inter-Untereinheit Disulfidverbindung, würde die Herstellung von vernetzten
Antagonisten, das Ändern
des N-gebundene Glycosylierungssignale auf der α-Untereinheit oder auf der α- und der β-Untereinheit
der Analoga, die beschrieben wurden, oder die unter Bezugnahmen
auf Tabelle 1B hergestellt werden könnten, einschließen. Dies
würde das Ändern der
Sequenz Asn-X-Ser/Thr, die in den α- und β-Untereinheiten der Glyoproteinhormone
gefunden werden, um entweder das Asn mit einer anderen Aminosäure zu Ersätzen, Ändern der
Ser oder Thr zu einer anderen Aminosäure, oder Ändern der Aminosäure zwischen
Asn oder Ser/Thr (dargestellt als X) zu Prolin, einbinden.
-
Beispiel
12: Andere Disulfid-vernetze Analoga der Gonadotropine, die erwartet
werden, stabiler zu sein, als die parentalen Hormone, sind in den
Tabellen 9-15 dargestellt. Diese würden durch kotransfiszieren von
Zellen mit Vektoren, die die α-Untereinheit
und β-Untereinheit
Konstrukte, wie in dem Beispiel 1-5 angegeben, exprimieren können, hergestellt
werden.
-
Tabelle 9
-
Zusätzliche
Analoga der humanen α-Untereinheit,
die verwendet werden können,
um Disulfid-vernetzte Analoga von hCG, hLH, hFSH und hTSH
-
(Bemerkung:
Mutation ist in Großbuchstaben)
-
Tabelle 10
-
Zusätzliche
Analoga der hFSH β-Untereinheit,
die für
das Herstellen von Disulfid-vernetzten Analoga von hFSH, wenn sie
mit den entsprechenden α-Untereinheit
Analoga kombiniert sind, nützlich
sind.
-
(Bemerkung:
Mutation ist in Großbuchstaben)
-
Tabelle 11
-
Zusätzliche
Analoga der hCG β-Untereinheit,
die für
das Herstellen von Disulfid-vernetzten Analoga von hCG, wenn sie
mit den entsprechenden α-Untereinheit
Analoga kombiniert sind, nützlich
sind.
-
(Bemerkung:
Mutation ist in Großbuchstaben)
-
Tabelle 12
-
Zusätzliche
Analoga der hLH β-Untereinheit,
die für
das Herstellen von Disulfid-vernetzten Analoga von hLH, wenn sie
mit den entsprechenden α-Untereinheit
Analoga kombiniert sind, nützlich
sind.
-
(Bemerkung:
Mutation ist in Großbuchstaben)
-
Tabelle 13
-
Heterodimere
von hFSH, die Inter-Untereinheit-Disulfidbindungen enthalten, die
ihre Stabilität
erhöhen
-
Bemerkung:
Jene von denen erwartet wird, dass sie eine beachtliche biologische
Aktivität
beibehalten, sind durch einen Asterisk angezeigt. Dies wird basierend
auf der Funktion der Reste, die in die Rezeptorbindung oder Rezeptorbindungsspezifität, wie in
den Beispielen 1-4 gezeigt ist, eingebunden sind, berechnet. Die vernetzten
Heterodimere würde
durch co-Transfektion der angegebenen α- und α-Untereinheit-Analogon cDNA
in Säugetierzellen
unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren, hergestellt
werden.
-
Tabelle 14
-
Heterodimere
von hCG, die Inter-Untereinheit-Disulfidbindungen enthalten, die
ihre Stabilität
erhöhen
-
Bemerkung:
Jene von denen erwartet wird, dass sie eine beachtliche biologische
Aktivität
beibehalten, sind durch einen Asterisk " angezeigt. Dies wird basierend auf
der Funktion der Reste, die in die Rezeptorbindung oder Rezeptorbindungsspezifität, wie in
den " Beispielen
1-4 gezeigt ist, eingebunden sind, berechnet. Die vernetzten Heterodimere
würde durch
co-Transfektion der " angegebenen α- und β-Untereinheit-Analogon cDNA
in Säugetierzellen
unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren, hergestellt
werden.
-
Tabelle 15
-
Heterodimere
von hLH, die Inter-Unter-einheit-Disulfidbindungen enthalten, die
ihre Stabilität
erhöhen
-
Bemerkung:
Jene von denen erwartet wird, dass sie eine beachtliche biologische
Aktivität
beibehalten, sind durch einen Asterisk angezeigt. Dies wird basierend
auf der Funktion der Reste, die in die Rezeptorbindung oder Rezeptorbindungsspezifität, wie in
den Beispielen 1-4 gezeigt ist, eingebunden sind, berechnet. Die vernetzten
Heterodimere würde
durch co-Transfektion der angegebenen α- und β-Untereinheit-Analogon cDNA
in Säugetierzellen
unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren, hergestellt
werden.
-
Beispiel
13: Ein hCG-Analogon, welches ein Disulfid zwischen der β-Untereinheitschleife
2 und der α-Untereinheitschleife
3 enthält.
-
Die
Reste, die dieses Disulfid erzeugen, sind in einer Region von hCG,
von welcher angenommen wird, dass sie in den Hochaffinität-Rezeptorkontakten
nicht beteiligt ist (Moyle et al, 1995). Weder die zweite β-Untereinheitschleife
noch die dritte β-Untereinheitsschleife
von hCG werden für
die Lutropinaktivität
benötigt und
aktive Analoga von hCG können
hergestellt werden, in welchen Beide entfernt wurden (Moyle et al,
1998). Zusätzlich
wurden Analoga von hCG, die eine volle Aktivität aufweisen, hergestellt, in
welchen die β-Untereinheitsschleife
2 mit ihrem hFSH-Gegenstück
ersetzt wurde (Campbell et al, 1991). Es würde somit durch die vorliegenden
Erfinder nicht erwartet werden, dass die Addition eines Intrauntereinheit-Disulfids
zwischen diesen Abschnitten des Proteins, seine biologische Aktivität zerstört. Dieses
Analogon würde
durch Modifizieren von Vektoren, die die α- und β-Untereinheiten von hCG kodieren
und co-exprimiren dieser in Säugetierzellen, herstellt
werden. Das α-Untereinheitkonstrukt
kodierte ein Protein mit der Aminosäuresequenz, die αV76C genannt
wird, wie in Tabelle 9 gezeigt ist. Dieses Konstrukt wurde durch
PCR-Mutagenese unter Verwendung der Oligonukleotide 1131 und 1132
als Primer (Tabelle 5) und pMB589 als eine Matrize hergestellt.
Das Plasmid pMB589 ist ein Konstrukt in pCI', das ein Analogon der menschlichen α-Untereinheit
kodiert, in welcher das Kodon für
Asn52 gegen ein Asparaginsäure
geändert
wurde und in welchem die Kodons für Arg42 und Ser43 verändert wurden,
um eine stille BglII Stelle zu erzeugen. pMB589 wurde durch Subklonieren
des XhoI-BamHI Inserts von pMB532 in den pCI' Vektor zwischen die XhoI-BamHI Stellen
hergestellt, und pMB532 wurde aus pMB507, einem Konstrukt, welches
früher
beschrieben wurde, durch PCR unter Verwendung der Oligonukleotide
850 und 851 als Primer (Tabelle 5) und pMB507 als Matrize hergestellt.
Das PCR-Produkt wurde mit BglII und SpeI verdaut und in die BglII
und SpeI Stellen von pMB507 subkloniert und sequenziert, um pMB532
zu ergeben.
-
Das
PCR-Produkt wurde mit BglII und PstI verdaut, und das Insert wurde
in die BglII und PstI Stellen von pMB507 kloniert, um pMB910 zu
erzeugen. Positive Klone wurden durch das Vorhandensein einer extra DraI
Stelle, die in das Konstrukt eingeführt wurde, identifiziert.
-
Nachdem
die DNA Sequenz von pMB910 durch das Dideoxyverfahren bestätigt wurde,
wurde das DNA-Fragment, das das gesamte α-Untereinheit-Analogon kodiert,
aus pMB910 durch XhoI und BamHI Verdau entfernt und in die XhoI
und BamHI Stellen des pCI' Vektors
subkloniert, um pMB926 zu erzeugen. pMB926 kodiert αV76C.
-
Um
den hCG β-Untereinheitspartner
für αV76C zu erzeugen,
wurden ein Vektor, der hCGβ'V44C kodiert, hergestellt.
Dies ist ein Analogon der hCG β-Untereinheit,
von dem erwartet wird, ein Disulfid-vernetztes Heterodimer mit αV76C zu bilden,
wenn es in den selben Zellen wie pMB926 exprimiert wird. Die Oligonukleotide
1133 und 1134 (Tabelle 5) wurden synthetisiert und in die NgoMI-PstI
Stelle von pKMB-β' ligiert, um pMB909
zu erzeugen. Das XhoI-BamHI Fragment von pMB909 wurde in pCI' transferiert, um
pMB941 zu erzeugen. Die durch pMB941 kodierte hCGβV44C Aminosäuresequenz
ist in Tabelle 11 gezeigt.
-
Beispiel
14: Ein hFSH Analogon, welches ein Disulfid zwischen der β-Untereinheitsschleife
2 und der α-Untereinheitsschleife
3 enthält.
-
Basierend
auf den Ähnlichkeiten
der Aminosäuresequenz
der hCG und hFSH β-Untereinheiten, insbesondere
den Cysteinen (Tabelle 4), würde
erwartet werden, dass beide Proteine eine ähnliche Architektur aufweisen.
Die relativen Positionen von Val44 in der hCG β-Untereinheitsschleife 2 und Val 76 in
der α-Untereinheitsschleife
2 weisen darauf hin, dass das Ändern
dieser Reste zu Cystein ein Interuntereinheit-Disulfid zwischen
der β-Untereinheitsschleife
2 und der α-Untereinheitsschleife
3 erzeugen würde.
Val38 besetzt eine ähnliche
Position in der hFSH β-Untereinheit
wie Val44 der hCG β-Untereinheit.
Es wurde deshalb gedacht, dass das Ändern des hFSHβVal38 zu
Cystein und das Exprimieren des resultierenden Konstrukts mit αV76C zu einem
Disulfid-vernetztem Heterodimer führen wird. Um Val38 in der
hFSH β-Untereinheit
zu Cystein zu ändern,
begann der vorliegende Erfinder mit pMB603, einem Konstrukt, das
die hFSHβ cDNA
kodierende Sequenz minus den untranslatierten 3' und 5' Enden in dem pCI' Vektor zwischen den XhoI und BamHI
Restriktionsstellen enthält.
Das kleine DNA-Fragment zwischen den BstXI und PpuMI Stellen von
pMB603 wurde durch eine Oligonukleotidkassette, die durch Anlagern
der Oligonukleotide 1154 und 1155 (Tabelle 5) hergestellt wurde,
hergestellt.
-
Das
resultierende, als pMB920 bezeichnete Konstrukt wurde auf das Fehlen
einer BstXI Stelle und das Vorhandensein einer PpuMI Stelle gescreent.
Nachdem die DNA-Sequenzierung
das Vorhandensein der gewünschten Änderungen
bestätigte,
wurde pMB920 in COS-7 Zellen mit pMB926 co-transfiziert, der Vektor,
der die Expression von αV76C
antreibt.
-
Die
Zellen sezernierten ein Heterodimer in das Medium, welches leicht
in einer Sandwich-Immunountersuchung
unter Vewendung eines Anti-α-Untereinheit
monoklonalen Antikörpers
A113 für
Einfang und eines radiomarkierten Anti-hFSHβ-Unteinheit monoklonalen Antikörpers B602
detektiert wurde. Die durch pMB920 kodierte hFSHβ38C Aminosäuresequenz ist in Tabelle 10
gezeigt. Das aus αV76C
und hFSHβV38C
zusammengesetzte Heterodimer stimulierte die zyklische AMP-Akkumulation
in CHO-Zellen, die den humanen FSH-Rezeptor exprimieren (45).
-
Beispiel
15: Ein hCG Analogon, welches ein Disulfid zwischen dem N-Termini
von jeder Untereinheit und zwischen den Cysteinknoten enthält.
-
Die
vorangehenden Disulfid-vernetzten Heterodimere wurden durch Modifizieren
jeder Untereinheit, um ein freies Thiol zu erzeugen, das in einem
Interuntereinheit Disulfid beteiligt sein könnte, hergestellt. Es ist hier
gezeigt, dass es möglich
ist, ein Disulfid-vernetztes hCG Analogon durch Modifizieren nur
der β-Untereinheit
von hCG herzustellen. Die Kristallstruktur von hCG zeigte, dass
das α-Untereinheit
Cys31 in der Nähe des β-Untereinheit
Tyr35 lokalisiert war, und die Seitenketten von beiden Untereinheiten
zueinander gerichtet waren. Diese Beobachtung wurde zuvor verwendet,
um eine Interuntereinheit-Disulfidbindung zwischen dem hCG α-Untereinheitsrest
31 und dem β-Untereinheitsrest
37 einzuführen.
Die Kristallstruktur von hCG zeigt ebenfalls, dass der α-Untereinheitsrest
Cys7 in der Nähe
des hCGβ-Untereinheitsrestes
Arg6 lokalisiert ist. Tatsächlich
sind die α-Untereinheitsreste
Cys7 und Cys31 in der Nähe
der β-Untereinheitreste
Arg6 und Tyr37 positioniert, sodass die Umwandlung von Arg6 und
Tyr37 die Bildung eines Heterodimers, welches αCys7- αCys31 und βCys6-βCys37 Intrauntereinheit Disulfide
enthält,
eines Heterodimers, welches αCys7- βCys6 und
aCys31-βCys37
Interuntereinheit Disulfide enthält,
oder eines Heterodimers, welches αCys7-βCys37 und αCys31-βCys6 Interuntereinheit
Disulfide enthält,
fördern
kann.
-
Computersimulationen
zeigten, dass jede dieser Disulfidbindungen ohne unnötige Belastung
auf" das Protein
gebildet werden könnte.
Die Bildung von multiplen Disulfiden sollten nützlich sein, um eine Gruppe
von Isomeren oder Iso Formen zu erzeugen, die unterschiedliche Halbwertszeit
haben. Diese könnten
neuartige therapeutische Verwendungen, insbesondere wenn eine biologische
Reaktion eine „Starthilfe" benötigt, haben.
Bei Verwenden dieser, würde
ein großer
Bolus eines Analagons verabreicht werden, um eine hormonelle Reaktion
auszulösen.
Die Fraktion des Heterodimers, die nicht vernetzt wurde, würde erwartet
werden, schneller als die des vernetzten Heterodimers geklärt zu werden.
Als Folge davon wäre
die große
anfängliche
Injektion ausreichend, um die Reaktion zu starten, jedoch würde seine
Aktivität
auf ein niedrigeres Niveau abflauen, welches für eine längere Zeit gehalten werden
würde,
um die Reaktion aufrecht zu erhalten. Es würde ebenfalls erwartet werden,
dass dieses Analogon als ein Zwischenprodukt für die Herstellung von PEGylierten
Analoga dient. Cysteinreste haben einzigartige Reaktivitäten, und
es ist häufig
wünschenswert,
ein freies Cystein einer Proteinoberfläche hinzuzufügen. Es
kann jedoch aufgrund der Reaktivität von Cystein schwierig sein, diese
Art von Proteine herzustellen. Es ist bekannt, dass das α-Untereinheit
Cys7-Cys31 Disulfid leicht in einen Zustand reduziert werden kann,
der ein freies Cystein erzeugen würde. Es würde erwartet werden, dass die Einführung eines
Cysteins in die β-Untereinheit
zwischen den Resten 6 und 37 eine ähnliche Art von Disulfid erzeugt.
Es wird erwartet, dass die Cysteine in diesen Disulfiden aktiver
als andere in dem Protein sein würden, insbesondere
da sie in einer Lokalisation sind, die den Disulfidaustausch erleichtern
würde.
Somit würde
der vorliegende Erfinder erwarten, dass es möglich wäre, das existierende α-Untereinheit
Cystein am Rest Cys7 und ein hinzugefügtes Cystein am β-Untereinheitrest
Cys6 mit Mitteln, die das Protein modifizieren würden, zu reagieren. Diese könnten jene
beinhalten, die in der Lage sind, das Protein zu PEGylieren und
ihre biologische Halbwertszeit zu stabilisieren. Die Cysteine, die
bei diesem Vorgang „freigesetzt" werden, würden in
der Lage sein, ein Interuntereinheit Disulfid, welches das Protein
stabilisieren würde,
zu bilden. Die Herstellung dieses Analogons erfordert das Hinzufügen eines
zweiten Cysteins zu dem als hCGβ'Y37C bekannten Analogons.
-
pMB940,
ein Konstrukt, welches das Analogon hCGβ' kodiert, wurde durch PCR Mutagenese
unter Verwendung der Oligonukleotide 1161 und 1163 (Tabelle 5) als
Primer und pCI'-hCGβ' als Matrize hergestellt. Das
Oligonukleotid 1161 beginnt bei den Sequenzen, die im pCI' Vektor lokalisiert
sind und Oligonukleotid 1163 kodiert die Mutation. Das PCR-Produkt
wurde mit XhoI und BanI verdaut und mit dem BanI-BamHI Fragment, welches
aus pSVL-hCGβ'Y37C erhalten wurde,
in das große
XhoI-BamHI Fragment von pCI' ligiert,
um pMB941 zu erzeugen. Die DNA-Sequenz der kodierenden Sequenz von
pMB941 wurde durch das Dideoxyverfahren bestätigt. pMB941 kodiert die unten
gezeigte Aminosäuresequenz:
-
pMB940
und pSV2Neo wurden in CHO-Zellen co-transfiziert, und eine stabile
Linie wurde durch ihre Resistenz gegen die toxische Droge G418 ausgewählt. Das
aus dem Medium geerntete Protein wurde unter Verwendung einer Sandwich-Immunountersuchung,
die ein α-Untereinheit Antikörper A113
für Einfang
und radioiodiniertem Anti-β-Untereinheit
Antikörper
B112 für
die Detektion verwendet, quantifiziert. Diese Untersuchung bestätigte das
Vorhandensein eines Heterodimers in dem Kulturmedium. Die biologische
Aktivität
des Heterodimers wurde in einer zyklischen AMP-Akkumulationsuntersuchung
unter Verwendung von CHO-Zellen, die den Ratten LH-Rezeptor exprimieren,
gemessen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in 46 dargestellt.
-
Beispiel
16: Ein hFSH Analogon, welches ein Disulfid zwischen den N-Termini
jeder Untereinheit und zwischen den Cysteinknoten enthält.
-
Wie
früher
erwähnt,
kann die Bildung von mehreren Disulfiden nützlich sein, um eine Gruppe
von Protein Isoformen mit unterschiedlichen Halbwertszeiten zu erzeugen.
Ein ähnliches
Analogon würde
einen verbesserten Ansatz bieten, um die Follikelentwicklung zu
stimulieren. Die Fraktion des Heterodimers, welche kein Interuntereinheit
Disulfid enthält
und welche nicht vernetzt wurde, sollte schneller als die Fraktion
des Heterodimers, welche eine Interuntereinheit-Vernetzung enthält, geklärt werden.
Als Folge wäre
eine größere anfängliche
Injektion ausreichend, um die anfängliche Follikelentwicklung
zu stimulieren, jedoch würde
seine Aktivität
auf ein niederes Niveau abflauen, welches für eine längere Zeit gehalten werden
würde.
Dies würde
die Art der FSH-Stimulation, die während der follekulären Phase
gesehen wird, genauer nachahmen und kann die Wahrscheinlichkeit
einer Hyperstimulierung reduzieren. Es würde erwartet werden, dass die
Addition eines Cysteins zu dem N-Terminus der hFSH β-Untereinheit oder
dass die Addition des hCG β-Untereinheit
Aminoterminus zu dem N-Terminus der hFSH β-Untereinheit die Bildung des
Heterodimers und der Interuntereinheit-Vernetzung fördern würde. Ein
hFSH β-Untereinheit
Analogon, von dem erwartet wird, ein Heterodimer ähnlich zu
jenem Analogon in Beispiel 15 zu bilden, würde die unten gezeigte Aminosäuresequenz
aufweisen:

-
Beispiel
17: Ein hCG Analogon mit wirksamer hFSH Aktivität, welches eine Disulfidanordnung ähnlich zu
dem Analogon in Beispiel 15 enthält
-
hCG
Analoga, in welchen die β-Untereinheit
Aminosäuren
94-110 mit ihren hFSH Gegenstücken
ersetzt sind, weisen eine hohe FSH-Aktivität auf. Von chimären von
hCG und hFSH, die die hFSH β-Untereinheitsreste
95-103 anstelle der hCG β-Untereinheitsreste
101-109 enthalten und Cysteine an den β-Untereinheitsresten 6 und 37
aufweisen, würde
erwarten werden, eine ähnliche
Disulfidanordnung wie die in Beispiel 15 zu bilden. Von diesen würde ebenfalls
erwartet werden, eine hohe FSH-Aktivität zu haben. Die Aminosäuresequenz
der β-Untereinheit eines
solchen Analagons würde
sein:
-
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