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DE69822353T2 - Verfahren zur Herstellung von Polybutylenterephthalat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polybutylenterephthalat Download PDF

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DE69822353T2
DE69822353T2 DE69822353T DE69822353T DE69822353T2 DE 69822353 T2 DE69822353 T2 DE 69822353T2 DE 69822353 T DE69822353 T DE 69822353T DE 69822353 T DE69822353 T DE 69822353T DE 69822353 T2 DE69822353 T2 DE 69822353T2
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Germany
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esterification
pbt
mmhg
polycondensation
reactor
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DE69822353T
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DE69822353D1 (de
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Hiroyuki Nagoya-shi Aichi Ohme
Motoki Chita-gun Aichi Hiratsuka
Katsuo Iyo-gun Ehime Nogami
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Toray Industries Inc
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Toray Industries Inc
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Publication of DE69822353T2 publication Critical patent/DE69822353T2/de
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von qualitativ hochwertigem Polybutylenterephthalat mittels kontinuierlicher direkter Veresterung, gefolgt von Polykondensation, bei der es während des gesamten Verfahrens höchstens zu wenigen Nebenreaktionen kommt, sowie Polybutylenterephthalat von hoher Steifheit.
  • Aufgrund der guten Formbarkeit, Wärmebeständigkeit, den guten mechanischen Eigenschaften und der chemischen Beständigkeit wird Polybutylenterephthalat (in der Folge als PBT bezeichnet) häufig als Material für elektrische und Kfz-Bauteile verwendet. Zudem findet PBT aufgrund seiner Weichheit und Dehnbarkeit weit verbreitete Verwendung als Fasermaterial.
  • Ein Verfahren zur Herstellung von PBT besteht in einem direkten Polymerisationsverfahren, das einen Veresterungsschritt, bei dem Terephthalsäure mit 1,4-Butandiol verestert wird, um ein PBT-Oligomer bereitzustellen, gefolgt von einem Polykondensationsschritt umfasst, bei der das erhaltene PBT-Oligomer zu hohen Polymerisationsgraden weiter polymerisiert wird. In diesem Verfahren der direkten Polymerisation ist beim Veresterungsschritt ein Katalysator unabdingbar. Am häufigsten werden organische Titanverbindungen als Katalysator verwendet. Beispielsweise offenbart die JP-A-52051495 ein kontinuierliches direktes Polymerisationsverfahren zur Herstellung von PBT, wobei ein Titankatalysator verwendet wird.
  • Trotz der hervorragenden katalytischen Wirksamkeit bei der Veresterung ist jedoch die Verwendung von organischen Titanverbindungen (z.B. Titanaten) deshalb problematisch, weil sie häufig durch Wasser, das während der Veresterung und aufgrund von Zersetzung (Zyklisierung unter Wasserabspaltung) von 1,4-Butandiol gebildet wird, leicht hydrolysiert werden, was zur Bildung von unlöslichen Verunreinigungen führt und ihre katalytische Wirksamkeit verringert.
  • Zur Lösung dieses Problems des Unlöslichmachens und der Inaktivierung der organischen Titanverbindungen wurden bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen, einschließlich eines Verfahrens bei dem beispielsweise die organische Titanverbindung in zwei Stufen zugesetzt wird, d.h. sowohl in der ersten Stufe, bei der der Veresterungsgrad 50% erreicht hat, als auch in der zweiten Stufe (sie zum Beispiel JP-A-49-057092); eines Verfahrens, bei dem eine organische Titanverbindung gemeinsam mit einer Polyalkoholverbindung und einer Alkalimetallverbindung eingesetzt wird (siehe zum Beispiel JP-A-62-225524): eines Verfahrens, bei dem eine Alkanolamintitanatverbindung als Katalysator verwendet wird (siehe zum Beispiel JP-A-62-141022); eines Verfahrens, bei dem eine organische Titanverbindung gemeinsam mit einer Alkanolaminverbindung verwendet wird (siehe zum Beispiel JP-A-62-199617); und eines Verfahrens, bei dem eine sterisch gehinderte Phenolverbindung im Veresterungsschritt verwendet wird (siehe zum Beispiel JP-A-1-282215) Bei diesen Verfahren konnte die katalytische Wirksamkeit der eingesetzten Katalysatoren in gewissem Maße verbessert werden.
  • Obwohl diese Verfahren bei der diskontinuierlichen Herstellung von PBT-Oligomeren effektiv sind, sind sie jedoch bei der kontinuierlichen Herstellung von PBT-Oligomeren weniger effizient, weil große Mengen an unlöslichen Verunreinigungen gebildet werden. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass bei der kontinuierlichen Herstellung von PBT-Oligomeren die organischen Titanverbindungen nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Terephthalsäure im Reaktionssystem reagieren, so dass sie inaktiviert werden und gleichzeitig unlösliche Metallsalze bilden.
  • Dieses Problem der Bildung unlöslicher Verunreinigungen und die Abnahme der Katalysatoraktivität im Veresterungsschritt ist natürlich für die Verkürzung der Reaktionszeit hinderlich und führt gleichzeitig zu weiteren Problemen, wie z.B. stark verminderter Transparenz des Reaktionsprodukts, möglichem Nichterreichen des gewünschten Polymerisationsgrads aufgrund der Abnahme der Reaktivität bei der Polymerisation, reduzierter Formbarkeit des Polymerprodukts aufgrund der unvermeidli chen Gegenwart unlöslicher Verunreinigungen im Polymer, und verminderter Qualität der Formteile aus dem Polymer, insbesondere was deren Zähigkeit anbelangt.
  • Abgesehen von organischen Titanverbindungen offenbart JP-B-53-9796 organische Zinnverbindungen, die als wirksam beschrieben werden. Allerdings stellen die offenbarten Zinnverbindungen ein Problem dar, weil die kontinuierliche Veresterung unter Verwendung derselben langsam ist und die Menge an gebildetem Nebenprodukt zunimmt und weil bei Zusatz einer größeren Menge des Katalysators zur Förderung der Reaktion das Polymerprodukt PBT verfärbt und seine Hitzebeständigkeit verringert ist.
  • JP-A-62-195017 und GB-A-2.184.129 offenbaren die kontinuierliche direkte Polymerisation von 1,4-Butandiol und Terephthalsäure, wobei das Molverhältnis zwischen Diol und Säure nicht unter 2, nämlich 2 bis 3,8, beträgt. Bei diesem Verfahren wird ein Titan- oder Zinnkatalysator verwendet.
  • Die kontinuierliche Veresterung bei hohem Molverhältnis stellt jedoch ein Problem dar, weil es leicht zu Nebenreaktionen sowie zur Einführung von Etherbindungen in die entstehende Molekülkette kommen kann. Deshalb ist ein niedrigstmögliches Molverhältnis wünschenswert, aber bei der offenbarten kontinuierlichen direkten Veresterung ist eine Reduzierung des Molverhältnisses nur schwer möglich.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft das Problem der Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung von qualitativ hochwertigem PBT durch kontinuierliche direkte Veresterung, gefolgt von Polykondensation, wobei es während des gesamten Verfahrens höchstens zu wenigen Nebenreaktionen kommt, sowie der Bereitstellung von PBT von stark verbesserter Qualität.
  • Im Speziellen umfasst das Verfahren zur Herstellung von PBT die kontinuierliche Veresterung einer Terephthalsäure umfassenden, vorzugsweise im Wesentlichen, gegebenenfalls ausschließlich, daraus bestehenden, Dicarbonsäurekomponente mit einer 1,4-Butandiol umfassenden, vorzugsweise im Wesentlichen, gegebenenfalls ausschließlich, daraus bestehenden, Diolkomponente, gefolgt von Polykondensation des erhaltenen Oligomers, und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Veresterung in einem Veresterungsreaktor in Abwesenheit von Polybutylenterephthalat-Polymer, in dem das Molverhältnis P zwischen der Diolkomponente und der Dicarbonsäurekomponente 1,1 bis 1,6 beträgt, sowie in Gegenwart einer Kombination einer organischen Titan- und einer organischen Zinnverbindung durchgeführt wird, für die gilt:
    Menge der organischen Titanverbindung (Mol%) < 0,08 × P – 0,07,
    worin P das Molverhältnis der Diolkomponente zur Dicarbonsäurekomponente ist, und worin die Veresterung von der Polykondensation in einem Polykondensationsreaktor gefolgt wird;
    oder wobei das Verfahren die kontinuierliche Veresterung einer Terephthalsäure umfassenden, vorzugsweise im Wesentlichen, gegebenenfalls ausschließlich, daraus bestehenden, Dicarbonsäurekomponente mit einer 1,4-Butandiol umfassenden, vorzugsweise im Wesentlichen, gegebenenfalls ausschließlich, daraus bestehenden, Diolkomponente, gefolgt von Polykondensation des erhaltenen Oligomers, zur Herstellung von PBT dadurch gekennzeichnet ist, dass die Veresterung in einem Veresterungsreaktor in Abwesenheit von Polybutylenterephthalat-Polymer, in dem das Molverhältnis P der Diolkomponente zur Dicarbonsäurekomponente 1,1 bis 1,6 beträgt, sowie in Gegenwart einer organischen Zinnverbindung, aber im Wesentlichen in Abwesenheit von organischen Titanverbindungen durchgeführt wird, und zwar bis zu einem Veresterungsgrad von nicht weniger als 80 % in einer ersten Veresterungsstufe, wonach in einer zweiten Veresterungsstufe 0,005 bis 0,3 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile an herzustellendem Polybutylenterephthalat, einer organischen Titanverbindung einem zweiten Veresterungsreaktor im Reaktionssystem zugesetzt werden, worauf anschließend die Polykondensation in einem Polykondensationsreaktor folgt.
  • Als zu verwendende organische Titanverbindung wird Tetrabutoxytitan bevorzugt; als zu verwendende organische Zinnverbindungen werden Monoalkylzinnverbindungen und/oder Alkylzinnsäuren bevorzugt. Die zuzusetzende Menge an organischer Zinnverbindung beträgt vorzugsweise 0,02 bis 0,15 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile an herzustellendem PBT. Vorzugsweise wird die Veresterung bei einer Temperatur zwischen 200 und 240 °C und unter einem reduzierten Druck zwischen 100 und 600 mmHg durchgeführt.
  • Das PBT der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass seine Kristallisationstemperatur beim Abkühlen zwischen 170 und 180 °C, die Trübung einer Lösung davon nicht mehr als 20% beträgt und dass, wenn es in einem Spritzgießverfahren zu Formteilen gegossen wird, die kugelförmigen Körnchen, welche die Formteile aufbauen, einen durchschnittlichen Radius von weniger als 4 μm aufweisen. Noch bevorzugter wird PBT nach einem in den Ansprüchen 1 bis 9 beschriebenen Verfahren hergestellt. Weiters stellt die Erfindung aus hierin definiertem PBT geformte PBT-Formteile bereit.
  • Nachstehend werden bevorzugte Ausführungsformen näher beschrieben.
  • Polybutylenterephthalat (PBT), auf das hierin verwiesen wird, beschreibt einen hochmolekularen, thermoplastischen Polyester, der aus einer im Wesentlichen aus Terephthalsäure bestehenden Dicarbonsäure und einer im Wesentlichen aus 1,4-Butandiol bestehenden Glykolkomponente gebildet ist und über Esterbindungen in seiner Hauptkette verfügt. Die Säurekomponente kann andere Comonomere, beispielsweise Isophthalsäure, Orthophthalsäure, Naphthalindicarbonsäure, Oxalsäure, Adipinsäure oder 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, beinhalten; und die Glykolkomponente kann andere Comonomere, beispielsweise Ethylenglykol, Propylenglykol, 1,6-Hexandiol, 1,4-Cyclohexandimethanol, Bisphenol A, Polyethylenglykol, Polypropylenglykol oder Polytetramethylenglykol, beinhalten. Vorzugsweise ist die Menge dieser Comonomere nicht größer als 40 Mol%, bezogen auf Terephthalsäure und 1,4-Butandiol.
  • Das Verhältnis der Glykolkomponente zur Säurekomponente liegt vorzugsweise zwischen 1,1 und 1,6, um die Nebenreaktion der zur Bildung von Tetrahydrofuran (hierin in Folge als THF bezeichnet) führenden Zyklisierung von 1,4-Butandiol zu unterdrücken.
  • Zu den in der vorliegenden Erfindung zu verwendenden organischen Titanverbindungen gehören typischerweise Titanate und deren Kondensate, die wie folgt dargestellt sind: (R1O)nTi(OR2)4–n worin R1 und R2 jeweils einen aliphatischen, alizyklischen oder aromatischen Kohlenwasserstoff mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellen; und n eine Zahl von 0 bis 4 (einschließlich Dezimalzahlen) darstellt.
  • Speziell umfasst dies Methyl-, Tetra-n-propyl-, Tetra-n-butyl-, Tetraisopropyl-, Tetraisobutyl-, Tetra-tert-butyl-, Cyclohexyl-, Phenyl-, Benzyl- und Tolylester und sogar deren gemischte Ester von Titansäure. Davon werden Tetra-n-propyl-, Tetra-n-butyl- und Tetraisopropyltitanate bevorzugt. Eine oder mehrere dieser organischen Titanverbindungen können entweder einzeln oder in Kombination verwendet werden.
  • Die in dieser Erfindung zu verwendende organische Zinnverbindung kann typischerweise wie folgt dargestellt werden:
    Figure 00060001
    worin R eine Alkyl- oder eine Arylgruppe darstellt; X1 bis X4 jeweils unabhängig voneinander eine einwertige Gruppe, einschließlich einer Alkylgruppe, Arylgruppe, Allyl oxygruppe, Cyclohexylgruppe und Hydroxylgruppe, oder ein Halogenatom darstellen und gleich oder unterschiedlich sein können; und X5 ein Schwefel- oder Sauerstoffatom darstellt.
  • Als spezifische Beispiele für die Verbindung seien Dibutylzinnoxid, Methylphenylzinnoxid, Tetraethylzinn, Hexaethyldizinnoxid, Cyclohexahexyldizinnoxid, Didodecylzinnoxid, Triethylzinnhydroxid, Triphenylzinnhydroxid, Trüsobutylzinnacetat, Dibutylzinndiacetat, Diphenylzinndilaurat, Monobutylzinntrichlorid, Dibutylzinndichlorid, Tributylzinnchlorid, Dibutylzinnsulfid und Butylhydroxyzinnoxid erwähnt. Davon werden Monoalkylzinnvervindungen bevorzugt.
  • Ein weiteres Beispiel für die einsetzbare organische Zinnverbindung sind Stannoxane. Bevorzugt werden Alkylzinnsäuren, wie z.B. Methylzinnsäure, Ethylzinnsäure und Butylzinnsäure.
  • Hierin werden eine oder mehrere dieser organischen Zinnverbindungen entweder einzeln oder in Kombination eingesetzt.
  • Die Menge der zuzusetzenden Zinnverbindung beträgt vorzugsweise 0,02 bis 0,15 Gewichtsteile, noch bevorzugter 0,03 bis 0,1 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile des herzustellenden PBT.
  • Werden sowohl der organische Titankatalysator als auch der organische Zinnkatalysator dem Reaktionssystem gleichzeitig in der Anfangsstufe der Reaktion zugesetzt, so muss in Bezug auf die Menge der umzusetzenden Dicarbonsäurekomponente für die Menge der zuzusetzenden organischen Titanverbindung Folgendes gelten, um das Ziel der Erfindung zu erreichen:
    Menge der organischen Titanverbindung (Mol%) < 0,08 × P – 0,07,
    worin P das Molverhältnis der Diolkomponente zur Dicarbonsäurekomponente ist.
  • Überschreitet die Menge der organischen Titanverbindung die festgelegte Bandbreite, so nimmt die Menge an im Polymer ausgebildeten Verunreinigungen stark zu, was zur Nichterreichung des Ziels der Erfindung führen kann. Es ist wünschenswert, eine Menge der organischen Titanverbindung zuzusetzen, die, bezogen auf die umzusetzende Dicarbonsäurekomponente, nicht kleiner als 0,01 Mol-% ist.
  • Das Ziel der Erfindung kann auch durch eine zweistufige Veresterung erreicht werden, wobei die erste Stufe der Veresterung in Gegenwart einer organischen Zinnverbindung, aber im Wesentlichen in Abwesenheit von organischen Titanverbindungen, bis zu einem Veresterungsgrad von nicht weniger als 80% durchgeführt wird, gefolgt von einer zweiten Veresterungsstufe, die in Gegenwart einer nach der ersten Veresterungsstufe zugesetzten organischen Titanverbindung durchgeführt wird.
  • In diesem Fall ist es vorzuziehen, die gesamte notwendige Menge der organischen Zinnverbindung dem Reaktionssystem in der Anfangsphase der ersten Veresterungsstufe zuzusetzen, aber es ist auch möglich, während der Anfangsphase nur einen Teil davon zuzusetzen, während der Rest im Laufe der ersten Veresterungsstufe zugeführt wird. Die erste Veresterungsstufe muss dann im Wesentlichen in Abwesenheit von organischen Titanverbindungen so lange weitergeführt werden, bis ein Veresterungsgrad von 80% oder mehr erreicht ist. In der folgenden, zweiten Veresterungsstufe wird eine organische Titanverbindung zugesetzt, deren Menge 0,005 bis 0,3 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,01 bis 0,1 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile an herzustellendem PBT, beträgt.
  • Obwohl die zur Durchführung der Erfindung zu verwendende Vorrichtung zur kontinuierlichen Veresterung nicht speziell festgelegt ist, wird ein vollständige Durchmischung gewährleistender Veresterungsreaktor bevorzugt.
  • Es ist wünschenswert, dass die Veresterung bei einer Reaktionstemperatur zwischen 180 und 250 °C, vorzugsweise zwischen 200 und 240 °C, und unter einem Druck von nicht mehr als 760 mmHg, vorzugsweise unter einem reduzierten Druck zwischen 100 und 600 mmHg (1 mmHg = 1,33322 × 102 Pa), durchgeführt wird. Um PBT mit verbesserten kristallinen Eigenschaften zu erhalten, wird eine Durchführung der Veresterung bei einer Reaktionstemperatur zwischen 200 und 240 °C und unter einem reduzierten Druck zwischen 100 und 600 mmHg bevorzugt. Ein Umsetzungsgrad zum PBT-Oligomer von nicht unter 97% nach Ende der gesamten Veresterung ist ebenfalls wünschenswert.
  • Bei jener Ausführungsform, welche die Durchführung der ersten Veresterungsstufe im Wesentlichen in Abwesenheit von organischen Titanverbindungen vorsieht, ist es wünschenswert, dass die erste Veresterungsstufe bei einer Reaktionstemperatur zwischen 180 und 240 °C, vorzugsweise zwischen 200 und 230 °C, und unter einem Druck von nicht mehr als 760 mmHg, vorzugsweise unter einem reduzierten Druck zwischen 100 und 600 mmHg, bis zur Erreichung eines Umsetzungsgrads von 80% oder mehr durchgeführt wird (1 mmHg = 1,33322 × 102 Pa). Hierbei ist es ebenfalls wünschenswert, dass die zweite Veresterungsstufe bei einer Reaktionstemperatur zwischen 190 und 250 °C, vorzugsweise zwischen 200 und 240 °C, und unter einem Druck von nicht mehr als 760 mmHg, vorzugsweise unter einem reduzierten Druck zwischen 100 und 550 mmHg, durchgeführt wird. Vorzugsweise beträgt der Veresterungsgrad nach der zweiten Veresterungsstufe 97% oder mehr.
  • Das durch diese kontinuierliche Veresterung gebildete PBT-Oligomer wird daraufhin einer Polykondensation unterzogen, die nicht speziell definiert ist. Alle üblichen, sowohl diskontinuierlichen als auch kontinuierlichen, allgemein bei der üblichen Herstellung von PBT anwendbaren Polymerisationsbedingungen können direkt auf die Polymerisationsstufe angewandt werden. So beträgt beispielsweise die bevorzugte Reaktionstemperatur zwischen 230 und 260 °C, noch bevorzugter zwischen 240 und 255 °C.
  • Wird PBT nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt, können ein oder mehrere herkömmliche Additive, unter anderem Ultraviolettabsorber, Thermostabilisatoren, Schmiermittel, Formtrennmittel, Farbstoffe, Pigmente und weitere Färbemittel, innerhalb von Bereichen, die das Ziel der Erfindung nicht beeinträchtigen, zugesetzt werden. Bevorzugt wird hier der Zusatz von Phosphorverbindungen, wie z.B. Phosphorsäure, phosphorige Säure, hypophosphorige Säure, Pyrophosphorsäure, Phosphorsäuretriamid, Monoammoniumphosphat, Trimethylphosphat, Dimethylphosphat, Diphenylphosphat, Triphenylphosphat, Diphenylphosphit, Triphenylphosphit und Dimethylphenylphosphonat, da diese die Färbung des Polymers deutlich verbessern.
  • Nach dem Verfahren der Erfindung hergestelltes PBT weist eine bessere Steifheit des Harzes auf als das durch andere, herkömmliche Verfahren hergestellte PBT. Im Besonderen liegt die Kristallisationstemperatur des durch die Erfindung hergestellten PBT beim Abkühlen zwischen 170 und 180 °C, gemessen mit einem Differentialscanningkalorimeter (DSC), und die Trübung einer Lösung davon beträgt nicht mehr als 20%, vorzugsweise nicht mehr als 15%. Obwohl auch herkömmliche PBTs diese Werte aufweisen können, übertrifft PBT der Erfindung herkömmliches PBT insofern, dass, wenn es in einem Spritzgießverfahren zu Formteilen gegossen wird, die kugelförmigen Körnchen, welche die Formteile aufbauen, einen durchschnittlichen Radius von nicht mehr als 4 μm aufweisen, was kleiner ist als jener der kugelförmigen Körnchen, aus denen aus herkömmlichem PBT hergestellte Formteile bestehen.
  • Formteile, die aus Kügelchen mit so kleinem Radius bestehen, haben den Vorteil, im Gegensatz zu den herkömmlich hergestellten äußerst widerstandsfähig zu sein, insbesondere was die Beständigkeit bei langer Lagerung unter Wärmeeinwirkung betrifft. Aus kleinen Kügelchen bestehende Formteile können durch Zusatz eines Keimbildners erhalten werden. Dies ist jedoch insofern problematisch, als sich die Steifheit der Formteile verringert und sich bei langer Lagerung weitere Eigenschaften verschlechtern. Gemäß der Erfindung hergestelltes PBT führt zu keinem dieser Proble me und eignet sich für verschiedenste Kfz-Bauteile sowie für elektrische und elektronische Bauteile.
  • Die physikalischen Daten des das hierin beschriebenen PBT werden gemäß den unten angeführten Verfahren gemessen.
  • Kristallisationstemperatur beim Abkühlen
  • Eine Polymerprobe wird bei 250 °C geschmolzen und mit einer Rate von 10 °C/min abgekühlt, wobei die Kristallisationstemperatur (Tc) beim Abkühlen der Probe mit einem Differentialscanningkalorimeter (DSC) gemessen wird.
  • Lösungstrübung
  • 5,4 g einer Polymerprobe werden unter Wärmeeinwirkung in 40 ml eines Lösungsmittelgemischs aus Phenol und Tetrachlorethan (60:40, Gew.-%) gelöst, woraufhin die erhaltene Lösung in eine 30-mm-Küvette gefüllt wird, durch welche die Trübung der Lösung mit Hilfe eines Integral-Trübungsmessgeräts (hergestellt von Nippon Seimitsu Kogaku KK) gemessen wird. Wird bei einem Polymer ein höherer Wert gemessen, so beinhaltet es eine größere Menge an Verunreinigungen.
  • Durchschnittlicher Radius von kugelförmigen Körnchen, die durch Spritzguss geformte Formteile aufbauen
  • Eine Polymerprobe wird unter Verwendung einer Schnecken-Spritzgussmaschine zu einem Probekörper in Form eines Normalstabs 1 gemäß ASTM geformt. Die Temperatur des Spritzgehäuses beträgt 250 °C, die Gussformtemperatur 40 °C, und der Spritzzyklus beträgt 25 Sekunden. 8 Proben werden aus ein und demselben Probekörper gezogen und unter einem Elektronenmikroskop fotografiert. Anhand der mi kroskopischen Aufnahmen wird die durchschnittliche Größe der Kügelchen des Probekörpers bestimmt.
  • BEISPIELE
  • Nun werden Ausführungsformen der Erfindung anhand folgender Beispiele spezifisch beschrieben.
  • Der Umsetzungsgrad zum Oligomer eines jeden Beispiels wurde gemäß folgender Gleichung basierend auf der Säure- und der Verseifungszahl des Reaktionsprodukts ermittelt.
    Umsetzungsgrad = {(Verseifungszahl – Säurezahl)/Verseifungszahl} × 100 (%)
  • Säurezahl
  • Das Reaktionsprodukt wird in o-Kresol/Chloroform als Lösungsmittel gelöst und mit ethylalkoholischem Kaliumhydroxid titriert, um seine Säurezahl zu bestimmen.
  • Verseifungszahl
  • Das Reaktionsprodukt wird mit einer Base hydrolysiert und mit einer Säure rücktitriert, um die Verseifungszahl zu bestimmen.
  • Die Menge des Nebenprodukts Tetrahydrofuran (THF) wurde durch Gaschromatographie bestimmt.
  • Beispiele 1 bis 3
  • Einem ersten, vollständige Durchmischung gewährleistenden Veresterungsreaktor, der zuvor mit einem einen Umsetzungsgrad von 90% aufweisenden PBT-Oligomer befüllt worden war, wurde kontinuierlich eine Aufschlämmung von Terephthalsäure und 1,4-Butandiol in dem in Tabelle 1 beschriebenen Molverhältnis P von 1,4-Butandiol zu Terephthalsäure zugeführt. Butylhydroxyzinnoxid und Tetrabutoxytitanat wurden gleichzeitig zugesetzt, wobei die Menge des Ersteren in Gew.-%, bezogen auf das herzustellende Polymer PBT, wie in Tabelle 1 beschrieben ist und die Menge des Letzteren in Gew.-%, bezogen auf das herzustellende Polymer PBT, und in Mol-%, bezogen auf die Terephthalsäure, wie in Tabelle 1 beschrieben ist.
  • Der erste Veresterungsreaktor wurde bei einer Temperatur von 200 °C und unter einem Druck von 500 mmHg gehalten. Betrug das Molverhältnis jedoch 1,4, wurde der Druck bei 400 mmHg gehalten, und betrug das Molverhältnis 1,2, wurde der Druck bei 300 mmHg gehalten. Das PBT-Oligomer wurde kontinuierlich aus dem ersten Veresterungsreaktor abgezogen und einem zweiten, vollständige Durchmischung gewährleistenden Veresterungsreaktor, der zuvor mit einem einen Umsetzungsgrad von 98% aufweisenden PBT-Oligomer beschickt worden war, zugeführt.
  • Der zweite Veresterungsreaktor wurde bei einer Reaktionstemperatur von 230 °C und unter einem Druck von 300 mmHg gehalten. Betrug das Molverhältnis jedoch 1,2, so wurde der Druck bei 200 mmHg gehalten. Das PBT-Oligomer im Zweiten Veresterungsreaktor wurde aus diesem kontinuierlich abgezogen und zu Flocken zermahlen.
  • Die Zufuhrrate der Aufschlämmung sowie die Abzugsrate das Oligomers wurden so gesteuert, dass die Verweilzeit im ersten Veresterungsreaktor 240 Minuten und jene im zweiten Veresterungsreaktor 60 Minuten betrug. Nach 18 Stunden, während der die Reaktion einen stationären Zustand erreicht hatte, wurden aus dem Oligomer destillat 6 Stunden lang Proben gezogen, und der Umsetzungsgrad der Proben sowie die Menge des Nebenprodukts Tetrahydrofuran in den Proben wurden gemessen.
  • Dem aus dem zweiten Veresterungsreaktor abgezogenen Oligomer wurden 0,03 Gew.-%, bezogen auf das herzustellende Polymer, Tetrabutoxytitanat zugesetzt, woraufhin das Oligomer 3 Stunden lang diskontinuierlicher Polykondensation bei 250 °C und unter einem reduzierten Druck von nicht mehr als 1 mmHg unterzogen wurde, um PBT-Polymer zu erhalten. Die Trübung der Lösung des so erhaltenen PBT-Polymers wurde gemessen. Die Daten sind in Tabelle 1 angeführt.
  • Vergleichsbeispiele 1 bis 3
  • Das in Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass die Menge an im Veresterungsschritt zugesetztem Tetrabutoxytitanat wie in Tabelle 1 angegeben variiert wurde. Die dabei erhaltenen Daten sind in Tabelle 1 angeführt.
  • Vergleichsbeispiele 4 und 5
  • Das in Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass das Molverhältnis P von 1,4-Butandiol zu Terephthalsäure sowie die Mengen an zugesetztem Butylhydroxyzinnoxid und Tetrabutoxytitanat wie in Tabelle 1 angegeben variiert wurden. In Vergleichsbeispiel 4 wurde der erste Veresterungsreaktor auf 210°C gehalten, und die Verweilzeit darin betrug 120 Minuten. Die erhaltenen Daten sind in Tabelle 1 angeführt.
  • Figure 00150001
  • Die Kristallisationstemperatur beim Abkühlen (Tc) und die Grenzviskosität der in den Beispielen 1 bis 3 und in den Vergleichsbeispielen 1 bis 5 erhaltenen Polymere wurden gemessen. Um die Grenzviskosität zu bestimmen, wurden jede Polymerprobe in p-Chlorphenol gelöst und ihre Viskosität bei 25 °C gemessen.
  • Unter Verwendung einer Schneckenspritzgussmaschine wurde jedes Polymer zu einem Probekörper in Form eines Normalstabs 1 gemäß ASTM geformt. Die Temperatur des Spritzgehäuses betrug 250 °C, die Gussformtemperatur 40 °C, und der Formzyklus dauerte 25 Sekunden. Anhand der Bilder aus dem Elektronenmikroskop wurde die durchschnittliche Größe der kugelförmigen Körnchen, aus denen die Probekörper der Formteile bestanden, bestimmt. Gemäß ASTM D638 wurden die Streckgrenze und die Bruchdehnung dieser Probekörper gemessen. Die Probekörper wurden dann 100 Stunden lang einer Trockenwärmebehandlung bei 150°C in einem Heissluftofen und einer 500-stündigen Nasswärmebehandlung bei 80 °C und 95% r.L. in einem Thermo-Hygrostaten unterzogen, und ihre Streckgrenze und Bruchdehnung wurden ebenfalls wie oben beschrieben gemessen.
  • Durch herkömmliche Veresterung, gefolgt von diskontinuierlicher Polykondensation hergestelltes PBT (Torays Toraycon, mit einer Lösungstrübung von 8%) (Vergleichsbeispiel 6) wurde ebenfalls getestet und auf die oben beschriebene Weise bewertet. Die erhaltenen Daten sind in Tabelle 2 angeführt.
  • Figure 00170001
  • Wie an oben beschriebenen Ergebnissen zu erkennen ist, wiesen die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten PBT-Polymere bei der Trübung der Lösung einen niedrigen Wert auf und enthielten eine deutlich verringerte Menge an durch die als Katalysatoren verwendeten Verbindungen verursachten Verunreinigungen. Zusätzlich wurde nur eine geringe Menge an während der Veresterung gebildetem Nebenprodukt THF festgestellt, und die Kristallisationstemperatur der Polymere war hoch. Weiters wiesen die kugelförmigen Körnchen, welche die Formteile aufbauen, einen kleinen mittleren Radius auf, und die Formteile wiesen hohe Widerstandsfähigkeit auf.
  • Im Gegensatz dazu zeigte sich bei den Polymeren der Vergleichsbeispiele 1 bis 3, bei denen in der Veresterungsstufe eine zu große Menge des Titankatalysators zugesetzt wurde, ein hoher Wert für die Lösungstrübung, eine große Menge an enthaltenen Verunreinigungen sowie geringe Widerstandsfähigkeit. Das Polymer aus Vergleichsbeispiel 4, in dem das Molverhältnis P von 1,4-Butandiol zu Terephthalsäure die hierin definierte Bandbreite überschritt, bildete eine große Menge des während der Veresterung entstehenden Nebenprodukts THF, und die Kügelchen, welche die aus dem Polymer gegossenen Formteile aufbauen, wiesen einen großen mittleren Radius auf. Die Widerstandsfähigkeit der aus dem Polymer des Vergleichsbeispiels 4 geformten Formteile war insbesondere nach Trockenwärme- und nach Nasswärmebehandlung niedrig. Das Polymer aus Vergleichsbeispiel 5, bei dem in der Veresterungsstufe kein Katalysator eingesetzt wurde, wies aufgrund unzureichender Veresterung einen hohen Lösungstrübungswert auf. Zusätzlich war seine Widerstandsfähigkeit gering. Beim herkömmlichen PBT aus Vergleichsbeispiel 6, das durch konventionelle Veresterung, gefolgt von diskontinuierlicher Polykondensation hergestellt wurde, wiesen die Kügelchen, welche die daraus geformten Formteile aufbauen, eine hohen mittleren Radius auf, und das Polymer war dem der Erfindung insofern unterlegen, als die Widerstandsfähigkeit der daraus geformten Formteile insbesondere nach Trockenwärme- und nach Nasswärmebehandlung gering war.
  • Beispiel 4
  • Einem ersten Veresterungsreaktor, der zuvor mit einen Umsetzungsgrad von 90% aufweisendem PBT-Oligomer befüllt worden war, wurde kontinuierlich eine Aufschlämmung von Terephthalsäure und 1,4-Butandiol in einem Molverhältnis P von 1,4 zwischen 1,4-Butandiol und Terephthalsäure zugeführt. Gleichzeitig wurden dem Reaktor kontinuierlich 0,04 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile an herzustellendem PBT, Butylhydroxyzinnoxid zugeführt. Die Reaktionstemperatur im Reaktor wurde bei 220 °C und der Druck darin bei 300 mmHg gehalten.
  • Das PBT-Oligomer wurde aus dem ersten Veresterungsreaktor kontinuierlich abgezogen und anschließend einem zweiten, mit einen Umsetzungsgrad von 98% aufweisendem PBT-Oligomer befüllten Veresterungsreaktor zugeführt. Dem zweiten Veresterungsreaktor, der bei einer Reaktionstemperatur von 230 °C und unter einem Druck von 200 mmHg gehalten wurde, wurden 0,08 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile an herzustellendem PBT, Tetrabutoxytitanat zugeführt. Das PBT-Oligomer im zweiten Veresterungsreaktor wurde daraus kontinuierlich abgezogen und zu Plättchen zermahlen.
  • Die Zufuhrrate der Aufschlämmung sowie die Abzugsrate das Oligomers wurden so gesteuert, dass die Verweilzeit im ersten Veresterungsreaktor 120 Minuten und jene im zweiten Veresterungsreaktor 90 Minuten betrug.
  • Nach 8 Stunden, während der die Reaktion einen stationären Zustand erreicht hatte, wurden aus dem Oligomerdestillat 6 Stunden lang Proben gezogen, und der Umsetzungsgrad der Probe sowie die Menge des Nebenprodukts Tetrahydrofuran in der Probe wurden gemessen. Der Umsetzungsgrad im ersten Veresterungsreaktor betrug 85%, jener im zweiten Veresterungsreaktor 99%, und die Menge des Nebenprodukts THF belief sich auf 25 g pro kg an gebildetem Oligomer.
  • Dem aus dem zweiten Veresterungsreaktor abgezogenen Oligomer wurden 0,03 Gew.-%, bezogen auf das herzustellende Polymer, Tetrabutoxytitanat zugesetzt, woraufhin das Oligomer 3 Stunden lang diskontinuierlicher Polykondensation bei 250 °C und unter einem reduzierten Druck von nicht mehr als als 1 mmHg unterzogen wurde, um PBT-Polymer zu erhalten. Die Messung der Lösungstrübung des so erhaltenen Polymers ergab 6%.
  • Vergleichsbeispiel 7
  • Das Verfahren der kontinuierlichen Veresterung, gefolgt von diskontinuierlicher Polykondensation gemäß Beispiel 4 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass 0,03 Gewichtsteile, bezogen auf das herzustellende PBT, an Tetrabutoxytitanat anstelle von Butylhydroxyzinnoxid dem ersten Veresterungsreaktor zugeführt wurde. In diesem Fall betrug der Umsetzungsgrad im ersten Veresterungsreaktor 88%, jener im zweiten Veresterungsreaktor 97%, die Menge des Nebenprodukts THF belief sich auf 35 g pro kg an gebildetem Oligomer, und die Polymerlösung wies eine hohe Trübung von 53% auf.
  • Vergleichsbeispiel 8
  • Das Verfahren der kontinuierlichen Veresterung, gefolgt von diskontinuierlicher Polykondensation gemäß Beispiel 4 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass Tetrabutoxytitanat gemeinsam mit Butylhydroxyzinnoxid dem ersten Veresterungsreaktor, nicht jedoch dem zweiten Veresterungsreaktor zugeführt wurde. In diesem Fall betrug der Umsetzungsgrad im ersten Veresterungsreaktor 79%, jener im zweiten Veresterungsreaktor 98%, die Menge des Nebenprodukts THF belief sich auf 33 g pro kg an gebildetem Oligomer, und die Polymerlösung wies eine hohe Trübung von 28% auf.
  • Vergleichsbeispiel 9
  • Das Verfahren der kontinuierlichen Veresterung, gefolgt von diskontinuierlicher Polykondensation gemäß Beispiel 4 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass die Menge des dem ersten Veresterungsreaktor zugeführten Butylhydroxyzinnoxids 0,20 Gewichtsteile, bezogen auf das herzustellende PBT, betrug und dass kein Tetrabutoxytitanat dem zweiten Veresterungsreaktor zugeführt wurde. In diesem Fall betrug der Umsetzungsgrad im ersten Veresterungsreaktor 85%, jener im zweiten Veresterungsreaktor 96%, die Menge des Nebenprodukts THF belief sich auf 32 g pro kg an gebildetem Oligomer, und die Polymerlösung wies eine Trübung von 25% auf.
  • Vergleichsbeispiel 10
  • Das Verfahren der kontinuierlichen Veresterung, gefolgt von diskontinuierlicher Polykondensation gemäß Beispiel 4 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass sich die Verweilzeit im ersten Veresterungsreaktor auf 90 Minuten und jene im zweiten Veresterungsreaktor auf 120 Minuten belief. In diesem Fall betrug der Umsetzungsgrad im ersten Veresterungsreaktor nur 75%, jener im zweiten Veresterungsreaktor 96%, die Menge des Nebenprodukts THF belief sich auf 40 g pro kg an gebildetem Oligomer, und die Polymerlösung wies eine hohe Trübung von 23% auf.

Claims (9)

  1. Verfahren zur Herstellung von Polybutylenterephthalat, umfassend die kontinuierliche Veresterung einer Terephthalsäure umfassenden Dicarbonsäurekomponente mit einer 1,4-Butandiol umfassenden Diolkomponente, gefolgt von der Polykondensation des resultierenden Oligomers, worin die Veresterung in einem Veresterungsreaktor in Abwesenheit von Polybutylenterephthalat-Polymer, in dem das Molverhältnis P zwischen der Diolkomponente und der Dicarbonsäurekomponente 1,1 bis 1,6 beträgt, sowie in Gegenwart einer Kombination einer organischen Titanverbindung und einer organischen Zinnverbindung durchgeführt wird, für welche gilt: Menge der organischen Titanverbindung (Mol.-%) < 0,08 × P – 0,07 worin P = das Molverhältnis zwischen der Diolkomponente und der Dicarbonsäurekomponente ist, und worin die Veresterung von Polykondensation in einem Polykondensationsreaktor gefolgt wird.
  2. Verfahren zur Herstellung von Polybutylenterephthalat, umfassend die kontinuierliche Veresterung einer Terephthalsäure umfassenden Dicarbonsäurekomponente mit einer 1,4-Butandiol umfassenden Diolkomponente, gefolgt von der Polykondensation des resultierenden Oligomers, worin die Veresterung zuerst in einem ersten Veresterungsreaktor in Abwesenheit von Polybutylenterephthalat-Polymer, in dem das Molverhältnis P zwischen der Diolkomponente und der Dicarbonsäurekomponente 1,1 bis 1,6 beträgt, sowie in Gegenwart einer organischen Zinnverbindung, aber im Wesentlichen in Abwesenheit von organischen Titanverbindungen durchgeführt wird, und zwar bis zu einem Veresterungsgrad von nicht weniger als 80 % in einer ersten Veresterungsphase, wonach in einer zweiten Veresterungsphase 0,005 bis 0,3 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile herzustellenden Polybutylenterephthalats, einer organischen Titanverbindung zu einem zweiten Veresterungsre aktor im Reaktionssystem zugesetzt werden, worauf dann die Polykondensation in einem Polykondensationsreaktor folgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, worin die organische Titanverbindung Tetrabutoxytitan ist.
  4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die organische Zinnverbindung aus Monoalkylzinnverbindungen und/oder Alkylzinnsäuren ausgewählt ist.
  5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die zugesetzte Menge der organischen Zinnverbindung 0,02 bis 0,15 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile herzustellenden Polybutylenterephthalats, beträgt.
  6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Veresterung bei einer Temperatur zwischen 180 und 250 °C und unter einem reduzierten Druck von nicht mehr als 760 mmHg durchgeführt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, worin die Veresterung bei einer Temperatur zwischen 200 und 240 °C und unter einem reduzierten Druck zwischen 100 und 600 mmHg durchgeführt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 2, worin die erste Veresterungsphase bei einer Temperatur zwischen 180 und 240 °C und unter einem Druck von nicht mehr als 760 mmHg und die zweite Veresterungsphase bei einer Temperatur zwischen 190 und 250 °C und unter einem Druck von nicht mehr als 760 mmHg durchgeführt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, worin die erste Veresterungsphase bei einer Temperatur zwischen 200 und 230 °C und unter einem Druck zwischen 100 und 600 mmHg und die zweite Veresterungsphase bei einer Temperatur zwischen 200 und 240 °C und unter einem Druck zwischen 100 und 550 mmHg durchgeführt wird.
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