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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf wegwerfbare Wischartikel
und insbesondere auf wegwerfbare Wischartikel mit einem Substrat,
das mehrere Lagen umfasst.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Wegwerfbare
Wischartikel sind im Stand der Technik allgemein bekannt. Solche
Wischartikel haben typischerweise ein Substrat, welches ein oder mehrere
Materialien oder Lagen umfasst. Das Substrat kann mit einem Benässungsmittel
vor der Verwendung vorbefeuchtet werden oder kann alternativ zum Zeitpunkt
der Verwendung des Artikels mit einer Flüssigkeit kombiniert werden.
Vorbefeuchtete Wischartikel werden auch als "feuchte Wischtücher" und "Tuchletten" bezeichnet.
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Wünschenswerte
Merkmale solcher Wischartikel umfassen die Textur, Stärke (Dicke)
und die Fülle
(Volumen pro Einheitsgewicht). Ein relativ hoher Wert der Textur
ist wünschenswert
für eine
Hilfe beim Reinigen von Oberflächen.
Relativ hohe Werte einer Stärke
und Fülligkeit
sind wünschenswert
zum Bereitstellen eines Volumens im Artikel, um Flüssigkeiten
anzunehmen und zu halten.
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Ein
Verfahren, um einen Wischartikel eine Textur und eine Fülligkeit
zu verleihen, erfolgt durch Kombinieren von Schichten von Lagen
mit unterschiedlichen Eigenschaften. Das US Patent 4,469,735, veröffentlicht
am 04. September 1984 für Trokhan,
offenbart ein mehrlagiges Tissuepapierprodukt mit einer nassen mikrokontrahierten,
einspannenden Papierlage und einer trocken gekreppten, eingespannten
Papierlage. Bereiche der eingespannten Lage sind an die einspannende
Lage angehaftet. Wenn das mehrlagige Produkt benässt wird, bilden die nicht
angehafteten Bereiche der eingespannten Lage in der Z-Richtung Falten, sodass
eine Textur und eine Fülle
bereit gestellt werden. Während die
Struktur in
US 4,469,735 den
Vorteil einer Textur und Fülle
bei Benässung
liefert, haben die Strukturen in dem '735 Patent nasse Stärken (Dicke), welche geringer
sind als die entsprechenden Trockenstärken.
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Dem
gemäß wäre es wünschenswert,
einen wegwerfbaren Wischartikel bereit zu stellen, welche eine gesteigerte
Textur und Fülligkeit
bei Benässung zeigt.
Zudem wäre
es wünschenswert,
einen wegwerfbaren Wischartikel mit einer nassen Stärke zu schaffen,
die größer ist
als die trockene Stärke
des Artikels.
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Zudem
wäre es
wünschenswert,
einen wegwerfbaren Wischartikel mit einer mit Öffnungen versehenen Papierschicht
zu schaffen, der auch eine gesteigerte Textur und Fülle bei
Benässung
bereit stellt.
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Ferner
wäre es
wünschenswert,
einen wegwerfbaren Wischartikel mit einer gesteigerten Textur und
Fülle bei
Benässung
auf einer Seite zu schaffen, während
eine relativ glatte, weiche Oberfläche auf der anderen Seite beibehalten
wird.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung liefert einen mehrlagigen, wegwerfbaren Wischartikel.
Der Wischartikel umfasst wenigstens zwei Schichten oder Lagen. Die
erste Lage ist mit Öffnungen
versehen, und die erste Lage ist dehnbar, wenn die erste Lage benässt wird.
Die zweite Lage ist weniger dehnbar, wenn sie benässt wird,
als die erste Lage. Ausgewählte
Bereiche der ersten Lage sind mit der zweiten Lage verbunden, um
eine Nass-Dehnung der ersten Lage in der Ebene der ersten Lage zu
unterbinden.
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Wenn
die erste Lage benässt
wird, beschränkt
die zweite Lage die Dehnung der ersten Lage in der Ebene der ersten
Lage. Als Ergebnis verformen sich Bereiche der ersten Lage, wie
beispielsweise durch ein Wölben
oder Faltenbilden, in der Z-Richtung
(senkrecht zu der Ebene der ersten Lage).
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Die
erste Lage hat vorzugsweise eine Nass-Dehnbarkeit von wenigstens
etwa 4 Prozent, ganz bevorzugt wenigstens etwa 10 Prozent und noch
bevorzugter wenigstens etwa 20 Prozent, gemessen unter Verwendung
des unten vorgesehenen "Nass-Dehnbarkeitstests". Die erste Lage
kann vorgekürzt
sein, zum Beispiel durch Kreppen, um die gewünschte Nass-Dehnbarkeit zu
schaffen. In einer Ausführungsform
umfasst die erste Lage eine nass gelegte, mit Öffnungen versehene Papierbahn,
welche durch Trocken-Kreppen um wenigstens etwa 30 Prozent vorgekürzt ist.
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Die
zweite Lage hat eine Nass-Dehnbarkeit von weniger als derjenigen
der ersten Lage. Die Nass-Dehnbarkeit der ersten Lage minus der Nass-Dehnbarkeit
der zweiten Lage beträgt
vorzugsweise wenigstens etwa 4 Prozent, ganz bevorzugt wenigstens
etwa 10 Prozent und noch bevorzugter wenigstens etwa 20 Prozent.
Die zweite Lage kann eine Vliesstoffbahn aus natürlichen Fasern, synthetischen
Fasern oder Kombinationen davon umfassen. In einer Ausführungsform
umfasst die zweite Lage eine hydroverhedderte Vliesstoffbahn aus
Rayon- und Polyesterfasern.
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Der
wegwerfbare Wischartikel kann ein Verhältnis von Nass-Stärke zu Trocken-Stärke von
größer als
1,0 und ganz bevorzugt von wenigstens etwa 1,1 und noch bevorzugter
von wenigstens etwa 1,4 haben, wobei das Verhältnis von nasser zu trockener Stärke ein
relatives Maß der
nassen und trocknen Dicke des Artikels ist. Das Verhältnis von
nasser zu trockener Stärke
wird gemessen gemäß dem unten ausgeführten Verfahren.
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Vorzugsweise
sind ausgewählte
Bereiche der ersten Lage mit der zweiten Lage in einem vorbestimmten
Bindungsmuster verbunden, um eine Mehrzahl von ungebundenen Regionen
der ersten Lage bereit zu stellen. In einer Ausführungsform sind die erste und
die zweite Lage miteinander unter Verwendung eine heiß schmelzenden
Haftmittels verbunden.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist eine Darstellung in
Draufsicht einer Ausführungsform
eines Wischartikels der vorliegenden Erfindung, wobei der Wischartikel
eine dehnbare erste Lage und eine weniger dehnbare zweite Lage umfasst,
wobei die gezeigte erste Lage dem Betrachter zugewandt ist und wobei
ein Bereich der gezeigten ersten Lage weg geschnitten ist, um ein
kontinuierliches Netzwerk aus im Allgemeinen parallelen Sätzen von
sich schneidenden Haftmittellinien zu zeigen, welche dazu dienen,
die erste Lage mit der zweiten Lage zu verbinden, wobei die gebundene Region
im Wesentlichen diamantförmige
ungebundene Regionen begrenzt.
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2 ist eine Darstellung einer
weiteren Ausführungsform
eines Wischartikels der vorliegenden Erfindung wobei der Wischartikel
eine dehnbare erste Lage und eine weniger dehnbare zweite Lage umfasst,
wobei die erste Lage dem Betrachter zugewandt dargestellt ist und
wobei ein Bereich der ersten Lage weg geschnitten dargestellt ist,
um eine kontinuierliches Netzwerk eines Haftmittels zu sein, welches
dazu dient, die erste Lage mit der zweiten Lage zu verbinden, wobei
die gebundene Region im Wesentlichen kreisförmige ungebundene Regionen
begrenzt.
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3 ist eine Darstellung in
Draufsicht einer weiteren Ausführungsform
eines Wischartikels der vorliegenden Erfindung, wobei der Wischartikel
eine dehnbare erste Lage und eine weniger dehnbare zweite Lage umfasst,
wobei die erste Lage dem Betrachter zugewandt gezeigt ist und wobei
ein Bereich der mit Öffnungen
versehenen Lage weg geschnitten dargestellt ist, um im Wesentlichen
parallele, in Abstand zueinander liegende Haftmittelzonen zu zeigen,
die sich im Wesentlichen parallel zu den Maschinenrichtungen der
mit Öffnungen
versehenen Lage und der Vliesstofflage erstrecken.
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4 ist eine Darstellung eines
Bereichs des Wischartikels, der in 1 gezeigt
ist, wobei 4 in Bezug
auf 1 vergrößert ist,
um Öffnungen
in der dehnbaren ersten Lage und Krepprücken in der mit Öffnungen
versehenen Lage darzustellen.
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5A ist eine Schnittdarstellung
des Wischartikels der vorliegenden Erfindung entlang der Richtung,
die durch eine Linie 5-5 in 1 angegeben
ist, und zeigt den Artikel vor dem Benässen der ersten Lage.
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5B ist eine Schnittdarstellung
entlang der Richtung, die durch die Linie 5-5 in 1 angegeben ist und den Artikel nach
einem Benässen
der ersten Lage zeigt.
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6 ist Darstellung einer
Papiermaschine, welche verwendet werden kann, um eine zelluloseartige
Papierbahn herzustellen.
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7 ist eine Darstellung eines
Formungselements, welches verwendet werden, um eine zelluloseartige
Papierbahn mit Öffnungen
auszubilden.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Mit
Bezug auf die 1–3 umfasst die vorliegende
Erfindung einen mehrlagigen wegwerfbaren Wischartikel 20.
Die 1–3 zeigen eine zweischichtige
oder zweilagige Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Alternativ kann der wegwerfbare Wischartikel
mehr als zwei Lagen umfassen.
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Der
wegwerfbare Wischartikel 20 umfasst ein Substrat, das allgemein
mit dem Bezugszeichen 22 bezeichnet ist. Das Substrat 22 umfasst
eine erste Lage 100 und eine zweite Lage 200.
Die erste Lage 100 ist dehnbar und ist insbesondere dehnbar,
wenn sie benässt
ist, das heißt,
die erste Lage ist nass-dehnbar. Mit "nass-dehnbar" ist gemeint, dass ein Material eine
Neigung dahin gehend hat, sich in wenigstens einer Richtung zu längen, wenn
es benässt
wird. Im Allgemeinen bezieht sich "benässt" auf ein Benässen mit
wässrigen
Lösungen,
einschließlich
Wasser, die in der Lage sind, eine Dehnung in der dehnbaren ersten
Lage zu induzieren. Zum Beispiel entspannt Wasser den Krepp in einem vorgekürzten Papier,
wodurch eine Dehnung des Papiers in wenigstens einer Richtung in
der Ebene des Papiers bewirkt wird. Obwohl nicht durch Theorie gebunden
sein zu wollen, kann die Entspannung des Krepps ein Ergebnis des
Verlustes von Wasserstoffbindungen in der Papierstruktur sein, und
zwar aufgrund des Vorhandenseins von Wasser. Jedoch würde jedes
Fluid, Gemisch oder jede Lösung,
welche diese Krepp-Entspannung verursachen könnte, als den Artikel "benässend" angesehen. Die zweite
Lage 200 ist relativ weniger dehnbar als die erste Lage 100,
auch im benässten
Zustand. Die Dehnbarkeit wird gemessen gemäß dem unten beschriebenen "Nass-Dehnbarkeitstest" und wird als Prozentangabe festgehalten.
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Ausgewählte Bereiche
der ersten Lage 100 sind direkt oder indirekt mit der zweiten
Lage 200 verbunden, um eine Nass-Dehnung der ersten Lage
in der Ebene der ersten Lage zu unterbinden. In den 1 und 2 sind
ausgewählte
Bereiche der ersten Lage 100 mit der zweiten Lage 200 verbunden,
um kontinuierliche mit 110 bezeichnete verbundene Regionen
zu schaffen, welche diskrete ungebundene Regionen 114 begrenzen.
In einer in 1 gezeigten bevorzugten
Ausführungsform
sind die gebundenen Regionen 110 als kontinuierliches Netzwerk
von sich schneidenden Linien gezeigt, die im Wesentlichen diamantförmige ungebundene
Regionen 114 ausbilden. Die Breite und der Abstand der
sich schneidenden gebundenen Regionen 110 können so
ausgerichtet sein, dass sie ein gewünschtes Muster schaffen, das
heißt,
eine gewünschte
Größe und einen
gewünschten
Abstand von diamantförmigen
ungebundenen Regionen 114. Wie hier verwendet, bezieht sich "kontinuierliches
Netzwerk" auf ein
makroskopisches Muster der Haftschicht, das heißt, das Muster erscheint kontinuierlich,
unterschiedliche, diskrete ungebundene Regionen begrenzend. Das
Muster kann auch im Wesentlichen kontinuierlich sein, was bedeutet,
dass das Netzwerk aus im engen Abstand zueinander liegenden, diskreten
Bindungsstellen besteht, die als Ganzes ein kontinuierliches Muster
ausbilden, welches diskrete ungebundene Regionen begrenzt. Das kontinuierliche
Netzwerk von sich schneidenden Linien kann virtuell ein beliebiges Muster
sein, das zu ungebundenen Regionen virtuell unbeschränkter geometrischer
Formen führt,
einschließlich
zum Beispiel Quadraten, Rechtecken und Dreiecken. Ebenso muss das
Netzwerk nicht vollständig
kontinuierlich sein, noch auf ein Muster von geraden oder gleichförmigen Linien
beschränkt
sein, sondern kann zum Beispiel ein Netzwerk sein, das zu kreisförmigen,
ovalen oder anderen. nicht polygonalen geometrischen Formen führt. Ein
Haftmittel, zum Beispiel ein heiß schmelzendes Haftmittel,
das durch Bezugszeichen 300 in den 1–3 bezeichnet ist, kann verwendet
werden, um die erste Lage 100 mit der zweiten Lage 200 zu
verbinden.
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Alternativ
wird, obwohl ein Netzwerk gegenwärtig
bevorzugt wird, in Betracht gezogen, dass ein diskontinuierliches
oder im Wesentlichen kontinuierliches Muster auch für die gewünschte Stärkenzunahme
gemäß der vorliegenden
Erfindung sorgen kann. Zum Beispiel können gebundene Flächen mit
offenen Kreisen oder anderen geschlossenen Figuren ausreichen, um
ungebundenen Regionen zu erlauben, in ihrer Stärke zuzunehmen. Wie im Falle
kontinuierlicher Netzwerke sollten aneinander angrenzende Bindungsstellen
weniger als etwa 1 Inch voneinander entfernt liegen, vorzugsweise
weniger als 0,5 Inch und ganz bevorzug weniger als 0,1 Inch. Ohne
durch Theorie gebunden sein zu wollen, gilt im Grunde, je mehr sich
ein spezielles Bindungsmuster einem kontinuierlichen Netzwerk annähert, desto
deutlicher sind die Vorteile der vorliegenden Erfindung.
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Wenn
die erste Lage benässt
wird, gibt es eine Neigung bei der ersten Lage 100, sich
entlang einer oder mehrerer Richtungen in der Ebene der ersten Lage
zu expandieren. (Die Ebene der ersten Lage verläuft parallel zu der Ebene in 1.) Jedoch wegen der relativ
geringeren Nass-Dehnbarkeit der zweiten Lage 200 begrenzt
die zweite Lage die Dehnung der ersten Lage 100 in der
Ebene der erste Lage. Als Ergebnis verformen sich die ungebundenen Regionen 114 der
ersten Lage 100, wie beispielsweise durch ein Wölben oder
Faltenbilden in der Z-Richtung, senkrecht zu der Ebene der ersten
Lage 100.
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5A ist eine Schnittdarstellung
des Wischartikels 20, zum Beispiel wie er in 1 gezeigt ist, vor einem
Benässen
der ersten Lage 100. Wie in 5A gezeigt
ist, ist der Wischartikel im Wesentlichen vor dem Benässen flach. 5B ist eine Schnittdarstellung ähnlich derjenigen
in 5A, zeigt aber den
Artikel 20 nach einem Benässen. 5B zeigt eine Verformung aus der Ebene
der ersten Lage 100 beim Benässen des Artikels 20.
Die Z-Richtung ist in den 5A und 5B angegeben. Die Verformung
der benässten
ersten Lage 100 versieht den Artikel 100 mit erhöhten Rippen 120,
welche die Nass-Textur, Nass-Stärke
(Dicke) und Nass-Fülle des
Artikels 20 steigern. Die erhöhten Rippen 120 sorgen
auch für
Taschen 150, die zwischen den ungebundenen Bereichen der
ersten Lage 100 und den unterlagernden Bereichen der zweiten
Lage 200 angeordnet sind. Insbesondere hat der Artikel 20 ein Verhältnis von
Nass-Stärke
zu Trocken-Stärke,
welches größer ist
als 1,0 und vorzugsweise wenigstens etwa 1,1 und ganz bevorzugt
wenigstens etwa 1,4 beträgt.
Das Verhältnis
von Nass-Stärke
zu Trocken-Stärke
ist ein Maß der
Dicke des Artikels 20, wenn dieser benässt ist, relativ zur Dicke
des trockenen Artikels 20 vor dem Benässen. Das Verhältnis von
Nass-Stärke
wird gemessen gemäß dem unten vorgesehenen
Verfahren "Verhältnis Nass-Stärke zu Trocken-Stärke".
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Wie
in 1 gezeigt ist, ist
die erste Lage 100 mit Öffnungen
versehen, wobei die erste Lage 100 eine Mehrzahl von Öffnungen 102 umfasst,
welche sich durch die Dicke der ersten Lage 100 hindurch
erstrecken. Die Öffnungen
summieren sich größtenteils
zu der gewünschten
Textur und Fülle
des Wischartikels 20. In den 1–3 sind die Öffnungen 102 nur
auf einem Bereich der ersten Lage 100 aus Gründen der
Klarheit dargestellt. Die Verformung der benässten ersten Lage 100 versieht
wiederum den Artikel 100 mit erhöhten Rippen 120, welche
die Nass-Textur,
Nass-Stärke
(Dicke) und Nass-Fülle des
Artikels 20 steigern. In dieser Ausführungsform haben die erhöhten Rippen 120 jedoch Öffnungen 102,
welche einen Strömungsweg
liefern, durch welchen Flüssigkeiten
und/oder kleine Teilchen in die Taschen 150 eindringen
können,
wie sie in 5A gezeigt
sind.
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Zudem
können
die Öffnungen 102,
wenn der Artikel 20 mit einem Schäumungsmittel, wie einem grenzflächenaktiven
Stoff, verwendet wird, oder einen solchen enthält, den Einbau von Luft während des
Schäumungsverfahrens
unterstützen,
wodurch die Schaumerzeugung verbessert wird. Zum Beispiel kann ein
Bereich des Artikels 20 mit einer grenzflächenaktiven
Zusammensetzung beschichtet oder in anderer Weise behandelt werden.
Der Artikel 20 kann mit Wasser benässt werden, um den grenzflächenaktiven
Stoff zu aktivieren, und der Luftstrom, der während der Benutzung des Artikels
durch die Öffnung 102 hindurch
erzeugt wird (z. B. beim Waschen oder Wischen), kann dabei helfen,
Schaum zu erzeugen.
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Die
Größe und die
Anzahl der Öffnungen 102 können die
Geschwindigkeit der Schaumerzeugung und die Qualität des erzeugten
Schaumes beeinflussen. Eine relativ kleine Anzahl relativ größer Öffnungen 102 wird
dazu neigen, die benötigte
Zeit, um Schaum zu erzeugen, zu verringern, wird aber relativ große Schaumbläschen mit
einem lichtdurchlässigen Erscheinungsbild
ergeben. Andererseits wird eine relativ große Anzahl relativ kleiner Öffnungen 102 dazu neigen,
die Bläschengröße zu reduzieren,
wodurch die Schaum-Cremigkeit und Opazität erhöht wird, diese aber auf Kosten
einer benötigten
längeren
Zeit, um Schaum zu erzeugen. Zwischen 4 und 100 Öffnungen pro Inch (zwischen
1,5 und 39,4 Öffnung
pro cm) werden im Allgemeinen eine bevorzugte Schaumgeschwindigkeit
und -qualität
liefern.
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Ein
weiterer Vorteil ist zu erkennen, wenn die erste Lage 100 mit Öffnungen
versehen ist. Wie in 5B gezeigt
ist, formt die Nass-Dehnung der ersten Lage 100 um die Öffnungen 102 herum
zusätzlich zur
Bildung von erhöhten
Rippen 120 etwas, was am besten als Auswölbungen 106 oder
Oberflächenunregelmäßigkeiten
bezeichnet werden kann, die durch die Öffnungen 102 gebildet
werden. Die Auswölbungen 106 verleihen
der Oberfläche
des Wischtuches 22 auf der Seite der mit Öffnungen
versehenen ersten Oberfläche 100 ein
zusätzliche
Textur. Die zusätzliche
Textur kann bedarfsweise durch Einstellend der Größe und des
Abstandes der Öffnungen 102 modifiziert
werden.
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In 3 ist auch eine weitere
Variation der Konfiguration gebundener und ungebundener Regionen
dargestellt. In der gezeigten Ausführungsform sind die gebundenen
Regionen 110 im Allgemeinen parallel und in Abstand zueinander
liegende Regionen, welche sich entlang im Wesentlichen der vollen Länge des
Artikels 20 erstrecken und im Allgemeinen parallele, in
Abstand zueinander liegende, ungebundene Regionen 114 der
ersten Lage 100 begrenzen. In 3 erstrecken sich die ungebundenen Regionen 114 entlang
im Wesentlichen der vollen Länge des
Artikels 20. Ein Haftmittel, das durch Bezugszeichen 300 in
den 1 und 2 bezeichnet ist, kann verwendet
werden, um die erste Lage 100 m mit der zweiten Lage 200 zu
verbinden.
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In
einer gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsform
umfasst ein Wischtuch 20 der vorliegenden Erfindung eine
mit Öffnungen
versehene zelluloseartige erste Papierlage, die mit einem synthetischen
Vliesstoff in einem kontinuierlichen Netzwerk von sich schneidenden
Linien verbunden ist, welche diamantförmige, ungebundene Regionen
begrenzen. Diese Kombination von Materialien und das Bindeverfahren
und -muster liefert ein bevorzugtes Wischtuch, welche eine erhöhte Textur
und Fülligkeit
auf einer Seite bei Benässung
zeigt, während
es eine relative glatte Weichheit auf der anderen Seite beibehält und eine
Nass-Dicke hat, die größer ist
als die Trocken-Dicke.
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Zusätzlich zu
der obigen Beschreibung hat sich heraus gestellt, dass ein zusätzlicher
Verarbeitungsschritt, welcher das Erwärmen des Substrats nach dem
Bindevorgang betrifft, die Textur und Fülligkeit sowie die allgemeinen ästhetischen
Qualitäten des
Wischtuches weiter verbessert. Ohne durch Theorie gebunden zu sein,
wird angenommen, dass das Verfahren zum Erwärmen das thermoplastische Haftmittel
veranlasst, sich zusammenzuziehen und dadurch eine weitere Verformung
der ersten Schicht sowie der zweiten Schicht aus der Ebene heraus (Z-Richtung) verursacht.
Durch das Zusammenziehen in der Ebene des Wischartikels zeigen beide
Lagen eine Zunahme der Dicke in Z-Richtung, was eine erhöhte Gesamtdicke
mit einem gefälligen
Quilt-Look verleiht.
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Zum
Beispiel kann ein Wischtuch, das haftend mit einem Ethylenvinylacetat
(nachfolgend EVA)-Heißschmelz-Kleber
verbunden wurde (ein geeignetes Haftmittel ist eine Heißschmelze,
die im Handel erhältlich
ist als H1382-01 von Ato-Findley Adhesives aus Wauwatosa, Wisconsin),
in der Stärke zwischen
10 bis 20% nach einer Post-Lamination-Wärmebehandlung zunehmen. In
diesem Fall wird ein geeignetes heiß schmelzendes Haftmittel aufgebracht
und wird der resultierende Artikel auf Raumtemperatur abgekühlt. Eine
Wärmebehandlung kann
dann zum Beispiel durch Steigern der Temperatur auf etwa 100 Grad
Celsius für
20 Sekunden durchgeführt
werden, was ausreicht, um eine Kontraktion des polymeren Netzwerkes
zu initiieren. Obwohl nicht durch Theorie gebunden sein zu wollen, wird
angenommen, dass damit dieser Vorgang effektiv ist, das Muster der
Bindung ein kontinuierliches oder im Wesentlichen kontinuierliches
Netzwerk sein muss. Diskrete Bindungsstellen können nicht ausreichend kontrahieren,
um das Erscheinungsbild des Artikels zu verbessern.
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ERSTE LAGE
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Mit
Bezug auf die Komponenten des Artikels 20 in größerem Detail
können
geeignete Materialien, aus welchen die erste Lage 100 geformt
werden kann, vorgekürzte
(wie beispielsweise durch Kreppen) nassgelegte Papierbahnen enthalten.
Weitere geeignete Materialien können
Gewebematerialien, Vliesstoffmaterialien, Schäume, Watte und dergleichen
umfassen.
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Die
erste Lage 100 sollte so konstruiert sein, dass sie eine
Nass-Dehnbarkeit von wenigstens 4 Prozent hat, vorzugsweise wenigstens
etwa 10 Prozent und noch bevorzugter wenigstens etwa 20 Prozent.
In einer Ausführungsform
hat die erste Lage eine Nass-Dehnbarkeit von wenigstens etwa 25
Prozent. Vorzugsweise beträgt die
Differenz zwischen der Nass-Dehnbarkeit der ersten Lage und der Nass-Dehnbarkeit der zweiten
Lage (die Nass-Dehnbarkeit der zweiten Lage subtrahiert von der Nass-Dehnbarkeit
der ersten Lage) etwa 4 Prozent, ganz bevorzugt wenigstens etwa
10 Prozent und noch bevorzugter wenigstens etwa 25 Prozent.
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Die
Fasern oder Filamente der ersten Lage 100 können natürlich (z.
B. Zellulosefasern, wie Holzzellstofffasern, Baumwolllinter und
Bagassefasern) oder synthetisch (z. B. Polyolefine, Polyamide oder Polyester)
oder Kombinationen davon sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die erste Lage 100 eine nassgelegte Papierbahn
aus Zellulose-Holzzellstofffasern, welche durch trockenes Kreppen
um wenigstens etwa 4 Prozent, ganz bevorzugt um wenigstens etwa
10 Prozent und noch bevorzugter um wenigstens etwa 20 Prozent vorgekürzt ist.
Mit Bezug auf 4 wird
eine mit Öffnungen
versehene erste Lage 100 gezeigt, die Krepp-Rippen 105 aufweist,
welche der Vorkürzung der
ersten Lage 100 entsprechen. Die Maschinenrichtung (MD)
und die Quermaschinenrichtung (CD) sind in den 1–4 angegeben. Die Maschinenrichtung
korrespondiert mit der Herstellungsrichtung der Papierbahn der ersten
Lage 100. Die Krepp-Rippen 105 verlaufen im Wesentlichen
senkrecht zu der Maschinenrichtung, und im Allgemeinen parallel
zur Quermaschinenrichtung der Papierbahn der ersten Lage 100.
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Die
Papierbahn der ersten Lage 100 kann eine Flächenmasse
von zwischen etwa 15 bis etwa 65 Gramm pro Quadratmeter haben. In
einer bevorzugten Ausführungsform
liegt die Flächenmasse
der ersten Lage 100 zwischen etwa 25 bis etwa 45 Gramm
pro Quadratmeter und in einer bevorzugteren Ausführungsform liegt die Flächenmasse
zwischen etwa 32 bis etwa 35 Gramm pro Quadratmeter.
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Obwohl
nicht durch Theorie gebunden sein zu wollen, wird angenommen, dass
die Papierfestigkeit das gesamte Erscheinungsbild des vollständigen Artikels
signifikant verändern
kann. Die Menge des Krepp-Anteils an der ersten Lage ist direkt proportional
zu der Menge der planaren Expansion und somit der Menge der durch
Benässung
erzeugten Dicke. Wenn jedoch die Nass-Festigkeit des Papierartikels nicht
ausreichend ist, können
die "Buckel" zusammenfallen und
ein "zerknittertes" Produkt mit wenig Dicke
bilden. Deshalb können
sowohl der Krepp als auch die Nass-Festigkeit so eingestellt werden,
dass eine Menge an Textur bereit gestellt wird, die auf der vorgesehenen
Verwendung des Artikels basiert. Nass-Reißmessungen
wurden mit einem Thwing-Albert-Reißtester Modell Nr. 1300-77
durchgeführt, welche
die Spitzenlast eines voll benässten
Substrats getestet hat. Der Test verwendete einen Kugeldurchmesser
von 0,5 in, eine Kugelgeschwindigkeit von 5 in/min und Klammern
für die
Testprobe um einen Kreis von 3,5 in Durchmessern senkrecht zur Bewegung
der Kugel. Die Spitzenlast-Nass-Reißfestigkeiten
lagen zwischen 100 und 1200 Gramm pro Lage. Ganz bevorzugt zwischen
400 und 700 Gramm pro Lage und am meisten bevorzugt zwischen 500 und
600 Gramm pro Lage.
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In
einer bevorzugteren Ausführungsform
umfasst die erste Lage
100 eine mit Öffnungen versehene nassgelegte
Papierbahn aus Zellulose-Holz-Zellstofffasern. Öffnungen
102 können in
der ersten Lage
100 in irgendeiner geeigneten Weise ausgebildet sein.
Zum Beispiel können
die Öffnungen
102 in
der ersten Lage
100 während
der Formung der Papierbahn der ersten Lage
100 oder alternativ,
nachdem die Papierbahn der ersten Lage
100 hergestellt
worden ist, ausgebildet werden. In einer Ausführungsform wird die Papierbahn
der ersten Lage
100 gemäß den Lehren
eines oder mehrerer der folgenden US Patente hergestellt:
US 5,245,025 , veröffentlicht
am 04. September 1993 für
Trokhan et al.;
US 5,277,761 , veröffentlicht
am 11. Januar 1994 für
Phan et al. und
US 5,654,076 ,
veröffentlicht
am 05. August 1997 für Trokhan
et al. Insbesondere offenbart
US
5,277,761 in Spalte
10 die Formung einer Papierbahn
mit Öffnungen.
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Vor
dem Benässen
der ersten Lage kann die gekreppte erste Lage 100 zwischen
etwa 4 und etwa 300 Öffnungen 102 pro
Quadratinch haben, und ganz bevorzugt zwischen etwa 4 und 100 Öffnungen 102 pro
Quadratinch. Das Benässen
der gekreppten Papierbahn veranlasst die Bahn, falls sie nicht zurück gehalten
wird, sich in wenigstens einer Richtung, wie beispielsweise der
Maschinenrichtung, zu expandieren, sodass die Anzahl der Öffnungen 102 pro
Quadratinch nach dem Benässen
kleiner sein kann als die Anzahl der Öffnungen pro Quadratinch vor
dem Benässen.
Ebenso werden, wenn die Öffnungen
in einer Papierbahn ausgebildet sind und die Papierbahn nachfolgend
gekreppt wird, die Anzahl der Öffnungen
pro Quadratinch vor dem Kreppen kleiner sein als die Anzahl der Öffnungen
pro Quadratinch nach dem Kreppen. Dem gemäß beziehen sich Bezugnahmen
auf Papierbahn-Abmessungen auf Abmessungen nach dem Kreppen und
vor dem Benässen.
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Die Öffnungen 102 können zwischen
etwa 15 und etwa 75 Prozent der gesamten Oberfläche der ersten Lage 100 umfassen.
Die Öffnungen 102, die
in 4 gezeigt sind, sind
bilateral versetzt (versetzt sowohl in der Maschinen- als auch Quermaschinenrichtung),
in einem sich wiederholenden, zufälligen Muster. In einer Ausführungsform
umfasst die erste Lage 100 eine Papierbahn, welche 30 Prozent trocken
gekreppt ist (30 Prozent Vorkürzung)
und eine Nass-Dehnbarkeit von größer als
etwa 25 Prozent aufweist und etwa 40 bis etwa 50 Öffnungen 102 pro
Quadratinch hat, wobei die Öffnungen 102 eine Länge 103 (4) von 0,10 bis 0,18 Inch
(2,54 bis 4,6 mm) und eine Breite 104 von 0,07 bis 0,15
Inch (1,78 bis 3,8 mm) und einen Abstand zwischen den Öffnungen 106 von
0,05 bis 0,08 Inch (1,27 bis 2 mm) hat.
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Die
Papierbahn wird hergestellt, indem zuerst ein wässriger Papier machender Stoff
gebildet wird. Der Stoff umfasst Papier machende Fasern und kann
ferner verschiedene Additive umfassen. Das US Patent 5,223,096,
veröffentlicht
am 29. Juni 1993 für
Phan et al. offenbart verschiedene Holzzellstoffe und Papier machende
Additive.
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Eine
geeignete Papierbahn zum Herstellen der nassen Lage 100 kann
gemäß der folgenden
Beschreibung hergestellt werden. Ein Papier machender Stoff wird präpariert
aus Wasser und hoch raffinierten Kraft-Zellstoff, abgeleitet von
nördlichen Weichhölzern (NSK),
wobei der Papierstoff eine Faserkonsistenz von etwa 0,2 Prozent
(trockenes Fasergewicht, geteilt durch das Gesamtgewicht des Stoffes
gleich 0,002) aufweist. Ein trockenfestes Additiv, wie Carboxymethylzellulose
(CMC), wird dem 100% NSK-Stoff in einer Menge von etwa 5 Pfund von
CMC-Feststoffen pro Tonne trockener Papier machender Fasern hinzu
gegeben. Ein nassfestes Additiv, wie Kymene 557H (erhältlich von
Hercules, Inc. aus Wilmington, Del.) wird dem Stoff in der Menge
von etwa 28 Pfund von Kymene-Feststoffen pro Tonne trockener Papier
machender Fasern hinzu gegeben.
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Mit
Bezug auf 6 wird der
Zellstoff aus einem Stoffauflaufkasten 500 einer Papiermachermaschine
auf ein Formungselement 600 mit einer Faserkonsistenz von
0,2 Prozent abgeschieden. Das Formungselement 600 liegt
in Form eines kontinuierlichen Bandes in 6 vor. Der Brei aus Papier machenden
Fasern wird auf dem Formungselement 600 abgeschieden, und
Wasser wird aus dem Brei durch das Formungselement 600 hindurch
abgeführt,
um eine embryonische Bahn aus Papier machenden Fasern zu bilden,
die mit dem Bezugszeichen 543 in 6 bezeichnet ist.
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7 zeigt einen Bereich des
Formungselement 600. Das Formungselement 600 hat
zwei einander gegenüber
liegende Flächen.
Die Fläche,
welche in 7 gezeigt
ist, ist die Fläche,
welche die Papier machenden Fasern der zu bildenden Bahn berührt. Eine
Beschreibung eines Formungselement des in 7 gezeigten Typs ist in den oben genannten
US Patenten 5,245,025; 5,277,761 und 5,654,076 geliefert.
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Das
Formungselement 600 hat Strömungsbeschränkungselemente in Form von
Protuberanzen 659. Das gezeigte Formungselement 600 umfasst eine
gemusterte Anordnung von Protuberanzen 659, die mit der
Verstärkungsstruktur 657 verbunden
sind, welche ein foraminöses
Element umfassen kann, wie beispielsweise ein Gewebesieb oder ein
anderes mit Öffnungen
versehenes Rahmenwerk. Die Protuberanzen 659 erstrecken
sich über
die Verstärkungsstruktur 657 hinaus.
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Ein
geeignetes Formungselement 600 hat etwa 37 Protuberanzen 659 pro
Quadratinch der Oberfläche
des Formungselements 600, wobei die Protuberanzen 659 etwa
35 Prozent der Oberfläche des
Formungselements 600 überdecken,
wie dies in 7 zu sehen
ist, und sich die Protuberanzen um 0,0255 Inch (0,65 mm) über die
Oberfläche
der Verstärkungsstruktur 657 ausdehnen.
Die Protuberanzen können
eine Länge
X in Maschinenrichtung von etwa 0,1511 Inch (3,8 mm) und eine Breite
Y in Quermaschinenrichtung von etwa 0,0924 Inch (0,25 mm) haben.
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Die
Verstärkungsstruktur 657 ist
im Wesentlichen flüssigkeitsdurchlässig, während die
Protuberanzen 659 im Wesentlichen flüssigkeitsundurchlässig sind.
Dem gemäß werden
die Papier machenden Fasern in dem Stoff, wenn die Flüssigkeit
in dem Papier machenden Stoff durch das Formungselement abfließt, auf
der Verstärkungsstruktur 657 zurückgehalten
und belassen Öffnungen
in der embryonischen Bahn 543, die im Wesentlichen in der
Größe, Form
und der Lage der Größe, der
Form der Lage der Protuberanzen 659 entsprechen.
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Zurück zu 6 wird die embryonische Bahn 543 auf
ein herkömmliches
Entwässerungsfilz 550 mit
Hilfe eines Vakuum-Aufnahmefußes 560 übertragen.
Die Bahn 543 wird auf das Filz 550 bei einer Faserkonsistenz
von etwa 4 Prozent übertragen. Die
Bahn 543 wird auf dem Filz 550 zu einem Spalt 570 transportiert,
der zwischen einer Vakuum-Druckwalze 572 und einer Yankee-Trocknertrommel 575 ausgebildet
ist. Die Bahn 543 wird auf der Yankee-Trommel 575 auf
eine Faserkonsistenz von etwa 96 Prozent getrocknet, wobei an dieser
Stelle die Bahn von der Yankee-Trommel 575 mit einer Abstreichklinge 577 mit
einem Neigungswinkel von etwa 25 Grad und einem Auftreffwinkel von
etwa 81 Grad abgekreppt wird. Die Bahn wird auf eine Rolle mit einer
Geschwindigkeit (linearer Fuß pro
Sekunde) aufgewickelt, die 25 Prozent langsamer ist als die Oberflächengeschwindigkeit
der Yankee-Trommel (Spulengeschwindigkeit gleich 0,75-fache der
Yankee-Geschwindigkeit), um die Bahn um etwa 25 Prozent vorzukürzen. Die
vorgekürzte
Bahn kann eine Flächenmasse
von etwa 33 Gramm pro Quadratmeter und eine Dicke von etwa 12 bis
13 mil (0,012 bis 0,013 Inch) (0,315 bis 0,33 mm) haben, gemessen mit
einem Grenzdruck von 95 Gramm pro Quadratinch (147 g pro cm2) und einem Belastungsfuß mit einem Durchmesser von
2 Inch (51 mm). Die sich ergebende vorgekürzte Bahn kann dazu verwendet
werden, eine erste Lage 100 mit einer Nass-Dehnbarkeit von
wenigstens etwa 25 Prozent zu bilden.
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ZWEITE LAGE
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Die
erste 100 ist mit der zweiten Lage 200 verbunden,
um eine Dehnung der ausgewählten
Bereiche der ersten Lage 100 einzugrenzen, wenn die erste
Lage benässt
wird. Die zweite Lage 200 hat eine geringere Nass-Dehnbarkeit
als die erste Lage 100.
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Geeignete
Materialien, aus welchen die zweite Lage 200 gebildet werden
kann, enthalten Gewebematerialien, Vliesstoffmaterialien, Schäume, Watte
und dergleichen. Besonders bevorzugte Materialien sind Vliesstoffbahnen
mit Fasern oder Filamenten, die zufällig in "luftlegenden" oder bestimmten "nasslegenden" Verfahren verteilt wurden, oder mit
einem Grad von Ausrichtung, wie in bestimmten "nasslegenden" und "kardierenden" Verfahren.
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Ein
Material, aus welchem die zweite Lage 200 gebildet werden
kann, ist eine Vliesstoffbahn, die durch eine Hydroverhedderung
von Fasern gebildet worden ist. Eine geeignete hydroverhedderte
Bahn ist eine hydroverhedderte Vliesstoffbahn mit etwa 50 Gewichtsprozent
Rayonfasern und etwa 50 Gewichtsprozent Polyesterfasern mit einer
Flächenmasse
von etwa 62 Gramm pro Quadratmeter. Eine geeignete hydroverhedderte
Vliesstoffbahn ist im Handel erhältlich
von PGI Nonwovens aus Benson, N. C. unter der Bezeichnung Chicopee
9931.
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BINDEN
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Ausgewählte Bereiche
der ersten Lage 100 werden direkt (oder indirekt, wie beispielsweise durch
eine dritte Komponente) mit der zweiten Lage 200 in einem
vorbestimmten Bindungsmuster verbunden, um eine Mehrzahl von gebundenen
und ungebundenen Regionen der ersten Lage 100 zu schaffen.
In den 1–3 sind die gebundenen Regionen mit 110 bezeichnet
und sind die ungebundenen Regionen mit 114 bezeichnet.
Jede der ersten und zweiten Lagen 100 und 200 kann
eine Maschinenrichtung haben, und die erste und die zweite Lage
können
so gebunden sein, dass die Maschinenrichtung der ersten Lage im
Wesentlichen parallel zur Maschinenrichtung der zweiten Lage verläuft.
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Die
erste Lage 100 und die zweite Lage 200 können unter
Verwendung irgendeines geeigneten Verfahrens verbunden werden, einschließlich, aber nicht
beschränkt
darauf, eine Haftbindung, mechanische Bindung, thermische Bindung,
mechanische/thermische Bindung, Ultraschallbindung und Kombinationen
davon. Insbesondere wird in einer bevorzugten Ausführungsform
das Haftmittel durch Printverfahren aufgebracht, wie beispielsweise
durch Gravurdrucken, Umkehr-Gravurdrucken,
Siebdruck, flexographisches Drucken und dergleichen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
kann ein heiß schmelzendes
EVA-Haftmittel in einem Gittermuster durch Siebdruck aufgebracht
werden, wie dies in 1 gezeigt
ist. Eine geeignete Siebdruckeinrichtung ist ein ITW Dynatec Modell
SP-117. Ein geeignetes Sieb für diesen
Drucker ist ein Galvanosieb mit einer Maschenweite 40,
hergestellt durch Rothtec Engraving Corp., New Bedford, MA.
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Das
Haftmittel ist vorzugsweise wasserunlöslich, sodass der Artikel 20 mit
Wasser ohne eine Delaminierung der ersten und zweiten Lagen benässt werden
kann. Das Haftmittel ist vorzugsweise auch tolerant gegenüber einem
grenzflächenaktiven
Stoff. Mit "tolerant
gegenüber
einem grenzflächenaktiven
Stoff" ist gemeint,
dass die Bindeeigenschaften des Haftmittels durch das Vorhandensein von
grenzflächenaktiven
Stoffen nicht verschlechtert wird. Geeignete Haftmittel umfassen
auf EVA (Ethylenvinylacetat) basierende heiß schmelzende Haftmittel. Ein
geeignetes Haftmittel ist ein heiß schmelzendes Haftmittel,
das im Handel erhältlich
ist als H1382-01 vom Ato-Findley Adhesives aus Wauwatosa, Wisconsin.
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Mit
Bezug auf die 1 und 2 kann das heiß schmelzende
Haftmittel auf die zweite Vliesstofflage 200 in einem kontinuierlichen
Netzwerk aufgebracht werden, das diskontinuierliche Netzwerk von
ungebundene Regionen 114 begrenzt. In einer bevorzugten
Ausführungsform,
wie in 1 gezeigt, wird
das Haftmittel als parallele, in Abstand zueinander liegende Linien
in einer ersten Richtung aufgebracht, die geschnitten werden durch
parallele, in Abstand zueinander liegende Linien in einer zweiten
Richtung. Die sich schneidenden Linien bilden diamantförmige Muster
ungebundener Regionen in dem fertigen Wischtuch. In der in 1 gezeigten Ausführungsform
kann das heiß schmelzende
Haftmittel in Linien mit einer Breite von etwa 0,01 Inch (0,25 mm)
bis etwa 0,5 Inch (1,3 mm), vorzugsweise von 0,05 (1,3 mm) bis 0,07
Inch (1,8 mm) aufgebracht werden. Der Abstand zwischen benachbarten
Linien des Haftmittels kann 0,2 Inch (5 mm) bis 2,0 (51 mm), vorzugsweise
von etwa 0,4 (10 mm) bis etwa 0,6 Inch (15 mm) betragen. In einer
bevorzugten Ausführungsform
kann das resultierende Laminat mit einem kontinuierlichen Netzwerk
einer Mehrzahl ungebundener Regionen eine mittlere trockene Dicke
von etwa 27,80 mil (0,028 Inch) (0,7 mm), eine mittlere nasse Dicke
von etwa 39,39 mil (0,039 Inch) (1 mm) und ein Verhältnis von
Nass-Dicke zu Trocken-Dicke
von etwa 1,42 haben. Die Trocken-Dicke, Nass-Dicke und das Verhältnis von
Nass-Dicke zu Trocken-Dicke werden gemessen, wie dies unten unter "Verhältnis von
Nass-Dicke zu Trocken-Dicke2 beschrieben wird.
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Mit
Bezug auf 3 kann das
heiß schmelzende
Haftmittel auf die zweite Vliesstofflage 200 in Bändern aufgebracht
werden, welche sich im Allgemeinen parallel zur Maschinenrichtung
der zweiten Vliesstofflage 200 erstrecken. Das heiß schmelzende Haftmittel
kann in Streifen 310 mit einer Breite W (3) von etwa 0,125 Inch (3,1 mm) bis etwa
1 Inch (25 mm) aufgebracht werden. Der Abstand D zwischen benachbarten
Haftstreifen kann etwa 0,125 Inch (3,1 mm) bis etwa 2 Inch (51 mm)
betragen. In 3 sind
vier Streifen 310A, 310B, 310C und 310D gezeigt.
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Als
parallele Streifen, Linien oder Bänder kann das Haftmittel auf
die zweite Vliesstofflage 200 unter Verwendung eines Schlitz-Beschichtungsapplikator
aufgebracht werden. Ein Schlitz-Beschichtungsapplikator ist ein
heiße
Schmelzeinrichtung mit Extrusionskopf der Nordson MX Reihen, im
Handel erhältlich
von der Nordson Company aus Norcross, Ga. Das Haftmittel H1382-01,
das oben erwähnt
wurde, kann auf die zweite Lage 200 bei einer Temperatur
von etwa 350 Grad Fahrenheit (177 Grad Celsius) bei einer Auftragungsmenge
von etwa 0,03 Gramm Haftmittel pro Quadratinch (0,005 g pro cm2) aufgetragen werden. Unmittelbar nach der
Auftragung des Haftmittels auf die zweite Vliesstofflage 200 können die
zweite Vliesstofflage 200 und die erste Papierlage 100 durch
Pressen der zwei Lagen 100 und 200 mit dem zwischen
der zweiten Lage 200 und der Lage 100 angeordneten
Haftmittel zusammengebunden werden. Ein geeignetes Mittel zum Zusammenpressen
der zwei Lagen 100 und 200 ist das Hindurchführen der
zwei Lagen durch einen zwischen zwei Walzen gebildeten Spalt, wobei
die Walzen belastet sind, um einen geeigneten Spaltdruck zur Bindung
bereit zu stellen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann das resultierende Laminat der ersten und zweiten Lage eine
mittlere Trocken-Stärke
von etwa 28,5 mil (0,0285 Inch) (0,72 mm), eine mittlere nasse Stärke von
etwa 32,1 mil (0,0321 Inch) (0,81 mm) und ein Verhältnis von
nasser Stärke
zu trockener Stärke
von etwa 1,1 haben. Die Trocken-Stärke, Nass-Stärke und
das Verhältnis
von Nass-Stärke
zu Trocken-Stärke
werden gemessen, wie dies unten unter "Verhältnis
von Nass-Stärke
zu TrockenStärke" beschrieben ist.
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NASS-DEHNBARKEITSTEST
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Die
Nass-Dehnbarkeit einer Lage, wie der Lage 100 oder der
Lage 200 wird bestimmt unter Verwendung des folgenden Verfahrens.
Proben werden bei 70 Grad Fahrenheit (21 Grad Celsius) und 50 Prozent
relativer Feuchtigkeit für
zwei Stunden vor dem Test konditioniert.
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Zuerst
wird die Richtung der größten Nass-Dehnbarkeit
in der Ebene der Lage bestimmt. Für trocken gekreppte Papierbahnen
wird diese Richtung parallel zur Maschinenrichtung und im Wesentlichen
senkrecht zu den Krepprücken
liegen.
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Falls
die Richtung der größten Nass-Dehnbarkeit
nicht bekannt ist, kann die Richtung bestimmt werden, indem sieben
Proben aus einer Lage mit Probenlängen geschnitten werden, die
zwischen 0 Grad und 90 Grad einschließlich in Bezug auf eine Bezugslinie
orientiert sind, die auf die Lage gezeichnet ist. Die Proben werden
dann gemessen, wie dies unten ausgeführt wird, um die Richtung der
größten Nass-Dehnbarkeit zu bestimmten.
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Wenn
die Richtung die der größten Nass-Dehnbarkeit
bestimmt ist, werden 8 Proben so geschnitten, dass sie eine Länge von
etwa 7 Inch (17,8 cm) haben, gemessen parallel zur Richtung der größten Nass-Dehnbarkeit,
und eine Breite von wenigstens 1 Inch (2,54 cm) haben. Die Proben
werden aus ungebundenen Bereichen der Lagen 100 und 200 geschnitten,
oder falls ungebundene Bereiche mit den obigen Abmessungen nicht
aus dem Artikel geschnitten werden können, dann werden die Proben
aus den Lagen 100 und 200 vor dem Zusammenbinden
der Lagen geschnitten. Zwei Markierungen werden auf jeder Probe
angebracht, wie beispielsweise mit einem Tintenstift. Die Markierungen liegen
in einem Abstand von 5 Inch (12,7 cm), gemessen parallel zur Richtung
der größten Nass-Dehnbarkeit. Die
Länge von
5 Inch (12,7 cm) ist die anfängliche
Trockentestlänge
der Probe.
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Jede
Probe wird durch und durch benässt, indem
die Probe in destilliertes Wasser für 30 Sekunden in einem Wasserbad
eingetaucht wird. Jede Probe wird aus dem Wasserbad entfernt und
sofort vertikal aufgehängt,
sodass eine Linie durch die zwei Markierungen im Wesentlichen vertikal
verläuft.
Die nasse Probe wird derart gehalten, dass die Haltung nicht die
Dehnung zwischen zwei Markierungen stört (z. B. mit einer Klammer,
welche die Probe nicht zwischen den zwei Markierungen berührt). Die
Nasstestlänge
der Probe ist der Abstand zwischen zwei Markierungen. Der Abstand
wird gemessen innerhalb von 30 Sekunden nach dem Entnehmen der Probe aus
dem Wasserbad.
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Für jede Probe
wird die prozentuale Nass-Dehnung berechnet als
Probe Nass-Dehnung
= (Nasstestlänge – anfängliche Trockentestlänge)/(anfängliche
Trockentestlänge) × 100
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Zum
Beispiel beträgt
für eine
gemessene nasse Testlänge
von 6,5 Inch (16,5 cm) und eine anfänglichen Trockentestlänge von
5,0 Inch (12,8 cm) die Nass-Dehnung ((6,5 – 5)/5) × 100 = 30 Prozent.
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Die
Nass-Dehnbarkeit der Proben ist der Mittelwert von 8 berechneten
Werten von Proben-Nassdehnung.
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VERHÄLTNIS VON NASS-DICKE ZU TROCKEN-DICKE
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Das
Verhältnis
von Nass-Dicke zu Trocken-Dicke wird gemessen unter Verwendung eines Thwing-Albert
Instrument Co. Electronic Thickness Tester Modell II, unter Verwendung
der folgenden Vorgehensweise. Proben werden bei 70 Grad Fahrenheit
und Prozent relativer Feuchtigkeit für zwei Stunden vor dem Testvorgang
konditioniert.
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Die
Trocken-Dicke des Artikels 20 wird gemessen unter Verwendung
eines Grenzdruckes von 95 Gramm pro Quadratinch (14,7 g pro cm2) und einem Belastungsfuß mit einem Durchmesser von
2 Inch (51 mm). Die Trocken-Dicke wird gemessen für acht Proben.
Für jede
Probe wird die Dicke so gemessen, dass der Belastungsfuß auf einer
ungebundenen Region der ersten Lage 100 zentriert ist. Die acht
Dickenmessungen werden gemittelt, um eine mittlere Trocken-Dicke
zu liefern.
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Jede
Probe wird dann benässt,
indem die Probe in ein Bad mit destilliertem Wasser für 30 Sekunden
eingetaucht wird. Die Probe wird dann aus dem Wasserbad entnommen
und durch ein vertikales Aufhängen
für etwa
5 Sekunden drainiert. Die Dicke der nassen Probe wird gemessen innerhalb
von 30 Sekunden nach dem Entnehmen der Probe aus dem Bad. Die Nass-Dicke
wird gemessen an der gleichen Stelle, an welcher die Trocken-Dicke
vorher gemessen wurde. Die acht Nass-Dickenmessungen werden gemittelt, um
eine mittlere Nass-Dicke zu liefern. Das Verhältnis von Nass-Dicke zu Trocken-Dicke
ist die mittlere Nass-Dicke geteilt durch die mittlere Trocken-Dicke.