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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von an einen aromatischen
Ring gebundenen, stark alkalisch eingestellten Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylaten. Insbesondere
betrifft sie ein an einen aromatischen Ringen gebundenes, stark
alkalisch eingestelltes Calcium-Alkylsalicylat-Stearat.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Herstellung von Phenolat-Stearaten ist auf dem Gebiet gut bekannt.
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Die
Europäische
Patentanmeldung Nr. 0,094,814 A2 lehrt die Verbesserung der Stabilität eines
alkalisch eingestellten Phenolats durch Behandeln des Phenolats
mit einer Carbonsäure
mit einem unverzweigten C10-C24-Segment, beispielsweise Stearinsäure.
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Die
PCT-Patentanmeldungen WO 88/03944 und 88/03945 lehren ein alkalisch
eingestelltes Phenolat mit einer TBN von über 300. Dieser hohe TBN-Wert
wird durch Verwenden einer weiteren Komponente erreicht: entweder
einer Carbonsäure,
wie Stearinsäure,
oder einer Di- oder Polycarbonsäure
mit 36 bis 100 Kohlenstoffatomen oder eines Anhydrids, Säurechlorids
oder Ester derselben.
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Die
Herstellung von Alkylsalicylaten ist ebenfalls auf dem Gebiet gut
bekannt.
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US-Patent
3,036,971 offenbart die Herstellung von Detergent-Dispersant-Additiven
basierend auf geschwefelten Alkylphenolaten von Erdalkalimetallen
hoher Basizität.
Diese Additive werden durch Schwefeln eines Alkylphenols, Neutralisieren
des geschwefelten Alkylphenols mit einer Erdalkalimetall-Base, dann
Superalkalisierung durch Carbonisierung der in dem geschwefelten
Alkylphenolat dispergierten Erdalkalimetall-Base hergestellt.
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Das
französische
Patent 1,563,557 offenbart Detergent-Additive beruhend auf geschwefelten
Calcium-Alkylsalicylaten. Diese Additive werden durch Carboxylierung
eines Kalium-Alkylphenolats, Austausch mit Calciumchlorid, dann
Schwefeln des erhaltenen Calcium-Alkylsalicylats mit Schwefel in
Anwesenheit von Kalk, einer Carbonsäure und eines Alkylenglycols
oder Alkylethers von Alkylenglycol hergestellt.
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Die
französische
Patentanmeldung 2,625,220 offenbart superalkalisierte Detergent-Dispersant-Additive
beruhend auf Alkylphenolaten und Alkylsalicylaten. Diese Additive
werden durch Neutralisieren eines Alkylphenols mit einer Erdalkalimetall-Base bei Vorhandensein
einer Säure
und eines Lösungsmittels,
Destillieren des Lösungsmittels,
Carboxylieren, Schwefeln und Superalkalisieren mit Schwefel und
einer Erdalkalimetall-Base bei Vorhandensein von Glycol und Lösungsmittel,
gefolgt von Carbonisieren und Filtrieren hergestellt.
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Die
PCT-Patentanmeldung WO-A-9525155 offenbart einen Prozess, der die
Leistung dieser Additive erheblich verbessern kann, insbesondere
bei den Tests bezüglich
Schaumbildung, Verträglichkeit
und Dispersion in einem neuen Öl
sowie bei den Tests der Stabilität
gegenüber
Hydrolyse. Dieser Prozess umfasst Neutralisieren mit einer Erdalkalimetall-Base
eines Gemisches aus linearen und verzweigten Alkylphenolen in Anwesenheit
einer Carbonsäure,
Carboxylieren durch die Wirkung des Kohlendioxids des Alkylphenolats,
gefolgt von Schwefeln und Superalkalisieren, dann Carbonisieren,
Destillieren, Filtrieren und Entgasen in Luft.
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Die
Europäische
Patentanmeldung Nr. EP-A-933,417 offenbart ein nicht geschwefeltes,
alkalimetallfreies Detergent-Dispersant-Additiv, welches ein Gemisch
aus Erdalkalimetallsalzen (Alkylphenolat/Alkylsalicylat) und nicht
in Reaktion getretenem Alkylphenol enthält. Dieses Additiv verbessert
die oxidationsverhindernden Eigenschaften, die Verhinderung von
Ablagerungen bei hohen Temperaturen und die Verhinderung von Schwarzschlamm.
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Die
Europäische
Patentanmeldung Nr. EP-A-675,191 offenbart einen Prozess für das Herstellen
eines Erdalkalimetallsalzes einer aromatischen Hydroxycarbonsäure.
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Die
Zugabe von aliphatischen Carbonsäuren
während
der Herstellung von Detergentien für Schmieröl ist bekannt. Die sich ergebenden
Detergentien können
als carbonsäure-modifizierte
Detergentien bezeichnet werden, und es sind eine Vielzahl solcher
Detergentien bekannt. Das Aufnehmen von aliphatischen Carbonsäuren in
diese Detergentien modifiziert bekanntermaßen ihre physikalischen Eigenschaften
und/oder Leistungseigenschaften. Die durch Aufnahme einer Fettsäure in Detergentien
am häufigsten
beobachtete physikalische Modifikation, welche auch der häufigste
Grund für
das Vornehmen dieser Modifikation ist, ist ein Anheben der TBN des
Detergent ohne schädliche
Anhebung der Viskosität
des Produkts auf ein unannehmbares Maß.
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US-Patent
3,493,516 offenbart die Verwendung kurzkettiger Carbonsäuren bei
der Herstellung von alkalisch eingestellten Phenolaten, was eine
Anhebung der TBN ohne übermäßige Viskositätszunahme
ermöglicht.
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Die
Europäische
Patentanmeldung Nr. 385,616 offenbart die Verwendung von Fettsäuren bei
der Herstellung von alkalisch eingestellten Phenolaten aus Alkylphenolen
oder Phenolaten mit höheren
TBN-Werten und annehmbarer Viskosität.
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Die
Europäische
Patentanmeldung Nr. 351,052 offenbart die Verwendung langkettiger
Carbonsäuren bei
der Herstellung alkalisch eingestellter Salicylat-Detergentien mit
TBN-Werten von über
300 und Viskositäten
von unter 1.000 cST bei 100°C.
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Die
Europäische
Patentanmeldung Nr. 347,104 offenbart die Verwendung langkettiger
Carbonsäuren zur
Herstellung alkalisch eingestellter carboxyl-modifizierter niedrig alkalisch eingestellter
Sulfonate und/oder Phenolate und/oder Salicylat-Detergentien mit
verbesserten Eigenschaften der Ablagerungsbildung.
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Die
europäische
Patentanmeldung Nr. 347,103 offenbart ausgehend von einem Phenolat
einen Prozess für
das Herstellen von carbonsäure-modifizierten,
alkalisch eingestellten Phenolaten mit TBN-Werten von über 350
und Viskositäten
von unter 1.000 cST bei 100°C.
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Die
europäische
Patentanmeldung Nr. 351,053 offenbart die Herstellung von carbonsäure-modifizierten,
alkalisch eingestellten Sulfonaten mit TBN-Werten von über 300
und Viskositäten
von unter 1.000 cST bei 100°C,
welche bessere Filtrierbearbeitungseigenschaften aufweisen.
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US-Patent
Nr. 5,716,914 offenbart einen Prozess für das Herstellen eines carbonsäure-modifizierten, alkalisch
eingestellten Phenolats mit TBN-Werten von über 300 und Viskositäten von
unter 1.000 cSt bei 100°C.
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US-Patent-Nr.
5,069,804/Europäische
Patentanmeldung Nr. 0,094,814 offenbart einen Prozess für die Herstellung
von carbonsäure-modifizierten,
alkalisch eingestellten Phenolaten mit verbesserten Schaumbildungseigenschaften.
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US-Patent
Nr. 5,714,443 offenbart einen Prozess für die Herstellung von carbonsäure-modifizierten, alkalisch
eingestellten Phenolaten mit TBN-Werten von über 350 und Viskositäten von
unter 1.000 cSt bei 100°C.
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US-Patent
Nr. 5,433,871 offenbart einen Prozess für die Herstellung von carbonsäure-modifizierten, alkalisch
eingestellten Misch-Detergentien (Phenolat und/oder Salicylat und/oder
Naphthenat und/oder Sulfonat) mit TBN-Werten von über 300.
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ZUSAMMENFASSENDE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung gibt ein Verfahren zur Herstellung eines alkalisch
eingestellten, an einen aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylats
an die Hand, welches zur Verbesserung der Verträglichkeit mit Sulfonaten, der
Löslichkeit
in stark basischen Stoffen, der Beibehaltung der Basizität und der
thermischen Oxidationsstabilität
eines Schmieröls
geeignet ist.
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Dieses
Verfahren umfasst das in Kontaktbringen eines Gemisches bestehend
aus einem an einem aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall- Hydrocarbylsalicylat,
das durch den in Anspruch 1, Schritte a) und b) offenbarten Prozess
erhalten wird, mindestens einem Lösungsmittel, Erdalkalimetallhydroxid
und einem mehrwertigen, zwischen ein bis fünf Kohlenstoffatome enthaltenden
Alkohol mit Kohlendioxid unter alkalisch einstellenden Reaktionsbedingungen.
Das alkalisch eingestellte, an einen aromatischen Ring gebundene
Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat
wird vor, während
oder nach der alkalischen Einstellung mit einer langkettigen Carbonsäure, Anhydrid
oder einem Salz daraus behandelt, um ein an einen aromatischen Ring
gebundenes Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat zu bilden.
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Vorzugsweise
ist das an einen aromatischen Ring gebundene Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat
ein an einen aromatischen Ring gebundenes Alkylsalicylat. Noch bevorzugter
ist es ein an einen aromatischen Ring gebundenes, geschwefeltes
Calcium-Alkylsalicylat.
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Vorzugsweise
ist das Metallhydroxid ein Erdalkalimetall-Hydroxid. Noch bevorzugter
ist es Calciumhydroxid.
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Vorzugsweise
umfasst das Gemisch weiterhin ein Metallchlorid, noch bevorzugter
ein wässriges
Metallchlorid. Vorzugsweise ist das Metallchlorid ein Erdalkalimetall-Chlorid, bevorzugter
ein Calciumchlorid.
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Vorzugsweise
ist der mehrwertige Alkohol Ethylenglycol.
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Vorzugsweise
umfasst das Gemisch weiterhin ein Hydrocarbylphenolat, noch bevorzugter
ein Erdalkalimetall-Alkylphenolat, am bevorzugtesten ein geschwefeltes
Calcium-Alkylphenolat.
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Vorzugsweise
umfasst das Gemisch weiterhin ein Hydrocarbylphenol, noch bevorzugter
ein Alkylphenol.
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Vorzugsweise
umfasst das Gemisch weiterhin ein an einen aromatischen Doppelring
gebundenes Hydrocarbylsalicylat, wobei das Molverhältnis des
an einen aromatischen Ring gebundenen Hydrocarbylsalicylats zu dem
an einen aromatischen Doppelring gebundenen Hydrocarbylsalicylat
mindestens 8 : 1 beträgt.
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Vorzugsweise
ist die langkettige Carbonsäure
Stearinsäure.
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Das
durch dieses Verfahren hergestellte, an einen aromatischen Ring
gebundene, alkalisch eingestellte Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat
kann bei einer Schmierölzusammensetzung
verwendet werden, welche einen größeren Anteil eines Öls mit schmierender
Viskosität
enthält.
Eine solche Schmierölzusammensetzung
würde typischerweise
umfassen:
- (a) eine größere Menge eines Grundöls mit schmierender
Viskosität,
- (b) zwischen 1% bis 30% des alkalisch eingestellten, an einen
aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylats,
- (c) zwischen 0% bis 20% mindestens eines aschefreien Dispersants,
- (d) zwischen 0% bis 5% mindestens eines Zinkdithiophosphats,
- (e) zwischen 0% bis 10% mindestens eines Oxidationshemmers,
- (f) zwischen 0% bis 1% mindestens eines Schaumverhinderungsmittels
und
- (g) zwischen 0% bis 20% mindestens eines Viskositätsindexverbesserers.
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Die
Erfindung gibt ferner ein Verfahren an die Hand, welches das alkalisch
eingestellte, an einen aromatischen Ring gebundene Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat,
ein organisches Verdünnungsmittel
und vorzugsweise mindestens ein weiteres Additiv umfasst. Das organische
Verdünnungsmittel
stellt zwischen 10% bis 90% des Konzentrats dar.
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Die
Erfindung gibt ferner ein Verfahren für das Verbessern der Verträglichkeit
mit Sulfonaten, der Löslichkeit
in stark basischen Stoffen, der Beibehaltung der Basizität und der
thermischen Oxidationsstabilität
des Schmieröls
an die Hand. Das Verfahren umfasst das Hinzugeben einer wirksamen
Menge an erfindungsgemäßen alkalisch
eingestellten, an einen aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat
zu dem Schmieröl.
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Die
Erfindung gibt ferner eine Hydraulikölzusammensetzung an die Hand,
welche ein Grundöl
schmierender Viskosität,
zwischen 0,1% bis 3,0% des erfindungsgemäßen alkalisch eingestellten,
an einen aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylats
und vorzugsweise mindestens ein weiteres Additiv enthält.
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Ein
alternatives Verfahren für
das Herstellen eines alkalisch eingestellten, an einen aromatischen
Ring gebundenen Erdalkalimetall-Salicylat-Carboxylats umfasst:
- (a) Neutralisieren von Hydrocarbyl-Phenolen,
welches vor oder während
des Neutralisierens mit einer langkettigen Carbonsäure, Anhydrid
oder einem Salz daraus behandelt wurde, unter Verwendung einer Erdalkalimetallbase
in Anwesenheit mindestens einer Carbonsäure, welche ein bis vier Kohlenstoffatome
enthält,
und in Abwesenheit von Alkalibase, zweiwertigem Alkohol und einwertigem
Alkohol, um ein Hydrocarbylphenolat zu erzeugen, bei dem:
- (1) der Neutralisierungsvorgang bei einer Temperatur von mindestens
200°C ausgeführt wird;
- (2) der Druck allmählich
unter den Atmosphärendruck
gesenkt wird, um das Reaktionswasser zu entfernen, bei Abwesenheit
eines Lösungsmittels,
das ein Azeotrop mit Wasser bilden kann,
- (3) die Hydrocarbylphenole bis zu 85% des linearen Hydrocarbylphenols
in Mischung mit mindestens 15% des verzweigten Hydrocarbylphenols
enthalten, bei welchem der verzweigte Hydrocarbylradikale mindestens
neun Kohlenstoffatome enthält;
und
- (4) die Mengen der verwendeten Reagentien den folgenden Molverhältnissen
entsprechen:
- (a) Metallbase/Hydrocarbylphenol von 0,2 : 1 bis 0,7 : 1; und
- (b) Carbonsäure/Hydrocarbylphenol
von 0,01 : 1 bis 0,5 : 1;
- (b) Carboxylieren des in Schritt (a) erhaltenen Hydrocarbylphenolats
unter Verwendung von Kohlendioxid unter Carboxylierungsbedingungen,
welche ausreichen, um mindestens 20 Molprozent der anfänglichen Hydrocarbylphenole
in Hydrocarbylsalicylat umzuwandeln; und
- (c) in Kontaktbringen eines das Erzeugnis von Schritt (b), mindestens
ein Lösungsmittel,
Metallhydroxid und einen mehrwertigen Alkylalkohol, welcher zwischen
ein bis fünf
Kohlenstoffatome enthält,
enthaltenden Gemisches mit Kohlendioxid unter alkalisch einstellenden
Reaktionsbedingungen.
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In
dieser alternativen Ausführung
sind die Hydrocarbylphenole vorzugsweise Alkylphenole, die Erdalkalimetallbase
ist Calciumbase, das Metallhydroxid ist ein Erdalkalimetall-Hydroxid
(zum Beispiel Calciumhydroxid) und der mehrwertige Alkylalkohol
ist Ethylenglycol.
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Vorzugsweise
umfasst das Gemisch in Schritt (c) weiterhin ein wässriges
Metallchlorid, wie wässriges Calciumchlorid.
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EINGEHENDE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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In
ihrer breitesten Ausgestaltung betrifft die vorliegende Erfindung
ein alkalisch eingestelltes, an einen aromatischen Ring gebundenes
Erdalkalimetall-Hydrocarbyl-Salicylat-Carboxylat,
welches für
das Verbessern der Verträglichkeit
mit Sulfonaten, der Löslichkeit
in stark basischen Stoffen, der Beibehaltung der Basizität und der
thermischen Oxidationsstabilität
eines Schmieröls
geeignet ist.
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Vor
der eingehenderen Erläuterung
der Erfindung werden folgende Begriffe definiert:
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DEFINITIONEN
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Die
folgenden Begriffe haben, so wie sie hier verwendet werden, die
folgenden Bedeutungen, sofern nicht ausdrücklich etwas Gegenteiliges
angegeben wird:
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Der
Begriff „Hydrocarbyl" bedeutet eine Alkyl-
oder Alkenylgruppe.
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Der
Begriff „Metall" bedeutet Alkalimetalle,
Erdalkalimetalle oder Mischungen derselben.
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Der
Begriff „Erdalkalimetall" bedeutet Calcium,
Barium, Magnesium, Strontium oder Mischungen derselben.
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Der
Begriff „an
einen aromatischen Ring gebundenes Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat" bedeutet ein Erdalkalimetallsalz
einer Hydrocarbylsalicylsäure,
wobei nur ein Hydrocarbylsalicyl-Anion pro Erdalkalimetallbasen-Kation
vorliegt.
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Der
Begriff „an
einen aromatischen Ring gebundenes Erdalkalimetall-Alkylsalicylat" bedeutet ein an
einen aromatischen Ring gebundenes Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat,
bei dem die Hydrocarbylgruppe eine Alkylgruppe ist.
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Der
Begriff „an
einen aromatischen Doppelring gebundenes Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat" bedeutet ein Erdalkalimetallsalz
einer Hydrocarbylsalicylsäure,
bei der pro Erdalkalimetallbasen-Kation zwei Hydrocarbylsalicylanione
vorliegen.
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Der
Begriff „an
einen aromatischen Doppelring gebundenes Erdalkalimetall-Alkylsalicylat" bedeutet ein an
einen aromatischen Doppelring gebundenes Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat,
bei dem die Hydrocarbylgruppen Alkylgruppen sind.
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AN
EINEN AROMATISCHEN RING GEBUNDENES SALICYLAT
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AN
EINEN AROMATISCHEN DOPPELRING GEBUNDENES SALICYLAT
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Der
Begriff „Hydrocarbylphenol" bedeutet eine Phenolgruppe
mit einem oder mehreren Hydrocarbylsubstituenten, von denen mindestens
einer eine ausreichende Anzahl an Kohlenstoffatomen aufweist, um
dem Phenol Öllöslichkeit
zu verleihen.
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Der
Begriff „Alkylphenol" bedeutet eine Phenolgruppe
mit einem oder mehreren Alkylsubstituenten, wobei mindestens einer
der Alkylsubstituenten eine ausreichende Anzahl an Kohlenstoffatomen
aufweist, um dem Phenol Öllöslichkeit
zu verleihen.
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Der
Begriff „Phenolat" bedeutet ein Metallsalz
eines Phenols.
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Der
Begriff „Hydrocarbylphenolat" bedeutet ein Metallsalz
eines Hydrocarbylphenols.
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Der
Begriff „Erdalkalimetall-Alkylphenolat" bedeutet ein Erdalkalimetallsalz
eines Alkylphenols.
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Der
Begriff „langkettige
Carbonsäure" bedeutet eine Carbonsäure mit
einer Alkylgruppe mit einer durchschnittlichen Kohlenstoffzahl von
13 bis 28. Die Alkylgruppe kann linear oder verzweigt sein oder
aus Mischungen derselben bestehen.
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Der
Begriff „Stearinsäure" bedeutet eine langkettige
Carbonsäure,
bei der die Kohlenstoffzahl der Säure überwiegend 18 beträgt.
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Der
Begriff „an
einen aromatischen Ring gebundenes Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat bedeutet
ein an einen aromatischen Ring gebundenes Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat,
das mit einer langkettigen Carbonsäure, Anhydrid oder Salz daraus
behandelt wurde.
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Der
Begriff „BN" oder „Base Number" bezeichnet den Alkaligehalt
ausgedrückt
in Milligramm KOH je Gramm Probensubstanz. Höhere BN-Werte stehen somit
für alkalischere
Erzeugnisse und daher eine größere Alkalitätsreserve.
Der BN einer Probensubstanz kann mittels des ASTM Tests Nr. D2896
oder ein anderes gleichwertiges Verfahren ermittelt werden.
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Sofern
nichts Gegenteiliges angegeben ist, sind alle Prozentsätze Gewichtsprozent.
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HERSTELLUNG
DES AN EINEN AROMATISCHEN RING GEBUNDENEN ERDALKALIMETALL-HYDROCARBYLSALICYLATS
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A. NEUTRALISIERUNGSSCHRITT
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Im
ersten Schritt werden Hydrocarbylphenole unter Verwendung einer
Erdalkalimetallbase bei Vorhandensein von mindestens einer C1- bis C4-Carbonsäure neutralisiert.
Diese Reaktion erfolgt in Abwesenheit von Alkalibase und in Abwesenheit
von zweiwertigem oder einwertigem Alkohol.
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Die
Hydrocarbylphenole enthalten bis zu 85% lineares Hydrocarbylphenol
(vorzugsweise mindestens 35% lineares Hydrocarbylphenol) in einer
Mischung mit mindestens 15% verzweigtem Alkylphenol. Vorzugsweise
ist die Hydrocarbylgruppe Alkyl, der lineare Alkylradikale enthält 12 bis
40 Kohlenstoffatome, bevorzugter 18 bis 30 Kohlenstoffatome. Der
verzweigte Hydrocarbylradikale ist vorzugsweise Alkyl und enthält mindestens
neun Kohlenstoffatome, vorzugsweise 9 bis 24 Kohlenstoffatome, bevorzugter
10 bis 15 Kohlenstoffatome.
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Die
Verwendung eines Alkylphenols, welches mindestens 35% langes, lineares
Alkylphenol (mit 18 bis 30 Kohlenstoffatomen) enthält, ist
besonders verlockend, da eine lange lineare Alkylkette die Verträglichkeit und
Löslichkeit
der Additive in Schmierölen
fördert.
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Das
Vorhandensein von relativ schweren linearen Alkylradikalen in den
Alkylphenolen macht letztere aber weniger reaktionsfreudig als verzweigte
Alkylphenole, daher die Notwendigkeit, schärfere Reaktionsbedingungen
zu verwenden, um deren Neutralisierung durch eine Erdalkalimetallbase
herbeizuführen.
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Verzweigte
Alkylphenole können
durch Reaktion von Phenol mit einem verzweigten Olefin, welches im
Allgemeinen von Propylen stammt, erhalten werden. Sie bestehen aus
einer Mischung aus monosubstituierten Isomeren, wobei die Mehrzahl
der Substituenten sich in der para-Stellung, sehr wenige in der
ortho-Stellung und fast keine in der meta-Stellung befinden. Das
macht sie verhältnismäßig reaktionsfreudig
gegenüber einer
Erdalkalimetallbase, da die Phenolfunktion praktisch keine sterische
Hinderung aufweist.
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Lineare
Alkylphenole dagegen können
durch Reaktion von Phenol mit einem linearen Olefin, welches im
Allgemeinen von Ethylen stammt, erhalten werden. Sie bestehen aus
einer Mischung aus monosubstituierten Isomeren, bei welchen der
Anteil der linearen Alkylsubstituenten in den ortho-, para- und
meta-Stellungen viel gleichmäßiger verteilt
ist. Das macht sie weit weniger reaktionsfreudig gegenüber einer
Erdalkalimetallbase, da aufgrund des Vorhandenseins engerer und
im Allgemeinen schwererer Alkylsubstituenten die Phenolfunktion
aufgrund einer beträchtlichen
sterischen Hinderung viel schlechter zugänglich ist.
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Die
Erdalkalimetallbasen, die für
das Ausführen
dieses Schritts verwendet werden können, umfassen die Oxide oder
Hydroxide von Calcium, Magnesium, Barium oder Strontium und insbesondere
Calciumoxid, Calciumhydroxid, Magnesiumoxid und Mischungen derselben.
In einer Ausführung
ist Löschkalk
(Calciumhydroxid) bevorzugt.
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Die
in diesem Schritt verwenden C1- bis C4-Carbonsäuren
umfassen Ameisensäure,
Essigsäure,
Propionsäure
und Buttersäure,
und können
allein oder in Mischung verwendet werden. Vorzugsweise wird ein Säuregemisch
verwendet, am bevorzugtesten ein Ameisensäure-/Essigsäure-Gemisch. Das Molverhältnis von
Ameisensäure/Essigsäure sollte
zwischen 0,2 : 1 und 100 : 1 liegen, bevorzugt zwischen 0,5 : 1
und 4 : 1 und am bevorzugtesten bei 1 : 1. Die Carbonsäuren dienen
als Überträgerstoffe,
welche bei der Übertragung der
Erdalkalimetallbasen von einem mineralischen Reagens zu einem organischen
Reagens mitwirken.
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Der
Neutralisierungsvorgang wird bei einer Temperatur von mindestens
200°C ausgeführt, vorzugsweise
bei mindestens 215°C
und bevorzugter bei mindestens 240°C. Der Druck wird allmählich unter
den Atmosphärendruck
gesenkt, um das Reaktionswasser abzudestillieren. Dementsprechend
sollte die Neutralisierung bei Abwesenheit eines Lösungsmittels
erfolgen, das mit Wasser ein Azeotrop bilden kann. Vorzugsweise wird
der Druck auf höchstens
7.000 Pa (70 mbar) reduziert.
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Die
Mengen verwendeter Reagentien sollten den folgenden Molverhältnissen
entsprechen:
- (1) Erdalkalimetallbase/Alkylphenol
zwischen 0,2 : 1 und 0,7 : 1, vorzugsweise zwischen 0,3 : 1 und
0,5 : 1; und
- (2) Carbonsäure/Alkylphenol
zwischen 0,01 : 1 und 0,5 : 1, vorzugsweise zwischen 0,03 : 1 und
0,15 : 1.
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Vorzugsweise
wird am Ende dieses Neutralisierungsschritts das erhaltene Alkylphenolat über einen Zeitraum
von nicht länger
als fünfzehn
Stunden bei einer Temperatur von mindestens 215°C und einem absoluten Druck
zwischen 5.000 und 105 Pa (zwischen 0,05
und 1,0 bar) gehalten. Bevorzugter wird am Ende dieses Neutralisierungsschritts
das erhaltene Alkylphenolat zwei bis sechs Stunden lang bei einem
absoluten Druck zwischen 10.000 und 20.000 Pa (zwischen 0,1 und
0,2 bar) gehalten.
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Durch
Vorsehen, dass die Vorgänge
bei einer ausreichend hohen Temperatur erfolgen und dass der Druck
in dem Reaktor allmählich
unter Atmosphärendruck gesenkt
wird, wird die Neutralisierungsreaktion ohne die Notwendigkeit einer
Zugabe eines Lösungsmittels,
welches mit dem während
diese Reaktion gebildeten Wasser ein Azeotrop bildet, ausgeführt.
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B. CARBOXYLIERUNGSSCHRITT
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Der
Carboxylierungsschritt wird einfach durch Perlenlassen von Kohlendioxid
in das aus dem vorherigen Neutralisierungsschritt stammende Reaktionsmedium
ausgeführt
und wird bis mindestens 20 Molprozent Alkylphenolat zu Alkylsalicylat
(gemessen als Salicylsäure
mittels potenziometrischer Messung) fortgesetzt. Er muss unter Druck
erfolgen, um eine Decarboxylierung des sich bildenden Alkylsalicylats
zu vermeiden.
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Vorzugsweise
werden mindestens 22 Molprozent der anfänglichen Alkylphenole unter
Verwendung von Kohlendioxid bei einer Temperatur zwischen 180° und 240°C bei einem
Druck innerhalb des Bereichs von über Atmosphärendruck bis 15 × 105 Pa (15 bar) über einen Zeitraum von ein
bis acht Stunden in Alkylsalicylat umgewandelt.
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Nach
einer Variante werden mindestens 25 Molprozent der anfänglichen
Alkylphenole unter Verwendung von Kohlendioxid bei einer Temperatur
von 200°C
oder darüber
bei einem Druck von 4 × 105 Pa (4 bar) in Alkylsalicylat umgewandelt.
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C. ERDALKALIMETALL-HYDROCARBYLSALICYLAT-ERZEUGNIS
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Das
an einen aromatischen Ring gebundene Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat,
das durch dieses Verfahren gebildet wird, lässt sich durch seine einzigartige
Zusammensetzung mit einer viel größeren Menge an Hydrocarbylphenol
und an einen aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylats,
als bei anderen Wegen hergestellt wird, charakterisieren. Wenn die
Hydrocarbylgruppe eine Alkylgruppe ist, weist das Detergent-Dispersant
die folgende Zusammensetzung auf:
- (a) zwischen
40% und 60% Alkylphenol,
- (b) zwischen 10% und 40% Erdalkalimetall-Alkylphenolat und
- (c) zwischen 20% bis 40% an einen aromatischen Ring gebundenes
Erdalkalimetall- Alkylsalicylat.
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Im
Gegensatz zu durch den anderen Prozess hergestellten Erdalkalimetall-Alkylsalicylaten
kann diese Detergent-Dispersant-Zusammensetzung dadurch gekennzeichnet
werden, dass sie nur geringe Mengen eines an einen aromatischen
Doppelring gebundenen Erdalkalimetall-Alkylsalicylats aufweist.
Das Molverhältnis eines
an einen aromatischen Ring gebundenen Alkylsalicylats zu einem an
einen aromatischen Doppelring gebundenen Alkylsalicylats beträgt mindestens
8 : 1.
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ALKALISCHES
EINSTELLVERFAHREN
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Ein
Gemisch aus einem an einen aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Salicylat, mindestens
einem Lösungsmittel
und einem Erdalkalimetall-Hydroxid wird durch in Kontaktbringen
des Gemisches mit Kohlendioxid in Anwesenheit eines mehrwertigen
Alkylalkohols alkalisch eingestellt.
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Um
die feinen Sedimente zu reduzieren, sollte so stark gerührt werden,
dass alle Feststoffe über
die Dauer des Schritts des alkalischen Einstellens aufgeschlämmt sind.
Vorzugsweise sollte man ein Verhältnis von
mehrwertigem Alkohol zu Wasser beibehalten, das so hoch ist, dass
das Verhältnis
am Ende des Schritts des alkalischen Einstellens mindestens 4 :
1 beträgt.
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Um
die feinen Sedimente weiter zu reduzieren, sollte man ein Verhältnis von
mehrwertigem Alkohol zu Wasser beibehalten, das so hoch ist, dass
das Verhältnis
am Ende des Schritts des alkalischen Einstellens mindestens 9 :
1 beträgt.
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Ein
solcher brauchbarer mehrwertiger Alkylalkohol ist Ethylenglycol.
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ALTERNATIVES
VERFAHREN FÜR
DIE HERSTELLUNG DES AN EINEN AROMATISCHEN RING GEBUNDENEN ERDALKALIMETALL-HYDRCARBYLSALICYLAT-CARBOXYLATS
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Bei
einem anderen Verfahren für
das Herstellen eines alkalisch eingestellten, an einen aromatischen Ring
gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat- Carboxylats werden die Hydrocarbylphenole
neutralisiert und mit einer langkettigen Carbonsäure behandelt, dann werden
sie carboxyliert und alkalisch eingestellt.
-
Die
Hydrocarbylphenole (vorzugsweise Alkylphenole) werden vor oder während des
Neutralisierens mit einer langkettigen Carbonsäure, Anhydrid oder einem Salz
daraus behandelt. Bei dem Neutralisierungsschritt werden die Hydrocarbylphenole
unter Verwendung einer Erdalkalimetallbase in Anwesenheit mindestens
einer Carbonsäure,
welche ein bis vier Kohlenstoffatome enthält, und in Abwesenheit von
Alkalibase, zweiwertigem Alkohol und einwertigem Alkohol neutralisiert,
um ein Hydrocarbylphenolat-Carboxylat herzustellen.
-
Der
Neutralisierungsvorgang wird bei einer Temperatur von mindestens
200°C ausgeführt und
der Druck wird bei Abwesenheit eines Lösungsmittels, das mit Wasser
ein Azeotrop bilden kann, allmählich
unter Atmosphärendruck
gesenkt, um das Reaktionswasser zu entfernen. Während des Vorgangs enthalten
die Hydrocarbylphenole bis zu 85% lineares Hydrocarbylphenol in
Mischung mit mindestens 15% verzweigtem Hydrocarbylphenol, in welchem
der verzweigte. Hydrocarbylradikale mindestens neun Kohlenstoffatome
enthält; und
die Mengen der verwendeten Reagentien entsprechen den folgenden
Molverhältnissen:
- (a) Erdalkalimetallbase/Hydrocarbylphenol zwischen
0,2 : 1 und 0,7 : 1; und
- (b) Carbonsäure/Hydrocarbylphenol
zwischen 0,01 : 1 und 0,0 : 1;
-
Das
in dem Neutralisierungsvorgang erhaltene Hydrocarbylphenolat-Carboxylat
wird unter Verwendung von Kohlendioxid unter Carboxylierungsbedingungen
carboxyliert, die ausreichen, um mindestens 20 Molprozent der anfänglichen
Hydrocarbylphenole in Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat umzuwandeln.
-
Das
Produkt des Carboxylierungsschritts wird mit mindestens einem Lösungsmittel,
Metallhydroxid (vorzugsweise Erdalkalimetall-Hydroxid, am bevorzugtesten
Calciumhydroxid) und einem mehrwertigen Alkylalkohol, welcher ein
bis fünf
Kohlenstoffatome (vorzugsweise Ethylenglycol) enthält, gemischt
und das sich ergebende Gemisch wird mit Kohlendioxid unter alkalisch
einstellenden Reaktionsbedingungen zur Reaktion gebracht. Vorzugsweise
weist das Gemisch auch ein wässriges
Metallchlorid (am bevorzugtesten ein wässriges Calciumchlorid) auf.
-
GRUNDÖL MIT SCHMIERENDER
VISKOSITÄT
-
Das
Grundöl
mit schmierender Viskosität,
welches in diesen Zusammensetzungen verwendet wird, kann Mineralöl oder synthetisches Öl mit einer
Viskosität
zur Verwendung im Kurbelgehäuse
eines Verbrennungsmotors sein. Kurbelgehäuse-Grundöle besitzen normalerweise eine
Viskosität
von etwa 1.300 cm2/s (1.300 cST) bei –18°C (0°F) bis 24
cm2/s (24 cSt) bei 99°C (210°F). Die Grundöle können aus
synthetischen oder natürlichen
Quellen gewonnen werden. Mineralöl
zur Verwendung als Grundöl
in dieser Erfindung umfasst Paraffinöl, naphthenhaltiges Öl sowie
andere Öle,
die normalerweise in Schmierölzusammensetzungen verwendet
werden. Synthetische Öle
umfassen sowohl Kohlenwasserstoff-Synthetiköle und synthetische Ester.
Geeignete synthetische Kohlenwasserstofföle umfassen flüssige Polymere
von Alpha-Olefinen mit der richtigen Viskosität. Besonders geeignet sind
die hydrierten flüssigen
Oligomere von C6- bis C-12-alpha-Olefinen
wie zum Beispiel Dec-1-en-Trimer. Analog können Alkylbenzene geeigneter
Viskosität,
beispielsweise Didodecyl-Benzen, verwendet werden. Geeignete synthetische
Ester umfassen die Ester von Monocarbonsäuren und Polycarbonsäuren sowie
Monohydroxyalkanole und Polyole. Typische Beispiele sind Didodecyladipat, Pentaerythritol-Tetracapronat,
di-2-Ethylhexyladipat, Dilaurylsebacat und dergleichen. Es können auch
komplexe Ester, die aus Gemischen von Mono- und Dicarbonsäuren und
Mono- und Dihydroxyalkanolen hergestellt werden, verwendet werden.
-
Mischungen
von Mineralölen
mit synthetischen Ölen
sind ebenfalls geeignet. Zum Beispiel ergeben Mischungen aus 10
bis 25% 1-Trimer mit 75 bis 90% Mineralöl 4,8. 10–6 m2/s 38°C
(100°F)
ausgezeichnete Schmierölbasen.
-
ANDERE ADDITIV-KOMPONENTEN
-
Die
folgenden Additivkomponenten sind Beispiele für einige Komponenten, die in
der vorliegenden Erfindung vorteilhaft eingesetzt werden können. Diese
Beispiele für
Additive dienen der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung,
sollen sie aber nicht beschränken:
- (1) Aschefreie Dispersanten: Alkenyl-Succinimide,
mit anderen organischen Verbindungen modifizierte Alkenyl-Succinimide
und mit Borsäure
modifizierte Alkenyl-Succinimide, Alkenyl-Succinatester.
- (2) Oxidationshemmer:
- (a) Oxidationshemmer des Typs Phenol: 4,4'-Methylen-bis-(2,6-di-tert-butylphenol), 4,4'-Bis(2,6-di-tert-butylphenol),
4,4'-Bis(2-methyl-6-tert-butylphenol),
2,2'-Methylen-bis(4-methyl-6-tert-butylphenol),
4,4'-Butylidenebis(3-methyl-6-tert-butylphenol), 4,4'-Isopropyl-idenebis(2,6-di-tert-butylphenol),
2,2'-Methylenebis(4-methyl-6-nonylphenol),
2,2'-Isobutyliden-bis(4,6-dimethylphenol),
2,2'-Methylenebis
(4-methyl-6-cyclohexylphenol), 2,6-Di-tert-butyl-4-methyl-phenol,
2,6-Di-tert-butyl-4-ethylphenol,
2,4-Dimethyl-6-tert-butyl-phenol, 2,6-Di-tert-4-(N,N'-dimethylaminomethylphenol), 4,4'-Thiobis(2-methyl-6-tert-butylphenol), 2,2'-Thiobis(4-methyl-6-tert-butylphenol),
Bis(3-methyl-4-hydroxy-5-tert-butylbenzyl)-sulfid und Bis (3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl).
- (b) Oxidationshemmer des Typs Diphenylamin: Alkyliertes Diphenylamin,
Phenyl-α-naphthylamin
und alkyliertes α-naphthylamin.
- (c) Andere Arten: Metall-Dithiocarbamat (z. B. Zink-Dithiocarbamat)
und Methylenebis (Dibutyl-dithiocarbamat).
- (3) Rostinhibitoren (Rostschutzmittel)
- (a) Nichtionische oberflächenaktive
Polyoxyethylen-Substanzen: Polyoxyethylen-Laurylether, Polyoxyethylen-Ether
höheren
Alkohols, Polyoxyethylen-Nonylphenylether,
Polyoxyethylen-Octylphenylether, Polyoxyethylen-Octylstearylether, Polyoxyethylen-Oleylether,
Polyoxyethylen-Sorbitolmonostearat, Polyoxyethylen-Sorbitolmonooleat
und Polyethylenglycolmonooleat.
- (b) Andere Verbindungen: Stearinsäure und andere Fettsäuren, Dicarbonsäuren, Metallseifen,
Fettsäureaminsalze,
Metallsalze schwerer Sulfonsäure, Partialcarbonsäureester
von mehrwertigem Alkohol und Phosphorester.
- (4) Demulgatoren: Additionsprodukt von Alkylphenol und Ethylenoxid,
Poloxyethylenalkylether und Polyoxyethylen-Sorbitanester
- (5) Höchstdruck-Schmiermittel
(EP-Schmiermittel): Zink-Dialkyldithiophosphat (primärer Alkyltyp & sekundärer Alkyltyp),
geschwefelte Öle,
Diphenylsulfid, Methyltrichlorostearat, chloriertes Naphthalen,
Fluoralkylpolysiloxan und Blei-Naphthenat.
- (6) Reibungsmodifikatoren: Fettalkohol, Fettsäure, Amin,
Borsäureester
und andere Ester.
- (7) Multifunktionelle Additive: Geschwefeltes Oxymolybdän-Dithiocarbamat,
geschwefeltes Oxymolybdän-organo-phosphor-dithioat,
Oxymolybdän-Monoglycerid,
Oxymolybdän-Diethylatamid,
Amin-Molybdän-Komplexverbindung
und schwefelhaltige Molybdän-Komplexverbindung.
- (8) Visckositätsindexverbesserer:
Polymethacrylatartige Polymere, Ethylen-Propylen-Copolymere, Styren-Isopren-Copolymere,
hydratisierte Styren-Isopren-Copolymere,
Polyisobutylen und dispersantartige Viskositätsindexverbesserer.
- (9) Fließpunkterniedriger:
Polymethylmethacrylat.
- (10) Schaumverhinderungsmittel: Alkylmethacrylat-Polymere und
Dimethylsilikon-Polymere.
-
SCHMIERÖLZUSAMMENSETZUNG
-
Das
durch das erfindungsgemäße Verfahren
hergestellte alkalisch eingestellte, an einen aromatischen Ring
gebundene Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat eignet
sich dafür,
einer Motorschmierölzusammensetzung
Detergentwirkung zu verleihen. Eine solche Schmierölzusammensetzung
umfasst einen großen
Anteil an Grundöl
schmierender Viskosität
und eine wirksame Menge alkalisch eingestellten, an einen aromatischen
Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat- Carboxylats.
-
Das
Hinzugeben einer wirksamen Menge an erfindungsgemäßen alkalisch
eingestelltem, an einen aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat
zu einem Schmieröl
verbessert die Detergentwirkung dieses Schmieröls bei Kraftfahrzeuganwendungen.
-
In
einer Ausführung
würde eine
Motorschmierölzusammensetzung
enthalten
- (a) eine größere Menge eines Grundöls mit schmierender
Viskosität;
- (b) 1% bis 30% eines alkalisch eingestellten, an einen aromatischen
Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylats;
- (c) 0% bis 20% mindestens eines aschefreien Dispersants;
- (d) 0% bis 5% mindestens eines Zinkdithiophosphats;
- (e) 0% bis 10% mindestens eines Oxidationshemmers;
- (f) 0% bis 1% mindestens eines Schaumverhinderungsmittels und
- (g) 0% bis 20% mindestens eines Viskositätsindexverbesserers.
-
In
einer weiteren Ausführung
wird eine Motorschmierölzusammensetzung
durch Mischen eines Gemisches der obigen Bestandteile hergestellt.
Die durch diese Methode hergestellte Schmierölzusammensetzung kann eine
etwas andere Zusammensetzung als das ursprüngliche Gemisch aufweisen,
da die Bestandteile in Wechselwirkung treten können. Die Bestandteile können in
beliebiger Reihenfolge gemischt werden und können als Kombinationen von
Bestandteilen gemischt werden.
-
HYDRAULIKÖLZUSAMMENSETZUNG
-
Es
kann eine Hydraulikölzusammensetzung
mit verbesserter Filtrierbarkeit gebildet werden, welche einen großen Anteil
eines Grundöls
schmierender Viskosität,
zwischen 0,1% bis 3% des erfindungsgemäßen alkalisch eingestellten,
an einen aromatischen Ring gebundenen Erdalkalimetall-Hydrocarbylsalicylat-Carboxylats
und vorzugsweise mindestens ein weiteres Additiv enthält.
-
ADDITIVKONZENTRATE
-
Additivkonzentrate
fallen ebenso in den Schutzumfang dieser Erfindung. Die erfindungsgemäßen Konzentrate
umfassen die Verbindungen oder Verbindungsgemische der vorliegenden
Erfindung, mit mindestens einem der oben offenbarten Additive. Typischerweise
enthalten die Konzentrate genügend
organisches Verdünnungsmittel
für ihre
einfache Handhabung während
des Transports und der Lagerung.
-
20%
bis 80% des Konzentrats besteht aus organischen Verdünnungsmittel.
0,5% bis 80% des Konzentrats besteht aus dem erfindungsgemäßen Detergent-Dispersant-Additiv. Dieses Detergent-Dispersant-Additiv
enthält
das an einen aromatischen Ring gebundene Salicylat-Carboxylat und
eventuell Alkylphenol und Alkylphenolat. Der Rest des Konzentrats
besteht aus anderen Additiven.
-
Geeignete
organische Verdünnungsmittel,
welche verwendet werden können,
umfassen Mineralöl oder
synthetische Öle,
wie vorstehend in dem Abschnitt mit der Überschrift „Grundöl schmierender Viskosität" beschrieben wurde.
Das organische Verdünnungsmittel
weist vorzugsweise eine Viskosität
von etwa 1 bis etwa 20 cm2/s (20 cSt) bei
100°C auf.
-
BEISPIELE
FÜR ADDITIVPAKETE
-
Nachstehend
werden repräsentative
Beispiele für
Additivpakete gegeben, die in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt
werden können.
Diese repräsentativen
Beispiele verwenden das erfindungsgemäße Detergent-Dispersant-Additiv.
Dieses Detergent-Dispersant-Additiv enthält das an einen aromatischen
Ring gebundene Hydrocarbylsalicylat-Carboxylat und eventuell Hydrocarbylphenol
und Hydrocarbylphenolat. Dieses Detergent-Dispersant-Additiv kann
abhängig
vom gewünschten
BN des Enderzeugnisses entweder mit oder ohne andere metallhaltige
Detergentien verwendet werden. Die folgenden Prozentsätze beruhen
auf der Menge des Wirkstoffs, ohne Prozessöl und ohne Verdünnungsöl, aber
mit genügend
metallhaltigen Detergentien (einschließlich andere Arten von Metalldetergentien),
um den gewünschten
BN zu erreichen. Diese Beispiele dienen der Veranschaulichung der
vorliegenden Erfindung, sollen sie aber nicht beschränken. I.
So genannte Marine Diesel Engine Oils (Treibstoffe für die Hilfsmotoren,
die zur Stromerzeugung auf größeren Schiffen
eingesetzt werden)
| 1)
Detergent-Dispersant-Additiv | 65% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
| 2)
Detergent-Dispersant-Additiv | 65% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
| 3)
Detergent-Dispersant-Additiv | 60% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 5% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
| 4)
Detergent-Dispersant-Additiv | 65% |
| Oxidationshemmer
des Typs Phenol: | 10% |
| Öl schmierender
Viskosität | 25% |
| 5)
Detergent-Dispersant-Additiv | 55% |
| Oxidationshemmer
des Typs alkyliertes Diphenylamin | 15% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
| 6)
Detergent-Dispersant-Additiv | 65% |
| Oxidationshemmer
des Typs Phenol: | 5% |
| Oxidationshemmer
des Typs alkyliertes Diphenylamin | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 25% |
| 7)
Detergent-Dispersant-Additiv | 60% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 5% |
| Oxidationshemmer
des Typs Phenol: | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
| 8)
Detergent-Dispersant-Additiv | 60% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 5% |
| Oxidationshemmer
des Typs alkyliertes Diphenylamin | 10% |
| Öl schmierender
Viskosität | 25% |
| 9)
Detergent-Dispersant-Additiv | 55% |
| Sonstige
Additive
Primäres
Alkylzink-Dithiophosphat
Aschefreies Alkenylsuccinatester-Dispersant
Oxidationshemmer
des Typs Phenol
Oxidationshemmer des Typs alkyliertes Diphenylamin | 25% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
II.
Kraftfahrzeugmotoröle
| 1)
Detergent-Dispersant-Additiv | 25% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 35% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 10% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
| 2)
Detergent-Dispersant-Additiv | 20% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 40% |
| Sekundäres Alkylzinkdithiophosphat | 5% |
| Oxidationshemmer
des Typs Dithiocarbamat | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
| 3)
Detergent-Dispersant-Additiv | 20% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 35% |
| Sekundäres Alkylzinkdithiophosphat | 5% |
| Oxidationshemmer
des Typs Phenol | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 35% |
| 4)
Detergent-Dispersant-Additiv | 20% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 30% |
| Sekundäres Alkylzinkdithiophosphat | 5% |
| Antiverschleiss-Mittel
des Typs Dithiocarbamat | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 40% |
| 5)
Detergent-Dispersant-Additiv | 20% |
| Aschefreies
Succinimid-Dispersant | 30% |
| Sekundäres Alkylzinkdithiophosphat | 5% |
| Molybdänhaltiges
Antiverschleiss-Mittel | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 40% |
| 6)
Detergent-Dispersant-Additiv | 20% |
| Aschefreies
Alkenylsuccinimid-Dispersant | 30% |
| Sonstige
Additive
Primäres
Alkylzink-Dithiophosphat
Sekundäres Alkylzinkdithiophosphat
Oxidationshemmer
des Typs alkyliertes Diphenylamin
Antiverschleiss-Mittel des
Typs Dithiocarbamat | 10% |
| Öl schmierender
Viskosität | 40% |
| 7)
Detergent-Dispersant-Additiv | 60% |
| Sonstige
Additive
Oxidationshemmer des Typs Phenol
Oxidationshemmer
des Typs alkyliertes Diphenylamin
Antiverschleiss-Mittel des
Typs Dithiocarbamat
Demulgator
Borhaltiger Reibungsmodifikator | 10% |
| Öl schmierender
Viskosität | 30% |
III.
Hydrauliköle
| 1)
Detergent-Dispersant-Additiv | 20% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 50% |
| Sonstige
Additive
Oxidationshemmer des Typs Phenol
Phosphorhaltiges
Höchstdruckschmiermittel
Korrosionshemmer
des Typs Triazol
Demulgator
Nichtionisches Rostschutzmittel | 25% |
| Öl schmierender
Viskosität | 5% |
| 2)
Detergent-Dispersant-Additiv | 10% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 40% |
| Sonstige
Additive
Oxidationshemmer des Typs Phenol
Schwefelhaltiges
Höchstdruckschmiermittel
Korrosionshemmer
des Typs Triazol
Demulgator
Nichtionisches Rostschutzmittel | 47% |
| Öl schmierender
Viskosität | 3% |
| 3)
Detergent-Dispersant-Additiv | 10% |
| Phosphorhaltiges
Höchstdruckschmiermittel | 40% |
| Oxidationshemmer
des Typs Phenol | 15% |
| Sonstige
Additive
Oxidationshemmer des Typs Diphenylamin
Schwefelhaltiges
Höchstdruckschmiermittel
Korrosionshemmer
des Typs Triazol
Demulgator
Nichtionisches Rostschutzmittel | 25% |
| Öl schmierender
Viskosität | 10% |
| 4)
Detergent-Dispersant-Additiv | 20% |
| Phosphorhaltiges
Höchstdruckschmiermittel | 30% |
| Sonstige
Additive
Oxidationshemmer des Typs Diphenylamin
Schwefelhaltiges
Höchstdruckschmiermittel
Korrosionshemmer
des Typs Triazol
Demulgator
Nichtionisches Rostschutzmittel | 45% |
| Öl schmierender
Viskosität | 5% |
IV.
Getriebehydraulikfluide
| 1)
Detergent-Dispersant-Additiv | 35% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 20% |
| Reibungsmodifikator
des Typs Polyol | 20% |
| Schwefelhaltiges
Höchstdruckschmiermittel | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 20% |
| 2)
Detergent-Dispersant-Additiv | 40% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 15% |
| Reibungsmodifikator
des Typs Amid | 15% |
| Schwefelhaltiges
Höchstdruckschmiermittel | 5% |
| Öl schmierender
Viskosität | 25% |
| 3)
Detergent-Dispersant-Additiv | 30% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 20% |
| Sonstige
Additive
Aschefreies Alkenylsuccinimid-Dispersant
Reibungsmodifikator
des Typs Amid
Reibungsmodifikator des Typs Ester
Schwefelhaltiges
Phosphor-Höchstdruckschmiermittel | 30% |
| Öl schmierender
Viskosität | 20% |
| 4)
Detergent-Dispersant-Additiv | 35% |
| Primäres Alkylzinkdithiophosphat | 15% |
| Sonstige
Additive
Reibungsmodifikator des Typs Polyol
Reibungsmodifikator
des Typs Amid Schwefel
haltiges Phosphor-Höchstdruckschmiermittel | 25% |
| Öl schmierender
Viskosität | 25% |
-
BEISPIELE
-
Die
Erfindung wird anhand folgender Beispiele, welche besonders vorteilhafte
Verfahrensausführungen
darlegen, weiter beschrieben. Zwar dienen die Beispiele der Veranschaulichung
der vorliegenden Erfindung, sollen sie aber nicht beschränken.
-
BEISPIEL 1
-
Ein
Dreihalskolben mit rundem Boden wurde mit 325 g 100 N Öl, 268,8
g Stearinsäure
283,3, 0,2 g Antischaummittel, 6,64 g Calciumchloriddihydrat, 688
g 2-Ethylhexanol
und 34,4 g Ethylenglycol bei etwa 20°C befüllt. Umrühren wurde eingeleitet und
dann wurden 283,3 g Kalk zugegeben. Dieses Gemisch wurde bei Atmosphärendruck
auf 80°C
erhitzt, wobei zwanzig Minuten lang gerührt wurde, und wurde dann fünfzehn Minuten
lang bei 80°C
gehalten. Als die Reaktion 80°C
erreichte, wurden der Reaktion weitere 200 g 2-Ethylhexanol zugegeben.
Dann wurde der Druck auf etwa 680 mm Hg reduziert und das Gemisch
wurde 30 Minuten lang auf 150°C
erhitzt. Als die Reaktortemperatur 150°C erreichte, wurde der Druck
auf Atmosphärendruck
angehoben und es wurde 800 g alkalisch eingestelltes, geschwefeltes
Detergent-Dispersant-Additiv (wie in der PCT-Patentanmeldung WO-A-9525155 beschrieben)
zugegeben und dann wieder auf 680 mm Hg gesenkt. Die Temperatur
wurde eine Stunde lang bei einem Druck von 680 mm Hg auf 170°C angehoben.
Als die Temperatur 170°C
erreichte, wurde der Druck auf Atmosphärendruck angehoben und es wurden
60 g Ethylenglycol bei einer Geschwindigkeit von 0,57 g/Minute zugegeben.
Unmittelbar nach Beginn dieser Glycolzugabe wurden der Reaktion
129 g CO2 bei einer Geschwindigkeit von
0,7 g/Minute zugegeben. Dann wurden der Reaktion weitere 16 g CO2 bei einer Geschwindigkeit von 0,51 g/Minute
zugegeben. Das Lösungsmittel
wurde durch Anheben der Reaktionstemperatur auf 195°C über einen
Zeitraum von etwa 30 Minuten und Verringern des Drucks auf etwa
40 mm Hg über
einen Zeitraum von 15 Minuten destilliert. Die Reaktion wurde eine
Stunde lang bei 195°C
und 40 mm Hg gehalten. Das Rohprodukt wurde dann mit Hilfe eines
Filterhilfsmittels durch einen Büchner-Trichter
gefiltert. Das gefilterte Produkt wies die folgenden physikalischen
Eigenschaften auf: TBN = 348; Viskosität = 246 cm2/a
(246 cSt) (100°C);
12,4% Ca; 9,0% CO2; 1,38% S.
-
BEISPIEL 2
-
Ein
3-l-Dreihalskolben mit rundem Boden wurde mit 267 g 100 N Öl, 440 g
Decylalkohol, 0,5 g Antischaummittel, 49 g Ethylenglycol, 400 g
Kalk und 400 g eines nicht geschwefelten, erdalkalimetallfreien
Detergent-Dispersant Additivs (wie in der Europäischen Patentanmeldung EP-A-933,417
beschrieben), 225 g geschmolzene Stearinsäure, 11 g Calciumchloriddihydrat
und 58 g Schwefel befüllt.
Die Rührvorrichtung
wurde gestartet, der Druck auf 730 mm Hg reduziert und die Reaktion
wurde 1,5 Stunden lang auf 160°C
erhitzt. Als die Reaktion 160°C
erreichte, wurden 35 g Ethylenglycol 1,5 Stunden lang bei 0,23 g/min
zugegeben. Nach Zugabe des Ethylenglycols wurde die Reaktion 15
Minuten lang auf 175°C
erhitzt. Als die Reaktion 175°C
erreichte, wurde der Druck auf Atmosphärendruck angehoben und es wurde
CO2 bei zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten
zugegeben. 175 g CO2 wurden über 2,5
Stunden bei 1,17 g/min zugegeben und dann wurden 26 g über 30 Minuten
bei 0,87 g/min zugegeben. Unmittelbar nach Beginn der ersten CO2-Zugabe wurde die Zugabe von 56 g Ethylenglycol über zwei
Stunden bei einer Geschwindigkeit von 0,27 g/min begonnen. Nach vollständiger CO2-Zugabe wurde die Reaktion auf 205°C erhitzt
und der Druck über
30 Minuten auf 30 mm Hg reduziert. Die Reaktion wurde bei 205°C und 30
mm HG eine Stunde lang gehalten und dann auf etwa 70°C abgekühlt und
mit Hilfe des Filterhilfsmittels durch einen Büchner-Trichter gefiltert. Das
gefilterte Produkt wies die folgenden physikalischen Eigenschaften
auf: TBN = 406; Viskosität
= 3.793 cm2/s (3.793 cSt) (100°C); 11,1%
CO2; 14,7% Ca; 1,52% S.
-
Die
Verdünnung
eines Teils dieses gefilterten Produkts mit 100 N Öl ergab
ein Produkt mit folgender TBN und Viskosität: TBN = 374; Viskosität = 1.034
cm2/s (1.034 cSt) (100°C).
-
BEISPIEL 3
-
a) Neutralisierungsschritt
-
Einem
4-l-Edelstahlreaktor wurden zugesetzt:
253 g verzweigtes Alkylphenol
(wobei die Alkylkette Propylentetramer war)
253 g lineares
Alkylphenol (wobei die Alkylkette ein Gemisch von normalen C20-28-alpha-Olefinen
war)
0,2 g Schaumverhinderungsmittel
582 g 100 N Neutralöl
700
g 2-Ethylhexanol
8,0 g Calciumchlorid (CaCl2,
2H20)
41,3 g Glycol
-
Es
wurde wie folgt vorgegangen:
Einschalten des Rührwerk bei
Aufwärmen
-
Bei
65°C 87
g Kalk einfüllen,
bei 80°C
6,7 g eines Gemisches aus Ameisensäure/Essigsäure 50/50 Gw. einfüllen. Dann
322 g geschmolzene Stearinsäure
einfüllen.
Auf 200°C
erhitzen und vier Stunden unter Rückfluss halten.
-
Erhitzen
der Reaktion auf 195°C
und Senken des Drucks auf 40 mm Hg über dreißig Minuten.
-
30
Minuten lang bei diesen Schlussbedingungen halten.
-
b) Carboxylierungsschritt
-
Die
Reaktion wurde vier Stunden lang bei 200°C bei einem CO2-Druck
von 3,5 bar gehalten.
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c) Schritt der Schwefelung/des
alkalischen Einstellens
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Einem
4-l-Dreihalskolben mit rundem Boden wurden zugesetzt
1.277
g des am Ende von Schritt b) erhaltenen Produkts, 18 g 100 Neutralöl und 700
g Isodecanol. Dann wurde das Gemisch über einen Zeitraum von 45 Minuten
auf 143°C
erhitzt; bei 80°C
wurden 357,8 g Kalk eingefüllt. Das
Produkt wurde über
einen Zeitraum von 15 Minuten bei 149°C erhitzt und über einen
Zeitraum von einer Stunde bei 177°C.
Während
dieses Zeitraums wurden 79 g Glycol eingebracht, um die Schwefelung
zu Ende zu bringen.
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Carbonisieren/alkalisches
Einstellen wird während
dieses Schritts bei 177°C
durchgeführt,
es werden 155 g CO2 über einen Zeitraum von 5 Stunden
eingebracht.
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Die
Eliminierung von Glycol und Isodecanol erfolgte durch gleichzeitiges
Erhitzen des Materials bis auf 220°C und Senken des Drucks auf
40 mm Hg und Halten bei diesen Bedingungen über einen Zeitraum von einer
Stunde.
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Nach
dem Filtrieren wurde das Produkt analysiert:
BN D2896: 357
%
Ca: 12,92
% S: 1,36
% CO2: 9,66
Viskosität bei 100°C: 241,3
cm2/s (cSt)