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EINSCHLÄGIGE ANMELDUNGEN
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Diese
Anmeldung ist eine Teilfortführungsanmeldung
zu der derzeit anhängigen
US-Anmeldung mit der Seriennummer 08/851,680, die von demselben
Erfinder am 6. Mai 1997 hinterlegt wurde.
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GRUNDLAGEN
DER ERFINDUNG
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ANWENDUNGSGEBIET
DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft das Gebiet des Bergbaus im allgemeinen und eine
neuartige Vorrichtung und ein Verfahren zum Abbau im Strebbau von schlämmbaren
oberflächlichen
Erzlagerstätten
mit einer Deckschicht aus Erde im besonderen.
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STAND DER
TECHNIK
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Tagebau
wird und wurde schon früher
dazu verwendet, unter einer Deckschicht liegendes, mineralisches
Schichtgestein bis in wirtschaftliche Tiefen abzubauen. Untertagebau
wird herkömmlicherweise dann
eingesetzt, wenn die Deckschichtstärken über denen liegen, die in wirtschaftlicher
Weise durch Tagebau abbaubar sind, oder wenn eine größere Oberflächenzerstörung nicht
akzeptabel ist.
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Auf
bekannte Erfindungen wurden Patente über den Abbau im Strebbauverfahren
von Vorräten unter
Verwendung von Zutrittsgräben
erteilt, bei denen die Deckschicht trag fähig genug ist, um die Strebbau-Schräm- und Fördervorrichtung
zu überbrücken, und
bei denen die Bodenflöze
tragfähig
genug sind, um den Abbaubelastungen standzuhalten. (Siehe Simpson,
US-Patent Nr. 4,017,122.) Weicher, plastischer, flüssiger,
lockerer, instabiler, tonhaltiger, sandiger Boden, Grund oder ähnliche
(erdige) Bodenbedingungen, die oft beim Abbau von oberflächlichen
Erzlagerstätten
angetroffen werden, sind bei Simpson nicht berücksichtigt. Aufgrund der Erdbeschaffenheit
kann die Grubendecke vor den Schildabstützungen einstürzen, oder
der Boden kann sich hinter dem Strebförderer vor den Schildpontons heben.
Dies führt
zu Sicherheitsrisiken, Erzverdünnung
und teuren Überwachungsanlagen.
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Die
vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Abbau von schlämmbaren
Erzvorräten, bei
denen die Deckschicht aus Erde besteht. Die Sohlenbeschaffenheit
ist ebenfalls reduziert, was von geringerer Bedeutung ist.
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Die
Anpassung einer Strebbauvorrichtung und eines Verfahrens zur Gewinnung
von Erz aus schlämmbaren
Lagerstätten
mit einer Deckschicht aus Erde ist in der
DE 23 07 413 (Rheinstahl AG) beschrieben.
Dieses bekannte deutsche Patent beschreibt eine einzelschildförmige Struktur
mit einem kanalförmigen
Profil, das zum Abbaustoß der
Grube hin offen ist. Die Struktur trägt hydraulische Hochdruckdüsen, die
zum Abbaustoß hin
herausstehen. Die Struktur kann zum Abbaustoß vorrücken und ist nach hinten abgesenkt,
damit der Hangendbruch darauf abgleiten kann. Bei dem Ausdruck "Softwall" handelt es sich
um einen neuen Begriff, der auf diese Art des Abbaus anwendbar ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist eine Vorrichtung zum Abbau von Mineralien vorgesehen, die
ein lasttragendes Gehäuse
umfaßt,
das im wesentlichen parallele horizontale Deck- und Bodenplatten
aufweist, die fest miteinander verbunden sind, so daß ein horizontales
Gehäuse
gebildet ist; die eine bewegliche Kammer umfaßt, die im wesentlichen parallele,
horizontale obere und untere Abschnitte aufweist, die fest miteinander
verbunden sind, so daß eine
horizontale Rinnenwaschkammer mit Vorderkanten gebildet ist, die
geeignet sind, in ein Flöz
aus Erz einzudringen, wobei die Kammer teleskopisch mit dem Gehäuse verbunden
ist und Vorrichtungen zum Abbau von Erz enthält; und die Vorrichtungen zum
Ausfahren und Einfahren der Kammer relativ zu dem Gehäuse umfaßt.
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Die
bewegliche Kammer kann eine Schnecke enthalten, um den Abtransport
von Erz aus der Vorrichtung zu beschleunigen.
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Gemäß einem
zweiten Merkmal der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum
Abbau von Mineralien aus einem unter einer Deckschicht aus Erde
liegenden Flöz
aus schlämmbarem
Erz vorgesehen mit den folgenden Verfahrensschritten:
- a) Ausbilden eines langgestreckten ersten Grabens einer ersten
vorgegebenen Breite bis zu einer Tiefe, die im wesentlichen gleich
der Sohle des Flözes
ist;
- b) Ausbilden eines zweiten langgestreckten Grabens einer zweiten
vorgegebenen Breite, der mit einem Ende an ein Ende des ersten Grabens
angrenzt, so daß ein
Softwall-Abbaustoß gebildet ist;
- c) Anordnen einer Vielzahl von Softwall-Abbauvorrichtungen,
die an einem Abbaustoß des
Flözes
in dem zweiten Graben anliegen, wobei jede Vorrichtung ein lasttragendes
Gehäuse
umfaßt, das
im wesentlichen parallele, horizontale Deck- und Bodenplatten aufweist,
die fest miteinander verbunden sind, so daß ein horizontales Gehäuse gebildet
ist; gekennzeichnet durch eine bewegliche Kammer, die im wesentlichen
parallele, horizontale obere und untere Abschnitte aufweist, die fest
miteinander verbunden sind, so daß eine horizontale Rinnenwaschkammer
mit Vorderkanten gebildet ist, die geeignet sind, in ein Flöz aus Erz einzudringen,
wobei die Kammer teleskopisch mit dem Gehäuse verbunden ist und Vorrichtungen zum
Abbau von Erz enthält;
und Vorrichtungen zum Ausfahren und Einfahren der Kammer relativ zu
dem Gehäuse;
und
- d) Vorwärtsbewegen
der Softwall-Abbauvorrichtungen in eine im wesentlichen senkrecht
zu dem zweiten Graben verlaufende Richtung, um das Flöz dadurch
abzubauen, daß die
Kammern benachbarter Vorrichtungen nacheinander vorwärtsbewegt
werden.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
erfolgt der Abbau dadurch, daß mehrere
Gruppen der Softwall-Abbauvorrichtungen in unterschiedlichen Höhen in dem
Flöz wie
folgt positioniert sind:
- i. Anordnen einer
ersten Gruppe von Softwall-Abbauvorrichtungen zum Ausschlämmen von
Erz von einer Oberseite des Flözes
bis zu einer Basis der ersten Gruppe der Softwall-Abbauvorrichtungen;
- ii. Anordnen einer zweiten Gruppe von Softwall-Abbauvorrichtungen
zum Ausschlämmen von
Erz von der Basis der ersten Gruppe von Softwall-Abbauvorrichtungen bis zu einer Basis
der zweiten Gruppe von Softwall-Abbauvorrichtungen; und
- iii. Anordnen einer zusätzlichen
Gruppe von Softwall-Abbauvorrichtungen zum Ausschlämmen von
Erz von einer Basis einer unmittelbar höheren Gruppe von Softwall-Abbauvorrichtungen
zu einer Basis eines vorhergehenden Arbeitsganges, bis die Erzader
in einem vorgegebenen Maße
abgebaut ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft insbesondere den Abbau einer Phosphat-Matrix.
Eine Vielzahl von langgestreckten, im wesentlichen parallelen Hauptgräben erstreckt
sich über
die gesamte Länge des
abzubauenden Gebietes. Die Gräben
sind in einem Nennabstand von 304,8 Metern (1.000 Fuß) voneinander
angeordnet. Die im wesentlichen senkrecht zu den Hauptfeldgräben verlaufenden
Kopfgräben
werden zum Positionieren und Entfernen der Abbauvorrichtung ausgehoben.
Die Gräben
werden dadurch gebildet, daß das
Deckschichtmaterial bis zur Oberfläche der Erzlagerstätte ausgehoben
wird. Die Erzlagerstätte
in dem Graben wird separat abgebaut und vorteilhaft wieder hereingebracht.
Die Böschungen
der Grabenseitenwand sind so steil, wie es geologisch zweckmäßig und
sicher ist, um den Aushub zu minimieren.
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Nach
dem Ausheben eines Kopfgrabens bleibt ein freigelegter Streb zurück. Die
Softwall-Abbauvorrichtung wird im Kopfgraben installiert. Sodann
wird das Phosphat abgebaut, beispielsweise durch Aufschlämmen des
Erzes, während
sich die Abbauvorrichtung in eine Richtung bewegt, die im wesentlichen
parallel zu den Hauptfeldgräben
verläuft.
Das aufgeschlämmte
Erz fließt
in die Hauptfeldgräben,
von wo aus es zur Verarbeitung an die Oberfläche befördert wird.
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Die
Softwall-Abbauvorrichtung umfaßt
ein äußeres Gehäuse, um
die Belastungen durch die Deckschicht aufzufangen. Die Vorwärtsbewegung wird
dadurch erzeugt, daß ein
Schrämkopf
in die Erzlagerstätte
hinein ausgefahren wird und der Kopf in der Weise wieder eingefahren
wird, daß das äußere Gehäuse nach
vorn gezogen wird.
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Die
nicht abgestützte
Deckschicht hinter dem äußeren Gehäuse füllt den
Hohlraum auf. Soll eine Hinterfüllung
erfolgen, so wird Material durch das äußere Gehäuse hindurch eingespritzt.
Der Betrieb der Softwall-Vorrichtung und das Hinterfüllen erfolgen
automatisch von Steuerungen im Graben oder auf der Oberfläche aus.
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Wenn
die Softwall-Abbauvorrichtung um eine vorgegebene Distanz zum nächsten Kopfgraben vorgerückt ist,
wird die Vorrichtung entfernt und zum Abbau von weiterem Erz in
einem anderen Kopfgraben positioniert. Gräben, die nicht zur weiteren
Verwendung vorgesehen sind, werden wieder kulturfähig gemacht.
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Alternativ
kann die Vorrichtung wieder am Ausgangskopfgraben eingesetzt werden
und wieder in der entgegengesetzten Richtung vorrücken, um die
nächsttiefere
Sohle des Erzflözes
abzubauen.
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Eine
weitere Alternative würde
darin bestehen, in einem Flöz,
das mächtiger
ist, als von einer Gruppe von Vorrichtungen abgebaut werden kann, mehrere
Gruppen von Softwall-Abbauvorrichtungen einzusetzen. Die oberste
Sohle wird zuerst abgebaut. Angrenzende tiefere Sohlen werden mit
vorgegebenen horizontalen Trennabständen zwischen den Gruppen von
Vorrichtungen abgebaut.
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Wenn
das Erz abrutschen kann, besteht eine weitere Alternative darin,
die Softwall-Abbauvorrichtung an oder nahe der Sohle des Erzflözes zu positionieren.
Mit oder ohne Einspritzen von Flüssigkeiten nach
vorn in die Erzader rutscht das aufgeschlämmte Erz in die Softwall-Abbauvorrichtung
ab und fließt
zu den Hauptfeldgräben.
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Anstelle
von parallelen Hauptfeldgräben
und einem gemeinsamen Kopfgraben kann ein einziger Hauptgraben mit
einem T-förmig
ausgebildeten Kopfgraben verwendet werden. In jeden Kopfgraben-Abschnitt
des "T" wird eine Gruppe
von Softwall-Abbauvorrichtungen positioniert, wobei das aufgeschlämmte Erz
dem Hauptfeldgraben zugeführt
wird.
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Die
Vorrichtung kann auch in spiralförmiger Weise
arbeiten und dabei den Hauptfeldgräben folgen, die so angelegt
sind, daß sie
in einem kontinuierlichen Muster spiralförmig durch den Erzvorrat verlaufen.
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Es
wird davon ausgegangen, daß die
Softwall-Abbauvorrichtung der vorliegenden Erfindung neben den oben
beschriebenen Aufgaben und Vorteilen auch
- a.
eine wirtschaftlichere Vorrichtung zum Abbau von schlämmbaren
Erzen schafft;
- b. eine Vorrichtung zum Entfernen von Erzen im Strebbauverfahren
unter einer Deckschicht aus Erde schafft;
- c. eine Vorrichtung für
den Strebbau schafft, ohne daß es
erforderlich wäre,
das Baufeld zu erschließen
und schachtaufwärts
das Hangende abzustützen;
- d. eine alternative Vorrichtung zum Abbau von klebrigem Tonerz
schafft; und
- e. eine Vorrichtung zum Abbau von Material schafft, dessen Zustand
zwischen der festen und der flüssigen
Phase schwankt, ohne daß die
Phase besonders beachtet werden müßte.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt eine isometrische
Ansicht einer erfindungsgemäßen Softwall-Abbauvorrichtung.
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2 zeigt einen Grundriß oder eine
Draufsicht auf die Softwall-Abbauvorrichtung gemäß der Erfindung.
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3 zeigt eine Seitenansicht
der Softwall-Abbauvorrichtung
gemäß den 1 und 2.
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4 zeigt eine Seitenansicht
des Schrämkopfes
der Abbaurinnenwaschkammer.
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4A zeigt eine vergrößerte Darstellung des
oberen Teiles des in 4 gezeigten
Schrämkopfes.
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4B zeigt eine vergrößerte Darstellung des
unteren Teiles des in 4 gezeigten
Schrämkopfes.
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5 zeigt eine Vielzahl von
erfindungsgemäßen Softwall-Abbauvorrichtungen,
die durch ein Spannseil verbunden sind.
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6, 7 und 8 zeigen
den kombinierten Einsatz einer Vielzahl von zusammenwirkenden Softwall-Abbauvorrichtungen.
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9 zeigt den Einsatz der
erfindungsgemäßen Softwall-Abbauvorrichtung
in einem Erzkörper,
dessen Mächtigkeit
die Höhe
der Vorrichtung übersteigt.
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10 zeigt den Einsatz einer
Vielzahl der erfindungsgemäßen Softwall-Abbauvorrichtungen bei
zwei parallelen Hauptgräben
und einem senkrechten Kopfgraben.
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11 zeigt eine Vielzahl von
Softwall-Abbauvorrichtungen,
die in einer alternativen T-förmigen
Grabenkonfiguration eingesetzt werden.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
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Eine
beispielhafte Ausführungsform
der Softwall-Abbauvorrichtung gemäß der Erfindung ist in den 1 bis 4 gezeigt. 1 ist
eine isometrische schematische Ansicht einer Softwall-Abbauvorrichtung 10 gemäß der Erfindung.
Die Vorrichtung 10 besteht aus einer Abbaurinnenwaschkammer 20,
die teilweise von einer hinteren und einer hinteren tragenden Abstützung oder
einem Gehäuse 22 umschlossen
ist. Die Aufgabe der Vorrichtung 10 besteht darin, die
Erzmatrix aus dem Erzabbaustoß herauszulösen. Dies
wird dadurch erreicht, daß die
Abbaurinnenwaschkammer 20 durch Betätigen eines Ausfahrarbeitszylinders 24 aus
der hinteren tragenden Abstützung 22 heraus
nach vorn ausgefahren wird. Die Vorwärtsbewegung wird durch die
Wirkung einer Vielzahl von Schneidkanten-Spritzdüsen 35 unterstützt, die
an der Abbaurinnenwaschkammer 20 angeordnet sind, wie auch
in 4A vergrößert dargestellt.
Es sind langgestreckte Schlitze 41 vorhanden, um Zunge
und genutete Ränder
der Abbaurinnenwaschkammer 20 mit anderen Softwall-Abbauvorrichtungen
beweglich zu verbinden.
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An
der hinteren tragenden Abstützung 22 starr
angebrachte Ausfahrführungen 26 sorgen
für eine
gerichtete Schubsteuerung beim Vorwärtsbewegen der Vorrichtung.
Mehrere starr angeordnete Stützstreben 30 verleihen
der Abbaurinnenwaschkammer 20 vertikale Stabilität. Ein ein-
und ausfahrbarer, rotierender Arbeitszylinder oder eine Führung 38,
die sowohl an der Abbaurinnenwaschkammer 20 als auch an
der Ausfahr- und Stützvorrichtung 28 schwenkbar
angebracht ist, sorgt für
die vertikale Bewegungssteuerung. Mehrere hintere Injektoren 31 erstrecken
sich durch die hintere tragende Abstützung 22 hindurch,
um Flüssigkeiten
in die eingestürzte
Deckschicht einzubringen.
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2 zeigt eine Draufsicht
auf die Softwall-Abbauvorrichtung 10. Das Ausfahren und
Einfahren der Abbaurinnenwaschkammer 20 aus der hinteren
tragenden Abstützung 22 heraus
erfolgt durch den Ausfahrarbeitszylinder 24, der an der
hinteren tragenden Abstützung 22 starr
und an der Ausfahr- und Stützvorrichtung 28 schwenkbar
angebracht ist. Die Ausfahr- und Stützvorrichtung 28 ist durch
eine Vielzahl von Ausfahr- und Stützführungsvorrichtungen 25 gleitverschieblich
mit beiden Ausfahrführungen 26 und
mit dem geneigten, vertikal schwenkbaren Arbeitszylinder 38 unmittelbar
verbunden.
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An
der Abbaurinnenwaschkammer 20 sind mehrere Druckwasser-Zuführleitungen
und elektrische Steuerungen 21 (3) sowie Wassereinspritz-Steuereinheiten 34 angebracht,
um den Druck und die Menge der Spritzflüssigkeit zu steuern. Es sind
mehrere druckbeaufschlagte, winkelförmig angeordnete Spritzdüsen 32,
die von jeder Wassereinspritz-Steuereinheit 34 versorgt
werden, an der Abbaurinnenwaschkammer 20 angeordnet, um
die Flüssigkeitseinspritzung
in das Gehäuse
der Abbaurinnenwaschkammer 20 zu gewährleisten.
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3 zeigt eine schematische
Darstellung der Schnittansicht der Abbauvorrichtung 10.
Die Vorderkante einer hinteren tragenden Abstützung 22 ist üblicherweise
abgeschrägt,
um den Widerstand in Vorwärtsrichtung
zu verringern. Die geneigte rotierende Führung 38 ist fest
mit dem hinteren Teil der Abbaurinnenwaschkammer 20 verbunden.
Zur Verstärkung
der Vorrichtung ist ein starrer Stützpfeiler 37 am Boden
und an der Decke der hinteren tragenden Abstützung 22 starr befestigt.
In den Ausfahrführungen 28 ist
eine Softwallsystem-Steuerleitungs-Ausrichtbohrung 33 ausgebildet. Überlappende
Seitenabdeckungen 27 sind mit der hinteren tragenden Abstützung 22 starr
verbunden, um das Risiko zu verringern, daß fremdes Material in die Vorrichtung eindringt,
wenn sie in Kombination mit anderen Softwall-Abbauvorrichtungen verwendet wird.
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4 zeigt eine vergrößerte Seitenansicht der
Abbaurinnenwaschkammer 20, wobei in den 4A und 4B vergrößerte Details
gezeigt sind. Der Vielzahl von Wassereinspritz-Steuereinheiten 34 wird über die
Reihe von druckbeaufschlagten Wasserzuführleitungen und elektrischen
Steuerungen 21 druckbeaufschlagte Einspritzflüssigkeit
zugeführt. Die
Wassereinspritz-Steuereinheiten 34 sind an der Außenseite
der Abbaurinnenwaschkammer 20 angeordnet und verteilen
druckbeaufschlagte Spritzflüssigkeiten
auf die entsprechenden druckbeaufschlagten Spritzdüsen 32 innerhalb
der Abbaurinnenwaschkammer 20. Mehrere Düsen 32 sind
innerhalb der Abbaurinnenwaschkammer 20 angeordnet, um
Flüssigkeiten
in das Erz einzuspritzen, um das Erz aus seiner ursprünglichen
Lage zu lösen
und einen Schlamm zu erzeugen. Die Abbaurinnenwaschkammer 20 ist
ausgestattet mit einer kanalförmigen
Wasserleitung 42 im Platteninnern (4A), die eine Leitung für Spritzflüssigkeiten
von den Wassereinspritz-Steuereinheiten 34 zu einer durchgehenden Kantenöffnung 40 bildet,
wo die Flüssigkeiten über mehrere
Schneidkanten-Spritzdüsen 35 eingespritzt werden.
Die Schneidkanten-Spritzdüsen 35 sind
an der Vorderkante der Abbaurinnenwaschkammer 20 starr
angeordnet, um zur Erleichterung des Eindringens Flüssigkeiten in
die Erzmatrix einzuspritzen. Eine Abbaurinnenwaschkammer-Dichtung 39 (4B) bildet eine Abdichtung,
die verhindert, daß Material
von außen
in das Gehäuse
der hinteren tragenden Abstützung 22 eindringt.
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5 zeigt in perspektivischer
Ansicht mehrere Softwall-Abbauvorrichtungen 10, die über die Softwallsystem-Steuerleitungs-Ausrichtbohrungen 33 mit
einer Softwallsystem-Steuerleitung 29 verbunden sind. Die
Softwallsystem-Steuerleitung 29 ist an einer konstanten
Spannvorrichtung 64 befestigt, die an der in Richtung des
Schlammflusses am weitesten stromaufwärts liegenden Vorrichtung flexibel
angebracht ist. Benachbarte Vorrichtungen 10 sind mit überlappenden
Abdichtungen 23 und 36 versehen, um das Eindringen
von fremdem Material in die Vorrichtungen zu minimieren.
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Die 6 bis 8 beziehen sich auf den Betrieb der Softwall-Abbauvorrichtungen 10 gemäß der Erfindung.
Es gibt mehrere Möglichkeiten,
die erfindungsgemäßen Vorrichtungen
zu betreiben. Die nachfolgenden Abbildungen sind nicht erschöpfend, sondern
veranschaulichen nur einige der Möglichkeiten und Reihenfolgen,
in denen sie zur Gewinnung von Erzschlamm eingesetzt werden können.
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6 zeigt in Draufsicht eine
schematische Darstellung des ersten Arbeitsschrittes beim Betrieb der
Softwall-Abbauvorrichtungen 10. Die Vorrichtungen sind
entlang eines Erzmatrix-Abbaustoßes 56 angeordnet,
wobei die Abbaurinnenwaschkammern 20 in Vorbereitung eines
Ausfahrstoßes
in den Erzmatrix-Abbaustoß 56 hinein,
der gegenüber
einer abgesenkten Deckschicht aus Erde 54 liegt, vollständig eingefahren
sind. Zur zusätzlichen
Verdichtung der Deckschicht kann an der Oberfläche eine Oberflächenverdichtungsvorrichtung 44 eingesetzt
werden.
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7 zeigt in Draufsicht eine
schematische Darstellung eines möglichen
zweiten Arbeitsschrittes beim Betrieb der Vorrichtungen 10,
wobei eine mit den Bezugszeichen 61 bezeichnete Abbaureihenfolge
der Abbaurinnenwaschkammer 20 gezeigt ist, die der gleichmäßigen Ausrichtung
von benachbarten hinteren tragenden Abstützungen 22 gegenüberliegt, die
an der abgesenkten Deckschicht aus Erde 54 anliegen.
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8 ist eine schematische
Darstellung in Draufsicht eines dritten Arbeitsschrittes beim Betrieb der
Softwall-Abbauvorrichtungen 10. Bei diesem Arbeitsschritt
sind die Stützeinheiten
der hinteren tragenden Abstützungen 22 vorgeschoben
(d. h. in Richtung auf die Rinnenwaschkammern eingefahren), und
zwar in einer durch die Bezugszeichen 63 bezeichneten Reihenfolge,
um die Richtung des Abbaufortschritts zu veranschaulichen, wodurch
eine Absenkung der Deckschicht aus Erde 54 hinter den Vorrichtungen 10 bewirkt
wird.
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Die
drei oben erläuterten
Arbeitsschritte des Abbauzyklus werden wiederholt, um einen kontinuierlichen
Abbau und Erzfluß vom
Abbaustoß zu
gewährleisten.
Die periodische Durchführung
der Arbeitsschritte erfolgt stoßweise
innerhalb der Gruppen von Vorrichtungen, die mehrere Hauptförderstrecken an
verschiedenen Punkten entlang des Abbaustoßes beliefern, so daß alle drei
Arbeitsschritte gleichzeitig an unterschiedlichen Positionen entlang
des Abbaustoßes
stattfinden, um dessen gleichmäßigen Fortschritt
zu gewährleisten.
Die 3 Arbeitsschritte des Abbauzyklus werden wiederholt, um ei nen
kontinuierlichen Abbau und Erzfluß vom Abbaustoß zu gewährleisten.
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9 zeigt eine Abbaureihenfolge
in mehreren Abbauhöhen 68 mit
einer Softwall-Abbauvorrichtung 10 oder einer Gruppe von
Vorrichtungen in einem Erzkörper,
dessen Mächtigkeit
die Höhe
der Vorrichtung übersteigt.
Die Absenkung der ursprünglichen
Deckschicht-Oberfläche 50 erfolgt
stufenweise, was möglicherweise
zu einer abgesenkten Oberfläche 52 führt, wenn
die Erzmatrix 57 entfernt ist.
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In 10 ist der Einsatz mehrerer
Softwall-Abbauvorrichtungen 10 gezeigt, wobei zwei parallele
Hauptgräben 60 und
ein senkrechter Kopfgraben 66 vorhanden sind, der sich über die
gesamte Erstreckung der Abbaufeldbreite 59 erstreckt. Eine
Vielzahl von benachbarten Softwall-Abbauvorrichtungen 10 rückt mehr
oder weniger parallel auf den Erzmatrix-Abbaustoß 56 vor. Ein geschlossenes
Ende 58 in einer Abbaurinnenwaschkammer 20 in
der Mitte des Abbaustoßes
teilt den Kopfgraben 66, so daß das aufgeschlämmte Erz
gezwungen ist, den Fließrichtungen 65 zu
den Hauptgräben 60 zu
folgen, wo aufgeschlämmtes
Erz von einer grabenausgangsseitigen Schlammbearbeitungsvorrichtung 62 aufgenommen
wird, die zum Zwecke des Transports und der Bearbeitung am Ende
jedes Hauptgrabens angeordnet ist.
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11 zeigt den Einsatz mehrerer
Softwall-Abbauvorrichtungen 10, wobei eine alternative T-förmige Grabenkonfiguration
verwendet wird, bei der zwei Kopfgräben 66 in einen einzigen
Hauptgraben 60 münden,
der während
der Grubenaufschlußphase
ausgehoben wurde.