DE2437012A1 - Verfahren und einrichtung zum verlegen eines rohrstranges in einem im offenen verbau hergestellten graben, vor allem in wasserfuehrenden boeden - Google Patents
Verfahren und einrichtung zum verlegen eines rohrstranges in einem im offenen verbau hergestellten graben, vor allem in wasserfuehrenden boedenInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DlPL.-ING. BUSCHHOFF
Dipl.-Ing. HENNICKE
■ DIPL.-ING. VOLLBACH
DlPL.-ING. BUSCHHOFF
Dipl.-Ing. HENNICKE
■ DIPL.-ING. VOLLBACH
5 KÖLN/RH.
KAISER-WILHELM-RING 24
Aktenz.:
Reg.-Nr.
Gw 2488
bitte angeben
KÖLN, den 18.7.1974
vo/wo
Patentanmeldung
der Firma
Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia, 4628 Altlünen
Verfahren und Einrichtung zum Verlegen eines Bohrstranges in
einem im offenen Verbau hergestellten Graben, vor allem in
wasserführenden Böden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Verlegen eines Bohrstranges in einem im offenen Verbau
mit Hilfe eines Verbauschildes, wie insbesondere eines Messerschildes, hergestellten Graben, vor allem in wasserführenden
Böden.
Es ist bekannt, Tunnel, Stollen u.dgl. im Schildvortriebsverfahren,
gegebenenfalls unter Verwendung eines Messerschildes mit einzeln oder gruppenweise vorpreßbaren Messerbohlen,
aufzufahren und den aufgefahrenen Querschnitt durch
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einen Ring- oder Tübbingausbau zu sichern. Beim sogenannten
Eohrvorpreßverfahren wird der Rohrstrang von einem Schacht
oder einer Baugrube aus mit Hilfe von Pressen abschnittsweise in das Erdreich vorgepreßt, wobei der vorgepreßte
Rohrstrang durch in die Baugrube abgesenkte und am Ende des Rohrstranges angesetzte Rohrschüsse abschnittsweise
verlängert wird. Beim Verlegen von Rohrleitungen im offenen Verbau muß zunächst ein Graben hergestellt werden, in
welchen dann die Rohrschüsse eingebracht und zu einer Rohrleitung zusammengebaut werden. Dabei ist zumeist eine Sicherung
der Grabenwandung mit Hilfe von Bohlen, Spundwänden u.dgl. erforderlich. Insbesondere beim Verlegen von Rohrleitungen
großer Durchmesser in wasserführenden Böden ergibt sich die Notwendigkeit einer GrundwasserSenkung, was
mit erheblichem Aufwand verbunden ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein besonders leistungsfähiges und wirtschaftliches Verfahren zum Verlegen von Rohrleitungen,
wie vor allem Abwasser- und Versorgungsleitungen, im offenen Verbau zu schaffen, welches sich vor allem für das
Verlegen der Leitungen in schwierigen oder wasserführenden Böden eignet und ohne aufwendige Grundwassersenkung auskommt.
Ferner bezweckt die Erfindung eine zweckdienliche Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß dem Verbauschild ein mit einer oberen Rohreinsenköffnung
versehener, gegenüber dem Graben abgedichteter Rohr-
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verlegekasten nachgeführt wird, in den die an den "bereits
verlegten Rohrstrang anzusetzenden Rohre eingesenkt werden, worauf dann der Rohrverlegekasten unter Ablage des bzw. der
in ihm befindlichen Rohie auf die Grabensohle in Richtung
auf den Verbauschild zumindest soweit vorgeholt wird, daß
anschließend ein weiteres Rohr in den Rohrverlegekasten eingesenkt werden kann.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden also die einzelnen
Rohrschüsse in einen im Graben befindlichen Kasten eingebracht
und hier endseitig an den bereits verlegten Rohrstrang angeschlossen. Der Rohrverlegekasten läßt sich ohne
Schwierigkeiten wasserdicht ausführen, so daß selbst in stark wasserführenden Böden eine Rohrverlegung ohne Grundwassersenkung
möglich ist. Bei wasserführenden Böden empfiehlt es sich, den Rohrverlegekasten an seiner Rohrdurchgangsöffnung
gegenüber dem Rohrstrang abzudichten. Dabei läßt sich die Anordnung so treffen, daß der Rohrverlegekasten
beim Nachholen an dem in ihm liegenden Ende des Rohrstranges dichtend geführt wird. Der Rohrverlegekasten erleichtert
im übrigen das Einbringen der einzelnen Rohrschüsse und das Ansetzen derselben an den bereits verlegten Rohrstrang.
Er läßt sich in einfacher Weise im Graben vorziehen oder vorschieben. Hierfür können in zweckmäßiger Weise die
Vorpreßzylinder des Verbauschildes, gegebenenfalls unter Mitwirkung
von Setz- und Vorschubzylindern verwendet werden, welche sich gegen das freie Ende des zuletzt eingeführten
Rohrschusses abstützen und welche zum Ansetzen der in den
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Rohrverlegekasten eingesenkten Rohrschüsse an den bereits verlegten Rohrstrang dienen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird der Rohrverlegekasten
auf einem Schildschwanz des Verbauschildes gleitend geführt. Der beim Nachholen des Rohrverlegekastens entstehende
Spalt zwischen Grabenwandung und Rohrumfang kann mit einer Verpreßmasse, insbesondere einer thixotropen Verpreßflüssigkeit,
ausgefüllt werden, um unerwünschte Absenkungen der zuletzt eingebrachten Rohrschüsse beim Vorschub
des Rohrveilegekastens zu verhindern.
Mit der Erfindung wird somit ein leistungsfähiges und wirtschaftliches
Verfahren geschaffen, mit welchem sich Tunnel, Stollen u.dgl. im offenen Verbau im Erdreich auffahren oder
aber Rohrleitungen, wie z.B. städtische oder industrielle Abwasserleitungen, in wasserführenden Böden verlegen lassen,
ohne daß eine Grundwassersenkung erforderlich wird.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dabei in Verbindung mit dem Verbauschild ein diesem hachgeschalteter
Rohrverlegekasten vorgesehen, der im oberen Bereich eine Rohreinsenköffnung und an seiner dem Verbauschild
abgewandten Stirnseite eine das in ihm liegende Ende des Rohrstranges umgreifende Rohrdurchgangsöffming aufweist.
Der Rohrverlegekasten, der zugleich zur Sicherung des Grabens unmittelbar hinter dem Verbauschild dient, hat
vorzugsweise eine etwa wannenförmige Querschnittsform. Dabei weist er vorteilhafterweise an seinem gemuldeten Boden,
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auf welchem die von oben eingesenkten Rohrschüsse abgelegt werden, einen lichten Innendurchmesser auf, der etwa gleich
dem Rohraußendurchmesser ist. Auf diese Weise lassen sich
die in den Kasten eingesenkten Rohrschüsse ohne nennenswerte Ausrichtarbeit an das Ende des bereits verlegten Rohrstranges
anschließen. Es empfiehlt sich, den Rohrverlegekasten dabei so auszubilden, daß seine beiden gegenüberliegenden
Seitenwände nach oben divergieren, derart, daß seine Breite zu der oberen Rohreinsenköffnung hin zunimmt.
Insbesondere beim Einsatz des Rohrverlegekastens in wasserführenden
Böden wird zweckmäßig an dem Kasten ein seine Rohrdurchgangsöffnung
umgreifender Rohrstutzen angeordnet, mit dem sich der Rohrverlegekasten an dem bereits verlegten Rohrstrang
führen kann. Am Umfang der Rohrdurchgangsöffnung bzw. des RohrStutzens wird zweckmäßig eine sich gegen die Rohrumfangsflache
legende elastische Dichtung od.dgl. vorgesehen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind an der dem Verbauschild zugewandten Stirnwand des Rohrverlegekastens
Setz- und Vorschubzylinder angeordnet, welche gegen den zuletzt eingebrachten Rohrschuß abstützbar sind. Mit Hilfe
dieser Zylinder kann der in den Kasten eingesenkte Rohrschuß gegen den bereits verlegten Rohrstrang angesetzt
und/oder der Rohrverlegekasten in Vortriebsrichtung vorgedruckt
werden. Die genannten Setz- und Vorschubzylinder sind vorteilhafterweise so angeordnet, daß sie gegen die
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Stirnwand einschwenkbar und gegen den Rohrstrang ausschwenkbar
sind. Die Stirnwand kann hierbei mit einer die eingeschwenkten Zylinder aufnehmenden Stirnwandausbuchtung od.dgl,
versehen sein. In der eingeschwenkten Ruhestellung liegen die Zylinder demgemäß flach an der Stirnwand an bzw. in
deren Ausbuchtung, so daß sie das Einsenken des Rohrschusses
nicht behindern.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Verbauschild einen Schildschwanz auf, auf welchem der Rohrverlegekasten
ruht. Der Verbauschild und der Rohrverlegekasten sind dabei über den Schildschvranz gleitend aneinandergeführt.
Es empfiehlt sich im übrigen, den Rohrverlegekasten mit dem Verbauschild bzw. dessen Preßzylindern zu
koppeln. Dabei sind die Preßzylinder des Verbauschildes zweckmäßig an einem Stützrahmen abgestützt, mit dem der
Rohrverlegekasten, vorzugsweise gelenkig, gekoppelt ist. Der Verbauschild besteht vorteilhafterweise, wie an sich
bekannt, aus einzeln oder gruppenweise vorschiebbaren Schildmessern, die zumindest teilweise mit den Rohrverlegekasten
untergreifenden, den Schildschwanz bildenden Nachlaufmessern od.dgl. versehen sind.
Um beim Vorschub des Rohrverlegekastens den sich am Umfang zwischen den endseitigen Rohrschüssen und der Grabenwand
bildenden Spalt zu schließen und damit ein, wenn auch geringfügiges, Absenken der zuletzt eingebrachten Rohrschüsse
zu verhindern, kann der Rohrverlegekasten mit einer Ver-
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preßleitiing versehen sein, die mit im Bereich der Rohrdurchgangsöffnung
liegenden Austrittsöffnungen für das Verpreßmittel versehen ist. Vorzugsweise ist die Verpreßleitung
entsprechend der Querschnittsform des Rohrverlegekastens etwa U-förmig ausgebildet und so angeordnet i daß sie den
Kasten umgreift. Die aufragenden Leitungsschenkel der TJ-förmigen
Verpreßleitung ragen dabei kaminartig, aus dem offenen
Graben heraus, so daß von oben in die zweckmäßig trichterförmig ausgebildeten Leitungsenden das Verpreßmittel eingeführt
werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in
der Zeichnung dargestellten.Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Einrichtung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. Λ im Längsschnitt einen im offenen Verbau hergestellten Graben im Vortriebsbereich zusammen
mit dem hier angeordneten Verbauschild und dem Rohrverlegekasten;
Fig. 2 eine Stirnansicht bzw. einen Querschnitt durch den Rohrverlegekasten gemäß Fig. 1.
Der aus einzelnen Rohrschüssen 10, insbesondere Betonrohren, zusammengesetzte Rohrstrang wird in einem offenen Graben
verlegt, der unmittelbar nach dem Ansetzen des jeweils letzten Rohrschusses (in Fig. 1 links dargestellt) durch
Aufschütten des ausgehobenen Erdreiches geschlossen wird,
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wie bei 11 angedeutet ist. Die BohrVerlegung erfolgt somit
im offenen Verbau, wobei für den Vortrieb und/oder die Sicherung des Grabens im Vortriebsbereich ein Verbauschild 12
vorgesehen ist. Dieser Verbauschild 12 besteht aus einem in seinem Grundaufbau bekannten Messerschild, dessen Messerbohlen
13 mittels ihnen zugeordneter hydraulischer Preßzylinder 14 einzeln oder gruppenweise in Vortriebsrichtung V
vorpreßbar sind. Die doppeltwirkenden Preßzylinder 14 sind gelenkig zwischen den Messerbohlen 13 und einem Stützrahmen
15 eingeschaltet, an welchem sich die Messerbohlen abstützen
und führen. Beim Vorschub einer Messerbohle oder einer Messerbohlengruppe sind die Preßzylinder der anderen
Messerbohlen in bekannter Weise auf Blockierung geschaltet, so daß diese reibungsschlüssig am Erdreich anliegenden Messerbohlen
und damit der hiermit verbundene Stützrahmen 15 das Widerlager für den bzw. die Preßzylinder der vorzuschiebenden
Messerbohle bzw. Messerbohlengruppe bilden.
An den Verbauschild 12 schließt sich rückseitig ein mit ihm gekoppelter, aus einem Blechkörper bestehender Rohrverlegekasten
16 an, der, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, angenähert einen U-Querschnitt mit nach oben divergierenden
Seitenwänden 16' aufweist. Der wannenförmige Rohrverlegekasten 16 hat einen gemuldeten Boden 17 mit einem Durchmesser,
der etwa dem Außendurchmesser des Rohrschusses 10 entspricht. Die lichte Breite des Rohrverlegekastens 16 im
oberen Bereich ist aufgrund der schräg stehenden Seitenwän-
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de 16' etwas größer als der Außendurchmesser des Rohrschusses
10. Der Rohrverlegekasten 16 ragt oben aus dem Graben heraus; er weist hier eine Rohreinsenköffnung 18 auf, über
welche die an den bereits verlegten Rohrstrang anzusetzenden Rohrschüsse 10 in den Kasten eingeführt werden. An seiner
dem Verbauschild 12 abgewandten Stirnseite 19 ist der Rohrverlegekasten 16 mit einer kreisrunden Rohrdurchgangsöffnung
20 versehen, deren Durchmesser geringfügig größer ist als der Rohraußendurchmesser. An dem Kasten 16 ist hier
ein Rohrstutzen 21 angebracht, welcher somit den Rohrstrang mit geringem radialen Spiel umgreift. Zur Abdichtung des
Ringspaltes sind an dem Stutzen 21 elastische Dichtmittel angeordnet, welche sich dichtend gegen die Rohrumfangsflache
legen.
An der gegenüberliegenden Stirnwand 23 weist der Rohrverlegekasten
16 eine zum Verbauschild 12 vorspringende Ausbuchtung 24 auf, an deren Wandfläche im unteren Bereich
hydraulische Setz- und Vorschubzylinder 25 in den Gelenkanschlüssen
26 angelenkt sind. Die Zylinder 25 sind demgemäß
von einer Ruhestellung 25', in der sie geschützt in der Seitenwandausbuehtung 24 liegen, in die in Pig. 1 voll
ausgezeichnete Arbeitsstellung'schwenkbar, in der sie sich mit ihren Kolbenstangen 27 über ein Druckstück 28 stirnseitig
an dem zuletzt eingebrachten, im Rohrverlegekasten 16
ruhenden EolaracliuB 10 abstützen« Die Gelenkanschlüsse 26
sind aweckaiäßig als leicht lösbare Gelenkkupplungen ausgebildet
$ s© daß je nach Lag© des Rohrschusses 10 innerhalb
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des Eohrverlegekastens 16 Zylinder 25 unterschiedlicher
Länge verwendet werden können. In Fig. 1 sind solche Zylinder mit einer größeren Länge bei 25" in der Ruhestellung
angedeutet.
Der Rohrverlegekasten 16 ist über eine Gelenkverbindung mit dem Stützrahmen 15 gekoppelt. Die Messerbohlen 13 des
Verbauschildes 12 weisen jeweils ein flaches bzw. leicht gewölbtes Nachlaufmesser 30 auf, welches den Rohrverlegekasten
16 unterfaßt bzw. zwischen diesem und der Grabenwandung liegt. Die Nachlaufmesser 30 sind über eine Gelenkverbindung
31 mit den vorderen Messerbohlen 13 verbunden.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die Nachlaufmesser 30 so ausgebildet, daß sie eine im wesentlichen spaltfreie Auskleidung
des Grabenquerschnitts bilden. Die Nachlaufmesser 30 können
an ihren einander zugewandten Längskanten aneinandergeführt sein. Es ist erkennbar, daß der Rohrverlegekasten
16 sich an den Nachlaufmessern 30 abstützt und beim Vorschub führt.
Im Betrieb werden die Messerbohlen 13» wie vorstehend beschrieben,
mit Hilfe der Preßzylinder 14 einzeln oder gruppenweise in Vortriebsrichtung V in das Erdreich vorgetrieben,
wobei sie sich über den Stützrahmen 15 an den reibungsschlüssig an der Grabenwand anliegenden Messerbohlen 13 abstützen.
Sobald sämtliche Messerbohlen 13 um den Hub ihrer Preßzylinder 14 vorgetrieben sind, kann der Stützrahmen
zusammen mit dem Rohrverlegekasten 16 nachgeholt werden. Der
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Rohrverlegekasten 16 dichtet den Graben unmittelbar hinterdem Verbauschild 12 ab. Über die Rohreinsenköffnung 18 werden
die Rohrschüsse 10 einzeln in den Kasten 16 eingeführt. Der jeweils eingesenkte Rohrschuß 10 wird aufgrund der Querschnittsform
des Rohrverlegekastens 16 gegenüber dem im Erdreich bereits verlegten Rohrstrang ausgerichtet. Anschließend
werden die Zylinder 25 in die Arbeitsposition gemäß Fig. 1 ausgeschwenkt, in der sich ihre Kolbenstangen 27 gegen die
Stirnfläche des im Kasten 16 liegenden Rohrschusses 10 abstützen. Durch Druckbeaufschlagung der Zylinder 25 in Ausschubrichtung
wird dann dieser Rohrschuß 10 mit seiner gegenüberliegenden Stirnseite gegen den letzten Rohrschuß
des verlegten Rohrstranges gedrückt, wodurch der Anschluß hergestellt wird. Anschließend wird der Rohrverlegekasten
zusammen mit dem Stützrahmen 15 in Vortriebsrichtung V gerückt. Dies kann mit Hilfe der Preßzylinder 14 erfolgen,
die in diesem Fall in Einschubrichtung beaufschlagt werden
und sich hierbei an den vorgeschobenen Messerbohlen 13 abstützen,
welche reibungsschlüssig am Erdreich anliegen. Der Vorschub des Kastens 16 und des ßtützrahmens 15 kann aber
auch mit Hilfe der Setz- und Vorschubzylinder 25 oder mit
Unterstützung dieser Zylinder erfolgen. Beim Vorschub des Rohrverlegekastens 16 schiebt sich dieser über den zuletzt
angesetzten Rohrschuß 10 hinweg, wobei er sich mit seinem Rohrstutzen 21 bzw. den hier angeordneten Dichtmitteln am
Außenumfang dieses Rohrstutzens führen kann. Sobald bei weiterem
Vortrieb im Rohrverlegekasten 16 wieder ausreichend
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Platz geschaffen ist, wird ein neuer Rohrschuß 10 von oben in den Kasten eingesenkt und in der beschriebenen Weise an
den Rohrstrang angesetzt.
Es ist erkennbar, daß beim Vorschub der Messerbohlen 15
deren Nachlaufmesser 30 mitgenommen werden, wobei sich im
Bereich zwischen dem Außenumfang der Rohrschüsse 10 und der
Grabenwandung ein Ringspalt 36 einstellt, der ein Absenken
des aus der Rohrdurchgangsöffnung 20 austretenden letzten Rohrschusses 10 zur Folge haben würde. Um dies zu verhindern,
wird der Ringspalt 36 mit einem Verpreßmittel, z.B. einer thixotropen Verpreßflüssigkeit, verpreßt. Zu diesem
Zweck weist der Rohrverlegekasten 16 eine Verpreßleitung
auf, die, wie vor allem Fig. 2 zeigt, etwa U-förmig ausgebildet ist und sich im Bereich des Rohrstutzens 21 um den
Kasten 16 herum erstreckt, wobei ihre beiden aufragenden Leitungsschenkel 33 oben aus dem Graben herausragen und
hier eine Trichteröffnung 34- aufweisen. Über diese Trichteröffnungen
34· kann das Verpreßmittel eingeführt werden.
Die Verpreßleitung 32 weist am Umfang des Rohrstutzens 21
Preßöffnungen 35 auf, über die das Verpreßmittel in den
Ringspalt 36 austritt. Der Austrittsdruck wird durch die Höhe der kaminartigen Leitungsteile 33 bestimmt.
Der Bodenaushub im Bereich des Verbauschiidee 12 kann in unterschiedlicher Weise, z.B. mittels eines in dem Verbauschild
selbst angeordneten (nicht dargestellten) Abbaugerätes oder eines oberhalb des Grabens stehenden Gerätes .
609808/0062
"bewerkstelligt werden. Der Rohrverlegekasten 16 ist an seiner
dem Verbauschild 12 zugewandten Stirnseite geschlossen. Er weist hier zweckmäßig eine verschließbare Mannöffnung
oder Schleuse od.dgl. auf. Die beschriebene Einrichtung
ist auch dann verwendbar, wenn der Rohrstrang nach Art eines Tübbingausbaus aus einzelnen Segmenten zusammengebaut
wird.
oder Schleuse od.dgl. auf. Die beschriebene Einrichtung
ist auch dann verwendbar, wenn der Rohrstrang nach Art eines Tübbingausbaus aus einzelnen Segmenten zusammengebaut
wird.
609308/0062
Claims (1)
- Ansprüche1. Verfahren zum Verlegen eines Rohrstranges in einem im offenen Verbau mit Hilfe eines Verbauschildes, wie insbesondere eines Kesserschildes, hergestellten Graben, vor allem in v/asserführenden Böden, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verbauschild (12) ein mit einer oberen Rohreinsenköffnung (18) versehener, gegenüber dem Graben abgedichteter Rohrverlegekasten (16) nachgeführt wird, in den die an den bereits verlegten Rohrstrang anzusetzenden Rohre (10) eingesenkt werden, worauf dann der Rohrverlegekasten unter Ablage des bzw. der in ihm befindlichen Rohre auf die Grabensohle in Richtung auf den Verbauschild (12) zumindest soweit vorgeholt wird, daß anschließend ein weiteres Rohr (10) in den Rohrverlegekasten (16) eingesenkt werden kann.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrverlegekasten (16) mit Hilfe der Vorpreßzylinder (14) des Verbauschildes (12) nachgeholt wird.5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Rohrverlegekasten (16) eingesenkten Rohre (10) mittels Setz- und Vorschubzylinder (25) an den Rohrstrang angebaut werden.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrverlegekasten (16) beim Nach-609808/0062holen an dem in ihm liegenden Ende des Bohrstranges dichtend geführt wird.5· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, daß der Eohrverlegekasten (16) auf einem Schildschwanz (30) des Verbauschildes (12) gleitend nachgeholt wird.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß der beim Nachholen des Rohrverlegekastens (16) entstehende Spalt (36) zwischen Grabenwand und Rohrumfang mit einer Verpreßmasse, insbesondere einer thixotropen Verpreßflüssigkeit, ausgefüllt wird.7. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, mit einem Verbauschild, insbesondere einem Messerschild, für das Herstellen oder die Sicherung des im offenen Verbau aufgefahrenen Grabens, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verbauschild (12) ein Rohrverlegekasten (16) nachgeschaltet ist, der im oberen Bereich eine Rohreinsenköffnung (18) und an seiner dem Verbauschild abgewandten Stirnseite eine das in ihm liegende Ende des Rohrstranges umgreifende Rohrdurchgangsöffnung (20) aufweist.8. Einrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrverlegekasten (16) einen etwa wannenförmigen Querschnitt aufweist.9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß609808/0062der wannenförmige Rohrverlegekasten (16) im gemuldeten Bodenbereich einen lichten Innendurchmesser aufweist, der etwa gleich dem Rohraußendurchmesser ist, wobei seine Seitenwände (16') nach oben divergieren.10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrverlegekasten (16) einen die Rohrdurchgangsöffnung (20) umgreifenden Rohrstutzen (21) aufweist.11. Einrichtung nach hinein der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang der Rohrdurchgangsöffnung (20) bzw. an dem Rohrstutzen (21) eine sich gegen die Rohrumfangsflache legende Dichtung (22) angeordnet ist.12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11» dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Verbauschild (12) zugewandten Stirnwand (23) des Rohrverlegekastens (16) gegen den zuletzt eingebrachten Rohrschuß (10) abstützbare Setz- und Vorschubzylinder (25) angeordnet sind.1J. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Setz- und Vorschubzylinder (25) gegen die Stirnwand (23) einschwenkbar und gegen den Rohrstrang ausschwenkbar angeordnet sind.. Einrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Setz- und Vorschubzylinder (25) leicht auswechselbar an der Stirnwand (23) des Rohrverlegekastens (16) angeordnet sind.609808/006215. Einrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwand (23) des Rohrverlegekastens (16) eine die eingeschwenkten Setz- und Vorschubzylinder (25) aufnehmende Stirnwandausbuchtung (24) od.dgl. aufweist.16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15» dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrverlegekasten (16) auf einem mit dem Verbauschild (12) verbundenen Schildschwanz (30) ruht.17· Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrverlegekasten (16) mit dem Verbauschild (12) bzw. dessen Preßzylindern (14) gekoppelt ist. ^18. Einrichtung nach Anspruch 17» dadurch gekennzeichnet, daß die Preßzylinder (14) des Verbauschildes (12) an einem Stützrahmen (15) abgestützt sind, mit dem der Rohrverlegekasten (16) gekoppelt ist.19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbauschild (12), wie bekannt, aus einzeln oder gruppenweise vorachiebbaren Messerbohlen (13) besteht, die mit den Rohrverlegekasten (16) untergreifenden, den Schildschwanz bildenden Nachlaufmessern (30) versehen sind.20. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 19» dadurch609808/0062gekennzeichnet, daß der Rohrverlegekasten (16) mit einer Verpreßleitung (32) versehen ist, die mit im Bereich der Rohrdurchgangsöffnung (20) liegenden Austrittsöffnungen für das Verpreßmittel versehen ist.21. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpreßleitung (32) etwa U-förmig ausgebildet ist, wobei ihre aufragenden Leitungsschenkel (33) kaminartig aus dem Graben herausragen.609808/0062Leerseite
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